Latest / Rheinpegel - der Düsseldorf-Podcast / U-Bahnhof außer Betrieb, unzufriedene Restaurant-Gäste und die Vielfalt der portugiesischen Küche
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- Music. Vor nicht allzu langer Zeit habe ich ja hier von meinem Fahrrad, naja, Dilemma erzählt. Also dass ich eins habe, wir einen wunderschönen Sommer zusammen verbringen und ich dann, sobald das Wetter schlechter wird, untreu werde, aufs Zu-Fuß-Gehen oder die Bahn setze und mein Rad die kalten Monate einsam und ungenutzt vor der Tür verbringt. Bis dann die Sonne wieder scheint, ich mir, weil die Reparatur wahrscheinlich sehr kostspielig wäre, für das Geld lieber ein neues, gebrauchtes hole und dann geht die ganze Story wieder von vorne los. Ich möchte hier an dieser Stelle kundtun, I did it again, aber diesmal verspreche ich, den Zirkel zu durchbrechen und mein Pferd besser zu behandeln, beziehungsweise einfach in den Keller zu stellen. Warum ich das erzähle? Damit ich es auch mache, öffentlicher Druck und so. Und außerdem, um zu berichten, I love it. Ich vergesse nämlich immer, wie schön Radfahren ist. Man kommt schnell voran, muss keinen Parkplatz suchen und die Stadt sorgt ja auch dafür, dass die Radwege besser, größer und präsenter werden. Haben wir ja schon oft drüber gesprochen, hier auch. Also, wenn ihr irgendwie Spitz kriegt, dass ich gern Herbst mein Rad wieder vernachlässige, schreibt mir und erinnert mich an mein Versprechen. Weil ich momentan also viel mit dem Rad unterwegs bin, habe ich erst recht spät mitbekommen, dass die U-Bahn-Haltestelle Nordstraße gerade nicht in Betrieb ist, weil Asbestpartikel in der Luft gefunden wurden. Was das bedeutet, ob Gesundheitsrisiko besteht und was der Plan ist, weiß Alexander Esch. Meinen Fahrradladen würde ich natürlich nur mit Bestnoten bewerten, würde ich mich dieser Methode bedienen. Die Gastronomen in Büsseldorf bekommen gerade mit, wie es ist, wenn es durchschnittlich eher bescheidenere Rezensionen hagelt. Helene Pawlitzki erklärt, was das bedeutet. Weil wir ja aber trotzdem alle gerne gut essen und weil der Sommer zumindest gerade wieder ein bisschen Verstecken spielt, stellt Paul Küchler uns vier tolle portugiesische Restaurants in der Stadt vor. Und damit herzlich willkommen zum Rheinpegel. Ihr hört Folge 370 und der Rhein steht bei 1,65 Meter. Music. Hallo, ihr hört den Rheinpegel, den Podcast, in dem wir jede Woche darüber sprechen, was Düsseldorf bewegt, was die Bewohnerinnen und Bewohner umtreibt. Short and sweet, was geht. Mein Name ist Tosja Kormann und diese wirklich schöne Aufgabe darf ich übernehmen. Wenn ihr uns etwas mitteilen wollt, wenn ihr Kommentare habt, wenn ihr Lob oder Kritik loswerden möchtet, wenn ihr Themen habt, die euch unter den Nägeln und auf der Seele brennen, wenn ihr Veranstaltungen wisst, auf die wir hinweisen können oder wenn ihr einfach mal Hallo sagen möchtet, dann könnt ihr das gerne tun. Ihr erreicht uns unter rheinpegel.podcast at rheinische-post.de oder 016 080 80 844. Wir freuen uns immer von euch zu hören. In regelmäßigen Abständen berichtet meine liebe Kollegin Marlen Kess, die unter anderem als Gerichtsreporterin fungiert, was gerade in den Gerichten der Stadt passiert, welche Prozesse laufen und wie sie ausgehen. Drei aktuelle Fälle stellt sie uns auch heute vor. Wir haben ja unsere kleine Sonderrubrik, was geht nicht nur in Düsseldorf, sondern auch an den Düsseldorfer Gerichten. Meine liebe Kollegin Marlen Kiss sitzt mir gegenüber und hat für mich, für uns wieder ein bisschen Stoff mitgebracht, aus dem die Gerichtsverfahren sind. Und wir haben uns ja gerade schon kurz ein bisschen unterhalten, was du im Gepäck hast und es ist mal wieder die volle Bandbreite dabei. Genau, fangen wir vielleicht an mit dem, was ein bisschen lustig, es ist natürlich immer so ein bisschen schwierig mit dem Begriff lustig vor Gericht, aber zumindest ein bisschen absurd und dafür ist ja das Amtsgericht immer gut, da finden ja viele kleinere Sachen statt, die aber trotzdem immer oder oft gut sind für Schlagzeilen. Also auch diesmal eine der meistgelesenen Geschichten, glaube ich, der letzten Wochen überhaupt auf RP-Online war die eigentlich geplatzte Verhandlung gegen einen Porsche-Fahrer. Der hatte per Strafbefehl ein Bußgeld auferlegt bekommen in Höhe von, glaube ich, 27.000 Euro insgesamt, also 180 Tagessätze, 150 Euro, weil er zuerst seinen Führerschein verloren hat, sich dann einen Porsche Cayenne zugelegt hat, mit dem dann wiederum mehrfach durch die Stadt gefahren ist. Und dann sich auch noch erwischen hat lassen mit Kokain im Blut. Und das alles ohne Führerschein. Der erste Schritt war ja, das möchte ich nochmal feststellen, der erste Schritt war ja, Führerschein verlieren. Genau, also warum er den genau verloren hat. Kann man sich denken. Genau, also kann man sich denken, weiß ich aber tatsächlich nicht, hat die Gerichtssprecherin nicht so gesagt. Und der ist ja selber zu dieser Verhandlung, die eigentlich ja stattgefunden hat, weil er sich quasi gegen diese Geldstrafe gewehrt hat, ist er dann nicht gekommen, leider. Ich hätte ihn gerne auch mal gesehen tatsächlich, aber er ist nicht gekommen, sodass dann aber eben dieser Strafbefehl, also wird sein Einspruch verworfen, der Strafbefehl bleibt bestehen und er muss jetzt eben diese 27.000 Euro bezahlen. Also das ist auch gängig, dass man verurteilt wird, ohne dass man anwesend ist. In solchen Verfahren ja, also wenn das ein Strafverfahren ist. Dann müssen die Angeklagten tatsächlich auch da sein, aber weil er quasi dieses Verfahren selber in Gang gebracht hat mit seinem Einspruch oder mit genau, wenn er dann nicht kommt, wird er verworfen, dann bleibt der Strafbefehl. Genau, und was vielleicht auch noch interessant ist, Teil des Strafbefehls war auch, dass er mindestens drei Jahre lang seinen Führerschein nicht wiedererlangen darf, aber das habe ich dann noch nachgefragt, dieser Porsche Cayenne wurde nicht eingezogen. Das heißt, wenn er irgendwann vielleicht nochmal seinen Führerschein wiederbekommt, darf er dann auch ganz offiziell mit seinem Porsche Cayenne durch Düsseldorf fahren. Ach ja, wunderbar. Also das, wie du schon gesagt hast, ist vielleicht die etwas leichtere Seite oder die, wo man im besten Falle mit einem kleinen Grinsen irgendwie Kopfschütteln da sitzt, war ja, Zum Glück, da klopfe ich direkt mal auf Holz, auch niemand zu Schaden gekommen ist. Das ist ja leider nicht immer so. Und wie immer tue ich mich natürlich hier schwer, irgendwelche schmissigen Übergänge zu machen. Deswegen erzähl doch einfach mal, was sonst noch so los ist. Genau, noch ein Fall, der viele Menschen, glaube ich, interessiert, ist, dass es sich im Fall der berühmt-berüchtigten Pizza Nummer 40 dreht sich sozusagen. Na, ob der die Karrierenfahrer sich die auch mal bestellt hat? Ja, wer weiß. Ich wollte gerade sagen, vielleicht hat er seinen Koks von da. Genau, also nochmal kurzer Rückblick, das war ja eine, unter dieser Pizza Nummer 40 konnte man in eine Altstadtpizzeria offensichtlich, also das hatte die Polizei so gesagt, der Gastronom hat es ja bestritten, Kokain bestellen, er hat zugegeben mit Kokain gehandelt zu haben, er sagte die Pizza Nummer 40 gab es nicht, trotzdem hat sich dieser Begriff festgesetzt in Düsseldorf und ich glaube nicht nur da. Und jetzt stehen, wie häufig in solchen Verfahren, dann irgendwann später die Hintermänner dieses Drogenhandels vor Gericht. Da hat neulich der Prozess begonnen, besonders im Fokus ein 22-Jähriger, dem Drogenhandel unter anderem vorgeworfen wird, aber auch räuberische Erpressung und verschiedene andere Dinge. Ach ja, genau hier, erpresserischer Menschenraub, also der soll seine Untergebenen bedroht, misshandelt haben zum Teil auch und eben massiv mit Drogen gehandelt haben. Und der und zwei weitere Komplizen stehen jetzt eben vor Gericht. Es laufen auch noch Verfahren gegen fünf weitere Angeklagte. Die Polizei hatte ja beim Auffliegen dieser sogenannten Pizza Nummer 40 Pizzerie ja schon gesagt, die Ermittlungen laufen weiter. Und dem ist auch so, also da versuchen die tatsächlich auch mal an die Menschen im Hintergrund heranzukommen und die vor Gericht zu stellen. Und das ist aber halt, hat gerade erst angefangen, das läuft jetzt noch weiter, mindestens im Juli, da steht noch mehrere Verhandlungstage an. Genau, und er hat sich bisher, also der Hauptangeklagte hat sich bisher auch noch nicht eingelassen zu den Vorwürfen. Man kann ja jetzt dann andere Sachen da kaufen in dem Gebäude immerhin, in dem Ladenlokal. Ja, genau. Das ging schnell jetzt, oder? Ja, gefühlt ging das schnell, aber ich meine, das wurde ja, glaube ich, ausgehoben schon letztes Jahr. Ja, das wäre warum auch nicht. Ich wollte gerade sagen, genau. Also ich glaube, die neuen Betreiber wollen sich bewusst distanzieren und erwähnen das nirgendwo mehr. Ich glaube, es gibt ja…, Auf jeden Fall Pommes da zu kaufen und wahrscheinlich keine Drohung. Wir werden sehen, ob das comes with a shop. Aber das ist auch sehr gut, dass du uns da ein bisschen auf dem Laufen hältst, wie du schon sagst. Also mich interessiert das natürlich auch, auch weil es ein bisschen absurd ist, aber auch weil es einfach da auch spannend ist, was für ein Ausmaß das dann auch annimmt. Auf