Latest / Zusammener finden wir es heraus. Der WARUM Podcast / WARUM gibt es immer mehr chronische Erkrankungen?
Transcript
- Sabine Osterauer: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Zusammennerv, finden wir es heraus, der Warum-Podcast. Und heute habe ich wieder einen ganz besonderen Gast bei mir, die liebe Heike Melzer. Die Heike kenne ich schon ein bisschen länger und wir haben erst vor kurzem auch ein intensiveres Gespräch gehabt, haben auch jetzt gerade im Vorfeld intensiv über ein Thema gesprochen, nämlich ein Thema, das es auch heute in diesem Podcast, in dieser Folge gehen wird und die Fassende Frage dazu lautet heute, warum gibt es immer mehr chronische Erkrankungen? Und bevor wir in dieses Thema, in diese Frage einsteigen, darüber zu sprechen, zu diskutieren, unsere Standpunkte aufzuzeigen und unser Wissen, euch weiterzugeben, liebe Heike, herzlichen Dank, dass du heute bei mir bist. Herzlich willkommen. Stell dich doch einmal ganz kurz vor. Wer bist du? Woher kommst du? Was machst du? Und wie bist du in meinem Podcast heute gelandet? Heike Melzer: Ja, erstmal vielen Dank Sabine, dass ich bei dir sein darf. Mein Name ist Heike Melzer. bin Gesundheitspädagogin und ausgebildete PTA. Das heißt, Gesundheit ist irgendwo so in meinen Genen verankert. Ursprünglich habe ich früher in der Apotheke gearbeitet und inzwischen begleite ich Menschen dabei, in ein stressfreies, gesundes Leben und arbeiten zu kommen, idealerweise präventiv auch schon tätig zu werden, damit es erst gar nicht zu chronischen Beschwerden auch kommt. Ja, und das ist auch so meine Leidenschaft. Und darüber haben wir uns beide ja auch ausgetauscht, Sabine, über dieses Thema Gesundheit, weil das ist ein Thema, was im Grunde ja jeden auch betrifft. Und von daher freue ich mich, wenn wir da heute ein bisschen intensiver auch nochmal andere Menschen mitnehmen können auf die Reise. Sabine Osterauer: Ja, das hoffe ich, dass wir da einige abholen können. Und das Thema chronische Erkrankungen, das ist ja auch immer mehr verbreitet in den letzten Jahren, kommt es mir zumindest vor. Kannst du vielleicht, du kommst ja mehr aus dem medizinischen Bereich wie ich, ich komme eher aus dem psychologischen Bereich, aber kannst du unseren Zuhörern so ganz kurz erklären, was ist denn überhaupt eine chronische Erkrankung und ab wann? Vor allem ist sie chronisch. Kannst du uns da ein bisschen was dazu sagen? Heike Melzer: Von der Dauer her ist es sehr schwer, einen Zeitpunkt festzulegen. Weil je nach Erkrankung ist es ein anderer Zeitrahmen. Aber wenn du immer häufiger immer wiederkehrende Beschwerden hast, die in der Regel auch mit entzündlichen Prozessen im Körper einhergehen, dann wird es schon chronisch, wenn du keinen Tag mehr hast, du sagen kannst, ich habe da keine Beschwerden. Das ist im Grunde eine Kaskade auch. dass viele Menschen unter Stress leiden, das aber ganz oft so abtun, naja, jeder hat ja irgendwie einen vollen Kalender, jeder hat ja viel zu tun. Aber dass das für mich eben mit ein ganz, ganz großer Auslöser ist, warum auch immer mehr Menschen chronisch krank werden. Das heißt, wenn ich immer wieder Hormone ausschütte, die auch meine ganzen Entzündungen im Körper befeuern, ist das für die inneren Organe nicht gut, ist das für den Blutdruck nicht gut und dadurch merke ich eben, dass zum Beispiel erst mal vielleicht meine Verdauung nicht mehr richtig funktioniert. Das heißt, oft ist es im Darm, dass es sich da niederschlägt, dass es vielleicht auch Magenschleimhautentzündungen werden, dass dadurch natürlich auch einhergeht das Thema Gewicht auch, weil man sich nicht mehr gut ernährt, weil man sich vielleicht zu scharf ernährt, ernährt sich zu fett. Man hat zu wenig Bewegung, der Stoffwechsel ist eingeschränkter. Dadurch kann es auch immer wieder sein, dass sich durchaus ein Diabetes entwickelt. Herz-Kreislauf-Beschwerden kommen mit dazu, dass der Körper gar nicht mehr reguliert werden kann. So ergeben sich immer mehr chronische Erkrankungen. Wie der hohe Blutdruck, wie Übergewicht, wie ein Diabetes, wie zu hohe Cholesterienwerte. Dann ist man Ja, in einer Kaskade drin, wo man sagt, na ja, das hat früher nur ältere Menschen betroffen, also von älter, sag ich mal so ab 70 etwa. Und wenn man das heute sieht, sind es durchaus auch Menschen, die die 40 rum darunter schon leiden. Sabine Osterauer: Weißt du oder hast du einen Zugang dazu, warum das immer früher kommt? Also warum es immer mehr Menschen betrifft, die noch jünger sind? Heike Melzer: Also ich habe heute gerade gelesen, dass in Deutschland im Kindergarten nicht mehr die Kinder dieses Pensum an Bewegung haben, wie das eigentlich sein sollte. immer mehr jüngere Menschen leiden eben unter Übergewicht, weil sie einfach auch ein Bewegungsdefizit haben. Also das, was ich heute gelesen habe, ist, dass neun von zehn Mädchen wirklich zu wenig Bewegung bereits im Kindergartenalter haben. Bei Jungs sind es sieben von zehn. Also das ist schon ein Zeichen dafür, dass man sieht, dass in jungen Jahren eben schon der Grundstein eigentlich auch dafür gelegt wird. Ja, und wenn du dann auch noch siehst, wie Ernährung teilweise aussieht. Entschuldigung, dass das eben sehr häufig auch sehr zugehaltige Ernährung ist, bei kleinen Kindern schon. Und das führt sich dann natürlich im Erwachsenenalter auch fort. Tendenz immer mehr Fastfood, Junkfood. Das hat nicht mehr die Nährstoffe, die wir eigentlich auch für den ganzen Körper bräuchten. Und immer mal schnell was nebenbei gegessen. ist auch nicht so optimal für unseren Stoffwechsel. Das sind oft so Kleinigkeiten, die sich dann auf Dauer summieren, dass dein Darm einfach auch nicht mehr richtig arbeiten kann, weil ihm gewisse Bakterien abhanden kommen, weil die einfach nicht mehr angefüttert werden, dadurch, dass wir nicht genügend Ballaststoffe, Probiotika und dergleichen auch zu uns nehmen über die Ernährung. Und das ist häufig mit eine Ursache. Sabine Osterauer: Würdest du sagen, der Grundstein für eine mögliche chronische Erkrankung möglicherweise bereits im Kleinkindalter bzw. sogar schon in der