Latest / Onkopilotin talks! – Der Community Podcast zu metastasiertem Brustkrebs / #17 – Was macht triple-negativen Brustkrebs (TNBC) so herausfordernd?
Transcript
- 0:09Speaker 2: Herzlich willkommen zum Community-Podcast Oncopilotin Talks, dem Podcast rund um das Thema metastasierter Brustkrebs.
- 0:18Speaker 2: Hier kommen Betroffene und andere Expertinnen aus Medizinsozialrecht und allen Bereichen des täglichen Lebens zu Wort.
- 0:25Speaker 2: Wir wollen Erfahrungen teilen, Tipps austauschen und verschiedene Aspekte beleuchten – denn metastasiärter Brüstkrebs findet oft am Rande der Gesellschaft und ungesehen statt!
- 0:36Speaker 2: Dieser Podcast ist Teil der Initiative Oncopilotin der Gilead Sciences, die Betroffene von metastasiertem Brustkrebs und ihre Wegbegleiterinnen unterstützen möchte.
- 0:47Speaker 2: Auf oncopilotin.de und auch auf YouTube finden Sie neben dem Podcast weitere Informationen, Videos und Inhalte zum Download zu verschiedenen Themen wie Therapie unterstützende Maßnahmen, Psychoankologie, Kommunikation mit im Umfeld und mit Ärztinnen und vieles mehr!
- 1:06Speaker 2: Mein Name ist Alexandra von Korf, ich bin selbst Brustkrebsbetroffene und freue mich mit wechselnden Gästen diese Podcast-Reihe moderieren zu dürfen.
- 1:15Speaker 2: Los geht's!
- 1:41Speaker 2: Dazu sprechen wir heute erneut mit Professor Mark Till, einem erfahrenen Behandler und mit Eva Schumacher-Wulf die beide Seiten kennt.
- 1:49Speaker 2: Die Diagnose eines frühen Brustkrebs – und viele Jahre später die Diagnase einer trippel negativen Metastasierung.
- 1:57Speaker 2: Es ist uns wichtig, beide Perspektiven darzustellen da Arzt und Patientin als Team zusammenarbeiten sollten Mit Kommunikation auf Augenhöhe Und gemeinsame Entscheidungsfindung was die Therapie angeht.
- 2:10Speaker 2: Wichtig ist uns vorab noch, dass dieser Podcast natürlich das individuelle Gespräch mit dem Arzt oder der Ärztin nicht ersetzt und alles gesagte nur die persönliche Meinung unserer Gäste widerspiegelt.
- 2:21Speaker 2: Aber nun soll es losgehen!
- 2:23Speaker 2: Eva, Marc, möchtet ihr euch kurz vorstellen?
- 2:28Speaker 1: Mein Name ist Eva Schumacher-Wulf, ich bin die Gründerin und Chefredakteurin der Krebsmagazine Mamma Mia.
- 2:34Speaker 1: Und selbst Brustkrebspatientin.
- 2:35Speaker 1: Ich hatte meine erste Diagnose vor einundzwanzig Jahren und lebe seit acht Jahren mit einem metersasierten Brustkrebs.
- 2:44Speaker 0: Liebe Alexis, mache ich gerne!
- 2:46Speaker 0: Liebe Eva, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, mein Name ist Marc Tillich.
- 2:50Speaker 0: Bin Chefarzt einer Klinik für Gynäkologien, gynäcologische Onkologie im Magaplesion Markus Krankenhaus in Frankfurt am Main des Ganzen Schon seit vierzehn Jahren.
- 2:59Speaker 0: Und ja, warum bin ich heute hier mit euch zusammen?
- 3:02Speaker 0: Weil Postkibs für mich ein wirklich zentrales Thema ist.
- 3:05Speaker 0: Ich würde mal sagen, Vierundzwanzig Sieben freue mich, dass wir heute zusammensind.
- 3:10Speaker 2: Ja, ich freu' mich auch sehr das wir ihr zusammensezten und wir fangen gleich einmal mit der Eva an.
- 3:15Speaker 2: Eva dein Weg war ja nicht ganz gerade längst.
- 3:17Speaker 2: du hast die Krebsdiagnose erst gehabt und vierzehnt Jahre später dann die metastasierte Situationen und auch veränderte Tumoreigenschaften.
- 3:27Speaker 2: Was war denn für dich der Moment, in dem klar wurde?
- 3:29Speaker 2: Jetzt ist alles anders.
- 3:32Speaker 1: Es war im Prinzip schon bei der Diagnose der Metastarsen klar dass jetzt alles anders ist weil die Krebserkrankung nicht mehr heilbar ist und ich wusste jetzt werde ich daran sterben wann auch immer Der Tumor war dann, wie die erste Erkrankung erst mal noch hormoneabhängig.
- 3:47Speaker 1: Dann dachte ich gut der ist jetzt noch gut behandelbar und vielleicht auch etwas friedlicher als andere Tumoorarten.
- 3:54Speaker 1: aber nach zwei Jahren kam für mich der nächste wirklich große Schock in dem es hieß der Tumour ist jetzt trippelnegativ weil wir wissen ja dass Tumoren auch ihre Eigenschaften ändern können.
- 4:06Speaker 1: das hat mein Tumore gemacht und dann plötzlich hieß es tripplenegativ.
- 4:10Speaker 1: Und dann dachte ich, jetzt wird's richtig ernst.
- 4:13Speaker 1: Das war noch mal ein ganz großer Schock für
- 4:16Speaker 1: mich.".
- 4:17Speaker 2: Ja Marc fangen wir jetzt erstmal an der Basis an.
- 4:19Speaker 2: Triple Negativa Brustkrebs auch TNBC genannt ist ja für viele erst einmal so'n abstrakter Begriff.
- 4:25Speaker 2: also Ich selbst hatte triple negativen Brust Krebs vor acht eineinhalb Jahren und ich war erstmal komplett überfordert mit den ganzen Fachbegriffen und allem drum herum.
- 4:35Speaker 2: Kannst du erklären, was Triple Negativa Brustkrebs eigentlich bedeutet und wie er sich auch von den anderen Tumorarten unterscheidet?
- 4:44Speaker 0: Ja, Triple Negativ.
- 4:46Speaker 0: Dreifach negativ... Da muss man erst mal wissen, was ist denn dreifach positiv oder so?
- 4:51Speaker 0: Was gibt es denn überhaupt, was negativ sein kann?
- 4:53Speaker 0: Es geht hier um Rezeptoren, es geht um Antennen an der Zelloberfläche, Albersstrukturen die wir als Ziele verwenden können bei den unterschiedlichen Untergruppen-Buskeps, die wir haben, dann entsprechende Therapien auszuwählen.
