Latest / HSV, wir müssen reden – der Fussball-Talk / Spobis-Chef über HSV-Ultras, Polizeikosten und Finanzen
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- HSV, wir müssen reden. Der Abendblatt-Podcast rund um den Hamburger Sportverein. Wenn der HSV eine Aktie wäre, dann müsste man zuschlagen. Das hat unser heutiger Gast vor genau einem Jahr bei seinem letzten Besuch hier bei uns im Podcast Studios Abend gesagt. Er muss es wissen, denn keiner kennt sich so gut aus im Sportbusiness und im Fußball wie unser heutiger Gast. Aber er kennt sich nicht nur mit Fußball aus, er kennt sich auch sehr, sehr gut mit Handball aus. und er trifft zum Beispiel nächste Woche beim Spobus auch unsere Außenministerin Annalena Baerbock. Er wird den saudischen Prinzen, und den muss ich jetzt einmal ablesen, die Hand schütteln, nämlich den saudischen Prinzen Faisal bin Bandar al-Sud. Habe ich bestimmt falsch ausgesprochen. Aber wir sind vor allem sehr, sehr glücklich, dass er heute unser Gast ist. Herzlich willkommen, Marco Klevenhagen. Vielen Dank, schöner Richtig, Frau Alexander. Genau, und neben dem Chef des Spobus, Marco Klevenhagen, haben wir den Kronprinzen des Podcasts hier. Herzlich willkommen, Hendrik. Vielen Dank, Kai. König Kai, könnte ich sagen. Aber ich glaube, du bist nur Vizekönig in der Sportredaktion. Gefänglich schon sehr gut. Auf jeden Fall, wie immer bei HSV, wir müssen reden, sprechen wir natürlich über den HSV und auch über die Lage der 2. Liga. Allerdings mit dir, Marco, natürlich dann auch über Sportbusiness. Das ist dein Fachgebiet. Und ja, den Fußball im Allgemeinen. Und ja, HSV-Fans, tut mir leid. Wir müssen auch ein bisschen über den FC St. Pauli sprechen. Aber ich glaube, das ist in Ordnung. Zunächst mal, Kai, würde ich deinen Ball gerne aufnehmen von der Anmoderation. Denn, Marco, du hast gesagt vor einem Jahr, wenn der HSV eine Aktie wäre, dann müsste man eigentlich sofort zuschlagen. Ein Jahr später, würdest du sagen, bleibst du dabei? Wird man damit reich? Habe ich recht gehabt, würde ich sagen. Wäre man jetzt reich, wenn man vor allem hier eingestiegen wäre? Na, reich sicherlich nicht. Aber die finanzielle Entwicklung des HSV mit allem Drum und Dran ist weiterhin sehr positiv. Also man hat nochmal den Umsatz steigern können. Ich glaube von 114 Millionen auf 123 Millionen. Dank vor allem Merchandising und Zuschauerinnahmen? Insbesondere, das ist ganz interessant, weil diese 123 Millionen, Der Anteil daran, was aus den TV-Geldern kommt, ist vergleichsweise gering. Das ist bei um 20 Prozent nur beim HSV. Und bei vielen Klubs liegt das bei 40, 45 Prozent. Also was aus der zentralen Verband... Sind aber nochmal gesunken seit dem vergangenen Jahr. Genau, liegt natürlich daran, weil der HSV so lange eben in der zweiten Liga jetzt spielt und deswegen weniger TV-Gelder zugeteilt bekommt. Aber das zeigt nur die eigene Kraft, die der HSV finanziell auf die Beine stellt. Man hat wieder einen Gewinn ausgewiesen, ich glaube zum dritten Mal in Folge. Wir reden über die Saison 23, 24, also immer rückblickend. Die aktuelle Saison hat Finanzvorstand Eric Hubert, glaube ich, schon angedeutet, dass er nicht unbedingt mit einem Gewinn rechnet, weil man ein Stadion finanziert hat und eine Mannschaft noch mal investiert hat. Und auch jetzt wieder Transfers macht, also man löst Verträge auf, holt sich stattdessen Neuzugänge, für die man dann wieder Geld aufwenden muss. Also auch da eher wieder ein Minusgeschäft in der laufenden Transferperiode. Ja, aber Transfer können wir sicherlich noch mal drauf eingehen. Ist natürlich mit das interessanteste Geschäft für einen Fußballklub, wenn man das gut hinkriegt, da hat der HSV sicherlich noch Potenzial. Das machen andere Klubs nachhaltiger und vielleicht besser. Aber nichtdestotrotz, die Rahmenbedingungen sind klasse. Also man hat das Stadion entschulden können vorzeitig, ein Riesenasset. Also wenn man ein eigenes Stadion hat, für das man nicht mehr bezahlen muss, das hat Bayern München, glaube ich, mal irgendwann vor, weiß ich gar nicht mehr, 10, 15 Jahren mit der Allianz Arena gemacht. Das ist so eine Entlastung der der Liquidität, die man da bedienen muss. Also das ist toll. Insofern glaube ich, ist die, wenn es eine Aktie wäre, weiterhin stabil. Ich bin aber weit davon entfernt, also Aktientipps natürlich in echt zu geben für, insbesondere nicht im Fußballbereich. Also das ist schon sehr volatil. Da können wir nachher nochmal über Borussia Dortmund sprechen. Aber beim HSV würde mich auch noch interessieren, was ich ganz spannend finde. Du sagst, die Aktie ist weiterhin ziemlich gut. Das Lustige ist ja, dass im Vergleich zu vor einem Jahr, der HSV hat einen neuen Vorstand, der HSV hat einen neuen Trainer, der HSV hat wahrscheinlich bald eine neue Rechtsform, oder nicht nur wahrscheinlich, sondern sicher. Also eigentlich hat sich alles geändert und trotzdem die Konstante ist, du würdest weiterhin sagen, die Aktie fiel gut aus. Ja, weil ich glaube, also nochmal... Die Struktur ist, glaube ich, auch noch mal ein Beispiel dafür, dass man sich eher verbessert hat. Dass man jetzt den dritten Trainer in, das wisst ihr besser, im vierten Jahr, glaube ich, vierte Saison, hat man jetzt den dritten Trainer wieder, glaube ich, geholt. Man hatte sehr lange Tim Walter, hat sehr kurz Steffen Bauchen gehabt und jetzt hat man Merlin Polzin gemacht. Es wäre natürlich schön, da Stabilität reinzukriegen. Also da ist der HSV nach wie vor wackelig, finde ich. Das wäre wünschenswert, wenn er da stabiler wird. Auf der anderen Seite bildet das nur ab, was in der Bundesliga vorherrscht. Also das ist die wackeligste Position im Fußball. Ich glaube, im Schnitt alle 15 Monate wird ein Trainer ausgetauscht in der Fußball-Bundesliga. Umso überraschender ist es dann immer, dass die Sportverantwortlichen so überrascht davon sind. Also ich würde mal denken, die haben doch bestimmt ganz viel auf der Shortlist, stehen, wer jetzt als nächster Trainer sein müsste und wer zur Mannschaft passt und nicht die 5,5, die dann immer gerade auf dem Markt frei sind und arbeitslos sind. Also ich will da keinen diskreditieren, aber das wundert mich dann doch, weil es so offensichtlich ist, dass diese Position so vakant ist. Aber vom Schreibtisch weg lässt sich sowas natürlich immer leicht sagen. Ich habe noch nie in so einer Position gearbeitet, ist vielleicht nicht so leicht, wie man denkt, aber das finde ich fällt schon auf. In den anderen Bereichen, aber was du fragtest eben mit dem HSV, ist eben schon Stabilität drin. Nochmal, man investiert jetzt nochmal wieder in den Stadionbau, was ich für richtig halte. Die neue Rechtsform lässt die Möglichkeiten zu, sehr flexibel in Zukunft zu agieren, egal ob 50 plus 1 Regelung bleibt oder nicht. Bis jetzt sieht es so aus, dass es erstmal bleiben wird, aber es könnte auch Rechtsprechungen passieren, dass es in ein paar Jahren anders ist. Und diese neue Rechtsform, das HSV, lässt eigentlich alles zu, so einmal im operativen Management. Gut arbeiten zu können. Gleichzeitig werden aber die Interessen der Mitglieder gewahrt. Vielleicht eine Nachfrage. Also der HSV hat ja 2014 ausgeliefert in eine AG. Jetzt wird es dann eine KGAA. Kann man grundsätzlich sagen, eine KGAA ist für Fußballclubs die bessere Rechtsform oder ist das so grundsätzlich, gibt es da keine Einschätzung? Die bessere weiß nicht, ob man das so sagen kann. Es gibt ja auch den eingetragenen Verein nach wie vor unter den 36 Clubs durchaus vermehrt und es lässt sich nicht per se sagen, dass die ja alles dann schlechter machen, nur weil weil ich ein Verein bin und nicht eine Kapitalgesellschaft. Bayern München ist zum Beispiel eine AG. Ich glaube, da läuft es auch ganz okay. Aber es gibt eben auch, St. Pauli hier vor der Haustür ist ein eingetragener Verein und spielt erste Bundesliga und der HSV nicht. Das war so ganz plakativ. Ich glaube nur, umso demokratischer eine Struktur ist, desto naturgemäß schwieriger ist es, operatives Geschäft zu managen. Umso mehr Leute mitbestimmen, umso mehr Leute mitreden wollen und dürfen, die das dann auch in Anspruch für sich nehmen, desto schwieriger ist es einfach, operatives Geschäft zu managen. Übrigens, egal ob es jetzt ein Fußballverein ist oder irgendwas anderes. Einen Kleingartenverein zu managen ist halt schwieriger, als wenn man sagt, ich bin ein Mann-Gesellschafter GmbH. Heißt nicht, dass ich da mit dem einen erfolgreicher bin oder nicht. Es ist nur anspruchsvoller, würde ich sagen, das zu managen. Entscheidungswege sind länger. Wie gesagt, es wird von Dritten mit reingeredet. Oftmals