Latest / Börsenradio to go / Börsenradio Schlussbericht, Do., 24.07.2025: DAX schließt nur leicht im Plus - Tesla-Crash -8% , Deutsche Bank glänzt +8
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- 0:00BASEN RADIO NETWORK AG - Marktbericht
- 0:10Guten Abend.
- 0:14VW muss die Prognose erneut senken. Telekom und die Deutsche Bank führen den Dachs an.
- 0:21Die Telekom wegen guten Zahlen ihrer US-Tochter T-Mobile-OS-Armen, die Deutsche Bank mit fast
- 0:271,5 Milliarden Euro gewinnen. Die ECB wie erwartet, sie lässt die Zinsen bei 2%.
- 0:34Zu sorgen, die zuletzt gestiegene Hoffnung auf eine Einigung der EU im Zollstreit mit
- 0:40den USA für gute Laune bei den Anlegern. Guter Start des Dachses. Am Nachmittag bröckeln
- 0:46die Gewinne allerdings wieder ab. Aber sollten die Handelsgespräche mit den USA scheitern?
- 0:52Drohnde EU ab nächster Woche hohe neue Zölle. Nun hat sich Brüssel dafür gewattmet und
- 0:58auf Milliarden schwere Gegenzölle sich geeinigt. Bei Trump sollte man ja auf alles gefasst sein.
- 1:05Von den Dachs Gewinnen blieben eben 0,2% auf 24.296 Punkte. Bilanz flut in den USA.
- 1:15Google-Gewinne laufen weiter. Tesla-Zahlen sind eine Vollkatastrophe. Chef Musk waren vor
- 1:22harten Quartal. IBM-Reingewinn dank verbesserter Margeum plus 20% auf 2,2 Milliarden Dollar.
- 1:29Aus dem Börsenrade-Studio B meldet sich heute Peter Heinrich. Kollege Andreas Groß ist natürlich auch an Bord.
- 1:35Heute ist Donnerstag der 24. Juli 2025.
- 1:39Martin Weinroder, Fong-Matcher, Vermögensverwalter und bei all dem Risiko-Matcher.
- 1:44Hätte, wäre, wenn das Dilemma ist doch nicht zu lösen, oder? Weil sie die Konsequenzen geradezu zwingend von allein ergeben.
- 1:52Wie gehen sie damit um?
- 1:53Also halten wir fest, beides kann richtig sein. Es hängt davon ab, in welchem Muster die Kurse verlaufen.
- 1:58Und genau das kann man nicht wissen. Keine Chance. Man kann aber strategisch darauf reagieren.
- 2:04Wer in den großen Abwärtsstränen der Märkte an den Seitenlinien stehen will, der muss verkaufen und kaufen anschließen.
- 2:11Und der muss es diszipliniert machen. Der darf sich nicht von Emotionen anstecken lassen.
- 2:16Und er muss auf jeden Fall nach einem Verkauf in den Markt zurückkommen.
- 2:20Das alles ist höchst anspruchsvoll und es erfordert ein hohes Maß an Disziplinen.
- 2:25Denn das Disziplin ist der alles entscheidende Faktor.
- 2:29Überwohl und wie, sonst funktioniert das nicht.
- 2:31Jetzt andererseits auf die andere Seite. Wer sich andererseits sicher ist, dass er jeden Marktrückgang aushalten kann.
- 2:38Komme was wolle. Jede Geschichte aushalten kann. Jedes Ausmaß halten kann.
- 2:43Dachs minus 75 Prozent. Nesteck minus 85 Prozent.
- 2:47Ich habe beides erlebt. Ich habe drin gesteckt und es ist haasträubend.
- 2:50Wenn man dann nicht an den Seitenlinien steht und nicht zuschaut, aber sei es drum.
- 2:55Wer das aushält, wer das glaubt, auszuhalten.
- 2:58Wenn der bleibt, entweder im Markt oder noch ein bisschen cooler, verkauft.
