Latest / Travel News Talk / Abenteurer mit Geschäftssinn
Transcript
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- 0:11Speaker 1: Hallo miteinander, das ist die neueste Ausgabe vom Travellingewstag.
- 0:16Speaker 1: Ich bin Reto Souter, Chefredakteur von Travelledews und heute zu Luzern am Hauptsitz der Explorer-Iventsagee, die seit vielen Jahren bekannt ist für multimediale Live-Shows rund ums Reise.
- 0:30Speaker 1: Mein Gast hat im Jahr zwanzig achtzehn bei Explorer losgelegt unteressen, er ist Geschäftsführer und Mitinhaber des Unternehmens.
- 0:38Speaker 1: Herzlich willkommen im Podcast Gabriel Gersch.
- 0:41Speaker 0: Hallo Ritter!
- 0:43Speaker 1: Gabriel, du bist früher als Wildnis-Guide zu Alaska, Grönland und Pakistan unterwegs gewesen.
- 0:49Speaker 1: Heute sitze ich als Geschäftsführer von Explora häufig in Büro.
- 0:54Speaker 1: Hand auf's Herz ist dein Leben langweiliger geworden?
- 0:58Speaker 0: Könnte man von außen wahrscheinlich so sagen – einige meiner Freunde von früher und auch Familie würden das vielleicht so sehen oder haben mich zumindest schon öfter darauf angesprochen.
- 1:09Speaker 0: Mein Abenteuer ist weitergegangen einfach in anderer Form.
- 1:12Speaker 0: Also ganz ehrlich, ich war so viel unterwegs, zehn, zwölf Jahre, Großteil des Jahres irgendwo im Zelt geschlafen und für mich ist auch wirklich dann irgendwann genug gewesen und da habe ich darauf gefreut was zu verändern, hab jetzt Familie, hab Verantwortung hier im Business und das macht auch total Spaß und es ein neues Abenteuern.
- 1:30Speaker 0: Zumal!
- 1:31Speaker 0: Ich mit so vielen verrückt Menschen zu tun hab dass ich mir als genug Inspiration hab da er nicht mithalten könnte.
- 1:39Speaker 1: Wie groß ist der Unterschied zwischen den zwei Welten?
- 1:44Speaker 0: Auf dem ersten Blick sehr groß, das sind komplett unterschiedliche Welten aber für mich erlebt.
- 1:49Speaker 0: ja ich bin genauso gefordert wie früher einfach auf eine andere Art Aber es ist intensiv und abwechslungsreich Und mein Job würde ich sagen gibt mir ähnlich viel Erfüllung wie früher.
- 2:01Speaker 0: das Reisenes gegeben hat Ist nicht einfach.
- 2:03Speaker 0: man hat unterschiedliche Staaten in einem Leben und die Zeiten ändern sich.
- 2:08Speaker 0: Ja, ich bin einfach keiner der das Leben dann dasselbe macht.
- 2:10Speaker 0: Sondern es braucht eine gewisse Abwechslung.
- 2:13Speaker 1: Gibt's gleich einen Moment wo es früher in einer Lappe vermisst ist?
- 2:16Speaker 0: Ja gibt es.
- 2:18Speaker 0: manchmal lerne ich jetzt an meinem Job Menschen kennen die wir auf die Bühne stellen wo ich mir denke was der aus seinem Leben gemacht hat.
- 2:24Speaker 0: Er hat einfach nicht nach fünfzehn Jahren aufgehört mit seinen Abenteuern sondern hat er sein ganzes Leben dann gemacht und ist jetzt da irgendwo angekommen wo man einfach nur wenn man das über zwanzig, dreißig, vierzig Jahre lang macht.
- 2:37Speaker 0: Und das hätte ich sein können!
- 2:38Speaker 0: Denk ich mir schon manchmal aber es ist ganz seltener Fall.
- 2:41Speaker 0: und dann komme ich nach Hause zu den Kindern und denke das ist schon okay so.
- 2:45Speaker 1: Wie ist es bei dir auch nicht so beeinkohlt dass du wirklich das Reisevirus in dir gehabt hast?
- 2:52Speaker 0: Ich hatte schon in meiner Jugendzeit Lust darauf die Welt zu entdecken und zu reisen und da kamen aber aus einfachem Verhältnissen Geld natürlich immer ein Thema.
- 3:01Speaker 0: Also habe ich meine Reisen einfach zu Fuß unternommen, wo es keine Infrastruktur gab, wo ich nicht auf Hotels und Hostels und Busfahrten angewiesen war sondern irgendwo abseits der Wege in die Wildnis.
- 3:16Speaker 0: Da konnte ich einmal im Supermarkt meinen Rucksack mit Essen vollpacken und dann einfach losmarschieren.
