Latest / Rheinpegel - der Düsseldorf-Podcast / Tuning-Messe mit Polizeipräsenz, Leben am Worringer Platz und warum in der Stadt nach Events immer wieder Kritik aufkommt
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- Es gibt Tage und Wochen, da erlebe ich ganz schön viele Dinge, beruflich, privat und überhaupt, von denen ich dann zum Beispiel euch hier erzählen kann. Und es gibt auch Tage und Wochen, da ist einfach nicht so viel los. In den letzten paar zum Beispiel, also ich freue mich über das immer schöner werdende Wetter, darüber, dass die Blumen anfangen zu blühen und die Bäume immer grüner werden, darüber, dass die Vögel zwitschern, wenn ich morgens spazieren gehe und darüber, dass in den nächsten Tagen und Wochen wieder viel ansteht, wovon ich dann berichten kann. Meine liebe Kollegin Marlene Kess hingegen hatte ganz schön viel auf dem Zettel diese Woche. In unserer Rubrik Was geht an Düsseldorfer Gerichten erzählt sie von den aktuellen Prozessen und Urteilen. Mit Maximilian Novroth habe ich über ein Event gesprochen, das am übernächsten Wochenende zum ersten Mal in Düsseldorf stattfindet, die Messe Alltrace. Fans von ordentlich getunten Autos kommen da voll auf ihre Kosten. Was das Programm verspricht und warum auch die Polizei bereitsteht, das erzählt er. Der Worringer Platz hat in der Stadt nicht unbedingt den besten Ruf. Unter anderem wegen der angespannten Situation, die Drogenszene betreffend. Wie aber fühlt es sich an, dort zu wohnen? Lilly Stegner war 14 Jahre lang am Worry zu Hause. Gemeinsam mit Verena Kehnsbock haben wir über ihre Erfahrungen und die Entwicklungen rund um den Bahnhof gesprochen. Am vergangenen Wochenende hat der Fischmarkt zum ersten Mal in diesem Jahr wieder zahlreiche Besucherinnen und Besucher ans Rheinufer gelockt und KritikerInnen auf den Plan gerufen. Auch andere Events, große wie kleine, werden immer wieder diskutiert, Warum und was das für die Entwicklungen der Veranstaltungskultur in der Stadt bedeutet, darüber habe ich mich mit Angelina Burch ausgetauscht. Und damit herzlich willkommen zum Rheinpegel. Ihr hört Folge 415 und der Rhein steht bei 1,90 Meter. Hallo zum Rheinpegel, dem Podcast, in dem wir jede Woche darüber sprechen, was Düsseldorf bewegt, was die Bewohnerinnen und Bewohner umtreibt, kurz und gut, was geht. Mein Name ist Tosja Kormann und diese wirklich schöne Aufgabe darf ich übernehmen. Wenn ihr uns etwas mitteilen wollt, wenn ihr Themen habt, über die wir sprechen können, wenn ihr Veranstaltungen wisst, auf die wir hinweisen dürfen oder wenn ihr einfach mal irgendwas loswerden wollt, dann könnt ihr uns erreichen unter rheinpegel-post.de oder 0160 80 80 844. Wir freuen uns immer von euch zu hören. Marleen Kess berichtet hier im Podcast ja regelmäßig von Fällen, die an den Düsseldorfer Gerichten verhandelt werden und hält mich und uns auf dem Laufenden, wenn es neue Urteile gibt. So auch in dieser Woche und das hört ihr jetzt in unserer Rubrik Was geht an Düsseldorfer Gerichten. Liebe Marlen. Hallo. Hallo. Wir befüllen heute wieder einmal unsere Rubrik Was geht an Düsseldorfer Gerichten und weil es heute recht viel zu erzählen gibt, steigen wir direkt ein. Es ist schon eine bewegte Woche, vor allen Dingen war es ein sehr bewegter Montag mit gleich zwei Verfahren, die zu Ende gegangen sind, mit unterschiedlichem Ausgang, beide sehr interessant, auch beide sehr tragisch, muss man auch direkt dazu sagen, es geht um zwei Tötungsdelikte und ich glaube, wir wollten anfangen mit dem aktuelleren Fall aus Monheim. Da war ein Mann angeklagt, 36 Jahre alt, der seine Ehefrau im gemeinsamen Schlafzimmer der Wohnung erwürgt und erstickt hat. Die beiden kleinen Töchter des Paars schliefen nebenan. Es war der Tag der Einschulung der älteren Tochter. Also alles wirklich maximal schrecklich und tragisch. Und dieser Mann war angeklagt wegen Totschlags, weil er gesagt hatte, es habe immer wieder Streit gegeben in der Beziehung auch um Geld. Er hatte hohe Schulden und die Frau habe versucht ihn zu kontrollieren und so sei es eben auch vor dieser Tat dann gewesen. Der hat das also auch sofort zugegeben, der ist sogar noch in der Nacht, nachdem das passiert ist, seine Töchter geweckt, hat die eingepackt, damit die das nicht sehen müssen. Wie alt sind die Töchter? Also wenn Einschulung wahrscheinlich so? Ich würde sagen, ich glaube vier und sechs. Also sehr klein. Und ist mit denen zur Polizeiwache zur nächsten gefahren und hat das direkt eingeräumt. Also genau, das muss man ihm wohl zugute halten. Allerdings ging es dann natürlich wie immer in solchen Prozessen darum, ist das ein Mord oder ist das ein Totschlag? Und bei Mord müssen ja bestimmte Merkmale vorliegen, Habgier, niedere Beweggründe zur Vertuschung einer Straftat oder eben Heimtücke. Und was interessant war bei diesem Verfahren war, dass die Staatsanwaltschaft unter anderem und auch einer der Nebenklageanwälte beide auf Totschlag plädiert haben. Und der hatte gesagt, er habe einen Blackout gehabt, er habe schwarz gesehen, nachdem sie ihn dann nochmal in dieser Nacht auf diese Geldproblematik angesprochen hatte. Und als letztes war dann, also vor der Verteidigung war dann der Anwalt der Nebenklage, der die Familie der Frau vertreten hat, die Mutter und den Bruder. Und der hat gesagt, die Familie glaubt nicht an diesen Blackout, für die Familie ist das Mord. Und das war natürlich sehr eindrücklich. Und eigentlich haben dann, glaube ich, alle im Gerichtssaal trotzdem damit gerechnet, dass der wegen Totschlags verurteilt wird, weil das in solchen, ich sag mal, Beziehungstaten, was man so liest, relativ häufig der Fall ist, dass das eben als Affekttat gewertet wird oder auch nicht anders einzuschätzen ist von den Gerichten und damit eben ein Totschlag. Und dann kam die Kamera raus und hat ihn wegen Mordes verurteilt zur lebenslanger Haft und das hat für sehr eindrückliche Reaktionen bei den Zuschauern gesorgt, da sind die Angehörigen und Freunde der Frau, die auch sehr zahlreich da waren, sind da in Tränen ausgebrochen und so. Ich habe hinterher noch mal mit dem Anwalt gesprochen, der die Familie vertreten hat. Und der hat auch gesagt, das bedeutet der Familie sehr viel. Du hast ja auch das Stück dazu betitelt. Genau. Weil ich das auch wirklich sehr eindrücklich fand. Genau. Und weil das für die, glaube ich, ein ganz wichtiges Signal war. Dass es eben doch ein Mord war und kein Totschlag. Und er hat bis zum Schluss an diesem Blackout festgehalten, was er dann auch, ich meine, dass er dann direkt danach gefahren ist. Ja, genau. Er hat daran festgehalten, was allerdings auch dagegen gesprochen hat, ist die Tatsache, dass er, bevor das passiert ist, auf dem Balkon nachweislich, hat er auch eingeräumt, nachweislich eine Google-Recherche angestellt hat, unter anderem zu vergleichbaren, sag ich mal, Fällen von Partnerschaftstötungsdelikten und auch zu der Frage, was passiert mit Kindern, wenn die Mutter stürmt. Und also der hat ja auch die Tat sofort auch im Gericht, im Prozess nochmal eingeräumt, hat sich auch mehrfach entschuldigt, hat geweint. Aber letztlich hat die Kammer gesagt, die Frau war arg und wehrlos, die konnte nicht damit rechnen, so attackiert zu werden in dieser Situation. Und damit ist es ein Mord, also ein Heimtückchen, Heimtücke und damit Mord. Und was natürlich bei diesem Fall einfach wirklich besonders tragisch, schrecklich ist, ist eben, dass die zwei kleine Kinder hatten, die jetzt ohne ihre Eltern. Ja, das wäre jetzt meine Frage, was passiert mit den Kindern? Genau, das weiß man tatsächlich nicht. Das finde ich auch richtig. Also das Gericht sagt dazu nichts. Der Anwalt der Familie hat dazu auch nichts gesagt. Man kann ja eigentlich hoffen, dass sie in guten Händen sind. Aber ich finde es auch nachvollziehbar, dass die sich dazu nicht äußern. Die beiden Töchter wurden allerdings von einem eigenen Anwalt in dem Verfahren vertreten, der auch am Ende nochmal gesagt hat, seine Aufgabe sei es vor allen Dingen gewesen, das Ganze zu dokumentieren, damit die irgendwann, wenn sie sich vielleicht damit beschäftigen wollen, was da passiert ist. Dinge haben, auf die sie zurückgreifen können. Ja, verstehe. Und er hat dann auch nochmal sich direkt an den Angeklagten gerichtet und hat gesagt, falls ihre Töchter überhaupt nochmal mit ihnen reden wollen, irgendwann werden sie denen Rede und Antwort stehen müssen und dann müssen sie mehr dazu sagen, als sie hier gemacht haben. Und das war schon alles sehr... Sehr eindrücklich, ja. Auch emotional, wie sich anhört. Sehr. Und dann ging es ja quasi direkt weiter. Genau, dann hat die Kammer Mittagspause gemacht und dann ging es direkt weiter im nächsten Verfahren. Und da ging es um diesen Code Case aus Hilton, über den wir ja auch schon gesprochen haben. Ja, mit dem Professor. Genau, nochmal für alle, die noch nicht zugehört haben. Vorher wurde 1984 ein Professor, ein Psychologie-Professor in seinem Wohnhaus in Hilton erstochen. Mehrere Tage später tot aufgefunden. Die Ermittlungen gingen damals schon sehr stark in Richtung homosexuelles Rotlichtmilieu, weil er dahin sehr viele nachweisbare Kontakte hatte. Viele Jahre später gab es zu Spuren in dem Haus einen Fingerabdruck und eine DNA-Spur in seinem Körper. Ein Treffer, der dann weiterverfolgt wurde. Da wurde ein heute 63-jähriger Mann aus Italien angeklagt wegen Mordes. Und nach, ich glaube, es waren jetzt vier oder fünf Verhandlungstage, wo die sich wirklich viel Mühe gegeben haben, das aufzuarbeiten, obwohl es ja wirklich sehr