Latest / ntv Wirtschaft / Sinken jetzt die Spritpreise? Ölbranche verrät, wann Autofahrer hoffen können
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- Die Spritpreise könnten nach der Deeskalation im Iran-Konflikt wieder sinken. Für Fluggäste sollen in der EU bald neue Rechte gelten. Und ein Ökonom sagt den nächsten Fußball-Weltmeister voraus. In diesem Podcast verwandeln moderne KI-Systeme journalistische Inhalte, die auf unseren NTV-Plattformen publiziert wurden, in ein neues Hörformat. Text und meine Stimme wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt. Vor der Veröffentlichung werden alle Folgen nach strengen journalistischen Standards geprüft. Viel Spaß beim Zuhören. Wird tanken jetzt endlich wieder günstiger? Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich die USA und der Iran auf ein Rahmenabkommen zur Beilegung des Kriegs verständigt. Neben einer Verlängerung der Waffenruhe soll damit auch die wichtige Straße von Hormuz wieder öffnen. Und das hätte Auswirkungen an den Zapfsäulen. Clara Pfeffer hat darüber mit Christian Küchen gesprochen. Er ist Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbands Fuels und Energie. Wann sinken dann auch bei uns die Spritpreise? Das ist eine gute Frage. Zunächst mal ist das ein sehr gutes Signal und es wird aber mit Sicherheit eine gewisse Zeit dauern. Erstmal muss das natürlich ratifiziert umgesetzt werden. Die Straße muss wahrscheinlich auch von Minen geräumt werden. Und dann brauchen natürlich auch die vielen Schiffe, die da liegen, erstmal eine Zeit, bis sie die Weltmärkte erreichen. Das haben wir auch am Anfang gesehen. Das ist der eine Punkt. Aber der Ölpreis auf dem Weltmarkt ist ja schon gesunken. Und viel von diesen Spritpreisen sind ja immer so die Erwartungen. Die sind ja auch früher gestiegen, als es sich tatsächlich gezeigt hat. Also kann man nicht sagen, dass sie jetzt auch unmittelbar sinken müssten? Ich würde davon ausgehen, dass das ein sehr positives Zeichen ist. Und wenn wir die Entwicklungen der letzten Wochen und Monate sehen, da sind positive Zeichen immer auch mit sinkenden Ölpreisen beantwortet worden. Und insofern Erwartung wird eingepreist. Ich würde davon ausgehen, dass das jetzt die Preise nach unten bringt. Und auf der anderen Seite müssen wir schon sagen, da sind sehr viele Raffinerien, Ölförderanlagen beschädigt worden. Wir sind gar nicht schnell wieder im Business as usual, im Vorkriegsszenario. Das heißt, das wird schon Monate mindestens dauern, bis hier wieder die normale Produktion erreicht ist. Vielleicht sogar in Richtung Jahre, denn es sind erhebliche Beschädigungen da. Das wird aber natürlich nicht diese Auswirkung haben, als wenn die komplette Straße geschlossen wäre. Das heißt, auf welchen Preis für einen Liter Benzin und einen Liter Diesel müssen wir uns jetzt einstellen? Das kann ich Ihnen leider nicht sagen. Das würde ich auch gerne wissen. Ich gehe weiter davon aus, dass wir im Vergleich zum Vorkrisenniveau noch erhöhte Preise haben werden, weil eben noch Mengen fehlen auf den Weltmärkten. Aber ich glaube, die Preisspitzen haben wir gesehen. Es hieß ja immer wieder, dass wenn der Krieg noch so lange andauert, dass dann auch wirklich eine Mangellage herrschen könnte, auch in Europa. Jetzt ist die bisher nicht eingetreten. Die Straße soll bald wieder geöffnet werden. Können wir uns jetzt darauf verlassen, dass wir genügend Sprit und auch Kerosin haben für die kommenden Monate und Jahre? Also erfreulich ist, dass der Markt wirklich funktioniert hat. Die Preise sind gestiegen. Wir haben aber auch gesehen, dass Nachfrage zurückgegangen ist. Und das hat natürlich zum Ausgleich von Angebot und Nachfrage geführt. Flüge sind abgesagt worden. Wir selber haben gesehen, dass auch der Kraftstoffabsatz deutlich rückläufig gewesen ist in den letzten Monaten. Insofern hat das dazu beigetragen, dass es eben keine Versorgungsengpässe gegeben hat. Und wenn es jetzt eine Normalisierung gibt, kann man davon ausgehen, dass diese Flüge zum Beispiel wieder aufgenommen werden? Ich glaube, das ist hauptsächlich eine ökonomische Frage. Wenn die Kerosinpreise schnell sinken, dann wird es wieder attraktiv, auch vielleicht nicht 100 Prozent ausgelastete Flüge durchzuführen. Aber das Angebot dafür wird