Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / #14 Welt der Kontroversen - Orcun Bakirci
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- 0:01Herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Folge von «Du entscheidest». Dein Podcast für Erfolg, Business und persönliche Weiterentwicklung. Heute haben wir einen ganz speziellen Gast bei uns. Im wahrsten Sinne des Wortes. Und zwar ist er nicht nur ein nationaler Make-up-Artist, sondern er ist ein Fashionista. Und mit seinem Auftritt wird er nicht nur Menschen bewegen, sondern schon quasi erschüttern. Und darum herzlich willkommen, Orschon. Schön, dass du da bist.
- 0:31Welcome wie du entscheidest. Ich habe heute etwas erfahren.
- 0:39Du bist schwanger, das ist fett. Was? Oceun heisst Ocean, also Meer. Ah nein, das stimmt nicht. Ich habe so im Instagram gesagt, mach mega Sinn, Oceun, Ozean. Das ist so ein bisschen a la Stage Name-mässig rausgekommen. Als ich früher bei Dior gearbeitet habe.
- 1:01Jetzt bin ich der nächste an den Megabartels von SLO der Schweiz. Früher, als ich für Dior gearbeitet habe, hat mich mal eine Kundin so genannt, weil sie Ortsschuhe nicht verstehen konnte. Sie hat mich Ocean genannt und dann Ocean, Ocean, Ocean. Und ich bin so der Meerjungfrau-Mensch.
- 1:16Wir sehen es an deinen Haaren. Thank you. Und darum, vor allem, ich gehe jedes Jahr auf Ibiza Ferien. Und wenn ich Leute kennenlerne, dann bist du mal Orts schon erklärt. Ja. Ocean, perfekt. Das kommt so ein bisschen ins Einzelne.
- 1:35Ein gutes Wort. Kennenlernen. Wir kennen dich. Ich kenne dich schon ein paar Jahre. Du bist eine mega coole Person. Für die, die dich nicht kennen, wer ist der Orschun? Awesome.
- 1:50Hello. Genau so. Hello, Orchum. Also ich bin Orchum. Ich bin, wie gesagt, der National Megapartist von ESL oder der Schweiz. Und ich bin eigentlich nicht nur ein Megapartist, wie ich es auch sagen würde. Ich bin ein Mensch, der... Wie soll ich das sagen?
- 2:10Ich versuche nicht bunt zu sein, sondern ich kotze das raus, was ich bin. Und bin glücklich damit. Schön. Schön. Ja. Schön. Bin 35, Sternsachen, Stier und ja. Single? Äh, Single. Also meldet euch, dass ihr 91 seid, blond und sehr bleich. Nein, bleich ist nicht dumm, aber... So gut. Aber Orcun, du hast gerade gesagt, glücklich. Bist du immer glücklich gewesen? Bist du immer...
- 2:41Megaschöne Frage. Also, war ich immer glücklich? Hm... Ja. Mhm. Ja. Ich war auch in den schlimmsten Fällen immer jemand, der... Delusional kannst du es nennen in diesem Moment. Oder... Ja, ich war eigentlich immer glücklich. Doch, doch. Also... Ja. Auch wenn ich nichts hatte, war ich glücklich. Auch wenn ich alles hatte, war ich glücklich. Also, ich war eigentlich immer glücklich.
- 3:09Darf ich ein wenig von deinem Werdegang wissen? Also sprich, ja. Ich meine, ganz ehrlich, ich hatte noch nie so Berührungspunkte mit... Wie sag ich... Also sorry... Ja, ich... Ich will dich nicht be-... Ja, nein, ich wollte dich nicht fersen, vielleicht retten. Nein, nein, also... Klär uns auf, wenn meine Mutter jetzt zuschaut und... Ah, sie wird zuschauen. Also, ich erklär es euch so. Ich bin...
- 3:36Ein Türk. Ich bin ein Türk. Ich bin nicht morgen Peter, abends Jessica. Ich bin nicht... Ich gehe auch so... Ich gehe Zigaretten kaufen, ich gehe auch so zu meinen Eltern chillen. Vielleicht nicht mit diesen Stiefeln gerade, aber... Also ich bin nonstop so unterwegs. Es ist nicht für die Kamera, es ist nicht für meine Kunden, nicht für mein Publikum, was auch immer. Es ist für dich. Es ist einfach für mich, genau.
- 4:06Ich bin ein femininer Typ, der einfach zu schön ist. Oh mein Gott! Was kann ich dafür? Nein. Love it, love it! Das kommt so herrlich an. Und wann hat es angefangen, dass du gemerkt hast, ich habe Lust auf Heils, ich habe Lust auf meine Röcke, ich habe Lust auf Make-up und lange Haare und...
- 4:30Also, ich erkläre es euch kurz und bündig, damit es nicht langweilig wird. Ich kann das gar nicht geben. Mit 8 wusste ich, dass ich auf Männer stehe. Mit 16 wusste ich, dass ich auf Männer stehe. Mit wann? Mit wieviel? Mit 16. Genau. Und ja...
- 4:53Let's say it. Ich wollte nie eine Frau werden. Viele denken, ihr seht es ja auch überall auf Social Media, das sind Leute, die drei Persönlichkeiten haben. Andere sind Nilpferde, die anderen sind Unicorns. Ich bin ein femininer Typ. Ich wollte nie eine Frau werden. Ich finde Frauen schön ästhetisch, so wie sie sind.
- 5:18Aber ich finde Männer sexy. Nein, aber wenn du ins WC gehst, gehst du aufs WC? Oh wow, das hat mich letztens eine Kundin gefragt. Also, kommt drauf an. Kommt drauf an. Kommt wirklich drauf an. Du musst noch frei sein.
- 5:33Es ist aber auch lustig, was meine Kollegen, Kolleginnen und vor allem meine Schwester immer sagen, man muss sich kennenlernen, weil man hat ein ganz anderes Bild von sich. Ich will nicht eine Frau werden, das war nie der Fall. Aber mit diesem Outfit, wenn ich im Ausgang bin, kann von mir niemand erwarten, dass ich einen MännerwC nehme. Also das ist Fakt.
