Latest / Gunther Fehlinger Podcast / Wachtang Nagler: Als Tiroler Medic zurück an die Ukraine-Front
Transcript
- 0:00Willkommen auf der Günther Vellinger Jahn Podcast.
- 0:03Wir haben hier Pax Europeaner Frieden in der Welt eigentlich
- 0:08jetzt wirklich einen ganz speziellen Tag durch den Beginn
- 0:11der Befreiung Venezuelas und hoffentlich auch die
- 0:14Unterstützung durch Amerika für die Studenten und die
- 0:18Protestanten im Iran. Aber heute haben wir auf unseren
- 0:23Podcast dies übrigens sehr gut entwickelt.
- 0:25Wir haben jetzt über 15000 Follower auf youtube und 125
- 0:30werden wir heute Knacken mit unserem neuen Gast.
- 0:33Ein mutiger junger Mann aus Österreich, der am Weg in die
- 0:36Ukraine ist. Deswegen haben wir heute hier am
- 0:38Samstag diesen Termin dazwischen geschoben.
- 0:42Wachtang Nagler aus Tirol. Der jetzt schon seit vielen
- 0:47Monaten und war nicht Jahren in der Ukraine lebt und jetzt auf
- 0:51Familienbesuch war. Auf Österreich Besuch über die
- 0:53Weihnachtsfeiertage und jetzt zurück geht an die Front nicht
- 0:57als Kämpfer sondern als Medic Helper aber trotzdem viele
- 1:02Abenteuer dort erlebt, die er uns heute berichten wird.
- 1:06Wir kennen uns ja jetzt mittlerweile auch schon
- 1:07zweieinhalb Jahre, ich glaube wir haben uns zum ersten Mal
- 1:10getroffen und ich freue mich, dass du Zeit hast heute hier bei
- 1:13der Günther Fehlinger Podcast ich schlage.
- 1:15Immer so vor. Stell dir zuerst einmal
- 1:17persönlich vor und dann entwickeln wir das Gespräch ein
- 1:20bisschen über deine Aktivitäten und dann besprechen wir die
- 1:22generelle Lage in der Ukraine und deinen Eindruck herzlichen
- 1:25Dank. Wachtang zuerst einmal erklären
- 1:27uns der Name Wachtang ist sehr ungewöhnlich, vielleicht kannst
- 1:30du uns einmal den Namen erklären zu Beginn.
- 1:32Der Name Wachtang ist aus Georgien, hat eine lange
- 1:36Tradition dort. Wenn man in Belici zu Gast war,
- 1:39dann kennt man wahrscheinlich, dass.
- 1:42König Wachtang Monument, das ist ja der Gründer von Belici, der
- 1:46sich dann herleiten lässt aus den warmen Quellen, die der
- 1:50entsprechende König seiner Zeit, wo damals die Hauptstadt
- 1:54Georgiens noch im Treter war, entdeckt hat.
- 1:55Bei einer seiner Jagdausflüge. Ich nehme an, dass du jetzt
- 1:59irgendeinen Bezug mit Georgien hast oder deine Familie.
- 2:02Meine Mutter ist aus Georgien, ich bin Österreicher, ich bin
- 2:07Georgier, sehe mich eigentlich als beides.
- 2:10Staatsbürger bin ich ausschließlich österreichischer,
- 2:13aber ich liebe beide meine Heimatländer.
- 2:16Tatsächlich gibt es mit Georgien aktuell ein bisschen Probleme,
- 2:19aber ich kann sehr gerne im Laufe des Podcasts ein bisschen
- 2:23detaillierter. Sprechen darauf.
- 2:24Eingehen. Ist sehr wichtig.
- 2:26Wir denken an unsere Freunde in Georgien.
- 2:28Absolut kennengelernt hast du mich, glaube ich, über Freunde
- 2:31aus Serbien. Freunde aus Serbien, die damals
- 2:34nicht sehr begeistert waren von deinen Aussagen über Belgrad.
- 2:38Ich hab mir gedacht, OK, ich muss da ein bisschen genauer
- 2:40rein recherchieren, weil auf der anderen Seite sind wir ja, sagen
- 2:44wir mal in guten Aligement mit unserer Sicht auf Österreichs
- 2:48Nato beitritt. Hoffentlich kommt da irgendwann
- 2:51einmal die kommenden Jahre. Danke für das.
- 2:53Und das ist ein wichtiger Punkt. 2026 werde ich ja mein Buch
- 2:57vorlegen zum Thema des Nato Beitritts Österreichs also
- 3:00dementsprechend hoffe ich, dass es da Fortschritte gibt.
- 3:02Und wir sind schon sehr gespannt drauf.
- 3:04Danke, danke wachtan ja ne, sprechen wir mal langsamer mal
- 3:07über Serbien. Wie kommst du zu den Freunden
- 3:09aus Serbien, wie ist das gelaufen?
- 3:11Über die Religion hast du bist du.
- 3:13Orthodox, oder wie? Tatsächlich, und das ist ein
- 3:16sehr interessanter Punkt, den du hier ansprichst.
- 3:17Ich bin ja georgisch, orthodox, ich wurde 1998, wenn ich mich
- 3:22nicht irre, in die Bilisse getauft, ich bin ja in Innsbruck
- 3:26geboren und aufgewachsen, Innsbruck, ein kleiner Staat
- 3:28mit, sag jetzt mal im Vergleich zu Wien kleineren ausländischen
- 3:32Communities diasporen die. Die orthodoxe Kirche, die es
- 3:36dort gibt, das ist die Serbische, die haben auf jeden
- 3:39Fall regelmäßig messen. Es gab auch ein paar Besuche, da
- 3:44reden wir von vielleicht ein 2. Jährlichen Besuchen an
- 3:46Feiertagen, an denen auch georgische zum Beispiel
- 3:49Pfarrerpriese gekommen sind und eben Räumlichkeit zur Verfügung
- 3:51gestellt bekommen haben, eben zur Austragung der Messe, aber
- 3:55die Serbisch orthodoxe Kirche ist, naja, ist immer dort, und
- 4:00ich bin auch eine Weile lang dort immer beten gegangen, war
- 4:03ja eine nette Community. Und habe dazu eigentlich auch
- 4:08Freunde und Bekannte, die man in Österreich eben mal hat, weil
- 4:11Österreich ist doch ein diverses Land und man hat eben Freunde
- 4:14aus zum Beispiel aus der Türkei, aus Serbien etc.
- 4:17Beziehungsweise auch hier geboren und aufgewachsen, aber
- 4:20man ist halt ethnisch doch ein bisschen anders und ja, so hat
- 4:23sich das ergeben und ich war eine Weile lang Besucher der
- 4:25Serbisch Orthodoxen Kirche in Innsbruck.
- 4:27Und da war ich dann Thema. Bei.
- 4:30Bei einem ja, bei einem der Bekannten, ja.
- 4:33Sehr gut, sehr gut. Nein, ich möchte ein Statement
- 4:35machen, dass ich keinerlei kulturelle oder religiöse
- 4:38Vorurteile gegenüber Serben habe.
- 4:40Ich habe natürlich auch sehr viele Freunde in Serbien und
- 4:42habe mich speziell in der Phase von Soran Cincic massiv
- 4:46eingesetzt für europäisches Serbien und das ist nach wie vor
- 4:50meine Hoffnung, aber es ist halt so, wenn wirklich brutale
- 4:54Regime. Inuzitäre Kriege führen, wie
- 4:58Serbien es damals gemacht hat, in den Neunzigern gegen die
- 5:01Bosnier und gegen die Albaner im Kosovo.
- 5:04Da muss man natürlich eingreifen, und das ist heute so
- 5:07richtig in Venezuela und im Iran und in der Ukraine, wie es
- 5:11genauso damals richtig war in Serbien, das ist der Hintergrund
- 5:15meiner Bemühungen, das ist das, was ich vellinger Dock drin
- 5:18nenne, und deswegen rufe ich ja immer so stark auf, dass wir uns
- 5:22engagieren als. Europa und als Amerika auf der
- 5:26Seite der Ukrainer. Und das ist ja das, was du
- 5:28machst in der Vorbildung, ja, du bist ja da ein Vorbild.
- 5:31Persönliches Vorbild vielleicht nicht, aber es wäre natürlich
- 5:36gut, wenn wir wieder zurückkommen auf das, sagen wir
- 5:38so, auf die Law and Order, auf Staats, oder dass es wieder eine
- 5:43Staatspraxis wird. Ja, wir haben, wir haben
- 5:46natürlich mit Russland haben wir es mit einer Atommacht zu tun,
- 5:49aber wir haben es verlernt, autokratische.
- 5:53Ich sag jetzt mal Brandstifter wieder zurück in den Käfig zu
- 5:57setzen. Das ist das, was man damals in
- 6:00Serbien probiert hat. Es ist ja gelungen, mit Russland
- 6:03hat man einen deutlich schwierigeren Gegner oder
- 6:06ideologischen Feind, wenn man so möchte, man muss so offen drüber
- 6:09sein und man hat es verpasst. Man hat sich einfach von den
- 6:13Nuklearwaffen zu sehr einschüchtern lassen und
- 6:16deswegen sind wir hier, wo wir momentan sind.
- 6:18Und deswegen fast 4 Jahre jetzt schon der Krieg länger als der
- 6:22Erste Weltkrieg hat. Hammer bald jetzt im Februar
- 6:24dieses tragische Jubiläum. Absolut.
- 6:26Und wir werden ihn höchstwahrscheinlich auch länger
- 6:29mitverfolgen werden. Davon ist auszugehen.
- 6:32Also sollte das russische Regime nicht kollabieren, wird es
- 6:35wahrscheinlich nur ein sehr langer Krieg werden.
- 6:37Ja, und darauf gibt es momentan wenige Anzeichen.
- 6:40Der Friedensprozess ist ja aufgrund der neuesten
- 6:43Anschuldigungen der Russen, dass die Ukrainer versucht haben.
- 6:47Ein Attentat auf Putin zu verüben, sei es jetzt durch
- 6:49einen Drohnenangriff oder was sie sich auch noch alles
- 6:52einfallen lassen, werden in Zukunft.
- 6:53Sie versuchen natürlich, die Friedensverhandlungen so lange
- 6:56wie möglich rauszuziehen, weil militärisch ist Russland
- 6:58tatsächlich nicht in der Position, dass sie verhandeln
- 7:02müssen, ganz einfach, man macht es einfach nur, weil man, weil
- 7:06man die USA und vor allem ja vor allem die USA, aber man kann
- 7:09natürlich auch Europa gut dadurch desorientieren man hat
- 7:14keine klare Linie, die USA kommen mit denen und den
- 7:16Punkten, die. In einer Woche kommen mit
- 7:19womöglich anderen Punkten OK, dann sind die Punkte wieder
- 7:22refind, wie man sagt und das ist nicht zielführend.
- 7:26Wir brauchen eine klare Strategie und das die muss sein,
- 7:29Russland diesen autokratischen Staat zur Niederlage zu zwingen.
- 7:35Genau den Krieg zu gewinnen. Für die Ukraine, das ist absolut
- 7:38richtig, erzähl uns nur deine persönliche Geschichte.
- 7:41Wie kommt jetzt dieser junge Tiroler, Du bist ja da in Tirol
- 7:44in die Schule gegangen und da beim Bundesheer gewesen und hast
- 7:48wie alt bist du konkret jetzt? Ich bin jetzt 28. 28 Jahre also
- 7:52du hast jetzt erzähl uns mal matura gemacht in Tirol.
- 7:56Oder ich hab in Matura den Matura in Tirol gemacht, ja.
- 8:01Aber dann zum Bundesheer. Was, was natürlich auch
- 8:04interessant ist, ist ein kleiner Abschnitt aus meinem, aus meinem
- 8:07Leben zur Gymnasiumzeit. Ich bin ja zwischen 14 und 15
- 8:12Jahren, ich war tatsächlich ein Jahr in Georgen auf der Schule,
- 8:15das war eine Entscheidung, von der ich von der war ich selber
- 8:18sehr überrascht, meine Mutter sagte damals okay wir fahren
- 8:22jetzt nach Georgen in die Schule, schau dir.
- 8:24Die hat einfach zu dir gesagt, jetzt geh mal nach Georgien,
- 8:27warum damit du dort die Sprache lernst.
- 8:28Oder ja, ich war, ich war darauf schon eingestellt, das war, wenn
- 8:32ich mich nicht irre, 2011 zu den Osterferien, wir sind nach
- 8:35Georgien gefahren und meine Mutter hat gesagt, ja, schaut,
- 8:38das ist die und die Schule, lern mal die Lehrer dort kennen die
- 8:42Mitschüler ja, das hat mich sehr beeindruckt eigentlich, aber ich
- 8:47war noch immer nicht ganz drauf gefasst.
- 8:49Das ist ja doch so anders. Es gibt ja natürlich zum
- 8:52Beispiel Education First, oder es gibt eine Handvoll
- 8:56Austauschprogramme für. Nach Amerika geschickt
- 8:59natürlich. Oder England.
- 9:00Sagen wir es mal inlight in. Anführungsstrichen zivilisierte,
- 9:05zivilisierte Länder, bis auf diese leider russische Regierung
- 9:10ein sehr schönes und. Und es war ja seinerzeit, es war
- 9:13ja seinerzeit die Periode, die Amtszeit von Sargaswili, das hat
- 9:16man schon gemerkt, wenn ich elastischer Mann.
- 9:19Also absolut gehört befreit ja Free Mischer.
