Latest / Border Allein – Selbstführung für emotional intensive Menschen / Hangaround
Transcript
- 0:00Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge border.
- 0:05Allein ihr seht, ich bin umgezogen.
- 0:07Yeah, ich darf jetzt auf die Couch, bin schon groß ja ja so
- 0:14ihr lieben, nachdem wir ja letzte Woche quasi drüber
- 0:19gesprochen haben was was quasi diese Gedichte mit mir gemacht
- 0:26haben beziehungsweise die Veröffentlichung.
- 0:28Und so weiter. Und sofort will ich heute
- 0:31einfach mal darüber reden, wie es sich auswirkt, wenn man den
- 0:36ganzen Tag quasi sich seiner Krankheit hingibt.
- 0:43Warum komme ich da drauf? Weil ich natürlich auch im
- 0:46Coaching viele Leute habe, denen es so erging, die ja, ich sag
- 0:53mal, mehr oder minder. Es vielleicht zu gerade eben
- 0:57schaffen, sich um um ihre Angelegenheiten zu kümmern.
- 1:01Aber ja, den Rest des Lebens quasi im Bett verbringen, auf
- 1:07der Couch verbringen, nicht mehr den Antrieb haben, rauszugehen,
- 1:12mal ein Blick nach rechts und nach Links zu werfen.
- 1:15Wie sieht es draußen aus, ey? Was ist das für ein Baum?
- 1:18Was ist das für ein Baum? Ach guck mal, die Straßenbahn
- 1:22fährt hier nicht, nee, Entschuldigung, die haben wir
- 1:24vor 20 Jahren abgeschafft, so, ihr wisst wie ich meine, und da
- 1:30ist es natürlich grenzwertig, wenn man dann sich quasi nur auf
- 1:38sich selbst konzentriert, weil das brauche ich wohl keinem zu
- 1:41erzählen, was macht das mit einem?
- 1:44Wenn man nur mit sich und seinem eigenen begrenzten Horizont
- 1:48zugange ist. Man sieht ja quasi den den Wald
- 1:54vor lauter Bäumen nicht mehr. Man flüchtet sich in in die
- 2:00Vergangenheit, hat Angst vor der Zukunft.
- 2:03Und sabotiert die Gegenwart. Man sabotiert sich quasi, es
- 2:07gibt da so ein schönes Wort für, das nennt sich Selbstsabotage,
- 2:11man sabotiert sich quasi selbst, man ergibt sich seinen
- 2:15Symptomen, man ergibt sich, egal welche Krankheit, man ergibt
- 2:19sich und man streckt quasi so alle viere von sich und sagt
- 2:27sich so, nee, will ich nicht, kann ich nicht mehr, schaffe ich
- 2:32nicht mehr. Nee, stimmt und.
- 2:33Schafft ihr nicht, schafft ihr einfach nicht.
- 2:37Ist völlig richtig, weil wer stagniert, wer sich seiner
- 2:45Situation hingibt und die als gegeben hinnimmt, der wird sie
- 2:49nicht verändern können, ihr werdet niemals, niemals, nie im
- 2:55Leben werdet ihr ein positives Vorankommen erwirken.
- 3:00Wenn ihr euch einfach nur hinlegt, Augen zu, Ohren zu,
- 3:07Mund zu und ja, dann vor euch hin vegetiert.
- 3:13Das ist völlig korrekt, ihr werdet dann nichts mehr auf die
- 3:16Kette kriegen. So und dann kommt dieses
- 3:19Phänomen, dann kommt ah ja, aber meine Krankheit ist das Böse,
- 3:25meine Krankheit ist ein Dämon. Meine Krankheit, ich bin das
- 3:29Opfer meiner Krankheit. Nee, nee, bist du nicht, du
- 3:34hilfst gerade aktiv deiner Krankheit zu einem noch
- 3:38schwereren Verlauf als sie eigentlich haben müsste.
- 3:43Schrägstrich dürfte, du bist einfach gefangen in deinem
- 3:49eigenen Kopf und gibst nicht dir die Schuld, sondern verlagerst
- 3:53die Schuld quasi auf deine Krankheit.
- 3:56So und wo das dahin führt, viele von euch werden sich jetzt
- 4:00gerade just in this Moment werden sich gerade angesprochen
- 4:05fühlen, ja und sich denken so Scheiße, ja ist bei mir auch so
- 4:08und dann kommt aber, aber ich mache ja dies, ich mache, ich
- 4:11habe heute mal aufgeräumt, Leute, ihr müsst euch Ziele
- 4:17setzen und zwar Tag für Tag, ich habe ja jetzt aktuell.
