Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / #46 Live Podcast mit Marius Bear über Strassenmusik, ESC und Groupies
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- 0:01Während dieser Zeit, während der Militär, wollte ich wissen, ob es etwas ist. Oder ist es einfach so... Wie hat sich dein Musikstein über die Jahre verändert? Von Rock, Hardrock, Headbanger zu... Jetzt singst du sehr tiefgründige Lieder, die...
- 0:25die viel Bedeutung haben. Wie hat sich das entwickelt? Wie ist das entstanden? Aber da bist du noch ein Fragler. Was ist denn passiert? Dann hattest du den Aha-Moment von «Oh mein Gott, das ist das, was ich machen will». Du bist wieder zurück in die Schweiz. Und wie bist du das angegangen? Wo hat es angefangen? Oder hat sich das irgendwie ergeben? Ich müsste es auch noch morgen machen. Du musst es auch noch morgen machen. Ja, vielleicht ist das eine Lösung. Ja, genau.
- 0:51So, herzlich willkommen. Ist es noch nicht so weit? Ja, gut, es hat noch ein bisschen Sound. Okay. Gott, du sagst schon los. Also in dem Fall jetzt. Gut. So, herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von «Du entscheidest». Dein Podcast für Business, Erfolg und persönliche Weiterentwicklung.
- 1:12Hey, mega schön, dass ihr alle da seid. Mann, was für ein Ihr! Danke vielmals für euren Support. Und es wird lustig, oder? Es wird lustig, ja. Und wir sind heute hier mit einem richtigen Ausnahmetalent der Schweizer Musikszene. Mit seiner unverwechselbaren Stimme und seinen tiefgründigen Songtexten schafft er die Herzen und die Seelen der Menschen zu berühren. Vom ganzen Publikum, das ihn zuhört.
- 1:40Mit ganz viel Passion hat er es in den letzten Jahren geschafft, sich in der Musikbranche so zu etablieren. Und das nicht nur in der Schweiz, sondern weit ausserhalb unserer Landesgrenzen. Darum sind wir super stolz, dich heute zu begrüssen. Und mit einem grossen Applaus, Marius Bär. Hallo Samuel. Hi. Hey Marius, mega schön, dass du da bist. Dieser Applaus gehört nur dir. Jetzt zu der wichtigsten und ersten Frage, die wir immer stellen. Wie fühlst du dich?
- 2:10Hey, super. Ich musste meine Position finden auf dem Stuhl, aber jetzt fühle ich mich cosy und bequem. Cosy und bequem, ja. Irgendwann schläfst du den Spion, aber das heisst, wenn es so wird. Das geht. Für die wenigen Menschen, die dich nicht kennen, und da gibt es ja wirklich nicht so viele davon. Vielleicht mein Vater.
- 2:37Sag mal, wer bist du? Wer bist du? Was machst du? Ich bin im Internet gekommen. Du bist im Internet gekommen? Ah gut, geil. Ich bin Marius Bär, ich bin jetzt auch schon 31. Ich bin Sänger, ich bin Künstler, ich bin Musiker. Ich bin aus dem Abenteuer Linnerode.
- 3:00Ich bin aber auch halb Australier. Ich habe Wurzeln von dort. Ich habe Strassenmusik gemacht. Und habe relativ spät mit Musik angefangen. Was heisst relativ spät? Mit 22 Jahren im Militär.
- 3:17Ah ja, und wie ist es gekommen? Wie ist es passiert? Hey, ähm... Ich habe eigentlich eine normale Lehre gemacht als Baumaschinemechaniker und... Das Ziel war immer so, eine Familienfirma zu übernehmen. Von meinem Dad. Wir machen Abbruchschäden, um so Häuser abzubrechen und so. Ah! Und äh... Die Technik hat mich dort voll wohlgefühlt und... und wollte das machen und dann irgendwann kam das Militär und...
- 3:42Im Militär musste ich einmal einen Anfall übernehmen. Was ist das? Für den Feldi. Ein Antretungsverlesen. Okay. Weisst du, das ist das, wo alle auf dem Platz stehen und du machst so...
- 3:54Und das musste ich führen. Und dann sagte er, seine Stimme ist so gut. Und dann hatte ich zwei Soldaten in der Truppe, das waren Metalheads aus der Solotour und ich hatte früher eine Grunge-Band. Und dann sagte ich den Leuten, tatscht, danach kommen sie zu mir. Nachher in der Pause kommen sie zu mir und sagen, hey.
- 4:20Das ist das geilste Ding, du bist zu uns in die Grunge-Band gekommen, wir brauchen noch einen Sänger. Und ich so, was, singen? Hast du das auch noch in der Kindheit? Nein, ich musste noch mal... In der Musikschule hast du die Unterrichts... Entweder du kannst flöten oder schreien.
- 4:41Deshalb habe ich mal ein Jahr gemacht. Aber ich hatte keine Berührung zu Musik, auch musikalisch. In der Family Army. Bei uns war niemand musikalisch in der Family. Bei uns war es Fussball, ich bin Schwingen, Boxen, Handball. Für Schwingen passt ja relativ gut zum Abenteuer. Genau, Schwingen passt. Was hast du als Kind für Musik gehört? Einfach Bravo, was gerade gelaufen ist? Meine erste CD, die ich gekauft habe, war Linkin Park.
- 5:11Okay, so ein bisschen rockig. Ich war mega enttäuscht, weil es das Album war, in dem Linkin Park und Jay-Z zusammengekommen sind. Ich wollte eigentlich einen Linkin Park-Rechting in Rock-CD. Dann habe ich gesehen, da ist noch einer dabei, Eazy. Dann kaufen die CD und dann beginnt einer zu rappen. So angeschissen. Schlussendlich ist das eines der geilsten Albums. Linkin Park featuring Jay-Z, das ist ein riesen Album.
- 5:38Aber das war meine erste selbst gekaufte CD. Als die zwei Metalheads kamen, gingst du bei ihnen in die Band? Es ging noch so, wir waren am Feierabend. Wenn Lilja da war, hängten wir im Zimmer rum. Wir fingen an Gitarre zu spielen und zu singen. Ich dachte plötzlich, das ist ein Gefühl.
- 6:06Eine Expression von einem Gefühl, das ich gar nie erfahren und nie entfacht habe. Und sie waren so gut, sie sagten, du singst so gut. Und ich war so...
- 6:20Ich weiss es nicht. Während dieser Zeit, während der Militär, wollte ich wissen, ob es etwas ist. Oder ist es einfach so... Du hast ja in dieser Zeit immer den Deutschland-Superstar gesehen.
- 6:38Und dann hatte sie immer diese Mütter, die mit ihren kleinen Müttern... «Es ist die beste Mütter der Welt!» Und dann steht sie dort oben und blamiert sich von einem Millionenpublikum. Und ich dachte mir so «Fuck, das soll's nicht sein.» Und dann habe ich mir den Kopf durch den Garten gelassen und dachte mir so... «Okay, wie kann ich das jetzt evaluieren?» «Wie kann ich merken, ob ich wirklich gut singen kann?» «Also mein Gefühl bestätigen.»
