Latest / Gin And Talk / Manuela Freitag über Dominanz, Unterwerfung und die Herbertstraße
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- 0:00Speaker 0: Also es gibt genug Dinge, die ein wirklich ja fremd sind wenn man das hört.
- 0:06Speaker 0: Ich habe zum Beispiel letzte Woche wieder eine SMS von jemandem bekommen ob ich ihn anrübsen würde.
- 0:11Speaker 0: Das würde ihnen angahlen und das hab' ich halt auch noch nicht erlebt.
- 0:15Speaker 0: also es kommen verwunderliche Dinger auf einzu.
- 0:18Speaker 0: Es ist wie ne Wundertüte im Prinzip der Beruf.
- 0:21Speaker 0: Also man sollte wirklich nicht sagen, okay dafür zahlt er jetzt so viel.
- 0:24Speaker 0: Ich probiere das einfach.
- 0:26Speaker 0: Hauptsache erzahlt mir das also da habe ich dann selber dann auch Angst und würde das gar nicht mit hundertprozentiger Überzeugung machen.
- 0:34Speaker 0: Überwiegend ist es schon reines finanzielles Ding.
- 0:37Speaker 0: die kommen rein spritzen ab.
- 0:39Speaker 0: Dann gibt es Gäste diese vorher ganz freundlich und hau und toll und schön.
- 0:44Speaker 0: Und wenn sie dann fertig sind reden Sie auf einmal kein Wort mehr mit einem
- 0:47Speaker 1: Herzlich willkommen.
- 0:49Speaker 1: Mein Name ist Daniel Fürk und ich freue mich sehr, euch heute zu einer neuen Episode General Talk begrüßen zu dürfen die wir in Hamburg aufzeichnen.
- 0:56Speaker 1: Ich treffe mich mit Manuela Freitag.
- 0:58Speaker 1: Sie ist die dienstälteste Dominer der Herbertstraße.
- 1:01Speaker 1: Seit mehr als dreißig Jahren arbeitet sie hier nun schon unweit der Repa-Bahn und hat in ihrem beruflichen Leben einiges erlebt.
- 1:09Speaker 1: Heute geht sie im Beruf mit einer gewissen Leidenschaft nach doch ihr Weg in die Sexarbeit war ein trauriger, ein von Not getriebener.
- 1:17Speaker 1: Ich wollte von ihr wissen, wie sich ihre Arbeit über die Jahre verändert hat.
- 1:20Speaker 1: Warum Sexarbeit in unserer Gesellschaft noch immer stigmatisiert wird und ob es heute noch Wünsche von Kunden gibt, die selbst sie nach all den Jahren noch überraschen oder schockieren?
- 1:30Speaker 1: Bevor wir aber gleich starten – noch eine Bitte!
- 1:33Speaker 1: Wenn euch Genetalk gefällt folgt uns bei Spotify, Apple Podcasts oder wo auch immer ihr gerne Podcast hört so verpasst ihr auch keine der folgenden Episoden.
- 1:42Speaker 1: Jetzt aber viel Spaß beim Zuhören.
- 1:44Speaker 1: Schön dass ihr alle wieder mit dabei seid
- 1:48Speaker 0: Zwei Menschen, eiskalte Drinks und eine Menge Zeit für ein persönliches
- 1:54Speaker 1: Bargespräch.
- 1:56Speaker 1: Herzlich willkommen an unseren Bartresen!
- 1:59Speaker 1: Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge Gin & Talk.
- 2:04Speaker 1: Mach es dir gemütlich, lehne dich zurück und tauche ein in die verrucht düstere
- 2:11Speaker 0: Atmosphäre
- 2:12Speaker 1: unserer Studio-Bar Freitag.
- 2:22Speaker 1: Ich freue mich sehr, dass wir uns heute hier in Hamburg im Wunderschön Hamburg treffen können.
- 2:26Speaker 0: Ja gerne!
- 2:27Speaker 1: Du hast ein Buch geschrieben über dein Leben, über deine Erlebnisse in deiner Arbeit als Dienstälteste Dominar auf der Herbertstraße hier in Hamburger.
- 2:41Speaker 1: Du hast vor ganz vielen Jahren angefangen.
- 2:43Speaker 1: damit kannst du mal einfach erzählen wie kam es dazu eigentlich?
- 2:47Speaker 1: Was war der Auslöser, dass du gesagt hast?
- 2:50Speaker 1: Das ist ein Berufsfeld im weitesten Sinne.
- 2:53Speaker 1: Die Sexarbeit, die etwas ist was dich reizt.
- 2:57Speaker 1: oder war es vielleicht ganz anders, das du gesagt hattest als gar nichts was dich sonderlich gereizt hat aber dich vielleicht irgendwie aus anderen Situationen bist du da vielleicht reingekommen?
- 3:08Speaker 0: Ja deshalb mehr oder weniger situationsbedingt ich musste ja überleben und brauchte Geld für Essen Kleidung Und halt die Grundbedürfnisse eines Menschen.
- 3:21Speaker 0: Ich hatte auf der Straße gelebt und Steintour in Bremen, da fing dann mein Dilemma oder meine Arbeit an.
- 3:28Speaker 0: Was man mit zwölf Jahren als Arbeit bezeichnen kann eigentlich ist ja keine Arbeit mit zwelf Jahren.
- 3:35Speaker 0: aber ich habe mir das so ein bisschen abgeguckt von den Mädels.
- 3:38Speaker 0: Da haben halt drogenabhängige Mädchen ins Auto gestiegen sind wir den Gästen irgendwo hingefahren haben dann damit ihr Geld verdient und dann dachte ich, probier das auch mal.
- 3:48Speaker 0: Das hat funktioniert!
- 3:50Speaker 0: Und wenn ich meinte mein Geld sei genug?
- 3:54Speaker 0: Dann habe ich halt aufgehört für den Tag.
- 3:56Speaker 0: Also ich meine sprich hundert Mark war ja damals viel Geld oder Hundertfünfzig und es hat ja zum Leben gereicht für den nächsten Tag und wenn nicht dann wieder Geld brauchte hab' ich's wieder gemacht.
- 4:07Speaker 1: Also wirklich auch im Rückblick auch schreckliche Situation eigentlich, die dich dazu geführt hat?
- 4:13Speaker 0: Naja ich mein mit zwölf kann man ja nicht sagen.
- 4:16Speaker 0: Schreckliche Situation.
- 4:17Speaker 0: Ich kannte das ja irgendwie nicht.
- 4:19Speaker 0: Wenn ich dass jetzt Revue passieren lass und denk so an meinem zwölften Lebensjahr dann war es schon schrecklich.
- 4:25Speaker 0: aber zu der Zeit wo's halt passiert ist da war das für mich ja irgendwie meine Entscheidung.
- 4:31Speaker 0: Also ich habe ja niemanden fragen müssen oder ich hatte gar keine Alternative, um zu sagen das wäre besser oder das wär besser zu machen.
- 4:40Speaker 0: Sondern es ist einfach passiert.
- 4:42Speaker 1: Würdest du sagen dass es heute auch noch Frauen gibt die in dem Alter auch noch in der Situation sind wo sie... so über die Runden kommen müssen?
- 4:50Speaker 1: oder hat sich da die Situation ein bisschen geändert?
- 4:53Speaker 1: Gerade was Anlaufstellen, Hilfsangebote, ähnliches.
- 4:56Speaker 0: Ja das kann ich schwer beurteilen weil wie gesagt ich arbeite in der Herbertstraße und die Herbertstraß ist halt Herbertstraßen.
- 5:04Speaker 0: Ich habe wenig Zugriff auf Jugendliche Prostitution.
