Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / Von einer Einzelfirma zur grössten Musikagentur der Schweiz | Nohook-Gründer Yanik im Interview
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- 0:00Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von Momentum. Deinem Podcast, der inspirierende Menschen, inspirierende Geschichten erzählt. Mein Name ist Kevin Keller-Mazza und mein heutiger Gast ist der Gründer von Nohook. Vielleicht kennst du Nohook jetzt noch nicht, aber ich bin mir ganz sicher, dass du bestimmt schon ein paar Tracks...
- 0:20Auftritte etc., die mit Nohug zusammenhängen, mit überkommen und gehört hast. Nohug ist eine 360-Grad-Musik-Agency. Also Full Booking über Management, über Musiklabel etc. Bei Nohug findest du alles. Aber in diesem Podcast reden wir hauptsächlich über Gründungsphasen. Was waren die schwierigen Sachen, die Yannick durchstehen musste? Wie er die durchgestanden hat?
- 0:47Was ist seine politische Laufbahn? Darüber haben wir noch gesprochen. Und wir haben über ganz viele diverse Künstler gesprochen. Aber auch über wie sich die Musikszene, wie aber auch die Social Media Szene verändert hat. Also so eher ein spannender Podcast, den du nicht verpassen darfst. Aber jetzt heisst es zuerst Intro ab.
- 1:07Seitdem würde ich behaupten, dass ich ein glücklicher Mensch bin. Vorher hatte ich wie jeder andere Menschen Fasern, die mir auch nicht so gut gingen. Ausgelöst durch? Ich habe wirklich Sachen gemacht, die finanziell oder so eigentlich easy waren, aber es hat mich nicht erfüllt. Es hat mich nicht glücklich gemacht. Es hat ein gesellschaftlicher Wandel stattgefunden. Es gibt jetzt eine komplette Generation, die Ausgang
- 1:36Konzerte und all das anders kennengelernt hat, als Leute, die immer raus konnten. Jetzt dein Aushängeschild unter Nohook. Welche Künstler ist dein Aushängeschild? Wenn man die Zahlen anschaut, ist es Monet. Schweiz oder hauptsächlich Deutschland?
- 1:51Bei ihm ist es schon vor allem Deutschland. Dadurch entsteht auch die Zahl. Also so eine Zahl wie bei ihm zum Beispiel auf Spotify steht, reichst du mit Mundart Rap gar nicht, weil es zu klein für den Markt ist. Manchmal lege ich auch so eine Kante, Abschlussfest und so auf. Da bekomme ich so Inputs von den Lehrern, was die Kids hören wollen.
- 2:11Und dass sie immer noch die gleichen Bravo-Hitstrophen geführt haben vor 20 Jahren. Also die wollen immer noch Cash anhören und Florida und Pitbull. Das hätte sich lustigerweise nicht verändert. Das sind die gleichen Evergreens wie immer. Die funktionieren aber auch. Ja, ja. In diesem Fall, mein lieber Yannick, herzlich willkommen.
- 2:34Vielen Dank, schön hier zu sein. Wie geht's dir? Eigentlich gut, grundsätzlich. Ich bin sehr müde. Das sagen zwar immer alle in der Musikindustrie, aber wir haben gerade ein eigenes Festival in den Knochen und ja, viele Schritte, wenn ich schlafe.
- 2:51Viel Schritt, wenig Schlaf, Festival, wie lange warst du wach? Bis zum Schluss 40 Stunden. 40 Stunden? Ja. Es war Festival, dann noch die Afterparty und dann musste ich schon die ersten Leute auf den Flughafen fahren. Weil wir zu wenig Fahrer hatten. Aber es war auch wieder mal lustig, eine Nacht durchzumachen und weiterzubügeln.
- 3:14Was ist so deine Hauptaufgabe an diesen Festivals? Dort war das Pazfest, das ist das Festival von unseren Künstlern. Dort war ich eigentlich in die Sponsoring involviert und in das Booking. Aber schlussendlich hilfst du dann hin und da. Am Schluss habe ich sogar Leute auf den Flughafen gefahren. Man hilft dann, wenn man helfen muss. Wie gross war das Festival? Etwa 2000 Leute. Schon recht gross.
- 3:38Ja, und natürlich Top Weekend verwutscht. Ja, zum Glück. Hast du gerade noch gesagt, er war ein bisschen auf der Kippe, aber er hat dann nicht gepasst. Nein, nein, nein, bieberet. Vor allem die blöde iPhone-Wetter-App, die nie stimmt. Nein, ist sie nie. Aber alle brauchen die halt. Die hat lange noch Regen angezeigt.
- 3:53Das ist natürlich nicht gut, auch für den Ticketverkauf. Ja. Aber die anderen Apps haben ziemlich Klima angefangen zu zeigen, es könnte doch gut werden. Und es war perfekt. Weather Pro. Ich liebe die Weather Pro App. Und die Landi App. Die Landi App ist auch super. Die Landi App ist super, ja. Jahrelang bin ich viel Töpfe gefahren, immer in Schwarzwald. Die Landi App und die Weather Pro, die zwei Favorites. Die funktionieren. Hey, ich fange den Podcast immer gerne mit einer Frage an. Und ich versuche immer etwas...
- 4:23zu wählen, die vielleicht ein bisschen unerwartet kommt. Und darum habe ich mich für dich vorbereitet. Was ist für dich die Definition von Glück? Hey, ich habe es für mich gefunden. Also ich habe es relativ klar beantwortet. Schön. Einfach das machen, was einem glücklich macht. Das habe ich vor ein paar Jahren...
- 4:43checken durfte und umsetzen konnte. Und seitdem würde ich behaupten, dass ich ein glücklicher Mensch bin. Und das hatte ich vorher wie jeder andere Menschen, was mir auch nicht so gut ging. Und wo die... Ausgehöhlt durch? Ich habe wirklich Sachen gemacht, die vielleicht finanziell oder so eigentlich easy waren, aber es hat mich nicht erfüllt. Es hat mich nicht glücklich gemacht.
- 5:10Ich habe tatsächlich über Nacht irgendwann gecheckt, dass das falsch ist in meinem Leben. Und habe ein paar Sachen beruflich ändern müssen. Und jetzt bin ich in der Position, dass ich nur noch Sachen mache, die sich gar nicht wie Arbeit anfühlen. Und das hat mich sehr glücklich gemacht. Geil. Ausserdem bist du gerade 40 Stunden an einem Festival am Ein- und Erden. Aber auch das ist wahrscheinlich mehr Fun als etwas anderes, oder? 100 Prozent. Ich habe gestern zu jemandem gesagt, es war wie früher, mit 16 Jahren, als man durchgemacht hat. Und eigentlich hat es wirklich Spass gemacht.
- 5:40Für die, die noch nicht wissen, wer du bist, was du machst, du bist ja einer im Hintergrund von etwas mega Grossem, was fast jeder in der Schweiz tangiert.
- 5:57Und zwar Musik. Du bist voll in der Musikindustrie tätig und hast etwas riesiges aufgebaut. Vielleicht zwei, drei Sätze dazu. Ja, es ist aber immer ein bisschen schwierig zu sagen, was genau meine Berufsbezeichnung ist. Grundsätzlich bin ich Geschäftsführer von No Hook GmbH.
- 6:13Aber mein Beruf ist, ich bin Musikmanager, ich bin aber auch A&R. Was ist A&R? A&R ist ein Begriff aus der Labelwelt. Das sind die Leute, die Künstler finden und unter Vertrag nehmen. Also bei einem Label oder einem Verlag.
- 6:31So ein Scout? Genau. Ich kann auch sagen, dass ich ein Art Consultant bin. Für unsere Künstler bin ich auch ein Buchhalter. Es ist schwierig zu sagen, was ich genau bin. Aber grundsätzlich Geschäftsführer von Nohuk GmbH, Musikmanager, Label A&R, Veranstalter, alles was dazugehört. Wann hast du Nohuk gegründet?
- 6:56Also als Einzelfirma und nebenbei 2009. Auch das Zeitlicht. Schon das Zeitlicht. Aber dann lang so Einzelfirma und neben anderen Jobs.
- 7:11Dann gab es eine Phase, in der ich noch mit einer anderen Firma zusammen war. In einer anderen GmbH-Konstruktion. Dort gab es dann Veränderungen. Und dann wurde die GmbH 2020 wieder neu gegründet. In ihrer einzigen Konstellation. Vor sechs Jahren. Für mich ist die Musikindustrie
- 7:40so einen Bereich, den ich mega schwierig finde, um einen Durchblick zu bekommen. Und ich glaube, die Leute, die in der Musikindustrie sind, die haben so wie ein anderes Wissen. Oder du musst wie ganz andere Fäden ziehen können, damit du weisst, okay, das kann sein, weil dies... Also du musst irgendwie so mega viel Background wissen vom ganzen Markt, nicht nur, ich sage jetzt mal, national, sondern international.
- 8:052009 Nohook gegründet in einer Einzelfirma-Konstruktion. Mich interessiert immer mega fest, wie ist das Ganze passiert? Wie ist es dazu gekommen 2009, dass du sagst, ich mache jetzt Nohook und mache eine Einzelfirma?
- 8:21Wie ist das ja nicht passiert? Also vielleicht muss ich dort anfangen, wo ich Hip-Hop für mich entdeckt habe. Ich würde sagen, mein ganzes Leben ist von dieser Kultur geprägt. Mein privates Leben, mein berufliches Leben, mein Umfeld, alles hat irgendwie mit Hip-Hop zu tun. Meine politische Einstellung, meine ästhetische Vorstellung, alles hat irgendwie mit Hip-Hop zu tun.
- 8:48Und Hip-Hop ist eine Kultur, die sehr geprägt ist, dass man etwas macht in dieser Kultur. Also entweder ist man DJ oder Rapper oder Sprayer oder Dancer. Und das habe ich alles irgendwie mal ausprobiert. Wirklich? Durchs Band durch? Ja, mal gesprayt, ja, Breakdance versucht, ja, versucht Beats zu basteln, ja, zwei, drei Mal gerappt.
- 9:11Als ich geblieben bin, war es beim Auflegen. Das mache ich bis heute noch. Ich spiele so 100 Gigs pro Jahr. Heute Abend gehe ich auch noch auflegen. Das ist aber auch noch recht. Das ist eine grosse Leidenschaft von mir. Heute Abend spiele ich auch noch in Luzern. Dort bin ich geblieben.
- 9:30Und um dort aufzulegen, begann ich Partys und Konzerte zu organisieren. Und dort habe ich dann gemerkt, dass mir das auch Spass macht, dass ich im Hintergrund agiere. Sprich, ich begann in meiner Region, als ich aufgewachsen bin, Partys und Konzerte zu organisieren. Und dann kam ein Stein auf den anderen. Irgendwann kam ein Rapper zu mir und sagte, «Hey, ich würde sehr gerne ein Album herausbringen.» Das war noch zu sehr in der Zeit.
- 9:53Ich habe keine Ahnung, wie das geht. Wie presst man die CD, wie kommt die CD in die Lade? Es gab noch nicht so viele Labels in der Schweiz. Dann habe ich mich an die Eichen gefuchst und geschaut, wie das geht. Dann hatte ich plötzlich ein Label, weil ich das recherchiert habe. Ich hoffte, dass ich dem Kollegen sein Album veröffentlichen konnte.
- 10:13Gibt es noch einen Hip-Hopper? Einen Rap-Rapper? Er ist noch aktiv. Er hat mittlerweile eine Familie und so. Er lebt nicht von der Musik, also er ist aktiv. Aber wenn er etwas veröffentlicht, veröffentlicht er immer noch über uns, über unser Label. Er ist ein guter Kollege. Mit ihm habt ihr alles gestartet?
- 10:34Auf der Labelseite, ja. Ja, würde ich sagen. Crazy. Und dann hat sich so entwickelt, dann hatte ich mit einem Künstler zu tun, der so bekannt war, dass das Konzertanfragen von überall kam. Und dann hatte ich plötzlich eine Bookingagentur. Und dann hatte ich einen Rapper, der so gross ist, dass er das Management braucht.
