Latest / Gegen den Strom / Frieden mit Russland? – Der russische Botschafter im Gespräch mit Petra Erler & Jan Opielka
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- 0:00Der zweite Teil betrifft die militärische Neutralität der
- 0:07Ukraine, und das ist natürlich auch sehr wichtig, denn wir
- 0:13haben damals 1990 die Ukraine als einen unabhängigen Staat.
- 0:20Anerkannt. Kurz nach Kriegsausbruch gab es
- 0:24ja sehr, sehr erfolgversprechende
- 0:27Verhandlungen in Istanbul und es wurde eigentlich schon ein Modus
- 0:32gefunden zwischen den beiden Ländern.
- 0:34Und tatsächlich, Sie finden das heute noch auf der Seite der
- 0:37ukrainischen Präsidenten, sozusagen die Stellungnahme des
- 0:40ukrainischen Präsidenten, die Position.
- 0:43Wozu die Ukraine bereit war, nämlich eben den neutralen
- 0:46Status wieder anzunehmen. Und im Gegenzug würde Russland
- 0:50eben die Gebiete bis auf die Krim eben wieder zurückgeben.
- 0:54Aber die EU hat es nicht durchgehalten.
- 0:56Die hat zugelassen, dass in der Ukraine Personalentscheidung
- 1:01durch die USA gefallen sind. Sie hat zugelassen, dass die
- 1:05Ukraine übernommen wurde von FBI und CIA, es stand ja in der New
- 1:09York Times drin, wie wie Lauschposten dort gemacht
- 1:12wurden. Gegen den Strom vor Ort.
- 1:26Also herzlich Willkommen heute zum Podium Falkensee.
- 1:30Ich hab bisher immer das Symposium veranstaltet, heute
- 1:33ist es n bisschen kleiner, aber eine sehr delikate und spannende
- 1:38Runde und das Thema heute ist Frieden und Sicherheit in Europa
- 1:43mit Russland und wir haben im Podium zu sitzen, den Sergej
- 1:49Netscheyew, den Botschafter der Russischen Föderation.
- 1:53Die Frau Erler Petra Erler, den Jan Opielka und der Patrick BAB
- 1:57wird das ganze moderieren. Ich möchte noch n kleinen Dank
- 2:09aussprechen an das Team, das das Ganze auch möglich macht, die
- 2:15Menschen die so im Hintergrund mit daran arbeiten, dass so ne
- 2:17große Veranstaltung auch gut läuft, gut vorbereitet ist und
- 2:21das auch hier auf der Bühne nachher alles gut organisiert
- 2:24ist. Das ist der.
- 2:26Martin und die Anja von Emma Events dann habt ihr die Yvonne
- 2:37hinten mit von der Buchhandlung Kapitel 8 in Falkensee, die euch
- 2:41Bücher nachher verkauft und wo auch Bücher signiert werden
- 2:44können. In der Pause dann unser Security
- 2:47Team von German Security und natürlich die Tanzschule Around,
- 2:50die das überhaupt erst möglich gemacht hat, dass wir so ne
- 2:53tolle Veranstaltung hier machen können.
- 3:03Dann wünsche ich euch viel Spaß und übergebe das Wort an den
- 3:06Patrick. Meine sehr verehrten Damen und
- 3:17Herren, liebe Andrea, Danke für die freundlichen Worte zum
- 3:21Geleit. Ihnen allen danke ich, dass Sie
- 3:23da sind in Zeiten wie diesen, mit diesem Kriegstreiber Gerede.
- 3:34Ist es ein starkes Zeichen, dass dieser Saal bis zum letzten
- 3:39Platz voll ist? Es ist ein Zeichen gegen die
- 3:55Kriegstreiber in der Deutschen, aber auch in der europäischen
- 3:59Politik. In einer Zeit, in der auch die
- 4:04Vereinigten Staaten, so scheint es zumindest, einen Weg zum
- 4:08Frieden in der Ukraine suchen. Inspiriert hat uns ein Buch, an
- 4:13dem Jan Opielka mitgewirkt hat. Es ist hier hinten noch
- 4:17erhältlich, mit Russland für einen Politikwechsel und unter
- 4:23diesem dieser Perspektive möchte ich auch den heutigen Abend
- 4:29beginnen. Ich will mir den Hinweis nicht
- 4:31verkneifen, dass einer der Autoren dieses Buches Stefan
- 4:35Luft hat absagen müssen. Er arbeitet an der Universität
- 4:40Bremen und hat noch 3 Jahre bis zur Rente.
- 4:45Dort hat die Berliner Tageszeitung eine solche
- 4:51Pressekampagne entfacht, dass er Angst hat, seinen Arbeitsplatz
- 4:58im Auslauf des Berufslebens zu verlieren.
- 5:01Es fielen Worte wie. Er zerstöre die
- 5:07Kriegstüchtigkeit und ich muss mir das angucken.
- 5:12Moment, das ist noch schlimmer. Und er betreibe mit diesem Buch
- 5:16Wehrkraftzersetzung, da ermittelt in Deutschland keine
- 5:24Staatsanwaltschaft, aber wenn ein Mannheimer Professor N.
- 5:28Blöden satirischen Witz macht, dann sind die ganz schnell mit
- 5:31Hausdurchsuchungen, soweit hat es kommen müssen.
- 5:36Ich will aber auf die sachlichen Inhalte hinweisen und nicht auf
- 5:40den Zustand der Öffentlichkeit in Deutschland.
- 5:44In der vergangenen Woche hat es einen Test gegeben, Herr
- 5:48Botschafter, eine neue Langstreckenwaffe hat die
- 5:52Russische Föderation getestet, Präsident Putin hat das
- 5:56kommentiert, was soll ich den Menschen hier sagen, stehen
- 6:02morgen die Russen vor der Tür? Heute schon.
- 6:07Heute. Aber erstmal müssen wir wissen,
- 6:20was haben wir hier zu suchen. Ein jeder, jede, jeder, jeder
- 6:26Krieg muss Ziele haben, Gebiete, Territorien, Menschen, Rare
- 6:34Erden. Ich weiß nicht, ob andere
- 6:39Bodenschätze. Was haben wir zu suchen?
- 6:44Deutschland wir, wir haben mehrmals gesagt, auf der
- 6:50höchsten Ebene, wir wollen auch Präsident Putin, unser
- 6:55Außenminister, die führenden Politiker haben gesagt, wir
- 7:00wollen keinen Krieg mit der Nato, wir wollen keinen Krieg
- 7:06mit den einzelnen Mitgliedern der.
- 7:10Der Nato. Wir wollen haben nicht die
- 7:14Absicht mehr noch, der Präsident hat ein Wort gebraucht, dass
- 7:19alle diese Spekulationen sind nichts mehr als Quatsch ist.
- 7:25Tolles deutsches Wort, was was was ich gerne mal wiederhole,
- 7:32denn. Wir haben andere Ziele.
- 7:36Wir brauchen keine neue Territorien, keine Gebiete, wir
- 7:42haben andere Sachen im in Bezug auf die Ukraine, das werden wir
- 7:48vielleicht im im Laufe unseres Gesprächs noch mal präzisieren,
- 7:53aber zuerst möchte ich mich ganz herzlich bedanken bei den
- 7:57Organisatoren, Frau Andrea, ja, wenn ich, wenn ich mich nicht
- 8:00irre, ja Hallo. Ja, Herr BAB, vielen Dank für
- 8:05für für die Einladung und meine tolle Gesprächspartnerin und
- 8:13Gesprächspartner. Und natürlich vielen Dank für
- 8:16ihr Interesse, denn das ist bei Weitem nicht selbstverständlich
- 8:21in den heutigen, nicht einfachen Zeiten, dass wir nicht weit vom
- 8:27Falkensee einen Schwanensee organisieren.
- 8:33Das das ist auch sehr, sehr gut. Ich.
- 8:36Wir versuchen etwas zu klären im Zuge unserer unseres Gesprächs,
- 8:43aber erstmal vielen Dank. Frau aller, wenn sie die Worte
- 8:48des Botschafters hören, niemand von uns hier vorne kennt so gut
- 8:54das Innenleben der Europäischen Kommission wie sie.
- 8:58Das hört sich in Brüssel ganz anders an, da hat man den
- 9:02Eindruck. Morgen früh oder vielleicht noch
- 9:05über Nacht müssen wir in den Keller, weil die ersten Raketen
- 9:08einschlagen. Woher kommt denn diese denke in
- 9:12der Brüsseler Bürokratie, können Sie uns erklären, wie sich die
- 9:16Europäische Union von einem Friedensprojekt zu einer
- 9:21Kriegsmaschine verändern konnte? Herr Babs, Sie stellen eine sehr
- 9:27schwere Frage in diesem Zusammenhang, weil ich die
- 9:30Europäische Kommission nur aus einer anderen Zeit kenne und
- 9:34auch die deutsche Politiker aus einer anderen Zeit.
- 9:36Ich war dabei, als wir 2 + 4 verhandelt haben und als
- 9:41gemeinsam es gelang, auf diese Art und Weise die deutsche
- 9:46Einigung auch möglich zu machen, und wir danken das ja den
- 9:49Amerikanern, den Briten und der Sowjetunion, ganz besonderer
- 9:53Weise, ich war dabei. Als wir in Brüssel an der großen
- 9:59Erweiterung arbeiteten und gleichzeitig getragen vom
- 10:05damaligen Kommissionspräsidenten Romano Brodi, wie die
- 10:09Vorstellung hatten, dass nunmehr diese erweiterte Union ein Quell
- 10:14des Friedens sein sollte, mit einem Ring von Freunden im Süden
- 10:18und im Osten. Russland wollte nicht so ganz
- 10:23Teil dieser neuen Nachbarschaft sein, weil es ein
- 10:26herausgehobenes Land ist. Und wir hatten demzufolge dann
- 10:29eine strategische Partnerschaft mit Russland gemacht und diese
- 10:32strategische Partnerschaft hat, solange ich in Brüssel war, auch
- 10:37gut funktioniert. Es ist nicht so, dass die
- 10:40Beziehungen mit Russland nie spannungsfrei waren, wenn sie
- 10:43sich überlegen, wir mussten das große Problem Kaliningrad lösen.
