Latest / Gin And Talk / Clemens Baumgärtner über die Wiesn, Bierpreise und Erinnerungen
Transcript
- 0:00Speaker 0: Natürlich wird mit dem Bierpreis auch der Handwerker bezahlt, der das Zelt aufstellt und wieder abbaut.
- 0:05Speaker 0: Die Bedienung die das Bier zum Gast bringt, auch derjenige, der es braut.
- 0:10Speaker 0: Und auch der Wirt macht ein Gewinn, das gehört zwar nicht dazu aber wenn er kein Gewinn macht würde er auch keinen Wirt machen.
- 0:15Speaker 0: Das ist in jeder Gaststätte so reich wie Scheich als Wirt.
- 0:19Speaker 0: Wird man jetzt mit der Wiesen nicht ad hoc?
- 0:21Speaker 0: Dann jubelt das ganze Zelt, du hast diese Akustik, diese unglaubliche Unwieder... ... bringliche, nicht nachahmbare Akustik.
- 0:31Speaker 0: Du riechst wie das Bier rausläuft,... ... du kriegst die erste Masse... ... überreicht und alle sind glücklich und zufrieden,... ... dass ein guter Anstich war, die Böller schützen, schiessen.
- 0:44Speaker 0: Also das muss man echt einmal überlebt haben, entschuldigung!
- 0:48Speaker 0: Dass man das nicht mehr vergisst, glaube ich,... ... das kann jeder bestätigen der es miterlebt hat.
- 0:54Speaker 0: Das ist wirklich der schönste Moment.
- 0:56Speaker 1: Herzlich willkommen!
- 0:57Speaker 1: Mein Name ist Daniel Fürg und ich freue mich sehr, euch heute zu einer neuen Episode Genetalk begrüßen zu dürfen.
- 1:03Speaker 1: Mein heutiger Gast ist Clemens Baumgartner – er ist Referent für Arbeit- und Wirtschaft der Landeshauptstadt München und hat in dieser Funktion den nicht ganz unbedeutenden Nebenjob als Chef des Oktoberfestes.
- 1:17Speaker 1: Dreieinhalb Wochen vor dem Start der Wiesn-Aufregung im Jahr.
- 1:20Speaker 1: Ich wollte von ihm wissen was es eigentlich Neues gibt wie sein Job genau aussieht Und wie wir die Marke hinter dem größten Volksfest der Welt über so viele Jahrzehnte aufbauen und weiterentwickeln konnten.
- 1:35Speaker 1: Wenn euch diese Episode General Talk gefällt, folgt uns bei Spotify, Apple Podcasts oder wo auch immer ihr gerne Podcast hört – und hinterlasst uns eine gute Bewertung!
- 1:45Speaker 1: Jetzt aber viel Spaß beim Zuhören, schön dass ihr alle wieder mit dabei seid!
- 1:54Speaker 0: und eine Menge Zeit für ein persönliches Bargespräch.
- 1:59Speaker 0: Herzlich willkommen an unseren Bartresen!
- 2:02Speaker 0: Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge Gin &
- 2:06Speaker 1: Talk.
- 2:07Speaker 0: Mach es dir gemütlich, lehne dich zurück und tauche ein in die verrucht düstere Atmosphäre unserer Studio-Bar.
- 2:23Speaker 1: Lieber Cremens ich freue mich sehr dass wir uns heute hier Dreieinhalb Wochen vor dem Oktoberfest bei dir im Büro mit einem großartigen Ausblick über die Stadt treffen können.
- 2:32Speaker 1: Herzlich willkommen oder danke fürs Einladen?
- 2:35Speaker 0: Ja, herzlich Willkommen bei mir lieber Daniel!
- 2:38Speaker 0: Danke für die Gelegenheit dass ich in dem Podcast mit teilnehmen darf und ein bisschen über die Wiesen erzählen darf.
- 2:45Speaker 0: Der Ausblick ist in der Tat ein schöner hier aus dem Büro.
- 2:48Speaker 0: Wir werden jetzt danach auch noch einen Foto machen Damit man auch sieht, was man hier sehen kann über ganz München.
- 2:55Speaker 0: Leider sieht man die Wiesen nicht.
- 2:57Speaker 0: Die sieht man erst dann wenn es Riesenrad aufgebaut ist.
- 3:00Speaker 0: das überragt alles.
- 3:03Speaker 0: Dann hört man sie auch ein bisschen und man sieht auf jeden Fall den Lichtschein und da sind wir eine ganz besondere Zeit im Jahr auf die Hinfieberre, die ich echt genieße.
- 3:12Speaker 0: Das ist ein echtes Herzensanliegen, die Wiesen machen zu dürfen.
- 3:18Speaker 0: Ist auch ein Privileg.
- 3:19Speaker 1: Neben vielen anderen spannenden Aufgaben als Wirtschaftsreferent bist du ja eben auch sozusagen Chef der Wiesen.
- 3:27Speaker 1: Was gehört denn da überhaupt zu deinen Aufgaben?
- 3:29Speaker 1: Wie muss man sich das vorstellen?
- 3:31Speaker 0: Die Wiesn ist ja im Gegensatz zu vielen anderen Veranstaltungen in München einige der Christkindlmärkte.
- 3:38Speaker 0: Die private Veranstaltung sind.
- 3:40Speaker 0: Im Gegensamts dazu ist die Wiesen eine städtische Veranstörung wie als Stadt München In dem Fall, ich persönlich bin der Veranstalter der Wesen.
- 3:49Speaker 0: Deswegen ist der Titel-Wiesenchef auch etwas was auch faktisch stimmt.
- 3:53Speaker 0: und vor der Wiesn ist nach der Wiesen.
- 3:55Speaker 0: es ist ein dreihundertfünfundsechzig Tagegeschäft.
- 3:59Speaker 0: wir machen alles was man halt so tut wenn meine Veranstaltung in dieser Größenklasse plant.
- 4:05Speaker 0: Wir suchen die Schausteller aus, wir legen dem Stadtrat vor wie die Betriebsbedingungen auszuschauen haben.
- 4:14Speaker 0: Wann macht der Zelt auf?
- 4:15Speaker 0: Wann machen das Zelt zu?
- 4:17Speaker 0: Waren können die Leute auf den Platz?
- 4:19Speaker 0: Wie viel Bierzelt da gibt es?
- 4:20Speaker 0: Wie viele Schauspieler gibt's?
- 4:23Speaker 0: Wie setzen sich die Schaussteller zusammen?
- 4:27Speaker 0: All das sind Dinge, die wird im Stadtrat verlegen.
- 4:31Speaker 0: Der Stadtrat entscheidet dann darüber.
- 4:34Speaker 0: Und dann geht es eigentlich mit der Planung los und dazwischen kommunizieren wir natürlich auch mit den Schaustellerinnen und SchaUSTellern, schauen was tut sich so in der Branche.
- 4:44Speaker 0: Manche sagen wie sind Vorreiter in der branche?