ist Diskredition im Spiel, gerade im Fußball. Weil wenn ich natürlich bei jedem Transfer erst mal zehn Zustimmungen einholen muss vom Aufsichtsrat oder Präsidium, ist natürlich die Gefahr, dass das laut wird, natürlich immens groß. Das wird allerdings auch in der neuen Rechtsform beim HSV so bleiben. Auch da gibt es einen Aufsichtsrat, einen Beirat. Es gibt sogar drei Aufsichtsräte. Da gibt es nur einen Aufsichtsrat. Wenn ich das richtig verstanden habe, gibt es einen feinen Unterschied. Also der ist wirklich interessant. Das ist wahrscheinlich was für juristische Feinschmeckerei, als der ich nicht bin. Wenn ich das aber richtig verstanden habe, also die, normalerweise, ich glaube, die gängigste Form in der Bundesliga ist die GmbH und CoKG. Beim ASV ist, glaube ich, die einzige Rechtsform jetzt in der Fußball-Bundesliga, wo es eine AG und dann eben CoKG auf Aktien ist. Was ist der feine Unterschied? Bei einer Aktiengesellschaft ist das Präsidium des Vereins nicht weisungsbefugt. Das ist ein feiner Unterschied. Bei einer GmbH ist das so. Wenn ich das alles richtig verstanden habe, ich hoffe, ich sage nichts Falsches, sonst rufen bitte die Anwälte durch. Ich bin froh, dass du die Frage gestellt hast und dir selbst beantwortet hast, weil das ist ein feiner Unterschied und ich finde das durchaus professionell von dem Hintergrund, was ich gerade gesagt habe. Das hat ja auch ein gewisses Eigenverständnis und Selbstbewusstsein des Präsidiums. Dass er sagt, okay, das ist nicht unser Anspruch, in das operative Geschäft reinzumanagen. Selbstverständlich, wenn das operative Management nicht so funktioniert, wie man es gerne hätte, dann ist es auszutauschen und zu entlassen und durch jemanden, aber wenn ich ihm das Vertrauen gebe und dafür auch gut bezahle, dann lasse ich die auch machen. Und habe nicht jede Woche eine neue Idee und rufe mal durch und sage übrigens, ich hätte da mal eine Idee oder eine GmbH. Wenn das Präsidium anruft, dann muss man das nicht als Idee verstehen, sondern vielleicht als eine Anweisung. Und das ist da jetzt anders. Das finde ich wirklich sehr modern und wird der Rolle eines Profifußballclubs sehr gerecht, wie ich finde. Über die Strukturen des HSV werden wir auf jeden Fall auch im weiteren Verlauf des Podcasts noch sprechen. Lass uns ein bisschen auch noch über Sport sprechen, auch wenn du sagst, das ist jetzt nicht dein Fachgebiet. Sportbusiness ist dein Fachgebiet. Trotzdem, gerade wenn man auch über den HSV als Aktie spricht, dann gehört natürlich auch die sportliche Entwicklung dazu. Jetzt aktuell spielt der HSV mal wieder um den Aufstieg, hat gute Chancen. Was denkst du, schafft das diesmal? Und was würde das wiederum bedeuten, so ein Aufstieg dann vielleicht auch für die Entwicklung, wenn man in eine Aktie denkt? Seid ehrlich, die Frage stellt ihr jede Woche hier. Nicht mehr. In den Jahren stellen wir sich auf jeden Fall öfters. Ich glaube, es hilft mir im Moment, Platz 1 plus Platz 9, 6 Punkte auseinander oder so in der 2. Liga. Aber Platz 1 der HSV. Wieder mega spannend, HSV jetzt auf Platz 1. Selbstverständlich. Alle realistischen Wahrscheinlichkeiten, dass der HSV aufsteigen kann, wie seit 7 Jahren. Und ich habe keine Ahnung, ob sie das schaffen oder nicht. Für die Stadt wäre das großartig. Und übrigens, ich finde auch, wenn St. Pauli in der 1. Liga bleibt, das wäre doch fantastisch, zwei Erstligisten in der Stadt zu haben. Freut mich gerade beim Thema Polizeikosten. Da kommen wir vielleicht auch noch drauf. Aber da, wenn du mich das so fragst, Also ich kann das nicht nachhaltig beurteilen natürlich, wie jeder andere glaube ich im Moment auch nicht, ob die jetzt aufsteigen oder nicht, aber sie haben alle natürlich realistischen Chancen dazu. Wenn das so ist, wenn wir jetzt wieder bei dem Bild der Aktie bleiben wollen, verdoppelt sich schlagartig alles. Er hat die Einnahmen für Sponsoring, für Ticketing und insbesondere aber die TV-Einnahmen aus der Zentralvermarktung der Liga steigen immens. Aber genau das wäre jetzt meine Nachfrage, was das für die Aktie HSV bedeutet. Also ein normaler Aufsteiger, wie zum Beispiel der FC St. Pauli, der guckt dann, dass er erstmal in der Liga bleibt, sich da settelt und so. Ist der HSV oder wäre der HSV, wenn sie denn aufsteigen, kein normaler Aufsteiger, der aufgrund der Größe des Vereins und der Rahmenbedingungen direkt sozusagen jetzt nicht in die Champions League muss, aber sich auch nicht direkt unten einsiedeln sollte. Von den Sätzen und Träumen müssen wir uns echt mal verabschieden in dieser Stadt. Also wie oft ich das gehört habe, dass der HSV eigentlich in die Champions League gehört. Finde ich auch. Hat Uli Hoeneß gesagt. Das ist der einzige Klub, der Bayern München eigentlich bei uns hat. Und er hat auch recht damit. Aber das sind Fantastereien. Aber natürlich wäre es so, wenn der HSV Champions League Niveau hätte sportlich. Das braucht aber, wenn er das hier erreichen will, glaube ich nochmal 10 Jahre. Wenn das überhaupt möglich ist. Ist ja noch gar nicht so lange her. Also 15 Jahre, da hatte der HSV Champions League. Keine 15 Jahre her. Ja. Nochmal, das wäre unglaublich. Die würden, wenn man jetzt bedenkt, Bayern München hat, glaube ich, nur um Fußball machen die über 900 Millionen Euro Umsatz. Ich glaube, dann kommt ein großes Gap, dann kommt irgendwie so Dortmund mit 600, dann kommt nochmal ein Gap, dann kommt so Frankfurt und Leipzig, glaube ich, so mit 400 Millionen Euro Umsatz. Der HSV hat heute 123 Millionen Euro Umsatz. Damit ist er in der zweiten Liga. Obwohl er in der zweiten Liga ist, unter den Top 15 aller 36 Klubs. Das ist wirklich, also das ist enorm. Also das liegt natürlich an dieser Fangemeinde und an diesem fantastischen Miteinander auch in der Stadt und in der Umgebung. Also das nochmal, egal wie man sportlich spielt, 55.000 Menschen kommen. Das ist wirklich ein Statement. Aber ich glaube, was gerade eben wehgetan hat, wenn man das so hört nochmal, also Frankfurt, die waren halt vor ein paar Jahren, okay, 10, 15 Jahren, da war der HSV nicht auf gleicher Linie wie Frankfurt, die waren über Frankfurt. Und jetzt hast du die Zahlen gerade genannt. Da kann man sich gar nicht vorstellen, wie man irgendwann wieder an diese Zahlen rankommt. Doch kann man. Weil Frankfurt ist ein super Beispiel. Wirklich tolles Management. Von Axel Helmholt an der Spitze als Vorstandsvorsitzender. Der über Jahre dann in Frankfurt was aufgebaut hat. Und natürlich ist das immer ein Miteinander, dass das Sportliche funktioniert. Also der hat das auch ganz toll im Bereich der Vermarktung gemacht. Der hat es geschafft, tolle neue Partner in und aus dem Umland zu gewinnen. Und ich glaube, alles, was da irgendwas mit Finanz- und Versicherung zu tun hat, ist irgendwie Partner bei Eintracht Frankfurt und, und, und. Ganz toll. Das alles hilft nicht, wenn ich sportlich nicht Performance abliefer. Und das hat Frankfurt geschafft über die Jahre. Aber auch immer zwischendurch mal einen Viertelschritt zurück und dann wieder einen ganzen nach vorne. Und das gilt es einfach zu akzeptieren. Das dauert, wenn man aufsteigen will oder wenn man nach vorne kommen will. Die Ausnahme, ich glaube, die letzte Ausnahme war FC Kaiserslautern, ich steige auf und werde deutscher Meister. Ja, also das hat es nie wieder, glaube ich, so in der Form gegeben. Dortmund war man fast abgestiegen. War man fast abgestiegen in den ganz harten Zeiten, als dann Herr Watzke übernommen hat. Und die haben, glaube ich, fünf Jahre gebraucht, alleine, um unten wieder aus dem Keller rauszukommen, sowohl sportlich als auch finanziell. Ich glaube, das ist schon eine der Geheimnisse, die man akzeptieren muss. Sowohl im Umfeld, bei den Fans, bei den Medien, es dauert. Und diese schnellen Lösungen gibt es praktisch nicht. Es gibt ja jetzt immer wieder viele Kritiker, die auch dann sagen, der HSV hat gar nicht mehr dieses Anspruchsdenken, wir müssen zurück in die Bundesliga, wir müssen einer der Top-Clubs. Europas oder Deutschlands zumindest mal sein, sondern eigentlich, wie du es auch ja sagst, das Stadion ist immer voll, wirtschaftlich sieht es ganz gut aus, man hat viele Heimspiele, die erfolgreich sind, Zweite Liga ist doch eigentlich gar nicht so schlecht, oder? Also es ist nicht eigentlich fast egal. Ich habe das auch schon gehört, aber das wäre ja, ich sage es wie es ist, erbärmlich. Alter, das kann ja nicht sein. Also im Sport geht es darum, also ich finde auch im Breitensport, aber mindestens im Profisport, es geht darum, man will gewinnen, man will das Bestmögliche einholen, was zu