- 5:07Speaker 0: Und beim Triple Negativen bedeutet es, dass diese Rezeptoren, dieser Angriffspunkt an der Zelloberfläche nicht existieren.
- 5:14Speaker 0: Also sie haben keinen österreichischen Rezeptor im kein progesterischen Rezebto, im kein higher zwei Receptor.
- 5:20Speaker 0: und deswegen sind halt bestimmte Therapien, das ist ja das was wir im Gespräch dann klären, wenn dann jemand kommt bekomme ich jetzt auch eine Anti-Hormontherapie?
- 5:29Speaker 0: Nein eben nicht!
- 5:31Speaker 0: der Homo-Deceptor nicht da ist.
- 5:32Speaker 0: Also es heißt dann für uns und für das Gespräch, dass eben manche Therapien, die es gibt, es dir einfach nicht verwendet werden können.
- 5:41Speaker 2: Marc viele verbinden ja triple negativen Brustkrebs mit jungen Patienten Aggressivität oder einem hohen Rückfallrisiko.
- 5:48Speaker 2: was stimmt denn daran?
- 5:49Speaker 2: Und was ist hier wichtig einzuordnen?
- 5:52Speaker 0: Ja triple negativ unterscheidet sich tatsächlich von anderen Brust Krebsformen.
- 5:57Speaker 0: wenn wir davon ausgehen, dass siebzig Prozent der Brustkrebs, die neu diagnostiziert sind.
- 6:02Speaker 0: Hormone-Rezeptor positiv sind.
- 6:04Speaker 0: Dann haben wir hier erst mal eine Erkrankung, die gar nicht so häufig ist.
- 6:08Speaker 0: Ja, zehn bis fünfzehn Prozent der Brüstkrebserkrankungen sind trippelnegativ.
- 6:12Speaker 0: Das sind in Deutschland ungefähr sieben bis zehntausend Neuerkrankungen im Jahr.
- 6:18Speaker 0: Was zeichnet das trippelnegative Karzinom aus?
- 6:21Speaker 0: Es wächst schneller und bedeutet Schlauchswachstum heißt auch mehr Aggressivität.
- 6:26Speaker 0: Das heißt, wir haben unordentlichere Zellen Grading drei, eins wäre ordentlich.
- 6:32Speaker 0: Zwei wäre in der Mitte, drei.
- 6:34Speaker 0: das ist dann wie so ein Kinderzimmer wo man besser nicht reingeht bei A-Fußball.
- 6:37Speaker 0: Dann durft man irgendwo rein damit es gefährlich ist.
- 6:38Speaker 0: und gefährlich heißt um berechenbar und berechenbaar ist nicht gut.
- 6:41Speaker 0: und dass ist der triple negative Brustkipps und wir haben natürlich auch einen höheren Anteil an sich schnell teilen in Zellen.
- 6:48Speaker 0: Das heißt, wir haben auch ein höheres Rückfallrisiko.
- 6:51Speaker 0: Weil Aggressivität heißt schlechtere Prognose.
- 6:54Speaker 0: Schlechtere Proknose heisst auch höheres Rückfallrisik oder das geht damit einher und das bedeutet dass wir in den ersten drei bis fünf Jahren einfach ein höhere Rezidiv also Rückfall-Risiko haben als beispielsweise bei einem Hormonezeptor.
- 7:10Speaker 0: positiven Krebs.
- 7:12Speaker 0: Also Trippenegativ ist einer der Subtypen.
- 7:15Speaker 0: Wir haben ungefähr fünf Untergruppen oder Subtypen, die wir behandeln und das ist eben eine davon.
- 7:21Speaker 0: Und häufig aber auch und es ist das nächste Charakteristikum häufig assoziiert mit einer Mutation an der BRCA eins und zwei Mutation vielleicht haben sie das schon mal gehört liebe Zuhörer Alex du kennst es ja sowieso Das ist eben dann diese erbliche Großkrebs, wo man eine Blutnudelsuchung macht und mit dieser Blut nudelsuchen nachweisen kann.
- 7:42Speaker 0: Ob man in der Keimbahn wieder so schön heißt, die Mutationen im BRCA-I und II gehen hat.
- 7:48Speaker 0: Und deswegen gucken wir bei den trippeln negativen Casinomen dahin und schicken die Patienten auch ohne familiäre Vorbelastung zu einer solchen BRCA an.
- 7:59Speaker 0: zwei Testungen nach energinischen Beratungen natürlich versteht sich!
- 8:04Speaker 1: Also der triple negative Brustkrebs tritt ja tatsächlich hauptsächlich bei jüngeren Frauen auf.
- 8:10Speaker 1: Wenn ich jetzt sage Jünger, dann sind es Frauen unter fünfzig aber ja teilweise auch deutlich Jüngere.
- 8:15Speaker 1: das sind ja Frauen die teilweise noch ihre Kinderplanung vor sich haben oder gerade ganz kleine Kinder haben.
- 8:22Speaker 1: Und es ist natürlich besonders bitter,
- 8:24Speaker 1: v.a.,
- 8:24Speaker 1: wenn man dann noch hört, dass es andere Brustkrebs-Patientinnen gibt die was weiß ich wie viele verschiedene Therapieoptionen haben und die ganz gute Prognosen haben.
- 8:35Speaker 1: Dann merkt man so, oh ja!
- 8:37Speaker 1: Ich habe jetzt wirklich den größten Mistkerl erwischt.
- 8:40Speaker 1: Das ist schon sehr bitter.
- 8:42Speaker 1: und umso wichtiger finde ich, dass man sich wirklich gut informiert.
- 8:45Speaker 1: Dass man in einen Zentrum geht wo man weiß die haben Erfahrung auch mit den üblen Brustkrebsarten und der sich einfach die beste Therapie kriegt.
- 8:53Speaker 1: weil es gibt Optionen und ich habe ja gerade gesagt also Ich lebe seit acht Jahren mit metastasierter Erkrankung aber seit sechs Jahren mit einem offiziell Triebel Negativen.
- 9:04Speaker 1: Da kann man dann gucken, findet man vielleicht irgendwo noch andere Angriffsstellen?
- 9:08Speaker 1: Man muss wirklich einen Arzt haben oder ein Team haben – das wird ja meistens im Team behandelt, was sich gut auskennt.
- 9:14Speaker 1: und dann gibt es durchaus Optionen auch neue Optionen die auch bei diesem Mistkerl noch wirksam sind!
- 9:22Speaker 2: Weil man die Diagnose bekommt, geht er meistens alles sehr schnell.
- 9:27Speaker 2: Und Marc, was wird in dieser Phase dann medizinisch geklärt?