- 5:54Und da muss man nicht irgendwelche Dramas aufwecken, oh mein Gott, das geht doch nicht. Es ist doch so. Doch, also wenn ihr Ladies seid, dann macht ihr Ladyhaft und schützt mich in diesem Moment. Und dann gehe ich ins Frauen-WC, Punkt aus. Weil mit High Heels, mit kurzen Dingen, also kannst du nicht in den Männer-WC reingehen. Und darum, es kommt darauf an. Also, I don't care.
- 6:17Es ist mir auch egal, wenn jemand sagt, «Oh mein Gott, du bist jetzt ein Transsexual.» Ich habe sehr viele Trans-Kolleginnen und Kollegen. Das ist keine Beleidigung für mich. Erstens das. Und zweitens, er, sie, da... Who cares? Orchon. Orchon. Also als Mann mit wirklich einem femininen Touch,
- 6:40Es ist ja mehr als eine feminine Touch, das muss man auch zugeben. Also weisst du, es ist nicht mehr der Feminin. Es ist nur ein Charistyle. Es ist nur ein bisschen «I am here», weisst du. Aber ich kann das total bestätigen, weil schon als ich dich kennengelernt habe, von Anfang an, ich konnte dich nie anders sehen als genau so.
- 6:57Anderses Outfit vielleicht einmal? Ja, genau so. Läufst du auch mal im Trainerraum? Auch ja, aber es sind höchstwahrscheinlich das Pingu. Es ist etwas an der Trainerform. Die Farbkombination. Und wie haben deine Eltern reagiert? Oder war das von klein an klar? Das ist mega lustig. Meine Eltern haben mega süss reagiert. Also ich könnte, während ich das jetzt zeige, ich könnte auch mal drüber reden. Nein, bitte. Es ist so...
- 7:27Als ich mich geoutet habe, ich hatte immer mit Zeichnen zu tun. Ich habe getanzt. Ich habe all die Klischeesachen, die so viele Gays hinter sich haben, auch gemacht. Ich habe mit Barbies gespielt. All das, was der Klischee ist, hatte ich hinter mir. Meine Eltern wussten auch, dass ich ein bunter Mensch bin. Keine Familie kann das halt ...
- 7:53so leicht herunterzuschlucken. Ich komme von einer muslimischen Familie, ich bin Türk, und so. Aber...
- 8:03Und darum respektieren mich Leute auch mehr, weil ich nie von der Realität weggekommen bin. Ich habe für den Platz, wo ich heute bin, ich war nicht einfach schön geschminkt und habe den Platz bekommen, sondern ich habe auch für den Platz gearbeitet. Ich habe für den Platz Nerven investiert, Tränen investiert. Ich habe für den Platz meine Träume,
- 8:30Ich habe den Leuten klarmachen müssen, dass es nicht nur Schwarz und Weiss gibt, sondern auch die Art von Grau.
- 8:47Und ja. Wenn du von deinen Träumen erzählst, was waren deine Träume? Oder sind sie immer noch? Überraten. Nein! Stimmt, gar nicht. Nein, nein, nein. Nein. Nein, meine Träume. Ich wollte eigentlich Modedesigner werden. Und ich habe auch seit Jahren Modedesign gemacht. Es ist so. Ich erkläre es euch so. Meine Kinder. Es war einmal ein junger Name, so, Arschl. Nein, es ist so. Ähm.
- 9:20Wie kann ich das so kurz und bündig euch sagen? Meine Träume... Ich wollte ein Modedesigner werden. Ich bin hier geboren. In Zug. Mit zwölf bin ich runter... Wir sind ausgewandert. Ich habe elf Jahre lang in Istanbul gelebt. Ach was? Ähm... Middle School, High School, College, Uni... ...hab ich dort alles gesehen. Und dann bin ich zurückgekommen. Allein? Allein.
- 9:48Nein, ganz alleine. Und jetzt bin ich seit etwa 13, 14 Jahren wieder da. Mein Traum war es, Moodleseller zu werden, aber ich bin ein Schicksalmensch und mein Schicksal hat mich zu Make-up geführt.
- 10:11Seit, oh Gott, elf Jahren. Elf Jahre. Elf Jahre. Elf Jahre. Oh mein Gott. In der Make-up-Branche. In der Make-up-Branche. Ja. Und hast du bei Dior gearbeitet? Genau. Dior. Hast du dort angefangen? Dort habe ich angefangen, ja. Genau, genau, genau. Hast du dafür müssen, dass wir noch eine Schule machen? Nein. Ich musste einfach ausgehen. In die Leben. In die Leben in der Schule. Ja. Nein. Das ist ja mega lustig, das muss ich dir jetzt erzählen. Ich hatte damals einen Typen.
- 10:40Er sagte mir, dass er ein Schicksalmensch sei. Wenn etwas passiert, werde ich es bekommen. Manchmal darf man nicht zu festhalten und versuchen. Er sagte mir, dass ich etwas machen müsse, damit ich meine Träume vermitteln kann. Ich sagte ihm, dass ich den Job konsumiere. Ich war lange arbeitslos. Ich sagte ihm, dass ich den Job konsumiere. Amen. Ein Filial.
- 11:08Und Leute, nachdem ich das gesagt habe, drei, vier Tage später, bin ich am Laufen und plötzlich hält mich einfach der National Make-Up Artist von Dior und sagt so, ich will, dass du mit uns schaffst. Ich so, das muss ich überlegen. Haha. Du Arbeitsloser. Haha. Das muss ich überlegen. Und dann habe ich dort angefangen, ja, voll per Zufall eigentlich. Nur weil ich mich gut schminken konnte. Ah, und wo hast du das gelernt, dich selber zu schminken?
