Latest / Schwarze Akte - True Crime / #11 Die Gesichter von Bélmez - Wenn der Küchenboden plötzlich Augen hat
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- Diese Episode enthält explizite Details über einen wahren Kriminalfall. Weitere Infos in der Folgenbeschreibung. In einem kleinen Dorf im Süden Spaniens, in der Küche eines Weißen Hauses, da steht Maria und kocht. Es ist ein warmer, sonniger Tag im August. Doch so richtig genießen kann Maria das schöne Wetter nicht. Sie fühlt sich krank, ist ziemlich schlapp und sogar auch ein wenig fiebrig. Die Arbeit am Herd, die sonst so mit Leichtigkeit erledigt wird, will ihr heute nicht so richtig von der Hand gehen. Aber es hilft ja alles nichts. Das Mittagessen muss schließlich gekocht werden. Und so steht Maria da, schnippelt und brät und spült, als sie etwas ziemlich Ungewöhnliches bemerkt. Hier in ihrer Küche, auf dem Zementboden vor ihr, hat sich wie aus dem Nichts ein Fleck gebildet. Ein Fleck, der vorher noch nicht da war und der aussieht wie ein Gesicht. Um sicherzugehen, dass die Erscheinung nicht nur eine Halluzination ihres fiebrigen Verstandes ist, holt Maria ihre Nachbarin dazu. Und so sammelt sich eine kleine Gruppe Frauen um das Gesicht in ihrem Küchenboden. Ein Gesicht, das definitiv keine Einbildung ist, wie an der Reaktion der Nachbarin schnell deutlich wird. Denn das Gesicht im Boden ist für alle deutlich zu erkennen. Es sieht aus, als sei es im wahrsten Sinne des Wortes im Zement aufgetaucht. Als wäre der Fußboden einen See und das Gesicht würde knapp unter der Wasseroberfläche schwimmen. Leicht verzerrt, aber trotzdem sichtbar und echt gruselig. Maria starrt auf die Stelle im Boden, auf das Gesicht darin. Und sie könnte schwören, dass das Gesicht zurückschaut. Schwarze Akte Und damit ganz herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Schwarze Akte Paranormal mit Patrick Strobusch. Und mit Anne Luckmann. Hello! Falls ihr die letzte paranormale Folge gehört habt über das Verschwinden von Flugzeug MH370, dann wird diese Folge heute wieder eine komplett andere werden. Das Intro hat ja schon einen guten Vorgeschmack darauf gegeben, in welche Paranormalrichtung es heute so gehen wird. Wir nehmen euch jetzt mit in das Spanien der frühen 70er Jahre. Politisch gesehen befindet sich das Land zu der Zeit noch fest in der Hand des Diktators Franco, dessen Griff sich jedoch Anfang der 70er Jahre ganz allmählich zu lockern beginnt. Über 30 Jahre lang haben Zensur und Kontrolle das Leben der Menschen geprägt. Noch stehen Kunst und Kultur, aber auch die Presse unter strenger Beobachtung durch den Staat. Doch unter der Oberfläche brodelt es. Denn die Menschen wollen Veränderung. Und so wird Frankos Regierung zunehmend unter Druck gesetzt, sowohl auf politischer als auch auf gesellschaftlicher Ebene. Anfang der 70er Jahre befindet sich Spanien also in einer Art Übergang von einer Diktatur zu einem demokratischen Staat. Gleichzeitig entdeckt die Weltöffentlichkeit das Land mit seiner wunderschönen Natur als Urlaubsziel. Der Tourismus spült zwar dringend benötigtes Geld in die Staatskasse, doch gleichzeitig muss die Regierung auch immer mehr Zugeständnisse machen, damit Spanien als Urlaubsland attraktiv bleibt. Und so trägt auch der Tourismus dazu bei, dass sich das Regime langsam verändert und modernisiert. Aber auch auf anderen Ebenen passiert viel in den 70er Jahren. Angefangen damit, dass ab 1970 keine Schwarz-Weiß-Filme mehr regulär produziert werden, weil das Farbfernsehen immer populärer wird. 1973 wird das erste Telefongespräch per Mobiltelefon geführt. Massentauglich ist das Gerät ja noch lange nicht. Ein Jahr später kommt das erste Produkt mit Barcode auf den Markt. Und Mitte der 70er Jahre beginnt das Tastentelefon langsam aber sicher die Wählscheibe abzulösen. Während sich die gesamte Kulturszene in Spanien aus den Fängen der Diktatur befreit, erlebt das Deutschland der 70er Jahre ein regelrechtes Disco-Fieber. Zu internationalen Hits wie Daddy Cool oder Yes Sir, I Can Boogie tanzen die Menschen die Nächte durch, mit viel Glamour, Glitzer und vor allem eines, in Freiheit. Zwar wissen sie es noch nicht, doch all das ist für die spanische Bevölkerung auch schon zum Greifen nah. Denn 1975 stirbt Franco und zwei Jahre später finden die ersten freien Wahlen statt. Es ist ein Jahrzehnt, in dem sich viel verändert und vieles plötzlich anders kommt, als man denkt. Nichts zeigt das besser als die Geschichte von Maria, die an einem warmen Tag im August 1971 das Gesicht in ihrem Fußboden entdeckt, absolut keine Ahnung hat, dass sich ihr Leben von nun an für immer verändern wird. Maria lebt in einem kleinen Dorf namens Belmes de la Moraleda. Oder