jeden Fall. Wäre da alles so im Hintergrund vielleicht noch. Also da geht es um Cannabis-Plantagen mit hunderten Pflanzen, LKW-Datung voller Hachisch, aber eben auch Kokain. und genau alles mögliche andere. Auch im nächsten Fall spielt Kokain eine Rolle, wenn auch nur eine sehr kleine Nebenrolle. Und da ist es dann auch wirklich so, dass es ganz aufhört, lustig zu sein. Es ist ein ganz, ganz heftiger Prozess, der letzte Woche angefangen hat. Wo ein Zuhälter vor Gericht steht, zusammen mit seinen beiden Komplizen, eine davon seine Lebensgefährtin und Mutter seines Sohnes, der vor drei Jahren zur Welt gekommen ist, glaube ich, ungefähr. Und der ist eben angeklagt, zwei junge Frauen über Jahre erst angeworben, mit der Loverboy-Masche angeworben zu haben. Die waren beide sehr jung, die eine erst 15, als das angefangen hat. Und sie dann jahrelang zur Prostitution gezwungen zu haben, misshandelt, vergewaltigt. Dazu gezwungen haben soll, dass die Kokain an die Freier verkaufen. Deshalb jetzt der etwas schwierige Übergang. Aber trotzdem, das las sich in der Vorschau schon heftig. Und wenn man dann diesen Angeklagten vor Gericht sieht und seine mutmaßlichen Komplizen, ist es schon nochmal wirklich was anderes. Und die Verlesung der Anklage hat, glaube ich, 50 Minuten gedauert, weil es, glaube ich, um insgesamt 43 Taten geht. Es gibt Menschenhandel, Zwangsjustitutionen, Körperverletzungen, sexuelle Übergriffe, am Ende auch noch Geldwäsche und Steuerhinterziehung, also das ganze Portfolio, aber natürlich besonders im Fokus das Leid dieser beiden Menschen. Jungen Frauen, die da wirklich, ja. Müssen die auch erscheinen und sich irgendwie dem nochmal stellen? Die sind geladen für jeweils zwei Tage im August. Es ist aber noch nicht klar, ob die vielleicht auch unter Ausschluss der Öffentlichkeit aussagen, weil sie ja, also zumindest die eine war ja noch minderjährig und auch Schülerin, als das angefangen hat. Also die hat den mit 15 kennengelernt und hat sich mit 16 das erste Mal für ihn prostituiert. Da war er Mitte 20. Genau, und die andere war, glaube ich, volljährig, aber eben auch sehr jung. Deshalb steht das noch nicht fest, ob das eben diese Aussagen sozusagen öffentlich sind. Aber das ganze Verfahren ist ins Rollen gekommen, weil die eine von beiden ihnen angezeigt hat. Also gehe ich davon aus, dass die beide auch ein Interesse haben. Die sind auch beide als Nebenklägerinnen vertreten in dem Prozess. Und ich gehe davon aus, dass die beide auch ein Interesse haben, ihre Sicht der Dinge zu schildern. Und da bist du jetzt auch vor Ort und wirst berichten. Auf jeden Fall, ja. Also wenn ich vor Ort sein darf, dann schaue ich mir das an. Es sind auch noch Einlassungen der drei Angeklagten geplant. Mich interessiert da vor allen Dingen tatsächlich auch die Sicht der Lebensgefährtin. Die sich auch am Anfang der Beziehung für den Prostituierter dann aber damit aufhören wollte. Und so kam dann quasi das Ganze ins Rollen, dass die andere junge Frauen dafür akquirieren wollten. Und ja, also ganz, ganz fürchterliche Geschichte. Aber gut, dass wir jetzt vor Gericht stehen. Ja, und genau, du bleibst dran. Ich bleibe dran. zu berichten gibt, dann werden wir das auch hier an dieser Stelle tun. Auf jeden Fall. Vielen Dank für den erneuten Überblick und ja, ich freue mich ist jetzt, also ich freue mich natürlich nicht, dass so viele Sachen passieren und ja, so viel Leid gebracht wird. Ich freue mich, wenn es dann vor Gericht landet und ich finde es schön, wenn du bei mir hier sitzt und wir uns darüber austauschen. Ich auch. Bis zum nächsten Mal. Bis bald. Tschüss. Music. Die Haltestelle Nordstraße, die auf der Strecke der U78 und U79 liegt, ist seit einigen Tagen nicht mehr in Betrieb, will heißen, dass die Züge hier einfach durchfahren. Der Grund, bei Arbeiten wurde eine Asbestbelastung in der Luft gemessen. Um jegliches Risiko auszuschließen, liegt der Halt nun also erstmal lahm. Grund zur Sorge besteht laut Stadt und Rheinbahn aber nicht. Wie es zur Entdeckung des Schadstoffes kam, warum an den anschließenden Haltestellen jetzt mehr Personal anzutreffen ist und was die Aussichten sind. Alexander Esch weiß Bescheid. Alexander, du bist ja sicher auch manchmal mit der Bahn unterwegs. Ja. Und dann kommen ja immer so durchsagen, ich hörst du da eigentlich zu. Also ich stelle mir vor, dass du auch mit deinen Kopfhörern irgendwie an der Haltestelle stehst und dann kommt so und machst du dann die Kopfhörer runter und hörst, was die sagen, oder? Ja, ich versuche es schon mitzukriegen, ja. Und sagen die manchmal überraschende Sachen für dich? Ich kann mich jetzt nicht an ein Beispiel erinnern. Doch, dann wäre das Maschinenersatzverkehr, wurde man natürlich mal durchgesagt. Wo ich dann wusste, ach Mist, jetzt geht die Rückfahrt, geht jetzt gar nicht so, wie ich das mir vorgestellt habe. Da habe ich aus Essen plötzlich zwei Stunden gebraucht. Ja, das ist doof. Eine Durchsage, die letzte Woche, glaube ich, das erste Mal kam, die habe ich tatsächlich gehört. Also ich bin nämlich eigentlich eher, ich habe Podcast drin oder irgendwelche Musik. Und wenn ich dann so ein Murmeln höre, dann denke ich, ich werde schon mitkriegen, was da ist. Und da habe ich aber tatsächlich gehört, dass die Haltestelle Nordstraße, die ja auf meinem tatsächlich alltäglichen Weg in alle Richtungen liegt, wird nicht mehr... Also man fährt durch. Was wichtig ist für dieses Gespräch ist, die Nordstraße wird gerade nicht angefahren. Also beziehungsweise sie wird ja angefahren, es wird durchgefahren, es wird nicht gehalten. Es ist auch so ein bisschen gruselig, die Lichter sind irgendwie gedimmt, es ist so ein bisschen geisternd. aber die Werbetafeln laufen noch. Geisterstadtmäßig, ja. Man kann ja auch nur langsam mit der Bahn durchfahren. Ich habe es jetzt noch nicht erleben dürfen, aber habe es mir auch von einem Kollegen schildern lassen. Dann tuckert man dann so durch und diese einsamen Werbetafeln leuchten noch. Es hat irgendwie wirklich so etwas Geisterstädtiges. Warum? Weil plötzlich eine Asbestbelastung festgestellt worden ist. Wie wird denn so etwas festgestellt? Ja, man misst. Da werden ja sowieso Arbeiten durchgeführt am Brandschutz. Und unter anderem war man da, oder eigentlich war man vor allem davon ausgegangen, man hat da so Glaswolle, Steinwolle irgendwie zu entfernen in den Zwischendecken. Das sind ja auch so künstliche Mineralfasern, die je nachdem aus welchem Jahrgang die kommen oder wie alt die sind, wenn ich das richtig weiß, dann auch eben auch so lungengängig sein können, also irgendwie auch schon eine Art Schadstoff sind. Deswegen ist das eigentlich unter großen Sicherheitsvorkehrungen auch gemacht worden, so isoliert von den Passagieren und mit Folien und so weiter. Und das wird natürlich dann auch begleitend gemessen. Und eigentlich hatte man, wenn ich die Stadt da richtig verstehe, hatte man auch vorher schon Messungen durchgeführt und hatte eigentlich auch nicht erwartet, dass da Asbest irgendwo sitzt. Weil ich weiß, dass Asbest war tatsächlich zu meiner Schulzeit ein großes Thema. So 90er, 2000er, Anfang 2000er, da wurden ganz viele Gebäude verwendet. Bei den vielen Schulen, auf denen ich war, aber da gab es immer diese Ersatzcontainer, in denen man dann unterrichtet wurde und so, weil halt ständig irgendwo Asbest, also ich hatte das so ein bisschen dahin verortet, das überrascht mich, dass man das heute noch findet. Ja, 1981 ist da glaube ich gebaut worden. Ja, ich hätte irgendwie gedacht, dass da zwischendurch mal, auch im Zuge dieser ganzen neuen, also dass da jetzt mal irgendwas zwischendurch mal passiert wäre, baulich oder. Nee, so alt ist der ja dann doch wieder in Rom nicht. Und ich weiß gar nicht, in den Anfang der 80er wird man ja kein Asbest mehr verbaut haben. Aber da bin ich jetzt ganz auf dünnem Eis unterwegs. Das heißt, es wurde jetzt gefunden, also das war eine große Überraschung für alle, weil das war jetzt nicht so was Geplantes ab Mitte Mai, ist erstmal gesperrt, weil wir müssen da was ausbessern, sondern die haben quasi im Zuge von was anderem gemerkt, da ist jetzt Aspest. Also es ist gesundheitsgefährdend tatsächlich, also so for real, nicht so. Also das ist jetzt eine Vorsichtsmaßnahme. Ich habe auch in deinem Stück dazu gelesen, das kannst du jetzt gleich nochmal vielleicht ein bisschen näher erläutern. Also es ist jetzt keine akute Gefahr für Leute, die da in den letzten 10, 20 Jahren irgendwie sich aufgehalten haben. Nee, eigentlich nicht, weil es gab ja eine Messung vorher, wo das eben nicht aufgetreten ist. Und bei Asbest ist es ja eigentlich meist so, sobald das verbaut ist irgendwo, es gibt kein Problem. Aber wenn man da halt dran rührt, was aufmacht und sich dann Partikel freisetzen, dann hat man eben das Problem. Soweit man das entfernen muss, da muss man das eben auch bei jeder Baustelle mit höchsten Sicherheitsvorkehrungen dann auch machen müssen. Weil ich natürlich auch sofort gedacht habe, früher gab es da ja auch noch dieses Büdchen und so diese Art Mini-Bäckerei und so. Und dann dachte ich schon, naja, wenn man da jetzt irgendwie auch noch seinen Arbeitsalltag hatte, da unten in diesem Tunnel dann. Aber das heißt, es ist jetzt, weil es quasi angepiekst wurde, wie ein Wespennest. Genau. festnest. Wie