- 11:35Babe, nachdem ich mit 16 geoutet habe, durch Schönheit, nachdem ich mit 16 geoutet habe, habe ich mich eigentlich auch verschminkt. Und dann übungen macht der Meister. Und vor allem, da haben wir noch kein YouTube-Tutorial. Nein, nein, gar nicht. Ich habe immer ein bisschen gewusst, was mir steht und was nicht. Zum Beispiel jetzt auch die feminine Art von mir. Du kannst mich jetzt nicht mit...
- 12:00Irgendwelche komischen... Keine Ahnung. Nicht, dass das komisch ist. Natürlich ist es okay, aber... Keine Ahnung. Pinke Strümpfe und grüne High Heels und... BH, wo... Das bin ich nicht.
- 12:17Ich habe alles immer ein bisschen «Ordschunisiert». Und darum kommt es auch etwas authentischer rüber, glaube ich. Aber man darf in dem... Wenn man so ausgeht, darf man nicht allzu stark sagen, «Ich bin es, ich bin es nicht. Es gibt besser nicht. Megapart ist der. Es gibt besser...»
- 12:36aussehende Menschen. Es gibt besser das, es gibt alles in besser. Es sollen auch alle schöner, besser, reicher, höher sein. Aber in dem, was ich bin, bin ich glücklich heute. Weil, wie gesagt, ich hoffe, das klappt. Mega schön. Mega schön gesehen, wirklich. Hast du auch so schwierige Situationen erlaubt, wegen deinem Aussehen, wegen deiner outgoing Art, wo irgendwie Sachen passieren, wo du sagst, hey, das hast du schlucken müssen, aber...
- 13:04Du stehst darüber? Ich hatte im Falle mega Glück. Weil alle erwarten von jemandem, der so aussieht, so voll die dramatische Familiengeschichte. «Amaaa, geh weg!» Natürlich gab es Situationen, in denen ich gefühlt habe, ich gehöre nicht dazu. Natürlich. Es gab Momente, in denen ich sagte,
- 13:27Einen schönen Moment will ich euch jetzt erklären. Oh wei, das wissen sogar viele Kollegen und Kolleginnen von mir nicht. Ich war eine Zeit lang arbeitslos, vor etwa 15 Jahren. Oder wie habe ich gesagt? 13, 14. Als ich arbeitslos war, ging ich in so ein Amt. Wo geht man da hin? RAF? Ja, etwas in diesem Format. Keine Ahnung. In diesem Format? Ja, ja. Und ähm...
- 13:54Dann konnte ich keinen Job finden. Und dann sagt mir diese Frau, voll fadengrad, wie frech, wie unglücklich diese Frau war, sie sagt mir so, ja, aber wenn sie kurze Haare haben würde und sich nicht schminken würde, dann würde sie ja KÖNNEN einen Job haben. Dann sagt sie, okay, ich sage ihr auch mal so, okay?
- 14:19Morgen kommen sie mit roten Haaren und Overnisestiefeln arbeiten. Regeln? Eine Regeln, die dir jemand gibt, eine Vorschrift, die du nicht weisst, wer wer was und wieso. Morgen arbeiten sie mit roten Haaren und Overnis. Einfach etwas. Und du siehst mich so an.
- 14:45Ich dachte mir, ich muss unbedingt weinen. Oder ich muss Angst verliessen, damit ihr klar kommt, dass das nicht eine Phase ist. Ich habe auch in Zara gearbeitet. Das war eine Übergangszeit.
- 15:04Ich musste mich anpassen im Sinne von «Soßen anziehen, Haare entbinden, du darfst dich nicht schminken.» Ich habe mich im Spiegel angeschaut und dachte mir «Wer ist das?» «Wer sind ihr, die mich...» Also, nicht mal drei Monate waren es, dass ich es nicht aushalten konnte. Und da kam der Kunde rein, ein mega hübscher Mann, so bildhübsch.
- 15:29Er ist einfach reingelassen. Und ich habe mit ihm so den Blick, weisst du, so der. Und dann drehe ich mich um, sehe mich im Spiegel und denke so, oh mein Gott, innerlich war ich in diesem Moment Beyoncé, aber draussen stand ein Mehmet vom Donner. Also weisst du,
- 15:50Wo du dann sagst, Kollege... Nein. Und dann habe ich gemerkt, ich tue das mir nicht an. Weil... Nein, nein. So schön, wie du dir eigentlich seit Tag 1, mehr oder weniger, so wie du erzählst, einfach immer treu geblieben bist, obwohl eben muslimische, kulturelle Erziehung
- 16:09einen Job, der dich einschränken will und dass du so ein Gespür für dich selbst hast und sagst, hey nein, bist du mir nicht gewissen Grad und mehr nicht. Ich meine, es gibt Leute da draussen, die sich das Leben nehmen, die kaputt gehen und nicht einmal in so Extremsituationen leben, sondern einfach normale, kleinere Situationen. Also normal, was ist schon normal? Aber weisst du, so in diesem Sinne und es ist mega, mega inspirierend und bewundernswert, wie du einfach die Eier hast, Wortwörter. Ja, das ist es wirklich, ja.
- 16:37Also ich habe sie auch, aber... Nein, ja, ja, ja. Gerade letztens hat... Also es gibt einen... Ich habe ihn so gerne. Es gibt so einen auf TikTok berühmt wordenen ultra zuckerwattigen Menschen, den ich mega gerne habe. Er hat mir mal eines gesagt.
- 17:00Ich habe mal seinen Live gesehen, per Zufall. Dann hat er gesagt, wisst ihr, was ich mal werden möchte? Ich will Orchun sein. Oh nein. Leute, ich habe noch Verbrüllen. Und das ist nicht Orchun sein wegen meiner High Heels. Das ist nicht Orchun sein wegen meiner Haare, Make-up, blablabla. Nein. Orchun sein.
- 17:25respektiert werden. Orgel sein... Natürlich. Also du auch... Wenn du auch rausgehen würdest mit...