lange her ist, viele Zeugen entweder nicht mehr leben oder sich nicht mehr erinnern können. Also es waren viel Verlesungen von Vernehmungen, viele Akten, das haben die auch nochmal gesagt. Und ja, es ist dann tatsächlich am Montag zu Ende gegangen damit, dass das Verfahren eingestellt wird. Und zwar nicht, weil die nicht glauben, dass er es war. Im Gegenteil, sie halten es immer noch oder die Kammer hält es immer noch für wahrscheinlich, dass der Mann derjenige ist, der den umgebracht hat. Aber sie haben gesagt, und deshalb war dieser Montag wirklich auch aus Reporter-Sicht wirklich sehr spannend, weil die gesagt haben, hier in diesem Fall lässt sich kein Mordmerkmal nachweisen. Also die Staatsanwaltschaft hatte ja Heimtücke ins Spiel gebracht, weil die viele von den Messerstichen eben nachweislich von hinten kamen oder auch Habgier, weil das Zimmer durchwühlt war. Beides hat die Kammer aber als nicht mit der erforderlichen Sicherheit nachzuweisen eingestuft und damit ist das dann ein Totschlag und ein Totschlag verjährt, anders als Mord. Also Mord ist ja das einzige, was nach deutschem Recht nicht verjährt wird. Totschlag verjährt. Nach eigentlich 20 Jahren, wenn besondere Umstände eintreten, kann es auch mal länger dauern. Aber nach 40 Jahren tritt die sogenannte absolute Verjährung ein. Und auch eine Verfolgungsverjährung. Das darf dann auch einfach gar nicht mehr strafreich verfolgt werden. Dieses Delikt. Und das ist dann wiederum ein sogenanntes Verfahrenshindernis. Und das ist dann die Basis dafür, dass dieses Verfahren eingestellt wurde. Also ist dieser Cold Case jetzt tatsächlich einfach gegessen? Der ist jetzt erst mal, also genau, der Angeklagte ist jetzt frei. Der Haftelfeld ist aufgehoben, das Verfahren ist eingestellt. Die Staatsanwaltschaft hat allerdings schon angekündigt, Revision einzulegen. Das geht dann, also doch. Das geht, es ist ein Urteil. Also es ist ein Urteil gefallen, mit dem dieses Verfahren eingestellt wurde. Damit ist auch eine Revision möglich. Bis darüber entschieden wird, dauert es jetzt natürlich erstmal ein bisschen. Aber ja, genau. Aber erstmal ist es jetzt vorbei. Ja, also zwei Prozessausgänge, die überraschend waren, in jeweils die andere Richtung sozusagen. Weil als wir über diesen Cold Case hier auch schon gesprochen haben, War ja eher vielleicht ein bisschen zu antizipieren, dass es... Ja genau, weil die ja auch wirklich jetzt auch am Ende nochmal gesagt haben, sie halten es schon, sie halten ihn eigentlich schon für denjenigen, der es war. Und das ist dann natürlich für die Familie, die jetzt auch teilweise da war, die Kinder von diesem Professor natürlich schon sehr, ja muss sehr bitter sein. Die haben sich dazu nicht geäußert im Nachgang, aber der Richter hat sich auch nochmal in seiner Urteilsverkündung an sie gewählt und hat gesagt, er kann sich gut vorstellen, dass das sehr frustrierend sein muss. Aber vielleicht als kleiner Trost, dass sie es zumindest versucht hätten, nach all den Jahren noch aufzuklären. Ja, vielen Dank für dieses kleine Durcherzählen der aktuellen Prozesse. Und ja, was geht an Düsseldorfer Gerichten, das werden wir demnächst nochmal besprechen. Sehr gerne. Bis dann. Bis bald. Tschüss. Auffällige Felgen, laute Motoren, abgefahrene Lackierungen und allerlei weitere Specials bringen Tuning-Fans ins Schwärmen. In Düsseldorf können sie das am letzten April-Wochenende in großer Runde tun. Altrace, eins der größten Tuning-Festivals in Europa, kommt zum ersten Mal in die Stadt. Im Areal Böhler werden an die 20.000 Besucherinnen und Besucher erwartet und auch die Polizei steht bereit, um bei Bedarf einschreiten zu können. Was das bedeutet, was eine Stilllegungsparty ist und welche Fahrzeuge zu bestaunen sind, das weiß Maximilian Novroth. Max. Tosja. Wir sprechen heute über unser gemeinsames Hobby Tuning. Das finde ich vor allem lustig, weil wie wir hier schon öfter erfahren haben, du fährst ja ein E-Auto. Ich glaube, es ist mittlerweile so ein Karlauer, das ich hier ständig an meinem Auto erzähle. Aber kann man E-Autos auch tunen eigentlich? Mit Sicherheit. Also zum Beispiel habe ich jemanden in der Familie, der ein E-Auto hat, das in unter vier Sekunden auf 100 beschleunigt und sogar einen Sound im Innenraum hat, der sich so anhört, das wäre ein Verbrennerauto. Also völlig absurd. Und der ist vom Hersteller aber massiv getunt. Also kann man jetzt nicht mit meinem vergleichen. Dann wäre diese Person vielleicht gut aufgehoben auf der Veranstaltung, über die wir jetzt sprechen, das Alt-Race. Alt-Race, ja. Alt-Race. Ich habe mich gefragt, wie sich dieses eher, naja, clevere Wortspiel zusammensetzt. Also Race wie Rennen, Alt wie, also Ultra, Rennen. Das Bedauerliche ist, der Name der Veranstaltung hieß vor über zehn Jahren, als die angefangen haben, Racism. Also Racism. Über das Wortspiel kann man sich ebenfalls streiten. Und wahrscheinlich haben sie sich gedacht, okay, wir haben noch besseres oder treffen wir das Altrace. Naja, aber das kommt jedenfalls erstmals nach Deutschland und zwar nach Düsseldorf aufs Arealböhler Ende April. Und das wird groß. Das wird groß. Und wenn du jetzt schon den Ort natürlich als allererstes nennst. Das finde ich irgendwie besonders, weil das Areal Böhler, das schreibst du auch in deinem Artikel dazu, aber das habe ich sofort gedacht, ist ja eher so ein bisschen woke. Ja. Nein, es ist sehr nett bei Messen, also sehr beschaulich bisher. Ja, und der vegane Weihnachtsmarkt und überhaupt der vegane Markt. Veggie World, Cycling World, Fahrradmesse, Kannafer, die Cannabismesse. Die Art Düsseldorf, also es ist alles schon ein bisschen überschaubarer und jetzt irgendwie ein, naja, am Ende Tuning-Treffen. Absolut, ja. Was das alles bedeutet, wirst du mir und uns jetzt ein bisschen erklären. Es werden 20.000 Leute erwartet, was natürlich eine Frage aufwirft, zu der ich am Ende kommen möchte, die ich aber jetzt schon mal quasi hier so anpinnen will. Die kommen ja alle mit dem Auto. Höchstwahrscheinlich, ja. Und das wird voll. Auf jeden Fall. Also vielleicht erst mal zur Einführung. Ich persönlich kannte den Namen Altrace auch nicht bis zum Sonntag, vergangenen Sonntag. Da hatte ich Dienst und ich schaue da immer in die Google Trends rein. Also lass mir von Google zeigen, wonach suchen Leute in Bezug auf Düsseldorf. Und Altrace kam sehr oft vor, also als einer der meistgesuchten Begriffe. Und dann dachte ich so, hm, was ist das denn? Und stieß auf den Instagram-Kanal eines Schauspielers, den man aus Fast and the Furious kennt. Und der hat halt gepostet, dass er bei Altrace in Düsseldorf sein wird. Da dachte ich so, hä, was ist das? Und schaue mir das an und sehe, das ist tatsächlich eines der europaweit bekanntesten Tuning-Festivals, so würde ich es mal auf Deutsch übersetzen oder auf halbdeutsch jedenfalls, um es zu erklären. Die nennen sich halt Automobilkulturfest, kommt aus Polen, gibt es da schon seit 15 Jahren ungefähr, ist in Breslau groß geworden und fand vergangenes Jahr in Danzig statt mit 50.000 Menschen an einer Arena über zwei Tage, also wirklich riesig. Man kann es sich mal bei YouTube anschauen. Es sieht wirklich aus wie ein Festival. Es gibt sehr viel Mucke, sehr viele Autos, Party bis zum Abend und ja, sehr schnelle, sehr schicke, sehr laute Autos. Und diese deutsche Ausgabe, die jetzt erst mal startet, gibt es eben auf dem Areal Böhler am 25. und 26. April. Das sage ich jetzt einfach nicht, um Werbung zu machen, sondern einfach um präzise zu sein. Und interessant ist auch, dass die Tickets sage und schreibe 85 Euro pro Tag kosten, also deutlich teurer als zum Beispiel die Classic Days mal gekostet haben, das war so das letzte Autofestival, was es in Düsseldorf gab. Was ja aber auch eine ganz andere Nummer ist, da sind Oldtimers, also das stelle ich mir allein vom Anhören, im wahrsten Sinne des Wortes, einfach schon ein bisschen ruhiger vor und so ein bisschen gesetzter, also bei Tuning, klar, denke ich sofort an. Motoren, die aufheulen und irgendwie auch laute Musik Ja, ja, fette Spoiler, dicke Schlucken. Stimmung drüber rum, ja. Genau, und das wird auch, glaube ich, vom Publikum her jünger werden. Auf den Bildern aus Polen sieht man eher Männer, sagen wir mal, zwischen 20 und 40. Oldtimer-Festival war auch für Familien oder eben ältere Herrschaften. Aber ich habe auch zum Beispiel jetzt drei Leute aus Düsseldorf gefunden, die ich so ein bisschen kenne aus der Autoszene, die auch jetzt in Düsseldorf dabei sein werden und das hat mir gezeigt, dass es eben nicht ein reines Prollfest werden wird, sondern schon auch von ernst genommen Autoliebhabern besucht wird. Also da ist zum Beispiel Robertino Wild, über den hatten wir glaube ich auch mal hier gesprochen, dessen Unternehmen Capricorn ist ein Leichtbauspezialist für die Autobranche, also zum Beispiel Porsche ist der ein größter Kunde für Rennwagen. Die bauen aber selber auch einen Supersportwagen für drei Millionen Euro, den die dort präsentieren werden auf dieser Messe. Oder dann gibt es Bernhard Kerkloh, der mit seinem Unternehmen Movendi auf der Klassikremise, das ist ja so eines der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in ganz Düsseldorf, in Wersten, im alten Ringlokschuppen ist das glaube ich. Oder auf diesem Gelände jedenfalls, wo zig schicke alte Autos stehen, der die handelt und der zeigt auch zwei Autos auf dieser Camden-I-Trace-Veranstaltung. Und Dieter Kastner, Oldtimer-Sammler, wird auch da sein und ja, die freuen sich auf eine Veranstaltung, die es so