- 9:30Speaker 2: Kannst du uns mal Schritt für Schritt durchführen nach welchen Kriterien Behandler vorgehen und wieso das so ist?
- 9:37Speaker 0: Das mache ich gerne, Alex.
- 9:39Speaker 0: Man muss ja am Anfang vielleicht noch mal ganz kurz sagen, wo es gibt Verzehnten haben wir eines gemeinsam keine Ahnung irgendwas keiner merkte irgendwas.
- 9:47Speaker 0: und dann heißt es auf einmal heute so morgen anders.
- 9:50Speaker 0: Und deswegen ist das, weil du ja auch sagst, kannst du mich da mal so durchführen.
- 9:54Speaker 0: Das ist einfach das was wir machen.
- 9:57Speaker 0: Wir erzählen und unser Gegenüber verarbeitet und wir sind schon beim nächsten Schritt und er verarbeitete immer noch oder sie verarbeiteten man noch.
- 10:04Speaker 0: also von daher ja es alles beginnt mit einer Gewebeprobe.
- 10:08Speaker 0: Man hat einen Befund den man tasten kann eine Mammografie Ultraschei was auch immer und dann möchte man gerne wissen Was ist das eigentlich?
- 10:15Speaker 0: Und man bekommt eben nur die Informationen.
- 10:18Speaker 0: wir sprachen hier gerade über Triple Negativ über all diese Informationen, die wir benötigen.
- 10:22Speaker 0: Wenn man eben Gewebe mittels einer Biopsy aus dem Tumor nimmt und der nächste Schritt wäre wenn ich dann weiß was das ist dass in einen klinischen Kontext zu bringen Klinisch heißt dann wie groß es der befund gibt es Lymphknoten die komisch aussieht auch da sollte meine biopsie durchführen.
- 10:39Speaker 0: Und natürlich ganz ganz wichtig ist dieser Krebs schon metastasiert und das ist das was wir im Rahmen einer Umfelddiagnostik, wir Mediziner sagen Staging dazu.
- 10:50Speaker 0: Also eine Einordnung der Erkrankung gibt es schon für Metastasen und dann kommen diese Untersuchungen wie eine Computertomographie von der Lunge vom Bauraum, vom Becken, eine Knochenzintigrafie Und dann gibt das natürlich stichwort Triple Negatives bei Markatsung natürlich noch eine genetische Testung.
- 11:09Speaker 0: Ich habe ja gerade gesagt dass gerade die triple negativen assoziiert sind mit einer BHCR-I und zwei Mutation Das heißt, unabhängig mal vom Tripö Negativen befunden.
- 11:20Speaker 0: bei jeder Patientin wird ein Score erhoben.
- 11:22Speaker 0: Ein Risikoscore.
- 11:24Speaker 0: Das sind Checklisten.
- 11:26Speaker 0: Die sind vereinheitlich.
- 11:27Speaker 0: in Deutschland sollte jedes Brustzentrum bei jeder Patienten machen nachfragen wie ist denn die familiäre Disposition?
- 11:33Speaker 0: Also wer ist erkrankt?
- 11:35Speaker 0: gibt es zum Beispiel Kriterien für eine familiäre disposition wenn beispielsweise drei an Brustkrebs erkrankte Frauen unabhängig vom Alter in der Familie vorzufinden sind oder einen, wo es gibt, erkrankte Frau von dem sechsten und dreißigsten Leben sehr unzuweitert.
- 11:49Speaker 0: Die Liste ist lang und das checkt man durch.
- 11:51Speaker 0: Und dann gibt es ein Score.
- 11:53Speaker 0: Und je nachdem wie der Score ausfällt, gibt es eine Indikation zur Beratung aber eben auch zur Testung beim Triple Negatives.
- 11:59Speaker 0: ganz wichtig erreicht die triple negative Biologie schon aus um eben eine Beratungen zu bekommen und eine Testung unabhängig von der familiären Disposition.
- 12:09Speaker 0: Wir haben hier in Frankfurt eine relativ große jüdische Gemeinde, auch das vielleicht wenn jemand hier zuhört Aschkinasi-Juden.
- 12:16Speaker 0: die haben ein besonders hohes Risiko eben ähnlich wie die BRCA eins und zwei mutierten Patientinnen.
- 12:23Speaker 0: Und dann sollte man nicht nur idealerweise BRCA Eins und Zwei am testen sondern es sollte einen Panel gemacht werden.
- 12:29Speaker 0: was ist denn Panel?
- 12:29Speaker 0: Das ist eine Gruppe von Genen die man überprüft, Genen von denen wir sagen Das ist Hochrisikogene, das nehmen BHCR-I und Zwei auch PALP B II.
- 12:39Speaker 0: Es gibt auch Moderat, Aggressive oder Moderatrisikogene die eben von uns in Drucksichtung geführt werden.
- 12:46Speaker 0: mit anderen Untersuchungen wird es gar nicht so kompliziert machen.
- 12:49Speaker 0: In jedem Fall genetische Untersuchung ist wichtig Und wir dürfen nicht vergessen dass ja bei einer BHCR I und II Mutation neben dem Brustkrebsrisiko, das auch ein Eingestockkrebs-Risiko gibt bei BACA-I.
- 13:05Speaker 0: Das möchte man sicherlich nicht bekommen diese Erkrankung.
- 13:09Speaker 0: und dann kommen die Gespräche über risikoreduzierende Operationen und bei der erkrankten Patientin auch über möglicherweise die Entfernung der Brust bei einer solchen Mutation.
- 13:19Speaker 0: Und es macht es dann eben auch sinnvoll, dass wir in der triple negativen Situation als Patienten ja häufig mit einer Chemotherapie machen oder?
- 13:25Speaker 0: Fast immer mit Chemotherapiebehandeln ist man die eben auch neoativantig wird vor einer Operation.
- 13:31Speaker 0: Dann hat man eben auch Zeit, all diese Testungen zu machen um das nachher in die operative Strategie mit einfließen zu lassen.
- 13:38Speaker 0: so und metastasiert.
- 13:40Speaker 0: da gibt es noch andere Marker die wir verwenden einen Rezeptor der bei der Immunaktivierung des Immunsystems eine Rolle spielt.
- 13:51Speaker 0: Der Tumor gaucelt dem Körper vor Wenn er immer wieder die gleichen Schnipsel in die Blutbahn gibt, dass dann irgendwann das Immunsystem sagt Boah kenne ich alter Hut.
- 14:00Speaker 0: So und dann steigt der Tumor aus.
- 14:02Speaker 0: Das ist eine Exit-Strategie und das ist da ganz bedauerlich.
- 14:05Speaker 0: Da nämlich eine Verbindung zwischen Tumorenzelle und Abwehrzellen entsteht und das es hier wie so eine Bremse.