- 4:47Speaker 0: Was in München gemacht wird das ist Vorbild für viele andere Städte des Erdmich.
- 4:54Speaker 0: aber wir schauen schon auch was die anderen machen vor allem auch in anderen Ländern machen.
- 4:59Speaker 0: ich habe mir auch verschiedene Bierfeste in anderen Ländern jetzt schon anschauen können.
- 5:03Speaker 0: Auch da kann man sich was abschauen.
- 5:07Speaker 0: oder man stellt auch fest, wir machen das wirklich gut und ich halte immer nichts davon zu sagen wie es sind die besten oder man muss sich alles von anderen abschaut.
- 5:16Speaker 0: Ich glaube die Münchner Wiesen hat ein solch schönes Eigenleben einen solch schönen Eigencharakter.
- 5:22Speaker 0: den darf man auf gar keinen Fall kaputtmachen.
- 5:26Speaker 0: Man sollte schon immer am Ball der Zeit bleiben und sanfte Verbesserungen einflächten, sage ich in nachher noch ein paar Worte dazu.
- 5:33Speaker 0: Aber jetzt signifikant die Wiesen zu verändern – das ist überhaupt nicht mein Ziel, das war auch nie das Ziel meiner Vorgänger.
- 5:42Speaker 0: Und so'n bisschen die Bewahrung der Wiesen als sympathisches Volksfest, das ist meine
- 5:48Speaker 1: Aufgabe.".
- 5:49Speaker 1: Als wir uns letztes mal über die Wiesnen in dem Format gesprochen haben, war Christian Schott-Naml bei uns Und es war mitten in der Pandemie und wir wussten alle nicht so genau, wie's weitergeht.
- 5:58Speaker 1: Und wann ist weiter geht vor allem?
- 6:01Speaker 1: Was hat sich denn seitdem so ein bisschen verändert ... Also letztes Jahr fand Divisen ja das erste Mal wieder statt nach der Pandemie.
- 6:10Speaker 1: Hast du gemerkt, dass sich letztes Ja irgendwas verändert hat?
- 6:13Speaker 1: Hast du irgendwie einen Unterschied gemerkt?
- 6:16Speaker 0: Der Unterschied war weniger auf der Wiesn zu bemerken sondern eher um die Wiesen herum.
- 6:23Speaker 0: Das meine ich jetzt nicht räumlich, sondern eher in der Wahrnehmung der Wiesen.
- 6:28Speaker 0: Es gibt immer viele die Wiesen motzen und sich darüber auslassen wie schlimm das alles ist und sie bedrunkenen.
- 6:36Speaker 0: Man hat aber gemerkt nach zwei Jahren ohne Wiesen dass es in der Tat des Thema Wiesen schon etwas ist was auch... Ich würde mal so formulieren den Charakter Münchens schon stark mit bestimmt determiniert.
- 6:54Speaker 0: Ohne die Wiesen, ohne das Thema Bier Münchner, Bier Lebensfreude fehlt was in dieser Stadt.
- 7:03Speaker 0: Das haben wir versucht mit der Wirtshauswiesen so ein bisschen abzupuffern.
- 7:07Speaker 0: Das ist uns damit auch teilweise gelungen.
- 7:09Speaker 0: aber man hat einfach gemerkt in den zwei Jahren es fehlt etwas und wenn man die Statistik oder umfragen bemüht dann fällt dem Nicht Deutschen, bei der Frage was assoziieren Sie verbinden sie denn mit Deutschland in Kategorie eins und zwei an Nummer Eins und Nummer Zwei erster und zweiter Stelle immer wieder ein entweder das Oktoberfest die Wiesen oder der FC Bayern.
- 7:35Speaker 0: Ich glaube viele Münchnerinnen sind sich schon bewusst geworden welchen Wert die Wiesn für diese Stadt hat.
- 7:42Speaker 0: Denn ohne die Wiese werde auch München nicht so prominent wie es ist.
- 7:48Speaker 0: Die Wiesen zahlt, glaube ich auch viel auf dieses Leben und Leben lassen.
- 7:53Speaker 0: Auf eine Weltstadt mit herzbar früh immer unser Werbeslogan.
- 7:58Speaker 0: Der stimmt immer noch im tiefen Herzen.
- 8:02Speaker 0: Und die Wesen ist ein wunderbares Transportmittel.
- 8:06Speaker 0: Und auf der Wiesen habe ich auch gemerkt wie sehnsüchtig viele darauf gewartet haben sich wieder in dem Format Wiesen zu treffen und das natürlich auch der schönste Biergarten.
- 8:18Speaker 0: Kein Ersatz dafür ist für die Stimmung, die auf der Wiese ist, die ja von den Menschen gemacht wird, die als Gäste sind, die dort arbeiten, die mit der Wiesn zu tun haben.
- 8:30Speaker 0: Und gerade bei denenjenigen, die Auf der Wiesen arbeiten, habe ich eine unwandige Freude darauf gespürt.
- 8:38Speaker 0: Ja wieder dieses Leben auf der letztes Jahr sechzehn, dieses Jahr achtzehn Tage auf der Wiesen erleben zu dürfen.
- 8:47Speaker 1: Ich persönlich hatte letztes Ja so ein bisschen das Gefühl dass es Ticken weniger international war als vor der Pandemie.
- 8:55Speaker 1: ist das was die Zahlen auch ein bisschen gezeigt haben und wenn du jetzt den Ausblick auf in dreieinhalb Wochen wirfst sind wir da wieder auf einem normal Zustand.
- 9:07Speaker 0: also ich glaube die Zahlen des Jahres, die sind ebenso viel sagen wie nicht sagend.
- 9:17Speaker 0: Die Diskussion schon wenn wir ehrlich sind auch vor der Wiesn-Zweianzwanzig war.
- 9:22Speaker 0: wird das so eine Art Superspreading Event?
- 9:25Speaker 0: und was da alles an Unken rufen es gab am Schluss ist nichts davon geblieben außer den Unken Rufen darüber.
- 9:32Speaker 0: Aber es hat schon viele verunsichert.
- 9:34Speaker 0: Und natürlich hat's auch viele gerade aus anderen Ländern, vor uns.
- 9:37Speaker 0: jetzt gab auch in anderen Ländern noch Reisebeschränkungen und wir haben sie natürlich auch in den Zahlen gemerkt dass insgesamt weniger Gäste da waren und damit natürlich auch weniger Gääste die nicht aus München oder dem Münchner Umland oder Bayern kommen.
- 9:52Speaker 0: Das hat uns gezeigt das wir eine sehr treue Klientel haben, sehr treuige Gäst aus Münche aus dem Münchener Umland aus Bayern um die wir uns glaube ich in der Zukunft gut kümmern werden.
- 10:04Speaker 0: Es hat uns aber auch gezeigt, wie wichtig es ist, dass wir die Wiesen als Botschafter in die Welt hinaus betrachten und erfassen, dass die Wiesn ein Botschafte für die Lebensfreude und früher einmal eine Partei mit Laptop- und Lederhosen formuliert für dieses Mischen aus Hightech und Traditionen stehen.