- 10:55Und dann hat man plötzlich Management gemacht und es hat sich natürlich entwickelt, dass ein Need da war. Dieser Need wurde aber nicht abgedeckt, weil es niemand in der Schweiz hatte, der das abdecken kann. Dann hat man es selber gelernt und begonnen zu arbeiten. Was ist effektiv die Arbeit eines Managements?
- 11:19Das ist eine gute Frage. Zusammengefasst, du kümmerst dich um die gesamte Karriere des Künstlers. Also, ein grosser Teil ist das ganze Vertragswesen. Es gibt verschiedene Verträge, sei es mit Labels, Bookingagenturen, Festivals, Brand Partnerships. Die verhandeln
- 11:37Aber auch anschieben, also gehen die wie direkt auf dich zu und sagen, hey... So oder so, manchmal wirst du angefangen von einem Label, manchmal suchst du ein Label und dann das verhandeln und die auch verwalten, also sprich mit diesen Vertragspartnern in Kontakt sein und den Vertrag ausführen, das ist so eins. Dann das andere ist sicher so...
- 11:57Das ganze Finanzielle. Als Künstler musst du halt irgendwie über die Runde reinkommen. Dann muss man alles planen. Von wo kommt das Geld? Wie setzt man das Geld ein? Wie viel brauchst du für dein Privatleben? Wie viel muss investiert werden? In Videos, in Songs und so weiter.
- 12:13Das ist der zweite. Dann gibt es das ganze Kreative. Mit welchen Produzenten arbeiten wir zusammen? Wie entwickelt man sich musikalisch? Wie sehen Videos und Covers aus? Wer macht die? Wer schiesst Fotos? Die Fotoshootings organisieren, Videoclips organisieren. Dann gibt es noch ganz Live-Bereiche. Wie sehen Live-Shows aus? Mega viel zu einzeln teilen. Voll. Und natürlich auch...
- 12:41so, wie sage ich das, der ruhige Hafen sein. Als Künstler bist du ultra unter Druck von ganz vielen Seiten. Und als Management hat man einen grossen Job, das immer ein bisschen einzuordnen, zu beruhigen und zu sagen, ich weiss, es ist scheisse oder es ist gut, aber
- 13:03alles immer ein bisschen bremsen, einordnen, entschleunigen und dem Künstlerinnen und Künstler den Rücken freihalten. Also ein gutes Management macht eigentlich einen guten Job, wenn der Künstler nur Kunst machen muss. Und sich nicht über Excel-Tabellen und Verträge und solche Sachen Gedanken machen kann, sondern einfach seine Kunst machen kann.
- 13:23und alles im Hintergrund, der ganze Admin-Scheiss wird geregelt. Das ist eigentlich, wenn du ein gutes Team hast, so. Als Künstler hast du so viel Druck von Social Media und überall. Wenn du dann auch noch um alle zahlen musst und all das kümmern musst, das schaffst du fast nicht.
- 13:41Bei Nohooks, wie viele seid ihr? Also wir sind vier Festangestellte. Aber halt nachher ein riesen Netz aus Freelancern, also eben nachher Foto, Video und dies und das und noch eine Buchhaltungsfirma, die mit uns zusammenarbeitet, die auch Expertise im Musikbereich hat.
- 14:01Ich kann jetzt nicht aufsagen, wie viele Leute da wirklich mitarbeiten, aber eigentlich sind das Kernteam nur vier. Als du die ganze Aufzählung gemacht hast, was alles dazugehört, ist es für mich so, dass du in diesen einzelnen Bereichen so viel Knowledge und Wissen haben musst. Wie bringst du das an? Aber wenn du so tief in der Materie bist,
- 14:26Dann kannst du wahrscheinlich Live-Events organisieren, hast deine Kontakte bei Live-Events und gleichzeitig kannst du die E-Mails beantworten, die vom Künstler kommen. Es ist ein bisschen fluch, zu sagen, dass die Schweiz so klein ist. Weil zum Beispiel in Deutschland kannst du eigentlich auch nur ein Label sein oder nur eine Managementagentur oder nur eine Bookingfirma.
- 14:48Weil der Markt so gross ist, dass es rendiert. Aber in der Schweiz, wo wir angefangen haben, wo wir in Deutschland noch nicht aktiv waren, war man fast gezwungen, überall aktiv zu sein, damit man überhaupt davon leben kann. Und das ist natürlich ein Fluch, weil man sich überall Wissen aneignen muss. Aber jetzt im Nachhinein ist es ein Säge, dass wir uns überall auskennen, jetzt wo wir auch in Deutschland aktiv sind. Wären Sie in Deutschland? Während Corona. Während Corona. Ja, genau. 2020.
- 15:14Das ist jetzt wie unser Wettbewerbsvorteil dort, weil wenn wir zum Beispiel mit einem Managementkünstler von uns mit einem Label verhandeln, die können uns nicht anlügen, weil wir wissen, wie das Label funktioniert, weil wir selbst auch eins sind. Und umge... Passiert das? Habt ihr das schon in Verhandlungen gemerkt? Es wird natürlich... Oder weisst du, wenn irgendetwas nicht klappt und dann kommt irgendeine Ausrede, warum es nicht klappt, dann weisst du genau, okay, das ist jetzt nur eine Ausrede, weil wir wissen ja, wie es läuft.
- 15:42Und das ist halt ein mega Wettbewerbsvorteil, wenn du überall selber schon gemacht hast. Hast du so der grösste Struggle gewesen, wo der Schweizer Bereich abdeckt und dann sagt, «Weisst du was, jetzt ist Corona-Zeit, wir gehen jetzt nach Deutschland.» Was war so die grösste Hindernis? Das Netzwerk. Es ist halt mega das People's Business. Das Netzwerk ist alles. Und das musste man auch aufbauen. Wie die Schweiz, mal kennt jeder in dieser Szene, Sarah Babel auch.
- 16:12Und in Deutschland hat man halt noch nie gewusst, wer wir sind. Das musste man aufbauen. Aber dafür war Corona halt auch mega gefährlich, muss man sagen. Es lief sowieso nicht viel und man konnte sich auf das konzentrieren, auf das Netzwerk und neue Sachen ausprobieren usw. Also wir sahen Corona mehr als Chance als... Cool. Weil viele in der Kulturindustrie haben Struggle gehabt. Eben, es war schon viel künftig, schon sehr schwierig. Kein Auftritt mehr gehabt. Wie haben die denn Geld verdient?
- 16:42Wir sind auch in Kontakt gekommen und haben relativ schnell gecheckt, dass man z.B. gestuhlte Events machen kann. Und da hat man z.B. Live-Podcasts veranstaltet. Man musste kreativ sein und andere Sachen machen, Live-Streams, irgendwas.
- 17:00Und man muss auch sagen, in der Schweiz hat der Staat auch recht gut geholfen. Von den Kulturförderinstitutionen gab es so Transformationsbeiträge, wo man sagen konnte, hey, ich mache normalerweise das, jetzt während Corona möchte ich gerne das machen und brauche diesen finanziellen Zustupf.
- 17:21Und da hat die meisten Kantone recht gut geholfen. Es ging lange, bis es gecheckt wurde, dass die Künstler auch Unterstützung brauchen. Aber am Ende war es relativ gut. Auch wenn ich vergleiche mit Deutschland, dort hat man eine einmalige, läppische Zahlung bekommen. Die deutschen Künstler haben mehr gelitten. Jetzt aus deiner professionellen Perspektive. Wie lange ging es nach Covid?
- 17:50Bis sich die ganze März, die ganze Musikindustrie wieder ein bisschen anfing zu erholen mit diesen Live-Events etc. Es ist tatsächlich immer noch dran. Immer noch dran? Es hat einen gesellschaftlichen Wandel stattgefunden. Es gibt jetzt eine komplette Generation, die Ausgang, Konzert und all das anders kennengelernt hat, als Leute, die immer raus konnten.
- 18:12Ich glaube, wir spüren die Auswirkungen immer noch. Zum Beispiel nach Corona sind die Super-Events, die sind bloat, also zum Beispiel, keine Ahnung, wenn so ein Taylor Swift oder so ein Drake auf Tour geht, die verkaufen immer noch Tickets wie nie zuvor, weil jeder dort irgendwie dabei sein will.
- 18:31Ich sage da nicht Super-Events oder Events, wo einfach irgendwie... Es kann sogar Leute schauen, die vielleicht nicht mal Fan sind, weil sie das Gefühl haben, ich muss dort dabei sein, weil alle darüber sprechen. Das läuft super, vielleicht sogar besser als je. Aber eher so kleinere kulturelle Sachen, wo man vielleicht Sachen entdecken geht, wo man vielleicht das Line-Up nicht mehr kennt und so. Das ist leider, leider schwieriger geworden seit Corona.
- 18:57Ich habe keine Studie, wo ich sagen kann, dass es wegen Corona... Aber es ist auch so ein Gefühl, so ein Bauchgefühl... Dass so ein gesellschaftlicher Wandel passiert ist. Also es ist ja auch ein Passierort. Der Clubsterben ist ja wirklich ein Ding. Mega, oder? Das merke ich auch. Es hat ja auch etwas Positives. Zum Beispiel Alkohol trinken ist nicht mehr so im Trend. Viel weniger. Was ja etwas Schönes ist. Aber so hat sich auch der Club finanziert. Ja, es ist wirklich gerade ein Wandel. Und ich habe das Gefühl, Corona hat sehr viel Einfluss auf das.
- 19:27Und was sind so für Massnahmen, was haben die für Massnahmen ergriffen, um, ich sage jetzt mal für euch Künstler, das können ein bisschen aushebeln oder andere Möglichkeiten geben? Oder Ratschläge? Ja, also eins von diesen Learnings, die ich reingenommen habe, ist, dass Superfans mega wichtig sind. Also wirklich die Fans, die...
- 19:45wirklich Fan sein von dir. Also an dein Konzert kommen, die Merchandise kaufen, deine Musik streamen, auf Spotify mit dir interagieren. Und dass diese eigentlich die wichtigsten sind überhaupt. Und die musst du hegen und pflegen. Weil, ähm, ich glaube da der berühmte... Wie machst du das? Hey, Kommunikation, vielleicht irgendwelche Special Events für dich, ähm,
- 20:10Es gibt ja jetzt diese Broadcast-Channels auf Instagram oder WhatsApp, mit denen im direkten Kontakt zu sein, Meet & Greets organisieren. Ich glaube, hier ist wie bei vielen Businesses, dass 80% des Umsatzes von 20% der Fans kommen, ist wahrscheinlich in der Musik auch so. Und darum muss man das pflegen, weil wenn dann wieder so eine Krise kommt wie Corona, sind das die, die zu dir stehen bis zum Schluss. Und das ist sicher so das Learning.
- 20:37Und das zweite Learning, das hat aber nicht nur mit Corona zu tun, sondern auch mit der KI-Entwicklung, ist, dass kulturelle Teufel oder kulturelle Kuration etwas ist, was KI nie werden kann.
- 20:53Und dass das auch Wert gewinnt. Also jemand, der sich wirklich tief mit Kunst und kultureller Aufladung beschäftigt. Und nur dadurch entstehen wirklich Emotionen. Und das wird ein KI...
- 21:11Wahrscheinlich nie wirklich können. Irgendeine Lift-Musik oder eine Hintergrundmusik in einem Film, das wird alles in Zukunft Kai machen. Aber wirklich so Musik, die mit Emotionen aufgeladen ist und wo eine Person dahinter steht, die für etwas da ist und Tiefe und Emotionalität hineinbringt, das kann nur ein Mensch. Und von dem werden die Leute dann Fan. Nicht nur von diesem Gesamtprodukt, von diesem Lied,
- 21:37«Ah, diese Person singt dieses Lied und diese Person steht dafür.» Dass das mega wichtig ist, die Dekoration, wieder etwas mehr Töpfe reinbringen und nicht nur schnelle Plastikhits, sondern wirklich so
- 21:51Richtige Kunst machen. Das sind die zwei Sachen, die ich sehr gelernt habe. Aber es ist noch spannend. Siehst du KI mehr als eine Chance oder eher eine Hindernis, eine Gefahr? Ich bin generell immer offen für Neues. Ich bin auch Generation Facebook, MySpace. Das ist für den Jahrgang? 1989.
