Latest / Rheinpegel - der Düsseldorf-Podcast / Geldautomaten-Abbau, Ideen zum Feierabendparken und die verschiedenen Seiten Chagalls
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- Ich weiß ja nicht, wie es bei euch ist, aber ich kann ohne Frühstück meinen Tag nicht starten, geschweige denn durchhalten. Wirklich fast in der Minute, in der ich aufwache, habe ich schon meinen Kaffee in der Hand und meinen Porridge auf dem Herd. Manchmal gibt es natürlich auch Brötchen, Brezeln oder Croissants. Dafür muss ich jetzt an Sonn- und Feiertagen in manchen Bäckereien ein bisschen mehr zahlen. Dort greift der sogenannte Sonntagszuschlag. Bis zu 10% mehr kosten dann die Backwaren. Das hat unter anderem mit den höheren Löhnen zu tun, die Mitarbeitende am Wochenende bekommen. Ganz neu ist dieser Weg, die Differenz wenigstens ein bisschen aufzufangen nicht. Schon vor ein paar Jahren arbeiteten ein paar Betriebe so, vereinheitlichten die Preise aber wieder. Jetzt ist das Thema wegen der allgemein steigenden Kosten nochmal präsent. Was die Kundinnen und Kunden dazu sagen, ist noch nicht bekannt. Ich bin mir sicher, dass die, die das wunderbare Angebot nutzen, auch Sonne- und Feiertags frische Brötchen zu bekommen, ganz, ganz, ganz bestimmt verstehen. dass es dann ein wenig mehr kostet. Glücklicherweise kann man in den meisten Bäckereien mittlerweile mit Karte zahlen, weil Bargeld zu bekommen ist, vor allem wenn man sich nicht so gut auskennt, manchmal schwerer, als man denken würde. Die Sparkasse zum Beispiel hat im vergangenen Jahr jeden achten Geldautomaten abgebaut und wo dann noch welche sind, muss man erstmal wissen. Warum die Sparkasse das Angebot einschränkt und was die allgemeine Entwicklung ist, darüber habe ich mit Maximilian Nowroth gesprochen. So rar gesät wie Geldautomaten sind auch Parkplätze in der Stadt. So kommt es mir zumindest manchmal vor. Seit ein paar Monaten gibt es deswegen das Angebot des Feierabendparkens auf Supermarktgeländen oder seit neuestem auch in Parkhäusern. Philipp Zeitner weiß, warum die eigentlich gute Idee sich noch nicht so recht durchgesetzt hat und was es für Neuerungen geben soll. Nicht zu knapp ist in Düsseldorf dafür das Angebot an wunderbaren Museen und dementsprechend auch Ausstellungen. In der Kunstsammlung zum Beispiel ist gerade eine Schau mit dem schlichten Titel Chagall zu sehen. 120 Werke des vor 40 Jahren verstorbenen Künstlers sind im K20 noch bis August zu betrachten. Philipp Holstein kennt alle Details. Und damit herzlich willkommen zum Rheinpegel. Ihr hört Folge 362 und der Rhein steht bei 1 Meter. Music. Hallo zum Rheinpegel, dem Podcast, in dem wir jede Woche darüber sprechen, was Düsseldorf bewegt, was die Bewohnerinnen und Bewohner umtreibt, kurz was geht. Mein Name ist Tosser Kohlmann und diese wirklich schöne Aufgabe darf ich übernehmen. Wenn ihr uns etwas mitteilen wollt, wenn ihr Kommentare habt, wenn ihr Lob oder Kritik loswerden möchtet oder wenn ihr Veranstaltungen wisst, auf die wir hinweisen können, wenn es Themen gibt, die euch auf der Seele unter den Nägeln brennen, dann könnt ihr das sehr gerne tun unter rheinpegel.podcast.reinische-post.de oder 0160 80 80 844 erreicht ihr uns. Wir freuen uns immer von euch zu hören. Heute haben wir für euch mal wieder einen kleinen Rundumschlag aus der Gerichtswelt der Stadt. Meine liebe Kollegin Marlin Kess erzählt uns von den interessantesten Verhandlungen und Urteilen der letzten Wochen. Ich sage willkommen zurück, liebe Marlin. Du hast mal wieder, wie schon versprochen und auch eingehalten, weil wenn wir hier was versprechen, dann halten wir es auch ein. Du hast uns mal wieder Geschichten aus den Düsseldorfer Gerichten mitgebracht, Obwohl Geschichte natürlich hört sich so locker flockig an. Es geht natürlich um ernste Fälle, um echte Fälle. Immer. Um Urteile und um das Drumherum. Und ich möchte sagen, es ist ja alles immer ganz, ganz, ganz spannend. Manche Sachen sind natürlich auch echt harter Tobak, aber heute sind wir eher so ein bisschen auf der absurden Seite, nicht wahr? Auf jeden Fall. Erzähl doch mal. Das ist ja auch wichtig sozusagen. Was hast du in den letzten Wochen, Monaten am Gericht erlebt? Was ist da so verhandelt worden? Also ein Fall ist auf jeden Fall, kann man wirklich als absurd bezeichnen irgendwie, aber es ist eben auch was, mit dem sich Gerichte in Deutschland auseinandersetzen und zwar hat ein Restaurantgast ein Restaurant verklagt, also bei dem Besuch in diesem Restaurant, das war eines seiner Stammlokale, bekanntes portugiesisches Restaurant in Düsseldorf und der war eben da und hatte eine sehr teure Jacke an. Und auf diese Jacke hat dann eine Kellnerin Wachs verschüttet. Aus Versehen wahrscheinlich. Wahrscheinlich, wir vermuten stark aus Versehen, aber darum ging es tatsächlich auch gar nicht. Woraufhin diese Jacke dann, wie er sagte, eben nicht mehr zu tragen war und hat dann diese beiden Betreiber dieses Restaurants auf eben sozusagen den Schadenersatz, also nicht Schadenersatz in dem Sinne, aber er hat gesagt, er will das Geld für diese Jacke zurückhaben. Worauf, wenn die sich geweigert haben, weil sie gesagt haben, sie brauchen einen Kaufbeleg, damit sie das bei der Haftpflicht einreichen können. Das ist ja auch ein bisschen bold, oder? Also wenn ich dir jetzt mal so kurz, also ich habe das ja auch durchgelesen und dann dachte ich auch so, naja, also, Klar, wenn jetzt jemand, also ich würde mich auch ärgern, vor allem wenn es was ist, was man irgendwie gerne trägt. Das war eine Jacke von Deutsch und Gabbana. Ja und in dem Moment, wo ich die kaufe, ist die doch auch nicht mehr. Genau, also das war natürlich auch der Neuwert und der hat die auch geschenkt bekommen und hatte deshalb auch keinen Kaufbeleg. Und das hat sich dann wahnsinnig gezogen und ist am Ende tatsächlich vor Gericht gelandet, sodass ich dann eine Amtsrichterin damit auseinandersetzen musste. Und was damit dabei eben nochmal besonders spannend dann auch für mich war, war, dass diese Jacke tatsächlich auch mitgebracht wurde und da in Augenschein genommen wurde. Ja, das beschreibst du sehr schön in dem Stück. Und dann haben die sich tatsächlich da auf der Richterbank quasi diese Jacke, haben die so ausgebreitet und sich angeguckt und so geguckt, wo sind denn noch Flecken, weil die wurde in der Zwischenzeit dann gereinigt, einmal vom Kläger, einmal von den Beklagten, aber der sagte halt, nee, das reicht aber immer noch nicht und hin und her. Und am Ende ist dann aber tatsächlich für alle, glaube ich, ein gutes Ergebnis dabei rausgekommen, bei dem man vielleicht denken könnte, das hätte auch ohne Richter funktioniert, aber diese Richterin hat dann eben an dieser Stelle so als Mediatorin gewirkt und einfach, glaube ich, die Leute ins Gespräch gebracht und wenn man darüber spricht, dann finden sich Lösungen, so auch in diesem Fall und der hat dann 310 Euro Entschädigung bekommen, 90 Euro für die Reinigung und seine Jacke zurück. Die Alternative wäre gewesen, die Jacke verbleibt quasi bei den Gastronomen, aber dafür kriegt er das Ganze wieder und so haben die sich eben darauf geeinigt und er durfte seine Jacke dann wieder mitnehmen und die Richterin hat ja auch gesagt, also aus ihrer Sicht sei die durchaus noch tragbar. Ob er sie jetzt nochmal trägt, weiß man nicht. Also wenn du das so beschreibst und auch so beim Lesen, das ist eher so ein ums Prinzip gerangel. Also wahrscheinlich hat sich das dann so ein bisschen, vor allem wenn er irgendwie Stammgast war. Also ich frage mich, geht der da jetzt immer noch irgendwie? Also ich glaube, er war jetzt zwei Jahre nicht da, wenn ich so richtig verstanden habe. Aber jetzt, wo das geklärt ist, habe ich es am Ende tatsächlich so verstanden, dass er wieder hingehen will. Und dann hat auch der eine Gastronom tatsächlich auch gesagt, ja, dann überlegen wir uns was Schönes, wenn sie das nächste Mal da sind. Also ich glaube, jetzt sind irgendwie alle zufrieden. Ich wollte gerade sagen, aber bitte ohne Kerzen. Im Luxussektor spielte sich auch der zweite Fall ab, bei dem du zugegen warst. Genau und da ging es um einen ehemaligen Makler, der eben, man kann das Wort Luxus ja auf viele Arten benutzen, der hat einerseits sein vermeintliches Luxusleben auf Social Media sehr ausführlich dargestellt mit Rolls Royals, mit Penthouse, mit Champagner auf irgendwelchen Yachten und hatte eine Immobilienfirma mit Sitz an der Königsallee, wo sonst. Und letztlich war das aber, wie dann jetzt eben in diesem Prozess rausgekommen ist und auch durch vorhergegangene, sehr ausführliche Ermittlungen, eine Betrügerbande und der stand jetzt eben vor Gericht zusammen mit zwei seiner ehemaligen Mitarbeiter, ein IT-Angestellter und eine Bürokraft. Und es war aber ziemlich von Anfang an klar, er ist der Kopf der Bande, er ist der Hauptangeklagte und er hat auch tatsächlich dann in dem Verfahren auch sehr umfassend ausgesagt und auch sehr viel der Schuld auf sich genommen und wurde letztlich verurteilt zu einer Haftstrafe von fast fünf Jahren. Vier Jahre, zehn Monate, ist aber auch vorbestraft, muss man dazu sagen. Und da ist noch ein anderes Urteil mit eingeflossen, das Amtsgericht, da ging es um Fahren ohne Führerschein und der wurde jetzt eben, also in verschiedenen Fällen Betrug, Kreditbetrug, Fälschen von Urkunden, Banden mäßig, also alles zusammengenommen, eben vier Jahre, zehn Monate. Und an diesem Verfahren waren die