einfach ganz kurz Belmes. Es liegt im Süden Spaniens, in Andalusien, direkt am Rande eines großen Naturschutzgebietes, umgeben von Kalksteinfelsen, Kiefernwäldern und Olivenplantagen. Bis ans Meer, nach Madaga, braucht man etwa zweieinhalb Stunden mit dem Auto. Etwa 1500 Menschen wohnen in Belmes. Spannende Neuigkeiten, wie zum Beispiel ein Gesicht im Fußboden, machen also entsprechend schnell die Runde. Das Leben hier hoch oben in den Bergen Andalusiens ist in der Regel ziemlich ruhig. Von den politischen Umbrüchen ist nicht so viel zu spüren wie in den großen Städten. Und auch Touristen verirren sich normalerweise nicht hierher. Normalerweise. Hier in Belmes, in einem kleinen weißen Häuschen, leben Maria und ihr Ehemann Juan. Leider ist über die beiden nicht wirklich viel bekannt. Man weiß, dass Juan wohl etwas kränklich ist und dass Maria sich um ihn kümmert. Sie haben einen Sohn, der schon erwachsen ist. Es heißt, dass weder Maria noch Juan lesen oder schreiben können und dass ein großer Teil ihrer Familie während des Bürgerkrieges gestorben ist. Ein Krieg, der Franco Ende der 30er Jahre an die Macht katapultiert hat, dank der Hilfe von Hitler und Mussolini übrigens. Was sich für uns heute wie eine Geschichtsstunde anhört, ist für Maria und ihre Familie aber Realität. Maria ist Anfang 50, als das Gesicht bei ihr erscheint. Das heißt, dass sie während des Bürgerkriegs eine Teenagerin war. Und es scheint fast, als würden die verstorbenen Seelen ihrer Vergangenheit sie nun wieder einholen. Denn, wie ihr gleich erfahren werdet, bleibt es nicht bei dem einen Gesicht, das aus ihrem Boden auftaucht. In vielen Berichten über das Geschehene heißt es, Maria sei über dieses Gesicht zu Tode erschrocken gewesen. Sie habe versucht, es wegzuschrubben, heißt es. Aber das ist tatsächlich nicht ganz richtig. Maria findet das Gesicht eher interessant und ist vielleicht sogar ein wenig ehrfürchtig, da sie glaubt, es könnte sich vielleicht sogar um das Antlitz Christi handeln. Ihre Nachbarinnen sehen das ganz ähnlich. Es dauert nicht lange, bis die Erscheinung in Marias Fußboden das Gesprächsthema Nummer 1 im Dorf wird. Immer wieder klopft es an Marias Tür, weil jemand das Gesicht mit eigenen Augen sehen will. Marias Sohn wird das schon bald zu viel. Er hat keine Lust, dass ständig irgendwelche Leute in der Küche herumwuseln. Und so kratzt er den mysteriösen Fleck einfach aus dem Boden und füllt das Loch mit neuem Zement. Doch damit ist das Thema noch lange nicht erledigt. Denn Anfang September, ungefähr zwei Wochen später, materialisiert sich wieder ein Gesicht. An genau derselben Stelle. Dieses Mal sieht es aber ganz anders aus. Auf den ersten Blick erinnert das Gesicht an eine ältere Dame. Mit faltigen Wangen, einer geraden Nase und tief liegenden mandelförmigen Augen. Es sieht aus, als würde die Dame ein Kopftuch tragen. Ihr Mund steht leicht auf, so als würde sie etwas erstaunen. Viele erkennen in dem Gesicht aber auch einen Mann mit langem Schnurrbart, ähnlich wie bei der Comicfigur Asterix. Nur das Asterix-Schnurrbart deutlich bauschiger ist. Wir verlinken euch das Foto des Gesichts in den Shownotes, dann könnt ihr euch das mal selbst anschauen, was wir auch dringend empfehlen würden hier in der Folge. Auch diese Erscheinung will Marias Sohn am liebsten sofort wieder entfernen. Doch dazu kommt er gar nicht, weil der Bürgermeister sich einschaltet und die Zerstörung verhindert. Er wittert nämlich eine spannende Geschichte, der man unbedingt auf den Grund gehen sollte. Und so entscheiden sich Maria und ihre Familie dazu, das Gesicht aus dem Boden herauszuschneiden und das an die Wand zu hängen. Gesichert durch eine Glasscheibe. Das unheimliche Gesicht schaut der Familie von nun an aus einer neuen Perspektive zu. Und die Familie wiederum kann beobachten, wie sich das Gesicht im Laufe der Wochen und Monate verändert, wie Konturen verschwimmen und sich neu formen, wie sich der Mund leicht öffnet und sogar Zähne sichtbar werden. Und auch dabei bleibt es nicht. Denn es tauchen weitere geheimnisvolle Gesichter aus dem Boden auf und alle sehen unterschiedlich aus. Im Laufe des ersten Jahres entsteht ungefähr ein neues Gesicht pro Monat und jedes davon auch unterschiedlich schnell. Manche Gesichter manifestieren sich direkt vor den Augen der Besucher. Andere verschwinden ebenso schnell wieder oder verändern ihr Aussehen. Natürlich haben die Leute so ihre Vermutungen. Aber niemand weiß wirklich, wie sich diese Erscheinungen erklären lassen. Sprechen hier die Geister der Vergangenheit? Sind es vielleicht verstorbene Seelen, die keine Ruhe finden, weil ihr Tod noch nicht aufgeklärt wurde? Oder erlaubt sich einfach jemand einen schlechten