gesagt, es gibt jetzt trotzdem keinen Grund zur Panik, weil erstens wurde ja jetzt gehandelt und außerdem in dem Moment, wo es quasi ausgetreten ist, waren ja fast schon wieder alle raus. Es sind aber auch ein paar neue Leute rein. Und zwar, wenn man jetzt an der. Kleverstraße oder an der Heinrich-Heine-Allee mal aufpasst, dann passieren da andere Sachen als vorher. Und ich war ehrlich gesagt, ich habe das vorgestern, glaube ich, zum ersten Mal mitbekommen, war ich so ein bisschen überrascht, dass da jetzt so vielmehr, also an der Heinrich-Heine-Allee, dass da Menschen in gelben Westen irgendwie stehen, ist ja schon ein gängigeres Bild. Und dann waren die plötzlich auch auf der Kleverstraße, aber nicht, weil die Kleverstraße jetzt auch plötzlich so ein heißes Pflaster geworden ist, sondern was machen die da? Ja, die gehen dann in die Bahn, die da kommt und schließen die Fenster oder kontrollieren, dass sie zu sind und steigen wieder aus und warten auf die nächste Bahn und machen da das Gleiche. Also die sichern jetzt, dass auch wirklich die Fenster geschlossen sind. Bevor die Bahn dann durch die Nordstraße durchfährt. Und machen an der Hanich-Heiner-Allee quasi wieder auf, oder? Also weil jetzt auch alle Türen aufgehen, damit wirklich da die Luft auch zirkuliert, damit so gar nichts. Das ist ein weiterer Aspekt, dass eben auch die Fahrer angehalten sind, sobald man eben die Nordstraße hinter sich gelassen hat. Alle Türen immer aufgemacht werden, auch wenn das gar nicht sein müsste, weil da vielleicht gerade keiner ein- oder aussteigen will, damit wieder ordentlich durchgelüftet wird danach. Ich habe jetzt schon ein paar Menschen gesehen, so ein bisschen mit resigniertem Gesichtsausdruck und einer Maske. Ist das auch, meinst du, eine Art und Weise, wenn man das jetzt weiß und man fährt wirklich jeden Tag da lang und will auf Nummer sicher gehen? Also meinst du, das kommt jetzt wieder, dass wir wieder irgendwie dann da so Peroni-mäßig? Ja, also so eine Maske schadet nicht. Das ist meine Überzeugung. Aber ich glaube, wie du es schon sagst, es gibt wirklich keinen Grund zur Panik. Und das Gesundheitsrisiko ist... Auch laut Stadt und Rheinbahn ja wirklich als sehr, sehr, sehr gering einzuschätzen. Die machen halt nur natürlich jetzt alles, um irgendwie auch sicher zu gehen, dass nicht auch dieses geringste Risiko doch noch irgendwie zum Tragen kommt. Ja, und das heißt, die Menschen, die da arbeiten, sind natürlich auch, also das müssen wir hier jetzt nur einmal, glaube ich, mitnehmen, also die sind natürlich in Schutzkleidung, also da wird jetzt, wie lange ist der, ist das geplant, dieser Prozess, also man hofft jetzt wahrscheinlich, dass man nicht in jeder Wand was findet. Stündlich darauf, dass irgendwie eine Nachricht kommt, weil bis Montagabend jetzt noch Messungen durchgeführt worden sind und die jetzt aber auch wieder analysiert werden müssen und man dann ein Ergebnis erwartet, was eben sagt, ist die Belastung noch da, ist sie immer noch so hoch oder ist sie vielleicht auch nicht mehr da, kann man den Bahnhof wieder öffnen. Also das ist jederzeit möglich. Ich verstehe. Und es kann also sein, dass das nur an einer Stelle ist und dann kann die gemacht werden oder ist das Worst Case, dass die ganze Haltestelle neu gemacht werden muss oder vielleicht sogar kann und dann könnte da auch so ein kleines Kunstwerk hingewastelt werden, wie an der Wehrhahnlinie und so. Weiß ich. Ja, das ist aber auch noch eine offene Frage. Was ist eigentlich die Quelle für diese Asbestbelastung? Und da hofft man sich eben auch von diesen Messungen, dem jetzt näher zu kommen und dann erst kann man da wirklich genaueres zu sagen. Ja, weil das hat mich tatsächlich gewundert, als ich das dann alles gecheckt habe, was da gerade passiert, weil, ja, ich irgendwie mir auch gedacht habe, es ist doch irgendwo festgehalten, genau, was da verbaut wird, wo was verbaut wird, also dass man das doch irgendwie, und offenbar ist das nicht so, also es wird nicht so katalogisiert. Zumindest, genau, hat die Stadt das nicht erwartet, dass an der Stelle das Best ist, weil das eben nirgendwo vorher verzeichnet war. Eigentlich spannend, kann ja auch sein, also vielleicht wird da jetzt noch was Größeres, ich bin ja immer hier in meinem… Dass da irgendwann mal Schmuh gemacht wurde. Ja, wer weiß. Oder als Best verbaut. Dass da jetzt wieder aufgetan wird. Oder es ist wirklich vielleicht ein. Ich bin natürlich jetzt bautechnisch nicht so versiert, aber vielleicht ist das wirklich auch nur ein Block, der noch übrig geblieben ist, weil man den damals nicht mit ausgebessert hat oder so. Also das ist bestimmt spannend zu erfahren. Wir werden da sicherlich in Kontakt bleiben. Und wenn es Neuigkeiten gibt, hältst du uns hier auf dem Laufenden. Jetzt frage ich mich noch, genau diese Leute, die da jetzt durch die, ich finde das ist wirklich fast eine Choreo, die die da drauf haben. Also die steigen ein, machen die Fenster zu, Fenster aufsteigen wieder. Also die gehen so fast so Slalom-mäßig da durch die Bahn. Das ist wie so ein Pitstop bei der Formel 1. Ja, tatsächlich. In 5,4 Sekunden dann alle Reifen gewechselt werden müssen. Die kommunizieren so nonverbal und dann greifen die so über einen drüber und sind aber alle ganz nett und so. Sind das Leute, die eh schon bei der Rheinbahn gearbeitet haben? Das weiß ich jetzt nicht. Oder wurden die jetzt neu rekrutiert und das ist dann wie so eine kurzfristige... Ich nehme eher an letzteres, aber ich weiß es nicht. Spannend. Also irgendwie, ich finde manchmal, es gibt Jobs und Aufgaben, die finde ich irgendwie, also was man da nicht alles sieht wahrscheinlich. Jetzt ist es ja so, die Bahn, bitte. Ja, es ist natürlich so ein bisschen irritierend, fand ich es zumindest in der Wahrnehmung, wie dann so eins nach dem anderen plötzlich kam. Also erstmal kam die Nachricht, ja da ist gesperrt, weil da ist irgendwie Belastung gefunden worden und die Bahn müssen langsam fahren. Einen Tag später, sagt die Stadt erst, ja, es ist das Best. Einen Tag später gibt es die Durchsagen, bitte die Fenster schließen, wenn sie da durchfahren. Gleichzeitig sagt uns die Reimann aber, es gibt aber eigentlich keine Gesundheitsgefahr, auch wenn die Fenster auf sind. Ja, warum sollen sie dann geschlossen werden? Noch einen Tag später gibt es plötzlich Trupps, die dafür sorgen, dass die Fenster auch wirklich geschlossen sind, während aber eigentlich ja kein Gesundheitsrisiko besteht. Dann frage ich mich natürlich schon so ein bisschen, bei all den Sicherheitsmaßnahmen sorgt man nicht eher dafür, dass sich die Leute da doch unsicher fühlen, weil sie dann denken, ja, wenn jetzt hier schon die Trupps rein müssen, um die Fenster zu schließen. Ja, verstehe. Also ist das dann wirklich jetzt alles so sicher, wie die sagen? Und jetzt plötzlich sagt die Rheinbahn auch, ja, ein kleines Gesundheitsrisiko besteht ja doch. Also es ist so, ich finde es in der Kommunikation nicht so ganz geglückt, ehrlich gesagt. Und glaube aber trotzdem am Ende, dass es so ist, wie Rheinbahn und Stadt sagen, es ist wirklich ein sehr, sehr, sehr geringes Gesundheitsrisiko. Nur diese Scheibchenweise jetzt Sicherheitsfunkrierung doch nochmal irgendwie verschärfen und so führt glaube ich dann doch zu mehr Verunsicherung als nötig wäre. Ich verstehe, ich hätte das tatsächlich witzigerweise genau andersrum gedacht, also ich habe mich auch gewundert, genau ich bin da das erste Mal durchgefahren und dann war es nur wegen, weil was gefunden wurde, das mit dem Asbest habe ich auch jetzt erst gecheckt. Ich habe eher gedacht, es ist so ein bisschen better safe than sorry. Also bevor dann später irgendwie jemand sagt, ich habe was, das kommt daher, dann lieber zu machen. Ich meine nur, wie es wirkt. Ja, wie es wirkt. Das ist so ein bisschen wie ein Messerverbot in der Altstadt. Wenn überall ein Schild hängt, Achtung, hier ist die Waffenverbotszone, dann fühle ich mich in dem Moment nicht wirklich sicherer, sondern denke, oh, hier ist aber gefährlich. Ja, ja, das stimmt. Wir bleiben jetzt einfach mal dabei in der großen Hoffnung, dass es nicht gefährlich ist. Eine andere Beeinflussung, jetzt nicht gesundheitstechnisch, aber vielleicht stressmäßig, kann ich mir schon direkt wieder wie auf dem Silbertablett serviert vorstellen. Die Bahn fährt zwar, aber die bremst ja schon auch ab. Kannst du mir erklären, warum? Weil ich denke, da sind ja eben keine Leute. Also wenn man irgendwo durchbrettern kann, dann doch wohl da. Ja. Also natürlich nicht, wenn da Leute sind, die da arbeiten. Nein, nein. Es geht darum, dass man dieses Asbest nicht aufwirbeln will und das ja dann vielleicht auch noch in diese Tunnel trägt und so weiter. Guck mal, jetzt hast du hier noch ein neues Ding aufgemacht. Jetzt könnte auch noch durch den Tunnel das in die Heinrich-Heiner-Allee und auf die Kleberstraße. Wo ja auch Messungen durchgeführt worden sind. Da muss man ja auch nochmal vielleicht kurz erwähnen, in den Nachbarhaltestellen, um eben sicher zu gehen, dass da eben keine Belastung ist. Da warten wir so Ende der Woche auf die Ergebnisse. Meinst du denn, es ist eine große Beeinflussung für die Taktung oder dadurch, dass die da langsam durchfahren, kommt das wieder bei Null raus, weil die halt