Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / Hamburg-News: Gewürz-Beben bei Ankerkraut & Olympia-Fieber im Norden
Transcript
- Willkommen zu deinem täglichen News-Update. Dies sind die Themen vom 15. April. Nestlé ade. Großdemo gegen Katharina Reiche. Elbtunnel am Wochenende wieder dicht. Fußballlegende Horst Rubesch hat sich für eine deutsche Olympia-Bewerbung ausgesprochen. Nestlé ade, das bekannten Hamburger Gewürzunternehmen Ankerkraut, verlässt den Schweizer Konzern und geht wieder eigene Wege. Nach vier Jahren unter dem Dach des weltgrößten Lebensmittelunternehmens haben die Gründer Anne und Stefan Lemke ihre Anteile zurückgekauft. Über die finanziellen Details der Transaktionen sei Stillschweigen vereinbart worden. Ziel sei, die Marke wieder unabhängig weiterzuentwickeln und dabei besonders an ihre ursprüngliche Identität und die unternehmerischen Wurzeln anzuknüpfen. In Anbetracht einer veränderten Marktlage seien beide Seiten überzeugt, dass diese Entscheidung der Marke zusätzlichen unternehmerischen Spielraum verschaffe, um die künftige Entwicklung des Unternehmens noch flexibler und schneller voranzutreiben. Ankerkraut ist für uns mehr als ein Unternehmen, es ist unser Lebenswerk, betonten Anne und Stefan Lemke. Der Vorstandsvorsitzende von Nestlé Deutschland, Alexander von Maillot, sagte, Wir unterstützen den Wunsch der Gründer nach größerer unternehmerischer Eigenständigkeit. Die bisherige Zusammenarbeit nannte er konstruktiv, vertrauensvoll und von gemeinsamen Zielen geprägt. Bürgermeister Peter Tschentscher und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther haben den deutschen Soldaten an der NATO-Ostflanke in Litauen Respekt gezollt. Mit ihrem Besuch bei der Panzerbrigade 45 Litauen am Standort Nemenzine nordöstlich von Vilnius wollten sie den Soldaten zeigen, dass wir auch als Länderchefs hinter ihrer Arbeit stehen, sagte Günther. Gleichzeitig sei man bei den deutschen Soldaten in Litauen, um zu Hause darüber zu berichten, was hier aufgebaut wird, sagte Tschentscher. Bei Gesprächen hätten er und Günther ihre Wertschätzung für diese Arbeit ausgedrückt. Die Bundeswehr ist seit 2017 in Litauen engagiert und soll dort die Ostflanke der NATO sichern. Aktuell sind 1.800 Bundeswehrangehörige im Einsatz. Bis Ende nächsten Jahres, wenn die neue Kaserne im südlich von Vilnius gelegenem Rutningkai fertig ist, soll die Truppenstärke auf 4.800 Männer und Frauen anwachsen. Hinzu kommen dann rund 200 Zivilangestellte. Die litauische Hauptstadt Vilnius war nach Danzig die zweite Station der ersten gemeinsamen Auslandsreise der Nordregierungschefs. Zum Abschluss geht es Ende der Woche ins lettische Riga. Wirtschaftsministerin Katharina Reiche, CDU, wird zur Lieblingsgegnerin der Öko-Bewegung. Vertreter aus Umwelt und Wissenschaft haben den Ausbau von erneuerbaren Energien bei gleichem Abbau von Öl und Gas gefordert. Bei der Energiekrise infolge des Irankriegs handele es sich eigentlich um eine fossile Krise, sagte die Klimaaktivistin Luisa Neubauer am Mittwoch in Berlin. Ein Bündnis um die Organisationen CAMPACT, Fridays for Future, Greenpeace, Deutsche Umwelthilfe und WWF will deshalb am Sonnabend in Berlin, Hamburg, Köln und München unter dem Motto Erneuerbare Energien verteidigen demonstrieren. Die Demonstration in Berlin soll vor dem Ministerium von Bundeswirtschaftsministerin starten. Reiche wolle den Ausbau der erneuerbaren Energien für die Profite der Öl- und Gaswirtschaft ausbremsen, kritisieren die Organisationen. Sie fordern von der Bundesregierung, die Pläne für ein Netzpaket und ein neues Erneuerbaren-Energien- und Gebäudemodernisierungsgesetz vom Tisch zu nehmen. Der Astrophysiker Harald Lesch sagte, er sei geschockt darüber, dass wir für den gesunden Menschenverstand demonstrieren müssen. Verbrennungstechnologien seien wesentlich ineffizienter als alles, was mit elektrischer Energie läuft. Würden erneuerbare Energien jetzt nicht ausgebaut, verpasse Deutschland eine irrsinnige Chance, warnte Lesch. Der