- 3:21Speaker 0: Das war die günstigste Art zu reisen und so hat sich das eigentlich entwickelt.
- 3:24Speaker 1: Hast du nie bedanken gehabt?
- 3:26Speaker 1: Bist relativ befreit an diese Sache?
- 3:30Speaker 0: Ich war einfach komplett naiv.
- 3:33Speaker 0: Also muss man schon sagen Sachen gemacht, wo ich jetzt denke oh Gott hätte ich da einigermaßen eine Kenntnis davon gehabt?
- 3:39Speaker 0: Hätte ich das wahrscheinlich nicht gemacht.
- 3:41Speaker 0: also es ging los einfach Lust aufs Reisen und Naivität.
- 3:43Speaker 0: und dann waren schon Momente dabei irgendwo in Afrika wo's Wasser ausging und irgendwo in Alaska wo ich alleine mit dem Packraft in die Schlucht reingefahren bin im Wildwasser Und die mir einfach vorher nicht angeschaut habe und dachte, irgendwie wird schon gut gehen.
- 3:58Speaker 0: Das ging dann auch irgendwie gut aber oft nicht so wie geplant.
- 4:02Speaker 1: Ja,
- 4:04Speaker 0: oft.
- 4:06Speaker 0: Alaska in den ersten Reisen mit Bärenn und Wölfen.
- 4:10Speaker 0: Pakistan teilweise eingeschneit auf hohen Gletschern.
- 4:15Speaker 0: Grönland bei den Fjord-Querungen mit dem Packraft zwischen den Eisbergen.
- 4:20Speaker 0: wenn sich damals was bewegt ist schon gefährlich Aber nicht extrem, ich hab's eigentlich genießen können und oftmals im Nachhinein dann eher gedacht hey fuck das hätte ganz anders ausgehen können.
- 4:35Speaker 0: Wo da manchmal die Angst später eigentlich kam.
- 4:37Speaker 1: Geht es irgendeines Erlebnis auf den Reisen wo die besonders prägt hat?
- 4:44Speaker 0: Ich denke in den ersten Jahren war ich fast ausschließlich in Wildnissgebieten unterwegs wo ich kaum Kontakt zu Menschen hatte.
- 4:56Speaker 0: Und meine erste Afrika-Reise, die das waren so fünf Wochen lang durch Karamoja im Osten Ugandas an der Grenze zu Kenia.
- 5:05Speaker 0: Das war damals noch ein Krisengebiet weil da verfeinderte Stämme unterwegs waren, dass ich gegenseitig das Vieh geklaut habe und es ist eine wunderschöne Gegend mit kein Tourismus sehr abgelegen.
- 5:19Speaker 0: Da bin ich einfach zur Fuß durchmarschiert In Naturvölkern zu tun gehabt mit Nomaden, die umherziehen.
- 5:29Speaker 0: Mit ihrem Vieh und mehr Menschen zu tun.
- 5:33Speaker 0: Das war für mich eine Horizont-Erweiterung.
- 5:35Speaker 0: Also nicht nur die Natur, die Wildnis zu spüren sondern auch mehr ... Menschen Begegnungen zu haben und in deren Lebensstück einzutauchen, auch wenn es noch vor ein, zwei Tagen ist.
- 5:46Speaker 0: Ich denke das war die größte Horizont-Erweiterung.
- 5:48Speaker 0: hat dann auch dazu geführt dass ich im Zentral Asien mehr entgegnen unterwegs war wo auch hier den Völker leben und mich da auch... Da bin wir sehr viel Freude gemacht bei den Menschen Zuhause zu sein.
- 6:00Speaker 1: An welchem Sledge du für eine Abenteuerreise siehst?
- 6:04Speaker 0: Richtiges Abenteuern war wahrscheinlich auch mit jemandem von Explorer und dann mit einem anderen Freund in der Flussbefahrung gemacht habe.
- 6:17Speaker 0: In Kanada und Alaska, den ganzen Sommer lang.
- 6:20Speaker 0: aber in diesem Sommer zum Beispiel im Juni hab ich einen unserer Referenten besucht, der in Botswana lebt mitten in der Kalahari komplett abgeschieden da Valentin Grüner heißt.
- 6:32Speaker 0: er mit dem wir jetzt auf Tunesien zu Löwenland und war zehn Tage lang mit ihm da an der Kalahi gesessen in seinem Camp und habe an seinem Vortrag gearbeitet.
- 6:41Speaker 0: Und um uns herum die wilden Tiere, die Löwen, die Giraffen... Das war auch einmalig.
- 6:47Speaker 1: Du hast im Jahr zwei tausendundachzehnte bei Explorer angefangen zu schaffen?
- 6:56Speaker 1: Wie ist das dazu gekommen?