- 5:08Speaker 0: Da kann ich eigentlich weniger zu sagen.
- 5:10Speaker 0: es wird sicherlich irgendwo werden schon minderjährige drei, zehn, vierzehn jährige anschaffen.
- 5:18Speaker 0: Dafür gibt es ja hier Sankt Georgian Hamburg und ... Ich kann das nicht sagen oder in Privatapartments.
- 5:25Speaker 0: also es wird's mit Sicherheit geben aber ich weiß davon halt nichts.
- 5:30Speaker 1: Wir haben vor einem Vorgespräch schon kurz drüber gesprochen.
- 5:33Speaker 1: wir haben jetzt dieses diese anderthalb Jahre Pandemie hinter uns Und hoffentlich auch bald die Pandemie zumindest in ihren in ihren schlimmsten Auswirkungen.
- 5:45Speaker 1: Du hast vorhin schon gesagt, ihr durftet gar nicht arbeiten in dieser Zeit.
- 5:49Speaker 1: Wie bist du da über die Runden gekommen?
- 5:52Speaker 1: Hast du dich verstanden und abgeholt gefühlt von der Politik?
- 5:56Speaker 1: Ich vermute jetzt mal eher nein.
- 5:58Speaker 0: Na ja was heißt ich musste genauso Einschränkungen machen wie alle anderen auch für die Gastronomen Und es war für mich echt angsteinflößend, weil irgendwann hieß es auch die Prostitution sollte verboten werden.
- 6:11Speaker 0: Man hat darüber diskutiert aber Gott sei lang ist das nicht in Kraft getreten.
- 6:15Speaker 0: ich hoffe es wird auch nicht passieren.
- 6:19Speaker 0: Ja es war halt alles angstein flößend während der Pandemie.
- 6:22Speaker 1: Genau du sprichst gerade schon von möglichen Verboten und gesetzlichen Regelungen rund um dieses Thema.
- 6:30Speaker 1: Warum?
- 6:31Speaker 1: muss Sexarbeit eigentlich bei uns, oder warum ist Sexarbeit in unserem Land eigentlich immer noch so ein Tabuthema?
- 6:39Speaker 1: Warum ist da immer noch ein wahnsinniges Stigma auf diesem Thema und stattdessen man einfach sagt es ist ein Beruf wie jeder andere der seine Besonderheiten hat.
- 6:49Speaker 1: Wie jeder andere Beruf?
- 6:51Speaker 1: aber das ist ja nichts... Verwerfliches.
- 6:54Speaker 0: Also ich kann ja nicht für die Personen sprechen, die diese Vorurteile haben oder die überhaupt negativ über uns denken weil ich bin denn diejenige die es ausübt und ich meine ich finde daran auch nichts Schlimmes.
- 7:08Speaker 0: ist ja klar ich arbeite das Ja.
- 7:10Speaker 0: Aber die Soliden in der Anführungsstrichen, man sagt im Milieu zu den Leuten, die nicht arbeiten.
- 7:16Speaker 0: Also in unserer Milieu tätig sind das sind halt Solide.
- 7:19Speaker 0: für die kann ich halt nicht sprechen was sie denken und ich denke es wird sich auch auf lang gesehen nichts ändern.
- 7:25Speaker 0: Es vielleicht wenn man ganz viel in den Medien bringt davon viele Erlebnisse mal irgendwie schildern kann oder darstellen kann Weswegen man das macht oder warum man das überhaupt macht, dass da ein bisschen mehr Verständnis rüber kommt.
- 7:41Speaker 0: Aber ich glaube eher weniger.
- 7:43Speaker 1: Was würdest du denn wenn du jetzt jemanden hättest mit dem du sprechen müsstest der diese Einstellung, diese kritische Einstellung hat und du müsstest ihm Argumente geben?
- 7:53Speaker 1: Warum ist Sexarbeit geben sollte?
- 7:56Speaker 0: Also ich glaube kaum, dass sich dazu berufen bin die Erleuchtung zu geben, warum ich Sexarbeit mache.
- 8:03Speaker 0: Ich erzähle, was ich sie mach und weiter sage ich nichts dazu.
- 8:08Speaker 0: Und wenn derjenige auf Abstand geht, dann merke ich das halt, wenn er mir den Rücken
- 8:12Speaker 0: zudräht.".
- 8:13Speaker 1: Aber als Argument für auch jetzt Politiker zum Beispiel?
- 8:16Speaker 1: Also warum ist Sexarbeit geben sollte?
- 8:19Speaker 1: Warum würdest du oder wie würdest Du argumentieren dass es diesen Berufsstand überhaupt geben sollte in einer Gesellschaft?
- 8:26Speaker 0: Ja also ich denke halt, dass viele Männer halt auch mal eine Abwechslung brauchen dass das eben für die eine einfache Sache ist, weil es hat ja nichts in dem Sinne mit Betrug zu tun.
- 8:37Speaker 0: Es ist ne reine Befriedigung und sie lassen halt Dampf ab wie gesagt, wie ich das schon mal im Buch formuliert habe.
- 8:45Speaker 0: Es staut sich viel bei denen und wir sind halt die den Ballas dann abbekommen.
- 8:50Speaker 0: Eben für Geld!
- 8:51Speaker 0: Wir müssen ja auch leben.
- 8:53Speaker 0: aber wir hören uns das dann an... Jetzt
- 8:56Speaker 1: haben wir vorhin schon gesagt du?
- 8:58Speaker 1: Arbeitest auf der Herbertstraße.
- 9:00Speaker 1: Wie bist du eigentlich auf die Herbertstraße gekommen?
- 9:03Speaker 1: Also jeder, der in Hamburg war ist wahrscheinlich irgendwann schon mal durch die Herberstrasse mindestens durchgelaufen um sich anzusehen.
- 9:15Speaker 1: Kennt natürlich irgendwie jeder.
- 9:18Speaker 1: Wie kam es dazu, dass du dann auch wirklich auf der Herbertstraße angefangen hast zu arbeiten?
- 9:22Speaker 0: Das ist eine Reihenfolge gewesen.
- 9:24Speaker 0: also das ging meine Karriere auf den Kiez gingen los auf der Straße Also vor der Herberstrasse.
- 9:31Speaker 0: da bin ich ins Aeroscenter gegangen und vom Aeros Center bin ich auf St.
- 9:35Speaker 0: George gelandet hab da gearbeitet und dann war ich ab und zu eine Kollegin besuchen in der Straße.
- 9:41Speaker 0: Und ja, dann war da ein Platz frei und habe gesagt Ja, ich probiere das einfach mal hier und dann lief es okay in normalen Sachen.
- 9:49Speaker 0: also da war ich noch keine Domina.
- 9:51Speaker 0: die Kollegin hatte Stiefel an und ich habe gesehen dass sie viel rein und raus gerannt ist und dachte Oh, das ist eine tolle Sache!
- 9:57Speaker 0: Die rennt ja gut hoch und runter.
- 10:00Speaker 0: Und die Gäste haben mich dazu erzogen.
- 10:02Speaker 0: Die haben halt gesagt, ich habe eine sehr aggressive Ausstrahlung und bin sehr dominant.
- 10:07Speaker 0: Warum ich das dann nicht gleich als Dominar machen würde?
- 10:10Speaker 0: Dann hat sich das irgendwann so ergeben dass in der Straße ein Studio frei wurde.
- 10:14Speaker 0: Das hab' ich dann angemietet und es lief den ersten Tag gleich gut und dabei bin ich hängen
- 10:19Speaker 0: geblieben.".
- 10:19Speaker 1: Du hast ja quasi angefangen mit sozusagen... klassischer Sexarbeit.
- 10:24Speaker 0: Ja, ich hab mit normaler Sexarbeit angefangen ja.
