Latest / Anonym Suchthilfe – KI-gestützte Selbsthilfe / #21 Folge 2: Motivation am Ende? Warum DU als Angehöriger der Schlüssel bist (CRAFT-Mindset 2/14)
Transcript
- 0:00Hallo und herzlich Willkommen bei nilix Berlin.
- 0:03Super schön, dass du wieder eingeschaltet hast und dir Zeit
- 0:07nimmst. Ja, Zeit für dich.
- 0:08Hallo auch von mir. Wir wollen heute tiefer
- 0:11einsteigen in einen ja ziemlich wichtigen Artikel von Gabriel
- 0:15hier auf nilix Berlin, das ist der zweite Teil seines Craft
- 0:19Mindset Manifests, und da geht es um eine Person, die im ganzen
- 0:23Chaos einer Sucht oft total übersehen wird.
- 0:27Obwohl sie vielleicht sogar den Schlüssel in der Hand hält.
- 0:30Und diese Person bist. Du genau darum geht es heute.
- 0:34Warum musst du eigentlich anfangen, dich zu motivieren?
- 0:38Das klingt erst mal radikal, ist aber oft, na ja, der
- 0:41entscheidende Dreh. Ein Perspektivwechsel, der viel
- 0:43auslösen kann. Absolut wichtig, aber gleich
- 0:46vorab. Der Artikel hat eine
- 0:47Triggerwarnung und das gilt auch für unser Gespräch hier.
- 0:50Es geht halt. Um Wahrheiten, die weh tun
- 0:54können und diese Aufforderung, den Fokus mal wirklich knallhart
- 0:58auf dich selbst zu legen. Das kann echt was aufwühlen.
- 1:02Das ist nicht immer einfach, das anzunehmen.
- 1:04Nee, gar nicht. Unsere Basis ist wie gesagt
- 1:07Gabriels Artikel auf Nilix Berlin und vielleicht fragst du
- 1:12dich ja auch, warum schreibt Gabriel überhaupt über sowas,
- 1:16sucht Psyche, das sind ja keine leichten Themen.
- 1:19Das ist ein wichtiger Punkt, finde ich.
- 1:21Ja. Weil Gabriel eben kein
- 1:23Theoretiker ist, der von außen drauf schaut, erkennt das.
- 1:26Er war selbst betroffen von Sucht, von psychischen Themen,
- 1:29und er schreibt auch über auch ganz offen auf seiner Webseite.
- 1:32Das schafft natürlich eine andere Verbindung.
- 1:34Genau das ist der.es geht um Authentizität.
- 1:37Er will dir damit zeigen, hey, du bist mit diesem ganzen
- 1:40Schmerz, dieser Verzweiflung, diesen ewigen Fragen nicht
- 1:44allein, da ist jemand, der das nachfühlen kann.
- 1:48OK, dann lass uns mal reingehen in dieses Gefühl.
- 1:51Ja, dieses Gefühl, wenn man einen geliebten Menschen hat,
- 1:53der süchtig ist, diese Fragen, die sich im Kopf drehen oder was
- 1:57mache ich falsch? Warum kommt nichts an, liebt er
- 2:00die Drogen mehr als mich, bin ich vielleicht sogar schuld?
- 2:04Mhm. Das ist wieso ne Dauerschleife.
- 2:06Ja, totale innere Folter, das raubt einem jede Kraft.
- 2:11Man verheddert sich in Schuld, Scham, Selbstzweifeln.
- 2:14Und hat ja meist schon alles versucht.
- 2:17Absolut. Du hast wahrscheinlich schon
- 2:19Marathon hinter dir. Gebeten, Gefleht, geschrien,
- 2:23gedroht, geweint. Alles aus Liebe, aus Sorge.
- 2:26Natürlich und trotzdem oft hat man das Gefühl, es verpufft
- 2:30einfach alles wirkungslos. Und genau da setzt der Artikel
- 2:34ja an. Liebe ist das Fundament, klar,
- 2:37aber sie allein ist eben oft keine Strategie, die bei Sucht
- 2:40funktioniert. Keine Strategie, ja, deine ganze
- 2:43Energie, deine Motivation, die ging ja bisher wahrscheinlich
- 2:46immer dahin, den anderen zu ändern, ihn oder sie zu bewegen.
