Latest / Gegen den Strom / Max Otte über Deutschlands Bruchlandung und den Niedergang Europas
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- 0:00Die inneren Unruhen haben wir uns ja durch die Massenmigration
- 0:02reingeholt. Es ist ja auch ein ein schönes
- 0:05Herrschaftsinstrument, wenn innere Unruhen da sind, lässt
- 0:07sich besser oben drüber das ganze Gestalten, die jetzigen in
- 0:11Anführungszeichen, Eliten, die sind natürlich ausgesucht und
- 0:14gecastet und beschallt worden, ich bin immer noch froh, dass es
- 0:17geworden ist. Aber was bin ich enttäuscht.
- 0:20Wichtig ist, dass man irgendwo die nächste Stufe noch erreichen
- 0:24kann, wenn man klettert. Das ist in der heutigen
- 0:27Gesellschaft in den USA für sehr viele Menschen unmöglich, in
- 0:30Deutschland auch, wir haben da ein Niveau der Ungleichheit
- 0:34erreicht, was gesamtgesellschaftlich sehr,
- 0:36sehr schädlich ist. Und da hat Trump nicht
- 0:38geliefert, das heißt, man ist eigentlich schon raus aus dem
- 0:41Dollar und dafür werden Rohstoffe gekauft, China
- 0:43bereitet sich darauf vor, dass die Welt wirtschaftlich weiter
- 0:47zerfällt, wo soll der Wechsel? Es herkommen und die politischen
- 0:49Eliten in Deutschland, die sind halt auch mit diesem
- 0:52internationalen Narrativ oftmals aufgewachsen.
- 0:55Vielleicht ergibt sich nach einer ökonomischen harten
- 0:59Landung, ergeben sich da neue Perspektive, Moment, sehe ich
- 1:02nicht, wo es herkommen könnte. Gegen den Strom zur Person
- 1:17Hallo, bei gegen den Strom. Wir zeigen Ihnen Positionen und
- 1:22Perspektiven, welche die Propagandamedien verschweigen.
- 1:28Sein Doktorvater war der spätere Chef der US Notenbank, Ben
- 1:34Bernanke. Er hat über deutsche
- 1:37Außenpolitik promoviert, ist Fondsmanager, Ökonom,
- 1:41politischer Aktivist. Er war damals noch CDU,
- 1:45Mitglied, Kandidat der AFD für das Amt des Bundespräsidenten.
- 1:50Und er kann Wirtschaft so erklären, dass man das versteht.
- 1:54Willkommen Professor Max Otto. Freut mich sehr, Herr.
- 1:56Bab Sie haben vorhin gesagt, in meiner Dissertation habe ich das
- 2:01vorhergesagt, was heute stattfindet.
- 2:04Können Sie mir das erklären? Ich habe es vorher gesehen.
- 2:07Ich habe leicht davor gewarnt, das war jetzt keine.
- 2:10Umfassende Prognose und man konnte es ja sehen, also diese
- 2:13Dissertation. Es war dann der zweite Anlauf,
- 2:15ich hab irgendwann das Thema gewechselt, diese Dissertation
- 2:20befasste sich mit der deutschen Außenpolitik und den Änderungen
- 2:23nach der Wiedervereinigung, ich hab das geschrieben zwischen 92
- 2:28und 96 und 94 kam mir dann die erste Phase der Osterweiterung
- 2:33und ein Kapitel. Widmete sich der Fragestellung,
- 2:36ob NATO oder OSZE, wie also eine neue europäische
- 2:41Sicherheitsarchitektur mit Deutschland aussehen sollte.
- 2:45Ich hab damals schon gesagt, die Nato wird sich wohl durchsetzen,
- 2:49also im Zweifelsfalle folgt Deutschland da der Nato und nach
- 2:53der ersten Runde der Nato ostverwaltung hab ich schon
- 2:56gesagt, wenn wir so weitermachen, das war nicht das,
- 2:59was wir Russland besprochen haben, wird das irgendwann.
- 3:02Russlands legitime Sicherheitsinteressen verletzen
- 3:05und dann gibt es große Probleme und auch Unruhen und vielleicht
- 3:08auch Krieg. Wenn die deutsche Außenpolitik
- 3:11der Nato Linie folgt, warum tut sie das?
- 3:16Deutschen sind eben Obrigkeitsgläubig und wir haben
- 3:20natürlich die Katastrophe des Zweiten Weltkriegs gehabt und
- 3:23dann ist direkt nach dem Zweiten Weltkrieg so etwas wie eine
- 3:27außenpolitische Doktrin entstanden, hat sich
- 3:30herausgebildet, darüber schreibe ich.
- 3:32Die im Prinzip das Thema deutsche Interessen völlig
- 3:35ausgeblendet hat beziehungsweise in einem Atemzug mit deutschen
- 3:39Interessen immer genannt hat, Nato, westfindung und
- 3:44europäische Integration, also die Generation meines Vaters,
- 3:47wollte ein föderales, subsidiäres, demokratisches
- 3:51Europa, eine Stimme, ein Wähler, ein ein Wähler, eine Stimme, das
- 3:56haben wir ja nicht, wir haben ein intrangouvernmentales Europa
- 3:59und. Nato ist da mit zumindest dann
- 4:03seit 1955 56 fester Bestandteil dieser Doktrin gewesen und man
- 4:08hat uns quasi aberzogen gab ja Gründe dafür, über deutsche
- 4:13Interessen nachzudenken, über eigenstaatliche Interessen und
- 4:17für mich war es immer so, auch schon als junger Mensch, dass
- 4:20zunächst einmal das nationale Interesse definiert wird, und
- 4:24daraus folgen dann Bündnisse oder auch etwas anderes.
- 4:27Das steht ja völlig im Gegensatz.
- 4:29Zur Regierungserklärung von Willy Brandt und seinem
- 4:33politischen Ansatz. Wir wollen ein Volk der guten
- 4:36Nachbarn sein, Wandel durch Ernährung, und dann muss es doch
- 4:42Brüche gegeben haben, hin zur Unterwerfung unter das Nato
- 4:46Konzept. Da würd man eher sagen, dass
- 4:48Willy Brandt der Bruch war oder die Ausnahme in der
- 4:51Nachkriegszeit. Auch die Ostpolitik wurde.
- 4:53Ich komme aus dem CDU Elternhaus.
- 4:56Konservatives Elternhaus da war Nachkriegsdeutschland christlich
- 4:59geprägt, da war natürlich die Ostpolitik starke Debatte.
- 5:03Ich war damals 6789 Jahre alt, es ging aber eine Weile hin,
- 5:08also das war ja eher Willy Brandt die Ausnahme, ich konnte
- 5:12da noch mich mit Egon Bahr später über diese Dinge
- 5:14unterhalten, letztlich Adenauer, auch seine Nachfolger, und dann
- 5:20auch. Helmut Schmidt wieder haben
- 5:22haben die Nato Linie vertreten und da gab es nur wenige, sagen
- 5:27wir mal, Ausnahmen oder Abweichungen von.
- 5:29Darf ich noch schlussfolgern? Fast alle, mit Ausnahme von
- 5:33Willy Brandt, haben keine deutschen Interessen vertreten.
- 5:38Ja, Sie haben es vielleicht geglaubt, weil, also vielleicht
- 5:41haben es nicht alle reflektiert. Ich glaube, Adenauer war zu klug
- 5:44dafür, der hat es wahrscheinlich schon reflektiert, und der hat
- 5:47aber auch andere Interessen, hat sich, wir sitzen hier.
- 5:50Im Prinzip in der sibirischen Taiga, denn Adenau hat
- 5:53irgendwann mal gesagt, hinter Magdeburg fängt die sibirische
- 5:56Taiga an und er hat da sehr westlich gedacht.
- 5:59Also zumindest haben alle etwas anderes unter deutschen
- 6:04Interessen verstanden als ich es verstehe.
- 6:06Was verstehen Sie unter deutschen Interessen deutschen
- 6:08Interessen? Ja, Deutschland ist zunächst
- 6:10einmal Entität. Diese Interessen sind.
- 6:14Unabhängig erstmal also Wandel durch Annäherung, gute
- 6:17Nachbarschaft selbstverständlich.
- 6:19Aber natürlich hat Deutschland in seiner eigenen Staatlichkeit
- 6:22eigene Interessen und die richten sich nach Ost und West.