- 22:13Ich bin 90er, ja. Und viele in meiner Generation, wo Instagram ist gekommen, was für eine Scheisse. Wo TikTok ist gekommen, was für eine Scheisse. Ich bin aber immer so gesehen, ah geil, was kann das? Wie können wir damit arbeiten? Und bei Kai bin ich eigentlich genau gleich. Hey, lass uns das nutzen fürs Positive. Und vor allem auch, weil ich die wirklich gecheckt habe, dass das...
- 22:38Aber diese Emotionalität und dieses Kunstverständnis, diese Dekoration, dass das am Menschen niemand wegnehmen kann. Du musst ja auch wissen, wie du prompten kannst und so. Und dann musst du ja auch entscheiden, was auch immer die KI generiert, ob es jetzt wert ist, das zu teilen und in deine Kunst einzufliessen.
- 23:01Wenn ich ein Künstler bin, darf ich mit KI irgendeinen Track machen und dann den einfach als meinen verkaufen. Nein, also die Wiesa, das ist ja die Verwertungsgesellschaft für Urheber. Ja. Die sagen aktuell, hey, du darfst eigentlich einen KI-Song nicht anmelden als dein Urheberrecht, weil du bist ja nicht der Urheber, sondern...
- 23:21KI und das, was gefüttert wurde von KI, sind eigentlich die Urheber. Also darfst du das nicht als dein eigenes Urheberrecht claimen? Aber wie kannst du das herausfinden? Das ist die grosse Frage. Es wird ja daran gearbeitet, dass es irgendwelche Watermarks gibt, wo KI und
- 23:40erkannt wird. Aber im Prinzip darfst du es nicht, im Prinzip müsstest du es nachweisen. Die Melodie ist mir selber in den Sinn gekommen. Aber in der Realität nutzen natürlich Produzenten irgendwelche KI-Tools. Nicht für komplette Songs zu machen, aber vielleicht für
- 23:56Früher hat man vielleicht, wenn man in einem Refrain Chor wollte, musste man einen Chor mieten und die haben das eingesungen. Heutzutage lässt man keinen Chor machen. Also singst du es einmal ein und dann hat es ein Chor-Tool und dann ist es ein Chor oder so. Es gibt auch ganz viele andere Plugins, die die Producer nutzen und die im Prinzip kein ist. Aber so eine rein keine geprompte Song, also Spotify will das auch
- 24:25Schwierig, ja. Also, wo das irgendwie auch kennzeichnet, dass man sagt, ah, das ist ein Kai-Song, das ist ein richtiger, vom Menschen produzierter Song. Also, das ist gerade die grosse Diskussion. Die ganzen Urheberrechtsgesellschaften weltweit müssen das irgendwie regeln, weil es ist ja auch so, die Kais werden ja gefüttert von Urhebern und dann machst du mit dieser Kai einen Song, der Song generiert Streams, Einnahmen
- 24:55Aber mit Urheberrecht von dieser Kai-Datenbank. Also müssten eigentlich die Leute, die die Kai-Datenbank gefüttert haben, auch entschädigt werden und so. Und das ist alles jetzt noch so offen. Es ist gerade spannend, wie genau damit umgegangen wird. Okay. Aber ich sehe selber, dass es immer mehr gebraucht wird in dieser Szene.
- 25:16In der Schweiz hatte der mit dem Gritti-Bandsong sogar einen kleinen KI-Hit. Crazy, ja. Wobei, das muss man sagen, es war nicht komplett KI. Es war wirklich ein Rapper, der den Text geschrieben hat.
- 25:33Aber... Ich wusste das gar nicht. Doch, doch. Mich hat es natürlich sofort untergenommen. Dann bin ich auf Spotify geschaut und da sieht man ja, ob Urheber dahinter sind. Dann habe ich den Namen sogar gekannt, weil der Rapper bei uns auch schon mal Songs aufgeladen hat. Dann wusste ich, dass es immerhin richtige Menschen dahinter sind.
- 25:54Produzent aus der Region Luzern. Also warte, wie ist das? Ich bin jetzt Künstler und ich habe jetzt zu Hause im Keller etwas gedreht. Semi-professionell. Ich habe mir ein paar Mics geholt, ich habe mir ein Misch geholt und gut, jetzt habe ich etwas gemacht.
- 26:11Jetzt kann ich zu euch kommen, kann mich jetzt bei euch melden, «Hey, liebe Nohook, liebes Nohook-Team, ich habe einen Track gemacht, ich würde gerne mit dem auf Spotify.» Und dann macht ihr das, oder sagt ihr, «Hey, dein Track ist richtig wack, den lassen wir nicht oben.»
- 26:28Ich weiss nicht, ob ich das schon mal gesagt habe. Nein, ich sage sowieso, wenn du neu anfährst, bin ich der Meinung, mach zuerst selber deine Steps. Also es gibt so Online-Plattformen wie DistroKid oder ja, es gibt die ähnlichen Anbieter, wo man einfach sich ein Login machen kann und dann kann man selber releasen auf Spotify. Aufladen, ah ok.
- 26:49Ich kenne es nur als Podcaster. Es ist ähnlich. Okay, gut. Es ist ähnlich. Ja. Genau, es ist recht ähnlich. Ich finde es recht wichtig, dass man das eine Seite lang selber macht. Erstens, dass du weisst, wie das genau funktioniert. Dass du einfach weisst, was ein zukünftiger Partner, der einen Prozent von dir nimmt, was der macht und was du für einen Mehrwert hast. Und ich finde auch, wenn du es selber schaffst, eine gewisse...
- 27:21Wie soll ich das sagen? Einen gewissen Hype zu generieren aus eigener Kraft, das ist auch mega wichtig. Die Industry Plans, die man immer hat, das ist relativ schwierig, wenn du nicht aus eigener Kraft, es müssen nicht Millionen von Leuten sein, aber schon wenn 100 Leute mega Fan von dir sind, dann hast du schon bewiesen, du hast etwas, was spannend ist. Und mit Social Media ist es einfach, ein bisschen Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
- 27:49Man merkt es relativ schnell. Ich würde jetzt glaube ich nie mit jemandem zusammenarbeiten, der komplett noch nie ein TikTok gemacht hat, noch nie auf Instagram etwas aufgeladen hat und noch nie einen Song released. Nur weil die Person gut rappen oder singen kann. Ich glaube, ich brauche schon so ein bisschen
- 28:07Wir arbeiten auch mit Leuten zusammen, die noch nicht so viele Songs haben, vielleicht zwei Songs und ein paar TikToks. Aber das hat mir schon gelungen zu zeigen, ah, da ist etwas. Okay, du musst spüren, dass es hier etwas ist. Ja, weil gut singen und gut rappen kann ich heutzutage noch viel.
- 28:25Aber alles andere ist auch wichtig. Bist du eine interessante Personality? Wie verhältest du dich auf Social Media? Hast du wirklich Bock auf das? Ohne das geht es ja einfach nicht. Es werden 100'000 Songs pro Tag released.
- 28:38– Bald? – Ja. – 100'000 pro Tag? – Ich glaube, das ist die aktuelle Zahl. – Crazy. – Und da musst du ja irgendetwas rausstechen. Und das kannst du halt fast nur mit Social Media. Und das muss ich auch spüren. Es ist ein bisschen schade. Natürlich möchte ich nur mit Musik arbeiten. Aber das ist wirklich nur die halbe Miete. Wenn ich eine Bewerbung bekomme oder jemanden neu entdecken möchte,
- 29:00Ich höre die Musik klar, das ist immer das Wichtigste. Aber das Zweite ist, ich checke dein TikTok und Instagram ab und schaue, ob du eine interessante Person bist. 100'000 Songs ist schon sehr viel. Oder mit Kai wäre es auch noch mehr. Wahrscheinlich ist die Zahl schon alt.
- 29:22Wenn es die Plattform ist, wie du gesagt hast, dann geht es relativ schnell. Ich kann einfach mal versuchen und etwas machen und dann mit KI ein paar Tracks versuchen, darüber rappen. Das Cover kann auch KI machen. Was würdest du sagen, was ist so diese Sparte, die konstant immer so ein bisschen wächst? Weisst du, so Hip-Hop, Pop, gibt es irgendwie so Trap, was gibt es alles da?
- 29:45Konstant. Es ist immer eine Wellenbewegung. Hip-Hop ist definitiv jetzt gerade am sinken. Hip-Hop ist am sinken? Würde ich sagen. Es ist schwierig. Es ist eine mega Wellenbewegung. Und wofür ist was eher am steigen?
- 30:01Gewisse elektronische Bereiche, Pop, Country ist auch weltweit sehr hoch. K-Pop ist mega hoch. K-Pop ist Korean Pop? Ja, BTS und Cat's Eye oder wie die heissen. Also wenn man es wirklich weltweit sagt,
- 30:24Eine mega Wellenbewegung. Aber zum Beispiel jetzt in meinem Bereich, deutschsprachigen Hip-Hop, ist es schon eher im Sink. Die Deutschrap-Prime, die gefühlt Charts nur Deutschrap war, zu dieser Capital Bra-Prime, das ist definitiv durch. Wenn man die deutschen Charts anschaut, das ist nicht mehr so viel Deutschrap.
- 30:48Was würdest du sagen, was du als Hip-Hop-Kenner, als Producer, als Label-Chef, alles was du bist in deiner Person, was würdest du sagen, war das geilste Hip-Hop-Deutsch-Album? Also Deutschrap-Album. Boah. Das ist eine sehr schwierige Frage.
- 31:14Ich habe eben eins im Kopf, ich habe es letztens einer Frau gesagt, ich so «Das ist das geilste Album, das im Deutschrap jemals gemacht wurde.» Und sie ist eh so «Es ist gar nicht auf dieser Hip-Hop-Ding, es ist schon gar nicht Deutschrap.» Und dann sie so «Wie kannst du das hören?» Ich so «Ich finde es geil, sorry.» Ich muss tatsächlich, wahrscheinlich, wenn ich auch schaue, was ich am meisten gehört habe, über all die Jahre und immer wieder höre und immer wieder geil finde,
- 31:43Es ist wahrscheinlich Haftbefehl. Russisch Roulette. Ja. Wahrscheinlich, ja. Ja, ist geil. Also ja, mega. Abartig. Was hättest du gesagt? Ja.
- 32:00Drama von Shindy. Das sagt mega viel. Ich verstehe es. Ich war tatsächlich nie ganz im Shindy-Film. Aber ich verstehe es. Es sagen auch viele Produzenten, die wir zusammenarbeiten, das war Prime. Das war Prime. Ich finde es so krass, von Anfang bis Ende ist es so eine Story.
- 32:23Es ist so geil gemacht, dieses Album. Ich verstehe das 100%. Mein persönlicher Taste ist... Ist es weniger? Bin ich mehr auf der Haft? Also Haft ist einfach... ...harter, wie kann man das sagen? Persönlich habe ich gerne, wenn es recht rough ist. Also... Aktuell die Musik, die ich konsumiere, ist... ...als Privatperson sehr rage- und destruktiv.
- 32:51Aber aus professioneller Sicht check ich Shindy. Bist du in dem Film... Mit Shindy ist ja...
- 33:04Er hatte einen riesen Hype. Und dann war er vom Erdboden verschluckt. Man hat ihn ja nicht mehr gehört. Auf einmal kommt er wieder, hat ein komisches Konzert gegeben. Ich glaube... Ich glaube, wirklich persönliche Struggles. Ah, schon. Also, persönliche Struggles. Und dann gab es auch vertragliche, komische Sachen. Ich bin zwar nicht hundertprozentig drin.
- 33:24Aber ich habe noch hier und da in der Backstage gesehen und das Gefühl gehabt, es geht ihm nicht so gut. Ich glaube, er hat ein bisschen gestruggelt mit allem. Vertraglich und privat.
- 33:42Ich wollte sagen, nicht von deinem Label. Was ist No Hook? Das ist ein kleines Label. Wir nennen es 360° Musik Agentur. Okay. Wir haben ein Label, wir haben eine Booking Agentur, wir haben eine Management Agentur,
- 33:57Das ist alles unter Nohook? Genau. Wir haben einen Verlag und wir nennen das Cultural Consulting. Wir beraten Brands, wenn sie mit Jugendkultur und Hip-Hop eine Kampagne umsetzen wollen. Das sind die Pfeiler, die wir haben. Dein Aushängeschild unter Nohook, was würdest du sagen, welche Künstler ist dein Aushängeschild?
