Latest / ntv Wirtschaft / Die KI-Blase hält: Tech-Riesen wachsen kräftig – aber das reicht nicht unbedingt
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- Volkswagen meldet den nächsten Gewinnrückgang. Deutschlands Wirtschaft aber wächst. Und das trotz Iran-Krieg sogar etwas stärker als erwartet. Nach der US-Notenbank hält auch die EZB den Leitzins stabil. Und bei den großen US-Tech-Konzernen zeigt sich, der KI-Boom hält erst mal noch an. Hallo. In diesem Podcast verwandeln moderne KI-Systeme journalistische Inhalte, die auf unseren NTV-Plattformen publiziert wurden, in ein neues Hörformat. Text und meine Stimme wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt. Vor der Veröffentlichung werden alle Folgen nach strengen journalistischen Standards geprüft. Viel Spaß beim Zuhören. Bevor wir in die USA und auf die Tech-Riesen schauen, starten wir erstmal hier in Deutschland, genauer in Wolfsburg. Volkswagen hat weiter zu kämpfen und ist mit einem weiteren Gewinnrückgang in dieses Jahr gegangen. Unterm Strich sinkt das Ergebnis im ersten Quartal um 28 Prozent auf knapp 1,6 Milliarden Euro. Weniger Autoverkäufe in China und den USA sorgen auch für einen Umsatzrückgang. Und auch die bei Autobauern wichtige Gewinnmarge ist geschrumpft. Der Konzern sieht sich zwar auf Kurs zu den Jahreszielen, verweist auf mehr Aufträge. Trotzdem, der Finanzchef sagt sogar, man müsse das Geschäftsmodell grundlegend verändern und nochmal kräftig den Rotstift ansetzen. Probleme gibt es ja bekanntermaßen genug. Der harte Wettbewerb mit China, die Zölle in den USA, die Kriege. Da will die Chefin des Branchenverbands VDA von einer hausgemachten Krise der Autobauer wenig wissen. Hildegard Müller mahnt weiter vor allem wirtschaftspolitische Reformen an. Ulrich Reitz hat sie am Rande des Ludwig-Erhard-Gipfels am Tegernsee zum Interview getroffen. Frau Müller, die Autowirtschaft, die Autoindustrie, die sendet seit Jahren eine Hiobsbotschaft nach der nächsten. Jetzt haben wir neue Gewinnrückgänge heute bei Volkswagen. Wie schlimm wird das noch? Ja, wir sind natürlich in der größten Transformation unserer Geschichte. Und wir haben einen Standort, der international immer weniger wettbewerbsfähig ist. Und das hat natürlich Auswirkungen auch auf die Zahlen, auch auf Arbeitsplätze hier bedauerlicherweise. Und deshalb drängen wir ja so auf Reformen. Deutschland ist ein Autoland. Bleibt das so? Deutsche Autoindustrie, ja. Ich komme gerade aus China zurück. Ich habe gesehen, dass wir den Produkten absolut wettbewerbsfähig sind. Und zwar unser Können in Sicherheit, Effizienz, Scaling, dass wir das verbinden können mit einem ganz gezielten Eingehen auch auf spezifische Kundenbedürfnisse in China. Ich glaube, da haben wir tolle Produkte, aber auch der chinesische Markt ist rückläufig. Die Konjunktur schwächelt in China, minus 16 Prozent Absatz im ersten Quartal. Kein chinesischer Autobauer verdient Geld, wird dort aber subventioniert durch den Staat. Und deshalb kommt hier vieles zusammen, was an internationalen Themen ist. Aber in der Hauptsache, die Europäische Union hat auch die deutsche Bundesregierung eine Aufgabe, den Standort wettbewerbsfähiger zu machen. Sie haben die Produkte angesprochen, aber die Gewinne gehen immer weiter zurück. Irgendwann sind die deutschen Autofirmen pleite, wenn es so weitergeht, oder? Naja, wir investieren natürlich auch extrem viel, 320 Milliarden Euro alleine in den nächsten vier Jahren. Forschung, Entwicklung, Innovation und 220 Milliarden in den Auf- und Umbau von Werken. Und natürlich entstehen Wettbewerbsindustrien. Bei 1,4 Milliarden Chinesen wäre es naiv zu glauben, dass dort nicht auch eine heimische Industrie aufgebaut wird. Aber ich glaube nach wie vor auch an wachsende Märkte. Die Frage ist, wie effizient, wie klug wir vorgehen, mit welchen technologischen Optionen wir vorgehen und wie wir auch