- 6:25Die richten sich auch auf die Bewahrung des eigenen sozial und
- 6:28Wirtschaftssystems, sie richten sich auf den Erhalt des eigenen,
- 6:33sie richten sich auf den Wohlstand der Bürger, sie
- 6:35richten sich auf Frieden. Deutschland ist wie kein anderes
- 6:39großes Land eigentlich. Muss sich um Frieden bemühen,
- 6:42gerade auch nach dem 20. Jahrhundert und in unserer Lage,
- 6:46in der wir immer noch sind. Das wären für mich so wichtige
- 6:48deutsche Interessen, die ein Land vertreten muss und nicht
- 6:52alle Verbündeten. Eigentlich kein Verbündeter
- 6:55vertritt hundertprozentig deutsche Interessen.
- 6:58Die vertreten ihre eigenen Interessen und dieser Blick
- 7:00fehlte bei den meisten Nachkriegskanzlern oder wenn er
- 7:04denn da war, war er sehr versteckt.
- 7:06Ist das eine Unterwerfung unter transatlantische amerikanische
- 7:11Interessen? Ja, das Thema kam ja ein paar
- 7:15Mal auf einmal mit Willy Brandt, später noch mal mit der Gründung
- 7:18der Grünen, die. Kontrolle der transatlantischen
- 7:25Netzwerke ist natürlich sehr stark, da hat ja die Anstalt im
- 7:28ZDF 2014 einen sehr bekannt gewordenen Beitrag gemacht.
- 7:33Ja, Unterwerfung erfolgt ja zum Teil nicht bewusst.
- 7:36Sie erfolgt durch Framing, durch Gehirnwäsche, durch
- 7:40Selbstdelektion nicht jeder macht eine bewusste
- 7:43Unterwerfungsgeste, also solche Haltungen, die auch bei den
- 7:46Eliten, die Formen sich ja über die Zeit, aber natürlich.
- 7:49Haben die westlichen Siegermächte und im Osten war es
- 7:53halt andersrum. Haben von Anfang an daran
- 7:55gearbeitet, dass diese Haltung entsteht, dass die Doktrin sich
- 7:59so gefestigt hat. Nato war absolut identitärer
- 8:05Bestandteil, möchte ich fast sagen, der deutschen
- 8:07außenpolitischen Doktrin, und dann ist es.
- 8:11Zitat des ersten Generalsekretärs, dass die Nato
- 8:14da ist, um die Amerikaner drin zu halten, die Russen draußen
- 8:18und die deutschen Niederzuhalten, dann wird das
- 8:21mal so scherzhaft erwähnt, aber das war natürlich ein originärer
- 8:24Gründungszweck. Es gab natürlich auch einen
- 8:27kalten Krieg und der war nicht unbegründet.
- 8:31Also ich glaube, die Spannungen waren da und das kam von beiden
- 8:34Seiten, also es gab dann natürlich auch die Zeit, in der
- 8:36ich aufgewachsen bin, wo die Nato einen.
- 8:40Schutz auch ne Schutzfunktion. Hatte aber immer auch Schutz
- 8:44plus Machtprojektion seitens der USA, weil der Oberbefehlshaber
- 8:49immer amerikanisch ist. Die Atomwaffen natürlich unter
- 8:51amerikanischem Oberbefehl stehen, also im Zweifelsfall im
- 8:54Kriegsfall wären wir hilfstruppe gewesen.
- 8:56Es war natürlich die Doktrin, es gibt keinen Krieg, die
- 8:59Bundeswehr ist eine Friedensarmee, ne
- 9:01verteidigungsarmee, das war ja auch in den.
- 9:05Weißbüchern der Bundeswehr immer so drin und diese Veränderung
- 9:08untersuche ich auch in der innenpolitischen Debatte in
- 9:11meiner Dissertation, was dazwischen 1989 und 9596
- 9:17passiert ist, wo wir ja dann relativ schnell auch
- 9:19Bundeswehrsoldaten zu Auslandseinsätzen geschickt
- 9:22haben. Verengt die transatlantische
- 9:26Überformung auch deutscher Eliten?
- 9:29Ihre geistige Reichweite? Oder ist es vielmehr so, dass
- 9:34geistig eingeschränkte Eliten den transatlantischen Ziehvater
- 9:40suchen? Ja, da müsste man jetzt in die
- 9:44Soziologie der Eliten Selektion einsteigen.
- 9:48Aber. Ich glaub Napoleon war es ja.
- 9:52Gesagt hat. Jeder Soldat hat den
- 9:54Marshallstab im Tornister, wenn er gut genug ist.
- 9:57Also wie funktioniert Eliten, Selektion, Demokratie wird ja
- 10:01immer irgendwo vermittelt durch informelle Strukturen, also die,
- 10:05die das reine Ideal ideal der Demokratie gibt es ja nicht, das
- 10:08ist n ideal, das wir verfolgen, ich schau mal ganz hinten an,
- 10:12also die jetzigen in Anführungszeichen, Eliten, die
- 10:15sind natürlich ausgesucht und gecastet und beschallt worden,
- 10:19ich denke da. An eine Außenministerin.
- 10:22Ich glaube, so viele Außenministerinnen hatten wir
- 10:25noch nicht, so kann man das relativ leicht dann
- 10:28identifizieren, aber so jemand hat für mich den Habitus eines
- 10:32eifrigen Klassensprechers oder vielleicht auch eines
- 10:34Kulturdezernenten in einer kleinen Stadt sehr eifrig, sehr
- 10:39ehrgeizig, aber man schaut sich das an in entsprechenden
- 10:43Netzwerken zirkeln, die ja mit sehr viel Geld, mit sehr viel
- 10:46Sozialprestige aufgepumpt werden, und dann schaut man,
- 10:49wer. Ist geeignet und geht es über
- 10:51Schritte. Ich darf mal ein Beispiel von
- 10:53mir selber sagen, ich bin von 1991, weil ich Stipendiat der
- 10:57Adenauer Stiftung war, bis zu meinem Auswurf 2022, weil ich
- 11:04als Kandidat des für das Amt des Bundespräsidenten zur Verfügung
- 11:09stand, es gibt ja keine Kandidaten der Parteien, das ist
- 11:12ja schon eine Ausfüllung des Grundgesetzes, der Kandidat für
- 11:16das Amt wird aus der Mitte der Bundesversammlung.
- 11:20Vorgeschlagen. Die Parteien haben das
- 11:21Usurpiert, so, aber ich war dann, als ich relativ viel in
- 11:26den Medien war, erinnerte sich die Adenauer Stiftung, da gibt
- 11:29es doch den Professor Otto, und dann wurde ich auch paar Mal zu
- 11:32Referaten eingeladen, dann auch nach Kathenabia, wo sie ihre
- 11:36Tagungsstätte haben, am Comer See Alterssitz oder Feriensitz
- 11:39von Konrad Adenauer, da hat man dann genetzwerkt, und dann haben
- 11:44die irgendwann gemerkt, ja, der Professor Otto, der Macht sein
- 11:48Ding, der ist ist jetzt nicht offen für irgendwelche.
- 11:51Es kam auch kein direktes Angebot, aber sie haben gemerkt,
- 11:54der zeigt jetzt nicht ein besonderes Interesse, und dann
- 11:57hörten die Einladungen auch wieder auf.
- 11:59Also es ist so ein Castingprozess, es ist ein
- 12:02Annäherungsprozess, ein Kooptationsprozess, und im
- 12:05Moment haben wir sicherlich nicht die Klügsten im großen
- 12:09Ganzen ausgesucht werden. Wenn Vertreter.
- 12:13Politischer Eliten stehen geblieben zu sein scheinen auf
- 12:17dem Niveau des kindlichen Spracherwerbs ist das ein
- 12:20Zeichen des kulturellen, gesamtgesellschaftlichen
- 12:24Zerfalls. Sowohl als auch.
- 12:27Es ist ein Zeichen des kulturellen Verfalls.
- 12:29Ich meine, das Bildungsniveau sinkt, da kann man, da kann gibt
- 12:33es nicht viel zu diskutieren, das andere ist aber auch, ist
- 12:38eine Frage der. Realen macht dich als Politiker,
- 12:43als deutscher Spitzenpolitiker noch haben kann oder des
- 12:46Prestiges oder wie auch immer man das nennt, also Beamte in
- 12:51der Weimarer Republik, in der alten Bundesrepublik, ein
- 12:53Staatssekretär, der war was, der hat jetzt vernünftig gelebt, war
- 12:58aber nicht reich, aber es gab gesellschaftliche Anerkennung,
- 13:02gesellschaftlichen Respekt für den für den Job, ne, das war
- 13:05auch im Kaiserreich schon so, also wie auch immer und heute.