Scherz? Die Frage wäre nur wie. Und so bildet sich jeder seine eigene Meinung, basierend auf dem, was man von anderen hört oder in der Presse gelesen hat. Und die hält sich mit sensationslusternden Schlagzeilen und einer spekulativen Berichterstattung natürlich nicht zurück. Längst sind die Gesichter von Belmess über die Grenzen des Dorfes hinaus bekannt. Und von überall aus der Gegend strömen Neugierige herbei, um die Erscheinung mit eigenen Augen sehen zu können. An einigen Tagen bilden sich vor Marias Haustür lange Schlangen, weil nicht alle gleichzeitig in die Küche können. Ohne dass sie etwas dagegen tun kann, wandelt sich Marias privater Wohnraum in eine Art Museum. Nachvollziehbar also, dass sie beginnt, Eintrittsgelder bzw. Trinkgelder zu nehmen. Ein örtlicher Fotograf bietet Fotos der Gesichter zum Verkauf an. Das ist letztendlich auch der Grund, warum die Gesichter ab der zweiten Erscheinung so gut dokumentiert sind. Die Polizei, aber vor allem auch die Kirche, sind sehr daran interessiert, die Angelegenheit zu klären und wieder Ruhe ins Dorf zu bringen. Es beunruhigt sie sehr, dass sich die Erscheinungen nicht so einfach erklären lassen. Die Kirche will natürlich verhindern, dass irgendwelche Zweifel an ihrer Deutungshoheit aufkommen. Und die Polizei will prüfen, ob es sich nicht einfach um einen ziemlich ausgeklügelten Fall von Betrug handelt. Also wird kurz nach dem Erscheinen des zweiten Gesichts im November 1971 eine Polizeiwache vor Marias Haus gestellt. Tag und Nacht behält die Polizei von nun an im Blick, wer das Haus betritt und wer es verlässt. Jede einzelne dieser Personen wird gründlich geprüft und befragt. Parallel untersucht die Polizei die Gesichter im Boden, entnimmt Materialproben und lässt sie in Laboren analysieren. Unterstützt wird die örtliche Polizei dabei von einem Experten-Team aus Madrid. Sie wollen herausfinden, woraus die Gesichter genau bestehen und wie es sein kann, dass sie sich verändern. Acht Tage, in denen die Beamten mit ihren Geräten in Marias Küche herumhantieren und es ihr ziemlich schwer machen, überhaupt einer Art von geregeltem Alltag nachzugehen. Die Polizei wählt einen sehr rationalen Ansatz, um die Erscheinungen zu erklären. Sie hofft, dass die Wissenschaft Antworten liefern kann und natürlich die gute alte Polizeiarbeit. Am 2. Dezember 1971, genau ein Monat nachdem man das zweite Gesicht aus dem Zement geschnitten hat, wird der Boden in der Küche komplett aufgemacht. Marias Küche wird zu einer Ausgrabungsstätte. Und tatsächlich findet man etwas sehr Interessantes. Man stößt nämlich in knapp drei Metern Tiefe auf menschliche Knochen. Allerdings, und jetzt kommt, ohne die Schädel. Fast so, als wären die Toten geköpft und ohne ihren Kopf begraben worden. Oder als hätten die Schädel ein eigenständiges Dasein entwickelt. Die Knochen werden zu einer anderen Begräbnisstätte überführt und das Loch in Marias Küche wird wieder zugemacht. Und trotzdem tauchen auch weiterhin neue Gesichter an ihrem Boden auf, obwohl der Zement ja komplett ersetzt worden ist. Wie ist das möglich? Es wird alles probiert, was der Polizei und der Wissenschaft so einfällt. Sie überprüfen nicht nur die chemische Zusammensetzung der Gesichter, sondern untersuchen sie sogar mit einem Röntgengerät. Doch sie finden weder eine Erklärung dafür, wie die Gesichter entstanden sein könnten, noch einen Beweis dafür, dass es sich um Betrug handelt. Sie bitten Maria auch, sich einem Lügendetektortest zu unterziehen, den sie ohne Probleme besteht. Maria kann sich die Erscheinung auch nicht erklären. Sie glaubt, dass die Gesichter mit ihr kommunizieren wollen, dass sie vielleicht eine Gabe besitzt, mit dem Jenseits in Kontakt zu treten. Sie sagt, dass ihr Gott diese Gabe gegeben haben muss, aber sie wisse auch nicht warum. Kommunikation mit dem Jenseits, das ist das richtige Stichwort. Denn es kommen nicht nur Forschende nach Belmès, die versuchen, das Phänomen auf eine rationale, wissensbasierte Weise zu erklären. Und damit betreten wir die Sphäre des Paranormalen. Für viele Forschende auf dem Gebiet der Parapsychologie sind die Erscheinungen die Gelegenheit, um endlich die Existenz paranormaler Phänomene zu beweisen. Die Parapsychologie ist ein Forschungsbereich, der sich mit Ereignissen beschäftigt, die man als außergewöhnlich oder paranormal beschreiben würde. Dazu gehören etwa Telepathie, außersinnliche Wahrnehmung, Psychokinese oder auch Spukphänomene. Die Parapsychologie stellt sich Fragen wie, ob Menschen nach dem Tod noch mit uns Lebenden kommunizieren können, ob es eine Welt jenseits des Sichtbaren gibt. Eine Welt, die über unsere Sinne hinausgeht und sich der wissenschaftlichen Erklärung vielleicht