Latest / Berlin Booth / Jonas Radschuwait über Licht- und Stagedesign und seine Arbeit beim Whole-Festvial
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- 0:05Ey, wo jetzt bitte Podcast Aufnahme läuft, Jonas.
- 0:14Hi. Herzlich Willkommen auf der
- 0:17Couch in der wo, wie auch immer, ich mache irgendwas mit Medien,
- 0:24du machst irgendwas mit Veranstaltung.
- 0:26Korrekt. Würde ich gerne wissen.
- 0:28Was ist denn irgendwas bei dir? Irgendwas ist tatsächlich auch,
- 0:33wie, wie das schon vermuten lässt, recht viel.
- 0:36Hauptsächlich mach ich Produktions und technische
- 0:38Leitung bei Veranstaltungen, also Festivals, Corporate
- 0:41Veranstaltungen in Clubs, ich hab auch kleine Partys gemacht,
- 0:45also alles was man irgendwie so veranstaltungskosmos kennt.
- 0:49Und nebenbei auch noch kleinere Sachen.
- 0:51Ich habe letztes Jahr Computerracks in der Hochschule
- 0:53zusammengebaut, so also so alle Schüler ja für die Schule an
- 0:58sich so also viel. OK, das heißt, du hast eine
- 1:03relativ große Bandbreite an Aufgaben, die du erledigen und
- 1:09bedienen kannst. Korrekt, ja.
- 1:11Du bist veranstaltungstechniker. Genau.
- 1:15Kannst du dich noch an den Ursprungsgedanken erinnern, der
- 1:17dich dahin geführt hat zu dieser Berufswelt?
- 1:20Der ist sehr lustig. Ich war zu Hause bei mir auf dem
- 1:23Dorf, also ich komme aus Thüringen, aus dem wirklich
- 1:25kleinen Dorf im Wald, beim Fasching, als Kind im
- 1:28Kinderfasching und fand das Licht, das da geblinkt hat,
- 1:31ganz, ganz toll, und da dachte ich mir so, ah, das möchte ich
- 1:35irgendwie machen, hab mich da so Reingearbeitet über den
- 1:38Karneval, war dann bei einer Band auf dem Dorf so und bin
- 1:41durch Dorffeste gezogen. Und dann hat sich das so
- 1:44entwickelt und dann war irgendwie klar, ich werde
- 1:46Fachkraft. Hat es im in der Weiterführung
- 1:51dann dich sofort in die Großstadt geführt oder gab es da
- 1:55noch so ein so eine Zwischenhaltestelle?
- 1:58Ja, es gab noch so eine Zwischenhaltestelle, weil man ja
- 2:00für die Ausbildung im besten Fall 18 ist ja ne so
- 2:03Arbeitszeiten in der Veranstaltungsbranche sind jetzt
- 2:05nicht so so exakt und so gut geregelt.
- 2:11Genau. Ich habe zwischendurch noch ein
- 2:12Abi gemacht, ein Fachabitur mit Mediengestaltung, also habe auch
- 2:15irgendwas mit Medien gemacht, mal und dann genau direkt in die
- 2:19Großstadt Berlin war auch irgendwie klar, ich war als Kind
- 2:21schon oft in Berlin bei der Verwandtschaft hier wohnt.
- 2:25Bist du Tages oder Nachtmensch? Nachtmensch OK, also
- 2:29mittlerweile irgendwie auch durch den Job ein Tag Mensch,
- 2:31gezwungenermaßen geworden, weil viel einfach am Tag passiert.
- 2:34Also ich stehe trotzdem irgendwie um 7 auf, aber lieber
- 2:37nachtmensch, ja. Du hast also.
- 2:40Sowohl Erfahrung im Club, Kontext, Events, so
- 2:44Veranstaltungen Republica Ne machst du auch ne hole Festival
- 2:49Schwutz gehst du auch gern feiern.
- 2:54Ab und zu mal. Also viel Zeit hatte ich dafür
- 2:57bisher einfach noch nicht. Die ersten Jahre in Berlin habe
- 2:59ich ja viel im Schwutz verbracht, auch gerne mal
- 3:01irgendwie 2 Tage die Woche dann. Und dadurch blieb die Zeit nicht
- 3:06so richtig und man hatte dann natürlich auch an einem freien
- 3:08Wochenende nicht so Bock, dann auch noch feiern zu gehen.
- 3:11Mittlerweile zieh ich mir das immer n bisschen mehr raus, weil
- 3:14nicht mehr so viel Club dabei ist, auch mal feiern zu gehen
- 3:17und dann auch gern mal da, wo ich nicht arbeite.
- 3:19Ja genau das. Deswegen meine Anschlussfrage
- 3:21gewesen. Ne.
- 3:23Kannst du das nachvollziehen oder war das n Prozess um zu
- 3:26verstehen? OK ich arbeite wo und feiere
- 3:28nicht da oder andersrum. Ich hab, ich hab da ne Weile
- 3:32dran rumgearbeitet auch an dem Gedanken und hab für mich
- 3:36festgestellt, manchmal ist es besser wenn man klare
- 3:41Richtlinien hat, das müssen nicht viele sein, aber so n paar
- 3:45klare gilt das für dich auch? Na ja, es war ne Erkenntnis, als
- 3:49ich es dann mal gemacht habe, weil man ja dann doch in dem
- 3:53Laden wo man arbeitet. Irgendwie mehr drin ist, mehr
- 3:56Sachen sieht die vielleicht nicht so laufen, dann klingt mal
- 4:00irgendwas nicht so toll, das Licht ist nicht so toll, wie man
- 4:02das gern hätte, das hat man in anderen Clubs nicht so, da ist
- 4:05das Egaler, das fällt natürlich auch auf, aber es ist Egaler,
- 4:09die Vorteile des eigenen Clubs sind natürlich aber auch da so
- 4:12ne gästelisten, Getränke, Rabatte.
- 4:15Die Stars backstage. Die gute Seite.
- 4:17Das ist die gute Seite. Ne, man kann da einfach so
- 4:20reinlaufen und ist dann da und kann da n bisschen machen was
- 4:22man will. Das hat meine anderen Clubs
- 4:24natürlich nicht, ja, aber die Freiheit und das entspannte
- 4:28Fallen ist natürlich in anderen. Clubs hat die das auf so einer
- 4:31emotionalen Ebene hatte das mal ne Bedeutung für dich zu so
- 4:35einem gewissen Kosmos oder hat es ne Bedeutung für dich zu so
- 4:37einem gewissen Kosmos dazuzugehören?
- 4:40Ja, auf jeden Fall. Also die Menschen in den Clubs
- 4:43oder Teams oder generell bei allen Projekten, wo ich so
- 4:46arbeite, sind schon sehr wichtig auf jeden Fall.
- 4:48Ja, also bei mir war das auch. Ich glaube, das ist Arbeit
- 4:53sowieso, also man hat ja, oder ich habe ja immer irgendein Bild
- 4:56von mir gehabt, wo ich hin möchte, wo ich sein möchte, das
- 4:58war vielleicht nicht immer so ganz klar umrissen und hab dann
- 5:02festgestellt, irgendwann also dieses bei mir in Richtung
- 5:04musikjournalismus ist was. Ich kann damit inhaltlich was
- 5:08anfangen, aber auch diese menschliche Komponente und auch
- 5:11diese künstlerische Komponente, die ist die, die, die ist super
- 5:15stark, das ist so, ja, und das ist für mich ne tiefe Form von
- 5:19Zufriedenheit, die da entsteht. Ist das bei dir ähnlich?
- 5:22Ja, auf jeden Fall. Also ich mach den Job ja nicht
- 5:25wegen dem Geld, das macht glaub ich die wenigsten und also eher
- 5:30wegen der Sache am Ende so, wegen der Emotionen danach,
- 5:33irgendwie nach einem halben ganzen Jahr Produktion und.
- 5:37Dann da irgendwo auf dem Gelände zu stehen und zu sehen, OK, hier
- 5:39haben gerade 10000 Menschen Spaß, weil wir uns da jahrelang
- 5:43n Arsch aufgerissen haben, das ist schon auf jeden Fall n
- 5:46großer. Teil.
