Latest / Felix Tierwelt / #32 Mehr als nur ein Hund: Die Wahrheit über Assistenzhunde!
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- Felix Tierwelt: Herzlich willkommen zu dieser Folge. Heute, oder besser gesagt, in dieser Folge geht es mal ⁓ ein richtig spannendes Thema, was man so gar nicht so auf dem Schirm hat. Es geht nämlich ⁓ Therapiehunde oder auch Reahunde genannt. Und hier in dem Falle haben wir dich Astrid mit dabei. Du hast ja schon jahrelang Erfahrung, was das Thema angeht, hast einen eigenen Verein, ich sag mal, groß gemacht. Grundlegend viele Menschen denken ja bei Assistenzhunden zuerst an blinden Führhunde. Du bildest ja diese Reahunde aus, also die sozusagen mit Menschen mit unterschiedlichsten Einschränkungen im Alltag zu kämpfen oder zu arbeiten haben. Also sei es Automatismus bis glaube ich PTBS habe ich irgendwo gelesen. Was hat dich denn überhaupt dazu bewegt diesen Weg anzugehen? Also war das schon immer dein Ziel oder wie kam es dazu? Rehahunde: Naja, ich habe selber einen behinderten Bruder gehabt, mit dem bin ich aufgewachsen und ich weiß, wie schwer es ist, mit einer Behinderung zu leben. Also durch meinen Bruder natürlich. Und ich war immer involviert, auch als Kind. Und ich weiß auch, dass es Eltern schwer haben mit einem behinderten Kind. Die haben ganz andere Ausgaben als Menschen, die gesunde Kinder haben. Das weiß ich am eigenen Leibe, habe ich erfahren, wie das meiner Mutter damals ging oder meinen Eltern. Und dann habe ich mir gedacht, ich mache das, was ich gut kann. Ich kann gut mit Hunden umgehen. Ich werde das zu meinem Beruf machen. Und daraufhin habe ich dann, ja, dieses in Angriff genommen, die Ausbildung von Assistenzhunden. Ich habe gedacht, die Leute haben Menschen mit einer Behinderung, können nicht auf einen Hundeplatz gehen oder in eine Hundeschule. Das muss man irgendwie anders machen, wenn jemand mit Rollstuhl kommt oder so. Die können da nicht auf blankem Rasen, auf Rasenfläche meistens fahren. Und deswegen habe ich den Verein gekriegt. Felix Tierwelt: ist schon spannend auf jeden Fall, was du erzählst. Im Endeffekt hat es ja eine lange Geschichte bei dir schon begonnen durch deinen Bruder. Und ganz stumpfe Frage, wie lange machst du das schon mit deinem Verein? Rehahunde: fast 30 Jahre. Seit 1998 bin ich selbstständig mit einer Reha-Hundeschule und habe dann 2006 den Verein mit mehreren Fachtrainer gegründet. Es ist besser über einen Verein zu arbeiten, man dort, wenn man die Gemeinnützigkeit hat über den Verein, das sollte man erlangen, kann man auch Spendenquittung ausschreiben. ist für viele Menschen, die behinderte Menschen unterstützen, auch sehr wichtig, wenn die Spenden auch etwas dafür kriegen und das bei der Steuer absetzen können. Ja, das ist wichtig. Felix Tierwelt: Ich denke, das immer eine schöne Sache, weil man irgendwo, ich denke mal, auf vielen Leuten weiterhelfen kann. Also ich finde das sehr, spannend, auch alle gerade zuschauen und zuhören. Uns geht es hier nicht irgendwie, jemanden voll zu labern oder weiß Gott was, sondern uns geht es wirklich darum, Einblick in dieses spannende, ich sag mal, in das Thema zu bringen, was wirklich sehr interessant ist. Ich sag mal auch teilweise sehr diskutierfreudig, weil das heutzutage, glaube ich, auch vom Start her nicht so ganz einfach ist. das Ganze zu unterstützen und sonstiges. deswegen schreibt gerne auch mal einen Kommentar, wie euch die Folge so gefallen hat, wenn ihr so bisschen Einblick hattet bisher. Ansonsten, Astrid, du hast ja das vorhin schon vorweg genommen, du machst das ja nicht seit gestern, sondern seit deutlich vielen Jahren, seit fast 30 oder über 30 Jahren hast du ja schon gesagt. Grundlegend, ich habe irgendwie glaube ich bei dir auf deiner Internetseite glaube ich sogar gesehen, du hast sogar für deine Arbeit ein Bundesverdienstkreuz, glaube ich, bekommen. Wie kam es dazu? Weil das ist ja schon außergewöhnlich, ne? Rehahunde: Seit 2014 beschäftige ich mich mit Soldaten, eine Einsatzschädigung haben. Ich bin Soldatenmutter und daher kenne ich das Thema. Ich habe von Frank-Walter Steinmeier, unserem Bundespräsidenten, Verdienstkreuz bekommen. Und verliehen hat es mir, also übergeben hat es mir, unser ehemaliger Arbeitsminister Heil damals. Es geht ⁓ die Arbeit, die ich leiste und ⁓ Soldaten, posttraumatische Belastungsstörungen haben, also die mit Einsatzschädigungen zurückkommen in die Heimat. Darum habe ich das. Felix Tierwelt: Das ist schon belassenes Thema, aber da merkt man ja, dass deine Arbeit wirklich sehr, sehr wertvoll ist, dass du so etwas Hochrangiges bekommst. Also das ist ja schon sehr, sehr speziell und sehr besonders. Wie ist denn das jetzt genau, wenn wir da jetzt mal in das Thema richtig reingehen? Was ist jetzt ein Reha-Hund genau? Also worin unterscheidet er sich jetzt sozusagen zwischen einem Therapie- und einem Assistenzhund? Gibt es da Unterschiede oder wie ist das überhaupt? Rehahunde: Also Rehahund heißt unsere, heißt mein Verein. Das Rehabilitationshund. Ich habe den Begriff damals aus Österreich mitgebracht von der Ilstaler Rehahundeschule und mir hat der Begriff sehr gefallen. Und darum habe ich diesen Verein so auch oder meinen Verein auch so genannt. Rehahundhunde, Rehabilitationshunde. Der Unterschied ist vielleicht zu anderen Vereinen. Wir arbeiten sehr sorgfältig. Mich nervt das sogar, wenn Hunde nicht vernünftig sitzen am Bein. Ich komme aus dem Hundesport, ich habe das noch mal gelernt früher. Und da geben wir uns nicht mit so Kleinigkeiten zufrieden, sondern wir wollen alles vernünftig machen. Und wir haben damals schon, als es diese Vorgaben noch nicht gab, was ist ein Assistenzhund und was ist und wie kann man die ausbilden, haben wir uns schon Gedanken gemacht. Wir haben unsere Tiere untersuchen lassen. Wir haben unsere Tiere direkt beim Tierarzt auf HDED röntgen lassen. Also wir haben viel früher schon diese Vorgaben gehabt, die jetzt eigentlich erst gefordert werden. Der Unterschied ist zwischen Therapiehund und Assistenzhund. Der Therapiehund wird von einem Therapeuten geführt. Das darf man nicht vergessen. Das ist ein Hund, durch einen Dritten geführt wird für die Klienten. Ein Therapeut vielleicht für seine Klienten oder eine Ärztin, für ihre Patienten oder eine Mutter für ihr Kind. Das ist ein Therapiehund und ein Assistenzhund ist ein Hund, der speziell auf ein Krankheitsbild ausgebildet wird, speziell für eine bestimmte Person. Also ein Assistenzhund ist nicht für drei Personen oder nicht für x-Personen zuständig, sondern nur für eine Person speziell auf das Krankheitsbild ausgerichtet. Das ist der Unterschied zwischen Therapie und Assistenzhunde. Felix Tierwelt: Mhm. bedeutet, wenn ich das mal zusammenfassen darf. Also Therapiehund ist jetzt in dem Falle, dass der halt zum Beispiel mit in der Praxis arbeitet oder von jemandem sozusagen geführt wird, aber zum Beispiel an den oder mit den Klienten dann sozusagen arbeitet. Das ist so die eine Variante. Und die andere Thematik ist der Assistenzhund ist wirklich ganz genau geeicht auf den Klient selber, der zum Beispiel an einer gewissen