Schwangerschaft gelegt wird mit einer nicht guten, ausgewogenen, gesunden Ernährung? Heike Melzer: Naja, als Fötus bekommst du ja das, was die Mutter sozusagen zu dir zu sich nimmt. Und wenn das schon nicht so gut ist, dann ist das natürlich klar, dass da die Anlage auch schon schwieriger ist. Was inzwischen ja wirklich deutlich nachgewiesen ist, ist dieses Thema Wie komme ich auf die Welt? Dass zum Beispiel häufiger ja auch Kaiserschnitte inzwischen sind als natürliche Geburten. Und wenn du aber auf natürlichen Weg zur Welt kommst, hast du einen Kontakt über den Geburtskanal mit dem Mikrobiom deiner oder der Mutter. Das heißt, die Bakterien von der Mutter gehen auf das Baby über auf den Säugling und damit ist es so, dass diese Barrierefunktion, die die Haut bilden kann und auch der Darm, was angelegt wird, ist viel, besser, als wenn das Kind eben in einer ganz sterilen Umgebung auf die Welt kommt per Kaiserschnitt und gar keinen Kontakt mit den Bakterien mit den Keimen der Mutter hatte. Das ist oft eine Grundlage dafür zu sagen, wenn das nicht richtig veranlagt ist, dann hat das Kind ein schlechteres Immunsystem. Der Darm entwickelt sich nicht so, wie das sein sollte. Damit hast du dann nicht so einen guten Grundstein für deine Verdauung gelegt. Und Grunde von da an eigentlich auch die Gefahr für Allergien ... gegeben sind, für ein höheres Infektionsrisiko gegeben ist und gegebenenfalls eben auch deine Verdauung deutlich eingeschränkt ist. Sabine Osterauer: habe das, ich habe früher, das ist jetzt auch schon wieder 15 Jahre sicher her, in einem Institut gearbeitet mit stillenden und schwangeren Frauen. Total interessant, war eine sehr, sehr schöne Zeit auch. Da habe ich natürlich ganz viele von diesen Sachen auch mitbekommen. Ich kann mich noch sehr gut erinnern, da hat es eine Mutter gegeben, die ihr Kind hatte, schon mit einem halben Jahr eine sehr starke Neurodermitis. Diese Neurodermitis, also für alle, das nicht wissen, ist eine Hauterkrankung. Diese Neurodermitis wurde auch nicht besser. Es wurde ihr dann angeraten, das Kind ist dann größer geworden, hat dann auch schon normal mitgegessen. Da wurde es ihr angeraten, Milchprodukte zu meiden. weil das oft auch ein Auslöser dafür sein kann. Also, nachher damit ist ja immer noch so eine Geschichte, wo man jetzt nicht hundertprozentig weiß. Aber da wurde ja halt einfach einiges vorgeschlagen oder angeboten, das auszuprobieren, ob das vielleicht doch, damit man nicht jetzt schon so viele Quartisonsalpen und so weiter in Verwendung braucht. Und ich kann mich noch so gut daran erinnern, dass diese Mutter gemeint hat, na das macht es auf gar keinen Fall, weil das ist so kompliziert, mit dem das soll er nicht essen, das soll er nicht essen, das soll er nicht essen, da ist dieses Schmieren einer Kortisonzahl bei einfacher. Und da war für mich so der Moment, wo ich mir dachte, okay, es gibt also wirklich zwei unterschiedliche Menschentypen. Die einen, sagen, na wenn es leichter geht, nehme ich den leichteren Weg. nur dass ich auf nichts verzichten oder nichts tun muss. Und die anderen wieder, sagen, ich mache alles, Hauptsache ich muss jetzt keine Medikamente, kaltes Sohn und ich will das jetzt gar nicht verteufeln. Heike Melzer: Hmm. Sabine Osterauer: Aber ich sage immer, wenn es eine Alternative dazu gibt, sagt mir mein Mutterherz und mein Zustand dazu, probiere das doch einmal anders. Also meine Meinung dazu ist, probiere es einmal mit den alternativen Sachen. Wenn das nicht geht, sind wir froh, wenn wir auf etwas anderes zurückgreifen können. Du hast ja gesagt, du hast ja auch in der Apotheke gearbeitet. Hast du da solche Erfahrungen gemacht auch mit Menschen? Egal jetzt, jetzt mit Müttern, die Kinder betroffen haben oder allgemein, wo du dir gedacht hast, so eine Liste mit Medikamenten, das könnte man möglicherweise auch auf eine andere Art versuchen, diese Erkrankungen, diese chronischen Erkrankungen oder was auch immer in den Griff zu kriegen oder sich einmal von einer anderen Seite anzuschauen. Hast du da auch so Erfahrungen gemacht, wo du oft den Kopf geschüttelt hast und dir innerlich gedacht hast, puh, schon viel. Heike Melzer: Ja, zumindest, dass das auch unterstützend beraten wurde zu sagen, wenn man die und die Medikamente einnimmt, dann hat das Wechselwirkung. sind Medikamente, mehr Mineralien verbrauchen, wo es unterstützende Produkte auf natürliche Art und Weise ja auch gibt, weil damit dem Körper wieder das zugeführt wird, was die Medikamente einem entziehen. Und oft ist es ja so, wenn man da diesen Haushalt wieder ausgleicht, dass dann teilweise vielleicht auch andere Medikamente runtergefahren werden können von der Dosierung her. Wobei in der Zeit, als ich in der Apotheke gearbeitet habe, war es mir noch gar nicht so bewusst, wie es mir eigentlich geworden ist in dem, was ich jetzt mache. Mit meiner zusätzlichen Ausbildung zur Gesundheitspädagogin, wo ich immer mehr gelernt habe, diesen Menschen auch als Ganzheitliches zu sehen. und zu sagen, wo kommt denn diese Beschwerden her? Wie ist denn der Zusammenhang zwischen den einzelnen Erkrankungen? Und dass das mit der Zeit für mich immer klarer geworden ist, wie man da auch gezielt gegensteuern kann. Und ich dann jetzt aber immer mal wieder auch höre, wenn jemand auch auf mich zugekommen ist, der weiß, er müsste eigentlich was für sich machen, gerade weil er einen relativ hohen Stresslevel auch hat. Und wenn ich dann erzähle, wie so eine Begleitung aussieht, was meiner Sicht am praktischsten wäre, dann heißt es, ach weißt du, ich nehme doch lieber die Tablette. Weil dann siegt die Bequemlichkeit als an seiner Lebensweise einfach mal was zu ändern. Also das erlebe ich durchaus immer wieder. Sabine Osterauer: Weil du das jetzt so gesagt hast, dann nehme ich doch lieber die Tablette. Wenn du vorher auch gesagt hast, das habe ich total faszinierend gefunden, so habe ich das noch gar nicht weitergedacht, obwohl ich mich mit der Thematik wirklich sehr stark auseinandergesetzt habe und setze, dass du gemeint hast, Medikamente entziehen den Körper ja auch