- 9:22Ja, Free Mischer bin ich absolut bin ich absolut dabei und das
- 9:26war 2011 12 das war im Prinzip dann schon das Ende der der
- 9:30Regentschaft von Sagaswili, aber man hat es wie gesagt, ich
- 9:35reflektiere oft darüber und wenn man so nachdenkt, Bildung hat
- 9:39damals ein. Auf die Bildung ist so ein
- 9:42großer Wert gelegt worden, das kann man heute zum Beispiel
- 9:44nicht beobachten. Das sind vor allem die Sachen,
- 9:45die ich jetzt bemerkt habe, eben als im Schulalter dort zu der
- 9:48Zeit, abgesehen davon, dass wenn man jetzt die wirtschaftlichen
- 9:51Kennzahlen analysiert, also Georgien war, ungeachtet dessen,
- 9:54dass man eigentlich eine schwere Niederlage 2008 erlitten hat,
- 9:57hat man wirtschaftlich den Aufschwung einfach weiterziehen
- 9:59können, ich mein Georgiens wirtschaftlicher Erfolg gerade
- 10:02in den ersten Jahren von Saakaswili war.
- 10:05Dass er den korrupten Apparat sehr radikal, aber dennoch
- 10:08ausgetauscht hat. Und er hat natürlich durch gutes
- 10:11Enforcement es geschafft, dass die Schattenwirtschaft georgens,
- 10:15die ja im Prinzip gang und gäbe war, in den frühen 2000 Ende der
- 10:1990er, man hat es dazu, man hat es geschafft, dass das zu Tax
- 10:23money wurde, entsprechend hat der Staat mehr Einnahmen
- 10:25gemacht, er konnte sich mehr entwickeln, man hat natürlich
- 10:27wieder Kredibilität bekommen, das heißt?
- 10:29Investoren hat man anziehen können, das war eines super, das
- 10:32war die goldene Zeit Georgiens im 21 Jahrhundert, und es ist
- 10:35natürlich traurig zuzusehen, wie das mit Händen und Füßen
- 10:39geschlagen und getreten wird, leider.
- 10:40Georgien war ja in den Antikorruptionsindex der Welt,
- 10:44Transparency International besser als Italien und
- 10:47Bulgarien. Rumänien hat da glaube ich 53
- 10:51auf der Welt schon erreicht. Also ein gewaltiger Erfolg durch
- 10:55diese ganzen flatex Reformen. Durch die Stabilität der
- 10:59Währung, durch die Digitalisierung der ganzen
- 11:01Verwaltung. Das waren richtig tolle Zeiten.
- 11:03Ja, absolut. Und wir sind leider am
- 11:05absteigenden Ast und wir sind womöglich ja schon, weil du eben
- 11:09schon ein paar Nationen zum Vergleich gegeben hast.
- 11:11Wir sind, wir sind auf der Schiene von Belarus vielleicht
- 11:14nicht ganz, aber ich meine, wir sind ein individueller Fall,
- 11:17aber es geht, sag ich jetzt mal so politisch, amtlich geht es in
- 11:20die Richtung, und das ist sehr traurig zu beobachten, die
- 11:23jorgische Regierung genießt jetzt natürlich viel durch.
- 11:26Russland eingeflossenes Geld also, das ist jetzt nicht per se
- 11:31Geld, das die russische Regierung den Georgen überweist,
- 11:35damit die quasi ihre Policies implementieren.
- 11:38Im Gegenteil, Georgen oder natürlich findet der Einfluss
- 11:41Russlands in Georgen auch statt, aber n bisschen aufeinander
- 11:44ebene, aber dadurch, dass es natürlich viele
- 11:47Wirtschaftsflüchtlinge gibt aus Russland seit 2022, hat Georgen
- 11:50dafür davon immens profitiert. Georgen ist trotz.
- 11:56Ich sag jetzt mal so, die EU ignoriert die Tatsache, dass
- 11:59Georgien noch in meinem Freihandelsabkommen ist, dass
- 12:01Jürgen Visa freies Regime hat mit mit den EU Staaten werden
- 12:05über Georgien natürlich auch Sanktionen gegenüber Russland
- 12:09werden umgangen und das ist sehr sehr schlecht.
- 12:10Also da müssten die Alarmglocken läuten und man muss einen
- 12:13strikteren Kurs gegen Georgiens aktuelle Regierung fahren.
- 12:15Was ich noch sagen möchte ist, man hat 7 Jahre lang, ich rechne
- 12:21jetzt die Zeit von 2012, also von der Zeit wo wo.
- 12:23Wo man Sagaswil abgewählt hat bis 2019 keinen signifikanten
- 12:26wirtschaftlichen Erfolg erzielt. Das Bruttoinlandsprodukt hat es
- 12:30laut unterschiedlichen Schätzungen aber lag immer in
- 12:34der Spanne von 16,5 bis 17,5 Milliarden Euro innerhalb von 7
- 12:36Jahren. Also wie gesagt, die Corona Zeit
- 12:39rechne ich jetzt nicht dazu, aber also diese Regierung hat
- 12:41Georgien eigentlich nur wehgetan und man hat es trotz allem
- 12:45geschafft die Bevölkerung so Hirn zu waschen, dass es keiner.
- 12:53Wirklich merkt bzw dass man trotz allem blind die Regierung
- 12:57unterstützt trotz der sag ich jetzt mal doch sehr
- 13:00nennenswerten proeuropäischen Bewegung, die ist aber nicht
- 13:03konsolidiert genug um einen wirklichen politischen Wechsel
- 13:06zu erzwingen, angesichts dessen auch, dass das Machtmonopol in
- 13:09der Hand eines Milliardärs liegt, dessen Network in etwa
- 13:14ein Drittel des georgischen jährlichen georgischen
- 13:16Staatshaushalts ausmacht, also. Ich war joggen in Tivlicy 2018
- 13:25und bin über diesen Berg hinter Tivlicy gejoggt und da war ich
- 13:30plötzlich in seiner Villa. Da kann man durchgehen, quasi
- 13:33dieses Gebet, da war lauter Bodyguards, ich lauf da durch,
- 13:36eh langsam. Die haben mir gedacht, was ist
- 13:38das, ist das so eine Attacke, ich bin da durchgelaufen und hab
- 13:42da seine riesige Villa, die er da über den Berg von Tivlicy
- 13:45hat, wo er quasi die Politik und die Wirtschaft des Landes
- 13:48kontrolliert. Und leider seit 2012 de facto
- 13:52regiert, immer im Schatten und jetzt 15 verlorene Jahre für
- 13:57Georgien ist extrem bedauerlich. Es werden es werden leider
- 14:00Gottes Meer, aber diese Villa übrigens ist pathetisch.
- 14:02Ja, ist wirklich ein erstaunlicher Punkt.
- 14:05Aber ich habe durchlaufen können.
- 14:06Es gibt Einestraße darunter oder es war eine Zufahrtsstraße.
- 14:10Die haben ihn nicht gestoppt. Also insofern.
- 14:12Also da muss ich dir sogar zugeben, ich wusste gar nicht,
- 14:14dass es da eine Durchfahrt Durchfahrt dazu ist.
- 14:16Da hab ich mir gedacht. Ich laufe mal über die Berge und
- 14:18schau mir die ganze Stadt von oben an.
- 14:20Eine sehr schöne Aussicht hat er zumindestens der Herr Iwanisch
- 14:23Willi. Man gönnt sich ja sonst nicht.
- 14:25Ja, er hat ja das Geld in Russland gemacht und dann nach
- 14:29Georgien quasi gebracht und ist von Putin dort eigentlich de
- 14:32facto hingeschickt worden um seinen Erzfeind.
- 14:37Mischa zu besiegen, das ist leider gelungen.
- 14:42Ja, jetzt stehen die Studenten eigentlich den ganzen Winter
- 14:46über waren die Studenten in Georgien auf der Straße, Ich bin
- 14:49sicher, dass du mit ihnen gefühlt hast und natürlich und
- 14:52hast du sie unterstützt, oder? Ich war dort, ich war sogar
- 14:55dort. Ich war letztes, also ich muss
- 14:59schon sagen 2004 und. 24 im Mai hab ich mit den Protesten
- 15:02angeschlossen, weil ich in den sozialen Medien verfolgt hab,
- 15:06wie man Schlägertrupps einsetzt, um unter anderem auch Frauen und
- 15:09Protestierende zu schlagen. Bei diesen Protesten Unruhe und
- 15:13Provokationen zu stiften. Und das.
- 15:15Und ich ein verbindendes Element zwischen der Ukraine und
- 15:18Georgien. Dass die russischen Seite dort
- 15:21immer diese Teduschki, oder? Teduschki nennt man es ja diese.
- 15:24Schlägertrupps, die dann die Leute verprügeln.
- 15:27Und ich konnte. Ich konnte zumindest nicht,
- 15:29nicht im Internet einfach zusehen, wie das passiert, und
- 15:32ich wollte, also ich habe mich den Protesten zwar
- 15:34angeschlossen, ja, es war kurz, aber ich habe ein.
- 15:38Ich habe einen Kommentar im im Oppositionären Fernsehen
- 15:42abgegeben. Der ist dann tatsächlich auf den
- 15:43sozialen Medien viral gegangen und als ich dann wiederholt zu
- 15:47den Protesten wollte, wurde mir die Einreise nach Georgien
- 15:50verboten. Du hast die Einreise verboten
- 15:52nach Georgien. Ja, es ist zwar nicht offiziell
- 15:55ausgesprochen, aber im im Deportationsdokument steht ADAC
- 16:00Asn Visage bei Georgien Legislation, was im Prinzip so
- 16:03viel heißt, du gefällst uns nicht und raus da.
- 16:06Ja, ja, ja, ja. Das musste ich mir ansehen,
- 16:09wovor mir dutzende russische Staatsbürger nach Georgien
- 16:12eingereist sind. Also so viel zum aktuellen Kurs.
- 16:15Ich weiß nicht, wie ich mich emotional kontrollieren konnte,
- 16:18ich war wahrscheinlich sehr schockiert zu dem Zeitpunkt, ich
- 16:20bin einfach mit demselben Flieger, mit dem ich aus Riga
- 16:23nach Belissi geflogen bin. Seiner Zeit wurde ich wieder
- 16:26heimgeschickt, das ist für mich, für mich abgewiesen, ja, ich
- 16:31wurde abgewiesen und. Als EU Bürger, als.
- 16:34Und. Ich bin bei weitem nicht der
- 16:36einzige. Es hat einen Kollegen.
- 16:38Beate und Ratsministerin wird die in Zukunft unterstützen.
- 16:42Ich hoffe natürlich auf die Unterstützung.
- 16:44Wirklich viel, was man da machen kann ist jetzt naja, es gibt
- 16:48nicht viel was man da machen kann.
- 16:49Wir müssen als als Europäische Union einfach konsolidiert und
- 16:53einheitlich eine strikte Linie ziehen und das ist das, was ich
- 16:56mir eigentlich erwarte. Meine Stimme hat leider noch
- 17:00nicht das notwendige Gehör gefunden, aber ich sage
- 17:02Georgien, Georgiens visafreies Regime in den Schengen Raum
- 17:06gehört gestrichen und Georgien gehört aus der aus dem EFTA.
- 17:10Abkommen ausgeschlossen, Georgien importiert den
- 17:13zehnfachen Warenwert aus der EFTA, denn es in die EFTA
- 17:17importiert, also exportiert. Genau, die Cfda.
- 17:22Gemeinsam mit der EU, wie die Ukraine, das hat man damals
- 17:25alles gemacht nach der Phase 2016 / 17 hat man Georgien da
- 17:29diese Möglichkeiten gegeben und du willst, dass man das jetzt
- 17:32wieder einstellt. Absolut.
- 17:33Weil Georgiens Input für die europäische Idee ist einfach
- 17:38nicht da. So einfach ist es.
- 17:40Die Georgier wollen nicht zur Europäischen Union, weder
- 17:43ideologisch, noch sag ich jetzt mal produktiv beisteuern werden.
- 17:48Wieso? Die Ukraine kämpft mit Fleisch
- 17:51und Blut für die Privilegien und für eine, Sagen wir mal, EU
- 17:55Annäherung. Moldawien macht auch eine sehr
- 17:58gute Arbeit, würde ich mal schätzen, aber Georgien leistet
- 18:03einfach nicht den notwendigen Beitrag dazu, profitiert aber
- 18:05dennoch von eben diesen, ist jetzt einmal von der Idee der
- 18:09Euro Integration, die ist aber eigentlich schon Lange-Weg vom
- 18:11Fenster ist also wieso sollte Georgien noch diese Privilegien
- 18:15haben? Viele sagen natürlich, dass man
- 18:17Georgien schon unterstützen sollte, weil man grundsätzlich
- 18:20Georgien und die Georgier unterstützen möchte und weil es
- 18:23halt viele proeuropäische Elemente gibt in der georgischen
- 18:27Bevölkerung, die wir unterstützen wollen.
- 18:28Also weil wir jetzt diese massiven Sanktionen gegen
- 18:33Georgien machen, dass man damit die Proeuropäer treffen.
- 18:39Würde ich mal nicht denken, weil die Proeuropäer verstehen, dass
- 18:41das die Schuld der Regierung ist.
- 18:44Man muss den Apparat zur. Zudrehen.
- 18:47Die georgische Bevölkerung wird schon genug aushalten, dass sie
- 18:50auch die Sanktionen sind ja nicht lebensbedrohlich für
- 18:52Georgien, das ist ja, das ist ja vielleicht, vielleicht muss ich
- 18:58mich da noch mal konkretisieren, die Sache ist, die Georgier
- 19:02wollen ja auf dem Papier, wollen Sie ja EU integration, Sie
- 19:07wollen sich annähern etc. Fahren aber einen komplett
- 19:10borussischen Kurs machen, also erlauben.
- 19:13Parallelimport aus und nach Russland, das sind eben Sachen,
- 19:17da darf man einfach nicht mehr von der EU profitieren, in
- 19:19diesem Fall, deswegen gehören diese Sachen abgedreht, dass
- 19:22natürlich einige George dann vielleicht nicht mehr ein
- 19:25Erasmus Auslandssemester in Deutschland machen können oder
- 19:28eben visafrei einreisen oder halt eben Wahn aus der EU zu
- 19:32günstigeren Konditionen beziehen.