- 13:10Sind es eher Funktionäre, also dieser Respekt der
- 13:12Politikerklasse ist ja doch weitgehend verloren gegangen,
- 13:15dafür subventioniert man sich selber sehr viel höher und ich
- 13:19sag mal, Talente einer bestimmten Art gehen da
- 13:23vielleicht noch hin, aber nicht mehr die Spitzentalente, die
- 13:25machen größtenteils was anderes. Trifft das auch auf die
- 13:29Vereinigten Staaten zu? Sie sind ja Deutscher und
- 13:31amerikanischer Staatsbürger, haben sich viel mit dem
- 13:34politischen System in den Vereinigten Staaten beschäftigt.
- 13:38Na, da ist ja wieder anders. Also die USA dominieren ja nun
- 13:40den Westen und da ist natürlich, wenn ich in der wir haben ein
- 13:45ganz anderes System und Präsident kann immer nur einer
- 13:49sein, das ist auch klar, aber wenn ich dort Senator bin oder
- 13:53Kongressabgeordneter dann oder auch in einer in einem
- 13:57Regierungsjob etwas. Erreiche, da hab ich natürlich
- 14:00noch mal ganz andere Entfaltungsmöglichkeiten und und
- 14:04Potenziale eben durch die hervorgehobene Stellung der
- 14:07Vereinigten Staaten. Das System ist aber anders, es
- 14:09gab diese Karriereministerialbürokratie
- 14:12wie in Deutschland nicht der letzte, es gab immer einen
- 14:17extremen Lobbyismus im Kongress, insofern waren die Senatoren und
- 14:24Abgeordneten auch mehr von ihren Sponsoren und.
- 14:27Spendern abhängig als von der Partei also.
- 14:29Die Parteien haben nicht die Rolle wie in Deutschland, also
- 14:33es ist ein ganz anderes System, aber grundsätzlich sind da mehr
- 14:38Talente zu finden und vor allem wenn ich mal einen Regierungsjob
- 14:40hatte, dann ist da dann der Weg in die Wallstreet, in die
- 14:45entsprechenden Netzwerke natürlich sehr hoch, oder es ist
- 14:47auch ein eine revolving door, also von der Drehtür
- 14:52Finanzbranche in die Politik und zurück.
- 14:56Ich hab ne Zeitlang auch gesagt, wir brauchen das auch in
- 14:59Deutschland und ich mein einer der es mal probiert hat, war Jos
- 15:02Stollmann bei Gerhard Schröder. Der ist ganz schnell wieder
- 15:05raus, das war ein IT Unternehmer, Wir haben ein
- 15:09anderes System, wir hatten eine Ministerialbürokratie die
- 15:13eigentlich gut funktioniert hat, die im Dritten Reich auch
- 15:16missbraucht wurde, das ist keine Frage, die Deutschen sind halt
- 15:19was obrigkeitsgläubig aber es gehörte zu unserem System, dass
- 15:23wir so ne Spitzen. Bürokratie hatten, das ist auch
- 15:28alles sehr stark verwässert. Frankreich hat das auch,
- 15:31zumindest seit der Fünften Republik wieder, und ich glaube,
- 15:37der Ethos des Staatsdieners Mein Vater hat das gelebt, wir sind
- 15:42hier auch an einem historischen Ort preußischen Ort, der ist
- 15:47verloren gegangen, der täte uns ganz gut.
- 15:49Sie haben früher, Sie haben plädiert für die Unterstützung
- 15:52von Donald Trump. Tun Sie das heute noch?
- 15:56Ich zitiere mal aus einem Post auf x, wo ich jemanden gesehen
- 16:01habe, das hieß ich übersetze es gleich am stillglad he he is it
- 16:07but boy and i disappointed. Also ich bin sehr froh, dass es
- 16:10geworden ist. Oder ich bin immer noch froh,
- 16:12dass es geworden ist. Aber was bin ich enttäuscht.
- 16:16Ich gehörte zum ganz frühen Trump Unterstützern und hab mich
- 16:20da schon 217 geoutet oder 16 schon nachdem er das erste Mal
- 16:25seine Kandidatur verkündet hatte.
- 16:29Ich hab damals vor 5 oder 600 Leuten Armin Wolf, ihr Kollege
- 16:34war dabei in der Wiener Messe war eine Finanzmesse gesagt,
- 16:37Donald Trump ist mein friedenspräsident, er hat sich
- 16:40ja konsequent gegen den Deep State.
- 16:43Gegen die Regime Change, also gegen den Austausch von
- 16:46Regierungen, gegen Geheimdienstintervention in
- 16:49anderen Ländern, gegen diese Polizeiaktionen ausgesprochen.
- 16:54Ich erinnere an einen eine Pressekonferenz, die er dann
- 16:57gemacht hat in Anwesenheit des italienischen Staatspräsidenten
- 17:01Mattarella, wo er gesagt hat, die wollen, dass ich ständig
- 17:04Krieg führe, ich will das nicht, ich will das amerikanische
- 17:06Militär stark, aber als Kampftruppe und nicht als
- 17:09Polizeitruppe. Und das war eigentlich eine
- 17:14konsistente Haltung, durchgängig.
- 17:17Das andere war Make America Great Again, also seht zu, dass
- 17:21es der Mittelschicht, den der unteren Mittelschicht,
- 17:23denjenigen, die abgestiegen sind, durch die Globalisierung
- 17:26wieder besser geht. Das waren sehr konsistente
- 17:29Positionen, die hat er im ersten Wahlkampf in seiner ersten
- 17:33Amtszeit in der Zeit dazwischen. Sehr konsistent vertreten und
- 17:38jetzt hat er alles über Bord geworfen.
- 17:39Das ist schon eine Enttäuschung. Warum hat Donald Trump alles
- 17:43über Bord geworfen und macht jetzt ja Regime Change
- 17:48Operationen wie in Venezuela? Zumindest war das der Versuch,
- 17:52den Staatschef zu kidnapten jemand anders ans Ruder zu
- 17:55bringen, hat er die Position des Deep State der Vereinigten
- 18:00Staaten übernommen oder macht sich das Pentagon?
- 18:06Das State Department machen sich die CIA einzelne Behörden
- 18:11selbstständig. Na, er muss es ja in gewisser
- 18:14Weise übernommen haben, sonst würde ja die Linie nicht nach
- 18:17außen vertreten. Die Frage ist, warum und wieso
- 18:19er es übernommen hat, da kann man nur mutmaßen.
- 18:23Also Elon Musk hat irgendwann mal, als die beiden nicht so gut
- 18:28miteinander standen auf x gepostet, also jetzt Time ist
- 18:32Zeit die große Keule rauszuholen.
- 18:35Trump bis in den Epstein Files und Persönlichkeit Trump.
- 18:41Also ich habe ihn immer auch als als Marketingmann, als bisschen
- 18:45marktschreierisch gesehen. Ich habe seine unglaubliche
- 18:49Resilienz, seine Standhaftigkeit auch bei härtesten Beschuss, die
- 18:52habe ich bewundert, bewundere ich immer noch, das ist fast
- 18:55übermenschlich, der Mann geht auf die 80 so, und was der
- 18:58ausfällig war zu beiden Amtseinführungen drüben.
- 19:01Das Pensum allein an den beiden Tagen war massiv.
- 19:04Also es ist schon erstaunlich, es ist schon n Phänomen ist
- 19:07schon eine Naturgewalt, aber er ist marketingmann, er ist
- 19:10businessmann amerikanischen Formats, es erkennt sich mit
- 19:14Insolvenzen aus, es sind auch etliche Leute beim Arm geworden
- 19:18durch diese Insolvenzen, er konnte immer gut vermarkten, er
- 19:22konnte auch flexibel sein, ich glaube nicht, ich schaue nicht
- 19:26in seinen Kopf, glaube nicht, dass er n Stratege ist.
- 19:28Ich glaube, dass er. Sehr von sich überzeugt ist, das
- 19:32sieht man ja und dass er eher so ins Gefecht hineingeht, mal was
- 19:37raushaut und dann guckt, wie das ankommt und dann auch das Ding
- 19:41wieder korrigiert. Wie gesagt, die No Fourne Wars
- 19:45oder weniger kriege Frieden, kein Regime Change, das kam
- 19:50eigentlich über 8 plus Jahre sehr konsistent rüber und das
- 19:53ist jetzt weg. Kann einerseits sein, dass man.
