Latest / Schwarze Akte - True Crime / #305 Er lauert im Gebüsch - Der Bullseye Killer
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- Diese Episode enthält explizite Details über einen wahren Kriminalfall. Weitere Infos in der Folgenbeschreibung. Es gibt wohl keinen Ort, an dem Peter und Gwenda lieber in den Urlaub fahren als an die Küste von Pembrokeshire. Dorthin, wo sich Land, Meer und Himmel vereinen. Wo das offene Meer gegen schroffe Felsen und Steilklippen rauscht. Wo Sandstrände zum stundenlangen Spazieren und versteckte Buchten zum Träumen einladen. Es ist ein Ort, an dem die Natur sich von ihrer wilden, ungezähmten Seite zeigen darf, an dem Schmetterlinge im Sommer über Felder tänzeln und Seevögel kreischend durch die Lüfte fliegen. Ein Ort, an dem der Mensch nur zu Besuch ist und der Alltag endlich mal Pause hat. Es ist ein warmer Sommertag in diesem Juni 1989. Und es ist der letzte Urlaubstag für das Ehepaar. Die Sachen sind bereits gepackt, das Zelt ist abgebaut und während das trocknet, machen Peter und Gwenda einen letzten Spaziergang an der Küste entlang. Es ist nie leicht, sich von so einem schönen Ort zu verabschieden. Aber sie wissen ja, dass sie im nächsten Jahr wiederkommen werden. Das Paar folgt dem Weg von der Küste weg in ein Stück Wald. Durch die Bäume können sie das Meer in der Ferne im Sonnenlicht funkeln sehen. Und aus den Blätterkronen über ihnen erklingt das fröhliche Gezwitscher einiger Vögel. Hin und wieder mogelt sich sogar ein Sonnenstrahl durch das Dickicht und wirft ein wenig Licht auf den Waldboden. Sie merken erst, dass sie nicht allein sind, als es schon zu spät ist. Aus dem Schatten des Waldes tritt lautlos ein schwarz gekleideter Mann hervor, in der Hand eine Schrotflinte. Sein Gesicht ist mit einer Sturmhaube bedeckt, aber in seinen Augen steht die pure Entschlossenheit. Mit der Waffe zwingt er das Ehepaar zu Boden. Peter und Gwenda haben keine Chance. Sie werden gefesselt und der Angreifer nimmt ihnen das gesamte Bargeld und ihre EC-Karte ab. Unter vorgehaltener Waffe nötigt er das Paar dazu, ihm auch den PIN-Code ihres Kontos zu verraten. Und während die Vögel zwitschern und die Sonne scheint, verwandelt sich innerhalb weniger Atemzüge ihr geliebtes Küstenparadies in einen Ort des Grauens, der Angst und der absoluten Hilflosigkeit. Denn ein einziger Blick in die wilden Augen unter der Sturmmaske reicht aus, um zu verstehen, dass es dieser Mann nicht nur auf ihr Geld abgesehen hat. Und damit ganz herzlich willkommen zu einer neuen Folge der Schwarzen Akte mit Patrick Strohbusch und mit Anne Luckmann. Hello! Wir nehmen euch heute mit nach Großbritannien und zwar in den Südwesten von Wales. Werbung. Werbung Ende. Hier befindet sich der Küstenstreifen von Pembrokeshire, der mit seiner wilden, natürlichen Schönheit ein Sehnsuchtsort für viele naturverbundene Menschen wie Peter und Gwenda ist. Nicht umsonst wurde die Region von National Geographic als eines der besten Küstenreiseziele der Welt bezeichnet. Wer will, kann hier stundenlang wandern, surfen, segeln oder Kajak fahren. Oder einfach nur still da sitzen und die Natur um sich herum genießen. Eigentlich gilt der Westen von Wales als ein sehr sicherer Ort, sowohl zum Leben als auch zum Urlaub machen. Niemand rechnet damit, dass in einer so friedlichen Region wie Pembrokeshire ein einziger gewaltbereiter Mann mit einer Sturmhaube und einer Schrotflinte für so viel Schmerz, Angst und Verzweiflung sorgen wird. Zeitlich befinden wir uns in den 80er Jahren. Es ist die Zeit, in der die eiserne Lady Margaret Thatcher das Schicksal des Vereinigten Königreichs als Premierministerin in ihren Händen hält und in großem Stil den Rückbau der Kohle- und Stahlindustrie vorantreibt. Viele Menschen, die all die Jahre lang in Kohleminen und Stahlwerken gearbeitet haben, verlieren dadurch ihre Jobs. Die Folge sind Armut, Unsicherheit und landesweite Proteste. Während also in den 80er Jahren die traditionelle Industrie ins Wanken gerät, gewinnt die Technologie zunehmend an Bedeutung. Statt in den Bergwerken entstehen neue Arbeitsplätze in moderneren, wissensbasierten Bereichen wie zum Beispiel der IT, Medizintechnik oder Unterhaltungselektronik. Computer spielen dabei eine wachsende Rolle, auch wenn Ende der 80er Jahre noch längst nicht alle Haushalte einen eigenen PC haben. Der Alltag beginnt ganz langsam immer digitaler zu werden. Das Internet ist allerdings noch Zukunftsmusik. Zwar wird das World Wide Web schon 1989 erfunden, doch es dauert noch vier Jahre, bis der Zugang zum Internet zur allgemeinen Benutzung weltweit freigegeben wird. Auch Handys spielen noch keine große Rolle im Alltag der meisten Menschen. Mobiltelefone sind noch ziemlich sperrig und teuer und dienen mehr als Statussymbol und weniger als praktisches Kommunikationsmittel. Wer telefonieren will, der nutzt eben den heimischen Festnetzanschluss. Auch mit dem Chatten dauert es noch etwas. Die erste SMS wird erst 1992 verschickt. Dafür verbreitet sich Mitte der 80er Jahre eine andere neue Technologie aus, die vielen den Griff zum Telefonhörer und auch den Gang zur Post erspart. Das gute alte Faxgerät. Praktisch, dass ein US-amerikanischer Informatiker ein paar Jahre zuvor das erste Emoticon erfunden hat. Der berühmte Smiley aus Doppelpunkt, Gedankenstrich und Klammer zu. Ursprünglich gedacht, um in kurzen schriftlichen Mitteilungen Ironie auszudrücken. Während Anfang der 80er Jahre CD-Player noch so groß wie Gemüsekisten und ziemlich teuer sind, gewinnt die CD in den nun folgenden Jahren zunehmend an Popularität. Sie wird für die breite Masse erschwinglich und beginnt langsam aber sicher, Kassetten und Schallplatten als Standardmedium für Musik zu verdrängen. Wer seine Lieblingssongs hören will, der muss dafür schon längst nicht mehr beim Plattenspieler zu Hause bleiben und nimmt die Musik ganz einfach auf seinem Walkman oder später auch auf dem Discman mit. Auch das Fernsehen lässt sich dank der Videotechnik zunehmend flexibler gestalten. Schauen, was gerade läuft, wird in den 80er Jahren also langsam schon zum Schnee von gestern. Beliebte Fernsehsendungen wie zum Beispiel die Darts-Show Bullseye können aufgezeichnet und bei Bedarf in aller Ruhe angesehen werden. Ihr merkt schon, in den 80er Jahren wurden viele