Latest / LebensWert - das Jetzt versichern / Vorerkrankungen - was prüft der Versicherer?
Transcript
- 0:00Speaker 1: Also wirklich, mir tut es immer weh, wenn ich einen Antrag persönlich ablehnen muss.
- 0:05Speaker 1: Meistens versuche ich, irgendeine Lösung zu finden.
- 0:07Speaker 1: Natürlich auch manchmal kann ich nicht zu hundert Prozent auch den Kunden, sage ich mal, entgegenkommen, weil manchmal müssen wir mit Ausschlüssen oder Zuschlägen arbeiten, aber ich versuche immer eine diplomatische Lösung zu finden und gegebenenfalls auch wenn... Eine Berufsunfähigkeit nicht anbietbar ist gegeben, falls auch eine Grundfähigkeit zu gehen oder so.
- 0:27Speaker 1: Da ist die Risikoprüfung nicht so streng wie der Berufsunfähigkeit, aber er hat zumindest ein Grundschutz.
- 0:33Speaker 1: Weil ich sage mal, nix ist schlimmer, als wenn man bei einer Erkrankung den sich auch noch um die finanziellen Sachen sorgen machen muss.
- 0:43Speaker 0: Hallo und herzlich willkommen bei Lebenswert, das jetzt versichern.
- 0:48Speaker 0: Mein Name ist Shilu Könke und ich bin Host in diesem Podcast.
- 0:52Speaker 0: Ich freue mich gemeinsam mit meinen Gästen, Themen aus der Gesellschaft aufzugreifen, die direkten Einfluss auf unser Leben und die Lebensqualität haben.
- 1:00Speaker 0: Wir sprechen über Fragen rund um mögliche Lebensrisiken, den Lebenswandel an sich, aber auch ganz persönliche Lebensgeschichten.
- 1:07Speaker 0: Und darüber, uns das jetzt bewusst zu machen.
- 1:10Speaker 0: Das jetzt, also genau diesen Moment, in dem sich alles gut und richtig anfühlt.
- 1:15Speaker 0: Viel Spaß beim Zuhören.
- 1:23Speaker 0: Uns erreichen immer wieder Rückfragen zum Umgang mit schweren Erkrankungen hinsichtlich der finanziellen Absicherung von Lebensrisiken, beispielsweise beantrag auf eine Berufsunfähigkeitsversicherung.
- 1:33Speaker 0: Da es sich um ein komplexes Thema handelt und Pauschalaussagen nicht möglich sind, möchten wir euch die wichtigsten Tipps vorabgeben.
- 1:40Speaker 0: Erstens.
- 1:41Speaker 0: Lasst euch auf euren Einzelfall hinberaten.
- 1:44Speaker 0: Nur anhand einer individuellen Bewertung eurer Vorerkrankung können Versicherer belastbare Aussagen treffen und euch Empfehlungen geben.
- 1:52Speaker 0: Zweitens.
- 1:53Speaker 0: Wenn ihr eine anonyme Einschätzung vor Antragstellung einholen wollt, gibt es die Möglichkeit, Voranfragen an den Versicherer zu stellen.
- 2:00Speaker 0: Dieser prüft daraufhin, ob ein Versicherungsschutz möglich ist.
- 2:04Speaker 0: Drittens, sofern eine Vorerkrankung einmal nicht abgesichert werden kann, bedeutet es nicht, dass ein Versicherungsschutz unmöglich oder gar sinnlos ist.
- 2:13Speaker 0: Denn eine Berufsunfähigkeit kann viele Auslöser haben, die alle im Vertrag eingeschlossen und mitversichert sind.
- 2:19Speaker 0: Außer eben der einen betreffenden Vorerkrankung.
- 2:22Speaker 0: Wie Versicherer mit der Risikobewertung von schweren Vorerkrankungen umgehen, erläutert uns Christian Langenstraß im folgenden Gespräch.
