Latest / Gegen den Strom / Deutschland braucht Realpolitik statt Moralpolitik – Alexander von Bismarck
Transcript
- 0:00Sie werden im Grunde genommen mehr oder weniger schon zu
- 0:02Feinden deklariert. Der linke Teil der Politik mit
- 0:05der AFD deshalb ist da eine Brandmauer zwischen und bei
- 0:09meinem Bismarck Dialog gibt es keine Brandmauer, da reden alle
- 0:12miteinander, unsere Politiker machen heutzutage keine
- 0:15Interessenpolitik mehr, die haben die Realpolitik verloren
- 0:18gegangen, sondern laufen durch die Welt und mit erhobenem
- 0:21Zeigefinger und sagen wie andere zu leben haben.
- 0:24Wir haben gesagt, wir wollen kein russisches günstiges Gas
- 0:26mehr, wir kaufen lieber Teures LNG Gas.
- 0:30In Amerika. Aber unsere Wirtschaft hängt von
- 0:33den Energiekosten hauptsächlich ab, man muss ja 1 sehen in den
- 0:36letzten 10 bis 20 Jahren, wer hat uns in diese Situation, wo
- 0:41wir jetzt sind, in der Wirtschaft, in vielen anderen
- 0:43Bereichen in der Gesellschaftspolitik gebracht,
- 0:45das waren doch die Altparteien, das Waren nicht die AFD, die so
- 0:48nie an der Regierung gewesen, die Altparteien haben uns in
- 0:52diese Situation gebracht, und mittlerweile erkennen das die
- 0:55Menschen und sagen, das wollen wir nicht, wir wollen eine
- 0:58andere Situation haben. Und deshalb wenden sich so viele
- 1:02zur AFD. Gegen den Strom zur Person
- 1:16Hallo, bei gegen den Strom. Wir zeigen Ihnen Positionen und
- 1:21Perspektiven, welche die Propaganda Medien verschweigen.
- 1:26Dabei orientieren wir uns am Friedensgedanken des deutschen
- 1:30Grundgesetzes, denn das Grundgesetz ist eine
- 1:33Friedensverfassung, welche die Politiker darauf verpflichtet,
- 1:38den Frieden zu wahren. Heute bin ich zu Gast bei einem
- 1:43Mann, der sich ebenfalls diesem Friedensgedanken verpflichtet
- 1:47sieht, er blickt dabei auf eine lange Familiengeschichte zurück,
- 1:51er kommt aus einem berühmten Haus.
- 1:53Seine sein berühmtester Vorfahre war ein Reichskanzler.
- 1:57Er hat 2 Söhne mit einer Russin, er fühlt sich der Deutsch
- 2:03russischen Freundschaft, dem Ausgleich verbunden, wie sein
- 2:08berühmtester Vorfahre, und er ist der Gründer des Bismarck
- 2:12Dialoges, der sich ebenfalls für diesen Frieden zwischen
- 2:16Deutschland und Russland einsetzt.
- 2:18Hallo Alexander von Bismarck. Ja, lieber Patrick, schön, dass
- 2:22du wieder hier bist. Bei mir zu Hause.
- 2:24Uns verbindet ja auch eine politische Geschichte.
- 2:28Wir standen sozusagen lange auf unterschiedlichen Seiten der
- 2:31Barrikade. Du warst ein Politiker in der
- 2:35Jungen Union, ich war bei den Jungsozialisten, und da wurden
- 2:38ja nicht nur Freundlichkeiten ausgetauscht.
- 2:40So ist das und wir haben dann ja oft richtig hart miteinander
- 2:44diskutiert, aber anschließend oft Bier getrunken.
- 2:47Genau anschließend, nach diesen Auseinandersetzungen, die
- 2:50manchmal auch. Zugespitzt waren zum Haare aus
- 2:53Raufen waren wurde gemeinsam natürlich zum Glas gegriffen und
- 2:56mag über was anderes geredet. Gab es das heute noch?
- 2:59Ja, wo gibt es das heute? Sehr abgeschottet privat dann
- 3:05geht das öffentlich nicht mehr. Was hat sich da verändert in der
- 3:09politischen Kultur? Die Medien, die oftmals gerade
- 3:15diese Unterschiede zwischen links und rechts, früher war ja
- 3:20die SPD links. Und die CDU rechts.
- 3:23Heute darf man das ja gar nicht mehr so sagen, es hat sich ja
- 3:26auch so vermischt, aber sie werden im Grunde genommen so
- 3:31mehr oder weniger schon zu Feinden deklariert, ja, die da
- 3:36der linke Teil der Politik mit der AFD, deshalb ist da ne
- 3:40Brandmauer zwischen und bei meinem Bismarck Dialog, du hast
- 3:43das ja anmoderiert. Gibt es keine Brandmauer, da
- 3:46reden alle miteinander, da sind ganz Linke dabei, da sind Rechte
- 3:50dabei und wir reden alle über Frieden und über Diplomatie, und
- 3:56das finde ich. Ganz hervorragend.
- 3:58Auf den Bismarck Dialog würde ich gerne noch eingehen, aber
- 4:01zunächst einmal die Frage, ist da ein gewisser politischer
- 4:06Irrationalismus in den Vordergrund getreten, ein
- 4:09Hypermoralismus, wie muss ich mir das erklären, dass man nicht
- 4:12in der Sache miteinander streiten und trotzdem gelassen
- 4:16befreundet sein kann? Ja, wir haben ja durch die
- 4:18Ampelregierung so viel moralische Politik bekommen, da
- 4:23ist die Realpolitik völlig verloren gegangen.
- 4:27Und das ist letztendlich, das war früher anders und dieser
- 4:34Kampf so gegeneinander, der nimmt immer weiter zu,
- 4:39öffentlich, intern, wenn man privat miteinander spricht, gibt
- 4:44es das nicht, das ist ganz komisch.
- 4:45Und das war ja bei einem deiner berühmtesten Vorfahren, Otto von
- 4:49Bismarck, ganz anders. Ich hab da ein Zitat gefunden,
- 4:52das lautet. Nur soll man nicht glauben, dass
- 4:55angenehme Eindrücke und Sympathien in der Politik
- 4:58maßgebend sind. Da entscheiden schließlich doch
- 5:01am Ende die Interessen, müssen wir dahin zurückkehren?
- 5:05Ja, wir haben unsere Interessen in Deutschland verloren, und das
- 5:10ist eigentlich das schlimme Amerika.
- 5:13Wir sehen das durch Trump, die hat Interessen für Amerika, und
- 5:17das finde ich auch in Ordnung, jedes Land Ungarn mit Orban hat
- 5:22seine Interessen. Sie sind ja von Ihrem Volk
- 5:24gewählt. Unsere Politiker machen
- 5:27heutzutage keine Interessenpolitik mehr, die
- 5:30haben die Realpolitik verloren gegangen, sondern laufen durch
- 5:34die Welt und mit erhobenem Zeigefinger und sagen, wie
- 5:38andere zu leben haben, das muss man sich mal vorstellen, wenn
- 5:41damals eine Annalena Baerbock, aber auch leider unser jetziger
- 5:46Außenminister Wadeful, der ja aus Schleswig Holstein kommt, wo
- 5:49ich ja aufgewachsen bin. Die gehen nach China und sagen
- 5:551,4 Milliarden Menschen. Das muss man sich mal
- 5:57vorstellen, wir sind ja lächerlich dagegen, was wir in
- 6:00Deutschland haben, ihr müsst so leben wie wir und fangen an,
- 6:04Moralpolitik dort zu betreiben, und China macht reine
- 6:08Realpolitik, ja, die setzen auf Wirtschaft, die setzen auf
- 6:12Ausgleich, die Reden mit allen. Aber haben nicht immer die
- 6:17gleiche Meinung und das ist ja auch nicht schlimm.
- 6:19Jedes Land und jede Region muss doch eigentlich ihre eigenen
- 6:24Interessen vertreten dürfen, das wäre ja schlimm, wenn wir
- 6:28bestimmen sollten als westliche Staaten wie andere zu leben
- 6:32haben und was für Politik sie zu machen haben.
- 6:35Würde man da am liebsten dem Satiriker Wieglaff Droste
- 6:38zustimmen, wenn er sagt, Wenn das Gehirn zu kurz gekommen
- 6:42wird, gerne mal Moral genommen? Das ist natürlich n tolles
- 6:46Zitat. Ich würde das vielleicht noch n
- 6:49bisschen anders formulieren, aber ich glaube, dass die
- 6:54Menschen, die heute an der führenden Stelle in der Politik
- 6:57sind, ihre Geschichte die deutsche Geschichte verloren
- 7:02haben, und sie wissen nicht, was all das, wie was alles passiert
- 7:08ist. Und das Blenden Sie aus.
- 7:10Genauso bei der Ukraine und Russland.
- 7:13Sie blenden aus, was vorher war und man muss doch alle Dinge
- 7:17zusammen sehen und nur wenn man das auch in einem gemeinsamen
- 7:21Kontext sieht, kommt man vielleicht zu völlig anderen
- 7:24Schlüssen als es jetzt der Fall ist.
- 7:27Und dadurch, weil Moral ist ganz einfach nach draußen zu
- 7:32transportieren, aber Realpolitik?
- 7:34Da muss man sich mit den realen Dingen beschäftigen, die gerade
- 7:38politisch wichtig sind. Wie nimmst du das wahr?
- 7:41Bewegen wir uns dahin, auch in der Politik in einen Prozess der
- 7:46Infantilisierung? Ja, natürlich.
- 7:49Es ist eigentlich n Kindergarten.
