Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / Sie fiel und stand stärker auf: Die unglaubliche Geschichte von Michaela Carrot
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- 0:00Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von Momentum. Deinem Podcast, der inspirierende Gäste inspirierende Geschichten erzählt. Mein heutiger Gast steht für Abenteuer, Freiheit und Authentizität. Michaela reist dorthin, wo andere sich nicht einmal trauen, die Fotokamera mitzunehmen. Und zwar auf ganz dünnem Eis. In den entlegensten Orten dieser Welt tut sie nämlich...
- 0:25auf vor allem See-Eis-Schlittschuh-Jähnchen und macht dabei extrem schönen Content. Heute in diesem Podcast reden wir über Bewusstsein, Mut und den Zauber der Natur. Wir reden über ihre Geschichte
- 0:41und was einen sehr verheerenden Unfall mit ihrer Karriere gemacht hat. Wieso sie heute das macht, was sie machen darf, wie sie zusammengekommen ist und was ihre Passion, die sie seit klein an schon immer hatte, mit ihrem jetzigen Leben zu tun hat.
- 0:59Dieser Podcast ist voller Inspiration, voller Kraft und voller Mut, nicht aufzugeben, sondern an das Gute zu denken, an das Gute zu glauben und immer weiterzumachen. Ich bin extrem dankbar, dass du, Michaela, da warst. Danke vielmals für deine Zeit, alles Gute und euch ganz viel Spass bei diesem Podcast. Aber zuerst, ihr wisst, wie es ist, Intro ab.
- 1:23Ich hatte so Glück, dass ich überlebt habe. Ich hatte einen schweren Unfall. Und dort ist mein ganzes Leben, das ich mir aufgebaut habe, komplett in Trümmer gefallen. Ich hatte danach eine sehr lange Reha hinter mir. Alle motorischen Funktionen waren sehr eingeschränkt. Wie kannst du der Sicherheit gewährleisten, dass es wirklich safe ist?
- 1:40Das ist ein sehr wichtiger Punkt und ich schätze, dass wir das jetzt ansprechen. Oktober 2022 habe ich noch angefangen. Und jetzt bist du bei 300? Ja, 380. Also, um die Plattform übergriffen sind es über 500'000. Insane! Du bist jetzt auch nominiert worden für den Swiss Influencer Award im Bereich Travel. Erstmal. Hey, herzliche Gratulation zu mir auf dem Platz.
- 2:02Und jetzt schauen wir mal, jedenfalls gibt es einen Shortfilm diese Saison. Das wäre jetzt eigentlich noch das nächste Projekt, das wir haben. Und wie die Weihnachten mit der Kinder. Ich bin in den Bergen aufgewachsen und darum ist so ein Ort, der Berge hat und allenfalls noch einen Bergsee. Das ist für mich so ein mega Kraftort.
- 2:22Danke schön, falls ihr es bis hier geschafft habt. Wie ihr an meiner Geschichte seht, ist es so wichtig, nie aufzugeben. Selbst wenn die Sachen nicht so laufen, wie man es sich denkt, oder das Leben schöne und unschöne Überraschungen hat, wirklich an sich glauben und es probieren und vorwärts schauen.
- 2:44Danke vielmals, dass du hier angekommen bist. Es hat mich mega gefreut. Du hast auch sehr, sehr schnell geantwortet. Ich habe gedacht, ich muss da sicher noch ein bisschen warten, weil du so eine riesengroße Creatorin bist. Du hast mich mega, mega gekannt und ich habe es in den Intros schon erzählt. Und auf jeden Fall, danke vielmals für deine Zeit, dass du jetzt da bist.
- 3:02Vielleicht für die, die dich noch nicht kennen und deinen Content noch nicht gesehen haben. Was machst du? Wer bist du? Du hast schon gesagt, du bist von Chur oben runter. Man hört es auch ein bisschen. Genau. Kevin, herzlichen Dank für deine Einladung. Es freut mich sehr, hier zu sein. Ich versuche, meiner Community möglichst klein zu antworten. Es ist mir sehr wichtig, auch wenn ich eine grosse Reichweite habe,
- 3:32dass ich greifbar bin und dass der Austausch mit der Community stattfindet. Deswegen habe ich dir dann auch geantwortet und fand es eine mega coole Idee. Ich bin Michaila, komme aus Churroban, aber man kann es so sagen, man hört es. Ich bin ursprünglich in Graubünden aufgewachsen und habe meinen Eiskunstlauf mit vier Jahren angefangen.
- 3:58Bis ich 18 war, habe ich wirklich bis zum Spitzensport weitergemacht und mega fleissig trainiert. Und nachher, mit 18, 19, habe ich aufgehört und habe quasi meine Schlittschuhe in den Schrank aufgehängt. Und habe dann nachher mit dem Studium angefangen, bin auf St. Gallen gegangen, habe den Bachelor Master gemacht. In was?
- 4:23HSG, Marketing und Kommunikationsmanagement und dann noch ein zweiter Master in strategisches Marketing. Und ja, nachher bin ich quasi ins Investmentbanking und bin nachher in die Managementberatung. Also habe ich eigentlich den Sport komplett hinter mir gelassen und bin...
- 4:44Karrierefokussiert quasi. Nachher noch in Zürich gelandet. Und bin dann für acht, neun Jahre in Zürich gewesen. Und ja, habe halt einen Corporate Job gemacht. Und nachher hatte ich einen schweren Unfall. Und das ist dann wie so...
- 5:042020, gerade vor Covid, hatte ich einen schweren Unfall. Dort ist mein ganzes Leben, das ich mir aufgebaut habe, komplett in Trümmer gefallen. Ich habe
- 5:21Dort war dann auch der große Wendepunkt, wo ich so Glück hatte, dass ich überlebt habe. Fühlst du dich wohl damit, das vertieft ansprechen zu können? Ja, ich bin von einem Radrennenfahrer, also mitten in Zürich, hinter dem Opernhaus,
- 5:39Mit 30 wurde ich heimgefahren, als ich den Zebrastreifen überquerte. Ich hatte einen Schädelbruch, einen Bruch am Körper, war dann im Spital relativ lange. Ich hatte danach eine sehr lange Reha hinter mir.
- 6:01Es war ein schwieriger Prozess, weil ich so voller Motivation und karrierefokussiert war. Ich hatte meine Ziele und plötzlich war alles von Null. Als ich dann neu mit dem Bewegen, Lernen, Lesen und Richtigreden starten musste, also alle motorischen Funktionen waren sehr eingeschränkt.
- 6:31auch recht lange in einer Schmerztherapie gewesen und wirklich ein langer Prozess gewesen. Und das ist eigentlich dort, wo dann nachher ja, wie soll ich sagen, wie ein Schicksal einerseits und dann nachher, wo es mir dann langsam wieder besser gegangen ist, habe ich dann gemerkt, ich kann nicht mehr in den gleichen Job, in das gleiche Umfeld und bin nicht mehr zum gleichen
- 6:54ausmass- und leistungsfähig, was in der Rolle, die ich vorher hatte, von mir erwartet wurde. Und dann bin ich in eine Identitätskrise gerutscht. Es ist dann schwierig, deine Persönlichkeit neu zu definieren, wenn du nicht mehr das machen konntest, was du vorher gemacht hast. Und dadurch startete dann der Account Micaela Carrot.
- 7:21Als kleines kreatives Experiment. Durch Zufall waren mein Freund und ich zwischen Weihnachten und Neujahr im Engadin. Wir wollten quasi das Jahr neu starten. Dann hatte es einen gefrorenen See. Ich hatte an diesem Tag meine Schlittschuhe dabei, weil ich gesagt habe,
- 7:42Nach so langer Zeit, was mir wirklich gut tut, wäre, meine Schlittschuhe wieder aus dem Schrank rauszunehmen. Und es doch probieren. Und vielleicht auf ein Eisfeld oder so. Und dann hatte es echt einen gefrorenen See. Und dann, als ich darauf, habe ich die Schlittschuhe angelegt und bin gefahren. Und es ist einfach das Gefühl, dass es eine Leidenschaft ist, die ich so lange in meinem Schrank weggeschlossen habe.
- 8:11wieder Führung genommen. Ich weiss nicht, ob du das vielleicht schon ausprobiert hast, aber Schlittschuh fahren auf einem gefrorenen See und nicht in der Eishalle ist ein Gefühl von Freiheit. So verbunden wir Natur.
- 8:29Der Tag war so speziell für mich. Als erstes Mal wieder so viel Freude zu spüren. Ein bisschen später habe ich das auf Social Media geladen. Es ging voll viral. Wie die Leute das spürten,
- 8:52Ja, der «Sense of Freedom» und «Joy», der das übrig gebracht hat. Und dann haben wir gesagt, das ist so cool. Und dann haben wir angefangen, mehr von diesen Videos quasi in der Natur und Schlittschuhe zu fahren.
- 9:07Es kam so gut an. Und jetzt bin ich hier und reise quasi um die Welt. Also von Reisecontent, aber mit Fokus auf Eislaufen. An unterschiedlichen Orten in der Natur. Das ist eigentlich das, was ich jetzt mache. Und die meisten kennen mich jetzt auch durch das.