- 2:31Speaker 0: Anlass für unser heutiges Podcastgespräch hier bei Lebenswert ist eine kürzlich von uns veröffentlichte Podcastfolge, nämlich Folge neununddreißig, in der wir mit unserem Gast Susanne Thiem über ihre dankenswerter Weise inzwischen mehr als zehn Jahre zurückliegende Krebsdiagnose gesprochen haben und darüber, wie sie mit dieser Diagnose und anschließend natürlich auch mit dieser Krebserkrankung umgegangen ist.
- 3:00Speaker 0: Das ist natürlich ein ganz eigenes Thema und heute wollen wir eben aber diesen Anlass dazu nutzen, um darüber zu sprechen, welche Möglichkeiten Menschen haben, die an ähnlich schweren Erkrankungen leiden, den sogenannten Dread Diseases, wie sie in der Versicherungswelt heißen und wollen herausfinden, was sie tun können, um sich im Hinblick auf die biometrischen Risiken, also die Absicherung der Lebensrisiken, abzusichern, welche Vorsorge sie da treffen können.
- 3:30Speaker 0: Und wir wollen auch erfahren, weshalb Versicherer diese Gesundheitsdaten eigentlich in ihrer Gesundheitsabfrage erheben.
- 3:39Speaker 0: Denn das ist eine Rückfrage, die wir auch von Kundinnen und Kunden immer wieder mal gestellt bekommen, so in die Richtung gehen.
- 3:47Speaker 0: Weshalb interessiert sich der Versicherer eigentlich für diese Art der persönlichen Angaben?
- 3:51Speaker 0: Und als Gast hier bei mir im Gespräch heute für die Antworten auf meine Fragen.
- 3:57Speaker 0: Sitz mir jetzt hier gegenüber mein lieber Kollege Christian Langenstraß.
- 4:00Speaker 0: Lieber Christian, du bist Leiter der Underwriter in der Risikoprüfung bei der Hannoverische und ich begrüße dich herzlich, herzlich willkommen.
- 4:08Speaker 1: Hallo Shilu, schön Dank, dass ich bei euch sein kann und freue mich auf unser Gespräch.
- 4:12Speaker 0: Ja super, wir steigen gleich ein.
- 4:14Speaker 0: Ich habe natürlich zunächst mal die Frage, was sind eigentlich die relevanten Vorerkrankungen?
- 4:19Speaker 0: Was fällt eigentlich alles darunter?
- 4:22Speaker 0: Was muss ich da angeben gegenüber meinem Versicherer?
- 4:25Speaker 1: Wichtig, oder so sage ich mal so, als relevante Vorerkrankungen sind alle Erkrankungen und Beschwerden und Behandlungen, die ärztlich festgestellt worden oder auch ärztlich behandelt worden und auch die ich als Kunde wahrgenommen habe, auch wenn direkt kein Diagnose gestellt wurde.
- 4:41Speaker 1: Das sind zum Beispiel Krebserkrankungen, Tumorerkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen, Züsischeerkrankungen, sowie Diabetes und Rheuma als Beispiel.
- 4:52Speaker 0: Genau.
- 4:53Speaker 0: Also alles, was ärztlich behandelt wurde, sagst du jetzt, beziehungsweise bei den schwereren Krankheitsverläufen, sollte ich das auch noch wissen natürlich als Betroffener.
- 5:05Speaker 0: Und was sind eigentlich diese Dread Diseases?
- 5:08Speaker 0: Du hast jetzt, glaube ich, schon ein paar genannt, also Krebserkrankungen wäre zum Beispiel eine Dread Disease.
- 5:13Speaker 0: Was gibt es noch an Dread Disease-Erkrankungen?
- 5:16Speaker 1: Ich sage da immer zu schwere Herzerkrankungen, würde ich mit dazu zählen auf jeden Fall und Zischerkrankungen zählen auf jeden Fall mit rein.
- 5:24Speaker 0: Okay, ja.
- 5:26Speaker 0: Jetzt einmal zu der Antragstellung, denn dann ist ja die Situation da, dass der Versicherer eben auch diese Gesundheitsdaten erhebt.