die Bürgerinnen und Bürger überzeugen können. Dass ein Mensch, wenn er gerade Sorge hat, seinen Arbeitsplatz zu verlieren, nicht als allererstes ein neues Auto kauft, das ist ja auch verständlich. Insofern schwächelt ja auch unsere Konjunktur, die Inflation steigt. Alles das zieht die Autoindustrie wie auch andere Industrien. Das ist ja nicht nur ein Thema der Autoindustrie, natürlich auch in diese schwierige Situation. Ich weiß, wie schwer es ist, Reformen durchzuführen, weil wir alle immer sagen, wir müssen Reformen haben. Aber wenn es uns selber betrifft, dann sind wir natürlich spontan alle sehr zurückhaltend. Mit dieser Geschwindigkeit werden wir nicht aufholen gegenüber der Dynamik. Und da ist nicht nur China, es auch Indien zu nennen, die Vereinigten Staaten zu nennen. Die Regionen der Welt stellen sich wettbewerblich auf. Und das heißt, Geschwindigkeit ist ganz entscheidend. Und da ist eben nicht mehr Belastung, nicht mehr Verschuldung das Richtige, sondern Investition. Zu überlegen, wie kriege ich Handlungsfähigkeit zurück? Wie werde ich schneller? Wie können Entscheidungsprozesse sein? Warum so viel Misstrauen gegen Unternehmen? Warum nicht mehr Ermöglichungen von Forschung und Innovation? Gerade auch in Zukunftsthemen, das ist Regulatorik, das kann sich und muss sich ändern in Brüssel und in Berlin. Dankeschön, Hildegard Müller. Schauen wir auf die gesamte deutsche Wirtschaft, dann sieht es gerade aber etwas besser aus. Denn die ist trotz Irankrieg im ersten Quartal gewachsen. Ein Plus von 0,3 Prozent zum Vorquartal zwar nur, wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Zahlen meldet, aber das ist mehr als erwartet wurde. Vor allem höhere Ausgaben von Verbrauchern und vom Staat sorgten für das Plus. Auch die Exporte sind wohl gestiegen. Von den Wirtschaftszahlen direkt weiter zur Geldpolitik. Gestern hat schon die US-Notenbank FED die Füße stillgehalten. Jetzt tut's ihr die Europäische Notenbank gleich. Ölpreisschock und Inflation hin oder her, die EZB hält den Leitzins weiter und weiter stabil. Der für Banken und Sparer wichtige Einlagenzins bleibt bei 2,0 Prozent. Man werde die Lage aber weiter genau beobachten und von Sitzung zu Sitzung entscheiden, heißt es. An den Finanzmärkten wird spekuliert, ob die EZB ihre Zinspause dann im Juni beendet. Von der Geldpolitik in Frankfurt rüber an die Wall Street und zu den glorreichen Sieben, also den großen Tech-Konzernen dieser Welt. Da haben gleich vier die Bücher aufgemacht. Und es zeigt sich, der KI-Boom hält. Vor allem für die Google-Mutter Alphabet scheinen sich die enormen Investitionen in künstliche Intelligenz bisher zu lohnen. Umsatzsprung um ein Fünftel im ersten Quartal. Und der Gewinn verdoppelt sich mal eben fast auf 63 Milliarden Dollar. Google wird so viel genutzt wie nie. Und KI-Lösungen für Unternehmen treiben auch die Cloud-Sparte an. Vom enormen Bedarf an KI-Rechenleistung profitiert auch Microsoft. Wenn die Cloud hier auch ein bisschen weniger stark wächst als beim Konkurrenten-Alphabet. Und allein das reicht, um die Anleger in den USA zu verstimmen. Ähnlich ergeht's auch den anderen beiden Tech-Konzernen, Amazon und Meta. Starkes Wachstum, Gewinnsprünge, aber das reicht bei diesen Markterwartungen eben nicht allen. Frank Mayer schätzt das für uns ein, zusammen mit dem Fondsmanager Daniel Kröger. Herr Kröger, eigentlich hatten wir Klick gehabt, weil gestern diese vier Unternehmen machen 28 Prozent der Nasdaq aus. Es hätte heute auch zum Big Bang kommen können. Ist es nicht. Schmecken die Zahlen unterm Strich? Ja, zum Glück ist es nicht dazu gekommen. Ich glaube, viele Anleger haben gespannt auf diesen Tag gewartet. Viele haben ja ihn als Mama bezeichnet, also Microsoft, Alphabet, Amazon und Meta. Und ja, es ist zum Glück gut ausgegangen. Man muss natürlich ein bisschen differenzieren. Ich glaube, auf der Google-Seite, ich glaube, da