einzelnen Fälle auch wirklich besonders interessant. Also eins, was so hervorsticht, ist, dass die es tatsächlich geschafft haben, bei einer Leasingfirma ein sogenanntes Sale- und Lease-Geschäft zu vereinbaren für eine Yacht, die sie denen quasi verkauft haben und dann zurückgeleased haben und die Yacht gab es nicht. Und die haben denen Fotos zugeschickt, auf denen laut Richter sehr offensichtlich verschiedene Jachten zu sehen waren und die haben sich ja trotzdem darauf eingelassen und denen mehr als 500.000 Euro für diese Jacht bezahlt, die es eben gar nicht gab. Ich finde das immer spannend, wenn es in dieser Luxuswelt sich abspielt zu Sachen, auch so Betrügerfälle und so. Da gibt es ja natürlich immer die Leute, die das initiieren, aber es gibt es ja auch irgendwie... Genau, es gibt ja Leute, die mitmachen, die sich ja dann auch von irgendwas quasi blenden lassen. Genau, es gibt dann auch diverse andere Menschen, die da mitbeteiligt waren, die jetzt gesondert verfolgt werden, wie das immer so heißt. Also da werden auch noch weitere Prozesse folgen, ob die in Düsseldorf geführt werden, ist natürlich fraglich. Der hat halt in Düsseldorf gewohnt, die Firma hatte ihren Sitz in Düsseldorf, aber das ist auf jeden Fall noch nicht abgeschlossen, die ganze Sache. Genau, die beiden Mitangeklagten haben Bewährungsstrafen bekommen, da haben die Richter oder haben die Milde walten lassen. Aber der als Kopf der Banne muss jetzt eben ins Gefängnis. Ja, der dritte Fall, den du heute noch beschreibst, der verhandelt wurde, geht absurditätentechnisch nochmal ein bisschen in eine andere Richtung. Also das war ja jetzt eher so, klar, das Spiel mit vielleicht auch Träumen und Wünschen. Auf jeden Fall. Und schönen Bildern. Und schönen Bildern. Und jetzt geht es auch um Bilder, aber in einem anderen Zusammenhang. Genau und zwar war das tatsächlich in dieser Woche erst, da war ein ehemaliger Mitarbeiter der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft stand vor Gericht, vor dem Amtsgericht, weil er Akten und Asservate mitgenommen hat. Was bedeutet Asservate in dem Fall? Zum Beispiel Abduktionsfotos, aber auch Falschgeld. Tausende, zehntausende Schweizer Franken in Falschgeld, die er als Spielgeld für Monopoly verwenden wollte, wie er dann vor Gericht gesagt hat. Und zwar war das so, dass der in der sogenannten Aussonderungsabteilung beschäftigt war, also die Abteilung, die eben Asservate und Akten von alten Fällen vernichten soll. Und da hat er dann zum Teil tatsächlich einfach ganze Akten mit nach Hause genommen. Also einen Fall mit einer auch recht prominenten Düsseldorferin, die das betraf. Das wollte er für seine Lebensgefährtin mitnehmen, wie er sagt. Die ist psychisch krank und verlässt das Haus nicht und damit die mal so ein bisschen was Spannendes zu gucken hat, sozusagen hat er das mal mitgenommen, in dieselbe Kategorie fällt. Das war dann allerdings tatsächlich nicht mehr absurd, sondern auch schon sehr makaber. Da fallen Obduktionsfotos von der Obduktion eines erschlagenen Säuglings, also eines Babys, das von seiner Mutter getötet wurde. Und er sagte dann, seine Lebensgefährtin habe irgendwann mal Rechtsmedizinerin werden wollen und die hätte sich das halt angucken wollen. Also das war schon sehr grenzüberschreitend, würde ich sagen. Und deshalb ist es auch aufgefallen, also das hat er dann Mitarbeitern da, also Kollegen von sich erzählt und die haben das gemeldet und dadurch ist das ins Rollen gekommen und dann haben die dessen Wohnung durchsucht und den Arbeitsplatz durchsucht und diese ganzen Sachen gefunden und der muss jetzt dafür insgesamt 1200 Euro zahlen, was wenig erscheint, aber der bezieht eben seit er fristlos gekönigt wurde Hartz IV und deshalb ist der Tagessatz, der maximale, auf 15 Euro festgelegt und 80 Tagessätze auf 15 Euro, 1200 Euro Geldstrafe. Ja, also ja, wie gesagt, das ist irgendwie, geht nochmal in eine andere Richtung. Was dahinter steckt, kann man immer nur ahnen oder wird ja dann in solchen Verfahren auch nicht, ist ja nicht der Gegenstand des Verfahrens. Also er hat schon erzählt, er hat seine Begründe oder seine Gründe dafür ja dargelegt, er hat sie auch selbst verteidigt, weil das ein Verfahren ist, was so geringfügig angesetzt ist, dass es keinen Pflichtverteidiger gibt. Das heißt, er hätte den wahrscheinlich dann selber bezahlen müssen und das hat er eben nicht gemacht und er hat das so dargelegt und ja, also ihm war schon anzumerken, dass ihm das Leid tat, das finde ich schon und man hat schon auch gemerkt, dass so ein richtiges Unrechtsbewusstsein dafür, dass das irgendwie falsch ist und vor allen Dingen auch diese Obduktionsfotos, dass das nichts ist, was man sich mal eben so anguckt, das war schon gefehlt, das war etwas, absonderlich. Ja, das kann ich mir vorstellen. Vielen Dank, dass du ein weiteres Mal Einblick gegeben hast in den Alltag als Gerichtsreporterin und deine Erfahrungen mit uns geteilt hast und ich freue mich schon aufs nächste Mal. Ich mich auch, bis dann. Tschüss. Music. Bar oder mit Karte? Auch wenn wir diese Frage mittlerweile wahrscheinlich öfter mit zweiterem beantworten, manchmal ist ein bisschen Cash in der Tasche nicht verkehrt oder sogar nötig. Und wo bekommen wir das? An den Geldautomaten, die in der ganzen Stadt zu finden sind. Oder Waren? Denn zumindest die Sparkasse reduziert der Zahl der automatischen Ausgabestellen seit knapp einem Jahr immer weiter. Einer der Gründe, die Angriffe von Automatensprengern. Diese Art des Raubes soll mit nicht so vielen verfügbaren Stellen bekämpft werden Ob das klappt, was die Kundschaft sagt und wie man trotzdem an Bargeld kommen kann, das weiß Maximilian Neufrott. Lieber Max, wir reden heute über Geld. Immer, Tostia, immer gerne. Vertrittst du die Meinung, dass man nicht über Geld redet? Nee, im Gegenteil. Also ich glaube, Geld ist, das sehen wir ja auch täglich in den Leser und Leserinnenzahlen, ein Thema, was sehr viele Leute bewegt. Zum Beispiel gab es ja jetzt diese große Studie vom Institut der deutschen Wirtschaft über die Frage, ab welchem Einkommen gilt man als Reich mit... Mein Ergebnis am liebsten nicht mitteilen. Und viele Leute haben es sich angeschaut und wollten sich vergleichen. Insofern wird vielleicht nicht so viel über Geld geredet, aber sehr viel darüber nachgedacht. Das ist ein großes Thema. Bringt es, glaube ich, schon was, sich da auch immer wieder so zu vergewissern. Zum Beispiel gehaltsmäßig, wo stehe ich eigentlich? Um gute Argumente für die Verhandlung zu haben. Also über Geld reden ist das eine. Geld dann tatsächlich in der Tasche haben ist das andere. Und zwar nicht nur, weil man es natürlich dann auch auf dem Konto haben muss, sondern Und das muss ja irgendwie vom Konto auch ins Portemonnaie kommen. Und das wird immer schwieriger. Wenn ich dich jetzt frage, kannst du mir 25 Euro leihen? Könntest du mir 25 Euro in bar? Ich schaue mal kurz nach. Also ich habe immer ein bisschen Cash, weil, gut, es war Karneval. Da ist noch was von übrig gewesen, kurioserweise. Da braucht man es ja. Und halt bei manchen Bäckereien. Also ja, ich könnte es machen. Ich hätte hier einen Schein. Ja, okay. Das ist ja schon eine Besonderheit, ne? Weil auf der einen Seite, klar, es wird immer mehr mit Bargeld los. Das wird ja auch gepusht irgendwie. Es gibt ganze Orte, wo man gar nicht mehr Bar bezahlen kann, gar nicht mehr Bar bezahlen darf. Also du hast Bargeld in der Tasche, was gut ist, weil ich zum Beispiel jetzt gerade nicht. Ich habe eigentlich gerne Bargeld in der Tasche, jetzt gerade nicht. Und ich wüsste jetzt auch in diesem Moment nicht, wo ich welches herbekomme, weil es gibt immer weniger Bankautomaten. Das ist so, ja. Wo ich Bargeld abheben kann, zumindest von der Stadtsparkasse. Genau, also ich war diese Woche Dienstag bei der Bilanz-Pressekonferenz von der Stadtsparkasse Düsseldorf, da wo die das machen, gibt es jede Menge Geldautomaten, weil das ist in deren Stammsitz an der Berliner Allee, da ist ja dieser hohe Büroturm und im Erdgeschoss… Ach, dieses Rieb, wo die ganzen Gesichter dran sind, die ganzen Fotos von Menschen. Ja, genau und im Erdgeschoss ist auch eine große Filiale. Klar, da wurde über eine Menge aus dem vergangenen Geschäftsjahr gesprochen. Bilanzsumme hat sich ein bisschen verbessert, Ergebnis auch und so. Aber eine Zahl, die ich wirklich spannend fand, ist, dass die nur noch 131 Geldautomaten in Düsseldorf haben. Und ich wusste, dass es vor einem Jahr noch 150 waren. Also auf gut Deutsch, jeder Achte wurde abgebaut binnen eines Jahres und habe versucht, hier mal so ein bisschen auf den Grund zu gehen. Und das ist mir tatsächlich auch aufgefallen. Ich bin jetzt selber nicht bei der Sparkasse, da muss ich sogar Gebühren bezahlen, wenn ich abhebe. Trotzdem ist das auch manchmal die einzige Möglichkeit, weil es auch von anderen Instituten und so immer weniger Bankautomaten gibt. Ich hatte das jetzt öfter, dass ich an Stellen, wo ich fest damit gerechnet habe, dass da einer ist, war halt auf einmal keiner mehr. Wie wird das eigentlich, also wo kann ich das einsehen? Das habe ich jetzt gerade in diesem Moment, denke ich das. Also ich mache es in meiner Banken-App. Ich bin halt bei einer Online-Bank und da kannst du dann sehen, wo du mit der Karte, die ich habe, Geld abheben kannst. Und in Düsseldorf habe ich so meine Stammautomaten. Ja, und diese 131 sind ja im ganzen Stadtgebiet. Richtig. Das