- 14:11Speaker 0: Ja das einzige wo es sind macht das die Schwangerschaft natürlich.
- 14:14Speaker 0: ja wenn dann fremdes genetisches Material vom Partner nicht dazu führt absterbt.
- 14:20Speaker 0: Und hier wollen wir aber diese Bremse lösen, deswegen gibt es Immuntherapien und dafür ist eben dieser Rezeptor der Petal-I-Receptor
- 14:28Speaker 0: wichtig.".
- 14:29Speaker 0: Am Ende muss man sagen, das ist halt nicht eine Erkrankung, das haben wir schon gesagt.
- 14:33Speaker 0: Es gibt unterschiedliche Subtypen, aber eben auch beim Triple Negativen.
- 14:36Speaker 0: Das ist sehr heterogen.
- 14:37Speaker 0: Deswegen finde ich auch schwierig wenn man sagt jeder Triple Negative tut mir ganz besonders aggressiv.
- 14:43Speaker 0: Man muss da schon auf die Details schauen.
- 14:44Speaker 0: bedauerlicherweise ist das aber etwas was für so in der täglichen Routine selten machen und kann aber durchaus sagen, Triple Negativ ist nicht gleich Triple Negativ.
- 14:54Speaker 1: Genau!
- 14:55Speaker 1: Und in der Community ist es halt schon noch so dass triple negativer Brustkrebs gern generell in eine Schublade gesteckt wird.
- 15:03Speaker 1: Das ist das was ich vorhin sagte.
- 15:05Speaker 1: gerade dann ist es wichtig sich gut zu informieren Behandlungszentrum zu finden, was sich gut auskennt.
- 15:14Speaker 1: Was eben diese ganzen Untersuchungen auch durchführt die Mark eben aufgezählt hat.
- 15:19Speaker 1: und dann gibt es da die unterschiedlichsten Verläufe.
- 15:22Speaker 1: und wie gesagt auch mit dribbel negativen Pruskrebs auch mit das sassiert kann man lange leben.
- 15:27Speaker 1: Es gibt ja viele Innovationen Die ganz tolle auch über Lebensvorteile gezeigt haben also ist nicht mehr so aussichtslos wie es früher mal war.
- 15:37Speaker 0: Du hast schon gesagt, ein Zentrum ist wichtig.
- 15:39Speaker 0: Deswegen ist es wichtig, dass man in einem Tumor-Board im Gremium bei uns sind das ungefähr dreizig Menschen, die sich da Gedanken machen und dass man dann in einem solchen Tumore sitzt und alle Informationen zusammengesammelt hat.
- 15:52Speaker 0: Wenn welche fehlen bitte nachsammeln.
- 15:54Speaker 0: Wichtig ist alles vorliegt damit man eine Therapieentscheidung treffen kann.
- 15:59Speaker 2: Kannst du jetzt mal so einen kleinen Überblick geben über die Therapielandschaft beim früheren triple negativen Brustkrebs?
- 16:07Speaker 0: Schon gesagt, dass wir beim Triple-Negative keine Hormonezeptoren haben und keinen Herzhaarezeptoren.
- 16:11Speaker 0: Das heißt das was wir da an Therapieoptionen zu verfügen hätten, haben wir eben nicht.
- 16:17Speaker 0: Aggressivität haben wir schon angesprochen.
- 16:19Speaker 0: Wir machen ja ganz gerne wenn wir Chemotherapien machen ist vom triple negativen Mammarkarten um die Standardtherapie dann machen wir das ganz gerne in den Neuartifanen.
- 16:27Speaker 0: warum?
- 16:28Speaker 0: Also neut ihr vor einer Operation bevor man irgendeine Operation macht Chemotherapie weil es die wichtigste Therapie ist.
- 16:35Speaker 0: Es gibt durchaus auch Studien dazu, wenn man dann erst mal operiert und dann vielleicht eine Wohnteilungsstörung macht in die Therapie später.
- 16:44Speaker 0: Das ist auch ein Einfluss auf das Überleben haben könnte.
- 16:47Speaker 0: Deswegen wollen wir diese Diskussion gar nicht führen und behandeln die meisten eben mit einer neortimantischen Chemotherapie.
- 16:54Speaker 0: Das heißt früh behandeln, dann sehen es der Tumor anspricht.
- 16:57Speaker 0: was heißt das?
- 16:57Speaker 0: Wir wollen dass der Tumo kleiner wird Und das ist auch schön, wenn man dann mit den Patienten zusammensitzt vom Ultraschall und dann so richtig dieser Kampf gespürt für dieses Ja jetzt wird er kleiner.
- 17:08Speaker 0: Und ja die Therapie wirkt – Das ist das was wir tatsächlich sehen wollen.
- 17:13Speaker 0: und da gibt es eben Chemotherapien, Mundtherapien, zielgerichtete Therapien.
- 17:19Speaker 0: Das kombiniert man teilweise.
- 17:20Speaker 0: Es ist abhängig davon wie groß Rundtumor ist.
- 17:25Speaker 0: Lymphknoten hat ja Stichwort Immuntherapie, Checkpoint Inhibitor.
- 17:31Speaker 0: Das ist indiziert bei der Tumoröse von zwei an mehr Zentimetern und oder positiven Axel-Lymphknote.
- 17:38Speaker 0: Und dann gibt es eine Chemotherapie in Kombination mit einer Checkpoint-Inhibition.
- 17:46Speaker 0: Und das was nachher wichtig ist und das ist das was wir alle erreichen wollen, dass es da eine pathologische Komplettremission gibt zu Deutsch dieser Mieseltume der soll verschwinden.
- 17:56Speaker 0: Und der Pathologe soll dann nachher bei der Operation auch keine vitale Tumor Zelle finden, da hat man diese pathologische Komplett-Remission.
- 18:03Speaker 0: Wenn man das nicht hat, dann hat man noch ein Tumorest in den Lymphknoten und oder in der Brustrüse.
- 18:10Speaker 0: Das betrifft aber nachher nicht die Behandlung mit dieser Immuntherapie, die wird durchgegeben für insgesamt einen Jahr.
- 18:18Speaker 0: was dazu kommen kann ist möglicherweise noch wenn eben noch ein Tumorist da wäre.
- 18:24Speaker 0: Also das jetzt mal die Situation, Alex von Neuativand ansprechen, komplettes Ansprechen weniger ansprechen und da ist man dann schon eine ganze Zeit beschäftigt.
- 18:34Speaker 0: ja mit der Chemotherapie in der Regel fünf Monate und vielleicht ein bisschen länger und dann eben die Immuntherapie für einen Jahr.