- 4:22Das Strukturtagebuch rausgebracht und es ist am
- 4:26ersten Tag schon, ich glaube 40 oder 50 mal verkauft worden,
- 4:29einfach weil ich die, weil ich die Notwendigkeit gesehen habe,
- 4:34dass viele Leute oder viele von euch sich nicht strukturieren
- 4:37können. Ich will da gar keine große
- 4:39Werbung für machen, ja wer sich dafür interessiert in den
- 4:42Shownotes so was ich damit aber sagen will ist es schreibt macht
- 4:46euch doch vorher einen Abend vorher nur alle Gedanken
- 4:48darüber, was muss ich am nächsten Tag wirklich erledigen,
- 4:52was ist wichtig, wie strukturiere ich meinen Tag, wie
- 4:56fand ich den Tag heute, wie geht es mir und hinterfragt euch
- 5:00aktiv und ihr werdet merken durch so ein Tagebuch werdet ihr
- 5:04eine Konstanz kriegen, eine Konstante Kriegen so eine
- 5:07Konstanze heißt du Konstanze nee er denkt geh weg, du hast nicht
- 5:12im Buch namentlich erwähnt. Und ihr müsst euch wirklich dazu
- 5:17zwingen, eine Struktur in euer Leben zu bekommen, weil wenn ihr
- 5:22die nicht bekommt, dann seid ihr am Arsch und ihr wisst das auch.
- 5:28Warum sitze ich heutzutage so? Ihr meint Ey hört doch meine
- 5:31ersten Podcasts, hört die doch mal.
- 5:33Ja, die Krankheit war ein Dämon, die war dies, die war mein
- 5:37Gegner, ich habe mit ihr geboxt, ich habe mit ihr gerungen, es
- 5:40war ein endloser Kampf blabla bis ich irgendwann.
- 5:44Begriffen habe, dass wenn ich die Krankheit beschimpfe, mich
- 5:50selber beschimpfe, mir selber quasi Bock den Stempel aufdrücke
- 5:58und sage, du bist der Dämon, du bist der keine Ahnung, was sucht
- 6:03euch irgendwas aus, aber warum schließe ich nicht einfach mit
- 6:07meinem Kopf Freundschaft, aber nichts anderes ist diese
- 6:11Krankheit. Wo findet sie denn statt in
- 6:13eurem rechten Fuß und? Linkes Knie, Hüfte nein, in
- 6:17eurem Kopf, irgendwo hier, hier beziehungsweise um ganz genau zu
- 6:23sein, irgendwo hier, so, da findet diese Krankheit statt und
- 6:29die wohnt ja in euch, die ist ein gottverfluchter Teil von
- 6:35euch und solange ihr das nicht akzeptiert, solange ihr nicht
- 6:41aufsteht und sagt, so, liebe Jungen.
- 6:44Lang genug haben wir uns bekämpft, heute schließen wir
- 6:48Freundschaft oder zumindest Friede.
- 6:50Schließt doch erstmal Frieden mit euch selbst.
- 6:53Ja, okay Akzeptanz, ich hab die Krankheit nach außen hin ist sie
- 6:59nicht heilbar, nach außen hin sehe ich aus wie ein Monster
- 7:05nach außen hin dies das jenes Scheiß doch mal auf nach außen
- 7:10sondern geht doch mal nach innen, weil da fängt es an.
- 7:13Weil wenn das ich sag jetzt mal ganz, ganz plakativ, wenn das
- 7:16innere schön ist, wird das Äußere automatisch
- 7:21widergespiegelt. Das heißt, dann seid ihr außen
- 7:24auch schön, weil ihr euch dann auch mal wieder im Spiegel
- 7:26gucken könnt, angucken könnt und sagen könnt, Jo, Ey, heute passt
- 7:32und bei keinem Menschen auf dieser Welt gibt es.
- 7:35Gibt es durchgehend ein Ey? Heute passt?
- 7:38Nee, es gibt den Bad Hair Day, den Bad Sven Day, den Bad
- 7:42Monday, den Bad Bad Day, ja Bad Root Day, Bad Michael Day.