- 17:32Du bist eine sexy Frau, oder? Wenn du rausgehst, hörst du auch mal «Hey, geil, gehörst du ja auch.» «Das alles höre ich ja, das ist alles schön und gut.» Aber dass du nicht lächerlich wirst, weil es ist ein mega dünner Strich in meiner Situation. Du könntest ganz schnell lächerlich werden. Du könntest ganz schnell eine Position bekommen, wo die Leute denken «Ah, jetzt ist der Boden gefallen. Jetzt trete ich noch einmal drauf.»
- 17:59Ich habe das nicht erlaubt. Ein bisschen Talent, ein bisschen Persönlichkeit, ein bisschen Grösse, ein bisschen Aussehen, alles hat damit zu tun. Selbstbewusstsein. Auch, auch. Aber weisst du, Kevin, es ist heutzutage leider, leider ist es so,
- 18:17Sobald du nach etwas ausgesehen bist, wirst du einfach anders behandelt. Punkt. Also wenn ich jetzt auch kurze blonde Haare hätte und was angehabt hätte, dann hättest du mich auch nicht ernst genommen. Seien wir ehrlich. Seien wir ehrlich. Weil die Welt, leider die Welt, ist im Moment so unfair.
- 18:38Und oberflächlich auch. Ja, oberflächlich machen wir sie eher. Ja, oberflächlich definitiv. Aber, ähm, why not? Wieso können wir nicht alle schön sein? Ist okay. Es ist ja okay, dass wir alle schön sind. Wir haben Mittel, wir haben Möglichkeiten. Für dich ist das schön, für den anderen ist dieses schön. Aber wir sind alle schön, das ist okay.
- 18:56Oh, okay. Das waren gar nicht die guten Dinge. Alles gut, ich höre sie nicht. In seinem Natal klingeln beide. Wer ist das? Wollen wir abnehmen? Nein. Aber ich störe gar nicht. Okay, super. Ja, genau. So ist es. Und wer hat dir, vielleicht von deiner Familie, das Selbstbewusstsein gegeben? Woher kommt das?
- 19:20Ich glaube, Liebe. Wow. Ja, das ist wirklich... Oh mein Gott, ich kann brüllen. Nein, hör auf. Ja, das ist wirklich die Liebe. Ich will jetzt noch etwas sagen.
- 19:31Meine Mutter ist eine blond-haarige Frau. Meine Schwester ist eine Frau, die verheiratet ist und ein Kind hat, das ein Kopftuch hat. Mein Vater sieht aus wie ein italienischer «Mafia-Baron». Und ich bin ein ultra-femininer Typ, der fast halb eine Frau ist.
- 19:56Und genau das ist der Punkt, wo es ausgemacht hat. Bei uns war es immer das, Liebe. Bist du glücklich? Okay, dann bin ich glücklich.
- 20:06Und das musste ich ihnen auch ein bisschen beibringen. Oder sie haben, ich musste sie auch verstehen. Traditionen, Generation, eben Religion, alles. Wir mussten uns in der Mitte finden. Das geht ja gar nicht. Wie war es für deine Eltern selber? Du hast sicher mit ihnen Gespräche geführt. Soll ich ehrlich sein? Sie haben mit allem drum und dran bis zu ich sage jetzt so
- 20:35neun oder zehn Jahre gebraucht, damit sie es wirklich abschliessen und herunter schlucken konnten. Finde ich. Das ist jetzt meine Meinung. Wenn Sie mich fragen würden, würden Sie vielleicht anders antworten. Aber es ist okay. Es ist okay, genau! Das ist es eben. Es ist ein Prozess. Unsere Generation sagt, es ist auch okay. Aber die jetzige Generation sagt so, nein.
- 20:56Und du musst dich so... Ja, und vor allem halt ihr Umfeld, das gar nicht kennt. Verstehen. Genau. Wieso? Weil du liebst. Ich kenne deine Familie auch. Weisst du, was ich meine? Du bist... Wenn man ein Familienmensch ist, kann man nicht einfach sagen, ich bin's und tschüss, ciao. Ich kann die Tür nicht zumachen, weil...
- 21:14Ich komme von dort. Das sind alles von mir. Weisst du, was ich meine? Zurück zu der Frage, die du gestellt hast. Ich bin heute hier, dank Ihnen. Mein Vater hat für mich Modenschule recherchiert. Welcher türkische Vater macht das? Oder meine Mutter ist mit mir das erste Mal Mascara gekauft. Welche Mutter macht das, während ihr Sohn 16 ist?
- 21:43Und hat es ihnen gefallen? Natürlich nicht. Ich bin nicht schon... Ich könnte nicht umgehen mit... Also wenn ich einen Sohn hätte, so wie ich, ich könnte mit dem nicht umgehen. Ich sage das als der Typ, der es ist.
- 21:58Ich nicht. Und darum bin ich auch mehr stolz auf sie, dass sie das machen konnten. Nicht selbstverständlich. Mega schön. Ich habe so gerne so etwas gemacht. Das mit der Liebe ist so wichtig. Aber da kommt das Ego so vor. Wieso haben wir Dinge nicht gerne? Oder können nicht akzeptieren? Wegen unseres Egos. Und um so etwas akzeptieren zu können, nochmal in diesem Kulturkreis. Ich bin mit ganz vielen Ausländern aufgewachsen. Ich kenne diese Kulturen.
- 22:28Es ist schon krass. Das eine ist eben mal akzeptieren, okay, die Familie ist da, aber dann kommen die Verwandten, dann kommen die Nachbarn, es geht weiter und so. Das zeigt eine riesen Stärke eurer Familie, von dem Mindset, das sie haben, das Heartset. Ja, ja. Es ist auch, wie soll ich sagen,
- 22:50Was sagen die anderen? Das haben wir. Wir posten ein Bild und sagen, was denken die anderen? Bin ich schon da, mit einem Foto zu denken? Stell dir vor, was die denken. Es ist okay. Aber das Problem ist, nicht was denken die anderen, sie haben es auch gecheckt. Meine Eltern haben es auch gecheckt. Sie haben gecheckt, dass das sie nicht weiterbringt. Dass nicht das das ist, was sie erfüllt. Ich...