Grundsteine gelegt für das Leben, wie wir es heute kennen. Wir lassen nun aber den Großteil der 80er Jahre hinter uns und begeben uns an die Küste von Pembrokeshire im Sommer 1989, wo der 51-jährige Peter und seine 52 Jahre alte Ehefrau Gwenda Urlaub mit ihrem Zelt machen. Am 2. Juli 1989 kontaktiert ihr schon erwachsener Sohn die Polizei und meldet, dass seine Eltern nicht von ihrem Campingtrip heimgekehrt sind. Eigentlich hätten sie schon seit drei Tagen wieder zu Hause sein sollen. Und mittlerweile macht er sich ziemlich Sorgen. Er kann seine Eltern ja nicht einfach unterwegs anrufen oder ihnen eine Nachricht auf Sandy schicken. Die Technologie ist Ende der 80er Jahre ja noch nicht so weit. Der Sohn meldet seine Eltern also als vermisst und damit beginnt die Suche nach dem Ehepaar. Die Polizei findet heraus, dass Gwenda und Peter zum letzten Mal am 29. Juni gesehen wurden, also drei Tage bevor ihr Sohn sie als vermisst gemeldet hat. Gesehen wurden die beiden, als sie gegen 9.30 Uhr ihr Zelt auf dem Campingplatz zum Trocknen ausgebreitet haben. Danach sind sie zu einem Spaziergang entlang der Küste aufgebrochen, von dem sie nicht wieder zum Zeltplatz zurückgekehrt sind. Am 5. Juli, sechs Tage nach ihrem Verschwinden und drei Tage, nachdem ihr Sohn seine Eltern als vermisst gemeldet hat, entdecken Spaziergänger Schwärme von Fliegen, die sich über einem Gestrüpp in der Nähe einer Steilklippe tummeln. Sie sehen genauer hin und entdecken, dass unter den Blättern und Zweigen etwas versteckt ist. Sie alarmieren die Polizei. Ihr könnt euch schon denken, wie es jetzt weitergeht. Verborgen unter Ästen, Laub und Zweigen liegen die Leichen von Peter und Gwenda, einen knappen Kilometer von ihrem Campingplatz entfernt. Fast eine Woche lang hat sie niemand dort bemerkt. Der Verwesungszustand ist bei den sommerlichen Temperaturen in Wells und den ständigen Regenfällen schon ziemlich weit vorangeschritten, was auch die vielen Fliegen erklärt. Peters Hände sind auf dem Rücken gefesselt. Gwendas ebenfalls gefesselter Körper ist von der Taille abwärts nackt. Die Polizei geht davon aus, dass sie vor ihrem Tod vergewaltigt wurde. Beide Eheleute wurden aus nächster Nähe erschossen. Fünf Schüsse hat der Täter insgesamt abgefeuert, direkt ins Gesicht und damit ein unbeschreibliches Blutbad angerichtet. Es ist offensichtlich, dass er auch dann noch weiter gefeuert hat, als Peter und Gwenda schon längst tot waren. An den beiden Leichen zeichnet sich die pure Mordlust ab. Das ist auch den Polizeibeamten klar, die den Anblick der zerschossenen Gesichter wohl ihr Leben lang nicht wieder vergessen werden. Dieser Doppelmord und alles, was die Ermittlungen noch zutage fördern werden, wird einigen beteiligten Beamten so schwer zu schaffen machen, dass sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen müssen, um das Geschehene verarbeiten zu können. Die Nachricht verbreitet sich rasend schnell. Ein Mörder ist an der Küste Pembrokeshers unterwegs. Ein Mann, der so gewaltbereit ist, dass niemand weiß, ob er nicht noch ein weiteres Mal zuschlagen wird. All diejenigen, die in diesem Sommer gerade in der Region Urlaub machen, warnt die Polizei, wachsam zu bleiben. Umgehend nach dem Fund der Leichen beginnt die Fahndung nach dem Doppelmörder von Pembrokeshire. Es gibt keine Zeugen, die die Tat an sich beobachtet haben, aber der Täter hat eine andere unsichtbare Spur hinterlassen. Denn er hat ja das Bargeld und die EC-Karte des Paares gestohlen. Ein Kontoauszug zeigt, dass jemand in den Tagen nach dem Mord Geld vom Konto des Ehepaares an verschiedenen EC-Automaten in der Umgebung abgehoben hat. Und zwar insgesamt 300 Pfund. Umgerechnet entspricht das einem heutigen Wert von ungefähr 1100 Euro. Peter und Gwenda können das Geld logischerweise ja nicht abgehoben haben. Damit bleibt nur einer übrig, der sowohl im Besitz der IC-Karte als auch des PIN-Codes ist und sich gerade in der Gegend aufhält, nämlich der Mörder. Über 18.000 Menschen wird die Polizei in den nächsten Tagen und Wochen befragen und dabei rund 6.000 Zeugenaussagen aufnehmen. Anhand der Kontodaten lässt sich zum Glück genau zurückverfolgen, wann und wo Geld abgehoben wurde. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass jemand den Täter beim Geldabheben beobachtet hat. Und tatsächlich meldet sich ein Zeuge, der den Täter beim Benutzen der EC-Karte am Automaten gesehen hat. Natürlich wusste der Zeuge zu dem Zeitpunkt nicht, dass es sich um den Mörder handelt. Aber er erinnert sich noch gut an das Aussehen des Mannes. An seine buschigen, lockigen und dunklen Haare, an das Poloshirt und die knielangen Shorts. Dieser Mann war mit dem Fahrrad unterwegs. Der Zeuge hilft der Polizei, ein Phantombild des Täters anzufertigen. Damit ist ein erster, riesiger Schritt in den Ermittlungen getan. Die Beamten finden auch heraus, dass Peters Ehering bei einem örtlichen Juwelier verkauft wurde. Und zwar an dem Tag, an dem die Leichen des Ehepaares gefunden wurden. Der Juwelier hat dem vermeintlichen Besitzer einen Preis von 25 Pfund für den Ring bezahlt, also umgerechnet auf die heutige Zeit keine 100 Euro. Er kann bestätigen, dass der Mann auf dem Phantombild dem Verkäufer des Rings sehr ähnelt. Am 10. Juli, fünf Tage nach dem Fund der Leichen, veröffentlicht die Polizei das Phantombild in einer Pressekonferenz und bittet die Öffentlichkeit um Hilfe bei der Suche nach dem Täter. Doch obwohl die verschiedenen Ortschaften, die es entlang der Küste von Pembrokeshire gibt, recht klein sind und die Anwohner sich gegenseitig kennen, kann niemand den Gesuchten auf Anhieb identifizieren. Die BBC berichtet sogar fünf Monate nach der Tat über den Doppelmord an ihrer Sendung Crime Watch im Dezember 1989. Crime Watch ist sowas wie Aktenzeichen XY ungelöst bei uns. Das führt dazu, dass sich noch einmal mehr Leute bei der Polizei melden. Alle wollen dabei helfen, den Mörder zu fassen, damit wieder Ruhe in Pembrokeshire einkehren kann. Jeder Spur geht die Polizei nach und nimmt es auch in Kauf, dabei die berühmte Extrameile zu gehen. Zum Beispiel findet man auf der Fotokamera von Peter und Gwenda das Bild einer Kuh. Die Polizei vergrößert das Bild nun so weit, dass sie die Nummer auf dem Schild an ihrem Ohr ablesen und ihren Besitzer auswendig machen können. Oder, anderes Beispiel, sie reisen durch das gesamte Land, um mit all den Menschen zu sprechen, die sich in das Gästebuch einer Kirche in der Nähe des Tatortes eingetragen haben. Es gibt außerdem Berichte über einen seltsamen Taucher in einer nahegelegenen Bucht, denen ebenfalls gründlich nachgegangen wird. Doch all diese Bemühungen führen zu nichts. 