- 10:28Speaker 1: Und du hast dann irgendwann gesagt eben auf der Herbertstraße wurde ein Studio frei und du hast auch mit der Arbeit als Dominar angefangen?
- 10:36Speaker 1: Und hast da irgendwann ja auch mit dieser klassischen Sexarbeit aufgehört.
- 10:41Speaker 1: also heute machst Du ja keine sexuellen Handlungen im klassischen Sinne mehr sondern nur noch in Anführungsstrichen die Arbeiten.
- 10:51Speaker 0: Illusion!
- 10:52Speaker 1: Ja, ist eigentlich eine gute Frage.
- 10:54Speaker 1: Wie würdest du beschreiben was du machst?
- 10:57Speaker 0: Also ich vermittel Illusion mit Therapeuten von meinem Sohn, sagt er mal zu mir, Illusionistin, dass sich also wirklich das sagen könnte wenn mich einer fragt, was ich beruflich mache und das sind ja wirklich Illusionen die ich vermitteln.
- 11:12Speaker 0: Die Gäste haben mich dazu irgendwie auch gebracht Die haben mich da als Domina auch ein bisschen erzogen, muss ich dazu sagen.
- 11:19Speaker 0: Also was heißt erzogen?
- 11:20Speaker 0: nicht vom Kopf her sondern von den Praktiken?
- 11:24Speaker 0: Und so hat sich das dann eins nach dem anderen entwickelt und irgendwann brauchte mir keiner mehr etwas zu sagen obwohl ich heute noch nicht aus gelernt habe.
- 11:32Speaker 0: also es gibt genug Dinge die einen wirklich... Ja, fremd sind wenn man das hört.
- 11:38Speaker 0: Ich habe zum Beispiel letzte Woche wieder eine SMS von jemandem bekommen ob ich ihn anrübsen würde, dass würde ihnen angehallen.
- 11:45Speaker 0: ja und das hab' ich halt auch noch nicht erlebt.
- 11:47Speaker 0: also es kommen verwunderliche Dinge auf einzu.
- 11:50Speaker 0: Es ist wie ne Wundertüte im Prinzip der Beruf.
- 11:53Speaker 1: Also kommen deine Gäste auch wirklich mit konkreten Vorstellungen in der Regel oder ist das ein Mix?
- 11:59Speaker 0: Das ist so ein bisschen gesplittet, es ist teils-teils.
- 12:02Speaker 0: Es gibt Gästchen die kommen schon mit Wünschen ans Fenster und andere sagen ich probiere das einfach mal lass dir mal was einfallen.
- 12:10Speaker 1: Wo ziehst du da für dich auch Grenzen?
- 12:13Speaker 1: also hast du für dich so klare rote Linien wo du sagst...
- 12:18Speaker 0: Was mich überhaupt nicht machen möchte sind Schneiderarbeiten.
- 12:21Speaker 0: Da gehe ich wirklich einen Schritt zurück.
- 12:23Speaker 0: Was mit übermäßigen Blut zu tun hat, möchte ich auch nicht machen.
- 12:27Speaker 0: also es muss alles überschaubar sein.
- 12:29Speaker 0: Es darf also nicht so passieren dass der Notarzt kommen würde oder so.
- 12:34Speaker 0: man muss das schon wirklich ein bisschen im Griff haben.
- 12:39Speaker 0: Mit dem was man macht sollte man ja eigentlich in allen Dingen.
- 12:41Speaker 0: es gibt ja auch Regeln im Verkehr wenn du Auto fährst umsonst gibt es keine Ampeln und ich finde in meinem Beruf gibt es auch Ampelen Und da sollte man darauf achten.
- 12:51Speaker 0: Also man sollte wirklich nicht sagen, okay dafür zahlt er jetzt schon so viel.
- 12:55Speaker 0: Ich probiere das einfach.
- 12:56Speaker 0: Hauptsache erzahlt mir das also da habe ich dann selber dann auch Angst und würde das gar nicht mit hundertprozentiger Überzeugung machen.
- 13:04Speaker 1: Wie gut bist du denn darin geworden über all die Jahre?
- 13:07Speaker 1: Also ich stelle mir dass auch Du lernst her wahnsinnig unterschiedliche Menschen kennen in deinem Beruf.
- 13:13Speaker 1: Jeder hat ja so seine ganz eigene Geschichte Seine ganz eigene Motivationen seine ganz eigenen Interessen.
- 13:20Speaker 1: Bist du über die Jahre eigentlich, also ich würde mir vorstellen man wird über die jahre wahnsinnig gut darin Menschen zu lesen.
- 13:28Speaker 1: Zu verstehen einzuschätzen und einfach so wirklich guter menschen versteher zu werden?
- 13:36Speaker 1: Ja
- 13:36Speaker 0: das ist bei mir aber auch ein bisschen zeitgebunden.
- 13:39Speaker 0: natürlich habe ich ein schnelleres Bauchgefühl vielleicht als die anderen Aber mich haben auch schon meine Gedanken oder mein Gefühl gedrückt.
- 13:46Speaker 0: Also Menschen, die mir sympathisch waren, waren mir auf einmal wieder unsympathisch.
- 13:51Speaker 0: Ich habe auch schon Menschen falsch eingeschätzt aber ich glaube dass ich mehr in die Tiefe gehe.
- 13:57Speaker 0: Also ich sehe vielleicht in einem Menschen anderes als die anderen.
- 14:02Speaker 0: also ich bin da vielleicht ein bisschen anders.
- 14:05Speaker 1: Ich habe ein Interview mit dir gehört, wo du erzählt hast.
- 14:10Speaker 1: Du hast mal einen Gast gehabt der ja wirklich psychische Probleme hatte und die auch gesagt hat dann während der Searching quasi dass er sehr ambivalent ist und auch mal da schnell gibt
- 14:23Speaker 0: aus?
- 14:23Speaker 0: Ja genau!
- 14:24Speaker 0: dass er schnell ausrasten könnte und das hat mich so ein bisschen von ihm abgestoßen.
- 14:29Speaker 0: Weil, das kann man nicht beeinflussen der hat halt Tabletten bekommen vom Arzt.
- 14:34Speaker 0: ich weiß sich wann er die letzte Tablette eingenommen hat Ich bin mit ihr...ich bin ausgeliefert im Zimmer Und da bin ich dann schon wirklich ein bisschen vorsichtiger und versuch den dann eher mit Samtanschuhen anzufassen auch vom Reden her und er wollte auch mehr reden als machen.
- 14:51Speaker 0: also Ich glaube, das war entscheidender für ihn.
- 14:54Speaker 0: Aber als er mir das dann sagte ... ich hatte schon vorher so ein bisschen das Gefühl nahe hat der eine kleine Schraube locker.
- 15:00Speaker 0: aber man kann ja nicht schraubelocker in dem Sinne sagen es ist halt ein hilfsbedürftiger Mensch und ich bin aber keine gelernte Therapeutin.
- 15:08Speaker 0: also ich wüsste gar nicht wie ich ihn lenken sollte.
- 15:11Speaker 0: Ich kann halt nur vorsichtig sein auf mich dabei aufpassen.
- 15:14Speaker 0: Ist
- 15:14Speaker 1: das eigentlich etwas wo du auch selbst erst lernen musst?
- 15:22Speaker 1: Also ich könnte mir vorstellen, zu dir kommen ja auch oft Gäste die ähnliche Probleme haben oder die sehr komplexe Geschichte haben und so eine Session auch ein bisschen als Ventil vielleicht nutzen wollen.
- 15:37Speaker 1: eigenen Problemen vielleicht auch hier und da besser?
- 15:39Speaker 0: Naja, das ist also.