- 10:47Wie gelingt es, dass Litauen den Weg in der Schengen
- 10:51abkommenschaft und gleichzeitig der legitime Anspruch Russlands
- 10:55eingelöst wird, ohne größere Probleme auf dem Weg vom
- 10:59russischen Mutterland nach Kaliningrad zu kommen?
- 11:02Das waren keine einfachen Verhandlungen, aber und die
- 11:07Litauer hatten damals Angst, dass wir die Interessen dieses
- 11:11kleinen Litauen nicht berücksichtigen würden.
- 11:13Ich war übrigens für Litauen auch zuständig.
- 11:16Und wir haben es geschafft und wir haben eine Lösung gefunden
- 11:19und dann eine politische Verabredung getroffen mit mit
- 11:25Russland, dass die Europäische Union unter allen Bedingungen
- 11:29garantiert, dass immer der Transit von und nach Kaliningrad
- 11:33möglich bleiben wird im Jahr 2023.
- 11:39Ich glaube, 23 gab es. Ich glaube, das dritte
- 11:42Sanktionspaket der Europäischen Kommission zum Vorschlag an den
- 11:47Europäischen Rat und irgendein Beamter hatte den Transit
- 11:52Transitregelungen zwischen dem russischen Mutterland und
- 11:58Kaliningrad in Frage gestellt. Und nur aufgrund einer
- 12:02Pressekonferenz des damaligen Chefdiplomaten Borrell war klar,
- 12:07dass es überhaupt keinen politischen Überblick gegeben
- 12:09hat, dass niemand klar war, dass wir hier eine hochexplosive
- 12:14Sache berühren würden. Und der heutige
- 12:17Regierungssprecher und ich haben mehrere E Mails zusammen
- 12:20ausgetauscht, weil alle natürlich jetzt glücklich waren.
- 12:22Jetzt zeigen wir es den Russen, weil in der Zeit zwischen dem,
- 12:27was ich in Brüssel erlebt habe. Und der heutigen Zeit hat sich
- 12:31ein Stimmungswandel vollzogen und er begann in Wahrheit
- 12:35schleichend, vielleicht 2007, aber offen 2011.
- 12:41Da gab es kein Interesse mehr in der Europäischen Kommission an
- 12:46einem der Aufrechterhaltung eines politischen strategischen
- 12:49Dialogs mit Russland überhaupt keinen, und das Projekt Ukraine?
- 12:57Wurde zum geopolitischen Tauziehen zwischen der
- 13:00Europäischen Union und Russland. Erst war Janukowitsch zu korrupt
- 13:05und das Land nicht reif genug für die Assoziierung, und das
- 13:10war 2011 und da wurde der Fall Julia Timoschenko aufgebauscht.
- 13:15Und dann, als Russland endlich denn die Vertragstexte waren,
- 13:20nicht öffentlich merkte, was da für eine Kröte für den eigenen
- 13:24Freihandel mit der Ukraine drin steckte, wurde die EU wieder
- 13:29wach. Wenn die Russen Probleme haben,
- 13:32dann müssen wir auf jeden Fall uns darum bemühen, dass wir
- 13:36Litauen einfangen, sie kennen die ganze Geschichte, die muss
- 13:39ich ihnen gar nicht erzählen. Wir haben uns als Europäische
- 13:44Union damals auf die Seite des Maidan Putsches gestellt, und
- 13:49wir haben die Warnungen nicht ernst genommen, die selbst unser
- 13:52eigener Außenminister damals Steinmeier, ausgesprochen hat.
- 13:57Am 22. Februar 2022 2014 in der in der
- 14:04Welt das Land stand vor dem politischen Zerbrechen.
- 14:10Wir haben auch nicht gefordert, dass eine noch nicht im Amt
- 14:13bestehende Übergangsregierung zuallererst ihre internen
- 14:17Konflikte, denn der Maidan war die eine Hälfte der Bevölkerung
- 14:20und der Anti Maidan die andere friedlich lösen muss, und ich
- 14:26muss es leider sagen, auch wenn ich es lange nicht geglaubt
- 14:29habe, auch Bundesrepublik Deutschland in Gestalt von Frau
- 14:33Merkel, die auch 1990 dabei war und die eigentlich hätte es
- 14:38besser wissen müssen. Hat gelogen.
- 14:42Sie hat die Mint Abkommen eben nicht zum Zwecke einer
- 14:46friedlichen Regelung dieses Konfliktes benutzt, sondern sie
- 14:49hat genauso wie Poroschenko und auch Francoise Hollande
- 14:53schließlich gesagt, es war ein Zeitkauf und die man kann und
- 15:00gleichzeitig, und das ist das Perfide daran.
- 15:04Wurde Russland sanktioniert? Für die Nichterfüllung des Mint
- 15:07Abkommens durch europäische Sanktionen, während die Ukraine
- 15:13den Löwenanteil dieser Dinge zu erledigen hatte?
- 15:16Nicht alles, denn wir hatten ja auch die
- 15:19Waffenstillstandsvereinbarung drin, aber die Änderung der
- 15:22Verfassung, die Gewährung einer gewissen Autonomie, die
- 15:26Wiederaufnahme von Rentenzahlungen, nicht zu
- 15:28sprechen von der Wasserversorgung, das alles
- 15:31hätte gelöst werden müssen. Selensky, das gehört zu seiner
- 15:35Tragik dazu, und damit mache ich auch Schluss hatte, als er
- 15:39gewählt wurde, durchaus den Wunsch, dieses Abkommen
- 15:43durchzusetzen. Jedenfalls hat er es seinen
- 15:45Wählern verschlossen, versprochen und die erste
- 15:48Reaktion der extremen, Gewalttätigen, nicht vielen,
- 15:52aber ukrainischen Nationalisten war, wenn du das machst, dann
- 15:56ist das Kapitulation vor Moskau, dann ist das.
- 16:01Der Weg für Russland aus der Sanktionspolitik heraus und wir
- 16:06hängen dich auf am nächsten Baum, und zwar auf der
- 16:08Hauptstraße und ich kann Ihnen sagen, man muss nicht sehr viele
- 16:15Nazis oder Extremisten haben, aber wenn die mit
- 16:18Springerstiefeln kommen und alles zerstören und auch vorher
- 16:25keine Probleme damit hatten, Gewerkschafter zu verbrennen in
- 16:28Odessa und. Oder Besucher der Krim im Bus
- 16:33anzuzünden. Dann haben die auch kein Problem
- 16:36damit, ihren eigenen Präsidenten zu ermorden und jetzt als
- 16:42schelensky mal eine kurze Bewegung machte hinzu einer
- 16:46möglichen Gesprächslösung hat er das wieder in der Ukraine hat er
- 16:49es wieder in der Presse lesen dürfen, diesmal nicht in der
- 16:52ukrainischen, diesmal war es in der London Tipes nachzulesen.
- 16:56Und geäußert hat sich einer der Chefpropagandisten der
- 17:02ukrainischen Regierung in dieser.
- 17:05In dieser Gemengelage bewegen wir uns heute auf den
- 17:12gefährlichsten und meines Erachtens gefährlichsten Moment
- 17:16überhaupt in der Geschichte der Menschheit in, denn wir sind ja
- 17:19schon im Krieg, es ist ja nicht so, Herr Botschafter, dass wir
- 17:22nicht im Krieg sein. Russland und die Nato kämpfen
- 17:25gegeneinander mehr oder minder auf.
- 17:27Wir sind. Fast schon im Krieg.
- 17:31Und sie erinnern daran, dass der Maidan die Ukraine in eine
- 17:35Zerreißprobe gestürzt hat. Nun berührt eine solche
- 17:38Zerreißprobe eines Nachbarlandes auch die Nachbarländer, und ihr
- 17:44habt vor wenigen Jahren, noch vor dem vor Beginn.
- 17:47Des Krieges mit Leschek Miller diskutiert, weil ich ihn
- 17:49gebraucht hab als Interviewpartner für einen Film
- 17:51und das Gespräch war getragen von der Überlegung des Friedens
- 17:55und ich hab in Polen bei meinen Besuchen in Warschau auch
- 17:59Stimmen gehört aus der Bevölkerung in einem Lokal.
- 18:03Jetzt helfen wir den Ukrainern, sie haben uns auch geholfen,
- 18:07damals in Wolhynien zu verrecken, als 100000 Polen von
- 18:12ukrainischen Faschisten erschlagen wurden.
- 18:15Können Sie mir erklären, wie diese diese innere Zerrissenheit
- 18:20Polens sich darstellt? Auf der einen Seite in Krakau an
- 18:23diesem Wochenende Fußballfans, die sagen, Haut ab, ihr
- 18:26Banderas, und dann ne politische Linie, die in Warschau lautet,
- 18:32Ja, wenn die Ukrainer in der EU Anschläge verüben, dann ist das
- 18:35gerechtfertigt. Ja, wissen Sie, das ist sehr
- 18:38interessant, dass sie jetzt gerade leshek Mile erwähnt.
- 18:40Das ist übrigens der ehemalige polnische Ministerpräsident, das
- 18:43war bis 2004 war er Ministerpräsident von Polen und
- 18:47Leshek Mile gehört, ich muss lauter sprechen, oder OK, also
- 18:53wie gesagt, Leshek Mile hat den Leshek, Mile hat Herr BAB
- 18:57erwähnt, das ist der ehemalige Ministerpräsident von Polen bis
- 19:012004 war er Ministerpräsident, und er ist übrigens einer der.