ist wirklich wenig. Ja, es waren mal 170 vor Corona, also gar nicht so lange her, vor sechs Jahren. Und es gab auch eine große Abbauwelle Ende März vergangenen Jahres als direkte Reaktion auf zwei Sprengungen. Wer die RP verfolgt, ihr erinnert sich vielleicht noch, weil es gab sehr drastische Bilder. Einmal an der Bibliothek der Heinrich-Heine-Uni wurde mit Feststoff gesprengt, also eine riesige Explosion, wo man danach kaum noch gesehen hat, dass da mal ein Geldautomat war und das andere war ein Himmelgeist. Da war ein Raum, der abgeschlossen war in der Nacht, auch Alarm gesichert und Vernebelungsmaschinen waren im Einsatz, also quasi der neueste Standard, den die Sparkasse gemacht hat. Trotzdem haben die Verbrecher das Ding gesprengt. Ich kann nicht sagen, ob mit Erfolg oder nicht, Aber seitdem ist da zum Beispiel auch der Automat nie wieder ans Netz gegangen. Und ein Dutzend Automaten wurden als direkte Reaktion auf diese Fälle dann stillgelegt, zum Beispiel an Orten, die du nicht so gut sichern kannst. Ich lebe ja in Oberbilk, da gab es einen Automaten an der Ellerstraße, der da auch einfach an der Ecke, wo du sehr gut wegfahren konntest, mitten in der Landschaft stand, den gibt es jetzt nicht mehr. Oder an der Friedrichstraße zum Beispiel. Und die Automaten, die es noch gibt, sind halt fast alle nur noch in Räumen, die dann auch nachts geschlossen sind zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens. Wo man auch nicht mehr mit der Karte reinkommt, sondern die sind wirklich zu. Du kommst einfach nicht ran. Also insofern ist es auch de facto eine Einschränkung der Bargeldversorgung und dabei ist das ja einer der großen Zwecke der Stadtsparkasse, denn das ist ja nicht irgendeine Bank, sondern eine gemeinwohlorientierte, wo auch die Stadt der Gewährträger ist, wie man so schön heißt. Also unser Oberbürgermeister ist Verwaltungsratsvorsitzender, hat da auch was zu melden und klar ist das schon eine Veränderung für die Bürgerinnen und Bürger. Und das finde ich nämlich so spannend, was jetzt gerade schon so ein bisschen durchgeklungen ist, diese Bankautomaten werden ja nicht abgehoben, weil es einfach immer moderner wird und alles online passiert und bargeldlos, sondern weil, quasi Gefahr zu minimieren, ganz groß zu sagen, weil ständig irgendwas gesprengt wird oder zumindest dann, ja, ich möchte jetzt nicht so doof sagen, dazu einlädt, gesprengt zu werden, aber also das finde ich irgendwie so spannend daran, weil ich habe, wie immer in Vorbereitung auf diesen Podcast bin ich die Themen durchgegangen und habe durch die Zeitung geguckt und so und dachte dann, ja, klar, es werden immer weniger Bankautomaten, weil halt genau der Bargeldverkehr nach hinten. Abbaut oder so, aber dann bin ich daran halt hängen geblieben, weil ich dachte, krass, dass das so eine reale Bedrohung ist, dass so darauf reagiert wird, ist ja schon wirklich irgendwie was Besonderes. Also ich meine, dass bargeldloses Zahlen vor allem getrieben durch die Corona-Pandemie einen großen Sprung gemacht hat, in Deutschland weiß ja glaube ich jeder, aber genau, der Initialzündung in dem Sinne war wirklich dann diese neue Form des Bankraubs, die auch 2023, gab es auch mehrere Fälle in Düsseldorf, speziell bei der Stadtsparkasse und das ist ja für die natürlich erstmal brandgefährlich, weil es Es können auch Menschen zu Schaden kommen. Gott sei Dank ist bisher noch nie jemand verletzt worden, weil diese Taten dann meistens nachts passieren. Trotzdem gibt es dann ja auch an den Gebäuden Schäden ein Riesenthema mit der Versicherung. Das ist ja immer im Erdgeschoss. Das ist ja immer dann irgendwie, dass die Substanz beschädigt wird und so. Das ist ja schon krass. Naja, auf jeden Fall. Und klar kann man sich auch fragen, sparen die vielleicht auch dadurch Geld im Jahr ein bisschen. Also die haben zweieinhalb Millionen Euro Ausgaben im Jahr für Bargeldlogistik, sprich für Dienstleister, die zu den Automaten fahren und dafür sorgen, dass die auch immer voll genug sind mit Bargeld. Aber wenn da jetzt ein paar Automaten weniger sind, ist das nicht so eine große Ersparnis, was die umgekehrt investieren, nämlich mehr als eine Million Euro, um die bestehenden Automaten, die jetzt wohl auch bleiben sollen mit der Zahl 131, um die eben aufzurüsten und dafür zu sorgen, dass da keine Sprenger mehr ihr Unwesen treiben. Und das bedeutet auf der einen Seite genau, dass die vielleicht so... Dass man dann nicht mehr so leicht rankommt. Mit diesen Nachtsperrungen und so, gibt es da noch andere Sicherheits... Also das Verrückteste, was ich gehört habe, das nennen die im Saloppsprechbunker, also wirklich einen Automaten, der soll in Wittler entstehen. Bisher gibt es wohl noch baurechtliche Probleme, aber der dann wirklich einbetoniert ist. Mit der Idee, dass wenn du da sprengen würdest, dann eben nicht das Gebäude gefährdet ist, sondern die Sprengung quasi in dem Raum bleibt, aber eben deswegen auch der Automat nahezu sprengsicher ist. Das klingt sehr teuer, sehr aufwendig. Bisher wurde es noch nicht gemacht, aber so weit denken die sogar schon, dass man besonders in den Stadträndern, also Wittler liegt ja ganz im Norden, wo man eben auch schnell dann fliehen kann, zum Beispiel Richtung holländische Grenze. Trotzdem muss es da einen Automaten geben, dass man dann solche sehr sensiblen Automaten ganz besonders schützt. Und ist dieses Automaten-Sprengungsthema immer noch so ein großes? Also hier in der Stadt ist ja seit dem letzten Angriff, das war ja letztes Jahr, wo dann als Konsequenz ja abgebaut wurde. Also seitdem ist ja nichts mehr passiert. Ist das einfach, weil sich jetzt die Menschen, die sowas machen würden, sicher sind, dass sie eh nicht mehr drankommen? Oder ist das gar nicht so eine große Bedrohung? Also das frage ich mich. Naja, also das war jetzt nicht eine komplette Neuerung, dass vergangenes Jahr die Sprengungen waren und im Jahr davor, sondern ich weiß noch, ich habe schon 2015, vor zehn Jahren, da war ich relativ neu bei der Wirtschaftswoche über diesen Bankraub, Bankautomaten-Sprengungen berichtet und das kann man immer wieder so in Wellen. Mal gab es dann plötzlich über 100 Fälle in NRW, dann mal wieder weniger. Ich glaube, jetzt sieht man schon, dadurch, dass halt Banken wie die Stadtsparkasse, die viele Automaten haben, wirklich investiert haben und auch überall sehr gut sichtbar ist. Hier sind Fahrpatronen in den Automaten eingebaut. Das heißt, wenn gesprengt wird und dieser Schutz funktioniert, sind die Scheine auch zum größten Teil einfach unbrauchbar. Weil du kannst jetzt nicht mal eben zur Bundesbank gehen und sagen, hey, mir ist hier ein Malheur passiert, ich würde gerne meine Scheine umtauschen. Das wird nicht klappen. Und ich glaube, das spricht sich dann schon in gewissen Kreisen rum. Und umgekehrt tun ja auch die Behörden, also die Polizeibehörden, ihre Arbeit und haben vielleicht ein paar von denen, ich denke es werden vor allem Jungs sein, hochgenommen und bestraft. Ja, verstehe. Jetzt ist die Stadtsparkasse da irgendwie groß, da abzubauen. Weißt du, wie es mit den anderen Instituten aussieht? Also sind Commerzbank, Deutsche Bank, Volksbank, was es da alles gibt, sind die auch dabei? Oder gibt es einfach nur noch in Anführungszeichen 131 Stadtsparkassenautomaten, aber dafür noch nicht? Weiß ich nicht, 700 andere? Nee, also es gibt leider keine Möglichkeit, wirklich die Gesamtzahl aller Automaten in Düsseldorf zu zählen, weil man müsste jede Bank einzeln anschreiben. Der Verband misst das leider nicht. Ich habe aber mal vor einem Jahr, als diese Abbauwelle kam, gefragt, bei der Volksbank zum Beispiel. Die haben keine Abbauvorhaben gehabt und ich meine, die haben im Moment andere Themen, aber mir ist nicht bekannt, dass die Volksbank Düsseldorf Neuss im großen Ziel Automaten abgebaut hat. Und eigentlich sind es nur diese beiden, also Stadtsparkasse und Volksbank, die im ganzen Stadtgebiet Automaten haben, während andere, wie zum Beispiel Deutsche Bank oder Commerzbank, eh schon einige Filialen geschlossen haben, dadurch automatisch auch weniger Automaten haben und dann ihre Kundinnen und Kunden immer in dieser Gruppe, in der die sind, also Cash Group beispielsweise, einfach an andere Automaten schicken oder darauf vertrauen, dass Leute ihr Bargeld bei DM oder im Supermarkt abheben beim Einkauf. Das gibt es ja auch mittlerweile sehr viel. Weil das, da habe ich mich auch gefragt, genau, die Stadtsparkasse, die hatten ja auch Automaten, die unabhängig von Filialen waren. Ich weiß, es gab doch immer diese Allianz zwischen KAMPs und Sparkassen, das ist ganz oft in irgendwelchen Gebäuden, wo das eine war, auch das andere war. Bei Supermärkten auch beispielsweise, genau. Genau, bei Supermärkten, stimmt, und Commerzbank und so, die haben eher an Filialen angeschlossene. Und jetzt gibt es ja auch noch diese unabhängigen ATMs, die irgendwie auch immer mehr auftauchen, ne? Ja. Also die sind doch auch, wir haben ja gerade, als das Mikro noch ausfahre, auch schon ganz kurz darüber gesprochen, also allein bei mir im Viertel gibt es, glaube ich, sieben, acht Stück mittlerweile wirklich an Bütchen, an irgendwie Imbissen und so. Die sind ja dann relativ leichte Beute, weil man jetzt davon ausgeht, dass die manchmal einfach im Schaufenster sind. Das stimmt. Also da kann man sich dann auch fragen, wie schützen die eigentlich die Automaten? Ehrlicherweise weiß ich in