machen ist, zu weit gehört, dass der erste Schritt jetzt sein muss, aufzusteigen. Und dann natürlich versuchen sie sich irgendwie dazu halten und das ist allein schon wirklich schwer. Aber wenn der HSV aufsteigt, dann hat er sicherlich aufgrund seiner eben finanziell genannten Rahmenbedingungen eine bessere Chance bekommen. Wenn Heidenheim aufsteigt. Aber die haben es auch geschafft. Also Heidenheim ist ein tolles Beispiel dafür. Die haben einen Bruchteil des Umsatzes des HSV und schaffen es auch, sich in der Liga zu halten. Natürlich ist das möglich. Du hast jetzt ja mehrfach die Rahmenbedingungen, die finanziellen Rahmenbedingungen gelobt. Erik Huber ist der Finanzvorstand tatsächlich schon seit ein paar Jahren und der macht das ziemlich gut. Jetzt hast du bei Frankfurt gesagt, die machen das auch im Sport-Top. Markus Kirscher, ein überragender Manager. Ich weiß nicht, kennst du Stefan Kunz? Der ist seit einem halben Jahr der Sportvorstand vom HSV. Wahrscheinlich tippe ich mal auch bei der Sportbus als Gast vorbeischauen. Da gehe ich von aus. Eingeladen ist er auf jeden Fall. Ken ist ein großes Wort. Wir haben zwei, drei Mal miteinander gesprochen. Wir haben uns WhatsApp geschrieben, als er hier angefangen hat. Ich habe ihn als einen sehr sympathischen Kerl kennengelernt. Bisher vermessen. Ich kann nicht beurteilen, wie, also wirklich ohne Unterton. Wie Stefan Kunz seinen Job machen kann als einen Sportvorstand. Das weiß ich schlichtweg nicht. Das ist dann, wenn man, je nachdem, wie man diesen Job verstehen will oder diese Stelle in einem Verein verstehen will, kann das ja sehr komplex sein. Also ich finde, das ist immer so ein interessantes Thema, wenn man von Sportvorständen oder sowas redet. Was ist denn jetzt genau deren Job? Manchmal hat man so den Eindruck, und das meine ich jetzt nicht auf den HSV bezogen, die kümmern sich voraussichtlich nur noch um die erste Mannschaft. Also ich würde dieses Jobprofil dann doch deutlich größer beschreiben wollen. Und zu sagen, okay, wie kriege ich diesen Verein, diesen Klub, dann sportlich ganzheitlich so aufgestellt, dass er vom Nachwuchsleistungszentrum hin bis in die erste Mannschaft funktioniert. Und da braucht es, glaube ich, schon breiter angelegte Fähigkeiten. Also dass man nur sagt, ich war mal ein guter Fußballspieler, Das ist bestimmt eine gute Voraussetzung, um ein gewisses Potenzial beurteilen zu können bei Spielern. Aber das allein wird es nicht sein. Du hast gerade Eintracht Frankfurt beschrieben. Die sind ja sehr erfolgreich mit einem ähnlichen Club wie der HSV, Traditionsverein, sehr, sehr große Fan-Anhängerschaft, auch viele Medien-Anhängerschaft. Die Struktur mit deinem Hellmann an der Spitze hast du gerade gelobt. Beim HSV ist es jetzt so, es gibt zwei Vorstände im Prinzip auf einer Ebene, das war auch die letzten Jahre so mit Jonas Bolt und Erik Huber. Würdest du da nicht sagen, da müsste der HSV doch nochmal auch einen CEO haben, der vielleicht dann ganz klar an der Spitze dieses Klubs steht und die ganz klaren Entscheidungen dann auch trifft und auch dafür steht? Ich bin ich finde diese dreier kombinationen im vorstand eigentlich immer ganz gut ich finde auch ein ein ceo der in der regel dann ja auch für finanzen mit verantwortlich ist nicht selten zumindest dann jemand der für sport und dann jemand der für die gesamte marketing und vertriebsbereich, verantwortlich ist weil es dann doch auch drei unterschiedliche expertisen erfordert glaube ich einfach. Und ich glaube, der HSV hat da durchaus das Potenzial auch, eine solche Stelle sozusagen für sich noch zu nutzen. Es ist ja kein Selbstzweck, einfach zu sagen, auf weil die Struktur dann schöner aussieht, sondern das kostet ja auch Geld, solche Menschen einzustellen und dann muss ja irgendwas dabei rumkommen. Wenn man bedenkt, dass der HSV schon aus der Lage heraus so erfolgreich agiert im finanziellen Bereich, könnte ich mir vorstellen, vielleicht geht er auch noch mehr. Gerade wenn man aufsteigen würde, wäre ich ein Befürworter er davon, die Stelle des Vertriebs- und Marketingsbereich im Vorstand nochmal zu wirken, auch um jetzt zum Beispiel Erik Huwer zu entlasten, der ja mehrere Dinge in Personalunion dann auch regeln muss. Ist noch gar nicht so lange her, da hatten wir hier auch einen Podcast, da war Marc Kursic unser Gast und hat dann verraten, dass auch, also der HSV scheint das ja erkannt zu haben, weil er war angefragt als CEO, hat am Ende des Tages nicht geklappt. Schade für den HSV, ne? Ich kenne Marc, er ist ein super Typ, hätte mich gewundert, wenn der wirklich nochmal so voll arbeiten will. Das war vor, ich weiß nicht, ob er das gerne gehört hat, aber mit Klappern auch ein bisschen was zu tun hat. Da hat er auch kokettiert. Der macht einen fantastischen Job, der hat sehr frühzeitig entdeckt, wie es ist, sich auf Trainer zu konzentrieren im Transferbereich, das ist ja auch die Wahrheit. Und dann natürlich mit Jürgen Klopp jemanden gefunden, die beiden passen gut zusammen. Wir hatten eine Veranstaltung auf Mallorca, wo wir Partner treffen und Ähnliches hatten und mit Paddelspielen und Tennis und Ähnlichem. Und das war direkt neben dem neuen Haus von Jürgen Klopp, der dann zwei Tage da vor Ort war mit Marco Sicke und mit dem man auch spielen konnte. Da hatte ich schon das Gefühl, die verstehen sich schon sehr gut und so wie die ihre Jobs aufteilen, das passt schon. Fairerweise muss man sagen, die HSV-Unfalt kam bevor Jürgen Klopp jetzt zu Red Bull gewechselt ist. Also jetzt ist das Thema für alle Zeiten durch, würde ich mal sagen. Nein, noch mal, es geht um ehrlich, ich mag überhaupt nicht die Perspektive absprechen, das ist wirklich ein schlauer Mensch. Aber ich würde mir da jemanden Erfahrenen holen, der im Marketing- und Vertriebsbereich, im Profifußball schon Erfolge nachweisen kann. Weil nochmal, ich glaube, da ist einfach noch Potenzial, da geht noch was. Jetzt hatten wir gerade hier am vergangenen Wochenende das Städteduell Hamburg-Berlin. Zum einen Hertha gegen HSV in der zweiten Liga und Union Berlin gegen St. Pauli in der Bundesliga. Das hätte man sich vor vielen Jahren, glaube ich, auch nicht für möglich gehalten. Was würdest du sagen, ist das möglicherweise auch in Hamburg denkbar, dass da so eine Verschiebung stattfindet, dass wenn St. Pauli, die haben ja gute Chancen, sich jetzt oben zu halten. Union Berlin hat sich ja im Bereich Umsatz zum Beispiel schon dann auch von Hertha jetzt abgesetzt, dass das auch in Hamburg langfristig dann sich so festsetzen kann? Also sportlich kann das natürlich sein, klar. Wenn Haselbau oder auch jetzt Hertha es nicht schaffen, um da mal ihre Potenziale dann auch mal auf die Straße zu bringen und zu sagen, wir steigen jetzt auf, insbesondere beim HSV, kann das sportlich sein. Strukturell muss man einfach sagen, ist die Kraft eines HSV so viel größer als die von St. Pauli. Nochmal, das muss ja nicht zu sportlichen Ergebnissen dann unbedingt führen, aber natürlich die Voraussetzung, die der HSV hat, da müsste bei St. Pauli viel passieren, glaube ich. Also wenn man sich die Zahlen mal anguckt, Ich glaube, der HSV hat jetzt 120.000 Mitglieder. Was hat St. Pauli? 40.000. Was auch enorm ist, super, toll. Aber allein das, das ist schon, man merkt beim HSV einfach, wie tief verwurzelt er nicht nur in der Stadt ist, sondern in Norddeutschland und teilweise in der Welt, wenn man im Ausland ist. St. Pauli kennt auch ein paar Feinschmecker, das stimmt schon. Aber den HSV kennt man. Und das ist natürlich eine Kraft auch in der Marke. Das wird schon von Generation zu Generation weitergegeben, habe ich das Gefühl. St. Pauli ist ja innovativ, also wir haben ja gesagt, wir müssen auch ein bisschen über den FC St. Pauli sprechen und die haben jetzt, um ein bisschen im Umsatz sich zu steigern, haben sie jetzt auf ein neues Modell zurückgegriffen, Genossenschaftsmodell. Schalke macht das jetzt auch, der HSV hat auch angekündigt, mit auch Genossenschaftsmodell, ab Sommer versuchen zu machen. Union glaube ich auch. Genau, Union auch. Die Frage an dich, ist das ein cleverer Weg, um Geld zu generieren? Auf jeden Fall ein anderer Weg. Also es gab mal, finde ich, das war so ein bisschen in Mode, in Anführungszeichen, gesetzt, das mit der Anleihe. Es gab ja mal ganz viele Clubs, die Anleihen ausgegeben haben. Unter anderem der HSV gleich zweimal. HSV gleich zweimal. Und ich will das jetzt nicht vergleichen, weil es ja auch was anderes ist mit dem Genossenschaftsmodell. Aber in der Sache ist es natürlich erst mal so, dass es darum geht, dass der Club Geld braucht und