- 18:41Speaker 0: Strahlentherapie, die wir nicht vergessen, die Brust erhalten wird oder wenn Lymphknotenmetastasendase wird auch die Brstwand bestrahlt Brustentfernung durchgeführt werden sollte.
- 18:52Speaker 0: Also da kommt auch eine Strahlentherapie ran bei der Busterhaltung, dann eigentlich immer gibt Ausnahmen bei sehr viel älteren Patienten.
- 19:00Speaker 0: und ja diese Strahlenterapie kann aber auch parallel mit der Immuntherapie gemacht werden.
- 19:06Speaker 0: also die muss nicht ausgesetzt werden.
- 19:09Speaker 0: das vielleicht noch mal so als Information am Rande
- 19:12Speaker 2: okay Danke schön.
- 19:14Speaker 2: Und dann idealerweise geht's in die Nachsorge beim triple-negativen Brustkrebs, was unterscheidet sich denn da gegenüber den anderen Brustkriebsarten?
- 19:23Speaker 0: Ach im Grunde genommen eigentlich relativ wenig wenn man die Nachsaugereinschaut.
- 19:28Speaker 0: wir wissen das wird zurzeit eine symptomorientierte Nachsorgung machen.
- 19:32Speaker 0: es stört ja ab und an doch einige sagen ist das alles Mamographie einmal im Jahr Ultraschall Je nachdem, dass die Kasse so bezahlt muss man auch sagen.
- 19:45Speaker 0: Wir machen das hier bei uns alle Vierteljahr mit Ultraschall.
- 19:48Speaker 0: Wichtig ist aber, dass man tatsächlich alle Vierteljahren in den ersten drei Jahren zu seinem Arzt geht und dort eine körperliche Untersuchung durchführen lässt.
- 19:58Speaker 0: In den Jahren vier und fünf ist es alle sechs Monate, danach dann alle zwölf Monate ... Aber man bleibt so in der Nachsorge, ne?
- 20:06Speaker 0: Das hört nicht auf weil wir ja auch wissen, Rückfälle auch ein bisschen später kommen können.
- 20:12Speaker 0: Und eine Marmografie alle zwölf Monate, finde ich sollte immer parallel mit einer Sonographie mit einem Ultraschall durchgeführt werden und das gerne auch mal zehn Jahre.
- 20:23Speaker 0: Also ich find' das ist absolut gerechtfertigt gerade weil wir wissen dass eben auch später mal Rezide auftreten können.
- 20:29Speaker 1: Also viele Patientinnen sind ja nicht so ganz happy mit dieser aktuellen Nachsorge, die er mag wie du gesagt hast, symptomorientiert ist.
- 20:37Speaker 1: Das heißt nur wenn es irgendwo zwickt wird geguckt.
- 20:40Speaker 1: ich sage es jetzt mal ganz banal wir fragen uns natürlich Oder wir, ich jetzt nicht mehr.
- 20:46Speaker 1: Aber ich hab mich auch viele Jahre gefragt, wär's denn nicht sinnvoller?
- 20:49Speaker 1: Man wird öfter eine Bildgebung machen und dann ja vielleicht mit der Starsen früher erkennen oder könnten wir nicht vielleicht sogar mit den heutigen Möglichkeiten im Blut schon entdecken wenn da vielleicht wieder irgendwas ist?
- 21:01Speaker 1: also dass man einfach wartet bis es irgendwo zwickt das ist ja irgendwie nicht ganz befriedigend.
- 21:07Speaker 1: Und es gibt jetzt ja auch eine Studie die Survive-Studie Die genau das nochmal überprüft.
- 21:12Speaker 1: aber es wird noch lang Zeit dauern, bis da ein Ergebnis da ist.
- 21:16Speaker 1: In der Zwischenzeit wird es wohl so bleiben weil man muss ja immer erst beweisen dass das auch sinnvoll ist weitere Untersuchungen zu machen und dieser Beweis steht aus.
- 21:25Speaker 1: in der Zwischezeit bleibt es wie es ist.
- 21:27Speaker 1: wichtig ist einfach dass wir als Patientinnen und Patienten aufmerksam bleiben ohne panisch zu sein aber einfach wenn irgendwas auffällt was vorher ganz anders war.
- 21:38Speaker 1: Jeder hat mal Rückenschmerzen, aber wenn das Schmerzen sind die ganz anders sind und nicht weggehen?
- 21:43Speaker 1: Also so wie man es gefühlt hat ist jetzt wirklich anders dann lieber einmal mehr zum Arzt gehen bevor man sich ganz verrückt macht und nachfragen und meistens kriegt man ja auch Entwarnung.
- 21:54Speaker 1: Aber ich glaube viele freuen sich auf den Beweis oder die neuen Datenstudien Die zeigen Ist das wirklich noch der beste Weg?
- 22:04Speaker 1: Gibt es da vielleicht mit den heutigen Möglichkeiten auch bessere Wege der Nachsorge?
- 22:09Speaker 1: Das bleibt noch zu beweisen.
- 22:12Speaker 2: Ja, das ist ein super wichtiger Punkt Eva und vielleicht bis das da ist kann ja der Markt nochmal sagen was sind denn so mögliche Frühzeichen eines Rezitives?
- 22:21Speaker 2: also worauf kann ich denn selber bei körperlichen Symptomen schauen dass das vielleicht ein Anzeichen ist für ein möglichst fortschreiten meiner Erkrankung?
- 22:31Speaker 0: Selbstutversuchung?
- 22:32Speaker 0: das ist immer das was wir natürlich empfehlen Das ist von der Empfindlichkeit oder von der Erfolgsgratte natürlich manchmal schwierig.
- 22:40Speaker 0: Aber unabhängig davon, ich glaube man sollte sich mit sich beschäftigen nicht nur psychisch im Sinne von Achtsamkeit sondern eben auch mit seinem Körper.
- 22:49Speaker 0: Man sollte auf den Körper achten da ist es wieder die Achtsammkeit.
- 22:53Speaker 0: das heißt einmal im Monat untersuchen und ich höre immer wieder von Frauen Ich will dann nicht anfassen Die Post ist operiert ich will ja nicht anfassend.
- 23:02Speaker 0: Das ist dann schwierig tatsächlich.
- 23:04Speaker 0: Aber wenn man in der Dusche steht, es sind ja so die alten Beispiele, ja und ... Dann die Brustabtasten.
- 23:09Speaker 0: Das ist wichtig, Brust-Abtasten, Axöle-Abtesten.
- 23:13Speaker 0: Jedes Symptom, das muss irgendwie eingeordnet werden.
- 23:16Speaker 0: Ich hab überhaupt nichts dagegen, wenn jemand in der Sprechschule vorbeikommt und sagt zu mir, ich hab da diesen Schmerz gehabt, kann man ihn einordnen?