- 34:23Für uns sind auch die Künstler natürlich wichtig. Logisch, logisch, logisch. Wir haben niemals ausschliessen wollen. Man kann die Zahlen anschauen. Wenn man die Zahlen anschaut, ist es der Monet. Also ganz, ganz, ganz klar so.
- 34:37Schweiz oder hauptsächlich Deutschland? Bei ihm schon, vor allem Deutschland. Dadurch entsteht auch die Zahl. Bei einer solchen Zahl wie bei ihm auf Spotify stehst du mit Mundart Rap gar nicht, weil es von der Marke zu klein ist. Aber es gibt auch andere Künstler, zum Beispiel wenn man an Live denkt, also Anzahl Konzertspiele und Leute, die an Konzerte kommen und so, dann ist es vielleicht der EDB. Wo aber Spotify auf einem ganz anderen Level ist
- 35:07Aber es ist immer noch schwierig zu sagen. Und auch wiederum haben wir Künstler und Künstlerinnen, die vielleicht bei Spotify und Konzerttickets nicht so oben sind, aber dafür haben sie vielleicht mega viele Corporate-Anfragen und verdienen dort auch gutes Geld. Darum ist es wirklich echt schwierig zu beantworten, was ist jetzt wirklich genau unser Aushängeschild. Aber wenn man es wirklich von aussen anschaut, ist es klar, Monet.
- 35:35Aber du hast mir im Vorsprach schon gesagt, er war nicht von Anfang an bei euch, er hatte zuerst das eigene Management. Genau, also dort war es so, wir waren dort zuerst involviert, weil ein anderer Künstler von uns Creative Direction gemacht hat für ihn. Und wir haben als Management von diesem Künstler diesen Prozess begleitet. Und dann hat sein damaliger Manager gecheckt, dass wir halt Musik-Business-Profi sind. Und er war eher so ein Quereinstiger.
- 36:03Und hat uns dann immer mehr involviert. Zuerst haben wir noch Tourmanagement gemacht und so. Und dann hat sich irgendwann der ehemalige Manager entschieden, dass er sich aus dem Musikbereich zurückziehen will. Und dann war es wieder ein logischer Schritt für Moné und uns. Sie haben uns voll zusammengearbeitet. Ja, brav. Und sonst so, macht ihr nur Hip-Hop bei dir?
- 36:28Nein. Ich sage immer, alles, was aus dieser Kultur entsprungen ist, zum Beispiel, wie vorhin der EDB erwähnt, bei ihm, er macht, man würde es auch Indie-Pop nennen, aber er ist ganz klar ein Hip-Hop-King. Indie-Pop, was ist Indie-Pop? Indie-Pop ist so Nina Chuba, Zartmann, Provinz, das sind so die Namen. Okay.
- 36:57Aber er wurde mit Hip-Hop sozialisiert. Er macht einen Song wie ein Rapper, aber es entsteht dann nicht ein Rap-Song, sondern ein Indie-Pop-Song. Die Art, wie er Interviews führt oder so wie er Sachen angeht, ist im Kern Hip-Hop. Weil er durch das sozialisiert wurde. Darum haben wir uns auch verstanden, obwohl er eigentlich andere Musik macht.
- 37:20Und so haben wir ein paar Projekte. Und im Booking, muss man sagen, sind wir offener. Also dort haben wir auch ein paar Bandprojekte, die gar nichts mit Hip-Hop zu tun haben. Oder dort haben wir auch Comedians oder Poetry Slammer oder Live-Podcast-Projekte, die wir immer wieder booken, die gar nichts mit Hip-Hop zu tun haben. Das haben wir auch im Booking. Genau. Beim Booking
- 37:50Dort ist es nicht sehr wichtig, die Expertise in dieser Musikrichtung zu haben, weil man ja nicht in kreative Entscheidungen involviert ist. Sondern man hat eine Band XY, die ein Tour spielen will. Es gibt die Clubs, die es gibt. Es gibt ja nicht unbedingt den Hip-Hop-Club oder den Rock-Club. Ab und zu gibt es das.
- 38:11Meistens ist in jedem Club jedes Genre daheim. Da hat man alles drin. Und dann braucht man einen Tour. Da muss man nicht mega deep drin sein, im Rock von einer Rockband zu sein. Das heisst, eine Rockband kommt zu uns und sagt, «Hey, ich würde gerne eine Tour spielen. Wir haben vor dem nächsten Jahr zehn Konzerte spielen in der ganzen Schweiz.» Genau. Und dann sagt ihr, «Okay, gut, gib uns einen Monat, zwei, keine Ahnung, drei.» Genau. Dann macht man das Routing, sagt man dann. Das wäre dann einfach...
- 38:37Genau, man geht alle Clubs an, checkt die Daten, was noch frei ist, was passt in den Tourplan, Dealen, wie viel Gage gibt es, oder macht man einen Door-Deal, also einen Ticket-Deal. Und dann stellt man eine Tour zusammen und präsentiert es der Band. Wenn Clubs und Bands alle einverstanden sind, gehst du mit. Und wie viel verdient ihr jetzt an dem?
- 38:58Beim Booking zum Beispiel haben wir dann von der Gage 100%. Genau, das ist so, so Sprachenstandard ist 15% im Booking. Also das ist wie...
- 39:16Kein geschriebenes Gesetz, aber es ist einfach Branchenstandard. So 15 Prozent. Ein Teil 10 Prozent, es gibt noch ein paar, die 20 nehmen. Aber so unterm Strich nimmt der Booking-Agentur 15 Prozent. Und was ist beim Booking? Was ist bei einem Management? Wenn ihr ein Management macht? Beim Management ist es 20 Prozent, jetzt bei uns. Aber auch dort gibt es viel mehr Arbeit im Jahr. Viel mehr Arbeit und oft auf der Nettoeinnahme.
- 39:41Bei Booking ist wirklich die Gage, die reinkommt, egal ob Produktionkosten oder Band, die noch auszahlen muss. Das ist der Unterschied, dass Management oft auf dem Netto ist, aber auch viel mehr Arbeit, viel mehr Verantwortung. Aber dort ist so ein ungeschimpftes Gesetz, 20 Prozent, da gibt es auch wieder Leute, die mehr nehmen, Leute, die weniger nehmen.
- 40:03Es sind so Sachen, die du auch von den Filmen wieder einmal hörst, dass irgendwelche Agenturen mega am Ausnehmen sind. Jetzt ich als Künstler, wie finde ich eine Agentur, die sagen kann, die nehmen mich jetzt nicht über den Tisch, die schauen für mich. Auf was kann ich achten? Was würdest du einem jungen Künstler empfehlen?
- 40:25Also es gibt zwei, drei Tipps, die ich jedem gebe. Das Erste ist, in der Schweiz ist ein Manager, der Managementauftrag ist ein sogenannter vor dem Gesetz einfacher Auftrag und der ist jederzeit kündbar. Eigentlich so wie...
- 40:42Also, ich weiss jetzt das Gesetz nicht genau, ein, zwei, drei Monate, aber es gibt keine, du kannst keinen Managementvertrag auf drei Jahre oder so machen. Das geht nicht. Es ist ein einfacher Auftrag, wie ein Arbeitsvermittler oder so. Also wenn das anfechtet vor Gericht, ist es ein einfacher Auftrag. Und durch. Jederzeit erkundbar. Das ist schon mal wichtig zu wissen. Da hörst du manchmal Geschichten von eben so, ich muss jetzt drei Jahre mit diesem Management arbeiten und so. Stimmt nicht. So.
- 41:09Übrigens, Fun Fact, wegen dem haben wir nicht mal Verträge. Wir haben keine Verträge mit unseren Artists, also im Management. Weil das ist so, das erste Mal ist so eine Closet-Sammarbeit, da vertraut man sich eh. Und wenn ihr wollt gehen, dann könnt ihr ja eh gehen. Aber,
- 41:26Wenn er natürlich diese Entschleischungen in Anspruch genommen hat. Genau, das wird noch abgerechnet. Das kommt sowieso zu euch rein. Manchmal. Wir haben den Deal abgewickelt, das ist nur fair, wenn wir dort noch bekommen. Aber für alles Zukunfts sind wir raus. Einfacher Auftrag. Und darum haben wir irgendwann gefunden, für ein Management entscheiden wir uns erst, wenn wir uns schon so lange kennen. Das ist ein Funfact, dass wir wirklich ohne Vertrag arbeiten.
- 41:55Das ist so ein Tipp. Das zweite ist, es gibt gewisse Anlaufstellen, wo du dich sicher überraten kannst. Es gibt zum Beispiel so eine Art. Das ist
- 42:07Ich glaube, sie nennen sich Gewerkschaft der Künstler. Also da kann man sich sicher auch melden und sagen, hey, schau, ich habe hier den Vertrag bekommen, ist das rechtens? Dass man sich dort auch beraten kann. Und es gibt auch von unserer Seite den Schweizer Managerverband, wo man sich sicher auch melden kann, wenn man unsicher ist, macht der Manager XY, ist das rechtens, was der macht?
- 42:33Das sind drei wichtige Tipps, sagen wir mal vier wichtige Tipps. Erstens, dass es rechtlich so ist, dass es jederzeit kündbar ist. Aber du bist der Chef, als Manager bist du eigentlich die Dienstleister, ganz einfach. Ich weiß vielleicht von einer Künstlerin, die hat sehr lange mit einem Managementaushalt zu tun.
- 42:59Die hatten richtig keinen Bock und es war mega schwierig für sie, aber es hätte irgendwie nur noch... Ich glaube, mehr als ein Jahr hätte es nur noch bleiben müssen. Ja, was viele machen... Wahrscheinlich war es kein Managementvertrag. Was viele machen, ist, dass sich dann auch noch Labels oder Verlags technisch verbinden. Und dort sieht es anders aus. Im Verlag kannst du sogar Songs signen auf Schutzfrist, das heisst bis 70 Jahre nach dem Tod.
- 43:24Also, ja, die Songs sind eher mit dem Verlag gebunden, Forever. Was? Ja, ja. Und da kann sich ein Manager einschreiben lassen.
- 43:36Wobei, da kann er es ja nicht blockieren. Vielleicht hat sie noch einen Labelvertrag gehabt. Bei Labelverträgen kannst du einem Künstler, das ist ein sogenannter Künstlervertrag, und dort kannst du etwas unterschreiben, dass du in den nächsten ein, zwei, drei Jahren musst Musik über das Label herausbringen. Das kann dich blockieren. Ja, und ich glaube, das, was bei ihr eben so mühsam war, ist, dass sie wieder in eine andere Schiene reingetan hat, als sie eigentlich
- 44:06gerne spielt, dass das eigentlich ihre Kunst ist. Und mit dem hat sie mega, mega Mühe gehabt. Ja, der hat sicher einen Labelvertrag bekommen. Das ist der einzige, den du eigentlich stoppen kannst. Ausser du... Wobei, nein, es kommt auch wieder auf den Vertrag an, aber du kannst unter Umständen vielleicht einen neuen Künstlernamen und mit diesem Künstlernamen anfangen zu releasen. Aber wenn du mit...
- 44:27Ach voll, weil du bist ja nie als Person abgebunden, sondern mit dem Künstler. Ja, aber je nach Vertrag, das kannst du auch anders verhandeln. Du kannst dir auch sagen... Weisst du, was ich jetzt meine mit, ihr müsst so anders wissen haben. Es spielen so viele Sachen drin. Ja, ja. Es gibt auch die, zum Beispiel, wir hatten vorhin vom Capital Bra, der hat eine Zeit lang noch als Joker Bra auch noch released. Ja, genau. Das hat er aber dann anders released. Er hat zum Beispiel die Lücke gehabt, dass er als Capital Bra dort hat müssen releasen, weil er dort gebunden ist. Aber wenn er irgendetwas anderes hätte wollen machen...
