Latest / Spirit Mind Energy – Dein Universum für moderne Spiritualität | Gespräche mit Petra Baum / 006 Saturn in der Astrologie - Übeltäter oder Unterstützer - Folge 1: Häuser 1-3 | mit Ernst Ott
Transcript
- Petra: Hallo zusammen, ich begrüße euch ganz herzlich. Wir starten heute eine neue Serie und ich begrüße ganz herzlich Ernst Ott. Viele von euch, denke ich, werden ihn bereits kennen. Er ist Astrologe, Taro-Experte und Autor, geboren in der Schweiz, lebt aber bereits seit 40 Jahren in Deutschland. Er hat hier seine eigene Astrologieschule, die er in drei süddeutschen Städten betreibt. Er hat viele Bücher veröffentlicht, viel auch zu Pluto-Aspekten, Lilith-Aspekten, Deszendenten, teilweise in mehrere Sprachen übersetzt und bildet Astrologen aus. Seine Ansicht ist eine sehr humanistische und das finde ich wunderbar. Das Horoskop ist nichts, was uns bestimmt. Das Horoskop ist ein offenes System und es schränkt uns nicht ein, sondern es fordert uns eigentlich auf, uns auch damit auseinanderzusetzen. zu stärken. Und das ist glaube ich der Grundansatz, unter dem wir uns heute getroffen haben und wir haben uns auch ein Thema ausgesucht und zwar genau eines, was uns so gerne einschränkt, den Saturn. Der Saturn ist oftmals der Schuldige, weswegen wir so vieles nicht machen können oder warum ist uns so ein bisschen begrenzt und wir haben uns überlegt, wie können wir denn das noch umdrehen und sagen, was können wir denn mit dem Saturn auch alles lernen und wo unterstützt er uns? Nach meinem großen Monolog am Anfang sage ich jetzt herzlich willkommen, lieber Ernst. Was magst du dem denn noch dazu fügen? Ich hoffe, ich habe es richtig beschrieben. Ernst Ott: Guten Tag an alle und vielen Dank für die Einladung Petra. Ich mir da noch einverstanden, was du über mich gesagt hast. Petra: Wunderbar. Dann schauen wir doch mal, was heißt denn der Saturn? Und wir haben ganz bewusst diesmal gesagt, weil Saturn in den Zeichen kennt man oft mal schon mehr, wir gehen mal zu Saturn in den Häusern. Was bedeutet es denn, wenn ich den Saturn zum Beispiel im ersten Haus habe? Ernst Ott: Ja, da es grundsätzlich darum geht, dass wir versuchen, eine lösungsorientierte oder wertneutrale Astrologie zu machen, ich ganz kurz was sagen. Referenten haben das so an sich. Man fragt sie was Konkretes und sie machen zuerst einen riesen Umweg. in dem Fall ist es ja mir wichtig, den meisten, die sie mit Astrologie beschäftigen, fällt. Petra: Sehr gerne, wir haben alle Zeit. Ernst Ott: so als erstes Stichwort bei Saturn doch Hemmung ein oder mindestens Herausforderung oder harte Arbeit und so oder gar das ist ein schwieriger Planet was es meiner Meinung nach nicht gibt im astrologischen System das kommt aber daher dass seit Astro-Bücher geschrieben werden die natürlich geschrieben werden aus dem Bereich der der Astrologie der Macht, der Astrologie der oberen 10.000, die sich leisten konnten, ihr Erfahrungswissen von den Astrologen aufschreiben und drucken zu lassen. Und die Fragestellungen dieser Klientel, die es heute noch gibt, also das weiß ich, werde ich die Wahl gewinnen. mit der Regierung und all diese Dinge. Früher immer wäre ich die Schlacht gewinnen, klassische Frage. Und es gab Astologen, haben das ganz klar beantwortet, ja oder nein, weil sie glaubten, glauben heute noch, dass die ganz konkreten Reinnisse auf der Erde determiniert und bestimmt sind vom Gang der Sterne. Und wenn man schlau ist, kann man das eben sagen, du wirst die Schlacht verlieren oder nicht. Das halte ich für Petra: ⁓ ja. Ernst Ott: weder empirisch belegt noch weltanschaulich sinnvoll und ist ganz gegen meine Ethik. Meine Zukunft ist offen. Die Zukunft ist das, was ich heute verursache. Ich erschaffe meine Zukunft in der Art, ich heute denke, handle oder