- 5:47Ob wir sozusagen zu dem Festivalkontext kommen, zu dem
- 5:50ich gerne hingehen würde. Mal so dieser Fokus noch mal auf
- 5:53dem Clubkontext was genau hast du gemacht, also was war, was
- 5:56war dein Arbeitsgebiet, wo hast du angefangen, wo bist du
- 5:59vielleicht am Ende gelandet? Also im Schwutz habe ich
- 6:01angefangen als Lichttechniker, da bin ich auch als Gast mal
- 6:04reingestolpert, habe dann den Lichttechniker Angequatscht und
- 6:07ein paar Monate später hatte ich einen Job dort.
- 6:09Das hat sich dann weiterentwickelt zu allgemeiner
- 6:12Technik im Schwutz, Wir haben ja auch ganz viel Streaming gemacht
- 6:15in Corona Zeiten, genau im Schwutz habe ich dann irgendwann
- 6:20alles gemacht und jetzt mache ich ja technische Leitung
- 6:23sozusagen im District, das heißt weniger Knöpfe drücken, oder?
- 6:28Arbeiten an sich. Mehr denken.
- 6:30Ist irgendwann alles gemacht? In einem Club.
- 6:34Ja, nee, das. Aber ist das ne?
- 6:38Ist es ne gute Sache? Das irgendwann alles gemacht zu
- 6:43haben. Alles gemacht zu haben also.
- 6:46Also einerseits die, die der der Punkt ist es für dich leicht,
- 6:51nicht festgelegt zu sein, sondern hast du Spaß daran, dich
- 6:53in andere Bereiche reinzuarbeiten und um.
- 6:56Oder andererseits auch sozusagen die negative Variante
- 6:59vielleicht. Manchmal ist ja auch gut, wenn
- 7:02man sagt, n paar Sachen würde ich gerne weg haben, damit ich
- 7:05meinen Fokus halten kann. Ja, das ist so ne Mischung.
- 7:09Mir macht es sehr viel Spaß, auch neue Sachen mehr
- 7:11anzugucken. Mich reinzuarbeiten es ist aber
- 7:14natürlich auch ganz gut und auch gesund, manchmal Sachen nicht
- 7:17machen zu müssen, so das ist jetzt bei dieser technischen
- 7:21Leitung ganz spannend, weil ich. Eigentlich ja quasi für alles
- 7:25zuständig bin. Das ist noch ein recht neuer
- 7:27Club, man muss noch sehr viel aufbauen und die Arbeit ist da
- 7:29quasi nie zu Ende, also das ist uns fällt jeden Tag 10 neue
- 7:33Aufgaben ein, die irgendwo passieren müssen und das ist
- 7:36natürlich irgendwie ein Druck sozusagen dahinter, das alles zu
- 7:41machen, man muss sich da aber auch so ein bisschen von
- 7:43befreien und sagen, ja, nee, das muss jetzt nicht alles
- 7:45passieren, wir können nur eine gewisse Zeit oder eine gewisse
- 7:49Anzahl an Aufgaben erledigen, gewisse Leistung bringen.
- 7:52Das ist so n bisschen das das interessante dahinter oder das
- 7:56Schwierige. Bist du jemand, der sich der
- 7:58sich selbst, aber auch so Prozesse gut strukturieren kann?
- 8:03Zum Großteil ja. Manchmal sind aber auch so
- 8:07Phasen der Unordnung dabei sind. Oder was?
- 8:09Was sind das für Phasen? Ja, na wo ich dann auch mal so
- 8:11denke. Ich hab jetzt hier 20 Aufgaben,
- 8:13keine Ahnung wo ich anfangen soll, keine Ahnung wo ich
- 8:15aufhören soll, manchmal ist es natürlich auch so ne Sache so,
- 8:18darauf gibt es gar keinen Bock, ich muss es aber machen, ja.
- 8:22Gerade bei so einem, wenn wenn man n neuen Club hat, da ist
- 8:26sozusagen gibt noch keine Regelmäßigkeiten.
- 8:28Es gibt vielleicht Strukturen oder Strukturen werden
- 8:32aufgebaut, aber so dieses dieses weiche Bett in was man dass man
- 8:36fallen kann wenn man sich in Strukturen eingliedern kann in
- 8:43irgendeiner Form, das hast du ja dann nicht wenn du das gar nicht
- 8:45ne, das gab es im Schutz damals, da gab es ja, das war ja n
- 8:48Unternehmen, das war alles, gab es alles, da ist man so
- 8:50reingekommen, hatte seine Aufgaben.
- 8:51Das gibt es jetzt nicht und das ist auch so spannend.
- 8:54Das mache ich auch sehr gerne einfach so.
- 8:56Ich sag immer so Projekte, wo keiner so richtig weiß, wo es
- 8:58eigentlich hingehen soll und was eigentlich draus wird, das finde
- 9:01ich immer ganz spannend, weil es da eben diese Struktur noch
- 9:03nicht gibt. Man muss viel sich selbst
- 9:05ausdenken, viel selbst zu arbeiten kann natürlich auch
- 9:07viel mitgestalten, ist aber auch viel Arbeit am Ende.
- 9:10Würdest du sagen, dass es ein Zeichen des Nachtlebens ist,
- 9:13diese Möglichkeiten zu haben und so zu arbeiten?
- 9:16Nicht unbedingt nur des Nachtlebens.
- 9:18Das ist beim Hole Festival ja auch viel so gewesen am Anfang,
- 9:21weil es einfach recht neu und klein kleiner war, aber es ist
- 9:27viel im Nachtleben auch so, ja. Weil ich ich auch in Gesprächen
- 9:32beziehungsweise auch im drüber nachdenken ist es so.
- 9:35Was unterscheidet die elektronische Musikszene, die
- 9:38Club und Rave Kultur so n bisschen von anderen
- 9:40gesellschaftlichen Strukturen und anderen gesellschaftlichen
- 9:42Ebenen und das, was ich auch immer wieder so n bisschen
- 9:44mitnehme ist so n Zwiespalt zwischen einerseits kann man
- 9:47sehr frei sein und sehr frei agieren, weil eben Menschen auf
- 9:50einen zukommen und nicht immer nur so n Forderungskatalog
- 9:52haben, andererseits ist es aber auch manchmal so n bisschen
- 9:56schwer sich selbst da so zu identifizieren und so N-Weg für
- 10:00sich zu finden. Ja, ja, also es gibt wesentlich
- 10:03weniger Vorgaben. Dieser Club Rave Kontext ist ja
- 10:06dann das, was sich auf dem Festival so weiterzieht, weil
- 10:08das ja auch daherkommt. Das hat man bei größeren Events,
- 10:13die jetzt irgendwie mehr in der Allgemeinheit der Gesellschaft
- 10:17sozusagen sind. Republica zum Beispiel hat man
- 10:20das nicht ganz so, also da gibt es schon andere Strukturen,
- 10:23andere Vorgaben, genau und. Auch bei anderen genau und
- 10:26allgemein. Du hast wirklich festgelegte
- 10:29klassische Hierarchien. Du hast deine Arbeitsbereiche,
- 10:33die sehr meistens ziemlich hart definiert sind und festgelegt
- 10:36sind und man geht sozusagen mit den Füßen nicht in das
- 10:39Arbeitsgebiet des anderen großartig hinein, wenn es nicht
- 10:41gerade gefordert ist, ne. Genau also ist da bei den
- 10:44Projekten, die ich jetzt gerade mache, auch n bisschen soft da
- 10:48schon irgendwie n bisschen n bisschen netter sozusagen.
- 10:51Aber ich hab ja auch lange in der richtigen Konferenzbranche
- 10:54gearbeitet, wirklich? Ganz trockene Konferenzen, blöd
- 10:58gesagt produziert wurden, und da ist das wirklich so.
- 11:00Also das ist so, da passieren Sachen einfach so, wie Kunden
- 11:03das möchten zum Beispiel, aber das ist einfach.