- 44:57hat er unter einem anderen Namen anders releasen dürfen. Der hat zum Beispiel das dürfen. Krass. Crazy. Ich glaube, die Musik-Szene-Branche ist ultra ultra komplex. Es fühlt sich nicht mehr an wie Arbeit, weil du hast dir das geschaffen, so wie du es... Du hast dir deinen Traumjob erschaffen. Ja, würde ich so sagen. Voll. Was ist so eine Sache, die du gar nicht gerne machst?
- 45:22Boah, buchhaltig. Schon? Ja, ja. Buchhaltig. Ja, nicht? Schon. Also ich muss auch sagen, bei meinem Team, die anderen machen das noch weniger gern. Darum hängt schon alles bei mir. Und man kann es auch nicht komplett outsourcen, weil es zum Teil so komplex ist zu verstehen, weil wir halt noch über drei Länder arbeiten, mit Quellen steuern und so.
- 45:44All das und Vorschüsse und Lizenzierungen. Das ist für eine externe Buchhaltungsfirma auch ultra kompliziert. Vorschüsse sind etwas, das in der Regel ist. Ein Künstler kommt zu euch und sagt, hey, mega vertrauen, weil er hat voll etwas aufgebaut. Dann sagt er, hey, ich brauche schnell sechs Monate für mein nächstes Album zu planen, aufzunehmen.
- 46:11Aber braucht man Vorschuss wie das? Dann kann das das BUBB antragen? Wir zahlen selten Vorschüsse und wenn auch recht human. Aber natürlich in Deutschland arbeiten wir oft mit unseren Management-Künstlern, auch mit Major Labels, also Sony, Universal, Warner zusammen. Dort gibt es natürlich grössere Vorschüsse, die nachher so Finanzierungen möglich machen. Wie, ich muss jetzt in der Albumproduktionsphase mit den Produzenten arbeiten, die auch etwas kosten.
- 46:39mit den Videografen, die etwas kosten. Und dann bist du angewiesen auf einen Vorschuss. Ausser du hast so viel passives Einkommen durch Shows oder irgendwas, dass es geht. Aber an einem gewissen Level bist du leider oft auf Vorschüsse angewiesen. Du hast vorhin auch gesagt, du bist ein Facebook-Kind. Und du hast in jeder Neuheit mitgemacht, hast es als Chance gesehen. Wie würdest du sagen, hat sich Social Media in den letzten Jahren verändert?
- 47:09Ja, definitiv. Es ist schon ein Riesenteil der Arbeit als Musikschaffender. Und auch... ...schwieriger. Ich kam gerade aus einem Call raus, wo ein Künstler sagte, «Kein Bock, jeden Tag TikToks zu posten, aber irgendwie muss man ja.»
- 47:37Ich möchte eigentlich Musik machen. Ich verstehe den Struggle. Ich verstehe das hundertprozentig. Aber es ist halt so, wie ich gesagt habe, 100'000 Songs pro Tag. Irgendwie musst du rausstechen. Das Einzige, was ich aber sage, die Songs haben es verdient, dass sie gepusht werden. Du hast dir Mühe gegeben, deine Musik zu machen. Es wäre mega schade, wenn das jetzt einfach auf Spotify rumliegt und niemand interessiert es.
- 48:04Ich hoffe, die Leute zu motivieren. Aber ich sehe auch, dass es ultra anstrengend ist, die ganze Zeit posten zu müssen, dies und das, und immer online zu sein. Das war schon anders früher. Wie viel Arbeit investierst du selbst in Social Media? Viel. Schon? Ich habe eine riesen Bildschirmzeit. Okay. Also erstens zum Arbeiten. Ich bin schon viel im Austausch auf Instagram und WhatsApp als Social Media.
- 48:34Aber auch sehr viel Research. Für mich ist es sehr wichtig zu wissen, was gerade los ist. Viele unserer Künstlerinnen und Künstler, ihre Zielgruppe ist zwischen 14 und 20. Und ich bin 37.
- 48:50Aber ich muss wissen, was ein 16-Jähriger nice findet und spannend. Ich muss das wissen, weil wir ja die Leute abholen wollen. Darum möchte ich wissen, wie sie reden, wie sie sich anlegen, was sie interessiert, was cool ist und was nicht. Das ist für meine tägliche Arbeit mega wichtig. Oder auch, wenn ich mit einer jungen Künstlerin spreche, möchte ich, dass sie weiss, dass ich checke, was sie macht.
- 49:18Darum ist es für mich mega wichtig, es klingt mega blöd, aber für mich ist es wichtig, auf TikTok einfach rumscrollen und Dinge anschauen und checken. Das ist wie Weiterbildung für mich. Krass. Das kann ich nicht in einem Buch lernen. Nein, aber eigentlich ist es ja gut, weil
- 49:37Wir wissen, viele scrollen auf TikTok herum, unsere Dopaminspeicher werden mega schnell gefüllt, wieder gelernt, gefüllt, gelernt, was nicht so gut ist, aber wenn du es natürlich brauchst, weil du Produktivität daraus schaffen kannst und du einen Mehrwert für deine Kinder schaffen kannst, dann ist es auch wie
- 49:54Dann ist es ja wie eine Art von Arbeiten, die du da drauf machst. Und nicht das rein zu konsumieren. Ich würde schon sagen, ja. Wir arbeiten auch mit Künstlern zusammen, die alles auf TikTok angefangen haben. Weil man irgendwie die Videos gesehen hat und es einfach spannend findet. Und dann ist man irgendwie in Kontakt gekommen. Und ich glaube, ich habe das Gefühl, bei jedem Call habe ich auf TikTok das und das gesehen. Also für mich ist TikTok ultra wichtig.
- 50:19Vielleicht ist es in den Jahren etwas anders, aber einfach das am Puls, oder zum Beispiel, wie gesagt, ich bin auch DJ, ich liebe es ab und zu an einer U16 Party aufzulegen, einfach um zu checken, wie das dort funktioniert. Und was ankommt. Das ist für mich auch jedes Mal eine Feldstudie. Krass. Viele sagen, was will ich da mit diesen Kids, aber für mich ist es wirklich... Und sind es ganz anders.
- 50:47Sie sind definitiv anders, ja. Definitiv. Was kommt dort mehr an?
- 50:53Es gibt auch so, es gibt die, die gefühlt nur noch Moshpits machen wollen. Okay, ja. Und einfach durchdrehen. Was aber auch spannend ist, dass... Ach, übrigens, sorry, ich habe das nicht verstanden. Ich selber auch nicht. Ich liebe es als DJ das auszulösen, es sieht geil aus. So, ah, dank mir drehen sie jetzt da durch, das ist geil. Aber ich würde selber niemals in einem Moshpit gehen. Ich habe keinen Grund. Ich auch nicht. Ich verstehe es einfach nicht.
- 51:21Und wenn das jemand versteht, bitte, wenn du mir erklären kannst, wieso du das machst, bitte erklär es mir. Schreib es in die Kommentare, weil ich check es wirklich nicht. Ich habe das Gefühl, es hat schon irgendwie mit Loslass-Düren so ein bisschen... Aber vielleicht merkt man da mein Alter, aber die Verletzungsquare ist doch massiv. Hey, da...
- 51:43und bremst auf einen anderen Typ zu, rennen. Du bist dreckig und dein T-Shirt verrisst und ich check es auch gar nicht mehr. Aber das ist eins. Und das andere, was ultraspannend ist, was ich in letzter Zeit beobachte, oder manchmal lege ich auch so eine Kante abschlussfest auf und dann bekomme ich Inputs von den Lehrern, was die Kids hören wollen.
- 52:03Und das sind immer noch die gleichen Bravo-Hitstrophen wie vor 20 Jahren. Also die wollen immer noch Cash anhören und Florida und Pitbull. Das hat sich lustigerweise nicht verändert. Das sind die gleichen Evergreens wie immer. Die funktionieren aber auch. Das hat auch nicht angefangen, aber das ist vielleicht der Anfang vom Mainstream-Sein. Seitdem muss ich sagen, es gibt auch nicht mehr die...
- 52:30Komplette Club-Hits, die jeder kennt. Die Pitbull und Florida-Hits, die hat ja jeder gekannt. Das gibt es heutzutage nicht mehr so. Es ist schon ein bisschen bubbler geworden. Und darum sind es vielleicht auch die Songs, wie Katy Perry und all das Zeug. Vielleicht gibt es so eine Generation gar nicht mehr von Club-Songs, die jeder kennt.
- 52:54Gut, jetzt haben wir mega viel über die Musikbranche gesprochen. Ich weiss aber, dass du, du hast es auch im Intro gesagt, politisch bist du auch noch unterwegs. Politisch bist du auch noch aktiv. Willst du von deiner politischen Aufbahn etwas erzählen? Ich muss ein wenig kitschig sagen, aber auch das hat etwas mit Hip-Hop zu tun. Hip-Hop ist eine Kultur, die von unten kommt.
- 53:20Ich glaube, alle wissen, dass es in den Ghettos von New York entstanden ist und von einer afroamerikanischen Schicht, die nicht gehört wurde. Dadurch hat es mir auch viel mit Hip-Hop zu tun, dass ich politisch aktiv bin und Schichten und Bubbles will, die nicht gehört werden.
- 53:47eine Stimme geben. Die Working Class, die mir am Herzen liegt. Allgemein alles immer noch aus einem sozialen Aspekt anzuschauen. Ich
- 54:03Ich glaube, alle Künstlerinnen und Künstler, die wir zusammen schaffen, die meisten Businesspartner und sicher unser Team, entscheiden schon oft politisch und sagen, mit dieser Person arbeiten wir nicht zusammen oder mit dieser Brand arbeiten wir nicht zusammen, weil es ethisch nicht vertretbar ist für unsere Werte. Und
- 54:26Und auch sonst, ich bin viel im Austausch mit Politikerinnen, die über gewisse Themen sprechen, natürlich vor allem über Kulturpolitik, weil da gibt es für mich auch viele Missstände. Und es gibt halt, weil es halt eine Branche ist, die nicht mega...
- 54:42in der Schweiz gibt es wenig Lobby für diese Branche. Die ganze Lobbyarbeit basiert auf freiwilliger Arbeit und da versuche ich, mich in diese Lobby einzutragen. Kannst du sagen, in welcher Partei du zugehörig bist? Genau, ich bin SP-Mitglied.
- 55:03Im Gemeinderat? Nein, kein Aktives. Ich habe mal kandidiert für den Kantonsrat. Ich weiss nicht, ob ich das nochmal machen würde. Ich habe mal ein Plakat geladen. Ja, das kann sein. Wie sagen wir denn ein Plakat? Ja, genau. Das Ding ist, warum ich das nicht machen würde, weil man muss sehr regionalpolitisch anfangen. Und eigentlich interessiert mich die Regionalpolitik nicht. Also...
- 55:31Bei der Kulturpolitik muss man eigentlich weit oben anfangen. Es gibt jetzt zum Beispiel ein Lex Netflix, dass ein gewisser Teil der Einnahmen von Netflix in Schweizer Filme investiert werden muss. Ich wäre dafür, dass es ein Lex Spotify gibt und solche Sachen. Das muss ich nicht in meiner Heimatgemeinde...
- 55:52Da möchte ich nicht Kulturpolitik machen und darum habe ich das Gefühl, als Lobbyist, dass ich in Austausch bin mit gewissen Nationalräten oder gewissen Verbänden, Berufsverbänden und so, kann ich ein bisschen mehr bewirken. Ja, sehe ich total. Ich habe eine lustige Wissenskarte. Gestern hatte ich eine SP-Politikerin bei mir. Ich habe einen riesen Frühweg gemacht, weil ich habe unbedingt jemanden gewählt, der mit mir über die 10 Millionen Schweiz diskutieren kann.
- 56:16Ich hatte ein paar Stimmen vom rechten Flügel. Ich bin ein sehr wissensbegieriger Mensch und wollte wissen, wie die linken Flügel denken. Was sind die Pro- und Kontra-Argumentationen? Wir hatten ein sehr cooles Gespräch gestern.
- 56:34Ja, Sonntag, gestern. Sonntagmorgen hatten wir ein Gespräch. Mega, mega spannend war das, um das auch ein bisschen zu verstehen. Fühlst du dich okay damit, um deine Meinung zu äussern über die zwei grossen Initiativen, die jetzt kommen? Das sind einmal die 10 Millionen und einmal die Militär- oder Zivilschutzinitiative. Was meinst du dazu?