- 19:34Ja, aber wir müssen den Apparat abdrehen, weil der Apparat ist
- 19:37die Gefährdung. Also die Idee, wir visafrei nach
- 19:42Europa. Einstellen, das Dcfd
- 19:45einzustellen, einzufrieren absolut und da sonst die
- 19:49Unterstützung für Georgien de facto auf 0 zu stellen.
- 19:52Entwicklungshilfe alles abstellen.
- 19:56Man hat sich bewusst oder die Regierung spricht sich bewusst
- 19:59gegen die EU aus, obwohl eben in den offiziellen Doktrinen steht
- 20:02immer da, man möchte sich der EU an den Weg sagt, das ist ja aber
- 20:05im Prinzip auch auf Eis gelegt. Georgien ist dann in der Istan
- 20:10Partnership auf der European Union und dann wäre es auch so,
- 20:13dass man Georgien de facto so wie Weißrussland behandeln
- 20:17sollte. Bis man nicht, bis man nicht
- 20:22einen Kurswechsel erzielt. Die EU hat über jahrelang, wie
- 20:25gesagt, ich meine, diese Regierung ist ja nicht von heute
- 20:28auf Morgen gekommen, die gibt es seit 2012 2013 schrägstrich und
- 20:35in all diesen Jahren. In all diesen Jahren hat man im
- 20:39Prinzip das Gegenteil erreicht von dem oder die George haben ja
- 20:44im Prinzip, die Regierung hat ja doch einiges erreicht im Sinne,
- 20:47wie gesagt das Visa free Regime to the Changing countries und so
- 20:51weiter aber man ist dann doch ideologisch einen ganz anderen
- 20:56Kurs gegangen. Da wären deine alten
- 20:58Schulfreunde aus, die will sie aber nicht sehr mit dir
- 21:01zufrieden sein. Wann du solche Vorschläge
- 21:03machst? Ich würde sagen, die einen oder
- 21:04anderen hätten das Verständnis dafür.
- 21:07Der. Die anderen sollen ruhig
- 21:08verärgert drüber sein. Erzähl mir noch.
- 21:11Kurz wie, das war damals, als du aus Innsbruck nach Dubliz
- 21:15gekommen bist, hast du die Sprache gesprochen oder ich habe
- 21:18tatsächlich georgisch und Russisch gesprochen.
- 21:21Es war nicht so gut wie jetzt, entsprechend war es eine große
- 21:25Umstellung für mich, es war natürlich auch ein quasi Post
- 21:29sowjetisches Schulsystem für mich, was ja so ein Kontrast
- 21:32ist, wenn man gerade aus Innsbruck, aus dem Akademiker
- 21:34Gymnasium kommt, also. Das war.
- 21:37Was war der Unterschied? Also es war, wir waren bei
- 21:41weitem noch nicht so digitalisiert Computer, es hat
- 21:44tatsächlich Unterricht an Computern gegeben, aber das war
- 21:47jetzt doch noch eine Art Nische. In Österreich.
- 21:51Also in Georgien anders als in Österreich, wo jeder jedes
- 21:54Klassenzimmer Computer hatte, zum Beispiel die, ich sag jetzt
- 21:58mal so, die Didaktik war doch noch ein bisschen sowjetisch,
- 22:01man hat die Lehrerinnen und. Und Lehrer haben schon mal sehr
- 22:06lautstark werden können. Nie handgreiflich, aber dennoch
- 22:10lautstark. Man konnte ja zum Beispiel als
- 22:12Strafmaßnahme noch in die Ecke gestellt werden zum Beispiel.
- 22:14Bist du mal in die Ecke gestellt worden?
- 22:16Ich nicht, ich nicht. Da war ein Schulkollege von mir.
- 22:19Aber du wirst wahrscheinlich der einzige Gast Gastschüler jetzt
- 22:23gewesen sein, oder? Tatsächlich.
- 22:25Aber die Situation war so. Ich war ja anfangs in einer
- 22:29staatlichen Schule, dort waren aber aufgrund der
- 22:31Zusammenlegung, ich bin ja wohlgemerkt in eine.
- 22:35Russischsprachige Schule gegangen ja, es gibt ja quasi
- 22:38diese russischsprachigen Zweige in staatlichen Schulen, die
- 22:43wurden zusammengelegt, vor allem nach 2008.
- 22:46Also es ist sehr gekürzt, zusammengelegt aufgrund der
- 22:49Kürzungen, und es ergab sich eben damals, dass in meiner
- 22:52Klasse 50 Kinder waren oder mehr, sogar eingeschrieben
- 22:57natürlich, die facto sind dann meistens meistens 35 bis 40
- 23:01Schülerinnen und Schüler sind anwesend, da war natürlich.
- 23:04Naja, das war dann doch nicht mehr so.
- 23:06Meine Mutter hat sich gedacht, okay besser auf eine
- 23:08Privatschule oder wir hatten glaube ich 16 Mitschüler und ja,
- 23:14das war natürlich auch eine russischsprachige Schule, das
- 23:17war natürlich wünschenswert damals, um es Russisch zu
- 23:20verbessern, vor allem, es war doch ein bisschen zugänglicher
- 23:22für mich, georgisch, georgisch ist keine so leichte Sprache,
- 23:25und das ist mir dann doch einfacher gefallen, auch wir
- 23:28hatten ja tatsächlich jeden Tag georgisch Unterricht, aber
- 23:31dennoch die Unterrichtssprache war.
- 23:33In allen anderen Fächern war Russisch.
- 23:35Entsprechend zugänglich. War das für mich.
- 23:36Und ja, es hat mir eigentlich sehr, sehr Spaß gemacht, aber
- 23:39wie gesagt, die didaktischen Methoden haben sich sehr
- 23:42unterschieden und auch der Schulalltag ein bisschen.
- 23:45Und da warst du ein Jahr dann in Tibilisiert ein Jahr und dann
- 23:47bist du wieder nach Österreich zurückgegangen.
- 23:49Hast du dann die Matura gemacht? Absolut die Matura gemacht.
- 23:53Ich habe mich dann, ich habe mir dann meinen Grundwehrdienst
- 23:56abgeleistet und habe in Tirol, in Tirol, in St.
- 24:00Johann in Tirol. Das war militärische Ausbildung
- 24:03dort. Ich habe meinen Grundwehrdienst
- 24:05abgeleistet bei den Gebirgsjägern.
- 24:07Also das war. Ein Gebirgsjäger.
- 24:08Na gut. Das war eine sehr wertvolle
- 24:11Erfahrung und er hat dann meinen Weg weiter fortgesetzt mit dem
- 24:14Studium. Ich bin ja Bachelor in Slawistik
- 24:17und dann ein bisschen später bisschen.
- 24:20Später in Innsbruck oder in Wien.
- 24:21In Innsbruck und ich habe, wohlgemerkt, ich habe ein
- 24:23Auslandsjahr in Russland auch absolviert.
- 24:25Also ich sage jetzt mal so, die Neigung dazu, ein Auslandsjahr
- 24:28zu machen, also bei mir. Schon gegeben im Leben und das
- 24:32hat mich einfach brennend interessiert.
- 24:33Ich, wo hast du in Russland studiert?
- 24:34In Kasan in der Republik Tatastan ich habe mich sehr für
- 24:39für die Tatan interessiert, für deine Kultur, für Deine
- 24:43Republik, und das war seiner Zeit eine sehr wertvolle
- 24:47Erfahrung. Wie war das 2018 und 19?
- 24:50Und wie war es in Kasan? Da war ich noch nie.
- 24:53Ich muss sagen, es war für mich als Student, es war wirklich
- 24:57gut. Weil aufgrund dessen, dass ich
- 25:00sage jetzt mal so, Tatarstan ist eine Emerging Region in
- 25:04Russland, was man heutzutage auch unterschätzt ist, weil man
- 25:09sagt, ja okay, wir haben jetzt zum Beispiel Russland
- 25:11abgekapselt und so, Russland wendet sich ja den Bric Staaten
- 25:14und der ich sage jetzt mal dem Global South oder der
- 25:18muslimischen Welt, vor allem, das muss ich im Kontext
- 25:21tatarstans unbedingt erwähnen, weil Kasan ist zu einem, sag ich
- 25:25mal, Drehkreuz in den Osten geht.
- 25:28Geworden erneut. Es war ja bereits so.
- 25:31Kasan, die Hauptstadt der Tatarischen Republik des
- 25:35Gubernat, war ja tatsächlich der Referenzpunkt des russischen
- 25:40Imperiums für Diplomatie mit dem Osmanischen Reich, das.
- 25:43War die Hauptstadt der Goldenen Horde.
- 25:46Absolut ist eine der schönsten Städte Russlands, also schön
- 25:49allemal bei diesen ganzen Kasan festspielen.
- 25:53Was war da? Kriegsspiele oder irgendwas war
- 25:55dort. Die neu erbaute, die neu erbaute
- 25:57Weiße Moschee eben am Kreml der Stadt ist natürlich ist
- 26:01natürlich schön für die. Freiheit von Tatarstan, glaube
- 26:04ich. Bin ich absolut da habe ich aber
- 26:07ein bisschen einen ernüchternen Einblick gewonnen, dazu ein
- 26:10bisschen später, aber wie gesagt, Tatarstan ist das
- 26:13Drehkreuz in den Osten, es finden aktuell viele dieser ich
- 26:18weiß nicht wo du. Freaks Konferenzen finden statt,
- 26:22eben Konferenzen in Verbindung mit der muslimischen Welt und so
- 26:25weiter und das ist, das ist, wie gesagt, eine wichtige Stadt der
- 26:28russischen Diplomatie, der vollen zeitgenössischen
- 26:31russischen Diplomatie, wo man eben versucht, Staaten der nicht
- 26:37westlichen Achse für sich zu gewinnen.
- 26:40Aber die Tartanen sind leider Gottes doch sehr starke
- 26:45Russlandloyalisten davon. Musste ich mich überzeugen?
- 26:49Ich war ein bisschen anderer Meinung, Auffassung anfangs, ich
- 26:53wusste ja aber. Da hat das dann war ja eine der
- 26:56ersten Republiken, ich glaube, die haben sich sogar unabhängig
- 26:59erklärt im Zuge der Auflösung der Sowjetunion, haben aber
- 27:03aufgrund ihrer geografischen Zentralität innerhalb der
- 27:06Russischen Föderation entwickelt große Chancen gehabt.
- 27:09Ja, es gibt da eine tatarische Exilregion, mit der ich in
- 27:12Kontakt bin. Es gibt eine, ich würde, aber
- 27:15ich würde mal schätzen, denn ich sage jetzt mal Hebel auf die
- 27:18Region selber, vor allem erstens vor allem die Hauptstadt ist
- 27:25sehr vermischt schätzungsweise die Bevölkerung setzt sich aus
- 27:3050%, ethnisch, russischer und 50% das.
- 27:33Tatarischer Bevölkerung zusammen schon klar da.
- 27:35Zwischendrin hat man noch die ein oder anderen Minderheiten,
- 27:37aber das ist im Prinzip das grobe Bild der Stadt Kasan in
- 27:41der Region selber hat man natürlich deutlich, also
- 27:46deutlich mehr tatarisch dominierte Gegenden auch, klar,
- 27:50aber wie gesagt, dieses Nationalgefühl oder ich sag
- 27:54jetzt mal dieses separatistische Nationalgefühl, das hat man
- 27:57nicht wirklich so. Aber Tatarisch wird schon
- 28:00gesprochen, oder? Natürlich.
- 28:02Aber vor allem in den städtischen Gebieten hat
- 28:05natürlich Tatarisch ein großes Prestigeproblem gehabt.
- 28:08Die Leute sind ja über die ganze Sowjetzeit auf Russisch
- 28:11umgestiegen, russisch war die Sprache, die einem die
- 28:13Möglichkeiten Möglichkeiten gibt, deren Türen öffnet etc.
- 28:18Entsprechend stark ist Tatarisch in den Hintergrund gerückt und
- 28:22ich habe meine Bachelorarbeit tatsächlich zum tatarisch
- 28:25russischen Bilingualismus geschrieben und wie gesagt, das
- 28:30war ein großes Prestigeproblem und das.
- 28:32Auch heute, auch wenn jetzt die tatarische Regierung mehr
- 28:36Freiheiten hat, ihre Kultur zu pflegen oder eine Promotion of
- 28:40Culture zu machen innerhalb der Republik.
- 28:43Man ist halt oft davon überzeugt, dass halt Russisch
- 28:46doch noch die dominante Sprache ist.
- 28:48Erstens, man lebt halt in diesem Staatsapparat und zweitens ja.
- 28:52Sicher, aber das war jetzt 2018. Es hat sich sehr viel geändert
- 28:55in den zentralasiatischen Republiken in Bezug auf
- 28:58Sprachverwendung hat er jetzt gerade den Vorfall gegeben, in
- 29:02Kirgisien glaube ich, dass dieser Chef des Geheimdienstes
- 29:06öffentlich den chinesischen Investor, der sich auf Russisch
- 29:09geäußert hat, aber auf Social Media jetzt gerade gesehen,
- 29:12zurückgewiesen hat, dass er endlich einmal kirgisisch lernen
- 29:15sollte, wann er hier Geschäfte machen möchte.
- 29:17Also es hat sie in den zentralasiatischen Ländern
- 29:20jetzt. Aber in den unabhängigen, aber
- 29:22in den unabhängigen Republiken in Tatastan würde ich wie gesagt
- 29:26daran festhalten. Die Tendenz ist umgekehrt, weil
- 29:29ist schon klar, dass die Tatan eigentlich eine der ersten
- 29:31Waren, die die die Intentionen hatten, sich aus der Russischen
- 29:35Föderation Rauszulösen man hat, sag ich jetzt mal, den Hunger
- 29:39nach Unabhängigkeit, aber sehr gut stillen, sehr geschickt,
- 29:41sogar stillen können, man tatastan ist eine der besten
- 29:44Entwickelsten. Regionen in der Föderation ist
- 29:48auch Anwimmen dort in Öl die Schwimmen in Öl sind jetzt
- 29:51momentan auch das Hab für die Produktion der Geran 23 was auch
- 29:56immer so die. Schrecklichen Raketen, die dann
- 29:59auf deine Stellungen in der Ukraine unter anderem
- 30:02einschlagen. Und sind natürlich sind
- 30:06natürlich auch automobilproduzent Kamas kommt.
