Latest / UnternehmerTUM Backstage - Geschichten aus dem Innovationsökosystem / Ein Blick hinter die Kulissen – mit Christian Mohr & Hans-Jürgen Jakobs
Transcript
- speaker-0: Willkommen bei Unternehmertum Wächsdeutschland. Hier sprechen wir mit Menschen hinter den Innovationen. Gründerinnen und Gründern, Forschenden, Macherinnen und Entscheidern aus dem Unternehmertum Ökosystem. Wir teilen Einblicke, Erfahrungen und Geschichten aus Start-ups, neuen Technologien und natürlich dem Unternehmertum. Los geht's! Schön, dass ihr dabei seid. speaker-1: ...Page. speaker-0: Lieber Christian, wir sind jetzt ja schon in der dritten Staffel unseres Podcastes. Es gab etliche Anfragen, warum wir denn den Namen geändert haben. waren ja erst, filmierten wir schlaflose Nächte und jetzt nennen wir das ganze Unternehmen Backstage. Ich glaube, das müssen wir ein bisschen heute in dieser Sonderausgabe begründen. speaker-1: ist eine gute Frage. Erst mal, Dirk, schön, dass es weitergeht in uns beiden. Die ersten beiden Folgen waren ja schon sehr erfolgreich. speaker-0: Ich hab mich auch super dran gewöhnt und das stimuliert immer und inspiriert. speaker-1: Die Frage ist berechtigt tatsächlich. Wir haben uns ja auch in den ersten beiden Folgen ja sehr intensiv mit Familienunternehmern und Unternehmerinnen beschäftigt ja auch und was die Person ja auch umtreibt persönlich, was in schlaflose Nächte bereitet. ich glaube, was wir alle gemerkt haben, dass wir noch mehr über die Chancen sprechen müssen, noch mehr über die Geschichten dahinter sprechen sollten, die auch uns umtreiben, die Unternehmertum umtreiben. die am Ende des Tages auch dafür verantwortlich sind, dass Innovation entsteht ... ... und damit eben auch Souveränität für den Standort entsteht. Und deswegen haben wir uns dazu entschieden, ... den Namen auch zu ändern auf Unternehmen zum Backstage. Warum Backstage? Eben Blick hinter den Kulissen unseres Ökosystems und der wirklichen Innovationsgeschichten und Menschen dahinter. speaker-0: Ja, so eine Problemanalyse gehört ja dazu. Schlaflose Nächte, Probleme machen schlaflose Nächte. Und damit ist natürlich auch einbezogen, dass man nach Lösungen sucht. Aber im Titel kann man natürlich auch den Akzent verschieben und man setzt Prioritäten. Und ich glaube, jetzt betonen wir mehr die Gestaltungsmöglichkeiten, aber sparen natürlich die Krisen oder die Probleme nicht aus. Und wir haben ja in unseren Gesprächen auch immer wieder nach vorne gefragt, wie ist die Zukunft, was haben unsere Gäste vor, was sind ihre Ideen. Ich erinnere mich an ganz tolle Gespräche, die wir hatten. speaker-1: Ich glaube, wir hatten ja den Recap dann ja auch gemacht im vorfälligsten Gespräch und man vergisst ja ab und zu welche tollen Gäste man hatte eben auch und ein paar Namen genannt. Mein Bernard Simon von Dax haben natürlich sehr beeindruckend, wie er so einen globalen Hittencampion und in dem Fall Player ja auch führt eben auch am Markt in der Logistikbranche, weltweit mittlerweile auch sehr, sehr sichtbar, aber dann auch auf der anderen Seite sehr erfolgreiche Gründer eben mit dem Johan Engern von Flix, der glaube ich sehr eindrucksvoll uns auch erklärt hat. wie die Gründungsidee entstanden ist, wie man sich dann auch als Team gefunden hat, die erste große Investition mit dem Drucker getätigt hat eben auch. Genau. speaker-0: oder Bonita Krupp, jetzt das Erbeantritt von Wolfgang Krupp, der dann danach noch einmal in die Schlagzeilen kam. Das war auch ein sehr interessantes Gespräch. Verena Pauster natürlich, Stefan Fuchs, Thomas Saueressig von