feiert man heute noch. Das waren fantastische Zahlen. Bei Meta, ich glaube, da muss man dieses AI-Frame oder das Framing noch ein bisschen auf die richtige Spur setzen und noch ein bisschen Hausaufgaben erledigen. Da brodelt es noch ein bisschen mehr unter der Oberfläche. Ich weiß aber genau, was man in den nächsten drei Monaten diskutiert. Werden sich die Investitionen, 725 Milliarden habe ich irgendwo gelesen, werden die sich auszahlen? Auch dann wird man wieder gucken, kommt da unterm Strich mehr Gewinn raus? Aber das ist ja das, was zum Beispiel gestern Google genau entsprechend gezeigt hat. Wenn man allein mal die Cloud-Sparte nimmt, 63 Prozent Wachstum, Und das ist höher, als jeder Analyst ihn für sich erwartet hat. Und hinzu kommt, dass man einen Order-Backlog hat, also Orders, die noch gar nicht entsprechend abgearbeitet werden konnten, von 460 Milliarden im Vergleich zum Vorquartal von 260 Milliarden. Im Earnings Call sagte der CEO so schön, wir würden ja gerne noch mehr Umsatz machen, aber wir können nicht, weil wir nicht genug Rechenkapazität haben. Und ich glaube, auf allen Ebenen, was mit AI zu tun hat, macht Google entsprechend einen Gewinn. Mal höher, mal niedriger sozusagen. Und das befreut natürlich auch das gesamte Geschäftsmodell. und man macht sich natürlich weiterhin etwas unabhängiger von dem Werbegeschäft, was natürlich auch sehr gut ist entsprechend für eine Google. Gibt es eigentlich genügend Strom für diese ganzen Rechenzentren und diese ganzen Aktivitäten? Das bleibt natürlich irgendwie der große Engpass, definitiv. Ich glaube, da muss man irgendwie hart daran arbeiten, was die Unternehmen tun und führt zu kreativen Ideen von Atommeilern, Brennstoffzellen und so weiter. Aber das ist natürlich das, was die Herausforderung entsprechend bleibt. Also eine Blase ist es nicht. Es sind ja alles Billionenunternehmen inzwischen. Eine Blase, da haben wir schon lange immer drüber diskutiert, aber ich glaube nur mal eine Zahl aus dem Google Call, das fand ich so fantastisch. Es gibt 330 Kunden bei Google, die innerhalb von zwölf Monaten eine Billion an Tokens verbrauchen und 35 Kunden davon sogar bei 10 Billionen. Das heißt, wir kommen in eine Welt, wo der Tokenverbrauch immer, immer höher ist. Ich Agenten habe, die für mich entsprechend arbeiten, was diesen Token Nutzung natürlich weiter antreibt und daraus kommt natürlich die Profitabilität. Die machen steigende Effizienz im Unternehmen und erledigen die Aufgaben, die wir beide vielleicht tagtäglich noch per Hand erledigt haben. Gucken wir mal über den großen Teich zurück zu uns. Wo stehen wir eigentlich, wenn wir uns jetzt mal vergleichen? Wo haben wir die Amazons, die Microsofts, die Googles? Wir haben vielleicht maximal eine SAP. Das ist natürlich das Manko. Ich glaube, wir in Europa tun es nach wie vor mit Technologie schwer. Ich glaube, gerade diese AI-Sachen werden zwischen Amerika und den Chinesen, logischerweise, sie werden dort entschieden. Was wir natürlich gut können, auf der anderen Seite ist das Ganze natürlich im Bereich von Robotik, also Maschinenbau, Robotik. Das können wir, glaube ich, sehr gut. Da können wir sehr viel in mir einliefern. Und man darf auch nicht vergessen, wir haben relativ gute Daten, was da mal auf der Bereich Biotechnologie entsprechend irgendwie einzahlt. Und ich glaube, das braucht man auch, wenn man hinterher Biotechnologie plus AI miteinander verbindet, um auch natürlich da irgendwie Fortschritte zu machen. Aber Sie haben recht, wenn wir auf der Seite sind, große AI-Modelle, da sind wir natürlich nach wie vor mal wieder abhängig von den Amerikanern. Schneller, höher, weiter, aber nicht mehr bei uns. Dankeschön, Daniel Kröger. Gerne. Und das war unser Blick auf die aktuellen Nachrichten aus der Wirtschaft für den Moment. Wir hören und lesen uns wieder bei NTV, in der App, im TV oder hier im Podcast.