Latest / DAZWISCHEN Der Sachsen-Anhalt-Podcast / Reparaturcafé Zeitz – Reparieren verbindet
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- 0:00Das kann man für die DDR ganz deutlich sehen: Menschen, die 00:00:04.000 --> 00:00:08.000 gute Kompetenzen hatten im Reparieren, die da viele Fähigkeiten hatten, dass die
- 0:08auch häufig in ganz hohem Ansehen genossen. Also, das war etwas, worauf
- 0:12man wirklich stolz sein konnte und wo man auch sicher sein konnte,
- 0:16dass andere einen dafür sehr anerkennen. Egal ob Brotschneidemaschine oder Rührgerät: In
- 0:23vielen ostdeutschen Haushalten stehen noch Geräte, die schon seit über 40 Jahren
- 0:27durchhalten. Ja, und wenn die aus irgendwelchen Gründen doch mal nicht funktionieren,
- 0:32dann werden sie eben repariert. In der DDR haben Menschen, die Dinge
- 0:36reparieren konnten, viel Wertschätzung erfahren, und die fiel dann mit der Wiedervereinigung
- 0:40und der Wegwerfgesellschaft weg. Und jetzt ploppen an vielen Orten sogenannte
- 0:46Reparaturcafés auf. Sie sind Begegnungsorte, sie bringen Wertschätzung zurück und sind ein
- 0:53wichtiger Baustein der Gesellschaft. Und deshalb sprechen wir heute darüber, hier bei
- 0:57Dazwischen. Vorher schauen wir aber, wie immer, kurz zurück: Was ist bei
- 1:10dir passiert seit der letzten Folge? Ich fand das ganz spannend. Wir
- 1:12haben ja in der letzten Folge über Grenzerfahrungen gesprochen, und ich habe
- 1:16am Wochenende meine Eltern getroffen. Die hatten gerade die Folge
- 1:21gehört, als wir uns trafen, und haben dann so ein bisschen erzählt.
- 1:24Meine Mutter sagte eben auch nochmal: Ja, das mit den Passierscheinen,
- 1:28das stimmt. Uns haben sie auch bis 14 in den Bus gesetzt.
- 1:31Na ja, und wenn man so 15 war, dann konnte man immer
- 1:34noch so ein bisschen so tun, als hätte man den Ausweis vergessen.
- 1:36Aber das ging dann natürlich nicht lange, und dann hatte man eben
- 1:39wirklich diese elende Nerverei mit diesen Passierscheinen. Also, das fand ich auch
- 1:43ganz spannend, weil das auch in der eigenen Familie nochmal so Gespräche
- 1:46aufmacht. War das bei dir auch so? Jetzt so mit meiner Mama
- 1:50nicht, aber tatsächlich mit meinem Freund habe ich nochmal darüber gesprochen. Bisschen
- 1:54anders: Seine Oma kommt tatsächlich ursprünglich aus Sachsen-Anhalt. Die ist dann
- 1:59aber als kleines Kind, als die DDR sich gefunden hat, sag ich
- 2:04jetzt mal, als Staat, mussten die fliehen, weil die hatten Land, so
- 2:07Richtung Altmark, und die wurden enteignet. Und deshalb war da dieses über
- 2:09die Grenze und Familie zurücklassen nochmal immer ein bisschen anders. Thema, und
- 2:15da haben wir uns dann doch nochmal viel drüber unterhalten. Ansonsten hatten
- 2:20wir zu diesem Thema ja auch eine kleine Umfrage. Anne hat die
- 2:23betreut und ist jetzt auch wieder bei uns im Studio. Hallo Anne!
- 2:27Hallo Marie, hallo Katja, schön dich zu sehen! Was kam denn bei
- 2:31der Umfrage diesmal raus? Ja, ich habe gefragt, ob die Teilung Deutschlands
- 2:35auch heute noch auf das Leben unserer Leser und Hörer eine Auswirkung
- 2:39hat. Und die Leute waren sehr geteilter Meinung. Also, ungefähr 50
- 2:44haben ja geantwortet, aber gleichzeitig 40 mit nein, und der Rest
- 2:49war unentschlossen. Also, so fast 50:50 könnte man sagen. Spannend! Du
- 2:54hast ja auch unser Postfach im Allgemeinen im Blick. Kam da noch
- 2:58was rein? Ja, Michael hat uns geschrieben. Den kennen wir aus der
- 3:02letzten Folge, denn er ist im Raum Helmstedt aufgewachsen und war ja
- 3:06der Impulsgeber für das Thema Grenzerfahrung. Und jetzt hat er uns geschrieben:
- 3:10Ich zitiere: „Dass ihr mein Thema aufgenommen habt und eine Folge dazu
- 3:14entwickelt habt, hat mir sehr viel bedeutet. Danke!“ Ja, sehr, sehr gerne!