- 7:07Und dann dachte ich mir, okay, ich muss Strassenmusik machen. Und dann bin ich... Und dann bin ich einmal an den Wochenenden an der Stadt nach Hause, mit dem... weisst du, hast du ja das Militärgehege an. Ah ja, ja. Weisst du, kannst du dann einfach... Du bist überragend, weisst du. Dann habe ich Kleider mitgenommen, auch meine Privatkleider und Dinge. Dann dachte ich mir, jetzt gehe ich so weit weg wie möglich von Appenzell, dass mich auch keiner von meinen Kollegen sieht. Wo bist du hin? Wo ist dein nächstes Stück? Fribourg. Fribourg? Fribourg hat eine schöne... Fribourg hat eine wunderschöne Altstadt. Es hat wie gute Akustiker. Weisst du, du kannst... Wie kannst du an die
- 7:37Und dann... Aber das hast du wahrscheinlich nicht gewusst im Jahr, oder? Oder hast du etwas rausgerechnet? Nein, nein, ich bin einfach mal gegoogelt, wo es so schön in Altstadt ist. Und dann bin ich in Freiburg gelandet. Und ich habe gedacht, oder ich habe gehofft, dass es dort sicher keine Appenzelle hat. Hat es geklappt? Und dann bin ich dort hin. Und dann bin ich auf Freiburg am Wochenende einmal und habe dann... Ja, bin dort gespielt. Und das war auch krass am Anfang.
- 8:05Wenn man das erste Mal seine Gefühle so entfaltet, so rauslässt, dann geht es gar nicht. Wie meinst du das? Dann hast du wie einen Klotz im Hals. Und bei mir war es so, ich habe früher mega stark gestackelt. Als Kind. Was hast du gestottert? Stackeln, stottern, genau. Und das war sicher bei drei, vier Jahren. Da habe ich mega stark gestottert. Und dann ging es wieder weg.
- 8:34weil ich in der Pubertät gekommen bin. In der Pubertät war es plötzlich noch der Weg. Und dort habe ich das erste Mal gedacht, das ist irgendwie das Problem des Stackeln, das kommt irgendwie ins Singen wieder rein und das hat sich dann so blockiert. Und dann bin ich auf dieser Strasse
- 8:50Ich stand und schlug die Gitarre. Und dann... Dann spielte ich 20 Minuten und kam nicht raus. Dann dachte ich mir, es geht nicht mehr. Ich ging aufs Bett und ging wieder raus. Ich habe das Pöppchen genommen und den Lippen mit der Strasse genommen. Ich spielte weiter, noch 20 Minuten. Ich hatte immer noch nicht befreundet.
- 9:11Und dann irgendwann hatte ich einen guten Pegel und dann habe ich angefangen zu singen. Und in einer Stunde habe ich 60 Franken Münze bekommen. 60? Ich habe gerade den gemacht. Was hast du gesungen? So Covers, ich habe so gerne einen Song von diesen Jungs gespielt. So einen Grunge Song. Dann habe ich so Foo Fighters, Sex on Fire. Also so Cover-mäßig? Ja, ja. Stratomusik musst du immer Covers machen. Aber du wolltest es wirklich wissen, weil... Wie viele Mal bist du in die Bar gegangen? Drei, vier Mal?
- 9:40Nein, zweimal. Zweimal bist du in die Bahre reingegangen? Ja, ja. Und hast du wirklich wissen wollen, oh, die Shit, ich muss jetzt auch mal rüberziehen. Ja, ich bin ja auch fucking Freiburg gefahren. Aber mit welchem Mut, Mann? Du bist am Morgen aufgestanden und so, ich mach das jetzt. Es war kein Mut, es war mehr so eine, wie sagt man, leichte Scheiss-Egal-Einstellung, die man manchmal im Leben hat. Du wolltest einfach wissen, hey, hat das etwas? Ist das etwas? Es war mehr ein Drang, es ging mehr darum, ich habe gemerkt,
- 10:10Ich hatte eine wilde Jugend. Ich war immer ein Fussballmensch, schlegelte, schwingte. Ich war immer ein Problemkind. Aber natürlich auf einer Ebene... Was sagt man? Normal. Ja, so ein bisschen. Säntiskampfer, Fighter, dann musste ich ausrücken.
- 10:29Nein, nein, nein. Einfach so halt typisch. Und auf dem Land auch, weisst du, so Däpfchen frisieren und sich wieder mal schlägeln irgendwie. Oder? Also sehr, meine Jugend sehr, sehr schön ausgelebt. Sehr schön. Und äh...
- 10:45Aber ich habe gemerkt, dass ich ein sehr gefühlsvoller Mensch bin. Ich bin ein sehr gerechter Mensch. Ich habe eine mega Empathie. Meine Mutter, meine Mutter ist Krankenschwester. Sie hat mich früher oft auf Lourdes mitgenommen. Das ist so eine katholische Wohlfahrt.
- 11:07Und bei mir ist immer das Glauben. Meine Mutter ist mir immer mit dem Glauben auf den Sack gegangen. Sie hat mich immer ein wenig geblaget, um in die Kirche zu gehen. Ich bin gar nicht gerne in die Kirche. Aber auf Lourdes bin ich sehr gerne.
- 11:22Ich will auch einen guten Pfleger. Ich habe keinen... Berührungsängst. Berührungsängst, genau. In Lourdes kannst du Liebe geben. Du gehst eine Woche nach Lourdes arbeiten. Du gehst alte Frauen in Rollstühle reinpumpen. Meine Mutter ist dort in Kostel gegangen. Ja, meine Mutter ist dort gearbeitet.
- 11:48Eine Woche im Jahr, weisst du, so eine Wahlfahrt. Und du hast eine Woche mit ihr mitgekommen. Und dann bin ich einmal mit, aber es hat mir einfach mega gefallen. Und halt einfach so die Empathie, das hat immer wieder gekallt. Und das hat irgendwie bei mir eine Verbindung mit dem Singen, ich weiss es nicht. Wenn ich auf der Bühne stand, es geht mir nicht um...
- 12:09Meine Emotion ist nicht so, ich singe und sie sehen wie geil sie singen. Es ist mehr so ein Pflegegefühl für mich persönlich. Es ist dein Ego. Es ist kein Ego, es ist die Heilung für mich und die Heilung für mich ist automatisch eine emotionale Heilung. Würdest du sagen, dass dein Erfolg darauf basiert, weil du eigentlich aus purem Herzen singst?
- 12:39Den Erfolg, aber auch den Misserfolg. Mhm. Weil... ...das habe ich zum... heutzutage so... ...Künstler sein brauchst du ein... ...brauchst du ein gutes Stückchen Narzissmus, brauchst du schon. Und das habe ich manchmal zu wenig. Wenn ich mir manchmal... ...wenn ich mir manchmal künstlich... ...das ein bisschen gebe, so noch mehr... ...ja einfach so sagen, hey... ...schau jetzt, was du gemacht hast... ...du musst jetzt noch ein bisschen mehr... ...muss noch ein bisschen mehr Starfeeling geben, musst noch ein bisschen... Brauchst du es auch?
