Latest / RENEWA Sanierungsnavigator / Stromkosten 2027: Was höhere Netzentgelte für dich bedeuten
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- RENEWA GmbH: Vielleicht hast du die Schlagzeile schon gesehen. Die Übertragungsnetz-Endgelte steigen 2027 ⁓ knapp 24%. Das klingt erstmal einer deutlich höheren Stromrechnung. Aber wie viel kommt tatsächlich bei dir an? Das haben wir uns mal angeschaut. Und fangen wir mal mit dem Begriff an. Was sind denn Übertragungsnetz-Endgelte? Also Strom muss vom Ort seiner Erzeugung zu den Menschen und den Unternehmen gelangen, die ihn verbrauchen. Dazu braucht man eben große Stromleitungen, Umspannwerke und schließlich die regionalen Netze, die deinen Wohnort versorgen. Und für die Nutzung dieser Infrastruktur fallen Gebühren an. Die Übertragungsnetz-Endgelte betreffen dabei die großen überregionalen Stromnetze. Die sind ein Bestandteil der Netzkosten, die über deinen Stromtarif abgerechnet werden. Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber haben jetzt die vorläufigen Zahlen für 2027 veröffentlicht. Im Schnitt sollen diese Endgelte von 2,86 auf 3,54 Cent pro Kilowattstunde steigen. Das sind knapp 24 Prozent mehr. Ein Grund dafür, der staatliche Zuschuss soll kleiner ausfallen. Für 2026 beträgt er 6,5 Milliarden Euro. Für 2027 sind etwa eine Milliarde weniger, also 5,5 Milliarden Euro vorgesehen. Was heißt das jetzt für die Stromrechnung? Die 24 Prozent beziehen sich auf diesen einzelnen Kostenbestandteil. Der Strompreis setzt sich aber aus mehreren Teilen zusammen. Also dazu gehören Beschaffung des Stroms, die gesamten Netzkosten, Steuern, Umlagen und die Kalkulation deines Anbieters. So schätzen wir jetzt, dass die höheren Übertragungsnetzentgelte bei privaten Haushalten durchschnittlich 0,24 Cent pro Kilowattstunde zusätzlich bedeuten würden. Bei einem 3-Personenhaushalt von 4.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch wären das ungefähr 10 Euro mehr im Jahr. Bei 2.800 Kilowattstunden rund 7 Euro. Und wenn man ganz sparsam ist, bei 1.500 Kilowattstunden so einen Singlehaushalt sind es 4 Euro. Das sind jetzt Orientierungswerte, aber ich glaube, man sieht, das ist jetzt nicht besonders viel. Allerdings sind das ja oft auch Gelegenheiten, die Stromanbieter nutzen, ⁓ an anderen Bestandteilen deines Strompreises und Stromtarifes Änderungen vorzunehmen. Deshalb behalte mal die Mitteilung deines Stromanbieters im Blick. Wenn ein neuer Preis angekündigt wird, schau auf die gesamten Jahreskosten, also auf den Preis pro Kilowattstunde und den Grundpreis. Erst dann siehst du nämlich, was dein Tarif tatsächlich kostet. Und wenn du ohnehin eine Sanierung und eine Photovoltaikanlage planst, dann gehören dein Stromverbrauch und deine Energiekosten mit in diese Planung. Eine größere Investition sollte sich dabei über einige Jahre rechnen. Die geschätzten 10 Euro Mehrkosten allein sind jetzt kein ausreichender Anlass, damit anzufangen. Für 2027 gibt es aber diesen Anstieg bei dem Übertragungsnetz entgelten. Für einen typischen Haushalt ist es wirklich überschaubar. Entscheidend ist, welchen Gesamtpreis dein Anbieter am Ende verlangt. Wir helfen dir gerne dabei, dein Haus und deinen Energiebedarf gemeinsam zu betrachten und eine Sanierungsplanung zu entwickeln. Wenn du das möchtest, findest du dazu auch einen Link in den Show Notes.