sogar entzieht. Die Parapsychologie knüpft also an eine Welt jenseits unserer sichtbaren und rational erklärbaren Wirklichkeit an. Sie sucht nach Wegen, um paranormale Ereignisse wissenschaftlich zu beweisen und zu erklären. Dabei muss sie sich immer wieder gegen kritische Stimmen wehren, die ihr vorwerfen, nur eine Pseudowissenschaft zu sein. Umso wichtiger ist es für die Forschenden also, zu zeigen, dass die Parapsychologie durchaus als ein wichtiges Forschungsgebiet wahrgenommen werden sollte. In den 70er Jahren wird die Parapsychologie in Spanien zunehmend populärer. Durch die Gesichter von Belmes, aber auch noch durch ein anderes spannendes Ereignis, von dem viele von euch bestimmt schon mal gehört haben. Der Auftritt von Zauberkünstler Uri Geller. Er hat 1975 in einer spanischen Fernsehshow vor laufenden Kameras einen Metalllöffel scheinbar nur durch Gedankenkraft gebogen. Zwei Parapsychologen haben sich in dem Fall der Gesichter von Belmes besonders Einnahmen gemacht. Der spanische Germán de Argumosa und sein deutscher Kollege Prof. Hans Bender. Germán hat ein großes Ziel. Er möchte der Welt beweisen, dass Seelen aus dem Jenseits mit uns lebenden Menschen kommunizieren können. Damit ihm das gelingt, versucht er, die Stimmen aus dem Jenseits auf Tonbandaufnahmen festzuhalten. Und tatsächlich soll ihm auch eine Aufnahme gelungen sein. Ein Geist soll zu ihm gerufen haben. Ich übersetze euch das mal aus dem Spanischen, was er gesagt haben soll. German, hack den Boden auf und heb den Zement hoch. Diese Aufnahme wurde allerdings nie veröffentlicht, weshalb ihre Authentizität durchaus in Frage gestellt werden darf. Der deutsche Professor Hans Bender ist Experte für Spuchfälle. Gemeinsam arbeiten die beiden Männer in den nächsten Jahren daran, zu beweisen, dass die Gesichter einen paranormalen Ursprung haben. Doch trotz aller Bemühungen werden ihre Untersuchungen ständig von technischen Problemen begleitet. Ziemlich unglücklich für die beiden Forschenden, die ja unbedingt zeigen wollen, dass die Parapsychologie ein seriöses wissenschaftliches Forschungsgebiet sein kann. Aber die beiden Männer geben nicht auf. Auch nicht, als die Presse zunehmend kritisch über ihren Untersuchungsansatz berichtet. Für die beiden Parapsychologen ist klar, dass sich die großen Player auf dem Feld gegen sie verbündet haben müssen. Sie sprechen sogar von einem Feldzug gegen sie. Einem Zusammenschluss von Kirche, Regierung und skeptischen Wissenschaftlern. Von der sogenannten Operation Dreizack. Dieses Bündnis soll falsche Informationen über sie verbreitet haben, mit der Unterstützung der Medien. Es heißt zum Beispiel, der Fotograf von Belmes soll gestanden haben, die Gesichter gemalt zu haben, um mit den Fotos Geld zu verdienen. Dieses vermeintliche Geständnis hat es allerdings nie gegeben, sondern wurde schlicht und einfach von einem Journalisten erfunden. Es ist auch nicht bewiesen, dass es tatsächlich so eine Operation Dreizack gegeben hat. Viele sehen es auch als eine Art Verschwörungserzählung. Es ist aber durchaus wahrscheinlich, dass die Behörden an der ein oder anderen Stelle enormen Druck auf vereinzelte Akteure ausgeübt haben. Der Bürgermeister von Bellmes soll im Februar 72, da sind die Gesichter etwa ein halbes Jahr alt, einen Brief vom Landratsamt bekommen haben, in dem ihm jeglicher Kommentar zu den Erscheinungen verboten worden sein soll. Und er ist nicht der Einzige, der sowas berichtet. Allein das zeigt schon, was die Gesichter von Belmes für einen Druck auf politischer und auch kirchlicher Ebene ausgelöst haben müssen. Denn auch ein halbes Jahr, nachdem das erste Gesicht aufgetaucht ist, hat noch niemand eine plausible Erklärung für die Erscheinungen gefunden. Zumindest keine Erklärung, für die es nicht direkt gute Gegenargumente gibt. Niemand hat hier irgendetwas unter Kontrolle und gleichzeitig will das natürlich auch niemand zugeben. Vielen Beteiligten wäre es wohl am liebsten, wenn die Gesichter einfach wieder verschwinden und sich die Sache von allein erledigen würde. Dann könnte auch endlich wieder Ruhe ins Dorf einziehen und alles seinen gewohnten Gang gehen. Ohne wilde parapsychologische Theorien und natürlich auch ohne die ganzen Besucher, die ständig an der Tür von Maria und ihrer Familie klopfen. Wir reden hier zur Hochphase über Zahlen von bis zu 10.000 Besuchenden an einem Wochenende. Aber die beiden Parapsychologen lassen sich den Wind nicht aus den Segeln nehmen und setzen ihre Besuche in Belmes fort. Im April 1972 wird Hermann Zeuge, wie sich innerhalb von zehn Minuten direkt vor ihm ein neues Gesicht bildet. Wenn das nicht Beweis genug ist, dass hier paranormale Kräfte am Werk sind. Für Hermann ist es