- 19:04Gerade gestern oder vorgestern ein Interview gegeben hat.
- 19:07Sie müssen sich vorstellen, es gibt in Polen ganz, ganz wenige
- 19:10Stimmen eigentlich, die sich kritisch gegenüber der
- 19:13polnischen Politik äußern, auch gegenüber diesem Westkurs
- 19:16gegenüber der Ukraine und so weiter und er gehört zu zu einem
- 19:21der wenigen. Aber zu ihrer Frage, wie wie
- 19:24kann man das erklären? Ich denke auf der einen Seite
- 19:26muss man das sehen, dass tatsächlich als der Krieg
- 19:29losgegangen ist, tatsächlich 2022 war, die polnische
- 19:33Gesellschaft tatsächlich sehr solidarisch mit mit den
- 19:36Menschen, mit Menschen, die geflüchtet sind, und ich hab das
- 19:38ja vor Ort erlebt, und das war eigentlich, wenn sie so wollen,
- 19:42in der Tragik war das ein wunderbares Erlebnis, weil für
- 19:45mich war das so, als würde die alte polnische Solidarität
- 19:48tatsächlich wieder aufleben, also diese.
- 19:50Mitmenschlichkeit, die gegenüber diesen Menschen ja gezeigt
- 19:54wurde, von den von von einem Großteil der Bevölkerung.
- 19:57Tatsächlich, ganz viele haben ukrainische Flüchtlinge
- 20:00aufgenommen, weil der polnische Staat eigentlich die sonst nicht
- 20:04hätte unterbringen können, weil wir keine Flüchtlingsheimer
- 20:06haben und so weiter also die Stimmung war auch in der
- 20:08Bevölkerung so, dass wir die Ukraine tatsächlich
- 20:10unterstützen. Inzwischen ist die ist diese
- 20:13Stimmung gekippt. Polen gehört ja zu der
- 20:16Sperrspitze der derjenigen Staaten, die die Ukraine, die
- 20:20ukrainische Regierung eben massiv unterstützen, auch mit
- 20:23mit Waffenlieferungen beziehungsweise mit Logistik.
- 20:26Über Polen läuft ja der große Waffen an, Polen hat ja den
- 20:29großen Waffenhub, über den die meisten Waffen dann in die
- 20:32Ukraine geschafft werden, die westlichen Waffen, zum Teil auch
- 20:36polnische Waffen. Aber inzwischen, wie gesagt, in
- 20:38der also. Die Regierung hält weiter Kurs,
- 20:41auch die neue Regierung, die seit 2 Jahren im Amt ist, hat
- 20:44eigentlich ihre Russland und und Ukraine Politik überhaupt nicht
- 20:48geändert, sondern sie macht das genauso wie die
- 20:50Vorgängerregierung der Pi s. Jetzt haben wir ja
- 20:52Ministerpräsident Tusk, der ein Proeuropäer ist, aber in der
- 20:57Bevölkerung ist die Stimmung tatsächlich gekippt, was die
- 20:59Tragik daran ist. Und da komme ich auf Ihre Frage,
- 21:02ist eigentlich das, dass sich diese.
- 21:05Und diese Stimmung dann eher gegen die Menschen, die im Land
- 21:07leben, äußert und weniger gegenüber der Politik, gegenüber
- 21:14der der Kiewer Regierung beispielsweise.
- 21:16Also ich hab das mal irgendwo geschrieben, ja, eigentlich
- 21:20sollte die polnische Regierung und auch die polnische
- 21:23Bevölkerung wesentlich kritischer gegenüber oder
- 21:26distanzierter sein gegenüber ihrem Verbündeten eben in Kiew.
- 21:30Und eben nicht gegenüber den Menschen, die im Land leben.
- 21:33Den Ukrainerinnen und Ukrainern. Die sind eigentlich gut
- 21:35integriert und sie sind berufstätig und so weiter und
- 21:38und haben auch häufig sehr viel Leid erfahren.
- 21:41Also insofern hat die ist die Stimmung gekippt, was man zu
- 21:46Polen dazu sagen muss, sie müssen verstehen, dass dass die
- 21:50Polnisch russische Geschichte oder die polnische sowjetische
- 21:53Geschichte noch mal ja anders und.
- 21:58Tragische aus der Perspektive von Polen wahrgenommen wird, was
- 22:01ich auch nachvollziehen kann, denn es war nicht erst 1945,
- 22:05dass dann also sozusagen die Sowjetunion das Land übernommen
- 22:08hat als Satellitenstadt, wenn sie so wollen, sondern 1939
- 22:13praktisch kurz nach dem Überfall durch Hitler.
- 22:15Deutschland ist dann eben, es sind Stalins Armeen in in
- 22:19Ostpolen ein einmarschiert und haben ja Ostpolen eben besetzt,
- 22:24in der Folge sind sehr viele Menschen.
- 22:26Gezielt umgebracht worden, ermordet worden.
- 22:29Das Massakoffon Kathun sagt ihnen vielleicht etwas und dann,
- 22:33natürlich war die gesamte Sowjetzeit, die man heute
- 22:37natürlich sehr negativ erinnert, aber die Erinnerung reicht noch
- 22:40viel weiter, die reicht noch im Prinzip 200 Jahre zurück, als
- 22:44ein Teil Polens eben nach dem polnischen Teilung eben Teil
- 22:48Russlands war beziehungsweise des russischen Imperiums, dann
- 22:50gab es einen polnisch sowjetischen Krieg, 1920 also,
- 22:53kurzum. Diese Geschichte, diese
- 22:55konfliktreiche Geschichte ist einfach sehr, sehr lang.
- 22:58Also insofern kann ich nachvollziehen, dass es eine
- 23:02antirussische Stimmung auch gibt, in der in der polnischen
- 23:05Bevölkerung, es gab auch diese, diese Konflikt, diesen Konflikt
- 23:10mit oder konfliktreiche Geschichte mit der Ukraine, das,
- 23:13was sie erwähnt haben, es gab ein ein Massaker, was Polen als
- 23:16Völkermord wertet im im Zweiten Weltkrieg 1943 eben das Massaker
- 23:21von Bohynien, dann gab es eine polnische Vergeltungs.
- 23:23Aktion, wo 10000 Ukrainer auch ermordet wurden.
- 23:26Später wurden Ukraine vertrieben, also mit beiden
- 23:29Staaten hat Polen eine sehr Konflikte konfliktreiche
- 23:31Beziehung, aber ist natürlich jetzt auf der Seite der Ukraine,
- 23:35weil man sich tatsächlich auch wähnt das was sie gesagt haben,
- 23:39wo wir vorher am Anfang gelacht haben, aber in Polen würde
- 23:41niemand über die über das Lachen was sie gesagt haben, ich ich
- 23:45nehme das natürlich anders wahr als die die Mehrheit der
- 23:49polnischen Bevölkerung, sonst würde ich hier wahrscheinlich
- 23:51nicht sitzen mit ihnen. Aber es gibt tatsächlich die
- 23:54Ängste, die werden auch von der Regierung geschürt, von der
- 23:58polnischen Regierung, und das, wenn sozusagen die Ukraine
- 24:01fällt, dann sind wir womöglich die nächsten.
- 24:04Ja, also das ist sozusagen die Gemengelage, die die, die in
- 24:07Polen vorherrscht, ich hoffe, dass ich ihre Frage so
- 24:10beantworte, ich habe eine. Nachfrage Ministerpräsident Tusk
- 24:13hat dieser Tage gesagt, ja wenn. Polen und Ukrainer
- 24:17zusammenhalten, dann kann uns ja nichts mehr passieren.
- 24:20Gegenüber äußeren Feinden erscheint da das Bild von
- 24:25Marshall Pilsudsky die Idee eines Großpolen vom Baltischen
- 24:29Meer bis zum Schwarzen. Meer ja, das würde ich nicht so
- 24:34sehen. Ich glaube nicht, dass man das
- 24:35so sieht, dass man da irgendwie Großpolen mit der Ukraine, da
- 24:38gibt es einige Nationalisten, die würden das sogar.
- 24:42Gerne so haben, dass man wieder ein Teil der Ukraine, die die
- 24:45Westukraine, ein Teil der Westukraine, das müssen wissen
- 24:48oder wissen sie wahrscheinlich auch war, in der
- 24:51Zwischenkriegszeit beispielsweise Teil von Polen,
- 24:54und es gibt immer noch ne polnische Minderheit in der
- 24:56Westukraine und so weiter aber das ist keine ernsthafte Stimme,
- 24:59dass man sagt, da macht man jetzt irgendwo eine politische
- 25:01Union, aber das, was ich kritisierung, das ist gut, dass
- 25:04sie da nachfragen, ist, dass es eben, dass es keine kritische
- 25:08Distanz gibt, selbst wenn man jetzt.
- 25:11Ja, nachvollziehen kann, dass Polen in dem Lager der
- 25:14Unterstützer der Ukraine ist, dass es keine kritische Distanz
- 25:18gegenüber der Kiewer Regierung gibt und das praktisch ja das
- 25:23sozusagen vollstes Vertrauen herrscht, dass das.
- 25:30Ja, dass die Interessen sozusagen die gleichen sind und
- 25:32in der die Interessen Polens und in der Interessen der Ukraine
- 25:35sind natürlich nicht die gleichen, denn die Ukraine hat
- 25:37natürlich ein Interesse daran, was nachvollziehbar ist, dass
- 25:41Staaten wie Polen und auch natürlich andere westliche
- 25:44Staaten noch massiver die Ukraine unterstützen, womöglich
- 25:47sogar in den Krieg reingezogen werden, weil natürlich die
- 25:49Ukraine dann entlastet wäre. Insofern ist das sozusagen
- 25:52berechtigtes Interesse aus der ukrainischen Perspektive.