nicht anhalten und Leute rein und raus sind? Ich glaube, vor Ort ist es schon irgendwie ein bisschen mühsam, natürlich diese anderen beiden Haltestellen dann nur nutzen zu können, wenn man da irgendwie direkt die eigentlich nutzt. Das ist ja schon eine wichtige Sache. Station und das ist schon ein kleiner Umweg, den man da jetzt machen muss. Ja, das stimmt. Also ich bin auch ganz froh, dass das nicht meine Haupthaltestelle ist. Ich meine, da oben sind auch die Straßenbahnen, aber manchmal kann man mit denen halt auch nicht so viel anfangen. Deswegen, genau, ist bestimmt allen dran gelegen, dass das jetzt relativ schnell, aber trotzdem sicher und fundiert über die Bühne geht. Und du hast es jetzt gerade schon angesprochen, es wird jetzt an den benachbarten Haltestellen, ich mache hier gerade so Fluglotsenbewegungen, an den benachbarten Haltestellen auch gemessen, wird jetzt dann auch pro forma überall mal geguckt? Also um... Nee, das glaube ich nicht. So Oberbilk oder Kaiserswerth? Ist ja keine Uwe-Tasse, mein Gott. Ja, nee, aber es muss ja auch dann irgendwie eine akute Bauarbeit oder so stattfinden, dass irgendwas geöffnet wird, um überhaupt irgendwas freisetzen zu können. Also es ist ein bisschen dieses, was, genau, wenn da jetzt, selbst wenn da irgendwo noch was ist, solange es nicht bewegt wird, ist das sowieso, um das nochmal ganz klar zu sagen, überhaupt nicht gesundheitsgefährdend. Also wird jetzt nicht irgendwie auf Sicherheit überall mal gemessen. Nee, genau, die Sorgen muss man auch wirklich nicht haben. Das heißt, es ist erstmal nur unsere heiß geliebte Nordstraße und hoffentlich auch bald nicht mehr. Es gibt kein Gesundheitsrisiko. Zum Glück ist das Wetter ja jetzt auch wieder so, dass man, ich habe mir ein neues Fahrrad gekauft übrigens, ich habe es gemacht. Super. Ich habe meinen Zirkel durchbrochen von Laufen und Bahnfahren. Ich bin jetzt sowieso, also die Bahn ist mir doch egal, deswegen. Genau, aber ich hoffe natürlich, dass sich das da bald erledigt und ohne große weitere Komplikationen vornstanden geht. Vielen Dank, lieber Alexander und bis zum nächsten Mal. Sehr gerne, ciao. Kurze Pause. Vielleicht mit etwas Werbung. Music. Bewertungen auf den gängigen Portalen sind für Kundinnen und Kunden ein guter Weg, sich zu informieren, ob sich ein Besuch, beispielsweise in einem Restaurant, lohnt. Sind die Rezensionen gut oder ist die Punktezahl hoch, ist es für beide Seiten eine Win-Win-Situation. Ist das Gegenteil der Fall, kann es schnell passieren, dass sich das negative Bild festigt. Das gastronomische Angebot in Düsseldorf hat laut einem Ranking in vielen Punkten am schlechtesten abgeschnitten. Was verwunderlich scheint, möchte die Landes- doch auch Gastro-Hauptstadt werden. Helene Pawlitzki weiß, woran das liegen könnte und was ein Lösungsansatz wäre. Liebe Helene, ich kann über dich ja einiges erzählen. Oh. Nur gute Sachen natürlich. Unter anderem bist du eine fantastische Gastgeberin. Danke. Das muss hier jetzt einfach mal festgehalten werden. Und ich meine das genauso, wie ich es sage. Also wer bei dir eingeladen wird, ist in for real treat auf allen Ebenen. Fünf Sterne gerne wieder. Und jetzt frage ich mich, liegt das daran, dass du nicht aus Düsseldorf kommst, gebürtig. Obwohl ich muss dazu sagen, ich kenne auch Menschen, die hier born and raised sind, die auch fantastische Gastgeberinnen und Gastgeber sind. Aber irgendwie scheint das nicht zusammenzupassen mit dem, was hier von außen gedacht wird über diese Stadt. Das möchte ich ein bisschen einschränken oder einordnen, diesen Eindruck. Es ist leicht aus der Berichterstattung, die ich mir mit den Kollegen hier geliefert habe, diesen Schluss zu ziehen. Aber das ist nicht so. Die Wahrheit ist, wir haben berichtet darüber, dass die Rezensionen und Bewertungen, die auf den großen Portalen für Düsseldorfer Gastronomien abgegeben wurden im Jahr 2024, verhältnismäßig schlechter sind als für andere Städte in Deutschland. Düsseldorf schneidet da nicht besonders gut ab. Tatsächlich hat es den schlechtesten Platz im Vergleich der Städte, die im Ranking sind. Aber der Macher der Studie, den ich angerufen habe, ein Schweizer namens Alex Zaug, hat gesagt, daraus sollte man nicht schließen, dass die Düsseldorfer Gastronomien richtig schlecht sind, sondern die werden immer noch ziemlich gut bewertet, aber halt verhältnismäßig am schlechtesten. Und weil so, so, so viele Daten in diese Analyse einfließen, sagt er, ist das trotzdem eine Aussage. Es ist nicht zufällig. Verstehe. Was sind die großen Portale? Also nur, dass ich das auch mal verstehe. Weil ich habe noch nie Helene Pawlitzki. Ich habe noch nie irgendwo irgendwas bewertet. Okay, interessant. Und ich lese das auch nie zum Beispiel. Also ich gucke nie nach, wie ein Restaurant bewertet ist. Du lest das nicht? Nee. Das ist ja krass. Also auch wenn, ich war jetzt ein paar Tage nicht in Düsseldorf und da habe ich auch Sachen zu essen gesucht und ich irgendwie weiß nicht, ich gucke nicht. Das ist nicht in meinem Flow. Okay, und weil du keine Angst davor hast, dass es schief gehen könnte? Nee, weil ich denke, ich sehe das doch. Also ich bin ja da, weil ich habe das auch schon andersrum, kennt man doch auch, dass Leute irgendwie sagen, das ist so super gut bewertet und dann fand ich es trotzdem nicht gut. Also ich finde, das ist schon... Ich möchte das jetzt auch nicht so ganz dogmatisch, aber ich bin da gar nicht so firm drin, was das überhaupt bedeutet, wo man bewertet und was eine schlechte Bewertung dann ist. Ja, also es gibt ja mehrere Portale. Die großen, die immer genannt werden, sind Google Maps und TripAdvisor, aber es gibt da natürlich noch viel mehr. Und ich glaube auch, dass es mal sinnvoll wäre, so ein bisschen, wie soll ich sagen, Rezensionsliteracy zu betreiben. Denn es gibt natürlich Restaurants, die haben eine wahnsinnig tolle Bewertung, aber eben sehr, sehr, sehr wenig Bewertungen, sodass man darauf auch nichts geben kann. Und was dann der Kenner tut, ist halt, wenn er auf so einem Portal unterwegs ist, er guckt einerseits natürlich auf die Zahl der Punkte oder Sterne oder was auch immer. Das ist ja meistens geht es von 0 bis 5 und ganz viele haben dann schon ab 4,5 aufwärts. Und dann guckt man halt erstens, wie viele Bewertungen gibt es denn? Es gibt ganz viele Gastronomie, die gerade erst aufgemacht haben, die Eröffnungswochenende hatten, Family und Friends waren eingeladen, 13 Leute haben eine Bewertung geschrieben, alle 5 Punkte, 5,0 glatt auf der Richterskala. Man weiß dann schon, das kann nicht, das ist sehr unwahrscheinlich, dass das über Zeit Bestand hat, also wie lange gibt es das schon und wie viel Bewertung gibt es. Und das andere ist dann, dass man, wenn man schlau ist, mal filtert nach neueste Bewertung und guckt, was haben denn eigentlich die letzten sechs Leute geschrieben, die da waren. Weil ob das vor zwei Jahren mal gut oder schlecht war, ist ja überhaupt nicht relevant für die Frage, wie ist es denn heute. Manche Gastronomien hatten zwischenzeitlich vielleicht mal Schwierigkeiten oder jemanden im Service, der nicht funktioniert hat oder wie auch immer und haben das irgendwie gefixt. Andere waren vor zwei Jahren die Bombe, aber dann ist es leider irgendwie dazu gekommen und jetzt läuft es nicht mehr so gut und jetzt sind da so ein paar Sachen passiert. Und dann ist auch noch interessant manchmal, dass man sich anguckt, wie sind denn diese Kritiken formuliert. Es gibt da oft auch so Phänomene, da merkt man, da ist eine größere Gruppe gewesen, die hat irgendwie Scheiße erlebt oder so und dann schreibt jeder einzelne von denen eine fiese Rezension und das ist immer ähnlich, ist immer die gleiche Geschichte, ist auch irgendwie am gleichen Tag passiert und dann weißt du schon, aha, das ist vielleicht auch ein bisschen ein Ausreißer, das muss nicht heißen, dass es immer schrecklich ist. muss ich ein bisschen reinwühlen. Aber ansonsten ist es natürlich schon sehr aussagekräftig, weil es durch die Masse der Rezension meistens schon einen ganz guten Durchschnitt ein guter Schritt erhält. Ja, das stimmt. Aber ich glaube, da muss man sich wirklich dann, also wenn ich jetzt gerade so überlege, ich habe natürlich schon das eine oder andere Mal, also es gibt ja auch nicht, es gibt der ganze Accounts, die irgendwie delikated sind zu bescheuerte Bewertungen. Also ich weiß schon auch, wie das aussieht und so. Aber ich denke dann immer. Genau, wenn ich jetzt ein Gericht einfach nicht so gerne mochte oder jemanden unsympathisch fand, das bin ja, also es ist ja am Ende sehr persönlich. Also und dann, ich kann das ja nicht, also klar, wenn ich jetzt da viermal essen war und immer habe ich danach irgendwie muss ich mich übergeben oder immer habe ich Magenschmerzen oder jedes Mal ist da eine Person, die mich irgendwie dumm anmacht. Ich weiß nicht, dann während ich das gerade so sage, denke ich, ich würde dann halt einfach nicht mehr hingehen. Ich würde das wahrscheinlich nirgendwo publik machen, aber einfach, weil ich da genau. Also darum, ich finde das sowieso schon sehr gut, dass wir das jetzt hier oder dass du das auch nochmal so ganz klar eingeordnet hast. Das heißt, natürlich ist das eine schöne eine Schlagzeile oder irgendwie, ne, Düsseldorf ist so ungastlich