- 3:19Und danke dir, Anne, und danke an alle, die mitgemacht haben oder
- 3:24uns eine Mail geschickt haben. Wenn ihr was loswerden wollt, Lob, konstruktive
- 3:29Kritik oder einen spannenden Themenhinweis habt, ihr wisst, schreibt uns eine Mail.
- 3:34Und wir suchen auch für unsere Kategorien immer Lieblingsorte in Sachsen-Anhalt
- 3:39oder Heldinnen und Helden des Alltags. Unsere Mailadresse dafür lautet: dazwischen@
- 3:45detektor.fm. Ihr findet uns aber auch bei Facebook, Instagram oder Mastodon.
- 3:50Einfach mal nach detektor.fm suchen und uns eine Nachricht schreiben. So,
- 3:59Marie, jetzt lass uns mal gar nicht lange aufhalten. Ich will heute
- 4:02nämlich mit dir ins südliche Sachsen-Anhalt nach Zeitz und zwar ins
- 4:07Krimskrams. Krimskrams, das kenne ich auch aus Leipzig. Das ist so ein
- 4:12Laden in der Georg-Schwarz-Straße. Genau, und diese Namensdoppelung, die ist
- 4:16kein Zufall, denn das Krimskrams gibt es mittlerweile in Leipzig, Halle, Wurzen
- 4:20und seit 2024 eben auch in Zeitz. Und die Idee ist erstmal
- 4:25an allen Orten die gleiche, nämlich, dass man da so einen Ort
- 4:28zur Verfügung stellen möchte, an dem Menschen Dinge abgeben können, die sie
- 4:31nicht mehr brauchen, die aber eben noch gut sind. Und andere Menschen
- 4:35können sich eben Materialien dort abholen, also zum Beispiel Bau-
- 4:39und Bastelmaterialien, um eben kreative Projekte zu starten. Ja, und wenn es
- 4:43so einen Ort dann schon mal gibt, dann kann man natürlich diesen
- 4:45Ort auch nutzen, um Veranstaltungen oder Workshops zu machen. In Zeitz zum
- 4:50Beispiel findet ein Handarbeitstreff statt oder eine Kinderholzwerkstatt. Naja, und eben das
- 4:56Reparaturcafé, wenn ich dich richtig verstanden habe. Genau, also einmal im Monat
- 5:01findet das statt und das auch schon seit zwei Jahren. In Zeitz
- 5:04befindet sich das Krimskrams genau in der Innenstadt, so ein dunkelrotes Gebäude
- 5:08mit schöner Balustrade, und da steht in großen roten Buchstaben „Krimskrams“ dran.
- 5:14Vor der Tür steht noch ein großes Schild, auf dem steht „Reparier
- 5:17ab 4“. Und schon in dem Moment, wenn man eben diesen Laden
- 5:20betritt, da wird es ganz wuselig und laut. Und wenn man reinkommt,
- 5:28stehen gleich rechts Kaffee und Kuchen, denn es ist ja immerhin ein
- 5:32Reparaturcafé. Und wenn man noch ein Stückchen weiter geht, dann stehen da
- 5:35zwei Tische und überall hängt Werkzeug. Ja, und ich war schon so
- 5:39kurz vor vier da, aber ehrlich gesagt, da war schon richtig die
- 5:42Hölle los. Da wurde fleißig schon getüftelt, und auf einem der Tische
- 5:45lag ein Vakuumierer, der gehörte der Rentnerin Ellen, die auch so ein
- 5:50bisschen aufgeregt daneben stand und zugeschaut hat, wie Reparierer Thomas den Vakuumierer
- 5:54untersucht hat. „Einschleusen geht ja noch, aber die Luft rausholen, schalte automatisch um,
- 6:08was ich weiß, wo du hinmachst. Das gibt es nämlich welche, die machen das automatisch, die schalten das um. Ich habe nie zugeguckt,
- 6:18wenn er das gemacht hat, weil er da auch immer genascht hat dabei, Gehacktes und Aufschnitt und alles sowas. Ich komme nicht wieder und
- 6:23frage, wie war denn das? Wie haben Sie mir das erklärt? Ich weiß, ich habe doch noch mehr zu stehen. Ich komme immer stückchenweise.
- 6:39Da habe ich immer einen Grund, hierher zu kommen. Da ist es nicht so langweilig im Leben.“ Also, das klingt so, als wäre der
- 6:46Vakuumierer wieder repariert. Und es klingt auch so, als ging es da
- 6:51auch um Begegnungen und ins Gespräch kommen. Das scheint ja irgendwie in
- 6:56sehr vielen Orten zu stecken, die wir schon besucht haben. Ich sage
- 7:01nur Mitmachlokal Dessau, Dorfladen Dersheim. Hört da gerne auch noch mal in
- 7:08die Folgen 3 und 5 rein. Auf jeden Fall! Also, es ist
- 7:11auch wirklich so angelegt, dass die Leute da eben nicht einfach hingehen,
- 7:14ihre Sachen abgeben und dann irgendwann später wieder abholen, sondern dass sie
- 7:19eben auch mit da bleiben und eben auch mit zuschauen und dadurch
- 7:22eben ins Gespräch kommen. Also, Ellen, das fand ich total interessant. Die
- 7:26wusste auch noch vom letzten Mal, wer da wo im Urlaub war.