- 25:57Es ist aber nicht polnisches Interesse, also es ist nicht das
- 25:59polnische Interesse, dass wir in den Krieg hineingezogen werden.
- 26:02Und so wie die polnische Regierung ihre Politik betreibt,
- 26:07ja ist das scheint das so, als würde, als würden wir die
- 26:10gleichen Interessen haben, aber das ist eben eben nicht der
- 26:13Fall, der. Polnisch, sowjetische Krieg von
- 26:161919 1920, den ja pilsudski angefangen hat, ist ja, wie ich
- 26:22das verstehe, weil. Des russischen Gefühls.
- 26:26Wir werden bedroht vom Westen und ich sehe ja die Diskussion,
- 26:31dass in den jetzigen Friedensbemühungen zwischen den
- 26:34USA, Europa auf der einen Seite, Russland auf der anderen Seite
- 26:38es immer um die Überlegung geht, können wir die Kriegsursachen
- 26:42beseitigen, oder gehen wir in Richtung eines schnellen
- 26:47Waffenstillstandes. Und die russische Seite sagt,
- 26:50die Kriegsursachen müssen diskutiert werden.
- 26:53Was sind denn die Kriegsursachen, was natürlich?
- 26:57Sowjetisch polnischen Krieg anbetrifft 1918 1920, das,
- 27:04glaube ich, ist nicht mehr so aktuell.
- 27:07Natürlich haben wir mit Polen eine nicht einfache gemeinsame
- 27:13Geschichte, das. Lange Geschichte, aber muss ich
- 27:17sagen, dass Anfang der des 21. Jahrhunderts auch mit damals mit
- 27:24dem Ministerpräsidenten Tusk gab es relativ gute Beziehungen,
- 27:32unser Warenaustausch damals betrug fast 30 Milliarden Euro,
- 27:40es gab verschiedene Mechanismen. Im bilateralen Zusammenwirken.
- 27:46Und das alles funktionierte, na gut, temperamutantoretnosmutama
- 27:55jetzt müssen wir besprechen, wie wir zum Frieden kommen in der
- 28:00Ukraine. Wir sind für einen
- 28:05langfristigen, dauerhaften Frieden.
- 28:10Abgesegnet vielleicht durch die entsprechende Resolution des
- 28:14Sicherheitsrates, wo die ursprünglichen Gründe dieses
- 28:24Konfliktes beseitigt werden. Das ist die Grundursache es geht
- 28:33nicht nur nicht nur um die Territorien, es geht um die
- 28:38russischsprachige Bevölkerung, die.
- 28:40Die von den heutigen, von dem heutigen Kiewer Regime bei
- 28:47weitem nicht begrüßt wird. Die werden als Unwesen oder als
- 28:52einfach als Wesen bezeichnet, die müssen nach Russland fahren
- 29:00und so und die die Beschüsse und viele Opfer, das müssen wir, das
- 29:06vergessen wir nicht. Der zweite Teil betrifft die
- 29:14militärische Neutralität der Ukraine, und das ist natürlich
- 29:20auch sehr wichtig, denn wir haben damals 1990 die Ukraine
- 29:28als einen unabhängigen Staat anerkannt, wo die Neutralität.
- 29:36Bündnisfreiheit in der entsprechenden Deklaration und
- 29:41dann anschließend in die Verfassung der Ukraine
- 29:45aufgenommen wurde, das war die ursprüngliche Situation, die der
- 29:53weitere Weg der Ukraine ging Richtung immer Annäherung an die
- 30:00Nato, nicht nur politisch. Politisch politische Annäherung
- 30:07aber die militärisch technische Erschließung der Ukraine von der
- 30:15Nato, das war schon für uns nicht akzeptabel.
- 30:23Also es gibt andere bedeutende Gründe, warum dieser Konflikt
- 30:30zustande kam. Aber sie haben alles getan,
- 30:35damit dieser Krieg nicht anfängt, bis zuletzt bis
- 30:42Dezember 2021, wo wir die jüngsten Vorschläge an die
- 30:49Vereinigten Staaten, an die Nato und dann auch an die Oszt
- 30:55unterbreitet haben mit dem Vorschlag, sich an den Tisch zu
- 31:00setzen. Und zu sprechen über unsere
- 31:05Besorgnisse. Wir haben absolut legitimen
- 31:08Sicherheitsinteressen, wie auch die anderen Staaten wie auch die
- 31:13Ukraine, die muss ebenfalls gesichert werden,
- 31:18Sicherheitsgarantien nur unsere Sicherheitsgarantien nur für
- 31:23einen Staat, es ist unmöglich, wir haben alle gesagt.
- 31:30Ende der 90er Anfang der 0 Jahre dass eine Sicherheitsarchitektur
- 31:38für Europa auf der Grundlage einer gleichen und ungeteilten
- 31:46Sicherheit für alle Mitglieder möglich wäre, eine
- 31:52Sicherheitsarchitektur oder als Sicherheit für einen Staat.
- 31:59Auf Kosten der Sicherheit eines Drittstaates für nicht möglich.
- 32:05Da steht schwarz auf weiß geschrieben in verschiedenen
- 32:09Papieren der OSZE, sei es in Bukarest oder in Almatan, und
- 32:15alle Staats und Regierungschefs haben das unterzeichnet, leider,
- 32:22viele haben das Vergessen, eine Sicherheitsarchitektur in
- 32:27Europa. Ohne Russland ist schwer
- 32:33vorstellbar. Ehrlich gesagt, Wir haben nie
- 32:37bestrebt, der Europäischen Union beizutreten, wir sind zu groß
- 32:42und wir haben andere, vielleicht ein bisschen andere Interessen,
- 32:47aber strategische Partnerschaft in dem in dem Abkommen, was Frau
- 32:52Erler heute erwähnt hat, haben wir erreicht mit allen 4.
- 32:58Freiheiten oder Freiheitsräumlichkeiten die
- 33:01funktionierten, einschließlich wie Visa, Freies Verkehr und und
- 33:07Kultur und alles möglich. Es ist, was Europa anbetrifft,
- 33:13was bilateral, Russland, Deutschland anbetrifft, das ist
- 33:18schon eine ganz andere Geschichte.
- 33:22Ich würde sagen, dass nach der Wende.
- 33:25Nach der Wende Ende der 80er Anfang der 90er Jahre kein
- 33:30anderer Staat in Europa so viele Vorteile durch die Annäherung
- 33:41mit der Sowjetunion erstmal und dann mit Russland so viele
- 33:46Vorteile bekommen hat. Kein anderer Staat kann ich
- 33:50vielleicht mich irren, aber scheint so zu sein.
- 33:54Als politisch, wirtschaftlich, partnerschaftlich, Regionen,
- 34:02Hochschulen, alles mögliche, zivilgesellschaftlicher Dialog,
- 34:08Potsdamer Begegnungen, Petersburger Dialog, 6300,
- 34:14deutsche Unternehmen im auf dem russischen Markt und alle waren
- 34:19glücklich. Ganze Schwein Energiewirtschaft
- 34:24können wir dann später vielleicht darüber diskutieren,
- 34:30was das gebracht hat und und wir haben keine einzige Brücke
- 34:37verbrannt. Wir haben über die über den Weg
- 34:44der historischen Aussöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg.
- 34:51Das waren ehrlich gesagt nicht leicht, diesen Weg zu ebnen,
- 34:55nachdem wir 27000000 verloren haben.
- 34:57Und da liegen überall in ihrem Land 750000 toten sowjetischen
- 35:06Bürger mehr als 4000 Kriegsgräber und wir haben
- 35:11trotzdem. Einander Hände gereicht über den
- 35:15Kriegsgräber und haben diese historische Aussöhnung
- 35:19herbeigeführt. Das Vertrauen war so hoch wie
- 35:26nie zuvor zwischen den Russen und den Deutschen also, die
- 35:41diese. Unique Unique Rolle Deutschlands
- 35:50hat auch Deutschland, die als Drehscheibe zwischen Ost und
- 35:54West als ehrlicher Macklaut zwischen der Sowjetunion und dem
- 36:03Westen hat aus meiner Sicht Deutschland auch die führende
- 36:07Rolle in der Europäischen Union gebracht.
- 36:12Und jetzt der zweite Teil des die wirtschaftliche
- 36:16Zusammenarbeit, denn die gute, gutes, Gutes zusammen wird keine
- 36:22Einbahnstraße. Es ist so Win Win Win Situation,
- 36:27aber im Wirtschaftsbereich im Energiebereich haben die die
- 36:31russischen Energielieferungen für die deutsche Wirtschaft war
- 36:36sehr positiv ich vorsichtig zu zu zu äußern.
- 36:43Das hat in gewisser Maße Deutschland auch die führende
- 36:48Rolle in der europäischen Wirtschaft gebracht.
- 36:53Wir haben nichts, nichts ruiniert, kein einziges Abkommen
- 36:59haben wir gestrichen im bilateralen Bereich, alles kann
- 37:06funktionieren. Aber für einen Dialog, für einen
- 37:15Tango braucht man 2. Wir sind offen.
- 37:22Ja, ich sage Ihnen auch ganz ehrlich manches, weil wir haben
- 37:29eigentlich keine Probleme mit dem deutschen Volk, manches habe
- 37:36ich persönlich nicht erwartet. Denn die Beziehung zwischen
- 37:44unseren Ländern waren so tief, so vielfältig und so
- 37:50vertrauensvoll, dass vielleicht den meisten die Zuversicht war,
- 37:59dass Deutschland eine andere Position einnimmt.
