Latest / Spirit Mind Energy – Dein Universum für moderne Spiritualität | Gespräche mit Petra Baum / 005 Die Geschichte der Orakel-Karten - Folge 1: Lenormand, Kipper & Co | mit Robert Seidel
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- Petra: Und sag mal, war das dann nur bei Lenormorso oder auch bei den anderen Oracle-Karten? Hallo zusammen, ich freue mich sehr, heute Robert Seidel hier begrüßen zu dürfen. Robert ist seit gut 20 Jahren Mitglied und geprüfter Berater im TauO e.V. und seine Schwerpunkte liegen unter anderem auf der TauO Geschichte sowie der differenzierten Deutung unterschiedlicher Kartendecks. Und genau zu diesem Thema starten wir beide heute gemeinsam eine Serie. Wir widmen uns der Geschichte der Wahrsagekarten und auch welche Rolle sie davor im Robert Seidel: Ja, also das Spiel der Hoffnung, ich habe ja gerade schon gezeigt, dieser Anker hier, das Ende des Spiels, wer hier drauf kommt. Wir sehen natürlich jetzt, sehen hier in Le Nomment Spiel den Anker, wie wir ihn meistens kennen. Halten wir die Karten mal zusammen, sehen wir, da ist ein Größenunterschied, ich so sieht man es am besten. Also zum Kartenlegen direkt würde ich wirklich diese kleine Größe bevorzugen. Wir passen ja gar nicht auf den Tisch, die 36 Karten, die so groß sind zum Petra: Ja. Sinne gespielt haben. Wir werden uns mit Lénaumont, mit Vera Simila, Italiana und Kipperkarten beschäftigen, was sie verbindet und was sie unterscheidet. Und damit übergebe ich schon an dich, lieber Robert, nochmals herzlich willkommen. Robert Seidel: zum Karten liegen. Aber wir haben das Motiv des Ankers hier 1799 im Spiel der Hoffnung beziehungsweise im L'Hommage Spiel, dem Véra Sibylde, Deck aus Italien stammend haben wir genau das gleiche Motiv mit einer Madame die am Meer sitzt daneben. Auch wieder das Meer Motiv, das Wasser Motiv und es heißt auch hier was steht drauf? Speranza, die Hoffnung. Ja auch vielen Dank, liebe Petra, die schöne Einleitung. Du hast mich sehr nett vorgestellt und auch guten Tag an alle Zuhörer und Zuschauer, die dieses Video dann sehen werden. wir werden uns heute mit den Oracle-Karten beschäftigen, ein bisschen in die Geschichte reingucken. Ja, also nicht nur Erwartung, sondern auch Hoffnung. Und genau das. Petra: Also auch hier die Endkarte als Spiel der Hoffnung sozusagen. Robert Seidel: und müssen uns dann auch mal überlegen, was eigentlich Orakelkarten genau sind. Weil die meisten werden wahrscheinlich eher Tarot, auch im Hinterkopf haben und denken dann an Großarkane und an die 78 Karten und an Tarotberatung und so weiter. Was ist denn denn genau, was sind Orakelkarten? Wenn wir uns heute mal umgucken auf dem Markt, sei es Amazon oder sonst, wo im Internet finden wir eine ganze Reihe von Orakelkarten. Ja genau, aber hier ist es dann die Herz 8, die erscheint. Wenn er sie will, das anders aufgebaut. Da können wir gleich noch zu darauf zu sprechen kommen. Und hier bei den Kipperkarten, ich habe mal hier das Original Kipper Deck genommen, neben den vielen anderen Decks auf dem Markt sind. Auch hier haben wir den Anker, das Meer und es steht drauf die Hoffnung großes Wasser. Und wir sehen genau, das ist eigentlich etwas, was aus dem Spiel der Hoffnung rein ragt in die anderen Decks. Petra: Okay. Robert Seidel: haben dieses Motiv natürlich auch bei den Zwegoiner Karten, meine mich hier erinnere, aber ein bekanntes Motiv. Ich habe hier gerade nochmal die Karte rausgesucht aus dem Minchiate Deck. Auch hier haben wir das Schiff natürlich, auch wieder das Wasser, nicht den Anker, aber die Motive sind gar nicht so unterschiedlich. Was ich jetzt interessant finde, wollte ich noch erwähnen und das ist auch ein Unterschied der jenomont