- 56:58Ich bin ganz klar auf der linken Linie. Und ganz klar auch, was die SP betrifft. Vor allem auch, weil es aus meiner Sicht wieder ziemlich missbraucht wird, gegen ausländische Personen zu hetzen. Das ist nicht nur der Grund, aber das ist auch das, was alles andere für mich sowieso entkräftet und sagt,
- 57:25Das ist nur Wasser auf die Mühle von diesem rassistischen Gedankengut und darum gibt es für mich gar nichts Grosses mehr zu diskutieren. Weil es einfach schon...
- 57:40dort anfängt. Aber sonst bin ich in diesem Thema auch nicht so deep drin, um da mega in die Diskussion hineinzugehen. Voll okay. Dort vertraue ich einfach auch auf Leute, auf die ich politisch sehr vertraue und an die ich austausche. Wenn ich Podcasts oder Texte oder Interviews
- 58:03von innen die Inputs zu bekommen, die ich nachvollziehen kann, dann reicht das für mich eigentlich schon oft, ohne dass ich mega deep reintauke. Voll, unbedingt. Eine ganz wichtige Sache ist, wenn du eine Meinung hast, vertritt deine Meinung. Also für dich hier draussen, wenn du eine Meinung hast, vertritt sie und geh wählen. Ob das Ja oder das Nein ist, geh wählen. Das ist sowieso das Wichtigste. Das ist für mich wirklich nicht verständlich, wie Leute...
- 58:28nicht wählen können. Nachher bleiben gehen, weil so etwas nicht passiert ist. Ja. Und vor allem die junge Generation. Denn es ist halt schon in der Schweiz so, dass die Wähler oft von den älteren Leuten geprägt sind. Und es gibt aber mehr junge Leute, die wählen können. Unbedingt.
- 58:47Es ist nicht viel Arbeit. Nein. In vielen Ländern wären sie froh, dürften sie wählen. Voll. Voll, voll, voll. Unbedingt. Jetzt, du bist schon sehr lange selbstständig. Was hast du eigentlich für Berufe gemacht vor dem 09? Das ist etwas ganz anderes. Ich bin... Warte, warte, warte. Machen wir... Raten wir? Ja. Raten. Also, du... hast... Rats erstmal, was ich für einen Schulabschluss habe. Einen Schulabschluss?
- 59:19Ich würde sagen, du bist ein CKA-Schüler. Also, hier ist CKA. Das wäre... ...mega cool. Weil ich kein CKA-Schüler war. Also, ich bin CK. Aber ich bin in der 8. Klasse vor der Show geflogen. In der 8.? Das wäre die zweite Oberstufe? Ja, ich bin nie in der 9. Klasse. Was? Und dann?
- 59:42Dann hatte ich das Glück, eine Lehrstelle zu finden. Aber das musst du jetzt wieder raten, was ich dann gelernt habe. Also dann hast du eine Lehrstelle als Automik. Nein, du bist ganz anders, wie du geschaut hast. Ganz anders, ja. Ganz anders. Qua für? Dank an meine politische Einstellung.
- 1:00:09Jugendarzt, das ist wahrscheinlich später. Sozialpädagog. Fasch. Lehrer.
- 1:00:19Nein, ich habe Fagelehrer gemacht. Fagelehrer? Fachangestellte Gesundheit. Und vor allem im zweiten Jahr, was es überhaupt gab. Fagelehrer? Also das hat es ein Jahr vorher schon mal die Ausbildung gegeben. Ich war einer der ersten Männer. Also in meiner Klasse war ich und noch ein anderer Mann, der Fage gelernt hat. Crazy. Genau. Und dann hast du die Lehre fertig gemacht? Lehre gemacht und dann noch
- 1:00:42Ich habe auch noch einen Krankenpfleger angehängt. Das ist eine Weiterbildung? Genau, da kann man dann eine verkürzte Ausbildung machen. Und dann habe ich vor allem psychiatrisch mit Patienten gearbeitet. Mhm. Wie hast du dich dazu entschieden, das zu machen? Handwerk ist nie in Frage gekommen, weil ich da gar nicht talentiert bin.
- 1:01:04Nein, ich meine in der psychiatrischen... Aha, das hat sich so ergeben, dass ich irgendwie im Beruf von RUX war, auch in der Lehre und so, und mich das immer spannend fand. Und dann kam ich mit Huntington-Patienten in Kontakt. Das ist eine neurodegenerative Krankheit, die psychiatrische Symptome hervorruft.
- 1:01:22Ich habe es schon mal gehört, aber ich hätte es nicht nachvollziehen können. Vielleicht hast du Dr. House geschaut. Ja. Die 13. Ärztin dort hat das. Ah ja, genau richtig. Genau. Die Blonde. Also, ja, nein, es ist die Blonde. Genau, das ist so eine Erbkrankheit, die ultraschlimm ist. Stimmt. Tödlich, mega jung, sehr psychiatrisch und neurologisch. Und dann konnte ich mit diesen Patienten mega gut. Und dann bin ich an einen Neurologen von Bern gestossen.
- 1:01:51wo mich dann mal gefragt hat, ob ich mit ihm zusammenhilfe, ein Spezialzentrum für diese Patienten aufzubauen. Also quasi auch die ärztliche Seite und die pflegerische Seite. Und dann haben wir das in Gümligen bei Bern zusammen gestartet. Da habe ich die Leitung übernommen von dieser Pflegestation für die Hunting-Patienten, habe aber auch ambulant beraten und Forschungen gemacht und so.
- 1:02:15Ich habe das ein paar Jahre gemacht, habe aber nebenbei immer meine Musiksachen gemacht für Anstaltungen und DJs und so. Und habe eigentlich immer gesagt, sobald ich irgendwie von der Musik erlebe, bin ich weg. Und dann irgendwann war es soweit und dann habe ich dort die Prozent reduziert und meine Nachfolgerin eingeschafft, die dann die Leitung übernommen hat und ich habe mich immer mehr zurückgezogen.
- 1:02:36Gut, jetzt hast du eigentlich so ein Paradebeispiel. Du hast eine Lehre gemacht, du warst nachher auf dem Beruf, du hast gearbeitet und dann hast du weiterhin immer Musik gemacht, weil das deine Passion, deine Leidenschaft ist. Und du hast gesagt, okay, sobald ich von der Musik leben kann, schraube ich hier runter. Das ist wirklich so der
- 1:02:55die Waage gemacht. Genau. Ist das etwas, was du auch jungen Unternehmern anraten würdest, um zu sagen, wenn ihr eine Idee habt, macht das, aber habt noch euren Safe Haven nebenbei, wo ihr Geld verdient, wo ihr nicht in die Not reinkommt.
- 1:03:14Ich kann halt wirklich nur von meiner Branche reden. Und ich habe das Gefühl, in meiner Branche würde ich das schon jedem raten. Erstmal, weil es ein kleiner Kuchen ist in der Schweiz. Und halt wirklich auch nicht ein ultra boomender Markt, wo es wirklich so mega schnell gehen kann. Es ist oft ein harziger Weg. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, aber oft ist es ein harziger Weg. Und ich glaube, es
- 1:03:43Ich gebe auch vielen Künstlerinnen den Tipp, dass es gut ist, alles auf Musik zu setzen. Es ist wichtig, dass du motiviert bist. Aber einen 40%-Shop ist vielleicht nicht schlecht, das am Anfang zu haben, damit die Kopfweh der Krankenkassenrechnung nicht mit deiner Musik zusammenhängt. Am Anfang.
- 1:04:06hast du schon einen riesen Druck. Und ich glaube, wenn du solche Drucksituationen hast, entweder bist du so ein 50 Cent Typ und umwälzt alles so ins Positive und versuchst dann aus jedem Scheiss irgendwie Geld zu machen. Oder es macht dich fertig und du hast kreative Blockaden und so weiter. Und dann kommst du bei beiden weiter.
- 1:04:29Und ihr seid jetzt wirklich für die Schweizer Kreativ-Szene gekommen. Ich weiss nicht, ob ich es einem Deutschen anders raten würde, weil es ist ein viel grösserer Markt, ein viel grösseres Land. Dort kann es viel schneller explodieren und rentabel werden. Aber die Schweiz ist... Nehmen wir an, du machst noch Mundart-Musik. Nur die Deutschschweiz kannst du bespielen. Das ist schwierig. Das ist wirklich schwierig.
- 1:04:54Der grösste Mundartkünstler? Ah, du hast vorhin gesagt, das ist nicht unbedingt Hip-Hop, das ist so Pop, Indie-Pop. Ja, mit dem arbeiten wir. Luke ist auch seit Jahren bei uns schon einer der ersten Künstler, der immer dabei ist. Der grösste Hit, den ihr bis jetzt produziert habt? «In Zahlen»
- 1:05:22Hello Kitty von Kwami und Ovi. Ovi ist ein Produzent aus Biel, Kwami ist ein Rapper aus Hamburg. Ja. Das ist wahrscheinlich... Da sind wir verlaglich. Also Ovi ist bei uns im Verlag. Das ist wahrscheinlich in Zahlen... der Grösste hat...
- 1:05:40Hättest du die Zahlen im Kopf? So ein Stream? Nein, nicht auswendig. Also x Millionen, aber ich kann es nicht aus- X Millionen? Ja, was ist das Ende da? Ja, das ist ein rechtes- Und jetzt sind wir gerade in der Vorhinein vor einer Stunde erfahren, dass ein anderer Produzent von uns, der Wayback, einen Song produziert hat, der in den Spotify Top 10 von Deutschland jetzt gerade drin ist. Vielleicht wird es der.
- 1:06:08Das kann ein mega Push sein. Ja, wenn du dort drin bist, dann fährt der Algorithmus noch für dich. Wie kommst du in solche Sachen rein? Die Spotify-Top-10-Charts sind tatsächlich das, was am meisten gestreamt wird im ganzen Land. Das sind viele Streams, ja. Genau. Aha, okay. Aber das sind in dem Fall einfach...
- 1:06:28Es ist nicht irgendeiner, weil ich weiss noch, bei Apple Music, ich habe lange bei Apple ja gearbeitet, und ich weiss, wir hatten einen von Apple Music, der war Kurateur. Gut, und der hat die... Ja, voll, der Jonas, genau. Und der hat ja die Playlist kuratiert und hat dann, ich weiss nicht, ein bisschen Kontakt und so zu ihm, und dann hat er etwas mal rein platzieren können in so einen... Was sind die Playlists? Alle geheißen. Und wenn du drin warst, auf einmal, bam,
- 1:06:56Natürlich, der Song ist sicher platziert, der in den Top 10 ist. Der ist sicher im Deutschrap-Rand neu und New Music Friday und so. Aber man muss sagen, die Macht dieser Playlist hat ein bisschen abgenommen. Früher gab es ja den Modus Mio, das kennen noch viele. Wenn du da drin warst, dann hast du gewusst, jetzt läuft es. Aber die Playlist-Macht hat ein bisschen abgenommen, weil die Leute gar nicht mehr so auf die Playlist gehen, weil sie eher so...
- 1:07:23die Radiofunktion nutzen oder Smart Shuffle oder all die tausend neue Funktionen von Spotify. Die Macht der Playlists war früher das Wichtigste, einen guten Draht mit Playlistern zu haben. Wir sind immer noch in Kontakt mit Spotify-Playlistern und Apple-Playlistern, Amazon Music usw. Aber es ist jetzt auch nicht mehr das Allerwichtigste, dass man unbedingt auf diesen Playlists stattfindet. Wichtigste Plattform?
- 1:07:50Ja, Spotify hat jetzt 70-80% Markt. Klasse, ja. Ich bin nie weg von Apple Music. Also grundsätzlich, bitte bleibt bei Apple, weil die zahlen doppelt so gut wie Spotify. Für uns ist es viel besser, wenn dort gestreamt wird.
- 1:08:06weil Spotify einfach verschissen zahlt. Aber man muss es halt wichtig behandeln, weil es halt 70-80% Marktanteil ist. Apple hat zwischen 12 und 20 oder so. Aber die würden viel besser zahlen. Alle. Deezer, Apple, Tidal, die zahlen alle besser als Spotify. Also für den Künstler... Aber gibt es in der Schweiz Leute, die Tidal benutzen?
