Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / Hamburge News: Nordsee-Gipfel in Hamburg und Flug-Fauxpas beim HVV
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- Willkommen zu deinem täglichen News-Update. Dies sind die Themen vom 22. Januar. Am Montag weht ein Hauch von G20 durch die Stadt. Viele Flugreisen, Kritik an HVV-Chefin. Anlässlich der geplanten Bewerbung um Olympische Spiele in Hamburg vergibt die Alexander-Otto Vorfreude auf das Derby wächst. Am Montag weht ein Hauch von G20 durch die Stadt. Wenn sich die Staats- und Regierungschefs der Nordsee-Anrainerstaaten zu ihrem Gipfel im Rathaus treffen, müssen sich die Bürger auf Einschränkungen in der Innenstadt einstellen. Rund um das Rathaus werde eine Sicherheitszone eingerichtet, durch die in den angrenzenden Straßenzügen mit Auswirkungen auf die Geschäftswelt, den Liefer- und Personenverkehr sowie den ÖPNV zu rechnen ist, teilte die Polizei mit. Über dem Rathaus gelte zudem ein Flugverbot für Drohnen und Kleinflugzeuge. Zudem könne es im Tagesverlauf zu weiteren kurzfristigen und temporären Beeinträchtigungen im Straßenverkehr kommen, wenn Staatsgäste durch die Stadt transportiert würden. Es ist das erste Mal, dass ein Nordseegipfel in Deutschland stattfindet. Ausrichterin ist die Bundesregierung. Eingeladen sind die Staats- und Regierungschefs sowie Energieministerinnen und Energieminister aus Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Irland, Luxemburg, den Niederlanden, Norwegen und Island sowie die Europäische Kommission und die NATO. Außerdem werden mehr als 100 Unternehmensvertreter erwartet. Am Hamburger Flughafen sind vergangenes Jahr weniger Flugzeuge wegen Verspätung nach 23 Uhr gestartet und gelandet. Die Zahl dieser Flüge zwischen 23 Uhr und Mitternacht nahm im Vergleich zu 2024 um 23 Prozent auf 756 ab, wie die Umweltbehörde mitteilte. Die Zahl der Ausnahmen für Flüge nach Mitternacht sank von 41 auf 26. Zwischen 23 und 6 Uhr gelten am Flughafen Nachtflugbeschränkungen. Bis Mitternacht dürfen Flugzeuge starten und landen, wenn die Verspätung unvermeidbar ist. Airlines zahlen dafür Aufschläge. In der Zeit von Mitternacht bis 6 Uhr sind ausschließlich Flüge mit voriger kostenpflichtiger Ausnahmegenehmigung zulässig. Die Behörde begründete die Entwicklung mit einer neuen Entgeltordnung, die seit Frühjahr 2025 verspätete Flüge weiter verteuert hat. Umweltsenatorin Katharina Fegebank, Grüne, sagte, die Bilanz sei eine gute Nachricht für die Anwohner. Unser Kurs für mehr Lärmschutz zeigt Wirkung. Als Chefin des Hamburger Verkehrsverbundes HVV soll Anna-Theresa Korbut die Menschen zum Umstieg auf klimaschonende Verkehrsmittel bewegen. Sie selbst aber legt auch kürzere Strecken öfter mit dem Flugzeug zurück. Das geht aus Senatsantworten auf kleine Anfragen der CDU hervor. Demnach hat die HVV-Geschäftsführung, zu der neben Korbut auch Raimund Brodel gehört, im vergangenen Jahr 35 dienstliche Flugreisen unternommen. Ziel- oder Startflughäfen waren Hamburg, Hannover, Berlin, Bremen, Frankfurt, Köln oder Zürich. Auffallend häufig taucht Wien in der Liste auf. Allein 22 Mal wird die österreichische Hauptstadt als Start- oder Zielflughafen von Dienstreisen erwähnt. Das dürfte einen simplen Grund haben. Obwohl sie seit 2021 den HVV führt, wohnt Korbut mit ihrer Familie immer noch in Wien. Von dort fliegt sie offenbar häufig direkt zu Terminen oder Veranstaltungen. Auffällig dabei, in den Vorjahren hatte es deutlich weniger Flugreisen der HVV-Chefs gegeben. Von 2019 bis 2023 waren es insgesamt