- 7:51Es ist so, dass letztendlich die Frage, wo will ich hingehen, die
- 7:59haben gar keine Strategie. Die Strategie bedeutet ja, dass
- 8:02man über den Tellerrand hinaus und nicht nur die 234 Jahre, wo
- 8:07sie Politik machen, entscheidend ist, sondern wir machen doch,
- 8:12wenn man eine Verantwortung trägt als Unternehmer sowie als
- 8:15Politiker. Wir machen immer die Politik und
- 8:19unsere Unternehmenskultur auf die Zukunft gerichtet, für die
- 8:23jungen Menschen. Und dass die nachfolgenden
- 8:27Generationen, und da muss man eben rechtzeitig mit beginnen,
- 8:31dass in der Rentenpolitik oder in vielen anderen Bereichen,
- 8:34braucht man doch langfristige Strategien, und die sind
- 8:37komplett verloren gegangen. Du kommst gerade aus Davos, du
- 8:41hast auch die Diskussionen dort mit dem US Präsidenten Donald
- 8:45Trump erlebt. Wie hast du das wahrgenommen?
- 8:48Die Menschen, die dort hinkommen.
- 8:52Da wusste es ja eigentlich mehr ein Kontaktmesse zwischen
- 8:57Wirtschaft und verschiedenen Ländern.
- 9:00Ich habe an einem Abendessen teilgenommen, wo 35 Nationen
- 9:03dabei waren und ein Amerikaner hat eingeladen und wir haben
- 9:09über Realpolitik gesprochen und auch gesagt hat, was passiert in
- 9:14den jeweiligen Ländern und wer kann dazu was beitragen und da
- 9:18ging es in erster Linie. Um Diplomatie.
- 9:22Da ging es um Verhandlungen, da ging es, was muss man machen,
- 9:25damit Menschen näher zusammenrücken?
- 9:28Es war unglaublich, und dieser Amerikaner, der dazu eingeladen
- 9:33hat, Schaffy Gabriel, der ist sensationell, der hat eine
- 9:37Riesenstiftung in Amerika, und die schauen sich das an, während
- 9:42die Politik, die Politiker, die dahin kommen, ob das Macron oder
- 9:46Merz oder auch selensky war. Das ist eine Showbühne, für die
- 9:51also ein Einsprechen nach draußen eigentlich nicht das,
- 9:56wozu damals das Ganze installiert worden ist.
- 10:00Und alle Medien stürzen sich natürlich darauf, was passiert
- 10:04heute und morgen, und Trump hat das gesagt, was er immer sagt,
- 10:11dass natürlich Amerika First alles toll macht.
- 10:15Finde ich gut, dass ein Politiker von sich überzeugt ist
- 10:19und sagt, Ich mach alles richtig und er macht sehr viel richtig
- 10:22und er hat auch sehr viel wahres gesagt und er hat Frieden in den
- 10:27Vordergrund gestellt, das muss man mal sagen, dass das den
- 10:32Leuten nicht alles passt. Und er hat häufig gesagt, die
- 10:35Leute, die in der 1. Reihe sitzen, sind auch Gegner
- 10:37von mir, ja und hört mal zu, ja, ich will Frieden.
- 10:43Keiner wusste kann, der kann nicht groß klatschen oder nicht.
- 10:48Wer guckt zu oder welche Kameras sind auf mich gerichtet, stimme
- 10:52ich ihm zu oder nicht, man merkt, die sind alle
- 10:55verunsichert, weil er macht Realpolitik und das gefällt
- 10:59viel. Nicht Trump hat ja nun einen
- 11:02Vorschlag gemacht, einen P Sport vorgelegt.
- 11:05Der war ursprünglich bezogen auf den Gazastreifen.
- 11:08Auf die Zukunft von Gaza wurde auch abgesichert durch eine UN
- 11:13Resolution. Jetzt versucht Trump das
- 11:16sozusagen auf die Weltpolitik zu übertragen.
- 11:18Was hältst du davon? Den Friedensrat, den er
- 11:21installiert hat, weil er sagt, die UN ist ne tolle
- 11:26Organisation, aber sie schafft es nicht Menschen an einen Tisch
- 11:31zu bringen, dass sie miteinander reden.
- 11:34Und genau das will er mit dem Friedensrat, den er gegründet
- 11:38hat, wo er Vorsitzender ist, ist ja klar, weil er es gegründet
- 11:42hat, dass er die jeweiligen unterschiedlichen Auffassungen
- 11:47der Länder an einen Tisch bringen will, so wie er es ja in
- 11:50vielen Bereichen in Afrika und auch im Nahen Osten geschafft
- 11:55hat, und das sind ja nicht immer nur Freunde von ihnen gewesen.
- 11:59Sondern er will alle an einen Tisch.
- 12:01Und das finde ich grundsätzlich gut.
- 12:03Und vielleicht kommt da wieder eine Bewegung rein, dass die UN
- 12:08sich auf die UN Charta deutlich beruft und ihre Aufgabe richtig
- 12:12wahrnimmt. Oftmals ist es ja einfach nur so
- 12:15ein Debattenclub und jeder sagt Position, aber es geht nicht
- 12:18weiter und die UN charta sagt doch ganz klar aus, dass eben
- 12:24Konflikte friedlich beigelegt werden sollen.
- 12:27Und die UN hat es eigentlich in den letzten Jahren nicht
- 12:29geschafft und da da will er ne neue Initiative.
- 12:32Kritiker sagen ja, er dränge mit dieser Initiative die Vereinten
- 12:37Nationen an den Rand. Das sei auch sehr autokratisch,
- 12:40weil er sich ja zum lebenslangen Vorsitzenden machen wolle.
- 12:43Und es kostet auch für dauerhafte Mitglieder eintritt
- 12:46eine Milliarde Dollar. Was hältst du davon?
- 12:50Ja, grundsätzlich. Er ist n businessman, er sieht
- 12:54vieles was man mit Geld machen kann, das wissen wir auch.
- 12:58Geld regiert die Welt, das ist ein Sprichwort, das ja auch im
- 13:02Wesentlichen gilt, Blackrock in Amerika, wir wissen, das ist
- 13:06größte Konzerne in der ganzen Welt, die schaffen es eben mit
- 13:11Geld doch vieles zu bewegen, ob immer positiv, das sei
- 13:15dahingestellt, das muss man sehen.
- 13:18Aber ich glaube, natürlich braucht man für solche
- 13:22Organisationen viel Geld und auch das ernsthafte Interessen
- 13:26der Staaten. Und viele haben dieses Geld, ja,
- 13:29wir haben es ja, das nennt man dann ja eher vermögen, ja, die
- 13:33Schulden, die da aufgenommen werden, die haben ja und für
- 13:38einige Staaten ist eine Milliarde da natürlich nicht
- 13:41viel, und ich glaube, dass er dieses Geld dafür auch einsetzen
- 13:46möchte. Das eben in den Regionen für die
- 13:50Menschen etwas Besseres entsteht, als es jetzt oft zu
- 13:54sehen ist. Der russische Präsident Wladimir
- 13:57Putin hat ja bereits signalisiert, dass er bereit
- 14:01sei, eine Milliarde beizusteuern, wenn die in den
- 14:05Vereinigten Staaten eingefrorenen russischen
- 14:08Vermögen wieder verflüssigt werden.
- 14:10Ja, es ist ja das Geld von Russland.
- 14:13Es ist nicht das Geld von Amerika.
- 14:15Auch in Europa. Das eingefrorene Geld, was hier
- 14:19liegt, gehört den Russen und wenn man das dem wegnimmt, dann
- 14:22klaut man das. Das geht nicht, wie das
- 14:26eingesetzt werden kann in all den Konflikten, das muss jedes
- 14:30Land alleine entscheiden, und da gibt es sicherlich durch die
- 14:34Gespräche vielleicht im Friedensrat eher eine
- 14:37Möglichkeit, dass man sagt, wie kriegen wir das so hin.
- 14:41Dass dieses Geld auch vernünftig eingesetzt wird, aber es bleibt
- 14:45immerhin noch das Geld der jeweiligen Länder, ist ja
- 14:50unglaublich, wenn man das beiseite packen will, wer will
- 14:53denn dann noch in anderen Ländern investieren?
- 14:56Wir diskutieren heutzutage laufend jeden Tag in der Zeitung
- 15:00wollen wir unser Gold aus Amerika wiederholen, was ja vom
- 15:04Grundsatz her richtig ist. Aber das bedeutet ja, man hat
- 15:08kein Vertrauen mehr zu diesem Land.
- 15:10Und wenn kein Vertrauen mehr zu einem anderen Land ist und man
- 15:14dann wird man nie dort Investition machen, weil man
- 15:16immer Angst hat, das Geld wird festgehalten und wird im Grunde
- 15:20genommen nicht für dieses Land eingesetzt, welches dem dieses
- 15:25Geld gehört. Dein früherer Parteifreund
- 15:28Friedrich Merz hat ja nun auch versucht.
- 15:31Die russischen Vermögen, die bei Euroclear in Brüssel in Brüssel
- 15:37festgefroren sind, zu entnehmen, im Grunde genommen zu rauben.
- 15:41Was hältst du davon? Unfassbar.
- 15:43Es geht nicht an, dass wir fremde Gelder festhalten und sie
- 15:50einverleiben, wo auch immer wir die hingeben.
- 15:54Das ist ja ne Frage, ob man das richtig findet oder nicht.
- 15:57Aber ich kann nicht fremde Gelder benutzen, um sie irgendwo
- 16:00einzusetzen für andere Dinge, das muss schon jedes Land selber
- 16:04entscheiden. Das bedeutet auch, dass doch in
- 16:07Zukunft andere Länder, ob Indien, ob China, doch hier nie
- 16:11mehr investieren werden in Deutschland für unsere eigenen
- 16:16Interessen, auch weil sie Angst haben, irgendwann kommt die
- 16:20Regierung auf die Idee. Sie frieren das auch ein und
- 16:24nehmen das einfach diesen Ländern weg.
- 16:26Genau kontraproduktiv hätte ich nie für möglich gehalten, dass
- 16:29er so denkt, weil er ja eigentlich ein Wirtschaftsmann
- 16:32ist. Vielleicht war die Idee aus der
- 16:36Not geboren, denn die Finanzierung des Ukraine Krieges
- 16:40hat Deutschland und die Europäische Union viel Geld
- 16:43gekostet. Kostet nach wie vor viel Geld
- 16:46und sie haben ja so viel Schulden aufgenommen.