Krankheit erkrankt ist. So darf ich mir das vorstellen wahrscheinlich. Rehahunde: Ja, genau. Felix Tierwelt: Okidoki, dann habe ich das schon mal verstanden, das schon mal richtig klasse. Was gibt es denn überhaupt für Einsatzgebiete? Man bekommt das ja gar nicht so groß mit. Wo werden solche Hunde, ich sage jetzt mal Assistenzhunde, richtig angewendet? Also du hast es schon angesprochen bei Soldaten, die glaube ich PTBS haben oder wo wird dann das überhaupt alles angewendet oder wo findet man so ein Vierbeiner? Rehahunde: Also ganz klassisch sind die Mobilassistenzhunde. Das sind Hunde, ausgebildet werden für Rollstuhlfahrer, die Hilfe benötigen oder Menschen, die an Autismus leiden oder das federale Alkoholsyndrom zum Beispiel bei Kindern, die dann mit aufwachsen und die... dann einen bestimmten Hund benötigen, den Assistenzhund, das zum Beispiel. Und dann eben halt für die Soldaten. Das ist immer mein Lieblingsthema, die Soldaten. Felix Tierwelt: das ist schon... Weil das gerade anspricht, was bedeutet Soldaten genau? Also die leiten dann unter posttraumatische Störungen oder was haben die genau? Weil ich finde das Thema sehr spannend, weil ich habe sowas noch gar nicht mitbekommen, dass dann Soldaten oder vielleicht Ex-Soldaten dann einen Hund haben. Wie sieht das genau aus? Rehahunde: Die Soldaten kommen aus den Einsätzen und haben oftmals unsichtbare Verwundungen. Viele wünschen sich natürlich, dass man die Verwundungen explizit sieht. Viele wünschen sich wirklich, im Rollstuhl zu sitzen, denn eine posttraumatische Belastungsstellung oder eine Einsatzschädigung an sich ist nicht sichtbar. Das sind unsichtbare Verwundungen und das ist für Soldaten ziemlich schwierig. Die verlassen eben oftmals das Haus nicht. oder haben Probleme hier im sichersten Deutschland aller Zeiten oder haben Probleme mit der Einsatzschädigung, mit Erlebnissen, die dort stattgefunden haben. hier wieder in die Heimat zurückgekommen, ist das natürlich für die Leute auch ein Problem. Sie verschangen sich öfter in ihre Wohnung, gehen einfach nicht raus und nehmen einen normalen Leben nicht teil. Und hier kann ein Assistenzhund einfach helfen. Soldaten oder überhaupt bestimmte Klienten, die wissen manchmal gar nicht, was sie noch machen können. Was sie noch überhaupt noch machen können, was überhaupt noch in ihrer Macht steht. Aber so ein Assistenzhund... An ihrer Seite lässt sie einfach dann, so man sagen, die Leute sind dort. Felix Tierwelt: Wieder ein bisschen freier denke ich mal, ne? Also die werden schon ein bisschen... Rehahunde: Sie sind freier, die machen eher Dinge, die sie unter normalen Umständen nicht machen würden. Das ist genauso, wenn ich zum Beispiel draußen eine Rede halte und ich stehe vor einem Pult, habe ich immer einen Hund an meiner Seite. Ich lege immer eine Hand auf den Kopf des Hundes, dann kann ich besser sprechen. Und so ist es auch einfach bei den Soldaten. Wenn die das Vertrauen zu den Menschen gegenüber verloren haben und das haben sie dann auch, Felix Tierwelt: Hm. Rehahunde: Sie haben oftmals kein Vertrauen zu dem Gegenüber, aber zu dem Hund an der Seite haben sie Vertrauen. Und dann schaffen sie eben halt Sachen zu machen, die sie unter normalen Umständen machen würden. Felix Tierwelt: Ich finde das schon äußerst spannend, weil das Thema, man bekommt das ja gar nicht so mit, weil wie du es ja sagst, die Soldaten, die unter solchen Sachen leiden, ziehen sich ja auch sehr zurück. Die sprechen ja gar nicht drüber. Die verlieren da irgendwo auch den Glauben gegenüber anderen Menschen und dann finden sie halt den Glauben wieder im Vierbeiner. Also ich finde das schon sehr, sehr eine interessante Sache oder halt vor allem, dabei eben Tiere so gut unterstützen können oder helfen können, weil das ist natürlich gar nicht ohne was an Soldaten mit. bekommen im Ausland, wenn es mal wirklich hart zugeht. Das sind Szenen, die wünscht man sich nirgendwo oder gar keine im Endeffekt. Und das ist schon eine echt heftige Sache. Und da wollte ich mal drauf hinaus. Dein Verein, den du ja gegründet hast, der hilft dann sozusagen, den passenden Rhea-Hund zu finden für diese Leute oder was machst du denn überhaupt oder was macht dein Verein überhaupt? Rehahunde: Also, wenn sich ein Klient an uns wendet, dann verschicken wir einen Bogen. Der heißt Infobogen oder Datenerfassungsblatt. Das ist aber kein Vertrag, das ist einfach nur, wenn wir den zurückkriegen, damit wir wissen, wie unser Auftrag ist. Dort werden Dinge zum Beispiel abgefragt, wie wohne ich oder wird Hilfe im Haushalt benötigt. Das ist für uns wichtig. Wie wohne ich? Wohne ich im zehnten Stock im Hochhaus oder am Waldrand? Das schon ganz wichtig zu wissen. Denn wie ist die Familienstruktur? Der Hund soll ja in der ganzen Familie willkommen sein und nicht nur beim Betroffenen. Manchmal wohnen die Betroffene alleine, manchmal haben sie aber auch noch Familie. Und das ist dann schon wichtig, dass der Hund da auch willkommen ist. brauchen wir diesen Bogen, unseren Auftrag zu erfüllen. Dort sind natürlich Fragen drin, die auch persönlich genommen werden können, aber wir brauchen den Bogen wirklich. Das ist, damit wir unseren Auftrag eben erfüllen können. Und der wird ausgefüllt, dann schicken die Betroffenen den Bogen hier zurück. Dann machen wir einen Gesprächstermin. Wir unterhalten uns auch schon am Telefon, wenn die Betroffenen reden können am Telefon. Jeder kann ja nicht am Telefon reden. Aber wir laden dann die Betroffenen ein. Ich schicke für die Soldaten dann oftmals ein Video, wie das hier aussieht, die Räumlichkeiten, wo die Fluchtwege sind. Das muss man wissen als Trainer, wenn man Hunde ausbildet, was die Soldaten dann fühlen können. Und das geht nach dem Tempo der Soldaten, der einsatzgeschädigten Soldaten. Also es braucht hier keine Angst haben. dass wir hier durchziehen, sondern wenn der wegzwitscht, das heißt, wenn er plötzlich nicht mehr anwesend ist, dann sehen wir das ganz schnell und wir haben immer Hunde da, die ja, die auch unterstützend helfen können dann. Also wir erklären, gesagt, wo die sitzen und ich weiß auch, wo sie sich hinsetzen. Wir erklären die Fluchtwege, was hinter den Fenstern ist und was hinter den Türen ist. Das muss man so machen und das muss man auch wissen als Trainer. wenn man mit den Betroffenen arbeitet. Felix Tierwelt: Das ist schon sehr umfangreich bedeutet, wenn ich es mal komplett umfasse. Du mit deinem Verreit, macht, sag ich mal, inclusive alles was das Thema angeht, wenn jemand wirklich einen Vierbeiner braucht, einen Assistenzhund in dem Falle braucht. Ihr kümmert euch darum, dass das wirklich alles passiert, dass man den richtigen Vierbeiner findet, aber auch, dass die Person und der Vierbeiner zusammenpassen mit allem Drum und Drun, so darf ich mir das vorstellen. Rehahunde: Ja, also wir schauen natürlich anhand des Bogens, kriegen wir ja schon vieles mit und wir können dann in der Regel einen Hund vorstellen. Wir stellen jetzt keinen Welpen vor, der noch aufwachsen muss und wo wir nachher nicht wissen, ist er überhaupt geeignet, sondern es ist ein großer Hund, der schon aus