noch nicht gab, die aber deshalb auch die Polizei auf den Plan gerufen hat. Ja, das finde ich auch spannend, weil so ist ja auch quasi dein Stück betitelt, also die wollen bei Bedarf einschreiten, da frage ich mich jetzt natürlich, was ist, welcher Bedarf, also wenn da jetzt jemand aus Versehen mit seinem Schlüsselbund an so einem Oldtimer langkratzt, das wäre vielleicht ein Bedarf. Wenn jemand zu schnell anreist, weil er es nicht erwarten kann, mit seinem getunten Auto da auf die Messe zu kommen, Das wäre ja jetzt auch die Frage, das ist ja, was ich am Anfang auch mich schon gefragt habe, kommen dann alle mit dem Auto, um da dann auch ihre Autos zu zeigen? Also sind die Teilnehmenden oder die BesucherInnen dann auch selber irgendwie Part der Messe oder wird dann daneben noch irgendwie sich so ein bisschen so ein off-spaciges Tuner-Tuner-Tuner-Tuner? Ich möchte fast sagen Tuner und Tunerinnen treffen, aber ich kann mir vorstellen, eher ein Tuner treffen. Die Tunenden. Die Tunenden treffen, noch irgendwie etablieren und da hat die Polizei dann ein Auge drauf, also wo schreiten die ein und warum haben die da irgendwie... Also das Geländer an sich, glaube ich, wird nicht so sehr von der Polizeipräsenz betroffen sein, weil das sind fünf Messehallen Areal Böhler, wo zum Beispiel auch Mercedes-Benz eine ganze eigene Halle hat, wo die auch teilweise sehr alte Sportwagen und Rennwagen ausstellen. Ja, die eher so in die Klassiker-Richtung reingehen. Aber es gibt eben auch drei Parkplätze. Zum Beispiel einer ist am Lörreka Freibad, wo die Leute parken sollen, wo sicherlich viele Tuning-Fans dann auch mal zeigen, was sie so unter der Haube haben. Und klar, Ariel Böhler wird dann befahren, da kann man ja auch parken und die Polizei hat gesagt, sie wird vor allem die An- und Abreise, also die Anfahrten, Abfahrten sich anschauen und worauf die sich vorbereiten ist sowas ähnliches wie in Düsseldorf meistens Karfreitag, also Karfreitag. Dieses Wortspiel, das nutzen ja wirklich Leute aus der Tuning-Szene, um damit die Saison zu eröffnen, an diesem eigentlich stillen Feiertag. Und da ist an der Kö, auch dieses Jahr war es so immer so ein Festival von Tuning-Fans und die Polizei ist auch da. Ich glaube, die bespielen sich da auch so ein bisschen gegenseitig, dass die Tuner auch Spaß daran haben, aufgebockt zu werden. Aber die Polizei versteht nicht so viel Spaß, wenn halt Veränderungen am Auto vorgenommen wurden, die einfach nicht zugelassen sind. Zum Beispiel Spoiler, die zu fett sind, die zum Auto nicht passen oder wenn es zu stark tiefer gelegt ist und das Bremsverhalten sich verschlechtert. Das hat mir so der Sprecher der Polizei, Christopher Heutz, gesagt. Und auf sowas werden die auch beim Altrace in Düsseldorf achten und zur Not Autos stilllegen und abschleppen lassen. Und das ist dann auch die Stilllegungsparty von der du schreist, weil da habe ich mich gefragt, also ich feiere mittlerweile auch Stilllegungsparty regelmäßig, das bedeutet aber einfach, dass ich um 5 Uhr ins Bett gehe, aber was meinen die mit Stilllegungsparty? Naja, also dieses Festival gab es ja noch nicht in Deutschland und es kann ja sein, dass die deutsche Polizei ein bisschen genauer hinschaut, als es bisher vielleicht in Polen der Fall war und es gibt ja so Veranstaltungen wie die Essen Motor Show zum Beispiel, wo dann wirklich einige Autos von der Polizei rausgezogen werden und hier haben halt Leute auf Instagram in Kommentaren auch bei diesem besagten Fast and the Furious Schauspieler aus Spaß reingeschrieben, the first German word he will learn ist Stilllegung. Weil Ausländer vielleicht keine Ahnung haben, was es in Deutschland mal eben schnell sichergestellt werden kann. Und auch ein Fanblog für Mercedes, Mercedes-Fans heißen, die haben das Wort kursiert und sogar kritisiert, dass Mercedes da überhaupt teilnimmt in diesem Kontext. Wobei die jetzt, glaube ich, nicht so gesehen haben, dass es eben nicht nur Tuning und irgendwie dicke Karren, sondern eben auch viele Klassiker-Fahrzeuge sind, die auch Mercedes mitbringt. Aber wie es am Ende sein wird, wird man sehen und hängt, glaube ich, auch davon ab, wie die Leute dort anreisen und sich benehmen. Aber es wird auf jeden Fall dieses Wochenende schon eine andere Atmosphäre in die Stadt bringen. Ja. Jetzt hast du gerade gesagt, dass diese Stilllegungen zum Grund zum Beispiel haben können, dass an den Autos Veränderungen stattgefunden haben oder vollzogen wurden. Auch schreibst du oder zitierst du die Polizei, dass es da auch um rücksichtsloses Fahren geht. Also das heißt, da würde ich jetzt erstmal von ausgehen, dass es da umzuschnellen oder dass man sich. Meinst du, das eine geht mit dem anderen einher, weil rücksichtslos fahren kann ich ja auch, wenn ich keinen fetten Spoiler habe, weißt du, also verleitet dann vielleicht die Stimmung oder haben die die Sorge, dass diese ganze Stimmung verleitet, dass dann auch irgendwie ein kleines Rennen mal gefahren wird auf den Päderhäusern oder so. Ja, also die Polizei sagt, dass sie sich auch die Innenstadt anschauen werden und gucken, ob jemand vielleicht seinen Motor zu laut aufhauen lässt oder viel zu schnell fährt. Ich meine, wenn man schon so eine dicke Karre hat und so viel Geld investiert hat, will man vielleicht auch mal zeigen, was man da entwickelt hat und darauf werden die achten. Jetzt hast du gerade gesagt, die rechnen damit, dass sich ein bisschen die Stimmung in der Stadt verändern wird und wie zu Anfang gesagt, es kommen 20.000 Besucher innen oder werden erwartet. Den Ticketpreis hast du auch erwähnt, der hat mich jetzt nicht so geschockt, ehrlich gesagt. Finde ich schon happig, muss ich sagen. Also 85 Euro ist für mich so ein Level für…. Top-Konzert oder ein sehr toren Freizeitpark. Und ich hatte halt diese Classic Days mit ihren 36 Euro für Erwachsene als Referenz. Okay, du bist halt Großverdienerin, dann ist das für dich wegzustecken. Ich persönlich finde das auch nicht wenig Geld. Genau, weil für ein Konzert zahlt man das ja auch. Wenn ich jetzt überlege, das ist halt mein Hobby. Also ich habe schon deutlich, deutlich, deutlich mehr für Popstars bezahlt, die ich unbedingt mal, mit denen ich unbedingt mal dieselbe Luft atmen wollte. Also ich finde, das fand ich jetzt ehrlich gesagt nicht so krass. Ich hätte jetzt 285 Euro, hätte ich gedacht, ja gut, okay, teures Hobby. Naja, aber ich meine, du kriegst ja auf diesem Gelände, du weißt ja noch gar nicht so genau, was du da geboten bekommst. Das ist eine Premiere. Und es war auch für mich als Journalist gar nicht so leicht, so viele Infos einzusammeln, weil iTrace zum Beispiel sich nicht zurückgemeldet hat auf meine Anfragen. Die haben mich zwar akkreditiert für den einen Tag, falls ich da hingehen sollte, klappt das schon Aber alles andere muss man sich irgendwie auf der Internetseite zusammenklamüsern. Und da steht jetzt auch nicht, wie viele Autos genau kommen. Da steht hunderte und dass sie halt selektiv vorgehen, wenn Leute ihr Auto dort zeigen wollen. Und ein paar Beispiele hatte ich. Gerade genannt, also wer sich hier mit Autos auskennt in unserem Publikum, der Bernhard Kerkloh wird den Porsche 993 GT2 zeigen, also wirklich ein außerordentlicher Straßenrennwagen von Porsche und Mercedes-Benz 560 SL König, der für mich nach der letzte Lude aussieht. Also so eine richtig herrlich aufgemotzte Mercedes-Karre aus den 80ern. Solche Autos gibt es da und klar, wenn einem das das wert ist, diese Hülle und Fülle und die Party zu sehen und eben entsprechend auch von Herstellern wie Mercedes was zu sehen und dann gibt es auch so richtig teure, das sind ja diese Supersportwagen wie Königsegg, die dort millionenschwere Wagen zeigen werden, kann sich das lohnen. Aber es ist eben auch jetzt nicht so, dass du Abstufungen hast, dass ein Kind günstiger reinkommt oder ein Rentner oder so, sondern 85 Euro für alle. Ja, verstehe. Und ich, klar, dafür, dass es das erste Mal ist und ich nicht so richtig weiß, was mich erwartet. Ja. Okay. Worauf ich aber eigentlich hinaus wollte ist, viele Leute mit Autos, jetzt ist ja die Verkehrssituation in der Stadt sowieso eine recht Wunde im Moment. Also der Rheintunnel ist gesperrt, überall wird gebaut, alle stehen eh die ganze Zeit im Stau. Also das ist das eine, ob das jetzt vielleicht neben dieser ganzen wahrscheinlich Geräuschkulisse, die da noch dazu kommt, ob du schon Rückmeldung hast, jetzt auch auf Basis dieses Artikels, dass Leute jetzt schon ein bisschen kribbelig werden, weil dann noch mehr los ist in der Stadt. Außerdem, und das weiß ich zufällig auch aus persönlichen Quellen, am Sonntag ist ja auch Marathon. An dem Tag, ja, das stimmt, da hast du recht. Also das heißt, da ist ja die Stadt sowieso gesperrt. Das ist Wahnsinn, was in Düsseldorf immer so alles zeitgleich passiert. Also wo fahren die dann alle lang? Ich weiß, dass ich letztes Jahr, als der Marathon stattgefunden hat, ich bin an dem Tag weggefahren und ich habe das nachts erst gecheckt, dass mein Auto in der Zone steht und bin wirklich, weiß ich nicht, noch wirklich in der tiefsten Nacht irgendwie losgetapert, um mein Auto da rauszuparken. Also klar, Ariel Böhler ist jetzt nicht auf der Marathonstrecke, aber du kommst ja aus der Innenstadt schon mal nicht gut weg. Nicht so easy, dann wird es halt eher auf eine Parkplatzparty vom Löhrecker Freibad hinauslaufen. Also nee, valider Punkt. Wird man sehen, wobei grundsätzlich, glaube ich, kann eine Stadt wie Düsseldorf, also wir reden ja von bis zu 20.000, die die