Bau und Betrieb des seit Jahren geplanten Ammoniak-Import-Terminals im Hamburger Hafen ist genehmigt. Die Hamburger Energiebehörde gab ihre Zustimmung, wie sie mitteilte. Die finale Investitionsentscheidung steht aber weiter aus, wie der Energieimporteur MB Energy vormals mabbernaft mitteilte. Das Terminal soll im Süden des Hafens auf dem Gelände des Tanklagers Blumensand entstehen. Das Vorhaben hat sich bereits mehrfach verzögert und wird sich voraussichtlich weiter verzögern. Nach früheren Angaben von MB Energy sollte der Import von verflüssigtem Ammoniak erst 2027 und dann 2028 beginnen. Inzwischen steht fest, dass die Einfuhr im besten Fall im Jahr 2029 aufgenommen werden kann. MB Energy zufolge wird der Bau erst beginnen, wenn die Investitionsentscheidung getroffen ist. Die Errichtung des Terminals werde dann rund drei Jahre dauern. Die geplante Umschlagsmenge soll bei etwa 600.000 Tonnen Ammoniak im Jahr liegen. Am Wochenende sollte man es sich zu Hause oder im eigenen Stadtteil gemütlich machen. Die A7 und der Elbtunnel werden wegen Bauarbeiten für 55 Stunden voll gesperrt. Von Freitagabend 22 Uhr bis Montagmorgen 5 Uhr ist die Autobahn zwischen Stellingen und Heimfeld nicht befahrbar, weder in Richtung Flensburg noch in Richtung Hannover. Während der Sperrung sollen die Lärmschutztunnel in Schnelsen und Stellingen weiter in die Tunnelzentrale in Othmarschen integriert werde. Die Zentrale bekommt außerdem ein Software-Update, wie die Autobahn GmbH Nord mitteilte. Der überregionale Verkehr soll in Richtung Flensburg eine Umleitung über die A1, die A21 und die B205 nutzen, in Richtung Hannover in umgekehrter Reihenfolge. Die Strecke verbindet das Kreuzmaschen südlich von Hamburg mit der A7-Anschlussstelle Neumünster-Süd. Rund um die Norder-Elbbrücke kommt es allerdings häufig zu Stau, womit auch an diesem Wochenende zu rechnen ist. Innerstädtisch führen die Umleitungen über die neuen Elbbrücken. Während der A7-Vollsperrung plant die Projektmanagementgesellschaft Deges, eine Verkehrszeichenbrücke am künftigen Lärmschutztunnel Altona abzubauen, um diese zu sanieren und mit neuen LED-Anzeigentafeln auszustatten. Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Othmarschen sollen Fahrbahnschäden beseitigen und Entwässerungsanlagen reinigen. Fußballlegende Horst Rubesch hat sich für eine deutsche Olympia-Bewerbung ausgesprochen. Ich bin ein absoluter Befürworter. Man muss aufhören, immer das Negative zu sehen, denn die Sache bringt auch ganz viel Positives hervor, sagte er in einem Interview auf der Homepage des HSV und sprach sich für die Hansestadt als Austragungsort aus. Mit Olympia in Hamburg entwickelt sich die Stadt noch einmal weiter. Wir sind schon das Tor zur Welt und es würde noch einmal vieles infrastrukturell bewegen. Natürlich ist so etwas auch teuer, aber der Mehrgewinn überwiegt, sagte Rubesch, der am Freitag 75 Jahre alt wird. Mit Blick auf das Hamburger Referendum über eine Bewerbung am 31. Mai rief er zu einem Ja auf. Die Hamburger können sich dermaßen präsentieren und sind auch in der Lage, sich so weltoffen zu zeigen. Wir können zeigen, wir sind Hamburg, wir sind Deutschland. Für mich ist das ein Muss. Ich kann nur dazu raten, für Olympia zu stimmen. Rubesch, der als Trainer an den Sommerspielen 2016 und 2024 teilnahm, vergleicht eine mögliche Olympia-Gastgeberrolle mit der bei der Fußball-WM 2006 im eigenen Land. So etwas macht mit der Stadt und dem ganzen Land etwas, sagte er. Er selbst habe 2024 in Paris die Abschlussfeier vor 80.000 Zuschauern mitgemacht. Da gab es Polonesen in fünf verschiedenen Sprachen. Du kannst es nicht erklären, du musst es erleben, du musst es sehen. Das war dein tägliches News-Update, erstellt mit Hilfe von künstlicher Intelligenz. Wenn dir diese Episode gefallen hat, abonniere unseren Podcast und teile ihn mit deinen Freunden. Bis zum nächsten Mal. Ein Podcast von Funke. Weitere Podcasts vom Hamburger Abendblatt finden Sie in unserer Abendblatt-Podcast-App und auf abendblatt.de.