- 11:05Du, du bist ja selbstständig. Ja, war das, warum bindest du
- 11:12dich oder war war der Gedanke da dich an eine Firma oder an ein
- 11:15Projekt oder an einen Club oder an eine Festivalorganisation zu
- 11:20binden? Oder also, was war attraktiver,
- 11:24in die Selbstständigkeit zu gehen?
- 11:27Ich frag das n bisschen mit dem Hintergrund, weil wir haben
- 11:28Corona hinter uns, wir kennen auch den.
- 11:30Ganzen. Ja, ja, genau.
- 11:31Ne, und dann ist da komm ich noch mal zu diesem weichen Bett
- 11:34zurück. So ne dieses sich hinlegen und
- 11:36sagen OK, hier sind meine Haltepunkte, alles ist schön,
- 11:39ich hab trotzdem meine Arbeit aber du machst
- 11:41Selbstständigkeit. Attraktiv ist auf jeden Fall das
- 11:44falsche Wort, weil es ist nicht attraktiv, das muss man wirklich
- 11:47so sagen. Es war n bisschen.
- 11:52Aus der Not heraus sozusagen. Also mein meine erste
- 11:56Festanstellung, das fand ich nicht mehr so geil so, das war
- 11:58mir n bisschen zu alles zugleich, alles zu irgendwie
- 12:02copy Paste, jede Veranstaltung war recht ähnlich und da war
- 12:05einfach wenig Spielraum, das war mir zu langweilig.
- 12:08Dann hatte ich n neuen Job fand ich auch nicht so geil war war
- 12:10eigentlich noch schlimmer und dann hab ich mir überlegt OK was
- 12:14mach ich jetzt und alle um mich rum haben gesagt Ey mach dich
- 12:17doch selbstständig, du hast schon dies und das Projekt was
- 12:19du nebenbei eh schon machst so 12 mehr und dann geht das.
- 12:22Dann habe ich gesagt, gut, dann mache ich das jetzt einfach,
- 12:25habe mir das einmal kurz durchgerechnet, weil ich auch so
- 12:29ein bisschen finanziell Sicherheit.
- 12:30Natürlich ist ein großer großer Aspekt daran, genau dann habe
- 12:34ich es einfach gemacht, Monat später glaube ich, nachdem ich
- 12:37das entschieden habe, kam ein Kollege und sagte hier, ich habe
- 12:40jetzt eine neue Festanstellung, will zu meinem Projekt
- 12:41übernehmen, also okay gut, wieder ein paar Wochen später
- 12:44hatte ich ein linkedin Post gemacht, so ganz klassisch, aber
- 12:48ein bisschen. Bisschen lockerer sozusagen,
- 12:51nicht so ganz Cringe und GPT, schreibt mir jemand von der
- 12:55Republica ey, wir haben einen Job, willst du den haben?
- 12:58So, und dann lief das von daher Glück gehabt, auch ein bisschen
- 13:03ja, könnte auch wesentlich schlechter laufen.
- 13:07Anschlussfrage wie wichtig ist in Netzwerken in diesem Bereich?
- 13:11Super wichtig. Das ist eigentlich alles, also
- 13:13so kriegt man Jobs. Man kann sich natürlich bewerben
- 13:16auf die Jobs und auch ganz normal da reinkommen.
- 13:19Aber über Kontakte ist das eigentlich gerade so.
- 13:22In der mehr im Clubbereich mehr irgendwie bei den coolen
- 13:26Veranstaltungen sag ich jetzt mal ist das ist das alles am
- 13:29Ende. Hast du da mal?
- 13:32Hast du dir das konsequent mal durchdacht in irgendeiner Form
- 13:35oder war das so n Prozess und du hast irgendwann gemerkt, OK ist
- 13:39schon gut wenn man weiß wer für was zuständig ist, wer wo in
- 13:43welche Clubbereiche oder wer in welche Festival Bereiche
- 13:46reingehört. Also dieses Netzwerken ist es so
- 13:49n aktiver Prozess für dich oder ist es so n eher so ne passive
- 13:52Form die trotzdem so n bisschen leuchtet in deinem Alltag?
- 13:57Ich würde sagen, das kommt eher so n bisschen mit dem Job,
- 14:00einfach weil man ja viele Leute kennenlernt sowieso.
- 14:05Also ich hab da glaub ich nie aktiv drüber nachgedacht jetzt,
- 14:08ich mach das auch gar nicht gerne auch so zu so.
- 14:10Netzwerkveranstaltung, so dieses typische Händeschüttel Event,
- 14:13das mag ich gar nicht. Also die einfache Frage wäre
- 14:16gewesen, bist du n Netzwerker? Nee.
- 14:18Nee, nee, also muss ich natürlich irgendwie so im
- 14:21Berufskontext, aber privat nicht, nee.
- 14:24Weil also so übergeordnet mein Gedanke, der kommt n bisschen
- 14:27immer daher. Man hat.
- 14:29Sehr viele schöne Vorteile in diesem ganzen Musik und
- 14:33Tanzbereich. So dieses Attraktivität der
- 14:36Veranstaltung Attraktivität auch in die das Umfeld in dem man
- 14:39arbeitet, aber man weiß ja auch in vielen Bereichen ist es so ne
- 14:42Prekäranstellungssituation so ne also ist jetzt nicht oder nicht
- 14:47mehr der Bereich in dem einfach auch super viel Geld
- 14:49rausgeschmissen wird für Sicherheit von Arbeitnehmern so
- 14:56n Wagnis hat das hat dich immer so n bisschen begleitet.
- 15:00Ja, schon. Also man muss auch dazu sagen,
- 15:03mein Gefühl ist, dass sich die ganze Branche auch wieder zur
- 15:06Selbstständigkeit entwickelt, also mehr selbständige Menschen
- 15:10irgendwie Jobs kriegen, weil es eben für die Firmen attraktiver
- 15:13ist, weil sie für ein Projekt, also so klassisch, so
- 15:16Festivalprojekte, eine Festanstellung.
- 15:19Da muss das Festival schon sehr groß sein, da muss schon Konzern
- 15:22dahinter stehen, dass man ne Festanstellung draus machen
- 15:24kann. Das heißt, es gibt einfach auch
- 15:26Sau viele von diesen selbständigen Stellen am Ende
- 15:33und dadurch ist es wieder wieder gar nicht so.
- 15:34N großes Wagnis also so wie es aussieht vor n paar Jahren ist
- 15:38hat sich die Branche ja dahin entwickelt, dass man gesagt hat,
- 15:40gar keine Selbstständigkeit mehr gibt es ja auch krasse Hürden
- 15:43und Scheinselbständigkeit. Und so weiter und sofort.
- 15:46Das entwickelt sich jetzt aber gefühlt ein bisschen zurück,
- 15:48eben genau dadurch, dass Firmen kein Geld mehr haben oder
- 15:51weniger Geld haben und sich so viel Festanstellung gar nicht
- 15:54mehr leisten können am Ende. Verunsichert dich so eine also
- 16:00Arbeitnehmertechnisch heißt das Ja oder Selbstständigkeit heißt
- 16:03ja auch, du musst eine relative Flexibilität am Tag legen.
- 16:07Ja, ich kann für mich immer sagen, ich finde es eigentlich
- 16:10auch gut, also ich schätze das. Meine Projekte wählen zu können,
- 16:14so ne Mischung zu haben zwischen es gibt so Brotgewerbe, das
- 16:17macht man um Geld reinzuholen. Es gibt Bereiche, die macht man
- 16:23für den Spaß und es gibt Bereiche, die erfüllen womöglich
- 16:26beides, ne also Flexibilität einerseits ne schöne Sache, auf
- 16:30der anderen Seite muss ich sagen mich verunsichere jetzt manchmal
- 16:32auch so n bisschen, weil das Bedürfnis nach Struktur
- 16:36geordnet, finanzielle Einbettung jetzt auch in der
- 16:39gesellschaftlichen Situation muss ich manchmal sagen.