- 6:58Speaker 0: Ich hab mal ein Reisezeug gemacht, war viel unterwegs und habe auch Reiseberichte veröffentlicht.
- 7:03Speaker 0: Vieles davon eben über Lasker.
- 7:05Speaker 0: und der Gründer von Explorer, Andy Hutter, der vor fünfzehnzig Jahren mit der Marke angefangen hat Hat in der eigene Alaska Reise geplant und hat durch Bekannte irgendwie von mir gehört, sich das angeschaut.
- 7:18Speaker 0: Und hat mich kontaktiert und gefragt ob wir uns mal treffen wollen dass ich ein bisschen bei seiner Reiseplanung unterstützen.
- 7:25Speaker 0: Ich war zu dem Zeitpunkt gerade in der Schweiz und hab gedacht ja, treffen wir uns einfach und so haben wir uns kennengelernt!
- 7:29Speaker 0: Und ich hatte zu diesem Zeitpunkt aber schon das Gefühl es wird jetzt langsam Zeit für einen Umbruch.
- 7:33Speaker 0: Das war nach meinem dreißigsten Geburtstag und ich hätte irgendwie das Gefühl wenn ich Familie will dann kann ich nicht... die Hälfte des Jahres unterwegs sein und den Kindern über Satellitentelefonen gute Nacht sagen.
- 7:43Speaker 0: Ich war also schon irgendwie mental in so Umbruchsstimmung, nachdem wir uns kennengelernt haben ist es noch ein bisschen Zeit vergangen und er hat mich gefragt ob ich mir vorstellen könnte bei den Events auszuhelfen meine Saisonlagen für Explorer zu arbeiten.
- 7:59Speaker 0: im Winterhalbjahr weil ich eh zu Hause wäre Hat mich schon interessiert, aber ich habe dann das Gefühl gehabt, wenn ich mich anstellen lasse.
- 8:07Speaker 0: Wenn ich irgendwo anfange, dann richtig!
- 8:09Speaker 0: Dann auch das ganze Jahr über und gleich hundert Prozent.
- 8:13Speaker 0: Und dann würde ich das ganze Reisethema mal bis auf weiteres Hinten anstellen und mal was Neues probieren.
- 8:18Speaker 0: Das haben wir gemacht und so bin ich bei Explorer gelandet.
- 8:21Speaker 1: Was sind deine Aufgaben gesehen?
- 8:22Speaker 1: Wo du losgeweiht hast?
- 8:24Speaker 0: Am Anfang im Büro, Organisation, Marketing die Betreuung von unseren Partnern habe ich mich engagiert Programmen, also Vorträge anschauen zu überlegen was passt zu uns und nicht für uns.
- 8:38Speaker 0: Und es hat dann auch nicht lange gedauert bis ich mich inhaltlich involviert habe mit Referenten an deren Shows gearbeitet hatte Weil irgendwie klar geworden ist, dass mir das Spaß macht und dass die meinen Feedback gut finden.
- 8:51Speaker 0: Und durch mein Background konnte ich auch einigermaßen abschätzen was ist eine Abenteuer?
- 8:55Speaker 0: Was ist nur eine Inszenierung?
- 8:56Speaker 0: Weil auf der Bühne des Publikums checkt es ob da jemand sich groß aufblustet aber in Wirklichkeit hat ne Geschichte nicht allzu viel Substanz und das habe ich schon erkannt und kann dann auch damit den Leuten arbeiten.
- 9:07Speaker 0: Und natürlich an den Events selber also Auf- und Abbau Technik Moderation
- 9:12Speaker 1: usw.. Hat es gleich einmal einen Moment gegeben, in dem du denkst, warum habe ich zugesagt?
- 9:17Speaker 1: Warum habe ich mein alter Leben hinter mir gelassen?
- 9:21Speaker 0: Es gab frustrierende Momente.
- 9:24Speaker 0: Aber weil ich mich recht stark engagiert habe, hatte sich auch eine große Freiheit und konnte dann die Firma im Laufe der Jahre auch ein bisschen in die Richtung bewegen, die zu mir gepasst hat und mir Freude gemacht hat.
- 9:38Speaker 0: Also wenn ich mit irgendeinem Thema wirklich frustriert war, dann habe ich sie umgestalten können.
- 9:45Speaker 0: Wir sind eine kleine Firma, wir machen auch mal Fehler.
- 9:49Speaker 0: Aber es geht voran und wird zögern nicht Dinge zu verändern.
- 10:04Speaker 0: Ich denke das ist im Allgemeinen extrem schwierig bis unmöglich.
- 10:08Speaker 0: mit mir wurde es leicht gemacht weil Andi meine Arbeit gesehen hat und das gut fand.