- 38:07Erare humanumest. Das erinnert mich ein wenig an
- 38:12den Satz von Otto von Bismarck, wenn Deutschland und Russland
- 38:16zusammengearbeitet haben, geht es Europa gut.
- 38:20Können Sie sich erklären, Sie haben gesagt, mit dem deutschen
- 38:23Volk haben sie keine Probleme, was die deutschen politischen
- 38:27Eliten motiviert hat? Auf all das, was an Vorteilen
- 38:31dabei zu verzichten. Das das.
- 38:33Ist natürlich die Frage an die Eliten, an die Eliten.
- 38:37Ja, denn ich kann ehrlich gesagt nicht verstehen, was haben wir
- 38:44Deutschland angetan, konkret in welchem Bereich, da können Sie
- 38:51mir bitte nennen, was war falsch, wo hat Deutschland
- 38:57verloren. Wo spürte sie die, dass das Land
- 39:02irgendwelche Nachteile aus dem Zusammenwirken mit, mit mit der
- 39:08Sowjetunion beziehungsweise mit Russland?
- 39:12Wo gab es wo, wo drückte den also den Schuh, was war, was war
- 39:19ehrlich los, waren 80 Milliarden Handelsvolumen.
- 39:29Nummer 1 in in in Europa für uns Nummer 1 überhaupt damals und
- 39:44400 Partnerschaften zwischen den Hochschulen und Universitäten
- 39:49mehr als 100 Partnerschaften zwischen den Städten und
- 39:52Regionen. Na ja, Unique gemeinsame
- 40:00Forschungsprojekte, einige funktionieren Gott sei Dank
- 40:10immer noch Hamburg oder Darmstadt.
- 40:15Ja, aber ich glaube, die Frage ist ja nicht, was sie
- 40:17Deutschland angetan haben. Müssen Sie sie stellen ja jetzt
- 40:20die Frage, was haben wir Deutschland angetan, das ist ja
- 40:23der Konflikt, entzündet sich ja über den Krieg gegen die
- 40:25Ukraine. Ja, und Deutschland steht auf
- 40:27der Seite der Ukraine und deswegen.
- 40:29Ja, also ich verstehe was Sie meinen, was haben die Deutschen
- 40:31angetan, weil die Beziehungen wurden aufgebaut, aber sie haben
- 40:35also Russland hat die Ukraine überfallen und Deutschland steht
- 40:37eben auf der Seite der Ukraine, das ist der Punkt ne.
- 40:40Insofern ist ihre Frage eher rhetorisch ne.
- 40:42Rhetorisch oder nicht, aber wir haben die, die also, die diese
- 40:48Position, die heute. Die das deutsche politische
- 40:52Establishment westeuropäische Establishment einnimmt,
- 40:56vielleicht auch nicht verdient. Frau Erler, wurde Deutschland
- 41:01wie Jan Objeka das andeutet, in was reingezogen, wo man sich
- 41:04besser rausgehalten hätte? Nein, also ich denke die Antwort
- 41:10auf die Frage hat erstens Frau Merkel selbst gegeben.
- 41:14Zu den Kriegsursachen gehört ja, dass wir eine Politik der Nato
- 41:19Osterweiterung hatten, die. Obwohl wir wussten, dass das auf
- 41:24digitalen Interessen Russlands trifft und dass zumindest die
- 41:28Frage der Entscheidung, ob man Georgien und der Ukraine eine
- 41:32Nato Mitgliedschaft anbietet, für Russland eine rote Linie
- 41:36war, und zwar die Röteste aller roten Linien und alle haben es
- 41:40gewusst und Frau Merkel hat gesagt, als wir das damals
- 41:44entschieden haben, sie habe das mit Rücksicht auf die
- 41:46Bündnistreue gemacht. Da sei das eine Art
- 41:50Kriegserklärung an Russland gewesen.
- 41:53Und das ist das Problem. Wir haben am Ende der
- 41:58Systemauseinandersetzung des sogenannten Kalten Krieges eine
- 42:03Siegermentalität gehabt in den USA.
- 42:07In Europa, die sich nur nicht breit machen konnte, weil
- 42:11Russland ja am Boden lag. Erst verschwand der Feind und
- 42:14dann war das Land ein in einer jämmerlichen Verfassung, die man
- 42:20keinem Volk wünscht, aber und erst unter Putin ist dieses Land
- 42:24wieder wieder aufgeblüht, denn es war alles kaputt, die Leute
- 42:31haben sich umgebracht, die hatten teilweise wurde dort
- 42:35gehungert. Und in dem Maße, wie Russland
- 42:38sich wieder auf die Beine stellte, wollte es natürlich
- 42:41auch als gleicher unter gleichen behandelt werden.
- 42:44Und das fällt einem Imperium, einem westlich dominierten
- 42:48Imperium, äußerst schwer. Wenn man die, wenn man die
- 42:52Biografie liest, von von Burns, der später der CIA Chef wurde,
- 42:57dann sagt er, wir haben immer gedacht, wir kriegen das schon
- 43:00hin, wir reichen denen die Hand, die werden Juniorpartner, und
- 43:03leider haben wir feststellen müssen, Russland ist nicht unser
- 43:06Land, nein, es ist das Land der Russen, und die müssen
- 43:09entscheiden und der vielen anderen Völker, und die müssen
- 43:12entscheiden, welchen Weg sie gehen und.
- 43:15Und das hat natürlich sozusagen immer mehr Widerstände auch in
- 43:21den USA und in der von ihr dominierten Region
- 43:26hervorgerufen. Und selbstverständlich war es
- 43:30ein Tauziehen um die Ukraine, und das hat Russland ansehen
- 43:35gekostet, da sollen wir uns doch gar nicht festnehmen, was immer
- 43:39ich über mh 17 glaube. Da kam eine russische Buk, das
- 43:43ist die Haupterzählung, das ist die Gerichtslage, auch wenn in
- 43:48unseren fußen und in dem Buch was anderes drin steckt, ja, die
- 43:54haben Zivilisten umgebracht und dieses Land Russland, das hat
- 43:592016 sich zugunsten von Trump in die in die amerikanische Wahl
- 44:03eingemischt und hat auch noch den Trump dahin gehievt, das ist
- 44:09die Erzählung. Es ist wie Gift in uns
- 44:13reingekommen und im Jahre 2018 am 4.
- 44:16März wissen wir doch, da ist diese ehemalige Doppelagenda
- 44:19Arne Skripal und seine Tochter ermordet beinahe ermordet
- 44:22worden. Die Russen, die, die Zögern,
- 44:27nicht, die machen das Schlimmste, die setzen selbst
- 44:30Chemiewaffen auf unserem Territorium, auf dem Territorium
- 44:33Europas ein, das ist die Erzählung, und wie Gift ist die
- 44:38Feindschaft immer mehr gewachsen.
- 44:41Und dann kommt hinzu, und das möchte ich Ihnen nicht ersparen.
- 44:47Natürlich haben sie viele Schritte gemacht und versucht zu
- 44:49sagen, lasst uns sprechen, lasst uns ein Sicherheitssystem bauen,
- 44:53aber es beißt auch die Katze oder sozusagen es baust dem aus
- 44:57keinen Faden ab. Der 24.
- 45:00Februar ist passiert, und da wurde nun mal das Gewaltmonopol
- 45:03der Vereinten Nationen verletzt. Da braucht aus meiner Sicht
- 45:07braucht man sich da gar nicht weiter zu diskutieren, aber was
- 45:12wir gemacht haben, war ja die reinste Doppelzüngigkeit.
- 45:17Was hat es uns gestört, wenn irgendjemand in Serbien
- 45:20bombardiert hat, wann hat es uns gestört in Frage vom Irak,
- 45:24Syrien oder Libyen, da hat sich keiner so behandelt, als wäre
- 45:28das das extraordinäre Verbrechen, es gab kein
- 45:31russisches Spezialverbrechen, Wir haben es dazu gemacht und.
- 45:35Und wenn man einmal auf einem falschen Weg ist und die
- 45:37Politik, dann ist sie sehr schwer und sehr schwerfällig
- 45:42wieder auf den richtigen Weg zu kommen.
- 45:45Alle diejenigen, die die Zeitenwende gepredigt haben und
- 45:48gesagt haben, hach, wir haben uns geirrt, die haben doch alles
- 45:51eine falsche Geschichte erzählt, die haben eine Geschichte von
- 45:54der Vernichtungswillen erzählt, die haben die haben ignoriert,
- 45:59dass es Verhandlungen gegeben hat.
- 46:02Hier wurden Lügen über Lügen erzählt und inzwischen hängen
- 46:06die politischen Karrieren von den beteiligten Lügnern davon
- 46:10ab. Und dass es nicht, dass es nicht
- 46:14so einfach sich mit der Frage zu beschäftigen, wie wollen wir
- 46:18morgen und ich nenne jetzt ausdrücklich das Grundgesetz,
- 46:22Artikel 23 wie wollen wir morgen gemeinsam auf diesem
- 46:27europäischen Kontinent leben? Was passiert denn, wenn der
- 46:32Krieg zu Ende geht? Denn der geht zu Ende, das
- 46:35wusste schon der Nato generaloberbefehlshaber er wird
- 46:41zu Ende gehen und wir werden ein Land haben Kriegs erfahren mit
- 46:45einer exzellenten Waffenausstattung fest davon
- 46:50überzeugt, dass wir das Feind Russland sind und wütend, das
- 46:54hat General Kavioli gesagt, und alles davon stimmt.
- 46:58Und wir haben auch in der Ukraine wütende Leute und
- 47:02verletzte Leute und viele Tote und viel Aufbauarbeit.