Veranstalter erwarten, insgesamt, also bis zu 10.000 pro Tag, kann, glaube ich, die Stadt wegstecken. Auf jeden Fall. Nur, dass eben andere Karren mal rumfahren werden, ja. Ich habe mich halt nur gefragt, ob da jetzt schon, ob das auch schon Thema ist, zu sagen, okay, da wird es bestimmt noch voller und dann ist mir halt aufgefallen, dass dass sich das überschneidet mit diesem Großereignis, wo einfach eh schon eine besondere Stimmung in der Stadt, also da wird ja ein Feuerwerk der Gefühle. Ich werde mal meine Ohren aufsperren, ich laufe ja Halbmarathon, bin also ab 8 Uhr auf der Straße und da ist ja eigentlich immer noch ganz ruhig, was man so hört und sieht. Ich bin gespannt, was du berichtest, sowohl von deinem Halbmarathon als auch, von den Karren, die du beim Laufen hast, kann ja auch anstiften, wenn dann so jemand mit so heulendem Motor neben dir herfährt und vielleicht immer so ein bisschen hoch und runter bounce, dann läufst du vielleicht noch schneller, als du eh schon läufst. Ja, ich würde sagen, wir treffen uns auch dann auf dem Parkplatz vorm Laurica Schwimmbad und zeigen mal, was wir für fette Karren fahren. Ich fahre mit meinem E-Bike vorbei. Vielen Dank für den Einblick in diese Welt und bis zum nächsten Mal. Bis bald. Lili Stegner hat 14 Jahre lang direkt am Worringer Platz gewohnt und darüber einen sehr persönlichen Bericht geschrieben. Verena Kehnsbock berichtet, auch hier regelmäßig von den Entwicklungen des Areals rund um den Bahnhof und von den Bemühungen der Stadt, der Lage dort Herr zu werden und Lösungen zu finden, vor allem was das Thema Drogenszene angeht, die dort sehr präsent ist. Warum manche die Augenbrauen hochgezogen haben, wenn Lili ihre Adresse genannt hat, wie die sogenannte Sibu-Streife arbeitet und wie es um den Worringer Platz aktuell steht, darüber haben wir zu dritt gesprochen. Heute ist ein besonderer Tag. Nicht nur scheint draußen die Sonne, was ja jetzt auch nicht mehr unbedingt besonders ist, aber trotzdem immer wieder schön. Auch sitzen wir heute zu dritt in meinem persönlich dazu erklärten Podcast-Studio, a.k.a. Dem Konferenzraum der Rheinischen Post Lokalredaktion in Düsseldorf. Und ich habe dementsprechend zwei Menschen, die heute mit mir sprechen. Verena Keensbock, hallo again. Hallo. Und Lilly Stegner. Hi. In the house. Ja, da bist du mal wieder. Wie schön. Und wir sprechen heute über dich unter anderem. Weil, das ist ja jetzt nicht zu viel verraten, wir alle unterhalten uns ja auch privat immer mal, deswegen wissen wir, was da gerade ansteht in den verschiedenen Lebensrealitäten. Du allerdings hast dir gedacht, naja, ich teile das auch gerne mit noch viel mehr Menschen und hast einen Artikel darüber geschrieben, dass du umgezogen bist. Genau, also eigentlich habe ich einen Artikel drüber geschrieben, über den Ort, an dem ich jetzt nicht mehr wohne und zwar der Worringer Platz, stadtbekanntes Terrain sozusagen und als ich neu in Düsseldorf war, ich bin als Studentin hierher gezogen und kannte mich in Düsseldorf überhaupt nicht aus, habe genommen, was ich kriegen konnte an Wohnung, bin am Worringer Platz gelandet und habe dann in den Jahren darauf ganz, ganz viele hochgezogene Augenbrauen geerntet und erstauntes Nachfragen, was, da wohnst du? Und habe es aber 14 Jahre lang ausgehalten. Und dein Stück ist betitelt mit 14 Jahre am Woringer Platz und ich vermisse ihn. Also du bist nicht mit wehenden Fahnen und leichten Füßen da weggerannt, sondern du hast dich einfach für ein anderes Viertel entschieden aufgrund der Wohnungssituation. Aber du wärst bestimmt auch noch ein bisschen da geblieben, oder? Genau, also ich war auf Wohnungssuche einfach, weil meine Wohnung zu klein geworden ist und habe dann gesucht und habe auch gefunden. Und bin aber trotzdem nicht, wie du sagst, vom Worringer Platz geflohen, sondern habe da eigentlich mal gerne gewohnt und fand, dass es sehr speziell ist, klar. Aber es hat auch ganz, ganz viele Vorteile. Natürlich ist es super zentral, gerade als Studentin. Ich konnte immer überall hin. Man kam auch immer von überall da abends gut nach Hause. Und auch das, was irgendwie die meisten Menschen im Kopf haben, wenn sie Worrenger Platz hören, die Drogenszene, die da lange war, hat irgendwie auf mich nie so einen besonders negativen Einfluss gehabt. Ja, ich verstehe. Dass du erzählst, dass auch als du vor 14 Jahren da hingezogen bist, beziehungsweise im Laufe der 14 Jahre, du immer wieder hochgezogene Augenbrauen irgendwie zugeworfen bekommen hast, wenn du gesagt hast, dass du da wohnst, bedeutet ja auch, dass der Bohringer Platz schon lange quasi dieser ein bisschen problembehaftete Ort ist, der er immer noch ist. Beziehungsweise es wird ja gerade sehr viel in der Stadt dafür getan, auch schon lange, aber jetzt ist es auch immer wieder Thema hier im Podcast, dass sich das vielleicht ein bisschen ändert. Verena, du bist da ja oft auch meine Ansprechpartnerin hier im Podcast, da reden wir ja viel drüber. Und auch so beschäftigst du dich ja viel mit diesem Ort. Ich will nicht immer Ort sagen, aber es ist ja auch nicht ein Stadtviertel. Was kann man paraphrasieren mit dieser Gegend rund um den Hauptbahnhof? Und genau deswegen ist diese Zusammenstellung natürlich heute ein bisschen spannend, weil du sozusagen Lilly da gelebt hast und einfach jeden Tag da ein- und ausgegangen bist in deine Wohnung und wieder raus. Und das bestimmt auch mehrmals am Tag. Und du hast im Blick, Verena, ja, was da drumherum passiert und was vielleicht Anwohnde dir berichten, die ein anderes Verhältnis zu diesem Wohnort haben oder was die Stadt versucht zu machen, damit es allen so geht wie Lilly, die sich da ja offenbar recht wohl gefühlt hat. Genau. Kannst du ein bisschen nochmal umreißen, was da in den letzten Jahren passiert ist und vor allem, was jetzt vielleicht tatsächlich sich schon geändert hat und was sich noch ändern soll in den nächsten Jahren? Auf jeden Fall. Also es wurde ja in den vergangenen Jahren schon ziemlich viel getan, muss man sagen. Die Düsseldorfer Drogenhilfe hat ihren Sitz an der Erkraterstraße, also direkt in der Nähe. Das, was ja schon ein Versuch ist, um die Drogenszene von der Straße zu holen. Es gibt einen Drogenkonsumraum. Warum? Nichtsdestotrotz hatten sich da in den vergangenen Jahren die Probleme echt zugespitzt. Das hast du, Lilia, auch in deinem Text geschrieben. Das hast du ja auch als Anwohnerin offenbar so wahrgenommen. Die Stadt, die Polizei und die Bundespolizei haben 2024 deshalb ein Projekt gestartet. Das heißt Sicherheit im Bahnhofsumfeld. So nennen sie das, falls du nachher eine Alternative suchst. Kurz SIBU. Und dieses Projekt soll eben mit unterschiedlichen Akteuren, mit ganz vielen Arbeitsgruppen, da sind zum Beispiel auch Anwohner drin oder geschäftstreibende. Soll auf ganz vielen unterschiedlichen Ebenen dafür sorgen, dass sich die Situation da ein bisschen entspannt. Der erste Schritt und der war halt relativ radikal, war der, der Platz wurde quasi komplett entkernt. Also da gab es so große, wer schon mal dran vorbeigekommen ist, wird sich daran erinnern, gab es so Glasbausteinbänke, die haben den Platz relativ abgeschottet von außen. Waren auch ehrlicherweise hervorragende Drogenverstecke und da haben sich immer ganz viele Leute aufgehalten. Dann gab es da so ein Glashaus, in dem früher mal Ausstellungen gezeigt wurden. Das war aber zuletzt dann auch schon teilweise echt komplett zerstört und runtergekommen. Da lagen Abhängige drin, die da übernachtet haben. Also wirklich auch kein schöner Zustand mehr für die Künstlerinnen und Künstler, die da ausstellen möchten. Und es gab eine Pizzeria, so ein Pavillon. Der hatte auch einen riesigen Zaun schon drum herum gezogen, eine ganz große Terrasse, um eben das zu trennen und irgendwie Plätze für die Kunden anzubieten. Das hat aber alles... Dazu geführt, dass es noch beengter war auf diesem Platz und sich wirklich geknubbelt hat und dann auch ständig zu Auseinandersetzungen zwischen den unterschiedlichen Gruppen da kam. Und das hat die Stadt dann halt alles abgerissen und den Platz komplett platt gemacht sozusagen und jetzt wieder einzelne Bänke aufgestellt. Aber das war ein erster großer Schritt, der für die Anwohner ja glaube ich auch einen extremen Effekt hatte. Man hat es, finde ich, aus Anwohnersicht sehr gemerkt, wie da quasi über Nacht viel weniger Leute sich einfach den ganzen Tag aufgehalten haben, es viel weniger Auseinandersetzungen, Streitereien gab. Es ist natürlich auch ein bisschen schade, die Pizzeria, ich war großer Fan, aber es hat natürlich schon einen massiven Effekt gehabt, gerade für nicht nur die Anwohner, sondern auch für die Geschäftstreibenden da am Worringer Platz. Es gibt ja ganz viele Kioske, Dönerläden, aber auch Cafés und so und ich glaube, für die war das schon eine massive Erleichterung. 