- 9:30Wild-Ice-Skating, also Michaela Carrot, ist eigentlich so synonym mit Wild-Ice-Skating. Hey, also erstens mal danke für das ja da, also in a nutshell, in ein paar Minuten hast du jetzt so schön eigentlich alles aufgezählt. Und für mich, ich hätte dich am liebsten 34 Mal unterbrochen, weil ich so wollte vertiefen, aber ich wollte dich nicht unterbrechen, weil es war gerade so mega, mega spannend, was du alles erzählt hast.
- 9:55Eine der ersten Fragen, die mir in den Sinn kommt. Du hattest den Unfall im Jahr 2020. Erstens mega krass. Ein Velofahrer ist eine Wucht. Mit 30 ist eine Wucht. Was da passiert, kann man sich nicht vorstellen, wenn man das nicht am eigenen Leib erfahren hat.
- 10:13Und dann bist du wie herausgezogen worden, eine aktive Frau, eine Spitzensportlerin von vier bis 18 Jahren, auf einmal aus dem Leben gerissen in einem Spital mit einem Schädelbruch, anderen Brüchen. Wie hat sich das angefühlt? Was ist in dir vorgegangen?
- 10:40Es ist noch ziemlich schwierig zu beschreiben. Aber die erste Zeit, das ist wie so, jemand hat mir den Knopf im Hirn abgestellt. Also es ist wie so, ich habe mir mit der Zeit so das Bild, oder ich weiss nicht, vielleicht ein Leser kann sich das am ehesten so vorstellen. Dein Hirn ist wie eine grosse Stadt, also ein grosses Strassennetzwerk.
- 11:03Und plötzlich sind jegliche Strassen kaputt, Baustellen, Strassen, die du gar nicht mehr durchfahren konntest. Das ganze Netzwerk ist quasi kollabiert. Hilt. Ja, als hätte jemand vielleicht so einen Lichtschalter ausgestellt und alle Strassen sind schwarz.
- 11:21Am Anfang war es so, dass ich im Bett lag. Ich wurde nur geweckt, weil ich etwas essen wollte und aufs WC gehen musste. Aber du warst nicht im Kriegsfläche-Kommando? Nein, zum Glück nicht. Aber ich war doch recht lange ohnmächtig. Auch wegen späterer Hirnblutungen musste ich recht lange im Spital bleiben,
- 11:50beobachtet zu haben. Und nachdem ich dann wieder etwas mehr oder länger wach war, war mein Gehirn dann einfach so auf Stand-by gestellt. Und ich habe dann schon gemerkt, dass alles so mega langsam war. Oh wirklich? Ja.
- 12:14Ich glaube, bis ich mir wirklich Gedanken gemacht habe, was mache ich jetzt oder wie geht es weiter, sind dann doch so ein halbes Jahr oder so vergangen. Es war dann schon länger, als ich mich dann effektiv damit konfrontieren musste. Und ich habe dann auch versucht, zuerst wieder mit dem Pensum wieder anfangen zu arbeiten, verschiedene Sachen wieder zu machen. Aber ich habe dann gemerkt, das Hirn,
- 12:43Es geht einfach nicht. Ich bin viel zu langsam, aber ich bin dann auch sofort erschöpft von Licht, von Geräuschen, von vielen Menschen oder sozialen Interaktionen, wo ich dann gemerkt habe, es geht nicht.
- 12:58Du erzählst und machst für mich das so wie ein Licht liegend auf, wo du mir sagst, du hast versucht, Ben zu wieder hinauffahren. Und dann sehe ich aber immer dein Content, wie du auf dem Eis bist. Hast du das Gefühl, wenn dieser Unfall nicht passiert wäre, wäre Michaela Carrot nicht passiert? Ja.
- 13:18Ja, ich glaube schon. Es ist schwierig zu sagen. Mit dem Unfall ist quasi jemand auf die Bremse getreten. Und hat quasi die Leiter oben abgeschnitten.
- 13:37Der Weg ist, zuerst wieder runter den Boden zu finden und zu schauen, welche Tür sich sonst öffnen wird. Aber da geht es nicht mehr hoch. Unglaublich. Es ist jetzt doch schon 5 Jahre her und ich kenne jetzt meine gewisse Distanz.
- 13:55Leichtigkeit darüber zu sprechen, aber es war ein langwieriger Prozess, bis ich jetzt wirklich an dem Ort bin, wo ich sage, es ist okay, es ist vielleicht von dem Grund passiert und ich konnte mir jetzt auch etwas Neues aufbauen. Und ich sehe einen Purpose, mit dem ich mich erfüllt nahegebracht habe.
- 14:22Mega schön. Ich hatte im 17. Jahr auch einen Unfall. By far. By far. Nicht so gravierend wie dein. Ich habe mir zwei Wirbel gebrochen bei einem Töpfer. In Norditalien, Mugello. Wunderschöne Strecke, by the way.
- 14:39Ich fuhr Renn-Türen und transportierte sie mit Regen in die Schweiz. Aber der ganze Heilungsprozess ging vielleicht anderthalb Jahre mit der Torsion und den Wegen, die noch weh tun. Aber bei dir war es ja etwas viel Gravierendes. Du hattest Hirntrauma, Brüche.
- 15:02Ja, es ist so, wir haben es dann so ein bisschen gesagt, wenn du einen Arm oder sonst was im Wirbel brichst, nach zwei Monaten. Genau, sechs Wochen etwa. Ja, so wie, natürlich merkst du vielleicht noch ein bisschen was, aber grundsätzlich ist das so der Heilungszeitraum und beim Schädelbruch ist so zwei Jahre, ist so...
- 15:23Dann ist die Heilung so weit fortgeschritten, dass man sagt, das ist das Maximum, das dein Hirn wieder regenerieren konnte. Und alles andere ist so Wunschdenken und nach fünf Jahren sagst du so,
- 15:40Mit dem musst du leben. Ja, okay. Und es dauert halt mega lang. Und die Sache ist halt, wenn jemand mit dem Gips rumläuft, also wenn du jetzt irgendwie deinen Arm eingegipst hast oder das Bein, ich meine, die Leute sehen es. Du siehst es, ja.
- 15:55Bei einem Schädelbruch siehst du es nicht. Das ist mehr etwas, wo du am Verhalten der Person merken kannst oder an der Reaktion. Aber sonst siehst du das von aussen nicht. Es ist wie eine unsichtbare Verletzung. Ausser du hast ein so gravierendes Schädel-Hirn-Trauma, dass es einfach ...
- 16:19Ja. Bettledrig... Led... Bett... Leg... Legerig? Legerig bist du. Jetzt hast du mich gerade selber verrundert. Bettlegerig. Wir wissen, was ihr meint. Genau. Dem war es natürlich sehr gut. Und sonst halt eben nicht wirklich.
- 16:36Ich hatte dann auch Begleitung, um einerseits wieder in einen Beruf hineinzufinden, aber auch selbst mein Handicap umzugehen und zu sagen, das war zu viel oder zu lernen, was ich machen kann, was ich nicht machen kann. Zum Beispiel, wenn ich an ein Event gehe, weiss ich,
- 17:00die erste Stunde ist voll okay und plötzlich merke ich, jetzt werde ich mega müde. Die Aufmerksamkeit ist dann ein bisschen eingeschränkt. Und dann fange ich auch nicht mehr so gut zu hören, weil dann hast du so viele Geräusche um dich herum. Das ist etwas, was ich dann sensibler... So ein bisschen sensibler auf so Aussen-Wahrnehmungen... Genau, so Ausseneinwirkungen. Und das merke ich dann so ein bisschen. Oder dann weiss ich auch, dafür muss ich nachher am Tag
- 17:27viel mehr schlafen, um meinem Hirn Regeneration zu geben. Ja, die Zeit geben. Ja, das ist halt so. Ja, das sieht man dann doch und das hört man ja schon ab und zu immer wieder. Auch so Menschen, die eigentlich recht gut wieder eingeliefert sind in die Gesellschaft, aber doch auch ein bisschen Schädelbruch hatten oder Schädel-Hirn-Trauma, wo dann so ja, ähm,
- 17:51Wenn man nicht dafür sensibilisiert wird, dann weiss man vielleicht nicht einmal, wie man selber damit umgeht. Weil man dann sagt, ich konnte das immer so machen, jetzt geht es einfach nicht mehr. Und ja, das hat mir dann auch sehr geholfen, mit meiner Situation umzugehen und das dann auch
- 18:07meinem Freundeskreis oder Familie noch erklären zu können, warum ich nicht mehr die gleiche Person bin wie vor dem Unfall. Und dass ich für viele Sachen vielleicht länger brauche oder anders reagiere als früher. Machst du das fest?
- 18:24Jetzt mittlerweile nicht so. Also jetzt glaube ich, habe ich einen guten Punkt erreicht, wo ich sagen kann, es läuft, es ist okay. Henning Keller, danke vielmals, dass du so offen über das geredet hast. Finde ich überhaupt nicht selbstverständlich. Danke vielmals für das.
