Latest / Beyond expectations - the art of mastering life and business / #93 Was deine Stimme verrät, bevor deine Worte es tun
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- BiancaMaria Klein: Ganz herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Podcasts Beyond Expectations. Und heute habe ich, obwohl es gefühlt 95 Grad sind, eine ganz, ganz wunderbare Frau bei mir zu Gast, bei der man wahrscheinlich ja eigentlich schon nach ganz wenigen Sekunden, sobald du sprechen wirst, weiß oder versteht, warum du die Stimmgeberin dich nennst. Liebe Jana, du bist Expertin für Stimme, Wirkung. Voice and Soul Coach bist du, dann bist du Business Mentorin, Synchronsprecherin und wie ich gerade eben, just in dieser Sekunde in unserem Vorgespräch erfahren habe, sogar Sprecherin bei den drei Fragezeichen, worauf wir unbedingt gleich eingehen müssen und du bist Podcasterin und Speaker Award Winnerin. Und ich bin schon ganz aufgeregt, dass du hier bist, wie man schon merkt. Wir lassen das aber jetzt mit Versprechern und so, weil wir wissen ja auch, woran, ja, wie oft die Stimme rüberkommt, wenn sie authentisch ist. So, wir lassen das jetzt genauso, liebe Jana. Und ich erzähle noch mal ein bisschen was über dich. Aber erst mal herzlich willkommen. Jana Catharina Schmidt: Vielen, vielen Dank für dieses wunderschöne Intro, Lieben. Ich freue mich, hier zu sein. BiancaMaria Klein: Sehr authentisch, sehr spontan. Das muss an der Hitze liegen. Und die, die mich hier auf YouTube sehen, also normalerweise bin ich ja nicht so freizügig. Aber wie gesagt, die ersten richtig heißen Tage hier in Deutschland. Ich mag gar nicht schimpfen, aber deswegen umso mehr freue ich mich, dass du hier an Bord heute bist. Aber sonst, Jana, was machst du? Du unterstützt Unternehmerinnen. Führungskräfte, Coaches und Speaker dabei, die Stimme nicht nur als Werkzeug, sondern als echtes Wirkungsinstrument zu nutzen. Klar präsent und überzeugend für Meetings, Videos, Präsentationen und natürlich Auftritten auf der Bühne. Und so haben wir uns ja auch kennengelernt bei einem ganz fantastischen, worauf wir gleich nochmal eingehen müssen, sehr speziellen Vortrag und Auftritt. auf einer sehr größten Bühne hier in Hannover. Und so habe ich dich ja entdeckt sozusagen. Und es war auch noch bei einer sehr bekannten Veranstaltung. ich weiß einfach, jetzt mal improvisier ich ein bisschen, dass es dir halt nicht darum geht, einfach nur lauter, schöner oder so perfekt zu sprechen. Und dir geht es eigentlich darum, so die eigene Stimme als Ausdruck von Persönlichkeit und Wirkung zu benutzen. Und bei dir, obwohl ich jetzt schon mehrere Stimmtrainerinnen kenne, und ich hatte sogar auch mal vor vielen Jahren eine, hab ich so den Eindruck, dass du das wirklich so lebst. Und dieser Auftritt auf dieser Bühne, das war für mich auch als eigentlich Speakerin ganz, besonders, dass ich gedacht hab, was für ein Vorbild. Und genau deshalb, glaube ich, passt du auch so wunderbar in diesen Podcast und zu meinem Thema Erwartungsmanagement. Denn Stimme hat, glaube ich, ganz viel mit Präsenz zu tun, mit Klarheit, mit Mut und eben mit Wirkung und so innere Haltung. du sagst selber, Stimme und Stimmung sind untrennbar. Und darauf wollen wir natürlich auch noch gleich eingehen. Und ich finde halt einfach dieser Ersatz allein schon, dass wir heute hier nicht über Atemtechnik und Sprechtraining und Bühnenpräsenz nur reden. sondern einfach die Frage, was passiert eigentlich mit uns, wenn wir sprechen? Und was passiert mit anderen, wenn wir uns so zeigen und unsere Stimme auch irgendwie ausdrücken kann, wer wir sind? So, langes Intro, liebe Jana. Ich freue mich wahnsinnig, dass du heute hier bist. Also nochmal herzlich willkommen. Jana Catharina Schmidt: Vielen, vielen Dank. Was für ein schönes Intro und was ich so sehr liebe. Also ich hätte jetzt gerade noch Stunden zuhören können. Ich finde es so schön. Nein, wirklich Wahnsinn. BiancaMaria Klein: Ich kann es normal machen. Jana Catharina Schmidt: Genau das ist es doch, wofür ich antrete. Authentizität. Denn jeder da draußen, jede da draußen hat eine individuelle Stimme. Und Stimme und Stimmung sind untrennbar, sage ich deswegen, weil ich zu 100 Prozent davon überzeugt bin. dass wir hören, was du fühlst. Weil deine Stimme zeigt im Endeffekt einfach nur das, was in deinem Inneren gerade los ist. Und darum, du hast absolut recht, es geht in meinem Training natürlich auch darum, wie kannst du jetzt deine Stimme stärken als Instrument, wie komme ich in meine Indifferenzlage und all das. Aber vor allem geht es darum, wie schaffe ich es eben meine Stimmung, meine Stimmung zu... verbandeln wieder, also als Einklang nach draußen zu bringen, sodass wir da draußen bewegen können, dass wir gefühlt werden. nur dann, wenn du selbst bewegt bist, kannst du andere auch bewegen. Und deswegen vielen Dank für dieses wunderschöne, echte Intro. Ich freue mich sehr hier zu sein und kann das nur zurückgeben. Auf den ersten Blick habe ich gleich gedacht, was für eine sympathische, tolle Powerfrau. Und bin jetzt sehr dankbar, dass du mich angesprochen hast. BiancaMaria Klein: Ja, das war eine schöne Begegnung und lustig. Jetzt während du schon gesprochen hast, hatte ich schon Gänsehaut und hab gerade überlegt, dass ich denen sagen muss, den Zuhörern und Zuhörerinnen, die jetzt hier nur über Ohr hören. Vielleicht müsst ihr euch diese Folge einmal nur per Ohr, also nur sozusagen Audi anhören. Aber ich finde auch alleine, was du gerade mit deiner Bewegung gemacht hast. Also es lohnt sich wahrscheinlich auch sehr, diese Folge auf YouTube anzugucken. Also mit Kamera, wo man dich auch in deiner Bewegung sieht. Weil ich finde auch das, du schwingst körperlich auch so mit. Und das ist mir auch auf der Bühne ja so aufgefallen, dass du das wirklich lebst, was du sagst und diese Veränderung in der Stimme. Wir haben da ja auch gemeinsam Übungen gemacht und Und genau, dann habe ich dir aufgelauert danach und habe gesagt, ich will dich in meinem Podcast haben und dich kennenlernen. Genau, aber vielleicht erzählst du uns vielleicht, vielleicht erzählst du uns mal, Jana. Was hat dich persönlich auf diesen Weg gebracht? Dass du sagst, Stimme, Wirkung, Seele und Persönlichkeit sind so verbunden. Wie kamst du darauf? Wie hat es dich hingeführt zu dem, was du jetzt gerade machst? Jana Catharina Schmidt: Schöne Frage und auch eigentlich die wichtigste, weil Immer wenn ich Persönlichkeiten treffe, die ich sehr inspirierend finde, die mich irgendwie beeindrucken, dann schaue ich mir gerne ihren Werdegang an. Wo kommen sie her? Und was mir immer wieder auffällt, und dazu gehöre ich nun mal auch, ist, dass viele ihr eigenes Thema zu ihrer Leidenschaft machen. Vielleicht auch gerade, weil das Wort Leiden da drin steckt. Ich habe sehr gelitten früher, als ich vor Menschen sprechen musste, in Anführungsstrichen. Es gab Referate in Schulen, es gab kleine Auftritte und ich war zum Beispiel bei der Rhythmischen Sportgymnastik und habe da wirklich auf Leistungsebene geturnt oder getanzt und wir hatten eben viele Meisterschaften und ich habe von diesen drei Minuten Kür locker zwei Minuten Gegenübelkeit angekämpft auf der Bühne, weil mir so, sorry, aber kotzübel war, weil ich so eine Angst hatte mich vor Menschen zu präsentieren. Und gleichzeitig hatte ich aber diese Diskrepanz in mir. Ich liebe es, vor Menschen zu stehen. Und ich hatte irgendwie schon noch so ein bisschen die Pippi Langstrumpf oder Ronja Räubertochter in mir, die sich präsentieren wollte. Aber das bitte authentisch, mit meiner Persönlichkeit. Nur das Problem daran war, dass ich immer wieder kritisiert wurde für das, was ich eben war. Und zwar relativ, du hast es gerade gelobt, also deswegen vielen, vielen Dank, aber ich habe eben schon immer eine sehr ausschweifende Körpersprache gehabt. Ich war schon immer eher zu groß als zu klein, also nicht von der Körpergröße her, sondern von meiner Art, wie ich mich ausdrücke. immer eher etwas lauter vielleicht als andere, aber genau diese Dinge wurden eben immer wieder kritisiert, ob es jetzt Lehrer waren oder einfach in der Erziehung und durch Menschen insgesamt in meinem Umfeld und als ich noch recht jung war, habe ich das wie wahrscheinlich jedes Kind aufgesaugt wie ein Schwamm und das hat mich geformt. Und nicht unbedingt zum Positiven hin, ich mal, denn ich habe mich immer kleiner gemacht mit der Zeit, beziehungsweise irgendwann entschieden, mir eine Maske aufzusetzen. Und diese Maske hat eben genau das gezeigt, was vermeintlich alle von mir sehen wollten. Und ich glaube oder ich weiß durch meine 15 Jahre Coaching-Erfahrung jetzt auch, dass es so vielen, gerade Frauen da draußen, so geht. Dass wir das Gefühl haben, haben uns irgendwann oder kriege ich Gänsehaut auf dem Weg verloren. weil wir uns von anderen haben formen lassen, aber Achtung, weil wir das zugelassen haben. Und genau dadurch ist auf dem Weg irgendwann meine Angst vor Menschen zu sprechen entstanden. Und irgendwann habe ich das Gefühl gehabt, ich bin nur noch so ein Schatten meiner selbst. Und das Fatale daran ist ja aber, dass Menschen im Außen deine Maske wahrnehmen. Und wenn du vielleicht dann auch noch eine ganz gute Schauspielerin bist, und das habe ich ja auch gemacht, viele Jahre als Schauspielerin gearbeitet, dann glauben die dir irgendwie, dass du so bist, wie du dich eben präsentierst. Aber im Innen... wurde ich immer trauriger und immer distanzierter zu meinem inneren Kern. Und irgendwann habe ich dann von einer lieben Freundin erfahren. Also ich habe dann Lehramt studiert, weil meine Mama ist auch Lehrerin gewesen und ich habe irgendwie gefühlt, ich möchte ja Menschen was beibringen. Das ist schon meine Leidenschaft. Aber das in Kombination mit der Angst vor Menschen zu sprechen, ist schon ein recht steiniger Weg, sage ich mal. Und selbst im Studium habe ich versucht, so gut es ging, jedes Referat irgendwie zu ersetzen durch