- 19:58Mittel hat, um ihm zu sagen, jetzt Wechsel mal.
- 20:02Es kann auch sein, dass er sagt, da kann ich gewinnen, ich ich
- 20:05schließe mich da an, das hat man gesehen in der
- 20:08Auseinandersetzung mit Elon Musk, Musk sollte USA
- 20:13reformieren oder prüfen mit seinem dode Team, junge
- 20:17Programmierer, die wurden dann auch angefeindet und man deckte
- 20:20dann Tarnnamen auf oder? Internet Pseudonyme einer war
- 20:24glaube ich Big Dick oder wie auch immer er sich nannte keine
- 20:28Ahnung. Nein das wurde ja breitgetreten
- 20:30in der Presse weil es da Widerstand gab und dann wurden
- 20:33ja völlig absurde Ausgaben identifiziert und USA, also die
- 20:38Entwicklungshilfebehörde wurde ja abgewickelt, das ist auch das
- 20:41Einzige was Musk gemacht hat und.
- 20:46Dazu muss man wissen, dass USA eine CIA tarnfirma war, dass
- 20:50also viele dieser Projekte natürlich da waren, um innen
- 20:53politisch Einfluss zu nehmen in den entsprechenden Ländern.
- 20:56Was jetzt übrig ist, ist ins State Department gewandert und
- 21:01dann hat wahrscheinlich nachdem das ich meine, es ging ja
- 21:04schnell los, man hätte ja weitermachen können, dann wurde
- 21:07aber schnell der Regel vorgeschoben und dann hat Trump
- 21:10ja über Nacht quasi mit Spitzen des Kongresses.
- 21:15Den Big Beautiful Bill, das Haushaltsgesetz ausgehandelt,
- 21:20was 5 oder 6 Billionen mehr neue Schulden beinhaltet, also nichts
- 21:25mehr mit Entschuldung und Schuldenorgie, geht weiter.
- 21:28Jetzt hat er ja noch mal eben den Militäretat von einer
- 21:31Billion auf 1,5 Billionen erhöht, geht das Defizit noch
- 21:35weiter in die Höhe, und vielleicht war es auf der einen
- 21:39Seite dieser Druck, diese Verwundbarkeit, also das.
- 21:44Da werden verwundbare Stellen sein bei bei Trump, andererseits
- 21:48aber auch das der Wunsch, zu den Gewinnern zu gehören,
- 21:51Kompromisse zu schließen und lieber die Leute bei sich zu
- 21:55haben. Genauso wie er Marco Rubio in
- 21:57sein Kabinett geholt hat und auf Lindsey Graham hört.
- 22:01Und ich glaube, er hat sich gedacht, OK, geh mal nach vorne,
- 22:04ich mache was neues, Ich kriege das schon hin und ich verkaufe
- 22:08das dann erst natürlich auch durch seine Erfolge, durch die
- 22:11unglaublichen. Weg, den er gegangen ist.
- 22:14Nach den Anschuldigungen vom 6. Januar 2020 muss es gewesen
- 22:21sein, 21 der Sturm auf Capitol war er weg, youtube hatte ihn
- 22:28gesperrt, x. Hatte Twitter damals, hatte ihn
- 22:31gesperrt, also das Selbstbewusstsein ist natürlich
- 22:33ins Gigantische gewachsen und hat gesagt Okay da ist, da kann
- 22:37ich Erfolge verbuchen. Jetzt wechsel ich mal eben die
- 22:44Strategie ich. Habe Freunde in den Vereinigten
- 22:47Staaten, wenn sie mir in Florida die Bars der Demokraten zeigen
- 22:53wollen, dann gehen wir in Restaurants für reiche Leute und
- 22:57wenn sie mir die Bars der Trump Wähler zeigen wollen, dann gehen
- 23:00wir in die Bars, wo die Autoschlosser sind, die Trucker,
- 23:04die Pflegekräfte, die Taxifahrer.
- 23:07Diese Leute haben Trump gewählt, in den USA hat er geliefert für
- 23:11diese Leute und. Nein, nein, und das ist es eben.
- 23:14Also die sind regelrecht um ihre Wahl betrogen worden, das ist ja
- 23:17die Basis der Magerbewegung Make America Great Again heißt Fokus
- 23:23auf die heimische Wirtschaft, wobei das in der ersten Amtszeit
- 23:27so aussah. Also Trump ist mit dem
- 23:30amerikanische Präsidenten sind innenpolitisch sehr schwach, das
- 23:33hat was mit der Verfassung zu tun, wie das Land konstituiert
- 23:36ist und. Und dann suchen Sie sehr schnell
- 23:38die außenpolitischen Erfolge. Das ist n allgemeiner Reflex,
- 23:41das fast n imperialer Reflex. Ich war Professor an der Boston
- 23:45University, als wir dann an ich war frisch, da ist mein älterer
- 23:49Kollege sagte, Komm, komm mal mit in den Faculty Room in den
- 23:52Fakultäts Bar oder wie auch immer, wir schauen jetzt
- 23:55Fernsehen, Clinton schickt Cruzmiser ist nach Somalia, da
- 23:59hatte er also gerade gewisse Dinge mit einer gewissen
- 24:02Praktikantin dieser Affäre, Monika Lewinsky.
- 24:06Selbst Clinton und auch alle andere haben dann diesen
- 24:08außenpolitischen Reflex, und das sieht man jetzt bei Trump und im
- 24:12in der ersten Amtszeit war es so, was die Republikaner machen
- 24:16den Steuern runter und dann wird es die Wirtschaft schon richten,
- 24:19und das hat zu Beginn der ersten Amtszeit von Trump natürlich
- 24:24auch noch, ich hab es damals schon nicht unbedingt erwartet,
- 24:27aber es hat noch funktioniert, zumindest was die Aktienmärkte
- 24:29und so weiter anging, die Mittel sind jetzt ausgereizt und.
- 24:35Der Big Beautiful Bill hat viel Wahlgeschenke wieder für Reiche.
- 24:38Die Vermögenskonzentration ist so hoch wie nie und es ist
- 24:43absurd, also wenn man sich überlegt, Elon Musk wird der als
- 24:46einziger oder als einer der wenigen, ja reale Werte
- 24:48geschaffen hat, der auch nach seinen ersten beiden Start UPS,
- 24:52die finanziell waren gesagt hat, ich will Produkte schaffen, ich
- 24:56will etwas für was Reales schaffen, hat sich bewusst für
- 25:00einen anderen Weg entschieden, also.
- 25:02Musk ist auch eine komplexe Persönlichkeit, aber man kann
- 25:05das nur bewundern, was er da an an Produkten geschaffen hat.
- 25:10Die Vermögensverteilung ist so ungleich, dass es natürlich
- 25:16nicht mehr dem gesellschaftlichen Frieden
- 25:19dient. Es gibt 2018 ist ein Buch eines
- 25:25Professors an der UNC, also University of North Carolina,
- 25:29rausgekommen. The Broken Letter, Die
- 25:31zerbrochene Leiter also Ungleichheit, ist konstitutiv
- 25:35und auch wichtig für jede Gesellschaft.
- 25:39Wichtig ist, dass man irgendwo die nächste Stufe noch erreichen
- 25:42kann, wenn man klettert, das ist in der heutigen Gesellschaft in
- 25:46den USA für sehr viele Menschen unmöglich, in Deutschland auch.
- 25:52Wir haben da ein Niveau der Ungleichheit erreicht, was
- 25:56gesamtgesellschaftlich sehr, sehr schädlich ist.
- 25:58Und da hat Trump nicht geliefert.
- 26:00Extreme Ungleichheit gleichzeitig leben etwa ein
- 26:03Drittel der US Amerikaner unterhalb oder an der
- 26:06Armutsgrenze. Das Land hat sich
- 26:08Entindustrialisiert durch Auslagerung von
- 26:11Fertigungsstrecken vor allem nach China kann Donald Trump
- 26:16Jobs zurückholen. In begrenztem Umfang ja.
- 26:19Also es wird nicht einfach, wenn man sich Apple et cetera
- 26:23anschaut, also die, die Telefone müssten 2 bis dreimal so teuer
- 26:28sein, dann sind sie für den normalen Amerikaner nicht mehr
- 26:30schwinglich. Also es wird sehr schwierig,
- 26:31aber er macht, er hat da tatsächlich eine klassische
- 26:34Industriepolitik, fast im Sinne von Friedrich List.
