Latest / Anonym Suchthilfe – KI-gestützte Selbsthilfe / Neuanfang nach Rückfall: Ein persönlicher Weg aus der Sucht 💔
Transcript
- 0:00Hallo und herzlich Willkommen. Schön, dass du heute dabei bist
- 0:02bei dieser ja doch sehr persönlichen Betrachtung.
- 0:06Hallo auch von mir. Wir tauchen heute tief ein in
- 0:10einen ziemlich rohen und ehrlichen Bericht über einen
- 0:13Neuanfang nach einem Drogenrückfall.
- 0:15Genau, unsere Quelle ist ein Blogeintrag auf nilix Berlin.
- 0:20Der Titel Tagebuch Tag 1 der Neuanfang nach dem Rückfall und
- 0:24geschrieben hat den Gabriel Metz, der eben hinter Nielix
- 0:27Berlin steht, und das ist, glaube ich, wichtig zu erwähnen.
- 0:30Gabriel Metz ist selbst betroffen von Sucht, von
- 0:33psychischen Themen, und er teilt hier wirklich ungefiltert seiner
- 0:37Erfahrungen seinen Kampf. Ja, das macht den Text auch so.
- 0:42So authentisch und direkt keine Beschönigung.
- 0:45Unser Ziel heute ist es, für dich mal so die zentralen Punkte
- 0:49rauszuziehen, diese emotionale Tiefe zu beleuchten.
- 0:52Was treibt jemanden an, der, Na ja, gefühlt wieder ganz unten
- 0:56ist? Und woher nimmt man die Kraft
- 0:58für diesen Neuanfang? Es geht um diese brutale
- 1:01Realität, aber eben auch um die Hoffnungsschimmer dazwischen.
- 1:04OK, lass uns mal direkt reinstarten Gabriel Metz.
- 1:08Beschreibt ja seinen Zustand ziemlich ungeschminkt.
- 1:10Er ist zurück am Kottbusser Tor in Berlin, am Cotti.
- 1:13Ja, ein bekannter Ort leider in dem Zusammenhang.
- 1:17Er spricht von Lyrikerkonsum, Cannabis, Alkohol und diese
- 1:21Szene, wo er verzweifelt nach versteckten Tabletten sucht, die
- 1:25vielleicht noch irgendwo sind, das ist schon, Puh.
- 1:29Das malt ein klares Bild, wie tief er wieder drin steckt.
- 1:31Absolut. Und was mich da sofort
- 1:33fasziniert hat, ist diese, ja diese radikale Ehrlichkeit über
- 1:37den inneren Kampf. Du spürst einerseits diesen
- 1:40enormen Suchtdruck, diesen sog. Ja.
- 1:44Andererseits schimmert aber auch schon durch.
- 1:46Da ist jemand, der eigentlich aufhören will.
- 1:48Das ist so n ringen, er beschreibt ja auch die Szene am
- 1:51Cotti selbst, dieses, wie er sagt, fast normale Elend im
- 1:55Rausch. Die Polizei, die irgendwie
- 1:57machtlos wirkt. Und diese Begegnung mit dem
- 2:00alten Bekannten, die ist echt heftig.
- 2:01Der kommt wohl gerade aus dem Krankenhaus, sieht total fertig
- 2:04aus und kurz drauf holt ihn wieder der Krankenwagen.
- 2:07Das ist, das zeigt die ganze Härte, die ganze
- 2:09Hoffnungslosigkeit manchmal in dieser Szene.
- 2:12Und dann, mitten in diesem ganzen Chaos, das finde ich
- 2:15wirklich bemerkenswert, arbeitet er weiter an seiner Webseite, an
- 2:18nilix Berlin. Ja.
- 2:20Er nennt das selbst ambivalent, ne einerseits ne Art
- 2:24Verhaltenssucht, sagt er. Andererseits aber auch seine
- 2:27Herzensangelegenheit, seine Mission.
- 2:29Genau das ist der Punkt, wenn man das mal einordnet.