- 3:02Wenn es heiß nach oben geht, kauft dann mit dieser Liquidität, die man natürlich haben muss.
- 3:07Weil man sonst ja nicht kaufen kann.
- 3:09Dann, wenn der Markt so richtig schwach ist und ich kenne jemand, der hat tatsächlich am 4. April gekauft.
- 3:14Konnte kaufen, weil das die Liquidität auch vorgehalten hat in dem Moment.
- 3:19Schauen wir nochmal auf die Börsenlage des Tages im Detail.
- 3:22Der Dachs startete mit richtig Schwung in den Handelstag und näherte sich am Vormittag sogar seinem Rekord hoch von 24.639 Punkten.
- 3:32Am Nachmittag war die Kauflaune weg.
- 3:35Luft war heraus. Die Anlegernahme gewinne mit.
- 3:38Die Unsicherheit über den wirklich 10 Zollstreit zwischen der EU und Trump drückte zusätzlich auf die Stimmung.
- 3:45Der Dachs Schloss letztendlich 0,2 Prozent, nur höher bei 24.296 Punkte.
- 3:52Der Ausdachs 50 stieg um 0,3 Prozent auf 5.361 Zähler.
- 3:58Und der Euro, er notierte am Abend bei 17,75 US Dollar.
- 4:04Und wir schauen noch nach Wien zum RTX, zum Total Return, 11.136 Punkte, ein Plus von 1,22 Prozent.
- 4:14Die Europäische Zentralpampe überraschte nicht.
- 4:17Nach sieben Senkungen in Serie belässt sie den Einlagensatz bei 2 Prozent.
- 4:22Die Märkte hatten sich mit dieser Pause arrangiert, da die wirtschaftlichen Folgen des transatlantischen Zollkonflikts und deren Einflüsse auf Inflation und Wachstum einfach schwer abzuschätzen sind.
- 4:36Die meisten Analysten erwarten die nächste Zinssenkung erst wieder im September.
- 4:41Mein Name ist Adid Rottler, ich bin Verwaltungsratsvorsitzender der Menschenmaschines auf der SE.
- 4:47Ich möchte einen Schritt weitergehen.
- 4:49MUM, Mensch und Maschine. Mensch und Maschine, das war früher ja mehr zum Anfassen.
- 4:55Jetzt kann man sie ja übersetzen mit Verbindenschnittmengen, Lösungen.
- 4:59Lass uns doch mal MUM in der Anwendung besser verstehen.
- 5:03Wir machen es ja immer wieder, dass wir einfach Leuchtturmprojekte mal diskutieren und ein paar Beispiele besprechen und hinterfragen.
- 5:09Was ist denn die bim taugliche Gebäudetechnikplanung mit der CE Software EXS von MUM?
- 5:17Ja gut, das ist unser Titelbild.
- 5:20Wir machen ja jedes Quartal und jedes Geschäftsbericht ein Titelbild aus der Praxis.
- 5:26Diesmal haben wir uns eben etwas ausgesucht, was nur wir so machen können,
- 5:32weil wir als einer der wenigen im Markt in dem Architekturbauwesen tätig sind.
- 5:41Neuerdings BIM, also Building Information, Modeling oder Management, also alle Gewerke in einem System planen und bauen.
- 5:49Und wir haben gleichzeitig im Portfolio ein eigenes Elektrotechniksystem, und zwar so richtig heilendig.
- 5:55Und damit sind wir natürlich, da gibt es inzwischen auch nicht Nichtstelle.
- 5:59Und da gibt es inzwischen auch die ersten Pilotkunden, die sich daran trauen.
- 6:04Und zwei dieser Kunden haben wir eben da auf dem Titel genannt.
- 6:08Und da geht es halt dann, beim Einfamilienhaus braucht man sowas nicht, das ist klar.
- 6:13Aber bei großen Gebäuden, in dem Fall war es eben ein großes Gebäude in der Schweiz.