dem Gröbsenhaus ist, möglicherweise schon untersucht ist oder geht dann zur Untersuchung. Und wenn dann Da was nicht ist, dann fällt er nämlich aus der Ausbildung raus und das wollen wir dann unseren Klienten nicht zumuten. Aber anhand dieses Bogens können wir schon sehen, welcher von unseren Poolhunden möglicherweise geeignet ist. Dann wird dieser Hund vorgestellt und natürlich guckt man auch ganz genau, was ist jetzt mit diesem Hund und passt er überhaupt zu dem Menschen, so wie wir es uns auch gedacht haben. Oder ist das nur unsere Wunschvorstellung? Aber im Prinzip haben wir so lange erfahren, dass wir wissen, welcher Hund passen könnte. Aber wenn der betroffene Mensch sagt, nein, diesen Hund finde ich nicht gut, aus welchen Gründen auch immer, dann müssen wir das auch akzeptieren. Denn der Hund soll ja auch lange da bleiben. soll ja nicht nur Jahr oder so da bleiben, der soll ja das Leben lang da bleiben. Und da möchte man schon ein Tier haben, welches auch passt und welches auch gut vom Herzen her angenommen wird. Felix Tierwelt: Vor allem, hast es nett umschrieben, einen Welpen an einem Klienten zu geben, ist natürlich echt schwierig, weil der Welpen muss ja selber erst mal klarkommen und sich finden. Und das ist schon echt nicht ohne. Also ich darf mir das so vorstellen, ihr findet wahrscheinlich die passende Kombination, also das passende Match, sagt man ja heutzutage auch, anhand von dem Infobogen, anhand von den ganzen Informationen zu der Person. Und der Vierbeiner ist dann in eurem Rudel oder in dem Pool, wo ihr halt habt. Und dann bringt ihr die beiden zusammen. Ist das richtig? Rehahunde: Ja, also wir kennen ja unsere Hunde, also den Poolhunde kennen wir. Ich habe sie ja selber ausgesucht und angekauft. Dann kommen die Hunde in Patenfamilien und werden dort aufgezogen und von einem Trainer betreut. Dann kann man natürlich in Laufe der Zeit sehen, wo sind die Stärken und Schwächen des jeweiligen. Und dann kommt schließlich nachher die Gesundheitsuntersuchung. Erst dann wird der Hund ausgebildet bzw. geschaut. wir können ja nicht sagen, wir kaufen jetzt einen Hund. Ich kaufe jetzt ein Baby, einen Welpen an und dann kann ich nachher nach einem Jahr sagen, das ist jetzt unsere Assistenz und so läuft das nicht. Wir wollen alle als Elternteil, dass unser Kind möglichst einen guten Beruf hat. Aber vielleicht will das Kind oder der Welpe gar nicht das machen. Er möchte was ganz anderes machen. Was weiß ich? Und da muss man das akzeptieren. Aber dann nehme ich die nächsten Welpen oder beziehungsweise den nächsten Junghund und stelle den vor, beziehungsweise den Erwachsenen, wir haben einen Poolhunde, wir haben nicht nur einen, wir haben einen Poolhunde. Und wenn der eine das nicht schafft, dann schafft es der andere. So, dann geht der eine, der jetzt wirklich das nicht bringt, der kriegt einen ganz anderen Hundeberuf. Das ist ganz anders bei uns dann, als wenn man Felix Tierwelt: Es ist schon... Rehahunde: Wenn sich jemand selber einen Hund aussucht und den Kleinen ankauft, dann hat er einen Hund. Aber weiß er nach einem Jahr, ob der überhaupt geeignet ist, dann hat er einen Hund. Das ist der Unterschied. Während wir schauen von unseren 10 oder 20 Stück, die wir haben, wer ist jetzt geeignet. Der Betroffene hat einen Hund, aber das ist am Ziel vorbei. Felix Tierwelt: Es ist schon... Rehahunde: Hund gekauft, den er später mal ausbilden möchte. Felix Tierwelt: Das ist so die Thematik. Man weiß halt nie, was daraus wird. Und bei euch, ihr habt ja einen Pool an Hunden, wo man weiß, wir nehmen jetzt den Vierbeiner 5, blödes Beispiel, weil halt ja am besten zum Klienten passt. Und das ist, ich, das Interessanteste dabei, weil das ist ja auch gar nicht so ohne das ganze Thema, weil später mal, man, ich glaube, ich habe mal irgendwo mal so gehört, Dass so ein Assistenzhund die Ausbildung an sich, dass er dazu kommt zu einem Assistenzhund, das ist ja auch wahnsinnig teuer oder liege ich da falsch? Rehahunde: Ja, ist schon teuer. Also wir können nicht für den... Früher waren die Hunde alle ein bisschen billiger, aber da hat man schon ein Welpenbilliger bekommen. Jetzt durch die... durch unsere Preissteigerung ist natürlich alles ein bisschen höher, teurer geworden. Die Hunde kosten auch nicht mehr 800 Euro oder 1000 Euro. Wir müssen immer ein bisschen Gesundheit mitkaufen. Das heißt nicht, dass der Welpe jetzt... dass wir die Gewissheit haben, der Welpe ist jetzt gesund ein Leben lang. Also wir müssen gucken, dass wir gesunden Eltern, Tieren, die auch Grönchen, die sonst so gesund sind und die bestimmte Voraussetzungen mitbringen, auch die Welpen dort kaufen. Also ich habe eine Züchterin, da kaufe ich schon so lange, wie es uns gibt eigentlich. Felix Tierwelt: Also schon. Rehahunde: Und die weiß ganz genau, wie sie züchten muss. Und züchten heißt Rasse verbessern. Und da weiß ich ganz genau, was ich da kriege. Da ist kaum noch ein Hund rausgefallen von der Züchterin. Felix Tierwelt: Das ist ja das Interessante, weißt du, dass man ja, also viele sehen das ja mal sehr negativ, was Zuchtern geht und sowas. Ich sehe das gar nicht mal so. Es kommt immer drauf an, wie man züchtet. Ich komme auch aus einer Züchterfamilie. Meine Oma hat Rhodese und Rutspecks gezüchtet, also Löwenhunde, sehr besondere Hunderasse. Und das Thema ist halt so, natürlich gibt es viele schwarze Schafe da draußen auf dem Markt, die halt überzüchten oder nur das Geldes willen. Oder das Tier leidet darunter und wird halt nicht wirklich gesundheitlich gut versorgt. Und das ist halt immer so Thema, wo ich halt sage, man muss halt den richtigen Züchter finden. Und die meisten richtig, richtig guten Züchter, die machen das gar nicht den Geldeswillen, sondern die wollen irgendwas hinterlassen. allem dementsprechend, dass die Zuchtlinie da bleibt. Und das ist halt eine interessante Sache, wo ich halt immer sage, bitte nicht immer dieses Schwarz-Weiß denken, weil das hatte ich auch letztens irgendwo im Internet gesehen, dass viele Leute dann direkt ... das total schlimm finden. Man muss da immer bisschen viele Thematiken oder ich sag mal viele Punkte mit einbringen. Aber das finde ich schon interessant. Was für Rassen kommen dann überhaupt in Frage für so einen Assistenzhund? Rehahunde: Also wir haben uns spezialisiert auf Labrador und Goldenrit. Ab und zu noch ein Dudel, aber nicht immer, weil die Leute denken immer, Dudel ist allergiefreundlich, aber es kommt darauf an, welches Elterntier dominiert. Ist der Pudel dominant oder ist der Labrador? Der Labrador hat auch. Außerdem ist ein Golden-Dudel spät erwachsen. Das sagen einfach die Die Erfahrungswerte. Er ist auch nicht so ruhig wie ein Labrador. Also wir haben schon Erfahrung damit. Also wir haben uns mehr spezialisiert auf Labradore und goldenen Ritteröwer. Und da haben wir die passenden Züchter. Felix Tierwelt: finde ich auch interessant, weil diese beiden Rassen passen ja auch voll rein. Das sind ja halt super positive Hunde, die halt sehr sehr, ich würde nicht sagen zuvorkommend, aber halt familienoffen sind und glaube ich in jede Facette reinpassen. Man kennt