- 47:07Und es ist demzufolge nicht nur wichtig, uns das Grundgesetz
- 47:13erlegt es uns auf, dass wir gemeinsam darüber nachdenken,
- 47:16wie meistern wir diese Zukunft, damit wir eben nicht in die Lage
- 47:21kommen, in der wir die die Allerschlimmste wäre.
- 47:25Dass dieser Krieg in dem atomaren Knall endet, das können
- 47:30wir uns nicht wollen wünschen. Und wir haben die
- 47:34Handlungsanleitung dazu. Die hat uns John F.
- 47:36Kennedy gegeben, die haben uns viele andere gegeben, wir müssen
- 47:40reden, das Gespräch suchen, damit wir uns dann verständigen
- 47:45können. Wie es vorwärts geht.
- 47:48Natürlich. Natürlich sind wir für für ein,
- 47:51für Gespräch, für einen Dialog, für die Konsultationen, für die
- 47:55Verhandlungen, denn ein Gespräch unter dem Druck oder ein
- 48:03Gespräch als Ausdruck eines Ultimatums, das wird nie
- 48:09akzeptiert. Und wenn irgendwelche Politiker
- 48:14in Europa. Denken, dass der Weg des Druckes
- 48:22für Russland eine Wirkung machen könnte.
- 48:27Das ist ein riesiger Irrtum. Ich verstehe nicht, warum die
- 48:33Denkfabriken, dass die die anderen Ideen nicht produzieren,
- 48:38aber Druck machen, Sanktionen einführen.
- 48:46Strategische Niederlage die Wirtschaft zerfetzen also ich,
- 48:51ich zitiere, ich zitiere nicht, keine Erfindungen unter diesen
- 49:00Bedingungen geht es mit dem Dialog leider leider nicht auf
- 49:05der Augenhöhe mit der Berücksichtigung der
- 49:10beiderseitigen Sicherheitsinteressen jedes
- 49:14Land. Groß oder klein hat seine
- 49:21Sicherheitsinteressen und diese Sicherheitsinteressen müssen
- 49:26berücksichtigt werden, wollen snowlands wir haben die eine
- 49:40ganz schwierige Situation im Nahen Osten, ganz schwierige
- 49:45Situation im Nahen Osten, gut die.
- 49:50Anstrengenden Präsidenten Trump haben einen Erfolg
- 49:55herbeigeführt, aber das Grundproblem ist noch nicht
- 49:59gelöst. Das Sicherheitsproblem des
- 50:02palästinensischen Volkes, und zwar die Gründung eines
- 50:07souveränen zweiten souveränen Staates, ist nicht mal erwähnt.
- 50:16Man muss. Dresden.
- 50:22Man muss mindestens zuhören, das versuchen wir jetzt mit der
- 50:27neuen US amerikanischen Administration, mindestens die,
- 50:31die die hören zu, und die verstehen unsere Grund
- 50:36grundsätzlichen Interessen. Deswegen gab es entsprechende
- 50:41Vereinbarungen in and Corridge und es geht allmählich.
- 50:48Allmählich, so einfach geht es nicht.
- 50:51Wir haben jetzt. 3 Ebenen des Konflikts wir haben die
- 50:54geopolitische Auseinandersetzung, wir haben
- 50:56den Wirtschaftskrieg, wir haben natürlich die Situation im
- 51:00Frontgebiet, im Kriegsgebiet selbst, und sie haben die
- 51:03Propagandaschlacht erwähnt, denn sowohl Russia geht in USA als
- 51:08auch MH 17 wurden sofort Teil einer propagandistischen
- 51:11Auseinandersetzung. Wie kommen wir denn da wieder
- 51:14raus, Herr Obielka? Also wir haben wir uns in unsere
- 51:18eigene Propaganda verstrickt, ich will mal 2 Beispiele sagen,
- 51:23der deutsche Außenminister damals, Frank Walter Steinmeier,
- 51:26hat in der Nacht zum 28. Februar 2014 mit dem jetzt
- 51:32ermordeten. Ukrainischen Faschisten Parubi
- 51:36verhandelt mit seinem Botschafter Parubi Stand da im
- 51:40Kampfanzug mit Sturmhaube und hat wörtlich gedroht, wir können
- 51:45auch anders, wenn ihr den Janukowisch nicht aus dem Amt
- 51:48drängt, dann werden wir Schusswaffen gebrauchen.
- 51:51Ist es tatsächlich, wie Petra Erler es angedeutet hat, so,
- 51:54dass Verantwortungsträger heute so tief drin hängen, dass die
- 51:59strafrechtliche Verfolgung. Fürchten müssten, wenn alles auf
- 52:03den Tisch kommt, was damals gemacht worden ist.
- 52:07Ja, aber wo? Ich?
- 52:08Ich weiß nicht, ob das jetzt der Hauptgrund ist.
- 52:11Die Angst vor vor Strafverfolgung, ich glaube, das
- 52:15ist eher das Problem, also ob das der Grund ist, dass der
- 52:19Krieg weitergeführt wird, und ja, ich glaube, dass die
- 52:24Eingangsfrage war, eigentlich fand ich wichtiger, also wie
- 52:27kommen wir da raus, also. Wissen Sie, ich glaube, das ist
- 52:30jetzt so eine vertrackte Lage. Wir haben uns ja im Vorgespräch
- 52:33noch unterhalten, also ich sehe da im Moment wirklich keinen
- 52:36richtigen Ausweg, weil die Positionen zwischen Russland auf
- 52:40der einen Seite und zwischen der Ukraine und dem Westen, der sie
- 52:43unterstützt, auf der anderen Seite sind, so weit auseinander,
- 52:47also schon alleine was die Forderung angeht, sie haben die
- 52:49ja die Forderung genannt, also nicht Nato Mitgliedschaft, der
- 52:52der. Ukraine und eben die
- 52:54Gebietsabtretung, die Russland erobert hat oder zum Teil noch
- 52:58noch nicht erobert hat, aber erobern will.
- 53:01Und darauf will sich natürlich die Ukraine nicht einlassen,
- 53:04auch wenn es in der ukrainischen Bevölkerung inzwischen auch
- 53:07immer mehr Menschen gibt, die sich da die sich da so ne
- 53:11Kompromisslösung vorstellen können.
- 53:13Aber natürlich wird sich die Führung das nicht vorstellen
- 53:15können, weil das natürlich auch für die.
- 53:18Ukrainische Führung bedeuten würde, dass es diese Führung
- 53:20nicht mehr geben würde, so vermute ich also wenn sozusagen
- 53:23ein Friedensschluss geschlossen werden würde von Seiten der
- 53:26Ukraine zu weitestgehend zu den Bedingungen von von Moskau, dann
- 53:31wären die Tage von Selenskyj gezählt und das meine ich jetzt
- 53:34nicht unbedingt, dass er dann irgendwie entweder
- 53:36strafrechtlich verfolgt würde oder ihm etwas passieren würde.
- 53:40Ich meine das nicht, ich mein, ich hab das nicht, ich hab das
- 53:42auch nicht, ich hab ihnen das auch nicht unterstellt, ich sag
- 53:44das nur als. Anknüpfungspunkt sozusagen,
- 53:46sondern er würde einfach die Macht verlieren.
- 53:48Und das ist ja auch schon sehr viel, und ich glaube, das ist
- 53:51auch übrigens einer, der einer der Kernpunkte, der ja der
- 53:56Hürden überhaupt auch von der europäischen Seite, dass man
- 54:02versucht, zumindest irgendwie einen Dialog auszuloten mit
- 54:06Russland, weil weil die europäischen Regierungen sich
- 54:11eben auch in ihrer Politik ganz klar festgelegt haben.
- 54:15Und letztlich jetzt zugeben müssten, dass der Krieg verloren
- 54:22wäre. Und das würde natürlich auch zur
- 54:26Turbulenzen in unseren Ländern führen, ganz klar in Polen, in
- 54:30Deutschland, also all die, die jetzt auf diesem, auf dieser
- 54:33Position sind, das tatsächlich, dass die Ukraine gewinnen muss
- 54:37oder dass eben Gebiets Abtretung nicht sein können, weil dann
- 54:42würde man ja ein Aggressor. Belohnen, was ja auch faktisch
- 54:47so wäre. Ja, insofern das ist schon, das
- 54:51ist eigentlich die größte Hürde, wenn wir, wenn wir jetzt einmal
- 54:54zurückgehen, tatsächlich, sie wissen ja, das wurde ja auch
- 54:57schon kurz erwähnt, kurz nach Kriegsausbruch gab es ja sehr,
- 55:01sehr erfolgversprechende Verhandlungen in Istanbul, und
- 55:05es wurde eigentlich schon ein Modus gefunden zwischen den
- 55:08beiden Ländern. Und tatsächlich, Sie finden das
- 55:12heute noch auf der Seite der ukrainischen Präsidenten,
- 55:15sozusagen die Stellungnahme des ukrainischen Präsidenten, die
- 55:17Position, wozu die Ukraine bereit war, nämlich eben den
- 55:21neutralen Status wieder anzunehmen.
- 55:24Und im Gegenzug würde Russland eben die Gebiete bis auf die
- 55:27Krim eben wieder zurückgeben. Man war sich sehr nahe und der
- 55:32Westen hat das tatsächlich torpediert und dafür gibt es,
- 55:35also, das ist belegt, sozusagen, das hat auch der
- 55:38Verhandlungsfehler aus Israel bestätigt und so weiter also man
- 55:42war sich schon sehr nahe, jetzt ist man sozusagen, ich weiß
- 55:46nicht, wie viele tote Menschen weiter, also diese ganzen
- 55:49Traumata, die dort entstanden sind, auch in der Gesellschaft,
- 55:52auch in den Familien und so weiter, also all das, was mit
- 55:55dem Krieg verbunden ist, was die meisten von uns ja nicht mehr
- 55:58erfahren haben. Also vielleicht ne Generation
- 56:00früher, womit Krieg einfach verbunden ist.