- 13:08Einfach mehr das, was andere Leute manchmal automatisch haben. Hier ist vorhin eine junge Frau reingelaufen. Mit kruseligen Haaren. Wie haben sie das? Sie hat den Aura. Sie betritt den Raum.
- 13:27Dann macht es näher, oder? Here I am. Und das ist etwas, das habe ich noch nicht so drauf. Das hat nichts mit der Musik zu tun. Aber was heisst das Gefühl, würde es dir bringen? Mehr Selbstsicherheit? Selbstsicher bin ich zu 100%. Aber was heisst das Gefühl, warum bräuchte ich das dann, um...
- 13:47In der heutigen Welt muss man das Gefühl auch raus tragen. Es kommt davon ab, wen man anspricht. Aber es kommt mit der Eifel. Hast du auch Erfahrung? Auch Erfahrung. Und das ist natürlich schön in der Musik, du hast so viele krasse Erfahrungen, die du erlebst.
- 14:12Wie hat sich dein Musikstein über die Jahre, von Rock, Hard Rock, Headbanger zu jetzt singst du sehr tiefgründige Lieder, die viel Bedeutung haben, wie hat sich das entwickelt, wie ist das entstanden?
- 14:31Es ist alles auf dem Weg. Es ist alles ein Weg. Wenn wir von der Strassenmusik weitergehen. Mhm, bitte. Dort habe ich acht Monate von Strassenmusik gelebt. Dann bin ich nach Fribourg gezogen.
- 14:46Es ist eine Studentenstadt, ich bin schnell in Bern, die Mieter sind günstig und dann habe ich dort in einer WG gewohnt und bin von dort aus nachher eigentlich...
- 15:02Die ganze Zeit hat die Schweiz umgegreift und acht Monate unüber der Strasse Musik gelebt. Und das ist eine fantastische Zeit. Du gehst einfach auf Luzern in die Stadt und spielst. Und dann kommt ein Bär und sagt «Hey, du machst wunderschöne Musik, spielst du in der Hochzeit?» Krass. So geil. Und dann sagst du «Ja, gibst du mir 300 Franken und dafür ein Sofa, dann kann ich noch bei euch spielen.»
- 15:24Und dann gehst du da hin, schläfst auf dem Sofa, es ist ein grosses Fest. Und dann gehst du wieder in die Stadt am nächsten Tag. Und dann rufst du einem Kollegen vom Militär an, «Ja, in Luzern kommst du vorbei, nicht?», und dann gehst du was trinken. Und dann landest du endlich wieder dort in einer WG auf dem Sofa.
- 15:41Oder dann hast du dort mal ein Geschlecht mit jemandem. Und so... Und so bin ich zum Teil fast zwei Wochen nicht zuhause. Wow. Dann habe ich einfach so einen Sofa... Was für ein Lifestyle, Mann. ... und das ist einfach pure... Rockstar-Lifestyle. Und das hat mich so... Was für ein Lifestyle. Und das hat mich so beflügelt, weil es hat natürlich nach Strukturen, nach Militär... Ah, gerade die totale Freiheit. ... nach einer total...
- 16:06Wie alt warst du damals? Von was sprechen wir? 23. Strassenmusiker. Mir kommt gerade die Frage in den Sinn, was kann ein Strassenmusiker am Tag verdienen? Was ist das Höchste, was du am Tag verdienen kannst? Ich habe durchschnittlich so in der Stunde etwa 60 Franken gemacht.
- 16:23Aber du kannst natürlich nicht... Ich meine, singen mal... Und vor allem in der Schweiz tust du nicht verstärkt, gell? Wie meinst du? Du kannst keine Boxen durch? Du kannst nicht... Du siehst nie eine Strasse... Ja, kennst du unsere Schweiz? Da ist gerade Lämmbeläschung in jedem anderen Ort. Du bekommst wirklich keine...
- 16:43Bei ein paar Städten, zum Beispiel in Bern, kannst du bei der Schanze... Da musst du eine Bewilligung eingeben, musst dir beim Kanton vorstellen... Und im Ausland... Im Ausland bist du auch schon auf der Strasse singen gegangen? Das ist nach diesen acht Monaten Strassenmusik, die ich dann hier in Sennmattan gepackt habe, im Kaufleuten.
- 17:05Da habe ich eine Newcomer-Show gespielt. Dort habe ich dann Filme machen lernen können. Rob Lewis. Er ist halb Schweizer, halb... Wo kommt... Triana.
- 17:19Barbados, genau. Er ist halb Barbados, halb Schweizer. Und er kam zu mir nach der Show und sagte, hey, ich habe eine so geile Stimme, ich bin so inspiriert von dir. Komm mit mir nach New York. Ich trage einen Dokumentarfilm über die Mondlandung. Ich habe da nichts zu bezahlen, du kommst und lässt mich ein, komm mit mir.
- 17:41Irgendwann habe ich dann so ein Hememe geschrieben. Zwei Monate später habe ich ihn gesehen und bin auf New York geflogen. Für drei, vier Monate. Ich habe bei ihm gelebt. Er hat seinen Dokumentarfilm, der war ein Dokumentarfilm über Mondlandung, über Charlie Duke, der war einer von den Apollo-Flügen. Er hat den Dokumentiert. Ich bin dann auch immer mit zu dem
- 18:09Zu diesem Astronautenheim. Sicher, du warst voll dabei, voll in der Szene. Ich war so ein bisschen mitgehängt. Der Typ war auf dem Mond? Der war auf dem Mond, Charlie Duke war auf dem Mond. Aber er war nicht zu Besuch, Kevin, oder? Nein, ich war dabei. Wir haben ihn dokumentiert. Er konnte mich ja wenigstens alleine in seiner Wohnung lassen. Ah. Und dann sind wir immer so ein bisschen... Ja. Ich war einfach in der Dokumentation. Und dann hat er den Sound...
- 18:39Jojo Maie, ein Schweizer, ein sehr bekannter Drummer weltweit, wohnt schon seit 25 Jahren in New York. Dort haben wir den Soundtrack für den Film gemacht. Ich habe dort einen Song gesungen.
- 19:01Ich war immer die ganze Zeit im New Yorker Nightlife, mit Blue Moon und DJs. Ich durfte dort ein bisschen erleben. «Wirst du mal Drogen genommen?» So auf dem New Yorker Künstler-Ding.
- 19:16Wo ich eben vom Abbezellen ins Militär, Strassenmusik... New York. Und New York ist nochmal eine andere Ebene von... Und du warst vorher nie eine grosse Muske? Vor New York? Doch, ich war immer ein bisschen... Mit meinem Vater war ich ein bisschen... In Dubai war ich ein paar Mal, in Australien wieder einmal. Ich habe als Kind schon viele...
- 19:42Sprachaufenthalt. Okay, ja. Ich durfte nicht mit meinen Kollegen magister sein. Man muss Sprachaufenthalt irgendwo auf den Barmherrn oder so besprechen. Und dann... Genau, und in New York war dann die Premiere des Films im Natural History Museum.