- 10:32Speaker 0: Und ich glaube, dass es schon wichtig ist die Wiesen auch im Ausland zu bewerben.
- 10:37Speaker 0: Wir haben ja immer mal wieder die medialen Shitstorms ob's um Reservierungsbedingungen geht oder ob jemand auf dem Kotzhügel erwischt worden ist, den es auch gar nicht mehr so gibt in dieser Form wie es dargestellt wird.
- 10:50Speaker 0: Wir müssen schon auch aufpassen das das nicht die führende mediale Darstellung im Auslands ist sondern dass wir auch darüber sprechen wie schön die Wiesn ist und wie gut sie ist.
- 10:59Speaker 0: Denn ninety-neinzig, neun Prozent an der Wiesn sind schön.
- 11:02Speaker 0: Und mich stört es, mich ärgert's furchtbar, dass die Nullkommar eins Prozent immer verbessern müssen.
- 11:08Speaker 0: Dass diese Null-Kommar Eins Prozent immer wieder eine Art Führungsrolle in der medialen Berichterstattung einnehmen.
- 11:16Speaker 0: Das ist etwas was mich total stört und das ist etwas, was mich auch wahnsinnig ärgerte.
- 11:24Speaker 0: Deswegen glaube ich... Das ist natürlich auch der Job des Wirtschaftsreferenten, für mich jetzt die Wiesen einen ganz untergeordneten Anteil meiner Arbeitszeit ausmacht.
- 11:36Speaker 0: Aber das ist schon auch der job des Wirtschaftseferents und damit Wiesnchefs ist das Thema Wiesen als Attraktionsfaktor für den Wirtschaftsstandort München gerade auch im Ausland deutlich zu machen und darauf hinzuwirken dass die schönen Seiten Das Oktoberfest ist gerade auch im Ausland adäquat dargestellt werden.
- 11:59Speaker 1: Es ist ja auch am Ende eine der stärksten Marken, die die Stadt München hat und die gilt es ja dann auch endelstages zu schützen und weiterzuentwickeln?
- 12:07Speaker 0: Ja du hast es richtig gesagt das ist ne Marke.
- 12:11Speaker 0: Wir haben die marke mittlerweile auch schützen lassen.
- 12:15Speaker 0: Die Marke zu schützen ist natürlich auch etwas was wir jetzt nicht gemacht haben weil man so viel Zeit oder Lust hatten sondern umtritt Brettfahrer zu verhindern.
- 12:27Speaker 0: Dies auch in der Vergangenheit gab es Stichwort Dubai-Wiesen oder Wiesen im Nahen Osten, nenn ich's jetzt mal.
- 12:34Speaker 0: Ich fand das schon ganz ulkig!
- 12:36Speaker 0: Wer wirklich meint bei thirty fünfzig vierzig Grad im Schatten in einem doch relativ lieblosen vermutlich klimatisierten Bierzelt eine Wiese machen zu wollen?
- 12:48Speaker 0: Das will mir nicht in den Kopf gehen wie man die Stimmung auf dem Oktoberfestgelände einfach versucht zu imitieren.
- 12:55Speaker 0: Aber was passiert ist natürlich, dass man versucht hat den guten Ruf der Wiesen des Münchner Oktoberfestes zu transferieren und damit Kasse zu machen.
- 13:06Speaker 0: Und das ist etwas, was ich strikt unterbinden will, was der Stadtrat auch strikt Unterbinden wird und wozu wir die Marke haben eintragen lassen um solcherlei Trittbrettfahren in Zukunft klar zu signalisieren.
- 13:21Speaker 0: Wir lassen uns damit nicht sparsen.
- 13:23Speaker 0: Wir sind da schon dahinter her, dass das was wir uns in München, was die Münchner Bürgerinnen und Bürger im vergangenen Jahrzehnten aufgebaut haben.
- 13:32Speaker 0: Dass es auch in der Zukunft geschützt ist und bleiben wird.
- 13:36Speaker 1: Was würdest du denn sagen, ist momentan oder auch in den letzten Monaten der Planung?
- 13:41Speaker 1: Die größte Herausforderung gewesen für die Wiesen.
- 13:44Speaker 1: In diesem Jahr gab's da bestimmte Themen an denen ihr besonders intensiv gearbeitet habt um Dinge zu verändern, zu verbessern, zu optimieren.
- 13:52Speaker 0: Also in der Tat ist das Thema Planung für die Wiesen eines der zentral wichtigsten Themen.
- 14:00Speaker 0: Weil es nicht so ist, dass man da einfach auf den Platz geht und stellt mal ein Zelt drauf und dann kommt eine Schießbude und dann ist gut!
- 14:09Speaker 0: Die Wiesen sind im Hinblick auf die Planung wie in Urwerk.
- 14:12Speaker 0: Das wird geplant wie an Gebäuden.
- 14:14Speaker 0: Da gibt's Architektenpläne.
- 14:16Speaker 0: Da ist jeder Zentimeter genau bemaßt.
- 14:19Speaker 0: Jeder Stromauslass Kanal Einlass jeder Wasserhahn ist darauf verzeichnet, um auch zu wissen was passiert da eigentlich.
- 14:31Speaker 0: Das Thema Planung ist das eine, das Thema Realisierung ist dann das andere.
- 14:36Speaker 0: und jetzt kommen wir auf das berühmte Wort Fachkräftemangel zu sprechen.
- 14:41Speaker 0: und damit meine ich nicht die Menschen, die auf der Wiesner als Servicekräfte arbeiten.
- 14:47Speaker 0: und an dieser Stelle schon mal herzlichen Dank an alle Damen und Herren die das Bier bringen, die das Essen bringen.
- 14:52Speaker 0: Die in der Küche stehen und die Gemüse schneiden... Das ist nämlich echt ein harter Job!
- 14:57Speaker 0: Und ich finde da werden wir ein bisschen wenig gewürdigt.
- 15:00Speaker 0: Jeder freut sich wenn er das Essen auf den Teller hat aber keiner denkt an die Leute.
- 15:04Speaker 0: Da haben wir Fachkräftemangel.
- 15:05Speaker 0: Wir haben aber vor allem auch den Fachkräftenmangel beim Thema Aufbau der Wiesen.
- 15:10Speaker 0: Die Zelte sind ja jetzt nun nicht einfach ein paar Stangenl, die man ins irgendwie am Boden stellt und dann ist gut dabei sondern das sind ja eigentlich Festbauten bis Windstärke elf halten und wenn man sich so im Einzelnen anschaut, das versucht auch bei mir im Instagram-Account ein bisschen darzustellen wie diese Zelte gebaut werden.
- 15:29Speaker 0: Das sind eigentlich echte Häuser fast schon Und um die aufzubauen braucht es Fachkräfte und die Fachkräften werden leider nicht mehr.