- 23:19Mein Vater hätte auch sagen können, dass ich das anlese und mich verliere. Und so sind wir ja alle glücklich. Wem schade ich? Ich würde gerne auf deine berufliche Karriere sprechen. Du bist der erste Make-up-Artist von Esteloder. Ist das etwas exklusives? Ja, es ist so, dass die Esteloder Schweiz bis dieses Jahr
- 23:46Ich hatte keine National Mega Party, ich bin der erste National Mega Party Fan. Gratulieren. Danke. Gratulieren an STW, sie konnten keinen besseren Tender mit dir stellen. Das ist süss. Danke. Fand es dich oder hast du es? Eigentlich war es lustig, sie kamen mit dem.
- 24:09Also einen besseren Schaufensterpuppen hätte ich nicht finden können, denke ich mal. Oder nicht? Ich sage nicht, ich bin der talentierteste Mensch, ich bin der beste Megapartner, der existiert. Nein, natürlich nicht. Wie gesagt, es gibt Besseres, Schönes. Mal bist du so, mal hast du eine Kreativität, wo du rauskommen kannst, mal nicht. Mal denkst du, du kannst alles geben, mal nicht. Wir sind Menschen.
- 24:35Punkt. Und... Aber was Schaufenster... was das anbelangt, ja, ähm... Ich finde, ich bin eine schöne Schaufensterpuppe auch für sie. Darum... Es ist wie eine Familie. Also Estée Lauder Company... It's a match. It's a match. Es ist wirklich ein Match. Hätte ich auch nicht gedacht. By the way. Ah, okay. Was hast du für Vorurteile gehabt?
- 25:02So wie sie vor zehn Jahren Angst hatten. Den Job, den ich vor zehn Jahren bekommen habe, hast du vergessen. Ich musste mich wieder anpassen. Schlimmer als meine Eltern waren sie. «Da musst du stehen, da musst du nicht sein.» Stimmt, jetzt hast du voll die Freiheiten. Ja, natürlich. Aber darum sehen sie ja, dass auch etwas kommt. Weil das ist ja genau das. Wenn sie mich jetzt zusammenlegen wollten... Du wärst kaputt.
- 25:31Ja, dann nehmen wir doch jemanden, der so langweilig ist. Dann bin ich ja nicht die Person, die ihr einschränken müsst. Und sie schenken dir Vertrauen, und durch das Vertrauen wachsen Blumen. Genau. Und ich bin jemand, der Sachen auch ernst nimmt. Am Anfang, wenn man mich sieht, denkt man sich, was ist das für ein bunter Vogel, der da durchläuft.
- 25:50Ja und es ist ein Geh und Ne gegenseitig. Hast du wirklich das Gefühl, die Leute nehmen dich nicht eher? Nein, nein, nein, nein. Es ist so. Leute denken, dass Leute denken, dass sie nicht eher schnau werden. Verstanden wir uns? Und dann reden sie untereinander und denken so, oh mein Gott, Arsch. Ich will damit immer hängen.
- 26:13Und du hast vorhin schon gesagt, dass es nicht um «Wer ist besser?» geht. Es ist die Energie. Oh, unglaublich. Wir haben uns an den Swiss Influencer Awards kennengelernt. Ich habe mich verliebt. Und ich wollte ihn an den Podcast haben. Da kamst du schon. Du warst wahrscheinlich zu lange im Weibniff und im Blickwinkel. Und dann bin ich irgendwo hin.
- 26:40Ich glaube aufs WC. Und dann höre ich so zwei Chicks hinter mir. Oh mein Gott, ist das der von Estée Lauder? Ich so, der von Amine, an unserem Podcast, keine Frage. Das ist interessant und polarisierend. Wer hat schon die Möglichkeit, mal hinter dich zu kommen? Wir sehen so viel im Fernseh-Internet für LGQ-Podcasts.
- 27:00Sorry, fast drauf. Okay, ist okay. Wenn du keinen Berührungspunkt hast, und darum möchte ich euch mal einen anderen Einblick auf das Ganze geben, was mega faszinierend ist, und es geht immer so friedenfreudig Eierkuchen aus, aber ich kann mir vorstellen, dass es eben, wenn du deine Wahrheit leben willst, und es ist nicht immer einfach und... Für mich war es nicht einfach. Ich habe mich...
- 27:27Ich wollte nicht den Gay-Typ, den langen Haaren, den grossen Typ mit der kurzen Röcke oder den Typ mit der Heimhaut sein. Ich wollte nie etwas für eine Gruppe sein, sondern ich wollte immer Organs sein.
- 27:50Ich glaube, das macht es wiederum aus. Ich habe mich nie hinter meinem Gay-Sein versteckt, Türkein-Sein versteckt, Moslem-Sein versteckt, 88er-Sein versteckt. Ich habe mich nie... Oder Stier-Sein oder... Ich habe mich nie hinter etwas versteckt. Das ist das Einzige. Also, die, die mich «trans» nennen, die können mich «transparent» nennen, aber nicht «trans». Transparent.
- 28:17Dann trauen sie den Transparent. Und wenn du nochmals kurz zu SL, wann hast du dort angefangen? Also dieses Jahr? Nein, nein, nein, seit vier Jahren bin ich dabei. Und dann hast du jetzt, dieses Jahr ist das neu entstanden, ich glaube auch mit dem ganzen Internet, Influencer, dass sie dort einen National Make-up Artist kreiert haben, stell eigentlich vor.
- 28:36Das hat angefangen eigentlich, wo nach dieser ganzen Corona-Geschichte, wo wir alle darunter gelitten haben, sind die Globalen wieder unterwegs gewesen, die von Estée Lauder global unterwegs waren und haben mich dann...
