Latest / Anonym Suchthilfe – KI-gestützte Selbsthilfe / Digitaler Sog: Die Dopamin-Falle des Scrollens 📱
Transcript
- 0:00Herzlich Willkommen zu unserer heutigen Besprechung.
- 0:04Kennst du das auch? Es ist schon spät, du willst
- 0:07eigentlich pennen, aber irgendwie scrollt der Daumen wie
- 0:11von selbst durch Social Media. Oh ja, total.
- 0:15Und am nächsten Morgen ist man nicht nur müde.
- 0:17Sondern auch so, so frustriert oder so unzufrieden.
- 0:21Genau das. Ja.
- 0:23Ja genau das schauen wir uns heute mal genauer an.
- 0:26Unsere Quelle ist ein Artikel von Neelix Berlin auf seiner
- 0:31Webseite Clean mit Neelix Berlin Titel Warum du nicht aufhören
- 0:36kannst zu scrollen und es nicht deine Schuld ist und das
- 0:40Besondere ist ja der Autor Neelix Berlin, der teilte auch
- 0:44seine ganz persönlichen Erfahrungen.
- 0:45Stimmt, er steckt ja selbst mitten im Kampf mit Sucht, mit
- 0:49psychischen Problemen und das merkt man seinen Texten auch an
- 0:52und? Er teilt das quasi live auf
- 0:54seiner Seite. Genau also unser Ziel heute.
- 0:58Wir wollen verstehen, warum passiert es und warum ist es
- 1:02eben nicht nur mangelnde Willenskraft.
- 1:05Das ist der Kernpunkt. OK, lass uns das mal genauer
- 1:08anschauen. Also der Artikel beschreibt
- 1:10dieses Gefühl ja echt gut, diese Unruhe, dieses Zucken im Daumen,
- 1:15ja, dieser endlose Strom von Inhalten und dann eben diese
- 1:19Enttäuschung am Morgen. Millionen kennen das ja.
- 1:21Absolut. Und die wichtigste Botschaft
- 1:25kommt ja direkt am Anfang. Du bist damit nicht allein und
- 1:28ganz wichtig, es ist nicht deine Schuld dieses.
- 1:31Schamgefühl, das man da oft hat. Genau das ist so verbreitet,
- 1:36aber es lähmt halt total. Es hilft kein bisschen weiter.
- 1:38Weil man ja auch nicht gegen sich selbst kämpft.
- 1:41So richtig. Eben nicht nur die Wahrheit ist
- 1:44doch du kämpfst dagegen echt ausgeklügelte Systeme, die sind
- 1:48von cleveren Psychologen von. Designern entwickelt worden.
- 1:52Ja, um dich bei der Stange zu halten.
- 1:54Und da kommt dann Dopamin ins Spiel.
- 1:57Oder? Genau.
- 1:58Wird ja oft Glückshormone genannt, aber in einem Artikel
- 2:00steht es ist eher so ein Erwartungs oder
- 2:03Mehrwollenhormon. Stimmt das so?
- 2:05Das trifft es viel besser. Ja, Dopamin treibt uns an, nach
- 2:08Belohnungen zu suchen, es ist die Vorfreude, die Erwartung.
- 2:12Ah OK und Social Media Apps sind dann sozusagen perfekt designte
- 2:17Dopaminspielautomaten. Kann man so sagen, ja.
- 2:20Du hast den Auslöser, vielleicht Stress, Langeweile, ne kurze
- 2:24Pause, dann kommt die Aktion App aufmachen, scrollen und dann die
- 2:29Belohnung, aber eben total unvorhersehbar.
- 2:32Mal was lustiges, mal was total banales, dann wieder n like ne
- 2:35Nachricht. Diese Ungewissheit ist es.
- 2:38Exakt diese variable Belohnung, das ist der Trick, das hält das
- 2:42Gehirn bei Laune. Oder besser gesagt in dieser
- 2:44Erwartungsschleife noch mal, vielleicht kommt jetzt was
- 2:47Gutes. Und Funktionen wie Infinite
- 2:50Scroll, also dieses endlos runterwischen oder Pull to
- 2:54refresh. Oder die roten Punkte bei den
- 2:56Benachrichtigungen. Das ist alles Absicht.
- 2:59Absolut bewusst. So gestaltet.
- 3:01Ja, das soll genau diesen Kreislauf aus
- 3:03Dopaminausschüttung und dem Drang noch mal aufrechterhalten.
- 3:08Das ist im Grunde ne menschliche Reaktion auf ein ganz gezieltes
- 3:12Design. Krass eigentlich, aber gut.
- 3:14Der Artikel lässt einen ja nicht im Regen stehen.
- 3:17Nielix Berlin schlägt 3 kleine Schritte vor, um die Kontrolle
- 3:21zurückzugewinnen. Erstens benenne den Mechanismus,
- 3:25also wenn dieser Drang kommt, sich innerlich sagen, Ah, das
- 3:28ist der Dopamindrang. Klingt simpel, ja.
- 3:31Aber bringt das was? Schafft das wirklich Distanz?
- 3:33Die Idee ist, diesen Autopiloten zu durchbrechen.
- 3:37Allein das Bewusstmachen, was da gerade abgeht im Kopf, kann
- 3:41schon eine kleine Lücke schaffen zwischen dem Impuls und der
- 3:45Handlung. Es entmystifiziert das ganze so
- 3:48n bisschen. Okay verstehe und der zweite
- 3:51Schritt eine Reibungshürde schaffen, genau also sich selbst
- 3:54ein klein wenig schwerer machen. App vom Startbildschirm löschen,
- 3:58Benachrichtigungen aus Handy bewusst weglegen.
- 4:01Ja, solche Sachen. Es geht nicht darum, jetzt
- 4:04unüberwindbare Mauern zu bauen. Sondern.