Kapital braucht und das einsammelt. Punkt. Und nichts anderes, das brauchen wir jetzt auch nicht, finde ich, irgendwie, Anders darstellen. Das hat mich, nochmal, ich glaube, dass die Genossenschaftsgeschichte zu St. Pauli toll passt, weil die Geschichte auch gut dazu passt. Und zu der Art und Weise, wie der Klub sich versteht und positioniert. Ich bin aber auch ehrlich, mich hat ein bisschen diese Begleitkommunikation. Die fand ich fast unangemessen. Weil ich finde, deswegen muss man sich nicht gleich hinstehen und sagen, es gibt einen besseren Fußball. Also am Ende des Tages hat St. Pauli bei Fans Geld eingesammelt. Das wird nicht gut verzinst. Und mein Mitspracherecht, das ich als Genosse da genieße, ist bedingt. Das haben sie auch nicht behauptet. Aber was habe ich jetzt mit dem Mitspracherecht, dass ich Genosse bin? Also ich werde nicht in die Immobilie einziehen können. Und wahrscheinlich werde ich auch nicht die Fenster aussuchen. Also der Wert hält sich in Grenzen. Aber es hört sich natürlich gut an und verkauft sich wahrscheinlich auch ganz gut. Aber ich finde, so ehrlich muss man sich dann auch machen. Und das gehört dann einfach zur Wahrheit. Also eine Anleihe ist immer noch besser verzinst. Ich weiß, dass die meisten Fans das nicht machen, um jetzt ein Investitionsmodell für sich zu finden. Sondern eben das, was es ist, sondern man möchte den Klub unterstützen. Und da ist Genossenschaft natürlich allein vom Gefühl her wahrscheinlich was Schönes, mehr dann aber auch nicht, dass das jetzt den Fußball besser macht oder dass man dann auch daraus ableitet, das ist der einzig richtige Weg und alle anderen, was die machen, das ist verkehrt. Das finde ich unangebessen. Ich glaube, es gibt ja jetzt eine neue Gesetzgebung, die es dann auch einfacher macht, so ein Modell dann bei den Klubs auch zu vereinbaren. Das wird beim HSV jetzt spannend, weil die Mitglieder müssen natürlich dann auch darüber abstimmen und es wird ein anderes Modell sein als bei St. Pauli. Da kann man ja dann quasi Anteile am Stadion erwerben. Beim HSV wird man dann als Mitglied, wenn es denn so kommt, Anteile am Club, beziehungsweise dann an der KGAA oder an der GmbH. Hat nochmal eine andere Kraft, wie ich finde. Genau, das Wort Genossenschaft, da können natürlich viele vielleicht eher was mit anfangen. Das klingt ein bisschen... Ich sag ja, das klingt nach außen. Ich will nicht sagen, dass es jetzt nur Marketing ist, weil dann wird zu kurz gegriffen. Das hat ja auch einen gewissen Wert. Ich finde natürlich... Am Ende ist es ein Investorenmodell. Und Anteile am wirklichen Klub, finde ich, ist auch nochmal anders, als zu sagen, du hast das am Stadion. Nochmal, ich bin gar nicht jetzt hier, um das zu kritisieren, was das ist, Pauli, aber wenn das für ihn funktioniert und die Fans machen das so mit, ist das in Ordnung? Wie gesagt, ich fand ein bisschen fragwürdig, wie man das nach außen hin betont und positioniert hat. Das fand ich, hätte es nicht gebraucht, um die Fans für sich zu begeistern für das Thema. Dann ist ja noch der Kup gelungen, dass der erste Bürgermeister unserer Stadt sich als Testimonie zur Verfügung gestellt hat. Das muss er jetzt beim HSV auch machen. Da gehe ich fest von aus. Also nicht nur beim HSV, sondern dann auch bitte bei allen anderen Sportarten und Clubs. Also wenn sich der erste Bürgermeister hinstellt und den Bürger dazu auffordert, er möge doch Profifußballvereine unterstützen, weil sie nicht genug Geld haben. Das fand ich vielmehr auf, um es mal so zu sagen. Ich bin vorsichtig formuliert. Und ich kann nur hoffen, dass er das dann für alle anderen Sportarten, die im Übrigen dringend Geld auch haben, sei es die Hockey, sei es Handball, sei es Tennis oder was wir noch alles Schönes in der Stadt haben, gehe ich ab jetzt davon aus und das freut mich, dass der erste Bürgermeister, Herr Tschentscher, sportbegeistert ist und für den Sport wirbt. Da werden wir mit dem Wort nehmen. Wir sind ja bald Wahl, ne? By the way. Ein weiteres großes Thema im Sportbusiness war jetzt in den vergangenen Wochen auch der neue TV-Vertrag, der dann jetzt ja abgeschlossen wurde. Gab es ja auch langen Streit mit Sky und The Zone. Jetzt wurde noch auch gestritten über die Verteilung der TV-Gelder, gerade was den Bereich Interesse anbelangt. Da haben viele Traditionsvereine, unter anderem natürlich auch der HSV, die Hand gehoben und gesagt, wir möchten doch ein bisschen mehr haben, weil wir natürlich auch dafür sorgen, dass die Abonnenten ihr Abo kaufen. Jetzt, glaube ich, ist entschieden worden, es bleibt so wie bisher. Also die Säule Interesse bleibt bei drei Prozent. Das heißt nicht mehr Geld für den HSV. Die wurde, glaube ich, umbenannt. Also ich glaube, vorher hieß sie nicht Interesse. Jetzt wird es, glaube ich, nochmal deutlicher klar, dass es wirklich gemessen wird an den, wie viele Vereinsmitglieder hast du und sorgst du sozusagen indirekt auch dann dafür, dass die Medienpartner, von denen das Geld ja nun mal kommt. Dass du dann sozusagen einen höheren Beitrag daran hast, dass eben auch dann am Ende Pay-Abos verkauft werden, weil davon leben ja nun mal die Medienpartner. Ich glaube, das wurde nochmal mehr betont, aber du hast trotzdem recht, es bleibt bei 3%. Das ist in anderen Ligen übrigens anders. Ich glaube, in England zum Beispiel wird das hochhonoriert. Das stimmt, diese Geldverteilung, jetzt wo wir miteinander reden, das wurde gestern dann nochmal festgelegt und verabschiedet vom DFL-Präsidium. Vorher ja nochmal, traditionsgemäß möchte ich nahezu sagen, diskutiert per Medien, das wird ja gerne gemacht werden. Dass ich ein Fragezeichen habe, und das werden wir bei der Spobus-Konferenz nächste Woche natürlich, also da werden wir ein paar Mal den Finger da in die Wunde legen. Mir fehlt immer noch der dahinterliegende Gedanke der Liga. Aber warum man Geld wie verteilt? Man versucht, ich finde das ist sehr deutsch, es jedem recht zu machen. Und jeder hat aus seiner individuellen Sicht eines Klubs ein berechtigtes Argument, warum er sagt, ich finde, so müsste das verteilt werden. Und da kann man nicht sagen, nee, du hast Unrecht. Jeder hat ein gutes Argument dafür, wenn der HSV sagt, Mensch, wir haben 120.000 Mitglieder, wenn wir spielen, dann sind unsere Einschaltquoten höher. Darum muss es doch gehen, wenn das Geld fließt, also muss es doch mehr zunterhalten. Andere sagen zurecht, wir haben uns das sportlich verdient, wir sind sportlich besser, stehen in der ersten Liga oben da, wir können doch nichts dafür, dass wir viel weniger Fans haben. Dafür werden sie ja auch honoriert, also sie kriegen ja schon mehr Geld durch ihre sportlichen Verfahren. Darüber kann man unterschiedliche Draufsichten haben, finde ich völlig normal. Deswegen umso mehr fehlt mir eigentlich der strategische Punkt dahinter. Also ich kann doch als Liga hingehen und zum Beispiel sagen, ich möchte, dass meine erste Liga möglichst spannend ist, sportlich. Dann muss ich alles dafür tun, dass die, die weiter unten sind, mehr Geld kriegen. Wenn das das Ziel wäre, strategisch. Und das kann ja ein strategisches Ziel sein, wenn man sagt, umso mehr spannende Spiele ich habe, desto spannender wird die Liga. Und dann nehme ich auch wieder mehr ein, weil die Medienpartner sagen, das ist ein besseres Produkt. Ich kann auch sagen, ich möchte, dass Top-5-Klubs unserer Liga, die immer die Chance haben, mindestens ins Halbfinale der Champions League zu kommen, weil das einen gewissen Wert einer Liga zum Ausdruck bringt und ich dadurch wachsen kann. Zwei Beispiele. Lassen sich bestimmt noch drei andere finden, wie man das strategisch an... Aber das wird nicht gesagt. Es wird nie gesagt, das ist jetzt unser strategisches Ziel als Liga oder als erste und zweite Liga. Ich könnte ja auch die zweite Liga völlig anders positionieren. Zweite Liga, Erstliga, die Verteilung bleibt ja auch genau wie sie war. Genau, also wird ja nach wie vor auch winventiviert, muss man ehrlicherweise sagen. Aus den TV-Geldern, die eingenommen werden, fallen 12% rechnerisch auf die Zweite Liga und sie bekommen ungefähr 20% ab. Also mehr, als sie sich sozusagen selber verdient haben. Auch darüber kann man streiten, ob man das gut oder nicht gut findet. Die Zweite Liga ist die, glaube ich, umsatzstärkste Zweitliga-Fußball-Weltwahl. Also das ist toll, weil das zeigt ja auch den Wert der zweiten Liga. Jetzt gerade wieder ein Zuschauerrekord gebrochen am vergangenen Wochenende. Gar keine Frage. Also die zweite Liga, Stadien sind voll und es ist ja gar keine Frage, dass diese zweite Liga einen Wert hat. Trotzdem