eine extra Hausarbeit oder was auch immer, einfach da irgendwie drum rumzukommen. Und ich habe dann sogar ein Tutorium angenommen, einfach alle möglichen Extraaufgaben zu erledigen, nur nicht bitte vor dem ganzen höheren Saal ein Referat zu halten. Und irgendwann habe ich aber gespürt, dass es so nicht mehr weitergeht und dass ich immer unglücklicher wurde und mir andere Ventile gesucht habe. Und dann hat mir eine Freundin erzählt von einer Sprechausbildung. Und das muss man mal dazu sagen. Ich bin ein Hörspiel-Fan wirklich der ersten Sekunde. Ich glaube, seit ich fünf Jahre alt bin, bin ich vier, höre ich jeden Abend ein Hörspiel zum Einschlafen. Noch immer. Und heute bin ich doch etwas älter, also Anfang 40. Und noch immer ziehe ich das durch, weil ich es einfach so fantastisch finde und schon immer fand. Was für einen Zauber Stimmen haben können. Was für eine Macht sie haben, deinem Kopf Bilder entstehen zu lassen, ganze Welten entstehen zu lassen. Und das hat mich immer wieder in seine andere Welt gebracht. Und ich war süchtig danach und habe gedacht, es muss doch auch möglich sein, eigene Hörbücher zu machen, eigene Geschichten zu schreiben und die zu vertonen, was ich im Endeffekt auch immer noch heute mache. Und dann hat sie mir von dieser Sprechausbildung erzählt. Und bis dahin wusste ich nicht, dass man das als Beruf machen kann. Und dann habe ich mich entschieden, das eben auch zu tun und bin in diese Welt der Stimmen eingetaucht von der anderen Seite. Nicht als Hörerin, sondern eben dann später auch als Produzentin. Und das hat mich immer mehr zu meinem wahren Kern zurückgebracht. Es ist nicht die eine Sache, die es war, aber ich habe mehr und mehr entdeckt im wahrsten Sinne, je mehr ich mich mit meiner eigenen Stimme beschäftigt habe. Wie eng deine Stimme zusammenhängt mit deiner Persönlichkeit. und vor allem auch, was du in der Lage bist, alles mit deiner Stimme zu tun. Und dann kamen zu dem Punkt, da ging es dann darum, in andere Rollen reinzuschlüpfen. Zum Beispiel gerade als Hörbuchsprecher oder Hörspielsprecherin sprichst du ja natürlich nicht immer nur deinen Charakter quasi, sondern dann gibt es ganz andere Charaktere. Ich habe auch viele Kinder gesprochen. Und auf einmal lernst du, wie du eben ein Kind sprechen kannst und dann denkst du dir, das ist ja verrückt. Also wenn man das so machen kann, dann könnte ich ja vielleicht auch eine kleine Spinni spielen. und dann war ich irgendwann mal in so einem Disney, also nicht Disney, der war aus Disney-Sprache. BiancaMaria Klein: Ist das genial! Bitte mach weiter, bitte mach weiter, wie geil! Jana Catharina Schmidt: Ich liebe das halt auch total, aber dann muss dir halt auch klar sein, wenn du das hinfügen möchtest, musst du auch im Griff haben, dass du innerlich deine Stimmung noch ein bisschen anpasst und deine Energie. Und das ist eben das Kr- Das ist das Krasse einfach an dieser Arbeit. Dadurch, dass du im Außen, sag ich mal, einfach nur professionelle Arbeit leistest, weil du eben perfekt irgendwelche Stimmen imitierst oder Charakteren überhaupt deine Stimme schenkst, dass du parallel dazu, wenn du es zulässt, Persönlichkeitsentwicklung machst. Ich habe auf dieser Reise so viel über mich selber gelernt, weil Wenn du verstehst, dass deine Stimme die Stimmung aus deinem Inneren einfach nur widerspiegelt, darfst du beginnen, da mal hinzuschauen und dich zu fragen oder hinterfragen, was schlummert denn da in dir, was raus will, aber was du dir nicht anschauen magst. Und während dieser Zeit, ich wurde dann auch Dozentin für Sprecher und bildete Synchronsprecher aus, eine Zeit lang. Und das mache ich auch immer noch privat jetzt eben im eins zu eins. Und parallel dazu habe ich angefangen, eins zu eins zu arbeiten mit Frauen, hauptsächlich auch mit Männern. Aber viele Frauen haben dann zu mir gefunden, die gespürt haben, dass sie auf ihrer Reise, auf ihrem Lebensweg irgendwann den Kontakt zu sich verloren haben und genauso wie ich damals sich eine Maske aufgesetzt haben, eine Maske des Selbstbewusstseins, des Selbstvertrauens. Wir können ja immer gerne so tun als ob. Und dann funktioniert das irgendwie. Aber Menschen fühlen, und das ist auch das Feedback, was ich damals immer wieder bekam, dass das nicht echt ist. Und was mir zum Beispiel immer wieder gespiegelt wurde, ich hab gedacht du bist total arrogant und unnah war, aber du bist ja eigentlich ganz nett, wenn man dich mal kennenlernt. Das ist ja schön und gut, wenn es am Ende gut ist. Aber es hat mich so verletzt und auch immer wieder... sehr aufgewühlt, weil auch ich irgendwann vergessen habe, dass ich mir irgendwann eine Maske aufgesetzt habe und das immer mehr zu mir wurde. Gleichzeitig wurde aber dieses Gefühl mir immer größer. Da stimmt was nicht. Ich fühle mich nicht wohl. Ich bin nicht glücklich. Und dann irgendwann habe ich das verstanden, auch durch meine eigene Persönlichkeitsentwicklung und aber auch gerade durch die Arbeit mit diesen Frauen. Und das sage ich auch immer wieder meinen Frauen, die auch Coaches sein wollen oder auch schon sind und sich aber nicht sicher sind oder nicht selbstbewusst genug oder in dem Moment dann auch an sich selber zweifeln, bin ich denn überhaupt gut genug anderen das beizubringen. Und meine Erkenntnis war sehr schnell, ich muss eigentlich immer nur einen Schritt weiter sein als die anderen, weil dann bin ich nah dran und kann zeigen, wie es sich hier, von hier anfühlt und dann gehen wir wieder einen Schritt weiter, ja und wieder einen Schritt weiter. Und so ging das damals los, dass ich mich einfach reingeschmissen habe. und Menschen geholfen habe dabei ihre Angst zu überwinden, vor Menschen zu sprechen, ihre Angst davor, die Maske abzunehmen, sich quasi nackig zu machen, aber glücklich zu werden, das zu begleiten. Das war ein totaler Gamechanger, weil ich da auch gemerkt habe, I'm not alone. Es gibt so viele da draußen. Und heute coache ich Frauen, die in Führungspositionen sind, die viele Mitarbeiter unter sich haben, aber oft das Gefühl haben, nicht richtig gehört zu werden. nicht ernst genommen zu werden oder auch falsch verstanden zu werden. Isoliert zu sein, weil sie irgendwie das Ding mit der Augenhöhe auch falsch für sich interpretiert haben. Sehr männlich geworden sind dadurch, weil sie denken nur männliche Führungskräfte setzen sich durch, dann muss ich mir in meine Männlichkeit steppen, zum Beispiel. Und solche Dinge. BiancaMaria Klein: Ja, ja, und ich muss da gleich mal reingeredet, ich finde es lustig, du hast wahrscheinlich jetzt schon drei, vier Fragen von mir in einem beantwortet, was ich so interessant finde, weil es gibt ja einen Grund, dass ich dich auch mit eingeladen habe. Das geht ja nicht nur darum, jetzt hier auf der Bühne eine gute Stimme zu haben, sondern genau das beobachte ich ja auch immer bei Führungskräften, die ich coache, wo ich am liebsten denen sagen würde, ich glaube, ein Teil wäre auch. an deiner Stimme zu arbeiten und nicht jetzt an der Stimmlage oder auch so Atemtechnik und so, da kommen wir vielleicht gleich noch drauf, aber dass die Stimme kräftiger wird und vor allem eine Haltung widerspiegelt, die du haben darfst. Weil viele Führungskräfte, auch genau wie du sagst, viele weibliche Führungskräfte, aber gar nicht mal so unbedingt nur, weil ich habe auch sehr viele Männer als Führungskräfte in meinem Coaching, die würden so gerne sozusagen wirklich so so bildlich kräftigere Entscheidungen treffen. Die würden gern ganz anders auftreten. Die würden gerne in Meetings anders sozusagen zu ihrer Stimme kommen, trauen sich aber nicht oder haben wirklich auch eine Stimmlage oder so eine Art innere Angst, die das nicht zulässt. Und da bin ich ganz überzeugt davon, dass man mit einer Arbeit an der eigenen Stimme arbeiten kann, aber nicht nur an der Lage, sondern sozusagen die eigene Haltung so verbessern kann, dass du, genau du hast es gerade gesagt, dass dir Menschen ganz anders zuhören und Menschen vor allem, glaube ich, überzeugender sind von dem, was du sagst. Also auch selbst wenn sie zuhören können, ist ja auch immer, wie man etwas sagt, wie kommt es bei dem anderen an. Also wenn ich ganz ängstlich sage, wir heute entscheiden wir mal das und das. und der Inhalt ist der gleiche, aber in einer viel selbstbewussteren Art, ist das Ergebnis ja auch ein anderes. Auch wenn der Inhalt der gleiche ist. Also ich sag auch zum Beispiel manchmal, wenn mich irgendjemand auf der Straße so anpöbelt, das ist, glaub ich, so ein Satz, den hab ich mal bei Stefanie Stahl gehört, bei der Psychologin, die sagt, naja, es geht keine Information verloren, wenn sie das auch in einem anderen Ton sagen. Und das finde ich so relevant in verschiedenster Hinsicht. Bei Führungskräften, dass man sagt, deine Inhalte sind gut, aber du bringst sie halt nicht selbstbewusst klar und mit kräftiger Stimme rüber. Und was du da repräsentierst und mit deiner Arbeit, gerade mit Führungskräften, ist halt für mich so relevant, weil ich kann sozusagen auf der inhaltlichen Ebene und auf der Persönlichkeitsebene ganz viel machen. Aber die Stimme und die Haltung, ich mache dann auch manchmal so, dass sie sich so hinstellen und mal Brust raus und so, das fühlt sich doch ganz anders an. Aber da hört es auch wieder auf. Du kannst ja da ganz, ganz tief gehen. genau, also das eine, dass ich das so schön finde, dass das im Prinzip diese ergänzende Arbeit ist und nur zu dem, was du vorher gesagt hast, mit deiner Beschreibung, deines Weges. Da haben wir so Parallelen, weil dieses wo ich ja auch ganz oft drüber spreche, diese Erwartungshaltung, die wir haben und wo wir Masken aufsetzen, was eigentlich eine Maske von Erwartungsrichtung sind von anderen. Ja, und wir fühlen uns in dem Moment einfach wohler, weil es einfacher ist, die Erwartung von anderen zu erfüllen für eine kurze Zeit. Aber was passiert, wenn man das nicht hinterfragt, ist, man verliert sich ja. Und deswegen finde ich das so