Latest / Ab ins Bett - Die tägliche Gute-Nacht-Geschichte / #2234 Frieda und die erste Nacht bei Oma
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- Ab ins Bett mit Marco König Folge 2234 – Frieda und die erste Nacht bei Oma Donnerstag, 8. Oktober [Hinweis: Dieses Transkript wurde automatisch aus der Audiodatei erstellt (lokale Spracherkennung, kein manuelles Gegenlesen). Einzelne Formulierungen sind an unklaren Audiostellen sinngemäß geglättet.] 00:00 Diese Werbung unterstützt Ab ins Bett dabei, unabhängig zu bleiben. Dieses Jahr soll es was ganz Besonderes im Advent sein. Der Ab ins Bett Adventskalender 2026, Pupsi und das goldene Leuchten. 24 Türchen, 24 Geschichten, die es sonst nirgendwo gibt, jeden Abend eine neue Geschichte vom kleinen, süßen Elefanten Pupsi. Die letzte Chance, den Kalender diese Woche zu bestellen, damit er Montag rausgeht. Jetzt auf abinsbett.net. Werbung Ende. 00:35 Ab ins Bett, Ab ins Bett, Ab ins Bett, Ab ins Bett, da geht der Podcast. 00:43 Hier ist euer Lieblingspodcast, hier ist Ab ins Bett. Ich bin Marco, und ich begrüße euch heute zur 2234. gute Nachtgeschichte. 00:53 Ja, der Herbst ist da, lässt sich nicht mehr leugnen, ich sitze hier im Regen. Also ich nicht, aber draußen regnet es. Ich hoffe, man hört es nicht zu sehr. Und um runterzukommen heute Abend, machen wir erst mal eins, oder? 01:05 Das Recken und das Strecken. Nehmt die Arme und die Beine, die Hände und die Füße, und reckt und streckt alles so weit weg vom Körper, wie es nur geht. Macht euch ganz, ganz lang. Spannt jeden Muskel im Körper an. Und wenn ihr das gemacht habt, dann lasst euch ins Bett hinplumpsen und sucht euch eine ganz bequeme Position. Und heute, da bin ich mir sicher, findet ihr die bequemste Position, die es überhaupt bei euch im Bett gibt. 01:42 Hier ist die 2234, die gute Nachtgeschichte für Donnerstagabend, den 8. Oktober. Frieda und die erste Nacht bei Oma. 01:54 Frieda ist ein ganz normales Mädchen, es ist ein ganz normaler Tag, es kann sogar heute sein. Frieda packt ihren Rucksack ganz alleine. Die Zahnbürste kommt rein, der Schlafanzug, und zwar der mit den Sternen, und noch das Buch, ihr Lieblingsbuch, das mit den Fuchsgeschichten. 02:19 Heute übernachtet Frieda das erste Mal bei Oma, zumindest ohne Mama und Papa. Im Auto singt Frieda die ganze Zeit die Musik aus dem Radio mit, und als sie ankommen und Oma die Tür öffnet, da riecht es nach frisch gebackenem Kuchen, und Frieda rennt sofort in die Küche. 02:41 Es ist ein schöner Nachmittag bei Oma. Sie spielen zusammen, sie pflücken im Garten Weintrauben, und sie bauen eine Höhle aus Decken. Später sitzen sie noch eingewickelt in einer warmen Decke auf der Terrasse, und Oma erzählt Geschichten von früher. Frieda lacht so sehr, dass ihr der Bauch wehtut. Und für einen Moment denkt sie an nichts anderes. Es fühlt sich gut an, der Tag bei Oma, so ein Tag, der einfach nur schön ist. 03:13 Oma zeigt ihr auch ein altes Fotoalbum mit Bildern von Mama. Damals war Mama noch ein Kind, noch viel kleiner als Frieda jetzt ist. Und auf einem Bild, da sitzt Frieda, genau in dem Garten, mit einem Eis in der Hand. Seltsam, dass Mama mal so klein war, noch viel kleiner als Frieda. 03:36 Am Abend macht Oma dann ihr Lieblingsessen, Kartoffelbrei, und Frieda liebt Kartoffelbrei. Nach dem Essen ist es aber irgendwie ganz ruhig im ganzen Haus. Nur Oma ist da und Frieda, Mama und Papa haben sich schon vor längerer Zeit verabschiedet, und dann wird es Zeit fürs Bett. 04:01 Oma bringt Frieda in das Gästezimmer, mit der blauen Decke und den kleinen Regalen voller Bücher. Frieda hat ihren Schlafanzug schon an. Sie geht noch ins Bad, putzt sich die Zähne, aber irgendwie ist alles anders beim Zähneputzen. Das Waschbecken ist anders, sogar der Spiegel hängt tiefer. 