- 7:29Und eben auch die Reparierenden untereinander, die tauschen sich aus. Also, wenn
- 7:33da jemand mal nicht weiterkommt, dann sprechen die miteinander und versuchen dann
- 7:37eben auch gemeinsam eine Lösung zu finden. Und ich glaube, das ist
- 7:40schon auch ein großer Teil dessen, warum die Leute das machen. Der
- 7:43andere Teil ist ja aber eben das Reparieren. Das muss man aber
- 7:47auch erst mal können. Was für Menschen reparieren denn da in Zeitz?
- 7:51Das ist ein relativ festes Team von so ungefähr fünf Menschen, vor
- 7:55allem Männer. Und ich habe an dem Tag mit Thomas und Bert
- 7:58gesprochen, beide so Mitte 60, beide in Rente oder so kurz davor.
- 8:02Und beide schon aus so technischen Berufen, also Instandsetzungsmechaniker und Elektro-Konstrukteur,
- 8:09aber vor allem eben mit einem großen Interesse am Reparieren. Und deswegen
- 8:13haben sie sich das auch viel selber angeeignet. Ja, okay. Aber was
- 8:17ist deren Motivation, das in so einem Café für andere zu machen?
- 8:21Die Frage habe ich Bert und Thomas auch gestellt. Naja, erst mal
- 8:24ist es der Ehrgeiz, dass irgendwas, was kaputt gegangen ist, wieder irgendwie
- 8:29funktioniert. Und man muss natürlich nicht alles wegschmeißen. Das ist ja auch
- 8:33noch so ein bisschen unsere Überschrift hier auf das Reparaturcafé. Aber
- 8:37ich habe auch so einen Hintergedanken: Ich will hier dabei auch noch
- 8:40was lernen. Was von anderen Kollegen, sag ich jetzt mal, sind ja
- 8:44nicht meine Kollegen. Ja, was der eine nicht weiß, weiß der andere.
- 8:48Wie fühlt man sich, wenn man was repariert hat? Toll! Merken sie
- 8:52ja gerade: Ich habe gerade was geschafft. Ich bin schon wieder in
- 8:55Hochform. Also, das hat man schon auch gemerkt. Das macht denen wirklich
- 8:59Spaß. Die tüfteln gerne, die wollen auch lieber reparieren als etwas, was
- 9:02eigentlich noch geht, wegzuschmeißen. Und dazu gibt es eben noch diesen Austausch
- 9:06und das Miteinander. Und was ist noch so auf deren Werkbank gelandet,
- 9:10als du da warst? Es kam noch ein Rasentrimmer, ein Toaster. In
- 9:14so einem alten Schrank stand auch noch ein altes Röhrenradio. Das war
- 9:18richtig cool. Das haben sie inzwischen mal rausgeholt. Das ist so ein
- 9:20Langzeitprojekt, weil die irgendwie die Röhren noch bestellen müssen und dann da
- 9:24reinbauen. Also, es war wirklich cool. Und dann kam noch eine ältere
- 9:27Dame, die etwas auspackte, was ich so noch von meiner Oma kannte.
- 9:32„So, und was ist da rausgekommen? In der Kutschnette noch.“ Ach so,
- 9:37da wollten wir losstarten und dann macht sie 500. Das hört sich
- 9:43dann meistens wieder nach einem kaputten Kabel an. Also, ich bin mir
- 9:48sicher, du kennst die auch noch. Das ist so ganz typisch DDR,
- 9:51Marke A K A. So ein weißes oder helles Kunststoffgehäuse mit so
- 9:56einem Drehknopf, um die Dicke der Brotscheiben einzustellen. Hast du das schon
- 9:59mal gesehen? Ja, stand ganz lange bei uns in der Speisekammer und
- 10:04hatte ich als Kind große Angst vor, daran mir die Finger zu
- 10:07schneiden. Wurde ja auch immer gesagt. Dabei gab es, glaube ich, sogar
- 10:10eine Kindersicherung. Ja, die war wirklich scharf. Ja, unbedingt! Und besonders spannend
- 10:13fand ich die Antwort auf meine Frage, wie alt diese Maschine denn
- 10:17ist. „Also, mindestens 20 Jahre.“ Das geht gar nicht! 35 Jahre, immer
- 10:2340. Ich würde sagen, die haben ja auch noch länger. Ja, das
- 10:26ist ordentlich. Also, ich kaufe tatsächlich nicht so oft neue Geräte und
- 10:31habe auch oft dann die alten, zum Beispiel von meiner Mama, übernommen
- 10:35oder so. Aber so alt ist dann, glaube ich, doch kein Gerät
- 10:39mehr bei mir zu Hause. Ja, also ich habe auch gedacht, ich
- 10:42habe, glaube ich, nicht mal ein Gerät, was halb so alt ist,
- 10:45ehrlicherweise. Und dass so ein relativ einfaches Gerät dann 40 Jahre hält,
- 10:49das finde ich schon bemerkenswert. Ja, jetzt die große Frage: Haben Sie
- 10:53die Brotschneidemaschine auch wieder hinbekommen? Ich mache das mal wie in einer
- 10:57guten Serie und baue hier einen kleinen Cliffhanger ein, und ich verrate
- 11:01es dir dann am Ende dieser Folge. Denn so nett es im
- 11:10Reparaturcafé war, ich hatte ja eigentlich für diese Folge eine
- 11:13etwas größere Frage. Ich wollte nämlich wissen, welchen Stellenwert hatte das Reparieren
- 11:18denn eigentlich in der DDR und ist das so etwas typisch Ostdeutsches?