- 15:40Speaker 0: ich will mal sagen dass es schon ein egoistisches Geschäft.
- 15:43Speaker 0: Genauso wie ich egoistisch das Geld verdiene kommen die Gäste auch egoistische zu mir.
- 15:50Speaker 0: Das heißt sie wollen wirklich in Saftlost werden auf gut Deutsch bezahlen dafür und wollen gar nicht so viel Preis geben.
- 15:56Speaker 0: aber es gibt natürlich auch Gästchen.
- 15:58Speaker 0: die sitzen mit dir sind kurz vorm Heulen und erzählen ihre Probleme und dass sie halt eben diese Wünsche haben.
- 16:06Speaker 0: Und wenn die Frau das wüsste, dann würde sie sich trennen.
- 16:11Speaker 0: Solche Gespräche habe ich natürlich auch.
- 16:13Speaker 0: Aber überwiegend ist da schon ein reines finanzielles Ding.
- 16:17Speaker 0: Die kommen rein und spritzen ab.
- 16:18Speaker 0: Dann gibt es Gäste, die vorher ganz freundlich sind und hauen und tollen und schön.
- 16:24Speaker 0: Wenn Sie fertig sind, reden Sie auf einmal kein Wort mehr mit einem.
- 16:27Speaker 0: Das gibt es so auch!
- 16:29Speaker 0: Wie
- 16:29Speaker 1: ist das für dich?
- 16:30Speaker 1: Ist ja ein Beruf der ... auch Arbeitszeiten hat.
- 16:34Speaker 1: Du hast alles so ein bisschen zeitlich verschoben bei dir, also das ist jetzt kein klassischer nine to five Job wie man immer so schön sagt sondern es geht ja eher in die Nacht oder durch die Nacht.
- 16:45Speaker 0: Spät in der Nacht fange ich an.
- 16:47Speaker 0: Ja
- 16:48Speaker 1: Wie ist das für dich dann wenn du nach Hause gehst danach?
- 16:51Speaker 1: Ist das für Dich inzwischen wahrscheinlich einfacher geworden über die Jahre.
- 16:56Speaker 1: aber es ist wirklich so dass du sagst Okay, jetzt sperre ich quasi bei mir zu in der Herbergstrasse und gehe nach Hause.
- 17:04Speaker 1: Und dann ist
- 17:06Speaker 0: der
- 17:06Speaker 1: Tag auch abgeschossen?
- 17:07Speaker 1: Ich gehe schon
- 17:08Speaker 0: nach Hause – klar!
- 17:09Speaker 0: Wo sollte ich sonst hingehen?
- 17:11Speaker 0: Manchmal gehe ich noch einkaufen davor und bin aber auch kaputt.
- 17:14Speaker 0: Das heißt, ich bin erst mal nicht mehr die Jüngste.
- 17:18Speaker 0: Wenn man früh in der Nacht aufsteht ... oder spät in der Nacht, dann ist es ja auch so dass sich eine Müdigkeit irgendwann einschleicht.
- 17:26Speaker 0: Und da muss ich wirklich versuchen halt paar Stunden zu überbrücken in einer Wohnung sei's das ich sauber mache oder sonst irgendwelche Sachen bevor ich mich hinleg.
- 17:34Speaker 0: weil sollte ich mich um ein Uhr oder um zwölf Uhr mittags weil ich zumüde bin hinlegen dann wäre ich ja um acht Uhr wieder fit und ich bin keine Nachtfrau Ich fange spät nachts an.
- 17:44Speaker 0: also was mache ich denn?
- 17:45Speaker 0: Da muss ich richtig zusehen dass ich bis drei Uhr mich mit allen Mitteln wach halte mich dann ins Bett lege und dann halt bis ein, zwei Uhr schlafe aufstehe, mich fertig machen zur Arbeit fahr.
- 17:56Speaker 1: Und emotional wenn du dann nach Hause kommst ist das wirklich also quasi Job abgeschlossen?
- 18:05Speaker 1: Jetzt bist du in deinem Privatleben oder nimmst du Sachen aus dem Beruf auch in deinen Privatleben?
- 18:11Speaker 1: Mit rein, dass sich
- 18:11Speaker 0: Dinge noch beschäftigen?
- 18:13Speaker 0: In meinem Privatleben nehme ich eher so Schmunzelsachen mit rein.
- 18:16Speaker 0: Also das amüsiert mich dann im Nachhinein noch ein bisschen.
- 18:21Speaker 0: Nein eigentlich nicht!
- 18:23Speaker 0: Ich ziehe mich um und gehe aus der Straße und damit fängt mein Privatleben an.
- 18:27Speaker 0: Und eigentlich ist meine Arbeit schon so verwurzelt in mir, dass ich da überhaupt nicht... Dass mich wenig schockieren kann.
- 18:35Speaker 0: Es kommen zwar witzige Ideen also witzig Sachen nach auf mich zu Mit Ideen meine ich, die der Gast dann hat und dann muss ich schon schmunzeln und lachen.
- 18:45Speaker 0: Und das muss ich auch noch in den Nachhinein.
- 18:48Speaker 0: Aber es ist jetzt nicht so, dass mich das verfolgt privat und sich dann depreschiebe und denke um Gottes Willen was hast du da gemacht?
- 18:56Speaker 0: Dafür mache ich das einfach schon zu lange!
- 18:59Speaker 0: Jetzt
- 18:59Speaker 1: hast du gerade schon privat angesprochen, wie schwierig ist es denn ein Privatleben auch zu führen mit diesen Arbeitszeiten?
- 19:08Speaker 1: Mit dem Beruf an sich.
- 19:09Speaker 1: Du hast vorhin kurz angesprochen und du hast ja auch einen Sohn.
- 19:14Speaker 1: Wie muss man sich das vorstellen?
- 19:16Speaker 1: also... Also
- 19:17Speaker 0: mein Sohn möchte ich bei diesem Gespräch völlig außen vorlassen.
- 19:21Speaker 0: Aber du meinst sicherlich, wie es mit Freunden ist und wie so ein Wochenende
- 19:25Speaker 1: ist.
- 19:25Speaker 1: Man hat ja auch einen ganz anderen Tagesrhythmus.
- 19:27Speaker 0: Dadurch dass ich einen ganzen anderen Tagesrythmus habe, ist das natürlich schwer wenn sich die Leute abends treffen.
- 19:32Speaker 0: in der Woche oder zum Wochenende bin ich ja an einem anderen Rhythmus gewohnt.
- 19:36Speaker 0: Das heißt also... Ich wäre überhaupt nicht präsent abends um acht Uhr in der Woche am Wochenende, da bin ich kaputt von der Woche.
- 19:45Speaker 0: Also Jetzt merke ich eigentlich, dass ich so ein richtiger Einzelgänger bin.
- 19:51Speaker 0: Also ich bin auch nicht mehr so drauf, verpicht mich abends mit irgendjemandem zu treffen oder irgendwelche Unternehmung zu
- 19:57Speaker 0: starten.".
- 19:58Speaker 1: Du hast es vorhin angesprochen du bist jetzt schon recht lange in dem Geschäft.
- 20:05Speaker 1: Hast du eigentlich einen... Plan, wo du sagst so lange mache ich das noch und dann möchte ich aufhören.
- 20:11Speaker 1: oder sagst du solange es dir irgendwie auch Spaß macht.
- 20:15Speaker 1: Und du körperlich auch kannst willst du weitermachen?
- 20:19Speaker 1: Oder hast du da einen fixen Plan im Kopf dass du sagest bis dahin...
- 20:23Speaker 0: Also A kommt das Körperliche dazu das ist klar.