- 18:41Ich glaube, das ist auch etwas sehr Spannendes für Zuhörer, Zuschauer, um zu sehen, wenn etwas passiert, ist es nicht das Ende, sondern vielleicht der Anfang von etwas Neuem, was man vielleicht nicht so realisiert von Anfang an. Darum danke vielmals für das. Ich möchte jetzt aber ein paar Jahre noch etwas zurückgehen, und zwar auf deine Spitzensportkarriere. Von vier bis 18 hast du gesagt. Ja, genau.
- 19:11Betrieben? Ja. Aber nicht auf einem See, sondern in einer Eishalle? Genau. Wie hat das Ganze angefangen? Angefangen hat es eigentlich, als ich in der 2. oder 3. war. Das hat meine Mutter mir zumindest so erzählt, dass ich Dennis Bielmann im Fernsehen gesehen habe.
- 19:27Und dann habe ich gesagt, oh Mami, ich will das auch machen. Und dann hat sie aber gesagt, ja, das darfst du erst machen. Sie nehmen quasi im Eisklub Kinder erst ab vier Jahren. Du musst noch warten, bis du vier bist. Und ich habe sie dann immer wieder, bin ich sie gefragt, weil sie dann wie gedacht hat, das Mädchen, das vergisst es dann wieder. Aber ich habe dann wirklich darauf beharrt. Und dann hat sie mich dann, als ich vier war, hat sie mich dann in den Kinderkurs gesteckt. Und so habe ich quasi meinen ersten Schritt auf dem Eis gemacht.
- 19:54Also du hast gewusst, dass das Eis für dich bestimmt ist? Ja, ich war so drauf besessen. Dann hat sie mich in den Kurs eingetragen und das hat mir auch sehr gefallen. Und so über die Jahre hat sich das in Wettkämpfen und Spitzensport bewegt.
- 20:15Was ist das Höchste, was du in deiner Karriere erreicht hast? Also ich habe bis zum Elitenlevel in der Schweiz gearbeitet. Bei den Schweizer Meisterschaften war ich einige Male ganz gut platziert. Und danach war es so, entweder ich mache Spitzensport Vollzeit oder ich gehe ins Studium. Und danach habe ich mich für das Studium entschieden.
- 20:40Okay. Ja. Du hast dich für das Studium entschieden, weil du selber gesehen hast, hey, andere Karrierepläne, eben Richtung Marketing, oder weil du gesagt hast, hey, das wäre vielleicht trotzdem nicht das für mich.
- 20:54Ich glaube, es war so ein Mix. Einerseits wusste ich, dass es so viel Disziplin und Motivation braucht, um wirklich bis ganz aufwachsen zu können. Und je nachdem, in welchem Umfeld man aufwächst, ist eine sichere Karriere oder ein sicherer Beruf besser. Und dadurch habe ich mich dann für die sichere Variante entschieden. Und wie soll ich sagen, das ist dann wie so...
- 21:24Ich habe unheimlich viel gelernt, aber das ist dann bei dir so. Nachdem mir der Unfall passiert ist, habe ich gesagt, jetzt nehme ich nicht den sicheren Weg, jetzt versuche ich es doch. Deshalb mache ich jetzt auch das Creator-Life, aber ich habe mich zum ersten Mal für den sicheren Weg entschieden.
- 21:48Und so ist dann der unsichere Weg, der jetzt auch wieder der schönere Weg ist, entstanden. Ja, und es ist wie ein Full-Circle-Moment, weil ich bin jetzt wieder auf dem Eis, was eigentlich mega cool ist. Und du hast vorhin ja gesagt, dass auf einem vereisten See zu fahren, ein viel anderes Freigefühl ist als in einer Eishalle.
- 22:11Jetzt bei mir kommen diese roten Lampen. Wenn ich einen See sehe, der vereist ist, denke ich, wow, megaschön, Fötterle, super, herrlich. Mit einer Drohne drüber, let's go. Draufstehen, so...
- 22:26Eise gefährlich für mich. Weil ich habe keine Ahnung, wie dicht das Eis sein muss. Wie kannst du der Sicherheit gewährleisten, dass es wirklich safe ist? Okay. Das ist ein sehr wichtiger Punkt und das schätze ich sehr, dass wir das jetzt ansprechen. Weil ich bekomme oft Nachrichten, wegen deiner Videos sind quasi Kinder ertrunken. Ja, nein.
- 22:47die in einen gefrorenen See sind. Und ich sage, ja, das ist sicher nicht meine Schuld. Sondern es ist so wichtig, dass man sich darüber informiert und darüber lernt, was sind die Dinge, auf die man achten muss, wie man wirklich auf einen See ins Laufen gehen will. Und es ist auch wichtig zu sagen, es ist nie 100% sicher.
- 23:11Du hast immer ein Restrisiko und das Wichtige ist, dass du das Risiko, das da ist, wenn du aufs Eis gehst, das managen kannst. Und dass du auch weisst, wenn es wirklich schief läuft, was muss ich machen. Und ja, zum Beispiel letztes Jahr haben wir auch in Engadin, da sind wir quasi ein See angekommen und es ist dort schon Regen.
- 23:35Die Polizei war vor uns und wir so «oha, was ist denn passiert?» Und dann sind zwei einfach die Schlittschuhe genommen und sind gerade ins... Also man konnte nicht von den Augen sehen, wo das Wasser vorne dran war. Also ein Drittel des Sees war gefroren, zwei Drittel waren nicht gefroren. Und die sind einfach gerade gefahren, bis es ins Wasser reingefallen ist. Da denke ich so «ja...»
- 23:58Ich weiss jetzt nicht. Hätte man verhindern können. Genau, hätte man verhindern können. Verantwortungsbewusstsein ist inexistent. Und bei uns ist es schon... Ich bin jemand, der nicht so risikofreudig ist. Richtlinien sind so 10 cm heben die gut. Also
- 24:2310 cm für eine Person und 15 cm für mehrere. Dafür gibt es diese Eisschrauben, die man auch für das Eisklettern nutzt. Mit diesen kann man in die Eisschraube schrauben. Je nachdem, wie viel du hast, wenn du 10 cm hast, wenn es bis runter geht und noch kein Wasser hochkommt, dann weisst du, dass das Eis noch dicker ist.
- 24:43Und wenn es vielleicht nur so hineingeht, dann weisst du, es kommt schon das Wasser raus, dann weisst du, das ist jetzt etwas zu dünn. Natürlich kannst du auch draufstehen und das Risiko trotzdem nehmen. Es ist dann wie ein...
- 24:57Es ist ein unwohles Gefühl, weil ich bin auch schon auf dünnem Eis. Wir hatten auch schon getestet. Es ist nicht so cool. Es ist selbst für mich auch jedes Mal, wenn ich aufs Eis gehe, ein bisschen mulmiges Gefühl. Bis ich weiss, ich habe ein bisschen überall getestet, ich weiss, wo es okay ist oder nicht.
- 25:15Das beginnt in der Mitte an zu frieren. Also in der Mitte kann man sagen, ist es wie am Umgekehrt? Nein, es beginnt am Rand an zu frieren. Du musst dir vorstellen, also die Seetemperatur kühlt sich dann ab. Aber durch den Wind mischt sich das dann immer. Das Wasser, das unten ist, mischt sich mit dem von oben. Und dann kühlt sich das langsam alles so ab.
- 25:39Dann beginnt es vom Rand an zu frieren, weil dort noch wenig Wasser drin ist. Wo es natürlich mehr Wasser hat, braucht es länger, um sich das durchmischen und abzukehlen. Ja, okay. Darum friert sich das vom Rand aus. Und wo ist es dicht?
- 25:58Du fängst vom Rand an und dann gehst du etwas weiter raus. Und natürlich auch, wenn du es riskieren willst, das habe ich letztes Jahr auch ein paar Videos veröffentlicht, wenn du weisst, ich sehe den Grund, es hat nur so viel Wasser, du kannst dann quasi draufstehen und weisst, es hat einfach so viel Eis,
- 26:15Es kann dich heben, es kann dich ja nicht heben und dann hast du einfach nasse Füsse. Also das ist so zum Testen, zum Spass. Aber grundsätzlich sonst, also ja, komplett rote ich einfach ab. Wenn man nicht wirklich weiss, wie man testen tut, wie man weiss, was ist sicher oder nicht sicher, dann soll man Finger davon lassen. Und wie hast du dir das angeeignet?
- 26:36Ich habe viel online gelesen und dann gibt es einen coolen Online-Kurs von einem von Alaska, der Experte in Wild-Ice-Skating ist. Ich habe mich dort eingelesen. Je mehr man etwas macht, umso erfahrener wird man und umso besser kann man Sachen einschätzen. Absolut. Auch das ist etwas, je mehr Erfahrung man hat.
- 27:04Ich finde es super, dass wir dieses Thema angesprochen haben, weil es geht um Sicherheit, es geht um Leben und Tod. Aus dem Eis rauskommst du mal eins, aber es gibt dann noch den Schockmoment, wenn du dann reingehst, es gibt Risiken, die sind nicht zu unterschätzen. Darum danke vielmals auch für das, dass du in das etwas tiefer eingegangen bist.