- 28:52Wir haben uns gegenseitig kennengelernt und dann wollten sie das so. Und dann dachte ich, why not? Let's try. Einfach mal machen, einfach mal ausprobieren. Ja, voll. Es hätte einfach nicht rausgehen können. Es hätte wirklich nicht rausgehen können.
- 29:08«Hey, jetzt gehen wir ab da.» «Aber hast du für das wirklich nur...» «Die Drohnen verkaufen in Italien, oder?» «Nein.» «Hast du für das keine...» «Aber nein, gut, du kannst dich ständig weiterbilden, neue Techniken, neue Dinge und so.» «Ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja.» «Also ist es nicht einfach Gottes Hand, die dir da einfach so...» «Ja, also Zeichnen, Malen war immer mein Ding. Und das ist auch... Canvas und Zeichnen, Malen.»
- 29:29Du hast gesagt, du hast früher schon als Kind getanzt, gemalt. Sachen, die du immer noch gerne machst. Immer noch gerne. Ja, ja, ja. Jetzt versuche ich viel mehr... Weisst du, je älter man wird, desto mehr... Alt? Ja, älter im Sinne von nicht... Also ich fühle mich gar nicht alt.
- 29:47Nein, nicht so älter, reifer wird man im Kopf und auch körperlich. Ich finde, so freie Zeit geniesse ich anders. Bewusstheit. Genau, Bewusstheit, Menschen. Es war mega schön, als ich hier reinkam. Sie haben auf mich gewissen Wort, das stimmt.
- 30:08Okay, mit dem Jungen da hinten. Das hat sich wirklich gelohnt. Sie mussten wirklich auf mich warten. Aber im Nachhinein, mit Klick, Klick, Klick, war alles vergessen. Meine Müdigkeit ist weg, wir haben alle gearbeitet. Aber zack, zack, zack und die Energie ist da. Es ist wirklich alles mit dem zu tun. Denke ich auch, ja. So, ähm, wo geht deine Reise hin? Wo siehst du den Ort schon,
- 30:38Ich plane nicht. Du planst nicht? Ich plane nicht. Ich bin ein mega Schicksalmensch. Wirklich, ich plane nicht. Es kann sein, dass ich nächstes Jahr Vogue Frontpage bin. Du entscheidest. Genau, du entscheidest. Es kann sein, dass ich
- 30:59irgendeinen Typen kennenlernen und in Scotland in einem Castle leben. Es kann alles möglich sein. Weil... Also das Leben ist so kurz. Es ist so kurz. Die Sache, die ich im Kopf habe, wenn ich dich anschaue, und schon immer, wenn ich dich anschaue, ich sehe etwas grosses. Du bist gross. Du bist sehr gross. Aber... Aber ich sehe dich so auf...
- 31:29International TV, irgendetwas. Manchmal habe ich das Gefühl, zu grosse Ziele zu setzen, macht einen unglücklich. Das habe ich in diesen Jahren gemerkt. Weil, mir wurde das auch gesagt, als ich zwölf war. Dass ich in den Talent-
- 31:49Und du hattest immer das Gefühl, dass du etwas verpasst hättest. «Oh, dieses Jahr muss es sein, dieses Jahr muss es sein.» Und dann frisst du dich selber auf, in dem Sinne, «Alla, wer entdeckt mich endlich? Wer sieht endlich mein Licht?» Und ich habe dann gemerkt, «Hey, schau, wir machen jetzt eine ruhige Runde. Okay, talentiert, wir haben es gehört. Okay, ist gut. Aber...»
- 32:17Lass mich mal auf die Schnelle fallen. Lass mich mal brüllen, lachen, probieren und wieder aufstehen. Und darum, wenn ich jetzt würde sagen, ich will das werden und ich will es dann nicht. Der Druck, den du in dir selber machst, finde ich einfach unnötig. Und darum, ich kann alles ziehen, wirklich.
- 32:38Solange es mit Kunst zu tun hat oder in welche Richtung. Genau, es soll einfach zu mir passen, stehen und ich soll mich einfach in dem, was es auch ist, wohlfühlen. Sonst alles andere ist mir wirklich egal. Solange es dich erfüllt, solange du deine Werte vertreten kannst. Genau. So gut. Dann von planlos geht er planlos.
- 33:00Was? Ah, wir haben noch eine Frage. Ja, aber bevor die Frage. Wir wollen dich nicht beeinflussen mit der Frage, die du von einem anderen Gast bekommen hast. Wir haben ein Format. Willst du wissen, wer der Gast ist? Nein. Du hast eine Frage bekommen von einem Gast, der bei uns war. Und du darfst auch unserem nächsten Gast eine Frage stellen. Und auch du wirst nicht wissen, wer der nächste Gast ist. Sondern du wirst vielleicht irgendwann erfahren oder deine Frage hören. Darum darfst du jetzt eine Frage stellen für den nächsten Gast.
- 33:29Darf es einfach etwas mega... Was du willst. Du entscheidest. Es ist deine Kamera. Deine Kamera. Oh, das ist mega schwierig. Super. Meine Frage ist... Bist du befriedigt?
- 33:51Ich liebe, ich liebe, ich würde das so nicht erwarten. Und dann kommen tausend Gedanken von, wie meinen sie jetzt, sexuell, kulinarisch, sonst. Aber es gibt keine bessere Frage, die wir uns stellen können.
- 34:13Bist du denn befriedigt, wenn ich so frächt sein darf? Ich bin glücklich, aber noch nicht 100% befriedigt. Ich habe Momente, in denen ich sehr befriedigt bin. Also mit befriedigt erfüllt? Nein, alles. Das ist von Bett bis...
- 34:29Ich arbeite von der Strasse bis unter der Dusche, was auch immer. Vom Spiegel bis überall. Ich bin meistens schon... Ja, ja, doch, doch. Also ich bin glücklich, aber noch nicht befriedigt. Aber das ist eben das. Das ist jetzt das Leben, sonst würde es gar nicht Spass machen. Es ist eine Antriebung. Ja genau, ich kann ja nicht sagen, jetzt kann ich... Ich biss. Nein. Schon lange nicht, sogar. Ja, aber das ist okay. It's okay.