oder nicht so gut, aber es ist natürlich sehr zisiliert. In Düsseldorf waren die Gäste im Verhältnis zu den anderen Städten im Ranking 2024 am unzufriedensten. Aber warum? Was sind die Gründe? Ja, also erstmal muss man sich, glaube ich, angucken, in welchen Bereichen waren sie unzufrieden. Und da gibt es Zahlen, die, also ich meine, so ein Ranking ist ja immer irgendwie ein bisschen künstlich. Aber was dieses Unternehmen, Respondeligent heißen, die aus der Schweiz eben macht, ist sie erstellen. Sie gucken sich, sie machen eine Liste von Gastronomien aus den Städten, die im Ranking sind. Das sind ganz viele deutsche Großstädte, also Berlin, Köln, Hamburg sind dabei, München, aber auch Magdeburg oder, weiß ich nicht, kleinere Städte. Dresden ist auch dabei und so weiter. Also überall. Und die machen für jede Stadt eine, sagt der Chef dort eine lange Liste, was auch immer das heißt, von Gastronomien. Stellen sicher, dass diese Gastronomien auch tatsächlich noch geöffnet sind. Und dann gucken sie sich alle Bewertungen an. Sowohl die, wo nur Sterne sind, als auch die, wo was geschrieben wurde. Also es gibt eine quantitative und es gibt eine qualitative Analyse. Und ein kleiner Side-Note, interessant ist, dass er gesagt hat, im Dachvergleich, also Österreich, Schweiz, Deutschland, fällt auf, dass die Deutschen halt auch ganz gerne einfach nur Sterne verteilen und gar nicht so viel schreiben. Da ist der Anteil der nur Sternebewertungen höher als der mit auch Text, als in anderen Ländern. Und die Sternebewertungen sind häufig sehr positiv und geschrieben wird dann, wenn was nicht passt. Das ist eher so, dass die geschriebenen Bewertungen, also wenn was zu meckern gibt, dann wird auch mal ein paar Wörter verloren. und ansonsten reicht aus, wenn man fünf Sterne gibt. Die wenigsten Leute schreiben dann das und das, hat mir besonders gut gefallen. Und daraus erarbeiten im Grunde genommen mehrere Werte. Das eine ist der sogenannte Online-Reputation-Score. Der geht von 0 bis 100. Und da bekommt, also der durchschnittliche Score für Deutschland war 2024 84,8 Punkte. Und für Düsseldorf lag er drunter nämlich bei 83,5 Punkten. Das war der niedrigste im ganzen Ranking. Ist keine große Bandbreite, aber er hat halt gesagt, doch, also es macht schon einen Unterschied. Man merkt, es ist schon irgendwie, es macht schon einen Unterschied. Und dann kann man sich aber auch nochmal angucken, wie die einzelnen Bereiche sind. Die gucken sich dann nämlich so… Und einzelne Teile an, zum Beispiel Essen, Ambiente, Infrastruktur, Service, Preis, Leistung. Und da schneidet Düsseldorf besonders bei Service und Preis, Leistung schlecht ab. Und das ist auch der Grund, warum der Escort insgesamt runtergezogen ist. Also es ist gar nicht die Qualität des Essens, es ist nicht die Verfügbarkeit oder so, sondern es ist das Gefühl zu viel für etwas zu bezahlen, was nicht gut genug ist. Also doch, die Qualität. Und ja, ich glaube, es spielt schon eine Rolle, aber es ist halt nicht, das schmeckt kacke, sondern es schmeckt für den Preis nicht gut genug vielleicht, so würde ich es formulieren. Oder ist nicht doll genug. Es ist nicht so, kann auch sein, die Portionen sind nicht größer genug, was auch immer, Preis, Leistung halt. Und Service funktioniert halt auch nicht, da kann man sich auch irgendwie drunter vorstellen, was damit gemeint ist. Der Service ist vielleicht nicht freundlich, nicht zugewandt genug, nicht schnell genug und so weiter und so fort. Man kennt ja die Sachen. Und das geht tatsächlich auch durch alles, also vom kleinen Inhaber betriebenen Restaurant, Café bis hin zu großen. Die gucken sich Full-Service-Restaurants an, also nicht was, wo du dir es selber holen musst oder so, sondern wirklich mit Service am Tisch. Und beim Freies Leistungsverhältnis hat Düsseldorf 3,77 auf der Skala von 0 bis 5. Das kannst du dir so wie Google Sterne vorstellen und da ist 3,77 ja wirklich nicht so gut. Berlin hat zum Beispiel 4,01. Okay. Und das ist der Bestwert. Und bei Service hat Düsseldorf 3,96 und Berlin 4,17. Sind das zwei Bereiche, wo du als ja wirklich sehr Gastronomie-Erfahrene und vor allem auch, also es ist ja Teil deines alltäglichen Berufslebens, irgendwie an Orte zu gehen, wo du an den Tisch Essen gebracht bekommst, was dann irgendwie was kostet, sind das zwei Punkte, die mit dir resonieren? Also ist das was, was du, wenn du was erlebst, in eine negative Richtung auch was, was du erlebst? Also, ich glaube, das muss man echt doll trennen. Ich glaube, bei Service spielt eine große Rolle, was man für einen Umgang erwartet. Naja, auch wie man selber ist. Und sicherlich auch wie man selber ist. Und ich glaube, dass da besonders Extremsituationen in Anführungsstrichen eine Rolle spielen. Ich glaube, in den aller, aller, allermeisten Fällen läuft alles gut. Und in den aller, allermeisten Fällen resultiert das aber auch nicht in einer Bewertung in die eine oder andere Richtung. Weil, ne, wenn es nichts zu meckern gibt, das ist ja keine News sozusagen. Und wenn dann aber mal eine Situation auftritt, wo irgendwas schief geht, geht es meistens ja dann richtig schief, weil das ist ja dann oft einfach auch Konfliktpotenzial und eine Auseinandersetzung. Und das kann ich mir dann schon vorstellen, dass…, das dann schneller in einer negativen Bewertung sozusagen resultiert. Aber das gilt natürlich für alle Städte im Ranking. Da ist ja Düsseldorf keine Ausnahme. Das andere ist, glaube ich, Preis-Leistung. Und da könnte ich mir vorstellen, dass Düsseldorf so ein paar Sachen zum, also bei ein paar Sachen einfach ein bisschen Pech hat. Das erste ist, die Macher der Studie sagen, Touristen bewerten tendenziell kritischer als Einheimische. Das heißt, Städte, in denen viele Touristen unterwegs sind, haben eher ein Problem. Weil die kriegen mehr negative Bewertungen. Jetzt ist natürlich klar, Hamburg, Berlin, München haben auch sehr, sehr viele Touristen. Aber eine Stadt wie Magdeburg zum Beispiel hat ja tendenziell vielleicht nicht ganz so viele Leute von auswärts. Und oder die Erwartungen sind dann nicht so hoch. Und ich glaube, Erwartung ist auch wirklich das Stichwort. Das andere ist, wir haben ja hier eine Stadt, in der doch die Preise relativ hoch sind, auch im Vergleich zum Beispiel zu dem, was im Umland passiert und im Rest von Nordrhein-Westfalen. Das heißt, wenn jemand von gar nicht so weit weg kommt und in Düsseldorf eine Pommes essen geht, die dann aber vielleicht ein, zwei Euro teurer ist als woanders, dann sind die Erwartungen wiederum auch irgendwie höher. Das muss nicht heißen, dass die Pommes schlecht ist, das kann aber heißen, dass er eben was anderes, was Besseres erwartet hätte als woanders. Und ganz ehrlich, eine Pommes ist eine Pommes ist eine Pommes. Natürlich gibt es eine schlechte und eine gute Pommes, aber eine gute Pommes kannst du nicht viel besser machen. Also ist so schwierig. Kannst du die Portion noch größer machen und sie auf einen Goldrandteller servieren oder so. Aber es gibt Gründe, warum die teurer ist in Düsseldorf. Das hat natürlich auch was damit zu tun, dass zum Beispiel hier die Pacht für ein Restaurant höher ist und dass man eventuell den Leuten, die hier arbeiten, mehr bezahlen muss, damit sie sich wiederum selber ihre Miete leisten können und so weiter und so fort. Aber es läuft darauf hinaus, dass die Erwartungen unterm Ständen höchstens höher sind. Und vielleicht spielt auch der Anspruch, den die Düsseldorfer selber haben, eine Rolle. Also der Grund, warum die Politik zum Beispiel jetzt ganz gerne von der Gastro-Hauptstadt spricht, die Düsseldorf werden soll, ist ja eventuell, dass auch ein Selbstverständnis da mit drin ist. Also wir erwarten von uns in Düsseldorf auch einfach hohe Qualität und besonders toll. Und da sind wir wieder an dem Punkt, dass hohe Erwartungen eben dann auch schnell oder leichter enttäuscht werden. Ja, ich verstehe das und ich höre das und ich gehe das auch mit. Und tatsächlich auch bei Preis-Leistung, da habe ich auch schon den einen oder anderen Gedanken zu gehabt. Aber ich finde das irgendwie so schwer, aber da sind wir ja schon fast auf einer philosophischen Meta-Ebene bei diesen Bewertungsdingern. Weil es sehr genau, es ist ja immer meine Erwartung und die kann ja, entweder ist es ganz klar definiert und kommuniziert und wenn ich dann nicht das bekomme, also sieben Pommes für drei Euro, so und das finde ich messbar oder die sind halt kalt oder haben Schimmel dran oder so, aber ich finde, wenn ich mir irgendwie vorstelle, wenn ich jetzt von einem. Frühstückscafé lese seit Jahren auf Instagram oder TikTok und dann habe ich da endlich einen Platz und dann gehe ich da hin und dann ist es einfach nicht so, wie ich erwartet habe, ich würde mich dann, und das ist nicht, weil ich so philanthropisch durch die Welt renne und denke, alle sind wie sie sind sondern ich hätte dann eine schwere Zeit zu sagen das ist schlecht, weil ich halt denke. Mich hat es enttäuscht. Oder ich würde das so versuchen zu kommunizieren. Weißt du, was ich meine? Nee. Aha, okay. Also findest du nicht? Geht es dir um den Unterschied zwischen subjektiv und objektiv schlecht? Es geht mir auch darum. Und ich finde, dann finde ich einfach diese, ja, genau. Ich versuche die ganze Zeit rauszufinden, wie