- 2:50Logisch, man will ja helfen. Klar, aber die Analogie im
- 2:53Artikel passt ganz gut. Du schiebst wie verrückt das
- 2:56Auto vom anderen an, das liegen geblieben ist OK und merkst gar
- 2:59nicht, dass dein eigenes Auto daneben steht, Tank leer und du
- 3:02selbst eigentlich total. Am Ende bist.
- 3:04Es geht nicht darum, dass du nicht genug liebst, sondern dass
- 3:08die Strategie, die ja aus Liebe kam, eben nicht wirkt, um das
- 3:11Suchtverhalten zu ändern. Der Fokus war immer außen, nicht
- 3:14bei dir. Puh, das muss man erst mal
- 3:18sacken lassen. Das ist ja auch schmerzhaft,
- 3:20weil man ja eigentlich nur das beste will.
- 3:22Absolut. Der Artikel geht ja dann noch
- 3:24weiter und erklärt, warum diese ganzen Versuche bitten drohen
- 3:28Appelle, warum die aus psychologischer Sicht oft
- 3:30scheitern müssen. Was steckt da genau dahinter?
- 3:33Ja, das ist psychologisch echt spannend, wenn auch ernüchternd.
- 3:38Im Artikel sind 4 Muster beschrieben, die das erklären,
- 3:41erstens der reaktive Kreislauf. Reaktiv.
- 3:45Ja, wann reagierst du meistens genau dann, wenn es knallt?
- 3:49Wenn du emotional eh schon am Anschlag bist, wütend, verletzt,
- 3:52verzweifelt. Ja klar, im Affekt oft eben.
- 3:55Und dein Angehöriger? Der steht wahrscheinlich gerade
- 3:58unter Einfluss. Sein Gehirn ist Klemisch
- 4:00blockiert für Argumente, deins ist im Alarmmodus, was passiert
- 4:03da? Man redet aneinander vorbei oder
- 4:07eskaliert. Genau, effektive Kommunikation
- 4:10ganz zu vergessen in dem Moment. Kenne ich.
- 4:12Man will was klären, aber es ist der völlig falsche Moment, der
- 4:15falsche Zustand auf beiden Seiten.
- 4:17Aber man kann oft nicht anders. Exakt das zweite Muster sind
- 4:22dann die inkonsistenten Konsequenzen.
- 4:25Du drohst was an, wenn du noch einmal so heimkommst, bin ich
- 4:28weg. Ja, aber.
- 4:31Dann ziehst du es nicht durch. Aus Liebe, Mitleid, Angst,
- 4:35Erschöpfung. Ist ja auch menschlich.
- 4:38Total. Aber was lernt der andere
- 4:40unbewusst? Meistens.
- 4:42Ach, die Worte haben kein Gewicht, da kommt eh nichts
- 4:44nach, das macht dich unglaubwürdig für die Zukunft
- 4:48Grenzen setzen wird immer schwerer.
- 4:51Man sägt am eigenen Ast sozusagen, obwohl man es gut
- 4:55meint. Man will ja nicht der Bumman
- 4:56sein. Genau das ist der zermürbende
- 4:58Konflikt dirtens, und das klingt erst mal komisch.
- 5:02Negative Verstärkung. Klingt kompliziert?
- 5:06Meint aber. Manchmal kann sogar negative
- 5:09Aufmerksamkeit, also schimpfen, streiten, Vorwürfe, das
- 5:13Suchtverhalten festhalten oder sogar verstärken.
- 5:16Wie das? Na ja, stell dir vor, jemand
- 5:19fühlt sich innerlich total leer oder wertlos, dann kann selbst
- 5:23ein heftiger Streit besser sein, als ignoriert zu werden.
- 5:26Es ist nur Form von Zuwendung, wenn auch ne Miese.
- 5:29Wow. Die Sucht kriegt dadurch ne
- 5:31Funktion in der Beziehung, auch wenn sie destruktiv ist.