1989 ist die DNA-Analyse in der Forensik einfach noch nicht so weit etabliert, wie sie es heute ist. Die Wissenschaft ist schlicht und einfach noch nicht so weit. Aber die Beamten ahnen, dass die Kriminaltechnik in der Zukunft ganz neue Ermittlungsmöglichkeiten eröffnen wird und archivieren sämtliche Beweisstücke sorgfältig. Die bittere Realität ist, dass man trotz der Phantomzeichnung und tausenden Zeugenaussagen nicht herausfinden kann, wer der Mann auf der Zeichnung ist. Und wo Fakten fehlen, da beginnen die Theorien. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass ein so brutaler Mord an einem nichtsahnden, friedliebenden Ehepaar in einer beliebten Urlaubsregion Nährboden für die wildesten Thesen bietet. Eine dieser Spekulationen besagt, dass Gwenda und Peter bei ihrem Spaziergang auf eine Drogengang gestoßen sein könnten, die sie ermordet hat, um nicht verraten zu werden. Eine andere Vermutung legt nahe, dass das Paar ein Waffen- und Munitionslager entdeckt haben könnte, das von Mitgliedern der IRA, also der Irish Republican Army, zum illegalen Waffenschmuggel genutzt wurde. Angeheizt wird diese Theorie durch die Tatsache, dass bei den Ermittlungen tatsächlich so ein Waffenlager gefunden wird, und zwar ganz in der Nähe des Tatorts. Es gibt aber keine Indizien dafür, dass Peter und Gwenda wirklich in dieses Lager hineinspaziert sind. Zumal davon auszugehen ist, dass jemand, der illegal Waffen schmuggelt, sein Lager nicht mitten auf einen Wanderweg für Touristen bauen wird. Und es ist fraglich, ob das Ehepaar an seinem letzten Urlaubstag sich noch offroad durch die Büsche geschlagen hat. Nach 18 Monaten werden die Ermittlungen eingestellt, weil es keine neuen Spuren mehr gibt. Und so wandert der Fall auf den Aktenstapel der ungelösten Fälle. Fast 20 Jahre lang wird der ungeklärte Doppelmord wie ein Schatten über der Region liegen. Entspannt hier Urlaub machen ist erstmal nicht mehr. Denn niemand weiß, wo sich der Mörder von Gwenda und Peter versteckt und ob er nicht doch noch einmal zuschlagen wird. Denn der Mord an dem Ehepaar ist nicht das einzige grausame Verbrechen, das Pembrokeshire in den 80er und 90er Jahren erschüttert hat. Es gibt noch zwei weitere schwere Straftaten in der Küstenregion. Die der Polizei nach wie vor Kopfschmerzen bereiten. Ein weiterer Doppelmord, dieses Mal an zwei Geschwistern und ein Raub- und Vergewaltigungsdelikt an einer Gruppe Teenager. In einer Gegend, die als sehr sicher und friedlich bekannt ist, fallen drei so grausame Taten in der Polizeistatistik natürlich enorm auf. Und so wird im Februar 2006, 17 Jahre nach dem Tod von Gwenda und Peter, die Operation Ottawa ins Leben gerufen. Es handelt sich um streng geheime Ermittlungen, in denen untersucht werden soll, ob diese drei Verbrechen der 80er und 90er Jahre in irgendeiner Art von Zusammenhang stehen. Dafür gibt es nämlich einige Indizien. Bevor wir aber darüber sprechen, wie diese drei Straftaten in Verbindung stehen könnten, wollen wir euch noch ein bisschen mehr Kontext geben, um was es eigentlich genau geht. Also, am 22. Dezember 1985, das heißt dreieinhalb Jahre vor der Ermordung des Ehepaares, da werden die Leichen der wohlhabenden Geschwister Richard und Helen in den ausgebrannten Ruinen ihres Bauernhauses gefunden. Etwa 16 Kilometer von der Stelle entfernt, wo man später die Leichen von Gwenda und Peter entdecken wird. Mit dem Auto braucht man von einem Tatort zum anderen eine knappe halbe Stunde. Richard und Helen, 58 und 54 Jahre alt, sind allerdings nicht bei dem Brand umgekommen, wie man zunächst denken könnte. Stattdessen wurden sie mit einer Schrotflinte erschossen und der Täter hat erst danach das Haus angezündet. Getötet hat er die Geschwister, wie man später herausfinden wird, mit genau der gleichen Waffe, mit der auch dreieinhalb Jahre später Gwenda und Peter erschossen werden. Ein Zufall? Ganz sicher nicht. Auffällig ist auch, dass alle vier Opfer nicht nur aus nächster Nähe erschossen, sondern vorher auch gefesselt und ausgeraubt wurden. Geld scheint bei den beiden Doppelmorden als Motiv also eine zentrale Rolle zu spielen. Und noch etwas. In beiden Fällen haben die Ermittlungen nichts ergeben, obwohl wirklich intensiv nach dem Täter gesucht wurde. Zu Hochzeiten haben über 150 Beamte gleichzeitig versucht, den Mord an Richard und Helen aufzuklären. Wochenlang haben sie das ausgebrannte Haus durchsucht und an jede Tür in dem Ort geklopft. Doch das Feuer, das der Täter gelegt hat, hat sämtliche Beweise vernichtet. Und niemand will den Mann gesehen haben, der sich heimlich im Schutz der Dunkelheit in das Bauernhaus geschlichen und diese grauenvolle Tat verübt hat. Was die Polizei allerdings nicht ahnt, der Mörder befindet sich ganz in ihrer Nähe. Er beobachtet genau, wie die Ermittlungen voranschreiten. Er hat sich längst ein Alibi zurechtgelegt. Als die Polizei an seine Tür klopft, öffnet er ihn mit einem charmanten Lächeln und lügt so gekonnt, dass keiner der Beamten realisiert, wem sie hier wirklich gegenüberstehen. Und der Mann weiß, dass er davongekommen ist. Am 6. März 1996, elf Jahre nach dem Mord an den Geschwistern Helen und Richard und etwa sieben Jahre nach dem Mord am Ehepaar Gwenda und Peter, überfällt ein bewaffneter Mann mit Sturmhaube eine Gruppe Teenager. Und zwar auf einem Feld in der Nähe eines Ortes namens Milford Haven. Die kleine Ortschaft liegt direkt an der Küste von Pembrokeshire, wieder nur wenige Kilometer von den anderen beiden Tatorten entfernt. Der Mann droht den Jugendlichen mit einer Schrotflinte und zwingt sie, sich mit dem Gesicht nach unten auf den Boden zu legen. Sie müssen ihm das gesamte Geld geben, das sie bei sich tragen. Unter vorgehaltener Waffe zehrt er anschließend ein 16-jähriges Mädchen aus der Gruppe und vergewaltigt sie, während ihre Freunde auf dem Boden ausharren müssen. Danach vergeht sich der Mann an einem weiteren Mädchen aus der Gruppe, das zu dem