ich das alles finde und warum ich vielleicht gar nicht so viel darauf geben würde. Weil ich halt immer denke, also du magst doch vielleicht jemanden anders als ich, aber die Person ist ja die gleiche und solange ich also klar, wenn mir jetzt jemand die ganze Zeit ins Gesicht pupst, während die mir meine 19 Euro Pommes servieren, dann finde ich das beides scheiße. Also man muss da ja glaube ich auch nichts drauf geben, wenn man es nicht möchte, aber meine Erfahrung mit solchen Rezensionen ist, irgendwann ab einer bestimmten Masse überschreitet das Subjektive die Schwelle zum Objektiven. Und alles, was dir so eine Bewertung sagt, ist halt, dass eine gewisse Anzahl von Leuten, das gut oder schlecht fand oder mittel und wenn es genug Leute sind, dann ist die statistische Wahrscheinlichkeit hoch, dass du das auch so findest. Es sei denn, du hast einen super extremen Geschmack in irgendeine oder andere Richtung. Aber wenn du dich einigermaßen im geschmacklichen Mainstream bewegst, was die meisten von uns ja tun, dann ist die Chance groß, dass diese Bewertung deine Erfahrung widerspiegeln wird. Ich verstehe. Und ich finde auch aus Gastronomensicht muss man ja auch sagen, die arbeiten teilweise auch sehr hart daran, das aufzufangen. Und zu kommentieren, wenn jemand eine schlechte Erfahrung hatte, damit die anderen auch sehen, wir haben es gesehen, wir reagieren darauf auch oder sogar mit irgendwelchen Agenturen, fand ich übrigens auch interessant, hat der Schweizer Mensch da gesagt, der Mensch, der die Studie gemacht hat, dass in Deutschland das Thema, diese schlechte Bewertung wieder wegkriegen, ein viel größeres Thema ist als an anderen Stellen. Denn es gibt ja ganze Agenturen, die sich darum kümmern und so weiter. Das ist in anderen Ländern gar nicht so ein Thema. Aber ich finde, aus Gastronomen sich darum zu kümmern, ist auch wichtig. Ich glaube aber auch, dass man schon auch als Gastronom mal kritisch hinterfragen kann, wo kommen wir eigentlich her, wo gehen wir eigentlich hin? Es war nämlich zum Beispiel so, diese Zahlen, die machen das Ranking schon seit ein paar Jahren. Und nach der Corona-Pandemie waren die Leute super, super happy. Die haben total gute Bewertungen geschrieben, weil die einfach so froh waren, dass sie wieder weggehen konnten. Total interessant. Seitdem geht es, dann ging es bergab, dann geht es langsam wieder bergauf. Aber jetzt haben wir natürlich ein bisschen die Preisproblematik. Also diese ganze Thematik mit Rezensionen, alles ist teurer geworden und du kannst es dir fast gar nicht mehr leisten. Und vielleicht muss man dann als Gastronom, der ja einfach ein Wirtschaftsunternehmen betreibt, dessen Job ist, es Leute happy zu machen, darüber nachdenken, was muss ich jetzt eigentlich tun, um das zu kompensieren. Ich kann vielleicht jetzt nicht die Portion größer machen. Ich muss meine Preise annehmen, aber vielleicht muss ich dann eben meinen Service noch besser schulen. Oder ich muss mehr darauf achten, dass die Leute sich wirklich wertgeschätzt fühlen. Vielleicht kann ich was am Ambiente noch ändern. Oder die Leute persönlicher begrüßen. Oder irgendwie sowas machen. Oder ihnen ein kleines Goodie geben. Vielleicht kann ich einführen, dass es gratis Leitungswasser zu trinken gibt. Das finde ich schon legitim, da mal drüber nachzudenken, wie könnte ich denn die Masse der Leute da so ein bisschen auffangen. Und ansonsten muss ich sagen, naja, wenn wir Gastrohauptstadt werden wollen, und ich glaube, die Gastronomen wollen das schon, das wäre schon gut für die, dann ist das ein Zeichen, dass wir uns noch nicht dahin auf den Weg gemacht haben. Wenn ich was auch immer das bedeuten mag, dieses Wort von der Gastrohauptstadt, heißt ja im Endeffekt nichts anderes, als wenn jemand irgendwie darüber nachdenkt, wo könnte ich denn, in welcher Stadt Deutschlands kann ich ganz gut essen, egal ob der jetzt von weit weg kommt oder aus Düsseldorf, wo kann ich ein gutes gastronomisches, kulinarisches Erlebnis haben, dann müsste Düsseldorf aufpoppen. Und diese Kritiken scheinen mir ein Indiz dafür zu sein, dass wir da noch nicht sind. Das ist noch einen weiten Weg. Wenn wir jetzt irgendwo im Mittelfeld wären, hätte ich gesagt, wurscht. Aber dadurch, dass wir halt wirklich dann am unteren Rand dieses Schränkings sind, würde ich sagen, na gut. Meinst du, das nehmen sich die einzelnen AkteurInnen zu Herzen? Nee. Also wenn du jetzt auf einzelne Gastronomen eingehst, glaube ich nicht, weil die einzelnen Gastronomen ja eher auf ihre eigenen Bewertungen gucken und schauen, sind die in Ordnung. Und mehr können die ja auch letztendlich nicht machen. Ich glaube nicht, dass die auf so ein Overall Ranking gucken. Was ich schon finde ist, diese Geschichte von der Gastroabstatt kommt ja auch nicht von den Gastronomen, sondern kommt ja tendenziell eher aus der Politik. Und da finde ich dann schon, da kann man mal drüber nachdenken, was sind denn strukturelle Dinge, die man vielleicht ändern kann. Also wenn die Kosten in Düsseldorf einfach sehr hoch sind, um eine Gastronomie zu betreiben und das wird dann auf die Gäste umgelegt, Strichwort Preis-Leistungs-Verhältnis, müsste man dann da vielleicht was ändern. Verstehe. Wie gehen wir eigentlich damit um, wenn Lärmbeschwerden kommen oder wenn ein Gastronom eine Terrasse gerne machen möchte und da eine Genehmigung für braucht? Geht das eigentlich schnell, geht das nicht so schnell? Kommen wir da mit dem Maßband messen oder nicht? Haben Gastronomen unter Umständen Schwierigkeiten, richtig gutes Servicepersonal zu finden, weil man in Düsseldorf mit einem Kellnerinnengehalt eben gar nicht so gut wohnen kann? Das heißt, entweder die Leute kommen von weit weg oder man findet sie gar nicht in guter Qualität und ist dann eben auf ungelernte Kräfte angewiesen, die das einfach nicht können. Die einem jeden dritten Gast ein Weizenmäher in den Schoß schütten. Ich habe es ja von der Pike gelernt. Also ist dieses Ranking tatsächlich eigentlich, richtet sich eher an ein bisschen anderes Zielpublikum am Ende. Also wenn du das gerade so sagst, das finde ich sehr schlüssig. Ja, wenn man es ernst nimmt, dann so. Dann würde ich sagen, da kann man mal drüber nachdenken. Einen Punkt, den die gemacht haben, fand ich noch ganz spannend. Die haben gesagt, das Problem ist natürlich auch der durchschnittliche, zufriedene Stammgast, der immer schön zu Hause in seine eigene Gastronomie geht und sich da immer happy und wohl fühlt, der kommentiert nicht, der rezensiert nicht, der vergibt keine Sterne. Vielleicht müssen wir als Düsseldorferinnen und Düsseldorfer uns dann vielleicht auch mal überlegen, ob wir unsere Lieblingsgastronomie ein bisschen supporten können. Das habe ich ein bisschen auf Instagram aufgeworfen, auf unserem Kanal Düsseldorf geht aus und daraufhin kommentierte einer, er wäre noch nicht so bescheuert, seine Stammgastronomie positiv zu bewerten, dann würde die ja auch überlaufen werden von den ganzen Honks. Da habe ich gedacht, ja gut, so kann man das natürlich auch sehen. Ja, Gatekeeping ist ja super, 2023, das machen wir nicht mehr. Ich glaube, das funktioniert auch nicht. Ich glaube schon auch, dass man die wirklich, unabhängig von aller Egoismus, man unterstützt die dann eben auch. Das ist auch so, das ist ein Geschäft. Und wenn man will, dass die bleiben und wenn man will, dass die Guten bleiben, dann muss man denen auch vielleicht ein bisschen helfen. Wir helfen jetzt auch der lokalen Gastronomie und gehen jetzt erst zum Mittagessen. Und hey, weißt du was? Ich gebe dann eine Bewertung ab. Echt? Okay. Mal gucken, wo? Und mal gucken. Hast du, pass mal auf, Helene. Jetzt kommt es. Gibst du manchmal richtig nasty Bewertungen ab unter einem falschen Namen? Ich habe das vor langer, langer Zeit, habe ich das mal gemacht. Wenn mich was geärgert hat, habe ich bewertet. Und ich habe dann aber bewusst damit aufgehört. Aus zwei Gründen. Das eine ist, dass ich mir die dann später nochmal durchgelesen habe und gedacht habe, was bist du eigentlich für ein Assi? Was bist du eigentlich für ein scheiß Asi? Und weil das genau dieses Syndrom oft ist, man ist dann wütend in der Sekunde und angenervt und findet was nicht gut und dann schreibt man irgendwie Sachen und das generalisiert man ja dann auch. Und das habe ich auch gemacht und das fand ich ganz unschön im Nachhinein, habe ich mich sehr gehasst dafür das zu machen und ich mache das nicht mehr. Und das andere ist, dass ich natürlich durch meinen Job hier bei der Rheinischen Post schon relativ viel, wie soll ich sagen, ich möchte jetzt nicht sagen, publizistische Macht habe, aber schon auch ein großes Lautsprecher, großes, wie heißt das, Megafon sozusagen, eigentlich in diesem Bereich habe und ich muss nicht auch noch eigentlich im Internet. Das ist Quatsch. Ich ja nicht, deswegen werde ich mir jetzt irgendwo einen Account anlegen und dann geht die Post ab. Bis später. Tschüss. Music. Kurze Pause. Vielleicht mit etwas Werbung. Der Sommer ist mal wieder ein wenig unentschieden, ob er nun bleiben möchte oder nicht. Da muss man sich halt anders helfen und sich das mediterrane Feeling wenigstens auf die Teller holen. Ganz hervorragend geht das beispielsweise mit der portugiesischen Küche. Einige Restaurants, die sich dieser