- 5:34Das ist echt n harter Gedanke. Dass der Streit, den ich führe,
- 5:39um die Sucht zu bekämpfen, sie vielleicht noch füttert.
- 5:42Das kann ne Dynamik sein. Ja, und das vierte Muster, die
- 5:48erlernte Hilflosigkeit, aber diesmal bei dir.
- 5:50Bei mir als Angehörigen. Genau.
- 5:53Nach x versuchen die ins Leere liefen nach all den Kämpfen ohne
- 5:56Erfolg lernt dein Gehirn quasi egal was ich mache, es bringt es
- 6:00eh nichts. Das kenne ich, diese
- 6:02Resignation. Das ist die absolute
- 6:04Motivationsbremse und all diese Muster zusammen, das ist die
- 6:08Analyse im Artikel, sorgen dafür, dass deine ganze
- 6:11wertvolle Energie immer wieder in das Problem des anderen
- 6:14versickert und du selbst, du Laugst aus emotional und
- 6:18körperlich. Puh.
- 6:19Das ist echt eine schonungslose Analyse.
- 6:22Aber sie erklärt, warum man sich so unfassbar erschöpft und
- 6:25ohnmächtig fühlt. Ja, und diese Erschöpfung, die
- 6:27ist ja real, das ist ja keine Einbildung, der Artikel nennt ja
- 6:31auch Belege dafür. Absolut.
- 6:33Und das muss man verstehen, deine Belastung ist messbar, sie
- 6:37hat folgen. Die Studienlage, die der Artikel
- 6:39zitiert, ist da ganz klar. Was sagt die denn?
- 6:42Angehörige von Suchtkranken leiden signifikant öfter an
- 6:45Depressionen, Angststörungen, chronischem Stress.
- 6:48Auch psychosomatische Beschwerden nehmen zu.
- 6:50Also körperliche Sachen. Genau.
- 6:52Kopfschmerzen, Magenprobleme, Verspannungen, alles, was durch
- 6:56diese seelische Dauerbelastung getriggert oder verstärkt wird
- 7:00und die Lebensqualität generell, die sinkt oft rapide.
- 7:03Sozialer Rückzug, Geldsorgen, das Chaos zu Hause.
- 7:06Das ist ne riesige, oft unsichtbare Last.
- 7:09Immens, ja. Das klingt jetzt erst mal alles
- 7:11ziemlich düster. Gibt es denn da auch irgendwo
- 7:13einen Hoffnungsschimmer? Gerade wenn man sich vielleicht
- 7:16genau in dieser Erschöpfung wiederfindet.
- 7:18Ja, den gibt es, und das ist vielleicht eine der wichtigsten
- 7:21Botschaften aus der Forschung zum Craft Ansatz, auf denen der
- 7:25Artikel ja aufbaut. Craft, sagtest du.
- 7:27Genau steht für Community Re Enforcement and family Training
- 7:32ein wissenschaftlich fundierter Ansatz für Angehörige und die
- 7:36Studien dazu zeigen, was echt bemerkenswertes.
- 7:38OK. Die psychische Verfassung der
- 7:41Angehörigen, also dein Wohlbefinden, das verbessert
- 7:44sich oft schon deutlich, sobald sie anfangen, sich mit diesen
- 7:47neuen Strategien zu beschäftigen, also den Fokus auf
- 7:50sich zu legen. Aha, und jetzt kommt es, diese
- 7:54Verbesserung tritt oft schon ein, bevor der Süchtige sein
- 7:57Verhalten überhaupt ändert, wirklich, ja.
- 8:01Wenn wir das mal weiterdenken. Dein Weg zu mehr Wohlbefinden
- 8:04ist nicht zwangsläufig an den Erfolg des anderen gekoppelt.
- 8:08Du kannst die Kontrolle über dein Empfinden zurückgewinnen,
- 8:10indem du deine Strategie änderst.
- 8:12Das ist ja, das ist ja ne total ermutigende Nachricht, das gibt
- 8:17einem ja wieder n Stück Kontrolle zurück.