SAP. speaker-1: Also gerade die Bandbreite, ich, die du auch selber mit aufzählst, war, glaube schon beeindruckend, ⁓ auch zu sehen, wie breit auch Unternehmertum sein kann. Und ich glaube, das ist auch genau der Anlass gewesen, zu lass uns doch auch dieses Format eben entsprechend noch mal weiterentwickeln. Das ist auch Teil von Unternehmertum, das Ganze weiterzuentwickeln und damit eben auch mehr hinter die Kulissen zu blicken. Sei es Gründerinnen, Gründer, sei es aber auch entsprechend Unternehmer und Unternehmer, ob im Familiensystem, im Unternehmen. oder auch erfolgreiche Persönlichkeiten. Ich glaube, was du auch beschrieben hast, auch alle Zahlen auf den Erfolg ein am Ende des Tages. Aber ein Punkt ist, auch wichtig. Wir sind ja nicht naiv unterwegs. Ich glaube, wir schauen uns sehr genau die harten Fakten an, auch mit unseren Gästen zukünftig. Aber genauso wichtig dann zu schauen, wohleren Dingen denn die Chancen auch am Ende des Tages. speaker-0: Wir hatten ja auch einen Gast wie Oliver Bierhoff, der sich in seiner Karriere mehrmals gewandelt hat, würden sagen neu erfunden hat. Der erfolgreiche Fußballspieler, der Fußballprofi, der dann Teammanager wurde, hier auch große Erfolge hatte und jetzt im Finanzbereich gelandet ist als Parater. Das war auch sehr eindrucksvoll, dass mit dem Ende einer Karriere vielleicht auch eine neue Karriere beginnt und man den Mut haben muss. neue Wege zu gehen und nochmal neue Herausforderungen zu suchen. speaker-1: Ja, das war für mich ein tolles Beispiel. Dahingehend auch, glaube ich, wir beide auch im Gespräch gemerkt eben, wie schwierig das, glaube ich, auch ist, sich da neu zu erfinden auch. Also gerade, wenn man so erfolgreich war. Und dann aber trotzdem eben, wie wir auch da gehört haben auch von Oliver, eben die zweite, sogar dritte Karriere eben sehr erfolgreich gestaltet. Und sollte auch Motivation für Menschen da draußen sein, auch nicht immer nur auf die eine Karriere zu blicken, sondern auch zu schauen, was sind denn die Möglichkeiten nach außen. Und das macht es ja so spannend. Und ich glaube, die Zeiten sind turbulent genug. Darüber werden wir jetzt auch dann sprechen mit anderen Gästen in der Zukunft. Aber am Ende des Tages geht es ja darum, wie können wir diese turbulenten Zeiten auch in Chancen ⁓ Münzen. Und ich glaube, dafür stehen wir wie kein anderer in der deutschen Wirtschaft aktuell. speaker-0: Unternehmertum Backstage, dieser Titel hat natürlich auch einen schönen Doppelsinn. Den einen hast du jetzt genannt, das ist das Ökosystem von Unternehmertum, dem größten Innovations- und Gründerzentrum Europas, alles was hier in München passiert, die Förderung von Start-ups, die Kooperation mit Firmen, das ist praktisch aktive Standorthilfe und ganz wichtig und da hinein zu leuchten. ist sicherlich auch ein wichtiger Aspekt. Aber man muss natürlich Unternehmertum auch in einem höheren Sinne generell verstehen. Das ist etwas Unternehmertum, Unternehmergeist, unternehmerisches Denken, was glaube ich der Wirtschaftsstandort Deutschland generell braucht und in einer viel größeren Dosis als bisher. Und wenn wir da auch Beiträge leisten können und Ideen entwickeln, hätten wir auch in dem Podcast etwas gewonnen aus meiner Sicht. speaker-1: bin da zuversichtlich, weil wir hatten da schon tolle Beispiele in ersten beiden Staffeln von bekannten Persönlichkeiten zu eben auch vielleicht mal ein paar Hidden Champions dahinter. Ich erinnere mich noch an ein Gespräch mit dem Alexander Wottrich von Truma, klassische Hidden Champion, der jetzt nicht als Unternehmen so bekannt