den meisten Fällen nicht mal, welche Betreiber dahinter stehen und auch nicht, wie stark die befüllt sind mit Geld, weil so eine Sparkasse tut ja schon einen gewissen Betrag da rein, weil die ja auch eine große Zahl an Kunden haben. In Düsseldorf sind es über 300.000 Menschen und Unternehmen, die ein Girokonto bei der Sparkasse haben. Da lohnt es sich dann halt auch in Anführungszeichen mehr, das Ding zu sprengen. Während bei diesen kleinen, etwas zwielichtigeren Automaten, ja, mir ist kein Fall bekannt, wo wirklich mal so ein Ding gesprengt wurde. Ja, weil das genau, erstens frage ich mich, woher, ich kann mir denken, wenn ich jetzt jemand bin, der sich damit auch beruflich beschäftigt, dass ich, wie viel in so einem Automat ist, was es da zu holen gibt und was viel, aber ganz genau weiß ich es nicht. Und ich finde dann irgendwie die Balance so. Bisschen unausgewogen, wie gesagt, auf der einen Seite werden die eingebunkert im wahrsten Sinne des Wortes und abgebaut und auf der anderen Seite ploppen die halt auf und stehen dann wie einfach auf der Straße rum. Also ja, das finde ich irgendwie als Beobachtung so, habe ich mich gefragt, wo da der Zusammenhang ist oder was da irgendwie das Zwischending sein kann. Wenn jetzt so ein Geldautomat abgebaut wird, das habe ich mich gefragt, was machen wir denn damit? Werden die einfach kaputt gemacht? Der Friedhof der Geldautomaten. Ja, oder werden die umfunktioniert? Das sind doch eigentlich wahrscheinlich einfach wie Tresore, oder? Große elektronische Teile, Maschinen. Kann man sowas dann kaufen und sich so vintage-mäßig in die Wohnung stellen? Das wäre schon eine feine Sache. Ich verfolge auf TikTok eine, die wohnt in einer alten Bank und die geht immer so in den Tresor mit diesem Rad und so. Und das ist irgendwie ihr Kleiderschrank. Vielleicht gibt es ja noch mehr Leute, die das... Also das ist eine gute Frage, was mit den Dingern passiert. Ich weiß nur, dass aus alten Bankfilialen wirklich mehrere Sachen schon im Alltag sozusagen sichtbar sind. Und beispielsweise an der Bolkastraße hat die Sparkasse, da wo jetzt Poldis Döner ist, gegenüber eine Filiale, da ist jetzt eine Punkrock-Pizzeria drin. Ja, der Schnitzelpof. Ja, genau. Ich war noch nie drin, aber die haben das sehr aufwendig umgebaut jedenfalls. Ja, stimmt. Das heißt, dass die Orte nicht verloren sind. Aber zum Beispiel dieser Bolkastraßenbank, das war für mich so eine normale, also so eine sichere Bank im wahrsten Sinne des Wortes. Und das ist auf einmal weg. Einmal um die Ecke ist der jetzt an der Schneider Bibbelgasse. Ja, und das ist irgendwie auch, irgendwie verändern sich ja dann so Orte, wo man sonst immer ganz normal hingegangen ist. Und das geht mir wirklich in letzter Zeit oft so, dass ich irgendwie, das geht mir mit Briefkästen und Mülleimern irgendwie auch so. Und wenn ich im Auto unterwegs bin mit Tankstellen, dass ich immer so ganz sicher bin, da war noch eine, da kommt eine und dann ist es plötzlich nicht mehr da. Also es verändert dann doch auch so die Wege. Also wie du schon sagst, du hast so deine Spots, wo du weißt und wenn du halt nicht weißt, dann ist es manchmal wirklich gar nicht so einfach. Vor allem, weil du ja meistens Bargeld relativ dringend brauchst. Also beispielsweise, du bist in der Altstadt unterwegs und dir geht die Cola aus und du kannst nicht mit Karte zahlen. Man kann nicht mit Karte zahlen, was es ja auch immer noch gibt. Was wurde bei dieser Bilanzpressekonferenz noch so? Also sind die ganz zuversichtlich, dass es wirklich jetzt damit getan ist. Ein bisschen das abzubauen? Kriegen die vielleicht Feedback? Also wie ist da so die Stimmung? Ja, also die wollen jetzt nicht weiter das Netz ausdünnen, weil ja eben auch schon, haben wir ja gerade gesagt, binnen sechs Jahren 40 Standorte stillgelegt wurden und die wollen halt bestehende Filialen, da gibt es immerhin auch noch gut 30 von in Düsseldorf modernisieren, in Oberbill kann man das schon sehen, da wurde auch über eine Million investiert. Dass es freundlicher aussieht, dass du auch nicht immer eine menschliche Beratung hast, sondern jemanden, der per Video zugeschaltet ist, dass es dann auch eben schneller geht. Aber es werden jetzt zum Beispiel keine neuen Automatenstandorte oder keine neuen Filialen geplant. Stattdessen hat die Bank dieses Jahr auch erstmal im Fokus, sich selber zu feiern. Die werden 200 Jahre alt, was ja auch schon eine große Tradition ist. Da wird es ein Festival geben im September in der Stadt, ein großer Festtag in der Tonhalle für Promigäste aus Politik und Wirtschaft. Also ich glaube, das ist bei denen jetzt erstmal im Fokus. und das Geschäft, vielleicht kann man das auch noch kurz sagen, läuft ganz gut bei denen. Also die haben das Ergebnis gesteigert, also den Gewinn unterm Strich, wovon die Stadt ja auch profitiert, weil die zahlen ja Gewerbesteuer und das sind dann mehr als 20 Millionen Euro. Ja, insofern ist Geldautomaten ein kleiner Ausschnitt von dem, was die auf der PK erzählt haben, aber wie ich fand eben für uns Bürgerinnen und Bürger ein wichtiger. Auf jeden Fall der greifbarste. So ist es. Ob man bei diesem Festakt im September mit Karte zahlen darf oder muss man irgendwie vorher sich Bargeld organisieren? Idealerweise gar nicht. Ja, idealerweise gar nicht. Ich würde sagen, wir sehen uns spätestens da, Max. Alles klar, Tosja. Hat mich gefreut. Genau, vielleicht kannst du mir ja 15 Euro leihen. Bis dann. Tschüss. Music. Kurze Pause. Vielleicht mit etwas Werbung. Ob ein eigenes Auto in einer Stadt mit gut ausgebautem ÖPNV-Netz und in Zeiten des Carsharing überhaupt nötig ist, ist eine fehlgestellte Frage. Die, die diese klar mit Ja beantworten, müssen sich auch mit den Konsequenzen dieser Entscheidung herumschlagen. Meist hat das mit Parkplatzsuche zu tun. Der Platz in den viel bewohnten Vierteln ist knapp. die Dichte an Fahrzeugen dagegen hoch. Eine Lösungsidee, das Feierabendparken. Auf Supermarktgeländen sind Flächen freigegeben, auf denen Anwohnerinnen und Anwohner ihre Autos abstellen können, gegen eine kleine Gebühr. Doch das Angebot wird nicht in dem Maße angenommen, wie er hofft. Trotzdem wird weiter an der Idee festgehalten. Es werden sogar neue Parkmöglichkeiten geschaffen, zum Beispiel in Parkhäusern. Philipp Zeitner weiß mehr. Lieber Philipp, wie schön, dass du zu Gast bist, hier in diesem Podcast-Studio. Hallo und danke, dass ich wieder da sein darf. Das mobile Podcast-Studio, wo wir heute sitzen, verrate ich nicht. Also du bist ja eher ein relativ entspannter Typ, würde ich jetzt mal so ganz übergriffig und geradeaus mir anmaßen zu sagen. Ich glaube ja. Aber dich regen doch bestimmt auch so. Was regt dich so richtig auf? Aufregen tun mich, greife in unserem Thema etwas voraus, manche Autos in der Stadt, die mich umfahren wollen, wenn ich nicht schnell genug über einen Weg gehe. So ungeduldige Autofahrer. Ja, ist schwierig. Ich finde also die Aggressionen, die beim Autofahren da offensichtlich manchmal in der Stadt entstehen, finde ich schon schwer bemerkenswert. Das stimmt. Ich kann jetzt nicht sagen, dass ich eine super unaggressive Autofahrerin bin. Also ich lasse das natürlich dann immer nur an meinem Lenkrad und so aus, aber weil was mich richtig auf die Palme, also wirklich richtig nervt, ist Parkplatz suchen. Also ganz im Ernst, wenn man so eh nach so einem etwas längeren Tag oder überhaupt so nach Hause kommt, ich überlege mir mittlerweile echt schon, ob ich das Auto überhaupt bewege. Also sowieso nicht so viel, aber wenn ich nicht muss, ich fahre manchmal car to go, gebe ich zu, obwohl ich ein Auto habe, weil ich denke, das kann ich irgendwie noch anders abstellen. Ich habe gerade so einen guten Parkplatz. Also nichts, fast nichts, macht mich so sauer. Ich habe mein Auto abgegeben, weil mir das auf die Nerven geht. Wen kommt dazu? Ja, wenn ich abends nach Hause komme und dann erstmal 50 Minuten um den Block fahren muss, um irgendwo was zu finden. Das ist mir Lebenszeit nicht wert. Es gibt ja immer wieder Ansätze, Ideen, das zu lösen, dieses Problem. Also ich meine, Düsseldorf ist eine Großstadt, aber es ist offenbar auch eine Stadt, wo sehr viele Leute sehr gerne mehrere Autos haben. Also es ist einfach nicht so viel Platz da, gerade in den gängigen Vierteln. Also das sind ja jetzt Geschichten, die erzählen wir jetzt nicht neu, dass irgendwie zweite, dritte Reihe Parken sowieso, Privatparkplätze, dann wird es irgendwie probiert mit sehr hohen Parkgebühren, mit Anwohnerparkausweisen, Anwohnerinnenparkausweisen, die wirklich auch kostspielig sind. Es gibt Carshare-Ideen, es gibt Sammelstationen, es gibt irgendwie ein relativ gut ausgebautes ÖPNV-Netz, aber trotzdem, Parkplatzsuche bleibt ein Ärgernis. Und genau, eine weitere Lösung, die im letzten Jahr angestoßen wurde, ist das Feierabendparken. Das ist ja Musik in unseren gestressten Rädern, weil eigentlich verspricht es, dass man nach Feierabend parken kann. Kannst du ein bisschen erläutern, wie diese Vokabel zustande kommt? Ja, also das Feierabendparken, das hat die Stadt Düsseldorf zusammen mit der Stadttochter Connected Mobility Düsseldorf im letzten Jahr vorgestellt, im Juli. Grob ist die Idee, dass es Supermarktparkplätze in der Stadt gibt, die ja nach den Geschäftszeiten in der Regel dann leer stehen, aber trotzdem als Flächenummer da sind und auch absehbar nicht verschwinden werden. Da hat die Stadt ermöglicht, in Kooperation