- 7:49Es gibt für jeden Menschen schlechte und gute Tage für
- 7:53jeden, es kommt immer nur darauf an nochmal wie gehe ich damit um
- 7:58aber die schlechten Tage immer nur immer nur.
- 8:03Auf den Kopf zu schieben, zu sagen, hier ist halt so, kann
- 8:05ich nichts gegen machen, das ist effektiv der falsche Weg,
- 8:10effektiv der falsche Weg, weil dann werdet ihr einfach da
- 8:16verrotten wo ihr sitzt und das sage ich ganz bewusst genauso
- 8:20hart, er kümmert dich um die Scheiße, die dich belastet,
- 8:25kümmer dich ums Amt, kümmer dich notfalls um einen Arzt.
- 8:28Kümmer dich um, weiß ich nicht um behördliche Sachen, kümmer
- 8:33dich um Schulden, kümmer dich vor allen Dingen um dich, kümmer
- 8:38dich doch einfach mal um dich, sei doch noch gut zu dir, bau
- 8:42doch mal irgendwas in deinen Tag ein, was dir gut tut und das
- 8:48findest du nicht im Bett und nicht auf der Couch und auch
- 8:53nicht bei Netflix, es spricht nichts.
- 8:57Nichts dagegen zu sagen, ey, ich mache heute einen chilligen, Ich
- 9:02gucke heute eine Serie und verbringe einfach mal einen Tag
- 9:05auf der Couch. Wunderbar, machen wir alle,
- 9:06mache ich auch eher selten, ich habe dafür die Ruhe nicht, aber
- 9:11mache ich auch Komfort, wo ich dann einfach sage, du weißt du,
- 9:15heute machst du mal nichts und auch Nichtstun ist, dann ist ja
- 9:21ist ja quasi Self Care, die man da betreibt, man achtet auf
- 9:25sich. Und sagt sich so, ach, weißt du,
- 9:27heute geht man nicht und das negativ zu bewerten ist falsch.
- 9:34Es ist aber genauso falsch das dauerhaft als Self Care zu sehen
- 9:39und es weiterhin als positiv zu werten, wenn man das jeden Tag
- 9:43tut. Ich hoffe ich hoffe ihr wisst
- 9:47worauf ich hinaus will. Und ich hoffe, ihr wisst, wie
- 9:50ich das meine und dass ich das nicht nicht abwertend oder nicht
- 9:52böse meine, sondern auch aus Leute.
- 9:54Ich spreche aus Erfahrung, ich weiß auch, wie es ist, anderen
- 10:00Menschen die Schuld an der Krankheit zu geben
- 10:02beziehungsweise nicht die Schuld, sondern zu sagen meinem
- 10:06Gegenüber zum Beispiel zu sagen, ey, du musst mich doch
- 10:08verstehen, weil ich habe doch eine Krankheit, ein Scheiß muss,
- 10:12der wäre schön, wenn er auf euch eingeht, tue ich aber mit dem
- 10:16anderen doch genauso, ich gehe doch auch auf ihn ein.
- 10:18Ja, es ist mit Sicherheit der falsche Weg zu sagen, ja, ich
- 10:25habe eine Krankheit und dagegen komme ich nicht an, kann man
- 10:29machen, aber ich meine die Frage könnt ihr euch ja selber
- 10:35stellen, wird es dann besser oder wird es eher schlechter
- 10:40oder wird es oft kein oder bleibt es einfach so wie es ist
- 10:43und. Und dieses Stagnieren, das kann
- 10:45ja nicht für keinen Menschen auf dieser Welt, jedenfalls nach.
- 10:48Nach meiner Vorstellung kann das ja nicht der Sinn des Lebens
- 10:53sein oder der Sinn eures Alltages sein, der Sinn eures
- 10:56Daseins, und dann höre ich immer ganz oft den Spruch, ich kann
- 11:02nicht mehr, den habe ich auch schon ganz, ganz oft angebracht,
- 11:06auch wenn es schlimm war, ich kann nicht mehr, das stimmt auch
- 11:10in der Situation kann man auch nicht mehr.
- 11:12Und es gibt Situationen, da helfen keine Skillketten, da
- 11:16hilft nichts, was ihr erlernt habt, nichts hilft.
- 11:21Das sind diese Tage, wo man es einfach auch mal akzeptieren
- 11:24muss, aber dauerhaft in so einer Art Dauerschleife, in so einer
- 11:29Art Matrix da drin stecken zu bleiben und sich 0,0 dagegen
- 11:33aufzulehnen kann, das kann nicht richtig sein, das wisst ihr und
- 11:41das weiß ich das. Ja, und es ist Fakt.