04:21 Oma liest ihr noch eine Geschichte vor, und Frieda kuschelt sich in die Kissen. Alles fühlt sich gut an, warm, bequem, vor allem wenn Oma so schön eine Geschichte erzählt. 04:34 Ich lasse die Tür ein Stück offen, ruf einfach, wenn was ist, sagt Oma, ich bin direkt nebenan. Und so liegt Frieda da, und sie lauscht. 04:48 Alles ist wirklich anders. Sogar das Bett knarrt anders als das eigene. Auch die Decke riecht anders, sie riecht gut, aber sie riecht nach, vielleicht Lavendel oder irgendwas, was Frieda nicht kennt. Es tickt eine Uhr, auch dieses Uhrticken hat sie noch nie gehört. Selbst in ihrem Bauch fühlt es sich anders an. Es ist so, als würde jemand etwas da drin festziehen. Sie presst die Hände unter der Decke zu Fäusten, ihre Augen werden feucht. Es fühlt sich an, als würde irgendwas nicht stimmen. 05:31 Frieda denkt an ihr eigenes Zimmer, an ihr Bett, an ihre Spielsachen. Sie denkt daran, dass sie sonst immer Mama und Papa reden hört. Aber Oma redet nicht, Oma ist allein, warum sollte sie jetzt reden. 05:50 Nach einer Weile steht Frieda auf. Sie tapst mit ihren nackten Füßen über den kalten Boden, und sie geht zu Oma. Ich will nach Hause, sagt Frieda mit einem Zittern in der Stimme. 06:06 Ich versteh das, sagt Oma. Die erste Nacht in einem fremden Bett ist nicht leicht, übrigens auch nicht für große Leute oder für ältere. Dann fragt Oma, ob sie Mama und Papa anrufen soll, damit sie Frieda abholen. 06:21 In dem Moment beginnt Frieda zu überlegen. Da zieht sich ihr Bauch wieder zusammen, aber irgendwie ist es doch schön bei Oma. Es ist auch schön zu Hause, aber zu Hause ist sie immer, schon der ganzen Zeit eben. 06:37 Ich möchte hier bleiben, sagt Frieda. Oma nickt. 06:45 Dann geht sie zum alten Schrank in der Ecke. Sie sucht etwas und sie zieht etwas heraus. Was ist das, fragt Frieda. Oma holt einen alten und ehrlicherweise ziemlich zerzausten Stoffhasen heraus. Er hat nur noch ein Ohr und ein altes kariertes Halstuch. 07:10 Das hier, sagt Oma, das hatte deine Mama, als sie in deinem Alter war, jede Nacht in ihrem Arm. Und sie lag genau in diesem Bett, in dem du jetzt liegst. 07:24 Frieda schaut sich diesen Hasen an. Die Knopfaugen sind etwas schief, aber er fühlt sich noch richtig weich und kuschelig an. Frieda nimmt den Hasen ganz vorsichtig, streicht über das weiche Fell. 07:39 Hatte Mama auch manchmal Angst, fragt Frieda. Oma nickt. Fast jeder hat das beim ersten Mal, das ist nicht schlimm, und es spricht nichts dafür, dass man sich schämen muss. Probier es doch jetzt noch mal mit dem Hasen. Und wenn du es nicht alleine schaffst, dann kommst du einfach zu mir, oder ich komme zu dir. 08:01 Frieda geht wieder ins Zimmer, legt sich in das Bett und kuschelt sich mit dem Hasen hinein. Für einen Moment überlegt sie, wie Mama das wohl gemacht hat, damals, genau in diesem Bett. Sie wird genauso gekuschelt haben. 08:18 Und dann flüstert Frieda etwas in das kaputte Ohr. Ich nenne dich Flauschi, sagt Frieda. Und ab jetzt passt du auf mich auf, so wie du früher auf Mama aufgepasst hast. 08:34 Sie drückt Flauschi ganz fest an sich, und auf einmal fühlt sich der Bauch gar nicht mehr so seltsam an. Das Bett, das sich gerade noch ganz fremd angefühlt hat, fühlt sich auf einmal an wie ihr eigenes Zuhause, nur eben mit etwas anderem. 08:55 Und bevor Frieda noch weiter überlegen kann, wie Mama wohl in diesem Bett lag, da schläft sie ein. 09:04 Frieda weiß genau wie du. Jeder Traum kann in Erfüllung gehen, du musst nur ganz fest dran glauben. Und jetzt heißt's, ab ins Bett und träumt was Schönes. 09:19 Bis morgen ab 18 Uhr auf abinsbett.net. Gute Nacht, und bitte vergesst nicht, den Podcast zu folgen und zu bewerten. Danke schön. --- Alle Folgen und mehr: abinsbett.net Den Podcast unterstützen: abinsbett.net/support