- 8:19Genau darum geht es. Es heißt ja nicht, dass dir der
- 8:22andere egal wird, aber dein eigenes Wohlbefinden muss nicht
- 8:26mehr in der Endlosschleife auf Besserung beim anderen warten.
- 8:29Exakt okay hier. Wird es jetzt wirklich
- 8:33interessant? Das bringt uns zu diesem
- 8:35Kernpunkt, dieser Mindset Shift Weg vom Rettermodus hin zum
- 8:40Meister der eigenen Energie. Wie schafft man das?
- 8:43Also der Artikel erklärt Motivation ja nicht als was das
- 8:47man hat oder nicht hat, sondern als Ergebnis von 2 Kräften.
- 8:52Nämlich. Erstens der Schmerz vom jetzt
- 8:55wird unerträglich. Es muss sich was ändern.
- 8:59Zweitens die Vision von was Besserem wird so stark, dass sie
- 9:03dich zieht. Okay Schmerz weg, Vision hin.
- 9:07Genau das Problem Bisher war dein Schmerz hing am Verhalten
- 9:11des anderen. Ich leide, weil er sie trinkt
- 9:14und deine Vision war seine oder ihre Nüchternheit.
- 9:16Ich wär glücklich wenn er sie aufhört, dein Wohlbefinden war
- 9:20also fremdgesteuert. Total abhängig.
- 9:23Und das craft Mindset, wie es der Artikel nennt, dreht das
- 9:25jetzt um. Völlig.
- 9:28Es nimmt deinen Schmerz über die Situation als deinen Antrieb und
- 9:32es hilft dir, deine Vision für dein Leben zu bauen.
- 9:35Ein Leben mit mehr Ruhe, mehr Freude, mehr Stabilität für
- 9:39dich, unabhängig davon, was der andere gerade macht.
- 9:43Das Ziel verschiebt sich also. Ja, es geht nicht mehr primär
- 9:46drum, den anderen zu retten, sondern darum, an dieser riesen
- 9:49Herausforderung persönlich zu wachsen.
- 9:51Der Artikel sagt ja sogar deine Seelenaufgabe ist Wachstum,
- 9:55nicht Rettung. Genau.
- 9:57Klingt vielleicht hart, aber es geht darum, deine Energie
- 10:00bewusst zu dir zurückzuholen. Für dich, deine Grenzen, deine
- 10:04Bedürfnisse, das ist der Wechsel von äußerer Abhängigkeit zu
- 10:08innerer Stärke. Klingt kraftvoll, aber auch
- 10:14anspruchsvoll. Wie fängt man denn damit an,
- 10:19gerade wenn man sich total ausgelaugt fühlt?
- 10:22Der Artikel schlägt ja so ein kleines Ritual vor.
- 10:24Ja, ein ganz Konkretes. 5 Minuten Ritual für jeden Tag, so
- 10:28eine Art mentale Neuausrichtung, 4 simple Schritte.
- 10:32Okay, erzähl mal. Schritt 1 validier deine
- 10:36bisherigen Taten Augen zu und anerkennen, was du alles
- 10:40versucht hast. Auch wenn es nicht geklappt hat.
- 10:42Sowas wie ich sehe meinen Mut, meine Liebe, ich habe es
- 10:46versucht so gut ich konnte, ich lasse die Schuld jetzt los.
- 10:50Frieden machen mit der Vergangenheit.
- 10:51Das ist gut, diese Selbstanklage loswerden und Schritt 2.
- 10:56Schritt 2 Deklarier deine neue Rolle sprich laut aus, wer du
- 11:01sein willst. Sowas wie ab heute bin ich nicht
- 11:05mehr nur Opfer der sucht, ich bin Schüler dieser Lektionen,
- 11:08ich bin Architekt meiner eigenen Ruhe, das ist ein bewusster
- 11:12identitätswechsel, Weg vom Erdulden der.
- 11:15Hin zum Gestalten. Hm eine klare Ansage an sich
- 11:18selbst. Schritt 3.
- 11:20Schritt 3 Definier dein warum dein eigenes schreib 3 konkrete
- 11:26Dinge, auf die du für dein Leben zurück willst wenn du deine
- 11:30Energie auf dich lenkst, nicht für den anderen, für dich so was
- 11:34wie. Ich will wieder ruhig schlafen.