- 11:22Und in meiner Recherche bin ich auf die Historikerin Reinhold Kreis gestoßen.
- 11:26Die hat sich nämlich ganz viel mit diesem Thema beschäftigt. Unter anderem
- 11:29hat sie eine Publikation herausgebracht, die heißt „Die DDR ist unser Haus:
- 11:33Reparieren und instand setzen als sozialistische Gemeinschaftsaufgabe“. Und das klingt ja schon
- 11:38mal so, als hätten die Ostdeutschen tatsächlich einen ganz besonderen Bezug zum
- 11:42Thema. Und deswegen habe ich Reinhold Kreis auch zuerst gefragt, was dran
- 11:46ist an dem Klischee. Ich denke, da ist sehr viel Wahres dran. Man
- 11:50wird nicht als ostdeutsche oder westdeutsche Person in dem Sinne geboren, mit
- 11:54einem spezifischen Reparaturverständnis oder sowas. Und auch sowas wie die Lust am
- 12:02Reparieren, am Heimwerken, das ist ja in der Bundesrepublik, wenn ich die
- 12:06mal als Vergleich heranziehe, nichts Ungewöhnliches. Also auch da ist das ein
- 12:11boomendes Segment. Die Leute fangen an, heimzuwerken. Es wird ein riesiger Markt
- 12:16und eine große Freizeitbeschäftigung. Aber in manchem unterschieden sich die Bedingungen in
- 12:21der DDR sehr und damit auch die Notwendigkeiten. Die Bereitstellung von Gütern
- 12:26und die Wünsche der Menschen, was sie gerne hätten, die klafften oft
- 12:30sehr, sehr weit auseinander. Das heißt, eine Motivation, die in der Bundesrepublik
- 12:35nicht so stark gegeben war, in der DDR aber eben sehr stark
- 12:39war, sich Dinge zu verschaffen, die man gerne hätte, die man aber
- 12:42eben nicht kaufen konnte. Und das ist unglaublich interessant zu sehen, was
- 12:47daraus erwachsen ist. Vor ein paar Jahren gab es zum Beispiel mal
- 12:51eine ganz tolle Ausstellung im Stadtmuseum von Jena zum Thema „Selbstgemacht“ in
- 12:56der DDR. Und wenn man sich das anschaut, was dort ausgestellt worden
- 13:00ist, das war teilweise wirklich extrem beeindruckend. Also, das reicht von sehr
- 13:05einfachen Gegenständen, aber eben auch bis dahin, dass Leute gesagt haben: Okay,
- 13:09ich hätte gerne eine Kreissäge. Die scheint mir dringend notwendig zu sein.
- 13:13Ich kann aber keine kaufen. Also sehe ich doch mal zu, ob
- 13:16ich nicht aus dem Motor von einer alten Waschmaschine, die ich habe,
- 13:19und irgendwelchen anderen Gerätschaften, ob ich mir das nicht selber bauen kann.