als Handel vermeide. Und von daher, wenn man eindeutige Auskünfte will, muss man die Symbole einteilen in Fördernde und Hindernde, in Gute und Schlechte. Und das gibt es dann auch in der astrologischen Sprache, sogenannten klassischen Astrologie, Vernichtungen, Exilstellungen, Verderbnisse aller Art, verbrannte Planeten und so. Und das braucht man, wenn man am Schluss zu einer eindeutigen Entscheidung kommt. Will. Was weiß ich, der Mann wird dich betrügen, heirate ihn nicht, alles entschieden. Wenn man zu solchen eindeutigen Aussagen kommen will, muss man dieses astrologischen Symbole, die schönen wertfreien Energien einteilen in Gute und Schlechte. Petra: Hat dann ja auch eine gewisse Macht gegeben für den, der das getan hat, oder? Ernst Ott: Das ist schon so. Wenn die Astrologen selber felsenfest dran glauben, funktioniert es. Stück weit natürlich nur mit teilweise Trefferquoten, aber es ist nicht meins. Aber das nur als Erklärung, warum uns bei Saturn jetzt anders als bei sogenannt guten Planeten, hieß es früher wie Jupiter oder Venus, da fallen einem zuerst schöne Übersetzungen ein, positive, fördernde und bei Saturn ist immer noch so bisschen einfach durch die Geschichte der Astrologie und den vielen Büchern, gibt, ja... Das das und das, steht das das Talent im Horoskop, aber leider ist da natürlich auch der Saturn dabei und jetzt muss man aufpassen, sich ein bisschen verengen und bisschen Angst kriegen und ein bisschen an sich arbeiten und ich denke halt, wir haben nicht den Auftrag andere zu werden als wir sind, sondern die zu werden, die im Horoskop angezeigt sind und uns zu lassen, so wie es ist und deshalb sehe ich Saturn, wie du das angedeutet hast, eben auch als positiven Fördernden. Petra: Jetzt wird es Ernst Ott: ganz normales Talent im Horoskop. So. Das war die Lamme eigentlich. Petra: Definitiv, ja. Ja, das ist aber glaube ich auch ganz wichtig, dass man das definiert, wie man grundsätzlich an die Astrologie geht und welche generell Macht man der Astrologie gibt, als etwas fatalistisch so ist es oder als fördernd zu sagen, hier kann es zu Herausforderungen kommen oder vielleicht kennt man auch das Gefühl in sich, aber dann ist ja das nächste. Was mache ich damit? Und alleine die Erkenntnis dürfte ja oft mal schon etwas entspannen und zu sagen, das darf zu mir gehören, oder? Ernst Ott: und ⁓ ist grundsätzlich, wenn man ⁓ verbneutral formuliert, ist in uns die Fähigkeit, aus Erfahrungen zu lernen. Das ist das Prinzip, aus Erfahrungen klug. Ich mache es einmal. ⁓ Petra: Ja. Ernst Ott: Ich mache es zweimal, ⁓ Scheiter, ich mache es dreimal, schon sehr gut, ich mache es viermal, noch was gelernt, ich mache es zum achtzenten Mal. Da wächst eine Souveränität, das Prinzip aus Erfahrungen zu lernen. Die Fähigkeit aus Erfahrungen zu lernen, man kann auch dumm bleiben, man kann viele Erfahrungen machen und nichts draus lernen, aber Saturn in uns ist die Fähigkeit daraus langsam ein Stück Reife zu bilden. Es gibt auch andere Übersetzungen, wir fangen vielleicht mal damit an. Dass es beim Haus 1 ja darum geht, wer Saturn in Haus 1 hat unter uns, egal ob am Aszenden oder weiter unten auf der Horoskopzeichnung, das ist ja das Haus des Ich, des eigenen Willens, wie setze ich mich durch, wer bin ich überhaupt und wer will ich sein und Petra: Energie. Ernst Ott: dass man da eben die Fähigkeit hat, realistisch zu gucken, was habe ich bisher gelebt davon, was spiegelt mir andere, was möchte ich sein und wie kann ich mich so weiterentwickeln, dass ich mit mir zufrieden bin, dass es eine erkennbare Individualität ist und da ist es eben schön, sich auch mal wirklich eine kleine Bilanzsitzung zu machen. Wenn ich als das auftrete, wie es dann funktioniert, wenn ich mich durchsetze so, wo war das erfolgreich, wo