- 11:45Es ist ein Fakt, dagegen zu arbeiten und sich zu sagen, Ey,
- 11:51heute mache ich es besser, heute unternehme ich was ist auf Dauer
- 11:54bei weitem nicht so anstrengend, als sich immer wieder den
- 11:59Episoden und den Zuständen hinzugeben, weil wenn ihr euch
- 12:06immer wieder euch selbst hingebt euch dem Dämon.
- 12:11Darlegt oder da hinlegt, sage ich mal, dann zieht das ja
- 12:17Konsequenzen nach sich und es bringt euch in die Zustände, wo
- 12:21alles noch viel schlimmer wird und weh tut und ach, keine
- 12:26Ahnung was nicht alles, was euch ihnen dies bringt, dies das
- 12:30jenes aber wenn ich hergehe und mal eine Zeit lang aktiv dagegen
- 12:37angehen. Man man, es ist ja
- 12:40selbsterklärend, was dann passiert, dann habt ihr doch
- 12:44positive Erlebnisse, die ihr verbuchen könnt, die ihr
- 12:48vielleicht auch in meinem Tagebuch das Strukturtagebuch
- 12:50aufschreiben könnt. Werbung wieder aus Bing und
- 12:58diese positiven Dinge, weil es ist einleuchtend.
- 13:04Dass die vom vom, vom, vom Empfinden her doch viel besser
- 13:08sind als die negativen. Die negativen Sachen tun weh.
- 13:11Ey, die machen, die machen Gelenkschmerzen, die machen die
- 13:15bis zur Nasennebenhöhlenentzündung,
- 13:18Halsschmerzen, grippeähnlichen Symptomen, ich mein ihr wisst
- 13:23doch was ich meine, bei dem einen mehr, bei dem anderen
- 13:25weniger Gliederschmerzen hier, Gliederschmerzen da oh, ich bin
- 13:28schon wieder krank, nee. Du bist nicht wirklich krank im
- 13:32Sinne von krank, sondern du sorgst gerade selber dafür, dass
- 13:36du diesen krankheitsähnlichen Zustand verfällst, weil dein
- 13:39Körper natürlich rebelliert. Ey zum Beispiel.
- 13:42Die Depression ist ja eigentlich eigentlich streng genommen zum
- 13:47Beispiel gar keine eigene Krankheit, sondern eine
- 13:50Schutzfunktion des Körpers. Euer Hirn sagt euch über die
- 13:53Depression, du, wenn das noch so weitergeht, dann ist hier tillt,
- 13:57dann ist hier Ende im Gelände. Das ist, ähm, zack, weg, das ist
- 14:06die Depression, liebe Leute, und die kann schwer, leicht, Mittel
- 14:09ausfallen, das brauchen wir jetzt gar nicht
- 14:11auseinanderklammern, sondern ihr wisst ja, worauf ich hinaus
- 14:13will, so und aber dann arbeite ich mal dagegen an und das
- 14:17können Kleinigkeiten sein, das können Kleinigkeiten sein wie
- 14:21ich stehe heute mal auf, kümmere mich um meinen Haushalt und mein
- 14:24Plan heute ist es. Die Couch aufzuräumen und das
- 14:28Wohnzimmer aufzuräumen, so erste Ziel geschafft.
- 14:33Am nächsten Tag mache ich dann das Schlafzimmer und noch eine
- 14:38Kleinigkeit dazu, aber ich muss noch da und da anrufen, das ist
- 14:42unangenehm, aber steht auf meiner Agenda, ich mache das
- 14:45einfach und wenn da keiner dran geht, muss ich halt noch mal
- 14:48anrufen, nächster Step geschafft und.
- 14:51Und so zieht sich das weiter und weiter und weiter.
- 14:54Und was auch ganz wichtig ist, die Erfolgserlebnisse, die man
- 14:58vielleicht hat oder hoffentlich hat zu reflektieren,
- 15:02aufzuschreiben, zum Beispiel im großen Strukturtagebuch und
- 15:07aufzuschreiben, weil es zählt immer noch der alte Spruch, Wer
- 15:10schreibt, der bleibt, was ihr aufgeschrieben habt, ist
- 15:13schneller im Kopf, tippt es nicht in euer Handy.