- 2:32Dieses Projekt, das scheint ihm wirklich sowas wie ein
- 2:35Lebenssinn zu geben, eine Aufgabe, eine Struktur, wenn
- 2:39alles andere wegbricht. Ein Anker sozusagen, ja ein
- 2:43Anker. Sein Motto ist ja auch, das
- 2:45schreibt ja aus allem schlechten, etwas Gutes machen,
- 2:48das ist fast so, als ob die Arbeit für andere.
- 2:51Also diese Website, die er anderen helfen soll,
- 2:53gleichzeitig sein eigener Rettungsanker ist.
- 2:56Das ist psychologisch ja auch total interessant, oder dieses
- 2:59helfen als Selbsthilfe. Absolut.
- 3:02Durch dieses Sinnstiftende Handeln holt er sich vielleicht
- 3:05ein Stück weit Kontrolle zurück, findet Identität jenseits der
- 3:08Sucht und er erwähnt ja auch, wie wichtig die Community ist,
- 3:11die Leser als Motivation das ist ein ganz wichtiger Faktor.
- 3:16Er geht im Artikel dann auch auf so typische Fragen.
- 3:18Ein FAQS nennt er das. Fragen, die sicher viele im Kopf
- 3:22haben, die vielleicht selbst betroffen sind.
- 3:24Oder Angehörige haben, ja. Sehr hilfreich zum Beispiel die
- 3:28Frage, Warum wirft man die Drogen nicht einfach weg, wenn
- 3:32man doch aufhören will. Das klingt ja von außen oft so
- 3:35logisch, so einfach eben, und seine Erklärung aus der
- 3:38Innenperspektive ist da Gold wert, er sagt dieses Suchtgehirn
- 3:44wie er es nennt, hat eine panische Angst vor dem Mangel,
- 3:47vor dem Entzug okay. Der Gedanke, etwas
- 3:50wegzuschmeißen, was Linderung verspricht, sei fast
- 3:53unerträglich. Dieser letzte Konsum, den er
- 3:56beschreibt, der wird dann zu so einem Ritual, um irgendwie
- 3:59mental damit abschließen zu können.
- 4:02Ein schwieriger, aber nachvollziehbarer Mechanismus,
- 4:05und dann die Frage, ist ein Rückfall, endgültiges Scheitern,
- 4:09das ist ja auch so ne Angst, die viele haben.
- 4:11Ganz wichtiger Punkt. Und seine Antwort ist ein klares
- 4:14Nein. Sucht ist eine chronische
- 4:16Krankheit, das muss man immer wieder betonen, Rückfälle sind
- 4:20leider oft Teil des Verlaufs. Keine moralische Schwäche,
- 4:24sondern Teil der Krankheit. Genau.
- 4:26Und er sagt, sie sind keine Niederlage, sondern oft
- 4:31schmerzhafte, aber eben auch notwendige Lernchancen.
- 4:34Man lernt was über seine Trigger, über seine
- 4:36Schwachstellen. Und dann geht es darum, wieder
- 4:39aufzustehen. Ergibt auch n Tipp wie man
- 4:41helfen kann, wenn sich jemand so zurückzieht, sich isoliert.
- 4:44Ja, das fand ich auch gut, er sagt oft reicht einfach nur
- 4:46Präsenz zeigen ohne Druck eine kleine Nachricht ich denk an
- 4:50dich, keine Vorwürfe, keine großen reden nein einfach
- 4:53signalisieren du bist nicht allein, das kann schon enorm
- 4:56viel bedeuten, sagt er. Trotz dieser wirklich düsteren,
- 5:00ehrlichen Bestandsaufnahme am Anfang cottie Konsum
- 5:03Verzweiflung, endet der Text ja nicht hoffnungslos, ganz im
- 5:06Gegenteil. Nein, überhaupt nicht.
- 5:09Da kommt dann dieses klare Bekenntnis, so nach diesem
- 5:12letzten Konsum beginnt der Neuanfang Tag 1.
- 5:16Er weiß, dass es brutal hart wird.