bezogenen, basierten Decks. Zum Beispiel die Engliskarten fallen darunter und dann sehr viele auch mit künstlicher Intelligenz erstellten Karten. Ich als Tarotberater und Kartenbegeisterter kann nur sagen, manchmal ist es mir fast zu viel, was ich da sehe an Angeboten, auch an Neuerscheinungen. Ich persönlich bevorzuge eigentlich die eher alten Decks, die auch ein gewisses... Petra: Aber das Schöne ist ja, das Interesse scheint da zu sein. Deswegen wird der Markt immer größer, finde ich prinzipiell ja gut. Und wir schlagen jetzt einmal den Bogen zurück und sagen, wo kommt es eigentlich her? Weil ich könnte mir vorstellen, dass viele, heute eine neue Erscheinung kaufen als Orakelkarten, verständlicherweise sich mit der Geschichte gar nicht mehr beschäftigt haben, sondern sie heute als das nehmen, was sie sind. Und wir gehen jetzt nochmal wirklich an die Anfänge und sagen, wo kommt es denn her und was war eigentlich davor? Robert Seidel: im Gegensatz zu Kipperkarten oder Zigeunerkarten oder sonst was. Herr Echtel hat bewusst die Spielkartensymbole hier in deutscher Spielfarben und in französischen Spielfarben aufgedruckt und er gibt in seinem Handbuch zu diesem Deck an, dass man auch jedes beliebige Kartenspiel damit spielen kann als Gesellschaftsspiel und dementsprechend auch einige Karten herausnehmen kann, wenn man mit weniger Karten spielen möchte. Ja, genau. Petra: Vielleicht können wir da das Interesse wecken, beides wieder miteinander zu verbinden. Robert Seidel: Das ist der erste Teil, das ist der Spielteil des Ur-Lenormands des Spiels der Hoffnung. Hechtel gibt in seinem Büchlein aber auch noch an, dass diese Karten auch zum Wahrsagen verwendet werden können. Dann schlägt er vor, die Karten in 4 x 8 plus 4 Karten auf dem Tisch auszubreiten, auszulegen. Und das ist genau die Legung, die wir auch heute noch bei den bei der großen Tafel des Lenormands decks verwenden. Ich möchte noch kurz hinzufügen, ältere Karten, die auch immer noch im Gebrauch sind, auch einen großen Erfahrungsschatz, den sie mitbringen durch diejenigen, die die Karten legen und auch das dann andere weiterleiten. Das ist bei den neuen Decks manchmal so bisschen fragwürdig, werden sich die Decks durchsetzen oder nicht, wenn ein neues auf den Markt kommt. Wenn wir mal ans Orakel an für sich ran machen. denkt natürlich an das Orakel von Delphi, Ampythia und alles Mögliche. wurde eigentlich in fast allen Kulturen schon immer orakelt. Man spricht auch gerne von Divination oder Einsicht in die göttliche Welt. will die Götterwelt uns mitteilen durch Befragungen? Wir merken immer, wir haben Befragungen, die fallen nicht vom Himmel, Karten und diese Orakel. Wir müssen eine Frage stellen. die der Urheber dieses Decks der Herr Hechtel angegeben hat. Legung. Wenn ich mal rüber gehe zum Kipper Deck. Im Kipper Deck legen wir ja eigentlich vier mal neun Karten auf den Tisch ohne die vier extra Karten unten. Das ist eine andere Art mit der großen Tafel zu arbeiten. Die Original Anleitung hat uns eigentlich Herr Hechtel gegeben in seinem Buch und ist auch ganz praktisch diese Art mit den Enormarkarten zu arbeiten. wir jetzt von Delphi weitergehen in die Geschichte sehen wir, dass es auch schon im Mittelalter und auch schon früher eine gewisse Losbücher gab. Ein Losbuch. Das ist ein Losbuch. Das sind bestimmte Texte oder Abbildungen, die per Zufall entweder gezogen werden oder in ein Buch aufgeschlagen werden oder auch durch Würfeln aufgerufen werden. Man würfelt zum Beispiel eine Sieben oder irgendwas. Petra: Okay. Robert Seidel: Ein weiterer Hinweis erscheint auch noch in unserem Handbuch, den finde ich zum Kartenlegen, zum Wahrsagen, je nachdem, wir es bezeichnen