mit Lidl und Aldi Süd in dem Fall, dass Anwohner zu Feierabendstunden, also je nach Parkplatz unterschiedlich, ab 18, 19 Uhr oder so, drauffahren können mit dem Auto, das da abstellen und dann morgen wieder abholen. Also wie so eine Parkgarage, Privatparkplatz mäßig, aber halt zu bestimmten Zeiten. Genau, nur zu bestimmten Zeiten, zum Feierabend, da ja der Name. Ja, warum diese beiden Supermarktketten? Also war das einfach ein Zufall oder haben die besonders viele Parkplätze, die auch groß sind oder sind an Orten, die gut erreichbar sind? Also soweit ich weiß, haben die mehrere Supermarktketten angesprochen und das waren die beiden, die dieses Projekt mal mit angehen wollten. Ja, weil das habe ich beim, wir haben letztes Jahr, als das etabliert wurde, auch schon darüber gesprochen im Podcast, also über die Idee an sich oder zum Start und dann habe, da habe ich nämlich schon gedacht, es gibt ja auch gar nicht so viele Supermärkte, also zumindest zum Beispiel in der Gegend, wo ich wohne, was ja jetzt ziemlich innerstädtisch ist, da gibt es zwar Supermärkte, aber die haben auch keine Parkplätze oder die haben halt nur Tiefgaragen und so, also darum habe ich mich gefragt, ob die IdeengeberInnen da auch gezielt gesucht haben nach vielleicht Ketten, genau die eher auch so. Ja, also das ist so ein bisschen ein Problem des Ganzen, dass natürlich nicht alle große Parkflächen im Innenstadtbereich haben, wo dann der Parkdruck ja eigentlich besonders hoch ist. Das heißt, viele Menschen Parkplätze suchen, aber eben relativ wenige vorhanden sind. Und das waren jetzt so ein paar Jahre, also eine Orbel-Calais zum Beispiel ist in Aldi Süd, da gab es einige Stellplätze dann. Da fährt man durch so eine Einfahrt rein, quasi in so einen Hinterhof und da sind dann einige Parkplätze. Und es wurden allerdings dann eben auch, zumindest in den Randgebieten, in Reißholz zum Beispiel, in so einem Gewerbegebiet, Parkplätze damit akquiriert, die allerdings bisher gar nicht genutzt wurden. Das ist nämlich das Ding. Es ist zwar irgendwie eine ganz schöne Idee in der Theorie. Es hat ja sogar auch einen Preis gewonnen, diese Idee. Was war das für ein Preis? Ein Mobilitätspreis. Für die Idee, ja. Das war auch, das hat Wellen geschlagen. Das ist schon ziemlich revolutionär, vielleicht nicht. Aber es ist schon ein innovatives Konzept. Und trotzdem wird es nicht so richtig gut angenommen. Genau, bisher wird es nicht so nicht gut angenommen. Man muss dazu sagen, es waren am Anfang 190 Parkplätze auch nur. Das heißt, das war absehbar, dass das jetzt das Problem nicht lösen würde. Zumindest nicht mit den bis dahin vorhandenen Parkplätzen. Die hatten einige Standorte eben, die dann außerhalb lagen und die wurden, wie gesagt, gar nicht genutzt. Und auch die anderen nicht so, wie man sich das erhofft hatte. Ja, was meinst du, woran liegt das? Also weil wir dann doch irgendwie sowas immer hören und denken, ach, das ist ja eine nette Idee. Also es geht mir oft so mit Angeboten, mit Sachen, die vielleicht sogar wirklich meinen Alltag leichter machen würden. Ich kann jetzt kein Beispiel nennen, aber so, wo man denkt, ach ja, das müsste man eigentlich mal machen, aber ich mach's halt nicht, sondern ich ärgere mich lieber rum und suche bei mir in der Hood irgendwie einen Parkplatz. Also ich glaube, der zentrale Grund ist, dass es natürlich ein überschaubares Angebot war. Es waren, glaube ich, acht Standorte oder so. Naja, trotzdem sind ja immerhin acht Standorte. Genau, die, die außerhalb waren, da ist nochmal kein Parkdruck. Da brauchen die Leute nicht ewig rumfahren, um Parkplätze zu suchen. Dann zahlen sie dann auch nicht noch Geld dafür, um dann beim Supermarkt abends ihr Auto hinstellen zu können und dann morgens ganz früh wieder abzuholen. Ich glaube, das machen dann die Leute einfach nicht. im Innenstadtbereich, es funktioniert schon, an der Oberbilker Allee war es dann schon ganz gut zumindest. Genau, das zeigt so ein bisschen, dass es vor allem auf den Standort auch ein bisschen ankommt, glaube ich. Dazu kommt natürlich die Frage, ist das ausreichend beworben worden? Ist das den Menschen überhaupt klar, dass es diese Möglichkeit gibt? Dann muss das ja über eine App gemacht werden mit einem Kooperationspartner bisher. Auch da ist die Frage, wollen alle überhaupt eine App runterladen und dann darüber wieder, dann muss man auch irgendwie mit Paypal zahlen oder sowas. Also da gibt es schon ein bisschen voraussetzungsreich ist das schon. Wie teuer ist so ein Parkticket da? Das variiert von Standort zu Standort. Und das finde ich aber spannend, dass das irgendwie nicht einheitlich ist. Es kommt auch ein bisschen auf die Anbieter an. Also ich glaube für einen Monat konnte man jetzt an den Supermarktparkplätzen konnte man zum Beispiel in Oberböck da für 30 Euro im Monat dieses, Feiernpark machen und das pro Nacht sind das dann im niedrigen, einstelligen Bereich. Ist ja eigentlich okay. Also es ist günstiger als jedes andere Parkticket und auch als ein Anwohner-Innenparkausweis. Genau, das ist auf jeden Fall günstiger. Wie jetzt schon gesagt und zusammengefasst, also es gibt dieses Angebot, das ist in der Theorie gut. Das läuft an manchen Standorten auch ganz smooth an. An manchen wird es nicht genutzt, aber trotzdem soll daran festgehalten werden, weil dieses Problem mit den Parkplätzen ja nach wie vor besteht. Also das hat sich ja jetzt im letzten Dreivierteljahr irgendwie nicht verändert. Und es sollen sogar 1500 neue Parkplätze noch reingenommen werden, richtig? Genau, das wird ausgebaut. Ist ja auch spannend, dass man sagt, so läuft nicht so gut, aber komm, wir bauen aus. Ja, damit wird reagiert auf die Schwachstellen, die so erkannt wurden in den ersten Monaten, jetzt eben nämlich vor allem der Standort. Mit zwei weiteren Kooperationspartnern sind jetzt eben Parkhäuser dazugekommen, die dann genutzt werden können in der Form. Insgesamt sind das 1500 Plätze und die Parkhäuser sind eigentlich alle zentrumsnah. Also abgesehen von einem, der in Benrad ist, aber sonst sind die alle wirklich in den städtischen Stadtteilen. Aber man darf sich auch in diesen Randgebieten, finde ich, nicht vertun. Also weil du gerade Benrad sagst und ich finde auch so gerade Lohhausen, Kaiserswerth und so, wenn man da, also das wäre ja jetzt auch eher Randgebiet. Da bin ich schon öfter völlig selbstverständlich davon ausgegangen, dass ich natürlich einen Parkplatz finde und ich habe keinen gefunden. Also da geht es auch manchmal ab. Ja klar, also Benrath ist ja so ein bisschen ein eigenes Dorf, noch so eine Kleinstadt unten an Düsseldorf dran. Auch Grafenberg, Gerrishalm und so. Es gibt da schon, also klar, da gibt es sicherlich auch Potenzial, da noch was zu machen, aber ich glaube, der Fokus lag jetzt einfach darauf, auf den Stadtteilen wie Bilk oder Bilk, Pampelfort, wo es einfach wirklich bekannt ist und ja auch dicht besiedelt. Und da stehen jetzt dann die Parkhäuser, die dann genutzt werden können für das Feierabendparken. Und das finde ich, also ein Parkhaus finde ich nochmal irgendwie so vom Bild, vom Gefühl, was anderes als so ein Parkplatz. Auch wenn da natürlich trotzdem Schranken und irgendwie Zäune sind, weil ich so dann denken würde, aber was ist denn, wenn ich da jetzt reinfahre und dann wird das ja vielleicht auch, also weiß ich nicht, zugemacht. Und dann kann ich das Auto dann erst nach sechs Stunden auch wirklich rausholen oder kann ich trotzdem mitten in der Nacht mich nochmal umentscheiden? Ja, das ist genau auch ein Punkt, der jetzt neu ist oder irgendwie vielleicht ein bisschen besser auch, dass man da relativ flexibel ist bei diesen Parkhäusern. Denn man kann auch nach 18 Uhr, man kann auch, wenn man nachts um drei plötzlich das Auto braucht, warum auch immer. Weil diese Parkplätze gehen ja irgendwann zu. Genau, also die meisten Supermarktplätze sind tatsächlich so, dass da Schranken vor sind. Vielleicht könnte man da ja auch einfach parken. Genau, da ist es so, dass da Schranken in der Regel vor sind. Bei diesen Parkhäusern natürlich auch, aber da kann man dann reiten. Weil das ist ja eigentlich ein massives Problem. Also wenn wir jetzt mal ein Szenario uns ausmalen, ich stelle mein Auto da um sieben ab oder wann mein Feierabend ist und dann geht halt die Schranke zu, genau bei diesen Supermarktparkplätzen. Sonst könnte man da ja einfach stehen, macht man ja halt nicht, weil da meistens Schranken sind. Und dann merke ich irgendwie um 22.30 Uhr, Mist, ich habe vergessen, weiß ich nicht, meinen Cousin vom Flughafen abzuholen. Und dann komme ich da nicht raus. Ja klar, diese Probleme. Völlig alltägliche Situation. Die Probleme ergeben sich natürlich, wenn man vergisst, jemanden nachts vom Flughafen abholen muss, das wird dann klappen. Genau, und das wird dadurch natürlich ein bisschen flexibler. Ja, sehr gut. Ist das auch für Menschen gedacht, die zu Gast sind oder ist das sowas Exklusives? Also wenn ich mir jetzt diese App runterlade, muss ich dann direkt für einen Monat quasi buchen, weil dann, sonst wird es ja irgendwie, schneidet es sich ja ein bisschen selber in den Schwanz oder wie das heißt, weil dann sind ja die Parkplätze auch voll mit Leuten, die hier zu Wochen hin kommen. Das kann im Prinzip jeder buchen. Ich habe das gerade mal getestet mit dem Auto von meiner Freundin und das ist auch kein Düsseldorfer Kennzeichen und so. Also das wird da jetzt auch