Latest / Spirit Mind Energy – Dein Universum für moderne Spiritualität | Gespräche mit Petra Baum / 079 Götter & Mythen am Montag – Máni, Selene & Artemis | Vera Zingsem & Petra Baum
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- Petra Baum: Hallo zusammen, ich begrüße euch ganz herzlich zu einer weiteren Folge zum Thema Mythologie, Astrologie, Planeten, Göttersagen. heute gibt es den Montag. Ich bin Petra Baum von Spirit, my energy und begrüße wie immer in dieser Serie ganz herzlich Vera Zingzim an meiner Seite. Liebe Vera, ich würde mal sagen, deine Bühne erzählt uns, wer hat ihr was dazu beigetragen. Herzlich willkommen. Vera Zingsem: Ja, vielen Dank. Ich freue mich, dass ich hier ein bisschen zu meinen Themen da zum Besten geben kann. und einfach auch zu sehen, wie dieser Vergleich ist. Das hat mich einfach immer schon so angesprochen. Heute Montag, der Montag, der ist von den Germanen am wenigsten besetzt. Also da sieht man einfach auch Bei den Griechen ist der Sonntag nicht übermäßig. Man ist schon auch besetzt. Aber man sieht einfach, wo sind die Vorzüge. Der Mond ist bei uns schon okay, aber er ist nicht so fruchtbar, so fruchtbringend wie im vorderen Orient, wo ja alle froh sind, wenn der Mond scheint und die Tageshitze weggeht. Also da ist so ganz andere Vorstellung. Bei uns ist der Mond, bringt eigentlich nicht so viel Leben, denn eigentlich die Sonne ist hier die Lebensspendende. Und das merkte man, hat man ja gesehen, es gibt so viele Sonnengöttinnen, alle in einer Reihe. beim Mond ist es eher bescheiden. Aber es ist ja auch nicht schlimm. kann ja auch dann sehen, dafür ist der Montag bei den Griechen ganz super besetzt mit Artemis natürlich. Die große Göttin kann auch nachher, werde ich sie nochmal präsentieren, unsere schöne große Artemis von Ephesus. ist natürlich was. Ja, der Mond Mani. Und ich sage ja schon, bei uns heißt es tatsächlich der Mond, nicht die Mondin und so, sondern das Lebensspendende ist die Sonne. Deshalb Sol, die Sonne oder Sunna. unsere Sonne hat sogar noch einen spirituellen Namen. Das ist nämlich Sunna. Da kommt das englische Sun auch noch mit zusammen. Und das ist die spirituelle Seite der Sonne. Und was überhaupt wichtig ist für die Mythologie, wollte ich doch auch nochmal kurz betonen, Mythologie geht immer mit Natur zusammenhängen. Also die echte Mythologie, also echte Mythen kann man daran auch prüfen, ob sie ein Naturphänomen reflektieren Petra Baum: Mhm. Vera Zingsem: und ob sie ein Naturphänomen verschönern, ob sie das einfach durch Geschichten schön und verständlich machen. Und damit ist Mythos immer erfahrbar. Also ganz anders als Glaubenssysteme. Im Mythos muss man nicht glauben. Der geht immer auf eine Erfahrung zurück. Und diese Erfahrung haben wir. sehen den Mond, wir sehen die Sonne, wir sehen, was sie in der Natur bewirken. Wir sehen den Jahreskreis. Und das ist in dem Sinn auch immer zyklisch. Jeder echte Mythos geht auch in einen Zyklus einher. Und damit ist auch keine Spaltung in Gut und Böse oder Hell und Dunkel, weil alles ja immer wie beim Yin und Yang auch ineinander übergeht. Das ist auch bei uns in der Theologie, als ich das studiert habe, wurde immer gesagt, der Mythos ist minderwertig, weil er zyklisch denkt. Ich sehe es inzwischen als Stärke. Wir Frauen sind ja ohnehin im Zyklus zu Hause. Insofern ist das ein ganz großes Unterscheidungsmerkmal. Der Mythos ist immer von uns erfahrbar. Alles, wir hören, auch mit dem Getreide