- 16:42Nicht nur von heute auf Morgen denken zu können, sondern
- 16:44vielleicht auch uns übermorgen schon nen gewissen Plan zu
- 16:46haben, beschäftigt mich persönlich schon.
- 16:49Ist das für dich anders? Nee, das ist für mich nicht
- 16:56anders. Am Ende des Tages.
- 17:00Ich hab aber so, also ich hab so n bisschen den Punkt ich ich
- 17:03brauch so n Gewissen so n gewissen Chaosfaktor, den hab
- 17:06ich damit. Und den kann ich dann ordnen.
- 17:10Brauchst du für den Job auch und privat auch sehr viel, diese
- 17:14Ordnung dann auch herzustellen so also ich hab n großes Talent
- 17:18aus sehr viel Chaos, auch sehr viel Ordnung zu machen und ich
- 17:21glaub das ist so der Vorteil bei mir dran, Chaos ist so.
- 17:25Chaos ist n sehr gutes Stichwort.
- 17:28Was ist denn chaotisch bei dir? Also gehen wir mal.
- 17:33Gehen wir mal direkt zum Festival, zu der Struktur.
- 17:36Was würdest du sagen, was ist, was ist für dich Chaos, wo du
- 17:38sagst, das kann ich gut ordnen, was ist Chaos für dich, wo du
- 17:41sagst, da muss ich andere Wege oder andere andere Situationen
- 17:45beschreiben. Also bei jeder Produktion gibt
- 17:48es erstmal generell Chaos an irgendeinem Punkt.
- 17:50Das kann so geordnet sein wie es will, da kann n unternehmen
- 17:53strukturiert sein wie es will dahinter.
- 17:56Es gibt an irgendeinem Punkt fängt es an, Chaos zu werden, so
- 17:58mindestens 2 Wochen vorher, vielleicht auch 4, so in der
- 18:01Phase. Es gibt ganz unterschiedlich
- 18:04Chaos, also mein Kalender ist ein absolutes Chaos, aber
- 18:08irgendwie dann auch in Ordnung, also wenn da Leute draufgucken
- 18:11kriegen auch so ein bisschen Burnout glaube ich fast ja, aber
- 18:16ansonsten Chaos also ja weiß ich gar nicht.
- 18:21Kürzlich mal ab. Gibt es eine Form von KI, die du
- 18:24in irgendeiner Form schon einsetzen kannst in deinem
- 18:26Arbeitsalltag? Jetzt mal nicht in der
- 18:28Organisation deines Kalenders. Also natürlich für so so wie es
- 18:33alle nutzen, irgendwie bisschen e Mails schreiben und so und so
- 18:35Sachen irgendwie die man sich sonst stundenlang googeln
- 18:39müsste, aber sonst eigentlich nicht.
- 18:42Nee also weil es ist, ja, es ist ja am Ende auch kein kein
- 18:46einfacher Designprozess oder sowas was du was du in Worte
- 18:48fassen kannst. Es ist ja immer, es gibt ja
- 18:51immer so viel Abhängigkeiten, das kann die KI glaub ich noch
- 18:53nicht. Ich hab es noch nicht getestet,
- 18:54aber gib. Gib mir mal n Beispiel, was ist
- 18:57denn so n typischer Bereich wo du sagen würdest, da ist
- 19:02Kommunikation notwendig, da ist Strukturierung notwendig, da ist
- 19:05doch vielleicht am Anfang n Plan da, der aber in einem ganz in
- 19:09einer ganz anderen Struktur mündet, so im Festivalkontext.
- 19:13Geländepläne n ganz gutes Beispiel glaub ich, die zeichne
- 19:17ich nämlich auch für Soul. Da ist, wenn du ein Zelt, was
- 19:22auch immer irgendwo anders hinschiebst es war so viel, so
- 19:25viele Sachen, die man beachten muss, Fluchtwege,
- 19:27Stromanschlüsse, keine Ahnung, wie groß es ist, der Boden eben
- 19:31genug all so ne Sachen. Also das sind ja Sachen, die die
- 19:33KI alles überhaupt nicht weiß, so wie der Boden da jetzt ist
- 19:36oder sowas, das sind glaube ich so.
- 19:41Ja, so Themen, wo es einfach wo man mit 5 verschiedenen Leuten
- 19:43erstmal drüber reden muss, ob dieses Zelt jetzt n Meter weiter
- 19:46in andere Richtung kann. Gab es Situationen, in denen du
- 19:49auch gescheitert bist, wo du gesagt hast, komm ich nicht
- 19:52weiter? Schwierige Frage also.
- 19:57Es gibt viele Situationen, wo ich nicht weiterkomme, dann frag
- 19:59ich aber einfach, liebe Kolleginnen, das mach ich
- 20:03generell sehr oft, also ich entscheide.
- 20:06Wenig Sachen alleine, wo ich mir ganz sicher bin, dass ich es
- 20:09weiß und genug Kompetenz hab sozusagen.
- 20:11Aber bei den meisten Sachen frag ich immer irgendjemanden, der es
- 20:14vielleicht sogar besser weiß als ich, weil ich seh es immer n
- 20:18bisschen so mein Job an sich ist nicht irgendwie Sachen
- 20:22auszuführen oder Details zu planen, so in verschiedenen
- 20:26Gewerken zum Beispiel mein Job ist am Ende, das ja irgendwie
- 20:29zusammenzuziehen so und zu machen, dass alle das
- 20:32produzieren können. Kannst du Arbeit gut abgeben?
- 20:36Musste ich lernen? Ich konnte das gar nicht.
- 20:39Mittlerweile kann ich es ganz gut, weil man sonst auch einfach
- 20:43den Job ja nicht machen kann, das ist auch ein großer Teil des
- 20:45Jobs, ist Arbeit abgeben. Ja, ich stelle mir, ich stelle
- 20:48mir deine Arbeit. Wieso einen großen Baum vor mit
- 20:49super vielen Ästen und wenn du zu arg bist, also wenn du, wenn
- 20:57man zu sehr kontrolliert ist und zu sehr an Kontrolle festhält.
- 21:01Verästelst du dich im wahrsten Sinne des Wortes?
- 21:03Ja, korrekt, ja. Ja Ey, mach mal kurz Pause,
- 21:06wirklich nur ganz kurz bitte sorry, ich versprech es euch
- 21:08gefällt der Podcast oder auch nicht, schreibt uns bei
- 21:11Instagram. Wir freuen uns also wirklich,
- 21:13lasst n Like da und den ganzen, ja ihr wisst Bescheid, ihr
- 21:17findet uns bei Youtube einmal die Woche zum Anschauen und bei
- 21:20Spotify und Co. Überall wo es Podcasts gibt zum
- 21:22Anhören und jetzt weiter viel Spaß mit der Folge hole Festival
- 21:26ist da bist du Produktionsleiter.
- 21:28Ich mache da die technische Leitung für Licht und Strom und
- 21:33auch so ein bisschen Crew. Advancing Allgemeine technische
- 21:37Geschichten. In welchem Prozess der
- 21:39Festivalorganisation und Planung startest du denn?
- 21:43Boah, eigentlich beim Budget am Ende.
- 21:46Also wir fangen so jetzt immer, immer früher, je größer die
- 21:50Produktion natürlich wird, desto früher muss man damit irgendwie
- 21:52anfangen. Wir starten jetzt gerade so im.
- 21:56November, Oktober uns wieder Gedanken darüber zu machen,
- 22:00wieviel Geld wir ausgeben müssen am Ende, um die Produktion so zu
- 22:05machen, besser zu machen, wie auch immer.
- 22:07Und dann geht es so weiter. Also es geht jetzt gerade so ein
- 22:10bisschen los und wird wird schon mehr sozusagen, also wir fangen
- 22:15irgendwie im Oktober, November Budget an, dann wird das
- 22:18freigegeben, dann werden Ticketpreise kalkuliert und dann
- 22:21geht es im Januar eigentlich los, quasi.
- 22:24Mit den ersten Ideen für die größten Bühnen, die dann auch
- 22:27irgendwie Bauanträge und so was bedingen.