- 11:36Ich will wieder lachen können mit Freunden, ich will mich
- 11:39wieder konzentrieren können, das ist deine Vision, dein
- 11:42Treibstoff. OK, der eigene Nutzen im Fokus
- 11:46und der letzte Schritt. Schritt 4 veranker dich im
- 11:49wissen, erinner dich an Fakten, die Hoffnung machen, zum
- 11:53Beispiel diese Erfolgsquote von CAFT, von der der Artikel
- 11:56spricht. Die liegt bei etwa 67%, um den
- 12:00Süchtigen in Behandlung zu bewegen, sag dir.
- 12:03Es gibt eine Strategie, die nachweislich funktioniert.
- 12:06Ich lerne die jetzt, das ersetzt diese diffuse Hoffnung durch
- 12:10Vertrauen in einen neuen Weg, diese 4 Schritte jeden Tag 5
- 12:14Minuten, die können helfen, das Gehirn langsam umzupolen.
- 12:19Das klingt total machbar, aber klar, selbst wenn das alles
- 12:22logisch klingt, kommen sofort die Zweifel, die Fragen hoch.
- 12:26Der Artikel greift das ja auch auf, wieso FEQS unter Freunden,
- 12:30lass uns da mal drauf schauen, die kennt sicher jeder.
- 12:33Die erste ist ja oft, aber ich habe doch 0 Energie mehr.
- 12:36Wie soll ich mich denn da noch motivieren?
- 12:38Ja, das ist wahrscheinlich die häufigste Reaktion und auch die
- 12:41ehrlichste. Absolut.
- 12:43Die Antwort darauf ist aber, es geht im ersten Schritt gar nicht
- 12:46drum, krampfhaft neue Energie zu finden, die nicht da ist,
- 12:50sondern. Die riesigen Energie, Lecks zu
- 12:52stopfen. Die Lecks ja denk an die Muster
- 12:56endlos streiten, Sorgen machen rund um die Uhr, kontrollieren,
- 13:00appellieren. Alles Energiefresser, die nichts
- 13:03bringen. Stimmt, wenn du anfängst, diese
- 13:05energieraubenden ineffektiven Muster bewusst runterzufahren,
- 13:08sparst du automatisch Energie und aus dieser eingesparten
- 13:12Energie, da kann dann die Motivation für was Neues
- 13:15wachsen, also eher ausbluten, stoppen statt künstlich
- 13:18aufladen. Verstehe Energie sparen durch
- 13:22Weglassen des Nutzlosen leuchtet ein.
- 13:25Nächste große Frage, oft mit viel Schuld verbunden, ist das
- 13:28nicht total egoistisch und lieblos, wenn ich mich jetzt auf
- 13:32mich konzentriere, wenn ich quasi aufgebe, ihn oder sie
- 13:36ändern zu wollen? Ja, die sitzt tief.
- 13:39Die Frage. Total.
- 13:40Die Perspektive im Artikel ist nein, das ist nicht lieblos, es
- 13:45könnte die gesündeste Form der Liebe sein.
- 13:47Du hörst ja nicht auf den Menschen zu lieben.
- 13:50Sondern du hörst. Die Zucht, diesen Prozess mit
- 13:52deiner Energie zu füttern. Mit deiner Aufmerksamkeit,
- 13:56Deinem Kampf, bedingungslose Liebe zum Menschen heißt nicht,
- 14:00selbstzerstörisches Verhalten bedingungslos hinzunehmen.
- 14:03OK, indem du für dich sorgst, Grenzen ziehst, dich aus diesem
- 14:07sog Befreist, lebst du ja auch Gesundheit und Selbstfürsorge
- 14:10vor, das kann auf Dauer viel mehr bewirken.
- 14:13Es ist Liebe zum Menschen, aber klare Grenze zur Sucht.
- 14:17Die Unterscheidung ist echt wichtig, liebe Mensch, nicht
- 14:21Liebe sucht. Das hilft vielleicht auch bei
- 14:23der nächsten Frage der nach der Schuld.