wollen, interessant. Er spricht von den Karten 28 und 29, das sind die Hauptpersonenkarten, die Dame und der Herr. Wenn man denn damit wahrsagen möchte, soll man doch diese Karte als Anfangspunkt nehmen und nach vorne und nach hinten, oben und unten gucken, welche Karten dort liegen. und schlägt dann nach eine 3 und eine 4 und kann dann die beiden Zahlen zusammensetzen und sich dann den entsprechenden Text heraussuchen aus dem Losbuch. Und wenn man diese Losbücher mal sieht, merkt man, auch schon dort ungefähr im 14. Jahrhundert, also noch bevor die Tarotkarten angefangen haben, dass wir dort Abbildungen haben, die wir auch von den Tarotkarten einfach kennen. Zum Beispiel die Fortuna, beziehungsweise das Schicksalsrad ist ein sehr beliebtes Motiv. Und das machen wir eigentlich immer noch heute beim Legen des Lénon Platz. Wir fangen mit der Hauptpersonkarte an und gucken, wo liegt sie. Natürlich mischen wir die Karten zum Wahrsagen, auf welchem Hausplatz liegt sie und so weiter und so fort. Petra: Damit hast du aber jetzt auch was ganz Spannendes angesprochen, der Hausplatz, weil du hast ja sozusagen zwei Ebenen beim Lennon-Morgen. Robert Seidel: Ich habe beim Linomon nicht nur zwei Ebenen, ich habe eine ganze Fülle an Ebenen. meine, ist der Grund warum ich persönlich jetzt das Linomon Deck entweder als blaue Eule oder als Deck auch mit Spielkartenfiguren nehme. Also hier jetzt einmal, was habe ich hier, das Kind habe ich jetzt hier, ist eben, dass ich die große Tafel habe, 36 Hausplätze, zum Beispiel der Platz 1 ist der Hausplatz des Reiters. Ist die Frage, gehört dieses Motiv wirklich in die Orakelwelt oder ist es nicht einfach ein kulturelles Symbol, das Rad des Lebens, das sich dreht und nicht gewiss ist, wo das Rad sich hin dreht, wie weit es dreht, sind wir oben, sind wir unten, sterben wir, werden wir neu geboren, wie auch immer. Das sind die Losbücher. Jetzt sehen wir in der Geschichte, im 14. Jahrhundert die ersten Tarotkarten aufkommen. Eiskartenspiele sind beliebt. sind wahrscheinlich aus dem fernen Osten sogar zu uns gelangt über einen weiten Weg und dann in Form von Trumpfkarten von Taroki im italienischen Entschuldigung zu uns gelangt und die Leute haben diese Kartenspiele begeistert gespielt. Wie die Karten jetzt beim Tarot deck aufgebaut sind, können wir nochmal anders behandeln, müssen wir nicht bei den Orakelkarten machen. Und dann gucke ich eben zum Beispiel, wenn ich die große Tafel deute, auf dem ersten Platz liegt jetzt zum Beispiel das Kind, das ist die Nummer 13. Welche Karte liegt denn jetzt auf dem Platz 13, um diese erste Karte etwas näher zu betrachten? Das ist schon eine Art Deutungstechnik. Die Hausplätze sind also ein wesentlicher Bestandteil auch für die Deutung der großen Tafel. Nicht nur das natürlich, aber das ist eine Ebene. Die Hausplätze, die Karten drum herum. Aber was mir erwähnenswert erscheint, ist die Erwähnung des Minchiate Decks. Das ist ein etwas nicht so schöner Name für italiener Minchiate. Das ist ein Deck, was gleichzeitig mit den Tarotkarten entstanden ist, aber nicht 78 Karten, sondern 97 Karten hat. Was auch entscheidend ist für mich und deshalb habe ich auch diese Decks mit den Spielkartenfarben. Wir haben ja Kreuz, Herz, und so weiter als Spielkartenfarben von 6 bis oben hin. Die kann man dann auch zur Deutung hinzuziehen, ⁓ die Karte näher zu betrachten. Das ist auch wichtig für mich, weil wenn ich zum Beispiel lauter Pikkarten neben einer Themenkarte habe, zum Beispiel Arbeitsplatz, der Anker, wird meistens das Arbeit gedeutet. Petra: sind denn da die Karten, die dazu gekommen sind oder sind die komplett anders aufgebaut? Robert Seidel: Es ist eigentlich ein Tarot Deck, größer ist. Wir