- 27:23Nicht, dass man auf dünnem Eis anfängt zu leben. Ganz schlimme, flache Jokes. Und sonst muss ich auch sagen, wenn man sich nicht sicher ist, dann entweder man schaut, dass jemand, der Expertise hat, mit ihnen mitgehen kann. Oder sonst einfach auf öffentliche Eisfelder oder Seen, die freigegeben werden. Im Beispiel St. Moritz ist typisch. Der See wird dort quasi vor gemeint vorgegeben.
- 27:51freigegeben, wie man aufs Eis kann. Und dann ist auch gewisse Sicherheit, weil man weiss, das wurde von Experten getestet und dann auch erfüllt die Richtlinie, die es braucht, dass es genug Menschen das Eis halten kann. Und dann kann man natürlich gehen. Also das ist noch so für die, die es zum ersten Mal machen und sonst Finger davon lassen. Sonst auf deine Seite gehen und deine Videos anschauen, wie man das testen kann.
- 28:18Ja, von denen mache ich jetzt diese Saison vor. Ah, wirklich? Also, um wirklich ganz viele Erklärvideos zu machen, damit die Leute wirklich sensibilisiert werden. Weil, ja, meine Videos sind schön, aber es ist dann immer noch so, dass... Aber... Man muss schon sagen, es ist ja so wie ein Prozess. Ich meine, du hast angefangen, hast das erste Video gepostet, darauf kommen wir vielleicht noch ein, auf das erste Video, das dann viral ging.
- 28:38Und jetzt bist du fast in einem Prozess, in dem es um Verantwortlichkeiten geht, weil grosse Creatorinnen, viele Leute, die deine Sachen anschauen, die das dann nachmachen, dann auch machen, aber vielleicht nicht das ganze Hintergrundwissen haben. Darum, ich glaube, den Weg, den du einschlägst, dass du sagst, ich muss ein bisschen mehr Videos von diesen Sachen machen über Sicherheit, bevor man das macht, finde ich sehr intelligent, finde ich sehr gut.
- 29:07Ja, aber das erste Video, das viral ging, wie ist das entstanden? Du bist ja nicht mit deinem Freund nach dem Unfall in Sen-Gadin... Nein, das war so zwei Jahre später. Ah, das war sogar noch zwei Jahre später? Ja, ja. Also... 2022. Vor drei Jahren. Ja. Warte, warte. Der Account, den du jetzt hast... Ja, der ist Oktober 2022, habe ich noch angefangen. Und jetzt bist du bei 300...
- 29:36Ja, 380. Und plattformübergreifend sind es über 500'000. Insane! Hey, gratulieren! Also mega, das ist ja mega leistig. Ja, danke. Mega leistig, gratulieren, mega schön. Aber ja, der Content ist auch ästhetisch einfach wunderschön. Und er...
- 29:56Ich habe ja gesagt, ich habe deinen Content gesehen und ich bin so lange darauf geblieben, weil ich die Videos auch anschauen wollte. Sie sehen mega schön aus, die Musik. Du bist wie verzaubert. Ich glaube, du hast die Leute ein wenig verzaubert mit deinem Content. Das freut mich. Mega schön. Aber jetzt nochmal zurück. Also 2022 hast du gesagt, dein erstes Video.
- 30:18Und dann, ähnlich wie du sagst, die Leute fanden das so toll. Und das war ein bisschen das jetzige Gefühl. Und danach war es dann so, wow,
- 30:33Es ist ein neuer Weg, um die Leidenschaft zu teilen. Und von dort aus habe ich mich mit dem Thema auseinandergesetzt. Das war für mich komplett neu. Ich hatte das nicht einmal im Bewusstsein, dass die CA in der Schweiz früher sogar einlaufen kann.
- 30:55Jetzt machst du ja Videos, in denen du komplette Outfits, ich sehe oftmals rotes Kleid, das mega schön rüberkommt. Aber das erste Video war wahrscheinlich noch nicht so durchgeplant. Nein, überhaupt nicht. Es war eigentlich ein mega grauer, gruseliger Tag. Wir sind dann gegen spätestens Nachmittag wirklich spontan vorbeigefahren.
- 31:18Ich hatte einfach normale Hosen und einen Pulli an, also nichts Spezielles. Dann bin ich einfach ein bisschen gefahren und er hat dann gefilmt. Und er hatte auch eine Drohne dabei, dann hat er auch noch meine Drohne direkt umgetestet oder probiert. Das sind eigentlich die Videos. Das erste Video war eigentlich auch schon mit einer Drohne.
- 31:35Ja, also ich glaube, wir haben einfach so eine Stunde auf dem Eis, da haben wir gerade ein bisschen alles ausprobiert. Wie gut ist das dann. Dann hast du das postet, ohne gross irgendwie... Ja, ja. Und dann ist die nächste Magic passiert. Dann hat das Ganze angefangen. Und jetzt hast du ja schon E-Books rausgebracht, du machst für Zeitschriften auch Content. Redaktionell, also du hast schon dort Schreiben für
- 32:03Nein, eigentlich nicht. Ich habe meinen eigenen Travel-Blog, den ich auch gestartet habe. Ich habe dann für Lonely Planet was geschrieben. Also das Schweiz-Guidebook habe ich auch Sachen geschrieben.
- 32:20geschrieben habe. Das E-Book ist mehr so einerseits für die Schweiz allgemein habe ich Eis gemacht und für Wildeis-Skating und Eislaufen spezifisch. Das alles zusammenfasst, was man so quasi wissen muss, wenn man aufs Eis gehen will. Okay. Wenn jetzt jemand mit dem anfangen möchte, was empfiehlst du von Anfang an?
- 32:48Wie meinst du das Schlittschuhfahren allgemein? Auf einem See, auf einem gefrorenen See. Ja, also zuerst einmal wirklich gut informieren, das ist super wichtig. Da gibt es online relativ viele Sachen. Es gibt auch etwas auf meinem Blog und ich habe die E-Books. Das sind so gute Punkte zum Starten und danach wirklich sich einlesen in ein Thema.
- 33:11Also wirklich schön informieren, dass man mit allen Sicherheitsvorschriften aufs Eis geht. Du bist jetzt auch nominiert worden für den Swiss Influencer Award im Bereich Travel. Das erste Mal. Also nochmal gratuliere dazu. Wie ist es zu dem gekommen?
- 33:37Ja, ich wurde vor ein paar Monaten nominiert. Hätte ich mich für das anmelden müssen? Oder kam es auf dich zu? Ja, ich glaube. Schon geil. Im September war der Event für die Top 10. Und jetzt für die Top 3 ist die Awardshow.
- 33:58Und die ist ja am nächsten... Übermorgen. Übermorgen ist sie. Also wahrscheinlich, wenn du das veröffentlichst, weiss ich ja, wo oder wie viel. Weiss man das Resultat dann schon. Dann weiss man das Resultat schon. Also eigentlich könnte man jetzt wie sagen, entweder, hey, herzliche Gratulation zum ersten Platz. Oder nicht. Ich bin auch dort, mit den Freunden gehen wir vorbei. Von daher werden wir uns sicher dort noch treffen, was mega lässig ist. Aber ja, also nominiert für so einen Award,
- 34:28Wenn man dein Content sieht, ist es eine klare Sache. Es ist wirklich mega schön, was du machst. Man sieht, dass du sehr viel Herzblut in das Ganze steckst. Wie geht es für dich weiter? Du tust sehr viele Reisen. Du tust ja nicht nur gefrorene Schweizer Seen fahren, sondern du machst das überall ein bisschen.
- 34:53War das dann etwas, wo du sagst, ich habe im 22. Jahr angefangen, es hat mir super gefallen, es hat den Leuten gefallen und dann haben sie bestimmt gesagt, weisst du was, wieso nur in der Schweiz, gehen wir auch weiter. Wie war dieser Prozess?
- 35:09Ja, es ist letztes Jahr oder so, ja, rund um letztes Jahr. Also wir haben dann, wie Winterreisen eigentlich mehr aus der Travel-Perspektive haben wir jeweils gemacht und sind dann auf Island zum Beispiel gegangen und dann Finnish Lapland haben wir gemacht vor ein paar Jahren und haben dann auch immer wieder Möglichkeiten zum Eislaufen gefunden.
- 35:36Und Island ist mega cool, vom Klima her. Wenn du Glück hast, wenn du es genau bereichst, sind Gletscherlagunen gefroren oder sogar ein Teil des Ozeans. Du skatest dann auf Salzwasser. Auf dem Meer? Wirklich? Ja, es ist mega unik und voll cool. Wenn es dich wirklich genau bereicht, haben wir dort ...
- 36:02Durch diese Erlebnisse im Ausland ist das Projekt Frozen Wonders entstanden. Das ist eine Serie von YouTube-Videos, die ich leser mache.
- 36:20oder die Community mitnehmen, ein bisschen vertieft. Und vor allem auch zeigen, wie eine Reise zustande kommt oder wie es zu diesen Videos kommt. Die Short-Form-Videos sind meistens die Highlights, die schönen Skatingmomente.