- 15:16Tippt es nicht auf dem Computer, sagt es euch nicht, sondern
- 15:19schreibt es auf. Sei es in meinem großen
- 15:21Strukturbuch oder auf einfach einfach nur ein Blatt Papier, wo
- 15:27ihr euch vielleicht auch sogar für irgendwas dankt, Eure eure
- 15:31Mentalität oder euren mentalen Zustand einschätzt und so weiter
- 15:35und sofort, damit ihr diese positiven Erlebnisse
- 15:38abspeichert, damit das Hirn weiß ey geil diggi, ich kann ja was.
- 15:46Ich kann ja wieder etwas, das konnte ich früher mal.
- 15:50Aber ich habe schon gedacht, es gibt es nicht mehr, das Hirn
- 15:53vergisst nichts, es speichert Informationen, es speichert
- 15:56Gegebenheiten, dadurch entstehen ja auch unter anderem Traumata,
- 16:00ja, weil es abgespeichert wird, und Traumata ist ja nichts
- 16:03anderes als eine Erinnerung an etwas, und in dieser Erinnerung
- 16:08durchlebt man irgendwas, das ist eine völlig, es ist ein völlig
- 16:11normaler Vorgang, ja so. Nur dass es natürlich bei den
- 16:15Leuten, die schwer traumatisiert sind, die ne Pts haben, ne K Pts
- 16:21haben, ist das natürlich dramatisch.
- 16:24Na klar, Na klar, aber all das, egal was all das rechtfertigt es
- 16:33nicht sich der ganzen Sache hinzugeben und sich gegen die
- 16:39Krankheit nicht mehr aufzulehnen sondern zu sagen es ist wie es
- 16:43ist. Ich kann, ich kann eh nichts
- 16:45tun, doch du bist der einzige, der was dagegen tun kann, sonst
- 16:49niemand, niemand. Auch der Weg zur Hilfe, zum
- 16:54Therapeuten, du bist der einzige, der den Weg gehen kann,
- 16:58sonst niemand, kein anderer kann das für dich fang von
- 17:03datenschutzrechtlichen Gründen, keiner kann dich anmelden, na
- 17:06klar kann irgendwer für dich beim Therapeuten anrufen und mal
- 17:08fragen Hey wie geht's, aber die wollen im Endeffekt mit dir
- 17:10reden, nicht mit deinem Anrufer. So, es liegt also alles an dir.
- 17:16Gibt es eine eine eine Verbesserung, gibt es eine
- 17:20Verschlechterung oder bleibt es so und ich sage euch aus meiner
- 17:26Erfahrung raus, ich hatte auch schwere This is hatte ich
- 17:30schwere, schwer wirklich schwerste Zustände und es gibt
- 17:34also für mich empfunden schwerste Zustände.
- 17:36Ich habe Leute in meinem Umfeld oder in der Community oder wo
- 17:40auch immer. Die sind noch schwerer zu
- 17:42bewerten, aber nicht für mich. Für mich gab es meine schweren
- 17:46Zustände und aus denen habe ich, und das ist so ein bisschen die,
- 17:54das das Fingerspitzengefühl, was man da so entwickeln muss, ich
- 17:57habe da was Positives rausgezogen, ich habe hinterher
- 18:00einen Diz wie wie eine Art Urlaub von mir selbst empfunden,
- 18:04ich war gerade mal kurz nicht bei mir, aber ich zum Beispiel
- 18:07habe mich in meinem Diz. Entspannt.