- 1:08:29Ganz wenig. Das ist auch ein Prozent. Aber eigentlich wäre es für Künstlerinnen viel besser, wenn dort gestreamt würde werden. Kann man künstlern, wenn er so einen riesen Hit hat, so x Millionen Streams, sagen «Hey, das ist mein Jahreslohn, da kann ich jetzt...»
- 1:08:49Es kommt ein bisschen darauf an. Nur Streaming wird es auch schwierig. Schon. Aber oft, wenn ein Hit ist, wird er dann auch noch im Radio gespielt. Oder nachher ist er vielleicht noch in einer Werbung, die genutzt wird, oder in einem Kinofilm. Und dann kann man dort noch Lizenzen und so. Oft bei einem Hit, oder er spielt dann auch noch viele Konzerte und da kann man auch wieder Lizenze über die Konzerte nehmen. Meistens ist ja ein Hit, der sich dann verteilt und da kommt genug Geld rein. Wenn ich jetzt sage, Podcaster, gut, ich möchte jetzt so einen geilen Jingle oder einen coolen Song haben am Anfang.
- 1:09:19Wie gehe ich vor? Natürlich könnte ich über Artlist etwas machen, was jeder dann brauchen könnte.
- 1:09:27Aber könnte ich jetzt zu euch kommen und sagen, hey, ich brauche gerne einen Song für einen Start. Genau, dann macht man ja eine Lizenzierung. Und für eine Lizenzierung brauchst du... Ein Song hat zwei Rechte. Das ist das Masterrecht, also das ist eigentlich blöd gesagt das Tonband. Der aufgenommene Song. Das ist das Masterrecht. Und dann gibt es noch das Urheberrecht, also das geistige Eigentum von dem, der komponiert oder Text geschrieben hat. Und diese zwei Sachen müssen lizenziert werden. Also das Masterrecht, das Tonband, lizenzierst du beim Label.
- 1:09:57und das Urheberrecht lizenzierst du beim Verlag. Oder wenn der Künstler weder im Verlag noch Label hat, einfach direkt mit dem Künstler. Aber diese zwei Rechte müssen lizenziert werden. So funktioniert es auch bei Filmen oder in Werbungen. Aber wenn ich das jetzt für wen mache als Podcaster, wie gehe ich dann vor? Muss ich dann zu euch kommen? Genau, dann schreibst du an, hey, Ander, wir machen einen neuen Song.
- 1:10:20Dann machen wir eine Offerte und sagen, dass die Produktion so und so viel kostet und wir den Song so und so lange nutzen dürfen. Oder du sagst, dass du genau diesen Song mit Jingle möchtest und dann beginnt man zu verhandeln. Dann muss man sicher wissen, wie viel Reichweite der Podcast hat. Wie viele Leute werden diesen Song
- 1:10:43hören und wie oft wird er reproduziert, was hast du mit diesem Song vor, ist der nur auf dem Podcast oder postest du den auch noch auf Instagram und Facebook und so. Da muss man einfach alles wissen und dann gibt es eine Offerte. Wenn du es nur dort so und so für das brauchst, kostet es ein bisschen weniger, wenn aber noch
- 1:11:02Wenn du z.B. noch voll Ads machst und 50'000 CHF in Ads steckst, repräsentiert sich der Song ja wieder 50'000 Mal. Dann kostet es mehr. All diese Metriken muss man halt kennen. Oder auch bei Werbesongs. Braucht ihr diesen Song nur für Social Media? Oder ist das dann auch nur ein TV-Werbespot oder ein Kinowerbespot?
- 1:11:22Dann wird es halt immer teurer oder billiger. Ich finde das krass, wie das getrackt wird. Technisch habe ich keine Ahnung, wie das möglich ist, aber ich habe auch mal einen Song von Artlist auf YouTube für einen Podcast und dann ist die Meldung gekommen, dass der Podcast überprüft werden muss. Und dann ist auch gekommen, wieso, wegen dem Song. Und
- 1:11:46Dann habe ich gesagt, ja, aber das ist ja mein Artlist etc. Und jetzt musste ich meinen Account, meinen Podcast in die, heisst die Whiteless vielleicht? Mhm.
- 1:11:55«La Whiteliste», ja. Ja, genau. Ich musste dort meinen Namen eingeben und sobald ich ihn eingebe, fünf Minuten später, war die Meldung weg. Ja, ja. Ich so, wie schnell geht das? Ja, das sind so Fingerprints, die ausgeliefert werden und alles tracken. Das ist heftig. Ja, und zum Beispiel jetzt so, im Live-Bereich oder im Club-Bereich ist es ja so, es gibt eben die Suisa, die das Urheberrecht verwaltet. Ja.
- 1:12:19Und aktuell, wenn du ein Konzert spielst, musst du als Veranstalter eine Visa-Liste abgeben. Dort steht drauf, dass dieser und dieser Song live gespielt wurde. Aber wie...
- 1:12:31Jetzt bin ich im Club und ich lasse einen Song laufen. Dort läuft es aktuell über Pauschalen bei DJs. Und dann wird es anhand des Suiso-Umsatzes in Schlüsseln verteilt. Aber in Zukunft wird überall im Club ein Kästchen mit einem Mikrofon gehangen. Das hört mit, welche Songs in diesem Club gespielt werden. Und dann wird es 1 zu 1 an die Tourheber abgerechnet. Also wenn ich den Song X 13 Mal abspiele, bekommt der Künstler wie so 13 Streams?
- 1:12:58Also wahrscheinlich besser aufgerechnet. Einfach von der Suisa-Einnahme, genau. Weil der Klub muss Suisa-Gebühren zahlen und diese Suisa-Gebühren werden dann verteilt. Shit. Genau. Aber es wird viel fairer, weil aktuell, gerade im Klub, bekommen halt einfach die ganzen Bad Bunnies und Taylor Swifts vor der Welt mehr vom Kuchen als die kleinen Schweizer Künstler. Obwohl vielleicht...
- 1:13:20gar nicht so viel Teilswift in einem Schweizer Klub läuft, logischerweise. Also es muss ja eine massive K.I. dahinter sein, weil wenn das Turmwandel ja irgendwo hängt, es müssen die ganzen K.I. matchen. Keine Ahnung, wie sie das machen, aber es... Also in Deutschland gibt es schon Testläufe, wo so Teils jetzt in den Klubs hängen. Krass. Finde ich heftig. Aber geil, ja, es ist viel fairer. Und ich glaube, um das geht es schlussendlich.
- 1:13:47Wir sind schon 1h15 dran. Ja voll. Das hat sich wie eine halbe Stunde angefühlt. Egal. Hure geil. Wir sind aber noch nicht ganz fertig, weil ich habe immer so eine Schnellfeuerrunde, die ich mache. Und wir versuchen jetzt mal... Vielleicht gibt es noch mal eine Tür, die dann aufgeht, aber... Das ist ja mal eine Schnellfeuerrunde. Und das ist eigentlich das einzige, was ich da wirklich vorbereitet habe. Alles andere ist mehr so ein bisschen für mich als Gedankenstütze. Ich schaue mal, ob ich alles, was ich... habe wollen... Ja, das ist ziemlich klasse geworden. Geil. Gut. Darum.
- 1:14:16Mein Name ist Janik. Bist du ready für die Schnellführer-Runde? Ich bin bereit. Du bist ready. Also tue ich mit Sätze, Wörtern oder? Wie du willst. Okay, gut. Du hast Antworten. Vielleicht kannst du noch ein bisschen Background-Stories... Okay. Vielleicht ist vielleicht die Background-Story noch cool. Weil die erste Frage ist, was ist der grösste Künstler, den du jemals Backstage getroffen hast? Kanye West am Frauenfeld. Aber ich weiss nicht, welches Jahr.
- 1:14:44Ich weiss nicht, in welches Jahr, aber Kanye West und Frau Aufenthalt und
- 1:14:48Ja, Kanye West auch. Es war halb Backstage, aber ich war in der Club.com, wo das Watch the Throne Konzert war, mit Jay-Z und Kanye West. Und dann... Sie sind so an uns vorbei und so einen halben High-Five habe ich kassiert von Kanye. Beim Watch the Throne Konzert im Hallenstadion. Ja, darum Kanye. Oh, du Sohn. Crazy. Ist recht klein, oder? Ja, ist nicht so gross. Ist nicht so gross? Ist nicht so gross, ja.
- 1:15:18Okay, kann ich schon recht in Nummer nehmen. Wie findest du seine Musik? Hey, ähm, ich bin komplett nicht einverstanden mit dem, was er rauslässt. Das muss ich vorneweg sagen. Aber für mich ist es auch... Also was er menschlich rauslässt? Ja, ja, tschüss. Ich würde es auch... Ich spiele noch nicht mehr im Club als DJ. Hm, spannend. Ich würde es auch nicht mehr posten. Aber ich selber bin wirklich ein grosser Fan. Also er ist auch der wichtigste Künstler.
- 1:15:45Ja. Ich verstehe es. Ich glaube, kein Künstler hat auch so einen Einfluss auf mich wie er, muss man wirklich so sagen. Aber ich muss dort wirklich leider Kunst und Person trennen. Was ich finde, ist auch fair, wenn man das kann. Ich glaube, man kann
- 1:16:03Kunst und eine Person trennen. Das sollte er sein. Und ich bin ja genug alt, ich kann das differenzieren. Aber ich weiss eben auch, ich bin auf eine Art eine Person von Öffentlichkeit. Klar, ich habe Millionen von Followern, aber trotzdem will ich es nicht reproduzieren und an Leute bringen, die das vielleicht nicht differenzieren können. Und die es eben nicht können. Genau, ja. Ja. Mega. Vielleicht klärt das schon die nächste Frage, aber vielleicht kommt ja eine andere. Und zwar einen Song, den du nie mehr spielen könntest.
- 1:16:34Ja, äh... Noch schlimmer ist halt aktuell alles von P. Diddy.
- 1:16:42Okay, da ist bei mir auch so eine Grenze. Momentan kann ich das auch nicht mehr hören. Ich glaube auch nicht. Also wirklich, weil dort... Oft im Club so der Moment, wo ich denke, «Oh, das wäre jetzt eigentlich gut.» Und dann ekelt es mich ein bisschen. Ja, voll. Ja, ich würde sagen, alles vom P.T.D. angehört. Verstehe ich voll. Ja. Ich fand es mega schade, weil ich habe auch Musik ganz oft mega gefeiert, aber das ist mir wie einer too much.
- 1:17:06Plus, wir wissen ja auch, dass er nicht der Künstler ist. Oft wurde er ja für ihn geschrieben. Darum kann ich noch mehr auf das scheissen. Ja, finde ich geil. Was hörst du aktuell? Ich denke, in meinem Spotify-Rapt wird «Thames» ganz zu oberst sein.
- 1:17:30Tams, das ist eine Afrobeats-Künstlerin. Ah, okay. Das höre ich sehr oft. Ja. Mhm.
- 1:17:39Afrobeats ist auch etwas, das in den letzten Jahren massiv aufkam. Im Club ist das das andere. Und es zieht vor. Im Club ist es die gute Mitte zwischen Jungs und Girls being happy. Es ist cool genug für die Jungs, aber auch tanzbar für die Girls. Im Club macht es sehr Spass, Afrobeats.
- 1:18:06Dann kommt eine sehr wichtige Frage für mich. Ich stelle die jedes Mal. Und die Entscheidung wird man weitermachen mit der nächsten Frage. Ich bin gespannt.
- 1:18:16Janik, Ananas auf der Pizza? Nein. Gott. Danke. Nein. Never. Geht nicht, oder? Nein. Es geht nicht? Echt nicht. Ich hatte bis jetzt zwei, die ja gesagt haben. Echt? Ja. Ich habe dann weitergemacht aus Respekt zu ihrer Zeit. Da bin ich fast ein Italiener. Das finde ich toll.