eine Bestätigung, dass er auf dem richtigen Weg ist. Auch wenn seine weiteren Untersuchungen im Großen und Ganzen nicht von dem Erfolg gekrönt sind, den er sich erhofft hat. Zum Beispiel sein Versuch, die gesamte Küche von Maria zu versiegeln. Er will beweisen, dass keine Fremdeinwirkung am Werk ist und bedeckt den Boden mit einer Plastikplane. Die Ränder versiegelt er mit einem speziellen Lack. Allerdings sammelt sich in den darauffolgenden Tagen so viel Kondenswasser unter dieser Plane, dass der Versuch abgebrochen werden muss. Am Ende müssen die beiden Parapsychologen einsehen, dass auch ihnen kein Beweis für ihre Erklärung gelingen will. Und dass die Parapsychologie als Forschungswelt noch einen weiten Weg vor sich hat. Was nicht heißen soll, dass es keine paranormalen Phänomene gibt. Es ist einfach nur sehr schwer, sie zu beweisen. Und wo die Fakten fehlen, da bleiben nur noch die Theorien. Und davon gibt es in diesem Fall viele. Einige haben wir ja schon angedeutet. Wir wollen das Besprochene nun einmal neu sortieren und uns anschauen, was für Erklärungsansätze und Theorien in diesem Fall kursieren. Denn wie ihr gleich merken werdet, kommen einige Leute wirklich auf verrückte Ideen. Das, was ihr schon gehört habt, ist nur der Anfang. Fangen wir mit der Theorie an, die wohl von den meisten Menschen geteilt wird. Demnach handele es sich bei den Gesichtern von Belmes um einen einzigen großen Betrug. Um eine geschickte Masche von Maria und ihren Angehörigen, um sich zu bereichern und den Wert ihres Hauses zu steigern. Einige glauben, die Gesichter seien mit speziellen Chemikalien wie zum Beispiel Silbernitrat hergestellt worden, die ihre Farbe bei Lichteinwirkung verändern. Je nachdem, wie stark an dem Tag die Sonne scheint, können die Gesichter so schneller oder langsamer im Boden erscheinen. Wobei die Feuchtigkeit im Boden dafür sorgen würde, dass der Prozess eher langsamer abläuft. Allerdings konnten in verschiedenen Untersuchungen keine Spuren von Silbernitrat oder anderen Chemikalien in den Gesichtern nachgewiesen werden und auch sonst keine Spuren von irgendeiner Farbe. Auch die Tatsache, dass Maria Eintrittsgelder kassiert hat, kann nicht als Beweis für einen Betrug gesehen werden. In einigen Quellen ist auch nicht direkt von Eintrittsgeldern die Rede, sondern vielmehr von Trinkgeldern, die sie angenommen hat. Die Leute sind ja, das muss man auch sehen, permanent in ihren privaten Wohnraum eingedrungen. In dem guten halben Jahr nach der Erscheinung des ersten Gesichts, von Spätsommer 1971 bis Frühjahr 72, soll Maria rund eine halbe Million Peseten eingenommen haben. Umgerechnet entspricht das einem heutigen Gegenwert von ungefähr 75.000 Euro. Für Maria und ihre Familie ist das enorm viel Geld. Ein Industriearbeiter verdient in den 70er Jahren im Durchschnitt ein Monatsgehalt von 3.500 Peseten, also etwas mehr als 530 Euro. Die Idee, Geld von den Besuchenden zu nehmen, soll laut Maria auch erst entstanden sein, als immer mehr Leute gekommen sind, um die Gesichter zu sehen. Ein Freund soll der Familie das vorgeschlagen haben. Ganz abgesehen davon behaupten auch einige Stimmen, dass Maria und ihr kränkelnder Ehemann allein von ihrem Bildungsstand gar nicht in der Lage gewesen seien, die Öffentlichkeit so zu täuschen. Angeblich kann ja nämlich weder Maria noch ihr Mann lesen oder schreiben, was natürlich aber auch nichts heißen muss. Es heißt auch, die Gesichter seien mit einer Mischung aus Ruß und Essig in den Zementboden eingearbeitet worden, weil man diese Stoffe wohl bei einer Untersuchung im Boden gefunden habe. Allerdings ist es auch nicht wirklich überraschend, dass sich Ruß- und Essigspuren auf einem Küchenboden befinden. Und auch fraglich, ob man damit wirklich so detaillierte Gesichter zeichnen könne, die sich dann ja auch noch verändern, verschwinden und neu auftauchen. Besonders, nachdem der ganze Boden auch erneuert wurde. Eine andere Theorie besagt, es handele sich bei den Gesichtern um zufällige Muster, die auf natürliche Weise im Boden entstanden seien. Durch Feuchtigkeit zum Beispiel. Diese Theorie beruft sich auf das Phänomen der Pareidolie, also der menschlichen Neigung in Dingen und Mustern, vermeintliche Gesichter und vertraute Wesen oder Gegenstände zu sehen. Bestimmt kennt viele von euch das auch. Zum Beispiel, wenn man plötzlich in Autos oder Häuserfassaden oder sonst irgendwo Gesichter sieht. Demnach handelt es sich also bei den Erscheinungen einfach nur um Flecken, die keine wirklichen Gesichter sind, sondern nur so aussehen. Wir haben euch ja einige Fotos in den Shownotes verlängt. Schaut die euch gern nochmal an und schreibt uns, ob für euch die Erscheinungen auch nur wie Flecken