- 18:09Ich habe mich hingelegt, ich wusste alles, klar, das ist
- 18:12gleich vorbei und eigentlich fühlst du dich ganz leicht von
- 18:16einer Bekannten von mir weiß ich jetzt, sie findet in ihrem Diss,
- 18:20die Grundvoraussetzungen sind eigentlich scheiße, aber sie
- 18:24befindet sich in einem Flur wie in einem Horrorfilm, aber am
- 18:29Ende des Flures gibt es eine weiße Tür und sie weiß, das ist
- 18:32mein Ausgang und. Das heißt, sie geht immer
- 18:34geradeaus, auch wenn dieser Flur angsteinflößend ist, geht sie
- 18:38geradeaus und bestimmt quasi selber, wann sie diese Tür in
- 18:43die Realität denn auch betätigt. Das soll euch jetzt mal
- 18:47verbildlichen, dass alles möglich ist, wenn ihr eurem Kopf
- 18:53nicht alles glaubt, da für den Buchtitel Beneidigt Kurt Krömer
- 18:58nach wie vor das. Ja, glaubt nicht alles, was dein
- 19:00Kopf dir erzählt oder irgendwie so sinngemäß ja und nichts
- 19:05anderes, liebe Leute, ist es sich mit der Krankheit, den
- 19:10Symptomen, den Diagnosen wie auch immer auseinanderzusetzen,
- 19:15glaubt nicht alles, was dein verdammter Kopf dir erzählt,
- 19:18wenn dein Kopf dir erzählt, Ey, du musst liegen bleiben, ich
- 19:21drück dir mal ein paar Tonnen auf die Schulter, ja dann sagst
- 19:24du, weißt du was, du kannst mir nur so viele Tonnen auf die
- 19:26Schulter drücken. Dass sie mich nicht
- 19:29zerquetschen, weil ihr bleibt ja rein körperlich bleibt ihr ja
- 19:34dieselben, nur ihr habt dieses Druckgefühl, aber das verletzt
- 19:37euch nicht. Das heißt also, das, was euch
- 19:39nicht kaputt macht ist Händelbar, da kann ich gegen
- 19:44drücken, ist doch wie im Fitnessstudio, ihr habt ein
- 19:47Gewicht auf den Schulterlasten, das drückt euch runter, das
- 19:51drückt euch, ich sag mal in die Kniebeuge bleibt ihr in der
- 19:54Kniebeuge stundenlang. Könnt ihr gerne mal versuchen.
- 19:59Ich kann euch aus sportmedizinischer Sicht sagen,
- 20:01danach kommt ihr keinen Millimeter mehr hoch, weil die
- 20:03Knie und alles das dann nicht mehr schaffen.
- 20:07Aber gehe ich mal kurz runter in die Kniebeuge und drücke mich
- 20:10dann selber wieder hoch, was habt ihr dann erreicht?
- 20:14Ihr habt dagegen gearbeitet und irgendwann muss ich das Gewicht
- 20:18ja weglegen. Natürlich kann ich 3 Stunden
- 20:20Kniebeugen machen, Übersäuert die Muskulatur auch nicht cool,
- 20:24also lege ich das Gewicht doch weg und.
- 20:27Weil eine übersäuerte Muskulatur um jetzt mal sinnbildlich bei
- 20:29der Metapher zu bleiben, ist da nichts anderes als ein
- 20:32übersäuerter Kopf. Wenn der Druck drauf kommt.
- 20:35Also gehe ich doch dem Druck entgegen, damit der mich nicht
- 20:40runter drücken kann und wenn er mich mal runter drückt, dann
- 20:44stehe ich wieder auf, so wie bei der Kniebeuge.
- 20:47Von mir aus stellt euch die Situation der Depression oder
- 20:52des Zustandes der Episode im Borderline Adas, was auch immer.
- 20:56Stellt euch das als die Kniebeuge vor, gegen die ihr
- 21:02Gegenarbeiten müsst. Das alles ist hier, es ist ja
- 21:10kein hohles Gequatsche oder Geschwafel, weil es ist ja
- 21:14tatsächlich wie ein Eigenexperiment zu sehen.
- 21:20Ich habe das alles durch und. Ich habe viele Dinge auch
- 21:25bewusst durch und jedes Mal dann, wenn ich drohe, irgendwo
- 21:32reinzurutschen, weiß ich. Mittlerweile kommen wir mal ein
- 21:35paar Kniebeugen, komm, wir stehen jetzt auf, wenn ich
- 21:39morgens merke, Oh, heute wird ein schwieriger Tag, stehe ich
- 21:42sofort auf, ich bleibe erst gar nicht liegen und ich werde den
- 21:45Teufel tun, mich an diesem Tag noch mal irgendwo hinzulegen,
- 21:49außer es ist glatt draußen und ich falle auf die Fresse, bleibt
- 21:51ihr dann auch liegen, ne? Stehen wir auf oder wird kalt,
- 21:57wird nass, ist nicht schön, wird unbequem.
- 22:01Also das einfach sollen alles so so aufmunternde Worte an euch
- 22:06sein, dass es Möglichkeiten gibt, auch wenn ihr die in dem
- 22:10Moment nicht seht, denkt an diesen Podcast.