- 5:33Speaker 0: in dem Moment, wenn wir jetzt mal auf das Beispiel Krebs zurückblicken.
- 5:39Speaker 0: Welche Überlegungen stellt ein Versicherer eigentlich an, wenn ein Kunde eben bei der Antragstellung angibt, im Laufe seines Lebens schon einmal an Krebs erkrankt gewesen zu sein.
- 5:50Speaker 0: Also im Fall von Susanne Thiem, ich habe es gerade gesagt, da liegt das zehn Jahre zurück oder mehr als zehn Jahre, das heißt bei ihr gilt diese Krankheit inzwischen medizinisch als geheilt.
- 6:01Speaker 0: Aber ja, was sind die Überlegungen auf Seiten der Versicherer, wenn jemand eine solche Angabe tätigt?
- 6:09Speaker 1: Für uns als Versicherer ist es immer besonders wichtig, natürlich die Art des Krips, den Stadien und dem Verlauf der Diagnose, auch die Therapieform, was eine Chemotherapie oder eine OP, den Zeitpunkt der letzten Behandlung sowie Dauer der Kripsfreiheit, wie zum Beispiel in diesem Fall, dass es schon länger als zehn Jahre war.
- 6:30Speaker 0: Okay, also das heißt du hast gerade gesagt, der Zeitpunkt der letzten Behandlung, wenn der also länger als fünf Jahre zurück liegt.
- 6:36Speaker 0: dann ist es für den Versicherer weniger relevant.
- 6:39Speaker 0: oder was bedeutet das?
- 6:40Speaker 1: Genau, dann ist es weniger relevant.
- 6:42Speaker 1: Das ist ja auch, sag ich mal, wir haben ja auch so genannte Abfragezeiträume, wo wir die Fragen stellen und die bei bestimmten Erkrankungen fünf oder zehn Jahre, zum Beispiel stationäre Erkrankungen, fragen wir teilweise nach zehn Jahren ab.
- 6:53Speaker 1: Und wenn es da drüber liegt, ist es nicht mehr.
- 6:55Speaker 1: angeht, ja, aber relevant.
- 6:58Speaker 0: Also das heißt, wenn ich jetzt einen Krankheitsverlauf hatte, der mehr als zehn Jahre zurückliegt, dann müsste ich das theoretisch gar nicht mehr angeben.
- 7:10Speaker 0: Was ist eigentlich der Grund, weshalb Kunden überhaupt diese Erkrankungen angeben müssen?
- 7:15Speaker 0: Also wir haben jetzt über die Zeitspanne schon gesprochen, die relevant ist oder eben auch nicht.
- 7:20Speaker 0: Aber weshalb müssen Kunden dem Versicherer gegenüber diese Information preisgeben?
- 7:27Speaker 1: Wir prüfen natürlich Wie wir dieses Risiko konkret einschätzen können, damit wir auch die Beiträge fair kalkulieren können für alle Seiten und natürlich auch sowieso das Versicherungskollektiv schützen müssen.
- 7:42Speaker 0: Ja, fair kalkulieren sagst du jetzt.
- 7:46Speaker 0: Das heißt, das ist eigentlich die Aufgabe, die ihr in der Risikoprüfung auch leisten müsst, dass ihr, wenn diese Ankaben kommen, von Kundenseite, dass ihr das Risiko bewertet, aufgrund von Erfahrungswerten oder wie geht ihr davor?
- 8:01Speaker 0: Kannst du das ein bisschen beschreiben?
- 8:03Speaker 1: Erfahrungswerten, natürlich auch Statistiken in Hintergrund, wie hoch zum Beispiel das Sterbefallrisiko in bestimmten Erkrankungen ist oder nach bestimmten Dauer, wie lange die Erkrankung rückliegt, wie ist das Rückfallrisiko und das wird damit einkalkuliert, damit wirklich ein fairer Beitrag kalkuliert werden kann und wir natürlich auch das Kollektiv schützen können, damit wir sagen, ist es mal auch dann gegeben, falls alle Versicherungsleistungen erstatten können.