- 16:49Es ist ja kein Vermögen, das ist ja das.
- 16:52Unwort was Sie haben, dass sie einfach Schulden als Vermögen
- 16:56deklarieren. Sie haben stecken ja Billionen
- 16:59in Waffen, es ist unvorstellbar und die 500 Milliarden, die sie
- 17:04angeblich in die Struktur von Deutschland, in die
- 17:09Infrastruktur in Deutschland schaffen wollen, ist
- 17:13letztendlich werden damit Löcher gestopft im Haushalt, das wissen
- 17:16wir und die Haushalte in in Zukunft haben.
- 17:22Sind nie ausgeglichen, obwohl sie wahnsinnig hohe
- 17:25Steuereinnahmen haben. Das heißt, wir müssen doch
- 17:28diesen ganzen Apparat zurückführen, damit wir dieses
- 17:33Geld nicht einfach verschwenden, unser erarbeitetes Steuergeld,
- 17:37das ist unser Geld, Geld der Bürger, das ist nicht Geld der
- 17:41Regierung, das ist nicht Geld des Staates, sondern das ist
- 17:44unser Geld, und wir geben das den treuhänderisch in die Hand.
- 17:49Damit sie für uns, für unsere Interessen Politik machen und
- 17:53nicht in anderen Ländern das alles verpulvern.
- 17:57Und das ist eigentlich das traurige da dran.
- 18:00Ich sehe da im Augenblick keine Perspektive, wir brauchen da
- 18:04eine völlig andere Politik, dann muss viel ernster darüber
- 18:10nachgedacht werden, und dann kommt noch die Bürokratie hinzu,
- 18:13sie sollten lieber viel mehr diese ganzen Sachen abschaffen.
- 18:18Als dass sie immer wieder neu installieren und neues Personal
- 18:22nehmen und unser Geld eigentlich immer in
- 18:24Beratungsgesellschaften, weil sie angeblich selber sich nicht
- 18:27darüber Gedanken machen könnten, da das Geld hinaus geben.
- 18:31Derzeit fließen Milliarden nach wie vor in den Krieg in der
- 18:36Ukraine. Das Land wäre pleite ohne die
- 18:38westliche Unterstützung. Deswegen darf man sagen, hier
- 18:41handelt es sich. Um einen Krieg der Nato und der
- 18:45EU gegen die Russische Föderation auf ukrainischem
- 18:50Boden. Was kann in dieser verfahrenen
- 18:53Situation der Bismarck Dialog, den du ins Leben gerufen hast,
- 18:56leisten? Na, ich bin sehr viel in
- 18:59Russland, spreche sehr viel, auch mit offiziellen, mit
- 19:04normalen Menschen, mit Studenten, mit jungen Menschen,
- 19:08mit aber sehr viel mit offiziellen.
- 19:11Und ich frage. Was können wir als Menschen oder
- 19:16auch als Deutschland dazu beitragen?
- 19:18Würdet ihr noch mit uns reden, weil nur wenn man miteinander
- 19:23zusammensitzt und über die Zukunft redet, kann man was
- 19:26verändern und ich sehe eine Offenheit in Russland, dass sie
- 19:31mit uns reden wollen und Lawrow hat gerade wieder betont, wenn
- 19:36die westlichen Staaten mit Russland reden wollen.
- 19:41Sind trotz dieser massiven verbalen Aufrüstung gegen
- 19:46Russland sind sie trotzdem bereit, miteinander zu reden.
- 19:50Und das ist das einzige was geht und dadurch, dass der Bismarck
- 19:54Dialog konzipiert ist von mir überparteilich zu sein, das
- 19:59heißt, wir haben Linke dabei, wir haben AFD, Leute bei bei CDU
- 20:03Leute dabei, FDP Leute dabei, die reden miteinander und reden,
- 20:07was kann man dazu beitragen. In den NGOS oder in
- 20:12verschiedenen Vereinen oder auch in der Politik sind auch einige
- 20:17Politiker dabei, auch aus dem Europäischen Parlament, die sich
- 20:21für Verhandlungen, für Dialog und Frieden einsetzen.
- 20:24Und wenn es keinen Dialog mehr gibt, ja, dann gibt es nur noch
- 20:28ein Gemetzel, und deshalb ist das so wahnsinnig wichtig.
- 20:32Dass man auch den Menschen in der Ukraine hilft, das ist ja
- 20:34gar keine Frage. Die können doch nichts dafür,
- 20:37die werden als Kanonenfutter in dieser Auseinandersetzung
- 20:41gebraucht, weil es geht hier um Geopolitik, das wissen wir, und
- 20:44es geht um Ressourcen und und nichts anderes, es geht nie um
- 20:47die Menschen, und das ist das Schlimme dabei.
- 20:49Miteinander ins Gespräch kommen wollten beim jüngsten Bismarck
- 20:53Dialog mehr als 100 Gäste. Welches Signal geht davon aus?
- 20:59Ja, ich hab. Gesagt, diesen Bismarck Dialog
- 21:02möchte ich bei mir zu Hause machen und man in einer
- 21:07familiären Atmosphäre sitzt und nicht in einer aggressiven
- 21:11Atmosphäre und wir eigentlich auch untereinander sprechen.
- 21:17Deshalb auch natürlich anschließend mit ein bisschen
- 21:20essen, sich in den Arm nehmen, was trinken und offen
- 21:24miteinander reden, ohne dass das draußen nach außen posaunt wird.
- 21:29Aber ich habe mit Michael von der Schulenburg aus dem
- 21:33Europaparlament gerade deshalb auch noch mal ein gemeinsames
- 21:38Papier geschrieben, was eben mit der Überschrift Diplomatie,
- 21:43Verhandlungen für die für Europa statt Konfrontation, und da
- 21:50haben wir die Position gesagt, wie es möglich ist, dass man
- 21:53miteinander sprechen soll, auf Augenhöhe und letztendlich zu
- 21:58einem. Endgültigen Punkt kommt, dass
- 22:02man auch langfristig und da ist ein Waffenstillstand nicht immer
- 22:06die erste der erste Schritt, sondern man muss sich gedanklich
- 22:11auch für die Zukunft natürlich mit Kompromissen, natürlich mit
- 22:16aber vor allen Dingen mit Interessen, und es geht im
- 22:20Wesentlichen darum, was Russland.
- 22:23Jahrzehnte angemahnt hat eine europäische
- 22:26Sicherheitsarchitektur, und die soll entstehen und darüber
- 22:31nachzudenken und überhaupt mit Politikern in dem jeweiligen
- 22:36Parteien auch zu sprechen, das soll ausgehen, dass die Leute
- 22:40sich hier untereinander verständigen und gleiche
- 22:44Interessen haben, überparteilich gleiche Interessen haben, aber
- 22:48dann auch nach draußen gehen. Und mit denen sprechen und
- 22:51sagen, wir haben uns auch unterhalten und wir finden immer
- 22:55größere Bereiche, mehr Menschen, und das ist sehr angenehm zu
- 23:02sehen, wie einfach das ist, miteinander ins Gespräch zu
- 23:05kommen. Du hattest auch bei diesen
- 23:07Gesprächen beim Versuch, miteinander ins Gespräch zu
- 23:09kommen, viele Menschen aus der unternehmerischen Wirtschaft zu
- 23:14Gast. Wie ist die Stimmung bei den
- 23:16Unternehmern? Katastrophal.
- 23:19Wir wissen alle. Dass die Unternehmen die meisten
- 23:23Unternehmen natürlich von den Energiekosten abhängen und das
- 23:27Allerschlimmste nun ist es in der Kieindustrie ganz besonders
- 23:30in der Stahlindustrie, ganz besonders fehlt, den günstige
- 23:34Energie, und die haben wir selber zerstört, nicht Nord
- 23:39Stream 2 haben wir zerstört, sondern wir haben gesagt, wir
- 23:42wollen kein russisches günstiges Gas mehr, wir kaufen lieber
- 23:46Teures LNG Gas in Amerika. Amerika freut sich darüber, gar
- 23:51keine Frage, das ist ja auch deren Interessen, aber unsere
- 23:55Wirtschaft hängt von den Energiekosten hauptsächlich ab
- 24:00und da und und diese Bürokratie, die jeden Tag erweitert wird,
- 24:05das wird ja nicht verringert. Sie sagen das zwar immer die
- 24:08Politiker, das haben Sie 20 Jahre lang gesagt, wir müssen
- 24:10Bürokratie abschaffen, die schaffen sie aber nicht ab, sie
- 24:13schaffen immer neue und Brüssel die EU schaffen.
- 24:18Da auch immer mehr, und das vor allen Dingen auch bei den
- 24:21Bauern, sehen wir das ganz besonders, die ja so
- 24:24bodenständig sind. Wenn wir die nicht hätten, die
- 24:26bodenständig, die können nicht einfach weglaufen aus
- 24:29Deutschland, aber viele andere Unternehmen verlassen
- 24:32Deutschland, weil sie sagen, wir sind nicht mehr konkurrenzfähig
- 24:36hier und da gehen natürlich viele Unternehmen ins Ausland,
- 24:41nach Amerika oder China, aber auch viele Unternehmer sagen
- 24:45auch ich. Liquidiere meine Firma, sie
- 24:49gehen nicht Insolvenz, sie wollen das liquidieren.
- 24:52Diese Zahlen kennt kein Mensch, die werden nicht veröffentlicht,
- 24:55sie schließen die Firma und dann sitzen Arbeitnehmer auf der
- 24:58Straße und das ist doch genau das, was wir nicht wollen.
- 25:02Wir Unternehmer haben eine Fürsorgepflicht, wir wollen
- 25:06natürlich mit unserer Firma Gewinne machen, gar keine Frage,
- 25:09dazu brauchen wir Mitarbeiter, die auch die Arbeit machen.
- 25:13Und wichtig ist doch, dass sie damit letztendlich auch
- 25:16Steuerzahler werden und im Grunde genommen ihr eigenes
- 25:20Leben so gestalten können, was sie wollen.