Zeitpunkt 15 Jahre alt ist. Als er endlich wieder geht, schießt er einmal drohend mit der Schrottflinte in die Luft. Alle fünf Jugendlichen überleben den Angriff, aber sie tragen schwere seelische, emotionale und teilweise auch körperliche Schäden davon. Zwar ist bei der Tat glücklicherweise niemand von den Teenagern ums Leben gekommen, doch es gibt einige andere Parallelen zu den beiden Doppelmorden. Wieder erscheint Geld eine zentrale Rolle zu spielen und anscheinend auch eine sexuelle Komponente. Helens Leiche war schon zu verbrannt, um mit Sicherheit feststellen zu können, ob sie ebenfalls vergewaltigt wurde. Aber in Gwendas Fall ist es sehr offensichtlich. Ihre Leiche wurde ja die Taille abwärts komplett unbekleidet gefunden und auch die Ergebnisse der Autopsie deuten darauf hin. Das sind also die drei Fälle, mit denen sich die Operation Ottawa nun beschäftigt. Zwei Jahre verbringt das Sondereinsatzkommando damit sämtliches Beweismaterial, Ermittlungsschritte und Spuren zu sichten, zu sortieren und zu dokumentieren. Zeitlich befinden wir uns also mittlerweile im Jahr 2008. Seit dem Angriff auf die Gruppe Teenager sind also schon 14 Jahre vergangen. Und noch immer weiß niemand, wer für die Tat verantwortlich ist. Um zu verstehen, wer für die Taten verantwortlich sein könnte, verschaffen sich die Beamten der Operation Ottawa einen ziemlich genauen Überblick, was kriminalitätstechnisch in den 80er und 90er Jahren noch so los war in Pembrokeshire. Dabei fällt ihnen auf, dass es in den zwei Jahrzehnten eine Reihe bewaffneter Raubüberfälle in der Gegend gegeben hat, die teilweise sehr gewaltvoll geendet sind. Diese Überfälle sind allerdings bereits aufgeklärt worden und der Verantwortliche sitzt deshalb auch schon hinter Gittern. Er wurde 1998 wegen 30 Einbrüchen und eines gewalttätigen, bewaffneten Raubüberfalls zu 16 Jahren Haft verurteilt. Erwischt wurde er nur, weil eine Hausbewohnerin, die er für die Dauer seines Raubzuges gefesselt hatte, sich von ihren Fesseln befreien und einen Panikalarm auslösen konnte. Der Einbrecher ist daraufhin geflohen. Er hat dann in einem Moment der Panik seine Sturmhaube und Handschuhe in einer Hecke ganz in der Nähe zurückgelassen, anhand derer er dann eindeutig identifiziert werden konnte. Dieser Vorfall hat sich etwa ein Jahr nach dem Angriff auf die Gruppe Teenager ereignet. Der Name des Mannes ist John. Und über diesen John wollen wir jetzt mal ein bisschen sprechen. Denn er lebt in Milford Haven, also ganz in der Nähe des Feldes, wo der Raubüberfall auf die Teenager stattgefunden hat. Und damit auch ganz in der Nähe der beiden Orte, an dem die Doppelmorde geschehen sind. John ist verheiratet und hat zwei Kinder, einen Sohn und eine Tochter. Seine Frau Pat kennt er schon, seit sie beide Kinder waren. Aus der Freundschaft zwischen ihnen hat sich im Teenager-Alter dann mehr entwickelt. Und als sie beide 21 Jahre alt waren, haben sie geheiratet. Seit John die Schule mit 15 Jahren verlassen hat, schlägt er sich mit verschiedenen Gelegenheitsjobs durch. Mal im Baugewerbe, mal als helfende Hand auf Bauernhöfen in Pembrokeshire, was sich ebenso anbietet. Eine Zeit lang arbeitet er auch für die Geschwister Helen und Richard, deren Namen viele Jahre später als Opfer eines grausamen Doppelmordes in den Zeitungen auftauchen werden. Es sind anstrengende, teilweise echt harte Jobs, die John macht, bei denen er nie wirklich viel Geld verdient. Umso krasser ist es für ihn, als er im Alter von 34 Jahren bei einem Glücksspiel ein Auto und 90.000 Pfund gewinnt. Diese Summe hätte zur heutigen Zeit eine Kaufkraft von knapp 800.000 Euro. Sein Einsatz dafür waren 50 Pens, also keine 5 Euro. Im selben Jahr heimst er bei einem Zeitungswettbewerb eine zweite, zwar deutlich kleinere Summe ein, aber immerhin umgerechnet knapp 35.000 Euro. John ist jetzt auf einem Höhenflug. Er verschenkt einen kleinen Teil des Geldes an einige Familienmitglieder und lädt seine Frau zu einem Luxusurlaub ein. Er kündigt an, einen kleinen landwirtschaftlichen Betrieb für seine Familie aufzubauen, auf dem seine Frau dann Pferde züchten kann. Doch so richtig fruchtet diese Idee nicht, denn John kann nicht aufhören, immer wieder an neuen Gewinnspielen teilzunehmen. Seine Spielsucht führt dazu, dass er sein ganzes Vermögen fast so schnell verschleudert, wie er es gewonnen hat. Gewöhnt an den Glanz des Geldes, will John nicht einfach wieder zu seinen Gelegenheitsjobs zurück. Also beginnt er, nachts durch die Ortschaften zu streifen und bei seinen Nachbarn einzubrechen und wertvolle Dinge zu stehlen. Er lagert sein Diebesgut in den Hecken und verstreut auf seinem Fluchtweg Currypulver, damit kein Polizeihund seine Spur verfolgen kann. In Wahrheit bringt das zwar nichts gegen einen gut ausgebildeten Spürhund, aber John glaubt das zumindest. Seinen ersten Einbruch verübt John ca. 1983, also mit Ende 30. Zur zeitlichen Einordnung, der erste Doppelmord wird Pembrokeshire etwa zwei Jahre später erschüttern, wenn man die Leichen von Richard und Helen in den Ruinen ihres Bauernhauses findet. Und so ist John tagsüber der freundliche Nachbar und Familienvater, während er nachts auf Raubzüge geht. Er ist nicht der, für den er sich ausgibt. Das zeigen die Aussagen von Johns Kindern und seiner Frau sehr deutlich. In einem Interview für eine Dokumentation über den Fall spricht Johns Sohn Adrian offen darüber, wie es war, einen Vater wie John zu haben. Er bezeichnet ihn als laut, aggressiv und gewalttätig. Als ein Mann, der alles kontrollieren will, der schnell zuschlägt und wegen jeder Kleinigkeit ausrastet. Die Kinder lernen schnell, dass sie ihrem Vater nie widersprechen dürfen, egal um was es geht. Adrian bekommt natürlich mit, wie sein Vater nachts mit seiner Schrotflinte durch die Nachbarschaft zieht und ständig irgendwelche Dinge im Haus wegschließt. Die Waffe hält John bei seinen Raubzügen immer unter seinem Mantel versteckt. Adrian kennt diese Schrotflinte sehr gut, denn als er elf Jahre alt war, hat sein Vater ihn mit genau dieser Waffe bedroht. John hat ihm die Flinte direkt ins Gesicht gehalten und sich über Adrians Angst lustig gemacht. Und dann hat er tatsächlich abgedrückt. Adrian wusste in diesem Moment natürlich nicht, dass die Waffe nicht geladen war. Aber er wird diesen Moment in seinem Leben nicht wieder vergessen. Auch die ganzen Male nicht, die ihn sein Vater geschlagen und gegen Wände geschubst hat. Oder dass er die Küken, die Adrian und seine Schwester als Kinder gezüchtet haben, vor ihren Augen mit der Schrotflinte erschossen hat. Oder dass er den Familienhund im Garten zu Tode geprügelt hat, statt das alte Tier einschläfern zu lassen. Mit 15 zieht Adrian von zu Hause aus, weil er es einfach nicht mehr aushalten kann mit so einem Vater. Mittlerweile geht Adrian auf die 60 zu und hat genug Abstand gewonnen, um mit den Medien über die Vergangenheit zu sprechen. Seine Wirbelsäule wird wegen den Misshandlungen durch seinen Vater von zwölf Schrauben zusammengehalten. 