- 30:09Kommt auch aus der Region Tatastan also die profitieren
- 30:11von sage ich jetzt mal von diesen Investments in den
- 30:13russischen Verteidigungskomplex Rüstungskomplex Verteidigung ist
- 30:16es ja nicht, aber profitieren die immens, die profitieren eben
- 30:20durch den diplomatischen Austausch, die Tatsache, dass
- 30:23ich in einem sehr guten Studentenheim für umgerechnet
- 30:26bitte 50,00€ oder 60,00€ pro Semester gewohnt habe, war ja,
- 30:30dass 2013 die Universiade, also die quasi olympischen Spiele
- 30:34unter den Universitätssportlern stattgefunden haben, das.
- 30:38Das war eine in Kasan, in Kasan, und das war quasi noch eine
- 30:42herbe, dieses olympische Dorf. Das wurde eben dann zum zum
- 30:45größten Studentenwohnheim oder zum, wie sagt Man, Campus
- 30:50umgebaut hat, nicht umgebaut, umfunktioniert, und das sind
- 30:54eben so Sachen, von denen profitiert die Region vom, wie
- 30:56gesagt, internationalen Austausch zwar jetzt nicht mehr
- 30:58mit uns, aber man ist jetzt eben mehr auf den Osten fokussiert,
- 31:02auf den Süden, und daher sind eben die Bestrebungen erneut,
- 31:08oder? Erneut.
- 31:09Es sind doch noch 400 Jahre zwischen oder 400 Jahre
- 31:13vergangen, aber wie gesagt, die Bestrebungen unabhängig zu
- 31:17werden. Sind eigentlich erloschen, würde
- 31:20ich mal sagen. Herr Wachtang, als junger Mann
- 31:22mit 28 kann man nur optimistisch bleiben und Dinge können Sie oft
- 31:26verändern. Also als ich beim Bundesheer
- 31:28war, war es so, dass die Sowjetunion existiert hat und
- 31:31Jugoslawien noch existiert hat, und das gibt es jetzt beide zum
- 31:34Glück nicht mehr und ich bin sehr froh darüber, also die
- 31:36Dinge ändern sich schnell, Putin hat ja 2026 begonnen und hat es
- 31:41erklärt als Jahr der Einheit der Völker Russlands.
- 31:46Also erscheint ja daran zu glauben, dass das notwendig ist,
- 31:48alle einmal an die Einheit zu erinnern, weil de facto ist es
- 31:52so, dass die Strom und Energieversorgung in Tuwa, Altai
- 31:56und im Fernen Osten Russlands de facto eingebrochen ist oder
- 32:00zusammengebrochen ist. Dort hat jetzt gerade 52 Grad
- 32:03minus und die haben jetzt kein Kohle mehr und kein Erdöl im
- 32:07Energieexportland Russland. Also es scheint so zu sein, dass
- 32:12die Peripherie Russlands. Zusammenbricht.
- 32:16Mal sehen, Zusammenbruch ist vielleicht ein sehr mutiger
- 32:20Ausdruck, aber ich, also ich teile ja, ich teile ja deinen
- 32:24Optimismus, ich teile deinen Optimismus, ich möchte eben
- 32:27einfach nur in dem, was ich gesehen habe und das, was ich
- 32:30mir eben daraus interpretiere, möchte ich einfach so
- 32:33realistisch wie möglich bleiben, die Unabhängigkeit datas, dann
- 32:38wäre natürlich möglich durch einen Zerfall des Kreml Regimes.
- 32:44Also wie gesagt, ich bin ja nicht, ich schließe es nicht
- 32:48aus, aber dazu müsste ein Machtvakuum in der Russischen
- 32:52Föderation entstehen. Natürlich sind diese Republiken,
- 32:56die im Zentrum Russlands liegen, wie zum Beispiel Tatastan, wenn
- 32:58man sich die KGF 4 anschaut, ist das genau im Herzen der
- 33:01Russischen Föderation, also dass die dann plötzlich so ein
- 33:04Inselstaat werden und rundherum Russland weiter existiert, ist
- 33:08sehr unwahrscheinlich, also wann tatas dann unabhängig, würde
- 33:11dann nur gemeinsam mit den anderen.
- 33:13Absolut. Also eben das muss schon eine
- 33:15Komplettauflösung der Russischen Föderation ist da schon
- 33:19notwendig für die Unabhängigkeit tatastanz das ist keine Frage.
- 33:22Ja, und auch Moskopien wird eines Tages frei.
- 33:27Wie ich schon öfters hier gesagt habe und weil ich jetzt ein
- 33:30tolles Interview gemacht habe mit Oleg Magalets geht das man
- 33:33sich noch anschauen kann. Ja, also ich bin ich bin ja
- 33:35absolut, ich bin ja, ich bin ja absolut für die Vellinger Doktor
- 33:39Indien, danke, danke, danke. Jetzt haben wir Wachtan.
- 33:41Ich bin sehr zufrieden. Also da ist die Nato unterstützt
- 33:43und. So gut wie fälliger da.
- 33:44Drin? Na absolut ex Russia ist der
- 33:46richtige Zugang, aber. Russia small again.
- 33:51Ja, wenn Sie überhaupt jemals so Great waren.
- 33:52Aber. So Great waren sie dann doch
- 33:54nicht. Aber kommen wir zu dir, du warst
- 33:56jetzt da in Kasan, ein ganzes Jahr lang, und das war 2018 1919
- 34:02bist du dann wieder zurück nach Innsbruck.
- 34:04Nach Innsbruck. Ja und?
- 34:06Hast dann weiter studiert. Also Sklavistik russisch oder
- 34:10hast du schon Ukrainisch gelernt?
- 34:11Russisch und Polnisch. Russisch und Polnisch, da ist ja
- 34:14ukrainisch dann quasi in der Mitte.
- 34:16Ich hab dann dadurch durch meine 1.1.
- 34:18Arbeits oder meine erste einschlägige Arbeitserfahrung
- 34:22nach meinem Bachelor Bachelorstudium hab ich
- 34:24natürlich auch, erst war das dann erster Job, was hast du da
- 34:29gemacht logistikkaufmann okay. Mit der Import Export.
- 34:33Ja, eben für Polen und die Ukraine.
- 34:35Und ich habe aufgrund meiner Arbeitspraxis und aufgrund der
- 34:38vorigen Ausbildung habe ich ja eigentlich sehr gut polnisch
- 34:42gekonnt und eben ich habe mich laufend verbessert, Russisch war
- 34:45ja fast schon auf Muttersprachelevel.
- 34:48Logistik ist ja für einen Tiroler eigentlich quasi in der
- 34:52DNA. Logistik.
- 34:54Ja, weil ihr habt ja quasi die größten Speditionsunternehmen
- 34:57Österreichs oder Zentraleuropas es.
- 34:59Fiel aber so aus, dass ich in Wiener Neudorf gearbeitet habe.
- 35:01Ja, in Wiener Neudorf. Aber ich bin ja meinem
- 35:05ehemaligen Arbeitgeber sehr dankbar.
- 35:07Ich habe, wie gesagt, ich habe die Sprache so gut gelernt, ich
- 35:09rede jetzt vom polnischen und sie ist so oft verwendet, das
- 35:13war dann für mich das Sprungbrett zum Ukrainisch
- 35:15lernen. 2022 ging alles sehr rapide für mich, ich habe mich
- 35:20von meinem Job verabschiedet. Also das ist langsam, weil das
- 35:23war wahrscheinlich der große Moment, also Februar. 22.
- 35:26Du bist in Wiener Neudorf und machst Logistik
- 35:29Speditionstätigkeit. Ja, und also es.
- 35:31Kommt dann diese Tage Montag, Dienstag, diese Anerkennung von
- 35:36diesen Pseudorepubliken und Donnerstag war es dann der Krieg
- 35:40und was macht wacht dann in Wiener Neudorf dann?
- 35:44Er war, er war der Auffassung, er war der Auffassung, dass.
- 35:49Wenn sich am 2323 Februar nichts getan hat, dann wird es
- 35:54womöglich noch ruhig bleiben. Ich mache aber mein arbeitshandy
- 35:58auf und mir schreiben polnische Fahrer o kurva ceva.
- 36:03Der Krieg hat nicht übersetzen, der Krieg hat angefangen, also
- 36:08die haben das schon informiert, die haben das gehabt oder die
- 36:11Nachrichten dürften, glaube ich, von 05:00 Uhr aufwärts gekommen
- 36:15sein. Aber wie gesagt, ich war der
- 36:16Annahme okay vielleicht ist es ruhig und ich stelle mein Handy
- 36:19mal auf flugmodus, naja und so schnell ging es.
- 36:22Ich war natürlich schockiert und habe natürlich versucht, mich so
- 36:28schnell und gut wie möglich Hilfsprojekten anzuschließen.
- 36:32Was habe ich dann gemacht über die Kirche in St.
- 36:34Barbara Kirche in. St.
- 36:36Barbara Friedhof hier also nicht Friedhof, sondern Kirche, ist
- 36:39eben die Ukrainischonierte Kirche in Wien, Zentrum am
- 36:43Postplatz unten war quasi das zentrale Schalt und
- 36:48Supplyzentrum, da ist der Logistiker wacht dann
- 36:52hingekommen und hat geholfen. Ja.
- 36:54Tatsächlich, was hast du konkret dann gemacht?
- 36:56Einfach also helfende, physisch helfende Hände gespielt und ich
- 37:01habe tatsächlich aus meiner Arbeit, von dem Kollegen habe
- 37:04ich Fahrzeuge zum Abtransport von humanitären Hilfsgütern
- 37:07bereitgebracht. Da ist natürlich diese vielen
- 37:09polnischen Fahrer und. Das war ja auch Ukrainisch.
- 37:12Also das hat sich, das hat sich damals, naja, das war eine sehr
- 37:17passende Gelegenheit. Hast du deinen Logistik und
- 37:20sprachlichen Background schon zur Verfügung stellen können?
- 37:23Hast du da schon deinen Job aufgegeben oder hast du.
- 37:26Ich bin dann, glaube ich mit März 2022 in den unbezahlten
- 37:29Urlaub gegangen und habe dann in weiterer Folge ja einvernehmlich
- 37:34gekündigt, weil ich gemerkt habe, okay, der Krieg hört nicht
- 37:37auf und ich werde weiterhelfen müssen.
- 37:39Damals warst du 24 Jahre alt und hast deinen ersten Job quasi
- 37:43gekündigt, um der Ukraine zu helfen.
- 37:45Absolut, was haben deine Eltern gesagt?
- 37:48Wir waren eigentlich schon ganz stolz okay sehr gut.
- 37:52Ich bin ja noch immer in Österreich gewesen, ich habe aus
- 37:55aus der Arbeit oder aus der sag ich jetzt mal so, aus der
- 37:58Freiwilligenarbeit rund um die St.
- 38:01Barbara Kirche herum haben sich ja einige einige NG OS raus
- 38:05entwickelt, unter anderem Ukraine, viele verbinden den Max
- 38:09mit Ukraine, Leute kennen ihn vielleicht aus dem vorigen
- 38:13Podcast mit. Mit Günter Berlag.
- 38:15Muss ich jetzt vorlassen? Wir haben ihn schon interviewt,
- 38:17er war vor 2 Monaten hier, vor 6 Wochen in Wirklichkeit ein
- 38:21tolles Interview und er macht diese Medical Supply aktueller
- 38:25Direktor von Green Cross Medivac Green Cross Medivac ganz ein
- 38:28toller Ich bin der reicher. Ich bin aktuell freiwillig dort
- 38:32engagiert und ja, wir machen gemeinsame Sachen mit dem Max.
- 38:35Die. Schöne Grüße an den Max.
- 38:37Werd ich ausrichten auf jeden Fall.
- 38:38Es ist ja bald soweit. Du bist ja jetzt quasi am Weg.
- 38:41Morgen fährst du schon in die Ukraine, korrekt?
- 38:44Ok, sehr gut, dann viel Erfolg dort und Stay safe.
- 38:47Vielen Dank, aber jetzt sind wir noch bei der Barbarakirche und
- 38:49wie ist das dann gar nicht? Also du hast dir eigentlich mehr
- 38:51oder weniger mit dem Kriegseintritt entschieden,
- 38:53quasi die gesamte Arbeitszeit von deinen Fähigkeiten absolut
- 38:56für die Ukraine zur Verfügung zu stellen.
- 38:59Absolut. Und ich hab ich war dann selber
- 39:03Kofound davon ostwestands of Ukraine einer anderen NGO.
- 39:06Deine Aktivität ist aber deutlich zurückgefahren.
- 39:09Wo? Wie heißt diese NGO?
- 39:11Ostwestands of Ukraine. Ostwestands of Ukraine.
- 39:14Die Ukraine Aid, das ist glaub ich aus der Barbarakirche
- 39:18entstanden. Wie gesagt, da da gibt es einige
- 39:21NGOS, die eben da draußen entstanden sind.
- 39:23Nicht, dass wir miteinander konkurrieren würden, im
- 39:26Gegenteil, wir arbeiten sehr gut zusammen, nur die Sache ist
- 39:30halt, das sind halt ja, das waren sehr viele Leute, die
- 39:34Umfänge waren groß, nicht, man musste irgendwas machen.
- 39:38Sprechen das eine Team ist halt diesen weggegangen, andere Teams
- 39:41sind halt so und. Wenn wir schon erwähnen, müssen
- 39:42wir auch immer die Anna Patawan erwähnen mit Unlimited die die
- 39:46natürlich sehr viel gemacht hat. Ist eine sehr nette Kollegin und
- 39:50ja, macht eine sehr wichtige Sache auch.