- 23:24Speaker 0: Das ist total wichtig!
- 23:25Speaker 0: Und dann kann man das kontextualisieren und damit zu tun.
- 23:31Speaker 0: Aber immer wenn es an der gleichen Stelle permanent auftritt, Stichwort Knochen beispielsweise, dann sollte man das abklären lassen.
- 23:40Speaker 0: Und da sollte man sich auch nicht irgendwie vertreiben lassen von seinem Arzt, der dann sagt ja gehen Sie mal zum Orthopäden.
- 23:47Speaker 0: ich meine diese Geschichten erleben wir alle.
- 23:50Speaker 0: Rückenschmerzen, Orthopädie gequaddelt einen Monat, zwei Monate immer mehr wie getan und dann doch mal ein CT gemacht.
- 23:57Speaker 0: Und Knochenmetastase also durchaus auch diese Karte spielen.
- 23:59Speaker 0: ich bin Buskebs Patientin.
- 24:01Speaker 0: hallo Hallo bitte stellen Sie das in den Kontext.
- 24:04Speaker 0: und was auch wichtig ist das sind Symptome die da vielleicht mit der Therapie zu tun haben.
- 24:09Speaker 0: und da ist mir ganz besonders wichtig dass immun vermittelte Nebenwirkungen eben diese Immuntherapie, dieser Checkpoint-Hemmer.
- 24:17Speaker 0: Wenn da die Therapie vorbei ist, dann kann es eben noch zwölf, fünfzehn, sechzehn Monate später Nebenwirkungen geben, die man damit den Verbindungen bringen muss einen Durchfall oder man fühlt sich schlapp und hat danach eine Immunebenwirkung was auch immer.
- 24:34Speaker 0: Man kann das gar nicht als Aufziehen, Alex du weißt dass das ein Riesenfeld und ich würde nur ein bisschen sensibilisieren dafür Dass wenn irgendwas ist, dass man sagt Hallo Ich hatte Immuntherapie bei meiner Brustkrebserkrankung bitte, denken Sie daran.
- 24:49Speaker 2: Ja und wenn jetzt dann tatsächlich der Fall eintritt das ist zu einem Fortschritt der Erkrankungen kommen also wenn der triple negative Brustrebs metastasiert was heißt das medizinisch denn dann genau?
- 25:00Speaker 2: Und was ändert sich da im Hinblick auf das Therapieziel?
- 25:04Speaker 0: Wir haben in der letzten Folge schon über Metastasierung gesprochen, also kurz mal wiederholt.
- 25:09Speaker 0: Metastasiung bedeutet dass es eben Krebszellen gibt die in anderen Teilen des Körpers außerhalb der Brust und der axilären Lymphknoten dann dort Fuß gefasst haben sich dort weiterentwickeln, sich teilen, Zellklumpen bilden und nachher Metastase machen.
- 25:25Speaker 0: metastasiert heißt aber auch tatsächlich das die Erkrankungen nicht mehr heilbar ist, denn wir können nicht wie bei der Brust etwas entfernen und Rümpfgruten entfernen.
- 25:36Speaker 0: Wir können diese organisch entfernen – das macht doch gar keinen Sinn, weil dann die Zellen eben in der Blutbahn respektive im Knochenmark sind.
- 25:44Speaker 0: Das sicherlich eine Situation, die bitter ist, aber den man sich dann irgendwie stellen muss.
- 25:50Speaker 0: Ansonsten bedeutet es mit diesem Wissen darum, dass es vielmehr um Kontrolle geht, Symptomkontrolle, Symtomeverbesserung.
- 25:58Speaker 0: Krankheitskontrollen, progressionsfreie Zeit, Zeitgewinn und das Ganze im Kontext mit Lebensqualität.
- 26:07Speaker 0: Das letzte, glaube ich, was die Ärzte wollen ist, dass sich immer eine Therapie unterwirft aber dann vom Leben nichts mehr hat.
- 26:13Speaker 0: Und mir hat meine Patientin gesagt, ich habe jetzt ein Verfalldatum und ich hoffe es ist noch ganz lange hin.
- 26:20Speaker 0: Dafür möchten wir natürlich sorgen, aber der entsprechende Lebensqualitäts-
- 26:25Speaker 2: Okay.
- 26:26Speaker 2: Und wenn der Fall halt eingetreten ist, was für Untersuchungen oder welche Testung müssen denn dann nochmal gemacht werden?
- 26:34Speaker 0: Gute Frage!
- 26:35Speaker 0: Also Tumoren die sind nicht da und dann bewegen sie sich nicht.
- 26:38Speaker 0: Die sind nicht statisch.
- 26:39Speaker 0: Die können sich verändern, die können sich im Anstehen der Morphologie also in der Darstellung verändern aber Sie können sich eben auch was die Tumorbiologie angeht verändern.
- 26:50Speaker 0: Jeder Tumor, der behandelt wird versucht zu überleben.
- 26:53Speaker 0: Jede blöde Zelle versucht zu Überleben.
- 26:55Speaker 0: Das heißt die verändert sich, die entwickelt Resistenzen und Mechanismen, die wir natürlich herausfinden wollen.
- 27:01Speaker 0: Wenn man sich überlegt, dass man Veränderungen in den Rezeptoren hat übrigens auch beim triple-negativen Karzinomen also da gibt es in sechs Prozent durchaus mal die Entwicklung von der triple negativen Biologie eine Hormonezeptur positive wenn auch sehr selten aber Wir wollen einfach wissen mit was man das zu tun hat die Therapie auf die aktuelle Situation abstimmen.
- 27:21Speaker 0: Weil es ja durchaus sein kann, dass der Tumor und die Metastase sich verändert hat.
- 27:26Speaker 0: Dann gilt das auch, die richtige Therapie auszuwählen.
- 27:30Speaker 2: Eva, wer hat mir eingangs kurz über deine Krankheitsgeschichte gesprochen?
- 27:34Speaker 2: Dass du eben ohne Rückfall nach vierzehn Jahren plötzlich Metastasen hattest.
- 27:41Speaker 2: Zwei Jahre später hat sich dann noch mal der Subtyp von Hormone Receptor Positiv auf Triple Negativ geändert.
- 27:48Speaker 2: Was hat diese Diagnose erst mal mit dir gemacht?
- 27:50Speaker 2: Und wie war das, dass du dich plötzlich ganz neu mit deiner Krankung nochmal auseinandersetzen musstest und darüber nachdenken musstest.
- 27:58Speaker 1: Das war natürlich nochmal ein Riesenschock.