zur Verfügung stehen. Glauben Sie denn, dass diese Mangellage, die ja immer wieder angedroht wurde, tatsächlich hätte eintreten können? Weil es ist ja dann immer nicht gekommen und wurde immer noch so ein bisschen weiter nach hinten verschoben. Also war das eher so ein Drohpotenzial auch, um eben zu sagen, wir brauchen dieses Preissignal? Ich glaube, es ist umgekehrt. Das Preissignal hat dazu geführt, dass eben Nachfrage runtergegangen ist, wie eben beschrieben. Das haben wir sehr deutlich gesehen. Und es sind natürlich in den letzten Monaten auch Reserven in Asien teilweise genutzt worden. Das heißt, Produkte, die eingelagert waren, sind genutzt worden. Auch Rohöl, was eingelagert worden ist. China hat weniger vom Weltmarkt bezogen. Das heißt, die Reaktion auf die Preise war einmal ein Nachfragerückgang und auf der anderen Seite ein Rückgriff auf Reserven. Jetzt läuft ja in gut zwei Wochen auch der Tankrabatt aus, der bisher die Preise um rund 17 Cent gesenkt hat. Was heißt das dann? Werden die Preise wieder entsprechend steigen? So wie die Unternehmen teilweise schon um Mitternacht zur Einführung des Tankrabats die Preise um 7. Cent gesenkt haben, so werden wir jetzt eine umgekehrte Reaktion sehen. Was das wirklich an der Zapfsäule bedeutet, hängt natürlich insbesondere auch von der Entwicklung der Produktpreise an den Weltmärkten ab. Wir sehen hoffentlich eine Entspannung durch die Öffnung der Straße von Romus, die dann ansteht. Aber tatsächlich wird natürlich die höhere Energiesteuer plus Mehrwertsteuer dann wieder weitergegeben an die Endkunden. Rund 1,6 Milliarden Euro hat dieser Tankrabatt den Staat gekostet. Fanden Sie das eigentlich das richtige Mittel? Der Tankrabatt hat gewirkt. Er hat direkt die Kundinnen und Kundinnen entlastet. Und den Betrag ohne Tankrabatt wären die Preise 17 Cent höher gewesen pro Liter. Ob in der angespannten Haushaltslage, in der sich die Bundesrepublik befindet, dass das richtige Zeichen ist, das ist politisch zu entscheiden. Aber grundsätzlich würde ich sagen, es ist direkt und kurzfristig und schnell bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern angekommen. Laut Monopolkommission ist es aber nicht komplett angekommen, also ist doch ein bisschen was auch bei Ihren Konzernen hängen geblieben. Das, muss ich ganz offen sagen, sehen wir sehr deutlich anders. Wir sehen, dass der Tankrabatt umfassend weitergegeben worden ist. Und das hat ganz simpel damit zu tun, dass ob mit oder ohne Tankrabatt die gleiche Wettbewerbssituation ist. Wenn ich einfach ein paar Cent behalten könnte, dann könnte ich das auch ohne Tankrabatt. Und die Wettbewerbssituation ist wirklich die gleiche, vorher wie nachher. Diese Studien, die das ausrechnen, die können wir nicht ganz nachvollziehen. Und trotzdem machen Ihre Konzerne jetzt gerade in dieser Phase deutliche Übergewinner, also deutlich mehr Gewinner als normalerweise, wäre es dann nicht gerecht, auch einen Teil an den Staat zurückzugeben, der ja auch helfen würde, wenn Sie mal in eine Krise kämen. Das hat er nicht getan in der Corona-Krise. Das muss man ganz klar sagen. Unsere Branche hat keine Hilfen bekommen, aber das haben wir auch nicht eingefordert. Wir haben ein volatiles Geschäft und Zeiten von höheren Gewinnen und Zeiten von niedrigeren Gewinnen. Die Gewinne jetzt, und das haben wir in den letzten Quartalszahlen gesehen, die waren in zwei Bereichen eigentlich angefallen. In der Förderung von Ruhel, was ganz normal ist, wenn die Ruhelpreise steigen, verdient man mehr, wenn man einen Barrel Ruhel fördert. Und das Zweite war im globalen Handel mit Ruhe und Produkten, die zum Beispiel von Europa nach Asien gegangen sind, weil in Asien echte Knappheit herrschte und deutlich mehr geboten wurde. Und da sind dann auch große Gewinne angefallen. Von der Zapfsäule geht es jetzt ab in die Luft. Für Fluggäste sollen bald neue Rechte gelten. Vertreter des Europaparlaments und der EU-Staaten haben sich auf einige Änderungen verständigt. So soll Handgepäck künftig immer standardmäßig im Ticketpreis enthalten sein. Das soll den Vergleich zwischen Airlines erleichtern. Außerdem sollen Kinder neben ihren Eltern sitzen können, ohne dass dafür Geld für eine Sitzplatzreservierung fällig wird. Auch Schreibfehler in Namen auf