etwas und wenn man da den Haushalt wieder auffüllt, kann man dann andere Medikamente vielleicht auch runterfahren, vielleicht sogar weglassen, irgendwann einmal, auch immer. Ich glaube, dass das den Menschen oft gar nicht bewusst ist, beziehungsweise die wissen das ja auch gar nicht, dass das Medikament, das man einwirft, ja, so ganz global gesagt, wenn man das einwirft, dass es ja Nebenwirkungen hat im Sinne von, keine Ahnung, mir ist schlecht drauf, ich habe Bauchweh, ich kriege Kopfschmerzen oder ich kriege einen Juckreiz, wie auch immer. Aber da passieren ja ganz andere Sachen auch und das weiß ja niemand. Es steht vielleicht möglicherweise ein Beipackzettel, den können die wenigsten lesen, ohne Brille schon gar nicht, das ist immer so klein geschrieben, also so kommt es mir vor. Und viele sagen, das lese ich gar nicht mit den Nebenwirkungen, Gottes willen, weil dann habe ich die alle. Und ich glaube, das ist den Menschen auf gar nicht bewusst, dass Medikamente schon auch mit dem Körper wirklich etwas tun. Also das ist jetzt kein Durchlauf-Posten, der sagt, Ich mach dich jetzt gesund, aber sonst ist alles okay, sondern da passiert ja etwas. Und ich glaube, es, weil es den Menschen vielleicht jetzt nicht gleich betrifft und er nicht gleich eine Auswirkung hat, auch vielleicht später, aber daran erinnern wir uns dann vielleicht nicht mehr, deswegen werden dann eben Medikamente bevorzugt, ja nichts anderes ändern zu brauchen oder zu müssen. Ich glaube schon, dass der Mensch von Natur aus ein bisschen ein Gewohnheitstier ist. Da jetzt etwas umzustellen, was man eigentlich nicht umstellen möchte, ist dann schon schwierig. Oder wie siehst du das jetzt? Heike Melzer: Ja, das ist richtig. die Schwierigkeit liegt einfach auch darin, in dem Beipackzettel hast du ja nur die Nebenwirkung oder Wechselwirkung mit dem Produkt. Jetzt stell dir vor, jemand, der älter ist oder eben auch schon jemand, jünger ist, der einen zu hohen Blutdruck hat, der zu hohe Cholesterinwerte hat, der nimmt ja nicht nur ein Präparat, der nimmt ja 2, 3, 4, 5 Sachen ein. Und da kannst du das ja selbst als Laie gar nicht mehr abschätzen, was passiert überhaupt. Dafür, also zumindest in Deutschland, bieten ja immer mehr Apotheken auch Medikationchecks an, wirklich mal zu sagen, lieber Kunde mal alles mit, was du einnimmst. Wir gucken uns das im Detail mal an. Was macht da Sinn, vielleicht auch mit deinem Arzt noch mal zu besprechen? Weil das hat eben ein anderer Arzt auch aufgeschrieben und der weiß gar nicht, dass der das aufgeschrieben hat oder einnimmt. Dass sowas mal gecheckt wird oder genau auf solche Sachen auch aufmerksam gemacht wird. wenn die und die Medikamente eingenommen werden, dann ist aber ein erhöhter Bedarf an Calcium, an Magnesium da oder es müsste noch mal ein zusätzlicher Magenschutz genommen werden oder was auch immer. Das ist schon sinnvoll, in die Richtung zu beraten. Sabine Osterauer: Das finde ich auch, ist dafür Zeit. Heike Melzer: bin ja nicht mehr in der Apotheke. Ich darf sowas auch nicht machen, weil dafür Sabine Osterauer: Ja. Heike Melzer: muss man Apotheker sein in Deutschland. Ich habe kein Pharmaziestudium, sondern eben nur eine PTA-Ausbildung. Was heißt nur, aber eine PTA-Ausbildung und eine Gesundheitspädagogikausbildung. Die Apotheken, die das anbieten, vergeben dafür auch Termine, dass man wirklich sagt, okay, ich habe da eine dreiviertel Stunde Zeit für den Kunden, die nehme ich mir, dass da in Ruhe auch beraten werden kann. Das kann auch abgerechnet werden über die Krankenkassen. Von daher finde ich, sollte da im Grunde jeder Apotheke sagen, das bieten wir auch unseren Kunden, unseren Patienten an. Sabine Osterauer: Ich kenne das jetzt nicht. Ehrlicherweise in Österreich, ich habe es noch nicht gehört, liegt vielleicht auch daran, dass ich Gott sei Dank jetzt keine Medikamente in dem Sinne nehmen muss und eben dann nicht in diese Situation komme. Aber ich finde das schon sehr gut. Weil ich glaube, dass manche einfach so viele Sachen nehmen und diese vor allem ältere Menschen jetzt, die das dann vielleicht gar nicht mehr zuordnen können, dann vergessen sie möglicherweise die Hälfte ihrem Hausarzt zu sagen, was ihnen der Facharzt und so weiter. Ich glaube schon, dass es jetzt vielleicht ein bisschen besser ist mit dem ganzen Digitalen, wo das möglicherweise schon hin und her geschickt wird. Also da weiß ich nicht, wie der Datenschutz zum Beispiel greift oder so. Aber grundsätzlich sind, wären wir ja alle miteinander gut vernetzt. Aber ich finde es eigentlich gut, wenn sich wirklich der Patient mit seinen eigenen Medikamenten auch auseinandersetzt. Weil ich kriege das schon auch bei anderen immer wieder mit. Die haben dann ihre Wochen-Schachteln, ja, von Montag bis Sonntag und da werden jeden Tag die Tabletten reingelegt und die werden einfach jeden Tag genommen. Und ich habe das schon ein paar Mal bei bekannten Freunden. Auch bei meinen Schwiegereltern ist noch mal nachgewacht, was ist denn das überhaupt? Das weiß ich jetzt gar nicht so genau. Ich glaube, ist fürs Herz und ich glaube, das ist für den Blutdruck und ich glaube, das ist für das. Du musst wissen, was Ja, das kriegen wir immer, das nehmen wir schon seit Jahren. Okay, ja. Und da denke ich mir, wäre schön, da bisschen das Bewusstsein wieder in eine andere Richtung geht, dass man das auch hinterfragt. Also ich bin da furchtbar, was das angeht, weil ich hinterfrage, ja Also wirklich jedes Medikament, das mir irgendwie gegeben werden möchte, wird dann mal auf alle Bestandteile zerlegt und so weiter, weil ich einfach wissen möchte, was soll da oben hineinkommen. Und deswegen finde ich es so ein Angebot der Apotheke, da einen Termin auszumachen, mit seinen Medikamenten hinzugehen. Und der Apotheker schaut sich das an. Bei uns sind das immer der Herr Magister von der Apotheke, die Frau Magister. und dass sich die das anschauen und dann auch sagen, das ist nicht gut, das eine Wechselwirkung oder da müssen wir wirklich die Zeit dazwischen beachten und so weiter und so fort. Finde ich grundsätzlich eine