- 20:25Speaker 0: aber solange ich noch gefragt bin werde ich arbeiten
- 20:28Speaker 1: weil du weil du auch arbeiten musst oder ich
- 20:31Speaker 0: muss arbeiten da ich mal Der Spielsucht verfallen war, haben sich natürlich auch Schulden angehäuft und den muss ich nachkommen.
- 20:42Speaker 0: Das nützt nichts was ich ja auch mache.
- 20:44Speaker 0: also da will gar nicht drüber reden.
- 20:46Speaker 0: Ja und mein Lebensunterhalt muss ich mir auch finanzieren.
- 20:51Speaker 1: Wie muss man sich eigentlich dieses Miteinander auf der Herbertstrasse vorstellen?
- 20:56Speaker 1: Also das sind ganz viele Sexarbeiterinnen...
- 20:58Speaker 0: Ja wie so ein kleines Dorf!
- 21:01Speaker 0: Ich habe in dem Buch auch geschrieben, es könnte eine kleine Lindenstraße sein.
- 21:06Speaker 0: Aber man könnte sagen, es konnte ein kleines Dorf sein.
- 21:09Speaker 0: Wir sind alle unter uns und es sind unheimlich viele Frauen, die man kennt.
- 21:13Speaker 0: Das fängt schon an.
- 21:14Speaker 0: Man kommt in die Straße und begrüßt sich ... An manchen Fenstern geht man ran, die Frau, die man besser kennt.
- 21:20Speaker 0: Und was ist hier?
- 21:21Speaker 0: Volk unterwegs?
- 21:23Speaker 0: Immer dasselbe weißte ja.
- 21:25Speaker 0: und dann straxt man irgendwann in seinen Laden rein, zieht sich um und macht sich fertig fürs Fenster.
- 21:31Speaker 1: Gibt es da auch so ein Konkurrenzkampf
- 21:33Speaker 0: eigentlich?
- 21:33Speaker 0: Ja mit Sicherheit gibt das das jetzt noch.
- 21:35Speaker 0: Also jetzt extremer als früher.
- 21:38Speaker 0: Früher haben die Gestärschlange gestanden heute stehen die Frauenschlange.
- 21:42Speaker 0: also es ist so nahe Die Geschäfte haben sich verschlechtert.
- 21:45Speaker 0: Das Angebot ist größer geworden durchs Internet, durch das Privatarbeiten.
- 21:50Speaker 0: Durch die Clubs, durch diversen anderen Läden... Also das ist schon schwer geworden.
- 21:56Speaker 0: ja!
- 21:57Speaker 0: Die alten Leute in der Habertstraße sind und verwurzelt da drin sind, die kommen aber es gibt halt etliche, die sind auch abgesprungen.
- 22:05Speaker 1: Du hast doch angesprochen?
- 22:06Speaker 1: Es gab so eine Art Preisverfall.
- 22:09Speaker 1: also weil's auch so wahnsinnig viele ... Böses Wort dafür, aber wahnsinnig viele so Discount-Angebote gab.
- 22:17Speaker 1: Gerade jetzt auch in der Pandemie hast du erzählt, dass sich auch viele Frauen aus der Not heraus für wahnsinnige wenig Geld angeboten haben?
- 22:27Speaker 0: Das war auf St.
- 22:28Speaker 0: George, das habe ich von einem Bekannten gehört, der da einen Hotel betrieben hat, dass sie also wirklich für zehn Euro eine Büsche gebummst haben.
- 22:35Speaker 0: Also es ist Tatsache.
- 22:37Speaker 0: Sie mussten irgendwie an Geld kommen!
- 22:40Speaker 0: Und in der Straße hat natürlich keiner gearbeitet, auch für Repa-Bahnen nicht.
- 22:45Speaker 0: Also damit habe ich ja auch nichts zu tun mit Sankir.
- 22:48Speaker 0: Aber damit wollte ich eigentlich nur sagen was soll das?
- 22:51Speaker 0: Für zehn Euro eine Büsche sind Notsachen.
- 22:53Speaker 0: also es macht man ja so ein Not heraus.
- 22:56Speaker 0: Man verbietet zu arbeiten und die gehen in eine Büschung machen's für zehn Euro.
- 23:02Speaker 0: Was ist wenn sie die Prostitution ganz verbieten dann wird es nur noch Missbrauch geben Missbrauch an den Frauen.
- 23:10Speaker 0: Es wird, komm ich geb dir zehn Euro?
- 23:12Speaker 0: Ich geb dir zwanzig Euro und außer Not herausgesehen werden.
- 23:15Speaker 0: das die Frauen machen gewisse Frauen nicht alle aber manche bestimmt.
- 23:20Speaker 1: jetzt ist ja einer der Hauptkritikpunkte dieser dieser eher ja der Sexarbeit kritisch eingestellten Leute eine der Haupt Kritikpunkter ist immer dass viele Frauen das nicht freiwillig machen würden, dass es diese Zuhälter gibt die Frauen unterdrücken und finanziell ausnehmen usw.
- 23:41Speaker 1: Ist das was dir in all deinen Jahren auch begegnet ist?
- 23:44Speaker 1: oder würdest du sagen das ist heute eigentlich kein Thema mehr?
- 23:47Speaker 1: Das ist
- 23:48Speaker 0: heute kein Thema.
- 23:50Speaker 0: aber früher war das so, dass halt die Zuhälter und die Hohen da waren und sie haben das Geld gebracht.
- 23:58Speaker 0: Aber das ist schon lange nicht mehr so.
- 24:00Speaker 0: Heutzutage ist alles gelockert und die Frauen, die mit den Männern zusammen sind, sie sind auch wirklich mit denen zusammen.
- 24:07Speaker 0: also es ist nicht mehr, dass sie als Zappsäule benutzt werden.
- 24:11Speaker 1: Was hat sich denn über die vielen Jahre sonst verändert?
- 24:15Speaker 1: Gibt's was, was du sagen würdest?
- 24:17Speaker 1: Das merkst du schon sehr.
- 24:19Speaker 1: Also hat sich vielleicht auch die Art der Kunden verändern?
- 24:23Speaker 0: Ja ganz bestimmt sogar.
- 24:24Speaker 0: weil wie gesagt das Angebot ist groß geworden.
- 24:28Speaker 0: Man merkt also wirklich, dass die Herbertstraße ... Ich will nicht sagen dem Bach runtergeht.
- 24:34Speaker 0: Aber es rennt schon merkwürdiges Publikum rum.
- 24:38Speaker 0: Früher waren's mehr Deutsche und jetzt sind das mehr Ausländer.
- 24:42Speaker 0: Das geht dann schon ziemlich raum manchmal zu ikelig!
- 24:45Speaker 0: Ikelig am Fenster.
- 24:47Speaker 0: Man sitzt, man macht das Fenster nicht auf und dann bollein die dagegen und sagt was ist?
- 24:52Speaker 0: Wie gehen wie gehen!
- 24:55Speaker 0: Was soll man dazu
- 24:55Speaker 0: sagen?!
- 24:56Speaker 0: Dann stehe ich auf und gehe nach hinten, dass er mich nicht sieht, bleibt da vom Fenster stehen.
- 25:01Speaker 0: also versaut er mir in dem Moment das Geschäft.
- 25:04Speaker 0: so was soll ich da machen?
- 25:05Speaker 0: Also dann kriegt man die Krise.
- 25:08Speaker 1: Hast du eigentlich mehr Stammkunden oder sind es... viele Touristen auch die vorbeikommen.
- 25:14Speaker 0: Es ist alles, also es sind Stammkunden, es ist gemischtes Publikum, Touristen keine Terroristen sondern Touristen dann welche die aus Hamburg kommen.
- 25:27Speaker 0: das ist ganz unterschiedlich des Publikums.