gar nicht, wenn ich mich durchsetze mit Konzilianz und Höflichkeit, dann spielt manchmal auch das Zeichen dort eine Rolle, was mache ich für Erfahrungen und nach und nach wäre ein gewisses Ziel, dass wir bei der Selbstverwirklichung, beim Blick auf sich selbst, beim Auftreten als ich ein bisschen das ausdrückt, was in der Psychologie der weise Alte oder die weise Alte bedeutet. Das muss jetzt nicht alt sein, aber eben eine reife Person, weil solche Menschen haben wirklich das Talent als reifer, souveräner Mensch rüberzukommen. Und in der Tendenz, das hört sich jetzt bisschen einseitig an, von Jahr zu Jahr geht es leichter. Es gibt so ein Klischee über Saturn, da wo Saturn steht, wird es aufs Alter immer leichter. Wie gesagt, es hängt auch am freien Willen ab, wo man sich arbeiten will. Petra: Und ob man die Erfahrungen, die man macht, wie du vorhin sagtest, auch nutzt, ⁓ zu sagen, beim ersten Mal ist es anstrengend, ich mach's zweimal, ich mach's fünfmal. Das heißt, man entwickelt ja auch die Stärke aus dieser Erfahrung heraus. Und damit kann man auch die Leichtigkeit entwickeln, weil man ja weiß, wie man reagieren kann. Ernst Ott: Man könnte auch sagen, der Saturn ist ein Strategievorschlag des Horoscopes. Wenn du dich durchsetzen musst, dann versuch es mal mit Saturn-Methoden. Nicht immer. Aber das ist jetzt nicht vor allem spontan und affektiv. Das wäre vielleicht ein Feuerzeichen oder so. Aber nicht vor allem, in dem du mit Gefühlen arbeitest. Petra: Ja. Ernst Ott: möglicherweise bei den Leuten ein bisschen auf die Tränendrüse drückst, dann kannst du dich leichter durchfahren, das wäre eine etwas fragwürdige Energie von einem Wasserplaneten oder Wasserzeichen, sondern eben souverän. Mit jemandem, der bei allen Aufregungen des Lebens, auch nicht immer Gewinn, aber noch ein Stück Fels in der Brandung ist. Okay, jetzt kommt die Herausforderung, du sagst das. Bei mir kommt das so an, ich will etwas anderes, ich drücke das jetzt aus, ich hätte notfalls auch ein Argument dafür. Also das ist so die Saturn-Art. Petra: Es ist aber auch die Tiefe dahinter. Saturn sagt ja nichts, wie du ja sagtest, einfach mal so in den Raum stellen, sondern Saturn hat sich eigentlich vorher überlegt, wie er vorgeht. Also das Strategische oder auch das Tiefgründige ist dann bestimmt viel mehr vorhanden. Ernst Ott: jeder Konstellation natürlich auch als Gefahr oder als Chance gelebt werden will, eine Gefahr, eine Schattenseite von Saturn in Eins wäre dann eben, dass man gar nicht mehr diskussionsbereit ist, sondern dass man so als ein Fels in der Brandung, ich habe mir jetzt einen klaren Willen entwickelt, ich will das und sie dann verengt und ein bisschen vergisst auf den anderen zu gucken und insofern... wird das manchmal als Härte empfunden. Petra: wollte eben sagen, jemand wird dann von den anderen bestimmt auch als sehr hart und unnachgiebig wahrgenommen. Es geht ja so auch bei der Eins ⁓ die, die anderen dich sehen. Und ich glaube, wenn man sich selber zu sehr dem beugt, dann verhärtet man auch innerlich ein wenig, oder? Ernst Ott: finde es ganz schön, dass du das sagst, Vorwurf von, du bist zu hart. Dann kann ein Gerichtfertigter sein, der einen aufmerksam macht auf eine Chance. Ist aber eine Fremdwahrnehmung. Es ist der andere, der hier Härte erlebt. Es ist seine Härte. Und es könnte auch sein, dass ich mir die Freiheit gönnen muss, mit meinem Saturn in Eins, wenn ich Saturn in Eins habe, zu sagen, tut mir leid, dass du das Härte empfindest. Mein Motiv ist das. Ich will es so. Petra: dann wäre es auch wunderbar eine Kommunikation, die nicht nur die Argumente hin und her schmeißt, sondern sagt, okay, wenn du das so empfindest, hat es ja auch was in dir gemacht, aus dem Grund ist es für mich so. Ernst Ott: Ja, das wären so ein paar Gedanken dazu. Vielleicht sollte man doch sagen... Dieses kleine Spiel, kann auch als Gefahr gelebt werden oder es hat auch Schattenseiten, hat nichts mit Saturn zu tun. Das ist eine Frage, ich zu jeder Konstellationsstelle Das würde ich auch immer Jupiter oder Venus in Haus 1, ich würde zuerst das Potenzial, das Talent sagen, dann was geschieht, wenn man das Talent missbraucht, nicht gut umsetzt und das hat nichts mit dem Horoskop zu tun, gar nichts. Die Gefahren entstanden nach der Geburt. Bei der Geburt haben wir einfach nur einen Topf von Talenten und Potenzialen. Durch Erziehung, Umwelteinflüsse, gemachte Erfahrungen, später auch durch den freien Willen, unterdrücken wir vieles, führen vieles in irgendwelche Richtung fort. Wenn jemand sich entschieden hat, dann... beinharter Materialist zu werden, wird das selbstverständlich auf die eigenen Talente abfärben. Also die Gefahren sind nicht so, dass man einem mit Saturn in eins sagen kann, du hast auch die Gefahren, sondern es ist eine oft beobachtete Gefahr, wenn etwas schief läuft mit dem, der du jetzt bist, geworden bist nach der Geburt. Petra: Ich glaube, ist immer, wie du ja sagst, das Wichtige. Wir selber dürfen es leben und die Erfahrungen sammeln. Und ob wir dann den Saturn als Strategen, der uns unterstützt und Sachen leichter macht, oder ob wir ihn dann nehmen, als immer wieder vor uns her schieben, vielleicht auch manchmal als eine Faust, eine Wall, den wir haben und durch den wir gar nicht mehr selber durchkommen, das liegt in letzter Konsequenz an uns, oder? Ernst Ott: Diese Sichtweise erlaubt uns eben zu sagen, wie schlimm es im Moment gerade ist. Vom Geburtshoroskop du nicht schlimm. Du hast nur einfach Energien, potenzielle Talente gezogen und keine Arschkarte. Es gibt nichts im Horoskop. Und von sich schlicht ist nie. Petra: Das ist ein guter Satz. Ernst Ott: was an sich schlecht ist und wo man es ertragen muss oder das Beste daraus machen oder es kompensieren, gibt es nicht im Geburtshorskop. Im Moment der Geburt spricht der Kosmos keine Verfluchungen aus, sondern stellt einfach Material zur Verfügung. Petra: Und auch, glaube danach ist es uns ja grundsätzlich freigestellt zu sagen, möchte ich das Opfer meiner Konstellation sein oder sehe ich Konstellationen, von denen ich merke, sie gehören zu mir und was mache ich daraus? Und das ist ja, glaube ich, unser Lebensweg. Wir sind freie Wesen und dürfen diesen Zugang nutzen, ⁓ uns über viele Sachen im Klaren zu werden. Ernst Ott: Gute Nacht. Aber es ist auch wichtig vielleicht zu sagen, dass das eine philosophische Denkgrundlage ist, was du und ich jetzt hier erzählen und nicht objektiv die Astrologie. Man kann die Astrologie auch für vieles anderes benutzen und die These der Mensch ist von Grund auf gut. und im Leben geht dann etwas schief, das ist nicht beweisbar. Das ist wirklich eine denkerische Voraussetzung, die sich bei mir entwickelt hat, von der ich auch sehr überzeugt bin. Und ich glaube, auch zu beobachten an Menschen, dass wenn man an ihr ursprünglich Gutes appelliert, dass es dann anfängt zu wachsen. Aber jemand, denkt, der Mensch ist von Haus aus ein... Sack von guten und schlechten Eigenschaften und die schlechten bahnen sich ihren Weg über die Triebe, der wird in der Beobachtung seiner Klientin genau das erleben. Petra: Definitiv. Wir leben nicht in der gleichen Realität. Wir haben unsere innere Wahrnehmung und auch das ist der freie Wille zu sagen, ich darf mein Leben hier so glücklich leben, wie ich möchte oder auch so unglücklich leben, wie ich möchte. Und diese Akzeptanz gehört, ob man möchte oder nicht, für jeden, jeden Einzelnen dazu und darf er entscheiden. Also wir haben ja im Vorfeld auch gesagt, bewusst das Thema Saturn, weil es