Latest / KUS-Innovation-Friday / Gründerinnen aus Pfaffenhofen
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- Kristina: Heute zu Gast Saskia, Gründungsberaterin und Organisationsentwicklerin am Kurs Pfaffenhofen sowie Sona und Delia, beide Gründerinnen aus dem Landkreis Pfaffenhofen. Marion Kühn: Herzlich willkommen zu Innovation Friday, ein Podcast für Menschen, neue Ideen schaffen. Mein Name ist Marion Kühn und ich freue mich auf meine heutigen Gäste Saskia Stadelmayer, Gründerberaterin und Organisationsentwicklerin, Sona Gallinger und Delia Kustrak, beide Gründerinnen. Heute sprechen wir Delia, Saskia und Sona über den Weg von einer innovativen Idee bis hin zur Umsetzung eines fertigen Produktes. Danke an euch drei, dass ihr euch Zeit genommen habt und heute meine Gäste seid. Sona Gallinger: möchte ich gerne mich kurz vorstellen. Ich bin Mathematikerin mit über zehn Jahren Erfahrung in Unternehmensberatung. Ich habe KI-Lösungen für DAX-Unternehmen entwickelt und dann Teams geleitet, die diese Lösungen entwickelt haben. Danke für die Einladung. Meine Idee, es geht ⁓ eine Technologie, virtuelle Anprobetechnologie, Käuferinnen dabei hilft beim Online-Einkauf die richtige Größe und Passform zu finden und auch sehen, wie jede Größe am Körper aussieht und eine passende Größenempfehlung zu bekommen. Delia: für die Einladung, Marian. Marion Kühn: Schön, dass ihr da seid. Meine erste Frage geht an Saskia. Du bist ja am Kurs zuständig für Gründung, Unternehmensservice und Organisationsentwicklung. Magst du uns deinen beruflichen Werdegang ein bisschen beschreiben? Saskia: Ja, auch von meiner Seite herzlichen Dank für die Einladung und hier in dieser tollen Gruppe sein zu dürfen. Ja, ich bin Diplom-Soziologin. Ich habe an der Universität Bamberg Soziologie mit dem Schwerpunkt Wirtschaft, Innovation und Europa-Studien studiert und bin dann nach einem kurzen Zwischenstopp an der Universität Bonn bei der Bayern Innovativ GmbH gelandet. Habe als Assistentin dort angefangen in der Geschäftsleitung Sona Gallinger: Unsere Lösung ist aktuell bei zwei Shops verfügbar und wir haben auch eine App, die jeder sich herunterlagen kann und Kleidungsstücke online anprobieren kann. Das Ziel ist, das Retouren bei Online-Shops zu reduzieren und die Konventionsrate zu erhöhen. Das ist für B2B-Geschäft und für B2C es Menschen einfach dabei zu helfen, ⁓ unnötige Retouren zu vermeiden und auch Spaß beim Online-Ankauf zu haben. Saskia: und bin nach der ersten Elternzeit quasi in die Organisationsentwicklung reingesprungen, war zuständig für interne Kommunikation und Impulse von außen nach innen in die Organisation zu bringen und die Organisation hin zu einer Open Innovation Agentur zu entwickeln. Und dann haben wir uns als Familie quasi vor über zehn Jahren dazu entschieden, in Pfaffenhofen, in Mitterschei anlässig zu werden. Und ich habe einen neuen Job gesucht und bin im Kurs Landkreis Pfaffenhofen an der Ilben gelandet. Quasi von der Wirtschaftsförderung des Freistaats Bayern zur Wirtschaftsförderung für einen Landkreis hier in der Hallertau. Und auch da habe ich zunächst als Assistentin gearbeitet und bin dann nach einer weiteren Elternzeit in die Gründerberatung gehüpft. Und das war 2019 und seitdem begleite ich hier die Gründerinnen und Gründer im Landkreis Pfaffenhofen, habe eine schöne Gründer-Community aufgebaut, als ⁓ Teamleiterin Sona Gallinger: als ich die Gründungsidee gehabt