- 8:27Speaker 1: Ja,
- 8:27Speaker 0: ja, verstehe.
- 8:30Speaker 0: Wie ist es dagegen, wenn ich mich versichert habe bereits?
- 8:35Speaker 0: Ich habe schon einen existierenden Vertrag, war bei Antragstellung noch gar nicht von schweren Erkrankungen betroffen und erkranke dann im Laufe meiner weiteren Jahre an beispielsweise Krebs und habe aber schon eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen.
- 8:53Speaker 0: Wie geht der Versicherer damit um?
- 8:55Speaker 1: Dann prüfen wir natürlich, ob bei Vertragstellung die Angaben alle konkret waren.
- 9:00Speaker 1: Und dann, so wie du in diesem Fall gerade erörtert hast, bestand ja die Krebserkrankung nicht zu diesem Zeitpunkt, wo der Vertrag abgeschlossen war.
- 9:09Speaker 1: Und somit würden wir den volle Leistung auch bei der Diagnose Krebs erstatten.
- 9:14Speaker 0: Genau.
- 9:14Speaker 0: Das heißt, es ist im Prinzip empfehlenswert, immer sich in gesunden Tagen zu versichern, die Absicherung dann abzuschließen.
- 9:21Speaker 0: in den Tagen, in denen noch eben keine schweren Erkrankungen vorliegen, für den Fall, dass man dann eben doch mal im Laufe seines Berufslebens erkrankt.
- 9:30Speaker 0: oder ja, davor ist niemand gefeilt und dass man dann den Versicherungsschutz auch für sich beanspruchen kann.
- 9:37Speaker 1: Genau, sagen wir mal, da stimme ich der Vollkommen zu, das ist hundertprozentig richtig, weil genau dafür sind wir ja da als Versicherer, dass wir im Fall X dann auch wirklich leisten können und den Kunden auch helfen können in dieser schweren Situation.
- 9:51Speaker 1: besser über die Runden zu
- 9:51Speaker 0: kommen.
- 9:52Speaker 0: Ja, genau.
- 9:52Speaker 0: Also, dass man das einfach finanziell überbrücken kann, diese Phase, die ja durchaus, auch wir haben es hier auch gehört, in manchen Fällen sich über Jahre hinziehen kann, also insofern sechs Jahre oder länger ohne Einkommen zu leben, das ist natürlich schwierig.
- 10:09Speaker 1: Da kann ich nur beiflichten.
- 10:12Speaker 0: Gibt es... einen Fall, den du anonymisiert beschreiben kannst, der dir vielleicht auch besonders im Kopf geblieben ist, bei dem Kundenseitig gar nicht so klar war, ob eine Absicherung aufgrund der Vorerkrankung möglich ist und wenn ja, wie seid ihr vorgegangen in so einem solchen Fall?
- 10:32Speaker 1: Als Beispiel hatten wir jemand, der hatte vor fünf Jahren Hautkrebs.
- 10:37Speaker 1: Da haben wir dann natürlich selbstverständlich die Befunde angefordert und auch die Nachsorgebefunde.
- 10:41Speaker 1: Und er war dann schon mehr als drei Jahre behandlungsfrei und auch beschwerdefrei.
- 10:47Speaker 1: Und den konnten wir sogar in der Berufs- und Fähigkeitsversicherung normal annehmen.
- 10:54Speaker 0: Das heißt, es ist dein Anspruch auch immer individuell zu prüfen.
- 10:59Speaker 0: Welcher Fall vorliegt?
- 11:00Speaker 1: Selbstverständlich.
- 11:01Speaker 1: Also es gibt es auch bei den Krebserkrankungen, es gibt verschiedene Stadien.
- 11:05Speaker 1: Wir müssen natürlich wissen, wer zu Stadion, wie lange die Beschwerdefreiheit ist, dann müssen wir natürlich auch gucken nach der Art der Erkrankung, wie hoch ist zum Beispiel das Rückfallrisiko, das wird alles mit einbezogen individuell in diese Prüfung und so gibt es natürlich auch, sage ich mal, fast bei jeden unterschiedlichen Woten, also Ergebnisse, wo wir gegebenenfalls auch ein Angebot machen können.