- 1:18:42Das beste Set deines Lebens oder der grösste Club, den du jemals gespielt hast als DJ? Immer am Frauenfeld. Wo du selbst Aufträge bekommen hast? Ich spiele dieses Jahr das 16. Mal am Frauenfeld. Mal grösser, mal kleiner. Dieses Jahr nicht so gross, ich bin glaube ich auf dem Heineken Rooftop. Aber ich habe mal die Aircard Pre-Party gespielt.
- 1:19:06Dann kam mein Bro AliveIn zu hosten. Das war legendär. In der Lovefabrik, am 1 Uhr in der Nacht. Und vor 2-3 Jahren sprang ich als DJ ein auf der Mainstage, auf der Northstage von Frauenfeld. Ich war dann der DJ von einem Rapper. Was A zu A-Leute angeht, ist eigentlich immer Frauenfeld. Was hat sie da an Personen?
- 1:19:35Mainstage, Northstage 20'000 Leute. Boah! Ich glaube. Schon massiv. Ja. Crazy. Club oder Openair? Boah. Ich habe eigentlich einen kleinen verschwitzten Club. Ja. Wenn ich ehrlich bin. Einfach, das ist äh...
- 1:19:55Was macht es aus? Nähe zu den Leuten. Ich bin sehr, eigentlich den Boiler Room Style habe ich am liebsten. Am liebsten möchte jeder einzeln ins Gesicht schauen und mir ist Crowd Reading mega wichtig. Ich möchte wirklich jeder verstehen da drin und was der Vibe ist und so. Ich spiele auch sehr gerne All Night Long. Also 6-7 Stunden am Stück. Das ist das, was ich meistens mache. Ja.
- 1:20:23Und dann muss ich wissen, was für Leute da sind. Und ich möchte auf die reagieren. Wie machst du das? 6-7 Stunden am Stück spielen? Heute würde ich 6 Stunden spielen. In Luzern? Ja. Von 10 bis 4 Uhr.
- 1:20:38Nachdem du 40 Stunden wach gewesen bist? Und einen Podcast gemacht hast? Diese Nacht habe ich jetzt 6 Stunden geschlafen. Joui. Krass. Ich weiss, heftig. Ich habe nicht das Gefühl, dass es ein Ding ist, all night lang zu spielen. In der Hip-Hop-Szene tatsächlich nicht so.
- 1:20:55Aber in dieser Open-Format oder elektronischen Szene ist das schon ein Ding. Und tatsächlich ist das oft ein Wunsch von mir, weil ich liebe es wirklich so eine ganze Nacht zu gestalten. Ja. So, das ist eigentlich... Ich spiele nicht gerne einfach eine Stunde, weil das ist eigentlich einfach, einfach die Hits spielen. Ja, ja, ja. Das sehe ich. Ein Vorbild ausserhalb der Musik.
- 1:21:25Hm. Sean Ziegler. Wer? Sean Ziegler. Sean Ziegler. Er ist ein Link-Aktivist aus der Schweiz. Okay. Ja. Ja. Genau. Gut. Was macht es aus? Wieso? Hm. Ja, ich glaube, ich kann einfach viel von ihm lernen, wie er... wie er über Sachen denkt, über Gesellschaft und Politik und... Ja. Okay. Super.
- 1:21:57Wenn No Hook ein Film wäre, was für ein Genre? Gute Frage. Sehr gute Frage. Ich würde sagen, es ist so...
- 1:22:15Es klingt blöd, aber es wäre auch schon ein Gangsterfilm. Ja. So ein bisschen... Oder so... So ein Drogenkartellfilm oder so. Aber mehr einfach so... Also es klingt jetzt blöd, zum Beispiel... Kennst du den Film «American Gangster»? Ja. Zum Beispiel... Also natürlich hat es dort auch Gewaltszenen drin und mit Gewalt und so habe ich nichts damit zu tun. Aber ähm...
- 1:22:38Irgendwie diese Hustler-Mentality finde ich halt schon spannend. Und das ist mir auch mega wichtig, dass ich mit Leuten zu tun habe, die hustlen wollen. Voll, voll, voll. Ich glaube, die nächste Frage ist schon beantwortet. Und zwar «Frühe aufstehen oder all night lang?»
- 1:22:55All night long. Aber ich kann auch gut früh aufstehen. Ich habe das Glück, wirklich das Glück, dass ich fast immer gut schlafe. Das ist gut. Das ist ein riesiges Glück. Es gibt ganz selten, dass ich das Gefühl habe, ich habe schlecht geschlafen. Und das ist natürlich ein riesen Vorteil, den ich zum Glück habe, dass ich einfach hinlege und schlafe durch und schlafe gut. Und darum kann ich mega switchen zwischen durchmachen, Nacht, früh aufstehen, Chat-Lags und so, ist auch gar kein Problem. Krass. Da bin ich wirklich gesegnet, was das angeht.
- 1:23:23Ich hatte es begnügt, in letzter Zeit mit sehr vielen Ärzten, ob das wirklich halt Ärzte, Doktoren oder irgendwelche Psychiater oder Longevity-Spezialisten und alle sagen das Gleiche. Schlaf A und O.
- 1:23:40Also Schlafhygiene ist mir auch sehr wichtig. Schlafhygiene ist massiv wichtig. Ich tracke auch meinen Schlaf sehr genau und schaue mein Schlafdefizit an und plane. Und wenn es Musik gibt... Mit was machst du das? Mit Whoop. Ich tracke mit Whoop und schaue auch, weisst du, mit Dunkelheit und wenn... Ich habe immer ein Schlafhygiene-Kit dabei mit Melatonin. Ohrenstöpseln, wenn ich in einer lauten Umgebung schlafen muss.
- 1:24:06Schlafbrille, also ich schaue auch sehr darauf, weil ich weiss, ich bin gleich 37 und habe so ein anstrengendes Leben, was das angeht. Und darum ist das mega wichtig, dass ich eine perfekte Schlafhygiene habe. Mega gut. Das ist eben ein wichtiger Rat, an den Gagussen unbedingt anzuschauen.
- 1:24:24Und Blackroll-Küsse, kleine Werbung. Blackroll-Küsse? Ja, das hat mein Leben verändert. Du musst es noch zeigen. Ja. Kannst du nicht? Ja. Das hilft viel. Vor allem, ich bin halt sehr viel in Hotels. Ja. Fast mehr in Hotels als zuhause. Und Hotel-Küsse sind meistens verschissen. Und seit ich Blackroll-Küsse habe... Das ist immer dabei? Ja, oft, ja. Sehr geil. Wenn wir schon bei Rat sind, was ist dein bester Business-Rat, den du bis jetzt bekommen hast?
- 1:24:55Mein bester Business-Rat, den ich erhalten habe, ist... Ich muss es mir überlegen.
- 1:25:04Das ist ein Blöd, aber ich sage es jetzt. Einfach machen. Das sagt mein Geschäftspartner, der Ibi, oft. Er sagt, einfach machen. Und das denke ich mir oft. Ich höre so mit seiner Stimme. Ich sage, einfach machen. Einfach durchziehen. Einfach starten. Einfach machen, ja. Voll. Du kannst eh nicht perfekt starten. Einfach machen. Nicht zu lange darüber nachdenken. Finde ich super.
- 1:25:32Äh, Berlin oder Zürich? Berlin. Ich habe noch zwei Fragen. Und zwar, dein Lieblingswort auf Schweizerdeutsch? Mein Lieblingswort auf Schweizerdeutsch? Ich liebe so eine Art Banddeutsch. Ähm. Aber jetzt kommt man. Mürkü.
- 1:26:00Mürgu. Mürgu. Also Mürgu ist einerseits der Anschnitt vom Brot. Ich weiss nicht, wie man es in Zürich sagt. Pütschki. Pütschki. Aber du kannst auch so zu einem... Nein, Pütschki ist... Nein, ist vom Apfel. Apfel, das ist Apfel-Pütschki. Der Anschnitt vom Brot. Oder so das vordere oder hintere Teil. Das ist der Mürgu in Bern. Okay, Mürgu. Aber du kannst auch so zu einem...
- 1:26:25so ein... so ein bisschen... Zu einem Mann kann man schon sagen, ah, das ist ein Mörgut. So ein bisschen ein... Kein Fisch, kein Vogel.
- 1:26:35Nein, so einer, der so ein bisschen wie soll ich das sagen? So ein bisschen ein verkrampfter ähm Hingerwäldler, schon kann man sagen, ein Riesenmörgau. Riesenmörgau. Okay, geil. Dann noch zu meiner letzten Frage. Und zwar, der Podcast heisst Momentum. Was heisst Momentum für dich?
- 1:26:59Hey, ich glaube, ein Momentum hat man, wenn irgendwie gerade alles aufgeht. Für dich selber, aber auch für alle anderen und das Umfeld. Wenn man einfach so ein bisschen am Fliegen ist, dann hat man, hey, man hat jetzt gerade ein Momentum. Und wichtig ist, das nachher zu nutzen. Das ist das Wichtigste. Unbedingt. Weil alles hat irgendwann seinen Peak. Und wenn man mal ein Momentum hat, das Maximum rauszuholen.
- 1:27:27Glaubst du, man kann sich ein Momentum erschaffen? Zu einem gewissen Teil ja. Aber vielleicht ist es nicht so hoch, wie man es sich...
- 1:27:42erdenkt. Aber ich glaube, wenn du hart schaffst... Vielleicht gehört jetzt jemand der IBI wieder. Der dann sagt, einfach machen und durchs Machen passiert etwas, bringst etwas in Gang. 100%. Also ich würde sagen, unsere dümmsten Ideen, die finanziell null Sinn gemacht haben,
- 1:28:00haben uns aber so viel durchgeöffnet, irgendwelche Kontakte oder neue Erkenntnisse. Es hat es immer gebracht, wirklich irgendwelche Schnapsideen, die man einfach umgesetzt hat, die finanziell keinen Sinn gemacht haben, aber man hat irgendjemanden kennengelernt durch das oder einem ist ein Licht aufgegangen durch das, dass es sich dann immer gelohnt hat. Sehr geil, ohrgut. Cool.
- 1:28:29Ja, ich sehe deine Kamera. Wenn du etwas für junge Künstler an dieser Stelle mitteilen möchtest, etwas mitgeben, dann ist jetzt der Zeitpunkt dafür. Hey, das Wichtigste ist einfach machen. Es gibt so viele hier draussen, so viele Leute, so viele Möglichkeiten. Wenn du irgendetwas hast, woran du glaubst, woran dir wichtig ist, mach es einfach. Posts, releasen, sag es weiter, mach es einfach. Weil...
- 1:28:57Es kommt nicht von alleine. Voll. Perfektes Schlusswort. Und an dieser Stelle möchte ich mich bei dir ganz, ganz herzlich bedanken. Es war mir eine grosse Freude und eine grosse Ehre, dass du hierher gekommen bist. Ich sage immer, Zeit ist unser wertvollster Gut, den wir haben. Und dass du dir Zeit nimmst, um fast zwei Stunden mit mir zu quatschen und über dein Leben, über dein Geschäft, über Künstler, über Musik zu sprechen.
- 1:29:24Finde ich mega, mega nice. Darum danke viel, viel, viel Mal für das. An dieser Stelle wünsche ich dir noch mega viel Gesundheit. Ich wünsche dir weiterhin ein richtig geiles Momentum mit voll viel Erfolg. Coole Künstler, die da zu euch stossen. Und eine coole Festivalzeit jetzt. Ich glaube, sie wird noch intens. Das wird sie. An dieser Stelle auch danke dir. Danke, dass du wieder eingeschaltet hast bei Momentum, deinem Podcast, der inspirierende Menschen, inspirierende Geschichten erzählt.
- 1:29:52Und du weisst, wie das Game funktioniert. Da hat es ein paar Knöpfe. Einer heisst abonnieren. Wenn du diesen Knopf drückst, verpasst du nichts mehr, was auf diesem Kanal läuft. Und ganz wichtig, nebenan hat es noch eine kleine Glocke. Wenn du diese drückst, wirst du sogar benachrichtigt, wenn so ein cooler Podcast wie der mit Yannick aufgeschaltet wird. Darum drück beides am besten. Ist am einfachsten. Lass noch einen Kommentar für deine Liebe und einen Like da. Alles Gute und bis zum nächsten Mal. Dein Kevin Kellermatze. Tschüss.