- 25:29Speaker 1: Sie laufen ja wahnsinnig viel auch einfach nur durch weil sie es mal gesehen haben wollten.
- 25:35Speaker 1: würdest du eigentlich sagen dass gehört dazu oder ist es auch wichtig, dass die Leute einfach mal durchlaufen?
- 25:41Speaker 0: Naja klar aus Neugier.
- 25:43Speaker 0: Dass sie durchkommen und irgendwann kommen Sie wieder und möchten irgendwo reingehen.
- 25:48Speaker 0: Erstmal wird das für die pure Neugiere sein.
- 25:50Speaker 0: Das denke ich mir schon... Die verbotenen Früchte!
- 25:54Speaker 1: verboten ist es ja eigentlich auch, dass Frauen durch die Herbertstraße
- 25:58Speaker 0: laufen.
- 25:59Speaker 0: Genau!
- 26:00Speaker 0: Wie
- 26:00Speaker 1: kommt das eigentlich?
- 26:01Speaker 1: Also oder würdest du als Frau auf der Herbertstraßel sagen, das sollte man mal ändern auch... Nee,
- 26:08Speaker 0: das würde ich nicht sagen weil dann die Gäste weg bleiben würden.
- 26:12Speaker 0: Aber ich kann jetzt wieder sagen, ich hatte zum Beispiel vor gestern ein Ehepaar.
- 26:16Speaker 0: Also da kam halt ein Gast zu mir ans Fenster und sagte, seine Freundin würde vor der Tür stehen aber die mit reinbringen dürfte.
- 26:22Speaker 0: er würde gerne aufs Zimmer gehen.
- 26:23Speaker 0: Mit ihr ob das okay ist Und habe ich gesagt ja dann hat sie reingohlt und wir sind zur dritte aufs Zimmer
- 26:29Speaker 1: hat sich da auch so ein bisschen, also ich mein vieles ist ja heute auch in Beziehungen lockerer geworden was früher vielleicht noch mehr Tabuthema war.
- 26:40Speaker 1: Ist das etwas was du öfter erlebst?
- 26:42Speaker 1: Was auch wirklich Paare zu dir dann kommen?
- 26:44Speaker 0: Also es kommen größeren Abständen schon mal Paare Aber das passiert auch nur, wenn einer von denen was getrunken hat oder sie wollen einfach noch ein bisschen Fun haben oder haben in der Fantasie.
- 26:57Speaker 0: Sie möchten das erleben?
- 26:58Speaker 0: Oder sonst irgendwas?
- 27:00Speaker 0: Das ist schwer zu sagen, was in den Vorgeht, warum sie dann ausgerechnet zum Meer
- 27:04Speaker 0: kommen.".
- 27:05Speaker 1: Du hast auch in einem Gespräch erzählt, dass du auch mal in eine Situation gekommen bist.
- 27:11Speaker 1: Wo es ein bisschen brenzlig wurde und wo dich jemand gewirkt hat.
- 27:15Speaker 1: Und wenn du dich dann aus der Situation so ein Stück weit heraus retten konntest, gibt's eigentlich sowas wie eine Art eingespielte Sicherheitssystem auf der Herbertstraße?
- 27:26Speaker 1: Dass man untereinander weiß, wie man sich
- 27:29Speaker 0: schützen kann... Ja das gibt es!
- 27:31Speaker 0: Das gibt es.
- 27:32Speaker 0: Wir achten sehr aufeinander, also wir passen auf uns auf und das gibt es schon ja.
- 27:39Speaker 0: Also man ist dem nicht ausgeliefert.
- 27:42Speaker 0: Das wäre auch grausam, da würden wahrscheinlich viele Sachen passieren.
- 27:47Speaker 0: aber die Auferstraße sind es halt Wirtschafter und in der Straße sind es Wirtschaft darin Und wir haben also immer Zugriff auch auf die Wirtschaft da, die draußen arbeiten.
- 27:58Speaker 0: Also dann ist es, dann knallt das normal.
- 28:03Speaker 0: Aber ich muss sagen eigentlich läuft das in der Straße ganz gesittet ab.
- 28:07Speaker 0: Ich sage mal, neunundneinzig Prozent der Gäste sind vernünftig und gehen.
- 28:11Speaker 0: natürlich pöpelt er ein oder andere Mal aber eigentlich ist das in Ordnung.
- 28:16Speaker 1: Das heißt so oft wird dieses Sicherheitssystem sozusagen nicht gebraucht?
- 28:21Speaker 1: Die meisten wissen wie sie sich zu benehmen.
- 28:23Speaker 1: Wie hat sich eigentlich dieses ganze Ökosystem, Reeperbahn alles was dazugehört die ganzen Gaststätten.
- 28:32Speaker 1: Es gibt ja wahnsinnig viele Legenden rund um all die Bars Gaststädte und alles was es dort gibt.
- 28:41Speaker 1: ist das eigentlich immer noch so ein bisschen wie früher?
- 28:44Speaker 1: also auch diese diese ganzen Hierarchien die es da gab diese ganzen Originale, die es gab?
- 28:53Speaker 0: Nein.
- 28:53Speaker 0: Leider gibt's sie nicht mehr.
- 28:55Speaker 0: Es ist irgendwie Multikulti da und wer dazu wem gehört und wie das sich zusammenspielt oder so ... Das kann ich nicht sagen, da hab' ich keinen Einblick drin.
- 29:05Speaker 0: Also zumal ich in der Harbertstraße arbeite und definitiv
- 29:10Speaker 0: z.B.,
- 29:11Speaker 0: als in das Pink Palace ist auch ein Laden, da habe ich gar kein Einblick.
- 29:15Speaker 0: Ich weiß doch nicht einmal, wie es darin aussieht.
- 29:18Speaker 0: Und die anderen Läden, die so offen geht sind, da kann ich auch nicht zu sagen.
- 29:23Speaker 0: Diese Bandenkriege gibt es einfach nicht mehr.
- 29:25Speaker 0: Also für mich gibt es sie nicht mehr!
- 29:27Speaker 0: Früher gab's die ist bekannt.
- 29:30Speaker 0: Es wird ja auch eine Doku gerade gedreht Die nächstes Jahr ausgestrahlt wird.
- 29:34Speaker 0: Natürlich dazu könnte man was sagen.
- 29:36Speaker 0: Aber derzeit nein
- 29:38Speaker 1: Du hast Freund schon erzählt, es gibt immer mal wieder Anfragen von Gästen die dich zumindest zum Schmunzeln bringen.
- 29:45Speaker 1: Gibt's denn auch Anfragen, die dich wirklich noch schocken sozusagen?
- 29:51Speaker 1: Also wo du sagst so was hab ich jetzt aber irgendwie noch nie gehört und findest selber ein bisschen extrem vielleicht sogar?
- 29:58Speaker 0: Also wovor ich wirklich eine Ekel habe sind die Gäste, die dreckig sind, die stinken Und die wollen ja auch ihren Service haben.
- 30:06Speaker 0: und da ekel ich mich dann manchmal ein bisschen vor dir anzufassen.
- 30:09Speaker 0: Ich hatte zum Beispiel jetzt vor drei, vier Wochen einen Gast der war wirklich zwar zwei Meter groß und zwei Meter breit gefühlte.
- 30:16Speaker 0: Zwei Meter brei hat fürchterlich gestunken und wollte wirklich ekelige Sachen.
- 30:22Speaker 0: und da habe ich echt gesagt ne wa das geht nicht!
- 30:25Speaker 0: Es geht überhaupt nicht.
- 30:27Speaker 1: Du arbeitest ja, hast du gesagt spät in der Nacht?
- 30:29Speaker 1: Ja.