- 36:38Aber es ist dann doch recht viel Organisation, Logistik, Timing, wo dann alles genau aufgehen muss, dass du den See in diesen perfekten Konditionen finden kannst. Letztes Jahr sind wir von Alaska, Kanada, Schweiz, Island, Mongolia und Sibirien. Alles letztes Jahr? Alles, ja. Innerhalb von...
- 37:03vier Monate sind wir gereist. Also es war mega intensiv. Und es war dann auch, ja, es war dann am Ende, also es war Anfang März, dann sind wir nach Hause gekommen und haben gesagt, jetzt will ich keine
- 37:16kälte ich mehr habe, ich mag nichts mehr machen. Wenn du dann anfängst, zu filmen für YouTube-Videos, also Long-Form-Content wie minus 20, minus 30 Grad, das ist dann... Das haben wir dann letztes Jahr gemacht. Das zählt dann recht. Das ist dann anstrengend.
- 37:36Und die SSO, jetzt haben wir es ein bisschen lockerer genommen, wie gesagt, jetzt schauen wir. Vor allem ist der Fokus jetzt mehr auf Short-Form-Content. Aber so hat sich das jetzt quasi entwickelt. Wir haben jetzt eben noch YouTube, so längere Videos.
- 37:54Und jetzt mal schauen, jedenfalls gibt es einen Shortfilm diese Saison. Das wäre jetzt eigentlich noch das nächste Projekt, das wir haben. Und wie soll ich sagen, es ist immer so ein bisschen schwierig. Social Media verändert sich so schnell. Und es gibt dann immer wieder neue Möglichkeiten. Und darum, ja. Wenn du sagst, Social Media verändert sich so schnell, wo siehst du die Veränderungen? Oder was waren so die Challenges für dich bei Social Media in letzter Zeit?
- 38:22Ich glaube, die grösste Herausforderung ist der Algorithmus. Ein Stück weit mache ich Content für mich und meine Community, aber ein Stück weit ist dann auch immer der Algorithmus, der sich dann auch immer verändert.
- 38:39muss man neue Formate testen oder sie haben dann auch immer wieder neue Funktionen. Das ist so, wo man immer auf dem Laufenden bleiben muss. Merkst du, wenn du die neuen Funktionen bei Instagram zum Beispiel testest, dass dann die Sachen besser laufen?
- 38:54Werden die wie bevorzugt? Ja. Schon? Kann man das sagen? Es wird eigentlich auch so gesagt, ja. Also grundsätzlich ist es immer gut, wenn man recht früh auf diesen Funktionen quasi mitmacht oder auf diesen Zug einsteigt. Das ist von Vorteil. Ja. Also Social Media per se ist eine komplette eigene Welt. Was nicht abgeht, ist abartig. Und was ist so die Plattform, auf die du am meisten Fokus setzt?
- 39:24Der grösste Schwerpunkt war Instagram. Und jetzt ein bisschen mehr YouTube. Mhm. Und ja. TikTok ist weniger so? Also ich habe angefangen, dann wurde mein Account gehackt und dann konnte ich auch
- 39:44Mit Silo. Silo und jetzt vor ein paar Wochen, vielleicht einen Monat her, habe ich dann wieder angefangen. Und jetzt funktioniert es voll. Dann dachte ich, ja gut, dann mache ich jetzt auch TikTok. Ja voll. Also es ist so, ja. Und dann ist noch Facebook und Rednode, das sind noch zwei andere Plattformen, wo ich Content auch veröffentliche. Ah wirklich? Facebook, das läuft noch? Ja voll.
- 40:09Das ist eine sehr komische Plattform. Mega. Ich verstehe es nicht. Ich auch nicht, aber es funktioniert. Aber es funktioniert. Ich habe gesehen, dass YouTube bei dir recht gewachsen ist. Du bist jetzt 18? Ja, genau. Genau, 18'000. Ich muss sagen, YouTube finde ich wie der Kanal, der mir am sympathischsten ist. Ich weiss nicht wieso.
- 40:33Du kannst so viel Mehrwert teilen. Ich finde, in der Langform Content ist... Und ich selber konsumiere es auch sehr gerne. Schon, gell? Ich habe eine Seite, ich habe alles abgeschaltet. Ich habe alle Abos weg, Netflix, alles weg. Ich habe nur noch YouTube Premium.
- 40:51Ich finde alles das, was ich brauche. Ja, das ist eine coole Plattform. Und darum, wie soll ich sagen, es verändert sich. Ich glaube auch, der Schwerpunkt ist nach der Saison. Je nachdem, glaube ich, verändert sich auch ein bisschen.
- 41:11Du hast gesagt, du bist in deinem letzten Jahr mega, mega viel gereist. In den letzten vier Monaten. Ja. Also, was würdest du sagen ist so der number one travel hack?
- 41:25Oh, gibt es das? Was willst du mir sagen? Ich bin die Expertin. Ja, vor allem wenn du filmen willst, glaube ich, ist Vorbereitung. Und eigentlich, bevor du überhaupt die Reise antrittst, ist die Organisation das Wichtigste. Weil wenn du das nicht hast und auf jeden Fall noch Plan A, B und C hast,
- 41:50Dann bist du vor Ort und organisierst die Sachen. Vorbereitung ist das A und O. Das habe ich auch gemerkt, weil das sind grössere Projekte gewesen.
- 42:07sechs Destinationen, die dann vor allem für Winterreisen nicht so einfach zu erschlüssen sind. Zum Beispiel? Mongolia oder Sibirien ist dann doch, also Mongolia ist dann halt auch, ich meine, muss alles vorher perfekt organisiert sein, weil wir sind dann quasi auch rausgefahren, weil dann zum Osea finden, fährst du halt irgendwo ins Nichts raus. Und dann mussten wir auch organisieren, dass dann quasi ein Camp
- 42:35entweder gleich aufgebaut wird beim See oder dass es dann entsprechend für uns öffnet. Dann schläfst du auch in diesen gär, also in diesen mongolischen Zelten, die du aufführen tust, damit du auch nachts warm bist. Wie gross sind die? Ähm...
- 42:53Weiss nicht, so 5 Meter vielleicht so, Durchmesser. Und dann warst du das zweite da drin? Ja, voll. Ich hatte das Bett und dann hast du ja eigentlich noch so... Aber das ist ja nur ein Zelt. Ja, schon. Es ist schon dann so dick mit Wolle... Ah schon, eben, gell? Ja schon. Wie kalt ist es dort? Ja, es war dann minus 30 und mehr... Also das war eine sehr spannende Erfahrung. Also die hat man ein paar Stunden führen müssen.
- 43:17Auch in der Nacht. Und dann auch in der einen Nacht hat wahrscheinlich der eine vom Staff verschlafen und hat vergessen, zu uns aufzuführen. Und dann ist mein Gefühl wirklich fast verfroren. Und dann sind wir quasi vor Kälte aufgewacht und haben so gedacht, oh mein Gott, das Feuer ist ausgegangen, es ist so kalt.
- 43:35Und dann haben sie irgendwann... Das ist wahrscheinlich auch null dicht. Ja, es hält gerade so ein bisschen, aber einfach immer fuhren. Ein paar Minuten. Ja, das war eine spezielle Erfahrung. Und dann auch zum Beispiel nach Sibirien gehen. Ich meine, wir haben es recht lange so etwas abgewagt, sollen wir gehen oder nicht gehen. Aber das ist dann halt auch mit Visa und schlussendlich Flug und alles eine mega Organisation und das kann man dann nicht so spontan machen.
- 44:03Und ich glaube, das ist vor allem, wenn man Vollzeit reist, muss man gut organisiert sein. Vor allem, wenn man dann auch Sachen planen will oder auch ein gewisses Mass oder Professionalität an Content haben will. Sonst macht man halt alles spontan. Das geht natürlich auch. Aber das ist nicht so meine Art. Das wäre schon eine Duvantus.
- 44:29Ähm, ja, ein bisschen weniger. Ich bin eigentlich gerne recht organisiert und habe einen Plan, was wir machen. Was ist auf diesen Reisen, vor allem wenn du erzählst, Mongolia, Sibirien, was sind so die Sachen, die dich am meisten gefällt? Vielleicht nicht nur landschaftlich, sondern wirklich emotional.
- 44:51Ich glaube, was das Tollste ist am Reisen, und ich glaube, da können viele auch zustimmen, ist wirklich die Menschen, die man auf diesen Reisen antrifft und die Konversationen, die man dann hat, vor allem auch, wenn die kulturellen Hintergründe komplett anders sind. Das ist so spannend und der Austausch, den man dann hat, das ist wie ein
- 45:12Man schliesst diese Menschen oftmals ins Herz. Es ist dann fast schade, um ihnen die Art wieder zu verlassen, wie man ein Teil einer Familie wird, wenn man länger miteinander reist. Das finde ich das Schönste. Das sind auch die Erinnerungen, die auch einem bleiben. Mit den Menschen, der Austausch, die Konversationen. Sind es Guides, die mit dir mitkommen?