verschrieben haben, gibt es in Düsseldorf. Paul Küchler stellt vier von ihnen vor. Paul. Bom dia. Heute mal passend zum Thema quasi. Direkt ausgepackt. Richtig, Spoiler. Wir sitzen hier versammelt im Konferenzraum der Lokalredaktion der Rheinischen Post. Ich weiß nicht, wie auf dich ich diesen Satz schon gesagt habe, auch im Zusammenhang mit dir. Und das Schöne ist ja, wir träumen und reden uns ja immer an andere Orte jeglicher Couleur. Und heute geht es nach Portugal. Richtig, auf die iberische Halbinsel. Auf die iberische Halbinsel, ich war ja noch nie da. Ach so, ist ja mega gehypt gerade, also vor allem Lissabon ist ja glaube ich fast wieder overhyped irgendwie. Ich war vor zwei Jahren mal da, Lissabon, Porto und den Coimbra, das ist so die ehemalige Hauptstadt, irgendwie dann das Inneren, war total spannend, also kann man empfehlen. Nun bitte nicht, liebe Leute, in der Hauptreisezeit, viele Amerikaner unterwegs. Das Schöne ist aber ja, an einer Großstadt, in der wir jetzt wohnen, da gibt es ja bestimmt auch in kleineren Städten, aber vor allem hier gibt es ja zumindest die Landesküche. Also wir können jetzt nicht so viel mit Küste. Ich meine, der Rhein, ja, fair enough. Es gibt den Paradiesstrand, was weiß ich. Gut. Aber vor allem die Küche kann man natürlich auch hier bekommen und zwar nicht zu knapp. Also ich tatsächlich war jetzt nicht so super überrascht, weil ich, obwohl ich noch nie in Portugal war, die portugiesische Küche, weil ich mag ja Fisch sehr gerne. Dann absolut, ja. schon irgendwie mir geläufig war und ist und ich weiß, dass wir früher immer da in Flingern Ronsdorfer Straßen mäßig da, genau, da kommen wir gleich aus drauf zu sprechen. Also da waren wir früher tatsächlich relativ oft, es war ja ganz, ganz, ganz früher wirklich noch sehr rudimentär also in diesem Club Portugiesch also wirklich. Industrie-Charme wirklich drumrum jetzt ist es ja ein bisschen gentrifiziert tatsächlich. Genau, dann hat es sich ein bisschen weiterentwickelt und in Flingern gibt es ja auch noch einen portugiesischen Laden da beim Bauhaus in der Nähe. Ich bin so schlecht mit Straßen. Bärenstraße vielleicht, aber vielleicht auch nicht. Keine Garantie, liebe Leute. Genau, auf jeden Fall, wir reden heute über portugiesische Restaurants hier in Düsseldorf. Und nicht nur durch deine Aufenthalte dort, sondern auch qua deine Rolle hier in der Relaktion bist du natürlich jetzt Fachmann. Nur, ausschließlich. Erzähl. Nee, ich fand das irgendwie total spannend, weil ich mir wieder mal dachte, man hat das ja oft, man ist im Urlaub oder hat so diese Assoziation. Sonne, Meer und irgendwie, ich weiß nicht, gerade in so in diesen südwesteuropäischen Ländern ist natürlich nochmal die Laune so ein bisschen anders der Menschen. Und dann dachte ich mir so, Mensch, wo findest du das eigentlich in Düsseldorf? Und tatsächlich, du hast es gerade schon gesagt, da Erkrater Straße die Ecke sind, auf jeden Fall schon zwei Portugiesen. Einer ist in der Altstadt, der hat jetzt glaube ich auch erst vor einigen Monaten eröffnet, also relativ frisch quasi, was ich auch spannend fand, dann tatsächlich irgendwie ein portugiesisches Café. Und es gibt noch zwei weitere, einen, den habe ich mit reingenommen in den Text, der Der ist in Unterrad tatsächlich, ausgerechnet in Unterrad, wo man jetzt nicht so das allerbreiteste gastronomische Angebot hat, aber tatsächlich. Und es gibt noch ein weiteres Café, das jetzt aber tatsächlich gar nicht im Artikel auftaucht. Also ich glaube insgesamt sind es fünf und wir reden jetzt quasi über die vier, eine Auswahl daraus. Ist das eine Nische? Also ich hätte jetzt gar nicht gedacht, dass es so…. Es gibt halt einige. Mir fallen ja auch direkt zwei, drei ein. Aber es ist trotzdem natürlich im Verhältnis zu italienischen Restaurants oder auch spanischen Restaurants ein bisschen nischig. Wenn man jetzt ein bisschen ungeübt ist, würde man ja sagen, dass jetzt spanische und portugiesische Küche nicht super weit auseinander liegen. Einfach auch so in dieser Tapas-Idee. Also mehrere kleine Gerichte. Klar, viel Fisch, Fleisch, Gemüse, Kartoffel. so, ne? Was ist da so der prägende Unterschied, würdest du sagen? Ich würde tatsächlich sagen, und jetzt bitte, liebe Portugiesen, die ihr zuhört, reißt mir nicht den Kopf ab. Also aus meiner Erfahrung, aus meiner Sicht würde ich sagen, die portugiesische Küche ist ein Stück weit grober als die spanische. Vielleicht, das ist auch ein bisschen absurder Vergleich, aber man sagt ja irgendwie hier in NRW, so die rheinische Küche hat so ein bisschen mehr Finesse als die westfälische zum Beispiel. Und da würde ich es ähnlich einschätzen. Also es gibt so einige Nationalgerichte in Portugal, unter anderem Bacaljau, also Kabeljau, Und das wird halt an total vielen Stellen genutzt irgendwie, weil das immer schon historisch gesehen gut verfügbar war. Klar, die liegen im Atlantik, haben große Fischereiregionen sozusagen. Und da unterscheidet sich's noch mal so ein Ticken zur spanischen Küche, würd ich auch sagen. Aber grundsätzlich, so die Idee, die Richtung ist sehr ähnlich. Also, du hast sehr viele Fisch- und Meeresfrüchtegerichte. Hast aber auch, weil ich glaub, das vergessen auch viele Leute, Portugal hat ja ein großes Hinterland, sag ich mal. Du hast auch so ganz deftige Wurst- und Fleischgerichte oder mit Kartoffeln und irgendwie Grünkohl oder so, was man da jetzt gar nicht verorten würde. Also es ist tatsächlich schon sehr vielfältig, aber fliegt so ein bisschen unterm Radar. Das fand ich ganz spannend. Und hat sich dieses etwas vom Fisch weggehende Ding auch hier etabliert? Oder ist das dann wirklich was, was man da bekommt? Oder ist das hier auch dann vertreten? Also ich würde sagen, in den Läden, die ich jetzt recherchiert habe, ist ein Teil des Fokus auf jeden Fall liegt auf Fisch. Also das ist irgendwie ganz klar. Also die zwei Restaurants an der Erkraterstraße, wenn wir mal so ein bisschen einsteigen wollen, das ist einmal das Frango Portugaisch heißt das und das andere Clube, Club Portugaisch, die gehören auch zusammen, also die haben eine Verbindung, sind glaube ich, 200 Meter entfernt voneinander. Das Frango ist in den ehemaligen Schwanenhöfen. Also ein bisschen im historischen Gemäuer. Ist auch total schön eingerichtet mit tausend Postern und Bilder. So portugiesische Assoziationen. Und da nimmt im großen Teil der Speisekarte Fisch ein. Du hast so die Klassiker, die der deutsche Gaumen tendenziell eher gut findet. Lachs, Thunfisch, so was. Du hast aber auch ganz viel Kabeljau, Seeteufel, Dorade. Also schon so, ich sag mal, Hochseefische vielleicht ein bisschen. Genau, also die Karte ist auf jeden Fall so ein bisschen gesplittet, aber auch gleichzeitig einige, ich sag mal so klassische Gerichte, also zum Beispiel eine Francesinha, das ist so eins der Nationalgerichte auch Portugals, die kommt aus dem Norden Portugals, aus der Nähe von Porto und das ist ein total verrücktes Gericht, also wenn man das irgendwie noch nicht so gegessen hat, wirkt das auch ein bisschen random, glaube ich, aber das ist quasi, es ist so geschichtet und du hast unten eine Scheibe Toastbrot oder Weißbrot, meistens ist es Toast, Dann, also es kommt jetzt auch immer krass drauf an, wo man halt irgendwie hingeht, aber dann ist meistens mit drauf ein Stückchen Steak, ein kleines, verschiedene Würste. Dann wird das mit Käse überbacken und obendrauf quasi im Backofen kommt noch so eine Art tomatige Soße, die so drüber geschüttet und drum geschüttet wird und das wird dann im Ofen gebacken. Und dann isst du dich quasi so Schicht für Schüchter durch, schmeckt irgendwie total verrückt, wird mit Pommes oder halt ein Kartoffelprodukt serviert meistens. Und es ist irgendwie ungewöhnlich, muss ich sagen, aber es schmeckt halt auch irgendwie ganz gut. Und das meinte ich halt so ein bisschen dieses, so Gerichte, die man jetzt auf den ersten Blick nicht so erwartet. Genau, sowas gehört dann unter anderem dazu. Es gibt aber auch das Café Lissabon, also Café Lissabon sozusagen in der Altstadt. Und die haben dann zum Beispiel auch wieder ganz andere Gerichte. Also die haben unter anderem so eine Art Kuchentheke, Vitrine. Ist die Neustraße, Neustraße. Genau, die haben aber zum Beispiel eine Kuchentheke oder so eine Küchleintheke, weil Portugal nämlich unter anderem auch dafür bekannt ist für so, ich sag mal, kleine süße Teilchen so ein bisschen. Also ich weiß jetzt nicht, wie man es auf Portugiesisch sagt tatsächlich, aber die berühmtesten davon sind ja zum Beispiel diese Pastel de Nata. Diese Blätterteig, Törtchen, Dinger, die super geil sind irgendwie. Genau, also quasi es gibt abgesehen von den Pastel de Nata in dieser großen Glasvitrine da auch noch ganz viele andere kleinere, leckere Gemeinheiten quasi. Quasi unter anderem ein Gericht, das kannte ich auch aus dem Urlaub, hab das so in der Art auch nie wieder seitdem bis jetzt gegessen und kannte das auch vom Geschmack nicht. Das ist quasi so eine Art Mini-Törtchen. Und der Teig ist aus einer Mischung, zumindest geschmacklich, Eigelb und Orange. Also es ist so sehr rich, würde ich sagen. Irgendwie so sehr delikat auch. Macht auch total satt, so ein kleines Ding. Ist irgendwie aber auch gleichzeitig nicht ganz so pappsüß. Hat auch so eine mini-bittere