oder so im August, das sind alles Dinge, die wir auch selber erfahren und die der Mythos erhöht und macht das verständlich und vergöttlicht das. Das heißt auch, dass wir dadurch die Natur in einem göttlichen Sinne verstehen lernen und nicht in einem ausbeutbaren Sinne. sondern in einem, das ist ein wesenhaftes, göttliches Wesen. Die ganze Natur, die uns umgibt, ist eigentlich etwas göttlich Ergreifendes und somit auch für uns jederzeit erreichbar und daher auch schön, wenn man unter Bäumen sich befindet, komme ich nachher bei Artemis noch zu, denn die hat die Hasel bei sich. Also insofern gut. Der Mond, wir haben schon gehört, Mond, Mani und Sol, die beiden sind Geschwister und Der Vater, der Riese Mundilfari, hat eben diese beiden Kinder, die waren so glänzend und strahlend und der hat sie so gelobt und so schön gefunden, dass die Götter auch aufmerksam wurden und sagten, also wenn die so schön sind und so strahlend, dann wäre es doch schade und vergeudet, wenn sie nur für dich alleine strahlen. Dann setzen wir sie doch an den Himmel. Typisch germanisch, es soll immer etwas Schönes für alle sein oder möglichst für viele. Die denken sehr gemeinschaftsbezogen. Und so kamen dann die zwei an den Himmel. Beide haben einen Wagen, der von Pferden gezogen wird. Und im Grunde fahren sie ja hintereinander über den Himmel. Und sie haben eben auch je einen Wolf hinter sich. Also die Sonne hat den Wolf Bosheit hinter sich und also Skoll und Mani den Wolf Hass hinter sich. Aber wie gesagt, es interessiert sie nicht. Es gehört zum Leben dazu. Ich denke, es zeigt uns die Zerbrechlichkeit unserer Welt. Und das ist auch wichtig, dass wir dann dadurch auch aufmerksam werden, dass wir behutsam mit unserer Welt umgehen und nicht das als gegeben immer hinnehmen. Insofern finde ich das eigentlich eine schöne Vorstellung. Und wenn wir unseren Weltenbaum auch sehen, der Weltenbaum Yggdrasil, diese Weltesche, heißt auch Lerad und das heißt Friedespender. Das heißt also, unsere gesamte Welt, in der wir leben, vereint die widerstrebensten Wesenheiten und Gefühle und alles in sich und daraus entsteht Frieden. Nicht indem wir etwas abspalten, sondern indem wir das möglichst Vieles integrieren man könnte diese Wölfe zum Beispiel ja leicht erschießen, aber dann würde was anderes auftauchen, was auch gefährlich ist. Also lässt man es und sagt, lass uns das Bewusstsein davon haben. Denn die zwei lassen sich letztlich nicht beirren. Die drehen sich ja nicht mal Lass die Wölfe doch hecheln. Also insofern ist das auch ein ganz schönes Beispiel, wie man mit solchen Widerwärtigkeiten umgeht. Nicht zu viel Raum geben, nicht zu sehr angucken. Und so ist auch Mani ganz zufrieden. Er hat also gar keine... Die Sol hat ja eine Tochter. Er ist zunächst alleine. Aber das behagt ihm auch nicht so ganz. darauf nimmt er eines Tages, kommt er durch so eine öde Landschaft und da sieht er ein Gehöft, wo ein Vater seine beiden Kinder richtig fies knächtet. Also die müssen noch Mitternacht arbeiten und er lässt die überhaupt nicht frei. Und die sind ganz fertig davon. Und dann sieht er diese zwei unglücklichen Kinder und denkt, Die nehme ich jetzt mal mit. Dann schlägt er die auf seinen Wagen in seinen Mantel und nimmt sie mit auf seinen Wagen. Und seither fahren die mit ihm fröhlich über die Welt und geben eben Auskunft über die weibliche und die männliche Seite des Mondes. Das ist die männliche in dem Fall die zunehmende. Yuki und Bill ist die