ist. Aber wenn man sich da mal genau beschäftigt, glaube ich, ist sehr, viel bekannt an Thema ist, eben auch im Karawandgebereich, Campingbereich. Und ich teile die Meinung von dir, ich glaube, wir sollten ... Unternehmer tun per se wieder anders belegen auch in der Wahrnehmung und die Chancen herauskehren, die ich eben habe, wenn ich unternehmerische Sachen gestalten kann und damit auch wirklich Sachen voranschieben kann auch am Ende des Tages. Deswegen ist der Name doppeldeutig, das stimmt. Ist auch so schön daran, man kann ihn interpretieren, aber ich glaube im Fokus steht immer, wie kann ich mit unternehmerischem Handeln Innovationen für morgen gestalten, für den Standort und damit auch für die Souveränität. speaker-0: Und man muss natürlich auch sehen, der alte Satz von Karl Schiller, dem früheren Wirtschafts- und Finanzminister aus den 70er Jahren, gilt ja immer noch, so viel Markt wie möglich, so viel Staat wie nötig. Und dieses Verhältnis Staat und Markt, Unternehmertum, freies Unternehmertum, das muss natürlich immer neu auch definiert werden und besprochen werden. Das ist die Folge. der geopolitischen Auseinandersetzung des veränderten Klimas. Wir haben es hier mit Wettbewerbern zu tun, USA und China vorneweg, die beiden größten Volkswirtschaften, die ein ganz anderes Verhältnis haben zum Einsatz des Staates, der dort bewusst über gewisse Investitionslenkungen oder Subventionen und Förderungen hilft, dass hier Wachstum entsteht. Und damit muss man sich, glaube ich, auseinandersetzen. Also die neue Ordnungspolitik ist zum Teil auch Industriepolitik. Der Staat muss selbst unternehmerischer denken, aber darf nicht Unternehmer sein, das wäre das Schlimmste. Aber er muss sozusagen als Co-Agent des freien Unternehmertums, gerade auch was die Entwicklung von Start-ups angeht, muss er selbst aktiv sein, damit wir diesen Wettbewerb wirklich auch aufnehmen können. speaker-1: der Geoökonomie seit Neuestem. Der ganz gut das Thema beschreibt, man auch zwischen Geopolitik und eben neuer Wirtschaftsgestaltung und was wir auch oder was ich auch merke ist, dass das Thema mehr Präsenz bekommt und damit aber auch wieder ⁓ die Chancen für Unternehmertum bestehend Innovation, wie man eben Innovation strategischer auch gestalten kann, ⁓ eben halt aus geoeconomischer Sicht resilienter zu werden, strategischer zu werden, unabhängiger zu werden. Und ich glaube, die Messlatte ist relativ hoch gesetzt. Du hast gerade mit China und USA zwei Länder genannt, ... die, glaube ich, da ihren eigenen Stil gehen, ... ... ihre eigene Strategie fahren auch. Die Frage ist ja dann auch für uns, auch mit den Gästen, ... ist es der Vergleichsmaßstab, was die Größe angeht ... oder auch den Inhalt und oder auch das Vorgehen. Ich glaube, da wird es verschiedene Meinungen geben. Ich bin darauf gespannt, das auch zu diskutieren ... mit den Unternehmerinnen und Unternehmern, ... die uns da mit Sicherheit spannende Einblicke geben werden. speaker-0: Ja, moderne Unternehmenspolitik aus meiner Sicht besteht vor allen Dingen darin, De-Risking zu betreiben, also geopolitische Abhängigkeiten zu minimieren von Lieferanten, auch von Absatzmärkten. Das betrifft auch generell den Standort. Da muss die Politik dabei helfen und Souveränität entwickeln, das unabhängig von solchen äußeren Kräften Deutschland und Europa handlungsfähig ist. Denn es kann nicht sein, dass wenn irgendjemand in Peking oder in Washington beschließt, wir stoppen Zufuhr und irgendetwas ist nicht mehr möglich, dass dann die Wirtschaft zusammenbricht. Das kann nicht sein. Das muss immer