sehr, coole Idee. Aber wir sind ein bisschen abgerückt von unserer Ursprungsfrage, warum es immer mehr chronische Erkrankungen gibt. Du hast gesagt, neun von zehn Mädchen haben einen Bewegungsmangel und sieben von zehn Burschen bewegen sich auch zu wenig. Und dieser Bewegungsmangel kombiniert mit der, ja, nennen wir es ja nicht mehr, also sind eigentlich Nahrungsmittel und keine Lebensmittel eben sehr zuckerhaltig, fetthaltig oder eben auch schon, also die ganzen Convenience-Produkte, diese Fertigprodukte in Kombination ist halt jetzt nicht der Superburner. Und aus dem heraus können sich dann im Laufe der Jahre natürlich chronische Erkrankungen entwickeln. Welche chronischen Erkrankungen? Du hast vorher schon die Diabetes angesprochen, also die Zuckerkrankheit. Da gibt es ja auch zwei verschiedene, also Diabetes I und II. Der Diabetes II ist, also Diabetes I ist ja etwas, was, glaube ich, angeboren ist. Und Diabetes II ist ja etwas, was man sich eigentlich selbst an... im Laufe der Jahre, würde ich jetzt einmal so sagen, eben aufgrund von also diesen metabolischen Symptom, wenig Bewegung, ungesunde Ernährung und so weiter. Welche chronischen Erkrankungen gibt es noch? Heike Melzer: Was oft dann ist, wirklich, dass es an den Gelenken spürbar ist. Dass du dann so was wie Arthrose hast, Arthritis. Das hat natürlich auch damit zu tun, wenn ich mich nicht mehr richtig bewege, dann wird mein Knochen, meine Knoppelmasse nicht richtig versorgt. dann kann es schwierig werden, sich zu bewegen. Von daher brauche ich dann nicht erst anfangen, mit 60 zu versuchen, mich zu bewegen, wenn ich mich mein Leben lang nicht bewegt habe. Chronische Damenentzündungen gibt es natürlich auch. Du hast eigentlich fast alles, was irgendwo chronisch werden kann. Allergien ist ja im Grunde auch was chronisches. Hauterkrankungen hattest du eben ja schon angesprochen, auch mit Neurodermitis. Sowas ist natürlich was, was man sieht, was in den Jahren einfach immer mehr geworden ist auch. Sabine Osterauer: Bist du der Meinung, also wir reden da jetzt wirklich von unseren persönlichen Meinungen, das ist immer ganz wichtig, dass ich das im Podcast immer wieder wiederhole, würdest du sagen, wenn Menschen, eine chronische Erkrankung haben oder es beginnt, dass sie chronisch wird, Erkrankung, ihre Lebensumstände verändern, bedeutet mehr Bewegung, gesündere Ernährung? kann man chronische Erkrankungen, obwohl sie chronisch sind, noch einmal loswerden. Heike Melzer: Ja, also ich darf ja keine Heilversprechen hier machen. Also das ist etwas, wo ich sage, man kann es zumindest verbessern, dass man die Medikamente vielleicht etwas wieder zurück reduzieren kann in der Stärke, der Häufigkeit. Also das ist sicherlich etwas. Also gerade wenn man das zum Beispiel auch bei Blutdruck sieht. Immer mehr Menschen haben ja auch zu hohen Blutdruck. Das ist ja ziemlich ähnlich, dass man da wirklich sagt, wenn ich anfange, Stresslevel zu reduzieren. Und für mich ist es auch immer wieder wichtig, in meiner Beratung zu sagen, es sind Möglichkeiten, die einfach in den Alltag integrierbar sind. Und das ist für mich was, was am aller einfachsten ist, ist das Thema Atmen. zu sagen, wenn ich entspannt und tief atme, also atme, auch lerne und auch das Thema Schlaf wirklich zu sagen, mein Körper hat ausreichend Schlaf, sprich sieben bis neun Stunden Schlaf. dann ist das eine gewisse Regeneration für den Körper. Und damit kann ich eben auch sagen, okay, mit gezielter Entspannung und ausreichend Regeneration ist mein Körper in der Lage, Prozesse wieder ins Positive anzustoßen. Sabine Osterauer: Warum wird's dann nicht gemacht? Heike Melzer: Tja, weil der innere Schweinehund dir sagt, nimm doch lieber die Blutdrucktablette, dann brauchst du nichts ändern. Es ist ja viel einfacher, die Tablette zu schlucken, als dann zu sagen, ja, ich ändere mal was an meiner Lebensweise, an meinem Lebensstil. Ich achte einfach auch wieder auf mich. Ich glaube, dass es da ein anderes Verständnis für braucht. Und du hattest ja eben schon gesagt, Alter da einfach mal zu hinterfragen, was sind das denn für Tabletten? Für mich setzt das wirklich viel, früher an. Sondern für mich müsste es ein Schulfach geben, was Gesundheit heißt. Dass Kinder lernen, was ist gesunde Ernährung, was braucht es dazu, warum brauche ich auch Bewegung und Ich erlebe es bei uns zu Hause auch mit einem Teenie-Kind, was dann meint, es braucht nicht mehr so viel Schlaf. Und sich dann wundert, warum es denn so schwer ist, auch eine Klausur zu schreiben, sich das merken zu können. Also, da einfach auch so ein Bewusstsein für da ist, zu sagen, Schlaf ist nicht schlechtes, sondern Schlaf ist was Positives. Dass da jugendliche Kinder einfach auch schon mit einem anderen Bewusstsein ins Leben starten, ins Leben gehen. Und wenn dann der Berufsalltag dazu kommt, unser fortschreitendes Alter, was eben einfach auch zum gewissen Teil ein Abbauprozess ja beinhaltet, gezielter Gegensteuern zu können. Sabine Osterauer: Find ich gut, bin ich total bei dir. Ich hab gestern einen Podcast aufgenommen, da ging es auch das Thema Selbstverantwortung. ich finde schon auch, das ist wieder meine persönliche Meinung natürlich, ich finde schon auch, dass wir in der Eigenverantwortung bleiben sollten. Nämlich speziell jetzt mit diesen ganzen Sachen im Außen. Unsere Nahrungs- oder Lebensmittel sind nicht mehr das, was sie einmal waren. Und dennoch gibt es Lebensmittel, die ganz frisch sind vom Markt, sind und so weiter. Wir können uns natürlich jetzt hinstellen und sagen, ja, was sollen wir denn jetzt machen? Die Politik ist schuld, der Krieg ist schuld, das ist schuld und das ist schuld, dass wir einfach keine guten Lebensmittel mehr haben und das nicht haben und nicht mehr die gute Luft und wir haben eigentlich keine Zeit, wir müssen so viel arbeiten, weil wir so viel Geld zahlen müssen und steuern und so weiter. Deswegen können wir uns auch nicht schatt bewegen, wir müssen ja viel arbeiten. Also man kann schon ganz, ganz viele Sachen dafür verantwortlich machen, warum man einen gewissen Lebensstil