- 10:15Speaker 0: Und zum einen mir wirklich vertraut hat und gesagt hat, hey, du musst es entscheiden!
- 10:20Speaker 0: Ich stehe zur Verfügung.
- 10:21Speaker 0: ich bin da wenn du den Rat brauchst und wir können das gemeinsam machen aber im Zweifel kannst du vorangehen und das wird schon einigermaßen in eine Richtung gehen die Gutes fürs Unternehmen.
- 10:31Speaker 0: Zum anderen aber auch haben wir tatsächlich nicht nur einen ähnlichen Background sondern auch einen ähnelchen Geschmack.
- 10:37Speaker 0: also was macht ne gute Show aus?
- 10:41Speaker 0: Wie sollten wir Pressearbeit, Marketing oder ja uns redaktionell engagieren?
- 10:47Speaker 0: Wir haben einen ähnlichen Zugang zu diesen Themen und deswegen war es ziemlich harmonisch.
- 10:53Speaker 0: Und ist es bis jetzt.
- 10:53Speaker 0: also Andy ist immer noch in der Firma und wir machen ganz viel gemeinsam.
- 10:58Speaker 0: Wir besprechen alles wichtige gemeinsam und ich profitiere extrem von seiner Erfahrung.
- 11:02Speaker 0: Ich denke das macht für ihn auch leicht Dinge gehen zu lassen Und für mich ist es ein extremer Mehrwert, dass ich nicht alles alleine machen muss.
- 11:11Speaker 0: Sondern immer jemanden nach da habe der das schon fünfzehn Jahre länger macht als ich und auch natürlich seine Erfahrung einzubringen kann.
- 11:19Speaker 1: Gibt's gleiche Punkte wo man komplett unterschiedlicher Meinung sind?
- 11:24Speaker 0: Ja!
- 11:25Speaker 0: Das gibt es jetzt kürzlich.
- 11:27Speaker 0: zum Beispiel letzten Jahr haben wir ja eben weil ich von Löwenland erwähnt hab kann ich gerade noch mal drauf Bezug darauf nehmen Eine Show wurde an den Discovery Days als dreißig Minuten Version gezeigt.
- 11:41Speaker 0: Und der Referent, Valentin Grüner war da nicht sehr gut vorbereitet, weil er total busy war vorher mit anderen Projekten und hat dann auf der Bühne mehr oder weniger improvisiert... ...und die Show war noch nicht überzeugend!
- 11:54Speaker 0: Und Andi hat gesagt, das können wir nicht buchen.
- 11:56Speaker 0: Das kann man so nicht ins Programm aufnehmen.
- 11:59Speaker 0: Aber ich habe irgendwie diese Geschichte geglaubt Wir müssen das machen.
- 12:06Speaker 0: Und der Andi hat gesagt, na gut wenn du es unbedingt machen willst ist okay für mich.
- 12:10Speaker 0: ich bin auch schon auf die Nase gefallen.
- 12:11Speaker 0: diese Erfahrung müssen wir alle machen.
- 12:13Speaker 0: Ist auch für dich vielleicht gut mal ein bisschen runterzukommen also bucht das nur.
- 12:18Speaker 0: und ja dann habe ich das gebucht aber dann auch mich persönlich involviert bin eben da nach Botswana geflogen und hab geschaut dass die Geschichte gut wird.
- 12:25Speaker 0: und jetzt haben wir diesen Winter einundzwanzig Termine damit.
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- 12:55Speaker 1: Exploratiert jedes Jahr rund siebenzig Tausend Menschen an seine Veranstaltungen – was ist eure sehr folgshrezept?
- 13:03Speaker 0: Ich würde vielleicht mal zwei Dinge nennen.
- 13:05Speaker 0: Zum einen engagieren wir uns inhaltlich recht stark, also wir sind nicht nur irgendeine anonyme Vortragsagentur die das bucht was gerade funktioniert sondern wir bauen Geschichten auch auf.
- 13:20Speaker 0: Wir arbeiten mit Referentinnen und Referenten Und versuchen wenn wir eine gute Geschichte sehen Auch wenn die Person keine Erfahrung auf der Bühne hat dass irgendwie dann so eine gute Bühnenproduktion mit eigener Arbeit herzustellen, das es am Ende gut kommt und funktioniert.
- 13:36Speaker 0: Also ich denke, eine starke inhaltliche Arbeit ist das was uns vielleicht auch meisten von anderen Eventagenturen unterscheidet.
- 13:47Speaker 0: Das andere ist – und das war schon deutlich vor meiner Zeit der Fall – das Explorer schon immer versucht hat neue Publikumsströme zu erschließen.