aussehen, in die man dann Gesichter hineindeuten kann, oder ob ihr findet, dass die tatsächlich wie echte Gesichter aussehen. In einer Quelle heißt es, die Erscheinungen hängen mit einem unterirdischen Wasserstrom zusammen, der durch die Feuchtigkeit im Zement die Gesichter entstehen lässt. Doch das klärt dann nicht die Frage, warum einige Gesichter nur ein paar Tage, andere Monate oder sogar Jahre überdauert haben. Und warum zum Beispiel auch das zweite Gesicht, das ja aus dem Zement geschnitten und an die Wand gehängt wurde, noch viele Jahre später erkennbar ist. Und dann gibt es noch andere Ansätze, wie sich die Erscheinungen im Rahmen der menschlichen Logik erklären lassen könnten. In einer unserer Quellen heißt es, Die Gesichter könnten die Folge eines radioaktiven Lecks in der Gegend sein, wobei es dafür keinerlei Beweise gibt. Und dann gibt es die Erklärungsversuche, die sehr wohl die Grenzen der menschlichen Logik sprengen. Die Erklärungen, bei denen der Glaube ins Spiel kommt, weil der Verstand nicht mehr weiter weiß. Eine solche Theorie besagt, dass es sich um ein religiöses Phänomen handeln könnte. Um eine Art Wunder, ein Zeichen Gottes. Viele Menschen aus Belmes haben diese Theorie in den Monaten nach der Erscheinung des ersten Gesichts gestützt. Die Kirche selbst allerdings nicht. Andere glauben, dass Maria ein Medium sei und Wesen aus dem Jenseits über die Gesichter mit ihr kommunizieren, zum Beispiel die Seelen Verstorbener. Viele, die an diese eher spiritualistische Theorie glauben, sehen sie in den Tonbandaufnahmen bestätigt, die der Parapsychologe Hermann angefertigt hat. Ihr erinnert euch, er hat ja versucht, Stimmen aus dem Jenseits aufzuzeichnen, mit mehr oder weniger fragwürdigem Erfolg. Laut dieser Theorie sprechen die Seelen auch nicht ohne Grund aus dem Jenseits mit uns Menschen. Demnach sei es plausibel, dass die Seelen zu all jenen Menschen gehören könnten, die während des Spanischen Bürgerkriegs getötet worden seien. So wie auch einige Mitglieder aus Marias Familie. Das würde zumindest im Ansatz erklären, warum die Gesichter ausgerechnet in Marias Haus auftauchen. Wobei sehr wahrscheinlich auch viele andere Menschen in Bellmers Verwandte und Freunde im Bürgerkrieg verloren haben. Aber wer weiß, vielleicht ist ja das ein oder andere Gesicht tatsächlich auch im Inneren eines anderen Hauses aufgetaucht, ohne dass es die Bewohnern gemerkt haben, weil sie dachten, es handelt sich einfach nur um einen Fleck. Eine der wohl populärsten Theorien ist die der Teleplastik. Die Teleplastik ist ein Begriff aus der Parapsychologie, der als Bezeichnung für Phänomene genutzt wird, bei denen Gedanken oder psychische Kräfte einer Person Form oder Materie aus der Ferne beeinflussen sollen. Oder noch einfacher, Dinge verändern, ohne sie anzufassen. Dieser Theorie zufolge soll Maria solche teleplastischen Fähigkeiten besessen und die Entstehung der Gesichter damit aktiv beeinflusst haben. Angeblich sollen sich die Gesichter je nach Stimmung von Maria verändert haben. 1981, zehn Jahre nach dem Erscheinen des ersten Gesichts, ist Marias Ehemann schwer krank geworden. Es heißt, dass sich deshalb auch die Minen der Gesichter verfinstert hätten. Daran angelehnt gibt es eine weitere paranormale Theorie, vertreten von dem spanischen Parapsychologen Germán, die Theorie der Transzendenz. Sie besagt, dass das menschliche Bewusstsein nicht an den physischen Körper oder die materielle Welt gebunden ist. Unser Bewusstsein könne sich demnach über die Grenzen des Normalen hinaus bewegen und paranormale Phänomene wie die Gesichter direkt erzeugen, ganz ohne Geister oder Verstorbene als Ursache. Es handelt sich hierbei also weniger um einen Spuk durch Tote, sondern um eine Manifestation von lebendigem, transzendierendem Bewusstseins. Doch mit welchem paranormalen Ansatz sich die Erscheinungen letztendlich auch erklären lassen, die beiden Parapsychologen sind überzeugt, dass die Gesichter das wohl wichtigste paranormale Phänomen dieses Jahrhunderts seien. Doch auch sie konnten letztendlich keine zweifelsfrei belegbaren Beweise finden, die ihre Theorie stützen. Weder sie, noch die Skeptiker, noch die Wissenschaft und auch nicht die Polizei. Viele, die die Gesichter gesehen oder auch nur von ihnen gehört haben, glauben eine Erklärung dafür zu haben. Gerade auch, wenn man sich online mal umschaut, dann wird es schnell deutlich. Die einen meinen ganz sicher zu wissen, dass es Betrug sei. Die anderen wissen ganz sicher, dass es sich um eine Erscheinung aus dem Jenseits handelt. Fakt ist, wir wissen es nicht, auch wenn jede Theorie so ihre plausiblen Argumente mitbringt. Und manchmal ist es auch gar nicht so leicht auszuhalten, dass sich bestimmte Dinge im Leben einfach nicht erklären lassen. Und so vergehen Monate und Jahre. Mit der Zeit verliert die Öffentlichkeit das Interesse an den Gesichtern. Der Hype ist abgeflaut. Der Alltag kehrt wieder ein. Doch immer mal wieder klopft jemand an die Tür von Maria und ihrer Familie. Für sie ist das kein Problem, da sie sich schon längst mit der Situation arrangiert hat. Die Behörden haben Maria nämlich eine neue Küche ins Haus gebaut, da die Familie zu Hochzeiten teilweise tagelang nicht einmal richtig essen konnte, so viele Leute waren zu Besuch. Für Maria sind die Gesichter zu einer Art Mitbewohner geworden. Ihr haben sie ja von Anfang an nicht wirklich Angst angejagt. 