- 13:23Und also beim Reparieren gilt Ähnliches. Also, wenn klar ist, dass man
- 13:28nicht jederzeit im Laden alles nachkaufen oder neu kaufen kann, was man
- 13:32will, dann macht es einfach Sinn, das zu reparieren und diese entsprechenden
- 13:37Kenntnisse auch zu haben. Ja, und es gab ja auch ein anderes
- 13:40gesellschaftliches System. Das hat doch sicher auch eine Rolle gespielt, oder? Also,
- 13:44wenn man sich die Ideologie des Sozialismus anschaut, da war es nie
- 13:48ein Ziel zu sagen, es soll Angebote in den Läden geben, Moden,
- 13:53die jedes Jahr wechseln, neue Modelle, die permanent herauskommen, sondern die Idee
- 13:58des Sozialismus im Bereich der Versorgung mit Gütern und mit Dingen des
- 14:03täglichen Bedarfs war ja die, dass alle Menschen gut versorgt sein sollten,
- 14:08aber auch, dass es nicht darum ging, sich über diese Dinge voneinander
- 14:13zu unterscheiden. Und dementsprechend hat auch so eine Kultur von Reparatur in
- 14:20diesem Verhältnis zwischen Menschen und Dingen, sage ich jetzt mal,
- 14:23das einfach ganz anders gelagert ist als das im Kapitalismus, wo Unternehmen
- 14:29ständig darauf hinwirken, dass Menschen sagen, sie haben zwar irgendwas, das funktioniert
- 14:34vielleicht auch noch, aber sie wollen die Menschen dazu anregen, Neues zu
- 14:39kaufen. Das ist eine Art von Denken und auch von unternehmerischem Handeln,
- 14:44was man in der DDR überhaupt nicht kannte. Also auch Werbung hat
- 14:48in der DDR ja ganz anders funktioniert und war nicht darauf angelegt,
- 14:52Menschen zum permanenten Neukauf zu verleiten. Und auch da speist sich, glaube
- 14:57ich, ein spezifisch ostdeutsches Reparaturverständnis heraus. Gleichzeitig herrschte auch eine ausgeprägte Handwerkerknappheit.
- 15:07Also, es war bei vielen Tätigkeiten auch nicht so ohne weiteres möglich,
- 15:11einen Handwerksbetrieb einfach mal nach Hause zu stellen und zu sagen: „Können
- 15:14Sie mal dies machen? Können Sie mal jenes machen?“ Das ging nicht
- 15:17so einfach, sondern da lief vieles entweder über Beziehungen, dass man einfach
- 15:22in Wechselverhältnissen sich ausgetauscht hat: einem wird geholfen, man hilft anderen. Aber
- 15:28es war dann eben auch sehr sinnvoll, selbst viel machen zu können.
- 15:33Und weil eben Handwerkermangel herrschte und weil aber gleichzeitig auch ein hoher
- 15:38Bedarf da war, Bausubstanz zu verbessern oder instand zu halten, auch neuen
- 15:44Wohnraum zu schaffen, war auch dem Staat sehr viel daran gelegen, dass
- 15:48die Menschen selber reparierten oder heimwerkerisch tätig wurden. Also, das heißt, da
- 15:53gab es auch Anreize, da gab es Programme, um das zu fördern,
- 15:58dass Menschen das in ihrer Freizeit selber übernahmen. Also so etwas wie
- 16:02Reparaturstützpunkte, wo man sich Materialien und Werkzeuge ausleihen konnte. An einer Sache
- 16:08bin ich hängengeblieben, nämlich die Frage: Wer repariert denn eigentlich? Denn das
- 16:13hat ja sicherlich auch mit so gesellschaftlichen Erwartungshaltungen zu tun und damit
- 16:17ja auch so ein bisschen mit einem Abbild unserer Gesellschaft als solcher.
- 16:20Das war sehr mannigfaltig, je nachdem, in welchen Bereich man auch schaut.
- 16:25Also, es gibt zum Beispiel interessante Studien über das Autobasteln und Autoreparieren
- 16:29in der DDR. Und wenn man da zum Beispiel mal auch in
- 16:32Fotografien oder sowas reingeht, dann sieht man, das sind hauptsächlich Männer, die
- 16:37am Wochenende oder nach Feierabend zusammenstehen und auch gemeinschaftlich da sich so
- 16:43ein Auto mal angucken und schauen, was man da so machen kann.