Note durch die Orange mit drin. Es schmeckt total verrückt, aber irgendwie super lecker. Also ich stehe da total drauf. Und die machen das alles selber da, frisch vor Ort. Genau, genau. Und du hast dann aber auch noch da so kleine herzhafte Gemeinheiten wieder. Unter anderem Cuchines, das sind eigentlich aus Brasilien so kleine gefüllte Teig- Tränen würde man fast sagen, also in Tränenform, außen frittiert und innen mit Hühnchen oder so gefüllt, ist eigentlich was Brasianisches, aber das ist auch in Portugal super beliebt. Es gibt aber auch Stockfischpasteten, das ist quasi dann die portugiesische Variante davon, da sind wir auch wieder bei diesem Kabeljau, der dafür benutzt wird. Ja, verstehe. Also Shredded Kabeljau mit Teig und dann wird das irgendwie frittiert und kostet glaube ich 2,50 das Stück, kannst du mit Mayo oder Ketchup irgendwie essen, also sowas ist auch ganz gut und auch verfügbar. Ja, das wäre nämlich auch noch so eine Frage, wie das jetzt natürlich preislich ins Gewicht, also bei so Fisch und Meeresfrüchte und so. Ich habe mir von immer schon gemerkt, dass das natürlich auch immer ein wenig kostspieliger ist. Aber ich denke mal, dass man da wahrscheinlich so im Düsseldorfer Durchschnitt ist, so oder so. Also ich zum Beispiel bei den zwei Läden auf der Erkaterstraße liegen wir bei den Hauptgerichten so zwischen 20 und 30 Euro. Ich finde immer, das zahlst du inzwischen überall, vor allem auch für den fangfrischen Fisch irgendwie. Genau, die Kleinigkeiten sind natürlich irgendwie alle ein bisschen günstiger, also sowohl die Pasteten, habe ich schon gesagt, 2,50 Euro. Es gibt auch in dem Café Lisboa eine ganz bekannte Suppe, also zumindest in Portugal ist die recht bekannt, Caldo Verti heißt die, also grüne Suppe, grüner Eintopf quasi, wenn man es direkt übersetzen möchte. Und das ist ein Eintopf, der ist mit Rorizo, also mit dieser scharfen Wurst, die man dann auch aus Spanien kennt, aber auch mit einer Art Grünkohl, glaube ich. Mal gucken, grüner Palmkohl heißt das. Und Kartoffeln, also es ist so sehr bäuerlich, deftig. Ja, so eintopfig, ja. Genau. Aber auch sowas kriegst du dann irgendwie für 6,90 Euro, was ja vielleicht zum Beispiel mal für eine Mittagspause gar nicht schlecht ist. Ja, ja, voll. Ist da Brot eigentlich groß auch am Start oder ist das eher so, also ist so dieses, dass man immer... Es ist leider so ein bisschen, ich bin ja riesiger Brot-Fan. Vielleicht kommt es auch durch das Deutschsein irgendwie. Das ist natürlich klassisch Weißbrot halt irgendwie. Oder, also die haben natürlich auch Frühstück oder so. Da muss man so ein bisschen, finde ich, aufpassen, als wenn man irgendwie so diesen deutschen Gaumen hat, weil dieses Weißbrot immer so einen Ticken süß ist, finde ich. Ich liebe das, ja. Ich finde, das passt jetzt nicht immer, aber das ist auch Geschmackssache. Ja, voll, voll. Genau, also es ist tatsächlich echt vielfältig. Und es gibt noch einen eben in Unterrad. Die haben auch, Cafe Casanata heißt das, glaube ich, in der Nähe vom Unterrad-Essbahnhof, in dieser Schleife, wo die Bahn da in der Nähe hält quasi. Das ist auch so ein Altenheim, da kann man sich ein bisschen orientieren. Und die haben auch Pastel de Nata, so ganz viele, die sind eher so ein Café wirklich. Also vor allem süße Sachen und so, Kaffee, auch portugiesischer Kaffee ist ja irgendwie ganz stark tatsächlich, aber auch irgendwie echt lecker. Genau, also man kann sich da tatsächlich irgendwie in Düsseldorf von bis voll durchprobieren, von Kleinigkeiten bis hin wirklich zu, ich sag mal, großen Hauptgerichten. Viele von den Läden haben auch einen Mittagstisch, was ich immer ganz, ganz wichtig und interessant finde, dass man irgendwie sagen kann, komm, wir gehen jetzt mal vielleicht so für um die 10 Euro irgendwie was essen, dann immer mit wechselnden Tagesgerichten. Genau, und ich finde, man kann das einfach mal testen und mal so ein bisschen schauen. Sind das immer auch Menschen aus Portugal, die das betreiben? Also das hört sich alles so familienbetriebsmäßig an? Ist es tatsächlich auch. Also sowohl das in Unterrad als auch das jetzt in der Altstadt sind auf jeden Fall beides. Das eine ist eine Familie, das andere ist, glaube ich, ein Ehepaar oder so. Auf jeden Fall eng beieinander. Und ich meine, so ist es zumindest an der Erkaterstraße auch ähnlich. Es ist auf jeden Fall, was ich immer schön finde, gerade an der Erkaterstraße, ich würde so sagen, als persönlicher Tipp, das Frango da in den Schwanhöfen ist eher so schön zum Sitzen draußen, also die haben ja auch diese große Terrasse und Weinreben und so und das Clube Portugaisch, also das weiter am Anfang ist, Richtung Kettwigerstraße da, würde ich tendenziell sagen, ist vielleicht... Wo man eher mal sich aufs Essen konzentriert, also so ein bisschen schlichter gehalten. Man hört aber auch sehr oft irgendwie Portugiesisch an den Tischen. Also man sieht Brasilianer und Portugiesen, die da auch wirklich selber essen gehen. Und ich finde, das ist vielleicht ein guter Einstieg, um mal so diese herzhaften Gerichte zu testen. Wie sieht es da so vegetarisch aus? Also ich meine, ich muss ja schon meine Klappe halten. Ich habe mich ja eine Zeit lang mal vegan ernährt. Aber das ist ja vorbei. Aber wenn ich jetzt noch mich vegan ernähren würde, beziehungsweise vegetarisch, ist das auch vertreten? Da muss man da immer so ein bisschen suchen. Weil das finde ich zum Beispiel in der spanischen Küche manchmal ein bisschen schwierig. Ist es auch. Weil dann wird es halt ganz schnell irgendwie Kartoffel. Also auch da, ich möchte jetzt, natürlich gibt es noch tausend andere Sachen und Champignons und Gemüse und so. Aber ist das da auch so, dass ich dann eher suchen muss? Also ich würde sagen ja, weil die Sache ist halt einfach in diesen ganzen südlichen Ländern ist irgendwie Fisch und Fleisch ja voll das Ding einfach. Also ich meine, es gibt immer wieder kleine vegetarische Gerichte, vielleicht mal einen Salat mit Käse, mit dem gegrillten Käse. Ich gucke gerade nochmal irgendwie über die Website, es ist halt aber auch einfach echt viel Fisch, Fleisch. Ja gut, auf der anderen Seite, weil man sich natürlich sagt, wir gehen jetzt irgendwie portugiesisch essen, dann weiß man das ja. So, aber was ich wieder ganz cool finde, zum Beispiel bei dem Frango und dem Clube Portugaisch, kannst du dir die Beilagen selber aussuchen. Und da gibt es dann auch zum Beispiel mal eine Portion Bohnen oder so, also so Sachen, die man jetzt gar nicht so oft irgendwie als Beilage isst und ich schätze mal, wenn man wirklich vielleicht mitgehen möchte als Vegetarier oder auch als Veganer, dass man immerhin den Kompromiss machen kann und sagen kann, ich teste mich vielleicht mal durch so ein paar Vorspeisen und Nebengerichte, hat man ja vielleicht immerhin mal einen Eindruck gewonnen, so, ich denke für Veganer ist es nahezu unmöglich, leider, also das muss man einfach ehrlich sagen, ich schätze, selbst in den vegetarischen Sachen wird halt immer irgendein Käse, ein Milchprodukt oder so drin sein. Da wahrscheinlich eher schwieriger, aber vielleicht tut es ja auch ein leckeres Sagres oder so, also ein Bier. Ja, das wäre jetzt noch die abschließende Frage, was trinkt man denn dann da so, also Wein? Genau, Wein auf jeden Fall, also Portugal ist ja auch ein großes Wein, eine große Weinanbau-Nation, also irgendwie aus dem Duro oder aus dem Alentejo, das sind so die großen Gebiete. Portwein ist natürlich auch noch eine krasse Sache, irgendwie aus Porto dann, Dessertwein. Ansonsten gibt es, glaube ich, zwei große Bierhersteller in Portugal. Einmal ist es, glaube ich, Sagres und einmal Superbock, wenn mich jetzt nicht alles täuscht. Das müssten die zwei großen sein. Und ansonsten, die haben eigentlich auch alle immer Guaraná im Angebot. Das ist auch wieder aus Brasilien, aber durch die enge Geschichte der beiden Länder halt irgendwie auch in Portugal sehr verbreitet. Das ist eine Limonade aus Guaraná, also aus der Frucht, die auch Koffein ganz viel enthält und so ein bisschen so eine Alternative zu Cola vielleicht ist. Also das kann man mal gut testen. Und ansonsten würde ich sagen, einfach immer nachfragen. Also das habe ich auch so ein bisschen miterlebt in der Recherche. Die Leute sind super nahbar, super entspannt und easygoing. Genau. Also wenn sich das mit dem Sommer hier jetzt weiter so verhält wie gestern und heute und wahrscheinlich auch morgen, dann ist auf jeden Fall ein Besuch in einem portugiesischen Restaurant ein Weg, um ein bisschen Freude und Licht. Wieder zurück ins Leben zu bekommen. Ich danke dir sehr, dass du dich da auf die Suche gemacht hast und das mit uns und mit mir teilst. Und ich freue mich schon aufs nächste Mal. Ebenso. Bis bald. Ciao, ciao. Das war der Rheinpegel für diese Woche. Und ihr wisst, wenn ihr mir, wenn ihr uns eine riesengroße Freude machen wollt, dann abonniert diesen Podcast, bewertet ihn mit Punkten, mit Sternen, mit Daumen und teilt ihn. Erzählt jemandem davon, der Düsseldorf liebt oder Oder viel besser, der das gefälligst noch lernen soll. Mein Name ist Tassel Kormann. Ich danke euch fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Ihr wollt diesem Podcast etwas richtig Gutes tun? 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