- 45:38Es kommt immer ein bisschen darauf ein, zum Beispiel in Alaska sind es einfach individuelle Personen, die jetzt quasi so ein bisschen «friends» sind und die mich jetzt auch mega freuen, weil wir gehen in einer Woche, ein bisschen weniger, gehen wir wieder nach Alaska. Also nach dem Award, Günder? Ja, voll. Wie geil ist das dann?
- 45:59Ja, es ist jetzt alles so getimt, es ist aufgegangen. Und dann freue ich mich jetzt auch, um die wieder zu sehen, nach einem Jahr. Und dann zum Beispiel in Mongolien oder in Sibirien sind es Guides eigentlich, wo man dann umeinander... Aber auch Einheimische wahrscheinlich? Ja, Einheimische, genau. Wo dann quasi die Landschaft kennen und wo dann auch die entsprechenden Erlaubnisse oder Permits organisiert werden, vorher.
- 46:29Ich finde das ultra spannend. In einem Land, wo du keine Touchpoints hast und wo du bist, wie lange bist du in der Mongolei oder in Tiberien?
- 46:38Wir waren jeweils zwei Wochen und zwei Wochen. Also es war eher kurz. Und in Alaska ist es schon ein Monat oder zwei Monate. Wie lange wohnen ihr jetzt? Fast eineinhalb Monate.
- 46:59Ja, das ist jetzt auch so ein bisschen, vor allem letztes Jahr schon, aber auch dieses Jahr, wir reisen so ein bisschen langsamer. Es sind nicht so die Weekend-Trips oder so Fast-Travel, sondern wenn wir an einen Ort gehen, dann versuchen wir auch ein bisschen länger zu bleiben. Um in die Kultur einzutauchen und ja, quasi zu leben. Du kannst ja sehr mit deiner Haupttätigkeit als Creatorin, geht das sehr, sehr gut. Deinem Freund, was macht er?
- 47:29Er begleitet mich vollzeit. Er ist eigentlich der Hero behind the scenes. Und eigentlich müsste er auch da sein. Eigentlich müsste er auch da sein. Er ist der, der die Videos macht. Ohne ihn würde es nicht gehen. Du darfst nie da? Er filmt, er fliegt Drohnen, er fotografiert. Wie heisst er? Dejan. Dejan. Well done. Sehr guter Job.
- 47:53Ja, und er schneidet auch. Mega lässig. Also ich glaube, wenn du das Zweite kannst, ist es fast noch mal einfacher. Vor allem, wenn du in solche Orte gehst und du bist nicht komplett alleine, kannst du dich noch mal auf jemanden unterstützen. Das nimmt auch wahrscheinlich sehr, sehr viel Druck weg.
- 48:15Ja, auf alle Fälle. Ich glaube, alleine würde ich es vielleicht gerne machen. Und es wäre halt einfach viel schwieriger, glaube ich, auch zum...
- 48:25Seid ihr beide sehr kreativ? Er ist viel kreativer. Er ist viel kreativer? Obwohl ich einen Marketinghintergrund habe, bin ich eher der Projektmanager. Ja, zahlen, daten, fokten. Ja, genau. Und Organisation und Sachen durchplanen. Das ist so meins. Ja, Ideen habe ich, aber dann die Umsetzung.
- 48:49Der Kreativität ist eher noch ein Stück besser. Darum ergänzen wir uns auch relativ gut, um das Ganze zusammen zu machen. Mega gut. Ja, es ist eine Zusammenarbeit. Es ist part of the game. Schön. Mega lässig. So, dann von dem nächsten Projekt. Ich sage jetzt mal, in deiner Agenda steht jetzt mal der Swiss Influencer Award, den du hoffentlich gewinnst.
- 49:13Dann geht es danach direkt auf Alaska für anderthalb Monate. Was ist das grosse Ziel? Abgesehen vom Malawakadeten, haben ihr größere Projekte, die ihr umsetzen wollt?
- 49:29Ja, wir haben eine gute Pipeline an einem Projekt. Wirklich? Das heisst, wir gehen quasi hin und wie es halt bei WildEye Skating ist, dann bist du vor Ort und ja, es fängt meine Freaking-Zeit wieder an, weil ich dann Wetter-Apps, Satellitenbilder immer voll überprüfe. Ja, es ist wirklich, der Dejan macht sich dann immer lustig über mich.
- 49:55Aber damit wir vor Ort sind und bereit sind, wenn es in einem See friert, dann können wir starten, um zu filmen und Projekte umzusetzen. Was ist die beste Wetterapp? Windy.
- 50:13Windy? Ja, das ist eine ziemlich coole App. Also, ja, ich empfehle eine Premium-Version. Keine Werbung. Keine Werbung. Nein, aber das ist die, die ich nutze. Für die Schweiz hingegen ist das ein bisschen das Mikroklima. Finde ich Meteo Schweiz dann doch sehr zuverlässig. Dort ist vielleicht Windy ein bisschen weniger zuverlässig.
- 50:35Für die Schweiz? Ja. Aber so international Windy? Ja, voll. Wie findest du WeatherPro? Ich glaube seit locker 10 Jahren habe ich WeatherPro. Wirklich? Ja, nein, ich nutze es nicht. Also ich weiss nicht genau, wie die aufgebaut ist, aber bei Windy kannst du dann wirklich so quasi Niederschläge, Windrichtungen, Temperaturen wirklich so mega lokal sehen. Ja, und bis 16 Tage im Voraus.
- 51:04Mit der Premium-Version. Ja, voll. Keine Wärmung, nochmal. Und es hat auch viele Webcams, die schon drin sind. Ah, okay, das ist cool. Das ist auch cool. Das ist lässig. Ja. Okay, in diesem Fall kommt jetzt der Freaky Time mit sehr, sehr viel... Das klingt ein bisschen komisch.
- 51:20Aber es stimmt. Ich glaube, für einen Normalen ist es so, es ist etwas übertrieben, die Wetter-Apps, ich schaue sie wirklich ganz genau an, dann hast du auch Windrichtungen und Lagen und Wolken und alles Mögliche und Niederschläge. Also, ja.
- 51:38Also eigentlich könntest du beim SRF langsam auch so eine Wetterfee werden. Kennst du das richtig gut aus mit dem wahrscheinlich? Ja, ja, ja. Nein, das habe ich jetzt wirklich... Aber das mache ich nur im Winter. Also das habe ich jetzt quasi... Seit letzter Woche habe ich angefangen. Und jetzt geht es wahrscheinlich bis im Februar. Und danach bin ich jemand, der die Wetter-App nicht mehr anschaut. Überhaupt nicht. Was sind denn so die Konditionen, die so richtig, richtig gut sind,
- 52:04Das ausüben, um auf Eis zu gehen? Also, um zu sehen, dass es früher kalt ist und keine Wolkendecke. Idealerweise, dass dann die ganze Hitze, also die klare Nacht, und die kalte Temperatur das Beste sind. Ah klar, weil dann wird es nicht abgedämpft, die warme Luft geht weg. Genau. Okay, das macht Sinn.
- 52:32Also, wenn ich mir jetzt einen See vorstelle, der gefriert ist, und dann habe ich mit Schlittschuhen draufgegangen, das ist doch alles mega, mega, mega uneben. Es kommt darauf an. Es kommt darauf an, wie der See gefriert wird. Und...
- 52:51Nein, eigentlich nicht unbedingt. Es kommt wirklich so ein bisschen darauf an, wenn es kalt ist und es gleichzeitig schneit, dann gibt es so viel Schnee, dann gibt es so ein bisschen sehr hügelig. Oder auch wenn es dann plötzlich warm wird und dann wieder kalt wird, dann hast du auch so ein Wasser, das dann sehr uneben ist. Aber sonst ist es eigentlich recht glatt. Vor allem kann es auch gut sein, dass du dann recht viel Wind hast und der Wind schläft dann an wie ein Eis.
- 53:22Ja, und danach hast du eine glatte Oberfläche. Zum Beispiel mit einem Klima wie in Mongolia oder Sibirien, dort ist es so trockenes Klima, dass, sogar wenn es darauf schneit, nach ein paar Tagen, wenn es starken Wind hat, dann kannst du es so machen. Und es bläst den ganzen Schnee weg. Und es ist dann wieder ein mega glattes Eis. Ja, voll. So krass. Das sieht wahrscheinlich auch sehr schön aus. Ja, ja.
- 53:50Ich erinnere mich, dass es in der Schweiz einen Ort gibt, wo du mit Schlittschuh hinuntergehen kannst. Da bist du wie in einem Wald, wo du vorbeifahren kannst. Hast du das vielleicht auch bei meinem Profil gesehen? Wahrscheinlich auch, aber ich glaube, ich habe es auch in Werbungen gesehen. Ja, kann sein. Hast du wahrscheinlich auch Werbungen gemacht? Weiss nicht, kommt drauf an. Wo ist das?
- 54:16Oder wo gibt es solche Strecken? Das sind so Date-Ideen? Genau, das ist mega cool. Es gibt ein paar im Engadin, die sind mega lässig. Wirklich auch so im Wald. Das wird dann auch präpariert. Das ist auch etwas mega Cooles und finde ich voll einzigartig. Es gibt eines in Sur, das ist Oberengadin, glaube ich.