ein Notbetrieb ohne die anderen möglich sein. Und diese Souveränität, die braucht man. Und da, glaube ich, sind Start-ups und junge Unternehmen ein ganz, ganz wichtiges Vehikel. speaker-1: Und ich bin gespannt, wie wir diese Fragen auch geschickt ... in unsere Gespräche bekommen, die ja nicht einfach sind. Natürlich viele unserer Gäste auch im Ausland tätig sind ... ... als Unternehmer, als Familien, als Gestalter. Und wahrscheinlich gibt es da keine schwarz-weiß Antwort drauf, ... ... sondern eher eine gute Graulösung. Und ich Mich interessiert tatsächlich, wie man damit umgeht als Unternehmer, Unternehmerin am Ende des Tages, weil ich glaube, die Fakten sind da. Die Fakten sind erlebbar, eben auch mittlerweile in dem Handeln der Person, die du beschrieben hast. Und die Frage ist ja, unternehmerisch gesehen, nicht wie reagiere ich darauf, sondern wie agiere ich nach vorne weg? Also wie nutze ich die Chancen? Wie gestalte ich das Ganze auch? Und das interessiert mich bei unseren Gästen. Wie du beschrieben hast, gar nicht den Notfallbetrieb, sondern glaube vielmehr, wie schaut unser Betrieb reloaded aus, unser Neubetrieb aus, unser eigener Betrieb aus. Ich glaube, wir müssen viel mehr in dieses, was unser eigener Anspruch auch für das Thema auch mehr gestalten. Und dazu braucht es eben auch alle Parteien, alle Stakeholder aus dem Ökosystem, sei es eben Startups, junge Talente, Unternehmerinnen und Unternehmer mit ihren Netzwerken, Investoreninnen und Investoren, aber auch die Politik. Deswegen, ich würde die Frage auch offen lassen, auf wie wir auch mit der Politik mal hier beschäftigen im Podcast. speaker-0: Wirtschaftspolitik, Start-up-Politik kann natürlich ein Thema sein. speaker-1: Wir hatten ja schon einen kleinen Einblick durch eine Verena Pauster, vielleicht auch einen zweiten kleinen Einblick irgendwann durch den Gründer der Unternehmertum. Aber mit Sicherheit spielt das eine Rolle und wir sollten die auch nicht außer Acht lassen, weil ansonsten das Standard-Wekum, wie es beschrieben hat, gar nicht funktionieren kann. speaker-0: weiß ja nie, wo das genau angesiedelt ist, das Thema Start-up. Es gibt ja drei Ministerien, die sich dafür zuständig fühlen. Ja, das Digitalministerium, das Wirtschaftsministerium, das Raumfahrt-Technologie-Forschungsministerium. Das ist auch immer eine Frage, wer macht da gerade was? speaker-1: Herr Ketzel schon sagen, es wäre ja gut, wenn es Chefsache wäre. In dem Fall ist es akkreditiv Sache. Wahrscheinlich auch noch Optimierungsbedarf auf der Ebene. Aber wie gesagt, wir können dazu beitragen, die Themen aufmerksam zu machen, damit vielleicht auch den Anschub zu geben, das Anspitzen, dass sich dann doch die Themen anders sortieren und damit auch unsere Rolle finden. speaker-0: Der Kanzler hat andere Themen, andere Probleme, aber es wäre hilfreich, wenn er auch einmal die großartigen Chancen, in unserer wirklich reichen, vielfältigen Start-up-Landschaft beruhen, wenn er das auch einmal thematisieren würde. speaker-1: Wir können einfach mal einladen hier ins Menü im CoLab. Vielleicht kommt er ja. Genau. Wir schon wieder einen Auftrag für uns hier. Sehr gut. speaker-0: Mach das doch mal! Auszuschließen ist es ja nicht. Okay, dann freuen wir uns. Vielleicht kommen wir sogar zum Podcast der Weise. speaker-1: Pinkpink. Vielen Dank, JJ. Ich freue mich. Und jetzt geht's los mit den neuen Folgen. speaker-0: Danke Christoph. Dieser Podcast ist eine Produktion der Unternehmertum. Lasst uns gerne ein Like da und abonniert den Kanal, ⁓ keine weitere Folge zu speaker-1: zu verpassen.