- 22:30Und dann geht es jetzt halt gerade so in die Detailphasen,
- 22:32wo dann, wo es dann einfach genauer wird.
- 22:35Bist du bei so Bauanträgen mit dabei?
- 22:37In dem in dem Planungs und Kommunikationsprozess dann mit
- 22:41dem jeweiligen. Großen Teilen ja.
- 22:43Also ich mache das dann nicht selber, das machen dann andere
- 22:45Leute bei uns aber so die Planung der Bühne zum Beispiel,
- 22:49die mache ich dann natürlich mit.
- 22:52Ist es so, dass ihr jeden für jedes Festival ne Beispiel
- 22:57Bühne, die Bühnenstruktur komplett umwerft?
- 22:59Oder ist es sozusagen so n stetiges werden hinzu etwas zu
- 23:04anderen Strukturen? Es ist das werden, dieses
- 23:08grundlegende umwerfen. Ich kenne kein Festival so
- 23:11richtig, was das macht, was mir spontan einfällt, weil es
- 23:14einfach Sau viel Geld kostet und natürlich auch Sau viel Aufwand
- 23:17ist. Also diese Strukturen einfach
- 23:18mitzunehmen und immer wieder zu verbessern, weiterzuentwickeln.
- 23:21Ist ja da wesentlich einfacher und funktioniert auch gut.
- 23:26Also da wird dann eine neue Deko drumherum gebaut, aber das
- 23:28Grundgerüst ist dann oft ähnlich oder das Gleiche so wir machen
- 23:33es bei unserer Hauptbühne zum Beispiel so, dass das Design
- 23:35jedes Jahr einmal komplett neu gemacht wird, aber bei allen
- 23:38anderen wird da viel kopiert, natürlich auch.
- 23:40Ich stelle jetzt mal eine super naive Frage, weil ich dann
- 23:43überhaupt einfach absolut keinen Plan habe, mich das aber
- 23:45interessiert. In der Lichttechnik gibt es da
- 23:49auch so. Modeerscheinungen also so von
- 23:53technischen Spielereien und Elementen, die so auf den Markt
- 23:57kommen, die keine Ahnung irgendwas, irgendwas, irgendwas
- 24:01neuartiges haben oder ne andere Struktur haben, die dann so n
- 24:04bisschen alle haben, wo man dann auch immer überlegt, nehmen wir
- 24:07das oder nehmen wir das nicht. Die gibt es auf jeden Fall.
- 24:11Ja, ich muss da n bisschen vorgreifen, wir haben noch nicht
- 24:15die Budgets, uns das leisten zu können, sowas zu machen,
- 24:17meistens weil diese Modeerscheinungen meistens sehr
- 24:19neu und sehr teuer sind. Ich habe so ein bisschen das
- 24:22Gefühl, dass also es ist schon wieder vorbei.
- 24:24Led Wände waren dann so ein Thema, das ist jetzt gerade in
- 24:28diesen ganzen Raver Festivals so ein Ding, möglichst viel
- 24:30möglichst große LED Wand mit krassen Konten drauf, das machen
- 24:34wir alles gar nicht, also wir arbeiten mit sehr viel kleineren
- 24:39Geschichten dann einfach und Design mehr, also bei uns ist
- 24:43mehr der Fokus so auf Deko und den gesamt Look, als dass das
- 24:48jetzt technisch irgendwie wahnsinnig.
- 24:51Innovativ oder krass ist so also die Innovation kommt n bisschen
- 24:54daher, eben günstigere Technik zu nutzen und sie dann besser
- 24:58einzusetzen, sag ich jetzt mal oder kreativ einzusetzen.
- 25:01Aber hättest du Bock auf so ne? Also LED Welle sind ja wirklich
- 25:04assoziiert mit diesen Mainstream Festivals.
- 25:06Ja, also mit diesen Giga Festivals die man die man so
- 25:08alle kennt, so hättest du da Bock drauf nee nee, warum nicht?
- 25:12Das meinte ich am Anfang schon. Ich mach gerne Projekte, wo man
- 25:15nicht so richtig weiß, wo es eigentlich hingeht und wo auch
- 25:18so n bisschen noch so ne Freiheit drin ist.
- 25:20Bei den ganz großen Festivals hat man das nicht.
- 25:22Also wir haben ja das Glück zum Beispiel auch, dass wir noch
- 25:25nicht Rider mäßig arbeiten müssen, also wir kriegen von DJS
- 25:28natürlich auch Rider für Technik, da steht jetzt aber
- 25:31nicht drin, wie groß die Bühne sein muss und welche Lampen da
- 25:33hängen müssen, so das hat man dann ja bei großen Festivals
- 25:35keine Ahnung, Rock am Ring oder so, da geht es ja nur drum, alle
- 25:3820 Rider von den Bands übereinander zu legen.
- 25:41Und dann ne Bühne zu bauen, die genauso aussieht wie die Bands
- 25:44das brauchen. So, und das macht mir am Ende
- 25:47keinen Spaß, weil da, also natürlich mach ich da auch ne
- 25:49Produktion draus, aber da gibt es keine Kreativität mehr
- 25:51dahinter, so richtig, das ist ganz cool, dass wir eben mit
- 25:55vielen Crews, kollektiven Zusammenarbeiten, das dann so
- 25:57entsteht und eben nicht durch so ne vordefinierte, ja durch so
- 26:02vordefinierte Sachen Bedingungen.
- 26:05Bei mir ist es so immer ich als Konsument.
- 26:09Als jemand, der dann da vor Ort ist.
- 26:10Bei mir ist es auch immer so n bisschen zwiespältig.
- 26:12Einerseits mag ich das, wenn man manchmal so n bisschen
- 26:15visuelles, also unabhängig zu dem, was musikalisch passiert,
- 26:19wenn man so n bisschen so n visuelles Feuer hat, auf der
- 26:21anderen Seite bin ich auch immer so mehr ich will mal gar nicht
- 26:25den Blick so zwanghaft auf die Bühne haben, weil das das ganze
- 26:30Setting das ganze surrounding was so da ist.
- 26:33Genau so ne Attraktion in irgendeiner Form sein kann.
- 26:37Meinst du das so n bisschen? Wenn du sagst, ihr habt eine
- 26:40andere Bühnenstruktur, eine andere Organisation dessen, wie
- 26:43das so gebaut wird. Ja, am Ende haben wir natürlich
- 26:46auch irgendwie so ein DJ Buch, der da ein bisschen zentraler
- 26:49ist. Aber wir arbeiten schon sehr
- 26:52darauf hin, dass die Bühne im gesamten und rundherum gut
- 26:54aussieht, machen auch jetzt natürlich ganz viel so mit
- 26:58rundum und Gerüste rundherum, wo man auch drauf kann und so, dass
- 27:01es irgendwie ein Erlebnis wird und nicht nur.
- 27:04Ne Kastenbühne wo man davor steht.
- 27:05Wie gesagt braucht man ja auch, wenn man irgendwie natürlich so
- 27:08n klassisches Band Festival hat genau, aber es geht auch drum,
- 27:13dass der gesamte Raum, der gesamte Flor irgendwie schön
- 27:16ist. Ist ja auch viel Natur
- 27:17drumherum. Wir produzieren ja einfach
- 27:19opolis. Ja an sich schon einfach n
- 27:21wunderschönes Gelände. Ja, und damit wird einfach auch
- 27:24viel. Gibt wenig Vergleichbares, finde
- 27:26ich in der also an sich schon, wenn es die Rohkonstruktion ist.
- 27:30Sieht schon unfassbar attraktiv. Ja, diese, diese ganzen Bagger,
- 27:33das sieht ja schon ultra gut aus, ja.
- 27:38Ab wann fängst du so n bisschen an zu Pulsen, in dem in dem in
- 27:42dem Organisationsprozess je näher das Festival rückt?
- 27:46Also mit Pulsen mein ich wo es für dich wo du merkst so OK,
- 27:49jetzt sind meine Nerven fokussiert, sag ich mal.