- 26:37Wobei da die Voraussetzung in der oder Alexander Hamilton also
- 26:41damit bricht er ja auch mit der insgesamt Liberalisierung
- 26:45globalen Liberalisierungsideologie.
- 26:49Der der Nachkriegszeit und sagt, Wir müssen auf unsere Industrie
- 26:53achten, er will das zurückholen, er ist ja merkantilist, er macht
- 26:57dann Druck auf andere Länder, er sagt kommt doch beiden hat damit
- 27:00angefangen, auch Richtung Deutschland, kommt doch zu uns,
- 27:03die Energie ist doch hier viel günstiger.
- 27:05Durch den Inflation Reduction ecking auch.
- 27:08Ja, das die größte Subventionsprogramm wesentlich
- 27:11größer als das, was Trump jetzt gemacht hat für Grüne.
- 27:15Also das größte kensianische Programm eigentlich der USA der
- 27:19Nachkriegszeit, also auch größer als das, was jetzt Trump mit der
- 27:21Rüstung macht. Es könnte ihm gelingen, es ist
- 27:26aber er wird die USA kaum zu alter Größe führen und auch
- 27:32nicht zu alter Dominanz, weil eben China mittlerweile in
- 27:35vielen Bereichen die Nase vorn hat, man hat da einfach ein
- 27:40höheres Bildungsniveau über die Breite.
- 27:42Die Infrastruktur ist dort, der chinesische Außenhandel wächst
- 27:47Richtung Asien massiv, Richtung USA nur noch in den letzten 5
- 27:50Jahren um 4 5%, Richtung Asien 30 bis 80% ja, Trump kann auch
- 27:57vielleicht auf Kosten Europas, das ist ja das Spiel und auf
- 28:00Kosten einiger anderer Jobs zurückholen, aber er wird nicht
- 28:04das Land zu alter industrieller Größe führen.
- 28:09Die Vereinigten Staaten haben und können sich in
- 28:13unermesslicher Höhe verschulden, weil alle Welt Dollars braucht
- 28:17für den vor allem Energiehandel, Öl und Gashandel kann Trump
- 28:22diesen Prozess fortsetzen oder anders ausgedrückt, muss er die
- 28:28Schuldenlast reduzieren. Weder noch.
- 28:31Also er kann ihn nicht fortsetzen, sondern er wird die
- 28:33Schuldenlast auch nicht reduzieren beziehungsweise er
- 28:36kann sie kommen wie das also er kann es nicht fortsetzen, weil
- 28:39wir in der Dedollarisierung sind, also der Dollar macht
- 28:42einen immer geringeren Teil des Welthandels aus, selbst Saudi
- 28:46Arabien macht zum Teil ohne Dollar.
- 28:49Jetzt gibt es auch ein direktes Abkommen zwischen China und und
- 28:52Brasilien, was natürlich in die westliche Hemisphäre hinein
- 28:54funkt. Über Swift laufen ja auch die
- 28:56Sanktionen in Belgien und so weiter also da.
- 28:59Ist ein realer Bedeutungsverlust des Dollars unausweichlich?
- 29:05Das wird dadurch teilweise kompensiert, dass man eine sehr
- 29:10viel Extraktivere oder Position gegenüber Europa ein Europa kann
- 29:16sich kaum wehren, also man hat dann den Vermögenstransfer von
- 29:19Europa in die USA zum Beispiel über die Internetkonzerne, die
- 29:23hier ihre Umsätze machen. Ihre Gewinne dann Richtung USA
- 29:26oder zumindest Irland verschieben und in Europa eben
- 29:29nicht besteuert werden. Nun wär das Steuersystematisch
- 29:32ein Bruch, dass man die Umsätze besteuert, ich würde es machen
- 29:36als EU Kommissar, wenn man die Mehrheiten dafür hätte, denn im
- 29:42Prinzip ist das Argument, dass Trump dass, dass die USA zu viel
- 29:46für die Sicherheitszahlen hat, Trump ja schon 881988 in seinen
- 29:51ganzseitigen Anzeigen. Indanal Times, so man ihm schon
- 29:54Präsidentschaftsambitionen nachgesagt hat.
- 29:57Damals war er Ende 30, die er immer dementiert hat, hat er
- 30:02damals schon gesagt, wir zahlen, wir müssen die anderen zahlen
- 30:06lassen, die Leute, die die Staaten haben sich etwas
- 30:09geändert, damals waren es Mexiko und Japan, jetzt sind es n paar
- 30:12andere Staaten, aber im Prinzip ist es so, dass wir über
- 30:15truppenstationäres Abkommen, über die ganze.
- 30:18Über den Dollar, schon seit Jahrzehnten eigentlich.
- 30:21Die USA subventionieren, das ist jetzt noch mal in den Overdrive
- 30:24gegangen und den den den, den den fünften Gang möchte ich
- 30:28sagen Nord Stream. Jetzt zahlen wir teures
- 30:31amerikanisches Fracking Gas und so weiter und sofort, also wir
- 30:34werden quasi hauptsubventionierer der USA in
- 30:39Europa, weil es eben global nicht mehr so funktioniert.
- 30:44Versucht Donald Trump? Die Kontrolle über Ressourcen
- 30:48herzustellen, beispielsweise in Grönland, in Venezuela, in der
- 30:53Ukraine, um den Dollar zu stützen als Weltleitwährung.
- 30:58Auch also er hat ja auch im Wahlkampf noch mal gesagt, der
- 31:01Dollar muss weltleitwährung bleiben, und er wird dafür
- 31:04sorgen. Aber ich glaub, da überschätzt
- 31:06er also die Ressourcen hat er sowieso gerne, der Mann ist
- 31:09Immobilienprojektentwickler und der denkt territorial, er denkt
- 31:12in Ressourcen. Also ich und und er will das
- 31:15schon für Amerika, auch das nehm ich ihm ab und dann geht er eben
- 31:18vakantalistisch dran und zerschlägt die Nachkriegsordnung
- 31:21oder die Konventionen im Umgang miteinander, die wir seit 1945
- 31:26haben. Das ist eine, aber ich, er wird
- 31:29den Dollar in der Form nur noch für.
- 31:33Die amerikanische Welt retten können, wenn wir uns die globale
- 31:38Karte anschauen und wer da die Russland Sanktionen mitträgt,
- 31:42dann sind das ist das Nordamerika, es ist Europa,
- 31:44Japan, Südkorea, Australien, Neuseeland und der Rest der Welt
- 31:48tut es nicht und für diese, für diese Sphäre, die amerikanische
- 31:54Sphäre, nenne ich sie, würde das können, und den Rest wird man
- 31:57schauen, da wird der Dollar natürlich weiter.
- 32:00Eine wichtige Rolle spielen. Fachleute aus Russland vor allem
- 32:04werfen der US Regierung vor, dass sie die eigene Schuldenlast
- 32:08teilweise in Kryptowährungen verstecken will.
- 32:11Ist da was dran? Ja, also anders als die EZB und
- 32:18Europa oder die die EU, die der digitalen Euroville ein ganz
- 32:22heißes und auch gefährliches Thema.
- 32:24Ich warne davor, ich habe schon vor 16 ein Buch geschrieben.
- 32:28Zur Rettung des Bargeldes und gegen das ganze bargeldlose, die
- 32:34ganze bargeldlose Welt. Also wir haben, wir wollen den
- 32:37digitalen Euro, Trump hat gesagt, die USA wird keine
- 32:43Zentralbank Kryptos machen, deswegen gibt es Stable Coins,
- 32:47das sind dann private Anbieter wie das ja die angelsächsische
- 32:50Tradition möglichst viel an private outsourcen und.
- 32:57Wenn dann diese Stable Coins, also Kryptos von privaten
- 33:01Anbietern, die müssen dann mit Dollar Staatsanleihen hinterlegt
- 33:05werden, sondern werden die Kryptos gekauft.
- 33:07Das Geld wird einmal gedreht in Dollar, Dollar, Staatsanleihen,
- 33:11das heißt es schafft zumindest neue Käuferschichten für die
- 33:15Staatsanleihen. Und das stabilisiert den Dollar.