14 Jahre sind ja wirklich eine ganze Zeit, um auch eine Entwicklung mitzubekommen. Also wir reden ja auch viel darüber, dass sich ja auch die Art der Drogen, die konsumiert werden, irgendwie nochmal verändert hat. Also Crack ist ja irgendwie angekommen und hat ja vielleicht auch nochmal andere Effekte als Drogen, die vorher da konsumiert wurden. Und da bin ich jetzt nicht so sehr im Thema, dass ich weiß, wie was wirkt, aber das wird ja auch immer wieder erzählt, dass es alles einfach noch ein bisschen härter geworden ist und noch ein bisschen rougher. War das tatsächlich, also du, Verena, redest ja wie gesagt auch mit Anwohnenden, also das heißt, alle empfinden es ja so, wie sie empfinden. Wie war das für dich? Also hast du gemerkt, dass sich da in diesen 14 Jahren was verändert hat? Nicht nur an der Masse der Leute, sondern auch an der Stimmung quasi? Total, total. Also als ich da hingezogen bin, war es schon ein, sage ich mal, ein Szeneort. So, das ist gar nicht zu bestreiten. Aber es gab damals, da habe ich auch in meinem Text drüber geschrieben, es gab damals zum Beispiel einen Gemüsehändler, der jeden Tag mit seinem Stand da war. Und das war irgendwie total schön und hat auch nochmal so zur Qualität dieses Platzes beigetragen. Und der hat auch irgendwann aufgeben müssen, weil er gesagt hat, ihm wurden zu viele Lebensmittel geklaut. Er hat irgendwie teilweise sein Gemüse verteidigen müssen, statt es verkaufen zu können. Und das ist vielleicht nur so ein kleines Symptom, aber man hat schon gemerkt, dass es sich verschärft hat, dass die Stimmung aggressiver wurde, wie du schon gesagt hast. Durch andere Drogen, die auch ein viel schnelleres wieder High werden triggern in den Suchtabhängigen, war das einfach irgendwann eine Stimmung, die sehr grundaggressiv war, was dann wieder bei Anwohnern und Geschäftstreibenden auch für so eine gewisse Verhärtung gesorgt hat. Also das war irgendwann, hatte man nicht mehr das Gefühl, dass man da ohne übergreifende Maßnahmen noch irgendwie ins Gespräch kommen kann, dass man da noch eine Lösung auf gesellschaftlicher Ebene finden kann. Ja, verstehe. Jetzt genau diesen Gemüsehändler beschreibst du in deinem Text. Du beschreibst auch das Eiskaffee bei dir unten im Haus. Das heißt, es gibt ja auch Orte, die sich halten oder die dann auch mitgehen. Also du hast jetzt gesagt, das wird alles ein bisschen härter vielleicht. Aber was ja am Woringer Platz jetzt nicht so doll ist, zumindest wenn ich das von außen sehe oder vom Vorbei- und Durchgehen durchfahren, es ist ja nicht viel Leerstand. Also es ist ja kein verwaister Ort, da ist ja auch immer noch der DJ-Bedarf zum Beispiel. Das ist ja auch ein, finde ich, ein Laden, der jetzt auch ein bisschen nischig ist und offenbar kann der sich da halten. Das heißt, wie schaffen das die Leute, mit denen du viel auch in Kontakt warst, einfach alltäglich da mitzugehen? Ich glaube, alle schwanken so ein bisschen zwischen Hilfe geben wollen und gleichzeitig natürlich auch das eigene Geschäft, die eigene Lebensgrundlage erhalten zu wollen. Also ich habe kaum jemanden getroffen oder mit kaum jemandem gesprochen da am Worringer Platz, der sagt, mir ist das alles total egal, was mit den Menschen da los ist. Also jeder hat bis zu einem gewissen Grad da auch eine gewisse Empathie oder möchte Hilfe leisten, aber es ist natürlich auch viel zu viel für eine einzige Person. Ich meine, die Stadt hat da wirklich viel Geld auch in die Hand genommen, da Kräfte dran gesetzt und auch dann dauert das eine Zeit, sodass das für eine Person alleine überhaupt nicht leistbar ist. Aber ich glaube, es ist schon so ein bisschen... Wer am Worringer Platz wohnt oder arbeitet, dem ist auch das Schicksal der Menschen nicht egal. Ich verstehe, ja, da wollte ich so ein bisschen drauf hinaus, dass sozusagen die, dass nicht gesagt wird, okay, nach einem Jahr oder nach zwei, ich bin hier wieder weg oder ich mache dicht oder so, da lass mich quasi, genau, verschließe die Augen und gehe weg, sondern ich bin hier und ich gehöre dazu und ich wachse vielleicht auch mit und das bedeutet aber auch, dass ich mit in Kauf nehme, was da alles drumherum passiert. Und genau deswegen jetzt die Frage, hast du Verena dann von Stadtseite auch das Gefühl, da wird für gesorgt, dass sich diese Leute auch da weiter, ja einfach ihre Geschäfte, wie du sagst, die Lebensgrundlage weiter ausüben können, weil am Ende ist es ja auch einfach ein Platz in der Stadt. Also es ist und das sagen wirklich auch alle Beteiligten von diesem SIBO-Projekt eine extrem schwierige Aufgabe und ich glaube es ist eine der herausforderndsten Aufgaben auch vor der die Stadt aktuell steht, weil es ist genau diese Gratwanderung zwischen wie viel wollen wir Menschen helfen und natürlich will die Stadt das und das wollen auch die Anwohner, das ist keinem egal. Gleichzeitig muss man schauen, dass man an der richtigen Stelle die Hilfsangebote gemacht hat, dass man nicht noch irgendwie so einen Sogeffekt herstellt. Also das ist ein ganz... Das ist wirklich eine Gratwanderung und es wird viel getan. Ich kann aber auch gut verstehen, dass viele Anwohner und Geschäftstreibende sagen, dass es denen viel zu langsam geht und dass sie sich teilweise auch am Stich gelassen fühlen. Also dass wirklich ständig sich alles mögliche vor deren Türen abspielt, Drogenhandel, Schlägereien. Also Leute, Diebstähle kommen irgendwie auch in die Läden, zerstören irgendwas und dass sie dann sagen, ja und wo ist dann jetzt die Polizei oder das Ordnungsamt, also da ist auch viel Frustration und gleichzeitig wird das. Glaube ich schon, dass Stadt und Polizei sich total bemühen. Aber es ist ein wirklich, wirklich langer Weg. Es gibt da keine einfache Lösung. Was im besten Fall etwas Entlastung schaffen kann, ist eine neue Einrichtung, die geplant ist an der Eisenstraße. Auch darum gab es echt große Diskussionen. Die Anwohner da sind auch nicht begeistert, dass es da hinkommt. Aber die soll ausgerechnet, also das ist in einem städtischen Gebäude und das soll genau für diese Klientel in Anführungsstrichen sein, nämlich für Drogenabhängige, Obdachlose, hauptsächlich Crack-Konsumentinnen und Konsumenten, die da eine Anlaufstelle haben. Und damit im besten Fall, wenn das alles so funktioniert, weniger auf der Straße sind und mehr in dieser Unterkunft und damit eben den öffentlichen Raum zu entlasten. Ja. Und ich glaube, das ist auch, also ich habe diese ganzen Diskussionen um neue Einrichtungen oder auch zum Beispiel in der Flurstraße in Flingern, wo es ja auch ganz lange Diskussionen gab, ist diese Einrichtung da richtig positioniert. Ich habe das viel verfolgt, weil ich es eben auch als mittlerweile ehemalige Anwohnerin gut nachvollziehen kann. Und ich glaube, es ist niemandem geholfen, die Situation da irgendwie schönzureden oder zu romantisieren. Das möchte, glaube ich, auch keiner. Aber es ist, wie du eben sagst, immer so ein sehr schmaler Grat zwischen, wo können wir helfen, wo müssen wir Leute schützen, aber wo müssen wir vielleicht auch die drogenabhängige Gemeinschaft dort vor sich selber schützen, wie können wir da... Sinnvolle Hilfe bieten, ohne die Anwohner zu überlasten. Ja und gleichzeitig ja auch, das ist auch ein großer Teil dieses Projekts, Straftaten zu ahnden. Und also ich höre immer wieder von der Polizei, dass es so eine Handvoll von Störern gibt, die besonders auffällig sind und die auch besonders immer wieder mit so Körperverletzungen, Schlägereien und wenn die da sind, gibt es immer Probleme. Und deshalb wurden auch schon Bereichsbetretungsverbote, nennt sich das, erlassen für den Wollinger Platz. Und das sind halt solche Versuche, um das unterschiedliche Mittel zu nutzen, um das irgendwie unter Kontrolle zu bekommen. Und auch das bedeutet natürlich nicht, dass diese Leute nicht einfach wieder vorbeikommen, aber dann gibt es zumindest eine Handhabe und das ist so das Ziel. Und mal was über die Menschen herauszufinden, weil ganz viele von denen sind nun mal obdachlos, die haben keine Wohnanschrift, die bewegen sich irgendwie unkontrolliert sozusagen und das so ein bisschen in den Griff zu bekommen. Und auch, dass sich die Szene nicht örtlich verlagert, also ich meine, seit es am Worringer Platz ruhiger ist, das ist auch ein Teil der Wahrheit, ist es nun mal vor der Zentralbibliothek umtriebiger geworden und das ist ja auch was, was sich nicht 100 Prozent verhindern lässt, aber was auf jeden Fall immer mitgedacht werden muss und ich glaube, da ist noch viel zu tun, aber es war am Worringer Platz zumindest mal ein erster Schritt, würde ich behaupten. Wenn wir langsam zum Ende kommen, dieses Gesprächs, dann, wenn ich das jetzt höre, ja auch, dass dann natürlich Stadt und Polizei sich viel bemühen. Das heißt, es ist ja auch, wenn wir da jetzt nicht ständig drüber sprechen und jede Woche irgendwie drüber schreiben, das ist ja ein ongoing process. Also es passieren immer weiter Sachen und es wird dran geblieben. Das ist vielleicht nochmal ganz wichtig zu sagen. Auf der anderen Seite auch da, jetzt haben wir ja zu Anfang, hast du beschrieben, wie sich vielleicht alles ein bisschen in die eine Richtung verändert hat. Hast du jetzt gegen Ende auch gemerkt, dass es sich wieder, nicht nur, dass sich da der Platz verändert hat, weil die Sachen verschwunden sind auf diesem, also der Pavillon und die Glasbänke, sondern hast du auch, hast du dich sicherer gefühlt, vielleicht hast du dich vorher gar nicht unsicher gefühlt, aber also hast du in diese Richtung auch gemerkt, dass es sich verändert hat? Also ja, tatsächlich, ich habe mich da nie besonders unsicher gefühlt am Worrenger Platz, einfach weil ich mir immer dachte, es sind immer Menschen da, die mir im Zweifelsfall auch helfen würden. Aber ja, man hat es also auf jeden Fall schon mal optisch gesehen einfach und ich habe ja wirklich direkt am Worrenger Platz gewohnt, also nicht in irgendeiner Seitenstraße oder so und ich muss auch sagen, die Nächte wurden ein bisschen leiser. Also der Verkehrslärm war noch da, aber es gab weniger Schreiereien, Schlägereien. Mir kam es zumindest voll, als ob die Nächte am Worringer Platz ein wenig ruhiger geworden wären. Hast du manchmal so große