nicht kurz abgefragt, kommen wir nach Düsseldorf oder nicht. Also das kann man auch so machen. Okay, also if you know, you know so. Genau, nochmal zu der App vielleicht, um das nochmal klarzustellen. Mit den neuen Anbietern, mit den Parkhausbetreibern, das sind Abcor und Q-Park, da muss man direkt über die quasi buchen. Also das ist dann eine andere Buchungsform. Also wie ein normales Parkticket in Anführungszeichen. Ja, das macht man dann über deren Homepage oder die haben auch eine eigene App. Und gibt es da auch weiter so Ideen, dass man das irgendwie wie so eine Zehnerkarte oder so einen Monatsbeitrag machen kann? Da gibt es total verschiedene Angebote. Ich habe mir jetzt hier mal eins mitgebracht, das gehört nur so halb dazu, weil das Technische Rathaus, in der Brinkmannstraße in Bilk, wo es ja noch ist. Da gibt es zum Beispiel, da kann man für 35 Euro im Monat das Nachtparken machen, also von 18 bis 9 Uhr dann stehen. Und ich habe jetzt gerade mal getestet, auch an dem Standort, für eine Nacht, jetzt habe ich von heute auf morgen, kostet das 4 Euro. Wenn ich von 19 oder 20 Uhr bis 9 Uhr morgens, habe ich glaube ich angegeben, dann kann man sich das ein bisschen ausrechnen, was es da für Angebote gibt. Dazu gibt es dann Sachen, dass man an Wochenend parken, von Freitag bis Montag dann, das kostet 15 Euro im Monat. Genau, und da komme ich nochmal drauf, also wenn ich jetzt mein Auto da abstelle und ich muss aber trotzdem das Samstagnachmittag nochmal bewegen, dann muss ich nicht nochmal neu zahlen, sondern dann habe ich da garantiert einen Parkplatz. Oder ist das nur, wenn ich mir ganz sicher bin, ich stelle das da ab? Genau, so ist das Versprechen auch, ein Parkplatz ist garantiert. Also wenn du dieses monatliche hast, dann hast du einen Parkplatz. Und dann kann ich da rein und raus fahren, wie ich will. Das ist genau, das darf man dann. Ganz wahr, ich kenne das aus anderen Städten, wo es jetzt diese Systeme nicht gibt, aber wo du ja auch so Tagestickets dann kaufst, wenn du in der Endstadt parkst, meinetwegen für, weiß ich nicht, 70, 80 Euro. Wenn du da das Auto dann bewegst, ist das halt mitunter einfach weg. Also wenn du dann nicht den ganzen Zeitraum ausnutzt, dann hast du halt Pech gehabt und dann musst du, wenn du in einem anderen Bereich wieder parkst, weil du da keinen Parkplatz mehr findest, musst du halt nochmal bezahlen. Ja, also das ist schon, dass man das relativ flexibel haben kann, jetzt mit den Parkhäusern. Meinst du, die Parkhäuser lösen jetzt ein bisschen die Parkplätze ab, also diese Supermarktparkplätze, also dass es sich dann eher so da so ein bisschen drauf hin... Also das Ziel ist beides vorzusetzen, es läuft auch beides jetzt erst weiter, also die Supermarktplätze sind auch weiter verfügbar und ich glaube, das Ziel ist schon, das auch weiter auszubauen, einfach wenn man dann wirklich mehr Standorte steht hat und gleichzeitig würde ich jetzt sagen, ist diese Parkhausfrage natürlich schon vielleicht, das sind nochmal ganz andere Zahlen an Parkplätzen, die man dann zur Verfügung hat. Das ist nochmal ein riesiger Unterschied, finde ich, weil selbst die größeren Supermärkte, die haben ja nicht plötzlich 350 Parkplätze oder so. Parkhäuser teilweise schon. Auch die sind nicht immer belegt und vor allem zu den Nachtstunden nicht. Und insofern glaube ich, dass das vielleicht ein bisschen der Fokus künftig sein könnte. Weiß ich nicht, ist jetzt so auch nicht kommuniziert worden. Aber ich kann es mir vorstellen, natürlich sind Parkhäuser auch, man hat ja nicht an jeder Ecke ein Parkhaus. Also auch das ist natürlich eine Frage. Wie viele sind überhaupt da, wie viele können da noch nutzbar gemacht werden? Und das heißt dann in den Parkhäusern, genau, werden so und so viele designierte Parkplätze freigemacht dafür. Das ist dann wahrscheinlich so eine Zone. Ja, genau, es werden welche freigemacht. Ich habe jetzt hier mal so ein paar Beispiele, wie viele das sind. Im deutsch-japanischen Center an Immermannstraße zum Beispiel sind es bis zu 500 Parkplätze, die da zur Verfügung stehen. Ich nehme an, dass es dann irgendwie... Das ist ja schon ein Drittel dann von den ganzen geplanten, von den 1500 geplanten. Genau, also das sind super viele. Am Kirchplatz zum Beispiel im Fürstenweil gibt es 35 Parkplätze, im Fürstenweil 111, im Fürstenweil 23 ist noch eins mit 50 Parkplätzen. Also man hat da doch einige geschaffen und so im Fürstenweil sieht man, es ist recht zentral. Ja und auch wenn du das so vorliest und ich habe ja natürlich eben auch natürlich, ich habe mich vorbereitet, habe ich auch schon die anderen Standorten mir ein bisschen angeguckt. Also es ist schon relativ so, dass man von immer irgendwie so ist, dass das in der Nähe ist. Also dieses Netz wird schon versucht so zu spinnen. Ja genau, also ich glaube, was ganz spannend ist, ist, dass es... Ich weiß nicht, für wen das dann am Abend relevant ist, aber wenn man sein Auto abstellt, vielleicht fürs Wochenende, wenn man das Auto irgendwo abstellt, dass auch diese Mobilitätsstationen, die Stadt ja nach und nach überall weiter aufbaut, häufig nicht wahnsinnig weit entfernt sind. Weil das ist ja natürlich das Ding, also wenn wir jetzt nochmal ganz zurückgehen, tatsächlich zu dieser Feierabendsituation, die wir ja auch vorhin vielleicht etwas überspitzt oder auch nicht so ein bisschen erzählt haben, man kommt nach Hause, hat das Auto irgendwie dabei, es ist gerade 18.30 Uhr, alle suchen Parkplatz, alles ist schon, also es gibt ja immer diese Sweet Spots, wo gerade alles wechselt und dann ist plötzlich alles frei und ich kann mich gar nicht entscheiden. Also am Ende möchte ich ja auch so parken, dass ich dann halt nicht noch mit der Bahn drei Stationen fahre oder mit dem Elektroroller oder mit dem Fahrrad. Und darum klingt schon sehr danach, dass die Standorte so versucht werden auszuwählen, dass man halt immer relativ nah ist. Idealerweise ist es nah dran. Klar, das ist nicht immer komplett umsetzbar. Wenn ich jetzt das sehe mit einem Kirchplatz in Stadtmitte und so das Technische Rathaus und Brinkmannstraße, Das habe ich schon von Stadtmitte bis Bilk, zumindest bis zum Teil von Bilk, habe ich dann noch irgendwo eine Möglichkeit in der Nähe, die es mir erlaubt, dann vielleicht auch je nachdem zu Fuß zu gehen oder mir ein Rad an eine Mobilitätsstation zu holen oder so ein E-Roller oder was auch immer und dann schnell zu Hause zu sein. Ja, weil ich glaube, das darf man, während wir jetzt darüber sprechen, denke ich, dass das darf man nicht unterschätzen. Es gibt diese Angebote und ich denke, das hört sich voll, wie wenn ich halt in meine, wie wir alle wissen, Lieblingsstadt, ich habe ja mal in Amsterdam gewohnt, das habe ich schon lange nicht mehr hier erwähnt. Und klar kann man da Park and Ride machen und dann mit der Metro noch drei Stationen reinfahren. Aber am Ende will ich halt, also zahle ich ehrlich gesagt manchmal diese horrenden Parkgebühren für, wenn ich einen Tag da bin. Weil ich will halt da parken, aussteigen und direkt irgendwie ins nächste Café fallen. Also das heißt, jetzt auch fürs Feierabend parken. Und darum, das könnte ja auch ein Knackpunkt sein, warum das vielleicht doch nicht so krass angenommen wird. Weil ich selber zum Beispiel ja auch, wie ich jetzt schon ein paar Mal hier gerade erzählt habe. Ich reg mich dann lieber eine Dreiviertelstunde auf und stelle mich wahrscheinlich irgendwo in zweite Reihe und hoffe, dass ich es morgens irgendwie mich erinnere und morgens früh um halb sechs noch das Auto schnell wegfahre, anstatt halt zum wahrscheinlich gar nicht so weit entfernten nächsten Feierabendparkplatz zu fahren. Ja klar, so ein bisschen, also ja, die Idealvorstellung ist ja irgendwie, dass man hat sein Auto, man fährt das direkt bei sich unten ins Haus geführt rein und dann fährt man aus und ist oben. Und klar, das, was wir gerade alles beschreiben, das ist super, wenn man übers Wochenende kommt, wenn man jetzt eh weiß, ach, ich brauche das jetzt erstmal die nächste Zeit nicht. Also ich stelle das da übers Wochenende ab und im Idealfall habe ich das Wochenende so geplant, dass ich eh überall mit dem Fahrrad hinfahre oder so. Aber am Ende hapert es vielleicht ein bisschen an der Bequemlichkeit. Das ist ganz bestimmt, aber das ist glaube ich bei allen Ideen, die da so überall angeboten, irgendwie so gemacht werden. Aber ich finde schon, dass jetzt ein echt ganz gutes... Zumindest, wie gesagt, für die dicht besiedelten Innenstadtbereiche, also wenn ich jetzt in Bezirk 3 mit Friedrichstadt und so denke, ist da, glaube ich, eine ganz gute Lösung jetzt erstmal gefunden worden. Also es ist natürlich immer noch auch so, dass man bei den meisten das eben abends abstellen kann und dann auch morgens wiederholen muss. Also man kann dann nicht, dass er jetzt den Tag, man muss dann schon das Auto auch bewegen. Also das bleibt natürlich alles, aber viel mehr, glaube ich, ist jetzt gerade erstmal so kurzfristig nicht machbar. Und das ist ein gutes Angebot, das idealerweise auch genutzt wird. Und klar, also wenn ich jetzt in Bilk wohne, dann fahre ich nicht nach Reizholz, um da auf dem Aldi-Parkplatz mal ein Auto hinzustellen, um dann mit der Bahn nochmal irgendwie 20 Minuten unterwegs zu sein. Und auf der anderen Seite ist es ja eigentlich ganz gut, dass es diese Idee gibt oder dieses Angebot, weil genau, vielleicht gibt es mal eine Zeit, wo ich