das, also so ein richtiger, also wenn man es mit Menschen vergleicht, ein Golden Red Reaver oder ein Lumpy in dem Falle als Mensch ist freudig, total offen für jeden. Will mit jedem schmusen und das ist glaube ich auch das perfekte Beispiel oder die perfekte Rasse für so einen Assistenzhund, weil so ein Vierbeiner muss natürlich auch viel aushalten. Wie läuft denn überhaupt so eine Ausbildung ab bei so einem Assistenzhund schrecksche Reahund? Wie läuft das ab, wenn wir das mal so durchgehen vom Welpen bis hin zum Einsatz? Was passiert da in dieser Zeit? Rehahunde: Also ich suche die Hunde beim Züchter aus, dann kommen die in Patenfamilien. Dort gucken wir, wo sind die Stärken und Schwächen des jeweiligen. Später wird der vorgestellte Hund, der passende, und sollte dieser Hund dann in die Ausbildung gehen, er speziell auf die Bedürfnisse des jeweiligen ausgebildet. Also wir bilden hier nicht irgendwelche Hunde aus, stellen die dann zurück und nehmen die dann, wenn sie dann gebraucht werden, sondern speziell auf die Bedürfnisse des jeweiligen wird der Hund ausgebildet. Das heißt, wir machen Hundebegegnungen und dieses klassische ebenfalls. Also nicht Hundeplatzarbeit, direkt Assistenzhundearbeit. dem Hundeplatz ist das... Ich komme vom Hundeplatz, ich weiß ganz genau, ich bin Ausbildungswart. Ich weiß, wie es abläuft und... Eine Ausbildungsfahrt muss anwesend sein, damit Prüfungen stattfinden können. Und ich weiß, dass viele Hunde auf dem Hundeplatz wirklich reagieren, genauso wie sie sollen. Aber es ist manchmal schwierig, wenn sie woanders sind. Und unsere Hunde müssen überall gleich gut reagieren. Das ist ganz wichtig. Felix Tierwelt: Und vor allem, du hast das vorne, also vorne, bin auch schon blöd, ganz, ganz am Anfang schon gesagt, nämlich auch bei Blinden. Blindenhunde gibt es ja auch ganz, ganz viele da draußen. Und da stelle ich mir das ziemlich heftig vor, weil der Vierbeiner muss halt immer im Einklang sein und nicht mal heute bin ich mal so drauf, morgen bin ich mal so, weil der Klient kann sich ja da gar nicht mehr drauf verlassen. Und das ist, glaube ich, schon eine Riesenverantwortung für so einen Vierbeiner. Das ist schon echt nicht ohne. Und dann ist logisch, dass die Ausbildung muss halt perfekt sitzen, weil ansonsten, im Endeffekt muss man es ja auch ansprechen, es steht halt Leben auf dem Spiel. Rehahunde: Ja, das ist wichtig. bin ich auch nicht diejenige, die so Kleinigkeiten so durchgehen lässt. Der Hund wird nicht immer gleich arbeiten oder es ist auch wie ein Kind. Es wird auch nicht immer gleich am Tag gleich sein. Das ist klar. Aber da stehen wir den Betroffenen zur Seite, solange wie der Hund lebt. Das steht in unseren Verträgen drin. Also wir bleiben wirklich. bei den Betroffenen an der Seite. Also wenn die mal irgendein Problem haben, können die immer hier anrufen zu uns und fragen, Mensch, heute hat mein Hund komisch geguckt. Warum macht er das da heute? Oder so. Das heißt nicht, dass wir uns jeden Tag besuchen müssen oder wir müssen jeden Tag miteinander reden. So soll das nicht sein. Aber wenn Probleme sind, dass der Betroffene einen Ansprechpartner hat und nicht aus dem Sinn, der Welt. Der Hund ist da und dann ist da keiner mehr. Also so läuft das bei uns nicht. Wir sind ansprechbar. Felix Tierwelt: Finde ich gut, weil ich kenne das bei meinen Klienten auch. Weißte, ich kann auch nicht sagen, mach mal hier die Ernährung, nimm mal das Futter und Ciao Kakao. So funktioniert das ja nicht. Ein Tier, ein Hund ist ja ein Lebewesen. Wir alle lieben Hunde und sind ja wie Familienmitglieder, manchmal auch fast schon wie so ein eigenes Kind für manche da draußen. Und im Endeffekt verändert sich das ja auch. Wie wir Menschen uns teilweise auch verändern, verändern sich auch unsere Fellraketen. Und natürlich gehört sowas dazu und das finde ich echt klasse. dass du und vor allem auch dein Team und dein Verein ... einfach die Leute auch begleitet, ... ... es kann immer mal was sein ... ... die Leute haben ja manchmal auch gar nicht die Erfahrung und das finde ich das Wichtigste, dass man die Leute ein bisschen an die Hand nimmt, auch was das angeht. Was sind denn im Endeffekt ... die größten Herausforderungen bei so einer Ausbildung? Ist es so die Integration zum Klienten ... ... oder worauf muss man da überhaupt achten? Rehahunde: Also ganz schwierig finde ich, wenn der Betroffene oder die Familie mit dem Hund nicht umgehen kann. Das heißt, das kann man auch nicht so wirklich lernen. Das muss man so bisschen im Gefühl haben. Natürlich werden die von uns unterstützt und wir sagen so und so geht es lang. Aber es gibt wirklich Menschen, können es nicht. Die haben kein Gefühl zum Hund. Das kann man keinen beibringen. Das muss man in sich haben. Man kann das bisschen lenken und leiten. Aber das ist eine ganz große Herausforderung. Wenn ich sage, Die Leute sollen den Hund so und so führen und es geht einfach nicht manchmal. Es gibt wirklich solche Menschen, können es nicht. Und das ist wirklich sehr, sehr schwierig dann. Herausforderung für mich ist zum Beispiel, wenn ich mit sechs Hunden gehe. haben immer, jeder Trainer hat viele Hunde bei sich. Ich gehe mit sechs Hunden. Dann habe ich 180 Kilo an der Seite. So und dann, ja. Die müssen natürlich dann auch ordentlich gehen. kann keiner ziehen oder mich mitreißen oder was. Aber das machen sie. Sonst kann ich mit sechs Hunden nicht gehen oder acht. Je nachdem. Vier, vier. Bin ich auch schon. Aber dann möchte ich bitte schön gehen, sodass ich auch wegkomme. Und da möchte ich auch nicht gestört werden, dass die Leute mit mir noch ein Gespräch führen wollen unterwegs. Es ist auch schon vorgekommen, dass sich der Weg verjüngt hat. Der wird schmaler. Und dann kommt irgendjemand mir entgegen mit seinem Hund und dürfen die mal spielen, dürfen die nochmal irgendwie Kontakt aufnehmen. Das ist schlimm für mich. Das ist, anstatt mich gehen zu lassen, die haben einen Hund, einzelnen Hund an der Seite, der wiegt vielleicht drei Kilo oder maximal 20 Kilo. Ich habe 180 Kilo an der Seite. Und dann fragen die mich, dürfen die Hunde mal spielen? Das ist kein Spielen. Meine Hunde spielen nicht mit denen, den würden sie jagen. Ganz ehrlich, die würden das, auch wenn es liebe Hunde sind, denen würden sie erst mal durch ihr Gegend scheuchen. Denn meine Hunde ist eine Hundegruppe. Das ist die Leben zusammen. Und wenn da jemand kommt, wo der Mensch meint, dürfen die mal spielen, das wird so nicht funktionieren. Das ist nichts. Felix Tierwelt: vor allem 180 Kilo mal zu stemmen, da hast du keine Chance. Da ist vorbei. Aber ich finde das Bild schon allein schon echt interessant und lustig. Da fällt mir auch eine andere Folge ein. Da habe ich eine Folge mal gedreht mit der Maja. Da liebe Grüße auch Maja an dich. Vielleicht siehst du gerade die Folge auch hier. Sie hat eine Hundepension und geht auch mit den Hunden immer spazieren. Und sie fährt extra immer weit raus, weil sie hat auch keine Lust immer andere Leute zu begegnen, weil sie zu Spitzenzeiten so 10, 12 Hunde. Rehahunde: Ja. ... auch... Felix Tierwelt: teilweise an Leine, teilweise