- 54:38Und dann auch eins in der Nähe von St. Moritz, das ist Madulein. Das ist dann nicht im Wald, sondern das ist so am Fluss entlang. Das ist mega schön. Und am Staatsersee gibt es dann je nachdem auch. Und wie lange fährst du da? Wie lange kannst du da fast schon um den See herum? Ja.
- 54:58Nein, das im Wald ist im Sommer ein Waldweg. Es ist mit Holzskulpturen und oben hat es einen Baumwipfelpfad. Es wird umfunktioniert und da präparieren sie es jeden Tag. Es ist cool zu gehen.
- 55:20Genau, und der Staatser See ist ein See, aber dort machen sie meistens einen Kreis. Oder in der Nacht putzen sie den ganzen See. Hast du das auch schon gemacht? Ja, ja. Du hast ja auch schon einen Kontrat darüber gemacht. Das ist auch noch etwas lässiges.
- 55:38Also ja, ich meine, die meisten Leute kennen noch die Albul-A-Line. Das ist die am Albul-A-Pass. Das war auch etwas, wo die Leute... Aber das ist mittlerweile schon drei oder vier Jahre, haben sie das nicht mehr geöffnet. Ich glaube, seit Covid haben sie es geschlossen. Weil sie zu viele Unfälle hatten, glaube ich. Ah, wirklich? Ja, es ist halt etwas abwärts gegangen. Und ich meine, wenn du nicht so gut Schlittschuh fahren kannst, allenfalls keinen Helm hast, nicht weisst, wie bremsen,
- 56:08Dann kommt es völlig weiter. Es ist ein gefährlicher Spass. Dann kommt es völlig weiter. Ja, ja, ja. Das ist auch noch eine... Ich hoffe, dass es dieses Jahr wieder öffnet. Vielleicht wäre es noch cool, weil es mega schön ist. Es führt auch so einen Teil durch die Welt. Das ist voll schön.
- 56:19Jetzt, als du gesagt hast, nicht richtig bremsen, kann ich mich erinnern, mich hat es mal richtig, richtig verjattet. Auf dem Eisfeld, als Jugendlicher, mit den Kollegen sind wir fahren gegangen. Und da habe ich versucht, so zu bremsen wie diese Kesspiller. Leck mich her.
- 56:38Ich habe einen «Burzelbaum» gemacht, das hat mich richtig genommen. Ich habe nie gecheckt, wie das geht, dass man so bremsen kann. Für mich ist es so, sobald ich über... Weisst du, wie man das sagt? Ja, dann musst du das Gewicht etwas nach hinten hinterlegen.
- 56:54Eben, mich hat die Polizei gefühlt. Ja, ja. Jetzt muss ich noch etwas üben. Jetzt musst du üben. Jetzt muss ich üben. Okay. Hey, es war schon das Jüngste Spannende. Auch ein bisschen mehr über dich zu erfahren, über deinen ganzen Werdegang, den du schon gemacht hast. Ich bin völlig beeindruckt, wie du in deiner Karriere...
- 57:16Nach dem Unfall vor allem, wieder diese Kraft gehabt, um zu sagen, weisst du was, jetzt geht es weiter. Und vor allem, ich glaube, es ist ja wie gesagt, ich mag ja nicht mehr den Job machen, weil es einfach nicht mehr geht, rein physisch. Ich höre jetzt wie mehr auf mein Herz, was gefällt mir wirklich, was macht mich glücklich. Und hast du so etwas gefunden, wo...
- 57:41Deinen Lebensunterhalt gewährleistet. Jetzt kannst du auf der ganzen Welt reisen. Mit deinem Freund. Und du kannst so schöne Sachen erleben. Du bist jetzt sogar noch nominiert für den Swiss Influencer Award. Das ist einfach mega.
- 57:58Ich sehe es wirklich sehr schön. Gratuliere zu dem. Wir sind aber an dieser Stelle noch nicht ganz fertig. Okay. Wir haben noch eine Schnellfeuerrunde. Obwohl, eigentlich für dich müssen wir es umbenennen. Eine Schnelleisrunde. Eine Schnelleisrunde. Genau. Ich bin schwer dafür. Okay. Dein Lieblings-Winter-Moment? Weihnachten. Weisse Weihnachten. Mit der Familie. Ja.
- 58:28Bist du so voll ein Weihnachtskindchen? Ich finde das ganz schön. Ich finde das auch mega schön, ja. Weihnachten ist sehr, sehr schön. Und wenn es weiss ist, aber wirklich weisse Weihnachten. Hey, hör mal. Du hast vorhin gesagt, du bist da reingekommen und hast gesagt, ich komme jetzt von mega schönen Engadin, von Graubünden, nein, Graubünden, sorry. Ich komme hier hin, da oben, schön, blauer Himmel, dann kommst du hier alles grau. Ich hoffe wirklich, ich hoffe, dass wir diese Weihnachten wirklich weisse Weihnachten haben.
- 58:54Ja, hier ist Weihnachten mega, mega lässig. Schnee, Liebe. Was ich nicht so gerne habe, ist der ganze Matsch. Und leider hier unten, in diesen breiten Gräten, haben wir leider etwas mehr Matsch oder etwas anderes. Aber ja, weisse Weihnachten. Sehr schön. Minimalistisch reisen oder alles mitnehmen?
- 59:16Minimalistisch reisen. Unbedingt. Wir probieren es, weil übergepäck ist teuer. Ja, aber wenn ihr ja mit diesen ganzen Equipment reist, was ist das für ein Kilo, das ihr mitnehmt? Ja, also jetzt, ich meine, wir müssen jetzt schauen, aber wahrscheinlich, wir probieren jeden Koffer 23 Kilo und dann noch einen Tracksack.
- 59:43Und in der Rucksäcke haben sie den Decorations drin? Und im Koffer einfach das, was sie brauchen? Der Rest, ja. Es muss klappen. Es muss klappen, ja. Das reicht für eineinhalb Monate.
- 59:54Ja, muss. Ja, muss. Also nein, dann hast du ja dort eine Wäschmaschine. Also das ist natürlich auch, wenn du länger reist, hast du dann meistens eine Wäschmaschine. Das heisst, du kannst wöchentlich waschen oder so. Und dann brauchst du nicht so viele Sachen. Und eine Zusatzfrage. Wenn wir so eineinhalb Monate auf Alaska gehen, sind das mehr so Airbnbs oder Hotels oder auch verschiedene... Wie macht ihr das? Wohnungen, ja. Wohnungen, ja. Okay. Genau. Genau.
- 1:00:21Es funktioniert am besten. Dann kannst du für dich kochen, wäschen und es kommt wesentlich günstiger. Und funktioniert das überall mega gut mit Airbnb? Oder habt ihr schon Sachen erlebt, die kritisch sind? Wir hatten auch schon sehr schlechte Erfahrungen. Wirklich? Zum Beispiel? Das ist fast so illegal, glaube ich. Aber wir sind auf Island gegangen und hatten ein mega herziges Cabin reserviert. Und dann sind wir angekommen und es war alles offen.
- 1:00:50Zuerst mussten wir durch so viel Schnee wandern mit Koffern. Dann war es offen, wir sind rein und es war nicht geputzt. Es war alles dreckig, Bad, Küche. Es hat mega gestunken nach so einem sehr verfaulten Essen.
- 1:01:08Dann haben wir gelesen, dass der Gast, der vorher gekommen ist, für den Gast nachher putzen muss. Ich habe dann geschrieben, dass das ein Witz ist. Ich zahle ja, dass ich eine saubere Wohnung habe. Dann muss der Gast ja jemand Professionelles haben, der putzen tut. Oder der Besitzer selber. Es kann ja nicht sein, dass der Gast vorher für den Gast nachher putzen muss. Und ich muss jetzt für den nächsten Gast putzen, wenn ich weggehe.
- 1:01:34Und dann sind wir wieder raus. Und es war kalt. Es war natürlich Winter. Und es war eiskalt. Und es war nicht geheizt. Und dort war es auch offen. Es war so vom Schnee. Das ist wirklich eine... Unglaublich. Und dann haben wir dann kurzfristig noch geschaut, wo etwas anderes verspürbar ist. War es über Airbnb?
- 1:01:57Also das kann man sich nicht beklagen. Super. Wo ist es in? In Island. In Island. Mein Gott. Gut. Was nervt dich an Social Media am meisten? Der wechselnde Algorithmus, glaube ich. Okay, ich formuliere es anders. Was gefällt dir an Social Media am meisten?
- 1:02:25Die Community und die Leute, die man kennenlernt und in Kontakt und Austausch treten. Was sind die meisten Fragen in deiner Community? Fragen? Ja, meistens schon, wo kann ich das finden, wo ist der See oder ja, meistens so ein bisschen mehr Location-mässig oder wenn es quasi die Saison ist, zum Eislaufen.
- 1:02:51Als grosse Creatorin hast du wahrscheinlich auch Leute, die dich unbedingt treffen wollen, mal mit dir ein Foto machen. Gibt es da Events, abgesehen von einem Swiss Influencer Award, wo man dich treffen kann? Am Freitag. Am Freitag, ja. Aber gibt es da sonst gewisse Sachen, wo man dich treffen kann, mit dir quatschen kann?