- 15:41Speaker 0: viele gehen in Rente, viele haben sich während der Corona Zeit auch andere Arbeiten gesucht.
- 15:46Speaker 0: und das ist natürlich jetzt gerade heute hellsten Sonnenschein, es hat durchgefühlt.
- 15:52Speaker 0: Der Jahrler hat so zu thirty-drei und drissig Grad hier im Zimmer war schon nicht Ehrfümmer, dreißig, sechsunddreißig weil sich die Hitze staubt.
- 15:58Speaker 0: und jetzt stellt man sich mal vor Die Damen und Herren, die jetzt die Zeltplannen auf das Zelt drauf machen Und in der prallen Sonne von unten noch durch die Zelltplane gespiegelt bei gefühlt vormunvierzig Grad da wirklich echt schwitzend im Speisees angesichts arbeiten müssen.
- 16:20Speaker 0: Das ist für mich kein einfacher Job.
- 16:23Speaker 0: und da gibt es halt auch viele, die sagen, das tue ich mir jetzt nicht an der Hocke, lieber irgendwo ins Büro und machen Podcasts.
- 16:28Speaker 0: Und das sind eben die Leute, die wir brauchen auf der Wiesn und die werden immer weniger.
- 16:33Speaker 0: Auf der anderen Seite haben wir natürlich auch ... Politische Meinung, die sagt das Oktoberfestgelände muss auch für Fahrradfahrer und Fußgänger durchlässig sein.
- 16:46Speaker 0: Und das hat dieses Jahr dazu geführt dass wir die Aufbauzeiten wieder gemacht haben Auch wie in den vergangenen Jahren vor der Pandemie.
- 16:54Speaker 0: Wir sehen jetzt aber dass mit diesem Fachkräftemangel schon ganz ordentlich Zeitverzug reingekommen ist.
- 17:01Speaker 0: Also heißt auf gut Deutsch Mit weniger Leuten in der gleichen zeit vor der Pandemie, die Wiesen aufzubauen.
- 17:11Speaker 0: Das ist schwierig und da werden wir auch im nächsten Jahr nachjustieren müssen und die Aufbauzeit um eine Woche oder zwei vorverlegen müssen.
- 17:17Speaker 0: damit wird die Leute nicht schinden denn das kann auch nicht das Ziel sein da jetzt auf Knopf ein Zelt aufzubahren, die wiesen auf zu bauen sondern das soll ja alles sein mit Sicherheit und ordentlich zugehen, auch entspannt im besten Sinne des Wortes sein und nicht nur auf Kante genäht.
- 17:38Speaker 0: Deswegen glaube ich es ist schon noch wichtig beim Thema Planen das Thema Umsetzen mit dem Auge zu haben.
- 17:45Speaker 0: und das Umsetzen ist gar nicht so einfach weil irgendeiner muss die Arbeit halt machen die Bodenplanken zu verlegen, die Zeltleisten aufzustellen, die Plannen drüberzuziehen, die Fahrgeschäfte aufzubauen – das ist ein echter Knochenjob!
- 18:00Speaker 0: Da verstehe ich viele, die sagen, da kann man auch in der Fabrik am Fließband bei gechütten neunzehntzwanzig Grad das Gleiche Geld verdienen.
- 18:14Speaker 0: Deswegen hohe Achtung nicht nachher selbst vorhin gesagt vor den Bedienungen sondern auch vor den Handwerkerinnen und Handwerkern, die die Wiesen aufbauen – ohne die gibt es die Wiese nicht!
- 18:23Speaker 0: Das dürfen wir nicht vergessen und sie wollen auch ein Geld verdienten.
- 18:26Speaker 0: Das ist auch richtig so.
- 18:27Speaker 0: Und die wollen für die harten Arbeitsbedingungen auch ein Gutsgeld verdienen und deswegen ist das Thema Bierpreis-Diskussion sowas, was ich jedes Jahr mit einem lachenden und weinenden Auge verfolgt habe.
- 18:40Speaker 0: Natürlich wird mit dem Bierpreiss der Handwerker bezahlt, der das Zelt aufstellt und wieder abbaut.
- 18:45Speaker 0: Die Bedienung, die das Bier zum Gast bringt – auch derjenige, der es braut!
- 18:50Speaker 0: Ja, und auch der Wirt macht ein Gewinn.
- 18:51Speaker 0: Das gehört zur Wahrheit auch dazu.
- 18:53Speaker 0: aber wenn er kein Gewinn macht wird er auch keinen Wirt machen.
- 18:55Speaker 0: das ist in jeder Gaststätte so.
- 18:57Speaker 0: Also es ist immer wieder ein Jean-Glien ein Auseinanderflechten von verschiedenen Interessensgemengelagen austarieren Von Interessen ein auch erklären.
- 19:08Speaker 0: Deswegen auch danke für den Podcast weil auch vieles erklärt werden kann worum was wie läuft sind wir lustig.
- 19:17Speaker 0: Wenn ich dann außerhalb Münchens bin oder auch in München und Leute über die Wiesen reden, so als ganz sicherer Quelle habe ich gehört dass das so und so ist.
- 19:29Speaker 0: Dann dicke ich mir ab und dann okay echt jetzt... Ich glaube dir stimmt aber nicht so!
- 19:36Speaker 0: Ich sage meistens nichts dazu ab und an, stelle ich da noch irgendwie eine Frage dazu und sag einfach hey das hier hat mich jetzt erzählt, wo habt ihr das her?
- 19:43Speaker 0: Es ist immer ganz lustig dann, ich kenne da jemanden und die heißt Frau Stiller wird beschicker.
- 19:52Speaker 0: Es ist ganz lustige was du immer erzählst.
- 19:53Speaker 0: deswegen ist es auch um Danke dafür Daniel dir nochmal gut mal zu sagen aus erster Hand wie sie auf der Wiesn wirklich funktioniert.
- 20:02Speaker 0: das ist ein echtes Uhrwerk und das Uhrwerk wird jedes Jahr neu geplant.
- 20:06Speaker 0: Das wird jedes ja neu gemacht.
- 20:07Speaker 0: Das wir jedes Jahr nachjustiert und jedes Jahr ist ein bisschen anders.
- 20:11Speaker 0: Das gilt vor allem für die Zelte war halt früh draußen in einem Zelt, wo jetzt die Küche verändert worden ist und eine neue Küchenanlage gibt.
- 20:19Speaker 0: Dann wurden Balkon neu gestaltet worden.
- 20:21Speaker 0: Das kostet natürlich auch dem Zelt auf Bauer Zeit und Hirnschmalz das richtig zu machen.
- 20:28Speaker 0: Und die neuen Balken richtig abzusägen, die Stahlstützen richtig zu verlegen, die Fundamente zu setzen dafür.
- 20:36Speaker 0: Und den Estrich von der Küche, dass dann Wasserabwasser Strom an einer richtigen Stelle liegt.
- 20:41Speaker 0: Und das wie ein Hausbau!