Tickets sollen Fluggesellschaften künftig kostenlos korrigieren. Und zum Schluss wird es sportlich. Der deutsche Ökonom Joachim Klement hat den Sieger der Fußball-Weltmeisterschaft vorhergesagt. Dafür nutzt er ein besonderes Prognosemodell. Bereits die vergangenen drei Weltmeister hat er damit richtig getippt. Wer es diesmal werden könnte und ob es vielleicht sogar Deutschland ist, darüber hat Mara Bergmann mit ihm gesprochen. Sie sagen den Weltmeister voraus. Es hat 2014, 2018 und 2022 auch geklappt. Bevor wir gleich auf Ihren Tipp schauen für diese Weltmeisterschaft, wie funktioniert denn Ihr Modell überhaupt? Ja, das Modell hat im Wesentlichen vier Variablen. Die drei ökonomischen Variablen sind die Bevölkerung eines Landes als Maß für den Talente-Pool, das Bruttoinland-Produkt als Maß für den Wohlstand und die Fähigkeit, Infrastruktur zu haben, die Talente entdeckt, entwickelt und zu Weltklassesspielern entwickelt. Und dann das Klima. Am besten schneiden in der Regel Teams ab und Länder ab, die das ganze Jahr über Fußball spielen können, nicht im Winter aus Kälte bedingt heraus zum Beispiel pausieren müssen. Und dann die vierte Variable ist die FIFA-Weltrangliste, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie gut ist denn die aktuelle Spielergeneration in verschiedenen Ländern. Klingt erstmal sehr schlüssig und es hat ja wie gesagt auch schon mehrfach funktioniert. Jetzt sagen Sie selbst, das Ganze sei aus einer Schnapsidee entstanden. Wie sind Sie denn überhaupt darauf gekommen, den künftigen Weltmeister quasi zu berechnen? Naja, als Deutscher bin ich natürlich großer Fußballfan, aber gleichzeitig als Ökonom bin ich mir dessen auch bewusst, dass Prognosen sehr, sehr schwierig sind. Und ich wollte eigentlich vor zwölf Jahren zeigen, dass Ökonomen mit ihren Prognosen in der Regel falsch liegen und eigentlich viel zu selbstbewusst sind, was ihre Prognosen angeht. Naja, und dann ist der größte anzunehmende Unfall eingetreten und ich habe jetzt dreimal richtig gelegen, was wahrscheinlich viel mehr mit Glück zu tun hat, denn mit Können. Dreimal hatten Sie immerhin schon Glück. Mahant aufs Herz, an wie vielen Tippspielen haben Sie teilgenommen? Ich wette gar nicht, aber natürlich bin ich hier in London und meine Kollegen, im Büro haben sehr viel Geld mittlerweile auf die Niederlande gewettet, denn das ist mein Tipp für diese WM. Und ich kann Ihnen sagen, wenn die WM, wenn die Niederlande ausscheidet, der nächste Tag wird hart für mich. Oh je. Ja und jetzt haben Sie meine nächste Frage auch schon vorweggenommen. Ich möchte natürlich wissen, wie sieht Ihr Tipp aus? Niederlande, sagen Sie, schafft es bis zum Schluss und wird Weltmeister. Wie weit kommt denn Deutschland? Deutschland, das Spiel gestern gegen Curaçao war natürlich fantastisch und ein ausgezeichneter Start in die WM. Und mein Modell sagt wenig überraschend vorher, dass Deutschland seine Gruppe gewinnen wird. Das Problem ist, dass Deutschland ein bisschen los Unglück hatte, denn ich erwarte auch, dass Frankreich seine WM-Gruppe gewinnt. Und das bedeutet, dass es im Achtelfinale höchstwahrscheinlich zur Begegnung Deutschland gegen Frankreich kommt. Naja, und da ist Frankreich leider klarer Favorit gegen Deutschland. Wir werden natürlich mal überprüfen und checken, ob das Ganze so kommt, wie Sie sagen. Denn das komplette Modell, das kann man auch online nachschauen. Ich habe eben mal reingespinkst und bin jetzt umso gespannter, wie es weitergeht. Hat Sie denn die Partie gegen Curaçao eigentlich überrascht? Oder haben Sie gedacht, dass Deutschland so haushoch gewinnt? Und ganz ehrlich, ich habe bei der Partie gegen Curaçao wieder mal mich daran erinnert, dass ich in jeder Weltmeisterschaft etwa um zwei Jahre altere. Speziell nach dem Ausgleich Curaçaos habe ich gedacht, oh Gott, jetzt haben wir schon wieder so eine Situation wie die letzten zwei Turniere. Das 7 zu 1 war wahrscheinlich ein bisschen viel des Guten, aber es hat auch sehr viel für die Beruhigung gesorgt. Nicht nur bei mir, sondern auch bei den Leuten, die mit mir zusammen das Spiel angeschaut haben. Das war unser Blick auf die aktuellen Nachrichten aus der Wirtschaft für den Moment. Wir hören und lesen uns wieder bei NTV, in der App, im TV oder hier im Podcast.