- 39:53Genau. Und Duke Green Aid, wo ja einige
- 39:55vom CV dort engagiert sind, ganz fleißige der Hotelbrüder, die
- 39:59sie engagiert haben. Möchte sie an der Stelle jedem
- 40:02sehr schöne Grüße ausrichten. Genau, weil das ist eine kleine
- 40:05Gruppe von Leuten, die. Aber es ist doch gut, wenn man
- 40:08alle erwähnt. Absolut bedankt hat der
- 40:10Cornelius Granik zum Beispiel mit der Ukraine Hilfe hat sehr
- 40:13viel gemacht. Aber es trat dann tatsächlich
- 40:17der Moment ein, bei dem ich mir gedacht habe, okay, ich kann
- 40:21nicht mehr genug machen von hier aus, es wird einfach schwer.
- 40:25Ich habe schon alle Kanäle, seien es jetzt spendenkanäle
- 40:31oder alle. Alle Bekanntschaften.
- 40:36Ich sage jetzt mal so ausgespielt, um eben dieses
- 40:39Projekt zu unterstützen, dann war es einfach so weit.
- 40:43Ich dachte mir okay, ich werde jetzt selber in die Ukraine
- 40:47gehen und vor Ort und an Ort und Stelle tatkräftig dieses Land
- 40:54unterstützen. Ein mutiger Schritt, aber das
- 40:56war noch nicht klar am 22. Das war 23.
- 41:00Das erste Jahr noch in Österreich geholfen und dann
- 41:02hast du entschlossen. Das ist jetzt wichtig.
- 41:04Du willst das direkt vor Ort machen.
- 41:06Es ging einfach nicht mehr weiter und ich sagte, OK, ich
- 41:08muss jetzt einen weiteren Schritt setzen.
- 41:10Warst du im Jahr 22 schon in der Ukraine selbst Transport?
- 41:13Also du hast das Land schon gekannt und hast die Logistik.
- 41:16Ein bisschen ein bisschen. Ich meine, ich war jemals
- 41:20jeweils. Ich war in etwa ein Monat 22
- 41:24zusammengerechnet war, war ich in der Ukraine, hab mir von
- 41:27uschorad bis bis chalgif, damals war ja chalgif noch eigentlich
- 41:31eine umkämpfte Stadt. Hab mir im Prinzip alles
- 41:34angeschaut, hab ungefähr verstanden wie es wie es abgeht
- 41:38und ja hab mich dann entschieden 2023 im März nach Chalgif zu
- 41:41ziehen. Rakif.
- 41:43Sogar das war. Total Frontline, die war gerade
- 41:46befreit oder das war im. Oktober wurde soeben befreit und
- 41:48war tatsächlich um einiges ruhiger als im August 2022
- 41:52damals und da. Warst du dort?
- 41:53Ja, das war sehr gefährlich dann.
- 41:58Ja, also ich hatte ich hatte ich hatte.
- 42:00Eigentlich kann man sagen, Glück, es war, es war relativ
- 42:03ruhig an diesen Tagen. Aber ich hatte mir gedacht,
- 42:07okay, da habe ich eine gute Partnerorganisation, die sind
- 42:09eben aufgrund von dem engen persönlichen Kontakt und
- 42:13aufgrund der Zusammenarbeit eben im NGO Bereich.
- 42:17Sind die tatsächlich mir an sehr ans Herz gewachsen und ich sage
- 42:20okay ich werde Ihnen helfen, ich werde schauen, dass mir, sagen
- 42:23wir mal, aus dem Ausland mehr, also mehr Gehör im Ausland
- 42:25finden, weil eben, ich bin bilingual und nicht jeder oder
- 42:30Englisch ist sehr. Das ist ein Problem in der
- 42:35Ukraine. Tatsächlich vor allem.
- 42:38Es hat ja schon massiv gebessert.
- 42:39Hat sich verbessert. Englisch, aber es ist natürlich
- 42:42eine Limitation nachher, absolut genau natürlich schon besser an,
- 42:46weil man sehr gut, ob sie kann oder mit Russisch kann man
- 42:48natürlich sehr viel arbeiten, ohne Zweifel ja und?
- 42:52Ja, so habe ich eben ein paar Projekte zusammen gemacht mit
- 42:55den 316, Volunteers oder 316 wie man möchte.
- 42:59Das ist eine Anspielung auf den auf den Psalm 316.
- 43:05Und ja, das war eine sehr nette Zeit und das hat.
- 43:09Sich dann. Circa ein Monat, eineinhalb
- 43:13Monate kann sie nur schwer abschätzen.
- 43:15Chronologisch ist auch schon eine Weile her, aber es ergab
- 43:19sich eben durch die Arbeit eben mit anderen ng OS ergab sich
- 43:23das, dass ich damals einen Anruf bekommen habe, weil Leute
- 43:25wussten, ich bin billigwahl und ich habe gesagt, ja, ich
- 43:27interessiere mich da als Dolmetscher auch mitzuhelfen, da
- 43:29habe ich gesagt, okay, da gibt es tatsächlich eine eine.
- 43:34Eine Organisation, die bräuchte Hilfe.
- 43:37Die Nachricht hat gelautet, ja, in der Gegend bachmuth hab ich
- 43:39gesagt okay ja, ich bin dabei so nah an Bachmuth war es
- 43:42tatsächlich nicht dran. Bachmuth war damals total
- 43:46umkämpft, das war der Schwerpunkt, also Abkampfzone.
- 43:50Ich hab sofort gesagt, ja wie gesagt, de facto der Einsatzort
- 43:56bedeutend weiter weg von Bachmuth, aber natürlich in der
- 43:59Gegend. Dort und die Aufgabe war
- 44:03einfach, Dolmetscher zu sein in einem Team von westlichen
- 44:07Sanitätern, die eben aushelfen wollten bei der bei der
- 44:12Verarztung von Verwundetenkämpfern, bei der
- 44:14Verarztung von Sprachkenntnissen natürlich optimal.
- 44:17Ja, das hat sich sehr gut ergeben, und natürlich, ich kann
- 44:23auch fahren, ich bin dort, ich bin dort auch für die Gefahren,
- 44:27also alles mögliche gemacht, war halt eine helfende Hand und.
- 44:31Teilweise auch der Babysitter für die Leute, weil die konnten
- 44:34sich halt vor allem im Osten der Ukraine kaum mit wem
- 44:37verständigen. Deswegen ja, war ich eigentlich
- 44:39auf Schritt und tritt immer dabei mit jedem ja daraus hat.
- 44:43Sich es war ein englischsprachiges Personal aus
- 44:46die Halt medizinische Experten waren.
- 44:48Also nicht unbedingt. Also die haben Englisch
- 44:50gesprochen, aber die waren aus aller Welt super.
- 44:53Die waren komplett matics in der Form die.
- 44:56Haben auch manche waren einfach zivile Ärzte?
- 44:58Manche waren zivile. Ziviles Krankenpersonal mit.
- 45:03Unterschiedliches Fachpersonal, die deine logistische und
- 45:06sprachliche Unterstützung gebracht.
- 45:07Haben genau, und daraus hat sich viel, viel entwickelt.
- 45:12Ich bin daraus auch ein bisschen in die Rolle von einem mediwec
- 45:15Fahrer gewachsen, das war dann schon, sag ich jetzt mal so, das
- 45:21war schon etwas, wo es uns eingemachte ging, ja, wir waren
- 45:24seiner Zeit 2023, waren wir in Jazeviar, das war der Nachbarort
- 45:29von Bachmuth. Das ist einer dieser
- 45:31mittlerweile weltberühmten Orte, die die Hauptkampfzone waren in
- 45:35dieser Phase. Ja, also die Chasivar, zumindest
- 45:39die westliche, die westliche Grenze von der Stadt ist noch
- 45:42immer hauptkampfzone und wird eigentlich seit fast schon 2
- 45:47Jahren, ich weiß nicht wie, aber von den Ukrainern gehalten, und
- 45:51das ist sehr bemerkenswert, ja die Gegend, wo ich damals war,
- 45:55die ist ja schon unter Besatzung, beziehungsweise das
- 45:58ist umkämpftes Gebiet, aber. Seiner Zeit war das schon auch.
- 46:01Man hat das gespürt, es war, es war noch die Zeit von
- 46:04Artillerie, artillerieduellen, man hat die Haubitzen, alle paar
- 46:08Sekunden arbeiten hören, man hat natürlich auch alle paar
- 46:11Sekunden was einschlagen hören, und das war der Alltag seiner
- 46:14Zeit. Wir sind auf einem quasi auf
- 46:16einer, auf einen, ich sage jetzt Stützpunkt, bitte nicht falsch
- 46:22interpretieren, wir sind, wir sind bitte in einem Keller
- 46:24gewesen, nicht allzu weit weg vom Stabilisationspunkt und
- 46:28haben von dort eben Verwundete. Abtransportiert kann man sich
- 46:32das Leben da vorstellen. Man lebt hauptsächlich in
- 46:35Kellern. Naja, damals war die Gefahr
- 46:38durch Drohnen nicht so groß. Wir konnten eigentlich täglich
- 46:42täglich in das Hinterland rotieren, das.
- 46:44Das war kein Problem. Wir konnten auch zur Tageszeit
- 46:46dorthin rotieren, das war rotieren.
- 46:48Heißt, du bist einfach mit dem Auto, hast du einen
- 46:50Krankenwagen, genau, man fährt in der Früh rein und sagt Okay
- 46:54bis zum Beispiel Einbruch rein, hast jetzt in die, also in die
- 46:59ins Einsatzgebiet und davon informiert, da gibt es einen
- 47:04verwundeten Soldaten, ja genau, man sitzt, man sitzt quasi am
- 47:08Einsatzpunkt der Medics und dann heißt es okay dort und dort
- 47:11wurden Verwundete gemeldet. Die werden jetzt zum Beispiel
- 47:14von einem Panzer gebanzerten Fahrzeug abgeholt und wir
- 47:20treffen sie dann an diesem Exchange Point Hausnummer
- 47:24beziehungsweise. Dann wird der umgeladen.
- 47:26Umgeladen und dann kommst du quasi und nimmst ihn mit und
- 47:30bringst ihn zu den Ärzten. Absolut, und das sag ich jetzt
- 47:35mal so die Ash die Madivate gibt ist, dass man in einem
- 47:38Krankenwagen erstmals erstmals qualifizierte medizinische
- 47:41Hilfe. Bekommen kann als Verletzter,
- 47:44weil bis. Dahin muss man sich selbst
- 47:46versorgen, absolut. Das hat der Max Pollack uns ja
- 47:49wirklich auf dem Podcast ja gut erklärt, wie das ist, also dass
- 47:52eigentlich der Großteil der Leute mittlerweile so gut
- 47:54ausgebildet sein muss, dass man sie selbst versorgen muss,
- 47:58eigentlich, weil man gar nicht die Möglichkeit hat, aufgrund
- 48:00dieser großen Drohnendichte, dass man die Leute so schnell
- 48:03holt, also es muss jeder ausgebildete Ersthilfe.
- 48:08Genau anders machen können an sich selbst oder an seinen
- 48:10Kameraden vor Ort. Also während man zum Beispiel
- 48:13eben noch 2023 deutlich schneller aus der Gefahrenzone
- 48:17evakuiert werden konnte, ist das jetzt natürlich eine Utopie,
- 48:21leider, und man muss damit rechnen, dass man mehrere Tage
- 48:24selbst mit schweren Verletzungen, also mit zum
- 48:28Beispiel Gunshot Rooms oder Halt übersät mit mit Splittern, dass
- 48:33man, dass man in einem Loch sitzen muss.
- 48:35Von dem Warten muss, bis tatsächlich sich die Möglichkeit
- 48:38auftut, einer Evakuierung, das war, wie gesagt, 2023 nicht so
- 48:42das Problem. Wir sind da in unter 10
- 48:46Kilometern zur Frontlinie haben wir uns eigentlich ziemlich frei
- 48:50bewegt, jetzt ist unter 10 Kilometer ist schon der Max hat
- 48:57das damals erwähnt, da redet man von Killzones die.
- 49:00Das sind Gebiete, wo einfach die Dichte von Drohnen so hoch ist,
- 49:04dass sich das fortbewegen einfach, dass das fortbewegen
- 49:07sehr gefährlich wurde. Und jetzt ist unser 28 jähriger
- 49:11gut ausgebildeter Akademiker aus Tirol, ist jetzt in der
- 49:15Killzone. Nein, nein, nein.
- 49:18Dann wäre ich höchstwahrscheinlich nicht hier
- 49:20beim Günther Vellinger Podcast, so ironisch wie es klingt, aber
- 49:23machen. Wir uns jetzt Sorgen um die.
- 49:24Nein. Fährst morgen jetzt wieder hin.
- 49:27Ich fahr in keine Killzone unsere Arbeit.
- 49:30Green Cross Medivac hat sich hat den Auftrag, Leute so gut wie
- 49:34möglich in taktischer Medizin auszubilden, weil die Realität
- 49:38ist. Und dann möchte ich kurz einen
- 49:42Ausschweifer machen. Wieso heißen wir überhaupt Green
- 49:44Cross Medivac die Idee war ja, dass wir so wie dass unsere
- 49:49Kollegen bis dato Daten medivacs zu unterstützen, als Fahrer, als
- 49:54Medics, also was auch immer die Realität ist, aber wieder
- 49:57anders, wie? Wie gesagt, das hat sich bis
- 50:002025 hat sich einiges verändert und es ist einfach nicht mehr so
- 50:04effizient beziehungsweise die die sagen wir Militärs oder die
- 50:10Sanitäter können schon selber evakuieren, die Schreien
- 50:13regelrecht danach, aber sie können es eben nicht.
- 50:16Die logische Folge, die logische Folge daraus ist, dass wir oder
- 50:19unsere Mission eben ergibt sich daraus, dass wir die Leute so
- 50:22gut wie möglich ausbilden. Wollen Leute, hast du jetzt die
- 50:24Soldaten? Also eigentlich ist die Moderne.