Sehnsucht, dass du am Worringer Platz langläufst und dir ein Eis holst und ein bisschen in den letzten 14 Jahren schwelgst? Natürlich. Also das Eiskaffee und vor allem sein Besitzer Roberto kann ich nicht aus meinem Leben streichen. Ich verstehe. Vielen Dank, dass ihr beide hier von beiden Seiten sozusagen diesen Ort nochmal beleuchtet habt. Und wir sehen uns alle in verschiedenen Konstellationen ganz sicher bald wieder. Vielen Dank. Danke dir. Bis zum nächsten Mal. Der Fischmarkt war und ist ein beliebter Termin bei Düsseldorferinnen, Düsseldorfern und zahlreichen Gästen von außerhalb. Dennoch wurde in den vergangenen Jahren immer wieder Kritik laut, oft bezogen auf die Entwicklung des Events. Etwas, was auch bei anderen Veranstaltungen immer wieder zu beobachten ist. Mit Angelina Burch habe ich mich darüber ausgetauscht, warum wir auf der einen Seite sehr begrüßen, wenn in der Stadt viel geboten wird, aber oft Diskussionen entstehen, wenn Konzepte geändert oder neu gedacht werden. Liebe Angelina, bist du wieder? Ja. Ja, wir sprechen hier sehr oft und sehr gerne über Events, die in der Stadt veranstaltet werden, stattfinden, Platz finden. Wir reden oft über die Sonnenseite dieser Veranstaltungen und das Schöne daran und das behalten wir natürlich auch bei, weil es da ganz viel zu erzählen und zu berichten gibt. Heute allerdings drehen wir das Ganze mal um und sprechen darüber, dass es durchaus auch im Zuge dieser vor allem Großveranstaltungen oder immer größer werdenden Veranstaltungen Kritik gibt. Irgendwie so eine Art Unzufriedenheit ist fast zu groß, aber so ein bisschen hakt es dann bei manchen vielleicht auch, die hier aus der Stadt kommen oder schon hier sehr, sehr lange leben und diese Veranstaltungen schon lange irgendwie besuchen und so. Und ein bisschen haben wir uns gefragt, wo vielleicht so die Grenze ist, was wir auch tolerieren, weil auf der einen Seite wollen wir natürlich, dass Sachen passieren, dass Sachen stattfinden, auch dass die Stadt, das repräsentiert ja auch ein bisschen und bringt neue Leute hier hin und auf der anderen Seite wird es schnell auch mal zu groß oder zu stressig oder zu viel. Letzte Woche, da haben wir ja auch schon drüber gesprochen, war die Eröffnung der Fischmarktsaison. Und wie auch schon in den letzten Jahren war das ein großer Erfolg, vor allem publikumstechnisch, hat aber auch, wie auch in den letzten Jahren, für Kritik gesorgt. Vielleicht kannst du uns da mal ein bisschen abholen, was da jetzt letztes Wochenende passiert ist und was so die Sachen sind, an denen sich die Menschen aufhängen, die nicht 100% glücklich waren. Ja, also erstmal ist es glaube ich immer so, wenn der Fischmarkt dann wieder startet und es wieder losgeht und das Wetter dann irgendwie noch einigermaßen stimmt, ist ja erstmal sehr wahrscheinlich, dass auch ziemlich viel dann einfach los ist. Und es ist... Es sind dieses Jahr auf jeden Fall andere Themen gewesen, als es jetzt im vergangenen Jahr war, wo dann auch zwischendurch es so überfüllt war, weil es ja auch wirklich super gutes Wetter war und dass es dann wirklich längere Einlassstops geben musste, Leute das Gelände verlassen mussten und so. Also so, das war alles dieses Jahr wirklich mehr im Rahmen. Es ging eher so ein bisschen um grundlegendere Sachen. Also erstmal haben sich ein paar Leute auch in den sozialen Medien einfach beschwert, dass sie ihre Flaschen abgeben mussten, dass sie irgendwie ihre Hunde nicht mitnehmen durften und so. Also das sind halt alles so Sachen, da haben die Veranstalter dann auch Stellung zugenommen und meinten, naja, eigentlich sollte das nicht so sein. Wer weiß, was es vielleicht in Einzelfällen mit Security-Mitarbeitern und so dann für Gespräche dann noch gab oder wo die vielleicht, also weißt du. In den sozialen Medien findet das natürlich auch sehr viel Platz und kann sehr groß werden, Sachen, die vielleicht gar nicht so richtig waren am Tag. Wenn die Veranstalter sagen, es kann weiterhin jeder eine 0,5 Liter Flasche Wasser mitnehmen und wenn, keine Ahnung, wenn du mal dann was brauchst, wenn du irgendwie mal einen Schluck Wasser trinken musst, sagt dann niemand was, aber mit einer anderthalb Liter Flasche mit irgendwie gemischtem Alkohol hinzukommen, das brauchen wir hier jetzt nicht, das kann ich auch verstehen, also das ist ja dann noch was anderes und dass Glasflaschen verboten sind ja sowieso, also das finde ich generell dann auch was Gutes und darum soll es dann ja auch erstmal gar nicht gehen, aber dass es dann halt wirklich, dann. Erzählt einer ja, ich durfte meine Sachen nicht mitnehmen und dann bricht eine Diskussion mit 200 Kommentaren drunter aus und dann weiß man am Ende auch nicht, wer war wirklich da, wer regt sich jetzt grundlegend darüber auf und so. Also deswegen, das war irgendwie so ein Thema dieses Mal. Aber grundsätzlich gilt halt weiterhin das, was jetzt die letzten Jahre auch oder zumindest letztes Jahr schon genauso war, du darfst halt weiterhin einfach eine kleine Flasche Wasser mitnehmen. Und wenn es nicht so überfüllt ist, kann jeder auch weiterhin seinen Hund mitbringen, Aber es ist halt andersrum die Frage, will man das? Sollte man auf so eine Veranstaltung, wo es ja wirklich irgendwann auch immer sehr voll wird, mitten ins Getränke irgendwie seinen Hund mitnehmen? Einfach auch aus Sicht des Tierwohls, wie dann auch. Das auf jeden Fall. Genau. Und dass man dann halt sagt an einem Eingang, und das war da, wo ist da wohl passiert, an dem Eingang, wo dann nämlich auch die Bühne war, dass man dann sagt, naja, hier jetzt durch das Getränke mit einem großen Hund ist eher ein bisschen schwierig. Ja und daraus ist dann halt auch eine große Diskussion entstanden, aber ich finde, da ist es dann halt auch wichtig erstmal beide Seiten irgendwie zu sagen, das waren halt so diese Sachen, die jetzt dieses Mal einfach dann irgendwie nochmal Thema geworden sind, wo es aber dann auch gut ist, wenn man dann auch irgendwie dazu sich aus Veranstaltersicht äußern kann und dann mal sagen kann, das sind unsere grundlegenden Regeln, vielleicht dann im Nachgang auch nochmal mit der Security-Firma sprechen kann. Was können wir vielleicht in Zukunft besser machen und dann, dass das alles reibungslos dann funktioniert und dass dann alle wissen, wo sie dran sind, Das ist halt wichtig und dass genau die Security dann halt auch an allen Stellen irgendwie auch das immer alles im Blick hat, sodass es dann noch dieses Mal wieder eine kurze Zeit gab, wo erst wieder Leute reingelassen wurden, wenn gegangen wurden. Das spricht ja eigentlich dafür, dass die dieses System ganz gut auch im Griff haben und auch aus letztem Jahr vielleicht auch nochmal ein bisschen verschärft und gelernt haben. Und genau, das war wohl auch wieder so, halt einfach zu so einer Peak-Zeit des Tages dann, dass es einfach so ein bisschen nochmal angepasst werden musste. Das waren so die Einzelfälle, die aber glaube ich jetzt... Die wahrscheinlich nicht grundlegend anders sind, als das vielleicht auch in den letzten Jahren waren. Aber ich glaube, die Diskussion, die jetzt einfach wieder losging. Weil es auch einfach viele Videos, Fotos und so in den sozialen Medien gab, wo man gesehen hat, es wurde halt auch wieder sehr viel gefeiert und auch sehr laut gefeiert, auch einfach mit sehr lauter Musik mit vielen Leuten, die da drum herumstanden und mitgefeiert haben. Es ist halt einfach die Kritik, dass ganz, ganz viele Leute sagen, das hat ja überhaupt nichts mehr mit Fischmarkt zu tun. Und das ist genau dann, also wie gesagt, das eine war so, dieser kleine Teil, wollten wir ja auch drüber sprechen, die Einzelfälle, die jetzt da waren, die ich aber finde, das lässt sich alles irgendwie entweder als eine Einzelsituation oder vielleicht was, was man für nächstes Mal nochmal lernen kann. Aber dieses grundlegende Thema ist wirklich einfach die absolute Kritik daran, das hat nichts mehr mit dem Fischmarkt zu tun. Ja, und ich erinnere mich wohl noch, dass das zu Beginn irgendwie tatsächlich so war, dass man vielleicht seinen Hund mitnehmen konnte oder einfach entspannt über die Rheinpromenade laufen und dann, wenn man wollte, hier was trinken und da aber auch mal irgendwie ein bisschen Obst und Gemüse kaufen und so. Und das ist ja genau das Ding, wo wir jetzt ein bisschen drüber sprechen wollen, dass es einfach viele Veranstaltungen gibt, die so anfangen und deswegen ja auch ein bisschen vielleicht ein bestimmtes Publikum ansprechen oder für Leute, die hier leben, ein fester Termin sind und die werden dann immer größer und dann kommt es halt zu so Situationen, dass dann ja am Ende, so wie jetzt eine Security-Firma wahrscheinlich gut reagiert, aber es ist ja, worüber wir jetzt ja sprechen ist, warum müssen die überhaupt reagieren, wenn es so riesig wird. Ja und das ist halt auch das Thema, dann wurde sich beschwert, naja jetzt wurde noch meine Tasche kontrolliert und dies und das und dann denke ich mir so, ja gut, aber ja, verstehe ich, wenn man sonst es vielleicht von früher gewohnt war, man konnte auf den Fischmarkt gehen, ohne dass es nötig war, falls es es damals nicht gab. Aber auf der anderen Seite will man aber ja mit allem, was man so hört, was einfach mittlerweile ja leider auch auf so Volksfesten und auf irgendwelchen Veranstaltungen passiert, sich ja auch irgendwie sicher fühlen. Und wenn es dann halt dazu führt, und das ist ja jetzt keine Entwicklung, weil es jetzt nur den Fischmarkt betrifft, sondern eine allgemeine Entwicklung, dass halt einfach die