ja oftmals ein wenig kontrovers dieser Planet gesehen wird. Wir greifen ihn uns mal raus. Wir hätten genauso den Jupiter nehmen können. Bloß dann sagt ja jeder gleich, der Glücksplanet und es ist fast schwer dann zu sagen, naja, er kann dich ja genauso auch in eine andere Richtung oder zu selbstsicher machen und es kann eine andere Auswirkung kommen. Sehr spannend zum Thema 1, also zum ersten Haus. Gehen wir mal ein Haus weiter. Was sagt denn der Saturn im zweiten Haus? Ernst Ott: Also das zweite Haus hat wie alle Häuser verschiedene Entsprechungen ebenen. Wenn man sagt, das Haus des Geniesens. So richtig ins volle Greifen das Leben genießen. Ein bisschen ähnlich wie das Stierprinzip. Petra: sich erwitzt. Mhm. Mhm. Ich sag immer, ist wie Bräugel. hab hier die ratenden Vögel kommen vom Himmel und ich liege da und genieße mit allen Sinnen. Das ist für mich so manchmal ein bisschen dieser Aspekt des zweiten Hauses. Ernst Ott: Ja, genau, bro. Ja, er die Fähigkeit, so weit wie das zu genießen, ein Paradies daraus zu machen. welcher Ebene ist es jetzt nicht so wichtig. Und da ist der Saturn eben wieder das Prinzip aus Erfahrung lernen und sagen, wie viel Genuss gibt es jetzt in meinem Leben, analysieren wir das realistisch. Petra: Ja. Ernst Ott: Und da gibt es ganz verschiedene Antworten. Vielleicht auch aufgrund von Eltern- und Erziehungseinfluss, äußeren Möglichkeiten. Es gibt ja zu wenig Genuss, woher kommt und so. Oder es gibt ehrlich gesagt ja viel. Mein Leben ist voll von Füllen, ich gehe schon auseinander und wiege 100 Kilo. Das muss man dann gucken. Aber aus diesen Erfahrungen ... bildet sich dann ebenso etwas wie das eigene Wertesystem. Was ist mir eigentlich wichtig? Was will ich genießen? Welche Genüsse sind natürlich mich glücklich machend? Und welche sind auch noch? Und welche sind nur Ersatzbefriedigungen, weil irgendwas anderes nicht stimmt? Also das zu erkennen und dann zu sagen, ich kann auch ... Einfach nur die Begegnung mit einer Reiche an einem schönen Sommertag, das kann ich geniessen und schlürfen. ein anderes Hauptsache, ich brauche bestimmte Dinge, die ich gerne habe, besitze, kaufe, spare. Aber dass man da eine Klarheit kriegt, was entspricht meinem Wesen. Und das ist eben das Haus der Werte natürlich. Insofern stellt sich da schon im Leben immer wieder kritisch die Frage, was ist mein Wertesystem? Von dem aus ich sage, ich haben, will ich nicht haben? Ist falsch, ist richtig. Und... Man sieht im Horoskop überhaupt gar nicht, ob jemand ein Geldgeier und Materialist ist oder ob er mir geistige Werte pflegt. Das ist eine Frage des freien Willens. Aber das zu unterscheiden. Oder vielleicht auch zu sagen, ich habe meine Grundideale, meine Grundhoffnungen, an denen halte ich fest. Andererseits bin ich auch realistisch im Einzelnen, das ist ganz egal, oder im Alltag habe ich pragmatische andere Werte als zum Beispiel in der Liebe oder als erwachsener Mensch. Der Saturn ist immer der souveräne, entspannte Erwachsene. Das wäre so Umgang mit Werten, mit was gilt es zu genießen, was ist für mich. das Leben als Fülle, nicht als Paradies, aber als Fülle. Petra: Vor allem, ich glaube, du hast das vorhin auch ganz gut gesagt, dieses Unterscheiden, was ist mir wirklich wichtig an Genuss und was ist Ersatzbefriedigung. Das ist ebenso bei mir hängen geblieben, weil ich glaube, da kann ja auch Ein Saturn kann ja auch dazu führen, dass man sagt, okay, ich will Genuss, ich will Genuss, ich will Genuss. Dann hält er dann einen vielleicht dann auch, aber vielleicht eben auch diese Möglichkeit zu geben, dass man etwas reflektierter dran geht und dann auch merkt und sagt, okay, was ist denn das jetzt hier? Womit habe ich denn wirklich einen Genuss, den ich auch hier drin spüren kann und habe? Oder was