haben 40 Trumpfkarten. Ich sage es nicht Arkana, das ist eher ein Begriff, der in die modernen Tarotkarten reingehört. Wir haben die Trumpfkarten an die 40 und wir haben dort in den Trumpfkarten die sieben Tugenden eingearbeitet, die auch in den Arake-Karten gerne erscheinen. Und wir haben vor allem auch die Sternzeichenkarten dazu, zwölf Sternzeichenkarten und vier Elementkarten. Ich habe lauter Pikkarten da rumliegen oder fast ausschließlich, dann zeigt mir schon das an. Da müsste man genauer hingucken. Was ist da mit der Arbeit los? Und meistens ist es eben so, dass die anderen Karten das ergänzen. Man darf bloß nicht verwechseln. Die Spielkarten, Symbolen bei den Normalkarten sind eigentlich beliebig angedeutet. Man kann also einen Baum, ich den gerade im Hintergrund, den Baum oder den Wald, die Herzkarte Auch diese Elementkarten erscheinen teilweise auch im Nenomand Deck, wenn wir zum Beispiel an das Schiff denken, das ist das Element Wasser, das taugt schon im Mikiate Deck auf. Ich muss gerade mal gucken, das hier irgendwo liegt, Moment, hier habe ich ein Mikiate Deck, das ist jetzt nicht geordnet, hier kann man das mal sehen, das ist ein dickes Deck, ein Monstrum ist das mit 97 Karten. nicht unbedingt mit den Kirchen in den Tabukarten gleich setzen. Die sind einfach zufälligerweise verteilt worden. Sonst hätte man ja eine Verbindung zur Themenkarte und dem dazugehörigen Symbol. Und das möchte man vermeiden bei den Nomaden. Dann hat man keine extra Ebenen. Dann haben wir eine Ergänzung der Karte durch das Symbol. Das haben wir bei Berastebilder, aber bei den Nomadkarten nicht. Also die sind unabhängig von der Bedeutung. Die Karten sind ganz unterschiedlich aufgebaut, sie werden auch gedreht, gedeutet. Ich müsste gerade mal eine Karte raussuchen, das habe ich jetzt gar nicht so vorbereitet. Ob ich jetzt hier mal so eine Elementkarte finde, ob ich gerade das Schiff finde, na gut, das braucht jetzt ziemlich lange, ich das gefunden habe. Die andere Elementkarte habe ich gefunden gerade, wenn man sich das mal anguckt. Petra: Das Das wäre meine nächste Frage gewesen, weil beim Tarot schaut man bei einer Legung auch, welches Element kommt vielleicht besonders vor, weil uns das zusätzlich zu den Symbolen der Karten sehr viel Information gibt über die Energie, die dahinter steckt. Aber hier ist es zwar so, ich sehe, dass die Pikkarten zum Beispiel vorkommen, ich übertrage es aber nicht eins zu eins auf die Deutung, die ich bei Tarot habe. Robert Seidel: und zwar ist das das Element Luft und das erinnert doch auch schon sehr stark an die Sternkarte der L'Innormandkarten. Ja, aber hier ist es das Element Luft, was auch so im Spiel behandelt wird. Also ein Kartenspiel, was auch so ein bisschen anstecken fährt, ist, weil man auch damit Tarot oder, sagen wir es mal, besser Minchiatelegungen machen kann, ist nur die Frage, wie geht man mit 97 Karten? übertragen die Bedeutung dieser darum liegenden Karten auf die Themenkarte, die sie herumliegen, wie gerade gesagt der Arbeitsplatz. Ja, also nicht die Spielkarte, die die Farbe des Arbeitsplatzes verwenden, sondern die Karten, da rumliegen. Und dann kann man noch mal weiter gucken bei der Lénomore-Kartendeutung bei der großen Taft jedenfalls. Habe ich denn Häufungen von Siebenen, von Achten und so weiter habe ich dann zwei, drei oder gar vier. Wenn wir jetzt großen Sprung machen, die Oracle Decks, man heute als ältere Oracle Decks kennt, sind eigentlich die Zigeunerkarten. Man nennt sie natürlich auch gerne traditionelle Karten oder Wahrsagekarten. Dann haben wir die Denomon Karten und dann haben wir die Kipperkarten. Das sind eigentlich, meine ich in Deutschland, die bekanntesten älteren Oracle