- 34:57Jetzt würde mich die Frage wundern. Nein, gerade zu dem. Das ist gerade noch passend. Er hat gefragt, sie hat gefragt, er ist auch in seinem Haus. Ich schätze, mein Gott, als wärst du. Was macht dich glücklich und erfüllt im Leben oder eben den Weg dorthin? Hast du es verstanden? Ich muss noch deine Frage aufschreiben. Was macht mich glücklich? Was macht dich glücklich? Mich macht glücklich? Wisst ihr, was mich glücklich macht?
- 35:28Einen schönen, grossen, blonden Mann. Das macht mich glücklich. Mich macht glücklich, mit der besten Kollegin ein Gläschen Wein zu trinken und Lachen, Brüllen, Musik zu hören. Mich macht glücklich...
- 35:44Mit der Familie sein. Mich macht sehr glücklich, wenn ich auf meinem Vater... Heute noch, ich bin 35. Wenn ich auf dem Schoss liege und er mich massiert mit den Händen. Das macht mich glücklich. Mich macht glücklich, wenn meine Mutter seinen Psychologen spielen. Mich macht glücklich... ...schminken.
- 36:09Und... Und Pink macht mich glücklich. Auf diesen Fall bin ich glücklich. Jaaa, du hast mich gelesen! Ich habe es gespürt. Ja, und Pink macht mich glücklich. Und ich einfach so in schwarz. Aber wir gehen gut. Ich ziehe beide die Hände aus, btw. Und was machst du dann, wenn es dir nicht so gut geht? Wie peppelst du dich auf? Was ist deine Methode? Gangbang Party. Nein, stopp! Wtf?
- 36:31Erkennst du das bei deiner Mutter, die ein Gangbang ist? Nein, nicht. Das ist ja dann privat. Was peppt mich auf? Ich habe eine Cousine in Türkei. Mit ihr reden. Das peppt mich auf. Und ähm...
- 36:54Das ist mega lustig. Kennt ihr die Nanny? Ja! Die Serie von der Nanny macht mich so flausch. Ist das eine Fansendung? Ja, Nanny Fine. Mr. Chef hier! Viele denken, dass ich der auch gleiche, die türkische Formatur. Das macht mich glücklich. Also so Sachen, die ich alleine für mich habe...
- 37:20Das Regenerieren ist bei mir immer, wenn ich für mich bin. Also ich muss vier Wände, ich muss bei mir sein, mit mir sein. Ja. Und Friend-Finder. So geil. Du entscheidest, oder? Noch meine letzte Frage. Was würdest du jetzt sagen, was ist die krasseste Entscheidung, die du getroffen hast?
- 37:46Ich habe mich in einem Tag entschieden, wieder zurück in die Schweiz zu kommen und das alleine. Und ein One-Way-Ticket gekauft, bevor ich es meinen Eltern gesagt habe. Wow. Das ist mein grösstes Entscheid. Sind deine Eltern in der Türkei? In der Türkei, ja. Die wohnen in Istanbul, meine Schwester ist in London und ich bin hier in der Schweiz. Ah, sind ihr die Zweiten? Wir sind die Zweiten, genau. Und das war die grösste Entscheidung. Ich habe als Modedesigner gearbeitet, wie gesagt, und habe Übersetzungswissenschaft studiert, by the way. Oh, really? Ich habe vorne...
- 38:14Englisch? Englisch, Deutsch, Türkisch. Das Englische, du hast ein paar Wörter und es ist so klar. Illusional. Thank you. Ja, das Schweizerische, das Englische. Ja, und ähm, wo waren wir? Grösste Entscheidung. Genau. Beste. Beste.
- 38:36In den ersten drei Jahren dachte ich nicht, dass es die beste Entscheidung war, weil ich des Todes gelitten habe. Aber das war meine grösste Entscheidung. Weil wenn ich mich dort nicht getraut hätte, wäre ich jetzt nicht mit euch am Zetal am Sitzen. Ja, das wäre sehr schade. Ich wäre schmude, das wäre sehr schade. Ja, vielleicht. Nein, aber was wäre es? Nein, aber... Was wäre es? Aber das ist meine grösste Entscheidung. Ich habe es nicht einmal meinen Eltern gesagt, Leute. Wie alt warst du?
- 39:06Ähm, 2020? 2021, so. Hast du wahrscheinlich noch bei ihnen gewohnt? Ja genau, Dezember, 23. Dezember, ein One-Way-Ticket habe ich gekauft. Und mit der Karte meines Kollegen, ich kann mich ganz gut erinnern, im Geschäft, während ich noch Skizzen machen war, habe ich gesagt, ich gehe rein.
- 39:29Als du in die Schweiz kamst, was ist passiert? Hast du einen Job gehabt? Nein, meine Tante war da. Dann bin ich zurückgekommen, habe vier Monate bei ihr gelebt. Ich habe ihr gesagt, es sei ein Schicksal. Dann bin ich durch ein Modengeschäft von dort, das mit Luzern zu tun hat, auf einmal in Kontakt gekommen. Sie wollten mit mir arbeiten.
- 39:49in der Altstadt Luzern-Smiths bekommen, weil er der Grossvater war. Also Schicksal, Leute! Leute, Schicksal! Ob wir es glauben oder nicht glauben, es ist einfach so. Wenn es sein muss, dann muss es sein. Punkt. Aber es ist krass, jetzt haben wir hier die Intuition und den Kopf, oder?
- 40:07Und vor allem, du bist sehr intuitiv, sprich du lässt es einfach auf dich zukommen. Das heisst, du musst für das ja sehr deinen Kopf ausschalten, um nicht zu planen. Auch wenn ich ankomme, wo, wie, wann, was soll man hin? Weisst du, das Leben findet mich, der Weg findet mich. Einfach... Wobei, planen tun wir ja sowieso. Also die Schweiz lässt das leider nicht so, Ladies and Gents. Planen tun wir natürlich.