habe, ich war in Elternzeit und ich habe mich sehr mit Nachhaltigkeitsthemen beschäftigt, ⁓ ⁓ Gedanken gemacht habe über die Zukunft, eine nachhaltige Zukunft und dabei habe ich entdeckt, dass die Modebranche 10 % von CO2-Ausstossen produziert und das ⁓ Saskia: in der Wirtschaftsentwicklung tätig, darf auch hier die Betriebe in der Region bei ihren Prozessen mit begleiten und beobachten und habe im KUS aber auch die Organisationsentwicklung mit vorangetrieben, also dass das KUS als Wirtschaftsförderung eine moderne, gut gesteuerte und nach innen wirksame und nach außen wirksame Organisation ist. Sona Gallinger: vieles geht ⁓ Überproduktion und Retouren. Ich habe mir gedacht, wie kann ich das Problem lösen und das war die Zeit, wo ich auch viel online bestellt habe und keine passende Größe für mich finden könnte. Selbst mit passenden Größen, den Passwort war falsch, weil mein Körper sich verändert hat. Marion Kühn: Das klingt nach einem spannenden Werdegang und nach einem abwechslungsreichen beruflichen Alltag. Ich nehme jetzt mal an, dass du in dem Zusammenhang auch Sona und Delia kennengelernt hast. Und vielleicht würdest du uns die beiden ganz kurz in ein, zwei Sätzen mal vorstellen, bevor wir dann später noch viel mehr über die Projekte von Sona und Delia hören. Saskia: Genau. Also es ist uns gelungen im KUS wirklich eine gewisse Außenwirksamkeit für die Gründerberatung hier im Landkreis Pfaffenhofen zu schaffen und beide, Sona und Delia, sind auf mich zugekommen. Sona begleiten wir jetzt schon seit fast zwei Jahren auf ihrem Gründungsweg und Delia ist im Januar 2026 auf uns zugekommen. Und da gilt auch für die KUS-Gründerberatung immer der Spruch, jede Idee ist herzlich willkommen. Also wir nehmen uns die Zeit, hören uns die Sona Gallinger: die ja selber entwickeln kann und Mathematikerin bin, habe ich mich diese Probleme versucht, mathematisch zu lösen. als die bestehende Lösung mich nicht zufrieden hat, also ich habe nichts gefunden, was mir wirklich gut gefällt, dann habe ich die Lösung selber entwickelt und Saskia: Gründerinnen und Ideen an, was sie vorhaben und versuchen dann Wege zu öffnen, ⁓ sie auf ihrem Weg zum erfolgreichen Produkt, zur erfolgreichen Dienstleistung möglichst professionell und weit vernetzt zu begleiten. Und Sona hat was ganz Spannendes aus dem Tech-Bereich und Delia bringt uns was Spannendes aus der Food-Branche mit. Sona Gallinger: Die Idee hat mir so gut gefallen, selber gestalten zu können, dass ich mich entschieden habe, Unternehmen daraus zu gründen und andere Käuferinnen zu helfen, sowie die Unternehmen dabei zu helfen. Ein helfender Faktor war wahrscheinlich auch, dass ich in meiner Familie gesehen wie man ein Unternehmen gründet und das hat mich auch dann motiviert. Marion Kühn: Jetzt sind wir aber gespannt, was das Spannendes ist. hast du ja jetzt schon sehr schön angeteasert. meine Bitte jetzt an Sona und Delia, stellt doch mal eure Projekte kurz vor. Vielleicht könnt ihr beschreiben, was die Idee dahinter ist, auch gerne wie weit ihr schon in der Umsetzungszeit und was so euer großes Ziel ist. würde sagen, wenn du magst, Sona, fang du mal an. Ich glaube, du bist ein bisschen finde das ja immer noch ein sehr tolles Projekt, hat ja auch einen sehr spannenden Nachhaltigkeitsaspekt und ich bin ja auch schon gespannt, was ich endlich mein Online-Shopping quasi Größen passend machen kann. Delia, magst du uns dein Projekt noch