- 16:46Also, das war eine relativ stark männerdominierte Angelegenheit. Wenn man jetzt
- 16:51dann so ins häusliche Reparieren reingeht, da wird die Gemengelage sehr viel
- 16:55unübersichtlicher oder sehr viel gemischter, könnte man auch sagen. In der DDR
- 16:59gab es zum Beispiel schon in den 60er Jahren eine Bohrmaschine, eine
- 17:03Bohrpistole, hieß sie, aus Schmalkalden, wo auf der Verpackung eine Frau zu
- 17:09sehen war, die bohrt und kein Mann. Also, das war, wenn man
- 17:12das international auch vergleicht, ziemlich früh, dass da ganz selbstverständlich auch davon
- 17:17ausgegangen wurde, dass Frauen das genauso gut können. Die Quellen geben allerdings
- 17:24den Eindruck, dass es da doch auch insgesamt bei solchen Fragen von
- 17:29Reparieren, gerade im Zusammenhang mit Mobilität oder mit Wohnraum, dass das doch
- 17:35ganz stark auch eine männerdominierte Sache in vielem war. Also, wenn
- 17:39man sich in so Zeitschriften, wenn man die anguckt, wie die Praktik,
- 17:43also eine Heimwerkerzeitschrift der DDR, dann sind das ganz überwiegend auch
- 17:47Männer, die da zum Beispiel hinschreiben und Vorschläge gemacht haben, Tipps gegeben
- 17:52haben, aus ihren eigenen Erfahrungen berichtet haben. Ich finde, daraus kann man
- 17:55ja auch ein bisschen was ableiten zu der Bedeutung von Reparieren. Was
- 17:59ich in dem Zusammenhang sehr spannend fand, sind zwei Dinge. Das eine:
- 18:02Ich habe mir mal für die Berliner Zeitung die Kontaktanzeigen ausgewertet. Und
- 18:08es war doch sehr auffällig, dass es einen substanziellen Teil von Kontaktanzeigen
- 18:14von Frauen, die einen Mann suchten, gab, wo drin stand, dass handwerkliche
- 18:19Kenntnisse erwünscht sind. Also, dass das etwas ist, was man bei einem
- 18:22Mann auch sucht. Handwerklich zu sein, das drauf zu haben, das war
- 18:26schon auch eine attraktive Qualität von Männern. Ganz maßgeblich ist das Freude
- 18:32haben und auch sich gut fühlen und das auch zum Teil einer
- 18:35Identität werden zu lassen, abhängig davon, wie reagiert das Umfeld darauf. Und
- 18:40das kann man für die DDR ganz deutlich sehen: Menschen, die
- 18:45gute Kompetenzen hatten im Reparieren, die da viele Fähigkeiten hatten, dass die
- 18:49auch häufig in ganz hohem Ansehen genossen. Also, das war etwas, worauf
- 18:53man wirklich stolz sein konnte und wo man auch sicher sein konnte,
- 18:57dass andere einen dafür sehr anerkennen. Mir ist im Gespräch mit der
- 19:07Historikerin Reinhard Kreis nochmal klar geworden: Diese Wertschätzung, diese Anerkennung für Menschen,
- 19:12die Dinge gut reparieren können, die fiel dann mit der Wiedervereinigung eben
- 19:16weg. Und das hat natürlich auch schon was mit den Menschen gemacht.
- 19:20Kann ich mir sehr gut vorstellen. Und ich finde es aber unabhängig
- 19:24davon wahnsinnig interessant, dass das jetzt irgendwie ja nicht nur so eine
- 19:28Frage ist, mit der wir uns jetzt hier in der Folge beschäftigen,
- 19:30sondern dass sich wirklich damit auch eine Historikerin wissenschaftlich auseinandergesetzt hat. Und
- 19:35Partneranzeigen dafür analysiert. Was die Wissenschaft so tut! Abgefahren! Kann man dann
- 19:40jetzt sagen: In Zeitz kehrt diese Wertschätzung wieder zurück. Lass uns doch
- 19:45nochmal in das Reparaturcafé schauen. Ja, gerne! Denn ich muss echt zugeben,
- 19:50ich fand diesen Nachmittag da total spannend. Du erinnerst dich ja vielleicht
- 19:54an die Brotschneidemaschine. Die hat Thomas dann erstmal so auseinandergebaut, und ich
- 19:59fand es total irre, wie einfach die aufgebaut ist, was ja irgendwie
- 20:03auch Sinn ergibt, denn umso weniger Teile, desto weniger kann ja auch
- 20:06kaputt gehen. Und in dem Moment, als Thomas sie dann aufgemacht hat,
- 20:10hat sich ziemlich schnell herausgestellt, dass die Maschine nicht im eigentlichen Sinne
- 20:14kaputt ist, sondern dass ein ganz kleines Verschleißteil einfach aufgebraucht ist. Am
- 20:19Antrieb von dieser Maschine sind nämlich so kleine Grafittstifte, die nutzen sich
- 20:24eben nach und nach ab, und die werden von der Feder eigentlich
- 20:27immer so nachgeschoben. Und was jetzt halt passiert ist, ist, dass einer
- 20:31von diesen Grafittstiften nach 40 Jahren dann doch einfach alle war. Ja.
- 20:35„Hier ist es, hier sehen Sie bloß die Feder. Die Kohle ist
- 20:38alle. Das gibt es auch in der Waschmaschine.“ „Gibt es ja, ja.