- 20:02Auch alles am Stück? Du bist wirklich zum richtigen Zeitpunkt geworden? Nein, man nennt sie so. Es waren drei, vier Monate Dreh und alles. Und dann bin ich wieder zurück in die Schweiz. Und dann ist dann ein halbes Jahr später, oder ein Jahr, ich weiss auch nicht, drei, vier Jahre später war dann die Premiere. Und dann bist du wieder gegangen? Genau. Und ich bin wieder in die Schweiz, gehe Strassenmusik machen, habe auch Hochzeiten gespielt. Immer ein bisschen mehr. Ich habe dann angefangen wie Siddkhätli,
- 20:30Ich habe angefangen, wie sie die Kette machen. Und dann bin ich am Ende nochmals nach New York. Und dann war die Premiere dort im Natural History Museum. Und bis dann kam für mich wieder der Moment, wo es war okay. Du wolltest Künstler werden.
- 20:48Bis dahin war es für mich immer so, dass die Musik geil ist. Ich habe viel erlebt, ich habe wilde Sachen gemacht, ich habe mich ausgeliebt. Es bringt mich irgendwo hin, es gibt mir Wissensgier. Es hat mir Befriedigung in diesem Sinne. Und dann war die Premiere im Natural History Museum in New York. Das gab einen Moment, wo wir wirklich ins Nachtessen waren nach dem Film.
- 21:16Und dann waren alle happy und die Botschaft und alles. Und danach sind wir mit Charlie Duke, dem Filmemacher, am Tischgeheul. Und Neil deGrasse Tyson, der ist der Direktor vom Natural History Museum, von der Mondabteilung dort.
- 21:34Hat so einen geilen Podcast. Und dann sind wir dort gehängt und gegessen. Und dann sind die zwei, die sind miteinander so Mondsacherl ausgetuscht gewesen. So wie wir Hexer. Und ich war immer so ein bisschen das Mittelhänsel. Ich bin da so ein bisschen reingelassen. Und dann irgendwie sagt er so, er hat irgendwie auf der...
- 21:55Der hat etwas gezeichnet und da mussten wir Proben nehmen. Und dann sagt Neil deGrasse Tyson zu Charlie, wir gehen einfach nochmals ins Museum. Komm, wir zeigen schnell. Dann sind wir in der Nacht nochmals ins Natural History Museum. Nachts im Museum. Wir waren in einer Vorlesesaal. Oben hatte es eine riesige 3D-Animation vom Mond.
- 22:18Charlie Duke erklärt es uns einfach mit dem Stecken. Es war eine halbe Stunde lang eine Erklärung, die durch den Serer auf den Mund gelaufen ist. Dieser Krater war gefährlich, da mussten wir rauf und probieren. Am nächsten Morgen kommt Rob zu mir und sagt so, «Hey, weisst du, was passiert ist, Gäste? Ihr habt einen verdammten Astronauten geklettert durch den Serer auf den Mund.
- 22:46Und irgendwann hat sich der Gedanke so... Manifestiert? Ja, ich kann mich einfach einpressen und denken, boah, mit diesem Job kann ich mein ganzes Leben... Weg vom Kapital, weg von allem anderen, weg von Sicherheit.
- 23:08Ich habe so viel Wissen, oder ich habe so viel erlebt mit diesem Beruf. Das Allerschönste. Und das ist der Grund, weshalb ich diese Musik mache. So geil. Und wo hat es dich dann noch hin geschlagen? Was hast du sonst noch erlebt aus einem Astronauten? Hey!
- 23:23Ich hatte dann wirklich solche Begegnungen, bei Google habe ich schon gespielt, bei Privateshows, viel Versicherungsbüden. Du warst auf der höchsten Bühne auf dieser Welt? ESC, genau. Wann war das? 22. Vor zwei Jahren.
- 23:46Ja. Und halt auch, weisst du, ich bin schon von einer Milliardärin mit dem Privatschiff der Schweiz Nein. auf äh, auf äh, auf Toskana geflogen worden. Oder... Oder dann gleich auch wieder die ganz kleinen Sachen. Letztes Jahr im Sommer hatte ich auch im besten Lepziger Dorf vorüber, in einer Welt von über 200 Kindern, die um mich herum gesessen sind. Nein, das ist so süss. Weisst du, es geht mir...
- 24:15Es ist nicht das Kapital, das ich habe, sondern jeder Rucksack mit so einem Moment, wo ich sagen muss, wenn sie meinen Mann putzt, mehr erlebt als die Menge. Aber da wirst du mich noch fragen. Was ist denn passiert? Dann hattest du den Aha-Moment von «Oh mein Gott, das ist das, was ich machen will». Du bist wieder zurück in die Schweiz. Wie ging das? Wo hat es angefangen? Oder hat sich das irgendwie ergeben?
- 24:38Ich war parallel dort, ich war vorher noch schnell zurück in die Schweiz, bevor die Valentin war. Dort habe ich dann auch «Wiederstrossmus» gemacht, dann war ich in Luzern, habe dort «Strossmus» gemacht und dann kommt der Chef des Radio Zürichsee, Roger Riedner, auf mich zu und sagt «Hey,
- 24:56eine geile Stimme kommt zu uns ins Radio-Studio, «Komm, wir nehmen mal ein paar Demos auf.» Und dann habe ich einfach über das Radio-Mikrofon Demos aufgenommen mit Gitti. Und dann haben sie den Hitmill geschickt, haben sie Roman Gammensinn und den Hitmill, die kennen vielleicht... Wann hast du angefangen Gitarre zu spielen? Das wollte ich auch fragen. Im Prozess. Ah ja? Hast du nicht bei der Kindheit keine Flöte... Hast du selber beigebracht? Ich habe früher... Ich habe eben in der Schule immer diese... hier diese Kirchen... oder hier Schrauben und Flöten.
- 25:25Dort habe ich gewusst, dass es A, G und C sind. Dann habe ich es wieder einlassen. Und danach war es wirklich im Militär, in den freien Zeiten, mit ihnen. Wir waren beide sehr talentierte Musiker. Und YouTube halt. Heutzutage ist es so viel Selbststudium, das wir alle machen können.
- 25:49Und halt, die Strassenmusik ist so eine gute Lehre von Musik, weil du musst konstant... Du musst immer... Ja, du musst konstant Aufmerksamkeit auf dich locken. Und das Publikum ist straight ehrlich. Also wenn du scheisse bist, dann späts es in den Koffer, wenn es gut ist, dann bekommst du Geld.
- 26:09Hat er jemanden in den Koffer gespotzt? Nein, so schlecht war ich nie. So schlecht warst du nie. Nein, aber das sagte ich mir, als ich sagte, zurück zu dem DSDS-Vergleich am Anfang. Es ist eine ehrliche Ehrlichkeit, wenn du weisst, dass dein Publikum ehrlich zu dir ist. Weil deine Eltern, deine Liebsten, deine Freunde ehrlich sind, wie wir gewissen haben.