- 33:19Zunächst ja. Wie haben die Chinesen, die ja
- 33:22in enger Wirtschaftskooperation mit Caracas standen, auf die
- 33:27Initiativen der Vereinigten Staaten reagiert?
- 33:32Bin jetzt kein China Experte, aber ich sehe natürlich, dass
- 33:35die Chinesen massiv dollarbestände, also
- 33:38Staatsanleihen abbauen. Sie haben allein in den letzten.
- 33:453 bis 4 Jahren ihren Staatsanleihenbestand halbiert,
- 33:48von 1,2 Billionen auf 600 Milliarden.
- 33:50Das macht jetzt gerade noch mal knapp 5% des chinesischen BIPS,
- 33:54das heißt, man ist eigentlich schon raus aus dem Dollar und
- 33:57dafür werden Rohstoffe gekauft, Gold 1600 Tonnen pro Jahr,
- 34:01obwohl China selber der größte Goldproduzent ist.
- 34:05Öl, Kupfer, Kohle, China ist auch der größte Kohleproduzent
- 34:10mit. Also man dreht den wertlosen
- 34:14Dollar, die wertlosen amerikanischen Anleihen in
- 34:17Rohstoffe. Man hat da ne große strategische
- 34:19Reserve, die braucht China auch, weil es eben abhängig ist und
- 34:23wichtige Routen übers Südchinische Meer könnten
- 34:25gekappt werden, aber China bereitet sich darauf vor, dass
- 34:29die Welt wirtschaftlich weiter zerfällt.
- 34:32Will Donald Trump versuchen, durch eine Neuordnung
- 34:36weltpolitischer Einflusssphären besser an Seltene Erden
- 34:40ranzukommen? Ich überlege beispielsweise eine
- 34:44Annäherung an Moskau kann auch bedeuten, dass man seltene Erden
- 34:48aus Mittelasien über Wladiwostok exportieren kann.
- 34:52Es gab in der amerikanischen. Außenpolitischen Elite gab es
- 34:56eigentlich die letzten 1015 Jahren 2 Lager also die einen
- 34:59Waren auf Konfrontationskurs mit Russland, es gab aber auch
- 35:02durchaus eine signifikante Minderheit, die immer gesagt
- 35:05hat, es ist ein Fehler, wir brauchen Russland, um nachher in
- 35:09Stellung zu gehen gegen China, ich mein, dass die man will, das
- 35:13ist einfach. Ne, ja, Mentalität einer Welt
- 35:19macht die sich dran gewöhnt hat. Man will Nummer 1 sein, das ist
- 35:23in Amerika sehr tief verwurzelt. Als ich in Princeton angefangen
- 35:26habe, 89 mit dem Promotionsstudium, da war die
- 35:30große Sorge, wann überholt uns Japan so und jetzt ist China die
- 35:34Sorge und ich mein, diese Fragen stellen wir uns als Deutsche
- 35:37nicht. Wir sind zwar stolz, wenn wir
- 35:38irgendwo mal Nummer 1 waren, immer weniger sind und arbeiten
- 35:43auch dafür, aber dass man jetzt die.
- 35:45Die Tatsache, dass jemand anderes Nummer 1 wird als
- 35:47Bedrohung ansieht, das ist dann doch sehr diese paranoide
- 35:52Haltung von Großmächten. Bei China sehe ich das auch ein
- 35:55bisschen, aber sehr viel strategischer, sehr viel
- 35:59abgestimmter, also diese 2 Lager Annäherung an Russland und
- 36:05Konfrontation, das hat jetzt das russlandfreundliche Lager mit
- 36:08Trump, der immer schon so drauf war und und im Prinzip.
- 36:12Da eher ne gute Beziehung sucht, da hat die Oberhand und das wird
- 36:17man sehen wie weit die Annäherung geht.
- 36:18Aber das heißt natürlich auch, dass man dann die Strategischen
- 36:23Erden im Donbass vielleicht wieder etwas günstiger bekommt.
- 36:26Hat der Krieg in der Ukraine den Westen eher gestärkt oder eher
- 36:31geschwächt? Jetzt müssen wir anfangen.
- 36:34Was ist der Westen? Ich hab nie an.
- 36:37Nie mal Nato. Die Nato Stadt ja ja ich
- 36:39hinterfrag es für mich. Also ich hab nie an.
- 36:43Also die sind mehr von dem Westen, die habe ich in der Form
- 36:47nie für mich gehabt, auch nicht als junger Mensch.
- 36:50Also als ich da in Lüneburg lag bei der Bundeswehr, und dann
- 36:55hätte auf meine Brüder an der Grenze schießen müssen, das hat
- 37:00mir damals schon nicht behagt, aber nehmen wir mal das, was der
- 37:05Westen sein soll, der Ukraine Krieg hat auch.
- 37:12Europa extrem geschwächt und Amerika gestärkt so in Summe ist
- 37:19der Westen dann vielleicht sogar gleich stark, aber es hat es war
- 37:23ein wirklich eine geopolitische Bruchlinie mit dem Ukraine Krieg
- 37:27ist der Liberalismus zu Ende, außenpolitisch, der war vorher
- 37:31schon in Frage gestellt, wir sind in einer neuen Welt mit
- 37:34neuen Spielregeln, der Markantilismus ist da, wir
- 37:37kriegen neue Blöcke. Das habe ich allerdings schon
- 37:41219 vorhergesagt und 26 in meinem der Crashpunkt habe ich
- 37:45gesagt, wir gehen in ein Zeitalter der Zeitalter der
- 37:47Deglobalisierung steht da so drin, das war damals sehr
- 37:51gewagt, weil damals alle noch gesagt haben, es wird alles
- 37:55immer globaler, wie die Welt, The World ist Flat, die Welt ist
- 37:58flach Thomas Friedman von der New York Times Wir sind jetzt in
- 38:03der Phase großer Unruhe und zumindest hat der Ukraine Krieg
- 38:08Europa natürlich sehr geschwächt.
- 38:11Die EU versucht sich dagegen aufzulehnen und hat das bis vor
- 38:19wenigen Wochen auch noch in einer bewusst stärker
- 38:22konfrontativen Haltung, quasi die Übernahme des westlichen
- 38:27Rolle im Ukraine Krieg war dann, die sahen dann unsere EU
- 38:32staatslenker als. Aufgabe der EU wenn sich die USA
- 38:36zurückzieht, aber auch das bröckelt, bin ich mal gespannt.
- 38:39Nur wir werden wahrscheinlich auf ein sehr auf ein durchaus
- 38:45gestärktes Amerika nicht finanziell, aber von der
- 38:47außenpolitischen Einflussnahme her treffen und ein sehr
- 38:50Geschlechtes Europa. Die Verhandlungsdelegationen aus
- 38:54Moskau und Washington sprechen auch darüber, gemeinsame
- 38:58Projekte in der Arktis zu starten.
- 39:02Sie sprechen darüber. Die eingefrorenen russischen
- 39:05Vermögen im Westen zumindest zum Teil zum Aufbau in der Ukraine,
- 39:10aber auch für Projekte, gemeinsame Projekte zwischen
- 39:13Moskau und Washington einzusetzen.
- 39:16Sie sprechen sogar darüber, die nordstream Pipeline zu
- 39:19reaktivieren in einem gemeinsamen Konsortium, dann
- 39:22können sie uns in Europa jederzeit in Gashahn zudrehen.
- 39:26Wievielversprechend ist das. Hier für Europa ist das erst
- 39:30einmal dann zumindest nordstream wäre nicht sehr schön, also es
- 39:35ist deutsches Geld hineingeflossen, russisches Geld
- 39:38ist ja ein deutsch russisches Projekt.
- 39:41Wenn jetzt Amerika das übernimmt als Kriegsbeute wird es ja eine
- 39:45zusätzliche Steuer auf auf Deutschland, es ist vielleicht
- 39:48besser als nichts, aber es ist natürlich blamabel, Trump hat
- 39:52mal gesagt. Wer Kanada sollte eigentlich
- 39:56Teil der USA sein und das ist ja nichts Richtiges, da ziemlich zu
- 40:01Beginn seiner Präsidentschaft oder kurz davor mit mit Putin
- 40:04und Shi möchte ich gut auskommen, das sind echte
- 40:07Staatsmänner, aber Kanada sollte zu London, er verachtet glaube
- 40:11ich, unsere europäischen Staats und Regierungschefs das sie hat
- 40:16man an einem sehr schönen symbolischen Bild, wo er sie
- 40:18dann quasi. Vor seinem Schreibtisch im Open
- 40:21Office saß er dann auf Stühlen wie eine Schulklasse und hat sie
- 40:24dann von da aus belehrt. Das interessiert ihn gar nicht,
- 40:28also er sucht da dann Deals, spielt den einen gegen den
- 40:32anderen aus, das ist früher auch schon passiert, also aber sehr
- 40:35viel, sehr viel verhohlener oder sehr viel versteckter und
- 40:38heimlicher, und heute geht es ganz offen.