- 20:42Sehen Sie, hier ist sie noch da. Hier ist sie noch dran.“
- 20:45„Also, die ist abgearbeitet. Das war jetzt vom Material her, das gäbe
- 20:5250 Cent.“ Abgefahren! Heißt, wenn man dieses kleine Teil noch hätte, würde
- 20:59die 40 Jahre alte Maschine immer weiter laufen. Ja, das fand ich
- 21:03auch verrückt und eben auch so ein bisschen schade, dass es dann
- 21:05daran quasi scheitert. Aber die Besitzerin der Brotschneidemaschine, die war jetzt nicht
- 21:10über alle Maße traurig. Die hat mir auch gleich erzählt: „Ach, ich habe
- 21:13mir eigentlich schon eine neue Maschine gekauft. Ich wollte die eigentlich nur
- 21:16mitnehmen, weil ich arbeite in der Gemeinde und da müssen wir manchmal
- 21:19Schnittchen schmieren, und da wäre es irgendwie praktisch gewesen.“ Also, ich hatte
- 21:22auch da so ein bisschen das Gefühl, es ging eigentlich vor allem
- 21:25darum, dass man sich da so ein bisschen austauschen kann. Okay, und
- 21:27ich höre ja auch, es geht ja eben nicht nur ums Reparieren,
- 21:30sondern auch um gemeinsame Erinnerungen, weil diese Brotschneidemaschine, die kannten die anderen
- 21:35ja sicher auch. Und vielleicht ein bisschen Faszination fürs Tüfteln und Basteln,
- 21:40aber auch mal gucken, wie das eigene Gerät so aufgebaut ist und
- 21:45am Ende einfach die Begegnung mit den Leuten dort vor Ort. Und
- 21:49wie wichtig solche Orte für die Menschen, aber auch für unsere Demokratie
- 21:53sind, das haben wir ja in unserer dritten Folge schon besprochen. Da
- 21:56hat der Soziologe Reinhard Mante gesagt: „Ohne diese Begegnung mit Fremden stirbt
- 22:01unsere Gemeinschaft.“ Hört da gern nochmal rein. Und ich habe das Gefühl,
- 22:05das ist ja das Gleiche. Genau! Also, das Krimskrams in Zeitz ist
- 22:09auf jeden Fall auch einer von diesen dritten Orten, über die wir
- 22:11da gesprochen haben. Und mit dieser Materialsammlung und auch den anderen Veranstaltungen
- 22:16kommen da eben wirklich Menschen zusammen. Ich habe auch nochmal mit einer
- 22:20der Projektleiterinnen gesprochen, Katrin von Oh, und die hat gesagt: „Das Reparaturcafé
- 22:24ist wirklich so ein Selbstläufer. Ich würde sagen, die Leute kommen
- 22:29ins Gespräch miteinander. Das hat allein damit zu tun, dass man nicht
- 22:33was Kaputtes abgibt und dann kommt man eine Stunde später wieder oder
- 22:36eine Woche später und holt es ab, sondern man schaut dabei zu.
- 22:41Man sieht zum Teil zum ersten Mal, wie es im eigenen Radio
- 22:44so aussieht. Und das klappt auf jeden Fall ziemlich gut. Es gibt
- 22:48auch Leute, die kommen wegen Kaffee und Kuchen vorbei. Irgendjemand meinte mal:
- 22:53„Ach, morgen ist wieder Reparaturcafé, da muss ich schnell noch was kaputt
- 22:55machen.“ Das ist natürlich gut! Also, ich hoffe, niemand macht da extra
- 23:02was kaputt, sondern geht dann einfach so hin, wenn es nicht Kaffee
- 23:04oder Kuchen gibt. Nach dem Nachmittag würde ich das nicht ausschließen. Ich
- 23:09hatte schon das Gefühl, es gibt so Menschen, die kommen dann auch
- 23:11jedes Mal. Da muss man immer zumindest mal gucken, was man noch
- 23:15so mitbringen könnte. Na gut, aber ich finde es eine total schöne
- 23:18Idee und auch ganz grundsätzlich einfach, dass man, ich weiß nicht, gewinnt
- 23:23ja auch bestimmte Geräte vielleicht lieb, weil man gern mit denen kocht
- 23:26oder was im Garten macht und dann das nicht einfach wegzuwerfen, sondern
- 23:30zu wissen: Ich kann da hingehen und an dem Ort fühle ich
- 23:32mich auch noch wohl und kann da ein bisschen schnacken und dabei
- 23:36wird mein, weiß ich nicht, liebgewonnener Mixer oder so noch repariert. Das
- 23:41ist doch toll! Unbedingt! Und für die Reparierer ist es eben doch
- 23:44so eine Wiederkehr der Wertschätzung. Du hast es ja vorhin schon so
- 23:47gesagt, und das spielt auch wirklich eine große Rolle. Also, ich habe
- 23:50mir dann so gedacht: Stell dir mal vor, du hast immer so
- 23:53ganz großes Lob für irgendwas bekommen, was du richtig gut kannst, und
- 23:57plötzlich interessiert das einfach keinen mehr. Also, die Leute, die da reparieren,
- 24:01die haben natürlich auch trotzdem immer weiter im Privaten getüftelt oder Dinge
- 24:04repariert. Aber im Reparaturcafé bekommen sie jetzt eben wieder mehr Anerkennung. Man
- 24:10repariert jetzt für Leute, die man gar nicht kennt, und das ist
- 24:13auch ein bisschen aufregend. Und man kann da auch ziemlich leicht unter
- 24:17Druck geraten, weil man das Gefühl hat, das muss jetzt auch klappen.