- 28:00Speaker 1: Ich habe es ja eingangs schon kurz erwähnt, weil ich wusste das Tribel negativ der ungünstigste Subtyp ist.
- 28:08Speaker 1: Damals hab' ich dann sofort geguggelt was es bedeutet und bin auf zehn Monate Lebenserwartung gestoßen.
- 28:15Speaker 1: Heute weiß ich dass ja alle Statistiken die wir online sehen rückwirkend erhoben wurden.
- 28:20Speaker 1: Das heißt mit den Therapien dienten Jahren zuvor zugelassen waren in den letzten zwanzig Jahren.
- 28:26Speaker 1: Keine Ahnung, jetzt hat sich aber ja in den vergangenen Jahren so viel getan, so viele neue Therapieansätze und neue Medikamente die zugelassene wurden auch für trebl negativen Metastasiatinbrustkrebs dass ich heute sehr viel optimistischer bin und gar nicht mehr so das Gefühl habe Ich hab' jetzt die Tumorart bei der mal eh nix machen kann Sondern nee!
- 28:47Speaker 1: Da ist noch einiges in der Pipeline, wie man so schön sagt.
- 28:50Speaker 1: Da ist auch noch einige Medikamente, die für mich infrage kommen in
- 28:57Speaker 1: Zukunft.".
- 28:58Speaker 2: Ja super!
- 28:59Speaker 2: Wie wir vorhin gehört haben, sind die Auswahl an Medikamenten für triple-negativen Brustkrebs zwar kleiner als für den Hormonrezept positiver aber wie sind denn die Therapieoptionen für triple negativen brustkreb im fortgeschrittenen Setting?
- 29:14Speaker 0: Wir haben schon ein paar Sachen angesprochen.
- 29:17Speaker 0: Beim frühen Brustkrebs, so denn ja auch in der metastasierten Situation je nachdem was wurde schon gemacht wie lange ist die Zeit dazwischen?
- 29:26Speaker 0: Ist es vielleicht Wie wir in der letzten Folge gesagt haben auch an primär Metastasierter befunden?
- 29:32Speaker 0: also wir haben früher immer Chemotherapie gehabt und nur Chemotherapien waren damit alle uns zufrieden alle Beteiligten natürlich und je nach dem was wir aber für Unterschiede in der Tumorbiologie.
- 29:43Speaker 0: auch beim Triple Negativen haben wir mittlerweile unterschiedliche Marker, die wir testen können.
- 29:48Speaker 0: Die wir testet sollten und wenn identifiziert dann eben auch behandeln können.
- 29:53Speaker 0: Stichwort BRCA-Mutation weil dann gibt es Medikamente, die als PARP-Inhibitoren bezeichnet werden.
- 30:01Speaker 0: PARP steht für Puli adipiri bruselpolymerase wo Kabel heft raus das ist wieder so ein Wort.
- 30:09Speaker 0: aber Es ist ein genetisch instabiler Tumor, den man damit gut behandeln kann.
- 30:13Speaker 0: Pdl-I der Rezeptor, denen wir testen in einer metastasierten Situation wenn eine Immuntherapie eine Rolle spielen könnte das werden die Checkpoint Hämmer.
- 30:25Speaker 0: und es gibt natürlich auch Kombinationen mit Chemotherapie und Immun Therapie Antikörper, die gegen Gefäßneubildung gerichtet sind.
- 30:36Speaker 0: Damit der Tumor einfach von der Gefäße-Sorgung abgeschnitten wird.
- 30:41Speaker 0: Also es gibt eine ganze Reihe eben auch an anderen Chemotherapie, freien Therapieoptionen.
- 30:49Speaker 0: Außerdem gibt es noch eine sehr smarte Chemotherapie, wenn wir schon von Chemotherapien sprechen.
- 30:53Speaker 0: Nämlich Antikörper Wirkstoffkonjugate kurz ADCs genannt, die eben diese Chemotherapies im Gepäck haben.
- 31:00Speaker 0: und ein Antikörper der Chemotherapieden gepäckert über ein Rezeptor in die Zelle hineinkommt kann dann natürlich sehr zielgerichtet in der Tumorzelle effektiv sein.
- 31:10Speaker 0: Und das Schöne ist dass wir dieser ADC jetzt auch beim triple negativen metastasierten Mammarkarzen um eben in der frühen Linie einsetzen können.
- 31:19Speaker 0: muss man aber sagen, das ist ein okkologisches Paradigma.
- 31:23Speaker 0: Dass wir die beste Therapie in den Anfang stellen und uns nicht irgendwas aufheben für später.
- 31:29Speaker 0: Denn das macht keinen Sinn.
- 31:30Speaker 0: Wir wollen gleich am Anfang eine effektive Therapie an die Patientin bringen natürlich nur wenn sie entsprechend vertragen wird.
- 31:37Speaker 0: Und da muss man sagen dass das etwas ist was natürlich von dem Alter der Patientinnen von den Vortherapien Begleiterkrankungen usw.. Medikamenten abhängendes Ziel.
- 31:49Speaker 0: Ist es aber diese Erkrankung, in eine progressionsfreie Zeit zu bringen?
- 31:54Speaker 0: Das heißt das die Erkränkung eingefroren wird, dass sie kontrolliert wird und dass es eben keinen Voranschreit also keine Progression gibt.
- 32:02Speaker 0: Und deswegen ist dieser Endpunkt in Studien oder dieser Parameter dieser Begriff progressionsweise überleben progression-free survival neu Deutsch so wichtig für uns.
- 32:13Speaker 2: Eva was bedeutet denn PFS Progression-free Survival für dich.
- 32:19Speaker 1: Genau, ich finde den Begriff die Übersetzung progressionsfreies Überleben etwas irreführen.
- 32:26Speaker 1: im Prinzip geht es ja um eine progressionsfreie Zeit.
- 32:29Speaker 1: Die Übersetzung kommt halt vom englischen Survival aber Es geht ja darum dass die Krankheit so lang wie möglich aufgehalten wird und nicht fortschreitet.
- 32:38Speaker 1: Und das ist natürlich das was Für uns am wichtigsten bei einer Therapie ist.
- 32:43Speaker 1: Ein Progress ist ja immer, das Fortschreiten der Krankheit ist mit ganz vielen Negativen verbunden.
- 32:49Speaker 1: Erst mal mit Angst!
- 32:51Speaker 1: Weil ich weiß jetzt eine Therapielinie weg, die funktioniert nicht mehr.
- 32:56Speaker 1: also bin ich gefühlt dem Toten Stück näher so weil die Optionen werden weniger.
- 33:03Speaker 1: dann weiß ich nicht wirkt die nächste Option überhaupt?
- 33:06Speaker 1: Die meine Ärzte mir vorschlagen oder wirkt sie nicht Dann vertrage ich Sie.
