Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / Hamburg News: Hamburg zwischen Rekorden, Rettungswellen und Rotstift
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- Willkommen zu deinem täglichen News-Update. Dies sind die Themen vom 10. Februar. Ganztagsbetreuung erreicht Rekordwerte. Zusätzliche Millionen für Hamburger Hochschulen und Kitas. Rot-Grün fordert eine Zuckersteuer. Chibo verliert gegen Aldi Süd. Als 2010 der damalige schwarz-grüne Senat ein umfassendes Ganztagsangebot an Hamburgs Schulen einführte, rechneten die Planer damit, dass vielleicht 30 bis 40 Prozent der Eltern ihre Kinder zur Ganztagsbetreuung anmelden würden. Doch auch die ehrgeizigsten Vorstellungen wurden von der Wirklichkeit weit überholt. Im laufenden Schuljahr nehmen 91,5 Prozent der Grundschüler die flächendeckenden Ganztagsangebote wahr. Ein neuer Rekord, der Hamburg auch bundesweit zum Vorreiter macht. Der Ganztag ist zum Normalfall geworden. Das ist ein großer Vertrauensbeweis in die Arbeit von Schulen und Trägern des Ganztags, sagt Schulsenatorin Xenia Bekeris, SPD, die sich über diese hohe Zahl besonders freut. Der Hamburger Ganztag sei eine echte Erfolgsgeschichte. Ganztagsangebote können die Chancengerechtigkeit in der Bildung erhöhen und zudem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen, so Beckeris. Zugleich gab sie Rekordzahlen bekannt. In Hamburg ist die Zahl der Schüler im laufenden Schuljahr auf 270.904 gestiegen, so viele wie seit 1980 nicht mehr. Ein Prozess wird zur unendlichen Geschichte. Im Prozess um die mutmaßliche Entführung von zwei Kindern der Steakhouse-Kettenerbin Christina Block hat das Landgericht vorsorglich weitere Termine bis kurz vor Weihnachten angesetzt. Zu den bereits anberaumten Verhandlungstagen kommen weitere 41 bis zum 18. Dezember hinzu, wie das Gericht am Dienstag mitteilte. Eine verbindliche Aussage über die Länge des Verfahrens gegen Block und andere sei damit aber nicht getroffen. Das Verfahren hatte im Juli 2025 begonnen. Block muss sich mit mehreren weiteren Angeklagten wegen der Verschleppung von zwei ihrer Kinder in der Neujahrsnacht 2023-2024 verantworten. Laut Anklageschrift wurden sie von maskierten Männern in Dänemark dem Vater entrissen und in Autos zur Mutter nach Deutschland gebracht, wo sie später unverletzt an die Polizei übergeben wurden. Block soll die Entführung gemeinsam mit einem Rechtsanwalt in Auftrag gegeben haben, was sie vor Gericht bestreitet. Hintergrund ist laut Anklage ein erbitterter, jahrelanger Sorgerechtskonflikt zwischen Block und ihrem ehemaligen Ehemann, bei dem die beiden Kinder in Dänemark leben. Die Finanznot der Universität Hamburg schlägt Wellen. Interne Dokumente, über die das Abendblatt berichtete, legen nahe, dass in den Wirtschaftswissenschaften ein ganzer Studiengang geschlossen werden soll. Wissenschaftssenatorin Mariam Blumenthal, Grüne, empfahl der Uni, Studienplätze abzubauen. Der AStA rät sogar vom Studium an der Uni Hamburg ab, weil die Studierendenvertretung eine Verschlechterung der Studienbedingungen befürchtet. Über den genauen Umfang der geplanten Einsparungen besteht auch bei den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Unklarheit. Die CDU-Wissenschaftspolitikerin Anna von Treuenfels-Frohwein wollte nun mit einer schriftlichen kleinen Anfrage, SKA, an den Senat Licht ins Dunkel bringen. Der Senat antwortete kurz und pauschal. Hamburg habe die Mittel für die Hochschulen seit 2020 erhöht und substanziell in die Entwicklung des Wissenschaftsstandorts investiert, schreibt der Senat. Darüber hinaus hätten die Hochschulen von 2020 bis 2004 und 20 Sondermittel im Umfang von rund 536 Millionen Euro erhalten. Antworten auf ihre konkreten Fragen erhielt Anna von Treuenfels-Frohwein nicht, was sie empört. Deshalb beschwerte sie sich jetzt offiziell bei der Präsidentin der Bürgerschaft, Carola Veith, SPD. Die Hansestadt bekommt in den kommenden vier Jahren rund 106 Millionen Euro zusätzlich für die Sanierung von Hochschulen, Wissenschaftseinrichtungen und