- 13:57Speaker 0: Wir haben also nicht nur auf Reise und Abenteuer und Länder gesetzt, sondern wir haben schon immer versucht Vorträge zu veranstalten die einfach ich sag mal wo man sagt das fällt unter gute Geschichte.
- 14:09Speaker 0: Das kann also auch ein Journalist sein oder eine Wissenschaftlerin Oder eine persönliche Lebensgeschichte von jemanden der früher auf der Straße gelebt hat und jetzt irgendwie sich in der Natur auffällt, mit Kindern arbeitet.
- 14:23Speaker 0: Also alles was unter gute Geschichten fällt, egal ob das Reiseabenteuer oder Wissenschaft oder Comedy oder etwas ganz anderes ist können wir veranstalten.
- 14:33Speaker 0: Das heißt auch dass wir neues Publikum generieren müssen und nicht nur auf das klassische Reisepublikum setzen können.
- 14:41Speaker 0: Und das ist natürlich oftmals ein Verlustgeschäft gerade im Journalismus oder in der Wissenschaft.
- 14:47Speaker 0: Dieses Publikum muss man sich erst einmal erschließen, es kann sein dass das eine Show dann im ersten Jahr defizitär läuft aber das ist der Weg wie wir uns breit aufstellen inhaltlich und dementsprechend auch immer wieder neues Publikums gewinnen können.
- 15:00Speaker 1: Ich kann mir vorstellen eine entscheidende Rolle auf dem Weg zum Erfolg spielt sicher auch das Team von euch.
- 15:07Speaker 1: was hat's für einen Ort?
- 15:09Speaker 0: Wir haben ein absolut geniales Team.
- 15:13Speaker 0: Wir passen alles so gut zusammen und alle lieben Explorer.
- 15:16Speaker 0: Und es funktioniert... Wir haben eine Mitarbeiterin, die Rosanna, die seit fünfzehn Jahren da.
- 15:21Speaker 0: Eine andere, die sie seit neun Jahren da!
- 15:25Speaker 0: Wir haben so gut wie keine Fluktation.
- 15:27Speaker 0: Alle bleiben für mehrere Jahre und haben Freude daran.
- 15:31Speaker 0: Ich meine ist das eine Anspruchsvolle und teilweise unkonventioneller Job.
- 15:35Speaker 0: Im Winter ist bei uns Vollgas.
- 15:37Speaker 0: Teilweise fünfzig-sechzig Stundenwochen jede Abend eine Show, teilweise mehrere Shows am Wochenende Und dann im Sommer ist frei.
- 15:45Speaker 0: Dann gehen die Leute reisen, sind mit einem Büschel hier irgendwo in Südeuropa unterwegs und sammeln Energie bis es dann Ende Oktober wieder voll losgeht.
- 15:52Speaker 0: Ich denke diese Dynamik bei uns im Team dass wir alles so gut zusammen passen ist vielleicht sogar das größte Erfolgsrezept weil das spürt auch das Publikum, das spüren aber auch unsere Referentinnen und Referenten.
- 16:04Speaker 0: Die sind einfach gerne bei Explorer!
- 16:06Speaker 0: Die fühlen sich gut aufgehoben... Technisch ist auch auf einem Niveau.
- 16:10Speaker 0: Die Leute sind gut vorbereitet, das passt und der Referent muss sich nur noch auf die Bühne stellen an seinen Vortrag halten und geht danach nach mit unserem Team einst trinken.
- 16:18Speaker 0: Ich denke dieses Zusammenspiel aus Team Storytellern und Publikum dass es eine einigermassen Harmonie ist und nicht nur irgendwie einen Job den man erledigt sondern bei dem man wirklich Freude hat.
- 16:30Speaker 0: ich glaube das macht Explorer auch aus.
- 16:32Speaker 1: Aber was erkennst du?
- 16:35Speaker 1: noch funktionieren, auch wenn sie vielleicht im ersten Jahr eben noch defizitär sind.
- 16:40Speaker 1: Was gibt es so Merkmal?
- 16:42Speaker 1: Oder ist es ein wenig Bauchgefühl, dass man sagt, das müssen wir weitermachen und das hat Potenzial?
- 16:47Speaker 0: Ich denke, wir müssen einfach erkennen was eine gute Story ist.
- 16:51Speaker 0: Und wenn wir jemanden haben der oder die eine gute story hat dann ist es unsere Verantwortung als firma dass irgendwie auch erfolgreich zu machen,
- 16:59Speaker 0: d.h.,
- 16:59Speaker 0: im Publikum dafür zu generieren und das so zu bewerben und kommunizieren, dass Menschen sagen, ja, das ist zwar unkonventionell aber es klingt nach interessant, das versuchen wir jetzt mal.
- 17:09Speaker 0: Das ist unser Job!