- 25:23Und wenn man die Wirtschaft zurzeit so kaputt macht, so
- 25:27drangsaliert, dann wundern wir uns, dass wir im Grunde eine
- 25:31Stimmung im Land haben, die nicht positiv ist.
- 25:34Und das ist traurig. Wenn die Stimmung so
- 25:38katastrophal schlecht ist. Unter den Landwirten im
- 25:42Mittelstand, in der unternehmerischen Wirtschaft.
- 25:45Warum hört man dann so wenig aus diesen Kreisen?
- 25:50Das ist ganz einfach. Wir sehen da ja, wie die Medien
- 25:54die Bevölkerung sehr drangsalieren in der Form, dass
- 25:58wenn einer mal was nach draußen bringt, er sofort an den Pranger
- 26:02gestellt wird, entweder entweder ist er dann gleich Nazi oder er
- 26:06ist Extremist und wenn. Unternehmer etwas deutlicher
- 26:12werden, dann guckt die Politik, können wir dem irgendwie den
- 26:17Hahn abdrehen, damit er sich nicht mehr so äußert?
- 26:20Natürlich haben Sie Angst zu sagen, wir werden sie werden
- 26:24leise nach China, sie werden leise nach in die USA gehen,
- 26:29weil sie sagen, wir werden sonst hier im Grunde genommen in eine
- 26:32Ecke gedrängt, was wir nicht wollen, wir brauchen ja die
- 26:35Wirtschaft, wir brauchen ja den Antrieb auch.
- 26:38Und wenn Sie sich äußern? Sie äußern sich gerne gegen die
- 26:42AFD, weil ja die Blockparteien von CDUFDP, Grüne und SPD alle
- 26:51immer an den Pranger stellen, wenn man für die AFD auftritt.
- 26:55Die Brandmauer überschreitet, da haben viele Angst vor.
- 27:00Jemand als Unternehmer, der sich gegen die AFD wendet, der wird
- 27:05noch protegiert. Es ist einfach unerträglich, was
- 27:08man mit dem Wort Brandmauer eigentlich macht, das ist eine
- 27:12Spaltung der. Bevölkerung muss die Brandmauer
- 27:15weg. Auf jeden Fall.
- 27:17Wenn wir ein demokratisches Land haben, dann ist doch jeder, der
- 27:22in einem Parlament sitzt, gleichberechtigt, da gibt es
- 27:25eben die Regierung, da gibt es die Regierungsfraktionen, da
- 27:29gibt es die Opposition. Die ja ganz wesentlich für eine
- 27:31Demokratie ist, dass die Medien ja eigentlich ebenfalls wichtig
- 27:36für die Demokratie ist. Sie sollte immer die Regierung
- 27:40kontrollieren und nicht gegen die Opposition hetzen.
- 27:45Das ist der entscheidende Punkt und dafür, wenn wir über
- 27:49Demokratie sprechen, ich spreche über meine Demokratie, die
- 27:54Demokratie, die die regierungs Mehrheit sagt.
- 27:59Ist nicht mehr meine Demokratie, weil die wollen die
- 28:03Meinungsfreiheit einschränken. Artikel 5 des Grundgesetzes, und
- 28:08sie hetzen, damit Kriege entstehen, weil sonst man
- 28:11braucht ja nicht so viel Waffen, wenn man keinen Krieg führen
- 28:14will, da ist ein Punkt, der so fatal ist, der letztendlich eine
- 28:21Spaltung in das Volk bringt und deshalb, wir brauchen so eine
- 28:25Brandmauer nicht, wir sehen es zwischen Ost und West.
- 28:27Wir sehen viel mehr AFD Wähler im Osten und mittlerweile
- 28:33schwappt das auch über in den Westen.
- 28:35Aber man will es strikt, weil man natürlich Angst hat, dass
- 28:38man als Partei nicht mehr an die Regierung kommt.
- 28:41Ja, aber. In einer Demokratie gibt es nun
- 28:45mal Wechsel. In den Regierungen gibt es nun
- 28:47mal Mehrheiten, die anders sind, und die muss man eigentlich
- 28:51respektieren und akzeptieren. Du stehst ja auf den Schultern
- 28:54eines großen Vorfahren, Otto von Bismarck, der nun auch nicht ein
- 28:59lupenreiner Demokrat war, sondern im Dienst des
- 29:03preußischen Königs stand. Was hätte er als Royalist
- 29:07Friedrich Merz geraten? Das ist natürlich in die
- 29:11Glaskugel gucken, aber wenn man mal das in seiner Zeit sieht,
- 29:15was n ganz anderes System war, hat er gesagt, die Liebe zum
- 29:21Staat ist ein ganz wesentlicher Punkt und da muss er die
- 29:27Bevölkerung auch mitnehmen, das heißt nicht gegen die
- 29:31Bevölkerung arbeiten, sondern sie mitnehmen.
- 29:35Deshalb sind ja die gesamten Sozialgesetze entstanden, die
- 29:39Invalidenversicherung ganz besonders wichtig.
- 29:42Menschen, die ich selber auch nicht helfen können, dass man
- 29:45die unterstützen muss, das heißt eigentlich auch auch, wenn man
- 29:51immer die Sozialistengesetze anführt, er hat eigentlich den
- 29:55Weg. Zur Demokratie bereitet, dass
- 29:59auch andere Meinungen gesagt werden können, dass auch eben
- 30:03die Religionsfreiheit vorhanden sein muss.
- 30:08Das ist ja schon ein Stück in Richtung Europa, wie es aus
- 30:13damaliger Sicht auch von den großen Politikern in Europa
- 30:20gemacht worden ist. Und.
- 30:22Das ist eben Europa, ein Friedensprojekt.
- 30:24Und er hat ja sehr viel Diplomatie mit anderen Ländern
- 30:27gemacht, um eben Frieden in Europa aufrechtzuerhalten.
- 30:30Der junge Bismarck hat ja für die Kreuzzeitung gearbeitet, ein
- 30:35sehr konservatives christliches Blatt.
- 30:38Da wurde der Begriff Realpolitik geprägt.
- 30:41In den Artikeln, in der Kreuzzeitung aber.
- 30:45Diese Form von Realpolitik, wie man sie damals Verstand,
- 30:49richtete sich ja gegen die demokratische Bewegung, gegen
- 30:52die Achtundvierziger Revolutionäre.
- 30:54Richtig, ja, was kann der Begriff heute bedeuten, wenn er
- 30:57aus diesem konservativen, royalistischen Umfeld kommt?
- 31:02Viele Linke und Grüne wollen ja gerade etwas Konservatives
- 31:07beiseite schieben, aber dafür wir brauchen.
- 31:12Einen konservativen Gedanken, der ja nichts anderes sagt, Wenn
- 31:17einer große Besitztümer hat, auch Wälder hat und konservativ
- 31:21ist, möchte er das Gute erhalten.
- 31:24Er möchte, aber es muss sich weiterentwickeln, das ist ja gar
- 31:28keine Frage, das wenn man konservativ ist, heißt das ja
- 31:31nicht, dass man offen ist für neue Dinge und der Zeit
- 31:34angepasst ist. Und ich glaube die die Frage.
- 31:40Was in den letzten Jahren bei uns passiert ist, ist, dass die
- 31:43Realpolitik zur Moralpolitik geworden ist.
- 31:47Und moralisch ist ja ganz einfach, ja, du bist der böse,
- 31:52ich bin der Gute. Also das ist doch unfassbar, ich
- 31:55muss doch, wenn ich die Menschen mitnehmen will, muss ich doch
- 31:59Gedanken haben, den anderen eventuell überzeugen von meiner
- 32:03Meinung, aber sie ihn nicht ausgrenzen und die Moralpolitik
- 32:07grenzt Menschen aus und. Und das ist, das ist ganz fatal,
- 32:11wenn Menschen Angst gemacht werden, wohin du gehst.
- 32:15Das ist der falsche Weg und wir werden dich bekämpfen.
- 32:19Das geht einfach nicht. Jeder Mensch hat doch andere
- 32:22Interessen, jede Familie hat andere Interessen, der eine will
- 32:26Unternehmer sein, der andere will angestellt sein, der der
- 32:29eine möchte gerne Reisen, der andere möchte was richtig
- 32:33Leistung bringen, das soll doch jeder so, wie er das gerne
- 32:37möchte und. Da ist die Familie ein
- 32:41konservatives gut, was wir haben die kleinste Zelle auch in
- 32:45gerade in einer Demokratie, wo offen noch diskutiert wird und
- 32:49gesprochen wird, das haben wir leider draußen nicht mehr.
- 32:52Gerade in den Familien sehen wir häufig einen Riss.
- 32:55Seit der Corona Inszenierung. Die Alten gegen die Jungen, die
- 32:59Männer gegen die Frauen. Das ist alles schwierig
- 33:02geworden, wie kann da die Familie noch sozusagen der
- 33:04Nukleus der Gesellschaft sein? Ich glaube.
- 33:09Das Blut doch noch mehr zusammenhält, auch wenn man
- 33:12unterschiedliche Gedanken hat. Es gibt ja in vielen Familien,
- 33:17es war ja auch ein Familienmitglied, Klaus von
- 33:19Bismarck, der war eben Goethe Institut, Vorsitzender, der war
- 33:24WDR Intendant, sein Bruder war als Wirtschaftspolitiker in der
- 33:28CDU im Bundestag, da gab es große Diskussionen, ich hab sie
- 33:32ja persönlich alle miterlebt. Trotzdem haben Sie
- 33:36zusammengesessen und haben miteinander geredet.
- 33:38Auch als sie trotz, dass sie unterschiedliche Positionen
- 33:41hatten. Und das ist wichtig, dass man
- 33:43unterschiedliche Positionen auch mit Respekt auf Augenhöhe in der
- 33:48Familie miteinander führen kann, und ich glaube, dass
- 33:52langfristig, natürlich hat man manchmal dann Ärger, man spricht
- 33:55dann mal vielleicht ein paar Tage nicht, aber man kommt dann
- 33:58trotzdem wieder zusammen, weil man hat ja hat ja Kinder.