- 56:04Und das alles bleibt und dieser, wie auch immer ein ein
- 56:08Friedensschluss oder ein Waffenstillstand oder ein ja
- 56:12kalter Frieden aussehen wird. Er wird nicht gerecht sein für
- 56:17diejenigen, die ihre nächsten verloren haben, wird er ja
- 56:20überhaupt nicht gerecht sein. Also wie können die überhaupt
- 56:22noch von Gerechtigkeit sprechen, wenn sie ihre Söhne und Töchter
- 56:25verloren haben? Ja, also Ihres.
- 56:26Erachtens das wahrscheinlichste Szenario wie das Ding endet,
- 56:30wissen. Sie ich.
- 56:31Ich will das lieber nicht sagen, was man das wahrscheinlich zu
- 56:34Szenario ich im Moment fühle, weil ich sehe nicht, dass sich
- 56:37die Seiten aufeinander zubewegen.
- 56:39Also es gab ja, ich sehe, dass die, also ich sehe das sozusagen
- 56:44in gewisser Weise eine nicht Freude, aber ja, Erleichterung
- 56:51auf Seiten Europas, dass diese Gespräche jetzt in Budapest
- 56:54beispielsweise nicht zustande gekommen sind, das ist ja schon.
- 56:59Ja, also insofern ich, so wie ich diese Position, also wie
- 57:03sich die Position der Europäer entwickelt, auch in diesem
- 57:06Konflikt, das ist für mich sehr, sehr, sehr schwierig
- 57:09nachzuvollziehen. Ja, Herr, was wäre.
- 57:11Für sie das wahrscheinlichste Szenario, das.
- 57:14Wahrscheinlichste Szenario ist langfristiger, dauerhafter, wenn
- 57:20sie wollen, ewiger Frieden auf der auf dem Papier nicht.
- 57:27Keine Waffenruhe 2 Tage und das ist alles.
- 57:31Wissen Sie, das ist immer ein Betrug, da haben wir schon mal
- 57:37mehrmals überzeugt, denn in inzwischen werden die Waffen
- 57:43geliefert, jetzt werden wir Umgruppierung der Truppenteile
- 57:46und das, das haben wir schon alles miterlebt, nein, wir
- 57:50müssen an die. Erstmal Grundursachen kommen und
- 57:54ein Friedenspapier tüchtig ausarbeiten.
- 57:58Ja, das ist nicht einfach absolut, aber es war ganz
- 58:05einfach damals 2013 wie kam es eigentlich zu zu dieser Maidan
- 58:11Geschichte, kennen sie, kennen Sie die, die die die Ursprünge
- 58:16es gab ein Projekt, ein Entwurf eines Assoziierungsabkommens?
- 58:21Zwischen der Europäischen Union und der Ukraine, das sind
- 58:25ziemlich 1300 Seiten, so ein ziemlich dünnes Papierchen.
- 58:32Und falls, falls die Ukraine dieses Abkommen unterzeichnet,
- 58:42die war immer noch Mitglied der Gemeinschaft unabhängiger
- 58:47Staaten mit allen. Daraus resultierenden Vorteilen.
- 58:55Freihandelszone zollfrei und alles Übrige da die Ukraine, die
- 59:03den größten Umfang ihrer Produktion in der Gos absetzen
- 59:11konnte, nur und dann die. Sieht man im Papier, dass auf
- 59:17auf diese Vorteile, muss die Ukraine verzichten.
- 59:22Im Zuge der Assoziierung mit der Europäischen Union.
- 59:29Und dann hat Herr Janukowitsch, der wollte mal einlesen, erstmal
- 59:39was drin steht. Wo ist der Teufel?
- 59:48Ja, aber und der sagte, Ich nehme Pause, das war Oktober,
- 59:54November, 2013 ich nehme Pause, wartet mal.
- 59:57Ich werde das heute nicht unterzeichnen und dann ging es
- 1:00:01richtig los, zwingen Sie bitte mich nicht anzunehmen, wer diese
- 1:00:09ganze Maidangeschichte inspiriert hat.
- 1:00:15Frau Erler, es gibt. Genug Weise, schon im
- 1:00:21öffentlichen Verkehr, dann war das wieviel.
- 1:00:25Wieviel Geld wurde dafür ausgegeben und in welcher
- 1:00:30Währung, ja? Frau Erler, dann war das ja.
- 1:00:41Dann war das eine Situation, in der die Europäische Union
- 1:00:44sehenden Auges reingelaufen ist, ja sie sogar provoziert hat.
- 1:00:51Davon bin ich nach wie vor nicht vollständig überzeugt, denn
- 1:00:55nachdem. Tatsächlich Ja.
- 1:00:58Der politische Verbund in der Ukraine schon 2014
- 1:01:01zusammenbrach, gab es noch mal eine eine, eine Selbstbesinnung
- 1:01:06innerhalb der Europäischen Kommission und auch deutliche
- 1:01:09Erklärung, dass man das nie wieder machen würde, ein Land
- 1:01:12vor eine solche zerfallsprobe Zerreißprobe zu stellen.
- 1:01:17Aber die EU hat es nicht durchgehalten, die hat
- 1:01:20zugelassen, dass in der Ukraine Personalentscheidung durch die
- 1:01:25USA gefallen sind. Sie hat zugelassen, dass die
- 1:01:28Ukraine übernommen wurde von FBI und CIA.
- 1:01:31Es stand ja in der New York Times drin, wie viele
- 1:01:34Lauschposten dort gemacht wurden, aber ich möchte noch was
- 1:01:38anderes sagen und ich finde, es ist notwendig, dass die EU
- 1:01:42Staaten, die nicht Europa sind, zu Europa gehört, auch Russland,
- 1:01:47dass sie sich darüber im Klaren sind, da wir einen
- 1:01:50Stellvertreterkrieg haben, Nato, Russland.
- 1:01:55Steht die Frage am Ende, was passiert auf der Seite, die
- 1:01:59verliert, wie kann der die verlierende Seite mit einer
- 1:02:06gesichtswahrenden Lösung rauskommen?
- 1:02:10Denn wenn Sie das nicht tut? Dann wächst die Gefahr der
- 1:02:14Eskalation ins ins, ins Himmelhoch.
- 1:02:18Und wir sind heute schon sehr, sehr nahe dran.
- 1:02:21Wenn sie bedenken, wie leichtfertig heute schon darüber
- 1:02:24gesprochen wird. Einsatz von Nuklearraketen und
- 1:02:28vielleicht brauchen wir auch einen neuen nuklearen Schirm,
- 1:02:31das ist viel, viel gefährlicher als die als die Kubakrise und
- 1:02:37das hinzukriegen gegen die Widerstände.
- 1:02:41Ist schon schwierig genug und die Zurückhaltung liegt auf der
- 1:02:45einen Seite partiell erkennbar in den USA und auf der anderen
- 1:02:50Seite partiell erkennbar auch in Moskau.
- 1:02:53Und warum? Nicht in Brüssel, bitte.
- 1:02:55Warum? Nicht in Brüssel.
- 1:02:57Warum nicht? In Berlin, würde ich fragen,
- 1:03:05denn denn es, es muss uns doch klar sein, und das ist uns doch
- 1:03:10eigentlich seit 1955 schon immer wieder ins Stammbuch geschrieben
- 1:03:14worden. Wenn dieser Konflikt weitergeht
- 1:03:18und eine Seite das deutliche Gefühl hat, zu verlieren und in
- 1:03:22dem Falle wissen wir, auf welcher Seite das Verlustgefühl
- 1:03:25es ist auf unserer Seite. Die Nato verliert, dann ist der
- 1:03:31Griff zu einer unberechenbaren Reaktion nicht mehr
- 1:03:35auszuschließen. Und das muss unter allen
- 1:03:39Umständen verhindert werden. Wir dürfen nicht in den
- 1:03:41Schützengräben des gegenseitigen Hasses erstarren und meinen, wir
- 1:03:46halten da so ne Art Kalten Krieg, kalten, frostigen Frieden
- 1:03:51auf der Ukraine, diese Flamme muss ausgetreten werden.
- 1:04:02Frau Erler. 3 Punkte, die essentiell sind, um einen Weg
- 1:04:07zum Frieden zu. Erstens Gesprächsbereitschaft.
- 1:04:13Zuhören und aufhören zu glauben. Die andere Seite lügt unentwegt,
- 1:04:17wenn sie nur den Mund aufmacht. Zweitens ganz nüchterne Analyse,
- 1:04:28was ist seit 1990 gelaufen und durch wen nichts, was in diesem
- 1:04:34Krieg heute passiert ist alleine Russland schuld nichts.
- 1:04:46Und das dritte sich daran erinnern, was Kennedy gesagt hat
- 1:04:51oder was bertrau Russell und Albert Einstein gesagt hat.
- 1:04:56Im atomaren Zeitalter gilt nur 1.
- 1:04:59Erinnert euch Eures Menschseins und VERGESST den ganzen Rest,
- 1:05:04weil wir alle überleben müssen, und das bedeutet Abbau von
- 1:05:08Feindbildern, es nicht mehr gestatten.
- 1:05:13Ideologische Unterschiede, Unterschiede in Kulturen, in
- 1:05:16Anschauungsweisen zum alles entscheidenden Trennmerkmal zu
- 1:05:20machen. Wir müssen uns daran erinnern,
- 1:05:24dass in Russland, in China, in Brasilien, in Südafrika, wo auch
- 1:05:28immer auf dieser Welt vor allen Dingen Menschen leben, die so
- 1:05:32sind wie wir, und wenn uns das gelingt.