- 26:33Weisst du nie, manchmal sind sie einfach etwas sicher. Und dort hast du einfach Klarheit, eine Klarheit um zu nivellieren, um zu wissen, wo du bist. Du hast gesagt, Linkin Park war ein Encore? Ja, klar. Ja, mit diesen Roboten. Das ist deine erste Serie, die du gekauft hast. Ist das auch eine Band, die dich inspiriert hat? Was sind heute so Bands, die dich inspirieren?
- 26:55Es ist dann der Musikweg gegangen. Als ich mit Strassmusik begann, war ich sehr Matt Corbyn, ein australischer Songwriter. Und dann... Was kann ich sagen? Immer wieder Phasen, wo ich neue Musik finde. Zur Zeit sehe ich so The Bleachers.
- 27:18Das ist die Band, die das Album der Teleswift-Band ist. Eine Indie-Pop-Band. Einen tollen Sound. Schweizer Musik auch viel. Wer führst du? Du hast auch etwas mit zwei... Sektion Zürich? Ja, mit Locodrini.
- 27:37Ja, das ist auch etwas für mich. Ich bin kein Mensch, der sich in einer fixen Tribe bewegt. Ich bin jetzt nicht Hip-Hop oder Metal oder was sagt man? Ich bin einfach ein Freigeist. Ich bin ein Freigeist, der mich sehr schätzt. Ich kann auch mit einem Look und Trini...
- 28:03Oder ich würde auch mit der Stubatengang etwas machen. Es ist nicht cool, wenn etwas gut geschrieben ist. Es ist eine schöne Komposition und es berührt die Leute. Dann ist es gut. Aber heutzutage ist manchmal so viel, weil es einfach geil eingepackt ist, heisst es nicht, dass es gut ist. Und wenn man Videografen ist, dann denkt man, so eine Kamera.
- 28:28Hol eine 1000 Franken Kamera, aber wenn du nicht weisst, wie man damit umgeht, dann bist du auch nicht... Wenn man in der Tiefe arbeitet, dann ist der Stil nicht relevant. Und so verbinde ich mich sehr mit den Leuten.
- 28:48Was wolltest du jetzt sagen? Die ganze Zeit sieben Mal unterbrochen? Sorry, ich hatte die da voll. Du hast sieben Mal unterbrochen? Nein, nein, aber es tut gut. Aber er ist stärker gewesen. Ich verstehe dich nicht. Wegen anderen Musikern. Wer ist dein absoluter Favorit? Oder hast du einen Favorit, so Schweizer Szenenmusiker? Nein, zur Zeit Edi, der EDB. Was macht er für Musik?
- 29:17So Mani Watterstedt? Ja, so der neue stille Hase. Aber ein verdammter Fetzen. Eine Ausstrahlung. Und einfach schöne Songs und eine fantastische Stimme. Okay. Bevor du auf die Bühne gehst und ein Konzert gibst, hast du irgendwelche Rituale, die du machst?
- 29:38Seit dem ESC bin ich etwas disziplinierter geworden. Ich war ein Musiker, der gross eingesungen hat. Wenn du eine feine Stimme hast, ist es wichtig, deine Stimmbänder auf den Pace zu verbringen. Bei mir ist das alles sehr rau.
- 30:03Aus dem Herzen, es ist explosiv. Es ist manchmal fast geil, wenn sie noch kalt läuft. Der Kohlstorz. Genau, der Kohlstorz ist fast schon ein bisschen geil. Aber am ESC ging es darum, eine Routine zu finden. Oder bei einer grösseren Show, jetzt auch wieder im Februar.
- 30:26Das ist Art2Nice, bei der ich Routinen einbringe, die es vorher schnell ist. Ein paar Humble-Männer, um die Anregung zu verringern. Schnell wieder runterfahren, die Augen schnüffeln, tief raus.
- 30:49dass du wirklich auf dem Zen bist. Ein bisschen grounded. Weil du merkst, ESC ist so ein... Befottet auf der Bühne bist du. Du hast nachher drei Minuten und in diesen drei Minuten spielst du vor 200 Millionen Leuten. Das ist unglaublich. Das ist gestört. Wie hat sich das angefühlt?
- 31:08Ja, das ist ja dann gut, dass du das gar nicht füllst. Dass du dann einfach so in Funktionmodus bist. Aber das funktioniert nur, wenn du... Ich habe viele gute Kollegen, die waren an den Olympiaden. Zum Beispiel Pat Burgen, der ist jetzt als Snowboarder, war damals an den Olympiaden. Und der hat dann gesagt, ich meine, du trainierst eine gewisse Zeit davor aus, in der ISCL, ich meine, ein halbes Jahr,
- 31:35Also der ganze Prozess geht ein Jahr. Wenn du weisst, okay, ich gebe jetzt den D, dann das ist der Song, jetzt müssen wir die Welt drumherum produzieren. Und dann nachher, bei uns war es jetzt in Turin. Du bist zwei Wochen in Turin und du bist zwei Wochen in einer Bubble. Du bist zwei Wochen einfach der fucking Justin Bieber.
- 31:55Ah ja... Du bist dort im Hotel, kommst aus dem Hotel raus und unten stehen 20 Leute. Vor dem Hotel. Weisst du, wie die das machen? Und dann läufst du raus und sie fangen an zu schreien. Ah ja... Und ich so, geht's? Wie sind die?
- 32:10Aber das ist nicht... Ich möchte ja auch nicht von mir. Und dann bist du zwei Wochen, du bist in so einem Höhenflug, so ein Dopaminspritzer, der dort abgeht. So geil. Und du bist dann voll in dem Film. Du gehst in das Stadion und meinst,
- 32:28Dann gehst du etwas essen, dann gehst du gut Haare machen, dann machst du Make-up, dann gehst du weiter, kannst dich noch massieren lassen. Und dann gehst du von dort aus, kannst dich noch durchkneten lassen von der Show, wenn du willst. Und dann gehst du zu den Art Directorin, also die, die eigentlich das ganze...
- 32:52Choreo, das Bild, alles gemacht hat. Mit dir sprichst du nochmal alles durch. Und das alles hast du vorher schon 20 Mal gemacht, um einfach zu üben, üben, üben, üben, üben. Und dann wird es automatisiert. Und dann die Shows in Turin, wir haben nicht einmal gespielt, wir haben neun Mal die Halle, also Hallenstadiongrösse, die Halle in Turin dort,
- 33:19neun Mal gespielt. Du hast neun Shows. Der ganze ESC geht zwei Wochen. Und in diesen zwei Wochen kommt die ganze ESC-Sekte. Da kommt die ganze... Da kommt es aus aller Welt. Es ist wie eine... Es ist wie eine Wahlfahrt. Es ist wie eine Wahlfahrt.
- 33:42Dort hinten, es ist dieser Spirit und du bist in dieser Welt. Und du bist plötzlich mega relevant in dieser Welt. Und du siehst von aussen nur das, was du... Ich kenne diese ESE von früher, mit der Familie im Arbeitsmarkt geschaut. Aber da gibt es Leute, die gehen zwei Wochen, nehmen sich das Hotel, schauen die anderen Shows, schauen das Programm, das rundherum passiert. Krass. Es ist eine ganze Welt, die reingeworfen wird.