- 20:43Speaker 0: So muss man sich das ungefähr vorstellen, aber das ist mir das Wichtige.
- 20:48Speaker 0: All diese Bemühungen führen am Ende des Tages dazu dass die Wiesen ein echtes Qualitätsprodukt sind.
- 20:57Speaker 0: und wer jetzt sagt naja toll der wirbt halt für sehr wiesend ist ja logisch.
- 21:02Speaker 0: schaut euch immer andere Volksfeste an.
- 21:04Speaker 0: damit will ich bitte überhaupt nicht sagen dass sie schlechter sind Aber schaut euch einfach mal an was da passiert ob es der Pappteller oder Plastikbecher Ob es das Plastikbesteck ist und ob das Zelt ohne Holzboden ist oder vielleicht mit einer eher sperrlichen Dekoration, oder ob das vielleicht jetzt auch einfach nur der Gesamteindruck ist.
- 21:27Speaker 0: Vergleichtest du mal mit der Wiesn?
- 21:31Speaker 0: Dann soll sich jeder selber sein Urteil bilden!
- 21:33Speaker 0: Und ich glaube da wird's kaum angem, der sagt die Wiesne ist das Geld was man dafür zeugnet wird.
- 21:41Speaker 0: Man kann auch über die Wiesen gehen, ohne dass man Geld ausgibt.
- 21:43Speaker 0: Einfach nur mal die Eindrücke auf sich hereinbrassen lassen.
- 21:49Speaker 0: und ich glaube die drei, fünf, sieben, acht Euro für eine Tüte mandeln oder für einen Spätsi oder was auch immer.
- 21:58Speaker 0: Dieses Jahr gibt es ja unsere Wasserspenderstationen.
- 22:01Speaker 0: da kommen Sie dann mit gebrachten Flaschen Wasser abfüllen.
- 22:06Speaker 0: also ich glaub die Wiese ist schon für jeden.
- 22:07Speaker 0: woher sonst?
- 22:08Speaker 0: So viel Teidau als in der München Innenstadt, das Annett.
- 22:11Speaker 0: Und wenn man dann dazurechnet dass das alles für achtzehn Tage aufgebaut ist und es live Musik in die Zelte gibt, dann glaube ich ist der Aufpreis schon gerechtfertigt.
- 22:21Speaker 1: Wo wir gerade schon übers Geld reden einer der Gründe warum immer diese Aufregung auch beim Bierpreis da ist ja vielleicht auch dass die Wiesenwirte seit jeher ein großes geheimnis rund um die zahlen machen wie viel sie eigentlich einnehmen, wieviel hängen bleibt.
- 22:40Speaker 1: Wieviel das ganze kostet.
- 22:41Speaker 1: also es ist ja so eine eingeschworene vereinigung der wiesenwirte sozusagen wo keiner auch nur irgendwas davon verrät was da eigentlich an geld rein und rausgeht.
- 22:55Speaker 1: Woher kommt das eigentlich?
- 22:56Speaker 1: Und warum ist dass den den Wiesenwirten an der stelle auch heute noch so wichtig?
- 23:02Speaker 0: Da will ich auch mit ein paar Geheimnissen nochmal aufräumen, die gar keine Geheimnisse sind.
- 23:08Speaker 0: Würde man jetzt in die Münchner Innenstadt gehen und den einen oder anderen wird der einer oder anderen Gaststätte, Diskothek, was aber immer, fragt man uns dann, du erzähl mal, was machst denn für einen Umsatz?
- 23:17Speaker 0: Und wie viel Gewinn kommt denn dabei raus?
- 23:20Speaker 0: Dann würde ich auch nicht sagen ja klar, also hier bitte da ist meine Gewinn- und Verlustrechnung.
- 23:26Speaker 0: wenn es eine Bilanz ist, dann ist sie ohnehin öffentlich einsehbar, dann kann sich jeder sehen.
- 23:31Speaker 0: Auch auf der Wiesn ist es so, vor zwanzig Jahren war das sicherlich noch anders.
- 23:36Speaker 0: Da hat man mit anderen Gewinnen kalkuliert und ich kenne ja nun die Zahlen bei wie unsere Umsatzpacht auch darauf berechnen.
- 23:44Speaker 0: also so dass jetzt ein Bombengeschäft ist wo du sagtest mit einer Wiesne wirst Du jetzt reich wie Scheich und kannst das Arbeiten aufhören.
- 23:53Speaker 0: Das ist schon lang nicht mehr.
- 23:54Speaker 0: Die Kalkulation sind viel enger geworden.
- 23:56Speaker 0: Der Wettbewerb greift zu.
- 24:00Speaker 0: gut läuft, wenn es gut läuft macht der Wiesenwirt ein Gewinn und das ist sein Anreiz dazu dass er auch nächstes Jahr wieder ein gutes Zelt hinstellt qualitativ hochwertige Speisen anbietet gute Getränke anbitet.
- 24:14Speaker 0: Dass die Schaustellerinnen und Schaussteller mit neuen Fahrgeschäften kommen, dass sie sich gut warten und in Stand halten also kurz umgesagt auf die Frage antworten Reich wie Scheich als wird wird man mit der Wiesn jetzt nicht ad hoc.
- 24:31Speaker 0: Es gibt auch immer mal wieder Wechsel bei den Werten und man sieht dann, bis er neuer wird, so drittgefasst hat, bis die Arbeitseinläufe sich eingespielt haben.
- 24:39Speaker 0: Da kann man auch schon ganz schön viel Geld und da reden wir schnell über sechs siebenstellige Beträge dort lassen, bis sich das Zelt amortisiert hat.
- 24:51Speaker 0: Ich glaube, die Erfahrene verdienen sicherer Geld damit Frischen neuen wird, die bringen ein paar Jahr Geld mit und müssen dann erst einmal wieder gut machen.
- 25:00Speaker 0: Was sie verloren haben was sie investiert haben Und das hat letztes Jahr gesehen ist natürlich auch so.
- 25:08Speaker 0: Das Wetter kannst nicht beeinflussen wenn es halt ein paar Tage kalt ist dann fehlt einfach einen Guteil des Umsatzes.
- 25:14Speaker 0: Da kann es ja mal schnell sein dass aus der Guten schwarzen Gewinnberechnung bestenfalls Schwarz in Null vielleicht sogar auch rote Minuszahl wird.
- 25:25Speaker 0: Das darf man auch nicht vernachlässigen.
- 25:29Speaker 0: Ich bin niemanden, der jemand anderes neidet.
- 25:32Speaker 0: Also von mir kann ja jeder sein Geld verdienen wie er mag und ich bin froh wenn er Geld verdient ist werden wir dann auch Steuern bezahlt und dann ist wieder die Wirtschaft im Kreislauf.
- 25:46Speaker 0: Ich glaube wichtig ist dass das was rauskommt am Schluss fair ist, dass das Produkt Oktoberfest etwas ist was allen Spaß macht und das nicht nur die Gäste Lust haben auf die Wiesen zu gehen, sondern dass vor allem auch die Beschickerinnen und Beschickern bei den Wirten angefangen aber auch bei den Schaustellern aufgehört haben.