auch ohne, denen unterwegs ist und das ist schon echt heftig, weil man hat ja teilweise auch gewisse Verantwortung, vor allem wenn die Vierbeiner größer werden. Also ich sag mal so eine Dogge ist was ganz anderes als ein kleiner Chibaba oder so ein kleiner Zwergbuddel, den steckst du immer schnell ein, aber so eine Dogge, da kannst du ja fast drauf reiten. Und deswegen, finde das schon, ich kann das gut nachvollziehen von dir, man hat dann schon Respekt auch teilweise und dann... gehört es auch manchmal dazu, dass man lieber seinen eigenen Weg geht und dann seine Ruhe hat. Das fällt mir gerade ein, das finde ich nämlich sehr interessant. Wie lange dauert das ja eigentlich? Du hast es vorhin erwähnt, ihr habt ja Hunde dementsprechend an eurem Pool. Wir sagen jetzt mal, ihr einen Klient kommt gerade rein mit Thema X, ich weiß es nicht, und ihr findet einen Vierbeiner für ihn. Wie lange dauert das eigentlich, Ausbildung an sich, bis der Vierbeiner komplett einsatzfähig ist für den Klient? Rehahunde: Ja, das kommt manchmal auch auf den Hund drauf an. Wie ist der Hund vom Kopf her? Die Hunde lernen alle nicht gleich. Man sagt immer, breiter der Kopf ist, umso schwieriger lernt der Hund. Ist der Kopf schmal und die Schnauze schön lang, geht es bisschen besser manchmal. Das stimmt schon. Aber das heißt nicht, dass die mit dem breiten Kopf überhaupt nichts lernen. Die lernen bloß etwas langsamer. So sagen die Erfahrungswerte. Also der Klien kommt im ersten Lebensjahr, ist der Hund ja schon in den Paardenfamilien und wird dort von den Trainern betreut. Und wir gucken ja nach den Stärken und Schwächen und er lernt ja auch schon das Einmaleins in dem ersten Jahr. In dem zweiten Jahr, wo wir den Hund dann vorstellen, lernt der Hund nochmal das Spezielle. ja, es dauert so ungefähr Wir dürfen ja auch erst mit 15 Monaten, sagt der Gesetzgeber, anfangen zum Trainieren, weil dann der Kopf ausgereift ist und der Hund dann so weit ist, dass er auch bestimmte Dinge begreift. Das ist wie bei einem kleinen Kind. Wir können nicht von einem kleinen Kind in eine Kindergrippe verlangen, dass er das Gleiche bringt, was ein Azubi leistet. Das geht einfach nicht. Also wir müssen die Entwicklungsschritte durchhalten und aushalten. noch mal ein Jahr oder acht Monate, je nachdem, dauert das dann. Felix Tierwelt: Also wenn jetzt jemand kommen sollte, Beispiel mit Krankheit XY oder mit irgendetwas, also bedeutet er nimmt nicht morgen direkt einen Hund mit, sondern es dauert eine gewisse Zeit, vielleicht mehrere Monate, mehrere Jahre, bis wirklich er dann seinen eigenen Vierbeiner dann an seiner Seite hat. So darf ich mir das dann vorstellen. Rehahunde: Mhm. Ja, also wir möchten dann, wir arbeiten ja bundesweit und das heißt, die Betroffenen kommen einmal her und gucken sich uns an und wir gucken die Betroffenen an und gucken, ob wir miteinander arbeiten können. Das muss ich mal wussten. Felix Tierwelt: Einfach alles raus. Aber ich finde das interessant. Da kann ich gerne mal aufgreifen. Das wusste ich gar nicht, dass ihr da bundesweit arbeitet. Also im Endeffekt, bundesweit heißt komplett Deutschland. Also keine Nachbarländer, nur gesamte Deutschland. Rehahunde: Ja, das wird ausgeschaltet. Auch die Nachbarländer, die versorgen wir mit. Und gerade bei den Soldaten ist das hoch im Kurs. Die Betroffenen kommen einmal her. Das ist ja logisch, dass man von weit her nicht andauernd hierher kommen kann und reisen kann. Aber in der Form wird gesehen, wir gucken, ob wir mit demjenigen arbeiten können und derjenige guckt, ob er mit uns arbeiten kann. Es kann ja sein, Telefon, wo auch immer, sich das ganz gut an, aber dann sitzt man sich gegenüber und dann sagt man, ⁓ was ist das denn da? Und das ist normal, das ist menschlich. Dann fährt der Betroffene nach Hause und überlegt, ob das jetzt okay ist und wer von uns eine Zusage bekommen hat für die Ausbildung des Hundes, der bekommt seinen Hund. Der bekommt auf jeden Fall seinen Hund. Also er braucht sich da... Natürlich geht das über Stiftungssorn, aber er bekommt trotzdem seinen Hund. Felix Tierwelt: Weil du es gerade ansprichst, ich finde das sehr interessant, Thema, weil viele denken immer, ja so ein Rierhund oder ich sage mal so ein Assistenzhund wird von der Krankenkasse übernommen oder finanziert, aber das stimmt ja eigentlich gar nicht. Wie läuft das eigentlich ab? Weil dieses Thema an sich verändert das ja komplett das Leben vom Klienten, aber es ist denke mal finanziell gesehen echt, echt schwierig und deswegen machen wir auch den Podcast, ⁓ da einfach mal Licht ins Dunkle zu bringen. Wie läuft es denn eigentlich ab mit dieser Kostenstruktur? Tragt ihr dann alles oder der Klient oder wie läuft das ab? Rehahunde: Also ich habe noch von keiner Krankenkasse gehört, dass sie überhaupt jemals mal die Kosten für einen Assistenzhund übernommen haben. So lange wie ich die Aufgabe hier mache, nicht einmal. Man hört das immer wieder, dass Klienten sagen, meine Krankenkasse und ich stelle da meinen Antrag, aber ich habe das noch nie gehört. Wir möchten einen Eigenanteil von den Betroffenen haben, damit er seinen Hund dann schätzt und Naja, eben halt schätzt. Und das ist, als wenn er sich einen Hund selber kauft. Also, als wenn sich ein Betroffener wirklich seinen Hund selber kauft. Mehr nicht. Und der Rest geht über Stiftung und Sponsoren. Nun müssen wir uns natürlich nicht auf unseren Ende hier, wo unser Verein ist, drauf aushalten, sondern wir müssen gucken, wo kommt der Klient her. Denn die Stiftung, die hier ist, wird nicht, was weiß ich, 500 Kilometer weiter hinten irgendjemand unterstützen. Das sagen auch die Erfahrungswerte, das wird so nicht gemacht. Also wir müssen uns Stifter und Sponsoren dort suchen. Bei Soldaten ist es so, dass wir bestimmte Stiftungen schon haben, die wir immer ansprechen können und aus dem Kameradenkreis und so gesammelt wird dann eben. Also wir kriegen das Geld schon zusammen. Und nochmal, ich möchte nochmal sagen, also wer von uns die Zusage hat, dass er einen Assistenzhund hat, der bekommt seinen Hund. Felix Tierwelt: Das finde ich super. allem versucht ihr dann Sponsoren oder Stiftungen zu finden für denjenigen, dass es dann auch zutrifft. Rehahunde: Ja, also wir haben noch nie gehabt, dass irgendjemand einen Kredit für seinen Hund aufnehmen musste oder irgendwas verkaufen musste oder... Nein, er bekommt seinen Hund, wenn er von uns eine Zusage hat. Felix Tierwelt: finde ich richtig klasse, weil ich denke mal, wenn man das jetzt so mal außen vor betrachtet, was euren Verein angeht, ich denke mal, dann wird es richtig schwierig, einen Assistenzhund zu bekommen oder das Ganze hinzukriegen, das Ganze zu finanzieren. Man hat ja die ganze Scheiße selber zu machen, Stiftungen zu finden, Sponsoren zu finden. Ich glaube, das ist dann schon echt gar nicht ohne. Kannst du da über Zahlen sprechen? Was kostet eigentlich so eine ganze, in Anführungszeichen Spaß? Rehahunde: Hm. Es ist verschiedentlich. Deswegen sage ich immer, wenn man sich noch nicht so einig ist oder wenn man noch nicht so so genau weiß, möchte man überhaupt einen Hund