führt. Jetzt finde ich aber, bei einem gewissen Alter sollte man so reflektiert sein und so in der Eigenverantwortung stehen, zu sagen, das und das das das gibt es alles da draußen. Wie kann ich für mich dennoch schauen, dass es mir gut geht? Wo kommen meine frischen Lebensmittel her? Wie kann ich mir die besorgen? Wie koche ich am besten? Wie kann ich trotzdem Bewegung einbauen? Und wenn es nur 30 Minuten Spaziergang ist, was auch immer. Also sollte ein Erwachsener in der Eigenverantwortung machen können. Jetzt reden wir aber von unseren Kindern, die das mit 5, 6, 7, 8 Jahren nicht können, in die Eigenverantwortung gehen, weil da müssen sie es ja zuerst einmal verstehen und wissen. Dann reden wir von unseren Teenies, die ja bescheilt werden durch ihr Handy, TikTok und Co. die noch einmal Informationen kriegen, die wir Erwachsenen oft gar nicht wissen, was sie da kriegen. Das heißt, wie könnten wir mit solchen Situationen umgehen, nämlich mit Menschen, die nicht so in die Eigenverantwortung gehen können, weil sie entweder noch zu klein sind oder es auch nicht gelernt haben. Heike Melzer: Also für mich ist das ein Thema, was man nicht innerhalb von drei, vier Jahren regeln kann. Das ist echt Generation, also das ist wirklich eine Generation im Grunde braucht. Also ich denke, du bist auch noch so aufgewachsen, dass man als Familie vielleicht auch eine Mahlzeit zusammen hatte, das frisch gekocht wurde auch. Ich bin auf dem Land aufgewachsen, auch wenn ich jetzt in der Großstadt lebe. Aber für mich, ich wusste, wo kommt... unser Gemüse her. Wir haben das selber angebaut. Nebenan, der Bauer hatte Schweine, der hatte Kühe, da wusste ich, wo das Fleisch auch herkommt. Und so ein Bewusstsein zu schaffen, kann man, glaube ich, wirklich nur legen in der Schule auch, über Bildung auch und dann die Kinder sozusagen dazu auch in einem Bewusstsein zu bekommen, dass die vielleicht auch den Eltern dann mal sagen. Du lass uns doch mal gemeinsam zusammen was kochen, weil wir haben es in der Schule gemacht und das war total lecker. Und dass darüber vielleicht auch von unten herauf sozusagen, dass dann in die Familie getragen werden kann. Und damit, glaube ich, können wir das nach und nach wieder ins Positive kehren. Und wenn das Ganze vielleicht auch von Gesundheitsreformen nochmal unterstützt wird. Also in Deutschland ist das ja gerade in der Diskussion. Vielleicht auch eine Zuckersteuer einzuführen. ja, genau. Mal schauen, was da kommt. Also, dass wirklich Prävention in einem anderen Stellenwert gesehen wird, wie im Grunde jeder weiß, im Jahr mindestens zum Zahnarzt zu gehen, einen Check zu machen, ob meine Zähne noch in Ordnung sind, weil danach kann es teuer werden. Das hat sich ja über viele Jahre etabliert. Und so wäre mein Wunsch, dass das natürlich generell für einen Gesundheitsbewusstsein auch entsteht. Sabine Osterauer: Also ich weiß ja jetzt nicht, dass du ja in Deutschland sitzt und ich in Österreich. Also wir haben ja die CO2-Steuer bekommen, ja, ist schon länger. Da können wir jetzt auch unsere eigene Meinung dann dazu abgeben, wie auch immer. Mir wäre die Zuckersteuer auch lieber gewesen, muss ich ehrlicherweise sagen, so wie wir auch die Tabaksteuer haben. Also auf Lebensmittel bzw. auf Genussmittel, nennen wir es Genussmittel, Lebensmittel sind ja nicht Genussmittel, dass die besteuert werden. Mit dem könnte ich, sage ich einmal, ganz gut leben. Zier-Zweistreuer tut mir persönlich weh, weil ich eben auch am Land wohne, also ohne Auto und so weiter komme ich nirgends wohin, kann ich also auch nicht arbeiten, kann nicht ins System einzahlen, also das wäre diese Sache. Aber und? Da gehen wir ja auch trotzdem wieder in die Außenverantwortung und sagen, wenn wir da Steuer drauf haben, dann ist es teurer, dann kaufen die Menschen vielleicht weniger ein. Dann können Sie auch weniger zuckerhältige oder Convenience-Produkte einkaufen, weil da ist ja auch überall Zucker drin. Ich glaube, da brauchen wir sogar mal eine eigene Folge, wo es nur den Zucker geht. Also ist ja wieder die Verantwortung nach außen tragen. Aber dieses Bewusstsein, und das geht es mir eigentlich, dieses Bewusstsein zu bekommen, ich habe nur dieses eine Leben, ich habe nur diesen einen Körper, Und es ist ganz, ganz wichtig, dass ich auf diesen Körper achte. Und wenn ich jetzt schon das große Glück habe, einen grundsätzlich gesunden Körper zu haben, warum ist es mir dann nicht wichtig genug, den auch gesund zu halten? Und da komme ich oft nicht mit, also das verstehe ich dann oft nicht. Oder es ist der Zugang zu sagen, na das bringt mich jetzt auch nicht Ich weiß nicht, wie ist es, ja. Heike Melzer: Für mich ist immer ein Sabine Osterauer: Das ist so mein großes Fragezeichen. Heike Melzer: schönes Beispiel der Vergleich mit dem Auto. In das Auto wird total viel investiert. geht zur Inspektion, das kriegt einen Ölwechsel, das muss zum TÜV. Viele Menschen, ein TÜV wäre ja wirklich mal so ein Gesundheitscheck. Wenn man wirklich mal für sich sagen würde, alle zwei Jahre wie beim Auto mache ich mal einen kompletten Gesundheitscheck stand, wie geht es mir überhaupt? Oder auch wirklich zu sagen, okay, wenn mein Auto gutes Öl, guten Sprit bekommt, warum bin ich es mir nicht wert? Und da frage ich mich manchmal auch, warum ist das so? Warum ist einem der eigene Körper nicht so wichtig wie wie sag mal so Statussymbol wie ein Auto? Und das hat, glaube ich, wirklich auch damit zu tun, auf was achten wir? Wie sind wir gepolt? Wie liegen diese Werte auch? Dass dieser Wert Gesundheit ja nicht so ein Wert ist, wo man irgendwo mit protzen kann. Das ändert sich so ein bisschen, wenn du siehst in diesem Bereich Longevity. Also was kann ich alles machen, damit ich auch wirklich lange gesund, fit, alt werde? Es gibt ja auch so Menschen, meinen, dass sie mit Longevity unsterblich werden. Also da ist ja schon so ein anderer Trend auch irgendwo da, der vielleicht dann auch wieder ins Extreme geht. Aber da ist schon so ein bisschen zu erkennen, dass Gesundheit in manchen Bereichen doch einen anderen Stellenwert auch bekommt. Und