vorstellen? Sona Gallinger: ⁓ Delia: hallo. Mein Projekt kommt aus dem Lebensmittelbereich. dazu kann ich noch nicht sagen. Ich habe selber als Kunde das Produkt im Regal nicht gefunden, also bin ich auf die Siede gekommen. Nach langer Zeit Internet-Research und überall nachgelesen, es gab tatsächlich dieses Produkt nicht. Und seit ... Letztes Jahr habe mich entschieden als Gründerin dieses Produkt dann im Markt hoffentlich bald zu bringen. und noch was, die Rezeptur ⁓ ich auch sagen, das haben wir auch im Kurs zusammen getestet. Die Validierungsphase ist bestätigt und jetzt kommen dann die nächsten Schritten. Marion Kühn: bei dir ist es ja fast noch ein bisschen spannender, weil wir ja noch gar nicht genau wissen, über welches Produkt wir jetzt sprechen. Also ich würde daher sagen, liebe Hörerinnen und Hörer, schön aufmerksam bleiben, auch gerne auf der Kussseite folgen und gucken, was sich bei Delia noch alles tut und welches neue Produkt da zustande kommt. Delia, hast ja gerade schon so bisschen angerissen, wie du auf die Idee für dein Produkt gekommen bist. Aber ich würde jetzt gerne noch wissen, man braucht ja auch glaube ich immer so einen Moment wo man sagt, ja ich bin jetzt mutig genug, ich gehe in diesen Gründungsprozess, ich traue mir das zu, was war das bei dir? Delia: ist es so, genau wie du beschrieben hast. Das war ein Moment, wo ich komplett am verzweifelt war, weil ich nach der Elternzeit arbeitslos geworden bin. Nach langen Absagen und verschiedenen Vorstellungsgesprächen und trotzdem Absagen bekommen, dann kam dieses Moment, als ich diese Idee bekommen habe und dachte ich mir, okay, vielleicht ist das für mich. Wenn ich dann so viele Absagen bekommen habe und einfach gar keine Stelle mehr bekomme, dann vielleicht ist das einfach für mich der Weg, geplant ist. Und ja, so bin ich einfach mutiger geworden und auch seit Januar im Kurs in Beratung mit Saskia und die anderen in Zusammenarbeit sind. Marion Kühn: Okay, verstehe. Delia, wie war denn das bei dir? Was hat dich motiviert, dass du mehr aus der Idee machst und dass du wirklich dein eigenes Business aufziehen möchtest und in den Grundungsprozess einsteigst? Delia: Einfach diese Marktlücke, was ich entdeckt habe und weil ich selber als Kunde das nicht bekommen habe, dann möchte ich einfach, dass vielleicht gibt es auch andere Personen so wie ich, die dieses Produkt brauchen und die das nicht haben und dann dachte ich, okay, das kann ich machen und das werde ich machen. Marion Kühn: gut, also ein sehr mutiger Schritt auf jeden Fall. Sona, wie war das bei dir? Du bist ja schon ein bisschen weiter. Was war deine Grundmotivation dahinter und ja, quasi auch nochmal, was war für dich dieses ausschlaggebende Moment, wo du gesagt hast, so und jetzt mache ich es quasi selber. spannend. Man sieht schon, es gibt viele verschiedene Ansätze, warum man Gründerin wird. Du hast es gesagt, dein familiärer Hintergrund oder die positive Erfahrung, die du da mitgenommen hast, haben eine Rolle gespielt. Delia, bei dir war es eher so bisschen, dir hat ein Produkt gefehlt. Also hast du irgendwann beschlossen, das kann ein Weg für mich sein und jetzt habe ich keine andere Option, also traue ich mich. Saskia, ⁓ Wie ist das? Du triffst ja viele Gründer, du berätst ja auch. Ist das oft eine Motivation? Was machst du da für eine Erfahrung? Und wenn ja, hast du dann auch bestimmte Möglichkeiten, die Gründer zu unterstützen und