- 27:54Oh, das ist immer schwer zu sagen, weil es, ah, das kommt
- 27:58immer so drauf an, wie man halt die Vorproduktion macht.
- 28:00Das wird auch natürlich von Jahr zu Jahr besser und anders, ich
- 28:04hab das glaub ich immer so 4 bis 6 Wochen vor den Festivals oder
- 28:08generell vor den Produktionen, weil dann ist alles mehr oder
- 28:12weniger geplant. Und wenn es dann Änderungen
- 28:15gibt, wird es halt fummelig, weil man dann an super viele
- 28:18Stellen ran muss. Was heißt das?
- 28:20Gibt mir mal so n so n so n kleines Beispiel ja.
- 28:22Wie ich vorhin schon meinte, das ist mit dem Zelt zum Beispiel,
- 28:24wenn man 4 Wochen vom Festival feststellt, Oh, das Zelt, das
- 28:27muss dann noch mal n Meter woanders hin, dann muss man halt
- 28:29irgendwie bei 6 Dienstleistern Angebote anpassen und das wird
- 28:32dann einfach anstrengend, nervig so oder ja genau oder man man
- 28:37fängt dann halt zum Beispiel auch an die.
- 28:39Das Crew Advancing so den letzten Rutsch zu machen, so wie
- 28:42kommen die Leute dahin, wie kommen sie wieder weg, wo
- 28:44schlafen sie, wann kommen sie an und so diese ganze Feinplanung
- 28:47ja bauzeitenpläne und so was, das fängt dann alles an und wird
- 28:50dann immer detaillierter und das ist einfach immer sehr sehr viel
- 28:54Arbeit und sehr viel gefummel wo es so ein bisschen wo es dann
- 28:57einfach so ein bisschen anstrengender wird auch nicht
- 28:59stressig aber anstrengender. Klingt aber auch.
- 29:01Also wenn man eine Festival Festivalproduktion startet, das
- 29:05Festival wächst. Du musst am Ende des Tages in
- 29:08sehr vielen Prozessen wahrscheinlich immer
- 29:10professioneller werden. Ja, du kannst dir oder gibt es
- 29:13Punkte, wo du sagen würdest, an manchen Stellen kannst du nicht
- 29:16so hands on, also unprofessionell will ich nicht
- 29:19sagen, aber so hands on so ach wir machen das mal.
- 29:21Fly Buy, das geht wahrscheinlich in ganz vielen Prozessen dann
- 29:24irgendwann nicht. Mehr.
- 29:24Genau, also je größer das wird, desto mehr Punkte hast du eben,
- 29:28wo es einfach wirklich genau sein muss, wo es Deadlines gibt,
- 29:31die früher sind. Bauamt, Thematik zum Beispiel.
- 29:33Wir hatten das letztes Jahr das erste Mal, sind damit auch fast
- 29:40auf die Fresse geflogen und nur fast, weil wir einfach zu spät
- 29:43festgestellt haben, dass wir das jetzt machen müssen und weil
- 29:45davon auch mit uns noch keiner so richtig Kontakt hatte dieses
- 29:49Jahr, wissen wir zum Beispiel, dass wir das einfach und
- 29:51anmelden müssen und machen das auch entsprechend früher.
- 29:54Das sind so Sachen, da kann man nicht einfach mal noch ein
- 29:55Bühnendesign eine Woche vorher oder ein paar Wochen vorher
- 29:58ändern, weil das Bauamt will das eher wissen.
- 30:00So, das hat man in vielen anderen Bereichen, gibt es keine
- 30:04guten Beispiele gerade, aber das hat man und was man aber
- 30:08trotzdem hat, sind trotzdem noch so Punkte wo man wo man sagt,
- 30:11das hat letztes Jahr bei einer Produktion mal mit gesagt, man
- 30:13muss auch ein bisschen die Fuß planen, bei manchen Sachen muss
- 30:17man das auch weiterhin machen und einfach sagen, ja es ist
- 30:19egal, das gucken wir uns dann vor Ort an.
- 30:22Gab es immer Sachen, wo du festgestellt hast, hat am Ende
- 30:24des Tages nicht funktioniert? So in deinem, in deinem
- 30:27Arbeitsbereich, vielleicht auch weil ne gewisse Planung
- 30:30angeschmissen worden ist und dann am Ende festgelegt worden
- 30:34ist, es hat, das war es nicht. Ja, man hat immer irgendwie
- 30:39sowas. Also ich hab jedes Jahr
- 30:41irgendeine Ecke oder irgendeine Bühne oder irgendwas, wo ich mir
- 30:43dann denke, OK, wir haben uns das ausgedacht, wir haben ja
- 30:46viel Arbeit reingesteckt, aber am Ende sah es einfach nicht
- 30:47aus. Ist.
- 30:49Am Ende war es vor Ort einfach so, also es war trotzdem OK,
- 30:51aber es war halt so, ja. Habt ihr gibt es n Austausch mit
- 30:57Festivalteilnehmern in irgendeiner Form wo du sagst, OK
- 31:01da kann man dann entweder. Im Rahmen des Festivals
- 31:04reagieren oder man kann das in die Planung für die nächsten
- 31:08Ausgaben Veranstaltungen in irgendeiner Form mitnehmen.
- 31:11Ja, gibt es. Es gibt am Ende so
- 31:14Feedbackformulare, ganz normal, wie man es so macht.
- 31:16Ich glaube jetzt auch schon seit mehreren Jahren, es wird
- 31:18natürlich auch immer immer feiner oder immer nach
- 31:22nachgearbeitet, was man da so reinschreibt und was da so
- 31:24zurückkommt, also da zieht man schon auch sehr viel raus,
- 31:28gerade auch in Booking, glaube ich wird, da wird da sehr viel.
- 31:31Rausgezogen? Ja, ja, das gibt es auf jeden
- 31:34Fall während des Festivals gar nicht mal so.
- 31:36Das ist dann eher so sicherheitsrelevante
- 31:38Geschichten, die da noch ausfallen oder so, aber so, ich
- 31:42sag mal, Feinheiten oder kosmetische Sachen, so werden
- 31:44da, wenn da eigentlich selten irgendwie ja noch mal geändert
- 31:47oder gefeedback. Hat wann im Jahr bist du dann
- 31:49direkt. Also ich geh mal davon aus, dass
- 31:51du dann irgendwann auch direkt vor Ort bist.
- 31:52Immer ne, also sozusagen Wohnortwechsel betreibst, ist
- 31:57das ein angenehmer Prozess für dich?
- 31:59Ich freue mich da mal sehr drauf.
- 32:01Beim Hole ist es so, das ist ja an sich schon vom Konzept her
- 32:06so, eine Bubble queere Community auf dieser Insel dann auch am
- 32:09Ende und das ist in der Produktion genauso, wir fahren
- 32:12da mittlerweile anderthalb Wochen vor Festivalstart hin und
- 32:16fangen quasi die Produktion an und sind dann da in Summe
- 32:19irgendwie zweieinhalb Wochen glaube ich sind es dann jetzt
- 32:21mittlerweile, es ist, man ist da wie in so einer Bubble gefangen
- 32:25und kommt dann da raus. Und merkt erst mal wieder, dass
- 32:28es ne Welt und n Alltag drumrum gibt.
- 32:30Das find ich immer ganz spannend, ich find es auch
- 32:31einfach mega schön, weil man auch den ganzen Tag keine Zeit
- 32:34hat sich irgendwie mit der Außenwelt sozusagen zu befassen,
- 32:38dann ist man da so drin mit mit den Menschen, mit dem man das
- 32:41eben produziert so, das ist große Familie und so, das ist
- 32:46sehr schön, auf jeden Fall sehr angenehm.
- 32:48Gibt es Erholungszeiten für dich während des Festivals?
- 32:53Ja, wenn das Festival dann läuft, ne.