- 30:29Speaker 1: Ich könnte mir vorstellen auch viele haben davor schon vielleicht das ein oder andere Getränk in den Bars rundherum getrunken...
- 30:36Speaker 0: Aber ich rede nicht vom Getränke und ich rede auch nicht vom Alkoholgeruch.
- 30:40Speaker 0: also ich rede von undefinierbare Gerüche Also von wirklich schon, von ungewaschenen halbis Jahr nicht mehr gefühltes halbes Jahr bis was es ist, also ...ja!
- 30:52Speaker 0: Du willst es ja wissen.
- 30:56Speaker 0: Zuhörer möchten es ja auch vielleicht mal hören und wissen.
- 30:59Speaker 1: Solange sie's nicht riechen müssen?
- 31:00Speaker 1: Ja,
- 31:00Speaker 0: genau!
- 31:03Speaker 1: Aber ist Alkohol auch ein Thema?
- 31:04Speaker 1: also das dann auch wirklich angetrunkene B-Trunkene...
- 31:08Speaker 0: Ja natürlich kommen angetrunkene zu mehr.
- 31:10Speaker 0: die würden sich dann vielleicht nicht zu mehr kommen und B-Trunken da auch.
- 31:13Speaker 0: Also die B-Drunkenen würden eher zu jeder reingehen.
- 31:17Speaker 0: das ist dann so ein Gluckstreffer aber die Angetrunkten trauen sich dann eher bei mir reinzukommen.
- 31:23Speaker 1: Du hast vorhin mal kurz gesagt, du würdest auch sagen dass das was du machst oder auch was deine Kolleginnen machen eigentlich etwas ist.
- 31:32Speaker 1: Was auch für Männer die in einer Beziehung sind sozusagen eigentlich ja kein Betrügen oder Fremd gehen ist.
- 31:40Speaker 1: also du würdest sagen Eigentlich ist es ja wirklich eine Dienstleistung die die in Anspruch nehmen.
- 31:46Speaker 1: das hat mit Emotionen gar nichts oder wenig zu tun, zumindest nicht mit romantischen Gefühlen.
- 31:53Speaker 1: Und aus der Sicht wäre es für dich quasi in Ordnung?
- 31:57Speaker 0: Ja auf jeden Fall!
- 31:59Speaker 0: Also ich hab auch... also wenn der Gast rausgeht dann kenne ich ihn irgendwie auch nicht mehr.
- 32:04Speaker 0: Das meine ich jetzt nicht, dass er mir unbekannt ist so wie Hau ab und ich hab dich vergessen.
- 32:10Speaker 0: Sondern es ist irgendwie auch ein Eigenschutz wenn man den in der Öffentlichkeit irgendwie sieht.
- 32:15Speaker 0: Irgendwie habe ich da so einen Rollo was sich runterzieht, wenn er raus ist damit ich ihn auch wirklich nirgendwo wiedersehen könnte.
- 32:23Speaker 0: also mein Gedächtnis als das auch halt.
- 32:26Speaker 0: wenn eine Kollegin sagt denen hattest du schon mal drin dann sage ich das glaube ich nicht wirklich.
- 32:30Speaker 0: ja war das so?
- 32:31Speaker 0: Ja sagt sie das war so.
- 32:33Speaker 0: Ja, dann war es wohl so.
- 32:37Speaker 0: Ich kann mich eher an die Wünsche zurück erinnern als dass ich mich an die Person zurück erinnere.
- 32:42Speaker 1: Ist es eigentlich so das sich auch Gäste vielleicht sogar in dich verlieben?
- 32:49Speaker 1: Gerade vielleicht auch Stammgäste, die öfter gekommen sind?
- 32:52Speaker 1: oder hast du sowas ausgeliebt?
- 32:54Speaker 0: Also sie verliebten sich in meinen Techniken!
- 32:56Speaker 0: Also ich als Person, dann müssten sie ja wirklich so sein, dass Sie von mir privat viel wissen würden.
- 33:04Speaker 0: Ich glaube eher an die Techniken, die ich mache oder wie ich es mache.
- 33:08Speaker 0: Darin verlieben die sich und darauf haben die Lust.
- 33:11Speaker 0: Das glaube ich eher.
- 33:12Speaker 1: Gab's eigentlich Situationen wo vielleicht über viele Jahre hinweg auch aus Rhein... Dienstlichen Beziehungen sage ich jetzt mal auch mal eine gewisse private Beziehung entstanden ist also vielleicht einfach nur ne Freundschaft entstanden, wo du Menschen die durch deinen Beruf kennengelernt hast.
- 33:34Speaker 1: Ja
- 33:34Speaker 0: da gibt es den Paul zum Beispiel der mich über zwanzig Jahre begleitet hat oder noch begleitet sitzt auch unten davon ab aber der bedeutet mir natürlich sehr viel weil er eben immer die Stange gehalten hat und auch alles für mich macht.
- 33:50Speaker 0: Und ich glaube, wenn er reich wäre dann würde er mich sogar aus dem Milieu rausholen und würde sagen du brauchst nicht mehr zu arbeiten.
- 33:57Speaker 0: aber das ist leider nicht der Fall was nicht schlimm ist.
- 34:01Speaker 0: Aber man musste auch ein bisschen menschlich bleiben und sehen was er die zwanzig Jahre alles über für mich getan hat.
- 34:09Speaker 1: Aber ist das eigentlich was, weil du es gerade so schon angesprochen hast?
- 34:12Speaker 1: Ist das etwas, was du dir auch wünschen würdest?
- 34:15Speaker 1: also angenommen.
- 34:16Speaker 1: Es würde dir jetzt jemand ein Koffer Geld oder einen Koffern Unabhängigkeit muss man ja eher sagen.
- 34:24Speaker 1: Ein Kofffer vollkommen Freiheit und Unabhängigkeit im Sinne von.
- 34:28Speaker 1: Du hättest keine... wirtschaftlichen Verpflichtungen mehr, sage ich jetzt mal.
- 34:32Speaker 1: Hinstellen wird es was wo du sagen würdest okay?
- 34:35Speaker 1: Ich höre sofort mit dem Beruf auf.
- 34:39Speaker 1: oder würdest du sagen eigentlich habe ich schon eine gewisse Leidenschaft für das was sich da tue und... Ich
- 34:44Speaker 0: hab die Leidenschaft dafür.
- 34:46Speaker 0: aber würde so ne Situation passieren würde ich zwecks meines Alters und es würde sich einer einschleichen der sagt du pass auf du hörst jetzt auf Ich übernehme erst mal alles, was du an Baustellen hast und du wirst da keine Not leiden im Monat.
- 35:02Speaker 0: Dann würde ich das schon machen ja.
- 35:04Speaker 0: Sicher!
- 35:05Speaker 0: Das wäre dann ein Vierundzwanzig Sieben-Gast also... Ja.
- 35:09Speaker 1: Glaubst Du eigentlich mit all der Erfahrung?
- 35:12Speaker 1: Und all der beruflichen Erfahrungen auch die Du gesammelt hast?
- 35:16Speaker 1: All der Menschenkenntnis, die Du sammelt hast, glaubst du eigentlich an so etwas wie die...?
- 35:22Speaker 1: Also das ist jetzt eine sehr... Ja, da ist ein bisschen kitschige Frage.
- 35:27Speaker 1: Aber glaubst du an so was wie die wahre Liebe?
- 35:30Speaker 1: Liebe,
- 35:31Speaker 0: klar!
- 35:32Speaker 0: Das glaube ich schon ja mit Sicherheit.
- 35:36Speaker 0: Da kann ich nur bejahen, ja.