eben in diesem individuellen Weg auch zu begleiten? Saskia: Ja, also im Kurs haben wir pro Jahr zwischen 80 und 100 Gründerberatungen und die Themen sind Querbeet. Das was Sona gerade erwähnt hat, also diesen persönlichen Hintergrund, ich komme aus einer Unternehmerfamilie und bringe das quasi schon mit, das sind Sachen, die erfährt man tatsächlich erst, wenn man Gründerinnen und Gründer länger begleitet. Also wenn es dann auch quasi eine fast schon persönliche Verbundenheit wird auf dem Weg von der Gründungsberatung. mit dem Gründenden in die Produktentwicklung. Meistens erlebe ich Gründerinnen und Gründer sehr motiviert. Also sie haben Bock auf eine Idee, kann man wirklich sagen. Sie bringen diesen Gründerspirit mit, die Leidenschaft, zu machen, was ihnen persönlich wichtig ist. Das wird dann schon fast eine Vision und Mission, die sie trägt. Da ist dann aber auch die Frage der Tragfähigkeit. Also wie gut ist das Fundament der Idee? Und da haben wir natürlich Instrumente im Kurs und das Kursgründerangebot entwickelt, ⁓ die Gründerinnen bestmöglich zu begleiten. Und dazu zählen ganz klassisch die Gründerberatungen, die einmal im Monat mit den Partnern stattfinden. Das ist IHK, HWK und Aktivsenior. Und das Kurs unterstützt mittlerweile auch mit Gründungsgesprächen, allein dadurch, dass wir viel Expertise in der Gründerberatung aufgebaut haben und auch über ein immenses Netzwerk hier im Landkreis und in der Region 10 verfügen. Gut etabliert haben sich die Kurs Gründungstrefs. Die bieten wir einmal im Quartal an zu verschiedenen Themen, mal online, mal in Präsenz, in diversen Co-Working Spaces hier in der Nähe. Und das ist sehr gut, ⁓ quasi gründerelevantes Wissen zu vermitteln und in den Erfahrungsaustausch zu kommen. Ich sage auch immer, geht raus, vernetzt euch, tauscht euch aus, auch wenn ihr nicht dieselbe Gründungsidee habt oder dass derselben Branche kommt. Als Gründende hat man immer ähnliche Herausforderungen und profitiert von den Tipps, Tricks und dem Know-how der anderen. Und die anderen sind auch sehr großzügig zu teilen. Es freut mich auch immer wieder zu sehen, wie gerne das Wissen und die Erfahrungen untereinander geteilt werden. Und dann gibt es eben auch größere Plattformen seitens des Kurss, also die großen Vernetzungsveranstaltungen wie Unternehmertag oder der Kurs Innovation Day und ähnliches. Die sind auch dafür da, dass die Gründerinnen die Plattform bekommen und sich dort auch gezielt mit den KMUs hier in der Region vernetzen. Weil das ist auch nochmal ein ganz spannender Wissenstransfer. Und zu guter Letzt profitieren die Gründenden auch von der Öffentlichkeit also über unseren Instagram-Account, LinkedIn, über die Gründer-Erfolgsgeschichten. Das finde ich auch ein ganz tolles Format, was meine Kollegin Christina Pischel hier gut betreut und voranbringt. Dadurch können wir den den Ideen auch mehr Raum und Sichtbarkeit hier in der Region geben, weil das ist auch etwas, wovon man sehr profitieren kann. Marion Kühn: das heißt, am Kurs gibt es ein gutes Angebot für Gründer. Ich habe auch von Delia vorher schon gehört. Du hast es auch sehr intensiv wahrgenommen. Sona war auch viel bei den Gründerveranstaltungen auf jeden Fall mit dabei. Und jetzt so ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert, Saskia. Woran erkennst du denn, ob ein Vorhaben vielversprechend ist und ob es rentiert ist, zu fördern und weiter zu verfolgen? Saskia: Ja, auch