habe ich denn links und rechts? Und was bedeutet mir eigentlich gar nichts? Ernst Ott: eine mögliche Gefahr ist dann natürlich, dass man dass man sich immer wieder eingeschränkt fühlt beim Genießen. Wenn etwas nicht möglich ist, etwas weggenommen wird, etwas zu wenig ist oder so, dass man da dann nicht sagt, naja gut, sondern im Moment kann man das nicht ändern. Saturn ist ja so diese Fähigkeit an sich zu arbeiten auch und was kann man aus dieser Erfahrung lernen, damit es besser wird. Aber manchmal ist es dann auch so ein bisschen, man tut sich schwer. Manchmal auch nicht. Manchmal ist es auch eine Freude, sich einen Genuss Petra: Das dürfte bestimmt ein Punkt sein, sagen, wenn man dieses Saturnische hat, zu sagen, jetzt freue ich mich auch wirklich drauf. Also dann ist es nicht ein nur Mitnahmeeffekt, aber auch kein Bestrafungsaspekt, so nach dem Motto, ich hatte doch letzte Woche schon dieses Mal verbiete ich mir das, das wäre dann ja sehr schade. Sondern so für sich den Weg zu finden, zu sagen, jetzt. möchte ich das haben und gestehe mir das auch zu und dann stehe ich dahinter. Ernst Ott: Übrigens ist natürlich eine Konkretisierung vom Prinzip Werte auch wie geht es mit Geld ⁓ Wenn Gesellschaft uns Geld gibt oder sowas Geldähnliches, dann wir dann bald das Bargeld abgeschafft. Und da hat jeder seine eigene Strategie. Und da wäre es eben gut, wenn jemand Saturn in Haus 2 hat, sich zu sagen... Welche Wertigkeit gebe ich denen? Erich Kessler hat es sehr einfach gesagt, Geld ist nicht die Hauptsache, aber die wichtigste Nebensache. Geld ist ein Hilfsmittel oder Geld ist wichtig. Geld ist für mich Sicherheit. Sobald ich bisschen weniger Geld habe als gestern, wäre ich Sicherheitsängste. aufbauen, die ja nicht immer real sind. Ich werde demnächst kein Geld mehr haben, ist sehr oft eine vorgestellte Zukunft. Da schafft man sich etwas, wo es aus einer Vergangenheitsangst kommt, projiziert sich die Zukunft. Also das zu beobachten. Da eine Reife zu entwickeln, das auch zu erkennen an sich selber. Petra: man lässt alles weg, was passieren könnte, ⁓ das zu verhindern. Das ist ja der Spannende. Ernst Ott: Oder auch zu sagen, Moment, ich muss nicht andauernd ein guter Mensch sein. Ich habe wie jeder Mensch ein Recht auf Ernährung, zu haben, das Leben gut zu leben und nicht auf Sparflamme, auf asketischer Sparflamme. Und deshalb, mit aller Klarheit, sorge ich dafür. Also da gibt es verschiedene Möglichkeiten, aber Umgang mit Geld ist immer ein... schönes Kennzeichen oder Anzeichen oder Leidsymptom dafür, wie steht es mit meinem Selbstwert. Petra: Und ich glaube, da kann der Saturn bestimmt auch wunderbar unterstützen, weil er ja eine gewisse Form des Realismus auch gibt. Zu sagen, okay, wenn ich eben sehe, auf meinem Konto wird es jetzt weniger, ist das nicht die, wie du sagtest, die gefühlte Verarmungsangst, von der ich, die ist nibulös und die macht mich dann ja auch unsicher, sondern vielleicht auch dann die Fähigkeit zu sagen, okay, so sieht es aus, wie ist denn wirklich meine Planung für die nächsten Monate. Kann ich mich entspannt zurücklegen, weil ich dann auch ganz realistisch weiß, das ist ein Dip? Oder komme ich hier an den Punkt, wo ich mir selber eine Grenze setze, im Positiven sagen, ab diesem Punkt schränke ich das ein oder andere ein, ⁓ wieder meine persönliche Klarheit zu haben und mich darin auch wohlzufühlen, oder? Ernst Ott: Schön gesagt. Petra: Dann werden wir sozusagen das Thema des Genuss, der Werte, der Sicherheit, des Umgangs mit materiellen und immateriellen Werten, glaube ich, Saturn ganz gut behandelt und gehen ein Haus weiter. Ich sage ja auch mal, das Erste geht ja so raus, das Zweite ist ja auf sich selbst, das Dritte geht wieder so ein wenig raus in die Beziehungen. ⁓ Ernst