Sicherheit an so vielen Stellen auf größeren Veranstaltungen nochmal hochgefahren werden musste. Und wer sich dann darüber beschwert, dass man den Inhalt seiner Tasche zeigen musste, nur weil man es vielleicht vorher nicht gewohnt war, finde ich, hat das jetzt auch nicht viel mit dem... Dieser Veranstaltung alleine zu tun, sondern generell mit so einer allgemeinen Entwicklung und auch mit so einem bisschen einem Sicherheitsgefühl und glaube ich ganz, ganz anderen Auflagen und Konzepten und so, die aus solchen Veranstaltungen mittlerweile überhaupt so dann mitgehen. Genau und als ja tatsächlich Expertin auf diesem Gebiet bist du natürlich die beste Ansprechpartnerin, jetzt mal ein bisschen da durchzugehen. Welche Veranstaltungen vielleicht immer größer werden und sich dementsprechend verändern, Weil es gibt natürlich auch Veranstaltungen und da haben wir auch letzte Woche hier drüber gesprochen und auch immer wieder, wenn jetzt so Sachen im Raum stehen wie Olympia, das ist natürlich noch eine ganze Weile hin oder die EM, die war oder andere Tour de France und so, das sind ja riesige Veranstaltungen. Da kommen, was weiß ich, wie viele zigtausend Menschen in die Stadt zu Gast, aber die sind ja angelegt als Großveranstaltungen. Genauso wie, dass es irgendwie bei der Kirmes voll wird oder an Karneval. Weihnachtsmarkt, finde ich, ist da schon wieder so ein Ding, der wird ja auch immer größer und dementsprechend kommen immer mehr Leute und dementsprechend gibt es natürlich auch immer mehr Einschränkungen oder verändert sich halt. Also es ist ja auch ein bisschen so dieses, dass man oft hört, es ist halt nicht mehr so wie früher oder nicht mehr so wie ich das kenne. Jetzt will der Bütchentag zum Beispiel, möchte auch größer werden. Was auf der einen Seite natürlich gut ist, weil es bedeutet, die Veranstaltung läuft und so. Auf der anderen Seite war das natürlich auch oder ist immer noch ein Termin für viele Düsseldorferinnen und Düsseldorfer, wo man einfach so ein bisschen in seiner Hood am Bütchen abhängt und das macht den Charme aus. Also das ist ja auch die Frage, wann ist der Punkt, wo sowas zu groß wird und wo wollen wir vielleicht einfach, dass es so überschaubar, sage ich jetzt mal in Anführungszeichen, bleibt, wie es ist und können sich das aber dann wiederum die Veranstaltungen leisten? Also ist der Preis, den wir zahlen, dass es halt größer wird, dass es überhaupt stattfinden kann? Also ich glaube, das ist tatsächlich in vielen Fällen exakt der Fall, dass es halt einfach genau so ist und das ist halt, können wir ja auch auf die Einzelnen gleich nochmal genauer eingehen, aber es ist halt, glaube ich, ganz, ganz viel einfach, dass es genau so ist. Dann nämlich ist und erstmal zu sagen, naja, es ist nicht mehr alles wie früher, ist ja auch erstmal nichts Schlechtes. Also es ist ja alles irgendwie immer im Wandeln und es gibt genug Leute genauso ja auch, die sagen, die Altstadt ist nicht mehr das Gleiche, das hat überhaupt nichts mehr mit unserer Altstadt von früher zu tun und keine Ahnung und auch das, also man kann auch das Thema Fischmarkt so sehen, wie man möchte, aber auch da zu sagen, naja, es verändert sich halt und wir müssen halt irgendwie auch mit der Zeit gehen. Und wenn du dann halt siehst, es gibt ein riesengroßes Publikum eben genau für diese Bühne und dieses Feiern auf dem Fischmarkt, dann ist die Frage, trennt man das nicht irgendwie vielleicht in Veranstaltungen, geht man in einen größeren Bereich oder was auch immer. Aber grundlegend, wenn man merkt, da ist eine Zielgruppe und da ist ein Interesse daran und ein Bedürfnis dafür, so irgendwie an einem Sonntag am Rhein zu feiern. Wäre man als Veranstaltungsrichter schon fast blöd, dem nicht nachzugehen. Und dass es dann natürlich aber auch Leute gibt, die dann irgendwie vor 27 Jahren auf dem ersten Fischmarkt waren und die jetzt so denken, oh, das hat aber nichts mehr mit meinem Fischmarkt von früher im Hafen zu tun. Das ist ja auch irgendwie klar, aber nur, also ich glaube, du kannst es sowieso nie allen recht machen und es ist auch ganz normal, dass sich irgendwie Dinge wandeln und ich glaube…. Man, also natürlich ist das auch für ganz viele leichter gesagt, die nichts damit zu tun haben, die dann einfach irgendwie nicht mehr, die jetzt sagen, okay, dann komme ich halt nicht mehr auf den Fischmarkt. Ja, okay, dann kommen dafür aber wahrscheinlich, dass sie gemäßlich rumschreiben. Ja, aber diese Menschen möchten ja eigentlich auch, oder möchten ja auch eine Veranstaltung haben. Ja, genau. Und dann wird ja wieder was Neues entstehen und dann muss das wieder größer werden. Aber es ist ja eigentlich so ein Kreislauf, oder? Ja, ja, total. Und was ich auch in einem anderen Kontext letztens auch gehört habe, auch aus Musikersicht, und das kannst du vielleicht ja auch nochmal aus deinem Hintergrund ja auch sagen, ob du das auch so empfindest, dass es auch mit der Zeit immer weniger so diese kleinen Locations in Düsseldorf gab, die irgendwie so einen gewissen Charme hatten, dass es halt, jetzt kommt der Open-Air-Park, jetzt Arena-Touren und große Konzerte und dann spielt dreimal Ed Sheeran in Düsseldorf und die Backstreet Boys kommen neunmal. Also weißt du, das ist alles total groß, das wird irgendwie ganz, ganz viel immer größer, aber so ein bisschen fehlt dann vielleicht an manchen Stellen dann doch so dieses kleine, individuelle. Ja, beziehungsweise das dazwischen, weil klein und das finde ich ja bei Veranstaltungen auch oder Mini-Festivals oder, also das gibt es ja schon auch, was dann schon fast sehr, ja so sehr nachbarschaftsmäßig ist oder sehr lokal oder stadtviertelmäßig oder halt. Kleinen Bars. Ich finde, wenn wir dieses Thema aufmachen, gerade was Kultur angeht oder Kulturorte, fehlt so ein bisschen vielleicht manchmal das dazwischen. Ja, aber das trifft ja da vielleicht dann jetzt auch einfach drauf zu. Genau, das ist bei den Events genauso. Und der Fischmarkt, vielleicht, wenn wir jetzt an dem bleiben, also es geht ja auch nicht jetzt, wir bashen ja jetzt hier nicht den Fischmarkt, sondern der ist einfach, weil es gerade aktuell ist, ein gutes Bild. Der war vielleicht sowas, also es ist ja kleiner als die Kirmes. Es ist irgendwie ein bisschen niederschwelliger als jetzt vielleicht das Gourmet-Festival und nicht so themenspezifisch wie der Japan-Tag. Und trotzdem groß genug, dass es halt kein Straßenfest ist. Und offiziell genug, dass halt auch dass man sich drauf verlassen kann, dass es stattfindet und so. Ja genau. Und das muss man in dem Kontext finde ich auf jeden Fall auch sagen, bevor das jetzt so wirkt, als wäre es jetzt der Fischmarkt, gegen den wir hier irgendwie, also gut, dass du es gesagt hast. Und auf der anderen Seite, es gibt auch, es ist ja auch aus Ausstellersicht, es ist ja immer voll gebucht. Also die würden ja auch alle nicht kommen, wenn sich das irgendwie für den Blumenstand oder für den Schmuckstand und Co. nicht mehr lohnen würde. Ja, 20.000 Besucher, also das ist natürlich sehr viel. Es geht halt nur darum, wer das dann ist und auch das, alle sollen kommen, ist ja richtig schön. Genau, genau. Und genau, halt auch da war dann halt eine Kritik, man kommt ja hinter den ganzen Partyständen überhaupt gar nicht mehr zu den anderen. Wenn das so wäre, glaube ich, gäbe es weniger Leute, die halt auch gerne als Aussteller noch auf den Fischmarkt kommen wollen. Also deswegen, das ist wirklich einfach nur, weil es jetzt gerade aktuell war, dann das Thema. Aber es gibt auf der anderen Seite auch ganz, ganz viele Gründe, die sicherlich auch als Aussteller dafür sprechen, da hinzukommen und da auch eine gute Zeit zu haben. Ja, und wie du schon sagst, auch, also hast du ja auch gerade schon oder eben schon gesagt, aus Veranstalterinnensicht ist das natürlich auch irgendwie... Das jetzt abzusagen oder wieder anders zu denken oder zu konzipieren oder zu verkleinern, weil es halt irgendwie Kritik gibt, das wäre natürlich, also man möchte ja auch, dass es läuft. Und noch eine ganz interessante Sache ist, die hast du, als wir gerade kurz vorbesprochen haben, ja auch schon erwähnt, es gibt ja auch die Situation, dass da vielleicht, was dann auch eher so ein bisschen das, wie nennt man denn, das Brauchtum in der Stadt angeht, weil natürlich auch bei der Kirmes immer wieder aufkommt, dass es irgendwie nur noch, also dass es nicht mehr dieses Familienfest vielleicht ist, sondern viel auch in Party und Feiern Richtung geht. Wie gesagt, Weihnachtsmarkt ist ja auch eins unserer Lieblingsthemen über das ganze Jahr wie schön, dann reden wir auch jetzt im Frühling über den Weihnachtsmarkt da passiert ja auch immer mehr und es wird immer größer, also mit der Füchschenalm das ist ja einfach auch schon räumlich ein sehr großer Stand im Gegensatz zu vielleicht diesen kleinen, romantisch angehauchten Weihnachtsdörfchen, die dann sich eher in den Stadtpfiffen verteilen, aber da geht es ja auch darum, dass Weihnachtsmarkt Dass man ja auch manchmal größer werden muss, um überhaupt stattfinden zu können. Weil es zum Beispiel ehrenamtlich organisierte Sachen sind oder Vereine. Genau, und das finde ich, da kann man das wirklich einfach komplett anhand von Kimmes und Karneval so sagen. Oder auch bei der Rheinkimmes, wenn man dann sagt, es wird immer mehr Party, aber dann gehst du an irgendeinem Tag dahin und siehst, die Schlange vor diversen Partyzelten ist so lang, während teilweise bei manchen Fahrgeschäften halt dann vielleicht dann auch zum Abend hin, wenn dann tagsüber