schön, wie du das beschreibst. Und wie gesagt, ich habe dich ja auf der Bühne erlebt. dass ich mir das überhaupt nicht vorstellen kann, dass du mal Angst davor hattest. Und dann mit diesen Bildern, dass du mal Sportlerin oder sozusagen, was hast gesagt, Gymnastik, so Tanz und so. Da musst du ja extremst expressiv sein, wenn du da im Angstzustand bist. Ja, also dieses Bild, das habe ich das auch mal benutzt, dass das ja eigentlich so schade ist, wenn jemand tanzen will, sozusagen Gymnast den ganzen Körper einsetzen will, aber gebremst ist wegen Erwartungshaltung von anderen. Und Jana Catharina Schmidt: Absolut. BiancaMaria Klein: deswegen finde ich da diese Parallelen so schön, dass man daran arbeiten kann, dass du diese Maske absetzt, dass du deine Stimme wirklich ermächtigst und an der so arbeitest, dass du in deinem ganzen Potenzial bist. Jana Catharina Schmidt: Richtig schön zusammengefasst, genau, absolut. BiancaMaria Klein: Und wenn wir jetzt sagen, also viele gehen ja in so Stimmen oder suchen sich eine Stimmtrainerin, das war damals bei mir auch, weil ich irgendwie, ich war der Meinung, ich habe eine viel zu tiefe Stimme und ich Jana Catharina Schmidt: Hm. BiancaMaria Klein: würde irgendwie immer falsch betonen. Ich weiß noch genau, ich das irgendwie so verinnerlicht hatte. Und dann habe ich mit der gearbeitet, aber das war wirklich eher so an Atmung, an Ausdruck. Lautstärke, die hat mir dann bestätigt, ich habe keine tiefe Stimme, sondern es ist genau in der Mitte so, hat da irgendwelche Tests gemacht. Aber das war nicht Persönlichkeitsentwicklung. Also das war anders. Du gehst da tiefer. Wie kann man sich das so vorstellen, wie du du arbeitest, wenn jemand zu dir kommt und sagt, ich möchte an meiner Stimme was ändern? Jana Catharina Schmidt: Auch so schön, dass du dahin gehst, weil du das Gefühl hast, deine Stimme ist zu tief. Und ich betone das auch mal, vorhin habe ich auch schon gesagt, zu laut oder was auch immer. Das sind ja alles... Interpretationen, also im Endeffekt nichts Objektives. Was ist denn bitte zu tief oder was ist denn zu hoch? Man kann schon sagen, dass grundsätzlich viele Frauen eher zu hoch sprechen. Und jetzt ist ja die Frage zu was im Vergleich dazu, was die Anatomie eigentlich hergibt. Also wofür deine Stimme eigentlich geschaffen ist. Denn, und das hat sie da wahrscheinlich auch getestet, es gibt ja die sogenannte Indifferenzlager, also dein Grundton, Eigenton und der ist wahnsinnig individuell. Darum sag ich ja auch immer, deine Stimme ist so individuell wie dein Fingerabdruck, weil niemand deine Stimme hat. Das sehen wir ja auch, finde ich, jetzt bei KI. Die machen das schon ganz gut, aber es ist wahnsinnig schwierig, eine Stimme wirklich eins zu eins zu kopieren. Denn da ist nicht nur die Tonlage entscheidend, das Timbre, sondern auch die Intonation und natürlich das, wovon wir hier sprechen, die Persönlichkeit, die in der Stimme liegt. Und das zu kopieren ist sehr schwer. Genau damit starten wir erst mal. Was steckt denn hinter deiner Stimme, hinter der Art, du sprichst. Ich sage immer Word world, deine Worte kreieren deine Welt. Auch darüber höre ich, was denkst du über dich, über die Welt, in der du lebst, die du dir kreiert hast. Aber natürlich auch, wie schwingt deine Stimme? Was erzählt sie mir dann hinter den Worten, hinter der Melodik, die du mir präsentierst? Und damit starten wir mal rein mit einer Stimmenanalyse. Und dann fühle ich sofort, passt das? Kann ich dir helfen? Möchte ich dir helfen? möchte ich auch mit deiner Energie arbeiten. Dafür ist diese Stimmanalyse da. Und gleichzeitig, natürlich beidseitig, einfach mal zu schauen, passt das energetisch? Und ich glaube, das ist schon mal gleich eine andere Herangehensweise als vielleicht jeder normale, will ich mal sagen, Stimmtrainer, der sich jetzt vielleicht nicht unbedingt so fragt, passt das von der Energie? Weil ich möchte in meinem Raum Menschen haben mit einer ähnlichen Energie, wo ich ihn zumindest spüre, da ist diese Energie irgendwie versteckt, aber wir müssen sie gemeinsam ausgraben. Und das ist ja meine Arbeit. Im Endeffekt dich wieder zu reconnecten mit dem, was du vergessen hast. Mit dem, was eigentlich schon immer in dir gelebt hat. Mit deiner Urstimme. Und das erfahre ich dann für mich in der Stimmanalysen, weil ich höre, was steckt da alles dahinter. Und dann beginne ich zu spiegeln, was ich alles höre. über diese Person. Und das ist wirklich magisch, was da immer passiert, da entstehen Bilder in meinem Kopf, die präsentiere ich dann meinem Gegenüber und da fließen dann auch schon mal Tränen, weil in dem Moment fühlen sich meine Coaches einfach gesehen. Und ich glaube, das ist das Wichtigste. dass wir beginnen, auch andere wieder zu sehen, richtig hinzuhören. Was möchte mein Gegenüber eigentlich? Und ich glaube, klar, ist jetzt meine Expertise, ich mache nichts anderes, aber jeder von uns hat eigentlich auch dieses Feingefühl. Wenn wir uns mal wirklich wieder fokussieren, auch wirklich den Menschen wahrnehmen vor uns, was schwingt da eigentlich mit? Und genau das mache ich eben in dem Moment. Und die Menschen sind dann immer sehr überrascht, sage ich mal, was alles hörbar wird. die eigene Stimme, weil ich kenne diese Menschen ja nicht. Und dann setzen wir genau da an. Da stellen sich dann schon erste Glaubenssätze raus, oder ich gebe auch schon ein paar Tipps mit an die Hand. Was kannst du ab heute tun, damit deine Stimme vielleicht für dich auch schon besser funktioniert. Aber auch, wo darfst du vielleicht mal hin hören oder deinen Fokus darauf richten, dass du gleich ab heute deine Stimme auch schon von innen heraus ein bisschen neu programmierst. Und ich erinnere sie dann eben auch oft an das, was sie vielleicht schon längst vergessen haben. Und das ist eben das, was dann, glaube ich, so stark berührt. Und da startet unsere Reise. Und dann gehen wir immer über meinen Leitsatz fühlen, sprechen, bewegen. Das heißt, wir gehen erstmal ins Gefühl, connecten uns wieder mit der inneren Stimme. Was willst du eigentlich wirklich? Was ist deine Intention? Wie möchtest du denn wirken da draußen? Und dann aber auch natürlich, was ist denn ja genau, also deine Intention, was möchtest du sagen? Wofür stehst du? Was sind deine Werte? Und dann eben sprich, was du fühlst. Jetzt lernst du deine Stimme als Instrument wirklich so einzusetzen, dass sie genau das präsentiert. Und da gehen wir natürlich auch ein bisschen Stimmtraining rein. Nicht umsonst habe ich die Ausbildung, bin Dozentin gewesen und so weiter. Das gebe ich mit an die Hand und da gibt es ein paar kleine, superschöne Übungen, sofort dein Instrument eben stärker zu machen, ausdrucksstärker und natürlich auch wirkungsvoller. Ja, also ich sage ja immer für eine Wirkung die Nachhalt, auch wenn du den Raum schon verlassen hast. Und das ist eben nicht nur die Stimme, das ist die Stimme im Dreiklang mit deiner Körpersprache, mit den Worten, die du sprichst. Und dann bewegen, schaffe es jetzt, dass du eben selbstbewegt bist, dadurch andere im Außen mitnimmst, also auch bewegst. Das ist so der Kern meiner Arbeit. BiancaMaria Klein: Ich möchte sofort anfangen. Ich möchte sofort eine Session mit dir machen. Ja, Jana Catharina Schmidt: Ich nehme mich immer mit Handkuss. BiancaMaria Klein: mega. Weil tatsächlich, meine, also ich gehe jetzt mal kurz, ich erzähle dir mal kurz, wie es war. Ich stehe ja auch oft vor Bühnen. Ich stehe in Workshops vor ganz vielen Menschen. Ich alleine in einem online Führungskrafted Coaching. Und ich merke ja deine Stimme. Also bei mir jetzt meine Stimme ist in dem Moment, wo ich anfange zu sprechen, ist das mein Werkzeug. Alleine schon, wenn ich irgendeine Gruppe irgendwie zu ... wieder nach der Pause rufen muss, die sollen sich wieder hinsetzen und so. Ich mach mir das nicht die ganze Zeit gedanklich, wie ist meine Stimme, sondern ich merke, muss meine Stimme ändern in bestimmten Situationen. Oder wenn's grade ein bisschen kritisch wird und da vielleicht so ein Streit entsteht, dann muss ich das irgendwie bisschen dämpfen. Also ich mach das schon sehr intuitiv. Wie gehe ich auf Menschen zu? Wie spreche ich mit denen? Oder wenn es lustig ist, dass ich meinen Humor darstelle, damit sie auch verstehen, ist Humor. Also ich glaube, in meinem Job muss ich ganz viel mit Stimme machen. Was ich aber merke, ist, wenn ich nicht in meiner Kraft bin, also wenn Jana Catharina Schmidt: Vielen BiancaMaria Klein: ich müde bin, wenn ich selber gerade Themen irgendwie hab, was ja als Coach, also ist ja nicht auszuschließen, dass wir auch mal irgendwelche emotionalen Situationen haben. oder auch mal ganz plötzlich von irgendeiner Emotion übermant werde. Wie stark man dann spürt, was meine Stimme macht. Also wir wissen ja oder wir erkennen ja ganz schnell, wenn jemand diese klassische so die Stimme kippt, weil man anfängt zu weinen. Dann merkt man das ja. Und dann versucht die der ganze Körper dagegen anzukämpfen, zu sagen Gott, jetzt bloß nicht anfangen zu weinen oder so. Und da merke ich zum Beispiel, ich hätte grundsätzlich gar nicht Ich ich habe kein Thema mit der Stimme. Aber ich finde, man kann so viel noch ausdrücken in Situationen, und das klingt jetzt vielleicht bisschen doof, wo man sich es vielleicht nicht beruflich erlauben darf. Oder ich möchte ja nicht da irgendwie anfangen zu weinen vor der Gruppe. Oder in dem Moment, wo mein Coachee sehr emotional ist, ich es auch werde, will ich ja jetzt nicht plötzlich in meine Themen. Weißt ich meine? Jana Catharina Schmidt: Prozent. BiancaMaria Klein: Situationen, wo der Körper reagiert, aber man die Stimme trainieren möchte, da nicht reinzugehen. Jana Catharina Schmidt: zwei. BiancaMaria Klein: Das wäre zum Beispiel so mein Thema. Dass ich sage, Mensch, Jana, lass uns mal daran arbeiten. Was macht man in solchen Situationen? Fällt mir jetzt so als Beispiel ein. Ja, das glaube ich. Jana Catharina Schmidt: Ja, total. Da bist auch nicht die Erste, die das sagt. Es gibt tatsächlich auch Vorgehen, die genau aus dem Grund kommen. Und nicht umsonst sind wir ja Frauen, sind wir sehr connected grundsätzlich mit unserer emotionalen Ebene. Und das ist ja das Schöne. Aber wie viele Frauen gerade in Führungsebenen kommen zu mir, weil sie genau dass sich abtrainieren möchten. hast es jetzt anders formuliert und ich weiß, was du meinst, aber grundsätzlich erlebe ich es immer wieder, dass Frauen sogar Sätze zu mir sagen wie, ich möchte mir meine Emotionen abtrainieren. BiancaMaria Klein: ja, schlimm, ja. Jana Catharina Schmidt: da kriege ich auch Gänsehaut, aber eine negative, weil das ist so traurig, dass sich das etabliert hat, dass es angeblich eine Form von Schwäche ist, gerade in der Führungsebene Emotionen zuzulassen. Und ich sage dir, wir leben. da gerade in einer Zeitenwende, da bin ich ganz überzeugt von und ich sehe es überall und auch bei meinen Co-G's, die ich dann auf meine Reise mitnehme und die danach so viel erfolgreicher sind in ihrer Führungsposition oder auch als Mitarbeiter. Ich habe ja nicht nur Führungskräfte, aber viele haben eben Mitarbeiter unter sich, weil sie danach authentischer sind, sich selber beginnen zu zeigen und genau das macht ja den Zauber aus meiner Sicht aus. Seit ich mich traue, in Anführungsstrichen, meine Geschichte zu teilen, meine vermeintliche Schwäche zu zeigen, dass ich Angst hatte, vor Menschen zu sprechen. Man nebenbei bemerkt, das ist eine der größten Ängste der Menschen, weil es BiancaMaria Klein: Genau. Jana Catharina Schmidt: immer noch aus Urzeiten in uns steckt, wenn wir vor der Gruppe stehen, sind wir verletzlich und vielleicht die ersten, die sterben werden oder die vom Bären zerrissen werden, was auch immer. BiancaMaria Klein: Genau oder ausgeschlossen werden, weil irgendwas haben wir angestellt, dass wir jetzt vor dieser großen Gruppe stehen müssen. Jana Catharina Schmidt: Ja, genau, man fühlt sich... im Endes losgestellt. Und deswegen können wir es ja schon mal erklären. Es ist ja nicht schlecht überhaupt mal zu begreifen im wahrsten Sinne, wo das Ganze herkommt. So, aber erst seitdem ich beginne oder begonnen habe vor vielen Jahren, genau das auch zu zeigen, auch zu sagen, auch ich bin da nicht unfehlbar. Nur weil ich als Speaker auf der Bühne stehe, heißt das nicht, dass es mir immer gut damit ging. Und das genau zieht jetzt endlich seit einigen Jahren eben genau die Menschen an, mit denen ich es liebe, zu arbeiten. weil genau diese Menschen fühlen in ihnen so viel mehr und es muss doch möglich sein mit einem guten Gefühl da vorne zu stehen, sich selbst zu zeigen und du musst dir mal vorstellen, wenn du einen Beruf, normalen Beruf ausübst, bist du acht Stunden am Tag da. Das ist ein großer Teil deines Tages. Unser Leben, unsere Lebenszeit ist das wertvollste und je älter wir werden, desto mehr wird uns das bewusst, was wir haben. Und wenn du in dieser Zeit dich die ganze Zeit verstellst, die ganze Zeit eine Maske trägst, ist das wahnsinnig anstrengend auf der einen Seite und es macht dich wahnsinnig fertig. Und ganz ehrlich, wenn du so weitermachst, dann stehst du irgendwann vor einem Burnout. Und das ist das, worum es im Endeffekt geht. Lerne dich, ich sage immer, dein schönster Schwips. Wie fühlst du dich denn nach einem Glas Sekt? Wie wäre es denn, wenn du dieses Gefühl adaptiert bekämst in den ganz normalen Zustand? Also egal, vor wie vielen Menschen du sprichst, egal vor wem du dich gerade eigentlich unwohl fühlen willst, egal was gerade vor dir ist, du fühlst dich immer gleich, frei, lebendig bei dir selbst bewusst. Das ist möglich, denn viele haben das Problem, dass sie sich mit ihren Freundinnen toll fühlen und da völlig bei sich sind und genau dieses Gefühl sie aber komplett verlässt, wenn sie dann plötzlich sich selber unter Druck setzen, weil sie meinen, performen zu müssen. Und da sehen wir ja, woran liegt es. Die Situation ist eine andere, okay, aber die Person ist dieselbe. Aber wieso reagierst du in der Situation jetzt plötzlich so anders? Es hat immer nur mit deinem Kopf zu tun. Was denkst du dir in der Situation, Ergo, deine Gefühle oder die Worte, die du zu dir sprichst in diesem Moment? Zum Beispiel, wenn ich jetzt gleich alles vergesse, wenn meinen Text vergesse, als du mich kennenlerntest, du weißt ja, da lief auch nicht alles rund. Und sag ich gleich gerne auch noch mal einen Satz dazu, aber Dinge passieren, gerade wenn sie live sind. Und es geht jetzt darum, dich damit zu beschäftigen. Wie reagierst du in dem Moment? Und natürlich wirst du wie ein Hasen im Scheinwerferlicht erstarren, wenn du darauf nicht vorbereitet bist und vor allem, und das ist, was die meisten Coaches bei mir erstmal sind, abhängig vom Außen bist. Also wie reagieren Menschen auf dich? Mit welcher vermeintlichen Erwartungshaltung begegnen sie dir? Was erwarten die gerade von dir? Und hier geht es ja schon los. Die große Diskrepanz. Ein Beispiel aus meinem Leben, einer meiner ersten Auftritte damals, da erinnere ich mich noch sehr gut dran. saß ein Mann vorne in der ersten Reihe und der hat mich die ganze Zeit so angeschaut, so richtig grießgremig, streng und irgendwie abweisend. Und dann saßen natürlich noch ganz viele andere Menschen, aber wohl lag mein Fokus nur auf diesen Mann. BiancaMaria Klein: Das kenne ich. Jana Catharina Schmidt: Ja, und das kennen glaube ich alle im Endeffekt, jedenfalls die meisten. Die zwei Prozent Rampensäue wahrscheinlich nicht, aber die meisten kennen das. Und mein Auftritt lief okay. Ich habe mich überhaupt nicht gut dabei gefühlt, aber er kam gut an, weil ich ja damals noch meine Maske trug. Hinterher kam dieser Mann zu mir, wie auch noch fünf, sechs andere glaube ich und... Was er da sagte, hat für mich wirklich einen großen Shift bedeutet in dem Moment, weil er mir ein wirklich tolles Feedback gegeben hat. hat gesagt, Frau Schmidt, also das, was Sie da gesagt haben, dieser eine Punkt mit denen, hat mich wirklich zum Grübeln gebracht. Und dann erkennst du, das ist sein Grübelgesicht gewesen. Er kann es BiancaMaria Klein: Ja, genau. Jana Catharina Schmidt: dafür, dass er da so aussah. Aber was ich damit sagen möchte, wir können nicht in die Köpfe der anderen hineinschauen. Nur wenn wir klar kommunizieren, können wir danach vielleicht mit einiger Sicherheit sagen, dass das und das von dir erwartet wurde. Aber wenn du auf der Bühne stehst und dich da ein paar Menschen kritisch anschauen, bedeutet das nicht gleich, sie mögen dich nicht. Und selbst wenn, ganz ehrlich, sind wir dafür da, allen gemocht zu werden? Ich glaube nicht. Wenn ich es schaffe, jedem Auftritt nur eine Person zu erreichen, zu bewegen im wahrsten Sinne, danach für sich loszugehen, aus der Angst rauszuwachsen, zu verstehen, hell yes, da ist noch so viel mehr in mir, dann bin ich doch glücklich. Und alle anderen dürfen dann auch weiterziehen, ist vollkommen okay für mich. Aber das Problem bei Frauen ist häufig, wir wollen von allen gemocht werden, wir sind people pleaser und dann wollen wir natürlich auch keine Entscheidungen treffen, wir wollen nicht kritisch angesehen werden, wir wollen überhaupt nichts kritisches sagen, Fall und bloß nicht zu sehr auffallen. Aber irgendwie wollen wir ja doch gesehen werden. Superschwierige Konstellation. BiancaMaria Klein: Ja, und ich ergänze tatsächlich noch, das ist nicht nur bei uns Frauen. Ich habe jetzt gerade so Beispiel vor mir von einem ganz wunderbaren Menschen, also einem Mann, der genau diese Themen hat. Und deswegen, da hatte ich mir nämlich auch die Frage so ein bisschen vorbereitet, weil das sind, es geht gar nicht nur Bühne, sondern jedes Mal ist ein Meeting für diese Menschen Bühne. Und das kann ein Online Meeting sein oder ein Gespräch zu dritt oder zu viert zu irgendeinem wo ich dann fühle, also jetzt in dem Falle auch, dieser Co-G von mir, dass der sich total zurückhält. wenn wir dann da reingehen und ich gucke oder wir schauen gemeinsam, wo er eigentlich Angst hat, ist das ja diese auch natürlich Ursprungsuhrangst, irgendwie was falsch zu machen, ausgeschlossen zu werden als nicht vollwertig irgendwie dazustehen oder als nicht wissend und so. Wenn man da aber dann wieder tiefer reingeht, ist es bei ihm jetzt zum Beispiel so, der weiß ganz genau, der kann das, er hat recht, kann diese Dinge ansprechen in Einzelpersonen und in Einzelgesprächen. Also weiß er ja, dass es korrekt ist und das er es kann, aber er kann es in der Gruppe nicht. Und ich glaube, und deswegen musste ich eben so bisschen schmunzeln, als du das meintest mit dem Schwips. Ich nehme ganz oft dieses Beispiel. habe gesagt, stell dir vor, hättest vorher 2, 3 Bier getrunken. Könntest du Jana Catharina Schmidt: Vielen BiancaMaria Klein: es dann? Und dann sagt er mir, ja klar. Und dann kommen Leute mit diesen Alkoholgeschichten, dass sie natürlich bei Alkohol dieses Hemmgefühl, diese Angst verlieren. Und dann sage ich immer sehr, warum ist das denn so? Weil Alkohol diesen Effekt hat, was nicht bedeuten soll, dass er vor jedem Meeting jetzt einen Schnaps trinken soll oder 2 oder 3, sondern sich klar machen soll, dass das ja in ihm steckt. Also dass das nur sozusagen dieses Werkzeug wäre, sozusagen das andere aus ihm rauszuholen, was schon existiert. wenn wir uns aber genau wie du sagst, erst mal bewusst sind, was ist denn die Angst? Und ist die überhaupt real? Also passiert es jetzt, dass ich in einem Meeting, nur weil ich jetzt meine Stimme erhebe und vielleicht auch mal was anderes so oder Kontra gebe oder so, ist es dann real, dass ich dann gleich gefeuert werde? Und natürlich ist es das nicht, aber diese Ängste zu überwinden und die Stimme dann einzusetzen, Klarheit auszuformulieren. Ich sehe das in diesen Situationen ganz extrem, dass Leute genau diese Thematiken haben und diese vermeintlichen Erwartungen erleben, die gar nicht existent sind. Und auch die Ängste, die eigentlich