eine spannende Frage tatsächlich. Ich mache das ja jetzt schon länger mit der Gründerberatung seit 2019 und allmählich entwickelt man tatsächlich auch ein Gespür für Menschen und für ihre Ideen. Man sieht, ob sie gut vorbereitet kommen, ob sie die richtigen Fragen auch stellen und wie ernsthaft sie das vorantreiben. es ist oft, es ist ganz häufig so, dass sich Gründer und Gründerinnen hier melden und wir verdehnen sie dann wieder aus dem Auge und die guten Ideen, die die die wirklich auch marktfähig sind und tragfähig. Mit dem bleiben wir tatsächlich in Kontakt. dann ist es eben wichtig, das Fundament gut zu bauen über den Businessplan, das A und O und vor allen Dingen die Finanzplanung. Da haben wir auch ein gutes Netzwerk, unterstützen kann und wo wir dann auch ein gutes Gespür haben oder auch ein gutes Gefühl dabei haben, diese Gründerinnen und Gründer quasi weiter auch nach außen zu tragen. weil wir an sie glauben. Und manchmal sind es auch so die kleinen leisen zurückhaltenden Anfragen. Und das war sowohl bei Sona als auch bei Delia der Fall, wo man erstmal innehält und denkt, was könnte das denn sein? Aber es macht neugierig. Und dann geht man den Schritt, hat das erste Telefonat und merkt, ja, da steckt was dahinter, da wollen wir weiter reingehen. Marion Kühn: Schön, ja deswegen freut es mich jetzt auch so Sona und Delia, dass ihr heute mit dabei seid und wir eben diese zwei besonderen Ideen vorstellen dürfen. Und deswegen jetzt quasi meine nächste Frage, die jetzt noch ein bisschen inhaltlich geht. Ich würde gern von euch wissen, was sind denn eure aktuellen Herausforderungen? Wo steht ihr gerade oder was sind so die nächsten Schritte, die ihr geplant habt? die euch wahrscheinlich auch wieder Stück weiter bringen und auf die wir natürlich auch gespannt sind. Sona, magst du vielleicht jetzt anfangen? Sona Gallinger: aktuelle Herausforderung, was ich als Tech-Startup aus Bayern erzählen das sind zwei Herausforderungen. Einmal ist Netzwerkmöglichkeiten mit Mittelständen. Aus meiner Branche, weil KUS bietet schon ganz viele Netzwerkmöglichkeiten. Aber für mich konkret ist Moda, ein Startup, ⁓ mit Branche entwickelt hat, leider sehe ich weniger Möglichkeiten und das andere ist Finanzierungsmöglichkeiten. Ich weiß, ich sehe ganz viele Initiativen, von staatlichen Initiativen besonders, die an Startups, innovative Startups gerichtet sind. ist viel viel einfacher an die Finanzierung zu kommen, wenn man aus der Universität startet und nicht wenn man den Abschluss schon einiger Jahre her gehabt hat. Das habe ich aus meiner Erfahrung gelernt, ⁓ Startfinanzierung Das ist sehr wichtig. Und auch was wichtig dabei ist, die persönliche Vereinbarkeit zu schaffen. ich habe das Luxus, ich habe ein Kind und Kinderbetreuung für selbständige Frauen nicht, das sehe ich auch als eine Herausforderung in vielen Fällen. Ich habe das Luxus, dass... Schwiegereltern unterstützen mich dabei, aber bei vielen Frauen und Männern ist das immer noch eine Herausforderung. Aber leider, bei Frauen mehr als Männer. Marion Kühn: für deine Einschätzung. Delia, was sind deine aktuellen Herausforderungen? Delia: Ja, tatsächlich meine aktuellen Herausforderungen kommen auch aus den Finanzen. ich bin momentan mit dem Businessplan schon fertig gewesen bis zu der Finanzplanung. Da bin ich jetzt zusammen mit Saskia in einem Gespräch mit einem Finanzberater und dann geht es weiter in die Finanzierungsrunde, wo