- 34:01Die auch wieder die Verbindung zwischen diesen Menschen bringt.
- 34:05Deshalb ist Familie so wahnsinnig wichtig.
- 34:08Gehen wir mal auf die politische Ebene.
- 34:10Wie können wir wieder von der Moralpolitik wie du sagst,
- 34:15zurückkehren zur Realpolitik? Dafür brauchen wir andere
- 34:18Personen. Also ein Austausch der
- 34:21politischen Klasse? Ja, wie kann das bewerkstelligt
- 34:24werden? Das kann nur bewerkstelligt
- 34:26werden durch die jungen Menschen, die wir haben, die
- 34:28anders denken, die mit ihrem Handy.
- 34:30International vernetzt sind. Und es geht ja gar nicht um
- 34:34Ausgrenzung von anderen Leuten, die woanders aufgewachsen sind
- 34:39oder anderen Religionen. Das ist ja, das wird ja
- 34:42künstlich oft hoch gebracht, dass das eine Gegnerschaft ist,
- 34:46das ist es ja gar nicht, wir brauchen diese jungen Menschen,
- 34:49die anders gebildet sind, die entweder im Ausland ihre Bildung
- 34:54geholt haben und nicht in Deutschland, sondern.
- 34:58Dass sie hier so vernetzt sind, dass Sie darüber sprechen.
- 35:01Wie wollen wir eigentlich leben, diese Parteienstruktur, die wir
- 35:04haben, die machen uns nicht glücklich, weil sie sind so
- 35:10stur, und es wird Parteipolitik gemacht und nicht mehr Politik,
- 35:14wenn wenn, ob das ein Gemeinderat ist, ob das ein
- 35:17Kreistag oder die Bundesregierung ist.
- 35:20Wir brauchen diese starren Strukturen der Parteien nicht
- 35:25mehr. Sondern wir.
- 35:27Wir müssen da eine Umkehr finden, und ich glaube, junge
- 35:29Leute haben andere Ideen und wir müssen auf diese jungen Leute
- 35:34warten. Ich kenne einige auch in der
- 35:36Partei, die warten darauf, dass sie vielleicht irgendwann mal an
- 35:41die Macht kommen, wenn man das so schön sagen kann und doch
- 35:45Veränderungen herbeibringen kann, aber diejenigen, die sich
- 35:50so fest gebissen haben, das sind ja betonköpfe geworden, ich war
- 35:55früher. Ähnlich Frau Leier das wir sind
- 35:59die Guten. Ja und ihr Jungsozialisten seid
- 36:02die schlechten so ungefähr hab. Ich auch gedacht n umgekehrter.
- 36:06Ja, ja, natürlich. Aber wir haben gelernt, dass man
- 36:11doch in einer Zeit, wo so so starke Krisen sind, man
- 36:15miteinander reden muss. Nur dann kann man was verändern
- 36:18und nicht sich gegeneinander ausgrenzen, und dafür ist die
- 36:22Brandmauer das das gefährliche da dran.
- 36:25In einem Parlament muss es offen sein.
- 36:27Als ich Bürgermeister war, hab ich in dem Gemeinderat gesagt,
- 36:32Wir werden hier einstimmige Beschlüsse fassen und nicht
- 36:35parteipolitische Beschlüsse, wir sind für die Bürger, von, für
- 36:38die Bürger da, wir sind von denen gewählt und nicht für uns
- 36:42selber, und das hat funktioniert, man muss nur den
- 36:45Mut haben, auch mit anderen Parteien zu reden und ein, ein,
- 36:51eine Lösung finden. Und das wird letztendlich im
- 36:55Augenblick genau das Gegenteil gemacht.
- 36:58Und deshalb, wenn es muss, entweder eine Denkweise bei den
- 37:03jetzigen Politikern passieren, was ich nicht glaube, weil sie
- 37:06sind zu fest gefahren und sie denken, Sie machen was richtig,
- 37:11sie sind vielleicht noch überzeugt, sogar von ihren
- 37:13Ideen, aber wir merken ja draußen.
- 37:16An der Realpolitik, das ist das Entscheidende, dass es ganz
- 37:20anders läuft. Heute erleben wir ja Politiker,
- 37:23die von sich selbst überzeugt sind, von ihren eigenen Werten,
- 37:27die Reisen ins Ausland halten. Moralpredigten, du hast es
- 37:31erwähnt in China, nun war auch Otto von Bismarck preußischer
- 37:36Gesandter in Sankt Petersburg ab 1859 wenn ich es richtig im Kopf
- 37:41habe, hat er das ähnlich gemacht, kann man denn auch mit
- 37:44klugen Reden. Nein.
- 37:46Der hat sich mit den Menschen vor allen Dingen unterhalten.
- 37:48Deshalb hat er ja sehr schnell versucht, Russisch zu lernen,
- 37:52hat sich mit den Menschen auf der Straße unterhalten und in
- 37:55den Briefen an seine Frau aus Sankt Petersburg schrieb er, wie
- 38:02herzlich die Menschen die russischen Menschen sind, hat
- 38:06sich natürlich mit dem Zar, mit der Zaren Mutter lange
- 38:08unterhalten. Auch natürlich über
- 38:10diplomatisch. Wie kann man, es sind ja viele
- 38:14Deutsche auch in der Zaren Familie gewesen, es war ja doch
- 38:19relativ, die Verwandtschaft war ja sehr groß, aber er hat sich
- 38:25sehr mit den, er sagte, die Diplomaten, die da waren, sind
- 38:29sehr langweilig gewesen, deshalb hat er sich mit den Menschen
- 38:32viel unterhalten. Und hat gesehen, wie toll diese
- 38:35Menschen sind und was für eine Kultur vor allen Dingen auch
- 38:39Russland hat und hat da eigentlich richtig gelernt,
- 38:43Russland zu lieben, als er preußischer Gesandter in Sankt
- 38:46Petersburg, immerhin 3 Jahre da war.
- 38:49Wenn Preußen und Russland Freunde sind, geht es Europa
- 38:55gut, ist ein Satz von ihm. Trifft er heute noch zu.
- 38:59Auf jeden Fall. Das hat ja.
- 39:02Amerika, nicht Trump, sondern die Amerikaner vorher gesehen.
- 39:08Nachdem der Petersburger Dialog zwischen Schröder und Putin
- 39:12installiert worden ist und die Wirtschaft irrsinnig schnell
- 39:16zusammenkam und zusammenwächst, wuchs also hat man gesehen, was
- 39:21für eine Power dahinter steckt und dass das auch für Europa gut
- 39:25war. Das günstige Gas, was wir in
- 39:28Deutschland hatten, aber auch die Geschäftsbeziehungen.
- 39:32Und dass wir nach Russland exportieren konnten.
- 39:34Jetzt sind ja 70% der Exporte nach Russland gestrichen, weil
- 39:38wir Sanktionen haben, Sanktionen hatten noch haben noch nie
- 39:41Politik verändert, vor allen Dingen nicht bei Staaten, die
- 39:45Großmächte sind, vielleicht mit kleinen Staaten kann man das
- 39:48machen, aber mit Großmächte kann man das nicht machen, und das
- 39:51hat uns mehr getroffen, diese ganzen Sanktionen, und da ist
- 39:55das fatale heute, wenn wir mit Russland zusammen gehen.
- 40:00Würden wir in Europa von Wladiwostok bis Portugal, wenn
- 40:07das eine Wirtschaftskraft ist, wäre sie größer und mehr als die
- 40:13USA. Und davor hat die USA natürlich
- 40:15Angst. Sie möchte natürlich immer
- 40:16Nummer 1 bleiben, was sie nicht bleiben wird, weil China wächst,
- 40:19viel schneller als die USA, die haben schon in vielen Bereichen
- 40:23die USA überholt, sie reden nur nicht groß da drüber.
- 40:28Aber Europa wäre sehr stark, wenn wir gesamteuropa, wo
- 40:34Russland mit drin ist, zusammenwachsen würden.
- 40:38Und das hat Otto von Bismarck damals schon gesehen und sagte,
- 40:41Wir brauchen die Russen in Europa, um auch letztendlich
- 40:45Frieden in Europa zu haben, und das ist ganz wichtig.
- 40:49Was Otto von Bismarck damals klar gesehen hat, sehen die
- 40:53Politiker heute offensichtlich nicht.
- 40:56Warum nicht? Ja, vielleicht kennen Sie die
- 40:59Geschichte nicht. Ja, Sie wissen nicht, dass man
- 41:03mit Diplomatie viel mehr erreichen kann, er wurde ja
- 41:09zwangsweise wurde er ja zum Vermittler, oft gemacht, gerade
- 41:14zwischen der Türkei, Russland, England und Frankreich, was er
- 41:20bei dem Berliner Kongress ja hinbekommen hat.
- 41:23Und hat auch natürlich Leuten auf die Füße getreten und gesagt
- 41:27hat, wir müssen hier gemeinsam sprechen und alle Interessen
- 41:33berücksichtigen und den ewigen Frieden kann man nur erhalten,
- 41:37wenn man die Interessen der anderen berücksichtigt.
- 41:40Das war seine Devise und einen Frieden zu erhalten, das war für
- 41:44ihn wichtig, und zwar auf diplomatische Weise weise.
- 41:48Und nicht durch Krieg. Das hat er nicht nur 1878
- 41:52gemacht beim Berliner Kongress um die Balkankrise zwischen
- 41:57Türkei, England und Russland zu entschärfen.
- 42:00Er hat es auch mit dem Dreikaiserabkommen gemacht,
- 42:03wenige Jahre zuvor. Und.
- 42:05Natürlich genau zwischen Österreich und Russland und eben
- 42:09auch mit dem Rückversicherungsvertrag mit
- 42:12Russland, um einen Zweifrontenkrieg für das
- 42:16Deutsche Reich zu vermeiden. Also an Zweifronten.