auch gar nicht real sind, sondern das sind diese Urenkste, die uns verhalten. Deswegen finde ich das so schön, dass wir sagen, hey, lass uns doch mit diesen Menschen zusammenarbeiten, mit der Stimme etwas anderes zu bewegen. Und du hast es eben schon angedeutet, deinen Auftritt, wo wir uns kennengelernt haben, wahrscheinlich, besitzt du hier, Jana, weil das passiert ist. Also ich darf es mal kurz erzählen, oder? Du warst ja von einer sehr großen, wichtigen Veranstaltung die erste Speakerin. Was muss ich mein, er hat dazu sagen, immer extremst Wie soll man sagen? Also erstens, gutes Zeichen ist, ja, die erste Speakerin weiß, man ist extrem wichtig oder der erste Speaker, überhaupt eine Stimmung in einem Raum zu beleben. Also die Anmoderation ist wichtig und dann diese erste, sozusagen kraftvolle Rede. Als Rednerin extremst große Aufgabe, extremste Erwartungshaltung ist riesig. Kann ich mir vorstellen, dass du mega aufgeregt warst, ja? Weil das einfach so ganzen Raum zu tragen. was anderes bedeutet als wenn du dritte, vierte bist und dann schon so ein Gespür für dieses Publikum hast. Also erstmal, da habe ich schon gedacht Hut ab für dich, die du auf diese Bühne kamst mit dieser Lebendigkeit, deinem tollen Hut. Und du hast es auch gesagt, du bist jetzt auch keine zwei Meter groß, sondern das finde ich auch nochmal wichtig bei kleineren Frauen, du stehst auf einer riesigen Bühne. das ganze Publikum ist natürlich voller Vorfreude und voller Erwartungen. und du stehst auf der Bühne und die Technik funktioniert nicht. Der absolute Horrormoment. Und ich habe in dem Moment so mit dir gelitten, weil du stehst da, hast alles vorbereitet und du kannst nichts dafür. Und die Art und Weise, wie du das gehandelt hast, dass ich zwischendurch wirklich dachte so, ist das jetzt echt oder ist das jetzt irgendwie gehört das dazu? Das ist so dieser klassische Moment, wo man vielleicht denkt, ja, vielleicht ist das ja so Absicht. weil du das so professionell und so sympathisch gemacht hast und so lustige Sachen da gesagt hast, so von wegen so, na ja, wenn die Technik nicht will, also ich erinnere mich nicht mehr dran, aber das war so geschauspielert, als wenn du das einstudiert hättest, wie gut du mit dieser Situation umgehst. Also das meine ich jetzt im Positiven. Jana Catharina Schmidt: Vielen BiancaMaria Klein: Und wie du dann einfach dein Programm in Sekundenschnelle eigentlich angepasst hast an die Situation. und uns trotzdem als erste Speakerin da innerhalb von Minuten in dein Thema reingezogen hast, obwohl die Folien nicht auf einem riesigen Bildschirm wie geplant zu sehen waren. Und ich glaube, Jana, dass das passieren sollte, weil da hast du dich ja in deiner ganzen Professionalität, deiner ganzen... Ich übertreibe es jetzt vielleicht ein bisschen, aber in dieser Fülle gezeigt, weil das ist ja extrem schwierig. Die Menschen, wir hätten ja sonst auf den Bildschirm geguckt. warst jetzt auf... Alles war auf dich gerichtet, weil du mit dieser Situation klarkommen musstest. Und das fand ich, diese Fülli, die du da gezeigt hast, diese Freude, die du trotzdem da rüber gebracht hast, das war halt so cool. Und in dem Moment habe ich, und da wusste ich ja noch nicht, dass ich dich da ansprechen werde, hab ichs überlegt und ich wollte eigentlich nicht so gern auf diesem Event sein. Ich war total müde und erschöpft und hab gedacht, du gehst da trotzdem hin. Da hab ich gerade entschieden, du bist... Genau deswegen hier, weil du gerade siehst, dass so etwas passieren kann, dass nichts Schlimmes passiert, wenn Fehler auf der Bühne passieren, weil man in solchen Situationen händeln kann. Und ich innerlich dachte, boah, diese Frau ist mir so sympathisch, weil das passiert ist. Verstehst du? Also da dachte ich, dem Moment habe ich einen Haken hintergebacken, habe gesagt, so hat es sich gelohnt zu kommen. Und du weißt, ich bin nicht den ganzen Tag geblieben, sondern eigentlich nach zwei, drei Vorträgen bin ich gegangen, habe dich im Flur erwischt. was ja auch nicht geplant war. Und dann habe ich dich einfach angesprochen und habe gesagt, großartiges Setting, großartige Leistung, Wahnsinn, was du da auf der Bühne gemacht hast. Und es hat mich als Thema angesprochen und es hat dazu geführt, dass wir uns unterhalten haben und du jetzt hier sitzt. So, warum ich das erzähle, ist auch genau solche Situationen sind ja unvorhersehbar. Also du hast ja nie damit gerechnet, dass die Technik nicht klappt in so einem professionellen Setting. Jana Catharina Schmidt: Ja, das stimmt. BiancaMaria Klein: In so einem professionellen, muss man auch sagen, Haus, wo die nur davon leben, dass Technik und Ton funktioniert. Also man muss ja schon sagen, das war ein Riesen-Foppa für die. Jana Catharina Schmidt: Absolut, total. Ich danke dir. Und es ist so schön, das auch nochmal aus der Perspektive zu hören, denn das hat mir schon an dem Tag auch sehr geholfen. wenn wir schon viele Events hinter uns haben, oft auf Bühnen standen, ist mir auch immer so wichtig, das wirklich nochmal zu sagen. Niemand ist davor gefeit. Es ist eben, wie du sagst, immer nur die Art, wie du damit umgehst. Es werden immer wieder Fehler oder Dinge passieren, die Technik versagt. Am Ende weiß man nicht, wer hat da jetzt irgendwie Schuld. Es ist auch total egal. Am Ende geht es darum, was machst du daraus? Gib dir nicht umsonst diesen Satz. Schmeiß dir das Leben Zitronen vor die Füße. Mach Zitronenlimo daraus oder so. Also es geht darum, wie reagierst du darauf und Du hast es auch so schön erkannt, finde ich. Das war eigentlich die Essenz. Und der Moment danach war für mich nicht so easy, weil ich da gemerkt habe, wow, da kommen mit mir schon auch Emotionen hoch, die ich jetzt nicht so gern gefühlt hätte. Ich war dann auch von mir selber so bisschen enttäuscht und dann habe ich mich geärgert, dass es nicht richtig funktioniert hat. Ich wusste ja, wie es geplant war, wie du eben auch sagtest, jeder Speaker hat lange an dieser Ausarbeitung gearbeitet, auch wenn es nach Leichtigkeit da oben aussieht. Das ist natürlich das Ergebnis am Ende, aber da steckt viel Arbeit drin und im Endeffekt macht natürlich jeder ein bisschen anders, aber teilweise ist jede Minute durchgeplant. wenn dann BiancaMaria Klein: Absolut. Jana Catharina Schmidt: am Anfang, und bei mir war es ja auch noch so, dass da ein Audio abgespielt werden sollte und das spielte eben nicht ab. Und da ging es verschiedene Stimmen und so weiter, die ich da eben interpretiert habe und das fehlte. Und genau, dann musst du halt schauen, wie gehe ich damit Und dass das am Ende dann aber im Endeffekt dazu führte, dass wirklich viele mich auch noch angefragt haben, dass viele mir eben dieses Feedback auch gegeben haben, wir dieses tolle Gespräch hatten, hat mir wieder gezeigt oder mich daran erinnert, wofür ich eigentlich vor vielen Jahren losgegangen bin. Und ja, du sagst es so schön und das ist für mich immer das schönste Kompliment, ich lebe wirklich, was ich tue. Also für mich ist das zu 100 % meine Essenz und wenn Speaker zu mir kommen, oder jetzt habe ich gerade eine Politikerin auch ein Jahr lang begleitet, ich arbeite niemals mit... Zetteln in der Hand mit zu vielen Folien, wo Texte drauf stehen oder so, weil ich zu 100 Prozent davon überzeugt bin, dass deine Authentizität, deine Persönlichkeit, deine Wirkung, deine Energie auf der Bühne überzeugt. Und damit meine ich nicht nur die Bühnenbühnen, sondern den Meetingraum, deinen Podcast, alles wo du eben von Menschen sprichst. Je nahbarer du dich zeigst, desto mehr Menschen wirst du erreichen, vor allem die richtigen wirst du dann erreichen. Wenn du die Maske nicht abnimmst, wie willst du dann dein Ziel erreichen, Menschen anzuziehen, auch wenn du ein eigenes Business hast oder so? Wie sollen die Menschen dich denn finden, wenn du dich nicht zeigst? Und darum danke nochmal für diese Erinnerungen daran. Das war für mich ein harter Moment in dem Moment. Ja, aber BiancaMaria Klein: Ja, ja. Jana Catharina Schmidt: das hat mich wieder enorm wachsen lassen und ich bin inzwischen wahnsinnig dankbar dafür. Ich muss dazu sagen, mir ist das schon öfter passiert, dass die Technik nicht funktionierte mit dem Audio. Und deswegen habe ich vorher ja lange mit denen gesprochen und das versucht zu klären, aber so ist es dann. Du siehst, du kannst Dinge nicht beeinflussen, bis zu einem gewissen Grad. Du kannst nur gut vorbereitet sein und dann eben deine eigene Zitronenlimo daraus machen. BiancaMaria Klein: Ja, ja, und das Spannende ist, ich das nochmal aus der Speakerwelt natürlich für alle, zuhören. Du hast das ja so klar vor Augen, was da passiert. Und du sagst Minuten. Ich glaube, das ist teilweise Sekunden getaktet, dass wir wissen, was passieren muss. Und wenn du dann natürlich so was erlebst, musst du in Sekunden schnell alles umdisponieren, in deinem Kopf auch im Disponieren. Und was aber so relevant ist, sich immer wieder zu sagen, das Publikum weiß ja gar nicht, was passieren muss. Jana Catharina Schmidt: Genau. BiancaMaria Klein: Und das ist die Schwierigkeit, ich, dem Moment da im eigenen Kopf zu sagen, bleibt cool. Die wissen ja gar nicht, dass da eine Tonspur kam. Du hast es zwar beschrieben, das weiß ich noch, aber wir hatten es ja nicht vor Augen und auch Jana Catharina Schmidt: Kanal. BiancaMaria Klein: nicht so. Deswegen konnten wir gar nicht enttäuscht sein, weil es bewusst nicht passiert. Das heißt also, wenn wir auch Texte vergessen, ist es ja immer so, in uns ist es total dramatisch, weil wir plötzlich glauben, das macht keinen Sinn, was wir da sagen. Aber die Anderen wissen es ja gar nicht und das macht ja trotzdem dann Sinn. So und da ich habe daran gelernt, dass ich manche Sachen dann auch tatsächlich bewusst kürzer mache, weil ich sie vorher vergessen habe und mein Kopf mir dann immer sagt, hey, wenn du es vergessen hast, war es wahrscheinlich nicht so wichtig. So, also Jana Catharina Schmidt: Genau. BiancaMaria Klein: vielleicht könnt ihr auch sagen, okay, vielleicht brauchst du gar keine Tontonspur beim nächsten Mal, weil das nicht immer riskieren willst. Aber dir eine kleine Anekdote und den Zuhörern. Nur dass du dich da beruhigst. hatte das, einschneidendes Erlebnis war letztes Jahr auf einer großen Bühne in einem großen Kinosaal mit irgendwie 250 Leuten. Nur Frauen, Gott sei Dank, habe ich gesagt, die sind vielleicht, was totaler Blödsinn ist, ne? Aber das war sowieso, ach komm, hier passiert dir nichts, ja? So. Obwohl das eigentlich auch ein Trugschluss ist, weil wir Frauen ja manchmal besonders kritisch mit uns sind. Aber jedenfalls, ich stehe auf dieser Bühne und es war wie ein Also es war ein Witz, ja. In dem Moment, wo gerade ein ganz wichtiger Teil meiner Rede ist, wo es auch sehr persönlich und emotional war, Jana der Feueralarm ging an. Aber wirklich richtig laut. Und es kam so eine automatisierte Stimme, so verlassen sie sofort das Gebäude. Also so wirklich gehen sie über die Notausgänge raus, dann das Ganze noch auf Englisch. Und das Verrückte war, die Zuschauer dachten, das gehört ihr zu meinem Vortrag. Und ich stand da und hab dann so gesagt, Leute, glaub, wir müssen jetzt hier von der Bühne runter, weil ich selber natürlich so ein paar Sekunden brauchte, zu verstehen, was passiert. Meine Auftraggeberin hat mir hinterher gesagt, in ihr kam so eine Wut hoch, weil sie sagte, das war nicht abgesprochen. Und dann sind wir da alle raus. Ich schnell meine hohen Schuhe rausgezogen, meine Tonschuhe. Und es war auch bisschen unheimlich am Moment. Das Ganze war in Berlin. Und ich Jana Catharina Schmidt: Ja. BiancaMaria Klein: dachte wirklich so nicht, dass wir jetzt da runtergehen und da irgendjemand hat da wirklich irgendwas Schlimmes. Jana Catharina Schmidt: Klar, BiancaMaria Klein: Am Ende war es ein Kurzschluss, es war ein echter Feueralarm. standen alle draußen, mussten dann wieder rein und dann habe ich weitermachen dürfen. Jana Catharina Schmidt: Ja. BiancaMaria Klein: In einer völlig anderen Atmosphäre. Und die reden heute noch von diesem einen Vortrag. Also das ist so interessant. Für mich war es total schwierig, wieder reinzukommen, aber gleichzeitig gedacht, so was soll jetzt noch passieren? Jana Catharina Schmidt: Genau, genau. Und diese Haltung im wahrsten Sinne da dann mit reinzunehmen, das zu schaffen, das zu adaptieren, das ist genial, wenn du das schaffst. Aber BiancaMaria Klein: Ja, genau. Jana Catharina Schmidt: du siehst ja, dann wart ihr in irgendeiner Form zusammengeschweißt, es war eine Energie, habt was Gemeinsames erlebt, was euch kurz mal Herzklopfen gemacht hat und dann geht es gleich auf einer ganz anderen Ebene weiter. Voll schön. BiancaMaria Klein: Ja, das war so ein Erlebnis, wo ich sage, das ist immer für alles irgendwie gut. Trotzdem will ich dich noch mal mit ein bisschen Blick auf die Uhr. Wer hier vielleicht zuhört und sagt, ja, ist ja alles schön und gut, aber ich bin ja keine Speakerin, ich habe auch keine Ausbildung gemacht und ich habe trotzdem so Schwierigkeiten. Und ich habe auch gerade jemanden im Kopf, die hat eine extremst hohe Position, also Führungskraft noch und Nöcher, aber auch wirklich Verantwortung für einen Riesenunternehmen. wir haben ganz andere Themen, aber unter anderem ist ein Problem von ihr, sie muss ganz oft vor vielen Menschen sprechen, ist richtig gut in ihrem Job, ist wirklich angesehen, aber sie hat wirklich Schwierigkeiten, voreinander zu sprechen, lernt alles auswendig, minutiös, weil sie für sie das ganz ganz schlimm ist, ja, und sie sagt immer, ich klinge, also ich möchte nicht, so sagt sie es, ich möchte nicht unsicher, angespannt wirken und deswegen lerne ich das auswendig und ich will diese Angst irgendwie überwinden. Aber grundsätzlich hat sie eigentlich mir mal gesagt, das war schon immer so. Und sie ist in diesen Job so reingerutscht, obwohl sie genau wusste, vor Menschen sprechen ist überhaupt nicht ihr's. Was wäre jetzt so? Also vielleicht nochmal, wenn das jemand hörte, sagt, ja, das kenne ich gut und mir geht sogar in kleinen Meetings so. Es muss gar nicht so viele hunderte Leute sein. Was wäre so ein erster kleiner Schritt? wieder so mit sich oder der eigenen Stimme so in Verbindung zu kommen oder diese Angst zu überwinden. Also geht das jetzt, dass du hier mal im Podcast so einen kleinen Anteaser-Tipp gibst? Jana Catharina Schmidt: Also wir haben ja eben schon festgestellt, alles entsteht in deinem Kopf. Das heißt, du kennst dich vielleicht in einer anderen Situation total entspannt, wenn du vor deinen drei besten Freundinnen einen kleinen Vortrag hältst, der dann spontan entsteht, weil du über deine Leidenschaft sprichst oder den Typen, den du letztens kennengelernt hast und der war so so toll und dann erzählst du und bist total entspannt in dem Moment. Und deine Stimme ist entertaining, hat eine Intonation, die genauso lebendig ist wie deine Persönlichkeit und alles ist stimmig, eins meiner Lieblingsworte. Du hast einen Dreiklang aus Stimme, Körpersprache und den Worten, die du sprichst. Ganz automatisch, ja? Intuitiv. Weil du eben mit dir in Verbindung bist. Diese Momente kennen eigentlich alle meine Coaches. Es gibt immer diese Momente, in denen du dich wohl fühlst und Gefühl löst deinen, ähm... Deine Gedanken lösen ein Gefühl aus und das dann eben deine Handlung. Das heißt, deine Handlung ist total authentisch, echt und du fühlst dich wohl. Jetzt hast du eine völlig andere Situation und da ist ja nur der Unterschied, was du über diese Situation denkst. Das heißt, Endeffekt startet es auch wieder hier oben, du fühlst dich unwohl, weil du dir eben davor eine Geschichte erzählst, die sich irgendwie in deiner Stimme widerspiegelt, aber vermutlich sehr wenig mit der Realität zu tun hat. Denn häufig, wie ich eben auch schon sagte, geht es oft darum, welche Erwartungshaltung ist angeblich da, die du erfüllen sollst und du fühlst dich dann unter Druck gesetzt. Wenn du vor deinen Mädels sprichst, hat niemand eine Erwartungshaltung, denkst du, da denkst du gar nicht drüber nach. Das heißt, was ich mit meinen Coaches immer mache und die Übungen, ich ihnen immer in die Hand gebe, bevor sie die Bühne betreten. Und natürlich, es gibt nicht die Wunderheilung, einmal schnipsen, alles ist gut, es ist ein Prozess und ja, der kann ein paar Monate dauern, aber... Es funktioniert, es ist änderbar und was wir immer trainieren ist, raus aus dem Kopf zu kommen und rein in dein Gefühl. Denn wenn du in deinem Gefühl bist und hier geht es dann wieder deine Intention, was sollen sie fühlen, denken, tun, wenn du fertig bist, was möchtest du hier erreichen, nur wenn du selbst bewegt bist, wirst du andere auch bewegen, musst du hier sein und nicht da. Das heißt, es gibt schöne Übungen, dich da rauszubringen. Zum Beispiel, das kannst du mit einem Freund machen oder einer Freundin. Beginn einfach mal ein bisschen was zu erzählen über den Vortrag vielleicht oder so und du beginnst zu sprechen und jemand anderes wirft dir einfach mal, können wir jetzt mal eigentlich auch machen, meine lieben, du das gerne möchtest, dann ein kleines Experiment, ich muss BiancaMaria Klein: Ja, lasst uns, wir probieren das jetzt aus. Ja, klar. bin bereit. Jana Catharina Schmidt: das eh gut machen, genau, erzähl doch einfach mal ein bisschen was über dein Wochenende, worauf freust du dich, ich glaube du hast was schönes vor, sprich doch einfach mal los und wenn ich dir ein Wort zurufe, dann baust du das einfach ad hoc ein. BiancaMaria Klein: Ohje, okay. Also, ja, am Wochenende, also ich werde morgen in diesen Zug einsteigen von der Deutschen Bahn und Jana Catharina Schmidt: Mhm. BiancaMaria Klein: jeder weiß, was das bedeutet. Man ist vorher schon ein wenig gespannt. Jana Catharina Schmidt: Eichhörnchen? BiancaMaria Klein: Ja, man ist schon gespannt, ob überhaupt der Zug pünktlich ankommt, weil es könnte ja sein, dass ein Eichhörnchen über die Gleise springt und deswegen der Zug mal wieder Vollbremsung machen muss und man zwei Stunden im Zug sitzt und hoffentlich... Jana Catharina Schmidt: Badtrimmer, Badtrimmer, BiancaMaria Klein: Wird bitte bitte was? Jana Catharina Schmidt: Badtrimmer, BiancaMaria Klein: Ach so, ja, genau, weil der Barttrimmer, der ist ja auch ganz wichtig, wenn man in den Zug einsteigt, dass man sofort dran denkt, falls jetzt ein Eichhörnchen über die Gleise springt, wäre es natürlich super, ich den Barttrimmer dabei habe, weil wenn die Beine mal wieder ganz schnell durch die Hitze irgendwie Haarwuchs bekommen oder halt der Bart, ne, schon besser, wenn man den Barttrimmer dabei hat, kann man ganz schnell, während man auf den nächsten Zug wartet, in die Bahnhofstoilette oder in die Zugtoilette gehen und das kann man. Jana Catharina Schmidt: Lampenschirm, Lampenschirm. BiancaMaria Klein: Ja leider gibt es ja in der deutschen Bahn in den Zügen nicht so viele Lampenschirme, die man dann benutzen kann, vielleicht das Licht irgendwie so zu drehen, dass einem nicht so heiß wird, wenn mal wieder bei diesen Temperaturen die Klimaanlage ausfällt. Also habe Jana Catharina Schmidt: Mhm. BiancaMaria Klein: ich tatsächlich immer einen faltbaren Lampenschirm in meinem Koffer dabei, falls ich den mal brauche. Jana Catharina Schmidt: Mega gemacht! Ich wusste, du kannst das gut. Das ist großartig. Ich weiß. BiancaMaria Klein: Das sind aber auch harte Worte. Barttrimmer. wusste erst mal gar nicht, was das ist, aber okay, gut. Jana Catharina Schmidt: war schon echt, war hablos. Ich war schon ganz gnädig mit dir. Da gibt es ja ganz andere. Ich habe eine schöne Liste mal ausgearbeitet. Aber worum geht es hier? Also erstmal, mir war klar, dass du, habe, oder sagen wir mal so, ich habe gehofft, dass du das so schön machen würdest, weil du bist aus meiner Sicht tatsächlich auch ein Bauchmensch, ein Herzensmensch, jemand, sehr connected ist. Und diese Menschen, die sind dann oft eben auch sehr