wenn man da diese Lobby einfach auch mal nimmt von diesem Bereich Longevity und das einfach auf Prävention, und letztendlich ist nichts anderes als Prävention, zumindest, dann glaube ich, würde es uns echt wieder besser gehen, wenn man damit so ein bisschen prallen kann zu sagen, hey, ich habe mein Blut, Blutwerte checken lassen und die sind alle tippitoppi und Mein Energielevel, meine Herzratenvariabilität ist richtig, richtig super, wenn man sich da drüber mehr unterhalten würde als wie viel PS hat mein Auto und wie ist die dicke Uhr und solche Sachen, dass man sich da weniger drüber definiert, sondern wirklich über seine eigenen Vitalwerte auch. Ich glaube aber, das ist Sabine Osterauer: informiert. Heike Melzer: etwas, was bestimmt noch viele Jahre braucht. Sabine Osterauer: Ich befürchte auch, weil du angesprochen hast, TÜV, also bei euch heißt es TÜV, bei uns ist es ja das Pickle, nicht das Auto, sondern für den Körper, diese Untersuchungen, Vorsorgeuntersuchungen, so den letzten Stand, wie bin ich denn gerade drauf? Ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin ja eine Nicht-Vorsorgeuntersuchung-Gäherin, also gar nicht. Einfach aus dem Grund, ich habe keine sehr positiven Erfahrungen damit gemacht, sondern ganz im Gegenteil. Ich kann mich erinnern, meine letzte Vorsorgeuntersuchung, die habe ich mir eingebildet, die mache ich jetzt. Da war ich 45 und war beim Hausarzt und der hat ganz klassisch bei uns, ich weiß nicht, wie es in Deutschland ist, in Österreich ein Blutbild, aber nur ein kleines, ein EKG, schnelles, kein langes, eine Handprobe, eine Schulprobe, die musstest du über, ja... drei Tage oder so zusammen sammeln. Genau und das war es eigentlich schon und kurz abgehort hinten und vorne. Das war der Gesundheitscheck, den du auch von der Krankenkasse bezahlt bekommst. Die erste Frage, die ich bei der Nachbesprechung bekommen habe, war, welche Medikamente ich nehme. Als ich damals sagte, keine Medikamente, weil ich brauche keine, wurde ich mit großen Augen angeschaut. Und ich schwör's, ich schwör's wirklich, zitiere, das gibt es nicht, sie sind 45, sie müssen doch schon irgendetwas nehmen. Blutdrucksenker, Cholesterinsenker, Triglyceridwerte, bla bla bla bla bla. Heike Melzer: Mhm. Sabine Osterauer: Also irgendwas müssen sie ja nehmen, sie müssen ja irgendetwas haben. Also grundsätzlich geht es mir sehr gut. Ich merke nur, und damals wusste ich noch nicht, dass ich die Stoffwechselstörung HPU habe, ich merke nur, dass ich gewisse Lebensmittel nicht gut vertrage. weil ich dann mit der Haut und mit dem Darm Probleme bekomme. Dann haben sie sicher einen Reizdarm. Das war gleich einmal das nächste. Und schwuppdiwupp habe ich plötzlich ein Rezept in der Hand für meinen Darm. Keine Ahnung, ich habe dann hinterfragt, wurde aber relativ schnell mehr oder weniger so, ja na, besorgen sie sich das und wenn es dann noch Fragen gibt, dann melden sie sich also so schnell raus, weil ja, Krankenkassen, Tarif und so weiter. Und ich weiß noch, ich bin dann in die Apotheke gegangen und hatte dann irgendwie, keine Ahnung, ein falsches Rezept. Also der hat mir ein falsches Rezept ausgestellt und da war ein Psychopharmaka drauf. Es hat irgendjemand anderen gehört, aber nicht mir. Und ich sag dann so der Apothekerin, das muss ein Missverständnis sein, das gehört nicht mir, weil das, außerdem stimmt der Name auf dem Rezept nicht. Gut, na, sie kann da jetzt auch nichts machen, ich soll noch einmal in der Ordination ruft, ruft dort noch einmal an, sagt, ich schwör's wirklich, sagt mir dieser Arzt, naja. Das ist jetzt ein Versehen gewesen, aber das machte nichts. Psychophysikisten können sie nehmen, weil sie immer ihren Reiz haben und dann beruhigen sie sich ein bisschen und dann sind sie immer so aufgeregt, dann wird sich das wie im Bauch auch beruhigen. Ich schwör's. Zitat Ende. Und das war das letzte Mal, dass ich bei einer Vorsorgeuntersuchung war und mittlerweile nur noch Untersuchungen mache, die ich mir selber bezahle, weil sie dann eben über einen Homeopathen, über einen Heilpraktiker in Deutschland, wie auch immer. Aber ich kann in dieses normale Schulsystem nicht in dieses Medizinschulsystem einfach mein Vertrauen nicht mehr reinsetzen. Ich muss es wirklich so sagen. Und suche mir halt jetzt wirklich im Außen Therapeuten und Heilpraktiker, die eben diesen ganzheitlichen Blick haben, den ich mir so bei unserer Schulmedizin wünschen würde. Wirklich wünschen würde. Denn ich glaube wieder meine eigene Meinung. dass wir dann von diesen chronischen Erkrankungen vielleicht weniger hätten und die, die sie haben, besser damit umgehen könnten, weil das Bewusstsein ganz was anderes ist. Weil jetzt machst du diese Vorsorgeuntersuchung und kriegst einen Befund. Und dann kriegst du die entsprechenden Medikamente dazu fertig. Also Blutdrucksenker, Cholesterinsenker, dass es sowieso, wie es mal eines der größten Lügen ist, da gibt es ja genug. Also das brauche ich gar nicht zu meine eigene Meinung, sondern es gibt genug Bücher darüber, dass da immer die Werte hin und her angesetzt werden, wie man es Heike Melzer: Hm. Sabine Osterauer: halt gerade braucht, damit man gut Medikamente wieder auf den Markt bringen kann. Aber es wird ja wieder nicht an dem gearbeitet, du brauchst mehr Bewegung, gesündere Ernährung und und und. Das wird ja nicht gemacht. Wie ist es in Deutschland? Wie sind da die Vorsorge oder diese Untersuchungen, wo du sagst, ja, machen wir mal einen TÜV für den Körper? Heike Melzer: Also ich glaube, dass das ziemlich ähnlich abläuft, so wie du es geschildert hast. Und für mich ist es auch okay, wenn jemand sagt, ich gehe nicht zum Allgemeinmediziner, zur klassischen Schulmedizin, sondern für mich ist es auch so, dass ich inzwischen sage, so ein ganzheitlicher Ansatz ist wirklich wichtig, da auch Menschen gut begleiten zu können. Es gibt ja immer mehr Stellen, wo man ein niederschwelliges Gesundheitsangebot auch bekommt. Also auch bei mir ist es eben so, dass ich sage, okay, ich schaue ja schon irgendwo, wenn ich das erste Mal mit jemandem Kontakt habe, zu