2004 stirbt Maria im Alter von 85 Jahren. Viele Skeptiker glauben, dass sich das mit den Gesichtern von ganz allein erledigen wird, sobald Maria nicht mehr da ist. Doch sie haben sich geirrt. Denn acht Monate nach ihrem Tod tauchen neue Gesichter auf. In einem anderen Haus. In dem Haus, in dem Maria geboren wurde und bis zu ihrem 22. Lebensjahr gelebt hat. Nur etwa 100 Meter von ihrem späteren Haus entfernt. In Marias Elternhaus leben mittlerweile ihre Nichten und natürlich geht direkt das Gerücht herum, dass die Nichten sich nun an dem Phänomen bereichern wollen. Es ist fast, als würde sich die Geschichte wiederholen. Auch bei diesen neuen Gesichtern lassen sich keine Beweise finden, dass sie von Menschenhand entstanden sein könnten. Aber es gibt da ja noch dieses eine Detail, das zu einer Erklärung der Erscheinung beitragen könnte. Das Haus, in dem Maria ihre Erwachsenenjahre verbracht hat, wurde auf einem alten Friedhof aus dem 13. Jahrhundert gebaut. Und vielleicht, ganz vielleicht, gehören die Gesichter ja doch zu verstorbenen Seelen, die in ihrem Grab keine Ruhe finden können. Mehr als 30 Jahre lang haben Menschen aus den unterschiedlichsten Forschungsgebieten versucht, das Rätsel um die Gesichter von Belmes zu lösen. Vergebens. Insgesamt sind über die Jahre mehr als 1000 Gesichter erschienen und teilweise auch wieder verschwunden. Teilweise, aber auch nicht. Wer heute nach Belmes reist, um sich die Erscheinung mit eigenen Augen anzusehen, der wird dort ein Museum vorfinden, in dem Marias Geschichte erzählt und Fotografien der Gesichter gezeigt werden. Es sollen sogar noch einige der originalen Gesichter vorhanden sein, darunter auch das Gesicht, von dem wir ganz zu Beginn gesprochen haben. Das, was entweder so aussieht wie eine alte Dame mit faltigen Wangen oder ein Mann mit langem Schnurrbart. Belmes ist mittlerweile längst kein kleines, unbekanntes Dorf mehr. Irgendwo in den Bergen Andalusiens. Das Dorf hat durch die Gesichter eine regelrechte Berühmtheit erlangt und sieht nach wie vor neugierige Reisende und Forschende an, die selbst einmal schauen wollen, was es mit dem Mysterium denn nun wirklich auf sich hat. Maria wurde nach ihrem Tod zur Ehrenbürgerin von Belmes ernannt. Sogar eine Straße im Dorf trägt heute ihren Namen. Das Mysterium rund um die Gesichter von Belmes wird wohl für immer ein Rätsel bleiben. Also ich hoffe, wir haben nicht so viel versprochen. Anna hat das ja ganz am Anfang der Folge schon gesagt, dass es was ganz anderes heute sein wird. Und ich muss sagen, direkt rein in die Diskussion, würdest du, wenn so eine Gesichter bei dir aufploppen, Und bevor wir jetzt überhaupt darüber diskutieren, ob das jetzt wahr ist oder nicht, würdest du da bleiben, wenn bei dir Gesichter auftauchen würden? Also wenn die Gesichter so aussehen wie die von Maria, würde ich mich da ziemlich unwohl fühlen. Also ich würde die Küche auf jeden Fall so gut es geht meiden, weil also ich finde, die sehen richtig gruselig aus. Deswegen also geht mal am besten jetzt direkt in die Show Notes, falls ihr es nicht schon längst gemacht habt. Die sehen schon, wie du schon gesagt hast, sehr, sehr furcht einflößend aus. Ich fand die Beschreibung wie Asterix eher süß. Also wenn so ein Asterix mich angucken würde, dann würde ich sagen, ja okay, das passt. Es gibt ein paar Bilder, muss man auch sagen. Da finde ich so diese Theorie mit den Flecken relativ plausibel. Aber dann gibt es halt andere Gesichter im Boden. Und da denke ich mir, das ist so detailliert mit den Augen, mit der Nase, mit dem Mund, mit dem Ausdruck. Das kann ja nicht nur ein Fleck sein. Also was wäre das bitte für ein Fleck, das so krass nach einem Gesicht aussieht, oder? Aber ich glaube, das kennen wir auch alle, dass wir dann irgendwie in irgendwelchen Holzdielen auf dem Boden oder im Bett nach irgendwelchen Mustern gesucht haben manchmal auch und ich finde... Man sieht schon sehr viele Gesichter da drin, auch wenn die eher so nach Aliens aussehen. Ja, oder mir fällt