Ott: Ja. Petra: Bildung, Kommunikation und was sagt uns denn ein Saturn im dritten Haus? Ernst Ott: Das sind sehr verschiedene Entsprechungen. Also schonmal zuerst vielleicht die Art, wie ich kommuniziere, wie ich die Welt verstehe, indem ich Fragen stellen, Antworten bekomme, Antworten gebe, mich auf andere Einlass, auf Menschen, auf Bücher, auf Ideen. Die Art, wie ich kommuniziere und auch Informationen sammle dadurch. Und da würde Saturn eben auch sagen, kommunizieren, nur weil es fröhlich und lustig macht, sondern wo ist die Grenze zum Wohltuch, was haben diese zwei Stunden, ich kommuniziere mit irgendjemandem beim Bier oder ich kommuniziere mit irgendwelchen Informationen, die mich überflutet haben. Zwei Stunden sind vergangen. Was genau ist die Essenz? Was war brauchbar? Was wollte ich ursprünglich? Wie mache ich es anders? Das ist, ich denke, die... Die Überfülle von Informationen, die natürlich gesellschaftlich gewollt ist, ist eines der ganz großen Probleme des modernen Menschen. Und da immer wieder die Frage zu stellen, was brauche ich eigentlich wirklich, was will ich wissen, auch natürlich woher kommt die Information, wer gibt sie mir, wer finanziert den, der mir die Information gibt. Und da ist Saturn besonders gut. Andere Planeten sind da leichtgläubiger. Und er kann wirklich unterscheiden zwischen, das brauche ich, das ist eine wichtige Information. Ich weiß woher ich sie habe, ich weiß was ich damit mache und jetzt bin ich offen für was nächstes und das schaue ich wieder realistisch an mit einem Menschen der Erfahrung hat. Ich mache nicht zum ersten Mal ein Handy an und erwische mich, dass ich überflutet bin, sondern ich habe eine gewisse Erfahrung im Umgang mit der Flute. Petra: Vielleicht auch eine gesunde Form der Skepsis, die dahinter steckt, dass man eben sagt, mit dem Wissen, nehmen wir jetzt mal Social Media, dass nicht jeder Post und Sweat, der dort ist, der Wahrheit entsprechen muss. Diesen Anspruch hat das Medium auch nicht, sagen wir es mal einfach so. Aber zu sagen, okay. Hier merke ich, das ist reinste Unterhaltung oder KI oder anderes. Aber hier habe ich auch so die Erfahrung, Ernsthaftigkeit in mir selbst zu sagen, was möchte denn diese Nachricht dahinter eigentlich sagen? Und du hast es vorhin schon schon gesagt, dachte mal, wem dient es? Und ich glaube, alleine, wenn man so diese Frage manchmal zulässt, geht man so ein Stück raus und guckt sich das vielleicht auch nochmal etwas. realistischer an, womit man konfrontiert wird, Ernst Ott: Und dann ist es natürlich auch das Talent, mit Ernsthaftigkeit zu kommunizieren, zu sprechen, wie wenn es wichtig wäre, und es wichtig zu nehmen, auch was man hört. Also diese Art ist das Gegenteil von Small Talk, also eine Kommunikation, die die beiden, also wo etwas ausgeglichen ist zwischen geben und nehmen, hören und sprechen, Fragen und Antworten und Petra: Ja. Ernst Ott: wo der Partner eben ernst genommen wird. Und das ist schon etwas sehr Schönes. Außerdem ist das dritte Haus das Haus des Lernens. Also wie lerne ich etwas? Eine Ausbildung oder sonst, eine Sprache. Und da ist Saturn logischerweise auch sehr hilfreich. Weil gerade das Sprachenlernen zum Beispiel, das fußt ja sehr stark auf der Anwendung einfach. Man muss ein Wort fünf, sechs, sieben, achtmal gehört haben, ausgesprochen und schon ist es ein Automatismus. Und da ist akkumulierte Erfahrung, eine wunderschöne Sache. Petra: dürfte auch anspornen, sich gar nicht mit weniger zufrieden zu geben, sondern zu sagen, wenn ich es mache, dann mache ich es richtig in diesem Bereich. Ernst Ott: Genau. Weil ich eben das, was nicht richtig ist oder nicht bringt oder Zeit verdeutet, erkenne. Es ist weniger, dass der Saturn einschränkt. Weniger ist mehr, das ist auch ein schöner