- 42:18Krieg gegen Russland auf der einen Seite und Frankreich auf
- 42:21der anderen Seite. Er wollte natürlich, dass die
- 42:24engen Beziehungen zwischen Frankreich und Russland weniger
- 42:27wird, weil wir liegen genau dazwischen, und deshalb hat er
- 42:32natürlich gesagt, ich werde mit dem größten Land der Welt, werde
- 42:38ich Freundschaft, weil man Russland nie besiegen kann, wir
- 42:41werden Freundschaft schließen, das ist natürlich aus der Zeit,
- 42:46als er in Sankt Petersburg war. Sicherlich eine ein, ein eine
- 42:51Anschub gewesen, dass er sagte, die Menschen sind toll, die
- 42:54Kultur ist toll und wir brauchen die und hat ja dann, als der
- 42:58Vertrag auslief, dem jungen Kaiser geraten, Mach verlänger
- 43:04diesen Vertrag, Russland wollte es.
- 43:07Und der junge Kaiser hat natürlich dem alten Bismarck
- 43:09gesagt, ja, ja, du alter Kerl, ich mache schon meine eigene
- 43:13Politik, und das war sicherlich ein ganz großer Fehler, dass
- 43:16dieser Rückversicherungsvertrag nicht verlängert wurde.
- 43:20Witzigerweise hat ja Lawrow und Putin Europa angeboten der EU
- 43:27angeboten, lasst uns doch einen Nichtangriffspakt machen, ja,
- 43:32auf Basis der un. Wir werden den auch verbindlich
- 43:38mit Sicherheitsgarantien zulassen, und das hat natürlich
- 43:42die EU in derselben Sekunde abgelehnt.
- 43:44Genau das, was der junge Kaiser früher gemacht hat und ihn auch
- 43:50nicht verlängert hat, den Rückversicherungsvertrag mit
- 43:52Russland. Machen die Menschen den gleichen
- 43:56Fehler hier und sagen, Ihr seid unser Feind und das ist das
- 44:00Allerschlimmste, was man sagen kann, wenn ein anderes Land das
- 44:04größte Land der Welt als Feind zu betrachten, das geht gar
- 44:08nicht. Und genau dies führte ja in den
- 44:11Zweifrontenkrieg des Ersten Weltkrieges.
- 44:14Droht uns heute ein neuer Zweifrontenkrieg im globalen
- 44:18Maßstab gegen Russland, aber auch gegen China?
- 44:23Ich glaube nicht. Ich glaube, dass die Realpolitik
- 44:27in Russland, so wie ich es erlebe, in den Gesprächen, wenn
- 44:33ich in Russland bin, bei vielen Konferenzen auch
- 44:35wirtschaftskonferenzen, dass sie sich nicht provozieren lassen in
- 44:40dieser Form, weil sie sich mehr auf die BRICS Staaten
- 44:47konzentriert haben und. Und die BRICS Staaten eine ganz
- 44:51andere Philosophie in in ihrer Politik haben, dass man sagt,
- 44:55Wir brauchen die Wirtschaft untereinander und wir müssen auf
- 45:00Augenhöhe mit den anderen reden und uns auch nicht einmischen,
- 45:04was die anderen Länder machen. Und ich glaub, wenn es dazu
- 45:08nicht gekommen wär in der in der letzten Zeit, dass die BRICS
- 45:12Staaten enger und enger zusammen gewachsen sind.
- 45:17Dann wäre es vielleicht gefährlicher gewesen, weil dann
- 45:19wäre Russland alleine. Nun ist es eingebettet in China,
- 45:23mit China, mit Südafrika, mit Indien und anderen Staaten.
- 45:29Ich glaube, dass Russland eher. Eine eine Politik des Ausgleichs
- 45:34macht als diese Konfrontation und dass sie auch mithelfen.
- 45:39Deshalb sind sie mit Trump ja auch sehr zufrieden, dass er ja
- 45:45oftmals sie reden miteinander, kannst du mir da helfen oder
- 45:48kannst du mir da helfen, damit wir die Leute an einen Tisch
- 45:51bekommen und es passiert ja meistens hinter den Kulissen,
- 45:55das kriegen wir gar nicht mit in der EU, wir denken immer, das
- 45:58sind alles nur aggressive Kräfte.
- 46:00Ich deshalb glaube ich auch nicht, dass wir zu diesem Krieg
- 46:05kommen, wenn die Nato nicht selber sagt, jetzt gingen wir
- 46:11los, was ich nie hoffe, weil die Nato ist als Verteidigungsarmee
- 46:15aufgebaut worden, Europas als Friedensprojekt aufgebaut
- 46:20worden, aber sie werden eigentlich eher anders
- 46:26dargestellt und benutzt zurzeit. Weil wir die falschen Köpfe an
- 46:31den Regierung haben. Das ist Ausnahme Orban mit
- 46:36Ungarn, der ganz das ganz anders sieht, der das eigentlich
- 46:40ähnlich sieht, wie dass man eine Sicherheitsarchitektur endlich
- 46:45in Europa aufbauen muss. Die EU ist einer der größten
- 46:51Kriegstreiber im Augenblick. Weder von der Bundesregierung
- 46:55noch aus Brüssel kam während des Ukraine Krieges auch nur ein
- 46:59einziger konstruktiver Friedensvorschlag.
- 47:03Dem Gegenüber hat Bismarck versucht, beim Berliner Kongress
- 47:061878 als ehrlicher Makler aufzutreten.
- 47:11Kann das ein Modell sein für die Politik heute?
- 47:15Ja, könnte sein, dass du brauchst.
- 47:19Natürlich eine Person, die. Und mit einem Mann da drin sitzt
- 47:24in Brüssel, in der EU. Aber so ein Mensch oder Frau
- 47:29sehe ich zurzeit nicht. Ich weiß ja, ich diskutiere
- 47:33häufig und spreche sehr viel mit meinem Freund Michael von der
- 47:37Schulenburg, der ja in allen Kriegsgebieten war, der jetzt im
- 47:40Europaparlament sitzt oder sagt Alex, es ist so schlimm.
- 47:45Das Wort Diplomatie, Verhandlung und Frieden kommt kein einziges
- 47:51Mal in den Resolutionen vor. Es wird nur noch über Krieg,
- 47:56über Feinde gesprochen. Er sagt, es ist so traurig, und
- 48:01die Abgeordneten im Europaparlament lassen sich von
- 48:04ihren Regierungen sozusagen da hineintreiben.
- 48:09Und er sagt, wenn man aber persönlich mit einigen spricht,
- 48:13dann sind sie ja eigentlich dafür.
- 48:15Aber im Parlament, was dann ja natürlich die die Öffentlichkeit
- 48:20so sieht, da ziehen sie leider mit ihren Regierungen mit, und
- 48:25die einzigen, die da meistens rausfallen, ist Ungarn, Italien
- 48:31noch ein wenig und auch die Slowakei, aber die Mehrheit.
- 48:36Ist eigentlich. Sie sieht sich als Kriegstreiber
- 48:40und das ist unfassbar. Vor diesem Hintergrund,
- 48:43Clausewitz hat in seinem Buch vom Kriege geschrieben, er
- 48:47betont es mehrfach, der Krieg sei die Fortsetzung der
- 48:50Diplomatie mit anderen Mitteln, müssen wir heute sagen, die
- 48:53Diplomatie ist die Fortsetzung des Krieges mit anderen?
- 48:57Mitteln Diplomatie ist, dass man seinem Gegenüber, man muss nicht
- 49:04einer Meinung sein. Dabei, dass man ihn als Mensch
- 49:06achtet, dass man ihm auch trotzdem die Hand geben kann,
- 49:11dass man ihm auch guten Tag sagen kann und nicht aneinander
- 49:15vorbeigeht, das ist ja, man lernt eigentlich jedenfalls, so
- 49:20bin ich aufgewachsen, man lernt in der Familie, wenn man
- 49:25Erwachsenen begegnet in seinem Dorf, dann sagt man guten Tag
- 49:29und man geht nicht aneinander vorbei, sondern.
- 49:33Weil man ja eine Gemeinschaft ist.
- 49:36Und das ist wahnsinnig wichtig, dass man als Mensch in der
- 49:40Gemeinschaft, so unterschiedlich wir alle sind, aber doch noch
- 49:46guten Tag sagt und sozusagen den anderen auch damit respektiert
- 49:50und Achtung entgegenbringt. Das ist bei vielen leider
- 49:54verloren gegangen. Viele von denen, die nach wie
- 49:57vor am. Friedensgedanken des
- 49:59Grundgesetzes orientiert sind, werden ja heute als rechts
- 50:04Rechtsextremisten Beispiel das Potsdamer treffen.
- 50:09Wann war es vor 2 Jahren oder so, da hast du auch
- 50:12teilgenommen, da wurde ja auch so getan, als hätten sich da im
- 50:16Grunde genommen Vertreiber und Rechtsextremisten versammelt.
- 50:21Waren alles Unternehmer. In der in der Rückschau.
- 50:23Wie würdest du das bewirken? Es waren alles Unternehmer,
- 50:26Ärzte, Apotheker. Eine ganz nette Runde.
- 50:32Es waren 7 CDU Leute da 2 glaube ich von der AFD, es war gar kein
- 50:39AFD Treff, das hat man natürlich benutzt um weil die AFD immer
- 50:42mehr Stimmen bekam und Feser und Scholz haben da ja ganz im
- 50:48Hintergrund mitgemischt bei Korrektiv und Korrektiv hat so
- 50:52viel Prozesse verloren, sie mussten so viel auf ihrer Seite
- 50:55runternehmen, aber da sieht man was die Medien.
- 50:58Draußen anrichten können, wenn erstmal was in den Medien steht,
- 51:04dann steht das da und dann jeder wird dann nervös und nachher die
- 51:10ganzen Prozesse die verloren wurden.