- 40:29Ich kann auch nicht ohne planen. Letzte Woche war ich in Welschen. Keine Ahnung, Lausanne, Genf, da dort. Und ich plane ja, aber... Chillen. Einfach mal ein wenig... Balance. Ja, man hat es oben runter bekommen. Nicht alles zu ernst nehmen.
- 40:52Ja, eben. All die Sachen, die du dir denkst, oh mein Gott, oh mein Gott, oh mein Gott, vor zwei Tagen. Schon vor zwei Tagen. Ich denke nicht einmal von Jahren. Schon vor zwei Tagen. Und jetzt sind wir am Lachen und sind glücklich. Also, weisst du, ich meine, so... Mir ist gerade von einer Frage noch ein Sinn gekommen. Ich muss unbedingt die Frage stellen. Aron, hast du sonst auch noch eine Frage? Ich wollte gerade irgendwie die titzigste, die ich habe. Nein, ganz wichtig. Und zwar, ich schaue dich an und es ist alles so...
- 41:20Top, okay. Thank you. Also, wie lange bis morgen? Wow, wow. Also, ich habe jetzt halbe Augenbrauen. Was hast du? Halbe Augenbrauen. Ich rasiere sie und zeichne sie. Ah, Augenbrauen. Halbe Augenbrauen. Okay. Okay, okay. Nein, ja.
- 41:37Genau, deshalb sind sie so edgy. Bevor ich das hatte, waren es 20 Minuten, jetzt sind es 25 Minuten. Also ich könnte im Bett sein, I swear, und ich lüge nicht, ich mache das wirklich nicht gerne.
- 41:55Du kannst mich anrufen und sagen, Ortschen, wir gehen raus, mach dich bereit. 25 Minuten. Okay, 28. Wenn du weisst, was anrufen geht. Genau. Also schuhe ich in drei Minuten. Ja, genau. Oder die Auswahl. Hey, hallo, siehst du dich? Nein, genau. In 25 Minuten bin ich ready. Wow. Ich habe viel mehr gedacht.
- 42:16Wirklich? Ja, ich habe auch. Aha, nein, nein, nein. Frag ihn mal, wie lange er... Männer sind schlimmer, letztens. Also Männer, also ich habe... Ja, sie sind schlimmer. Wie lange hast du... Kevin, erzähl du mal ein bisschen. Ich habe nicht lange. Ich bin... 45 Minuten. Also warte, ich hatte viel länger. Seit ich meine Haare nicht mehr hinter den Föhnen föhne,
- 42:40Bin ich mega schnell. Okay. Bin ich mega schnell. Okay. Ist okay. Ist okay. Ja. Ich bin jetzt so schön und natürlich wie Sie. Weisst du, ich brauche schon ein bisschen Zeit. Hey, calm down. Nein. Ja. Danke. Ja, 25 Minuten bin ich ready. Mhm. Mega schön. Schappu. Cool. Thank you. Hey, awesome. Manchmal vergiss ich sogar, was für eine Farbe, Leachate ich drauf habe. Also ich mache es so schnell. Ja. Also ich vergiss das sogar. Ja, okay.
- 43:06Wann vergisst du das? Weil ich mich so schnell vorbereite. Am Morgen gehe ich raus und dann so «Wie habe ich mich geschminkt?» Darum 25 Minuten. Es geht so schnell, dass ich nicht mehr selbst weiss, was ich da drüber mache. Es ist alles Automation. Okay, thank you, my dear. Hey, ich glaube, wir kommen langsam zum Schluss. Obwohl ich dich am liebsten fragen würde, «Wolltest du meinen neuen besten Kollegen sein?» Oh, yes!
- 43:29Die Energie ist so geil. Was ist deine Message gegen aussen? Was möchtest du den Leuten aussen sagen? Hast du ein besonderes Anliegen? Eine wertvolle Lebenserfahrung? Irgendetwas, das du mitgeben möchtest? Pick your time.
- 43:48Take your time and it's your camera. Don't take it too serious. Wäre, glaube ich, das, was ich sagen würde. Also, don't take it too serious. Weil alles kommt und geht. Nichts ist forever. So ein bisschen der Klischee halt vielleicht, aber würde ich Sachen wirklich nicht allzu ernst nehmen. Das wäre meine Message, ja. Ja. Ja.
- 44:14Vielen lieben Dank. Danke auch. Ein Applaus für euch. Und für Marlon. Applaus für euch alle. Und für Marlon. Vielen lieben Dank.
- 44:29Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, an deinem Feierabend, deinem wohlverdienten Feierabend, auf Alisäle zu fahren und mit uns einen Podcast zu machen. Es war mir eine grosse Ehre, dich zu haben. Es ist für uns wirklich ein grosser Geschenk. Vielen lieben Dank.
- 44:46Ich wünsche euch nur das Beste, viel Erfolg. Violette liebe ich, es wird Glück bringen. Wow, toi toi toi. Danke vielmals. Ich hoffe, dass ihr bald wieder zum richtigen Zeitpunkt kommt.
- 45:01Genau, so ist es. Und als Abschluss, danke vielmals, habt ihr auch eingeschaltet bei «Du entscheidest» deinem Podcast für Erfolg, Business und persönliche Weiterentwicklung. Ganz wichtig, sie hat noch etwas zu sagen, und zwar... Liken, subscriben, weiterleiten, sharen, abladen... Nein, Spaß. Geniesst unseren Content und erzählt den Leuten, falls ihr ihn cool gefunden habt und supportet uns mit irgendeinem Like oder sonst etwas. Es ist nämlich nur... Es ist ein kleiner Knopf.
- 45:29Für uns kann das sehr viel ausmachen. Wir lieben, was wir machen. Wie ist das gegangen? Ein kleiner Schritt für euch und ein riesen für die Menschen. Ja, hier der Asphalt. Alles Gute. Ciao zusammen. Hey, Orch und Socken. Vielen Dank.