könnte man sich ja fragen, will ich mal diese beiden Ligen ein bisschen anders positionieren? Ja, also ich sag mal ein bisschen ketzerisch, wen interessiert, wer Meister in der zweiten Liga geworden ist? Das ist der erste Aufsteiger. Aber dass der Meister geworden ist, ist Playoff vielleicht ein Thema. Wird ja immer mal wieder so hochgeworfen, um einen spannenderen Wettbewerb in der zweiten Liga zu erzeugen und dadurch auch wieder Einnahmen zu generieren. Ich weiß, das kommt bei Fans, bei manchen Fans immer gleich so böse an, wenn man immer darüber redet, es geht wieder um Geld, es geht immer nur um Geld. Da muss ich wirklich sagen, das ist nichts Schlimmes daran. Das ist Fußball-Business und da wird Business groß geschrieben. Deswegen muss es nichts Schlimmes sein, also nur weil man über Geld redet, dass der Fan keinen Spaß haben kann oder dass dem Fan was weggenommen wird. Das sehe ich nicht so. Also die kapitalistischen Wettbewerbe auf der Welt, die es gibt, Champions League, NFL, die Olympischen Spiele, sind mit Abstand, also das, wo am meisten Geld im Sport rausgeholt wird. Habe ich noch niemanden erlebt, der sich beschwert, dass er Champions League spielt und das Geld einnimmt. Also ich habe noch keinen Klub erlebt, der das Geld zurückbezahlt hat, weil er gesagt hat, das ist die böse UEFA, von dem wollen wir das Geld nicht haben. Ich muss dir nur einen Einwurf machen beim Thema Spannung, weil ich glaube, die 2. Liga, noch spannender kann sie eigentlich sein, jetzt in diesem Jahr. Also da helfen auch, da würden auch keine Playoffs helfen. Ja, und auch nicht zum ersten Mal. Also das ist wirklich ein spannender Wettbewerb, ist wirklich gut. Aber ich will nur sagen, diese, ich will nicht sagen, wie man es machen soll, ich will nur sagen, dass diese strategische Sichtweise, was will man denn, warum verteilt man das Geld, wie man es verteilt, die gibt es nicht. Das, was man da jetzt gemacht hat, deswegen gibt es ja auch sechs Komponenten, mal Pi, mal Daumen durch Gefühl, macht man, um alle irgendwie zu befrieden und irgendwie zu sagen, ja, so ist gefühlt fair. Und das finde ich immer, wenn man gefühlte Fairness versucht herzustellen, das ist ja immer nicht so ganz einfach. Aber fürs große Ganze hast du eine wunderbare Zustandsbeschreibung und Analyse jetzt gerade gemacht. jetzt bist du nächste Woche auf unserem Platz und bist der Fragensteller, kannst genau diese ganzen Fragen an die DFL, an Herrn Watzke und Co. Richten. Jetzt bist du aber unser Gast und musst Antworten geben, deswegen die Nachfrage, was findest du denn fair? Was wäre denn dein Ansatz, wo sagst du, aus deiner Sicht müsste es eigentlich so laufen? Ich finde es schon wichtig, da bin ich in meiner Denke ein bisschen amerikanisiert. Die tun ja alles, also die kapitalistische Sport auf der ganzen Welt, aber die tun alles dafür, dass der Wettbewerb und die Liga über allem stehen und nicht die Eigeninteresse der Klubs. Und die gehen so weit, das eine ist der Salary Cap, kennen wir, wo man sagt, okay, wir müssen die Löhne alle angleichen. Und das andere ist, zu sagen, die vermeintlich Schlechtesten, die kriegen in der nächsten Saison den größten Vorteil mit dem First Pick, dass sie sich die größten Talente aussuchen dürfen. Wie gesagt, das System ist nicht vergleichbar, aber die Idee dahinter ist, wir möchten, dass die, die unten sind, übermorgen eine Chance haben, oben wieder mitzuspielen. Das ist der Grundgedanke dahinter und das hält die Liga spannend und wechselhaft. Ja, das stimmt. Dann sind mal zehn Jahre lang, bleiben wir mal beim Beispiel NFL, die Chiefs oben und haben ihre Dekade. Und dann sind die auch mal zehn Jahre ein bisschen in der Versenkung und qualifizieren sich nicht mehr für Playoffs. Ich finde das aber gut. Ein spannender Wettbewerb ist eine Grundvoraussetzung für eine funktionierende Profiliga. Wenn der Wettbewerb rausgenommen ist, dann finde ich das nicht gut. Es rächt jetzt vor dem Hintergrund, dass die Klubs, die international spielen, so unfassbar viel Geld mittlerweile kriegen aus der Champions League, dass ich denke, die nationalen Gelder fallen dann nicht mehr so stark ins Gewicht, wenn man sagen würde, okay, wir verteilen das ein bisschen mehr nach unten. Dass die da oben kein Interesse daran haben, die unten stark zu machen, weil sie dann fürchten müssen, sich nicht mehr zu qualifizieren in der nächsten Saison, liegt in der Natur der Sache. Da sind wir bei der individuellen Sichtweise. Aber von außen betrachtet muss es eigentlich das Ziel sein, eine möglichst ausgeglichene Liga zu haben. Idealerweise mit vielen Stars, wie immer dann Stars definiert sein mögen. Also mit vielen interessanten Spielern. Dann habe ich das bestmögliche Sportprodukt, wenn man das so sagen darf. Gleichzeitig muss natürlich dann die deutsche Fußballliga gucken, dass sie international dann auch wettbewerbsfähig ist mit den großen Clubs in England. Und da wird Bayern München natürlich sagen, wir können jetzt nicht auf den HSV achten, dass die irgendwann mal wieder den Anschluss herstellen. Wir müssen gucken, dass wir mit Manchester City mithalten können. Wenn es danach geht, also Übertreibung macht bitte anschaulich. Also doch, die sind überlegen. Da müsstest du ja sagen, Köln, Schalke, HSV, Zwangsaufstieg. Wir dürfen nie wieder absteigen, bitte. Weil das ist das Beste für Produkt Bundesliga. Dass das nicht dem europäischen Sportgedanken entspricht, Klammer auf zum Glück, Klammer zu, weil es nun mal nicht verdient ist, sportlich, Die Amerikaner würden das wahrscheinlich so machen. Finde ich auch nicht gut. Die machen ja Superliga, würden das vielleicht auch? Genau. Die wollen natürlich alles das rausnehmen, was den europäischen Sportgedanken ausmacht, mit dem Auf- und Abstieg. Und das ist absolut was Tolles. Und das sollten wir uns erhalten. Was sie in den USA natürlich nicht haben, was alle ja immer sagen, was den deutschen Fußball auszeichnet, ist die Fankultur. Also diese Bilder, die auch jede Woche in den Stadien erzeugt werden, auch teilweise mit Pyrotechnik. Aber die gesamte Fankultur, Das ist ja das, was auch irgendwie den deutschen Fußball zu dem gemacht hat, was er heute ist. Findet ihr das auch so? Also ich finde, das ist wirklich so eine Grundsatzfrage. Ich finde, die ist ein bisschen selbstverliebt manchmal aus deutscher Brille. Dieses, wenn dir nichts mehr hilft, alle Fakten, die wir dann diskutieren und ach und hut. Und dann sagt man, also in England sind die Stadien genauso voll im Durchschnitt. Ich glaube, 38.000 Zuschauerdurchschnitt ist sowohl in Deutschland als auch in England. Dann sagt man, ja, aber die Preise da sind so hoch. Dann sagt man, naja, gut, die Hälfte aller Clubs sind in London beheimatet. In London ist alles teurer, auch das Sandwich an der Ecke. Dadurch sind die Ticketpreise durchschnittlich etwas höher. Ah ja, okay. Und wenn dir nichts mehr hilft, sagt einer, aber unsere Stimmung ist besser. Und wegen der Stimmung kommen auch die Engländer, weil die sonst Tränen weinen in ihren Stadien. Deswegen sind die Stadien ja auch so voll bei denen, weil das alles so schlimm da ist. Das ist wirklich, ich finde, dieses Stimmungsvergleich, ich finde unsere Stimmung in den Stadien auch toll. Wirklich. Aber in Amerika machen die 120.000 Mann-Stadien voll. Die verkleiden sich da, die sehen da auf. Das ist eine andere Stimmung. Also ich finde, wir versuchen jetzt hier Stimmungen zu vergleichen. Also wir haben die bessere Stimmung als die. Also ich glaube, die Stadien da sind lauter, weil noch mehr Menschen drin sind. Beim Fußball würde ich sagen, noch nicht. Vielleicht wird es irgendwann mal so sein, aber... Ich finde, das ist gar kein Argument. Also ich würde es als Argument verstehen, wenn man sagen würde, woanders sind Stadien leer. oder da kommen keine Menschen. Aber wir versuchen jetzt hier gerade, weiß ich nicht. Im Filmbereich zu sagen, es sind alles lustige Filme, aber der eine ist nochmal lustiger und dann sagt er, ja, finde ich nicht. Wir reden ja vor allem dann auch von der Ultrakultur. Gerade vor einem Jahr, als dann versucht wurde, einen Investor zu finden für die deutsche Fußballliga, da haben ja die Ultras sich sehr, sehr stark gemacht, haben Tennisbälle geschmissen, haben die Spiele unterbrochen und am Ende sind die Verantwortlichen eingeknickt, haben gesagt, das geht so nicht weiter, wir lassen das jetzt erstmal. Dadurch quasi die fans wieder gestärkt manche sagen natürlich die ultra sind zu stark im deutschen fußball weil es ja eigentlich auch eine verhältnismäßig kleine gruppe ist ja wie siehst du das sind solche fan themen auch gerade was so ultra kultur angeht auch beim spobis überhaupt ein thema oder ja ja ja weil weil das hat ja auch was mit der 50 plus 1 zu tun und das ist mir wird immer unterstellt ob ich ein gegner davon wäre bin ich nicht ich finde nur wichtig wäre klarheit so wie wie man es jetzt hat. Und das ist ja auch das, was das Bundeskartellamt kritisiert, wo man sagt, ihr habt so eine Mischform. Also das ist nicht wirklich 50 Plätze 1, zumindest nicht durchgängig. Also dann bitte richtig oder weg damit. Das wird ja auch dann jetzt eher vor Gerichten diskutiert und nicht mehr in Fanszenen oder sonst wie. Was du ansprichst, ist aber eben auch richtig. Also es ist faktisch so, dass die organisierte Fanszene in jedem Club im Durchschnitt 0,8% aller Mitglieder ungefähr ausmacht. Ich glaube, das ist so der Durchschnitt. 