haben, einen Assistenzhund und sich erst mal in der Findungsphase befindet, dass derjenige einfach verschiedene Einrichtungen einruft oder verschiedene Hundeschulen oder verschiedene Vereine anruft, dann sollte er sich einen Zettel beiseite legen und sich Gesprächsnotizen machen. Er soll den Trainer aufschreiben, mit dem er gerade gesprochen hat, oder mit der Person, und fragen, warum sind bei euch die Hunde so billig? Es kann ja sein. Manche bieten ja die Hunde sehr günstig an und manche sehr teuer. Das heißt nicht, dass die ganz teuren Hunde gut sein müssen, aber auch die billigen müssen nicht gut sein. Deswegen sage ich, gurgeln. Gurgeln denjenigen, den ihr da am anderen Ende habt. Das ist ganz wichtig. Wenn der 20 Jahre alt ist und 30 Jahre Berufserfahrung hat, kann da was nicht stimmen. Es gibt nicht nur nette Trainer, muss ich auch so sagen. Also wir haben es nun nicht mehr nötig, den Leuten zum Munde zu reden. Und ich bin da ziemlich direkt, was das betrifft. Aber es gibt wirklich Leute, die bilden oder die erzählen den Leuten irgendwas, was gar nicht sein kann. Und deswegen wirklich immer googeln, wie man andere... am anderen Ende hat. Felix Tierwelt: Ich denke mal, es wird wahrscheinlich auch viel schundbetriebener. Also dass dann halt irgendwie in Anführungszeichen Hunde verkauft werden als Assistenzhunde, die eigentlich noch gar nicht wirklich da stehen oder einfach plump irgendwas gemacht, ⁓ einfach Kohle zu verdienen. Gut, das gibt es, glaube ich, in jedem Feld. Aber das ist schon nicht ohne. Aber da hast du recht, im Endeffekt, das kann ich immer nur mitgeben, immer Bewertungen gucken, immer googeln. die Bewertungen anschauen, immer Drittmeinungen oder Zweitmeinungen einholen, dann ist man gar nicht so verkehrt, was das Thema angeht. Du hast ja ... Rehahunde: Aber ich möchte sagen, die Bewertung, ja ist es schön, wenn man eine gute Bewertung hat, hat man nur, nur, nur gute Bewertung, ist man der liebe Gott. Also man sollte durchwachsene Bewertung haben. habe auch nicht nur, ich habe eine Bewertung drinne, zum Beispiel, da wollte mit mir jemand Englisch sprechen. Ich kann kein Englisch. Das ist, das muss man doch auch nicht in Deutschland. Wir sind doch hier in Deutschland, da muss man doch nicht Englisch sprechen. Felix Tierwelt: Haha. Rehahunde: Zum Beispiel. Und die hat mir nicht eine gute Wertung eingeknallt. Felix Tierwelt: Ich glaube, man soll sich auch manchmal auf sein Bauchgefühl orientieren. Dafür machen wir auch den Podcast hier oder diese Folge. Bei mir ist es einfach wichtig, da Einblick zu geben in dem, was du machst. allem, wenn sich gerade jemand angesprochen fühlt oder vielleicht jemanden kennt, der unter gewissen Beschränkungen leidet und vielleicht wo so ein Vierbeiner ganz gut tun würde, dass du als Ansprechpartner hier passt. Weil im Endeffekt, das muss ich auch ehrlich sagen, du bist gar nicht bekannt, was Social Media und Co. angeht. Ich finde das klasse, dass du dir überhaupt die Zeit hier nimmst und hier mit mir quatscht. Es ist ja auch für dich Neuland, muss man ja sagen. Und mir war es einfach wichtig gewesen. Du bist ja sozusagen mir empfohlen worden von einer anderen Dame, die bei mir in der Podcast schon mal da war. Weil mir geht es einfach darum, mit Leuten zu quatschen, die wirklich die Erfahrung haben und nicht ich bin so schön und toll und bekannt und weiß Gott was, darum geht es mir gar nicht, sondern die Leute, wirklich Erfahrung haben mit Tieren arbeiten, mit Hunden speziell arbeiten, Zubehör machen, blablabla. Und deswegen finde ich das echt klasse, dass du dir hier überhaupt die Zeit nimmst. Ich wollte dich mal was fragen. Du machst das ja schon sehr viele Jahre und du hast ja, ich denke mal schon, echt viele Assistenzhunde, ich sag mal, an die Klienten gebracht. Was passiert da eigentlich? Also wie verändert sich der Alltag von solchen Menschen, so ein Reahund in deren Leben eintritt? Ist das dann komplett alles, wie nennt man das? Komplett anders, viel, besser oder wie kann man das umschreiben oder ich weiß ja nicht, was du dazu erzählen kannst. Rehahunde: Also es kommt immer auf das Krankheitsbild auch so bisschen an und auf die Menschen. Also man kann das nicht speziell jetzt sagen. Aber die Erfahrungswerte sagen wieder, wir hatten mal hier einen zum Beispiel einen kleinen Autisten, der hat in einer Hundeschüssel baden wollen. Der hat sich ausgezogen und stand in eine, nein, eigentlich ist er ins Bad gegangen und wollte baden. So und dann haben wir ihn wieder rausgekriegt dort, die Eltern und dann hat er Seine Schuhe ausgezogen und seine Socken ausgezogen, wollte in eine Hundeschüssel baden. Der hat sich überhaupt nicht ⁓ den Hund gekümmert. da war wichtiger die Hundeschüssel und das Wasser. Aber als der Hund dann zu ihm kam, da hat der Junge, das war wie ein Familienmitglied, das war so eine Bezugsperson für den Hund, für den Jungen. Der Hund, ja, man kann das gar nicht, die konnten gar nicht ohne sich. Aber hier hat er den Hund sozusagen gar nicht angeguckt. Da war wirklich die Hundeschügel und das Wasser wichtiger. Bei anderen Menschen, es werden wirklich Sachen gemacht, die unter normalen Umständen nicht mehr stattfinden. Viele wissen gar nicht, was sie noch machen können. Durch den Hunden merken sie erst wieder, wozu sie noch in der Lage sind, Sachen zu machen. Und der Hund zum Beispiel kann aus Albträumen weg. bei Soldaten jetzt. Das ist ganz, ganz wichtig. Oder er hat einen ganz anderen Zugang zum Betroffenen als ein Mensch. Die Menschen dürfen die Betroffenen dann nicht anfassen. Gerade jetzt spreche ich von Soldaten. Aber der Hund hat den Zugang. Der kann hingehen. Das ist okay. Das wird geduldet. Oftmals kann der Soldat möglicherweise wieder mit in den Dienst integriert werden. wenn er einen vernünftigen Assistenzhund hat. Das heißt aber auch, vernünftig muss er sein. Der muss hören. Das heißt, wenn er sein Büro verlässt, dass er auch da liegen bleibt und nicht rumjault. Das ist alles wichtig. Das muss der Hund dann auch können. ⁓ Felix Tierwelt: Also ich finde das schon interessant, auch mit den kleinen Autisten, der da baden wollte. Das sind schon Geschichten, das kannst du dir nicht ausdenken. Und das finde ich schon echt interessant, weil du es gesagt hast, dass mit dem Schlafen, mit dem Albtraum bei Soldaten, der Hund weckt dann den Soldat, also den Menschen. Also wie geht das? Rehahunde: Ja. Wir kriegen von den Betroffenen, also wenn es ⁓ solche Sachen geht, Videos brauchen wir. Wir müssen genau wissen, worauf der Hund trainiert wird. Zum Beispiel Flashbacks anzeigen oder Dissoziationen anzeigen oder was auch immer. Und auch Albträume. Aber Albträume wissen wir ja, dann dreht man sich und macht und tut. Auf diese Erscheinungsbilder wird der Hund vorbereitet. Der wird darauf trainiert. Und wenn jemand dann einen Alptraum hat, dann wird er ihn wecken. Dann wird er hochspringen oder dann wird er machen, dass der Soldat aufwacht. Wir haben zum Beispiel einen Soldaten, der war für die Lagersicherung zuständig. Das heißt, die Soldaten können schlafen und wenn das Lager überfallen wird, ist er dafür