Satz, aber wenn es also Richtung Askese geht, ich glaube, ist eher die ganz klare Fähigkeit, die Hauptsache zu erkennen. Das was auch noch wichtig ist und die 38.000 Lebenssachen und sich auf die Hauptsache konzentrieren und dann ist man gelassener gegenüber den vielen Fehlern, die man macht, die Fähigkeit. Fehler zu machen und aus Ihnen zu lernen, Fehler zu sehen, ist Saturn. Die Schattenseite ist, haben wir in der Schule gelernt oder bei den Eltern oder sonst irgendwo, ich mache einen Fehler und das darf nicht sein oder das hätte nicht sein dürfen, jetzt musst du dich verengern, jetzt musst du dich kritisieren, jetzt musst du sagen, wie doof ich mich jetzt. Das ist nicht Saturn, das ist ein Zio. sondern die Fähigkeit einen Fehler zu machen und zu sagen, es war ein Fehler bezogen auf welche Absicht, wer genau hat Schaden genommen, wie ist er entstanden. Wie mache ich es nächstes Mal besser? Ohne sich emotional auf sich zu stürzen und zu sagen, es war etwas falsch. Auch in der Kommunikation. furchtbarer Kerl, behauptet da etwas, was nicht meine Meinung ist. Saturn muss ich nicht aufregen, sondern beobachten bei sich. Ich denke, ist eine schlechte Meinung. Ich habe sogar die Tendenz, zu bewerten. Wie gehe ich damit ⁓ Soll ich meine dagegen stellen? Soll ich es offen lassen? Soll ich es ansprechen? Aber die Fähigkeit Fehler zu machen und aus Fehlern zu lernen und aus Fehlern nicht eine Selbstabwertung abzuleiten, ist Saturn. Das ist ein Talent. Petra: Das ist tatsächlich ein Talent. ich glaube, wie du ja auch sagtest, wenn es in der Kommunikation dazu kommt, dass man sich nicht aufregt, sondern auch sehr wohl sagt, wenn ich hier eine Meinung vertrete und kommuniziere, dann habe ich mir davor schon ein Bild gemacht. Dann kann ich das auch sehr ruhig rüberbringen und nicht tausend verschiedene Sachen mit reinnehmen, ⁓ sich selbst zu überzeugen, alle anderen zu überzeugen. Dann wird das ja oft mal sehr verwässert und zu sagen, diese rote Linie Ich bin es mir selbst schuldig, im Positivsten zu sagen, bevor ich etwas mache, ich die Tiefe, habe die Information und dann kann ich das eigentlich auch sehr präsent rüberbringen. Das glaube ich, ein Talent, wenn man das nutzt. Ernst Ott: Umgang mit Sprache ist natürlich auch ein Haus 3 Thema. Und Saturn hat die Fähigkeit, essenziell zu sprechen, sodass etwas dahinter steckt. Nicht nur wortschwall, nicht nur politisch korrekt gesprochen, sondern lebensnah gesprochen. Und wenn es ein wichtiges auch wirklich an der Sprache zu arbeiten, an den schönen Sprachen. früher was Pelletristik genannt. Es gibt Leute, die drücken sich aus in einer künstlerischen Form, die aber die berührt und die die Leben enthält. Roman schreiben oder was weiß ich. Da muss man bisschen sorgfältig sein. Da braucht es auch die saturnische Geduld. Geduld ist auch eine Saturnensprechung. An alle ungeduldigen unter uns, jeder hat in sich Einer von den sieben Planeten, der die Fähigkeit zu Geduld anzeigt. Jetzt sagst vielleicht wo wo wo. Irgendwie potentiell, ich sag noch potentiell, auch zu beruhigen. Petra: Hahaha! Der Spruch heißt ja immer, bitte gib mir Geduld jetzt. Ich würde sagen, wir sind für heute schon am Ende unseres ersten Teils angekommen. Drei Häuser und so viel unterschiedlicher Input, so viel unterschiedlicher Aspekte. Ich hoffe, wir konnten euch damit inspirieren, viele Informationen geben, Anregungen geben. Wir freuen uns auch über eigene Betrachtungsweisen. Vielleicht konnten wir auch. Ernst Ott: Ich da. Petra: die eine oder andere bisherige Einstellung ein wenig aufweichen, je nachdem, wie man es gesehen hat. Und wenn es euch gefallen hat, wir freuen uns sehr. Im zweiten Teil geht es weiter mit den nächsten Häusern. Für heute vielen Dank, lieber Ernst und euch allen. Tschüss.