- 34:13Und jetzt habe ich den Vater verloren. Zwei Wochen durch. Genau, zwei Wochen durch und du spielst das ganze... Nein, es geht um den Fokus. Genau, es geht um den Fokus und die Nervosität. Und du spielst dann die Show in diesem Stadion acht, neun Mal. Und bei der neunten, also bei der letzten Show weisst du, okay, das ist jetzt...
- 34:32Das ist jetzt gefilmt. Bis dahin muss auch das Licht stimmen. Es ist so eine Produktion. Das Licht, die Kamera ist im Moment nicht da. Und wenn der Kameramann nicht fertig bringt, um dann...
- 34:45Wenn ich den Fokus nehme, dann heisst es plötzlich so, nach der dritten Show, okay Marius, jetzt musst du einfach bei diesem Satz, bei diesem Satz, musst du da rüber schauen. Wow. Weisst du, du musst halt... Okay, jedes Satz, jedes Wutig... Jedes Lyrics ist auf jede Kamera. Und du hast zwölf Kameras. Wow. Also wir sind hier auf der Bühne und du hast zwölf Kameras. Das ist ein rotes Pünktchen. Du liegst im Stadion, da ist ein rotes Pünktchen. Du läufst raus und dann sagst du... In my room lives a boy.
- 35:15Und du hast deine Augen, weisst du, deine Performance ist auf Kameraführung koordiniert. So crazy. Ich hätte am liebsten noch eine Gitarre gebracht. Du bist so tief im ganzen Prozess drin und dort musst du Fokus haben. Und es ist mega spannend, was man an so einer Produktion macht.
- 35:37Aber es ist eine andere Art von Musik. Es ist eine Show von Musik. Meine grösste Sache ist, eine Gitarre in die Hand zu haben, ihr in die Augen zu schauen und sie anzusingen. So kannst du gut ausbauen. So Realness. Das kann ich am besten. Hast du auch eine Dose? Der Sound ist sehr spannend zum... Nein, leider nicht. Ich habe noch gedacht, als ich das Auto gesehen habe, dass ich so... Nein, das ist gut.
- 36:00Ja, es geht nicht. Sie sollen auch ins Konzert kommen. Ja stimmt, du kannst nachher Werbung für dein Konzert machen. Aber darum, wenn es eine solche Show ist, dann musst du den Fokus zurück. Dann musst du den Prozess durchgehen. Situation. Fokus. Aber Shows, die ich für Marius Bär und meine Leute machen möchte,
- 36:25Ich möchte einfach so, so nah und immer möglich. Und das versuche ich jetzt auch für die nächsten Jahre, ich versuche es mega zu perfektionieren, um so gerne eine andere Art Show zu machen, die einfach so nah ist, ohne dass es Show-Show ist.
- 36:41Ich kann mir vorstellen, in der Musikszene haben die Labels sehr viel zu sagen, wie frei du als Künstler dich selbst bewegen kannst und sagen kannst, «Hey, das fühle ich nicht, das mache ich nicht, das habe ich nicht gerne.» Kommt dann das Label und sagt, «Hey, weisst du was, wir haben das gerade gemacht.» «Du musst jetzt Britney-Bitch singen und so.» «Ich möchte jetzt keine Namen nennen, so Pippi-Style, du musst jetzt das machen.»
- 37:01Ich hatte nie ein Label. Ich hatte immer GmbH. Ich bin in die Musik gekommen, so ein bisschen handwerkermässig. Ich habe einfach GmbH gegründet und wir haben einen Manager zusammen. Und das haben wir bis jetzt. Und niemand hat gegte, du hast frei gewählt, entscheidest.
- 37:19Wir haben immer das. Wenn ich zurückdenke, würde ich sagen, ich hätte schon gerne ein Leben, wo jemand mir sagt, was ich wirklich machen soll. Du musst den Selbstfindungsweg die ganze Zeit selber machen. Irgendwann scheisst es.
- 37:35Aber man hat nicht das Gefühl, dass es am authentischsten ist, wenn du es wirklich selber aus dem Arsch ziehst? Total. Total. Das ist der wichtigste Punkt. Man hat es manchmal versucht, auch beim ESC hast du gemerkt... Ich meine, ich bin zum ESC gekommen, das war mit Corona. Ich habe gesehen, dass unsere Brüder verlumpen. Jetzt muss ich eine Lösung haben. Dann ging ich googeln, was ich auch machen kann. Ah, ESC.
- 38:05Ich habe ihnen einen Song geschickt und dann war ich im SC. Aha, das ist dein... Das ist eigentlich mein... So wie... Du bist kreativ, muss ich sagen. Ja, man muss einfach lösungsorientiert sein. Lösungsorientiert. Das war eine fantastische Zeit. Es ist wirklich...
- 38:23Und ich würde es wieder machen. Aber mir ist bewusst geworden, nach Galdan... Du kommst in eine Maschine rein und plötzlich, wenn ich jetzt zurückschaue und mich da anschaue, denke ich mir «What the fuck, wie siehst du denn aus?» Ist es so, dass du sagst «Nachher gehen wir googeln»? Nein, einfach... Mit pinkigen Haaren? Nein, wenn du den Weg weitermachst und zurückschaust, ist es so...
- 38:48Der Musikweg... Ich bin mich immer noch am Suchen. Das ist der fucking Kampf. Ich habe so spät angefangen. Nemo macht seit... Seit 8 Uhr macht er Musik, hat Theater gemacht, alles. Die ganze Findungsphase... Die ist schon viel früher passiert. Die ist viel früher passiert.
- 39:15Und ich habe immer noch gar keinen Plan, was ich eigentlich mache. Und das ist richtig schön, weil ich so ein kleines alles mache, aber es hat noch keine Linie. Und ich probiere es immer, seit vier Jahren probiere ich es, immer mehr und mehr Linien zu geben. Aber was ist, wenn die Linie genau das ist, dass du eben keine Linie hast?
- 39:36Mhm. Das haben mir auch schon ein paar gesagt. Aber das ist dann sehr schwierig. Wie soll ich mich denn anlegen? Es kommt dann das ganze... Es fängt dann die ganze Kuh auf. Ich sage immer, wenn ich ein Rapper wäre, ich wüsste genau, was ich machen würde. Dann holst du eine Karre, holst ein paar Chicks auf die Karre, ein paar Böse-Lyrics, zack, bam, du hast ein Produkt.
- 40:03Das ist greifbar. Bei mir ist es immer... So nach Lust und Lune? Ja, sehr. Aber ich weiss nicht, ob ich das darf. Das ist immer das Thema. Wer sagt, was richtig und was falsch ist? Gibt es einen Musikgott, der sagt, Marius, du musst bis dann und dann das und das.
- 40:24Es wird immer näher. Es kommt immer näher. Ich habe jetzt einen EP rausgelassen. Im Frühling. Sing my song. Oh. Da habe ich gedacht, das ist ein Sound, den ich liebe. Das ist auch eine grosse Frage in der Musik. Mache ich einen Sound, den ich liebe, den meine Kollegen auch gerne haben? Oder mache ich einen Sound, den ich dazu passe? «Boys don't cry».