zuständig. Und heute, der hat auch eine posttraumatische Belastungsstörung. Heute geht er sein Schlafzimmer ab und sucht nach Löchern. Er schlafwandelt. Er steht auf und geht durchs Schlafzimmer durch und guckt, wo da Löcher sind. Der Hund hält ihn davon jetzt ab. heißt, steht er auf, ist der Hund gleich da, ⁓ ihn da rauszuholen wieder. Nun muss man fragen, wie kommt er wieder raus? Das muss man jetzt als Trainer wissen. Reicht das, wenn er ihn anstubst? Reicht das, wenn er Lecht anmacht? Was auch immer dann reicht, das muss man dann abfragen, worauf der Hund trainiert werden soll. Felix Tierwelt: Ich finde das schon heftig, weil wenn man mal so überlegt, Hunde sind ja hochintelligent. Also die können ja Sachen wahrnehmen, die wir Menschen gar nicht checken. Und da habe ich jetzt gar nicht dran gedacht, dass der Vierbeiner dann das Licht anmacht oder weiß Gott wie halt. Dass in dem Falle man den Soldaten, der gerade da träumelt oder weiß Gott was, wieder aus diesem schlechten Schlaf rausholt. Oder ich denke auch mal vor allem bei Soldaten, die sich dann extrem zurückziehen. Also die sich dann verbarrikadieren und nur noch zu Hause bleiben, ist glaube ich ein Hund auch gut, weil im Endeffekt hat man die Verantwortung und muss halt raus mit dem Hund. Ansonsten wird es halt irgendwie schwierig. Und ich glaube das macht es halt auch aus, dass vor allem Soldaten schon sich so eine kleine, oder kleine vor allem, so eine 30 Kilo Fellrakete holen, weil im Endeffekt ist es ein Allrounder, der wirklich helfen kann. Also ich finde das Thema schon extrem sinnvoll und man merkt auch wirklich, dass ein Hund... das komplette Leben von solch einer Person verändern kann ... ... und in positiven. Und das ist schon ... ... nicht ohne. Also dein Job ist schon heftig. Rehahunde: Der Hund ringt in Welten ein, wo ein Mensch noch nicht mal die Erlaubnis hat, anzuklopfen. Das ist so. Der Hund hat viel mehr Macht als der Mensch. Wenn der Betroffene zum Beispiel, nicht nur Soldaten, auch andere Betroffene zum Arzt gehen, kann es manchmal sein, dass der Arzt oder der Therapeut einfach den Zugang zu dem Menschen besser bekommt durch den Hund. Zum Beispiel. Oder Soldaten gehen nach draußen, verlieren sich draußen, wissen nicht mehr, wo sie sind. Und dann hat der Hund sozusagen die Aufgabe, den Betroffenen nach Hause zu führen. Das sind Fragmente aus der Blindenführhundeschule. Nun darf der Hund natürlich nicht leicht gehen, er muss ziehen. Denn der Betroffene wird da nicht ganz leicht hinterherlaufen. Er wird stehen und es ist ein bisschen anders als ein Blinder jetzt. Der Hund muss schon wissen, was er macht. Er muss sich jetzt umdrehen und nach Hause ziehen. Und den nicht unterwegs noch langsam gehen. Das geht nicht. Er muss wirklich ziehen. Er muss ihn nach Hause schleppen. Felix Tierwelt: Genau das Gegenteil von dem, was ein normaler Hundebesitzer so mag. Rehahunde: Das muss man wissen, aber nur in dieser Form muss er ihn ziehen. der Betroffene verliert sich sonst draußen. Und wenn der nur ein bisschen da ruckt und langsam geht, das nimmt doch kein Mensch ernst. Nein. Felix Tierwelt: Was würdest du Astrid eigentlich jemanden sagen, der gerade drüber nachdenkt oder vielleicht auch sich ein bisschen unsicher ist, ob er einen Assistenzhund oder einen Reahund, wenn man das mal so umschreibt, ob das der richtige Weg für denjenigen ist? Also was hättest du für so jemanden für Tipps oder was würdest du so jemanden überhaupt sagen? Rehahunde: Auf jeden Fall muss er Hunde lieben. Das ist Voraussetzung. Es kann nicht irgendeiner, der sagt, der Therapeut hat mir mal erfohlen, ich soll mir jetzt einen Hund anschaffen, er muss Hunde lieben. Das ist ganz, ganz wichtig. Es ist auch wichtig, dass er nicht denkt, der Hund wird ihn jetzt auch von alles befreien, sondern er braucht auch trotzdem die Therapie weiterhin. wo den Hund dann auch eben halt mitnehmen kann. Das sollte der Therapeut dann auch wissen. So, oder wie gesagt, die, die, die, die, die, die, die, die, die, Felix Tierwelt: Du hast recht. Also ich finde das gut, was du sagst, vielleicht auch wirklich sich erstmal Einblick in das Thema zu verschaffen. Vor allem wenn jemand in der Umgebung oder meistens über Social Media findet man ja ganz viele, dass man wirklich da erstmal oder bei dir mal durchklingeln oder sowas, dass man einfach mal sich einen Einblick verschafft, weil ich glaube, wir haben es jetzt ja auch ganz viel schon bequatscht, ein Vierbeiner kann in dem Falle extrem das Leben positiv verändern. Nur... Man muss halt wissen, denke ich auch mal, dass man halt die Verantwortung trägt oder tragen muss und dass es halt einfach schon nicht ohne ist, dass man nur sagt, ich hole mir mal so ein Hund und alles wird toll und gut. Das ist ja nur, ich sag mal, ein Zusatz, der das Leben besser macht oder einfacher macht. Aber trotzdem muss man ja noch an sich arbeiten und an den anderen Facetten. Und das ist, glaube ich, ganz wichtig, dass man das nicht außen vor lässt. Rehahunde: Auf jeden Fall. dann denkt man manchmal, dann denkt man manchmal, manche haben utopische Vorstellungen, was für ein Hund, am besten mögen die Leute noch, dass die anderen die Straßenseite wechseln, damit man die Straße für sich hat. Aber man will doch am Leben teilhaben und man will doch nicht alleine sein. Deswegen auch ein Hund, der eine Akzeptanz in unserer Gesellschaft hat. Und das wird nicht der Bullterrier sind meine Lieblings- ich mag sehr gerne Bullterrier, aber wenn so ein großer Bullterrier des Weges kommt oder ein ungarischer Hirtenhund oder was weiß ich, da von irgendeinem Gebirge da, irgendein großer Schlapperhund, dann der wird nicht die Akzeptanz haben, so wie ein Labrador. Oder ich gehe mit dem Hund zum Arzt. Man muss ja auch da reinkommen. Die Leute sollen sich ja nicht fürchten oder die sollen ja nicht den Felix Tierwelt: Ja. Rehahunde: Warteraum verlassen oder was. Und da brauche ich wirklich einen Hund, der eine Akzeptanz hat. Und deswegen sollen die Leute auch da drüber gucken, was für einen Hund schaffen die sich an. Das finde ich auch wichtig. Felix Tierwelt: Definitiv, ich kenne das immer noch von meiner Oma damals, wo wir immer unterwegs waren oder so was. Die Leute haben Respekt, also es ist Rotesen-Ridgespeck, wenn du einen Rüden hast, der gut kräftig ist, so mit 15-60 Kilo, ja, du hast Respekt davor. Also wenn du da dementsprechend Angst hast, ist es schwierig. Und ein Hund merkt das natürlich und das ist gar nicht so ohne. Und da hast du recht, mit einem Labi oder mit einem Goldi, die schauen nicht so goldig an mit ihren großen Glubschaugen, da kannst du den gar nicht so... Rehahunde: Ja. Ja. Felix Tierwelt: Man hat ja dann gar keine Angst mehr. Klar, es gibt immer noch Leute, die haben da irgendwie Angst, aber das kriegst du auch nicht weg mit einem Chihuahua. Das ist so. Aber was will man dazu sagen? Wie siehst du eigentlich Astrid jetzt die Arbeit mit Assistenzhunden und Rehahunden in den nächsten fünf bis zehn Jahren? Wird sich da was verändern? Bleibt das ein bisschen gleich? Oder wo siehst du, geht so der Weg hin? Rehahunde: Ja. Ja, es nimmt zu. Die