- 26:10Speaker 0: Lust haben wieder hinzugehen.
- 26:11Speaker 0: Ihr seht es ein bisschen bei der Auer-Dult, die ja jetzt ein Markt geschehen ist, also kein klassisches Volksfest ist.
- 26:20Speaker 0: Aber da haben wir seit Jahren zurückgehende Bewerberzahlen, vor allem im Marktbereich.
- 26:25Speaker 0: Und das macht mir schon Sorge, auch dass viele sagen du Schaustellerei.
- 26:29Speaker 0: Das ist was ganz schön anstrengendes oder Bierzelt zu betreiben.
- 26:34Speaker 0: Da braucht man schon Profis die das machen wollen und können und die wollen halt auch für das Risiko.
- 26:39Speaker 0: Man geht ja bei der Wiesn auch erst einmal mit ganz schön viel Geld Zelt kaufen Küche kaufen Einrichtung kaufen in Vorleistung.
- 26:47Speaker 0: Das Risiko das wollen wir jetzt erstmal schon auch vergütet wissen.
- 26:54Speaker 0: Wir schauen uns das jedes Jahr genau an, auch was dem Bierpreis angeht.
- 26:57Speaker 0: Ob da irgendwann einmal ein Kipppunkt erreicht ist, wo man sagt jetzt wird es aber unanständig.
- 27:03Speaker 0: Aber eins können wir auch gleich dazu sagen in den letzten Jahren sind die Gewinne immer weniger geworden und nicht mehr geworden.
- 27:12Speaker 0: mit dem Märchen der Bierpreis steigt und da wird macht sich die Tasche immer voller aufzuhören.
- 27:18Speaker 0: Nicht nur dass die Rohware von Bier über Händel im Einkaufspreis gestiegen ist, die Personalkosten sind gestiegen.
- 27:25Speaker 0: und ja das ist wenn ich mir jetzt das Thema Lohn- und gerechten Lohn anschauen auch richtig so.
- 27:29Speaker 0: Das echt harte Arbeit ich habe es vorhin gesagt und dafür soll auch für den Fritz Geld bezahlt werden.
- 27:35Speaker 0: Und all diese Kostensteigerungen, die es auch im Energiebereich gab irgendwie man auch weitergeben an den Kunden, damit man dann noch einen Gewinn macht und daraus resultiert dann der Bierpreis.
- 27:47Speaker 1: Du hast gerade vorhin schon die neuen Wasserspender angesprochen, die es dieses Jahr zum ersten Mal geben wird.
- 27:53Speaker 1: was ist denn sonst neu an der Wiesen?
- 27:56Speaker 0: Wir haben ein paar drei neue Schaustellergeschäfte, die im Wesentlichen sich im Lauf-und Fahrgeschäftbereich bewegen.
- 28:06Speaker 0: Schöne Neuerungen, die jetzt nicht völlig destruktiv sind.
- 28:09Speaker 0: Aber trotzdem haben wir mal einen frischen Wind reinbringen.
- 28:11Speaker 0: Da haben wir auch immer eine eigene Kategorie für diese Neuerung.
- 28:15Speaker 0: Dann haben wir das Thema Wasserspender dieses Jahr auf der Wiesn und ansonsten haben wir bei den Öffnungszeiten Stunde nach hinten verlegt von neun Uhr auf zehn Uhr unter der Woche ganz einfach weil wir gesehen haben dass zwischen neun und zehn unter der Woche nichts los ist.
- 28:31Speaker 0: Das kostet uns jede Menge Geld für die Sicherheitsleut.
- 28:34Speaker 0: Das kostet natürlich auch die Beschickern und Beschicker, die ihre Leute beschäftigen müssen an der Haufen Geld.
- 28:39Speaker 0: Und das war einfach der Ertrag nicht wert.
- 28:43Speaker 0: Es sind so ein paar kleine Neuerungen.
- 28:45Speaker 0: Wir haben das Thema Zeltreservierungen anders geregelt.
- 28:49Speaker 0: Da hat uns der Stadtteil vorgegeben dass die Gutscheine noch bis einen dressigsten Dezember einlösbar sein sollen.
- 28:56Speaker 0: Das sind so glaube ich ja jetzt kleinere größere Veränderungen.
- 29:02Speaker 0: Ich glaube, der Wunsch, der alle eint ist das wir die Wiesen mindestens attraktiv halten oder noch attraktiver machen und der Zeitgeist ist immer so.
- 29:12Speaker 0: Der Zeitgeister verändert sich über die Zeit auch hinweg und sich dem nicht völlig zu opfern, ihn aber auch nicht komplett zu ignorieren.
- 29:20Speaker 0: Das ist immer wieder eine Schonglierübung, die man jedes Jahr neu machen muss.
- 29:26Speaker 0: Und ich glaube, wir haben es auch dieses Jahr ganz gut hinbekommen.
- 29:28Speaker 1: Du hast gerade ein Thema angesprochen dass wir fordert Pandemie auch immer sehr, sehr intensiv diskutiert haben was irgendwie so ein bisschen zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung in den Hintergrund gerückt ist.
- 29:40Speaker 1: Nämlich das Thema Sicherheit.
- 29:41Speaker 1: also wir hatten vor der Pandemie ja immer wieder große Diskussion darüber wie sicher die Wiesen sind.
- 29:46Speaker 1: es hat sich über die Jahre viel verändert was die Absicherung des Geländes angeht.
- 29:52Speaker 1: Wie ist dann da die Situation auch dieses Jahr?
- 29:57Speaker 1: Wie gut funktioniert das?
- 29:58Speaker 1: Du hast gerade auch den Personalmangel angesprochen, der ist ja auch in dem Bereich durchaus sehr akut.
- 30:04Speaker 1: Gibt es da Veränderungen?
- 30:05Speaker 1: Gibt's da Neuerungen und wie siehts dann eigentlich so mit der Bedrohungslage aus?
- 30:13Speaker 0: Also eins vorangeschickt – wir haben überhaupt keine Anzeichen oder irgendwelche Warnungen dafür dass es dieses Jahr auf der Wiesn auch nur irgendeine Bedrohhungslage geben sollte oder könnte.
- 30:26Speaker 0: Das liegt vielleicht auch daran, dass wir schon in den vergangenen Jahren oder kann fast sagen Jahrzehnten dem Thema Sicherheit immer wieder starkes Augenmerk geschenkt haben.
- 30:37Speaker 0: Das bedeutet die Wiesen ist mittlerweile eingezäunt sie ist nicht mehr ja von jeder Seite aus frei für jedermann zugänglich.
- 30:45Speaker 0: das bedeutet dass wir Taschenkontrollen durchführen.
- 30:49Speaker 0: das bedeutet das wir in den selten Sicherheitspersonal haben das Bedingung ist dafür Zelt oder Schaustürkschiff betreiben darf.