- 17:11Speaker 1: Wie hat sich das Publikuum verändert in den acht Jahren seit du jetzt dabei bist?
- 17:16Speaker 0: Naja ich denke gerade durch Themen die so Richtung Comedy gehen oder Wissenschaftsjournalismus ist das Publikum jünger geworden Experimenteller.
- 17:29Speaker 0: Also wir haben längst nicht mehr nur eben dieses klassische Reisepublikum, diese früher einen Dia-Vortrag angeschaut haben und jetzt ist halt eine Multivisionsshow.
- 17:41Speaker 0: Dieses Publikum haben wir immer noch und das wollen wir auch.
- 17:44Speaker 0: aber wir haben auch durch mehr politische Themen, journalistische Themen auch ein Vortragspublikum mittlerweile dass es eigentlich nicht zu so Live-Events geht, sondern sagt, das ist jetzt die Plattform, wo man diese Themen findet.
- 18:01Speaker 0: Was man ansonsten vielleicht auf YouTube oder in einer Podium-Diskussion an der Uni hat.
- 18:05Speaker 0: Das gibt eine unterhaltsame Version bei uns?
- 18:08Speaker 1: Gibt es gleich auch, dass Feedback gekommen ist von Leuten, die mit völlig falschen Erwartungen an die Show ausfällig manchmal kommen?
- 18:17Speaker 1: Vielleicht gerade jemand, der schon vor dreißig Jahren so Sachen gemacht hat, ist zu schauen und nachher erwartet er wirklich bös gesagt einen Dia-Vortrag mit Insider Infos.
- 18:27Speaker 1: Und dann kommt da wirklich ein Show noch mehr Comedy.
- 18:30Speaker 1: Kommt das auch Feedback zu?
- 18:31Speaker 0: Absolut!
- 18:32Speaker 0: Das Feedback gibt es – und das brauchen wir auch.
- 18:35Speaker 0: Also ganz ehrlich, unser Anspruch ist nicht, dass wir hundert Prozent unserer Vorträge so gestalten, dass es zu allen passt und alle einigermaßen zufrieden sind.
- 18:46Speaker 0: Es soll eigentlich so sein... Neunzig Prozent soll begeistert sein und zehn Prozent soll sagen, das war Horror.
- 18:52Speaker 0: Das hat überhaupt nichts mit mir gepasst!
- 18:54Speaker 0: Und unsere Aufgabe ist es dann diese Themen so zu kommunizieren, dass die richtigen Leute an die richten Shows gehen.
- 19:01Speaker 0: D.h.,
- 19:02Speaker 0: wenn jemand sagt, hey, das hat mich überhaupt nicht gefallen... ...und ich fand jetzt diesen Pressetext noch irreführend,... ...dann ist es ein gutes Feedback für mich und da entschuldige ich mich und denke wir müssen uns noch mehr Mühe geben, die Themen so kommunizierend, dass man weiß was einen erwartet?
- 19:17Speaker 1: Wie schwierig ist es mit Live-reise-Reportagen oder Multimediashows, wenn man sie hier immer nimmt?
- 19:23Speaker 1: Wird die Wirtschaft erfolgreich sein?
- 19:26Speaker 0: Es funktioniert.
- 19:28Speaker 0: Ich denke sogar, dass es eher besser wird.
- 19:31Speaker 0: Wir sehen, Ticketverkäufe sind eher zunehmend – das Business läuft eigentlich gut!
- 19:36Speaker 0: Ich denke, dass in der Zeit von immer mehr Digitalisierung und Onlinemeetings ... KI, wo man nicht weiß was ist echt.
- 19:48Speaker 0: Was ist künstlich?
- 19:50Speaker 0: In der Zeit wo Menschen ihre Anerkennung online in Likes und Herzchen ausdrücken das es vielleicht sogar wieder eine willkommene Abwechslung ist in Menschen auf der Bühne auch ein bisschen zu spüren, kennenzulernen an der Pause ein paar Fragen zu stellen und am Ende eben die Dankbarkeit im Applaus ausdrückten zu können anstatt irgendwie per Knopfdruck.
- 20:08Speaker 0: Ich habe den Eindruck dass könnte uns sogar an die Hände spielen oder an die Karten spielen Und ich sehe sogar eher in Aufleben von unserer Livebranche aktuell.
- 20:18Speaker 1: Wie nervös ist man so in der Phase, wenn der Vorverkauf anläuft und wir die ersten Indikatoren haben?
- 20:24Speaker 1: Kann es gut oder nicht gut?
- 20:25Speaker 0: Sehr nervös!
- 20:26Speaker 0: Es ist sehr spannend.
- 20:27Speaker 0: Wir machen kleinere Turnäen und größere Turnäs.