- 51:12Dass auch ARD und ZDF Unterlassungserklärung schreiben
- 51:16mussten, weil sie gar nicht recherchiert haben, sie haben
- 51:18einfach das übernommen was falsch war und da sieht man was
- 51:24für eine Macht die Medien haben und.
- 51:26Und dass die Korrekturen, wenn was falsches gewesen ist, nur
- 51:31noch so unter ferner liefen gar nicht groß veröffentlicht wird,
- 51:34weil sie damit ihre Machtpower aufrechterhalten.
- 51:37Wollen sind wir im postfaktischen Journalismus
- 51:40angekommen. Ja, komplett.
- 51:42Und welche Rolle spielt dabei korrektiv?
- 51:46Ist korrektiv ein Auftragnehmer? Natürlich ist sie ein
- 51:50Auftragnehmer der Regierung. Das hat man jedenfalls
- 51:54vielleicht nicht der jetzigen Regierung, doch sie kriegen ja
- 51:56nach wie vor Geld von der Regierung, so viel NGOS die
- 52:01Gelder von den Regierungen kriegen, und man sieht es
- 52:03alleine daran, dass die 551 Fragen, die die CDU an die
- 52:09Regierung damals gestellt hat, gefragt hat, welches Ministerium
- 52:15gibt welches Geld zu welchen NGOS die
- 52:18Nichtregierungsorganisationen. Die ja selbst teilweise gegen
- 52:22die CDU aufgetreten sind. Als dann die neue Regierung sich
- 52:28formieren sollte, hatte Klaas Klingbeil ganz klar zum März
- 52:31gesagt, Wenn du die Fragen weiterhin aufrecht erhältst,
- 52:35dann werden wir nicht mit dir koalieren, dann ist die CDU
- 52:39eingeknickt, obwohl sie eigentlich die richtigen
- 52:42Gedanken hatte. Wo fließt Regierungsgelder hin?
- 52:47Um auch Meinungen zu manipulieren.
- 52:49Und das ist natürlich immer am besten, wenn man Menschen, die
- 52:53außerhalb der Regierung sind, benutzt dafür und sie aber
- 52:57finanziert, dass Menschen für Demonstration auf der Straße
- 53:01Geld bekommen, ist für mich unbegreiflich, das hat nichts
- 53:05mehr mit Demonstration zu tun, die Kriegen Tagesgeld, Sie
- 53:09kriegen Fahrtkosten erstattet, das muss man sich vorstellen,
- 53:12und wenn sie am Wochenende, kriegen sie noch einen
- 53:14Wochenendaufschlag, also. Früher sind wir doch, als wir
- 53:18auf die Straße gingen, bei den Studenten Revolten und wir auch
- 53:23hier und dort mitgemacht haben, da wir doch kein Geld für
- 53:26gekriegt. Das haben wir aus Überzeugung
- 53:28gemacht. Heute gehen Menschen auf die
- 53:30Straße, weil sie Geld dafür kriegen, weil sonst die Menschen
- 53:34gar nicht unbedingt auf die Straße gehen würden und dass
- 53:37natürlich viele das angenehm mitmachen und sagen, mir ist das
- 53:41egal. Ich hab aber schön Geld dafür
- 53:43gekriegt, das ist das schlimme. Das sollten die Medien
- 53:48aufgreifen. Da sollen die Journalisten, und
- 53:50die sollen nicht ihre eigenen Leute dort fragen auf den
- 53:52Demonstrationen, sondern die sollten wirklich mal die Fragen
- 53:56und nicht welche, die da mitlaufen und keine Ahnung
- 53:58haben, sondern sollten mal die Leute fragen, die im Grunde
- 54:03Verantwortung dafür tragen, und das tun sie leider nicht.
- 54:07War die Skandalisierung dieses Treffens.
- 54:10Von Korrektiv und in den Medien ein Hebel, um Menschen
- 54:15öffentlich für die Regierung zu mobilisieren.
- 54:19Ich will mal sagen, nicht für die Regierung zu mobilisieren,
- 54:24sondern gegen die AFD zu mobilisieren.
- 54:28Gilt sie als Rechtsextremisten und Verfassungsfeinde zu
- 54:33deklarieren, was ja? Überhaupt nicht der Fall ist.
- 54:38Sie ist keine verbotene Partei, man tut sich ja da ganz schwer
- 54:42mit und wahrscheinlich würde sie auch nie vom Verfassungsgericht
- 54:45verboten werden, wenn man mal sieht, dass diese langsam
- 54:51wachsen, wo die Leute nicht mehr mit der Regierung und den
- 54:55Politikern einverstanden sind. Sie sagen, wir werden in der
- 54:59Zukunft AFD wählen, davor hatte natürlich die Regierung Angst
- 55:03und natürlich eine Partei. Wenn sie merkt, ihre Wähler
- 55:08laufen ihnen weg, dann wollen die natürlich irgendwas
- 55:12unternehmen, um sie zurückzuholen und gegen andere
- 55:17nicht ihre eigene Position darzustellen, was sie wollen,
- 55:20sondern gegen die anderen zu schießen, weil sie selber gar
- 55:24nicht das Programm haben, um die Leute zu überzeugen, weil man
- 55:28muss ja 1 sehen. In den letzten 10 bis 20 Jahren.
- 55:32Wer hat uns in diese Situation, wo wir jetzt sind, in der
- 55:35Wirtschaft, in vielen anderen Bereichen in der
- 55:37Gesellschaftspolitik gebracht? Das waren doch die Altparteien,
- 55:40das waren nicht die AFD, die so nie an der Regierung gewesen
- 55:42ist. Die Altparteien haben uns in
- 55:45diese Situation gebracht, und mittlerweile erkennen das die
- 55:49Menschen und sagen. Das wollen wir nicht.
- 55:52Wir wollen eine andere Situation haben und deshalb wenden sich so
- 55:56viele zur AFD. Also dann war die
- 55:57Skandalisierung dieses Potsdamer Treffens ein Ablenkungsmanöver.
- 56:02Ja, natürlich ganz massiv, weil ich hab ja an diesen Gesprächen
- 56:06teilgenommen, die ganz normal wir gesagt haben, Mensch, was
- 56:10macht man für die Zukunft unserer Kinder, das waren ja
- 56:14meistens ältere Menschen, die nicht in der Politik große
- 56:17Posten haben, um irgendwas bewegen zu können.
- 56:20Und deshalb ist das benutzt worden, ja unglaublich
- 56:28vorbereitet gewesen. Es ist, und es durfte ja auch
- 56:31gar nicht, es war ja Anfang November, es durfte nicht
- 56:34veröffentlicht werden vor dem neuen Jahr, bloß nicht zu
- 56:40Weihnachten, weil man sagt, dann verpufft das Ganze, also es muss
- 56:43im Januar kommen, damit man dann einen riesen Wirbel auch
- 56:47langfristig erhalten kann dafür. Und dass das in die Hose ging,
- 56:53das hat der CDU Anwalt Vosgerau, der ja auch beim
- 56:57Verfassungsgericht zugelassen ist, in Hamburg ja
- 57:00durchgedrückt. Dass Korrektiv diese Aussagen
- 57:05korrigieren musste und von ihrer Webseite auch nehmen musste.
- 57:09Und witzigerweise hat dann korrektiv ja auch vor Gericht
- 57:14einmal gesagt. Das ist unsere Meinung gewesen.
- 57:18Das waren keine Tatsachen, das waren Meinungen, die wir
- 57:22interpretiert haben, das hört man, das liest man nirgendwo in
- 57:26den Zeitungen, nur wenn man sich damit beschäftigt hat, dann
- 57:29sieht man, dass das ein solcher Rohrkribrierer gewesen ist, wie
- 57:34nur irgendetwas, die wollten eben so eine Konferenz oder so
- 57:40eine Zusammenkunft von Unternehmern missbrauchen.
- 57:42Bei solchen. Ja, Kampagnen muss man ja sagen.
- 57:46Bleibt der Begriff rechts seltsam unscharf.
- 57:50Nun hat 1982 das Sinus Institut in Heidelberg einmal versucht,
- 57:56rechtsextreme Haltungen in der deutschen Bevölkerung zu
- 58:00erheben, und bis heute orientieren sich an dem Raster
- 58:04des Sinus Institutes alle Untersuchungen dieser Art und
- 58:08die Sinusleute haben 5 Kriterien festgestellt, einmal.
- 58:13Ein reaktionäres Menschenbild und die hasserfüllte Ablehnung
- 58:17von Fremdgruppen, wie Russen beispielsweise eine Bedrohung
- 58:21von außen durch Ausländer und Umvolkungsangst, drittens
- 58:26Antipluralismus und Neigung zu einem führerstaat, viertens die
- 58:31Überhöhung von Volk, Vaterland und Familie und Fünftens ein
- 58:36Siegfried Komplex. Der aufrechte deutsche Recke ist
- 58:41von tückischen Feinden umlagert. Woran gibt es nichts?
- 58:45Wo siehst du denn diese Haltung stärker verbreitet bei der AFD
- 58:50oder im herrschenden Parteienkartell?
- 58:53Ja, wenn man so will, im herrschenden Parteienkartell
- 58:55mehr, weil genau das, was da gemacht wird, wird ja
- 59:02letztendlich hoch gepusht in diesen ganzen Fragen.
- 59:07Also. Das sind ja alles Kriterien.
- 59:11Wenn ich Patriot bin, wenn ich für Deutschland bin, bin ich ja
- 59:16nicht gleich Nazi, wenn ich die deutsche Fahne hisse, bin ich
- 59:20doch nicht gleich Nazi, wenn wenn ich um die eigenen Menschen
- 59:27mich zunächst einmal mehr kümmern, kümmern will, bin ich
- 59:31doch nicht ein Extremist. Und wenn ich das sehe, wir sind
- 59:36aufgewachsen mit so vielen chinarestaurants, vietnamesische
- 59:40Restaurants hier, da gibt es so viel indisches, also wir haben
- 59:46die Türken in unser Land geholt, wir haben die Italiener in unser
- 59:49Land geholt, die sehr viel mit uns zusammengearbeitet haben,
- 59:53also wir sind keine ausländerfeindliches, wir sind
- 59:56kein außer auslandsfeindliches Land, wir sind ein sehr offenes
- 1:00:00Land, aber. In erster Linie für Menschen,
- 1:00:03die hier leben und arbeiten wollen, nicht auf unserer Tasche
- 1:00:07liegen, weil dafür ist kein Staat ausgelegt.