hinterfragen, wie sieht denn der Lebenswandel auch aus? Wo ich dann sage, ich arbeite ja auch mit Heilpraktikern zusammen, mit anderen Therapeuten, wo ich dann das Gefühl habe, okay, derjenige könnte dem schon noch mithelfen. Das glaube ich, ist echt wichtig. Und einfach für sich auch. Ja, so feinfühlig mal zu werden. Zu sagen, okay, wenn ich jetzt immer wieder im Stress bin, merke ich teilweise vielleicht gar nicht, dass ich eine Verspannung habe, dass vielleicht Beschwerden über die Jahre schleichend dazugekommen sind, die ich gar nicht selber einordnen kann. Und deshalb ist es, glaube ich, echt so wichtig zu sagen, okay, wir lassen das einfach mal checken. Ob das nun beim Allgemeinmediziner ist oder ob das beim anderen Therapeuten ist, ist das sicherlich okay. Nur dieser Stand sollte, finde ich, immer mal wieder erfolgen. zu sagen, okay, nicht, dass ich da irgendwas unterschwellig habe, wo ich später gar nicht mehr mit weiß, wie komme ich damit klar. Sabine Osterauer: Das ist aber glaube ich das Hauptthema, weil glaube die spezielle Medizin oder auch die Alternativmedizin hat sich in den letzten Jahrzehnten so extrem weiterentwickelt, also in alle Richtungen, aber nicht zusammen, sondern eher so bisschen auseinanderkommt mir vor, das ist wieder meine Meinung dazu. heute wissen wir, dass Schlafprobleme mit der Organuhr zusammenhängen kann. Wir wissen, dass gewisse organische Beschwerden mit unseren Zähnen zusammenhängen können. Wir wissen, dass gewisse Schmerzen über die Wirbelsäule kommen können. Und und und und. Also wir wissen, dass Unverträglichkeiten von, keine Ahnung, auch irgendwelchen anderen Sachen kommen können. Also es ist total spannend, wie der Körper miteinander verbunden ist und dir tut es hier weh und das Thema oder der Ursprung ist ganz woanders. Nur in der Schulmedizin, so habe ich die Erfahrung bei mir auch eben gemacht, ist, dass wir nur daher schauen und nicht den Ursprung suchen, wo kommt es denn her. Und dafür braucht es meiner Meinung nach, wenn der Schulmediziner das eben nicht so ganzheitlich betrachten kann oder auch möchte, es trotzdem mehrere Meinungen von unterschiedlichen Therapeuten, Heilpraktikern, Ärzten, wie auch immer braucht. Wie du sagst, dann macht man halt einen TÜV einmal im Jahr und dann macht man halt so eine Runde vom Homeopathen zum Schulmediziner zu irgendeinem Facharzt, zu einem Heilpraktiker und dann macht man einen Strich drunter und sagt, wie schaut es aus? Wie bin ich gerade beieinander? Also das ist sicherlich etwas, was in meiner Welt sinnvoller wäre und ich glaube, dass das unter dem Strich günstiger wäre als das, wie wir es jetzt praktizieren. Dann würde man es ja schneller herausfinden, das heißt weniger Untersuchungen später, weniger Medikamente vielleicht sogar und und und und. Also das wäre so mein Zugang dazu. Heike Melzer: Kann ich dir nur zustimmen, bin ich bei dir? Dass das sicherlich ein guter Zugang wäre. Wobei ich finde, es entwickelt sich auseinander. Klassische Medizin mit Alternativen Medizin. Da habe ich immer dieses Gefühl, eigentlich wird wieder nur altes Wissen ins Bewusstsein gerückt. Weil wenn ich so sehe, gerade dieser Bereich Apotheke, wo früher Apotheke war, also früher rede ich wirklich vor 200 Jahren und noch länger, war es ja so, dass man immer erstmal in die Apotheke gegangen ist zum Kräutermann und hat sich da beraten lassen und der hatte dann schon das passende Präparat, sag ich mal, ja, einen Tee oder eine Tinctur Sabine Osterauer: Pflänzchen. Heike Melzer: oder hat irgendeine Seilbe hergestellt oder irgendwas, ja. So und dann kam ja auch die Forschung immer weiter. Das ist ja auch gut, dass es immer weiter geforscht wurde. Also ich würde jetzt auch die klassische Medizin nicht total verteufeln, weil in der Akutmedizin ist die klassische Medizin wirklich richtig gut die Schulmedizin. Also ich möchte Sabine Osterauer: Auf jeden Fall. Heike Melzer: keine Zeit mehr haben, wo es kein Antibiotikum gibt, wo es gewisse Untersuchungen nicht gibt oder auch Operationsmethoden. Sabine Osterauer: Auf jeden Fall. Heike Melzer: Ich habe vor etlichen Jahren eine Gallen-OP gehabt, die war mikroinvasiv. Das heißt, ich hatte, glaube ich, vier oder fünf kleine Schnitte. Und bei der Visite danach sagte der Arzt dann aber weiterhin schon, weil sie haben einen Riesenschnitt im Körper drin, den man nicht sieht. Früher wurde einem die Seite aufgeschnitten. Und das möchte ich echt nicht missen. Ich möchte nicht mehr so eine Riesenschnitte oder irgendwas haben. Also da, glaube ich, ist das schon gut. Nur man darf sich auf dieses alte Heil wissen. einfach mal wieder drauf zurückbesinnen. Und du hattest ja in unserem Vorgespräch auch dieses Thema Frequenzen schon mal mit angesprochen. Und das ist ja auch eigentlich nichts Neues. Selbst Einstein hat schon gesagt, die Medizin der Zukunft wird eine Frequenzmedizin sein. Und auch das nutze ich bei mir in den Trainings mit, den Workshops, wie auch immer, in der Gesundheitsberatung wirklich zu sagen. Man nutzt da auch eine Frequenztherapie mit zur Unterstützung und damit eben auch gute Erfolge zu haben. Und für mich ist es dann wirklich diese Kombination auch zu sagen, wenn ich akut wirklich mal so einen Kopf habe, so einen Kopfschmerz habe, dann spricht nichts dagegen, auch mal eine Kopfschmerz-Tablette zu nehmen. Wenn ich einen akuten Durchfall habe, nichts dagegen, auch akut da was gegen zu machen. Nur wenn das Ganze dann immer wieder kommt, immer häufiger, sollte man sich schon hinterfragen, Warum ist das so und was kann ich machen, dass es erst gar nicht so schlimm wird, damit man eben nicht dann zum Dauerpatienten wird. Sabine Osterauer: Ich glaube auch, es auf diesen... Ich möchte das auch nicht missen. Das war jetzt auch kein Austeilen der Schulmedizin. Ich habe im Laufe meines Lebens ganz, ganz schwierige Erfahrungen mit der Schulmedizin gemacht. Wahrscheinlich habe ich auch immer bisschen dorthin gegriffen, dass es in die Schublade nicht Aber du und natürlich, wenn du einen Unfall hast und du brauchst eine dringende OP, du brichst dir die Hand, was