- 6:18Und die Feuerwache in Erlangen, ein teilweise Umbau, teilweise Neubau, da sind natürlich im Bereich der technischen Gebäudeausstattung,
- 6:28wie das fachlich heißt, ist da sehr viel zu machen.
- 6:31Und da können wir eben automatisch Nichtstellen bieten.
- 6:35Das ist kein einfaches Thema, also das ist nicht am Leinen nicht so einfach.
- 6:41Aber das ist schon mal gut zu verstehen.
- 6:44Wenn wir so ein bisschen ran tasten, schauen wir auf Firmenmeldungen.
- 6:48Starten wir mit der Deutschen Bank.
- 6:50Die Aktie steigt nach Quartalszahlen um über 8%.
- 6:54Die Bank erzielte im zweiten Quartal fast 1,5 Milliarden Euro Gewinn, Nachsteuern und Minderheiten.
- 7:02Das war mehr als erwartet und damit Spitzenreiter im Dachs.
- 7:06Die Telekom der Kurs legte auch teilweise 4% zu, getragen von der US-Tochter T-Mobile.
- 7:12Diese gewann nämlich im ersten Quartal 800.000 Neukunden und hob ihre Jahresprognose an.
- 7:18Das sorgt auch in Deutschland für Rückenwind.
- 7:21VW rechnet wegen schwacher E-Auto-Nachfrage.
- 7:25Problemen in China und drohender Zölle mit weiteren Druck auf die Gewinnmarsche.
- 7:30Der Konzern will das untere Ende der Marchenprognose von 5,5 auf 5,6% halten.
- 7:36Analysten sehen aber nur 4,5%.
- 7:43Die Kundenverbindung, die wir haben, hat kein chinesischer Wettbewerber.
- 7:47Wir haben 600 direkte Vertriebsleute und das Lichtgeschäft ist auch ein persönliches Geschäft.
- 7:53Sie brauchen einen großen Vertrieb in Europa, damit sie hier wirklich Fuß fassen können.
- 7:58Mein Name ist Thomas Yerath. Ich bin der CFO der Zundtobelgruppe und möchte Ihnen heute über unser Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2024/25 bericht.
- 8:09Hier ist Andy Groß von Börsenradio ganz herzlich willkommen.
- 8:12Das Thema, ja, es gibt ja auch Wettbewerb, hat man schon angesprochen.
- 8:17Der Wettbewerb ist vielleicht stark in Richtung USA, zieht sich jetzt aus zollgründender möglicherweise zurück,
- 8:23sucht sich neue Absatzmärkte. Ist das etwas, was Druck auf Ihr Geschäft ausüben könnte?
- 8:31Oder sagen Sie ganz im Gegenteil, ich sehe Chancen in ganz anderen Regionen, weil sich das Thema verlagert.
- 8:38Auch das haben Sie sehr gut analysiert.
- 8:41Chinesische Wettbewerber werden sicher verstärkt auf den europäischen Markt vordringen,
- 8:46weil sie durch die Zollbarrieren in den USA gar kein Geschäft mehr haben.
- 8:50Ist es so trotz, die Kundenverbindung, die wir haben, hat kein chinesischer Wettbewerber.
- 8:55Wir haben 600 direkte Vertriebsleute und das Lichtgeschäft ist auch ein persönliches Geschäft.
- 9:02Sie brauchen einen großen Vertrieb in Europa, damit Sie hier wirklich Fuß fassen können,
- 9:07außer Sie verkaufen einen Großhändler, und zwar ausschließlich ein Großhändler.
- 9:113 Millionen Euro haben Sie ausgegeben für Aktienrückkauf.
- 9:15Wie ist jetzt da der Stand? Ist das Programm damit abgeschlossen oder läuft es weiter?
- 9:20Oder gibt es ein neues?
- 9:21Nein, wir haben das Programm abgeschlossen. Wir werden keine Aktienrückkäufe in extra Zeit mehr tätigen.
- 9:28Wir brauchen ohnehin auch die Zustimmung des Aufsichtsrates,
- 9:32und wir haben bezüglich keine Pläne in extra Zeit umgelimmung zu geben.