abnehmende. Und somit ist auch wieder die Androgynität des Mondes erklärt. Denn der Mond wirkt auf uns ja immer schillernd. Die Sonne ist immer klar, aber der Mond hat immer ein paar Schattenseiten und und der Mond wird deswegen in den meisten Kulturen auch androgyn gesehen. im Mond wird auch die Unsterblichkeit gesehen. Durch dieses immerwährende größer und kleiner werden, sagt man, ein Gestirn, das wird immer größer und kleiner, das ist unendlich. In China sitzt da der Hase, der Mondhase braut das Unsterblichkeitselixier. Also da haben wir immer, im Mond ist immer diese Beidseitigkeit. Und mir gefällt das eigentlich, dass der Mond, dass der sagt, die zwei Kinder nehme ich jetzt mit. Die muss ich aus ihrem Elend befreien und dann habe ich da oben auch Gesellschaft und kann mit denen zusammenfahren und seither sind die zu dritt unterwegs. Diese Form gibt es normal eigentlich nicht mehr. Also insofern etwas ein Alleinstellungsmerkmal. Ja und dann ist natürlich noch die Geschichte, dass die Germanen ja immer sehr viel verschiedene Welten haben. Und so fragt dann der der Gott Thor, den Zwerg Alvis, den Allwissenden einmal, weißt du denn auch, wie der Mond in den verschiedenen Welten heißt? Also nicht nur bei den Menschen. Und dann kommt also so die Antwort Mond bei den Menschen, Mindere bei den Göttern, Himmelsrat bei Heel, das ist auch interessant, bei der Unterweltsgöttin, Eiler bei den Riesen und bei den Albenscheinen und bei den Zwergen. Das heißt also, in jeder Welt wird er nochmal anders benannt und auch in seiner Qualität dann anders erkannt. das ist auch typisch germanisch, dass sie alle Facetten immer so ausloten und daher auch viele verschiedene Namen für ein und dasselbe kultivieren. Ja, also so haben wir den Aber er ist eben nicht so ausgefaltet wie die Sonne. Und wenn wir den Mond in Griechenland sehen, dann haben wir auf der einen Seite Selene, die auch als androgyn dargestellt wird und ganz klar ein Artemis. Und Artemis haben wir allerdings dann wieder bei uns, weil die Diana, das ist ja dann der lateinische Name, Diana ist divina, die göttliche, die Göttin. Diva kommt da auch noch her. Und dann kommt Diana, die ist jetzt wiederum für uns auch ganz wichtig geworden. Die ist nämlich die Göttin der Hexen und die wurde von der Kirche geradezu verhasst, weil sie so beliebt war. Und weil auch der Beifuß zum Beispiel, das ja auch Artemisia, wird auch ihr zu als Heilpflanze zugeordnet. Also Artemis, Diana. Also da hatte die Kirche ganz viel mit zu tun und dann hieß es auch, man hat regelrecht noch Erlasse, bischöfliche Erlasse gehabt, die das nächtliche Reiten mit Diana verboten haben. Burkhard von Worms zum Beispiel. Da ist also tatsächlich Diana ist in Artemis praktisch über die Römer. Die haben ja vieles zu uns gebracht, auch Isis und so, also alle großen Göttinnen und Götter. Und so ist Diana eigentlich auch eine von uns geworden. Und zum Beispiel das Fest Marie Himmelfahrt, was ja dann 1950, dann Maria in den Himmel aufgenommen. ja elend lange haben sie sich da Zeit mit gelassen. Aber das ist genau zu dem Zeitpunkt, Mitte August, wo Tod und Auferstehung der Diana gefeiert wurden bei uns. Also das war der 13. bis 15. August. Da war der Abstieg Dianas in die Unterwelt und Auferstehung am 15. Das heißt, was man nicht bekämpfen kann, das muss man sich irgendwie unter den Nagel reißen oder dingbar machen. Aber Diana ist, es wurde auch immer gesagt, ein Drittel der Welt huldigt ihr. Das war eine große