- 40:54Nein, «Kiss me in the morning» oder so. «Boys do cry» «Boys do cry» Wieso «Boys do cry»? Wie bist du auf das gekommen? Oder was war der ausschlaggebende Punkt? Er hat gebrüllt. Es ist ein wenig zurück auf meine... Sorry. Ich muss gut übersetzen.
- 41:19Es ist ein bisschen zurück auf meine Kinderheit, eben dieses Stackeln-Thema. Das Stackeln, das ist passiert.
- 41:33Dank diesem Stackel und diesem Moment singe ich. Oder habe ich diesen Schmerz in meiner Stimme. Oder diese Emotion. Das war in der dritten, vierten Klasse. Dort, wo man sich zum ersten Mal in eine Mädchen verliebt. Und dann... ...kannte ich bei mir in der Klasse ein Mädchen. Ich habe ein halbes Jahr schon immer, was man sagt, Träume gefunden. Angehimmelt.
- 42:01Ich bin aber sehr in der Rangliste, wie sagt man, in der Hierarchie, in der sozialen Hierarchie der Schule sehr unerwartet. Und ich habe dann immer, und ich habe dann immer, habe ich sie so angeschaut und dann habe ich gesagt, und dann irgendwann hat sie sich umgerührt und hat gesagt, Marius, willst du mit mir zusammen sein? Und dann mein Herz so.
- 42:27«Ja!» Und sie «Ich habe ihn mit dir!» «Nein! Nein!» «Und das ist...» «Im Ernst!» «Ja, von der ganzen Klasse!» «Nein!» «Nein, nein, sie hat schon tausendmal für dich entschuldigt!» «Also jetzt später dann im Ding!» «Muss ich dich auch mehr erzählen?» «Wieso, was habe ich gesagt?» «Wieso?»
- 42:48Nein, aber das ist etwas, das hat wirklich... Das ist auch etwas aus dem Selbstfindungsweg, den man betreiben kann. Du fängst an, deine Kinder zu suchen. Und da habe ich mir gesagt, nach dem Moment, wo mir so... so etwas so stark weh gemacht hat, da habe ich noch angestackelt. Da habe ich drei Jahre angestackelt wegen diesem Moment.
- 43:15Ich habe es dann wieder weggebracht, weil ich in die Pubertät gekommen bin und gewachsen bin. Und auch ein bisschen, wie sagt man, ich war sofort der Grösste, sofort der Breiteste, meist Jim. Und ich habe ein bisschen geschlägt und dann war ich plötzlich weiter oben in der Hierarchie. Und der Stackel ist weggegangen.
- 43:36Das ist krass. Es hat man wieder selten... Ja, darum, keine Qual verherrlich, aber manchmal ist es... Nein, aber das hat man wieder Selbstvertrauen gegeben. Und dann nachher
- 43:57Und dann bin ich aber sehr, in dieser Zeit nachher, bis 22, ich war ein sehr aggressiver und aggläubiger Mensch. Ich war ein sehr aggressiver Mensch, der...
- 44:07Weisst du, wie ich... Wie man auch nennt... Schutzmechanismus. Ein bisschen Talahor-lich. Talahor! Nein, einfach sehr... Ja, sehr... Ja. Ein bisschen aggressiver Mann. Revier markierend. Bin ich aber ursprünglich nie gewesen. Ich war immer der Golden Retriever Boyfriend. Also immer so... Liebe für alle, oder? Aber es ist... Phase. Genau, das war eine Phase.
- 44:37Und das Spannende ist, dass ich singen
- 44:41Das hat mich wieder zurückgebracht zum... ...gefühlvollen Mann. Aber die andere Phase hat es auch gebraucht. Kontrast? Die Phase hat es auch gebraucht. Und «Boys Do Cry» erzählt von dieser verletzten Zeit. Und das ist die Emotion. Und du siehst, es hat einen kleinen Ritter.
- 45:07Die Ritterrüstung habe ich noch bei mir. Das ist eine Karton-Ritterrüstung, die wir dann basteln. Und ein kleiner Junge, ich glaube, das war Kevin, hat... Kevin. Wie die Halle Hohne. Kleiner sind die Kevins. Und der hat die Ritterrüstung und er gibt wie eine Mädchen... ähm...
- 45:31Eine Zuckerwatte. Und dann wäschst du sie weg. Es gibt ganz viele so leichte Dinge. Und das ist eigentlich Boistercraft. Und deshalb «Do Cry». Emotionen zeigen, Männlichkeit. Wichtig, denn das hat dich ja von deiner Agro-Phase wieder weggenommen. In dem du wieder durchs Singen angefangen hast, Gefühle zuzulassen.
- 45:54Es war wie ein Ventil. Was haben wir gelernt? Wenn ihr aggressiv seid, fangt ihr an zu singen. Ja, völlig. Leider müssen wir langsam... Warte kurz, was ist dein nächster Move, dein nächster Step? Willst du gerade Werbung machen? Wo bist du? Wo sieht man dich?
- 46:18Was hast du vor? Nächstes Konzert. Hey, wir haben jetzt zwei Konzerte. Im Kif Aarau und in Langenthal. Zwei Letzte. Wir machen wieder so ein Christmas Special. Oh, hab ich gesehen. Und Spengler Cup spiele ich noch. Oh wirklich? Schön. Ich mache die Eröffnung. Hockey. Ah, okay. Ja. Und dann im Januar muss ich im WC am Monat noch die Letzte. Ah krass.
- 46:44Und im Februar «Art on Ice». Ah, mega schön. Und dann mache ich mit «Das Zelt» noch eine Tour um die Schweiz um ein ganzes Jahr. Ah, cool. Die machen so «Best in Schweizer Hits». Da kommt es dann auch raus. So cool. Und «Songs for Listen». Immer ein bisschen mehr wie der... Wie sagt man? Das Monster-Fütter. Social-Media-Monster.
- 47:06Das ist richtig, ja. Ein bisschen... Alle Tickets auf deiner Homepage. Tickets auf der Homepage. Die werden wir natürlich verlinken lassen. Also, suchst du mal die Frage? Mhm. Ich muss schon schauen. Also, wir haben hier das Konzept, jeder Gast darf am nächsten Gast eine Frage stellen. Du weisst natürlich nicht, wer unser nächster Gast ist. Und unser letzter hat es auch nicht gewusst. Aber bevor wir dir die Frage stellen, wir wollen dich natürlich nicht beeinflussen.
- 47:34Was ist deine Frage für unseren nächsten Gast? Das ist schon schwierig. Also, was haben die für Leute hier? Ich weiss es nicht. Deine Frage ist deine Frage. Du entscheidest. Du entscheidest, was du fragen möchtest. Egal was. Du entscheidest. As easy as that.
- 48:03Wo war ich in den nächsten zwei Jahren? Ich weiss auch nicht. Das ist deine Frage. Wo war ich in den nächsten zwei Jahren? Wo warst du in den nächsten zwei Jahren? Nein, war das die Frage? Nein, aber es ist ein bisschen schneller. In den nächsten zwei Jahren?