kreativ und können die Übung meist sehr gut und gleich switchen. Kopfmenschen haben damit mehr Schwierigkeiten, weil die sich jetzt fragen, Was hat der Barttrimmer jetzt mit dem Zug zu tun? Wie soll ich das denn zusammenbringen? Und das funktioniert für sie nicht, solange sie hier auf dieser Ebene nur funktionieren. Lustigerweise passiert dann aber, wenn sie sich die Erlaubnis geben, die Magie. Denn viele denken nur über sich, sie sind ein Kopfmensch, aber haben sich im Laufe ihres Lebens etwas anderes antrainiert. Und da schauen wir hin. Wie bringe ich am schnellsten, und das ist jetzt eine Übung, es gibt viele andere schöne Übungen, die dich ganz schnell raus aus dem Kopf und rein in dein Gefühl bringen. Und was passiert da jetzt? Wir haben es bei dir gerade live erlebt. Die Stimme wird lebendiger, du hast eine wunderschöne Intonation gehabt, du hattest eine Lebendigkeit in deiner Körpersprache, du hast gelächelt, du warst lebendig, du warst... aus dem Kopf. Das heißt, hast in dem Moment, würde ich jetzt mal behaupten, gar nicht mehr darüber nachgedacht, wie wirke ich gerade oder was könnte ich gerade falsch machen. BiancaMaria Klein: Oder dass ich hier gerade einen Podcast aufnehme. Jana Catharina Schmidt: oder das, genau, all das ist weg und das ist Ziel und Sinn der Sache, dass wir diese Überlegungen, die Gedanken erstmal weg bekommen. Dann gibt es natürlich Übungen, gerade bei Frauen ist es häufig so, dass deine Stimme dann ein bisschen hochrutscht oder dann gehst du hinten mit der Stimme hoch, wir machen das jetzt so, ja, also auch das irgendwie hinzubekommen, dass du in deiner Indifferenzlage bist, das heißt wir machen Übungen wie das Kirschen pflücken, ja, wir pflücken Kirschen, Kirschen, Kirschen, stecken sie uns den Mund und aktivieren unseren Genießtoton. Denn das, dabei kannst du mal deine Hand auf deine Brust legen, da spürst du dann wahrscheinlich eine Resonanz, wenn du in deinem Genießtoton bist, was so deine Ursprechtonlage sein sollte. Und dann eben auch noch mal das Zwerchfell aktivieren beim Ausspucken der Kirschkerne. dein Zwerchfell als Stütze, wir sagen immer Stütze dazu, aus dem Sprecherbereich kommt das, weil dein Zwerchfell dich eben unterstützt dabei, deiner Stimme Kraft und Resonanz zu geben, dass sie auch durchdringt durch den Raum und nicht eben so fisselig oben im Kopf festhängt, im Kehlkopf festhängt. Das sind so kleine Übungen, du vorher machen kannst. Da könnt ihr aber auch wirklich einfach mal googeln oder geht auf Instagram bei Stimmgeberin. Ich habe so viele Übungen kostenlos zur Verfügung gestellt. Oder wenn du auf Stimmgeberin.de gehst, dann kannst du dich einfach anmelden dort, in den Newslettern bekommst, als Dankeschön ein E-Book geschenkt, wo gleich sechs Übungen drin sind. BiancaMaria Klein: Mega, das hätte ich nämlich gleich noch gefragt, weil ich weiß ja, dass du da was vorbereitet hast, beziehungsweise anbietest. Also mega, also auf jeden Fall ausprobieren, weil ich erinnere mich an die Übung, die hast du nämlich auch in dem Vortrag gemacht. Und ich dachte, super, runterladen und machen, weil das ist nicht irre, wenn man vorher solche Übungen macht. Ich glaube, es entspannt ja auch. Es ist auch wirklich, du machst etwas mit deinem Körper, du entspannst dich. Jana Catharina Schmidt: Total. War Spaß. BiancaMaria Klein: Okay, das heißt, Newsletter, E-Book runterladen, Übung machen. Und du sagst schon, das sind erste kleine Schritte, solche Ängste oder vielleicht auch kleine Fehler, die sich da einschleichen können, durch Aufregung, kann man beseitigen. Jana Catharina Schmidt: Absolut, am Ende muss dir einfach klar sein, es ist eine Reise wieder zurück zu dir. Und das dauert natürlich ein bisschen und wir schauen dann erstmal nach innen. Aber parallel dazu läuft immer, wie kannst du dein Instrument eben stärken, sodass es sowieso schon mal kraftvoller klingt. es gibt Studien, belegen, dass eben diese hohen füsseligen Stimmen die Stimmen sind, denen wir eben nicht gerne lauschen, denen wir nicht vertrauen auch oder denen wir nicht zutrauen, dass sie kompetent sind. Das heißt, und es geht jetzt hier nicht darum, deine Stimme zu verstellen. Ganz im Gegenteil, vielleicht verstellst du dein Leben lang deine Stimme schon. Und jetzt darfst du beginnen wieder zu deiner Urstimme zurückzufinden. Was natürlich nicht bedeutet, dass du die ganze Zeit in deiner Indifferenzlage sprichst. Das klingt total bescheuert oder wie KI. Sondern dass du dich immer wieder darin einfindest. Das ist dein Grundton. Und wie du sagst, du entspannst dabei. Ich sage immer zu meinem Coaching, stell dich davor noch mal hinter der Bühne hin. Mach... Das wird geil. Das geil. Ja, das mache ich selber auch. Ich habe sogar ein Video gemacht hinter der Bühne, wie ich mich entspanne davor. Genau das hilft, weil dieser Urton, das kommt ja auch aus dem Meditationsbereich oder dem... Das BiancaMaria Klein: Genau. Jana Catharina Schmidt: ist dieser Urton und der entspannt durch Schwingung deinen gesamten Körper und stimuliert deinen Vagusneph. Und das dürfen wir uns klar machen. Wir verarschen uns so bisschen selbst in dem Moment. Wir sind eigentlich total aufgeregt, aber dadurch bringen wir uns unterbewusst nach unten. BiancaMaria Klein: Total spannend. Es fällt mir nämlich genau dieses mit dem Ommen, das habe ich auch erst Jahre später verstanden, dass das dieser Klang ist, dieser Urton eigentlich, der wahnsinnig beruhigend auf einen wirkt. Dass das nicht irgendein Hokus-Pokus ist, sondern dass das was mit dem Nervensystem zu tun hat. Und diese Atemübung kann ich nur bestätigen. Auch die, die du uns da mitgegeben hattest, das funktioniert auch mit diesem Klang. Und diese Bewegung, also all diese Dinge. Giana, ich weiß, du bist ja die absolute Expertin. Das heißt, also, wer, das interessiert, darf schon mal bei dir ein bisschen stöbern und kriegt sogar auch ein bisschen was gratis. Ansonsten, wir verlinken das hier alles. Du machst eins zu eins Betreuung, wollte ich gerade sagen. Also, du eins zu eins Bearbeitung. Du gibst den Menschen wieder ihre Stimme, ihre Urstimme. Und nur vielleicht den Zuhörern, so bisschen, dass die sich das vorstellen können. Wie funktioniert das, wenn man sich mit dir in Kontakt setzt? Trefft man sich dann einmal in der Woche? Ist das einmal im Monat? Muss das live sein? Also mach nochmal einen kleinen Werbeblock hier für deine Arbeit. Jana Catharina Schmidt: Danke. Genau, also der erste Schritt ist immer die Stimmanalyse. Das heißt, das werdet ihr auch finden auf meiner Homepage oder bei Instagram oder wo auch immer. Ich möchte euch einfach live davor kennenlernen und wir machen das aber immer über Zoom. Das heißt, egal wo du sitzt, ich habe auch Kunden, sitzen auf Mallorca, in Thailand, wie auch immer. Es geht darum, dass wir uns live erstmal begegnen, die Energie spürbar. Und auch viele haben ja Zoom Calls in ihrem beruflichen Werdegang jetzt immer mehr auch einsetzen müssen. Das heißt, ich finde es sogar sehr schön, dass wir das hierüber dann eben auch praktizieren. Auch die ganzen Sessions finden online statt, außer wir sind zufällig mal in derselben Stadt. Ja, das habe ich schon ab und an mal. Aber grundsätzlich alle zwei Wochen live ungefähr über Zoom geht erst mal drei Monate. Viele verlängern danach. Das kannst du dann monatlich machen. Aber wichtig ist mir, dass du dazwischen eine Integrationszeit hast, in der du eben die Dinge natürlich auch umsetzt, die ich dir für dein real life an die Hand gebe. Denn es geht immer darum, es individuell an dich anzupassen. Hast du bald einen Vortrag vielleicht? Musst du Meetings halten? regelmäßig oder willst du einen Podcast machen, YouTube-Channel? Es ist ganz egal erstmal. Es geht darum, wir passen das Mentoring-Programm an dich persönlich an. Dann finden die Sessions eben online statt. Aber das wertvollste mit, würde ich sagen, nach all der Erfahrung jetzt, dass sie jederzeit die Möglichkeit haben, über Messenger auch von mir Feedback einzuholen. Das heißt, wir hören uns wirklich jeden Montag, also mal Check in Monday, und dazwischen hast du immer die Möglichkeit, mir zu schreiben und Videos einzureichen. Ich gebe BiancaMaria Klein: Wow! Jana Catharina Schmidt: Feedback darauf. Es ist wirklich ein ganz tolles Programm, was dich da abholt, wo du stehst. Ich mache das mit dem Support, weil ich eben gemerkt habe, die Probleme oder Herausforderungen, die finden ja nicht immer an dem Tag statt oder gerade BiancaMaria Klein: Ja. Jana Catharina Schmidt: in der Zeit, wenn wir uns sehen. Und deswegen biete ich das an. Das ist wahnsinnig schön. Individuales Material erstelle ich dann auch für jeden Einzelnen. Also da darfst du voll und ganz ins Vertrauen gehen, dass diese Reise dich wirklich zu B bringt, wo auch immer du mit A einsteigst und ich dir dabei helfen werde, diese Persönlichkeit in dir zum Leben zu erwecken und glücklich, leicht und frei vor Menschen stehen zu können. BiancaMaria Klein: Toll, schön. Also ich hoffe, dass sich einige jetzt irgendwie angesprochen fühlen, weil ich glaube, es ist wirklich eine Thematik, nicht nur für Menschen, auf großen Bühnen stehen müssen, sondern wir stehen ja irgendwo eigentlich immer auf Bühnen, selbst wenn wir irgendwie, weiß ich nicht, Jana Catharina Schmidt: Genau. Absolut. BiancaMaria Klein: mit der Familie irgendwie besprechen müssen oder irgendwie, was Sie eigentlich für die beste Freundin auf der Hochzeitsrede irgendwas erzählen wollen oder wirklich in einem Meeting vor deinen Jana Catharina Schmidt: Nein, ich keine Arbeit. BiancaMaria Klein: Kollegen irgendwie sagen willst, ich bin aber anderer Meinung. Also da fängt es ja schon an, dass die meisten Angst haben. eigene Meinung zu sagen oder einen Vorschlag irgendwie kritisieren wollen, ja, zu Recht und dann sich nicht trauen. Aber finde ich super, Jana, aber ich habe noch eine kleine Frage. Was ist das mit den drei Fragezeichen? Also, die drei Fragezeichen, die