genau wie die Sona erwähnt hat, für uns die schon einen Abschluss haben. ist schon eine große Herausforderung. Ich bin mal gespannt, was dann kommt. Und noch eine Herausforderung, was ich von Anfang an getroffen habe, war, dass mich alleine niemand ernst genommen hat. Bis Jahr Januar, seitdem ich im Kontakt mit Saskia und Kuss zusammen bin, dann kann ich auch sagen, ich bin Gründerin und wurde ich dann ernst genommen und so konnte ich dann das Rezept entwickeln und die nächsten Schritten weiterzugehen. Das sind die zwei Herausforderungen, was ich jetzt gleich sagen kann. Natürlich als Mutter, ich habe auch zwei Kinder. ist sehr anstrengend, irgendwie zusammen mit meinem Mann ⁓ wir alles gut geschafft. Ich habe leider keine Schwiegereltern da. Wir sind komplett alleine, aber ich hoffe für die Zukunft, dass wir trotzdem irgendwie noch alles planen können. Marion Kühn: Danke schön. habt ja jetzt, also im Grunde genommen habt ihr zwei Felder angesprochen, die ihr als Herausforderungen seht. Das eine ist so dieses Finanzierungsthema und das andere ist tatsächlich auch ein Thema, das eben uns Frauen auch ganz häufig trifft. Zum einen dieses teilweise nicht so ernst genommen werden, eben weil man eine Frau ist und auch einfach dieses Kehrarbeitsthema, das an uns hängen bleibt. Ich glaube für das erste Thema Saskia, Würde ich dir jetzt gerne noch mal eine Frage stellen beim zweiten Thema. Ist es glaube ich noch viel schwieriger zu lösen als beim Finanzierungsthema. Deswegen jetzt ganz konkret die Frage. Ich würde gerne noch mal von dir wissen Saskia. Was braucht es denn deiner Erfahrung nach in Deutschland ⁓ Innovation wirklich zu fördern und ⁓ mehr erfolgreiche Gründungen auf den Weg zu bringen? Wo siehst du da die Hauptpunkte? Saskia: Also ich glaube, Gründerberatungsangebote haben wir mittlerweile in Deutschland und auch im Freistaat Bayern und auch hier in der Region sehen wirklich gute. Da hat sich viel getan, es wird viel angeboten, das muss vielleicht auch noch ein bisschen besser kommuniziert werden und nach außen sichtbar gemacht werden. Das ist mal das eine. Das andere ist das Thema Innovation und vielleicht auch mal scheitern dürfen in Deutschland. Und das ist ein kulturelles Thema. Ich war selbst auch schon im Silicon Valley unterwegs und habe Forschungsinterviews geführt und da ist ein ganz anderer Spirit unterwegs. Die Leute erzählen hier gern von ihren Geschichten des Scheiterns, weil sie am meisten daraus gelernt haben. Und das darf hier noch viel ehrlicher kommuniziert werden. Es gibt schon die eine oder andere Fak-Abneid. genannt, wo sich mutige Persönlichkeiten vorne hinstellen und das auch ehrlich transportieren, damit andere wiederum aus diesen Erfahrungen lernen dürfen. Und auch das Thema Innovation darf in Deutschland ganz anders gedacht werden. Viel, breiter, viel, offener, viel mehr im Sharing und auch in der Zusammenarbeit von kleinen und mittleren Betrieben mit den Start-ups in der Region. Genau, das würde ich mir tatsächlich für den Wirtschaftsstandort Landkreis Pfaffenhofen den Wirtschaftsstandort Bayern und Wirtschaftsstandort Deutschland für die nächsten zehn Jahre wünschen, weil das ist erforderlich, ⁓ einfach weiterhin auch im globalen Wettbewerb zu können. Marion Kühn: Danke für deine Blick auf die Zeit stelle ich fest, wir sind schon fast am Ende unseres Podcasts angekommen. Aber es ist noch Zeit für eine allerletzte Frage, nämlich