- 9:38Bis zur Hauptversammlung ist noch ein paar Tage hin, aber Sie haben schon einen Vorschlag gemacht für die Gewinnverwendung.
- 9:44Es gibt eine kleinere Dividende, 15 Cent schlagen Sie vor. Können Sie sich das leisten?
- 9:49Wir haben einen sehr guten Freakashlow für das wirtschaftliche Umfeld gehabt im letzten Jahr.
- 9:54Wir honorieren unsere Aktienäre anhand des vergangenen Resultates.
- 10:00Wir sind so versichtlich, dass für uns die Dividende leistet.
- 10:03In diesem Jahr feiern Sie 75 Jahre zum Tobel.
- 10:08Im nächsten Jahr 20 Jahre zum Tobel an der Börse sind das gute Zeichen.
- 10:13Wir sind verständlich. Wenn eine Firma 75 Jahre alt wird, hat man sehr viel richtig gemacht im Laufe der Geschichte der Firma.
- 10:22Uns freut es auch, an der Börse zu sein. Das sind beides erfreuliche Ereignisse für unsere Unternehmen.
- 10:28Thomas Ehrer, der Finanzverstand der Zum-Tobel-Gruppe, zu den Jahreszahlen. Dankeschön.
- 10:34Ich danke Ihnen.
- 10:35Basenradio-Network AG. Der Goldpreis präsentiert von der Rohstoffmesse München. Das Basenradio Nummer 1.
- 10:43In gut 10 Wochen startet die Rohstoffmesse in München. Gold fällt leichter auf 3.373 Dollar je Unze.
- 10:52Das ist ein leichtes Minus von 0,3%. Händler sehen Gewinnmitnahmen nach den jüngsten Jahren.
- 10:57Rekorden. Silber steht bei 39 Dollar verliert 0,5 Prozent belastet von schwacher Industrie-Stimmung.
- 11:05Platin rutscht auf 1.411 Dollar ab, minus 0,3 Prozent, da die Autoindustrie zögerlich bleibt.
- 11:13Brandöl steigt auf 69,60 Dollar im Beryl ein Plus von rund 1 Prozent wegen Produktionskürzungen.
- 11:22Und WTI liegt auf 66 Dollar zu plus 1,2 Prozent und unterstützt von soliden US-Lager-Daten.
- 11:31BasenradioNetwork AG. Treffen Sie Dirk Müller, Jochen Steiger und viele weitere Rohstoffprofis
- 11:38am 3. und 4. Oktober auf der Rohstoffmesse München. Jetzt gratis Eintrittskarte sichern
- 11:44unter www.rohstoffmesse-münchen.de. Wir machen Börse hörbar und verständlich.
- 11:51Und die Lösung des Problems? Jetzt den Risikomanager seines Vertrauens anzurufen. Was bedeutet das
- 11:57für Sie als Risikomanager? Zunächst mal, um 180 Grad gedreht argumentiert, dass es ein
- 12:04enormes Risiko ist zu verkaufen, weil der Markt auf einem Allzeithoch steht. Allzeithoch sind
- 12:10Marktphasen, in denen Gewinne gemacht werden. Die gesamte Performance der Märkte wurde
- 12:15in Zeiten von Allzeithochs erzielt. Das muss man sich einfach mal vorstellen. Es kann überhaupt
- 12:19nicht anders sein. Alles andere sind nur Recovery Phasen, also Zeiten, in denen der Markt Verluste
- 12:26aufholt. Und das Problem daran ist, wenn wir vorher alte Hochkurse gesehen haben. Verlustphase
- 12:32mag geht runter, in der Recovery kommt der Markt hoch. Dann können wir uns das genau vorstellen
- 12:37in dieser Recovery. Denn wir haben diese alten Höchskurse ja gesehen. Wir kennen die. Aber
- 12:43wenn wir auf dem Bereich von Allzeithochs sind, wenn es in Terror in Kognita geht, dann haben
- 12:48wir diese Kurse noch nicht gesehen. Und wir können uns das nicht vorstellen. Erst dann,
- 12:53wenn es bereits passiert ist, können wir uns das vorstellen. Das ist unser Problem mit
- 12:57Allzeithochs. Also das heißt für die Anleger, auch für die Anleger Psychologie, wenn man auf
- 13:03Dauer Gewinne erzählen will an den Märkten, dann muss man es ertragen, aushalten. Die Hochphasen,
- 13:10so ein Allzeithoch und eben nicht zu früh rausgehen. Ja, das kommt nicht dran vorbei. Weitere
- 13:15Firmenmeldungen. Alphabet überzeugt mit starken Werbegeschäfte bei Google und KI-Ausbau. Analysten
- 13:23loben das Quartal trotz hoher Vergleichswerte. Die Aktie steigt um 3,6 Prozent. Die Tesla
- 13:29aktie verliert über 8 Prozent. Nach sinkenden Auslieferungen und schwacher Konjunktur verbucht
- 13:34Tesla den zweiten Gewinnrückgang in Folge. Mask waren vor einem harten Quartal.