- 40:40In der neuen amerikanischen Sicherheitsstrategie wird
- 40:44ausgegangen von einer multipolaren Welt, es gäbe noch
- 40:48weitere. Zentren neben Washington
- 40:50Washington ist nicht mehr der Hegemon der Welt, sonst gäbe
- 40:54andere Zentren, zum Teil Moskau, aber vor allem auch Peking
- 40:59werden jetzt die Claims neu abgesteckt und die Vasallen in
- 41:05den Claims härter an die Kandare genommen.
- 41:08Ja, also. Das sehen wir in Europa ganz
- 41:12klar dieses Härte an die Kandare nehmen, die es ökonomisch auch
- 41:15stärker noch zur Kasse bitten. Wir sind immer zur Kasse gebeten
- 41:18worden, alles andere ist aus meiner Sicht nicht zutreffend,
- 41:21aber gerade seitens der USA ist das der Fall, China muss das
- 41:25etwas anders machen, weil man über diese Militärmacht verfügt,
- 41:29China investiert extremen Teil seiner Überschussschüsse, nimmt
- 41:33damit natürlich auch Einfluss. Ja, die Welt ordnet sich neu,
- 41:39aber eher bipolar. China, USA mit ein paar
- 41:44souveränen Unterzentren, also Russland ist souverän, ist aber
- 41:49ökonomisch nicht vergleichbar mit diesen beiden Zentren.
- 41:54Die Mondodoktrin wird wieder hervorgeholt.
- 41:57Sehr verstärkt. Die war eigentlich immer in
- 41:58Kraft. Die ja besagt also niemand,
- 42:02keine andere macht soll in unserem lateinamerikanischen
- 42:05Hinterhof eine Rolle spielen. Mhm, das hat James van Roso
- 42:11gesagt. Ja, was sie nicht beinhaltete,
- 42:13war, dass man da nach Belieben Regierungen austauscht.
- 42:16Das ist aber auch seit mindestens 120 Jahren so, dass
- 42:20ich sie erinnere an eine. Situation als glaube ich Panama
- 42:23im Rückstand war 1908 oder so. Als man dann mal die Marines
- 42:26geschickt haben, die haben dann so lange die Zollhäuschen
- 42:29besetzt, bis diese Schuld beglichen war und dann ist man
- 42:31wieder abgezogen. Wird der Ukraine Krieg zu einer
- 42:34neuen Urkatastrophe Europas? Es ist schwierig zu sagen, er
- 42:43hat diese. Veränderung der Weltordnung der
- 42:48Liberalen das Ende der liberalen Weltordnung auf jeden Fall
- 42:51eingeläutet. Er hat das Ende der
- 42:54Neusortierung der Welt eingeläutet, ich hab 219 in
- 42:59meinem Buchweltsystem, kriegt 3 Szenarien aufgemalt auf Seite
- 43:03398 wenn ich das so sagen darf 1 war dieses bipolare neuer Kalter
- 43:09Krieg, China, USA. Mit ein paar Unterzentren damals
- 43:14habe ich gesagt, Status von Indien und Russland offen auch
- 43:18selbst bei Indien sieht man ja, dass auch selbst da eine
- 43:22Annäherung an China ist, wo man eben durch die Sanktionspolitik
- 43:25und durch die doch sehr wechselhafte Politik doch ein
- 43:28gesundes Misstrauen auch gegenüber dem Verbündeten USA
- 43:31hat oder den USA hat, da ist einiges offen.
- 43:34Diese bipolare Welt war für mich das wahrscheinlichste Szenario.
- 43:39Das andere wäre ein multipolarer wild Europa, westliche missäre,
- 43:44USA, China. Da hab ich damals schon gesagt,
- 43:48Wahrscheinlichkeit sehr gering und jetzt ist die
- 43:51Wahrscheinlichkeit noch viel geringer.
- 43:53Also ich hab für Europa keinen optimistischen Ausblick.
- 43:56Wer zahlt die Zeche des Ukraine Krieges?
- 44:00Das sieht ja sehr nach Europa aus.
- 44:03Und dann wiederum natürlich Deutschland als
- 44:05Hauptbeitragender. Welche Kosten kommen da auf uns
- 44:08zu? Was schätzen Sie?
- 44:10Kann man ganz schwer schätzen. Und wenn ich noch mal kurz auf
- 44:13das Finanzielle Zurückgehen kann, die USA werden auch ihre
- 44:16Schulden nie zurückzahlen. Auch die anderen westlichen
- 44:18Industrienationen werden ihre Schulden nie zurückzahlen.
- 44:20Es gibt entweder währungsreformen, es gibt
- 44:23verhandelte Deals in dem Sinne, dass man sagt man.
- 44:28Friert Schulden ein, man legt die still für 100 Jahre und
- 44:32setzt die Zinszahlungen aus. Und das ist ja dann auch eine
- 44:35Art Schuldentilgung. Man kann auch durch die sehr
- 44:38viel feineren Steuerungsmöglichkeiten
- 44:40heutzutage einzelne Akteure vielleicht in die Insolvenz
- 44:43schicken, ohne da wird ja auch Vermögen vernichtet, wird sich
- 44:46zeigen, also finanziell ist die Zeche in gewisser Weise schon
- 44:52gezahlt, denn. Jeden Panzer, den wir
- 44:56rüberschicken gegen Leopard, der ist ja hier produziert und da
- 44:58ist ja irgendwo woanders auf Konsum verzichtet worden, dem
- 45:02stehen irgendwo dann vielleicht Geldforderungen gegenüber, die
- 45:04aber nie zurückkommen. Die Zeche ist ja was anderes,
- 45:08die Zeche ist die Zerstörung der deutschen Infrastruktur, die
- 45:12Zerstörung der deutschen Industrie durch die hohen, durch
- 45:16die hohen Energiekosten, durch vieles andere, und wir sind da
- 45:21leider in den letzten. Jahren sehr weit gekommen, weit
- 45:26über die Hälfte also. Wir sind im rapiden Abstieg und
- 45:31ich sage immer, wenn eine Regierung es hinbekommen würde,
- 45:35aus dem Aufschlag eine Bruchlandung zu machen, dann
- 45:38wäre man schon sehr weit. Wie kann das geschehen?
- 45:41Wie kann man den harten Aufschlag, man muss ja bei
- 45:44dieser Politikergeneration fast auch sagen, auf dem Boden der
- 45:47Realität abmildern. Ja.
- 45:52Nordstream wieder öffnet, ist natürlich Energie raus.
- 45:56Ich bin auch Atomkraftbefürworter im Rahmen,
- 45:58wir hatten die sauberste Kernkraft der Welt auf der
- 46:00ganzen Welt werden werden da Kernkraftwerke gebaut, wir
- 46:05sprengen sie, das war ja auch eine Spitzentechnologie, eine
- 46:08deutsche, Wir waren auch in der Umwelttechnologie vorne, also
- 46:10das mal das Erste, das sind aber Fragen der
- 46:14Produktionsbedingungen mit einer Politik, ich hab Friedrich List
- 46:19schon mal erwähnt mit der Deutschland.
- 46:22Im 19. Jahrhundert groß geworden ist.
- 46:23Wir hatten kaum Rohstoffe. Gut, wir hatten Kohle und stahl,
- 46:27wir haben aber eine gut ausgebildete Bevölkerung gehabt,
- 46:30eine fleißige Bevölkerung, wir hatten Rechtssicherheit, wir
- 46:32hatten sehr gute rechtlichen Rahmen, auch unser rechtlicher
- 46:37Rahmen ist ja analaxifiziert worden und das wir hätten auch
- 46:41mal noch mal die Chance gehabt nach 1989 quasi das
- 46:44kontinentaleuropäische Rechtssystem Richtung Osten zu
- 46:47exportieren, das. Haben aber Kohl und seine
- 46:50Generation, und da wir auch nie ne außenpolitische Politik
- 46:54hatten in dem Sinne England, Frankreich, USA, viele andere
- 46:58haben da ne klare Strategie gehabt.