- 30:59Speaker 0: Wir haben auf dem Platz nicht nur unsere eigenen städtisch Beauftragten, man sagt immer Security so rumlaufen als der Damen und Herren vom Sicherheitsdienst sondern wir haben ja auch viele Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte herumlaufen Auch im Übrigen aus anderen europäischen Ländern.
- 31:19Speaker 0: Wir haben jede Menge Zivilfahnder, vor allem Taschendiebfahender die Iris Trizis schon kennen.
- 31:25Speaker 0: Die schon genau wissen wir mal wieder auf der Wiesn versucht sein zweitisch so sagen Handwerk auszuüben.
- 31:34Speaker 0: ja ihr wisst was ich mein.
- 31:38Speaker 0: Ich glaube das ganze wenn man dann noch feststellt dass arrangiert wird von über sechzig Kameras die das Wiesn-Gelände in den öffentlich zugänglichen Bereichen überwachen.
- 31:48Speaker 0: Plus, die Kameras, die in den Zelten und Fahrgeschäften installiert sind, es gibt keinen Bereich wo so viel Überwachung stattfindet wie auf der Wiese.
- 32:00Speaker 0: Deswegen würde ich sagen ist eigentlich wirklich ein super sicherer Bereich.
- 32:03Speaker 0: Man sagt einer oder andere jetzt wahrscheinlich ja was spinnt der denn jetzt?
- 32:06Speaker 0: Da gibt Schläger rein da gibt's ähnliches.
- 32:08Speaker 0: Das ist völlig richtig.
- 32:09Speaker 0: aber man muss halt auch Äpfeln mit Äpfel und Brennen vergleichen.
- 32:13Speaker 0: Wenn ich in andere Volksfeste, auf andere Volksfest oder große Versammlungen oder ähnliches schaue dann ist die Wiesn im Vergleich dazu immer noch der absolute Marktführer was Sicherheit angeht.
- 32:25Speaker 0: Denn natürlich ist da wo sich viele Menschen zusammenfinden auch immer das Risiko damit verbunden dass irgendwie einer austickt oder irgendwas passiert und wir haben es eigentlich zeigt das letzte Jahr geschafft ohne größere Zwischenfälle ein Fest mit knapp sechs Millionen Besuchern hinzustellen.
- 32:45Speaker 0: Das liegt einfach auch daran, dass wir dem Thema Sicherheit eine Priorität ganz weit oben einräumen und natürlich vor allem unser Wunsch ist das der Besucher die Besucher zuwiesen und von der Wiese sicher hin und wieder weg kommt.
- 33:01Speaker 1: Was ist denn eigentlich deine ganz persönliche erste Wiesenerinnerung?
- 33:07Speaker 0: Das ist eine schöne Frage, die freut mich Als ich den Job hier bekommen habe, als ich gewählt worden war mit meiner Muttergerät und jetzt natürlich tierisch drüber gefreut das dass der Poppets endlich was Anständiges macht.
- 33:22Speaker 0: Und nicht bloß so ein komischer Anwalt ist.
- 33:27Speaker 0: Ich kann mir erinnern, wenn sie mir gesagt hat sich ein Album, ein Foto-Album rausgezogen hat für die jüngeren unter den Zuhörern.
- 33:35Speaker 0: so etwas gab es wirklich mal.
- 33:36Speaker 0: da haben wir Fotos ausgedruckt auf Fotopapier Und es ist auch echt schön, weil man kann in diesen alten Fotoalben in seiner eigenen Jugend in Erinnerung schwägen.
- 33:45Speaker 0: Da ist keine Festplatte die den Geist aufgibt oder kein Klaut zu dem er die Zugangsdaten vergessen hat, sondern das ist ein echtes physisches Foto-Album.
- 33:53Speaker 0: und ich habe die Fotos von ihr gezeigt bekommen wie ich mit meiner Großmutter, meinem Großvater und meiner Mutter auf der Wiesen war Zuckerwatte in der Hand und da hatte ich noch so einen Windrad, wo ein bisschen Leckereien im Stil versteckt waren.
- 34:18Speaker 0: Was war es noch?
- 34:20Speaker 0: Ich bin auf einem Traktor oben gesessen.
- 34:23Speaker 0: Da war auch damals schon das zentrale Landwirtschaftsfest.
- 34:26Speaker 0: Und ich habe immer ein breites Grenzen im Gesicht gehabt.
- 34:30Speaker 0: Das sind die Erinnerungen, die ich gar nicht mehr präsente, weil ich damals drei Jahre alt war.
- 34:35Speaker 0: Aber ich kann mich noch erinnern... wie ich mit meinem Großvater übers Landwirtschaftsfest gegangen bin, mich in die Traktoren reingesetzt habe auf ein Mähdrescher oben raufgegangen bin.
- 34:45Speaker 0: Die Gerüche und auch die Geräusche.
- 34:50Speaker 0: Einer meiner Lieblingsspeisen ist der rot-glassierte Apfel.
- 34:56Speaker 0: Da kann man dann das ganze Gesicht verschmieren, meine Mutter hat sich furchtbar aufgeregt.
- 35:00Speaker 0: Das sind so Jugenderinnerungen, die alle in einer positiven Konnotation sind.
- 35:04Speaker 0: Ich war jetzt nicht derjenige, der jetzt in dieses schneller höher weiter Fahrgeschäft reingeht.
- 35:08Speaker 0: Ich habe mein Leben noch nie.
- 35:09Speaker 0: im Fünfer-Looping bin ich noch nie gefahren.
- 35:11Speaker 0: Ich brauche ehrlich gesagt nicht sehr.
- 35:15Speaker 0: Ich schätze das viel den Fünver Looping lieben.
- 35:17Speaker 0: Mein Marken liebt ihn nicht!
- 35:21Speaker 0: Ich war immer ein großer Riesenradfan und eher etwas langsamer und hat mir gerne auch in eine Bierzeit neu gesetzt mit meinem Opa.
- 35:28Speaker 0: Das sind alles schöne Erinnerungen auch an den Drachten und Schützen, um zu Pferd da gestreichelt.
- 35:36Speaker 0: Die mir heute noch ein Lächeln aufs Gesicht zaubern.
- 35:39Speaker 0: Und das ist auch wichtig dass man diesen jungen Menschen weitergibt.
- 35:43Speaker 0: Nicht im Sinne von Aufoktroieren oder etwas Schönreden tun aber einfach haben die Jugend mitnehmen und ihnen die Wiesen zeigen.
- 35:56Speaker 0: Der ein und andere wird es mögen, der eine oder andere wird's nicht mögen.
- 35:59Speaker 0: Ich hab das immer schon schön gefunden und für mich ist es natürlich das höchste Privileg als jemand, der die Wiesen schon in ganz jungen Jahren hat miterleben dürfen heute der Chef dieser Veranstaltung zu sein dass es wie wenn er Kindheitsdramm war wird und ja also Traumjob ich habe.