- 50:28Wenn man so will, Kampfmedizin ist es eigentlich so, dass man
- 50:31den einzelnen Soldaten so gut schulen muss, dass er selbst
- 50:34überleben kann nach einer Verletzung?
- 50:36Absolut, weil da wirklich keiner helfen kann, eigentlich, weil
- 50:40niemand hinkommen kann durch die.
- 50:41Drohnendichte und der Max hat es schon erwähnt, man ist zu 2 zu
- 50:453, man ist zu 2 zu dritt. Sie sind dort quasi eingegraben
- 50:50in ihrer frontnahen Position und müssen dann so gut geschult
- 50:54sein, dass sie eben wissen, wie sie sich selbst das Bein
- 50:58abbinden, wie sie, was noch Wichtigeres sehen können, wie
- 51:02sie das halbwegs so weit versorgen, dass es nicht
- 51:05wundbrand bekommt. Alles das, alles, das ist Teil
- 51:09der Ausbildung. Das Bein abbinden ist viele
- 51:13Amputationen ergeben sich ja daraus, dass das Bein abgebunden
- 51:16geblieben ist und. Was, was ein wichtiger Skill
- 51:19ist, ist zum Beispiel das beurteilen, ob die Verletzung
- 51:22tatsächlich ein so ein Abbinden verlangt.
- 51:26Ja ein Tonicat verlangt, oder ob man nicht, ob man das nicht mit
- 51:29einem Druckverband ersetzen kann beziehungsweise die, die
- 51:35potenziell oder die bereits amputierte Gliedmaße einfach so
- 51:39kurz machen kann, dass man nicht den Ganzen auf gut tirolerisch
- 51:43sagt, den ganzen Haxen, ogschnitten, Kegeln das.
- 51:46Das ist, das ist das Ziel der Einzelnen einschätzen können.
- 51:49Da muss der einzelne einschätzen können oder idealerweise
- 51:53arbeitet man zu zweit nicht. Solche solche Sachen macht man
- 51:56zu zweit, aber das das Stoppen einer Blutung muss jeder Kämpfer
- 52:01individuell auch an sich selber können, das ist massive
- 52:06Blutungen, ist einfach der größte ist die größte Ursache
- 52:09Todesursache im Feld danach eben.
- 52:13Dieses March Protokoll geht ja nach den Prioritäten.
- 52:16Danach kommt eben die die Atemwege, die Atmung und so
- 52:20weiter bis runter eben zur Unterkühlung nach dem
- 52:24Blutverlust auch bei gutem Wetter ist die
- 52:26Wahrscheinlichkeit an der Unterkühlung sehr groß und sie
- 52:29wächst exponentiell, daher sind es einfach alles Sachen die
- 52:34quasi der Soldat natürlich in seinem Ifac Individual First Aid
- 52:40Kit mit haben muss und die muss natürlich auch.
- 52:42Hier präsent sein. Und das ist jetzt deine
- 52:45Tätigkeit. Also wenn du Schulst auf
- 52:48Russisch, ukrainisch, auf ukrainisch.
- 52:50Mittlerweile hast du Ukrainisch gelernt, Schulst natürlich
- 52:53rheinische Soldaten in deinem alter, junge Männer.
- 52:56Und unterschiedlich unser das Kontingent, mit dem wir momentan
- 53:00arbeiten, würde ich mal schätzen, ist im Schnitt 35
- 53:03Jahre alt und das sind Freiwillige die an die Front
- 53:05gegangen sind. Und wie läuft das ab?
- 53:10Also ihr habt sie dort im sicheren Rückzugsgebiet und dort
- 53:14werden Schulungen in einer Schule oder.
- 53:18In einer Schule. Ich werde nicht genau ins Detail
- 53:21eingehen, Locations aber und was es ist.
- 53:23Aber es gibt bei unseren und unsere Übungsplätze und dort
- 53:29machen wir Training mit den Leuten, die haben der momentan
- 53:3245 Tage verbindliche Grundausbildung gesetzlich.
- 53:38Bataillone, die sich eben um das wohl, um das Wissen um die
- 53:41Skills ihrer Soldaten, um die Qualität ihrer Soldaten bemühen,
- 53:45versuchen natürlich weit darüber hinaus eine Ausbildung zu
- 53:48machen, ehe ein Soldat ins Gefecht geschickt wird.
- 53:52Das heißt in unserer Praxis, nach einem halben Jahr, wenn man
- 53:56so Revue passieren lässt, dieses Bataillon mit dem, dem wir eben
- 54:01freiwillig helfen, mit der Ausbildung in taktischer
- 54:05Medizin, die schicken die Leute ab und.
- 54:08Nach ab 3 Monaten ins Gefecht das klingt zwar sehr wenig, es
- 54:13ist es auch, aber die Ukrainer sind eben bemüht, das Leben
- 54:18ihrer Soldaten so gut wie möglich zu schützen.
- 54:21Und dazu trägt natürlich eine sehr umfangreiche Ausbildung
- 54:26bei. Wir sind ja, wie gesagt, wir
- 54:27sind die medizinische Komponente, die Einheit selber
- 54:29macht mit denen Taktikschießen et cetera und.
- 54:33Und ja, je mehr Zeit wir eben haben, mit den Leuten zu
- 54:37arbeiten, umso umso, umso sicherer werden sie.
- 54:41Vor allem in dem Bereich, von dem also, in dem jetzt vor allem
- 54:45im medizinischen Bereich, mit denen die wenigsten was zu tun
- 54:49gehabt haben, vor 22 mehr inklusive.
- 54:52Ich war in den ersten, also in den Jahren jetzt im Krieg war
- 54:55ich nur einmal in der Ukraine, im März in Lemberg.
- 54:58Und da war ich bei dieser superhumans Institution so, wo
- 55:00die Leute dann ihre Amputationen, diese Prothesen
- 55:04bekommen, und da habe ich einen kolumbianischen Kämpfer
- 55:08kennengelernt, der für die Ukraine gekämpft hat und der nur
- 55:11mehr wirklich sehr wenig Gliedmaßen gehabt haben.
- 55:13Also es haben beide Beine gefehlt und der Arm und ich habe
- 55:16versucht, ein bisschen mit ihm zu reden.
- 55:18Sehr viel kann man da nicht sagen, ich kann nicht so gut
- 55:20spanisch, aber er hat mir kurz erzählt, dass er gerne
- 55:23zurückkommen möchte nach Kolumbien, eigentlich, weil was
- 55:26macht er da? Ja, also es war das Schicksal,
- 55:30das ich getroffen habe. Ich übernehme an, du hast sehr
- 55:32viele Leute getroffen, die ähnliche Schicksale haben.
- 55:35Also getroffen auf jeden Fall. Ich habe auch im Bekanntenkreis
- 55:37welche die Amputationen haben, aber man.
- 55:43Bei den ein Kolumbianer hat es wirklich hart.
- 55:47Du bist trotzdem du bist sehr weit weg von zu Hause, du hast
- 55:50jetzt nicht unbedingt die besten finanziellen Möglichkeiten dir
- 55:53da was zu leisten oder qualitative, außer jetzt du
- 55:56landest bei Superhumans das ist auf jeden Fall schwerer, also
- 55:59Ukrainer Ukrainer hat es eh schon so schwer weil die Ukraine
- 56:04ist. Politisch im Wandel sie ist seit
- 56:072022 im Express reformiert worden, in vielen Bereichen,
- 56:11aber die Ukraine ist jetzt kein vorbildlicher Sozialstaat.
- 56:14Als Veteran hat man es einfach noch schwer, aber die Tendenz
- 56:18ist gut, man versucht, man versucht so inklusiv wie möglich
- 56:23zu werden, ja vor allem für die Veteranen, und das ist das ist
- 56:25das, was sich die Ukraine vor Augen halten muss, sie muss ein
- 56:28Land für jedermann jeder Frau sein.
- 56:32Allen voran für die Veteranen, die eben in einem, wenn man
- 56:37jetzt vor 22 eine sag ich jetzt mal eine Einschränkung hat.
- 56:40Man ist einfach Menschen mit Behinderung in der Ukraine, dann
- 56:43hat man es eh schon nicht leicht.
- 56:44Wie gesagt, jetzt sind diese Zahl wächst exponentiell, dieses
- 56:50Land muss einfach diese Vision haben, das ist das beste,
- 56:52Zugänglichste und angenehmste Land für eben Leute mit
- 56:56kriegsverletzungen, Behinderungen etc.
- 56:58Sind sogar 10 tausende. Von den Ukrainen natürlich
- 57:01offen. Da sind sie aber noch, da sind
- 57:03die Ukrainer. Leider.
- 57:04Im Ersten Weltkrieg hat man ja in Österreich, so war es das, so
- 57:06gemacht, dass man so zum Beispiel einen Trafikanten, dass
- 57:10man diese Konzessionen für den Tabak eben vergeben hat an
- 57:14Kriegsveteranen, so ist ja das, Glaube ich, entstanden in
- 57:16Österreich und in der Ukraine habe ich ja gesehen, dass in der
- 57:19Zeit, wo ich dort gelebt habe, hat es ja schon viele Veteranen
- 57:21gegeben mit Verletzungen aus dem Tombas Krieg.
- 57:24Da waren viele von denen, die so cafés begonnen haben, und zwar
- 57:28Selbsthilfegruppen, wo sie dann Restaurants oder cafés als neue
- 57:33Möglichkeit, sie zu integrieren und eben sehr dauerhaft
- 57:36Einkommen zu. Haben das ist, das ist eine sehr
- 57:39gute Tendenz, und die gibt es natürlich auch jetzt wachsend
- 57:43unter den Veteranen, die seit 22 vor allem im Krieg sind.
- 57:46Die. Die Kehrseite der Medaille der
- 57:48Medaille ist aber leider das natürlich die, die man meistens
- 57:51nicht sieht, sind die, die deprimiert in der Wohnung zu
- 57:53Hause sitzen und schon seit Tagen nicht mehr raus sind.
- 57:55Ja, das sind vor allem die Leute, an die eben solche
- 57:59Inklusivitätsprogramme gerichtet werden müssen und allen voran
- 58:02muss die Ukraine eine Revolution.
- 58:05An Barrierefreiheit durchmachen sofern das jetzt vom ganzen
- 58:09politischen Bild ist. Aber das sind so Sachen, mit
- 58:10denen muss die Ukraine wirklich anfangen.
- 58:12Das ist höchste, höchste Eisenbahn.
- 58:14Bei den U Bahnen in Würfling auch Worte.
- 58:16Osteuropa ist sowieso nicht so freundlich, für sag ich jetzt
- 58:20mal Leute mit Einschränkungen. Also rein von der Infrastruktur
- 58:23her nicht und da muss die Ukraine wirklich eine
- 58:25Vorreiterrolle einnehmen, sie hat das Potenzial, aber da muss
- 58:28mehr gemacht werden, da müssen wir natürlich als europäische
- 58:30Partner. Unterstützen.
- 58:32Aber wir müssen nicht nur unterstützen, wir sollten auch
- 58:34genug Druck auf die Ukraine ausüben, weil das ist Zeit und
- 58:36das sind so Probleme, die vielleicht die Ukrainer
- 58:39gesellschaftlich ein bisschen anfangen zu übersehen.
- 58:42Naja, diese Dinge werden sie alle im Zuge der EU Integration
- 58:45der Ukraine glaube ich ergeben, weil das einfach unser
- 58:48Rechtsbestand ist und unsere Finanzierungsnotwendigkeiten
- 58:52auch sind. Also das werden wir alles
- 58:54entsprechend machen. Die Frage ist, schaffen wir es
- 58:56die Ukraine in die EU aufzunehmen.
- 58:59Und vielleicht können wir jetzt ein bisschen, nachdem wir über
- 59:00die persönlich gesprochen haben, ein bisschen über diese Themen
- 59:03des Ukraine Bilds in Österreich, du als Österreicher, der jetzt
- 59:07in der Ukraine lebt, und du wirst ja noch länger in der
- 59:09Ukraine leben können, definitiv, wie lange hast du jetzt vor, du
- 59:13gehst. Das ist meine Mission, das ist
- 59:15meine Mission und ich werde an dieser Mission festhalten.
- 59:18Also du gehst jetzt quasi mit offenem Ausgang in die Ukraine
- 59:22zurück, absolut genau für die nächsten, auf jeden Fall einmal
- 59:25für den Winter. Ich hoffe du wirst dann wieder
- 59:29hier nach Wien vorbeikommen in unserem Podcast unbedingt
- 59:32berichten. Aber wir haben ja in Österreich
- 59:34ein bisschen ein Problem mit dem Ukraine Bild, das ist ja da ein
- 59:38richtig großes Problem. Die öffentliche
- 59:40Berichterstattung ist ein bisschen schwierig, sagen wir es
- 59:44einmal so, die FPÖ Kompanisiert gegen die Ukraine die
- 59:48Berichterstattung im Ofp ist auch so, so kann man mal so
- 59:51sagen. Und wir haben leider noch nicht
- 59:53diese große Unterstützung für die Ukraine in der EU, die wir
- 59:57in Wirklichkeit brauchen würden. Wie kann man das ändern, was ist
- 1:00:00da der persönliche Eindruck, wie ist dein Leben jetzt in der
- 1:00:03Öffentlichkeit, du bist ja auf Instagram eine öffentliche
- 1:00:06Person. Naja, ich habe mein Profil doch
- 1:00:09aus gutem Grund wieder geschlossen.
- 1:00:10Aber ja, vielleicht, vielleicht ist 2026 das Jahr der eben
- 1:00:16öffentlichen Arbeit. Ich bin auf jeden Fall dafür für
- 1:00:18die Arbeit. Wir müssen auch die Bevölkerung
- 1:00:21mitnehmen. Ich stehe dahinter, wir können,
- 1:00:23wir können nicht den Krieg gewinnen und Österreich
- 1:00:25verlieren, wir müssen Österreich mitnehmen, darum mache ich ja
- 1:00:29diese ganzen Aktivitäten jetzt auf Deutsch, also da brauchen
- 1:00:32wir jede Hilfe. Absolut.
