Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / Bürgermeister Tschentscher wiedergewählt
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- Music. Moin Moin und herzlich willkommen. Mein Name ist Matthias Iken und ich verrate Ihnen, wieso Hamburg ein gutes Pflaster für Regierungschefs bei Wahlen ist, weshalb einer der rätselhaftesten Mordfälle vor einer Lösung stehen könnte und warum die Grundsteuer ähnlich viele Profiteure wie Verlierer kennt. Doch zunächst der Blick auf die meistgelesenen Geschichten bei abendblatt.de. Auf Rang 3, nach heftiger Kritik, Ballettchef Volpi kontert Vorwürfe. Krise belastet Proben sehr. Rang 2, März kündigt Deutsch-Französischen Neustart für Europa an. Und meistgelesen Führerschein in Hamburg, Theorieprüfung bestanden, warum Hunderte trotzdem wiederholen müssen. Und hier die Nachrichten des Tages. Ja, gut neun Wochen nach der Bürgerschaftswahl ist Peter Tschentscher als erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg bestätigt worden. 71 Bürgerschaftsabgeordnete stimmten für den 59 Jahre alten Sozialdemokraten, 47 gegen ihn. Da SPD und Grüne zusammen über 70 der 121 Mandate verfügen, hat Tschentscher mindestens eine Stimme aus der Opposition erhalten. Im weiteren Verlauf der Sitzung bestätigte die Bürgerschaft auch die von Tschentsche als zweite Bürgermeisterin, berufene Katharina Fegebank, sowie die übrigen Senatorinnen und Senatoren seiner Regierungsmannschaft. Neben dem Bürgermeisteramt besetzt die SPD sieben Senatsposten, die Grünen vier. Im neuen Senat haben die Frauen eine Mehrheit. Personell hingegen bleibt vieles beim Alten. Nach dem Ausscheiden des grünen Umweltsenators Jens Kerstan rückt die bisherige grünen Landeschefin Mariam Blumenthal in den Senat nach. Sie übernimmt die bisher von Fegebank geleitete Wissenschaftsbehörde. Die zweite Bürgermeisterin wiederum wechselt als Kerstan-Nachfolgerin in die Umweltbehörde und will die Klimapolitik dort zur Chefinnen-Sache machen. Einer der rätselhaftesten Mordfälle der vergangenen Monate ist möglicherweise aufgeklärt. Zwei Wochen nach dem Fund einer Toten auf einem Hausboot in Morflet hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Der 22-Jährige sei ein Verwandter der Frau, teilte ein Polizeisprecher mit. Nach Informationen des Abendblatts handelt es sich um den Sohn der getöteten Bestsellerautoren. Der Deutsche wurde am Dienstagmittag in Rothenburgs Ort verhaftet. Zielfahnder hatten ihn lokalisiert. Er habe keinen Widerstand geleistet. Zuvor hatte das Amtsgericht ein Haftbefehl erlassen. Das Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft ermitteln wegen Mordes. Die leblose, 58 Jahre alte Frau war am 22. April von Angehörigen auf dem Hausboot entdeckt worden. Eine Obduktion ergab, dass die Frau durch die Einwirkung stumpfer Gewalt zu Tode kam. Beim Hamburger Sportverein ist die Euphorie vor dem womöglich entscheidenden Heimspiel im Aufstiegsrennen gegen Ulmriesen groß. Die Ticketnachfrage lag im mittleren sechsstelligen Bereich. Sie war noch nie so hoch wie jetzt, sagte HSV-Vorstand Erik Huwer der dpa am Rande der Digital- und Marketingmesse OMR. Wir hatten hier schon Stadtderbys, wir hatten Relegationsrückspiele wie gegen Stuttgart oder Hertha BSC Berlin. Aber das hier toppt alles, was bislang da war, sagte Hoover weiter. Immerhin geht es am Samstagabend vor 57 Zuschauern nicht gegen irgendwen, sondern die Tabellen vorletzten SSV Ulm. Zum 80. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus haben Abgeordnete von SPD, CDU, Grünen und Linken Stolpersteine vor dem Rathaus gereinigt. Der 8. Mai erinnert uns eindringlich an das Ende der nationalsozialistischen Terrorherrschaft und daran, wie kostbar unsere Freiheit und Demokratie sind, sagte Isabella Wertes-Schütter, SPD. Mit dem Reinigen der Stolpersteine ehren wir stellvertretend das Andenken der Abgeordneten der Bürgerschaft, die von den Nationalsozialisten ausgegrenzt, verfolgt und ermordet wurden. Ihr Schicksal ist eine Mahnung an unsere Gesellschaft, wachsam zu bleiben und unsere demokratischen Werte entschlossen zu verteidigen, betonte Wertesschütter weiter. Bei einer Feierstunde im Plenarsaal hielt die Schriftstellerin Nora Boussong die Festrede. Und zum Schluss geht es nochmal um die Grundsteuer. In Hamburg hält sich der Anteil der Immobilienbesitzer, die mit der neuen Steuer mehr bezahlen müssen, und derjenigen, die weniger belastet werden, in etwa die Waage. In lediglich 33 von über 400.000 untersuchten Fällen blieb die Steuerbelastung unverändert, wie aus noch vorläufigen Zahlen der Finanzbehörde hervorgeht. Auch hinsichtlich der bei der Reform, Angestrebten Aufkommensneutralität liege man im Zielkorridor, hieß es. Zwar liege man bei den Grundsteuern A und B leicht unter den erwarteten gut 510 Millionen Euro pro Jahr. Dies dürfte jedoch durch die neue Grundsteuer C für unbebaute Grundstücke ausgeglichen werden. Andreas Dressel, der Finanzsenator, sagte dazu, beim Vorher-Nachher-Vergleich können wir auf Basis von rund 410.000 betrachteten Fällen feststellen, dass knapp über 50 Prozent der Steuerpflichtigen weniger belastet werden. Knapp unter 50 Prozent erfahren zukünftig eine Mehrbelastung. Der Anteil extremer Ausschläge nach unten und oben liegt aber bei jeweils unter 10 Prozent. So Dressel weiter. Das waren die Nachrichten des Tages. Auf abendblatt.de slash podcast.