- 36:17Speaker 1: Während der Wiesen gibt es ja auch ganz viele verschiedene Highlights.
- 36:20Speaker 1: Es gibt den Einzug der Wiesenwerte, es gibt den Trachtenumzug.
- 36:24Speaker 1: Es gibt den Anstiches und den letzten Tag, der ja auch mal besonders bei den Münchnern sehr beliebt ist.
- 36:31Speaker 1: Hast du so etwas wie ein persönliches Highlight in der Zeit der Wiesn?
- 36:36Speaker 0: Also mein absolutes persönliches Highlight mit drei Ausrufezeichen oder fast zehn Ausrufezeichen ist wirklich die paar Minuten in der Anstichtbox kurz bevor es losgeht, wenn du merkst wie diese Anspannung da ist.
- 36:53Speaker 0: Die Fotoschurnerlisten klicken die ganze Zeit auf alles was sich bewegt.
- 36:57Speaker 0: Die Bildjournalisten drehen die ganze zeit und die letzten Interviews von Bayerischen Rundfunk werden geführt.
- 37:06Speaker 0: Christoph Däumlingen hält dann das Mikromeistens ja noch dem Oberbürgermeister unter die Nase der auch fürs Zelt gut hörbar Kuhn tut, was er jetzt so gerade überlegt.
- 37:18Speaker 0: Bevor er ansticht, der macht das natürlich profimäßig, hat eine volle Übung drin und kann es auch wirklich gut.
- 37:28Speaker 0: Und dann zieht das Mikro weg und dann dreht sich der OBE um und setzt den Schlägel an und haut den Hahn rein und dann jubelt das ganze Zelt aus dieses Jahr!
- 37:41Speaker 0: Akustik, diese unglaubliche unwiederbringlichen nicht nachahmbare Akustika.
- 37:48Speaker 0: Du riechst wie das Bier rausläuft du kriegst die erste Masse überreicht und alle sind glücklich und zufrieden dass ein guter Anstich war.
- 37:58Speaker 0: die Böller schützen schiessen also das muss man echt immer überlebt er erlebt haben.
- 38:04Speaker 0: entschuldigung dass man das nicht mehr vergisst glaube ich.
- 38:07Speaker 0: das kann jeder bestätigen der es miterlebt hat.
- 38:10Speaker 0: Das ist wirklich der schönste Moment.
- 38:14Speaker 0: Danach wird es tatsächlich immer noch besser, aber man ist dann so in diesem Tagesgeschäft auf der Wiesentrend-Dinge zu organisieren Sachen die nicht so laufen zu justieren dass man schon gar nicht dazu kommt sich auch so eigentlich wirklich schöne Sachen wie das Standkonzert zum Beispiel richtig vorzubereiten.
- 38:36Speaker 0: ich weiß nur wie früher als Gast auf die Wiesen gegangen bin.
- 38:39Speaker 0: Du hast dann natürlich gefreutend bis hin gegangen und du hast das also von außen betrachtet, wenn man jetzt in der Organisation drin ist.
- 38:45Speaker 0: Dann sind da ein tausend Sachen was vorher noch geregelt werden muss und dann denkst du oh jetzt ist es fünf Minuten vor Beginn.
- 38:50Speaker 0: Jetzt musst aber schnell hin!
- 38:52Speaker 0: Und erst wirklich in der Sekunde wo du dann beispielsweise beim Platzkonzert auf dem Platz ankommst habe ich dann wieder so eine Ruhe drin und immer denke okay jetzt kannst den Moment genießen weil jetzt ist erster mal Platzkonzept hat man als Wissenschaftler das Privileg sprechen zu dürfen.
- 39:13Speaker 0: Und natürlich überlegst du was, dann sagst du... Natürlich hast auch ein Zettel dabei wo so ein paar Stichworte draufstehen aber in der Sekunde wo es auf der Bühne oben bist, denkst da gar nicht drüber nach sondern sagst erst was dir gerade so im Kopf kommt, was du jetzt grad denkst und fühlst.
- 39:28Speaker 0: Das ist das Authentischste.
- 39:29Speaker 0: alles andere auswendig lernen!
- 39:31Speaker 0: Dann kannst du diesen Moment genießen Dann ist die Veranstaltung vorbei und du bist wieder völlig im Druck drin, dieses und jenes zu erledigen.
- 39:42Speaker 0: Und erst so wenn die Wiesn dann am letzten Tag vorbei ist, dann schaust du ein bisschen zurück und überlegst da hätte es jetzt eigentlich wirklich eine geile Zeit.
- 39:50Speaker 0: Das waren viele Hürden, die man gemeistert hat, gemeinsam gemeisterte.
- 39:54Speaker 0: das waren viele brutalschöne Erlebnisse und Dinge wo man nie gedacht hätte dass man sie hinbringt.
- 40:01Speaker 0: und trotzdem ist irgendwie zusammengegangen Ja, und so bist du in seinem Wechselbad der Gefühle.
- 40:07Speaker 0: Da kann man jetzt auch sagen, das ist Wesen aber das ist nicht irgendwie eine Gefühlstuseläi.
- 40:16Speaker 0: Ich finde es total schön!
- 40:17Speaker 0: Also mich fasziniert diese Wesen, mich fassinieren die Menschen, die dort arbeiten, die Menschen lieben.
- 40:25Speaker 0: Das ist für mich etwas was wir mit nichts anderem auf der Welt vergleichen können.
- 40:31Speaker 1: Ich glaube, jetzt haben wir auch dem allerletzten Hörer richtig Lust auf die Wiesen gemacht.
- 40:36Speaker 1: Und ich danke dir sehr für das Gespräch und für die vielen spannenden Einblicke in dein Job – Teiljob als Wiesnchef!
- 40:47Speaker 1: Wir freuen uns und in dreieinhalb Wochen geht's los.
- 40:50Speaker 0: Danke dir!
- 40:50Speaker 0: In dreieinhalb Wochen geht es los.
- 40:52Speaker 0: Vielen Dank für die Gelegenheit über die Wiesensprechen zu dürfen mit ihren Kopfhörern im Ohr, vom Lautsprecher oder dem Autositzen.
- 41:02Speaker 0: Schatzhaft Wiesen!
- 41:03Speaker 0: Es lohnt sich und ich glaube ihr kommt zurück und ich freut euch.
- 41:08Speaker 0: Und das ist der Sinn und Zweck dieser Veranstalter.
- 41:11Speaker 0: einen herzlichen Dank fürs Einschalten.
- 41:13Speaker 1: Danke dir
- 41:14Speaker 0: Das war es leider schon.
- 41:16Speaker 0: Die letzte Runde ist ausgetrunken.
- 41:18Speaker 0: – das Gespräch zu Ende.
- 41:21Speaker 0: Vielen Dank für's Zuhören.
- 41:23Speaker 0: Bitten im Rücksicht auf die Nachbarn und sei leise wenn du die Bar verlässt Aber vergiss auf keinen Fall, den abonnieren Button zu klicken.