- 13:40M2 Aero Engines. Der Triebwerksbauer steige den Umsatz um 20 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro.
- 13:49Und das bereinigte Ebit um 42 Prozent auf 357 Millionen Dollar. Die Aktie markiert ein neues
- 13:57Rekord hoch. In Finnien, die Aktie fällt deutlich, im Sog von STM Microelectronics, deren Quartalsverlust
- 14:05die Branche belastet. STM Microaktien brachen in Paris um 16 Prozent ein. Aber sag nochmal genau,
- 14:12warum ist es für die Unternehmen so wichtig, im DAX zu sein? Gilt sicherlich auch für die
- 14:19Schwesterindices, aber gerade beim DAX, man liest ja von einem Sechser im Lotto für die Unternehmen von
- 14:25der Champions League. Ja, es gibt sozusagen zwei, drei wirklich gute Argumente. Das ist sozusagen
- 14:31Index-Theorie, komme ich gleich zu. Zunächstmals der wichtigste Punkt. Um als Unternehmen erfolgreich
- 14:37zu sein, muss man nicht, muss man nicht an der Börse gelistet sein und man muss auch nicht im
- 14:42Aktienindex sein. Es gibt Unternehmen, die sind top erfolgreich und nicht Börse notiert. Ich meine,
- 14:46viele deutsche Mittelständler sind Weltmarktführer, ohne dass sie die Finanzierung über den Kapitalmarkt
- 14:53oder über den Aktienmarkt fahren. Das geht auch ohne. Man hatte allerdings große Vorteile, wenn man
- 14:59sozusagen an der Börse notiert ist und man ist in den Auswahlindices, weil es ist so, wenn ich in
- 15:06den Index hineinkomme, habe ich natürlich eine breite Investoren schafft und der Kapitalmarkt
- 15:12erhonoriert mir das oft mit einer kleinen Bewertungsaufschlag, wenn Transparenz existiert, wenn
- 15:18die Informationen bekannt sind, wenn die Aktie gut handelbar ist und das entsteht unter anderem
- 15:23natürlich, wenn ich in so einem Auswahlindex bin, wenn ich sozusagen zu den Top 30 oder
- 15:29zu den Top 40 ist, das ja beim Dachstiteln gehöre und man darf ja nicht verkennen, dann findet
- 15:34viel Abitrage statt gegenüber Terminmärkten, gegenüber Futures, gegenüber ETFs, gegenüber
- 15:40Certifikaten mit der Konsequenz, dass dieser Aktie natürlich sozusagen einen Refinanzierungsvorteil
- 15:47hat. Das ist erstmal von der Theorie her, ob der dann in der Praxis dann auftaute ist,
- 15:51ist erstmal dahingestellt und ein weiterer Punkt ist natürlich auch, wenn ich natürlich
- 15:55dort bin, bin ich visuell mehr bekannt im Ausland. Ich bin auf den Analysenlisten und
- 16:01auf den Investitionslisten von großen internationalen Investoren, weil wenn ich zum Beispiel in
- 16:07Nordamerika sitze oder in Japan und dann frage, wenn ich in Deutschland investieren will,
- 16:11welche Aktien sind denn da erlaubt für die Portfoliomanager und welche Erfüllenden die
- 16:16hohen Anforderungen, die ich habe an Transparenz, an Gavanence, wie das heute alles praktisch
- 16:22mit berücksichtig wird und genau diese Dinge liegen sozusagen im Regelfall vor, wenn man
- 16:28in so einem Auswahl liegt. Bei mittelgroßen und bei kleineren Indizes ist es sozusagen
- 16:33das Sprungbrett, um bekannt dazu werden, um mehr Investoren anzusprechen, sowohl Inditionelle
- 16:38als aber auch Privatinvestoren, die auf Aktien auffällig werden. Mit der Konsequenz, dass
- 16:43es einen Kursvorteil und eventuell einen Refinanzierungskostenvorteil für die Unternehmen gibt.