- 14:25Ich fühl mich so schuldig, wie soll ich mich motivieren, wenn
- 14:28ich denke ich bin Teil des Problems.
- 14:30Ja, Schuld ist ein Riesenthema, aber der Ansatz hier ist ja
- 14:33total entlastend. Es geht nicht um
- 14:35Schuldzuweisung, du hast nicht versagt.
- 14:38Sondern. Du hast aus Liebe gehandelt mit
- 14:40dem Werkzeug, das du hattest. Der Motivationsschub kann genau
- 14:44daherkommen. Hey, es lag nicht an meiner
- 14:46Liebe, es lag an der Methode. Stell dir vor, du hast mit einem
- 14:50Hammer ne Schraube reingehauen. Klar ging das nicht.
- 14:53Stimmt, jetzt lernst du den Schraubenzieher zu nehmen, das
- 14:56ist doch kein Grund für Schuld, sondern für Erleichterung
- 14:59endlich passendes Werkzeug. Okay das nimmt Druck raus.
- 15:04Aber was ist mit der Angst vor der Reaktion, was, wenn der
- 15:08andere total ausrastet, wenn ich mich plötzlich anders verhalte,
- 15:11mich auf mich konzentriere? Die Angst ist Real.
- 15:14Und die Reaktion, Wut, Vorwürfe, Unverständnis ist sogar
- 15:18wahrscheinlich. Oje, ja, weil Systeme Grad sucht
- 15:21Systeme sich gegen Veränderung wehren die Wut ist oft auch ein
- 15:25unbewusster Test. Meint sie das Ernst?
- 15:28Oder kippt sie wieder ins alte Muster?
- 15:30Und was macht man dann? Die Antwort ist nicht sofort
- 15:33einknicken, sondern lernen. Ruhig, liebevoll, aber
- 15:36konsequent zu bleiben. Wie man das Macht, das ist
- 15:39sicher Stopp für später. Aber die Angst vor der Reaktion
- 15:42sollte dich nicht davon abhalten, deinen Weg zu gehen.
- 15:45Den Weg, der für dich gesünder ist.
- 15:47Erfordert Mut und Übung. Sicher, letzte Frage aus dem
- 15:52Artikel, schaffe ich das denn allein nur mit solchen Artikeln?
- 15:56Also die Artikelserie ist gedacht als starker Impuls, als
- 15:59Augenöffner, ja als Trainingsmanuell für den Kopf
- 16:02und die ersten Schritte kann viel bewegen, aber aber Gabriel
- 16:06sagt auch, klar, sie ersetzen keine Profi Hilfe, wenn es
- 16:10richtig festgefahren ist oder du am Ende bist, wenn du merkst, du
- 16:13schaffst es allein nicht, die Muster sitzen zu tief, der Druck
- 16:16ist zu hoch, dann hol dir Unterstützung.
- 16:20Was für welche. Einen Therapeuten, idealerweise
- 16:22mit CIFT Erfahrung. Oder eine Selbsthilfegruppe für
- 16:26Angehörige. Das ist dann genau richtig und
- 16:28wichtig, aber, und das ist der Punkt hier, die grundlegende
- 16:32Motivation, diesen Schritt zu tun, die Verantwortung für dich
- 16:36zu übernehmen, die muss aus dir kommen und diesen Funken zu
- 16:39zünden, dabei soll das hier helfen.
- 16:42Verstehe die Artikel als Anstoß und Werkzeug, aber nicht als
- 16:47alleinige Lösung für alles. Bringt uns vielleicht auch zum
- 16:50Lesetipp, den Gabriel gibt genau das.
- 16:53Buch Soulmaster von Maxi Monkewitsch das geht halt tiefer
- 16:57als nur Verhaltenstechniken. Inwiefern?
- 16:59Solche Bücher. Zielen darauf ab, die innere
- 17:01Stärke zu finden, die Schöpferkraft aus der Opferrolle
- 17:05rauszukommen. Gerade wenn außen alles
- 17:07chaotisch ist, wie bei sucht im Umfeld ein stabiles seelisches
- 17:11Fundament bauen sozusagen, das ergänzt dann.