- 33:11Speaker 1: überhaupt finde ich einen Weg mit den Nebenwirkungen umzugehen.
- 33:14Speaker 1: Also ich hatte schon viele Therapielinien und muss sagen, ich habe immer einen Weg gefunden mit den Nebenwirkungen klarzukommen.
- 33:20Speaker 1: Aber es war auch oft holprig am Anfang bis man so richtig weiß welche Nebenwirkungen kriege ich überhaupt?
- 33:25Speaker 1: Kriegt ja nie jeder Patient jede Nebenwigung.
- 33:28Speaker 1: Welche krieg' ich was kann nicht machen wie krieg ich die eingefangen?
- 33:32Speaker 1: Und das kostet alles Lebenszeit, Lebensqualität und deswegen ist einfach diese progressionsfreie Zeit so wichtig.
- 33:41Speaker 1: Außerdem ermöglicht sie unter Umständen, dass ich auch eine weitere Zulassung erlebe.
- 33:48Speaker 1: Ich habe ja gerade gesagt es gibt viel in der Pipeline sozusagen.
- 33:51Speaker 1: also es wird viel erforscht.
- 33:53Speaker 1: Ich bin ja viel bei Kongressen wie du Alex und wir hören immer was das alles gibt.
- 33:58Speaker 1: aber die Medikamente müssen erst mal zugelassen sein.
- 34:01Speaker 1: Aber die Zeit kann genau die Zeit sein, die ich brauche quasi bis wieder ein neues Medikament zugelassene ist Was für mich dann wieder Hoffnung bedeutet.
- 34:11Speaker 0: Ja, und progressionsfreies Überleben.
- 34:13Speaker 0: Eva, du hast ja schon gesagt auf der einen Seite Endpunkt von Studien die wir erreichen wollen, Endpunkte die wir reichen wollen um zu sehen ob eine Therapie auch effektiv ist und auch lang genug gegeben werden kann dass ihr nicht so viel Nebenwirkung macht.
- 34:27Speaker 0: denn jeder Therapieabrog ist eben keine Therapie die man macht.
- 34:31Speaker 0: und das wichtige dabei ist dass wir eben noch andere Endpunkter haben.
- 34:37Speaker 0: Aber diese progressionsfreie Zeit und ich sag einfach mal eine Patientin, die sagt Mensch der Sommer.
- 34:42Speaker 0: Der war trotz Therapie irgendwie toll mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren.
- 34:45Speaker 0: Ich habe mit meinem Mann segeln.
- 34:46Speaker 0: Ich hab die Enkeltochter habe ich erlebt und hat die offenarm
- 34:50Speaker 0: usw.,
- 34:51Speaker 0: das ist progressionsfrei.
- 34:53Speaker 0: Und Trotztherapie, die ein Teil des Alltags wird.
- 34:58Speaker 0: Deswegen ist es eben so wichtig, Symptom arm zu sein, symptom frei zu sein hoffentlich unter einer Therapie, aber eben vor allem progressionsfrei.
- 35:07Speaker 0: Vor allem bei einer unheilbaren Erkrankung wie beim metastasierten triple-negativen Mamakazinon.
- 35:14Speaker 0: und dazu braucht es eben vernünftige Therapien neue Therapien und da gibt's ja eine ganze Menge dazu.
- 35:21Speaker 0: Studien laufen ja noch ne Alex
- 35:23Speaker 2: Ja, und genau über klinische Studien.
- 35:27Speaker 2: Und solche Endpunkte sprechen wir ja auch in der nächsten Episode ein bisschen genauer und im Detail – und da freuen wir uns jetzt schon drauf!
- 35:34Speaker 2: Damit beschließen wir diese Episode, Marc & Eva.
- 35:38Speaker 2: Was ist für euch die Schlussbotschaft?
- 35:40Speaker 2: Ja, die
- 35:42Speaker 0: Schlussspotschaft ist bei aller Aggressivität, die der triple negative Brustkrebs mit sich bringt.
- 35:47Speaker 0: Wir haben Therapie-Optionen wir haben Optionen, die in der Regel progressionsfreie Zeit ermöglichen und das zu Bedingungen, die durchaus akzeptabel sind.
- 35:54Speaker 0: Und ich finde, Optionen zu haben Das ist genau das was sie eigentlich wollen.
- 36:00Speaker 1: Ich mache es jetzt mal ganz kurz, ich sage einfach informiert euch Vor allem beim trebl negativen Brustkrebs.
- 36:06Speaker 1: Ich habe es gesagt, da ist es wichtig ein gutes Team zu haben was sich auskennt mit der Erkrankung.
- 36:12Speaker 1: Fragt nach und seid unbequem!
- 36:15Speaker 1: Wenn ihr irgendwas nicht verstanden habt fragt nochmal nach und auch ein drittes Mal wenn sein muss.
- 36:21Speaker 1: alles Gute für euch
- 36:23Speaker 2: Ja, herzlichen Dank an euch beide für eure Zeit und ihre Energie.
- 36:26Speaker 2: Wir freuen uns aufs nächste Mal!
- 36:28Speaker 2: Und wir nehmen diesmal mit das Triple Negativa Brustkrebs – ein eigener und sehr komplexer Brustkräbstypes.
- 36:35Speaker 2: Und Triple Negativer Brustkriebs ist auch nicht gleich Triple Negativo Brust Krebs.
- 36:40Speaker 2: Gerade in der metastasierten Situation zählen aktuelle Tests eine Zügige und passende Therapieentscheidungen, der Blick auf innovative sowie auch klassische Behandlungswege.
- 36:50Speaker 2: Und vielleicht die Kombination?
- 36:52Speaker 2: Die Möglichkeiten der Behandlung haben wir in den letzten Jahren sehr verbessert.
- 36:57Speaker 2: Im metastasierten Stadium zählen frühe Krankheitskontrolle, Symptomkontrollen aber immer wieder auch die Lebensqualität.
- 37:05Speaker 2: Was ganz wichtig ist – gute Entscheidungen entstehen im Dialog zwischen Behandlerinnen und Patienten!
- 37:21Speaker 2: Fanden Sie diese Folge interessant?
- 37:23Speaker 2: Dann freuen wir uns über ein Like, Feedback oder eine Empfehlung.
- 37:28Speaker 2: Teilen sie die Folge gerne mit Menschen für die es hilfreich sein könnte!
- 37:32Speaker 2: Der Podcast Oncopilotin Talks ist ein Teil der Initiative Oncopilotin von Gilea Sciences.
- 37:39Speaker 2: Mehr Informationen dazu gibt es auf oncopilotinn.de und auch auf YouTube.