1985, also ungefähr zu der Zeit, zu der Adrian auszieht, klopft die Polizei an die Tür von John und seiner Familie. Sie ermitteln in dem Doppelmord an den Geschwistern Richard und Helen. Johns Familie weiß ganz genau, dass John in der Nacht wieder unterwegs war, obwohl er der Polizei sagt, zu Hause gewesen zu sein. Aber alle haben so viel Angst vor ihm, dass sie für ihn lügen und sein Alibi bestätigen. Vier Jahre später, 1989, tritt John in einer Fernsehschau namens Bullseye auf. Er kann die Hoffnung auf einen weiteren Geldsegen einfach nicht aufgeben. Bullseye ist eine Spielshow, die in den 80er und 90er Jahren sehr beliebt war und über 14 Jahre lang Millionen Familien vor den Fernseher gelockt hat. In der Show treten drei Kandidatenpaare gegeneinander an, um Preise zu gewinnen. Sie müssen sich an der Dartscheibe behaupten und Quizfragen beantworten. In der Show ist John natürlich der charmante Familienvater und spielt die Rolle, die er nach außen hin längst perfektioniert hat. Er wirkt dabei auch echt authentisch. Ein psychologischer Experte sagt später über den Fall, dass man in ein Hochsicherheitsgefängnis gehen könnte und dort sehr vielen, sehr charmanten Männern begegnen würde. Das erklärt eigentlich auch ziemlich gut, wie John so ist. Der Moderator von Bullseye spricht ihn an einem Punkt in der Sendung darauf an, dass John ein sehr außergewöhnliches Hobby habe. John zögert kurz und erzählt dann, dass er gerne tauche. Er erklärt außerdem stolz, dass er eine sehr genaue Ortskenntnis in Pembrokeshire habe und gerne draußen unterwegs sei. Sein Auftritt in der Sendung ist allerdings nicht erfolgreich. John verliert und zwei Monate später werden die Eheleute Gwenda und Peter auf ihrem Spaziergang an der Küste Pembrokeshires ausgeraubt und ermordet, womit sich der Kreis zum Anfang dieser Folge schließt. Wie es dann weitergeht, wisst ihr schon. Die Polizei ermittelt, kann ein Phantombild erstellen, kommt aber zu keinem Ergebnis. Ähnlich läuft es nach dem sexuellen Übergriff auf die Teenager ab. Der Täter bleibt unerkannt. Damit wären wir also wieder im Jahr 2008. Zwei Jahre lang hat die Sonderkommission der Operation Ottawa nun alle Beweise zusammengetragen, die es im Fall der drei schweren Straftaten gibt. Sie glauben, dass John für alle drei Verbrechen verantwortlich ist. Die örtliche Nähe der Tatorte, das Vorgehen mit der Schrotflinte, die Vergewaltigung, Geld als Motiv – all das sind wichtige Indizien. Doch es fehlt noch immer der entscheidende Beweis. Das Problem ist nur, dass langsam die Zeit abläuft. Zwar sitzt John 2008 wegen seiner Einbruchsserie noch im Gefängnis, doch er steht kurz vor seiner Entlassung. Im Juni 2008 verhört ihn die Polizei wegen der Doppelmorde. Doch John beharrt darauf, nichts mit den Vorfällen zu tun zu haben. Er beteuert seine Unschuld, zeigt sich aber auch in keiner Weise betroffen davon, dass vier Menschen auf so grausame Art ihr Leben verloren haben. John scheint sich tatsächlich ziemlich sicher zu fühlen und auch überlegen. Und das ist ein Problem, denn es gehen eigentlich alle davon aus, dass er nach wie vor ein großes Risiko für die Menschen in seiner Umgebung darstellt. Sollte John wirklich auf freien Fuß kommen, besteht die reale Gefahr, dass er wieder jemanden ermorden könnte. Und das alles nur, um an das Geld dieser Person zu kommen. Die Uhr tickt. Bis zu Johns Entlassung sind es nur noch wenige Monate. Und noch immer fehlt das letzte Puzzlestück. Es fehlt der eine entscheidende Beweis, um die Anklage aufzubauen und den Fall vor Gericht wirklich sicher vortragen zu können. Schauen wir uns also an, was man gegen John bereits in der Hand hat. Als die Polizei gegen ihn Ende der 90er Jahre wegen der bewaffneten Raubüberfälle ermittelt hat, hat man in den Hecken rund um Johns Haus ja jede Menge Diebesgut gefunden. Zusammen übrigens mit hunderten Hausschlüsseln, die er sich heimlich hat nachmachen lassen. Wie in den Akten einsehbar ist, hat John die Hecken offenbar auch genutzt, um dort seine Werkzeuge und Waffen zu verstecken, die er für die Überfälle nutzt. Er hat teilweise richtige Löcher in die Hecken und auch Zäune geschnitten, um im Fall der Fälle schnell fliehen zu können. Eine dieser Waffen, die die Polizei bei den Ermittlungen Ende der 90er Jahre im Gebüsch sicherstellt, ist eine belgische Schrotflinte. Und nicht irgendeine Schrotflinte, sondern die Schrotflinte. Das heißt, als die Operation Ottawa 2006 beginnt, das Material von allen drei Fällen zu sichten, befindet sich die gesuchte Tatwaffe längst in der Aserwatenkammer der Polizei. Ebenso wie andere wichtige Beweisstücke. Zu Beginn der Operation Ottawa weiß nur noch niemand, welche der fast 600 eingesammelten Beweise die Relevanten sind, um die drei Fälle miteinander in Verbindung zu bringen. Das wird erst noch sehr viel Ermittlungsarbeit erfordern. Aber der Gedanke ist ja schon verrückt. Alles, was die Polizei braucht, um den Fall zu lösen, liegt seit fast zehn Jahren in der Asservatenkammer. Im Nachhinein ist man ja immer schlauer, wenn man schon das komplette Big Picture kennt. Und wundert sich dann, warum die Beamten nicht einfach eins und eins zusammenzählen. Aber so einfach ist es eben nicht. Man darf es der Polizei nicht als Fehler anrechnen, dass sie die Einbruchserie nicht mit den drei schweren Kriminalfällen, also den beiden Doppelmorden und dem sexuellen Übergriff auf die Teenager, in Verbindung gebracht haben. Denn bei der Einbruchserie wurde niemand verletzt. Die Menschen, die in den betroffenen Häusern gewohnt haben, wurden zwar gefesselt, aber niemand