- 1:00:34Die Sache ist die momentan würde ich mal sagen, ist das
- 1:00:37Wichtigste, dass wir individuell nicht aufhören, auf die Art und
- 1:00:42Weise, in der wir die sag ich jetzt mal allgemein, europäische
- 1:00:45Idee die Ukraine unterstützen, nicht aufhören, weil wir.
- 1:00:52Staatlich institutionell sind wir gerade in einer sehr, sehr
- 1:00:55schwierigen Lage, dass man tatsächlich was vorankriegen,
- 1:00:58weil wenn man jetzt so denkt, die FPÖ hat ja die
- 1:01:00Stimmenstärkste Partei in Österreich mit 27%, würde aber
- 1:01:04dennoch nicht die Anzahl der Mandate besetzen, um zum
- 1:01:08Beispiel konstitutionelle Ordnungen aus, die wird zum
- 1:01:11Beispiel, wenn die zentral linken Parteien konsolidiert
- 1:01:16werden, könnte man auf. Konstitutioneller Ebene
- 1:01:19deutlich, was weiterkriegen Abschaffung der.
- 1:01:23Natalität Jawohl, das ist es. Die nennt Nummer die ÖVP nicht
- 1:01:27als linke Partei. Nein, aber die zentralen, also
- 1:01:30die. Vernünftigen, staatstragenden
- 1:01:32europäischen Parteien zusammenarbeiten, haben sie
- 1:01:34natürlich auch verfassungsmehrheit, was wir ja
- 1:01:36gerade gemacht haben bei den Energiegesetzen und bei anderen
- 1:01:39Gesetzen. Genau das ist durchaus möglich,
- 1:01:41vernünftige Dinge zu machen in Österreich, das Problem ist aber
- 1:01:45staatstragende Partei, Hallo. Die 4 Staats, also die Koalition
- 1:01:49plus halt die Grünen, haben noch nicht.
- 1:01:52Da ist das Verständnis einer einer, das Verständnis über
- 1:01:56kollektive Sicherheit ist dort noch nicht ganz angekommen, das
- 1:02:00sollte geschaffen werden, weil grundsätzlich die die
- 1:02:03Rahmenbedingungen hätten wir ja alle.
- 1:02:06Politisch muss ich da was tun. Ich glaub jetzt nicht, dass das
- 1:02:08Individuum Individuum in Österreich viel Einfluss drauf
- 1:02:11nehmen wird, das ist sowieso das Individuum oder viele Leute in
- 1:02:14Österreich, deren Meinung zur Ukraine, zur europäischen
- 1:02:17Sicherheit ist ja stark beeinflusst von den Medien, also
- 1:02:20müssen wir den Medien wahrscheinlich was anderes
- 1:02:22vorgeben, das ist jetzt eine sehr, das ist jetzt eine sehr,
- 1:02:26das ist wahrscheinlich eine sehr grenzwertige Aussage, aber.
- 1:02:29In der Ukraine schon insgesamt mehr oder weniger.
- 1:02:31Also mehr als. 22. Seit 22 hab ich dort mehr als
- 1:02:35ein Jahr. Verbracht und ich bin 25 seit
- 1:02:38Juni. 25 seit Juni also das ist ja ein halbes Jahr mittlerweile
- 1:02:42und jetzt geht's wieder für ein halbes Jahr zurück und
- 1:02:45wahrscheinlich noch mehr. Wahrscheinlich noch mehr, wenn.
- 1:02:47Du in die Österreich zurückkommst und dem ORF dann
- 1:02:51schaust. Ja wie hast du über die Ukraine
- 1:02:53berichtet? Jetzt siehst du da Diskrepanzen
- 1:02:55oder bist du zufrieden mit dem? Ukraine Bild Nein, es ist.
- 1:02:59Es ist, sagen wir, so die, die die Art und Weise, wie man
- 1:03:02drüber berichtet, ist einfach zum Mainstream mir gefallen zum
- 1:03:06Beispiel so Berichte, wie man sie teils auf Arte sieht, die
- 1:03:10werden aber gut, das ist ja eine andere Art von Medium, man sieht
- 1:03:14halt nur die Schlagzeilen, Trump, selensky, okay, ein paar
- 1:03:18bombardierte Häuser in in Kiew oder Halt eben Ausschnitte von
- 1:03:22dem so massiven Schahet angriffen.
- 1:03:25Man hat einfach keine Vorstellung drüber, wie es
- 1:03:26tatsächlich ist. Und ich weiß nicht, wie ein
- 1:03:30Österreicher den jetzt, sagen wir mal, die Region sowieso von
- 1:03:32Haus aus nicht so interessiert hat, wie der viel Empathie
- 1:03:35aufbauen sollte. Eben zur Ukraine, wenn man alles
- 1:03:38sieht. Den Bildern ähnelt, die ich
- 1:03:40eigentlich aus der Kindheit aus Irak und Afghanistan gewohnt
- 1:03:43war. Ich kann mich, ich lasse es
- 1:03:46immer wieder, ich reflektier immer wieder drüber, so die
- 1:03:50frühen Zweitausender, die GWOT Zeit.
- 1:03:55Ich bin als Kind ja eigentlich, doch ich bin sehr friedlich
- 1:03:58aufgewachsen in Europa war ja alles OK, aber man kann sich
- 1:04:01schon erinnern, dass immer wieder die Meldungen gegeben hat
- 1:04:04über einen Bombenanschlag in Bagdad mit eben Dutzenden Toten.
- 1:04:08Wir erleben im Prinzip ein déja vu im Sinne, ja 12 Tage Krieg
- 1:04:13jetzt tatsächlich am europäischen Kontinent
- 1:04:15angekommen, aber dieses. Mitgefühl, Empathie kann einfach
- 1:04:20nicht entwickelt werden. Bei ich sag jetzt mal so einer
- 1:04:23Berichterstattung, ich will nicht die Berichterstattung
- 1:04:25alleinig dafür die Schuld geben. Großer, großer anderer Faktor
- 1:04:30ist einfach das fehlende politische, geopolitische,
- 1:04:34wohlgemerkt Verständnis, aber ja, ich meine die Bilder so wie
- 1:04:36man sie präsentiert bekommt, ist ja tatsächlich, man würde
- 1:04:40meinen, es ist ja ein polit. Zirkus es.
- 1:04:42Ist jetzt in deinem Bekanntenkreis, also du bist in
- 1:04:45Österreich ja in Innsbruck aufgewachsen.
- 1:04:48Manche Leute werden sich fragen, was ist jetzt mit dem Wachtang,
- 1:04:50warum ist er dort, warum macht er das?
- 1:04:53Seine Freunde aus dem Studium, die Familie.
- 1:04:57Ich muss sagen, in meinem engeren Bekanntenkreis genieße
- 1:05:00ich, genieße ich Unterstützung, und das ist sehr wichtig für
- 1:05:02mich. Ich muss sagen, es haben sich
- 1:05:04natürlich auch Freundschaften, Freundschaften wurden beendet,
- 1:05:08jetzt nicht durch unbedingt Streit, aber man ist einfach in
- 1:05:12seiner Meinung so grundverschieden, dass man
- 1:05:14einfach. Die Interessen sich so spalten,
- 1:05:17dass man einfach getrennte Wege geht, das ist okay und das ist
- 1:05:19auch gut. Ich möchte eigentlich mit
- 1:05:20niemandem Konflikte haben, für mich ist wichtiger die
- 1:05:22Unterstützung eben meiner engsten Freunde und.
- 1:05:26Die mediale Berichterstattung ist ja interessant.
- 1:05:29Der Österreicher, der in der Ukraine so interessante Sachen
- 1:05:32macht, die dafür engagiert hast du da ein bisschen mediale
- 1:05:35Berichterstattung? Bekommen ja tatsächlich, es gab
- 1:05:38im April 2025 gab es einen Artikel von der Furche der.
- 1:05:43Der hat ja ordentlich für Aufruhr gesorgt.
- 1:05:46Warum? Ich meine, die Schlagzeile war
- 1:05:48nicht die unbedingt die erfolgreichste, es hieß ja
- 1:05:51neutral, aber dennoch auf der dennoch komplett auf der Seite
- 1:05:55der Opfer, so in etwa hieß die Schlagzeile.
- 1:05:58Und ja, das Bild war eben. Ich hatte einen Hellmann, ich
- 1:06:02hatte keinen Militäranzug und einen Plattenträger an das Foto
- 1:06:06stammt ja ursprünglich aus jacev Yard, 2023 und ja, das hab ich
- 1:06:10hergenommen als Titelbild, weil ein bisschen bisschen provokant
- 1:06:13muss man natürlich sein, ich wusste ja, wie das.
- 1:06:15Beides selbst geschützt hat der Leser.
- 1:06:17Mit dieser Ausrüstung also. Na natürlich sehr notwendig,
- 1:06:22aber absolut, wir sind, wir sind in diesem, Wir sind in eben
- 1:06:25diesem. Zeitraum der Wehrschützer, die
- 1:06:27ja so was sagen. Immer wenn er seine.
- 1:06:29Interviews, das muss man, das muss man, das ist, mit dem
- 1:06:32sollte man mit seinem, mit seiner Sicherheit sollte man
- 1:06:35nicht spielen. Und ja, wir sind ja 2023
- 1:06:38tatsächlich auch unter Beschuss geraten, zwar nicht so.
- 1:06:42Wahrscheinlich nicht so. Unser Fahrzeug wurde nicht
- 1:06:44direkt getroffen, aber ja auf dem Weg bei einer der verletzten
- 1:06:48Evakuierungen so viel zur potenziellen Sicherheit der
- 1:06:52Rettungskräfte, ja wurden wir auch beschossen damals von
- 1:06:54Artillerie, aber das war ein gezielter Angriff über.
- 1:06:58Auf euren Transport. Auf unseren Konvoi.
- 1:07:00Ja, dass man 3 Krankenwagen, die man zwar grün gefährdet etc.
- 1:07:03Aber ja. Okay, aber das sieht man immer
- 1:07:06wieder, dass die Russen eigentlich ganz bewusst die
- 1:07:08Krankenevakuierungswagen. Sei mal so offen mittlerweile
- 1:07:12beide Seiten, weil da gibt es einfach für die russischen
- 1:07:17Angreifer gibt es auch in der Ukraine wirklich kein Mitleid
- 1:07:19mehr. Also hier ist man im totalen
- 1:07:23Krieg, da gibt es selbst nicht so keine, keine Gnade mehr auf
- 1:07:28beiden Seiten, keine. Naja, schrecklich, dass es so
- 1:07:32weit hat kommen müssen, jetzt hat man die Ukraine in die Nato
- 1:07:35aufgenommen 2020. Hätte einiges verhindert.
- 1:07:42Eve Trumpers Präsident dann wäre es überhaupt weg, das.
- 1:07:45Ist ein anderes Thema. Da müssen wir.
- 1:07:48Venezuela ich möchte, ich möchte auf jeden Fall einen Gedanken
- 1:07:51dort lassen und also hier lassen die Diplomatie der USA in Bezug
- 1:07:56auf diesen Konflikt ist so schlecht wie sie nicht, also so
- 1:08:00schlecht wie noch nie im Prinzip, während man zum
- 1:08:04Beispiel schaut das OK, die USA ist eigentlich sehr
- 1:08:07schlagkräftig gegenüber. Venezuela, Iran, unter anderem
- 1:08:11auch ich weiß, du hast deine deine Sichtweise drauf, aber
- 1:08:14also man man kann es den autoritären Regimen schon
- 1:08:18zeigen. Ja, Russland ist eine Atommacht,
- 1:08:19es ist schwierig, aber dieser Zugang über diese über die
- 1:08:24Immobilienmakler mit HGP Agenten zu verhandeln ist für mich ist
- 1:08:30unzulässig. Ich würde mir für 2026 würde ich
- 1:08:34mir hoffen, dass es. Vor allem die europäischen
- 1:08:37Partner, die USA dazu drängen, wenn man schon ein Ultimatum
- 1:08:41stellt gegenüber der Ukraine, sie müssen ein Referendum
- 1:08:44machen, um eben entscheiden zu entscheiden, was mit den
- 1:08:48abtrünnigen Regionen passiert, dann sollte man ja Russland das
- 1:08:52exakt selbe Ultimatum stellen. Man sollte Russland dazu
- 1:08:56auffordern, ein Referendum zu halten, weil Russland
- 1:08:59beansprucht für sich 4 Regionen, die sie militärisch nicht
- 1:09:02komplett. Nicht komplett kontrollieren die
- 1:09:07Einzige ist die Autonome Republik kriegen, das heißt,
- 1:09:11wenn die Russland ihren Willen zum Frieden zeigen wollen, dann
- 1:09:14sollen sie ein Referendum machen, bei dem sie abstimmen.
- 1:09:16So sollen wir jetzt für diese unsere konstitutionellen Gebiete
- 1:09:21weiterkämpfen oder nicht? Davon ausgehend soll nachher der
- 1:09:25weitere Friedensprozess entschieden werden, sagen die
- 1:09:27Russen, nein, wir wollen nicht weiterkämpfen, dann sehr gerne,
- 1:09:30setzen wir uns an den Verhandlungstisch, machen wir
- 1:09:33einen Waffenstillstand und und. Und führen einen langfristigen
- 1:09:38Friedensprozess ein. Wenn sie aber dafür kämpfen
- 1:09:41wollen, dann sehr gerne. Wir haben westliches Arsenal,
- 1:09:44wir haben Waffen, die Ukrainer können mittlerweile damit
- 1:09:47umgehen, fechtet euch es aus. Wie schätzt du jetzt die
- 1:09:54Kampfmotivation, den Kampfwillen der ukrainischen Soldaten ein,
- 1:09:58die du kennst? Die ich persönlich kenne.
- 1:10:01Er ist da, aber es ist, man muss sich das vor Augen halten.