- 1:05:42Dann denke ich, kommen wir unserer Verpflichtung nach, die
- 1:05:45in dem Grundgesetz steht, das mir sehr gut gefällt.
- 1:05:49Vom deutschen Boden sollen nur Frieden ausgehen.
- 1:05:58Herr Objeka, ihre 3 Schritte, die den Weg zum Frieden in
- 1:06:03Europa wieder möglich machen können.
- 1:06:05Na, das ist gute Frage, ja. Sie haben ja schon einiges
- 1:06:09erwähnt, was ich auch unterscheiden würde.
- 1:06:10Ich würde sagen, der erste, der erste Schritt ist derjenige der
- 1:06:15Selbstkritik, so unsere Selbstkritik, ich denke wir
- 1:06:19äußern sie ja hier, aber sozusagen ne selbstkritische
- 1:06:23Haltung in der westlichen Staaten, wer wir sind, weil ich
- 1:06:27glaube, wenn man sich das deutlich machen würde, wer wir
- 1:06:30sind und welche Rolle wir spielen.
- 1:06:33Dann würde man damit aufhören, das, was sie auch gesagt haben,
- 1:06:35die Welt in gut und böse zu unterteilen oder irgendwie
- 1:06:38minderwertige Kultur, höherwertige Kultur und so
- 1:06:41weiter wenn wir uns klarmachen, dass wir in einem Lager sind,
- 1:06:45das ebenso für Verbrechen verantwortlich ist.
- 1:06:49Ich möchte das nämlich hier an dieser Stelle auch noch mal
- 1:06:51sagen, weil es ist so, sie haben es ja erwähnt, Russland hat das
- 1:06:54Gewaltmonopol gebrochen am 24. Im Februar 22, und damit ist
- 1:07:01auch faktisch. Ihr Präsident, ein
- 1:07:03Kriegsverbrecher. Er sollte tatsächlich in Den
- 1:07:06Haag sein. Wenn wir dann nach dem
- 1:07:08Völkerrecht gehen. Lassen Sie.
- 1:07:10Mich aussprechen, das ist ja nur der eine Teil.
- 1:07:12Der zweite Teil ist der, dass wir uns bewusst machen sollten,
- 1:07:16dass wir auf unserer Seite auch Kriegsverbrecher haben.
- 1:07:19Wir haben das vorher schon erwähnt, dass was in Israel
- 1:07:21passiert ist da, das hat da das gleiche Gericht, hat einen
- 1:07:25Haftbefehl gegen den israelischen Ministerpräsidenten
- 1:07:28erlassen. Vor 20 Jahren hätte übrigens das
- 1:07:31gleiche Gericht gegen George Bush für seinen Krieg gegen den
- 1:07:34Irak den Haftbefehl erlassen können, weil er ja auch ein
- 1:07:38Kriegsverbrecher ist. Und heute denkt niemand mehr
- 1:07:40daran, dass er ein Kriegsverbrecher ist.
- 1:07:42Das meine ich mit selbst selbsttätig.
- 1:07:44Ich kann das sagen an dieser Stelle.
- 1:07:45Das wird natürlich der Botschafter nicht gerne hören,
- 1:07:47aber das ist Fakt, wissen sie, aber, das ist nur die
- 1:07:50juristische Ebene, die politisch die politische Ebene ist, ja
- 1:07:53gerade die, dass man eben eine Politik führt, dass man Staaten
- 1:07:57nicht dazu bringt und Staatenlenker nicht dazu bringt,
- 1:08:01eben Kriegsverbrechen zu begehen.
- 1:08:03Vor 30 Jahren wurde schon, nämlich haben, da hat ein US
- 1:08:06amerikanischer Stratege, George Canon war, ein ganz bedeutender
- 1:08:09Stratege in den 50er Jahren hat die Containment Politik.
- 1:08:14Der Amerikaner geleitet hat gesagt, wenn wir diese Politik
- 1:08:17machen, wie sie die Nato gemacht hat, dann wecken wir die
- 1:08:19schlimmsten Kräfte in Russland, die schlimmsten Kräfte in diesem
- 1:08:23Sinne, dass diese dann auch aggressiv irgendwann werden.
- 1:08:26Also es geht darum, nicht jetzt mit dem Völkerrecht hier zu
- 1:08:29sozusagen das nach vorne zu heben, sondern eben eine Politik
- 1:08:32zu machen, die eben diese Kräfte nicht weckt.
- 1:08:35Ich hab im Prinzip erstmal n ja nur diesen einen Punkt und ich
- 1:08:38glaube, weil das ist ja so n großer Unterschied zwischen dem
- 1:08:41was die Menschen denken, was sie hier denken, was wir denken und
- 1:08:45das andere, was unsere Regierung tun, das ist ja diese riesige
- 1:08:48riesige Diskrepanz, also man müsste sozusagen, ja, man müsste
- 1:08:52diese Empfehlung an die an die Regierung.
- 1:08:55Leiten sozusagen. Welche das sind.
- 1:08:57Und ich glaube, die sind leider nicht zu Selbstkritik fähig, zu
- 1:09:00Selbstkritik fähig. Ja, ich glaub bjelka.
- 1:09:03Spricht von einem Kriegsverbrechen.
- 1:09:05Nun, wenn ich die Richtige, wenn ich die russische Position
- 1:09:08richtig verstanden habe, dann wird argumentiert, wir sind in
- 1:09:12beiden Republiken Lugansk und Donezk zu Hilfe gekommen, weil
- 1:09:16die angegriffen worden sind, wie will man denn diesen?
- 1:09:25Wie will man denn diesen Graben überbrücken?
- 1:09:27Einen Weg zum ich werde keine. Graben überbrücken.
- 1:09:30Ich möchte natürlich diese Definitionen, die von unseren
- 1:09:34polnischen Kollegen kommen, natürlich nicht akzeptieren.
- 1:09:39Ich gehöre, ich kann natürlich keine scharfen Worte heute
- 1:09:50gebrauchen. Meine Funktion erlaubt es mir
- 1:09:54nicht, aber wir haben von der polnischen Regierung genug
- 1:09:59gehört, was auch die Sprengung des Nordstreams anbetrifft, was
- 1:10:05die Dankesworte für diese Sprengung anbetrifft.
- 1:10:09Was? Uns braucht man nicht zu
- 1:10:17überzeugen, wie die polnische Regierung zu uns steht, das
- 1:10:22wissen wir sehr gut, aber die Donezk und Luhansk, die beiden
- 1:10:30Regionen sowie Herson Sapolicia haben auf den Referenden
- 1:10:37eindeutig für den Beitritt zu Russland geäußert.
- 1:10:44Das war nicht unter der Pistole, das war eine freiwillige
- 1:10:50Entscheidung, was wir bei The by the Way, das haben wir in
- 1:10:56Jugoslawien, das war nicht der Fall in Bezug auf Kosovo, da gab
- 1:11:02es überhaupt keine Volksbefragung, da gab es ein
- 1:11:06Bombardement seitens der der. Einiger genannt bekannten Länder
- 1:11:15Baum beim Beschuss eines souveränen Staates der UNO
- 1:11:20Mitglieds. Ja und dann wurde eindeutig
- 1:11:24gesagt von einem Richter im Internationalen Gerichtshof
- 1:11:30Kosovo ist unabhängig wie wie wieso, wer hat das bestätigt.
- 1:11:41Hier gab es Referenten. Auf der Krim gab es 94% für den
- 1:11:45für den Beitritt zu Russland in Donezk und Luhansk ein bisschen
- 1:11:53weniger, aber nicht viel ein, und die Leute, die in Donezk und
- 1:11:59Luhansk auf die russische Armee warten, die fliehen nicht in die
- 1:12:05Ukraine, die. Die Warten auf die russische
- 1:12:09Armee und die Bürger der früheren Ukraine, die in Lugansk
- 1:12:15und Donezk leben, stehen jetzt Schlange, um russische Pässe zu
- 1:12:20bekommen und russische Staatsangehörigkeit zu bekommen.
- 1:12:25Deswegen, sie können dreimal raten, was die Leute in diesen
- 1:12:32ja historisch russischen Regionen.
- 1:12:35Aber wir haben die Unabhängigkeit der Ukraine
- 1:12:37akzeptiert und anerkannt. Aber die Regierung eines
- 1:12:43Staates, wenn sie für die ganze Bevölkerung nicht Verantwortung
- 1:12:52tragen kann, muss sich mit dem Prinzip der Selbstbestimmung der
- 1:12:59Region abfinden. Das steht im Statut der
- 1:13:04Vereinten Nationen. Herr.
- 1:13:08Botschafter. 3. Vorschläge, die uns dem Frieden
- 1:13:13näherbringen können. Wir haben schon so viele
- 1:13:20Vorschläge unterbreitet, was die Grundsätze und Grundursachen des
- 1:13:26Konflikts anbetrifft. Vielleicht noch ein Vorschlag,
- 1:13:30vielleicht sind die westeuropäischen Kollegen.
- 1:13:34Nicht so eifrig in ihrem Begehren, Waffen zu liefern und
- 1:13:41den Krieg weiter zu treiben. Denn ein das ist ein ganz
- 1:13:50bescheidener Wunsch, denn so viel ich verstehe, so viel meine
- 1:13:56Kollegen auch verstehen, Europäer wollen keinen Frieden,
- 1:14:02leider. Herzlichen Dank an alle.
- 1:14:06Ich danke insbesondere ich danke Petra Erler und Ihnen
- 1:14:11janjopielka auch für die Gesprächsdisziplin wir halten
- 1:14:15den Zeitrahmen, der Botschafter muss weg und wir sehen uns
- 1:14:18wieder um Viertel vor 9 zur Diskussion, vielen Dank.