hat dabei Blut verloren. Deshalb wurden die Einbrüche auch nie mit forensischen Methoden untersucht. Die Polizei hatte keinen Anlass, schon damals John als Person of Interest einzustufen. Er hatte ein Alibi und war sonst nicht weiter auffällig. Es geht hier also nicht darum, dass die Polizei irgendwie versagt hätte. Sie haben alles gemacht, was zu der Zeit eben möglich war. Erst durch die Operation Ottawa, ein Jahrzehnt später, wird das ganze Bild Stück für Stück ersichtlich. Dabei hilft natürlich auch, dass sich die DNA-Technologie mittlerweile enorm weiterentwickelt hat und die Beweisstücke im Labor jetzt ganz genau unter die Lupe genommen werden können. Jetzt zahlt sich aus, dass die Beamten damals alles so gut gesichert haben. Die große Frage ist also, welche der 600 Beweisstücke sind wichtig und wie lassen sich diese mit den drei Tatorten in Verbindung bringen? Das Forensikteam arbeitet auf Hochtouren, denn alle wissen, dass Johns Freilassung kurz bevorsteht. Aber gründliche Arbeit braucht eben Zeit und der große Durchbruch bleibt erstmal aus. Im Januar 2009 wird John nach elf Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen. Eigentlich war er ja zu 16 Jahren verurteilt worden, doch sein Strafmaß wurde im Nachhinein noch angepasst. Unter anderem, weil man ihm seine Zeit in der Untersuchungshaft angerechnet hat. John ist jetzt also frei und macht sich auf den Weg nach Hause, wo seine Frau Pat die letzten elf Jahre alleine gelebt hat. Beide Kinder sind ja längst erwachsen und ausgezogen und alle haben große Sorgen, wie es wohl werden wird, wenn John wieder zurück ist. Was damals passiert ist, hat niemand vergessen. In der ersten Nacht, die John in Freiheit verbringt, klingelt um drei Uhr morgens das Telefon in der Leitstelle der Polizei. Am Apparat ist niemand anderes als John selbst. Er ruft an, um zu melden, dass seine Frau tot sei. Bei den Beamten läuten natürlich direkt alle Alarmglocken. Doch der Fall ist nicht so, wie es scheint. John hat seine Frau nicht ermordet. Sie war schon lange herzkrank und ist an einem Herzinfarkt gestorben, kurz nachdem ihr Ehemann nach elf Jahren Haft wieder vor ihr stand. In einem Zeitungsinterview sagt einer der Ermittler dazu, dass er glaube, Pat habe einfach aufgegeben, in dem Moment, in dem ihr gewalttätiger Mann zurück in ihr Leben gekehrt sei. Und dann, im April 2009, drei Monate nach Johns Entlassung, gelingt dem Forensik-Team endlich der entscheidende Durchbruch. Es ist nicht der eine Beweis, den sie entdecken, sondern eine Verbindung verschiedener Beweise. Als sehr aufschlussreich stellt sich zunächst, wenig überraschend, die Schrotflinte heraus. Jemand hatte die Waffe schwarz angemalt, doch unter der Farbschicht konnte das Team einen winzigen Blutfleck ausfindig machen. Einen Blutfleck, der mit dem DNA-Profil von Peter übereinstimmt, also dem Ehemann von Gwenda, der ebenso wie seine Frau beim Spazierengehen an ihrem letzten Urlaubstag ermordet wurde. Ebenfalls relevant für die Beweisführung sind die Handschuhe und die Sturmhaube, die man Ende der 90er Jahre in einer Hecke gefunden hat, als John Hals über Kopf von einem missglückten Raubüberfall fliehen musste. Ihr erinnert euch vielleicht, das war der Fall, in dem die Bewohnerin sich von ihren Fesseln befreien und den Panikalarm auslösen konnte. Dadurch wurde John letztendlich ja auch gefasst. Auf die Fasern von Handschuhen und Sturmhaube, darauf kommt es jetzt an. Denn genau diese Fasern befinden sich nicht nur in Johns Werkzeugschuppen, sondern auch an der Kleidung und der Unterwäsche der Jugendlichen, die John auf dem Feld vergewaltigt hat. Und das war noch nicht alles. Denn unter den Beweisstücken befindet sich auch eine Socke, an der man ebenfalls diese Fasern feststellen kann. Die Socke gehörte Richard, dem Bruder von Helen, die John beide in ihrem Haus erschossen hat, um danach das gesamte Anwesen in Brand zu setzen. Es geht sogar noch weiter, denn die Fasern befinden sich auch in einigen Zweigen, unter denen John die Leichen von Gwenda und Peter versteckt hat. Und sie tauchen auch in der Tasche einer Damen-Kaki-Shorts auf, die man in Johns Schlafzimmer gefunden hatte. Die Hose stammt aus dem Rucksack von Gwenda, den sie beim Spaziergang dabei hatte. Da seine eigene Hose vermutlich voller Blutspritzer war, hat John nach dem Doppelmord die Shorts als Trophäe mitgenommen und auch direkt angezogen. Es handelt sich um genau die Shorts, die auch auf der Phantomzeichnung zu sehen ist. Die Phantomzeichnung zeigt ja den Mann, der beim Geldabheben mit der EC-Karte des Ehepaares gesehen wurde. Auf der Zeichnung ist die Hose allerdings knielang. Die Shorts, die das Forensikteam vorliegen hat, ist deutlich kürzer. Dafür gibt es auch einen Grund. Denn nachdem John mit dem Geldabheben fertig war, ist er nach Hause gefahren und hat seine Frau die Shorts kürzen lassen. Danach ist die Hose in Johns Kleiderschrank gewandert und er hat sie ganz normal getragen, wie seine anderen Klamotten auch. Da Pat die Shorts unten nur umgeklappt und dann zugenäht hat, statt den Stoff abzuschneiden, kann das Forensik-Team ihre Näharbeit leicht rückgängig machen. Und tatsächlich, in einer der Nähte befindet sich ein Blutfleck, der eindeutig dem DNA-Profil von Peter zuzuordnen ist. Jetzt fehlt nur noch ein entscheidender Schritt. Man muss beweisen, dass es wirklich John ist, der auf der Phantomzeichnung abgebildet ist. 2009, als der forensische Durchbruch gelingt, ist er Mitte 60, hat kurze Haare und sieht natürlich ganz anders aus als noch in den 90er-Jahren. Aber man findet heraus, dass John zwei Wochen vor dem Mord an Gwenda und Peter einen Auftritt im Fernsehen hatte, und zwar in der Bullseil-Show. Damals hatte er noch bauschige, lockige Haare. Auf einem Screenshot lässt sich ganz eindeutig die Ähnlichkeit erkennen zwischen dem echten John und dem Mann auf der Phantomzeichnung. Wir verlinken euch die beiden Bilder mal in den Shownotes. Da sieht man, dass die Person, die das Bild gezeichnet hat, echt richtig gute Arbeit geleistet hat. Damit hat die Polizei also alle Beweise, die sie braucht, um John wegen der zwei Doppelmorde und dem Angriff auf die Teenager anklagen zu können. Er versucht ernsthaft noch im Verhör die Schuld auf seinen Sohn zu schieben, indem er behauptet, Adrian habe die Shorts eigentlich immer nur getragen, aber das nimmt John niemand ab. Etwas mehr als drei Monate nach seiner Freilassung wird John auf offener Straße wieder festgenommen. Im Mai 2009. Er zeigt sich dabei sehr aggressiv und versucht sich zu wehren, doch die Beamten sind vorbereitet und in der Überzahl. Sie zwingen ihn einfach in das Polizeiauto. Alles weitere wird vor Gericht aus diskutiert werden. Die Beweislast gegen John ist erdrückend. Seine Festnahme ist aus juristischer Sicht mehr als gerechtfertigt. Nach seiner Verhaftung macht die Polizei eine beunruhigende Entdeckung in seinem Auto. Im Kofferraum befinden sich neu gekaufte Seile und Handschuhe. Vielleicht stand John ja wirklich kurz davor, seine Mordserie fortzusetzen. Zugeben wird er das jedoch nicht. Aber man kann davon ausgehen, dass die Polizei durch ihre Arbeit ein oder vielleicht auch mehrere Menschen vor einem schlimmen Schicksal bewahrt haben könnte. 