- 11:25Speaker 0: Wenn du darüber sprichst, dass das immer in individuell bewertet wird und das Risiko eingeschätzt wird, dann spielen ja bestimmt auch ärztliche Atteste oder irgendwas eine Rolle, die dann der Kunde beisteuert.
- 11:38Speaker 0: Oder ist das gar nicht notwendig für euch?
- 11:41Speaker 0: Habt ihr die ausreichende Erfahrung, dass ihr das einschätzen könnt?
- 11:45Speaker 1: Wir haben natürlich auch Erfahrungen dabei, aber wir brauchen natürlich auch die ärztlichsten Befunde.
- 11:49Speaker 1: und zum Beispiel, wo drinnen steht, bei Feststellung der Krebsdiagnose, welches Stadion lag vor, das ist für uns ganz wichtig, um zu gucken, Stadion eins, zwei oder drei sage ich mal so, weil daraus wir natürlich auch unsere Erfahrung spielen lassen.
- 12:04Speaker 1: Wie können wir es einschätzen?
- 12:05Speaker 1: Können wir es vorsichern?
- 12:06Speaker 1: Müssen wir es vielleicht gegebenenfalls noch zwei drei Jahre zurückstellen?
- 12:09Speaker 1: Oder können wir schon mit einem Ausschlussklausel oder einen Zuschlag vorsichern?
- 12:12Speaker 1: Da sind helfen uns wirklich diese Befunde, wo wir denn sehen können.
- 12:15Speaker 1: Wie schwer war die Erkrankung oder gegebenenfalls wie lange ist schon Beschwerdefreiheit?
- 12:20Speaker 0: Das heißt, wenn es auch die Möglichkeit gibt, zuerst einmal mit Ausschlussklauseln zu arbeiten, dann bedeutet das ihr könnt den Kunden schon in den Versicherungsschutz nehmen, aber ihr schließt dann bestimmte Ursachen aus.
- 12:33Speaker 1: Genau.
- 12:34Speaker 1: Wir schließen dann bestimmte Erkrankungen aus und wenn diese Erkrankung noch mal auftreten würde und dann zu einer Berufsunfähigkeit führen würde, würde die Leistungsfreiheit bestehen.
- 12:44Speaker 0: Ja, genau.
- 12:45Speaker 0: Aber dann weiß der Kunde eben im Vorfeld, worauf er sich einlässt und es kann natürlich auch andere Auslöser geben für eine Berufsunfähigkeit.
- 12:52Speaker 1: Genau, sagen wir mal alle anderen Risiken sind natürlich vollkommen eingeschlossen, vollkommen versichert.
- 12:56Speaker 0: Und wenn dann dieser Zeitraum vergangen ist, also wenn jetzt beispielsweise du hast von drei Jahren gerade eben gesprochen, wenn der vergangen ist und es ist weder ein Versicherungsfall eingetreten, noch ist diese Erkrankung bei Kundenseitig aufgetreten oder hat sich verschlimmert.
- 13:10Speaker 0: Dann könnt ihr die Ausschlüsse rausnehmen aus dem Vertrag.
- 13:13Speaker 0: oder wie funktioniert das dann?
- 13:15Speaker 0: Es gibt
- 13:15Speaker 1: bestimmte Erkrankungen.
- 13:16Speaker 1: Da ist dieser Ausschluss nicht möglich zu entfernen, aber es gibt auch viele Erkrankungen.
- 13:20Speaker 1: Da kann man nach bestimmter Zeitraum.
- 13:22Speaker 1: Da bieten die automatisch sogenannte Überprüfungsoptionen an.
- 13:25Speaker 1: Da steht dann in dem Versicherungsschech.
- 13:26Speaker 1: Eine Überprüfung ist nach zwei Jahren der Behandlungs- und Beschwerdefreiheit als Beispiel möglich.