- 24:21Aber wenn es dann klappt, ist es natürlich was ganz anderes, wenn
- 24:24jemand dann irgendwie „Dankeschön“ sagt, die man sonst auch nie begegnet wäre.
- 24:29Also, das Wertschätzung, Dankbarkeit, Wertschätzung für die Gegenstände und für die Menschen.
- 24:36Da kann man sich vorstellen, dass auf dieser Grundlage bei einem Stück
- 24:39Kuchen und einem Kaffee sehr wichtige Begegnungen stattfinden. Ja, und das ist
- 24:44auch ein ganz wichtiges Instrument gegen Einsamkeit. Wir haben ja Ellen am
- 24:48Anfang dieser Folge gehört. Sie hat gesagt: „Ich komme immer stückchenweise, da
- 24:52habe ich einen Grund, hierher zu kommen, und dann ist es nicht
- 24:54so langweilig im Leben.“ Und ich finde, da merkt man eben schon,
- 24:58dass solche Orte auch wirklich einfach eine wichtige Rolle spielen. Auf
- 25:01jeden Fall! Und das gerade auch in Sachsen-Anhalt, wo teilweise Dörfer
- 25:05und Angebote aussterben, ist Einsamkeit ein großes Thema, dem wir uns auch
- 25:12in einer zukünftigen Folge widmen wollen. Ja, lass uns nochmal zusammenfassen. Das
- 25:20Reparaturcafé ist also ein richtig besonderer Ort für viele Menschen, und ich
- 25:24finde, das passt ja auch ganz gut, denn hier im Podcast sammeln
- 25:27wir ja Tipps von euch für besondere Menschen und Orte, die man
- 25:30kennen sollte. Und einige stellen wir natürlich auch vor. Ja, diese Woche
- 25:35haben wir einen neuen Lieblingsort, nämlich von Annika aus Kochstedt. Kochstedt, das
- 25:41ist ein Ortsteil von Häcklingen im Salzlandkreis. Von dort braucht man mit
- 25:45dem Auto nur eine gute halbe Stunde zu Annikas Lieblingsort. Was für
- 25:52uns im Sachsen-Anhalt das Lieblingsausflugsziel ist, so als Familie mit zwei
- 25:59Kindern und Hund, würde ich sagen, die Burg Regenstein im Harz. Die
- 26:04besondere Felsenburg ist nämlich direkt in den Sandsteinen gehauen und hat Treppen,
- 26:09Räume, Gänge, in denen vor allem unsere Kinder immer wieder ein kleines
- 26:15Abenteuer erleben können. Oben genießen wir anschließend die Aussicht, da alle genug
- 26:21Platz zum Entdecken und Toben haben. Für uns immer wieder die perfekte
- 26:25Mischung aus Natur, Geschichte und Abenteuer und jedes Mal wieder ein richtig
- 26:30schöner Familientag. Vielen Dank, Annika, für diesen Lieblingsort! Ja, und habt ihr
- 26:36auch einen? Dann her damit! Schickt uns eine Mail oder, noch besser,
- 26:41schickt uns eine Sprachnachricht an dazwischen@detektor.fm. Nächste Woche geht
- 26:47es bei uns ums Geld, denn wir beschäftigen uns mit Fonds und
- 26:50Stiftungen in Sachsen-Anhalt. Die übernehmen ja oft Aufgaben, die der Staat
- 26:55oder der Markt nicht vollständig abdecken. Jetzt haben wir aber ein folgendes
- 26:58Problem: In Ostdeutschland gibt es nämlich viel weniger und vor allem auch
- 27:01nicht diese großen Stiftungen. Die großen Stiftungen wiederum kennen sich in Ostdeutschland
- 27:05aber oft nicht so gut aus, und Stiftungsarbeit läuft oft über Kontakte
- 27:10oder Netzwerke, und auch darin gibt es viel weniger Ostdeutsche. Was das
- 27:14für ein Land wie Sachsen-Anhalt bedeutet und was für Initiativen sich
- 27:18auf die Fahne geschrieben haben, die Situation zu verbessern, das hört ihr
- 27:22in der nächsten Folge. Ich freue mich drauf! Bis dann! Dieser Podcast
- 27:31ist eine Kooperation von detektor.fm und dem Media Forward Fund Podcast.
- 27:36Hosts: Marie Landes und Katja Schmidt. Community-Redakteurin: Anne Koslowski. Arkneig Podcast
- 27:43Redaktion: Leonard Schubert. Cover Design: Claudia Dölling und Anja Krämer von Sisters
- 27:49of Design. Originalmusik: Florian Sievers. Audioproduktion: Benjamin Serdani, Stanley Baldauf und Tim
- 27:57Schmutzler. Projektleitung: Christian Bollert.