Frage nach Assistenzhund nimmt zu. Im Moment weiß man nicht ganz genau, wo der Weg hinführt, weil es keine richtige Prüfung gibt. Und das ist das Problem auch. Aber ich würde sagen, alle unsere Hunde würden mit Bravo die Prüfung verstehen. Das sage ich einfach. Das ist so. Weil wir sehr, sehr genau arbeiten. Wo sehen wir oder wo sehe ich, dass die nächsten fünf Jahre oder zehn Jahre das vernünftig ausgebildet wird? Dass man überlegt, kann man überhaupt einen Hund ausbilden oder bin ich überhaupt dazu in der Lage? Jeder Hans und Franz denkt, er kann Hund ausbilden. Das ist nicht so. Das ist überhaupt nicht so. Jeder kann auch nicht einen Hund halten. Da muss man Vorkenntnisse haben. Jeder denkt, ist nett und dann jeder zieht aufs Dorf und bringt sich schon einen Hund mit. Fürchterlich. Felix Tierwelt: Das ist gar nicht so ohne. Vor allem, wenn das immer mehr zunimmt. Es wird denke ich mal echt spannend werden, vor allem bei dir. Wie kann man dich jetzt eigentlich kontaktieren oder deinen Verein in dem Falle, wo bist du überhaupt unterwegs, also örtlich bedingt. Wie läuft das Ganze ab, wenn jetzt jemand sagt, ich möchte vielleicht spenden, ich weiß nicht, ob du überhaupt spenden annimmst. Wie ist das so bei dir? Rehahunde: Also man findet uns über das Internet, dann gibt man einen Assistenzhunde oder Soldatenassistenzhunde oder was auch immer. Also Betroffene würden uns schon finden oder über Social Media zum Beispiel. Wie gesagt, haben eine Internetpräsenz oder über das Telefon einfach anrufen. Oder von Mund zu Mundpropaganda. Der eine sagt, den anderen, da gibt es die und habe ich schon mal gehört, ruf da mal an. Felix Tierwelt: dann weiß ich schon mal Bescheid. Und auf das Thema mit Spenden zurückzukommen. Ich finde das immer interessant, bisschen danach zu fragen. Wenn jetzt jemand zum Beispiel sagt, ich finde das Thema hochspannend und sehr herzlich oder herzbedingt, möchte ich einfach mit dabei sein oder dich unterstützen Astrid und deinen Verein. Nehmt ihr da Spenden an oder was passiert da überhaupt dann? Rehahunde: Sehr gerne. Wir dürfen auch Spendenbescheide ausstellen für das Steueramt. Deswegen sage ich, es ist auch immer wichtig, dass man auch die Gemeinnützigkeit als Verein hat. Das ist, finde ich, wichtig. Und deswegen können wir auch Spenden annehmen und wir können denjenigen, der uns auf was Gutes tut, der Spender, eine Spendenbescheidung ausstellen. Und natürlich freuen wir uns über jede Spende. Und wenn sie noch so klein ist, das ist egal. Also wir, das... Wir freuen uns über jedes bisschen, über jeden Groschen. Felix Tierwelt: Das freut mich riesig. Was passiert dann eigentlich mit den Spenden, wenn ich mal so direkt fragen darf? was wird damit genau gemacht? Rehahunde: Es werden Teams unterstützt dadurch oder je nachdem. Man kann natürlich für jemanden speziell spenden. Dann sagt man, möchte die Spende soll für den und den sein, für die Ausbildung des Hundes. Oder man kann für ein Projekt spenden bei uns zum Beispiel. Kann man schauen oder fragen, was für Projekte wir laufen haben. Wir haben zum Beispiel hinten ein Mobilhaus stehen. Dort wird dies oder jenes neu gemacht. Vielleicht kann man da was zugeben, wenn man Lust hat. Oder man spendet einfach so und wir nehmen es dann für ein Team, welches eben halt nicht so gut in der Spendenakquise sein kann. Felix Tierwelt: finde ich richtig, richtig gut. Wir machen es ⁓ ganz einfach unter dem Video. Versuche ich das in der Videobeschreibung zu verlinken, die ganzen Kontaktdaten. Wir quatschen nachher nochmal. Ich denke mal, du schickst mir die bestimmt. Und ich verlinke dann alles und wenn man sich wirklich gerade angesprochen fühlt, möchte was spenden oder vielleicht noch nicht, das muss ja nicht sein oder kennt jemanden, der vielleicht die Hilfe in Anspruch nehmen möchte, was eine Assistenz und Co. angeht, dann kann man sich einfach dann Dementsprechend dann bei dir melden mit den Kontaktdaten, aber die verlinke ich noch. Für dich als Info Astrid, wir sind am Schluss angekommen. Vielen, vielen herzlichen Dank, dass du die Zeit genommen hast. Ich finde das Thema sehr, sehr wichtig, dass wir da ein bisschen aufklären durften mit dir gemeinsam. Bei mir ist es aber so, bei all meinen Folgen hat immer der Gast das letzte Wort. Was für einen Gedanken, was für einen Satz geht dir gerade einfach durch den Kopf? den du all den Zuschauern, den du all den Hundelbesitzern loswerden möchtest. Rehahunde: Lass die Züchter in Ruhe. Für mich ist es wichtig, einen vernünftigen Hund zu finden und den finde ich meistens nicht im Tierheim. Natürlich, wenn man Erfahrungswerte mitbringen kann. Ich habe auch schon aus dem Tierheim einen Hund geholt, aber das sehe ich. Ich muss diesen Hund auch nicht großartig prüfen. Ich sehe das einfach. Züchten heißt Rasse verbessern und die Tierheimhunde oder die Hunde von der Straße Das ist nobel, wenn man so einen Gedankengang hat, sich so einen Hund anzuschaffen. Aber mir kommt das immer vor, als wenn die Leute denken, es rette ich dich, Hund, und dann rettest du mich, mein Krankheitsbild. Der Hund, der draußen im Tierheim sitzt oder auf der Straße rumläuft, der hat ganz andere Voraussetzungen, der braucht eine stabile Führung, der braucht jemanden, der für da ist und nicht, dass er noch irgendwie eine Aufgabe übernimmt, eine so schwerwiegende Aufgabe. ⁓ jemanden zu unterstützen. Also da, das finde ich nicht gut. Die sollen wirklich gucken, welchen Hund, welchen Hund man, ich will nicht sagen, dass nur gar kein Hund auf der Welt nie und nimmer dafür geeignet ist, von der Straße oder aus dem Tierheim, aber den würde ich jetzt nicht auf der ganzen Welt suchen, den einen. Das würde ich jetzt erstmal sagen und das würde ich noch sagen. Die Selbstausbildung zum Beispiel. Felix Tierwelt: Ich Rehahunde: Wenn man seinen Hund selber ausbilden möchte, muss man ja in Situationen wo später der Hund helfen soll. Wie macht es der Betroffene, wenn er seinen Hund selber ausbilden will? Das geht doch gar nicht. Wie bereitet man so einen Hund vor in einer Selbstausbildung? Wenn man diese Situation meidet, muss man doch dem Hund einen stabilen Charakter vorzeigen. Und das hat man doch in der Form nicht, wenn der Hund ein unterstützend helfen soll. Also würde ich von der Selbstausbildung abraten. Felix Tierwelt: Find ich richtig gut. Ich will da gar nichts mehr dazu fügen. Vielen Dank Ammo. Rehahunde: Ich meine nicht, dass sich keiner seinen Hund ausbilden kann, das meine ich jetzt auch nicht, aber man muss wirklich in der Lage sein und die Leute denken alle, das geht mal so. Das ist, nee, ich finde nicht. Ich habe sehr lange gebraucht, ⁓ das zu können, was ich heute kann. Felix Tierwelt: das definitiv vor allem nach 30 Jahren hast du Erfahrungen, wo viele andere gar nicht mitdringen können und deswegen finde ich das gut, dass du das nochmal ansprichst und all den Leuten hier mitgibst. Deswegen vielen Dank nochmal für die kleine Zeit und alle auch, die gerade bis hierhin zugeschaut haben, schreibt gerne mal einen Kommentar, wie es euch so gefallen hat und bis bald mal wieder, ne? Tschüss! Rehahunde: Tschüss!