0,8%. Deswegen sind sie organisiert, die nehmen ihre Rechte als Mitglieder wahr, das ist völlig in Ordnung, die gehen zu ihren Abstimmungen und stimmen so ab, wie sie das für sich am liebsten hätten und da machen sie nichts mit, was man nicht machen dürfte, also das ist völlig in Ordnung für mich, habe ich gar kein Problem. Aber zu weit gehört eben auch, dass die organisierte Fanszene ungefähr 0,8% aller Mitglieder in einem Klub ausmacht. Und ich finde da es wichtig, dann drauf zu schauen, dass die ihre Rechte wahrnehmen, um ihr Bild vom Fußball durchzusetzen. Das ist im Sinne einer Mitgliedschaft in einem Verein. Deswegen haben wir 50 plus 1 und das ist völlig okay. Meiner Meinung nach, was man aber nicht draus machen darf, ist, so wie die 0,8% das wollen und sagen, so ist richtig. Da kann man auch anders drauf schauen und es gibt auch andere Sichtweisen und die Wahrheit ist, dass eben wahrscheinlich 98, 99% der Mitglieder eben das schweigend hinnehmen, wie es ist und sich darauf konzentrieren, was ja auch völlig in Ordnung ist, zu sagen, wie hat mein Verein eigentlich gespielt und am Wochenende gehe ich mal wieder ins Stadion und Bier und Wurst und habe meinen Spaß da dran. Und dass das aber eben so entscheidend ist mit diesen 0,8% liegt daran, weil die, und das ist eine Besonderheit, die immer noch in den Satzungen verankert ist, in allen Clubs, dass du, wenn du mitbestimmen willst, was in deinem Club passiert, Anwesenheitspflicht ist. Ich finde, das ist nicht besonders demokratisch. Also 50 plus 1 ist deshalb entstanden, weil man gesagt hat, man möchte die Kraft, die Stimme der Mitglieder stärken. Das soll weiterhin bleiben, das ist vorrangig, dann finde ich, wenn das so ist, wenn das der Gedanke ist, und so habe ich auch die organisierte Fanszene verstanden, dass sie gesagt haben, das gehört den Mitgliedern, das gehört den Fans, dann doch aber bitte allen. Und dann möchte ich doch bitte auch allen die Möglichkeit geben, an der Willensfindung mich zu beteiligen. Diese Auflage, das geht nur, wenn ich Sonntagabends irgendwo hinfahre und um 23.30 Uhr wird der wichtigste Punkt abgestimmt. Legt zumindest die Transparenten an, dass die organisierte Fanszene ein großes Interesse daran hat, dass andere nicht in ihre Willensbindung mit Einfluss nehmen. Das finde ich sehr auffällig auf jeden Fall. Vor einem Jahr gab es dann eine Mitgliederversammlung beim HSV. Da wurde zum einen über die Rechtsform abgestimmt, dann aber auch noch über die Frage, darf der HSV weitere Anteile verkaufen? Am Ende waren, glaube ich, noch 400 Mitglieder. Von 120.000. Von 120.000. Und davon hat auch nur noch die Hälfte abgestimmt. Nochmal kein Vormruf an die, die da sind. Also die machen ja nur das, was ihnen als Vereinsmitglied zugute gehalten wird. Darum geht es mir nicht. Aber natürlich wäre das Bild wahrscheinlich ein anderes und ausgewogener auch, wenn ich, sagen wir mal, andere Formen der Mitbestimmung hätte. Wie es auch in übrigens einem demokratischen Prozess so wäre. Also mit Online-Abstimmung oder Vollmachten ausgeben oder, oder... Ich unterstelle jetzt mal, dass daran die organisierte Fanszene weniger Interesse daran hat, weil sie natürlich dann das nicht mehr so kontrollieren kann, wie sie gerne möchte. Und diese Kontrolle wirkt sich nun mal aus, wer dann auch im Präsidium sitzt. Und das Präsidium wiederum bestimmt das operative Management. Und deswegen hat das operative Management, die in der Regel mit drei bis maximal fünf Jahresverträge ausgestattet sind, natürlich auch nur eine gewisse Handhabe, was sie ändern können oder was nicht. Jetzt kann man sagen, ist ja auch gut so. Wir wollen das ja auch bestimmen. Aber die, die das bestimmen, nochmal, machen 0,8 Prozent des gesamten Vereins aus. Und das ist nicht das Spiegelbild eines gesamten Vereins. Das ist das Einzige, was ich daran kritisieren. Aber sie sind natürlich sehr laut. Was mir gerade einfällt, zum Beispiel, wenn dann mal wieder der Videobeweis genutzt wird während des Spiels, Dann hört man eigentlich jedes Mal aus der Ultra-Gruppe, ihr macht unseren Sport kaputt, die lauten Fangesänge. Das gehört zu der Ultrakultur dazu, gegen den Videobeweis zum Beispiel zu sein. Ich glaube, man kann über den Videobeweis geteilter Meinung sein, aber er macht den Fußball schon gerechter. Und jetzt ist es ganz spannend, am Wochenende wird zum ersten Mal auch in den Stadien dann zu hören sein, wenn der Schiedsrichter dann erklärt, warum jetzt der Videoassistent so entschieden hat. Und dann beim Mellantor. Genau, beim HSV noch nicht, aber es wird sehr, sehr spannend sein, wie die Fans darauf reagieren. Da kann man wieder so rumsehen, da guckt man vielleicht so ein bisschen Richtung USA, sich zu öffnen für solche, ja, auch Modelle im Stadion etwas mehr dann Event-Charakter zu haben. Das finde ich ein tolles Beispiel, weil ich finde, bei einer solchen Entscheidung geht es doch darum. Den Fußballfans im Gesamtstadion, vielleicht auch am Fernseher, das Spiel besser zu machen. Und da würde mich die Meinung interessieren, ich habe dazu gar keine Meinung, aber da würde mich die Meinung von vielen interessieren und nicht nur von einer Splittergruppe, die sie mal faktisch ist. Und sondern mich würde mich auch interessieren, was sagen denn die Fans auf der Gegend gerade dazu, finden die das besser? Und da wäre auch so eine Umfrage oder Abstimmung innerhalb eines Klubs, wo alle Mitglieder dran sich beteiligen können. Und das wäre natürlich online deutlich leichter, als wenn ich Sonntagabends irgendwo hinfahren muss, zu sagen, findest du das jetzt eigentlich gut oder schlecht? Also nur mal theoretisch durchgedacht, das würde jeder Club so machen und würde seine Mitglieder befragen und sagen, wie findest du das? Ich würde in dem Fall sogar noch weitergehen und sagen, da müssten mehr befragt werden, aber mindestens alle Mitglieder, hier hast du eine Online-Stimme, sag doch mal, wie du das findest. Und das würde mir ein doch deutlich ausgewogeneres Bild geben, als wenn ich eben nur einen Bereich frage, der unter 1% ausmacht. Ich bin auf deine Meinung gespannt, weil du hast gerade gesagt, oder öfters gesagt 0,8 Prozent. Das ist auch der Schnitt tatsächlich. Genau, was die Ultras aufmachen. Und von diesen dann 0,8 Prozent, wiederum ist es dann eine sehr kleine Gruppe, die aber dann für sehr viel Aufregung und sehr viel Kritik sorgt, wenn es Ausschreitungen gibt, wie vor anderthalb Wochen in Hamburg vor dem Spiel gegen Köln als rund 150 Hooligans, nehmen wir sie wie sie sind. Kölner überfallen haben. Und dann daran angeschlossen ist ja in der Bundesliga, auch in der zweiten Liga, eine große Diskussion über die Verteilung von Polizeikosten. Ich weiß nicht, ob ihr das beim Spobus auch zum Thema macht, weil es geht am Ende des Tages für die Fußballclubs um sehr, sehr, sehr viel Geld. Und mich würde deine Meinung interessieren. Wir werden das mit den entsprechenden Protagonisten, sind ja alle Manager der Fußball-Bundesliga da, inklusive der Geschäftsführung DFL oder Präsidien. Natürlich wird das ein Thema sein, aber kein Hauptthema. Also ich finde auch, zu weit gehört auch, es gibt sicherlich jetzt kein grundsätzliches Gewaltproblem in der Fußball-Bundesliga. Das würde ich jetzt auch zu populistisch finden. Das stimmt nicht. Und wenn ich das Urteil ja richtig verstanden habe aus Karlsruhe, sagen dir per se erstmal nur, dass es dem Staat erlaubt ist, Sondergebühren in gewissen Maß und gewissen Fällen erheben zu dürfen überhaupt. Wurde ja betont von den Richtern, dass sie damit nicht sagen, ob das politisch richtig ist oder gesellschaftlich. Das mal vor die Klammer gezogen. Dass das dann ein Bundesland zur Anwendung bringt, da habe ich auch ein Störgefühl, weil ich dann finde, wo fängt das an