- 1:03:12Ich bin leider weniger in Zürich unterwegs. Aber ich plane jetzt, für den Januar, also die, die wollen, sollen mir doch auf Instagram ein DM schreiben. Weil ich plane jetzt, dieses Jahr wirklich spezifisch Meetups zu machen in der Schweiz. Im Januar. Also gibt es dann ein paar Daten, wo ich dann effektiv hoffe, dass wir als Gruppe zusammen ins Laufen tun.
- 1:03:40Super. Und ich kann euch sagen, sie antworten wirklich schnell. Ich bin super in Gesellschaft. Also ich habe mich mega überrascht, wie schnell das gegangen ist. Also wirklich, Chapeau. Danke vielmals für das. Ist nicht selbstverständlich. Wenn du keine Content-Creatorin heute wärst, wärst du was? Projekt-Manager. Projekt-Manager, ja. Für?
- 1:04:07Gute Frage. Weiss nicht, wäre ich vielleicht noch in Zürich? In der Finanzindustrie, wer weiss. Nein, ich glaube, ich hätte es auch wieder zurück in die Berge, nach Graubünden zu gehen. In allen Fällen wäre ich im Tourismus unterwegs. Okay. Das würde dann noch mega passen. Ja. Das würde dann sehr passen. Könnte ich mir noch gut vorstellen. Welche Sprache sprichst du?
- 1:04:34Deutsch, Schweizerdeutsch, Englisch, Italienisch. Mein Französisch wurde leider schlecht seit dem Unfall. Wirklich? Ja, vor ich kam. Ja! Ja, das ist auch etwas, was ich bemerkte. Sprachen sind dann... Vor allem, weil ich sie nicht mehr benötigte. Und ich verstehe Retoromanisch. Aber du sprichst nicht.
- 1:04:58Du redest nicht so gut. Entdeck. Ein was? Ein bisschen. Und das heisst wie? Ja, entdeck. Entdeck? Ja, es kommt darauf an. Ich glaube eben auch, weil die Dialektik ist. Meine Mutter ist von sich selbst. Ja. Meine Grossmutter hat auch romanisch gesprochen. Aber sie fand, eine Dreisprachung sei zu viel, um den Kindern beizubringen. Darum bin ich nur zweisprachig aufgewachsen.
- 1:05:20Okay. Und diese Tranche wird ja immer besser, habe ich mitbekommen. Ja. Sehr gut. Dann ein Ort, der dich richtig motiviert. Berge. Berge? Ja, ich bin in den Bergen aufgewachsen und darum ist so ein Ort, der Berge hat und allenfalls noch einen Bergsee, das ist für mich so ein mega Kraftort. Da kann ich wirklich Energie und Motivation aufdenken.
- 1:05:49Okay. Wenn du nur noch an einen Ort reisen könntest, wo wäre es? Das ist jetzt eine schwierige Frage. Das ist, wenn man quasi ein Stück von seinem Herz überall lässt, wo man reisen würde, dann schwierig. Also wenn ich nur noch wirklich an einen Ort reisen könnte, dann wäre es Baikal im Winter. Wo? Baikal, Sibirien.
- 1:06:18Aber wirklich? Um dort noch einmal einlaufen zu können. Dann ist es okay. Was hat es dort ausgemacht? Was war so speziell? Es ist ein unglaublich spezieller Ort. Es ist der älteste und der tiefste See. Und die Energie, die dort ist, ist wie ein magischer Ort. Es ist so mystisch.
- 1:06:41Unglaublich. Und dort hast du fast keinen Handyempfang. Also es ist wirklich so... Ja, mega speziell. Und vor allem im Winter. Ich glaube, das würde ich mir dann noch als letzten Ort wünschen. Richtig. Wie tief ist das denn, weisst du das? Oh... Nein, es ist... Wie haben sie es gewusst? Es ist 1'800 oder 1'736 Meter. Also es ist mega tief. Mega tief.
- 1:07:10Wie dick war das Eis dort? Konntest du das überhaupt noch machen? Also, du kannst mit dem Auto drauf? Ja, ja, voll. Du kannst mit dem Auto drüber fahren. Das ist mega cool. Das ist speziell im Fall mit dem Auto. Auch in Mongolia geben sie den See frei als Autobahn. Das heisst, du kannst von Süden nach Norden gerade über den See fahren, bist schneller als über Land. Mega cool. Aber schon ein mulmiges Gefühl, nicht?
- 1:07:38Ja, klar. Das Auto ist nicht leicht. Nein. Wahrscheinlich die Autos, die du dort noch fährst. Wahrscheinlich sind die Pickups und so. Ja. Dann, die letzte Frage. Okay. Der Podcast heisst Momentum. Was heisst Momentum für dich?
- 1:08:02Gute Frage. Nein, ich glaube, das Momentum ist so für mich auch im Moment zu leben und präsent zu sein und auch, wie soll ich sagen, so präsent.
- 1:08:14wenn man präsent ist und im Moment lebt, dass auch wenn Möglichkeiten oder Chancen sich ergeben, dass man die packt und quasi das Momentum nimmt und das Risiko eingeht oder einfach sich ins kalte Wasser wirft und probieren tut. Ins Eiswasser wirft. Ja, genau. Weil das ist meistens dann auch, wenn man sich traut in dem Moment, dass dann oft tolle Sachen daraus entstehen, wo man sich nicht einmal
- 1:08:44vorstellen kann. Wie jetzt auch in meinem Fall. Ich hätte nie gedacht, als ich 2022 nach dem Unfall von null angefangen habe, dass ich mich jetzt drei Jahre später wiedersehen kann.
- 1:08:58befinden und so coole Sachen machen dürfen. Mega lässig. Also richtig den Moment nutzen, die Wellen reiten und vielleicht nicht zu viel überlegen, sondern einfach wirklich mit dem, was das Herz einem sagt, machen und umsetzen. Ja. Mega schön. Schöne Erklärung.
- 1:09:21Und vor allem, ja, ich glaube, es passt mega gut in deiner ganzen Geschichte, in deinem Werdegang, wie du es gemacht hast. Unfall...
- 1:09:32neu erfinden, zu alten Passionen zurückkehren und merken, wie gut es einem tut und dann einfach die Welle reiten. Oder den Eissee reiten. Megaschön, ja. Ganz, ganz schön. Es war mir eine riesen Freude, dich in diesem Podcast zu haben. Danke dir vielmals, Kevin.
- 1:09:53Danke dir, danke dir. Ich bin noch nicht ganz fertig. Es ist deine Kamera. Wenn du noch etwas in deiner Community sagen möchtest oder etwas für meine Leute, das ist dein Moment, wo du einfach mal losreden kannst. Okay, danke vielmals. Ja, nein, ich möchte sagen, erstmal Dankeschön, falls ihr es bis hierhin geschafft habt. Und wie ihr an meiner Geschichte seht, ist es so wichtig, nie aufzugeben und
- 1:10:17Selbst wenn die Sachen nicht so laufen, wie man sich denkt oder das Leben schöne und unschöne Überraschungen hat, wirklich an sich glauben und es probieren und vorwärts schauen.
- 1:10:30Hast du mega schön gesagt. Danke vielmals. Danke nochmal vielmals für deine Zeit. Ich möchte es jetzt nach Stunde 15 nochmal betonen, wie geertig ich mich fühle, dass du dir die Zeit genommen hast, den Terminkalender frei geschuffelt hast, um das ermöglichen. Ich freue mich sehr, dich in zwei, drei Tagen am Awards zu sehen. Wir werden richtig für dich fanen, dass es klappt.
- 1:10:56Und für euch, danke vielmals, dass ihr bis hierhin geschaut habt. «Bi Momentum», dein Podcast, der inspirierende Persönlichkeiten, inspirierende Geschichten erzählt. Michaela hat gezeigt, dass es nicht ein Ende sein muss, wenn etwas passiert, etwas Schlimmes passiert, sondern ein Neubeginn von etwas Wunderschönem kann sein, sich vielleicht nochmals an die alten Passionen zurückerinnern und dort ein Momentum geniessen, ein Momentum reiten, wie sie es gemacht hat. Danke vielmals, dass du dabei warst.
- 1:11:26Du weisst, dass das Game funktioniert. Da unten hat es ein paar Knöpfe. Der eine ist der Abonnieren-Knopf. Unbedingt abonnieren. Es ist ein Knöpfchen. Es ist überhaupt keine grosse Sache. Für mich eine grosse, weil du mich mit dem sehr viel unterstützen würdest. Und dann gibt es noch mal einen anderen. So ein kleines, herziges Glückchen. Wenn du das drückst, verpasst du einfach gar keine Geschichten mehr von tollen Menschen, tollen Persönlichkeiten, die hierher kommen. Und von dem her danke viel, vielmals. Alles Gute und bis bald.
- 1:11:56Michaela, it's a wrap. Mega cool. It's a wrap. Well done. Mega lässig. Merci vielmals.