das Programm ganz gut für die Familie gepasst hat, dass dann halt abends da einmal im Jahr im Sommer auf so einer Großveranstaltung auch das Angebot geschaffen wird für die Leute, die da zum Feiern hingehen wollen. Das ist doch gut. Also es ist doch zum Beispiel bei der Kirmes ist doch für jeden dann was dabei. Und wenn man dann halt sagt, oh, das ist mir jetzt aber zu voll, um hier mit meiner Familie hinzukommen, dann muss man vielleicht nicht an einem Samstagabend um 18 Uhr noch eine Runde mit der Familie. Und dass das Angebot für Leute geschafft wird, die dann auch in so einem Kirmesumfeld am Rhein da feiern wollen, das ist doch was Positives. Also ich finde, auch da das Angebot ist halt dann auch so verteilt und das ist theoretisch beim Fischmarkt zum Beispiel auch, du kannst ja vormittags noch hinkommen und da ist es halt dann auch deutlich entspannter. Und wenn dann ab Mittags da mehr gefeiert wird, hast du ja irgendwie ein bisschen auch ein Konzept, was theoretisch alles irgendwie vereint. Und auch bei der Kirmes, wenn du das halt als Schützen in Düsseldorf ehrenamtlich organisierst, diese Veranstaltung über zehn Tage mit über 300 Schaustellern und mit Gastro, mit Fahrgeschäften, mit Partyzelten. Das muss ja irgendwie auch sein, weil ansonsten kannst du so eine Riesenveranstaltung ja gar nicht stemmen. Also das ist ja alles immer nur geschätzt, die Zahlen, aber wenn dann wirklich vier Millionen Leute knapp pro Jahr auf diese Kirmes kommen, siehst du ja, was das für ein Publikumsmagnet ist und das würde wahrscheinlich kleiner gar nicht richtig funktionieren. Wie gesagt, ich finde, der Weihnachtsmarkt ist ein guter, weil das ist ja, das ist, was ich eingangs meinte. Wir reden ja hier sehr viel und sehr gerne darüber, genau, dass es was Neues gibt und dass es sich vergrößert. Und natürlich ist das auch was Schönes. Ich weiß, im Winter saßen wir hier und haben darüber gesprochen, welche Stände alle neu dazukommen beim Weihnachtsmarkt, das Weihnachtsdorf, der Köhlzauber und so. Aber natürlich wird das immer größer und genau, geht dann vielleicht so eine gewisse Sweetness verloren oder kann man sich die immer noch holen? Ich finde zum Beispiel, der Weihnachtsmarkt ist auf jeden Fall ein Beispiel dafür. Der Düsseldorfer Weihnachtsmarkt zieht aber, glaube ich, egal, ob du jetzt noch am Rhein die Roncalli-Weihnachtspromenade da hast, ob du die da hast oder nicht, der Weihnachtsmarkt ist ja trotzdem voll. Also der zieht ja aus anderen Städten, aus auch angrenzenden Ländern, zieht der ja auch einfach Touristen nach Düsseldorf. Und ich finde, dass zum Beispiel jetzt auch da am Rhein der Bereich, der wurde mit so viel Liebe zum Detail dann auch gestaltet, dass ich finde, diese Ecke ist halt auch einfach eine Bereicherung für den Weihnachtsmarkt. Und klar, da ist es auch total voll. Aber die Besucher, die sonst nicht dahin gekommen wären, wären vielleicht dann auch noch auf dem Rathausplatz gewesen. Ja, und stimmt, vielleicht ist auch beim Weihnachtsmarkt nicht so, dass man, also da rechnet man ja im schönsten Falle damit, dass es voll ist. Ja, also ich glaube Weihnachtsmarkt ist ja genauso wahrscheinlich wie mittlerweile die Kirmes so ein feststehendes Ding. Ich finde was, wo wir eben auch kurz schon drüber gesprochen haben vorab, da ist vielleicht dann doch das Thema Karneval ein ganz gutes Beispiel, weil sich da ja wirklich auch in den letzten Jahren einfach ein bisschen was verändert hat rund um das Kötreiben mit dieser Bühne, die neu dazu kam und so. Was ja auch alles irgendwie dann auch einfach, wenn du das als Karnevalsverein ehrenamtlich und irgendwie mit wahrscheinlich nicht allzu vielen Mitteln, die du dann auch einfach finanziell zur Verfügung hast, schauen musst, wie du einen Rosenmontagszug, ein Programm an Altweiber und dann auch noch das Kötreiben und das alles irgendwie stemmen kannst, ist es ja auch klar, dass es da an der einen oder anderen Stelle dann irgendwie eine finanzielle Unterstützung braucht. Und wenn es dann ist über einen Sponsoren oder darüber, dass dann halt irgendwie mit dieser Bühne dann dann noch Programm und noch irgendwie das mit den Schaustellern zusammen, diese gastronomischen Stände dazu kommen, die es vielleicht früher nicht gab, wo es vielleicht auch hieß, oh, das war aber schöner, als die nicht beim Kötreiben dabei waren. Gut, wenn die nicht einspringen würden und nicht helfen würden, gäbe es das Kötreiben halt vielleicht einfach irgendwann nicht mehr. Und also ich finde gerade der Düsseldorfer Karneval ist ein Thema. Wo es gut ist, dass dieser Wandel so stattfindet, weil es gibt einfach extrem viele Leute ja immer noch in der Stadt, die gerade rund um den Straßenkarneval dann auch einfach Lust haben rauszugehen und feiern zu gehen. Da muss man wirklich nur am Kötreiben einmal rausgehen oder dann auch zu welchen Zeiten auch immer an Rosenmontag, an Altweiber und Co., um das dann auch irgendwie zu sehen. Und natürlich, wenn alles teurer wird, die Sicherheitskonzepte, das ist alles so in die Höhe gegangen, die Kosten, musst du einfach auch dann als Verein gucken, wie kriegst du das irgendwie in den Griff und dass man sich dann überlegt, wie kann man das halt vielleicht ein bisschen besser finanzieren und dass sich dann manche Sachen auch bei so absoluten Traditionsveranstaltungen im Brauchtum auch verändern, ist halt dann einfach notwendig, weil anders wird es dann halt nicht mehr funktionieren und das ist dann, finde ich, auch in Ordnung. Und wenn dann halt eine neue Bühne dazukommt, dann ist es halt so. Aber Hauptsache, es findet dann halt irgendwie noch weiterhin statt. Ich danke dir sehr, liebe Angelina, für dieses sehr anregende Gespräch. Und ich freue mich auch, wenn wir demnächst wieder über Events reden und was es alles Neues gibt und was da passiert. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Jetzt kommt das Wochenendwetter für Düsseldorf vom Wetterstruxie. Die wahrscheinlich letzten warmen Tage im April, Die schälen jetzt an und danach gehen die Temperaturen erstmal runter. Ich grüße euch damit ganz herzlich zum Wochenendwetter. Es tut sich ein bisschen was in der Wetterküche und wir kommen jetzt weg von diesem eher südlich geprägteren Wetter mit relativ milden Temperaturen. Und der Wind dreht jetzt erstmal auf nördliche bis nordöstliche Richtungen. Das wird im Laufe des Wochenendes passieren und danach geht es wahrscheinlich erstmal wechselhaft weiter. Der Freitag, der wird uns noch viele Wolken bringen. Gerade zum Nachmittag kommt die Sonne immer besser durch und die Temperaturen steigen auf 11 bis maximal 20 Grad an. Der Samstag, der wird uns einen eher freundlicheren Start in den Tag bringen. Im Nachmittagsbereich kommen dann mehr Wolken hinzu und gerade zum Abend hin regnet es dann auch schon mal etwas länger. Der Regen wird jetzt, also es wird nicht so wahnsinnig viel Regen fallen, aber stetig fällt dann doch der ein oder andere Tropfen. Die Temperaturen, die bewegen sich im Prinzip relativ wenig, liegen in der Spitze so bei bis zu 18 Grad. Sollte es morgens nicht klar sein und die Wolken kompakter sein, starten wir bei ungefähr 14 Grad, ansonsten geht es von 10 Grad los. Der Sonntag, der wird von der Restfeuchtigkeit vom Samstagabend, wird der zum Beginn ein bisschen Nebel bringen. Danach löst sich der Nebel auf und die Sonne setzt sich häufiger durch. Zum Nachmittag sind dann wieder kompaktere Wolkenfelder unterwegs. Das Ganze dann bei 7 bis maximal 14 Grad. Und auch die neue Woche startet erstmal relativ verhalten mit mal Sonne, mal Wolken, einzelnen Schauern. Und das Ganze dann bei Höchstwerten von 12 bis maximal 14 Grad. hat. Der Trend danach sieht zwar wieder ein Aufbäumen der Temperaturen gerade zu Ende April hin, aber das ist noch nicht in Stein gemeißelt. Es gibt aber noch relativ viele Modelle, die das Ganze auch noch weiter kühl halten, sodass wir in so ein richtiges Tal der Temperatur kommen in Richtung dann bis Ende April, Anfang Mai und wenn das so kommen sollte. Dass es so kühl bleibt. Dann sagt zumindest die Statistik, dass das auch bis Mitte Mai noch so andauern wird. Und erst danach kommen dann die ersten richtigen Sommerschübe dann aus dem Süden dann zu uns geschwappt. Kann aber auch sein, das ist der andere Weg, dass es dann Richtung Ende April nochmal richtig warm wird. Und was sagt da die Statistik? Dass zumindest die zweite Monatshälfte des Mais dann ein bisschen ins Wasser fällt. Also, wir können festhalten, noch wissen wir nicht, wie das Ende des Aprils wird und je nachdem, wie das Ende des Aprils wird, könnte es durchaus sein, zumindest statistisch gesehen, dass dann zumindest ab Monatsmitte des Mai dann in die andere Richtung geht. In diesem Sinne, euch ein schönes Wochenende und wir hören uns dann nächste Woche wieder zum Wochenendwetter. Bis dann, ciao, ciao. Mehr Düsseldorf Wetter gibt es im Wetterstruksi-Blog. Jensstrux.blog Das war der Rheinpegel für diese Woche. Wenn ihr uns, wenn ihr mir eine wirklich große Freude machen wollt, dann abonniert doch diesen Podcast überall, wo es ihn zu abonnieren gibt. Und wenn ihr schon dabei seid, dann bewertet ihn doch auch gleich und teilt diesen Podcast. Erzählt jemandem davon, der oder die Düsseldorf liebt oder noch viel besser, der oder die das gefälligst bald lernen soll. Mein Name ist Tosja Kormann. Ich danke euch fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Den Rheinpegel gibt es jeden Donnerstag neu. Folgt dem Podcast jetzt in eurer Podcast-App, um keine Episode mehr zu verpassen.