weiß, ach heute Abend wirklich. Ja, es ist natürlich auch einfach so ein bisschen Fingerzeig, in was für eine Richtung es geht von der Stadt Düsseldorf. Also der Oberbürgermeister Stefan Keller hatte bei der ursprünglichen Vorstellung des Projekts letztes Jahr gesagt, dass der Straßenraum in der Stadt jetzt neu ausgehandelt wird. Also wir fragen uns, müssen da überall Autos stehen oder kann da auch mal ein Parkplatz wegfallen für eine Gastronomie, die da irgendwie eine Bänke hinstellt und Tische gibt es im Stadtgebiet überall. Man kann das auch beantragen. Also das ist verschiedenste Möglichkeiten, warum da Parkplätze wegfallen werden. Und das wird auch, dass nicht alle Maßnahmen der Stadt, die dann in die Richtung gehen werden, werden Parkplätze unbedingt verschwinden lassen, aber ein paar schon. Und dass dann jetzt noch eine Alternative angeboten werden muss, ist nun mal auch so. Und diese Parkplätze, die die Stadt jetzt da organisiert hat mit den Kooperationspartnern, die sind nun mal da. Die liegen sonst brach. Also das sind ja auch große Flächen teilweise, die sonst nicht genutzt werden. Und so werden die so ein bisschen, obwohl privat, der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt, auch wenn es ein bisschen was kostet. Aber es ist günstiger. Ja, das ist auf jeden Fall günstiger. Und wie du schon sagst, genau, es wird sich entwickeln und am Ende, ja, ich meine, jetzt habe ich selber ein Auto und darum ist es immer so schwierig, dann auf so einem hohen Rost zu sitzen, aber am Ende, genau, gibt es ja auch genug Angebote vielleicht. Überhaupt schmackhaft zu machen, das Auto sich zu teilen, überhaupt ganz abzuschaffen. Und es ist jetzt, ja genau, es ist dadurch jetzt ein Angebot geschaffen worden und nicht nur ein Verträgen. Also ich persönlich finde es ganz hübsch, wenn wir nicht überall Autos rumstehen hätte, sondern vielleicht noch ein paar mehr Bänke, ein paar mehr Blumenkübel und sonst irgendwas. Es gibt das ja in manchen Städten, dass ganze Innenstädte autofrei sind. Also das ist hübsch. Ja, das ist hübsch. Und viele Menschen haben aber nun mal noch ein Auto und brauchen das auch teilweise. Und dafür bietet die Stadt jetzt hier eine ganz gute Alternative an. Und irgendwann, wenn das dann richtig etabliert ist und alle ihren Parkplatz gefunden haben, sind wir beide sowas von tiefenentspannt und dann müssen wir uns irgendwas anderes suchen, worüber wir uns aufregen. Das werden wir wohl finden. Das werden wir wohl finden. Ich danke dir sehr, lieber Philipp. Bis zum nächsten Mal. Danke auch. Bis bald. Leuchtende Farben, fließende Formen und traumhafte Szenen sind feste Bestandteile der Kunstmark Schagalls. Die Kunstsammlung NRW zeigt noch bis August 120 Bilder des Künstlers, darunter auch jene, die vielen bekannt sein dürften, sind sie doch oft gezeigt und quasi im Mainstream angekommen. Aber wie so oft, in dem Werk des Malers steckt ungleich viel mehr als das, was gemeinhin bekannt ist. Seine andere, streckenweise sogar düstere Seite findet in der schlicht mit Chagall betitelten Ausstellung ebenso Raum und Platz. Philipp Holstein hat sich das Ganze genauer angeschaut. Ein weiteres Mal habe ich mich herausgewagt aus der Düsseldorfer Lokalredaktion, a.k.a. Meinem von mir persönlich dazu gemachten Podcaststudio und bin, naja, ins Mutterschiff gereist, nach Herd, in die Hauptredaktion der Rheinischen Post und mir gegenüber sitzt ein weiteres Mal Philipp Holstein. Hallo. Hallo. Sehr schön, dass du mal wieder zu Gast bist und mir ist aufgefallen, als ich hier mit meinem Cabrio durchs Düsseldorfer Stadtgeschehen fuhr, über die Brücken, es blüht und sprießt die Die Krokusse, Kroken, die Krokii, zeigen ihre kleinen zarten Häupter. Hier und da ist schon ein bisschen was gelb. Dann wird es auch natürlich grün und alles fängt gerade so an. Und das ist das Außen, aber auch im Innen wird es farbenfroh oder ist es farbenfroh an manchen Orten in dieser Stadt. Das wird eine Überleitung jetzt. Oder? Dafür bin ich bekannt. In der Kunstsammlung wird gerade Chagall gezeigt, Marc Chagall. seit knapp zwei Wochen. Ich war am Eröffnungsabend zufällig auch auf dem Platz da, weil gegenüber in der Kunsthalle der Verein der Düsseldorfer KünstlerInnen, Künstler ausgestellt hat, auch Eröffnung hatte. Und da standen die Leute ja wirklich Schlange bis um die Ecke. Ich glaube, fast bis auf die Ratinger Straße. Also Chagall hat eine Sogwirkung. Du hast es natürlich auch schon gesehen. Warum? Warum sind so viele Leute davon so angezogen, im wahrsten Sinne des Wortes? Ich glaube, A, weil Chagall zum Allgemeingut gehört. Das habe ich ja auch in meinem Artikel geschrieben. Man kennt die Bilder einfach. Man ist damit aufgewachsen, man hat sie gesehen, die sind so akut popularisiert, dass man sie sogar in den Wartezimmern der Ärzte gesehen hat, auf Posterabzügen, in so Wechselrahmen. Aber Chagall ist viel mehr als das, was wir so vielleicht auf der Oberfläche sehen. Und deshalb finde ich diese Ausstellung so toll, weil sie das Publikum einlädt, hinter diese Oberfläche zu blicken. Und ich finde immer interessant, wenn etwas allgemein gut ist und man denkt, man kennt es, man hat es verinnerlicht, dass man einen neuen Blick darauf präsentiert bekommt, einen neuen Zugang. Und das leistet diese Ausstellung, die öffnet diesen Zugang. Und genau, wir haben es ja gerade schon, hast du das schon so schön gesagt, dass man diese Bilder irgendwie, wenn man die Augen zumacht, hat man sie irgendwie fast schon trotzdem vorm inneren Auge, ja sehr populär, auch sehr bunt, also wirklich sehr farbenfroh, sehr beschwingt, du schreibst ja auch, es schwebt und es leuchtet und so, aber in dieser Leichtigkeit, in dieser Schönheit, also wo ist da die Tiefe, wer ist Chagall, also wer steckt dahinter und was macht dann vielleicht auch eine bestimmte Tragik oder Melancholie aus in diesen Bildern? Ja, diese leuchtenden Farben und die surrealen oder fantastischen Motive, das ist ja fast schon ein Klischee. Man kann diese Bilder auch finden, zum Glück, das sind ja tolle Bilder und man kann darin schwelgen und man ist wirklich, oder ich sage das ganz für mich persönlich, ich war wirklich berührt und angefasst, vor den berühmten Bildern zu stehen und die Farben noch einmal leuchten zu sehen. Und ich habe dann auch gesehen, wie viele Motive es gibt, die wieder auftauchen. Der rote Hahn zum Beispiel, das Gespann, was von Eseln vielleicht gezogen wird oder von Zugtieren. Die Liebespaare, die Brautpaare, die schweben, am Himmel schweben, die Blumensträuße, all das kommt wieder, also man kann sich auf Spurensuche ansehen in diesen schönen Gemälden begeben. Es gibt aber auch den anderen Chagall, den Chagall in der Entstehung. Und man lernt ihn dort als jemanden kennen, der eben im Städtel aufgewachsen ist. Eine jüdische Biografie hat, im damaligen Weißrussischen Vitebsk aufgewachsen ist. Er wurde ja 1887 geboren, hat wirklich unheimlich lange gelebt. Er ist ja erst 1985 gestorben. Das hat man vielleicht auch nicht so vor Augen, dass er wirklich 97 Jahre alt geworden ist und eine Jahrhundertfigur buchstäblich gewesen ist. Und dieser Jahrhundertfigur kann man eben beim Werden zusehen. Und neben diesen leuchtenden Farben gibt es auch immer dunkle Phasen, vor allen Dingen am Anfang, wo er wirklich gemalt hat, Bilder, Gemälde. Man steht davor und denkt, ist er das wirklich? Hat er das wirklich gemalt? Aber das hat er wirklich gemalt. Und man sieht dann ganz überraschende Bilder, wie zum Beispiel ein frühes Selbstbildnis mit Pinseln aus dem Jahre 1909, wo er sich in der Pose Rembrandts verewigt hat, was ich ganz toll finde. Oder es gibt einen Trauerritus, den er abbildet in einem Gemälde, was der Tod heißt, wo die Farben düster sind. Es gibt auch pornografische Motive. Die Kuratorin Susanne Meyer-Büser spricht da von wunderschön gemalten Grausamkeiten und ich finde, das ist ein ganz toller Begriff, der erklärt, wie er die Künstlerpersönlichkeit geworden ist, die wir heute kennen und die wir so schätzen. Und das macht ihn noch interessanter, diese Entstehung kennenzulernen. Und das, was das Aktuelle ist an dieser Ausstellung ist, dass er eben auch die Erfahrung des Ausgegrenztseins ins Bild gebracht hat. Er war ja auch ein Vertriebener, er war ein Getriebener, er war unterwegs, hat seine Heimat verlassen, ist nach Paris gegangen, hat dort erfahren, wie sich sein Kosmos in jeder Beziehung öffnete, wie das Licht sozusagen in sein Werk Eingang fand, wie er sich vernetzt hat mit Künstlerpersönlichkeiten der Zeit. Er ist dann wieder zurückgegangen, hat geheiratet und irgendwann hat er seine Heimat völlig verlassen, ist nach Berlin gegangen. Berlin war eine sehr wichtige Stadt für ihn, wieder nach Paris, auch nach New York. Und so folgen wir ihm durch die verschiedenen Stationen seines Lebens und können auch nachvollziehen, wie sich die niedergeschrieben haben oder eingeschrieben haben in seine verschiedenen Werkphasen. Genau, also dass dieses Leben, diese 97 Jahre und das ist ja, hat es was damit zu tun, dass er vor 40 Jahren dieses Jahr verstorben ist, dass das jetzt diese Ausstellung ist? Also ist es ausschlaggebend oder ist das ein Zufall? Ja, das ist natürlich ein schöner Anlass. Ja, also dass da so viel drinsteckt in der Geschichte, in den Menschen, das ist klar. Es gibt ja auch einen Audio-Guide dazu, wird da ein bisschen mehr erzählt oder geht es da mehr um die Werke oder geht es da auch immer