- 22:12Hier Speicher ich euch den irgendwo ab, schreibt euch das
- 22:16auf was weiß ich, aber es gibt für alles und das sind ja nichts
- 22:21anderes als Skills. Das ist doch ein Skill, eine
- 22:26Fähigkeit, etwas zu tun. Skill ist ja nichts anderes als
- 22:30eine Fähigkeit, ja, und es ist doch auch eine verdammte
- 22:36Fähigkeit zu merken, morgens früh, der Tag kann weg
- 22:40aufstehen, ich muss aufstehen, das ist eine Fähigkeit.
- 22:46Nichts anderes. Dann steht ihr auf Skill
- 22:48angewendet, ohne Ball, ohne Akupressurring oder was weiß ich
- 22:53was es da nicht all gibt, hat bei mir auch nie was geholfen,
- 22:56ich kann auch noch so heiß trinken, duschen weiß der
- 23:00Kuckuck, Chili, Bonbons futtern, ganz im Gegenteil, die schmecken
- 23:04sogar irgendwann aber einen Skill anzuwenden indem ihr aktiv
- 23:09arbeiten müsst, das ist dann Next Level beruhigt euch nicht
- 23:14nur mit dem Ball. Oder mit dem Akupressurring oder
- 23:17mit dem Haargummi, sondern steht auf, steht einfach auf, geht ein
- 23:24bisschen durch die Wohnung, bewegt euch, guckt einfach hin
- 23:29und her. Och, was könnte ich mal hier
- 23:30machen, was könnte ich da mal einen zack Gedanken wieder weg,
- 23:35dass das nicht immer funktioniert.
- 23:37Noch mal, das weiß ich, aber es darf auch mal sein, dass es
- 23:43einem Scheiße geht. Solche Tage darf es geben und
- 23:47dann seht es einfach als positiv, dass ihr es mitbekommt.
- 23:50Ja, aber wir sprechen halt nicht von dauerhaft, sondern von mal
- 23:57und nicht von mal zu mal, nicht von Tag zu Tag.
- 24:01Ich hoffe ihr versteht wie ich das Ganze meine und ich hoffe,
- 24:05dass ihr auch wisst, dass ich nichts klein rede und ich weiß
- 24:09ganz genau, es gibt natürlich unter meinen Hörern und
- 24:13generell. Leute, die an Borderline
- 24:17erkrankt sind oder bipolar sind oder weiß der Kuckuck, was ist
- 24:20ja auch egal, wo die Krankheit so schwer ist, dass das, was ich
- 24:24hier alles jetzt, gerade die letzten, keine Ahnung 25 Minuten
- 24:27erzähle, nicht greifen wird. Aber selbst wenn der eine
- 24:32Mensch, der diese Krankheit hat. Wo es eine lebenslange Therapie
- 24:36gibt, wo es wirklich kaum kaum Aussichten gibt, selbst wenn der
- 24:40sich aus diesen Worten hier so ein bisschen was nur so ein
- 24:43bisschen was rausziehen kann, wird er seine Situation
- 24:45verbessern können, dessen bin ich mir sicher.
- 24:50Es noch mal. Es findet alles im Kopf statt,
- 24:53alles alles im Kopf, der Kopf steuert auch über die Rezeptoren
- 24:57eure Schmerzen und ihr seid verantwortlich für euren Kopf.
- 25:04Es sind die Leute, die euch irgendwas angetan haben,
- 25:08natürlich mitverantwortlich für das, was ihr habt, aber das, was
- 25:12ihr daraus macht, dafür seid ihr verantwortlich.
- 25:16Die anderen Leute haben euch ins Wasser geschmissen, aber jetzt
- 25:18müsst ihr schwimmen, ansonsten geht ihr runter, so einfach ist
- 25:24die Sache, ist eine ganz einfache Formel, hart
- 25:26ausgedrückt, da gibt es auch keine Eleganz, da gibt es keine
- 25:31schönen Worte. Sondern machste nicht, würdet
- 25:35nicht, machste, würdet auf jeden Fall besser.
- 25:39Wir sprechen auch nicht von der kompletten Heilung, wobei ich
- 25:43definitiv der Meinung bin, ich bin der Meinung, man kann die
- 25:47Krankheit heilen bis zu einem gewissen Grad, sie wird immer in
- 25:51uns wohnen, aber wollen wir sie ganz geheilt haben, weil dann
- 25:54verlieren wir auch unsere Gaben, dann verlieren wir die ganzen
- 25:58positiven Eigenschaften, weil noch mal.