- 1:00:11Und wenn man dann noch diese hohen Gelder denen gibt oder
- 1:00:16Renten ihnen gibt, die sie nie, die nie eingezahlt hat, ja, dann
- 1:00:20geht ein Staat daran zugrunde, das ist klar, deshalb ist das
- 1:00:24wichtig, dass wir Menschen hier eine offene Gesellschaft geben.
- 1:00:29Wenn Sie hier arbeiten wollen, aber wenn Sie hier nur
- 1:00:32schmarotzen wollen, dann sind Sie hier falsch.
- 1:00:36Und wenn sie dann noch illegal hier sind, dann sind sie auch
- 1:00:39falsch und das hat nichts mit Extremismus zu tun, sondern das
- 1:00:43heißt, man muss doch sein Land verteidigen können gegen auch
- 1:00:50unterschwellige Aushöhlungen von solchen Sachen und das hat.
- 1:00:55Überhaupt nichts mit Extremismus zu tun, sondern das heißt ja,
- 1:00:59man liebt sein Land, man steht für sein Land und man hat
- 1:01:04Interessen für sein Land. Und diese Interessen sollten wir
- 1:01:08auch wirklich wieder durchführen.
- 1:01:11Ein Patriot ist einer, der sein Vaterland liebt, ja, ein ein
- 1:01:16Nationalist ist einer, der die Vaterländer anderer hasst, ja.
- 1:01:21Könnte man dann sagen. Die eigentlichen Nationalisten,
- 1:01:24die andere Länder hassen, sitzen heute angesichts des Ukraine
- 1:01:28Krieges im herrschenden Parteienkartell.
- 1:01:31Ja, so ist das ganz einfach. So ist das, dass sie versuchen,
- 1:01:36den Menschen zu erzählen, das sind die Bösen, das sind unsere
- 1:01:40Feinde, und gegen die müssen wir vorgehen, weil wir haben das
- 1:01:45bessere Konzept, ja, das sind die falschen.
- 1:01:49Leute, das ist genau. Natürlich auf Friedrich Merz
- 1:01:52getan. Er hat für den Krieg gesprochen,
- 1:01:55er hat das angeheizt, jetzt kommt er über und versucht,
- 1:02:00einen Kurs, in dem er sagt, ja, die Russen gehören ja auch zu
- 1:02:04Europa, wir müssen einen Ausgleich finden, wie
- 1:02:06glaubwürdig ist das? Ja, ich will ihm das gar nicht
- 1:02:11negativ unterstellen, auch wenn er das im Osten in Halle hier
- 1:02:15gesagt hat. Aber es wird vielleicht
- 1:02:20deutlich, dass wir, dass er auch umschwenken muss, weil er merkt,
- 1:02:30die CDU verliert ihre Wähler, auch ihre Mitglieder, die das
- 1:02:36nicht mehr ertragen können, wenn immer nur einseitig gehetzt wird
- 1:02:43und Hass ausgesprochen wird. Und vielleicht wollt ihr das
- 1:02:47durch diese geopolitische Situation ein bisschen
- 1:02:51entkrampfen. Was ich mir vorstellen kann, ob
- 1:02:55das so ehrlich ist, das mache ich gar nicht bewährt.
- 1:02:58Nicht? Dann wäre er ja ein Opportunist.
- 1:03:00Ja, natürlich, ja, na gut, das sind ja leider viele Politiker,
- 1:03:06die Opportunisten sind um. Erst mal auf März und die
- 1:03:10eingefrorenen russischen Vermögen zurückzukommen.
- 1:03:15Da habe ich mir ein Zitat von Otto von Bismarck notiert.
- 1:03:19Versucht niemals die Russen zu täuschen oder sie zu bestehlen,
- 1:03:23denn die Zeit vergeht und früher oder später kommen die Russen
- 1:03:26immer, um sich zurückzuholen, was ihnen gehört heute noch
- 1:03:30richtig. Das glaube ich nicht so in der
- 1:03:34Form. Ich glaube eher, dass sie das
- 1:03:39Vertrauen verlieren, so wie bei Minsker Abkommen, was sie.
- 1:03:45Gedacht haben, dass das sehr ehrlich gemeint war für die
- 1:03:47Donezk und für Luansk, dass dort die russischen Menschen auch
- 1:03:52weiter in ihre Sprache sprechen dürfen, was im Minsker Abkommen
- 1:03:58zweier festgelegt worden ist. Und dann hat dann auch der
- 1:04:02französische Staatspräsident und Merkel gesagt, Wir haben
- 1:04:08Selenskyj dazu gebeten, das zu unterschreiben, damit er.
- 1:04:13Sich aufrüsten kann er, braucht es ja nicht durchführen und das
- 1:04:18hat die Russen sehr getroffen. Das heißt, sie wurden getäuscht
- 1:04:23eigentlich durch dieses Abkommen und ich hab das gemerkt, als ich
- 1:04:28oft in Russland war und gefragt habe, was braucht ihr von uns
- 1:04:33Deutschen, damit ihr glaubt, wir meinen das wieder ehrlich, wenn
- 1:04:37wir Verträge machen. Und das ist, glaube ich, das
- 1:04:42Schwierige. Das kann man nur vorleben, und
- 1:04:45das kann man nur sofort durchsetzen und nicht darauf
- 1:04:49warten, bis irgendwann mal so ein Vertrag dann auch die
- 1:04:54Gültigkeit durchführt. Und dazu gehört viel, dass man
- 1:05:00oft zusammenkommen muss, dass man zusammen ist, zusammen säuft
- 1:05:06und und lachen kann zusammen. Ich glaub das braucht ne Zeit
- 1:05:12oder Menschen die es ganz schnell einfach durchführen und
- 1:05:15sagen wir meinen das ernst. Wir ziehen das durch, so wie es
- 1:05:18Trump sagt, der zieht es durch und der steht dann auch dazu.
- 1:05:22Juristen getäuscht zu haben, beispielsweise durch das Minsker
- 1:05:25Abkommen. Deutsche Panzer wieder im
- 1:05:29Donbass nach nach den Katastrophen des Zweiten
- 1:05:32Weltkrieges mit auf der russischen Seite oder auf der
- 1:05:35sowjetischen Seite mehr als 27000000 Toten.
- 1:05:39Was bedeutet das für Deutschlands Zukunft heute?
- 1:05:43Das ist, dass sich da die Politik keine Gedanken macht,
- 1:05:49dass wir mittendrin und führend drin stecken.
- 1:05:55Und die Panzer sind ja nicht mehr oder weniger im Osten
- 1:06:00eingesetzt, sondern sie sind ja zur nördlichen Grenze.
- 1:06:04Als die Ukraine in Russland in kurzer Zeit einmarschiert sind
- 1:06:10deutsche Panzer gewesen, das ist sowas von fatal, dass wir nach
- 1:06:16diesem Zweiten Weltkrieg unsere Waffen wieder gegen die Russen
- 1:06:20wenden. Ich glaube, dass.
- 1:06:24Das ist auch eine ganz emotionale Geschichte für die
- 1:06:27Russen, die eigentlich den 9. Mai, den sie ja begehen, und
- 1:06:35dass Sie sagen, das Ende des Zweiten Weltkrieges ist für uns
- 1:06:38so wichtig und auch an unsere Vorfahren zu denken, aber nicht
- 1:06:45die Menschen in Deutschland, als negativ sehen, sondern eher als
- 1:06:49verbindende Sache sehen. Dass das kaputt gemacht wird,
- 1:06:54was eigentlich nach 45 so positiv mit den Russen zusammen
- 1:06:59gelungen ist, dass man diese Sensibilität nicht hatte in
- 1:07:07dieser und nach wie vor nicht hat.
- 1:07:10Wir wären doch eigentlich die prädestinierten Vermittler in
- 1:07:15einer Rolle zwischen Ukraine und Russland und.
- 1:07:19Und genau das Gegenteil. Wir machen einseitige Politik,
- 1:07:22wir hätten, weil wir doch als Deutsche, nicht wir, die jetzt
- 1:07:28leben, aber unsere Vorfahren es erlebt haben, dass sie dann auch
- 1:07:35so zurückgedrängt worden sind von Russland, und 1 ist ja noch
- 1:07:40viel wichtiger, die Russen haben uns die Wiedervereinigung
- 1:07:45ermöglicht, kein anderer, es waren die Russen.
- 1:07:49Die Franzosen waren dagegen, die Engländer waren dagegen.
- 1:07:51Die Russen haben gesagt, OK, und das ist das, was wir doch
- 1:07:57eigentlich in unserem Gedächtnis, und das haben wir
- 1:07:59erlebt, auch die Politiker, die jetzt an der Regierung sind,
- 1:08:04haben das ja erlebt, und dass sie das nicht schätzen, dass
- 1:08:09unsere Interessen der Wiedervereinigung von den Russen
- 1:08:13akzeptiert und respektiert wurden, aber.
- 1:08:16Alle Soldaten sind aus aus dem Osten von Deutschland
- 1:08:20rausgegangen. Sie haben die DDR völlig
- 1:08:26übergeben sozusagen, und dass wir das alles vergessen, so
- 1:08:32schnell, und das war ja gar nicht so lange her.
- 1:08:35Alexander von Bismarck plädiert für Deutsch, russischen
- 1:08:38Ausgleich für Frieden und Dialog und sieht Deutschland dringend
- 1:08:44in einer Vermittlerrolle. Wir bei gegen den Strom
- 1:08:47präsentieren Positionen und Perspektiven, welche die
- 1:08:51Propaganda Medien verschweigen. Bleiben Sie dabei.