- 16:49Und es gibt aber dann auch in beide Richtungen. Also wenn jetzt jemand aufgestiegen ist in
- 16:54den Dachs und das wahnsinnig feiert und sich freut und auf einmal in sämtlichen ETFs und
- 16:59Fonds auftaucht und rund um den ganzen Global und wenn man es sagt, ah und über die Kriterien
- 17:05werden wir gleich nochmal sprechen, jetzt bist du aber nicht mehr qualifiziert in der
- 17:09ersten Börsenliga, mitzuspielen in der Champions League. Du steigst jetzt ab. Was passiert
- 17:14dann bei den Unternehmen? Hinget dann Trauerfloh aus oder Flangen auf Halbmast?
- 17:18Das sozusagen die Indextheorie, die spricht genau diesen Effekt, den du da ansprichst.
- 17:22Das ist die so genannte Preisdruckrutese. Das ist jetzt ein bisschen vom Namen her ein
- 17:27bisschen wie negativ. Aber was versteht man dort runter? Wenn ich jetzt als Unternehmen
- 17:31sozusagen Richtung Dachs und gerade im Vorfeld habe ich eine gute Kursentwicklung, dann gibt
- 17:37es wie so ein Ansaugeffekt des Index. Weil der Index ist ja mit vielen Assets on the Management,
- 17:42also mit viel Geld, was in den Index oder Index nahe investiert wird, belegt. Und wenn
- 17:47ich dann in diesen Index aufsteige, dann müssen diese Investoren sozusagen diese Aktie kaufen
- 17:53oder zukaufen und die Unternehmen, die rausfallen, die werden sozusagen dann verkauft. Und das
- 17:59Verhältnis der Assets on the Management, also wie viele Gelder sind denn an den Dachs
- 18:03gebunden und wie viele Gelder sind an den Dachs gebunden, das ist natürlich riesig mehr
- 18:07für den Dachs. Also da kommt dieser Ansaugeffekt für die Indices her. Wenn ich einsteige, aber
- 18:13wenn ich natürlich rausfalle, dann ist es natürlich negativ, dann ist meine Aufmerksamkeit
- 18:18auch geringer. Zum Beispiel, wenn ich im Dachs bin, werde ich auch auf große Investorenkonferenzen
- 18:22eingeladen und mit institutionellen Investorenkontakt, bin ich aber nur in der zweiten Reihe, werde
- 18:28ich natürlich nur auf die mittelgroßen Konferenzen eingeladen und da ist natürlich dann weniger
- 18:33Interesse, also so gesehen in beide Richtungen. Man kann sich das so ein bisschen wie beim
- 18:37Fußball vorstellen, wenn ich von der zweiten Liga, wie ich da schon oben spiele und dann
- 18:41ist Euphorie und dann ist Aufstieg und dann wird auch mächtig gefeiert im Fußball. Wenn
- 18:45ich dann aber neu natürlich im Mittagstrin bin, dann kommt vielleicht auch so ein bisschen
- 18:49der Liga-Alltag, weil ich bin ja dann bei den 40 Titeln vielleicht im Bereich um Position
- 18:5430 oder Position 35 und so ein anderes Schwierig ist es, wenn ich natürlich in der Abstiegszone
- 19:00bin, dann werde ich natürlich immer kritisch beäugt und dann ist jeder auch ein Tick