und wo hört das auf? Also wenn wir drei dann übermorgen auch eine große Party machen, Vergleiche hinken, weiß ich. Aber auf dem Weg dorthin prügeln sich 50 Menschen. Kriegen wir dann auch einen Gebührenzettel, weil die Polizei einschreiten musste. Extrem aufgezeichnet. Was mir zu kurz kommt in der Diskussion, zur Wahrheit gehört eben, dass wir überhaupt drüber reden müssen, zeigt natürlich, dass es zu viele Vorfälle gibt im Rahmen von Fußball-Bundesligaspielen. Und ich glaube, in den 80ern gab es das schon mal, wo die Stadienlehrer wurden, weil dort eine gewisse Klientel in der Kurve stand, wo man Angst hatte, von A nach B zu kommen, wenn man auf dem Weg ins Stadion war. Ich will nicht sagen, dass das heutzutage so ist, das stimmt nicht. Aber damals haben die Clubs reagiert, weil sie gesagt haben, warum, weil es in ihr Geldbeutel ging. Weil sie gesagt haben, unsere Stadien bleiben leer, die kommen jetzt nicht mehr. Die Mütter lassen ihre Kinder nicht mehr ins Stadion gehen und Frauen sind sowieso schon mal nicht hier. Das passiert im Moment noch nicht. Ich würde mir wünschen, dass man da ein bisschen ehrlicher im Umgang ist, sich ein bisschen ehrlicher macht und sagt, wir wissen ganz genau, wer das ist. Wir wissen ganz genau, welche Klubs das betrifft. Und wir werden jetzt alles dafür tun, um das einzudämmen. Weil selbstverständlich ist das nicht akzeptabel, wenn das hier bei uns in der Mönckebergstraße passieren würde. Es ist ja ehrlicherweise hier bei uns passiert nicht in der Mönckebergstraße, sondern auf dem Kiez. Rauf ich hinaus, wenn das nicht im Rahmen vom Fußball wäre, sonst würde einfach passieren, würde jeder zu Recht sagen, holen Sie die Polizei und sperren alle weg. Passiert das im Rahmen vom Fußball, im oder außerhalb des Stadions, ist das immer so eine Verklärung im Raum. Es gab ja Provokationen. Es gab ja Provokation und die wollten nur spielen und war nicht so gemeint und man darf das auch noch sagen und die Stimmung war aber so gut. Und wenn nichts mehr geht, sagt irgendeiner, die Stimmung war so gut. Das ist nicht in Ordnung. Punkt. Und das weiß auch jeder, dass das nicht in Ordnung ist. Und es gehört nun mal zur Wahrheit dazu, dass ein Teil der organisierten Fanszene auch einen großen Spaß daran hat, zu provozieren. Also das ist so. Und ich will das auch gar nicht, dann ist das halt so. Ist ja nicht schlimm. Nur dann muss man eben auch mit den Konsequenzen im Zweifel leben. Also dann das abzuwinken im Sinne von damit haben wir alle zu leben und das ist ja normal, finde ich eben nicht. Mich hat das sehr schockiert. Ich war im Start, als es dieses ganz Hamburg hasst die Polizei, dieses riesige Plakat mit der abgebrannten Puppe. Und das soll ich dann jetzt auch noch tolerieren? Und bei St. Pauli übrigens nicht so viel anders. Da sucht sich das Präsidium aus, je nachdem, wie es läuft, entweder war zu viel Polizei irgendwo da oder zu wenig. Also je nachdem, was gerade vorgefallen ist, war das entweder, wurde die Polizei übergriffig, weil St. Pauli das so eingeordnet hat für sich, oder sie wurden von Rostock verprügelt, dann war zu wenig Polizei vor Ort. Das finde ich unglücklich. Also ich finde, wir müssen mal so darüber reden, dass Fußball nicht irgendwo auf dem Parallelkosmos stattfindet, was das angeht, sondern in einem üblichen gesetzlichen Rahmen. Absolute Zustimmung. Ich würde eine Nachfrage mir erlauben, weil du gesagt hast, in den 80ern war das schon mal so der Fall. Ich glaube, wir sind uns wahrscheinlich einig, 80er war ein Riesenproblem über Jahre. Jetzt ist es, wenn wir solche Vorfälle sehen, wie HSV-Hooligans überfallen können, da ist es ganz, ganz schlimm. Aber das grundsätzliche Problem, dass es in den 80ern und Anfang der 90er gab, das haben die Klubs aus meiner Sicht ziemlich gut in den Griff bekommen. Unbedingt. Und das meinte ich als Positivbeispiel. Nur sie haben reagiert, weil sie merkten, oh, sonst kriegen wir unsere Stadien nicht mehr voll. Und jetzt ist dieser Druck nicht so richtig da. Das ist das, was ich meine. Das kann doch wohl nicht sein, dass wir für die Polizei bezahlen. Da gibt es gute Argumente, warum man das so argumentiert, finde ich schon. Mir fehlt nur in der Diskussion, dass man einmal sagt, in der Sache gibt es aber auch einen Punkt, wir haben zu viel Gewalt im Rahmen von Fußball-Bundesligaspielen. Und wir tun alles dafür, das tun sie auch übrigens seit Jahren, um das noch mehr wieder einzudämmen. Wenn man sich die Zahlen anguckt an Vorfällen, die sind seit Jahren rückläufig, ich glaube sie sind jetzt zum ersten Mal leicht wieder angestiegen, nochmal mit aller Betonung, wir haben kein Gewaltproblem. Aber jede Ausschreitung, jede Überschreitung von irgendwas ist eine zu viel. Und das muss man eben auch dann dagegen vorgehen. Und nochmal, es ist genau klar, wer das ist und welche Klubs das sind. Also das ist ja kein Staatsgeheimnis, das wissen die Klubs auch. Und ich würde mich freuen, wenn da noch klarer vorgegangen wird. Kommt natürlich immer darauf an, welche Klubs aufeinandertreffen. Ich glaube, die Polizei ist jetzt nicht unglücklich darüber, dass das Hamburger Stadtderby in dieser Saison ausfällt. Weil nach vielen Jahren in der zweiten Liga, wo es auch häufiger dann mal zur Ausschreitung kam, gibt es das Hochrisikospiel nicht. Vielleicht dann nächstes Jahr wieder in der Bundesliga. Vielleicht sogar in der Relegation. Wer weiß, was da noch passiert. Ich glaube, das wäre nicht gut für Hamburg. Freunde haben schon gefragt, wen ich alles kennen würde in beiden Vereinen. Irgendwie Tickets besorgt. Monate voraus wird das schon geplant. Auf jeden Fall wird das ja auch beim Spobis, das Thema Polizeikosten mit Sicherheit, irgendwie nochmal ein Thema sein, wenn auch alle Manager da sind. Da hast du schon gesagt. Wie ist das eigentlich für dich? Alle Manager der Fußballszene sind da. Ich würde mal sagen, das ist für dich jetzt vielleicht gar nicht mehr so der große Nervositätsfaktor. Jetzt kommen aber so Gäste wie Annalena Baerbock oder auch der saudische Prinz. Ich kann ihn auch nicht aussprechen, aber... His Royal Highness, wird immer so abgekürzt. Das ist einfacher, als das, was ich gesagt habe. Ja, das ist H-R-H, His Royal Highness. Steigt da bei dir der Puls, wenn du dann... Der Puls im positiven Sinne. Also ich freue mich total. Und nochmal, dass wir die gesamten deutschen Fußball da haben. Übrigens auch alle anderen Sportarten. Also 45 Prozent aller Bühnenauftritte haben mit Fußball nichts zu tun. Weil es immer so landläufig heißt, immer nur Fußball. Fußball macht ungefähr 85 Prozent aller Umsätze im Sportbusiness in Deutschland aus. Und wir haben 45 Prozent auf der Bühne, was mit Fußball nichts zu tun hat. Also uns ist der andere Sport genauso lieb und wichtig. Vor allem dir, du bist ja Handballer. Ich bin auf jeden Fall großer Handball-Fan, ja. Also hab früher auch selber Handball gespielt, aber ich finde Handball ist ein toller Sport. Aber nicht nur das, darum geht es mir nicht. Du sprachst jetzt unserer Außenministerin an, das ist schon eine Besonderheit. Also wir haben natürlich auch mal lokale Politik da. Hatten auch schon andere Politiker da, aber freue ich mich riesig drüber, weil das Thema dahinter auch wirklich sehr interessant ist, weil wir wirklich drauf gucken wollen über das Verhältnis von Politik zu Sport, weil ich da so drauf gucke, dann finde ich immer alle vier Jahre, nehme ich die deutsche Spitzenpolitik wahr, immer rechtzeitig zu den Olympischen Spielen, wahlweise auch mal die Fußball-WM, dann wird gesagt, wie toll und wichtig Sport ist und dass man doch viel mehr dafür tun müsste. Meistens wird dann irgendwie abgereist mit der Überlegung, wir müssen uns mal wieder für die Olympischen Spiele bewerben. Und dann nehme ich über drei Jahre meistens keine Spitzenpolitik mehr im Sport wahr. Und wie dieses Verhältnis miteinander ist und ob man das nicht verbessern könnte. Und zu diskutieren, was Sport für eine Gesellschaft wirklich bedeutet. Was man übrigens in anderen Ländern sieht, die Sport deutlich höher bewerten für eine Gesellschaft. Ganz besonders hoch. Entschuldigung, wenn ich dich unterbreche. Zum Beispiel in Saudi-Arabien, da ist der Prinz dort. Sport hat eine überragende Bedeutung, was natürlich auch andere Gründe hat. Sword-Washing und so weiter ist ein Stichwort. Meine Frage, kann man mit so jemandem, kann man kritisch mit dem sich unterhalten? Ist das möglich? Ich kenne ihn nicht persönlich, aber da gehe ich fest von aus. Ich finde nur, auch das ist ein typischer Reflex von uns. Also Saudi-Arabien, das muss man kritisch sehen. Und