24 Jahre nach dem ersten Doppelmord an den Geschwistern Helen und Richard, 20 Jahre nach dem Mord an den Eheleuten Peter und Gwinda und 13 Jahre nach dem Angriff auf die Teenager wird John in allen drei Fällen angeklagt wegen Mordes, schwerer sexueller Nötigung und versuchtem Raubüberfall. Im Prozess tritt sein eigener Sohn gegen ihn als Zeuge auf und berichtet, wie schlimm es in seiner Kindheit zu Hause wirklich war, wie sein Vater immer auf nächtliche Streifzüge gegangen ist und Diebesgut überall versteckt hat. Auch die fünf Teenager, die auf dem Feld überfallen und teilweise sexuell missbraucht wurden, sagen vor Gericht aus. Ein Schritt, der ziemlich viel Mut von allen Betroffenen erfordert, aber am Ende dazu beiträgt, dass John am 26. Mai 2011 in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen wird. Er wird zu vierfacher lebenslanger Haft verurteilt, ohne Aussicht auf Bewährung. Bei seiner Verurteilung ist er 66 Jahre alt. Neun Wochen hat der Prozess gedauert. Drei Tage lang hat die Jury danach debattiert. Bei der Verkündung des Urteils mussten viele der Geschworenen mit den Tränen kämpfen. Einige haben sich auch an den Händen gehalten, um sich gegenseitig Kraft zu geben. Auch sie werden die Bilder wohl nie vergessen, die sie in diesem Gerichtssaal gesehen haben. Nie die Geschichten vergessen, die sie gehört haben. Und das alles nur wegen eines Mannes. Eines Mannes, der bis zum Ende seines Lebens nie wieder frei sein wird. Es ist möglich, dass John noch weitere Menschenleben auf dem Gewissen hat. Nicht alle Todesfälle im Pembrokeshire der 80er und 90er Jahre konnten bisher aufgeklärt werden. Aber es gibt aktuell noch keine Beweise, die ihn mit einem dieser anderen Fälle in Verbindung bringen. Über seine Taten wurden nicht nur zahlreiche Artikel geschrieben und Dokus gedreht, sondern es gibt auch eine dreiteilige Dramaserie mit dem Titel The Pembrokeshire Murders. Adrian, Johns Sohn, hat dabei geholfen, diese Geschichte für das Fernsehen niederzuschreiben. Er sagt, er habe noch eine Rechnung mit seinem Vater zu begleichen. Er will, dass die Welt weiß, was für ein Mensch John wirklich war. Und er ist froh, dass sein Vater für immer im Gefängnis ist und ihm nie wieder etwas antun kann. Ihm und auch sonst niemandem. Bei sowas immer den Einstieg in die Diskussion zu finden, ist richtig heavy, finde ich. Aber weißt du, was ich super interessant bei solchen Fällen immer finde? Na? Und zwar finde ich das immer richtig, richtig cool zu sehen, dass sich die Polizisten so eine Mühe geben, die ganzen Beweise zu archivieren und dann später DNA den Fall lösen kann. Weil DNA ultra, ultra geil. Aber ich finde auch mega Respekt für die Polizisten, die damals überhaupt auch diese Beweise gefunden hat. Ich meine, diese Fasern von der Sturmhaube und den Handschuhen zum Beispiel, oder also ich weiß nicht, ob es jetzt explizit genau diese Fasern waren, aber dass sie so leichte Fasern auch dann bei Peter und Gwenda gefunden haben, bei den Zweigen, das finde ich so krass, das musst du auch erstmal schaffen. Und ich freue mich dann immer richtig, wenn wir einen Fall haben, der, also natürlich ist es blöd, dass es so lange dauert, bis es dann zur Verurteilung kommt, aber ich finde es sehr, sehr gut, dass es dann zu einer Verurteilung kommt, Weil das bedeutet, wer sowas macht, kann sich nie komplett sicher sein, da ohne irgendwelche Folgen rauszukommen. Ja, und wenn man das jetzt so hört, den ganzen Fall, dann finde ich, ist das immer so oder klingt das immer so einfach. So hey, die Polizei hat nach Beweisen gesucht, um diese drei Fälle miteinander in Verbindung zu bringen. Aber diesen Schritt, den sie ja mal gegangen sind, so hey, diese drei Fälle, die hängen zusammen, obwohl sie noch gar keine Beweise dafür hatten. Das stelle ich mir so schwierig vor, oder? Also woher kommt diese Gewissheit, dass man... Sehr überzeugt davon ist, dass diese Fälle eben miteinander in Verbindung stehen und sich nicht nach jahrelanger, mühsamer Arbeit herausstellt, oh, der eine von den dreien hat damit gar nichts zu tun. Also das stelle ich mir extrem schwierig vor, dass man als Beamter, als Ermittler da jeden Tag mit so einer Überzeugung und mit so einer Motivation herangeht und sagt, wir finden da Beweise. Also das stelle ich mir einfach so schwer vor, so schwierig und dass sie das geschafft haben, das ist so beeindruckend und dass sie den Typen verknackt haben, um es jetzt mal so flapsig zu sagen. Das ist natürlich ein heftiger Fall, über den wir heute gesprochen haben. Aber am Ende irgendwie eine Art von Genugtuung, dass der nicht seine gerechte Strafe, weil was ist eine gerechte Strafe so? Das ist ja ein ganz anderes Thema, aber dass er zumindest nicht mehr frei umherlaufen kann, sondern für den Rest seines Lebens im Gefängnis sitzt. Ja, auf jeden Fall. Ich finde es auch krass, dass John einfach seinen eigenen Sohn vorgeschickt hätte und gesagt hat, ja, ja, der war das. Ja, wie traurig. Ja, genau, in dieser Gerichtsverhandlung hat mich das auch so komplett rausgeworfen. Ich finde auch generell bei John sieht man, der... Ich weiß nicht, so eine Ferndiagnose, haben wir jetzt schon häufig darüber gesprochen, sollte man nicht machen. Aber ich finde es leider trotzdem immer ein bisschen zu spannend, dass man dann darüber doch gar nicht redet, weil ich finde, da häuft sich