Decks. Jetzt müssen wir mal gucken, wie kommt es zu diesen Decks? Wie sind wir dazu? sich berührende Karten mit derselben Zahl und das kann auch noch in die Deutung einfließen. Das ist dann auch eine extra Bedeutung, ist als Deutungsebene und das liebe ich an den Dynomorg Karten. Diese Deutungsebene fällt mir bei den Kipper Karten weg, den Vela Sibylla Karten haben wir sie wieder aber in einer anderen Form. Die Kipper Karten haben ihre Nummern und ihre Hausplätze und das war es eigentlich schon. Und da gibt es etwas zu erwähnen. Wir haben in Frankreich eine Umbruchsituation um die französische Revolution, wo sehr viele Orakeldex auf dem Markt erschienen sind. Und es gibt einen großen Namen, das ist der Jean Baptiste Aliette, der wird auch gerne rückwärts gelesen. Der ist derjenige, der zum ersten Mal das Tarot Deck, also die 78 Karten zum Petra: Also das heißt, diese zwei Ebenen habe ich immer. Alles was darüber hinausgeht, nicht unbedingt bei jedem Orakelkarten-Set. Super. Dann sage ich mal, für heute sind wir tatsächlich schon am Ende angekommen. Die Zeit ist vergangen so schnell wie noch was. Und wir sind schon mal eingeschwungen und haben auf die ersten Gemeinsamkeiten auch Unterschiede zum Tarot, Entstehungsgeschichte und L'enormand. Und beim nächsten Mal tauchen wir dann eigentlich noch viel tiefer ein. Robert Seidel: sage es bewusst, Warsagen genutzt hat. Es gab schon andere Warsagekarten, Spielkarten zu 32 Blatt, das Pikette oder Piquet Spiel, was sehr beliebt als Kartenspiel war und schon Kartendeuten verwendet wurde. Und Etteja, wie wir ihn heute nennen, hat dieses auf die Tarotkarten übertragen. Ich habe hier mal dieses Tarot-Deckel hier, ist der Grand Etteja, das. Petra: was man eigentlich mit den Orakelkartensets machen kann und wo weitere Unterschiede und Verbindungen sind. Lieber Robert, der Stelle ganz herzlichen Dank und ich freue mich jetzt schon auf unsere zweite Episode. Ciao! Robert Seidel: Ja, ich bedanke mich auch. und er hat die Tarotkarten eigentlich zum Deuten eröffnet. Das war der Italia. Petra: D.h. davor war es eigentlich ein Gesellschaftsspiel, oder? Robert Seidel: Ja, es war ein Gesellschaftsgeber, er ist der erste, der jetzt mit den Tarotkarten gewahrsagt hat. Oder wahrgesagt hat. Wir sehen aber auch, dass zu jener Zeit, habe hier das Deck, gibt es ein Deck, ein Orakeldeck hier mit 66 Karten, das ist schon 1788 erschienen. Also ein bisschen ⁓ die Zeit, als der Etel seine Tarotkarten gemacht hat. Wenn wir uns diese Karten angucken, sehen wir sehr schöne Figuren aus der damaligen französischen Gesellschaft. weiß gar nicht, welche Karte ich gerade gezogen habe. Es sind Figurenkarten, ganz viele. haben am Ende des Decks einen Priester zum Beispiel, wir haben auch einen Beichtvater, dann haben wir hier Nesimiramis, mythologische Figuren, haben ein Herkules, ne das ist Jason, Jason ⁓ das hier. sieht man die Karte hier. Das heißt auch dieses Deck hat schon mythologische Themen drinnen, aber ist eigentlich ein Spiegel der Gesellschaft. Und es wurde zum Vergnügen der Damen erstellt, so heißt das Deck, pour l'amusement des dames auf Französisch. Diese Decks waren schon vor dem Lénormand Deck in Frankreich unterwegs, in der Gesellschaft, ⁓ einfach Vergnügen zu haben. Petra: Die hatten die Damen dann auch immer Fragen an das Deck. Robert Seidel: Ich nehme es an, was werden die Damen der Pariser Gesellschaft für Fragen gehabt haben? Wahrscheinlich Beziehungsfragen, ja vielleicht auch Unterhaltsfragen. Es gibt da natürlich auch die Madame Lénormand, die derzeit auch schon unterwegs war, eine außerordentlich Person, der wir vielleicht auch noch mal eine extra biografische Sendung widmen könnten. Sie selber hat auch