die Frage nach dem InnoTip. Liebe Hörer, Sie kennen das ja schon, ich stelle die Frage immer. Und in dem Fall würde ich gerne Sona und Delia fragen. Ihr habt ja jetzt schon so bisschen Erfahrung als Gründerinnen gesammelt. habt auf jeden Fall schon mal einen ganz wichtigen Innovationsschritt getan und habt angefangen, eure Idee in die Umsetzung zu bringen und deswegen würde ich jetzt gerne von euch wissen, was würdet ihr den anderen Gründern oder Innovationswilligen mitgeben, was aus eurer Sicht ganz wichtig ist bei dem Thema. Also welche eigenen Learnings oder Erfahrungen habt ihr gemacht, wo ihr sagt, das ist besonders wichtig oder das darf man auf gar keinen Fall tun, wenn Innovation gelingen soll, wenn ich eine neue Idee umsetzen möchte. Delia: kann zuerst sagen, wie es meinem Fall war, einfach Hilfe holen, beraten lassen. Für mich persönlich alleine, habe nicht viel geschafft. Über ein Jahr hat es gedauert, alles alleine zu erreichen. ⁓ Ohne die Hilfe, was ich mir über Kuss geheult habe, hätte ich wahrscheinlich immer noch nicht geschafft. Also am besten immer zuerst beraten lassen. Sona Gallinger: meiner Sicht, da sind unterschiedliche Faktoren, was mir geholfen haben. Das erste war, ⁓ Thema, Wenn ihr, wenn unsere Zuhörer eine Gründungsidee haben, wofür sie brennen und sie können sich vorstellen, 24-7 sich damit beschäftigen, weil Gründung und Unternehmertum, das ist keine, so, leichter Job, die man 40 Stunden pro Woche machen kann und am Wochenende einfach sehr einfach, sehr leicht ausschalten. Nein. Man muss wirklich für die Idee pränen und die Motivation zu haben, das 24-7 voranzutreiben. ist das Entscheidende. Zweitens, stimme zu, Unterstützung ist sehr wichtig, besonders ganz am Anfang. Im Pfaffenhofen haben wir Kurs. Ich kann auch selber sagen, wie viel ich profitiert habe von von Netzwerk, Unterstützung von Saskia oder dem ganzen Kurs-Team. ist auch sehr wichtig Unterstützung zu bekommen, mit Menschen sich zu unterhalten, die dem Weg schon selber gegangen sind. Und dritte Faktor ist auch die Vereinbarkeit, also die Familie. Das muss auch stimmen, weil das Leben kann nicht glücklich sein, wenn man nur ein Geschäft führt und sich als Unternehmer deklariert oder sagt. Familie und persönliches Leben vergesst, nein, das muss alles vereinbart sein und dann kann das gut funktionieren. Marion Kühn: Dank euch beiden für diesen jeweiligen Inno-Tipp. Ich finde die tatsächlich sehr wertvoll, weil sie eben aus der Perspektive von zwei mutigen Frauen, die die Gründung geschafft haben, kommen. ⁓ sind Punkte dabei, die wir immer wieder hören hier bei diesen Inno-Tipps. Das Netzwerk ist einfach das A und O. Von daher, ja, letztendlich auch an die Zuhörer wieder die Aufforderung. Netzwerke nutzen, gerne auch hier auf das Kurs zukommen und die Angebote und Veranstaltungen wahrnehmen oder sich tatsächlich auch das eigene persönliche Netzwerk aufzubauen. Aber letztendlich profitiert man einfach immer ganz stark davon, wenn man sich mit anderen austauscht und eben auch Gleichgesinnte findet. Ja, das war es schon wieder mit Innovation Friday. Vielen Dank fürs Zuhören. Vielen herzlichen Dank an meine drei starken Frauen auch für eure Offenheit und für die ganzen tollen Informationen, die ihr auch hier für die Hörerinnen und Hörer öffentlich gemacht habt. Ich freue mich, wenn wir uns wieder am letzten Freitag im Monat hören. Wünsche ich euch noch einen schönen Tag und bis bald.