- 48:26Ah, zwei Jahre hast du gesagt? Ja, zwei Jahre. Nächstes Jahr ist es in der Schweiz voll. Dann habe ich meine Brand in der Schweiz. Dann mache ich noch etwas Musik. Und dann wird Marius B. da sein. Ich glaube, dann im Jahr 2026. Ich bin jetzt mit Jasmin frisch verlobt.
- 48:52Und wir sind ein fantastisches Team. Wir sind jung und dynamisch und wir viben gut. Und mit ihr an meiner Seite habe ich das Gefühl, ich kann alles auf dieser Welt erreichen. Sehr schön. Darum habe ich gesagt, ich suche mir eine Lösung. Ich möchte gerne, beim nächsten Traum, den ich mache, ich möchte gerne alle Botschaften abspielen. Schweizer Botschaften in die ganze Welt. Ah ja. Also irgendwie fern abspielen.
- 49:18Ja, ist das so, dass du mit Talia G zur Botschaft spielen gehst? Ja. Ah, du gehst Musik machen? Genau. Und ich muss einfach einen finden, den wir buchen, der Botschaft. Aha. Und sagen, okay, die Botschaft hat ja immer irgendwelche Events und Sachen. Und jetzt kommt halt jemand... Ah, und so kannst du damit um die Welt herumreisen. Und so können wir zusammen wie um die Welt herumreisen. Sicher. Gitarre, Lüse... Lüse orientiert. Lüse orientiert. Und einfach wieder einmal...
- 49:43Wieder einmal Strassenmusik machen auf einem... auf einem... auf einem besseren Level. Aber so ein wenig... Aber so ein wenig einfach wieder einmal schnell... wie sagt man... den Fokus wieder rauszusetzen. Wann darf man die nächste EP oder Song erwarten? Hey, im Januar lassen wir wieder los. Januar, okay. Jetzt habe ich noch einen Weihnachtssong. Musst du mal hören, ich habe einen Weihnachtssong geschrieben.
- 50:09Eben, das mit Mariah Carey, so ein... Ja genau. Das habe ich dir, glaube ich, geschickt. Ich habe den letzten schon rausgebracht, aber ich bringe ihn jedes Jahr wieder. Das ist auch lösungsorientiert. Recycling. Wieder verwerten. Also deine Frage, die du bekommen hast, ist...
- 50:30«Was können wir zusammen machen, damit wir alle in Freude und Liebe leben können?» Das war der Amin von «Essen für alle». Oh, das ist ganz herzig. Was können wir machen, um alle zusammen in Freude und Liebe zu leben? Deiner Meinung nach. Das ist eine tief philosophische Frage. Vor allem nach diesen Wahlen, oder? Ja. Hey.
- 51:02Ich glaube, im Menschen ist das einfach biologisch, dass er sich irgendwo streiten möchte. Das ist einfach in uns drin. Das ist sehr traurig, aber irgendwie... Also gibt es keine... Ich glaube, wenn man eben so... Zurzeit... Ich habe manchmal Diskussionen, ich sage oft, wir haben hier unsere Maslow-Pyramide. Zurzeit sind wir hier oben, in unserer Selbstverwirklichung.
- 51:32und sind hier oben voll um zu besäuern. Und es ist so voll... Und jetzt kommt ein Krieg oder es passiert irgendetwas und wir gehen gleich einen Schritt weiter runter und andere Sachen sind wieder relevanter. Irgendwie eine Masslauf-Pyramide zu begrenzen,
- 51:49So in den 80ern, dass man irgendwie Zufriedenheit irgendwo findet. Spannend. Das ist ja wie die Frage, was können wir alle machen? Aber was du ja machst und was du gemacht hast, um auf diese Stelle zu greifen, du bist von deiner
- 52:04emotionaler Phase in der Kindheit, sondern der Schläger-Typ. Und dass du das nicht mehr bist, hast du wieder mit Musik dein wahres Ich gefunden. Also eigentlich müsste man wie vielleicht sein wahres Ich finden, dass man dann eben nicht mehr diese Aggressivitäten und so hat, um mehr Frieden und mehr Essen für alle wie der Armin doch braucht.
- 52:24Hast du jetzt einfach in meine Frage geantwortet? Ich musste schnell... Schnell den Magen machen, geil. Ja, vielleicht ist das eine Lösung. Ja, vielleicht ist das eine Lösung. Aber ähm... Wir sind wie Schweizer, nice. Wir haben noch 4 Minuten Leute. Die pressen wir jetzt aus dem Neuschwanau. Die pressen wir raus, und zwar für euren Support. Und zwar vielen Dank, dass ihr zugesagt habt. Ihr seid dabei. Also ein riesen Dankeschön, dass ihr alle den Weg hierher gefunden habt. Einen riesen Dankeschön, dass ihr alle den Weg hierher gefunden habt. Einen riesen Dankeschön, dass ihr alle den Weg hierher gefunden habt. Einen riesen Dankeschön, dass ihr alle den Weg hierher gefunden habt.
- 52:53Hey, bedient euch, dass ihr hier angekommen seid, dass ihr am Sonntagnachmittag Zeit für uns opfert. Der Papa ist wahrscheinlich geschlafen, ich habe ihn nie wieder gesehen. Ich habe ihn schon gesehen. Und für alle, die das dann später online hören werden, danke, dass ihr auch eingeschaltet habt, weil du entscheidest, euer Podcast für Business, Erfolg und persönliche Weiterentwicklung. Heute mit dem Marius Bär. Ich habe mich voll verpasst, dass das...
- 53:20Hast du noch irgendwas sagen wollen? Aha, nein, bin gut. Ich gehe jetzt zum Brian Adams Konzert. Schön. Du fährst sie? Ich fahre sie. Girls evening. Wir brauchen aber noch etwas von dir.
- 53:38Ja, nein, nein, nein. Eben, vielleicht für alle, die da sind, es wäre mega schön, wenn ihr, falls ihr uns zuhört, auch abonniert, mal liket, mal supportet. Wir haben ein paar, die uns immer supporten. Danke vielmals. Ist nicht forderlich, aber trotzdem, ein Like oder so kostet wirklich nichts. Darum auch von meiner Seite, danke viel, viel, vielmals für euren Support. Und eure Liebe, die ihr uns immer wieder schenkt. Und danke dir, Mario. Er ist friedlich da. Nicht bezahlt. Also wirklich, danke viel, vielmals. Danke vielmals.
- 54:07Ja, und es war ein Spass. Es war mega schön, dich kennenzulernen. Und beim letzten Mal habe ich einen Song von dir gehört, einen Geburtstagssong, der ist richtig, richtig nice. Ah, the happy fucking birthday. Ja, the happy fucking birthday. Was meinst du? Einfach, um uns einen Geschmack zu geben von deiner Stimme, vielleicht jemanden, den ich nicht kenne. Nein, ich habe immer Gitarre. Dann musst du Gitarre hören. Danke vielmals. Danke auch.