- 5:18Das sagt er auch. Aber dieser Wille, der ist
- 5:21spürbar da, ja, und er wird auch konkret, er benennt nächste
- 5:25Schritte, das ist ja auch wichtig, stimmt wieder clean
- 5:28werden, das ist das oberste Ziel.
- 5:31Zweitens weiter an der Webseite arbeiten, aber, und das zeigt
- 5:36seine Reflektiertheit er erkennt auch die Gefahr der Arbeitssucht
- 5:39darin und will das später auch angehen.
- 5:42Interessant. Also nicht eine Sucht durch die
- 5:44nächste ersetzen. Genau.
- 5:45Und drittens ganz wichtig, sich um einen Therapieplatz bemühen,
- 5:50professionelle Hilfe suchen und die Motivation dahinter, die
- 5:54fasst er in einem starken Satz zusammen, finde ich ja, clean
- 5:58bin ich die bessere Version von mir?
- 6:00Absolut. Das zeigt ja trotz allem diese
- 6:02klare Ausrichtung, diesen Glauben daran, dass Veränderung
- 6:06möglich ist. Dass da eine bessere Version
- 6:08seiner selbst wartet. Also was nehmen wir mit aus
- 6:10diesem Text? Für mich ist dieser Bericht von
- 6:12Gabriel Metzen n extrem eindrückliches Zeugnis, es zeigt
- 6:16die Abgründe, die. Brutale Realität.
- 6:18Von Sucht und Rückfall. Ohne Filter.
- 6:20Ja, aber gleichzeitig zeigt es eben auch diese, ja fast
- 6:24unzerstörbare Kraft der Hoffnung, die Bedeutung von so
- 6:27einer persönlichen Mission wie seine Webseite und wie wichtig
- 6:30Gemeinschaft ist. Dieses Gefühl, nicht allein zu
- 6:32kämpfen, das regt wirklich zum Nachdenken an.
- 6:35Du könntest dich mal fragen, welche Rolle spielen denn solche
- 6:38persönlichen Projekte, solche Missionen wie eben Gabriels
- 6:41Webseite Nielix Berlin ganz generell bei der Bewältigung von
- 6:44tiefen Krisen. Gute Frage, kann so ne Art
- 6:49positive Besessenheit, also etwas wofür man wirklich brennt,
- 6:53vielleicht helfen? Eine destruktive sucht n Stück
- 6:56weit in Schach zu halten? Ihr etwas entgegenzusetzen?
- 7:00Ist das n möglicher Weg? N spannender Gedanke.
- 7:03Und weil wir jetzt so viel über die Webseite und die Arbeit von
- 7:06Gabriel Meetz gesprochen haben. Wenn dich dieser Einblick jetzt
- 7:09berührt hat, wenn du das wertvoll findest, was er da
- 7:12macht, dann vielleicht noch dieser Hinweis.
- 7:15Gabriel Meetz stemmt das Projekt Nelix Berlin komplett allein, er
- 7:19finanziert das selbst. Er erstellt die Inhalte allein,
- 7:22das ist enorm viel Arbeit und kostet natürlich auch.
- 7:25Wow. Respekt.
- 7:26Deswegen freut er sich wirklich über jede Form der
- 7:29Unterstützung. Das muss gar nichts Großes sein.
- 7:31Vielleicht teilst du einfach den Artikel, den wir besprochen
- 7:34haben, auf Social Media. Oder auf Podcast Plattformen
- 7:37gibst. N Like hinterlässt n Kommentar
- 7:39jede Sichtbarkeit hilft genau damit hilfst du ihm mit seinem
- 7:44Projekt sich selbst zu helfen, aber eben auch anderen, ganz
- 7:48nach seinem Motto aus allem schlechten in seinem Leben etwas
- 7:52Gutes machen, eine starke Haltung.
- 7:54Absolut. Damit sind wir für heute am Ende
- 7:56dieser ja doch intensiven Auseinandersetzung.
- 7:59Danke dir fürs Zuhören, dass du dir die Zeit genommen hast.
- 8:02Ja, danke auch von mir und pass auf dich auf.
- 8:05Bis zum nächsten Mal mach es gut.