- 35:38Speaker 1: Wenn Du jetzt in die nächsten fünf bis zehn Jahre schaust...
- 35:42Speaker 0: Zurück oder vor?
- 35:43Speaker 1: Vor.
- 35:44Speaker 1: Ah,
- 35:44Speaker 0: ich soll es schon vorschauen.
- 35:46Speaker 1: Genau.
- 35:47Speaker 1: Was würdest Du Dir für Dich selbst wünschen?
- 35:50Speaker 0: Dass ich in erster Linie erstmal gesund bleibe Dass das weiter so läuft, wie es läuft.
- 35:56Speaker 0: Ja dass mein Buch durchschlägt.
- 35:59Speaker 0: Dass es vielleicht verfilmt wird.
- 36:00Speaker 0: Das würde ich mir sehr wünschen um den Menschen einfach mal zu zeigen, dass man da vielleicht reinrutscht ohne wirklich entscheidungsfähig zu sein und dass man sich sehr schnell an Geld gewöhnen kann.
- 36:14Speaker 0: Und das muss denen wirklich mal vor Augen gehalten werden.
- 36:17Speaker 0: Das würd' ich mir wünsche.
- 36:19Speaker 0: Ja, dass mein Sohn natürlich gesund bleibt an erster Stelle Ja oder sich vielleicht doch im Lotto gewinnen.
- 36:27Speaker 1: Dein Buch, wir haben schon darüber gesprochen.
- 36:31Speaker 1: wie ist das für dich eigentlich deine ganze Geschichte quasi in Papierform neben dir liegen zu haben und zu wissen dass ganz viele Menschen jetzt deine ganze Geschichte auch lesen können also eine Geschichte die du ja davor vielleicht eher für dich behalten hast, die du vielleicht Leuten im Gespräch erzählt hast.
- 36:51Speaker 1: Aber jetzt nicht am großen Publikum?
- 36:54Speaker 0: Ich schäme mich dafür nicht – absolut nicht!
- 36:56Speaker 0: Im Gegenteil, wir fallen sogar noch viele Sachen mehr ein, die während meines Lebens passiert sind.
- 37:01Speaker 0: Das Buch hat mir eigentlich Anregungen gegeben, mal darüber nachzudenken was vorher alles so war und es kann man noch... Lange keine Leute auf der Straße auf mich zu sagen, hallo in Manuela Tutomina und so.
- 37:17Speaker 0: Ich glaube ein hatte ich mal da war das Buch noch gar nicht draußen aber dass es halt auch im Südländer gewesen ist.
- 37:23Speaker 0: Ey die habe ich im Fernsehen gesehen!
- 37:26Speaker 0: Das is ne berühmte!
- 37:28Speaker 0: Also das ist schon passiert Aber einmal in der Straße.
- 37:32Speaker 0: also da hat sich...also so bewegt.
- 37:34Speaker 0: für mich hat sich dadurch wirklich noch nichts so irgendwie.
- 37:39Speaker 0: Aber ich wollte das Buch ja ausschreiben.
- 37:41Speaker 0: Es ist schon in jungen Jahren Wunsch gewesen von mir, es war eine Situation die hat sich so ergeben dass sie schreiben konnte.
- 37:47Speaker 0: dafür bin ich sehr dankbar.
- 37:50Speaker 0: und Ja Ich bin froh dass das buch geschrieben ist und dass es draußen ist.
- 37:54Speaker 0: Und ja ich finde das ist schon ein komisches Gefühl darauf zu gucken sich selber zu sehen und alles was drin steht Dass das das Leben ist von einem
- 38:04Speaker 1: Auf jeden Fall an der Stelle nochmal eine große Leseempfehlung an unsere Hörer.
- 38:09Speaker 1: Man sollte sich dieses Buch auf jeden Fall mal bestellen und lesen, insofern hier ein... Das
- 38:15Speaker 0: Problem ist ich glaube viele würden das kaufen.
- 38:18Speaker 0: aber das Problem ist wenn er eh immer nach Hause kommt Bringt die Herbertstraße mit, dann wird die Frau sagen was willst du denn damit?
- 38:26Speaker 0: Was willst du von der Domina lesen?
- 38:28Speaker 0: und das wollten wir eigentlich mit dem Buch nicht erreichen.
- 38:31Speaker 0: Wir wollten eigentlich damit erreichen dass wirklich alle Alle und damit meine ich alle das Lesen, dass sie wirklich sehen wie das passieren kann.
- 38:42Speaker 0: Es sollte nicht im Fokus geraten eine Dominar die Ausübung macht an Gästen.
- 38:47Speaker 0: natürlich soll es auch drin vorkommen man möchte ja auch den Frauen sowie Männern zeigen hier Das mache Ich das ist okay das sind die Wünsche.
- 38:56Speaker 0: das ist nicht wozu ich die Gäste überrede aber es ist doch wahrscheinlich ein Nischenbuch.
- 39:04Speaker 0: Es bleibt nicht so.
- 39:06Speaker 1: Ja, vielleicht an der Stelle den Tipp an die Hörer man kann sich ja auch digital aufs Handy oder aufs iPad oder auf ein E-Reader... Aber das ist doch
- 39:15Speaker 0: traurig!
- 39:16Speaker 0: Da sind wir wieder bei dem,
- 39:18Speaker 1: dass das wieder
- 39:19Speaker 0: genau und wenn nicht einer oder wenn die Gesellschaft nicht anfängt damit dass einfach genauso wie ich gewisse Sachen nicht machen möchte, sie aber dann doch mache und ganz glücklich bin das ich es gemacht habe.
- 39:32Speaker 0: Wenn damit nicht welche anfangen, wann sollen wir anerkannt werden?
- 39:35Speaker 0: Wann wird es dann soweit?
- 39:37Speaker 0: Nie!
- 39:38Speaker 0: Dann fangen wir mal mit einem iPad oder machen das da oder ich lese gehe unten in die Kellerräume und liess das da.
- 39:45Speaker 0: also ich meine ganz ehrlich was soll das?
- 39:48Speaker 1: Glaubst du denn, dass wir da irgendwann mal rauskommen werden?
- 39:51Speaker 1: Also aus dieser Tabuisierung.
- 39:54Speaker 1: Dass sie dahin kommen
- 39:55Speaker 0: meinst du!
- 39:57Speaker 0: Ja, das ist schwer zu sagen.
- 39:59Speaker 0: Wenn ich das wüsste, konnte ich dir schon viele Sachen voraussagen.
- 40:02Speaker 0: Ich bin keine Heldseherin und das wäre also ... Das ist hypothetisch gedacht.
- 40:08Speaker 0: Es ist schwer, zu sagen...
- 40:10Speaker 1: Ich danke dir sehr für deine Zeit und die vielen Einblicke.
- 40:14Speaker 1: Es hat sehr viel Spaß gemacht und wünscht dir alles Gute Für deine vielen Jahre, die noch kommen.
- 40:22Speaker 1: Viel Gesundheit und danke dir für die Zeit!
- 40:26Speaker 0: Gerne.
- 40:27Speaker 1: Das war es
- 40:28Speaker 0: leider
- 40:28Speaker 1: schon.
- 40:29Speaker 1: Die letzte Runde ist ausgetrunken.
- 40:32Speaker 0: das Gespräch
- 40:32Speaker 1: zu Ende.
- 40:34Speaker 1: Vielen Dank fürs Zuhören.
- 40:36Speaker 1: Bitten im Rücksicht auf die Nachbarn Und sei leise wenn du die Bar verlässt Aber vergiss auf keinen Fall den abonnieren Button zu klicken.
- 40:50Speaker 1: Gin & Talk ist ein Podcast von Forty-Eight Forward, produziert in den Forty Eight Forward Studios in München.