- 4:06Jede kleine Hürde, wirklich jede Kleinigkeit.
- 4:09Die App ist im Ordner versteckt, das Handy liegt im anderen Raum,
- 4:13erhöht den Aufwand minimal und das reicht oft schon, um kurz
- 4:17innezuhalten, sich zu fragen, will ich das jetzt?
- 4:20Wirklich macht Sinn. Und drittens.
- 4:23Eine offline Alternative planen? Ja, ganz wichtig.
- 4:26Dem Gehirn eine bessere, eine tiefere Belohnung anbieten, also
- 4:29statt dem schnellen, aber irgendwie leeren Dopaminkick vom
- 4:33Scrollen. Lieber ein Buch schnappen, ein
- 4:36Instrument spielen, einen interessanten Podcast hören,
- 4:39irgendwas attraktives bereithalten, wenn die
- 4:42Alternative gut und leicht verfügbar ist, fällt die Wahl
- 4:45leichter. Ja, im Artikel geht Nilix Berlin
- 4:49ja auch auf so FA QS ein. Fand ich interessant, zum
- 4:53Beispiel die Frage. Ist Handysucht eine echte
- 4:56Diagnose? Genau.
- 4:58Und die Antwort ist ja offiziell als Diagnose sowie Spielsucht
- 5:02gibt es das noch nicht, aber das zwanghafte Verhalten, das wird
- 5:06durchaus als ernste Verhaltenssucht anerkannt.
- 5:09Weil die Mechanismen im Gehirn und die Folgen so ähnlich sind.
- 5:12Kontrollverlust und so. Exakt die Parallelen sind da
- 5:15einfach sehr deutlich. Und auch dieses leere Gefühl
- 5:19nach dem Scrollen, das wird angesprochen.
- 5:21Ja, woher kommt das eigentlich? Man hatte doch gerade den
- 5:24Dopaminkick. Ja, aber der ist eben total
- 5:27oberflächlich. Der Kick stillt keine tieferen
- 5:30menschlichen Bedürfnisse, so was wie echte soziale Verbindungen
- 5:34oder Sinnhaftigkeit oder das Gefühl, was geschafft zu haben.
- 5:38Das Gehirn ist quasi erschöpft von den Reizen, aber die Seele,
- 5:41die hungert weiter. Puh, gut erklärt.
- 5:44Und helfen dann Digital Detox. Pausen also mal ganz ohne Handy.
- 5:49Können sie, sagt Nelix Balin kann ein guter Reset sein, um
- 5:53mal wieder Distanz zu kriegen und zu merken, hey, es geht auch
- 5:56ohne, aber. Wichtig ist halt, was danach
- 5:59kommt, ohne dass man aktiv neue, gesündere Gewohnheiten aufbaut.
- 6:03Verpufft dieser Detox Effekt oft ziemlich schnell wieder.
- 6:06Ja, klar. Und das bringt uns zu einem
- 6:09Punkt, den Nilix Baulin immer wieder betont, gerade weil er es
- 6:12ja selbst kennt. Lass mich raten.
- 6:14Selbstmitgefühl statt Wut auf sich selbst.
- 6:17Genau das, wenn mal was nicht klappt, wenn man doch wieder
- 6:20stundenlang scrollt, nicht draufhauen.
- 6:22Sondern sondern jeden Moment des Bemerkens jeden noch so kleinen
- 6:25Versuch, eine Hürde einzubauen, als Erfolg sehen, Verständnis
- 6:29für die Mechanismen, Mitgefühl für sich selbst.
- 6:32Das ist der Weg, nicht Scham oder Wut.
- 6:35Das ist. Echt n wichtiger Punkt finde
- 6:37ich. Das nimmt so den Druck raus,
- 6:39wenn man kapiert Hey das liegt nicht nur an meiner angeblich
- 6:43fehlenden Willenskraft. Absolut.
- 6:45Der Fokus verschiebt sich dann weg von ich muss mich nur mehr
- 6:49zusammenreißen hinzu wie kann ich meine Umgebung und meine
- 6:53Gewohnheiten bewusst gestalten, ja.
- 6:56OK, also was bedeutet das jetzt für dich, der du zuhörst?
- 6:59Vielleicht ne kleine Anregung zum Mitnehmen direkt aus Nielix
- 7:02Berlins Artikel was wäre die eine, die winzig kleine
- 7:07Reibungshürde, die du vielleicht noch heute für nur eine einzige
- 7:10App einbauen könntest. Einfach um ein kleines bisschen
- 7:13bewusster damit umzugehen. Das ist ne gute Frage zum
- 7:16Mitnehmen. Finde ich auch.
- 7:17Und wenn dir diese Analyse, diese Besprechung des Artikels
- 7:21von nelix Berlin gefallen hat, dann freuen wir uns natürlich,
- 7:24wenn du sie teilst über Social Media, Deine Podcast Plattformen
- 7:27wie auch immer und uns ein Like gibst.
- 7:29Genau muss man vielleicht auch mal sagen.
- 7:32Die Webseite Clean mit nilix Berlin die wird komplett und
- 7:35allein von Gabriele, also dem Autor selbst, finanziert und
- 7:38erstellt. Das ist ein ein Mann Projekt.
- 7:41Genau. Und er freut sich natürlich über
- 7:43jede Unterstützung, um mit diesem Projekt sich selbst, aber
- 7:47eben auch anderen zu helfen. Ganz nach seinem Motto aus allem
- 7:50schlechten in seinem Leben irgendwie was Gutes machen.
- 7:53Tolles Motto. Finde ich auch.
- 7:55Ja, dann danke fürs Zuhören heute.
- 7:57Auch von mir danke. Und bis zum nächsten Mal.
- 7:59Tschüss. Tschüss.