- 47:00In Deutschland waren die politische Serie, die
- 47:02ökonomische Serie immer sehr getrennt, also Rechtssicherheit
- 47:07auch zurückkehrt zu einigen guten alten Traditionen,
- 47:09Genossenschaften, Mittelstand fördern, das ist aber ne
- 47:12generationenaufgabe, deswegen sag ich, es kann bestenfalls
- 47:16der. Aufschlag in eine Bruchlandung
- 47:18verwandelt werden, dann dann ist man erstmal am Boden und von da
- 47:21an wieder aufzubauen ist was anderes.
- 47:24Wird die EU bestand haben? Sie hat sich ja verändert von
- 47:28einem zumindest proklamierten Friedensprojekt in eine
- 47:31Kriegsmaschinerie. Das war ja der oder ist die
- 47:36Hoffnung unserer jetzigen Regierungschefs, sich darüber
- 47:42neu zu definieren. Ich meine die ganze.
- 47:46Ausgabenpolitik läuft darauf hinaus, dass man eben staatliche
- 47:51Intervention macht, wie Trump ja auch macht.
- 47:53Wir kommen ja wieder zum Kenianismus, auch zu einer
- 47:55teilgelenkten Wirtschaft, was ja seit den frühen 80er Jahren
- 48:00verpönt war, das ist die Hoffnung einiger oder der
- 48:05politischen Eliten. Ich hoffe, dass es nicht so weit
- 48:07kommt, dazu muss aber das andere eintreten, dass wirklich.
- 48:11Ökonomisches erst mal sehr düster aussieht und dass wir gar
- 48:14nicht mehr die Möglichkeit dazu haben.
- 48:15Und dann gibt sich vielleicht was Neues.
- 48:17Wird die Europäische Union die Ukraine in irgendeiner Weise
- 48:20aufnehmen? Die Wahrscheinlichkeit ist
- 48:25relativ hoch. Ich glaube, selbst Putin und
- 48:28Trump haben ja da nichts oder Putin hat zugestimmt, soweit ich
- 48:32das noch nachverfolgen kann. Von daher gehe ich davon aus,
- 48:36dass da die nächste Belastung auf uns zukommt, aber.
- 48:40Das ist natürlich nicht mit letzter Wahrscheinlichkeit oder
- 48:44Sicherheit vorher zu sagen. Wenn die jetzige
- 48:47Politikergeneration uns in diesen Krieg hineingeführt hat
- 48:52und Deutschland an den Rand einer ökonomischen Katastrophe
- 48:56gebracht hat, brauchen wir einen Elitenaustausch.
- 49:01Tja, wie macht man sowas? Es kann ja nur mehr oder weniger
- 49:05natürlich erfolgen, denn. Die westeuropäischen Eliten,
- 49:10gut, das muss man. Es waren größtenteils
- 49:12bürgerliche Eliten, der Adel war im Widerstand gegen Hitler
- 49:15aufgerieben, zumindest der politische Teil, die alten
- 49:19Industrieeliten im Westen haben sich auch gehalten, die sind
- 49:24weg, die Deutschland AG wurde abgewickelt, muss man sagen, von
- 49:29Gerhard Schröder und Joschka Fischer.
- 49:32Und auch Oskar Lafontaine. Ich habe da nicht drauf
- 49:35angesprochen, aber es waren ein paar Gesetze, die da passierten,
- 49:39die da leider das eingeleitet haben.
- 49:41Damals konnte man das auch nicht in dieser Größe überblicken, das
- 49:44muss man den Akteuren zugute halten, ja, wie macht man das so
- 49:51ein Elitenwechsel, ich meine, in England haben wir über
- 49:55Jahrhunderte Kontinuität in den USA über Jahrhunderte, in
- 49:58Deutschland haben wir mehrere Brüche gehabt.
- 50:00Wo soll der Wechsel jetzt herkommen und die politischen
- 50:02Eliten in Deutschland, die sind halt auch mit diesem
- 50:07internationalen Narrativ oftmals aufgewachsen.
- 50:12Vielleicht ergibt sich nach einer ökonomischen harten
- 50:16Landung ergeben sich dann neue Perspektiven, im Moment sehe ich
- 50:20nicht, wo es herkommen könnte. Eine ökonomische harte Landung
- 50:24könnte auch zu sozialen Krisen, zu inneren Unruhen führen.
- 50:28Wie schätzen Sie das ein? Ja, die inneren Unruhen haben
- 50:32wir uns ja durch die Massenmigration reingeholt.
- 50:34Das ist ja auch ein ein schönes Herrschaftsinstrument, wenn das,
- 50:38wenn innere Unruhen da sind, lässt sich besser oben drüber
- 50:42das ganze gestalten, denn ich war noch sehr erschrocken, oder
- 50:47ich hab jetzt zum ersten Mal wieder was gewalttätiges
- 50:50gesehen, ich war vorgestern Kölner Hauptbahnhof und da war
- 50:52dann vor dem Hauptbahnhof fahren, soweit ich das verfolgen
- 50:55konnte, eine eine kurdische Demonstration man.
- 51:00Lässt die Kurden ja fallen, die lange treu Verbündete des
- 51:03Westens waren zugunsten eines Al Qaida Terroristen, der jetzt
- 51:06hofiert wird. Die Unruhen kommen, aber die
- 51:15Belastungen ist ja vor allem bei deutschen Rentnern im deutschen
- 51:20Mittelstand, das sind ja jetzt nicht mehr die Jüngste, also
- 51:23Unruhen kommen ja dann doch eher durch junge Leute, durch junge
- 51:27Männer. Die haben wir uns ins Land
- 51:30geholt. Also ich sehe jetzt nicht das
- 51:32Revolutionspotenzial der selbst wenn Deutschland weiter verarmt,
- 51:36sehe ich nicht das Revolutionspotenzial der
- 51:40Deutschen. Döst die Mehrheit der Deutschen
- 51:43in den Untergang? Ja, ob es dösen ist?
- 51:46Ich glaube, in solchen hoch unsicheren und komplexen Zeiten,
- 51:52wo uns auch nie das geopolitische oder auch das.
- 51:56Das Rüstzeug gegeben wurde und auch jetzt nicht gegeben wird,
- 51:58sondern durch Propaganda, durch lückenhafte Darstellung, durch
- 52:02Fehldarstellung eben auch falsche Bilder vermittelt
- 52:04werden. Ich glaube, man döst nicht,
- 52:07sondern die Mehrheit ist ja zum Teil döst sie, aber zum Teil ist
- 52:12sie auch auf falsche Feindbilder eingeschworen, denn der Mensch
- 52:14sucht sich ja in solchen Situationen auch Schuldige oder
- 52:17sucht sich Dinge an denen es, an denen man sich reiben kann und
- 52:24so wie sich die Mehrheit an. Den Querdenkern und Covidioten
- 52:28gerieben hat, schreibt man sich jetzt an anderen Dingen.
- 52:32Also diese diese Emotionalisierung ist ja auch
- 52:34Teil einer solchen Phase, aber eben Emotionalisierung als
- 52:40Instrumentalisierung für falsche Zwecke.
- 52:42Eher sinnvoll, neue transatlantische Partnerschaften
- 52:46anzustreben, beispielsweise mit den BRICS Staaten mit China.
- 52:50Auch eine Neuordnung der Beziehungen zu Russland.
- 52:55Selbstverständlich also Deutschland ist als Land in der
- 52:59Mitte Europas. Es ist natürlich nicht einfach,
- 53:01was unsere europäischen Nachbarn angeht, es ist völlig klar, aber
- 53:05es ist die einzige Chance, hier eine Diplomatie des Ausgleichs,
- 53:11des Friedens in alle Richtungen zu machen und eben sich
- 53:14vielleicht auch aus alten Systemen zu lösen.
- 53:16Also in Europa wäre zum Beispiel ganz wichtig, die OSZE
- 53:19wiederzubeleben. Professor Max Otto.
- 53:22Fordert einen neuen, eine neue Politik des Ausgleichs in
- 53:27Deutschland befürchtet eine harte Bruchlandung und ist
- 53:31enttäuscht von Donald Trump. Vielen Dank dafür, wir bei gegen
- 53:35den Strom zeigen ihnen Positionen und Perspektiven,
- 53:39welche die Propaganda Medien verschweigen, bleiben Sie dabei.