um den Zusammenhang, in dem die Werke stehen? Nee, da wird viel erklärt und das Tolle an diesem Audio-Guide ist, dass der Schauspieler Aaron Alteras den einspricht. Und wer die Serie, die zweifelhaft gesehen hat, wird ihn kennen. Wer die Serie noch nicht gesehen hat, sollte das unbedingt nachholen. Große Empfehlungen. Eine tolle Serie, genau, über eine jüdische Familie in Frankfurt. Zeitgenössisches, zeitgemäßes deutsches TV, was man ja auch nicht so häufig zu sehen bekommt, kann man in der Mediathek der ARD sehen. und ja, ich empfehle sehr, mit dem Audio-Guide durch die Ausstellung auch zu gehen. Weil das dann alles noch ein bisschen eingeordnet wird und man halt vielleicht auch diesen Menschen, mir geht es ja auch so, ich bin natürlich kunstinteressiert und so, aber ich kenne dann wahrscheinlich auch so die popularen Werke oder populären Werke und dann. Genau, in dem Moment, wo ich vielleicht vor was stehe, was ganz anders wirkt oder aussieht, ist es ja auch sehr schön, wenn das eingeordnet wird. Genau, und wenn ich eins noch sagen darf, ich finde es immer interessant, wenn man sieht, dass Künstler, die so groß sind und einen solchen großen Namen haben, selber irgendwann mal Fans gewesen sind. Und das kann man an dieser Ausstellung auch sehen. Eine der Portalsfiguren dieser Ausstellung ist Van Gogh. Chagall war ein großer Van Gogh-Fan und das kann man zum Beispiel in dem Gemälde Sabbat aus dem Jahr 1910 gut nachvollziehen. Da sieht man richtig die Verehrung, die Chagall Van Gogh entgegengebracht hat. Manchmal zwinkert er auch Künstlern zu oder Künstlerpersönlichkeiten, von denen man das vielleicht erstmal nicht angenommen hätte, den Brücke-Kollegen zum Beispiel. Und auch das ermöglicht die Ausstellung, diese Referenzen nachvollziehbar zu machen. Ja, ist die Ausstellung so aufgebaut, wenn ich jetzt quasi durchgehe, dass ich auch mit dem jungen Chagall losgehe und mit dem durchaus betagten Ende oder wie ist da so ein bisschen die Choreo? Genau, die ist chronologisch aufgebaut und vor jeder neuen Ära sozusagen, vor jedem neuen Raum verweisen Texttafeln darauf, was in der jeweiligen Lebensphase entstanden ist. Also zum Beispiel 1910 ist Chagall dann nach Paris gezogen, was ja sehr wichtig für ihn war, weil er eben allmählich jenen Stil entwickelt hat. Der ihn berühmt gemacht hat. Die fliegenden Menschen und Tiere, die grünen Esel und roten Ziegen, die zersplitternden Formen und die leuchtenden Farben. Und so kann man sozusagen seine Biografie nachträglich abschreiten. Du schreibst in deinem Stück, das ist ja wirklich sehr schön strukturiert, ähnlich wie auch die Ausstellung, stellst du ja auch die, naja, etwas vielleicht suggestive Frage, gibt es Überraschungen? Gibt es denn Überraschungen? Also was hat dich überrascht? Was überrascht den Betrachter, die Betrachterin in dieser Ausstellung? Außer jetzt vielleicht die Werke, mit denen man nicht rechnet oder die man nicht kennt. Gibt es noch eine Ebene? Genau, also mich haben vor allen Dingen diese düsteren Phasen überrascht, dass es die in seinem Werk gibt. Dass er, als er zurückgegangen ist in seine Heimat, Collagen gemacht hat, die man gar nicht auf den ersten Blick mit ihm in Verbindung bringt, dass er also auch eine ganz andere Kunst erprobt hat, aber dann wieder verworfen hat, sich von ihr entfernt hat, auch räumlich und das war für mich das Interessante. Ich verstehe. Und hast du auch in dieser, also als du durchgegangen bist, hat dich ein Bild ganz besonders gepackt? Also standst du davor und konntest dich kaum lösen, hast dich eingesogen, hast du dich an Details festgeschaut? Also die Bilder sind ja auch alle sehr bewegt, allein auch durch die Technik. Also dass es dich berührt hat, gehe ich jetzt mal von aus, weil du ja das ja auch schreibst. Aber also gab es für dich so einen Moment? Ja, also bewegend ist... Gutes Wort, weil es herrscht ja viel Bewegung auch auf diesen Bildern. Also das Schweben und die Dynamik, die dort in eingefrorenem Zustand abgebildet ist. Was mich besonders bewegt hat, ist das Bild Einsamkeit. Man sieht da einen trauernden Rabbiner, der im Freien sitzt und der hält die Tora im Arm und man weiß ja, dass die eigentlich nicht aus dem Tempel entfernt werden darf. Und wenn man dann weiß, dass dieses Bild 1933 entstanden ist. Kriegt das Ganze ja ein Gewicht und hat mich wirklich getroffen. Und die Ausstellungsarchitektur lässt verschiedene Sichtachsen frei. Wenn man die dann folgt, wenn man die dann abschreitet sozusagen mit dem Blick, kann man das Frühwerk gegen das Spätwerk stellen. Und das ist eben auch überraschend, wenn man dann zum Beispiel den Schlafenden mit Blumen hat aus dem Jahr 1972, also ein eher späteres Werk, was genauso ist, wie man es von Chagall sich wünscht. Und dann schaut man aber, wenn man der Blickachse folgt, auch auf Golgatha aus dem Jahr 1912. Ein ganz anderes Werk und man kann gar nicht glauben, dass beide Arbeiten von einer und derselben Person geschaffen wurden. Ja, das stelle ich mir auch sehr spannend vor, gerade in so einem langen Schaffensprozess. Also er hat ja relativ früh angefangen und quasi auch bis zum Schluss eigentlich hat er geschaffen. Und wie du schon sagst, es ist ja eine Jahrhundertperson im wahrsten Sinne des Wortes. Also da fehlten ja nur noch drei Jahre, bis das Jahrhundert quasi voll gewesen wäre. Und klar, die 80er sind jetzt auch schon, das weiß ich an einem eigenen Leib, weil ich bin ja letztes Jahr 40 geworden, also die 80er sind schon eine Weile her, aber trotzdem, ja, gehören die ja irgendwie noch zu jetzt und ist Chagall noch modern? Die Frage stellst du ja auch und du hast sie ja auch eben schon ein bisschen beantwortet mit dem, dass es natürlich um Sachen wie Verfolgung geht, um Vertriebenheit, um vielleicht so eine Art Rastlosigkeit, Entwurzelung, aber gibt es auch tatsächlich noch. Ja, sind in den Bildern Dinge zu sehen in den späteren, modernen Gegenständen zum Beispiel oder sowas finde ich immer ganz spannend, ob man so Easter Eggs entdeckt. Ja, ich finde das Moderne an dieser Ausstellung ist auch oder an Chagall, den man in dieser Ausstellung entdecken kann, dass er auch Zeitkritik geübt hat. Er war eben nicht der fantastische Künstler, als der er landläufig gilt und vielleicht für, also das würde ihn zu kurz fassen, also man würde ihn unterschätzen. Gerade in den frühen Sachen ist er sehr zeitkritisch, übt Kritik an den Systemen, an den Umständen. Oder anders gesagt, die Ausstellung macht nachvollziehbar, wie er aus verschiedenen Genres, Einflüssen wie Expressionismus, Surrealismus und persönlichen Erinnerungen, individuellen Gefühlswelten etwas Eigenes schafft, wie er seinen Stil findet. Und es gibt ein Zitat im Katalog von seinem Künstlerkollegen Max Ernst, der Chagalls Werk als Farbglutkreis, der die Schöpfungsgüte der Welt will, bezeichnet. Und ich finde, das ist ein tolles Zitat. Das ist sehr poetisch, aber das wird dem gerecht, was man dort erleben kann. Ich verstehe. Das kann man noch erleben bis zum 10. August. Also es ist jetzt noch eine Weile. Das heißt, diese leuchtenden Farben und schwebenden Formen werden uns auch wahrscheinlich über die ein oder andere Sommer-Regenzeit hinwegtragen und da können wir uns dann ein bisschen davon was abholen und ein bisschen versinken. Auch sonst ist ja in den Museen in der Stadt einiges zu sehen. Museen zu sehen, das ist ja natürlich ein sehr schöner Satz. Hast du da noch ein paar Tipps? Hast du da noch was auf der Agenda? Also wenn wir bei der Kunstsammlung bleiben, freue ich mich sehr auf eine Ausstellung, die im Mai beginnen wird, Anfang Mai. Julie Meritou, eine ganz spannende Künstlerin. Erlebende Künstlerin, Gegenwartskünstlerin in Äthiopien geboren, lebt in New York und viele könnten von ihr gehört haben, weil sie im vergangenen Jahr von Barack Obama beauftragt wurde. Das neue Obama Presidential Center in Chicago zu verschönern, nämlich ein 25 Meter großes Glasfenster dort zu gestalten. Sie ist Mitte 50, bekannt für großformatige, abstrakte Grafiken, Zeichnungen und Gemälde und die wird im K21 ausgestellt werden und darauf freue ich mich. Ja und das ja von Mai bis Oktober, das heißt so ein bisschen, wenn man dann in der einen Farbwelt sich verloren hat, dann kann man direkt in die andere hinübergleiten und vielleicht sich bis in den Herbst noch tragen lassen von Formen und Bildern und Farben. Das heißt, wie immer lassen uns die Kuratorinnen und Kuratoren dieser Stadt nicht im Stich, was Genuss und schöne Dinge zu sehen angeht. Und ich bin mir sicher, sobald sich etwas Neues tust, hältst du uns auf dem Laufenden, hältst du mich auf dem Laufenden. Und wir sprechen sicher sehr bald wieder über die schönen Dinge, die die Kulturwelt der Stadt zu bieten hat. Ich würde mich freuen, Tosja. Vielen Dank, lieber Philipp. Und bis zum nächsten Mal. Auf bald. Das war der Rheinpegel für diese Woche. Wenn ihr uns, wenn ihr mir eine wirklich große Freude machen wollt, dann abonniert diesen Podcast überall, wo es ihn zu abonnieren gibt und bewertet ihn mit Punkten, mit Daumen, mit Stern. Lasst Kommentare da und teilt ihn. Erzählt jemandem davon, der Düsseldorf liebt oder noch viel, viel, viel, viel besser, der das gefälligst noch lernen soll. Mein Name ist Torsi Akvormann. Ich danke euch fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Ihr wollt diesem Podcast etwas richtig Gutes tun? Dann schreibt eine kurze Bewertung bei Apple Podcasts. Music.