vieles an bei ihm. Der ist ja super schnell abhängig von Glücksspiel geworden. Der hat die Opfer sexuell missbraucht. Der ist sadistisch unterwegs gewesen. Der hat die Küken von seinen Kindern umgebracht. Den alten Hund hat er zu Tode geschlagen. Tut mir leid für alle, dass ich das jetzt nochmal hier hochhole, für alle, die das eigentlich jetzt vergessen wollten. Ich habe das Gefühl wirklich. Dass er in seinem Leben nicht gelernt hat, irgendwie seine Triebe zu kontrollieren. Und er dann auch noch eine riesige Portion Machthunger hat, weil er das Gefühl hat, er kann das alles easy machen. Er kommt durch, weil seine Familie hat er auch wirklich lange genug zurückgesteckt und hat ihn ja auch nicht verraten. Sehr lange Zeit. Ja, das ist ein Punkt, den du hier gerade ansprichst. Das stelle ich mir nämlich super schwierig vor, dass du weißt, dass dein Vater da irgendwas Kriminelles macht, wenn er da nachts unterwegs ist. Ob sie jetzt gewusst haben, dass der auch Menschen ermordet hat, das wissen wir nicht. Aber zumindest wussten sie, dass er nachts da auf Raubzüge geht und irgendwas Kriminelles macht, aber die ja so eine Angst vor ihm hatten. Und ich kann das auch nachvollziehen, weil was sollst du denn der Polizei sagen? Also selbst wenn sie ihn bei der Polizei verfiffen hätten, dann hätte es ja auch sein können, dass nichts passiert. Dass die nicht aktiv werden, weil er so glaubwürdig ist oder dass die Polizei nichts findet und ihn nach ein paar Wochen wieder nach Hause bringt. Ja und dann wäre ja das große, die Hölle wäre ja quasi ausgebrochen dann zu Hause. Dann wäre es ja noch schlimmer für die Familie gewesen. Kann ich verstehen, dass sie ihn da nicht verraten haben und einfach geschwiegen haben. Und wie krass ist das bitte auch, dass seine Frau einfach tot umkippt, als er nach elf Jahren wieder nach Hause kommt, oder? Ja, das sagt, glaube ich, auch schon alles über ihn aus. Und ich weiß nicht, ob dir das auch so geht, aber wir haben ja in der schwarzen Akte schon über einige Täter, Mörder gesprochen. Die in irgendwelchen Fernsehshows aufgetreten sind und manchmal gibt es ja das Material, so wie hier in dem Fall gibt es zumindest so ein paar Snippets, wo man John sehen kann in der Bullseissendung und ich gucke mir das dann so oft und ganz genau immer an und mit meinem jetzigen Wissen, was der gemacht hat, frage ich mich dann immer, Sieht man ihm das an? Sieht man ihm das in seinem Blick an? Und das finde ich dann immer total interessant, weil damals wussten die Leute das natürlich nicht, was der gemacht hat, aber wir wissen das jetzt schon. Und ja, das dann so im Nachgang zu analysieren, seine Bewegung, seine Blicke, was er gesagt hat, das finde ich immer total spannend. Ja, ich meine, es gibt leider genügend Beispiele, dass wir das nicht mitbekommen und dann erst nach solchen Enthüllungen rausfinden und man sich dann denkt, ja doch, doch stimmt, eigentlich war es komisch. Ich meine, er hat ja selbst die Polizisten auch da verarscht und sich da seine Lügen schon bereitgelegt. Hast du Bock, über ein bisschen was Positiveres zu quatschen? Ja, es wird Zeit für was Positives, auf jeden Fall. Wie war dein Urlaub, Patrick? Jetzt kann ich dich jetzt zuerst fragen. Genau, damit wollte ich nämlich auch gerade reinsteigen, weil ihr wisst ja, wir haben es euch ja glaube ich auch so ein bisschen erzählt am Ende, wir haben ein bisschen vorproduziert, damit wir im Urlaub ein bisschen runterkommen können. Und ich muss sagen, Urlaub war ultra geil, aber nach vier Tagen Urlaub, also ich war irgendwie, keine Ahnung, ein bisschen mehr als eine Woche oder so in der Türkei, Nach vier Tagen schon hat es mir in den Fingern gejuckt, weil du weißt nicht, wie sehr ich mich gefreut habe, dass wir heute endlich wieder aufnehmen können, for real. Aber nochmal ganz kurz zum Urlaub, war sehr schön, war ein bisschen vor der Saison, kann ich nur empfehlen, ist alles ein bisschen ruhiger und es war nicht so kranksonnig. Ich kriege immer ultraschnell einen Sonnenbrand, ich schmelze sowieso immer viel zu schnell dahin, deswegen war eigentlich sogar richtig, richtig geil. Wie war es bei dir in Italien? Ach, super schön. Ich meine, Italien ist ja eh immer ein Traumreiseziel und ich mochte die Mischung, die wir hatten, denn wir waren erst ein paar Tage in Rom und sind da ganz viel gelaufen, haben uns ganz viel angeschaut und sind danach weiter in die Toskana gefahren. Und ich mochte es halt voll, dass wir erst so diesen Trubel der Großstadt hatten und dann die ländliche Stille in der Toskana und auch unsere Unterkunft, die war in so einem Weingut, auf so einem alten Hof und die Gebäude, die standen alle so ein bisschen weiter auseinander, sodass man eben seine Ruhe hatte und seinen Rückzug. Und direkt vor unserem Haus war eine Wiese voller Gänseblümchen. Oh, wie süß. Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen random, aber das hat mich so glücklich gemacht, weil so Gänseblümchenwiese ist so eine krasse Kindheitserinnerung für mich. Weil meine Oma und Opa im Garten hinterm Haus auch immer eine Gänseblümchenwiese hatten und ich daraus immer so Haarkränze geflochten habe als Kind. Und diese Wiese hat mich so glücklich gemacht. Und die Sonne und der strahlend blaue Himmel und das italienische Essen, also es war wirklich ganz toll, es war sehr schön zum Runterkommen und ich habe auf dieser Wiese, man sieht das Foto auf Instagram, das habe ich sogar gepostet im Weekly Recap letzte Woche, da habe ich die heutige Folge vorbereitet und das war einfach nur traumhaft, so mit Blick in die Natur und dann diese Folge vorbereiten, das war wirklich sehr, sehr schön. Ich glaube, damit können wir auch einen entspannten Abschluss für die Folge finden. Und damit würde ich sagen, hören wir uns kommende Woche Dienstag wieder und wir beide sehen uns kommende Woche Dienstag auch endlich wieder. Ich freue mich sehr. Es wird Zeit. Und lasst gerne eine Bewertung da. Wir würden uns sehr freuen und damit sage ich, wir schließen die Akte für diese Woche. Bis bald. Wir sind eure Hosts Anne Luppmann und Patrick Strohbusch. Redaktion Silber Hane Kamp und wir Schnitt Anne Luckmann Produktion Nadine Lenfer-Unterweger und Lea Backes Die schwarze Akte ist eine Produktion der Julep Studios. Besonderer Dank geht an Falco Schulte.