direkt eine Stelle ein bei meinen Eltern in einem Stück Holz, sieht es voll aus wie so ein Ziegenkopf. Aber halt trotzdem nicht so detailliert wie die Bilder im Fußboden von Maria oder die Gesichter. Ja, ich wäre jetzt nicht so gechillt gewesen wie sie. Sie hat sich ja als Auserwählte gefühlt und fand das irgendwie interessant. Also ich hätte es super gruselig gefunden. Da können wir direkt drauf eingehen. Warum? Vielleicht hat sie das ja alles nur gefakt und war deswegen so gechillt mit den Gesichtern. Also Reddit hat ja immer recht. Ich habe kurz auf Reddit geguckt. Wir haben heute darüber gesprochen. Es gibt so welche, die sagen zu 100 Prozent, das war fake, zu 100 Prozent, das war echt. Und auf Reddit, zumindest das, was ich gesehen habe in den Subreddits, haben alle so gesagt, wie dumm können die Leute sein, dass sie das halt glauben. Da hat man doch sogar die Pinselborsten gesehen und da dachte ich mir, Pinselborsten, das hätte man dann aber doch noch gefunden. Also Reddit, zumindest was ich gesehen habe, ist sich da ziemlich einig. Ich muss sagen, von all den paranormalen Fällen, die wir besprochen haben, war der hier sogar einer, wo ich noch am ehesten gedacht hätte, ja, da habe ich noch am meisten Angst sogar. Oder geht mir auch so. Und also klar, natürlich kann sie da eine Betrugsmasche abgezogen haben. Wir haben ja auch gehört, dass die Familie nicht so viel Geld hatte. Ihr Mann war schon krank. Also da kann man jetzt, glaube ich, auch Geld gut gebrauchen. Und wenn es wirklich ein Betrug gewesen wäre... Dann denke ich mir aber, wie kreativ? Ich finde es auch. Oder? Also wie gut ist denn die Idee, sich so Gesichter auf den Küchenboden zu schmieren? Besonders, du tust ja niemandem weh. Genau, die kommen ja freiwillig, die Leute, und zahlen dafür. Du verhilfst der Stadt zu ruhen. Okay, auch noch eine Straße wird nach dir benannt. Du kriegst eine neue Küche. Das ist ein Win-Win für alle, sage ich. Oder, denke ich mir auch, also wenn es ein Betrugsfall war, dann war es aber ein ziemlich guter und kreativer. Chapeau. Und wenn dem nicht so ist, dann finde ich es total legitim, dass sie Geld genommen hat von den Leuten. weil da ja teilweise bis zu 10.000 Leute gekommen sind am Wochenende und durch ihre private Küche gelatscht sind. Also da wäre sie ja schön doof gewesen, wenn sie kein Geld genommen hätte. Ja, definitiv. Also lasst uns gerne wissen, was ihr davon haltet. Ob ihr eher Team seid, alles Fake oder Team, ja, nee, doch, sehe ich schon, dass es möglich ist. Und was hättet ihr gemacht, wenn die Gesichter in eurem Küchenboden aufgetaucht wären? Ja, ganz genau, das würde mich auch interessieren. Und ansonsten, ich weiß nicht, Thema Personalakte, wir haben ja jetzt erst die Woche gequatscht. was die Woche ansteht. Also so viel kann ich jetzt gar nicht dazu noch sagen. Hast du noch irgendwas für die Personalakte? Ich nehme mich nicht, um ehrlich zu sein. Vielleicht nur ein kleiner Reminder. Schickt uns gerne Spielvorschläge. Darum haben wir ja in der letzten Folge schon gebeten. Also wenn ihr da noch irgendwelche Tipps habt, noch können wir es besorgen bis Samstag. Und dann teilen wir ja sicherlich auf Instagram, was wir gespielt haben, wer richtig hart verloren hat, wer im Gewinnerteam war. Das werden wir dann mal sehen. Bist du eine gute Verliererin eigentlich? Voll. Ja, voll. Ja, das hört sich gerade ein bisschen fake an. Ich verliere fast lieber und habe dann ein gutes Gefühl, weil ich weiß, andere freuen sich. Weil mir ist gerade so aufgefallen, wir haben ja schon ein paar Spieleabende und so gehabt, Dass ich dich nie habe verlieren sehen. Deswegen habe ich, glaube ich, das noch nie so gesehen, die Seite an dir. Nein, ich kann sehr, sehr gut verlieren, weil ich bin ja so ein Stimmungsmensch. Ich habe lieber gute Stimmung am Tisch. Und wenn ich weiß, jemand anderes kann gar nicht verlieren zum Beispiel, dann freue ich mich viel mehr, dass die Person gewinnt und ich verliere, weil ich weiß, dann ist die Stimmung gut. Ja, okay, check ich. Check ich auf jeden Fall. Wer kann das noch nachfühlen? Schreibt auch das gerne, wenn ihr wollt. Und ansonsten würde ich sagen, schickt uns gerne eure Vorschläge. bis zu zehn Leute sind wir in etwa, right? Ja. Und damit würde ich sagen, wir hören uns kommende Woche Dienstag wieder, wenn wir die schwarze Akte wieder aufschlagen. Jetzt schließen wir die Personalakte, die schwarze Akte, Paranormal für heute und bis bald. Wir sind eure Hosts Anne Luckmann und Patrick Strobusch. Redaktion Silber Hane Kamp und wir Schnitt Anne Luckmann, Produktion Nadine Lenfer-Unterweger und Lea Backes Die schwarze Akte ist eine Produktion der Julep Studios Besonderer Dank geht an Falco Schulte.