nur neun, 2024 dann bereits 13. Die 35 Flüge des vergangenen Jahres schlugen laut Senatsangaben mit rund 27.500 Euro zu Buche. Für die CDU ist das fast fünf Jahre nach Korbuts Dienstantritt in Hamburg problematisch. Anlässlich der geplanten Bewerbung um Olympische Spiele in Hamburg vergibt die Alexander-Otto-Sportstiftung eine Million Euro für Sportförderprojekte in Schulen und Vereinen. Das Bewerbungsformular befinde sich auf der Website der Stiftung. Anmeldeschluss sei der Tag des Olympia-Referendums am 31. Mai. Alexander Otto riet, Projekte möglichst rasch einzureichen, da die Jury fortlaufend über die Förderungen von bis zu 20.000 Euro entscheide. Mein Tipp, bewerbt euch kurzfristig und zügig, sagte Otto. Alle Projekte sollen bis Ende des Jahres umgesetzt sein. Ziel ist es, 104 Projekte in allen 104 Stadtteilen zu fördern. Wir wollen, dass alle Stadtteile, wirklich alle Stadtteile in Hamburg profitieren, sagte Sport- und Innensenator Andy Grote. Und Schul- und Familiensenatorin Xenia Bekeris bei der SPD betonte, Hamburg soll ein Ort sein, an dem jede und jeder die Chance hat, sportlich zu wachsen. Otto sagte, er sei ein großer Fan olympischer Spiele, sei in London 2012 und in Paris 2024 dabei gewesen und habe die Begeisterung miterlebt. Deshalb auch der Traum, dass paralympische und olympische Spiele in Hamburg stattfinden. Am Freitagabend steigt das erste Bundesliga-Derby am Millern-Tor seit 2010 zwischen dem FC St. Pauli und dem Hamburger SV. Das 113. Pflichtspielduell beider Bundesligisten ist für viele Fans das Match des Jahres. es geht um viel. Vor allem um Prestige. Der hochverdiente 2 zu 0 Erfolg der Kiezkicker im Hinspiel im Volksparkstadion wirkt nach. Der HSV hat sich seitdem gefangen und kann dem ungeliebten Nachbarn mit einer erfolgreichen Revanche am Millern-Tor richtig wehtun. Wir sind voller Power, Energie und vor allem der Überzeugung, dass wir gemeinsam mit einer guten HSV-Kurve im Stadion einen richtig coolen Freitagabend erleben, sagt Coach Merlin Polzin. Ich halte jetzt aber wenig davon, nach außen Parolen auszurufen. Wir wollen nicht reden, sondern wir wollen liefern. Und zwar einen Sieg, der den 5-Punkte-Abstand der Rothosen zum tabellenletzten St. Pauli spürbar vergrößern würde. Die Braunweißen werden sich dagegen mit aller Macht und lautstarker Unterstützung des Publikums wehren und sehen sich trotz der jüngsten 2 zu 3 Niederlage in Dortmund im Aufwind. Ich bin absolut überzeugt, wenn wir so eine Leistung zeigen wie gegen Dortmund, dass wir das Spiel gewinnen, sagt Trainer Blessin. Zeit für eine gute Nachricht. Die Polizei sieht bei der Austragung der brisanten Stadtderbys eine erfreuliche Tendenz. Wir verzeichnen eben schon eine positive Entwicklung, die bei unserer Lagebeurteilung natürlich nicht unberücksichtigt bleibt, sagte ein Sprecher. Klar ist auch, dass aufgrund der Historie der beiden Vereine und der Fans das Verhältnis traditionell als feindschaftlich eingestuft wird, fügte er hinzu. Doch der Blick auf die vergangenen Duelle habe gezeigt, dass wir heute vor einer anderen Situation stehen als noch vor 10 bis 15 Jahren. In der jüngsten Vergangenheit habe es keine größeren Sicherheitsvorfälle gegeben. Die Situation hänge mit einer veränderten Kommunikation zueinander und anderen Sicherheitskonzepten zusammen. Zur konkreten Zahl der Einsatzkräfte trifft die Polizei aus taktischen Gründen keine Aussage. Die Hamburger Einsatzkräfte werden von der Bundespolizei und Kollegen aus Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein unterstützt.