Karten gelegt und es ist uns überliefert, dass sie 14 Katendecks benutzt hat und zwar nicht ihrer eigenen. Sie hat dazu noch Astrologie betrieben. Sie hat Unterweisungen gehabt von einem Amtsdiener, der im selben Haus gewohnt hat, der sie in der Kaballa unterrichtet hat. So die Überlieferung. Sie hat verschiedene Orakelformen beherrscht, auch die Geomantie, auch ein Steckenfall von mir. es war schon da ist sehr viel los, was das Kartenlegen, das Wahrsagen angeht. Mit Orakelkarten und dann auch mit Tabu. Was jetzt zu erwähnen ist vielleicht Burakelkarten, Denomonkarten, wie hängt das zusammen? Wollen wir gerade auf das Thema eingehen, auf die Denomonkarten speziell? Petra: Ja, haben ja gesagt, es gibt ja Sachen, verbinden, gibt Sachen, die unterschiedlich sind und das wäre sehr spätensverfahren. Robert Seidel: Ja, also die Karten, heute bekannt sind, ich habe jetzt hier mein ungeöffnetes Deck, das ist hier das blaue Eugedeck, hier Königsburg-Oranya oder ich weiß nicht, ist das heute AGM? Ja, und hier das geöffnete Deck, das sind die Karten, die kleinen Abbildungen, die als Denormon-Karten unterwegs sind, mit 36 Karten insgesamt. Tarotkarten, 78 Karten, warum ausgerechnet 36, es ist eine Form auch Karten zu spielen. Gucken wir aber mal in die Geschichte, sehen wir, dass die Linoleumkarten eigentlich gar nicht so heißen sollten, weil das Deck ist nicht unbedingt, ich sage es nicht unbedingt, mit Betonung als Orakeldeck erstellt worden. Ich stelle hier mal vor, es gibt das sogenannte Ur-Linoleum. Also sozusagen das erste Denomon Deck und unten drunter sieht man schon, ist das Spiel der Hoffnung. Ja, wir haben einen Herrn Hechtel gehabt, der 1799 in seinem Todesjahr ein Gesellschaftsspiel herausgebracht hat. Dieses Gesellschaftsspiel erinnert eigentlich so ein bisschen an Monopoly. Man legt die 36 Karten des Decks, die sind damals ein Spiel der Hoffnung, genauso wie bei den Denomon Karten heute. man in 6x6 Reihen aus, hat zwei Würfel, nimmt Figuren für jede Person und würfelt bis man auch bestimmte Felder kommt. 1 bis 36 kann man sich fortbewegen. Der Trick dabei ist jede Petra: Eine ganz andere Deutung als heute dieses große Tafel was in sich gedeutet wird. Robert Seidel: Ja, ja, aber man ist auch eine große Tafel eigentlich, bloß 6x6 auf dem Tisch ausgelegt. In seiner Spielanleitung kann man sehr schön erkennen, ⁓ was es bei dem Spiel geht. Das heißt, der Spiel der Hoffnung, man könnte auch Spiel des Lebens sagen, ist so bisschen eine Reise durch verschiedene Stationen, auf die die Figur dann kommt. Interessant ist, wenn man zum Beispiel auf das Feld 3 kommt, das ist die Karte des Schiffs, sagt er in seiner Anleitung, Nun gut, der Spielende geht es auf eine Reise zu den kanarischen Inseln, dort wo die Kanarienvögel herkommen, so sagt er, und man bewege sich weiter auf Feld 12, das ist das Feld der Vögel, wo der Kanarienvogel drauf ist. beim Urteilnomen haben wir einen einzelnen Vogel, der aussieht wie ein Kanarienvogel, oder wenn wir auf ein anderes Feld kommen, müssen wir zurück in den Wald, und das ist die Baumkarte. Man sieht es auch im Hintergrund, ist die Baumkarte abgebildet. Die Nummer 5, das war damals im Unabhängigen, ist der Wald, nicht der Baum. Warum spielt der Hoffnung? Gewonnen hat der Spiel derjenige, der mit seiner Figur zuerst auf die Karte 35 gedankt ist. Die Karte 35 ist diese Karte, das ist der Anker. Und der Anker galt schon damals als das Zeichen der Hoffnung. Wer dort ist und nicht weiter laufen musste auf die 36 oder sonst was, der hat das Spiel gewonnen und bekommt alles Geld, was auf den einzelnen Spielfeldern unter Umständen in den Topf geworfen werden musste und hat gewonnen. Also ein Gesellschaftsspiel zum