- 32:55Also die Vorproduktion ist natürlich immer mega
- 32:58anstrengend, wir arbeiten auch jetzt muss man auch mal sagen,
- 33:01das ist glaube ich nicht überall so, beim Hole jetzt sehr sehr
- 33:04viel und jedes Jahr daran auch für uns das Erlebnis besser zu
- 33:08machen. Letztes Jahr haben wir zum
- 33:10Beispiel festgestellt, Ey, wir waren alle ein bisschen
- 33:12gestresst und konnten das alle gar nicht genießen, so also alle
- 33:14fanden das Festival total geil, außer das Produktionsteam
- 33:17Produktionsteam war halt gestresst und daran arbeitet man
- 33:21viel, dass wir zumindest ab Festival statt auch alle mal so
- 33:24n bisschen durchatmen können und sagen können, OK, wir haben ja
- 33:26was geiles produziert und gucken uns das auch an.
- 33:29So also während des Festivals so n bisschen davor und danach ja
- 33:32so n paar Stunden Schlaf, ne. Wo bist du denn?
- 33:36Also wenn wenn das Festival läuft, wo wo was ist so dein
- 33:38Standort, wo bist du verortet mit also ich mein jetzt nicht
- 33:41den explizit den Container so, sondern was ist denn so ich mir
- 33:45vorstelle, wo wo ist Jonas unterwegs im Hintergrund, was
- 33:50für Stationen gehst du denn da so ab, wo bist du?
- 33:52Wo bist du? Wie bist du involviert?
- 33:54Also wir hatten das ja vorhin schon, ich bin nachtmensch,
- 33:56dadurch hab ich auch ab Anfang an geschrien hier, ich mach die
- 34:00Nachtschichten, wir teilen uns dann einfach so n bisschen auf
- 34:03in den Teams, auch unabhängig vom vom Bereich, den wir halt
- 34:07machen, dass es eben ne technische Leitung nachts und
- 34:10tagsüber gibt, so n bisschen so schichtmäßig geteilt und dann
- 34:14läuft man halt einfach übers Gelände, man bleibt auch mal
- 34:16irgendwie ne halbe Stunde an der Bühne stehen und guckt sich es
- 34:18natürlich an, wie das aussieht. Ich mein, mein Job ist ja am
- 34:21Ende irgendwie das Licht zu planen.
- 34:23Da muss ich mir auch in der Nacht mal angucken, wie es denn
- 34:25dann aussieht, aber viel läuft man einfach wirklich übers
- 34:28Gelände, guckt sich die Bühnen an, guckt sich das Gelände an,
- 34:32verbessert dann auch noch mal Sachen, ich meine,
- 34:34sicherheitsrelevante Geschichten fallen dann immer noch mal auf,
- 34:37Ah, hier ist zu dunkel, ah, da in der Ecke ist so ein Vokabel
- 34:39so, und dann wird das eben noch gefixt und sonst kann man da
- 34:43einfach auch mal ein bisschen sozusagen rumstehen und das Fest
- 34:45genießen. Erinnerst du dich an so einen
- 34:48Moment, wo du mal in der Nacht draußen gestanden hast vor der
- 34:54Bühne und gedacht hast, perfekt, ja.
- 34:58Ja, also jedes Jahr gibt es den zum Glück.
- 35:02Das ist ja auch am Ende das, wofür ich es mache, so n
- 35:05bisschen. Ich glaub auch alle machen das
- 35:06dafür, aber genau die Momente sind es dann immer, wo ich dann
- 35:10da stehe und mir denke OK ist schon n geiler Job, weil die
- 35:12Produktionswoche davor denkt man sich sehr oft richtig scheiße
- 35:16eigentlich. Da ist man ja auch so.
- 35:17Nee, wir machen das, nächstes Jahr machen wir das nicht mehr
- 35:20und dann hat man trotzdem die Produktion, dann kommt so
- 35:22dieser, dieser Moment, wo es Klick macht, wo man denkt, ja
- 35:24doch, ist schon geil, also. Was ich immer bei auf auf
- 35:28Festivals genieße, das ist so dieser Gegensatz.
- 35:30Ne, also dass du dass dadurch, dass du n Großteil über den Tag
- 35:36auf einem Festival verbringst, auch ne ganz andere emotionale
- 35:39Stimmung hast. So dieses Ganze, die ganzen
- 35:41Lichteffekte sind irgendwie alle nicht da, aber trotzdem schafft
- 35:44man Momente. Oder schaffe ich finde ich
- 35:47Momente, wo du gut tanzt, wo du Kontakt zur Musik hast, zur
- 35:51Bühne hast? Das sind andere Momente, als
- 35:53wenn du in der Nacht dann da stehst und die ganze Zeit leider
- 35:57neu rumgefeuert werden mit dem was, was, was, was so passiert.
- 36:00Ja, ja, das ist wieso ein Schalter.
- 36:04Also ich gucke da natürlich auch tagsüber mir das Gelände immer
- 36:06mal an, man merkt schon, wenn es dann dunkel wird, das ist so, da
- 36:10ist irgendwie da passiert was. Gibt es aber auch so Sachen wo
- 36:15du sagst, willst du eigentlich nichts mit zu tun haben, dir so
- 36:17Prozesse bei einem Fest wo du sagen ja nee bin ich gut, wo
- 36:19finde ich, bin ich glücklich, dass ich da nicht drin bin ist
- 36:21mir zu stressig oder ist mir zu anstrengend so Awareness ist
- 36:25wahrscheinlich auch so n Ding. Wo man auf jeden Fall ja.
- 36:28Reden kann auch auf Festivals. Genau.
- 36:31Also gut, dass du sagen, wär ich jetzt so nicht drauf gekommen.
- 36:33Aber ja, Awareness den Job möchte ich nicht machen, hab ich
- 36:35allergrößten Respekt vor, aber sonst auch einfach ganz viel so
- 36:40allgemeine Produktionsthemen. Wo ich jetzt auch komischerweise
- 36:43trotzdem immer mehr mit rein rutsche, dann aber ja so keine
- 36:48Ahnung, irgendwie Toiletten, Container, Leute die irgendwie
- 36:53verantwortlich sind denke ich nur so nee möchte ich nicht oder
- 36:56am Ende keine Ahnung, auch Finanzen oder so so trockene
- 37:00Sachen halt dann auch ja. Finde ich gut, dass du das
- 37:02sagst, das ist da denke ich auch immer wieder, also auf
- 37:05Festivals, aber auch im Club Kontext.
- 37:07Alle, die irgendwas damit zu tun haben, sozusagen die
- 37:10Räumlichkeiten sauber. Und begehbar zu halten von all
- 37:13dem auch, was so die Toilettensituation betrifft,
- 37:16zeugt mir meinen größten Respekt.
- 37:17Also ich soll mal wieder sagen, so, es ist so im absoluten
- 37:22Sinne, Hut ab von. Generell Reinigung also wird ja
- 37:25auch das Gelände wird ja auch dann zwischendurch immer mal
- 37:29grob gereinigt, sozusagen. Es ist sind alles krasse Jobs,
- 37:32auf jeden Fall, ja dann musst du dir ja auch noch vorstellen,
- 37:35die. Die die emotionale Ebene
- 37:39sozusagen. Ich komm grad nicht auf das
- 37:40Richtige, was ich meine, aber so, du kommst da in diesen, in
- 37:43diese Party rein, so irgendwie keine Ahnung von dir zu Hause
- 37:48vom Sofa kommst du da in diese Party rein mit den Leuten, die
- 37:50irgendwie seit 3 Tagen feiern, das muss man auch erst mal
- 37:52machen finde ich, da hatte ich auch immer morgens im Club, wenn
- 37:55dann wenn dann die Night Manager sich die Frühschicht kommt und
- 37:58dann da in diesen Club reinlaufen Sonntag morgens um 9
- 38:02es ist auch immer so. Ja, ich.
- 38:06Da gibt es so ne harte Grenze, die jemand von vom Licht ins
- 38:10Dunkel beschreitet. Ja versteh ich wie lange
- 38:14brauchst du um von so einem Hype von so einer Anstrengung, von so
- 38:18einer Anspannung und dann wieder auch in irgendeiner Form
- 38:20runterzukommen? Boah, das kann ich gar nicht so
- 38:23genau sagen, aber es dauert n paar Tage auf jeden Fall.