den Ausbau von Kitas. Die Summe ist Teil einer bundesweiten Verabredung über 4 Milliarden Euro der Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern, wie das Gremium mitteilte. Das Geld soll aus dem 500 Milliarden Euro schweren schuldenfinanzierten sogenannten Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz kommen. Unterzeichnet wurde dafür eine entsprechende Bund-Länder-Vereinbarung. Wie viel Geld die Bundesländer jeweils in Kindertagesbetreuung oder Hochschulen und Wissenschaft stecken, bleibt ihnen überlassen. Hamburg stehen den Angaben zufolge pro Jahr rund 26,5 Millionen Euro zur Verfügung. Nach jüngsten Angaben der Finanzbehörde benötigt die Stadt in den kommenden beiden Dekaden rund 6 Milliarden Euro, um allein die Hochschulgebäude der Stadt in einen guten Zustand zu bringen oder durch Neubauten zu ersetzen. Das Westfield Hamburg Überseequartier feiert bald seinen ersten Geburtstag. Doch die drei geplanten Hotels des französischen Accord-Konzerns auf dem Areal empfangen noch immer keine Gäste. Die Marken Ibis Styles, Novotel und Pullman, in denen insgesamt rund 830 Zimmer geplant sind, sollen hier eröffnen. Aber auf den eigenen Internetseiten schiebt Accor die Eröffnungen immer weiter nach hinten. Zuletzt hatte das Abendblatt im September vergangenen Jahres über die Verzögerungen berichtet. Damals hatte Accor das erste Quartal 2026 für die Eröffnung des Ibis-Styles angekündigt. Für das Novo Tel wurde ein Starttermin für das erste, zweite Quartal 2026 genannt. Wer jetzt einen Blick auf die Accor-Internetseite wirft, bekommt folgende Informationen. Für das Ibis-Styles, das mehr als 400 Zimmer haben soll, wird nun das dritte Quartal 2026 angezeigt und für das Novotel mit rund 160 Zimmern das vierte Quartal 2026. Rot-Grün in Hamburg will mit einer Abgabe auf Zucker gesunde Ernährung fördern. Ein gemeinsamer Antrag der beiden Regierungsfraktionen sieht vor, dass sich der Senat im Bundesrat für die Einführung einer gestaffelten Abgabe auf zuckerhaltige Getränke und Softdrinks sowie gegebenenfalls perspektivisch für Getränke mit Süßungsmitteln einsetzt, wie die SPD und die Grünen-Fraktion in Hamburg am Dienstag mitteilten. Das Vorhaben ziele darauf ab, insbesondere Kinder und Jugendliche besser zu schützen und gesundheitliche Ungleichheiten zu verringern. Über den Antrag stimmt die Bürgerschaft am Mittwoch ab. Laut SPD und Grünen-Fraktion nehmen Übergewicht, Adipositas und ernährungsbedingte Erkrankungen seit Jahren zu, das gelte auch in Hamburg. Claudia Loss, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Hamburg, erläuterte, rund ein Drittel der Hamburger sei übergewichtig. Etwa 150.000 Menschen würden wegen Typ-2-Diabetes behandelt. Besonders Kinder und Jugendliche trügen bei hohem Zuckerkonsum ein erhöhtes Risiko für spätere Diabetes, Übergewichts- und Herzkreislauferkrankungen. Bedeutet dieses Urteil das Ende eines erbitterten Machtkampfes zwischen Tschibo und Aldi Süd? Der Kaffee-Röster hat im Streit um angeblich zu niedrige Kaffeepreise erneut eine juristische Niederlage gegen den Discounter einstecken müssen. Das Oberlandesgericht Düsseldorf wies die Berufung gegen das Urteil der ersten Instanz zurück, wonach Aldi seinen Discounter-Kaffee Barissimo unter den eigenen Produktionskosten verkaufen darf. Das Urteil ist bislang nicht rechtskräftig. Chibo kann also Revision einlegen und die Entscheidung von einem höheren Gericht prüfen lassen. Chibo wirft dem Discounter Aldi Süd vor, seit Ende 2023 Kaffee seiner Eigenmarke unter den Herstellungskosten angeboten zu haben und damit zu billig. Der Kaffee-Röster sieht darin einen Verstoß gegen geltendes Recht und wollte Aldi Süd dieses Vorgehen gerichtlich untersagen lassen. Die aggressive Preispolitik schade dem Wettbewerb und den Verbrauchern. Die Richter teilten diese Einschätzung jedoch nicht. Das war dein tägliches News-Update, erstellt mithilfe von künstlicher Intelligenz. Wenn dir diese Episode gefallen hat, abonniere unseren Podcast und teile ihn mit deinen Freunden. Bis zum nächsten Mal.