- 26:01Ich glaube nach wie vor nicht, dass Borderline, adas und so
- 26:04weiter und sofort Krankheiten sind.
- 26:06Ich glaube, das sind Grundbedürfnisse eines Menschen,
- 26:08die er entweder hat oder nicht und sehe das nach wie vor so,
- 26:13dass wir Pioniere sind und wir laufen voran, wir sind die, die
- 26:16die Leute, die diese Welt vorantreiben und viele andere,
- 26:20die diese Krankheit nicht haben, sind die Schafe, die
- 26:22hinterherlaufen, die gucken, was wir so machen.
- 26:25Und wenn die sich denken, so alles klar, hat er geschafft,
- 26:27gehen die hinterher, sehen die aber einen Borderliner,
- 26:30scheitern, scheitern oder einen ADHS ler, dann bleiben die auch
- 26:35stehen und sagen alles klar, da gehen wir besser nicht hin, der
- 26:37liegt ja auf der Fresse, von daher bin ich mir sicher und
- 26:44andersrum und die Geschichte zeigt es, man hat allen großen
- 26:48Persönlichkeiten die diese Welt verändert haben.
- 26:51Hat man oder sagt man eine psychische Erkrankung nach,
- 26:56sonst wäre ein Andy Warhol zum Beispiel nicht in der Lage
- 27:00gewesen, seine Kunst auszuüben. Ein ein, ein van Gogh wäre nicht
- 27:06in der Lage gewesen, diese Bilder zu malen, da werden sich
- 27:10Ohren abgeschnitten. Ja klar kann man sie jetzt als
- 27:14als nicht normal titulieren, auf der anderen Seite, es ist
- 27:19unnormal. Nur weil irgendjemand sagt, dass
- 27:22es unnormal ist und wenn ihr im Bett liegen bleibt, seid ihr
- 27:25keine Pioniere. Dann seid ihr Fallobst.
- 27:31Ich drück das ganz bewusst so krass aus.
- 27:34Seid doch lieber Pioniere, er geht doch, geht doch wirklich
- 27:39Richtung Kreissäge, lacht ruhig dabei, aber im letzten
- 27:42Augenblick an der Kreissäge vorbei, um vielleicht irgendwas
- 27:45Neues aufzutun für euch, für andere, um irgendwas zu
- 27:49hinterlassen. Um irgendwie vielleicht auch
- 27:52stolz zu machen, hauptsächlich euch selber.
- 27:57Ich weiß, ist wieder so ein Motivationsding hier, aber ohne
- 28:01Motivation stehe ich nicht auf, ohne Motivation putze ich mir
- 28:05nicht meine Zähne, ohne Motivation ziehe ich mich nicht
- 28:09an, ohne Motivation ziehe ich mich nicht aus, ohne Motivation
- 28:12gehe ich nicht duschen, werde nichts essen, werde nichts
- 28:14trinken, alles alles was wir tun und setzt eine Motivation
- 28:21voraus, mich hier hinzusetzen, Podcast zu machen, setzt eine
- 28:25Motivation voraus, ja, denkt man darüber nach, Leute und ich
- 28:32hoffe, der ein oder andere findet sich so ein bisschen
- 28:35wieder, kann was mit der Folge anfangen und ich würde mich
- 28:37wahnsinnig freuen, Leute. Wenn ihr den Podcast auf Spotify
- 28:41auf youtube, dann guckt doch mal auf meinem youtube Kanal.
- 28:43Wenn ihr es einfach weiter teilt, damit wir noch größer
- 28:45werden. Wir müssen noch größer werden,
- 28:48wir müssen viel mehr. Erst wenn der letzte Begriffen
- 28:50hat, dass das alles etwas ist, was man, was man handeln kann,
- 28:57behandeln kann, wo man mit Leben kann, erst wenn der letzte Satz
- 29:00begriffen natürlich auch vorher, nicht erst wenn der letzte Chef
- 29:05begriffen hat. Dass eine Krankmeldung aufgrund
- 29:08psychischer Erkrankungen genauso gleichzusetzen ist wie ein
- 29:12gebrochenes Bein, erst dann höre ich auf vorher.
- 29:16Aber ihr seid mit dafür verantwortlich, dass das Ding
- 29:19hier noch größer wird. Okay in diesem Sinne habt noch
- 29:22einen schönen Tag und wir hören uns nächste Woche, mein Name ist
- 29:25Sven aka Borderline und ich verabschiede mich macht's gut.