- 38:25Also generell ist man ja erst mal nach so einer Produktion
- 38:28krank, das muss sein irgendwie, weil man natürlich 4 Wochen
- 38:32durch Stress hat und irgendwie dann auch wenig schläft.
- 38:35Die Produktion meinst du aber auch das Ende sozusagen bis
- 38:37sozusagen Festivalgelände in dem Sinne geräumt ist, wie es mal
- 38:40begangen worden ist, als noch nichts stand.
- 38:43Genau. Und dann fährt man so nach Hause
- 38:44und dann dauert es 23 Tage und dann ist man eigentlich krank.
- 38:46Wie krank ist immer unterschiedlich, aber man ist
- 38:48generell erst mal krank und dann ja ist man eben einfach mal so
- 38:52ne Woche auch mal zu Hause und will mal keine Menschen sehen,
- 38:54ist einfach nur wie. Wirklich nur zu Hause ist auch
- 38:57ganz schön dann, aber es dauert schon wie eine Woche, eigentlich
- 39:00auch 2. Magst du kommunikationsprozesse?
- 39:06Ja, ja, schon, ist ja, also muss ich ja auch irgendwie.
- 39:12Ja, ich frag das immer. Ich kenne auch manche Menschen,
- 39:14die relativ verschwiegen mit sich so sind und trotzdem
- 39:17sozusagen so eine kommunikative Ebene halten können und alle
- 39:20sind die ganze Zeit am Feuern. Und am und am am Arbeiten.
- 39:27Ja, also man muss ja gut kommunizieren.
- 39:30Also das ist es ja. Am Ende ist ja am Ende auch ein
- 39:33sehr großer Teil des Jobs, man muss einfach sehr gut
- 39:35kommunizieren und auch gar nicht mal viel, also gut heißt nicht
- 39:38immer viel, sondern eben an den Punkten, wo es wichtig wird,
- 39:41auch irgendwie genau und schnell und dann, wenn man es braucht.
- 39:47Sind das Themen, also zum Beispiel die Kommunikationsform?
- 39:50Sind das auch Sachen, die ihr im Team?
- 39:52Regelmäßig mal Besprecht also, wie wird kommuniziert, wie wird
- 39:55miteinander kommuniziert, was ist konfliktarme Kommunikation
- 40:00zum Beispiel. Ja, das genau das wird auf jeden
- 40:03Fall besprochen. Also es ist ja auch
- 40:04Wachstumsprozess in so einem in so einem kleinen Festival zum
- 40:07Beispiel auch Kommunikationswege, Workflows,
- 40:12seine Aufgabenverteilungen, all so ne Geschichten, das ist dann
- 40:14natürlich kommt dann irgendwann, das ist jetzt bei uns gerade
- 40:17dieses ja großes Thema, weil wir einfach langsam ne Größe
- 40:19erreichen, wo auch. Menschen dazu kommen ins Team,
- 40:22die neu sind, wo man dann gucken muss, okay, wie kommen die Infos
- 40:26und das ist dann natürlich auch ganz spannend, wenn man in so
- 40:29vielen verschiedenen Jobs auch in verschiedenen Größen, sage
- 40:32ich mal, arbeitet, dann auch die Infos aus anderen Projekten
- 40:36damit reinzuziehen. Wenn ich jetzt fragen würde, was
- 40:40magst du lieber Club oder Festival, könntest du dich
- 40:43entscheiden. Nee, nicht so richtig.
- 40:48Ich glaube ich. Ja, eher Festival, aber auch
- 40:51nicht mit viel Vorsprung. Es ist immer ne gute Mischung,
- 40:55finde ich, weil dieses ne dieses 2 Wochen da sein oder 3 Wochen
- 40:59da sein. Dieser Bubble ist ganz schön,
- 41:00aber auch nur irgendwie alle paar Tage mal im Club zu sein
- 41:03ist auch ganz nett, das hat alles so seine vor und
- 41:05Nachteile. Werdet ihr, werdet ihr gut
- 41:07bekocht? Ich frag das, ich frag das jeden
- 41:09Festival mal. Ja, das weiß ich ja.
- 41:13Das sind ja so Basics, wo ich immer denke, so, da fängt
- 41:15sozusagen Team Team miteinander an.
- 41:18Ja, es ist unfassbar wichtig, das wird unterschätzt, glaub ich
- 41:22oft. Es ist unfassbar wichtig, dass
- 41:23das Essen gut und genug ist. Ich weiß noch, wir hatten einer
- 41:27der ersten Jahre, wo ich beim Holver mal n Caterer, der nicht
- 41:31ganz so genau verstanden hat, was wir da von ihm wollen und da
- 41:34gab es richtig Stress, weil einfach das Essen zu wenig war
- 41:38und auch nicht so richtig gut. Also man muss ja auch nicht
- 41:41sonst was da kochen, Nudeln mit Tomatensoße reicht ja am Ende.
- 41:47Aber genau da, da ist einmal wieder aufgefallen, wie wichtig
- 41:49es ist, weil da hatten alle unfassbar schlechte Laune, weil
- 41:52wenn man da seine 1011 12, weiß ich nicht wieviel Stunden
- 41:55arbeitet, ist ja auch alles körperliche Arbeit draußen im
- 41:58Sommer ne, dann muss man einfach auch genug essen, hat auch
- 42:01einfach viel Hunger so gibt gibt es gibt.
- 42:06Es nen nen lichtelement wo du sagst das magst du persönlich
- 42:10aus den und den Gründen. Spannende Frage.
- 42:14Also Leinwand war ein Leinwand. Ist es jetzt nicht gewesen, aber
- 42:17gibt es da. Irgendwas.
- 42:19Ich find Laser tatsächlich ganz schön.
- 42:21Auch kommt jetzt vielleicht wieder, so hab ich das Gefühl,
- 42:24ist ja nicht mehr und nicht mehr ganz so, aber ich find Laser
- 42:26eigentlich ganz geil, weil es einfach so n ganz spezielles
- 42:30Licht ist. Findest du denn trotzdem Zeit zu
- 42:35tanzen? Also Zeit, Zeit nehmen ist es
- 42:39dann eher. Das hab ich letztes Jahr dann
- 42:40auch gemacht und hab gesagt OK hier 2 Stunden.
- 42:43Ich bin jetzt mal raus, macht mal und ich gehe jetzt dann mal
- 42:46mit Freunden irgendwie. Man kennt ja dann auch viele
- 42:47Leute, die da hinfahren. Zum Glück geht es einmal mit
- 42:49Freunden irgendwie 2 Stunden auf Flor, das war auch sehr wichtig
- 42:52und auch sehr gut, weil das auch dann so ein Moment ist, wo man
- 42:55sich denkt, ja, wir machen hier schon sehr viel, sehr richtig
- 42:58und es einfach für die Laune unfassbar gut ist.
- 43:02Also Festival, Vorproduktion, Festival, Produktion, Festival,
- 43:06Abbau, krank sein. Aber freust du dich dann wieder
- 43:11auf die Produktion? Ah, wenn es wieder losgeht, dann
- 43:14also so, wenn man dann wieder übers Budget redet und so ein
- 43:16bisschen drüber nachdenkt. Was kann man so machen,
- 43:19Feedbacks durchgeht, ab dann geht es auch wieder los, dass
- 43:21man sich freut. Bringst du aber Budgets auch
- 43:24selber? Nee, ich denke mir das aus.
- 43:27Bin auch ganz froh, dass ich nicht in der Position bin, da
- 43:29dann mit unseren lieben Veranstaltern dann da um die
- 43:34Summen kämpfen zu müssen, sozusagen.
- 43:37Gut, danke, dass du da warst. Ja, dank die Inside Einladung.
- 43:42Bleibt mir zu sagen, viel Spaß bei der Produktion.
- 43:45Dankeschön der Desserien des des desserien Festivals tschau.