- 20:30Speaker 0: Bei größeren Turnänen erhoffen wir uns schon, dass die Nachfrage entsprechend groß ist und kleinere turnäne.
- 20:35Speaker 0: Da sagen wir ... Es wird sehr schwierig... ... das zu verkaufen, dafür in Publikum zu finden.
- 20:42Speaker 0: Aber das Thema ist einfach so super!
- 20:44Speaker 0: Auch wenn wir daran nichts verdienen... Wir müssen es einfach zeigen weil's einfach cool ist und die wenigen Leute, die dann da hingehen, werden begeistert sein.
- 20:53Speaker 0: Und es ist schon mal wichtig dass die großen Themen einigermaßen laufen.
- 20:56Speaker 0: aber ab und zu gibt´s auch kleinere Turnäen wo wir uns nicht viel erhofften, die durch den Deckel gehen.
- 21:01Speaker 0: Das freut mich dann ehrlich gesagt fast noch mehr, weil ich weiß okay... Das ist wirklich was ganz Besonderes, was man sonst nicht erwartet hätte.
- 21:09Speaker 1: Aber bei jeder Show oder aufs Grosse sieht man nicht die Zahl im Kopf.
- 21:14Speaker 1: Man sagt, so und so viele Billäte müssen sie sicher sein, dass sich irgendwo rechnet?
- 21:19Speaker 1: Oder wie funktioniert das?
- 21:21Speaker 1: Ja
- 21:21Speaker 0: wir haben eine Grenze.
- 21:22Speaker 0: also wenn wir pro Show um die dreihundert Zuschauerinnen und Zuschauer haben dann haben wir unsere Kosten gedeckt über die ganze Saison hinweg.
- 21:33Speaker 0: Also wenn wir den in den Zuschauerschnitt von dreihundert haben Dann konnten wir kostendeckend arbeiten
- 21:42Speaker 1: Und in der Tournee ist vor knapp einem Wochen losgegangen.
- 21:46Speaker 1: Gibt es im Programm eine Show, die dich besonders darauf freust?
- 21:50Speaker 0: Einige!
- 21:51Speaker 0: Ich würde sagen wir haben in diesem Jahr ein besonderes spannendes Programm.
- 21:54Speaker 0: Wir haben achtzehn ganz unterschiedliche Themen.
- 21:57Speaker 0: Wir haben fotolastische Themen, wir haben persönliche Lebensgeschichten Wir haben Abenteuer und Expeditionen, aber auch politische Reportagen und wissenschaftliche Themen.
- 22:09Speaker 0: Wenn ich jetzt Eins herausgreifen.
- 22:11Speaker 0: Na, ich kann es gar nicht!
- 22:12Speaker 0: Ich würde sagen aus verschiedenen Bereichen hätte ich verschiedene Highlights also... ...ich denke ein absoluter Klassiker wird die Show von Stefan Forster im Reich der Lichter II.
- 22:23Speaker 0: Also jeder, der sich für Fotografie oder für Nordeuropa allgemein interessiert darf sich das nicht entgehen lassen.
- 22:29Speaker 0: Das wird eine Reportage über Highlights aus Island, Norwegen, Grönland, Finnlands, Spitzbergen und eben in bester Foto- und Videoqualität.
- 22:41Speaker 0: Unter den außergewöhnlichen Lebensgeschichten freue ich mich schon besonders auf Löwenland.
- 22:46Speaker 0: Das wird die Geschichte von Valentin Grüner aus Parzwana, aber auch auf die Reise-Comedy-Story von Louis Palmer.
- 22:54Speaker 0: Die heißt bei uns vom Bruchpilot zum Überflieger, haben wir siebzehnte Termine mit ihm.
- 22:59Speaker 0: Er ist sehr bekannt und das sind einfach eine mega unterhaltsame Show!
- 23:03Speaker 0: Wir haben sieben verschiedene Abenteuerthemen, das ist alles super... Und Reportage und Tiefgang, ich denke da haben wir... Wir steigen jetzt ein mit Jäger & Sammler.
- 23:15Speaker 0: Das ist ein Dauerbrenner denn bringen wir jetzt in der dritten Saison schon an wissenschaftliche unterhaltsame Reportage über den Unterschied zwischen Jäge&Sammler-Gesellschaften und unseren Gesellschaften das sehr kontrovers und so witzig und überraschend gemacht.
- 23:33Speaker 0: aber wir haben auch eine politische Reportage Über Syrien, das Thema heißt Revolution von der Journalistin Stefanie Dötzer, auch sehr tiefgründig und spannend.
- 23:43Speaker 1: Wenn du jetzt auf die achte Art zurückguckst, wo du schon mit Erlebst bei Explorer, wie?