- 13:31Speaker 1: Gibt es die Möglichkeit, diese Ausschlussklausel zu überprüfen?
- 13:34Speaker 1: Und wenn dann alles, sage ich mal, positiv ist, würden wir diesen Ausschluss wieder löschen und so sehen.
- 13:39Speaker 1: diesen Inversionsschutz.
- 13:41Speaker 0: Habt ihr das immer auch im Blick, also beispielsweise bei diesen Verträgen bekommt der Kunde da eine Erinnerung oder sowas, dass man sagt, guckt ihr doch nochmal an jetzt diese Vertragsgrundlage, zwei Jahre sind vergangen, warst du geschwerdefrei?
- 13:54Speaker 1: Das ist aktuell noch nicht der Fall, da muss der Kunde aktuell aktiv auf uns drauf zukommen und sich das so selber terminieren.
- 14:01Speaker 0: Okay, gut.
- 14:02Speaker 0: Ja, aber... Man hat ja einen Eigeninteresse daran, dass man natürlich den vollen Versicherungsschutz möglichst auch genießen kann.
- 14:09Speaker 1: Davon gehe ich auch aus.
- 14:10Speaker 0: Ja.
- 14:12Speaker 0: Ich habe zuletzt noch eine persönliche Frage an dich.
- 14:15Speaker 0: Gibt es eigentlich eine typische Eigenschaft, die du als Risikoprüfer mitbringst und über die deine Familie oder deine Freunde auch manchmal schmunzeln?
- 14:26Speaker 1: Sehr gute Frage.
- 14:27Speaker 0: So eine typische Charaktereigenschaft oder?
- 14:30Speaker 0: Ja, irgendwas, was du vielleicht auch erst im Laufe deiner beruflichen Laufbahn bemerkst, dass dich das ausmacht, dass du da besonders gut drin bist oder dass das diese Profession bei dir erst bewirkt hat.
- 14:45Speaker 1: Ich glaube, dass man versucht wirklich jeden, der auch einen Versicherungsschutz haben möchte, einen Bieten zu können.
- 14:54Speaker 1: Also wirklich, mir tut es immer weh, wenn ich einen Antrag persönlich ablehnen muss.
- 14:59Speaker 1: Meistens versuche ich, irgendeine Lösung zu finden.
- 15:02Speaker 1: Natürlich auch manchmal kann ich nicht zu hundert Prozent auch den Kunden entgegenkommen, weil manchmal müssen wir mit Ausschlüssen oder Zuschlägen arbeiten, aber ich versuche immer eine diplomatische Lösung zu finden und gegebenenfalls auch wenn... eine Berufsunfähigkeit nicht anbietbar ist, gegebenenfalls auf eine Grundfähigkeit zu gehen oder so, da ist der die Risikoprüfung nicht so streng wie der Berufsunfähigkeit, aber er hat zumindest insofern ein Grundschutz, weil ich sage mal, nix ist schlimmer als wenn man bei einer Erkrankung den sich auch noch um die finanziellen Sachen sorgen machen muss.
- 15:34Speaker 0: Ja, genau.
- 15:35Speaker 0: Und wir haben ja über die Grundfähigkeitsversicherung hier auch an anderer Stelle schon aufgeklärt.
- 15:40Speaker 0: Und genau wie du sagst, es gibt eben auch viele andere Auslöser, die zu einer Berufsunfähigkeit führen können außerhalb dieser schweren Erkrankungen.
- 15:49Speaker 0: Insofern ist das dann schon ein Schutz, auf dem man sich verlassen kann im Zweifelsfall.
- 15:54Speaker 0: Auch wenn es längere Zeit dauert, bis das ausgeheilt ist.
- 15:57Speaker 1: Auf jeden Fall.
- 15:59Speaker 0: Ja, super.
- 16:00Speaker 0: Vielen Dank lieber Christian Lange-Strasse für deine Antworten.
- 16:03Speaker 1: Dankeschön.