fünf Freunde, ja, und all diese Geschichten. Ich bin nämlich Jana Catharina Schmidt: Ja, ja. BiancaMaria Klein: auch ein Kind, ich bin ohne Fernseher aufgewachsen, also ich und meine Brüder. Und deswegen war es bei uns immer und vor allem ich assoziiere damit auch wenn wir krank waren oder irgendwie es nachmittags irgendwie geregnet hat zu Hause die Schaltplatte und die Kassette rein und genau und ich habe wie gesagt zwei ältere Brüder also die drei Fragezeichen waren bei uns absolutes Programm und die ganze Musik könnte ich dir sogar vorspielen oder schlecht vorsingen. Sag mal das musst du uns jetzt noch erzählen. Wie kommst du zu den drei Fragezeichen? Jana Catharina Schmidt: Ja, also ich glaube jeder Sprecher kann das so bisschen nachvollziehen. Die drei Fragezeichen war für mich damals ein Ritterschlag. Dass ich da die Chance bekommen habe, war für mich ganz, ganz toll. Ich habe viele Jahre auch als Sprecherin gearbeitet, Synchronsprecherin, wie gesagt, und war dann ja Dozentin, habe da viel Erfahrung gesammelt. Und es war dann doch eher eine zufällige Begegnung, sage ich mal, dass ich die wundervolle Heike-Dine Koerting, also die Produzentin, die das ja seit anbeginnen, und das müssen jetzt knapp 50 Jahre sein, schon produziert und initiiert hat damals, immer noch mit denselben Sprechern die drei Fragezeichen, sind ja nach wie vor immer noch dieselben und ja ich durfte da mitsprechen. Es ist Folge 215, also wenn ihr die noch nicht gehört habt, hört sie euch mal an und ratet mal wer ich bin. BiancaMaria Klein: Also nochmal 215, also 215, okay, wird rausgesucht. Jana Catharina Schmidt: Genau, und das war, wie gesagt, eher bisschen zufällig entstanden. Und ich bin sehr, dankbar für diese Begegnung, weil ich an diesem Tag auch als Sprecherin noch mal ganz, ganz viel gelernt habe und vor allem auch an Selbstbewusstsein dazugewonnen habe, wenn du wirklich auf Knopfdruck funktionieren musst. Und davor habe ich dann eben viele Eigenproduktionen gemacht bzw. wurde gebucht und habe in meinem Home-Studio das aufgenommen. Das ist noch mal was ganz anderes, als wenn du live im Studio bist. Die eine und einzige Heike-Dina Kurting, die daneben sitzt und dich quasi dann ja auch beurteilt in diesem Moment. Und da muss ich sagen, habe ich meine eigenen Techniken so richtig auch noch mal zu schätzen gelernt, weil ich war aufgeregt, sehr aufgeregt, dass ich jetzt... vielleicht nicht so performe, wie ich mir das wünsche oder könnte. Und es gab viele Situationen in meinem Leben, wo ich nicht so performt habe, wie ich das hätte können, weil ich eben diese Angst hatte, vor Menschen zu sprechen. Die hatte ich damals ja nicht mehr, aber ich habe gemerkt, wie das wieder so ein bisschen hochkam. Ja und das bedeutet ja nicht, dass du wegweckst. BiancaMaria Klein: Erwartungsdruck. Jana Catharina Schmidt: Ja genau. Aber du lernst, wie wir eben auch gesagt haben, damit umzugehen. Und in diesem Moment habe ich mich durch Atemtechnik, durch mein Mindset Training selber in einer Minute so runtergebracht, dass ich genau, was ich eben versprochen habe, auch bei mir selber erreicht habe. Und darum geht es. Wende es in deinem Leben an. In dem Moment konnte ich voll und ganz darin aufgehen und es auch genießen. Und das ist ja das nächste. Als ich früher auf der Bühne stand, war es wie durch so einen Tunnel zu laufen. Ich habe nichts mitbekommen vom Außen. Ich BiancaMaria Klein: Ja, ja. Jana Catharina Schmidt: habe nicht bemerkt, was ich überhaupt rede, so ungefähr. Und am Ende stand ich da und dachte nur Gott sei Dank habe ich überlebt. Und das BiancaMaria Klein: Genau, und dann kommt so eine Lehre Jana Catharina Schmidt: Ja, genau. Und deswegen kann ich sagen, hell yes, es funktioniert. Also ich kann zu 110 Prozent meiner ganzen Techniken an dich weitergehen von Herz zu Herz wirklich mit vollster Überzeugung, weil ich sie mir ja alle selber ausgedacht habe, weil ich durch den gleichen Weg gegangen bin. Und darum verstehe ich dich, wenn du zu mir kommst und sagst, mein Gott, I feel you. BiancaMaria Klein: Ach, schön. Ach, das ist toll. Also Folge 215 wird beim nächsten Spaziergang von den drei Fragezeichen auf jeden Fall gehört. Ich bin ja auch so eine Podcast-Hörerin auf Spaziergang. Liebe Jana, wir sind schon voll über die Zeit. Das macht aber gar nichts. Aber wir hatten ja auch zwei Unterbrechungen, die uns hoffentlich alle verzeiht, hier die Zuhörer. Aber ich versuche auch da authentisch und sozusagen zu sagen, wir machen das jetzt nicht alles nochmal. Ich habe für alle meine Gäste immer zwei letzte Fragen. Die erste lautet Was würdest du der 20-jährigen Jana aus der heutigen Sicht sagen oder raten? Jana Catharina Schmidt: Hmm. Vertraue auf deine innere Stimme, sie zeigt dir den Weg und höre auf sie immer wieder zu übergehen. Denn ich glaube, ich hätte viel schneller da sein können, ob das immer gut ist, ich nicht, da wo ich heute stehe und ich habe komplett damals die Verbindung zu mir selbst verloren. Habe aber tief in meinem Inneren immer gespürt, dass mein Wegen völlig anderer ist, als jetzt ins normale Studium, Lehramtsstudium zu starten. Ich habe immer gespürt, das ist falsch, aber ich habe das macht man halt so. Und diesen Satz aus meinem Leben zu streichen hat für mich ein Riesenschift bedeutet, das macht man so und den würde ich in diesem Moment glaube ich aus meinem Wortschatz streichen. BiancaMaria Klein: Find ich schön, sehr gut. Und die zweite Frage ist, also stell dir vor, du hast alles Geld der Welt. Also wie so ein Esel, der auch vor deiner Tür steht, der dir immer das ganze Geld ausspuckt, was du brauchst. Dann hast du genug Zeit, also nicht dieses Gefühl von Zeitdruck und du hast überhaupt keine Angst. Was würdest du ab morgen tun? Jana Catharina Schmidt: Hmmmm Genau das gleiche, ich jetzt tue. Plus, ich würde einen Tauchschein machen. habe ich schon mal versucht, ist nicht gut gegangen, weil ich dann leider eine Mittelohrentzündung bekommen habe, was ja auch interessant ist, dass mein Körper mir dann diese Entzündung bringt. Das würde ich machen und ich würde, also ich muss sagen, hättest du mich diese Frage vor drei Jahren oder vier Jahren gefragt, hätte ich gesagt, ich würde sofort ins Ausland gehen, ich würde darauf vertrauen, dass ich das, was ich jetzt mache, auch von überall tun kann. Ich würde diese Dinge eben sofort ändern. habe ich ja inzwischen getan. Ich lebe heute, und das kann ich wirklich voller Stolz sagen, weil es Jahre gedauert hat, meinen Traum, der noch nicht vollendet ist. Es gibt immer noch einiges, was ansteht. Aber ich kann sagen, ich bin sehr, sehr glücklich damit, was ich mache. Und ich merke auch, wie sich mein Mentoring, meine Co-Chefs und all das gerade ... noch mal neu shiftet, weil ich gerade wieder eine neue Stufe für mich erreiche und weiß aber genau, es wird wieder die nächste Herausforderung kommen. Aber im Moment kann ich sagen, ich bin sehr, sehr glücklich mit dem. Ich darf leben, wo ich möchte. Ich darf tun, was ich liebe. Und ja, von daher, so viel gibt es da jetzt gerade gar nicht, was mir einfällt. Die nächste Reise werde ich heute mal planen, glaube ich. Danke für den Impuls. BiancaMaria Klein: Ja, sehr gerne, wie schön. Und das berührt mich immer sehr, weil ich oft Gäste hier habe, die so eine Antwort geben, dass sie das genau weitermachen würden. Und das ist ja auch wahrscheinlich kein Zufall, dass ich dann auch natürlich mich angezogen fühle von Menschen, die das so widerspiegeln. Aber ich glaube, wenn wir mehr Leute wären, die das tun, was sie lieben, wo sie sagen würde, ich würde nichts ändern, egal ob ich Geld habe, egal ob ich noch mehr Zeit habe. Also das ist ja eine bewusste Frage auch, aber Das freut mich dann so, dass ich dann immer mehr Menschen höre, die sagen, ja, wird das gleiche tun. Ich sage immer, ich würde genau das Gleiche tun. Ich würde nur irgendwie First Class fliegen und Business Class, mindestens Jana Catharina Schmidt: Ja! BiancaMaria Klein: in der Deutschen Bahn oder mit meinem eigenen Privatjet oder so. Aber egal. Aber dann ist wieder das Umweltproblem im Vordergrund. von daher, genau. Nein, aber wie schön, Jana. Jana Catharina Schmidt: Ich BiancaMaria Klein: Also ich könnte stundenlang mit dir reden. Ich finde das super und das ist wirklich, also ich bin mir sicher, jeder, hier bis jetzt zugehört hat. die Art, du ja auch sprichst und wie du Sachen beschreibst. Das ist ja wirklich Musik in den Ohren. Ich liebe das. Deswegen Jana Catharina Schmidt: Danke. BiancaMaria Klein: freue ich mich so sehr, dass das jetzt geklappt hat, dass wir uns hier auf dieser Spur uns unterhalten. Aber ich weiß, wir werden noch in Kontakt bleiben. Also jetzt erstmal beenden Jana Catharina Schmidt: Absolut, ich freue mich sehr. BiancaMaria Klein: wir diese etwas längere Folge. Also erstmal ganz herzlichen Dank fürs Zuhören, Und ich Jana Catharina Schmidt: Ja. BiancaMaria Klein: danke dir, Jana, fürs Kommen und ich überlasse dir die allerletzten Worte. Jana Catharina Schmidt: Vielen, vielen Dank für dieses tolle Interview. Es war richtig, richtig schön. Super kurzweilig. Ich durfte hier meine Pippi Langstrumpf leben und habe mich sehr gesehen, gefühlt und hoffe sehr, dass ich da draußen die oder den ein oder anderen gerade bewegen, berühren, spüren lassen durfte, dass da noch mehr in dir steckt und ich kann dir nur von Herzen empfehlen, da mal hinzuhorchen. Wenn du diesen Ruf gerade spürst, geh den ersten Schritt beginn dich in deine Stimme zu verlieben und werde unaufhaltsam. Und wenn du das bis heute noch nicht getan hast, vielleicht das jetzt der letzte kleine Impuls für dich gewesen loszugehen. Ich freu mich dich kennenzulernen. BiancaMaria Klein: Danke dir, Jana. Danke, danke, danke, dass du da warst. Bis bald und alles Liebe für deine ganzen Projekte. Jana Catharina Schmidt: Danke, das wünsche ich dir auch von Herzen. Danke schön. BiancaMaria Klein: Ciao! Jana Catharina Schmidt: Tschüss.