- 17:13Den strategischen Craftansatz? Genau.
- 17:17Es stärkt die innere Widerstandskraft, das Vertrauen,
- 17:19das du brauchst, um so einen Weg auch durchzuhalten.
- 17:21Klingt nach einer Guten. Ergänzung im Artikel ist ja auch
- 17:24ein Affiliate Link nur zur Erklärung, wenn du drüber kaufst
- 17:27kriegt Gabriel ne kleine Provision, für dich kostet s
- 17:29nicht mehr eine Möglichkeit seine Arbeit zu unterstützen.
- 17:32Mhm und damit sind wir beim Fazit von Gabriel, er sagt Ja,
- 17:36dieser Schmerz den du vielleicht fühlst.
- 17:39Das ist nicht das Ende, sondern vielleicht das Knacken deiner
- 17:42Schale, das Wachstum erst möglich, macht ein schönes.
- 17:45Bild? Ja, und die?
- 17:46Befreiende Wahrheit sei, du kannst nur dich selbst
- 17:49motivieren, dein Schmerz, deine Erschöpfung sind vielleicht der
- 17:53Weckruf deiner Seele. Der alte Weg führt nirgendwo
- 17:57hin, hör auf zu. Warten?
- 17:58Genau. Hör auf zu warten, dass der
- 18:01andere sich ändert. Entscheide dich für dein
- 18:03Wohlbefinden, diese Entscheidung, das ist der
- 18:06Zündfunke und im nächsten Teil. Geht s dann praktisch weiter?
- 18:09Richtig. Da soll es um den ersten
- 18:12konkreten Schritt der Craft Methode gehen, die
- 18:14Funktionsanalyse, also quasi die Landkarte der Sucht, verstehen
- 18:18lernen. Warum passiert was, wann
- 18:20spannend? Bevor wir zum Schluss.
- 18:22Kommen noch was Wichtiges. Wenn dir das hier was gebracht
- 18:25hat, wenn du die Arbeit von Nelix Berlin wertvoll findest,
- 18:28dann würde sich Gabriel riesig freuen, wenn du ihn unterstützt.
- 18:31Wie kann man das, du. Kannst helfen.
- 18:33Indem du diesen Beitrag auf Social Media teilst oder den
- 18:37Podcast auf Spotify oder Apple Podcasts bewertest.
- 18:40Likest das hilft ungemein bei der Sichtbarkeit.
- 18:44OK, man. Muss wissen, das Projekt.
- 18:47Nelix Berlin, das finanziert und erstellt Gabriel komplett
- 18:50allein. Jede Unterstützung hilft ihm
- 18:53dabei, sich selbst und eben auch anderen Betroffenen zu helfen.
- 18:57Das ist. Ja, sein Motto oder genau sein.
- 18:59Persönliches Motto aus allem schlechten in seinem Leben etwas
- 19:02Gutes zu machen. Im Artikel gibt es auch links
- 19:06für direkte Unterstützung, falls du das möchtest.
- 19:08Kauf mir einen Kaffee, Überweisung, Krypto steht alles
- 19:12da, gut zu wissen. So.
- 19:14Dann erstmal vielen Dank, dass du dir diese Zeit genommen hast.
- 19:17Für dich, für dieses doch sehr intensive Thema, ist ja nicht
- 19:20leicht, sich dem zu stellen. Absolut nicht.
- 19:22Pass gut auf dich. Auf und bis zum nächsten Mal.
- 19:25Ja, bis dann. Vielleicht noch einen Gedanke
- 19:27zum Mitnehmen? Gerne.
- 19:29Was wäre. Wenn die größte positive
- 19:31Veränderung für deinen Angehörigen gar nicht durch
- 19:34deine direkten Versuche kommt, ihn zu ändern, sondern sozusagen
- 19:38als Nebeneffekt deiner eigenen, neu gefundenen inneren Ruhe und
- 19:42Klarheit. Denk mal drüber nach, was für
- 19:44Wellen deine Veränderung schlagen könnte.
- 19:47Auch wenn dein Fokus jetzt erstmal nur bei dir liegt.