- 23:47Speaker 1: diese Show hat dich am meisten gefesselt, am meisten packt?
- 23:52Speaker 0: Mein erstes Jahr bei Explorer hatte den grössten Impact gehabt weil ich das erste Mal gesehen habe was man auf der Live-Bühne machen kann.
- 24:01Speaker 0: Dass es nicht nur ist dass man schöne Bilder zeigt und dazu ein paar Erklärungen abgibt sondern dass man das wirklich Inszeniert, dass man zu einer Bühnen-Show machen kann.
- 24:12Speaker 0: Mit Interaktion mit kritischen Fragen mit Twists in der Storyline und einem komplett unerwarteten Ende.
- 24:21Speaker 0: Und in diesem ersten Jahr.
- 24:23Speaker 0: ich denke was mich am meisten begeistert hat war die Show Leaving Home Funktion.
- 24:27Speaker 0: Das war tatsächlich meine erste Tournee die ich bei Explorer auch begleitet habe.
- 24:31Speaker 0: das ist eine Abenteuergeschichte von fünf Künstlern sich alte ... Ural-Motorräder gekauft haben, die dazu verdammt waren... ...dass sie an jeder Ecke mit einer Panne liegen geblieben sind.
- 24:43Speaker 0: Und mit diesen Uralmotorrädern und bei Wagen... ...sind sie einmal um die Welt gefahren durch Sibirien.
- 24:48Speaker 0: Es ist eine absolute verrückte Abenteuer Comedy Show!
- 24:54Speaker 0: Man kann sich nicht vorstellen dass die irgendwann wirklich an dem Ziel ankommen aber es... ...die schaffen das tatsächlich.
- 24:59Speaker 0: Das Publikum war begeistert und ich war hin und weg.
- 25:01Speaker 0: Und was witziger ist Diese Show lief damals schon so gut, dass wir jetzt nach acht Jahren das Thema wiederholen.
- 25:07Speaker 0: Und deswegen findet sich das als Best-of-Explorer-Show auch noch mal in unserem Programm.
- 25:13Speaker 0: Die kommen im Februar nochmal zu Explorers.
- 25:16Speaker 1: Wäre es wirtschaftlich die erfolgreichste Show in diesen acht Jahren?
- 25:20Speaker 1: Ist es vielleicht sogar diese oder ist eine andere im Kopf?
- 25:23Speaker 0: Da haben wir einige... Es hat sicher dazu gehört aber es gibt noch ein paar andere.
- 25:28Speaker 0: Also die Shows mit Stefan Foster liefen auch immer gut.
- 25:31Speaker 0: Aber wir hatten auch ... Lothar Lupkoll und Ihm Esel hat mal ganz viele Termine, die alle ausverkauft waren.
- 25:38Speaker 0: Wir haben jedes Jahr so ein oder zwei Themen, die richtig stark laufen und die dann natürlich auch irgendwie die anderen Themen mit Quersum funktionieren.
- 25:48Speaker 1: Gabriel, wir steuern schon auf den Schluss zu und am Schluss fange ich immer drei Sätze an.
- 25:52Speaker 1: Und ich freue mich, wenn es du für mich wirst fertig machen.
- 25:55Speaker 1: Wenn ich noch einmal für drei Monate in die Wildnis verschwinden könnte ... Dann
- 26:01Speaker 0: würde ich warten... bis meine drei kleinen Kinder einigermaßen auf stabilen Beinen sind und mich dabei begleiten können.
- 26:10Speaker 1: Was ich am Anti-Huter schon immer einmal sagen will, ist...
- 26:16Speaker 0: Dass ich ihn um seine Großzügigkeit bewundere und seinen Weitblick auch kurzfristige Verluste in Kauf zu nehmen, um langfristig etwas aufzubauen was gut und sinnvoll Und nachhaltig ist.
- 26:37Speaker 1: Und meine nächste Reise geht auf?
- 26:42Speaker 0: Holland, weil meine jüngste Schwester heiratet und wir reisen mit der ganzen Familie dann im Juni dahin und werden das feiern und dann den restlichen Sommer in Skandinavien verbringen.
- 26:57Speaker 0: Ich bin gleich schon unterwegs und hab ein bisschen Küsten-Soring und wir verbringen den Sommer in Europa.
- 27:03Speaker 1: Gabriele Gerst, danke vielmals, dass du für travelnews eingenehm hast.
- 27:06Speaker 1: Ich wünsche dir private und beruflich alles Gute!
- 27:09Speaker 0: Danke Rito, danke travelnewS
- 27:11Speaker 1: Und euch danke vielmal fürs Zuhallosen.
- 27:14Speaker 1: Der nächste travelnewstag gibt es heute in einer Woche.
- 27:18Speaker 1: Ciao miteinander.