auch immer, natürlich sind wir hier natürlich auch froh, dass wir eine schonmedizinische Versorgung bekommen. In anderen Ländern, bei anderen Kulturen ist es anders, wenn ich mal, ich habe vor ein paar Jahren ein tolles Buch über die Aborigines gelesen, die brauchen das alles nicht. Die heilen auch die Knochenbrüche anders. Aber von diesen Werkzeugen sind wir, speziell die Europäer, glaube ich, einfach schon sehr, weit weggekommen. Ich glaube, hat dann auch etwas mit den Bewusstseinszuständen zu tun. Also wir können, ich glaube, wir können sehr viel mit den Kräutern arbeiten und ich habe sehr viele Kräuter, wie gesagt bei mir auch zu Hause. ist so, statt Medikamente habe ich ganz viele Kräuter. Aber ich denke schon leider, dass das Wissen, das ja da ist, vielleicht teilweise gar nicht mehr zu 100 Prozent anwendbar ist, weil sich ja auch bei den Krankheiten einiges verändert hat und wir möglicherweise auch die Kräuter gar nicht mehr so bekommen. Die wachsen bei uns vielleicht auch gar nicht mehr so wie vor 200, 300 Jahren. Weiß ich nicht. Also ich glaube, dass wir uns sehr stark besinnen können auf das, schon da ist, auf eben, wie du sagst, Kräuterkunde. Mit mir kann man auch über Handauflegen reden. Frequenztherapie sowieso. Ich glaube, dass es da ganz, ganz, ganz, ganz viele Sachen gibt, auch im energetischen Bereich. Das wunderbar hilft auf jeden Fall. Aber ich denke, dass wir nicht immer alles haben können und alles machen können, weil wir einfach schon, ich glaube, auch anders zusammengesetzt sind ein bisschen durch die Entwicklung eben in den letzten Jahren. Bist du da bei mir oder bist du da gar nicht bei mir jetzt? Heike Melzer: Ich finde schwierig. glaube, dass wir uns nicht so anders zusammensetzen. Dass unsere DNA, die kann sich natürlich auch durch Umwelteinflüsse Wo ich schon bei dir bin, zu sagen, viele Kräuter kriegt man vielleicht gar nicht mehr so, weil es die einfach gar nicht mehr gibt. Wobei ich auch da glaube, dass man vieles vielleicht inzwischen synthetisch nachbauen kann. Dann ist es zwar nicht mehr pflanzlich, aber es ist irgendwo schon pflanzlichen Ursprungs, wo man dann die Wirkung weiß. Also da drüber kann man ja schon nachdenken zu sagen, wie weit kann ich das, was ich sonst als Wirkstoff ausziehe, irgendwelchen Pflanzen auch synthetisch herstellen. Also da, ja, schwierig. zu sagen, ob das wirklich so weit auseinandergeht, dass das nicht mehr möglich ist. Also ich denke, dass es einfach mehr wieder ins Bewusstsein gerückt wird. Und ich war vor vielen Jahren mal im Regenwald auch unterwegs. Und wenn du da hörst, was im Regenwald alles an an Pflanzen, an Therapien möglich ist, glaube ich, ist da eine Quelle, die wir hoffentlich irgendwann nutzen können, ohne dass der Regenwald auch komplett abgeholzt werden muss. Sabine Osterauer: Ja, das ist immer die Gefahr, ich. Das ist ja, glaube ich, mit allen Pflanzen und Kräutern, die es auf dem Erdball verstreut gibt und eben Heilung in dem Sinn bringen könnten, dass der Mensch oft sein Kapital daraus schlagen möchte. Und ich glaube, ist eben einfach auch immer die Gefahr dahinter. Heike Melzer: Ja, wobei es gibt Sabine Osterauer: dass es eben ganz oft ums Geld geht. Heike Melzer: Aber es gibt ja auch Pharmahersteller, die sich dann darauf spezialisieren, gezielt diese Pflanzen anzubauen. Und das ist natürlich etwas, wo man wirklich sagt, solche Hersteller beschäftigen sich ja wirklich auch damit, zu sagen, wie sind die Bodenbeschaffenheiten gegeben, wie sind die klimatischen Bedingungen, wo kann was wachsen, dass die und die Inhaltsstoffe eben einfach auch wirklich genügend in der Pflanze auch vorhanden sind. Ich glaube schon, gerade so diese Phytohersteller eben etwas bereichern, das für die Zukunft auch durchaus sein können. Sabine Osterauer: Wir werden sehen, was die Zukunft so bringt. glaube, zusammenfassend können wir schon sagen, dass chronische Erkrankungen leider im Vormarsch sind, dass das sehr viel mit unserem Lebensstil zu tun hat und dass jener Mensch in die Selbstverantwortung gehen darf und für sich auch überlegt, wie lebe ich denn eigentlich so, was führe ich mir zu, warum. Führe ich mir vielleicht Dinge zu, obwohl ich weiß, dass das nicht gut ist, nämlich gar nicht gut ist, nämlich offensichtlich nicht gut ist und ich mache es trotzdem. Sehr verstrickt, weil wir ja, gesagt, Gewohnheitstiere sind, umso besser, dass es dann Menschen wie dich gibt, liebe Heike, die sich genau mit dieser Thematik auch auseinandersetzt und die sagt, komm zu mir, ich räume mit dir mal zusammen und ich schaue mir mit dir gemeinsam an. Wo hakt es denn? Wo kannst du denn nicht loslassen? Wo kannst du Veränderungen nicht gut stattfinden lassen? Woran liegt denn das? Und ich glaube, dass das ganz was Feines ist, wenn man sich da bei dir auch Rat und Hilfe holt. Und in diesem Sinne denke ich, dass wir zusammen es wieder einmal herausgefunden haben, warum es immer mehr chronische Erkrankungen gibt. Und wir versprochen, wir bleiben, wir versuchen, einer Stunde zu bleiben. Herzlichen Dank, liebe Heike, dass du heute bei mir Gast warst in meinem Podcast. Es war sehr interessant. Wir haben ganz, ganz viele Übereinstimmungen gehabt. Bei ein paar Sachen, glaube ich, waren wir uns nicht ganz so einig, aber das macht ja nichts. Denn ich habe irgendwann einmal gehört, die Wissenschaft lebte davon, dass wir eben nichts wissen und dass das ganz gut so ist, weil sonst würden wir nicht weiter forschen und uns interessieren. Und wie gesagt, bitte daran denken, abonniert den Kanal auf YouTube, das ich heute mal nicht das ich mir aufgeschrieben. Das hilft mir wirklich sehr, immer neue Gäste einzuladen. in diesem Sinne, herzlichen Dank, liebe Heike, du da warst und den Zuhörern viel Freude beim Anhören und gerne auch mitkommentieren. Also wir halten das aus. Heike Melzer: Ja, genau. Weil das lebt eben einfach auch von der Kontroverse irgendwo. Und von daher möchte ich auch jeden dazu mobilisieren zu sagen, denk mal drüber nach, wie dein Lebensstil ist. Danke, dass ich bei dir sein durfte. Sabine Osterauer: Danke dir.