- 19:04vorsichtig, ob ich da neu investiere, weil es könnte ja sein, dass diese Aktie auch
- 19:07runtergestuft wird. Naja und umgekehrt, man sieht das ja beim Fußball, wenn man abgestiegen
- 19:12ist, wie schwierig das für die Mannschaft ist und genauso ist es für die Unternehmen
- 19:16auch ein Wiederaufstieg, da wird zwar schnell von geredet, aber manchmal dauert das viele,
- 19:20viele Jahre oder manche von den Fußballklubs brauchen ja Jahrzehnte und kommen nicht wieder
- 19:25richtig auf die Beine. Also, der vergleichbare Entwicklung findet sich auch bei den Aktienindiziers,
- 19:31gab es ja nur ganz wenige Unternehmen, die den DAX verlassen mussten und später wieder
- 19:34zurückgekehrt sind, also das ist ein Zeichen dafür, dass da auch wirklich makroökonomische
- 19:39Entwicklungen hinterstehen, Unternehmen, die vielleicht mal ganz erfolgreich waren und
- 19:44aus irgendwelchen, das sind die ein bisschen aus der Zeit gefallen und dann auch aus dem
- 19:48DAX gefallen und auch nie wieder zurückgekehrt. Die Deutsche Bank, Tochter und Vorgesellschaft
- 19:52DWS, meldet 8,5 Milliarden Euro Netto-Zuflüsse im Quartal. Der Gewinnstieg um 32 Prozent
- 20:00auf 2,14 Millionen Euro. Die Erträge wuchsen auf 746 Millionen. BNB Pariban, die französische
- 20:08Großbank, erzielte 3,3 Milliarden Euro Gewinn, leicht unter dem Vorjahr wegen höherer Steuern.
- 20:15Die Erträge legten auf 12,6 Milliarden Euro zu, die Aktie stieg leicht um 0,6 Prozent.
- 20:21IBM, Umsatz wächst um 8 Prozent auf fast 17 Milliarden Dollar. Der Rheingewindstieg um
- 20:2720 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar. Dennoch fällt die Aktie 10 Prozent wegen schwacher
- 20:33Software-Sparte. Nestle, der Halbjahresgewinn sank um 10 Prozent auf 5 Milliarden Franken.
- 20:41Belastet durch Rohstoffpreis und höhere Werbung. Das organische Wachstum stieg um fast 3 Prozent.
- 20:47Der Ausblick bleibt bestätigt. Herr Trottleff, ich danke Ihnen, ich bin damit zufrieden.
- 20:53Gut, sehr schön. Ich wollte sie eigentlich glücklich machen, aber das ist mir jetzt doch nicht gelungen.
- 20:58Danke fürs Zuhören. Es verabschiedet sich Peter Heinrich. Ich bin der Gründer des Börsenradios.
- 21:06Alle Interviews natürlich gibt es auf börsenradio.de und übrigens alle. Seit der Gründung seit
- 21:161999. Sie können alle 45.000 Interviews weiterhin im Archiv nachhören. Und wenn Ihnen dieser
- 21:24Podcast gefallen hat, bitte bewerten Sie uns mit fünf Sternen in Ihrem Podcast Portal.
- 21:29Zum Abschluss noch eine Börsenweisheit von Benjamin Graham. Die Börse reagiert oft über,
- 21:36aber selten ohne Grund.
- 21:46Das Börsenradio Nr. 1. Börsenradio Network AG.