- 1:10:03Es ist jetzt bald das fünfte Jahr der russischen Aggression
- 1:10:07gegenüber der Ukraine, es gibt Schwankungen, natürlich gibt es
- 1:10:14Schwankungen, jeder will mal nach Hause, jeder will mal zur
- 1:10:18Familie, zur Frau, zur Liebhaberin, zu wem auch immer,
- 1:10:23Leute haben es, Leute haben den Armee Alltag satt, das.
- 1:10:27Das Kämpfen ist das eine. Wenn du dann noch quasi die
- 1:10:30militärische Bürokratie durchmachen musst, jeden Tag,
- 1:10:33dann geht es da einfach auf den Senkel.
- 1:10:34Auf gut Deutsch gesagt, das ist normal in jetzt mittlerweile
- 1:10:39oder bald fünften Jahr der Vollinvasion grundsätzlich, die
- 1:10:42Motivation ist da, die Heimat zu beschützen, das ist, glaube ich,
- 1:10:47jedem Soldaten am meisten Wert, die Heim, also die Familie, die
- 1:10:50Heimat oder sich eben für Gefallene.
- 1:10:55Kameraden oder eben für Verstorbene, für verstorbene
- 1:10:58Familienmitglieder zu rächen, das ist die Baseline, das ist
- 1:11:02die absolute Motivation. Aber ja, die wird natürlich
- 1:11:05beeinträchtigt durch unter anderem innenpolitische Skandale
- 1:11:09in der Ukraine, was sehr bedauerlich ist, oder eben
- 1:11:12durch, sag ich jetzt mal, vielleicht nicht ideale, nicht
- 1:11:16ideale militärische Führung, aber die Baseline ist da, die
- 1:11:19Ukrainer werden so lange weiterkämpfen, solange es
- 1:11:23erforderlich ist. Du hast in diesem Artikel, wo du
- 1:11:28die in der Öffentlichkeit präsentiert hast, mit diesem
- 1:11:31Kampfanzug ein bisschen angespielt, ein bisschen auf das
- 1:11:34Thema, dass man ja vielleicht kämpfen könnte für die Ukraine.
- 1:11:37In manchen Ländern ist ja das erlaubt, es gibt ja ganz viele
- 1:11:40Freiwillige, die in dieser internationalen Brigade für die
- 1:11:43Ukraine kämpfen, Kolumbien, Deutsche, Schweden, Amerikaner,
- 1:11:47Briten und. Und in Österreich ist ja das
- 1:11:50leider verboten in. Chinesen, ich hab ich hab vor
- 1:11:54kurzem Chinesen. Auf der Seite der Ukraine auf
- 1:11:57der Seite der sehr gut, sehr gut.
- 1:11:58Ja, also das ist ja eigentlich wirklich sehr gut, wenn man da
- 1:12:01diese Möglichkeit hat. In Österreich ist es leider
- 1:12:03verboten. Also wir rufen natürlich auch
- 1:12:06nicht zu irgendwas Illegalen hier auf in unserem Podcast,
- 1:12:08aber die Frage ist, man kann natürlich schon öffentliche
- 1:12:11Politik diskutieren und Fragen stellen, ob es sinnvoll ist, das
- 1:12:16zu machen, wenn es in anderen Ländern erlaubt ist.
- 1:12:18In der Europäischen Union sollte es nicht auch in Österreich
- 1:12:21erlaubt sein, für die Ukraine zu kämpfen.
- 1:12:23Ich denke, man kann, man kann sich da auf die Gesetze in
- 1:12:28anderen EU Staaten, man kann die abgleichen, ja definitiv.
- 1:12:32Dann wäre es auch für die Österreicher unproblematisch und
- 1:12:36rechtlich zumindestens natürlich.
- 1:12:37Ich bezweifle das Wort. Mut und Risikobereitschaft dazu.
- 1:12:41Aber es gibt da in Österreich gut ausgebildete Soldaten, die
- 1:12:44das gerne machen würden. Warum man das dann so streng
- 1:12:48verbietet, ist mir unerklärlich. Ich würde mal bezweifeln, dass
- 1:12:54die Anzahl der Willigen dann doch so groß ist.
- 1:12:57Wiederum, aber ich denke, das ist eine Entscheidung, die.
- 1:13:01Ist akzeptabel, sich für ein demokratisches Land, das von
- 1:13:05einem autokratischen Staat angegriffen wurde, mitzuwirken,
- 1:13:09in dessen Verteidigung oder so. Ja, ich bin da eigentlich ganz
- 1:13:13dafür. Hast du europäische Freiwillige
- 1:13:15kennengelernt, die kämpfen? Genug.
- 1:13:18Es gibt, es gibt eine Handvoll natürlich, das sind meine
- 1:13:21persönlichen Bekanntschaften, das sind Leute, die man einfach
- 1:13:24so auf dem langen Weg dort kennenlernt, ich kann das nicht
- 1:13:28sagen, wie viel ist das? Trifft man den Entzug oder auf
- 1:13:31der. Ich sag jetzt mal so, man
- 1:13:34bekommt ein Auge dafür. Ich meine ich kenne ja, ich
- 1:13:37kenne ja beide Welten, ich kann das schon, ich kann das oft mal
- 1:13:41aus der Fernsehen sehen, man sieht natürlich auch, ob jemand
- 1:13:45zum Beispiel. Aus dem westlichen Land ist
- 1:13:48teilweise, und das ist vielleicht ein sehr
- 1:13:51interessantes Detail, man sieht es ja gelegentlich mal, wie die
- 1:13:54Leute ausgerüstet sind, nicht jetzt von der Qualität der
- 1:13:58Ausrüstung. Logisch, es kauft sich ja selber
- 1:14:00jeder selbst Zeug, aber ich sag jetzt mal so ein typischer
- 1:14:04amerikanischer Marine schaut halt eben auch in ukrainischer
- 1:14:08Form aus Uniform wie ein Marine aus.
- 1:14:11Der ist anders, trainiert einen anderen Haarschnitt.
- 1:14:14Natürlich anderen Haarschnitt und also das sind so die kleinen
- 1:14:17Details, wo man es erkennt und natürlich wenn man, wenn man da
- 1:14:19jetzt eben natürlich ich sehe, die Leute nicht nicht in
- 1:14:22Ausrüstung, aber auch so vom Styling her und so weiter
- 1:14:26erkennt man es halt schon aus der weite und dann sagt man
- 1:14:29halt, hey, whatsapp do you do you speak English, Yes of
- 1:14:34großman way you from und so weiter und so startet man halt
- 1:14:37ganz gemütliche Konversationen und lernt ganz nette Leute
- 1:14:40kennen. Ich habe einen hohen Respekt vor
- 1:14:42jedem, der bereit ist. Für die Ukraine zu kämpfen.
- 1:14:45Ich finde, dass das in Österreich erlaubt werden
- 1:14:47sollte. Diese Illusion der Neutralität
- 1:14:50und dass wir da irgendwie nicht uns engagieren sollten, ist
- 1:14:55wirklich sehr bedauerlich. Nein, wir sollten eben nicht,
- 1:14:59wir sollten sogar im Gegenteil, wir sollten eine
- 1:15:01Beistandspflicht haben. Ja, das gehört eigentlich so.
- 1:15:04Eigentlich sollten wir die haben, wenn wir der Ukraine die
- 1:15:07Mitgliedschaft in der EU versprechen und.
- 1:15:09Sie sagen, wir unterstützen sie sogar die offizielle Politik,
- 1:15:14dass sie mal sagen, die Krim muss de facto immer bei der
- 1:15:18Ukraine bleiben, das hat ja selbst der Schalenberg gesagt,
- 1:15:20absolut, und dann macht man so wenig dafür, wenn man wen
- 1:15:25unterstützt, dann muss man ihn schon komplett unterstützen.
- 1:15:28Das sehe ich auch so. Und wenn wir das klar gemacht
- 1:15:30hätten, von Anfang an, dann wäre der Krieg in die Stadt gegangen.
- 1:15:33Das war nur unsere eigene Schwäche.
- 1:15:36Die in Putin eingeladen hat, das militärisch zu lösen, weil er
- 1:15:39sich darauf verlassen hatte, dass die Europäer nichts machen.
- 1:15:43Das war so, aber wolle 2026 das Jahr sein, in dem wir wieder zur
- 1:15:48Altersstärke kommen. Ja, dann machen wir ein
- 1:15:51optimistisch Closing in der Form.
- 1:15:54Wie wird's weitergehen für die in der Ukraine, wie wird's
- 1:15:57weitergehen, für die Ukraine, wie gewinnen wir den Krieg
- 1:16:00wachtang? Meine Mission wird sich
- 1:16:03fortsetzen. Ich erhoffe mir von der
- 1:16:05politischen Führung mehr Entschlossenheit, man hat es
- 1:16:09nicht zum ersten Mal gehört. Veneed Leadership, ja, das
- 1:16:12brauchen wir und ich habe beste Hoffnung.
- 1:16:15Helme aus Österreich. Eventuell Anti Minen Fahrzeuge,
- 1:16:22das alles ist möglich. Das alles oder es wäre zumindest
- 1:16:25möglich. Wie gesagt, wir brauchen die
- 1:16:27notwendige Entschlossenheit dazu Waffen.
- 1:16:29Aus Österreich für die Ukraine. Ja, natürlich, Günther.
- 1:16:34Ja, das ist ja, da stehen wir voll dahinter, an mir, an mir
- 1:16:39liegt es nicht, es liegt an uns, an unserem Willen, wie gesagt,
- 1:16:42dort zu helfen, an unserem Willen, uns zu verändern, uns zu
- 1:16:46reformieren, wie gesagt, politisch, die Grundbedingungen
- 1:16:49hätten wir ja eigentlich, aber eben, es braucht einfach mehr
- 1:16:52Lobby. Hat gesagt 12 Milliarden Euro
- 1:16:56budgetiert an bilateraler Hilfe für die Ukraine.
- 1:17:01Das ist sehr gut. Österreich hat, wie viel wir
- 1:17:04reden, von ein paar 100000000, die seit 2000 kommen, es ist
- 1:17:12wenig. Das bilateral glaube ich aus der
- 1:17:14bei Hilfszahlungen nur sehr wenig passiert.
- 1:17:17Tatsächlich, und da können wir uns verbessern.
- 1:17:20Wie gesagt, ich habe jetzt nicht die besten Hoffnungen, aber wir
- 1:17:25können uns verbessern, wir können mehr dazu beitragen, ein
- 1:17:27starkes Europa zu bauen und. Und uns vor allem vorgefahren,
- 1:17:32von außen abzusichern. Die ist ja so offensichtlich,
- 1:17:38aber es haben tatsächlich noch nicht alle verstanden, A und
- 1:17:42die, die es verstanden haben, sind auch noch nicht tatkräftig
- 1:17:45genug geworden, dass wir da einen einen Umbruch erzielen
- 1:17:50können. Anders darüber hinaus erhoffe
- 1:17:52ich mir für die Ukraine so wenig Verluste wie möglich zu machen.
- 1:17:57Und den Goliath, weil wir hier schon bei David und Goliath
- 1:18:00sind, muss ich sagen, den Goliath in die Knie zu zwingen,
- 1:18:03das ist mein Wunsch von tiefsten Herzen für 2026.
- 1:18:09Ob wir es dann tatsächlich sehen werden, weiß ich nicht, aber ich
- 1:18:12hoffe es mir sehr. Gut, wo kann man die
- 1:18:15unterstützen, wo können sie andere Freiwillige melden, wo
- 1:18:18kann man Geld spenden für. Und spenden gern an Green Cross,
- 1:18:22Mediwec und sonst? Man kann mich gerne auf den
- 1:18:25sozialen Medien verfolgen. Ich gebe gelegentlich Updates
- 1:18:29und vielleicht ein paar persönliche Einblicke zu den
- 1:18:33Geschehenen rund oder in der Ukraine.
- 1:18:36Und ja, ich danke jedem für die Unterstützung.
- 1:18:39Dann wünschen wir dir mal alles Gute.
- 1:18:41Mach Dank. Na klar, für deinen Weg in die
- 1:18:44Ukraine jetzt ab morgen wieder unterwegs.
- 1:18:47Ich hoffe du wirst sicher sein und.
- 1:18:49Und ich hoffe, dass du vielen Leuten dort helfen kannst und
- 1:18:52dass du auch für viele Österreicher ein Vorbild bist,
- 1:18:55die dann der Ukraine helfen wollen und werden. 2026 ich
- 1:19:00glaube, es wird das Jahr des Sieges werden.
- 1:19:03Ich glaube, dass wir den Zusammenbruch Russlands sehen
- 1:19:06werden, 2026 und ich bin sicher, dass die Krim befreit werden
- 1:19:11wird. 2026 ab. Aber wenn dieser Winter noch
- 1:19:14sehr schwierig wird, wird er dementsprechend von einem großen
- 1:19:18Erfolg gekrönt werden, weil das Putin Regime schon aus dem
- 1:19:22letzten quasi. Warmwasser, das da aus der Erde
- 1:19:27rausbricht, weil die Rohre explodieren und die
- 1:19:31Energieversorgung Russlands zusammenbrechen wird, so wie
- 1:19:34ihre Wirtschaft zusammenbrechen wird, so wie die Währung
- 1:19:36zusammenbrechen wird und dementsprechend sie Russland
- 1:19:39auflösen wird vor unseren Augen. Du wirst überrascht sein, du
- 1:19:42wirst in der Ukraine sein und du wirst damit denken, wann diese
- 1:19:46Dinge passieren von solchen Sachen von.
- 1:19:48Solchen Sachen lasse ich mich sehr gerne überraschen.
- 1:19:50Herzlichen Dank. Jetzt wünsche dir mal alles gute
- 1:19:52Slava Ukraine heroium Slava und. Wach.
- 1:19:55Dann danke für deinen Einsatz, danke für und dass du heute auf
- 1:19:58dieser Podcast warst und viel Erfolg auf deiner Reise und
- 1:20:01deinen Tätigkeiten in der Ukraine.
- 1:20:03Danke. Für die Einladung.