selbstverständlich gibt es da ganz viele Dinge im arabischen Raum, die nicht meinem Verständnis vom Zusammenleben in einer Gesellschaft entsprechen. So würde ich auch auf China gucken, gibt es ganz viele Dinge. Indien, USA. Es gibt ganz viele Dinge in den USA, die ich wirklich schlimm finde. Und wir neigen, finde ich, so ein bisschen in unserer westlichen Demokratie dazu, sehr schnell den Finger zu heben und anderen Ländern erklären zu wollen, wie sie ihre Gesellschaft zu regeln haben. Haben aber kein Problem damit, im Gegenzug mit denen Geschäfte zu machen, zu unserem eigenen Nutzen, damit uns unsere Gesellschaft besser geht. Damit habe ich ein Problem. Das finde ich unangebracht. Dass man in den Diskurs geht, zu sagen, Mensch, du machst da Sachen in deinem Land, das finden wir wirklich, das fällt uns auf. Ich bin mir sicher, andersrum ist es ja ganz genauso. Wir machen ja zig Sachen, wo der Saudi an sich wahrscheinlich sagt, da habe ich wirklich ein Problem mit, was ihr da macht. Also das mit den öffentlichen Besäufnissen, die ihr da am Strand durchführt, irgendwie finden wir das ganz abstrus. Aber vielleicht haben die eher den Anstand zu sagen, wir nehmen uns nicht heraus, Deutschland vorzuschreiben, wie sie zu leben haben. Ich will das nicht abkürzen, das ist eine schwierige und klebrige Diskussion, das ist natürlich viel zu kompliziert, das jetzt in drei Minuten zu sprechen. Ich finde gut, dass wir in Austausch damit gehen, dass wir fragen, dass die kommen, sich das angucken, dass wir selbstverständlich Dinge fragen werden. Ich habe gelernt, ich war selber noch nicht da, dass man sich wohl die saudi-arabische Königsfamilie ein bisschen wie ein Unternehmen vorstellen muss, die auch sehr hierarchisch aufgebaut sind und wie ein Unternehmen auch funktionieren. Und den wir jetzt da haben, His Royal Highness, davon gibt es noch ein paar mehr von, der ist für den Bereich des E-Sports verantwortlich, also ich glaube. Darf er jetzt nicht hören, aber wahrscheinlich ist es wie so eine Art Abteilungsleiter oder Sparte in einem Unternehmen. Und dafür ist er nun mal verantwortlich. Ich glaube, da gibt es noch maximal eine Stufe drüber. Und dann wird an den Prinzen direkt berichtet sozusagen. Ich höre, wie gesagt, ich war nicht da. Ich höre von Leuten, die jetzt öfter und länger da waren. Alle blendend ausgebildet, mehrsprachig. Also man braucht nicht glauben, dass da Menschen mit Sand in den Schuhen um die Ecke kommen, die zu viel Geld haben und meinen, sie müssten das raushauen. Und ein Wort noch, was immer so im Raum steht, zu dem Sportswashing. Ich lasse mir erklären, dass denen das ziemlich egal ist, was der Rest der Welt über Saudi-Arabien hält. Und deswegen machen sie es nicht, sondern sie machen das für ein Volk, was sehr, sehr jung ist im Durchschnitt. Ich glaube, das Durchschnittsalter ist unter 30 oder um die 30 Jahre alt in Saudi-Arabia. Ein unglaublich junges Volk. Und man will alles dafür tun, dass die im Land bleiben und gut unterhalten werden. Wohl dem, der so viel Geld zur Verfügung hat, dass entsprechend die Qualität der Unterhaltung hoch ist. Aber ich glaube, es ist zu kurz gesprungen, mit unserer Sicht der Dinge nur drauf zu gucken und sagen, die machen jetzt Sportswashing. Unsere Richtlinie ist auf jeden Fall oft zu kurz gesprungen. Wobei nur für die eigene Bevölkerung, also am Beispiel von Katar, die quasi keine eigene Bevölkerung haben, da weiß ich nicht, ob man nicht dann doch auch irgendwie von dieses Wort Sportworschläge in den Mund nimmt. Anderer Fakt. Katar ist anders. Zum Beispiel auch dort eine WM hinzugeben, ist, glaube ich, sogar noch mal anders zu sehen. Absolut, weil ja man hat eine sportbegeisterte Bevölkerung. Genau. Ich weiß trotzdem kann man sagen, ob das jetzt der Kultur der Mehrheit entspricht, eines Sports, zu sagen, wir spielen jetzt ein großes, das bedeutendste Fußballturnier, was wir haben, spielen wir in der Wüste. Ob das jetzt die meisten Fans begeistert auf der Welt, darauf kann man natürlich ein Fragezeichen hintersetzen. Man kann aber auch sagen, dass es die Aufgabe eines Weltverbandes ist, seinen Sport möglichst breit zu verbreiten, auf der ganzen Welt. Das ist ein Thema, weil wir Handball hatten, was gerade Stefan Kretschmer in einem Podcast sehr kritisch angemerkt hat, dass er gesagt hat, wenn wir nicht aufpassen mit Handball. Und Handball ist nicht schaffen, weltweit da zu verbreiten. Fliegen wir aus dem olympischen Kanon raus. Weil das eine rein kerneuropäische Sportart ist und nicht mal ganz Europa, sondern das ist Skandinavien plus drei. Und man kann also die Aufgabe eines Sportverbandes schon so verstehen. Jetzt bin ich aber der Letzte, der Infantino in Schutz nehmen will, weil wir alle natürlich genau wissen, warum diese Dinger da hingegangen sind. Also ich bin nicht naiv. Es ist vollkommen klar, aus welchen Hintergründen diese WM-Vergabe aber so stattgefunden hat, wie sie stattgefunden hat. Und das ist natürlich absolut zu missbilligen. Also da müssen wir nicht drüber reden. Jetzt hast du Annalena Baerbock da. Es ist Wahlkampf auch natürlich gerade. Hast du schon überlegt, was die erste Frage dann an Frau Baerbock sein wird? Habe ich wirklich nicht. Hast du noch ein bisschen Zeit? Habe noch ein bisschen Zeit, genau. Bereite ich mich noch darauf vor. Freue ich mich wirklich drauf, weil es ja auch mit Bernd Neuendorf zusammen ist, Präsidenten des Fußballbundes. Ich glaube, das wird wirklich gut. Ich finde, das sind so Fragen im Raum, was ja bis die erste Frage ist. Aber ich finde, ist es richtig, wir erinnern uns an Katar, wo unsere Innenministerin, wo auch Sport in Deutschland liegt, sich auf die Tribüne gesetzt hat mit einer Regenbogenbinde und ein Zeichen zu setzen. Die One Love Binde war das, genau. Oder One Love Binde. Mit dem Ergebnis, dass sie ausgelacht worden ist von Infantino und das Ganze in einem Bild festgehalten worden ist, was durch den ganzen Globus gegangen ist. Ist es die Aufgabe der Politik, so etwas zu machen? Oder noch weitergegangen, ist es vor allem die Aufgabe von Athleten, das zu machen? Weil wir erinnern uns an das Mundhalten von unserer Nationalmannschaft. Wie gehen wir damit um? Sagt die Politik irgendwann zu unseren Sportlern bei den Olympischen Spielen, bitte gib dem russischen Athleten nicht die Hand? Also wo fängt das an und wo hört das auf? Und was ist fair gegenüber den Athleten? Was kann man denen abverlangen, was nicht? Viele unserer Athleten haben Migrationshintergrund, die vielleicht sagen, ich komme aus dem arabischen Raum oder meine Oma oder wie auch immer. Ich bin so aufgewachsen. Ich weiß gar nicht, was ihr von mir jetzt genau wollt. Wir merken, das ist ein total schwieriges Thema. Aber total spannend. Aber ich finde, es ist spannend und ich finde, es ist toll, dass sich Frau Baerbock als eine absolute Spitzenpolitik, die steht für mich jetzt nicht für irgendeine Farbe einer Partei, sondern sie steht für mich für die Spitzenpolitik Deutschland im Moment, und sie war auch mit dabei und war jetzt sportbegeistert und hat sich sehr stark dafür ausgesprochen, dass wir uns für die Olympischen Spiele bewerben und das kann ja unsere Szene per se erstmal nur toll finden. Wie wir uns dafür bewerben und wie der Prozess aussehen sollte, das ist nochmal eine ganz andere Frage, auch das kann man natürlich kritisch beleuchten. Also ihr habt auf jeden Fall super spannende Gäste. Wir sind auch Gäste bei euch sozusagen, wir haben ja eine Kooperation, dass wir an den beiden Tagen am 5. und 6. Februar auf dem Gelände, im CCH, einen Ganztagspodcast mit vielen Entscheidern und vielen Gesprächen, dass wir dabei sein werden. Vielleicht hast du Lust, auch mal vorbeizukommen, dann stelle ich eine Stunde, aber dann vielleicht für fünf bis zehn Minuten, wenn du Zeit hast. Wir würden uns freuen, vor allem, dass du dir jetzt ein bisschen Zeit genommen hast. Du hast eine stressige Woche auf jeden Fall. Vielen, vielen Dank dafür. Sehr, sehr gern. Danke, dass ich hier sein durfte. Hat Spaß gemacht. Ich wollte gerade sagen, eben, als du Abteilungsleiter gesagt hast bei den Prinzen... Das würde ich nie sagen dürfen. Rauschen rein. Ich passe dann auch viel besser zu Kai als König Kai. Irgendwie Vize-Abteilungsleiter Sport bin ich. Wir bleiben jetzt bei König Kai. Und dann so oder so werden wir uns auf jeden Fall nächste Woche wiederhören. Nämlich dann direkt vom CCH, vom Spobis. Und ja, ihr wisst, wie das bei uns ist. In Hamburg sagt man Tschüss. Und bei uns heißt das. Auf Wiederhören. Ein Podcast von Funke. 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