Konkurrenz für die sich ausbreitend wollende christliche Welt. Ein Drittel der Welt huldigte ihr und die haben nicht von ihr abgelassen. Und das kam auch daher. Es gibt ein nettes Gebet, schönes kleines Gebet. Da heißt es große Diana, du, die du die Königin des Himmels bist und der gesamten Unterwelt, ja du, die du die Beschützerin aller unglücklichen Menschen bist. Das heißt also, Diana ist eben auch eine barmherzige Göttin, eine, die mit ihrem Bogen nicht nur wild erschießt, meistens als Kranke, aber eben mit dem Bogen auch auf Ungerechtigkeiten zielt und diese Ungerechtigkeiten beseitigt. Das heißt also, als Mondgöttin hat sie ja alle Phasen, wie es im Vollmond und gleichzeitig aber auch im Neumond. Und der Neumond gilt eben auch als ihr Mondbogen. Das ist also auch gleichzeitig der Bogen der Jagd. Sie ist als Neumond und im Vollmond ist sie Belisama, die Strahlende. Da ist sie also die Großstrahlende. Aber, hatte er schon gesagt, sie Petra Baum: Ja. Vera Zingsem: hat ja auch ihrem Bruder Apollo schon auf die Welt geholfen, mit ihrem Bogen, ihrem Pfeil auch heißt es immer, öffnet sie den Muttermund bei den Müttern, bei den bergenden Müttern. und sorgt für eine schmerzfreie Geburt. Also das ist eine ganz schöne Vorstellung und sie haben auch Käuter, die eben der Artemis gewidmet sind, die dann auch für schmerzfreie Geburt sorgen. Das hat natürlich die Kirche. gar nicht haben wollen. Denn die ging ja davon aus, das ist die Strafe Gottes für die Frauen, die müssen leiden bei der Geburt. Da war natürlich auch schon, da war man dann auch schon wieder gegen Artemis. Also diese ist auch ein bisschen verrückt eigentlich, was die Kirche da unbedingt die Frauen so leiden sehen wollte. Und da war natürlich Diana komplett im Weg, weil die ist nun ganz anders drauf und ganz klar ist sie für die Frauen und sorgt also. Ohne Schmerzen gebahr und trug mich die Mutter, aus dem lieben Leibe entließ sie mich, ohne zu ächzen. Das wird vom Dichter Kalimahostan gesagt. das heißt Diana Artemis ganz klar ist sie natürlich auch selber schöpferisch. Wenn wir mal sehen, der Mond ist in sich, er hat ja, wenn er noch schmal ist, dann wirkt er ja wie eine Schale und diese Schale kann man füllen. Das heißt, der Mond wird als ganz ursprünglich schöpferisch gedacht, weil er eben leer wird und eben auch all die Fülle wieder abgibt, damit er wieder sich füllen kann. Also das ist ja auch eine ganz weise Vorstellung, dass eigentlich das, was voll ist, muss sich leeren. Wir können etwas nicht behalten, weil wenn es genau so ein Becher, wenn der voll ist, dann läuft der über und du musst abgeben. So hat man in China dann gesagt, der Mond muss sein Licht an die Sterne, gibt er einfach ab, damit er sich wieder füllen kann. Und so ist es eben hier auch die Vorstellung, dass die Mondsichel, die wird gleichzeitig auch als Himmelsboot gesehen. Und im Zweistromland, wo auch Diana sehr stark mit verbunden ist, da war die Mondsichel die heilige Vulva der Göttin. Und da ist eben auch meine Vulva, das Horn des Himmels, ist begierig wie der junge Mond. So wird es dann in den Liebesgeschichten gesehen. Dieser Neumond ist in dem Sinn eigentlich immer das Schöpferische. Von da kommt etwas Neues in die Welt. Und insofern... können wir sagen, Artemis da eben auch mit zu tun. Nun habe ich mal eine mitgebracht. Ich habe nämlich eine Artemis hier bei mir stehen und das ist dann schon die Artemis von Ephesus. Artemis von Ephesus, die hat auch ihren Tempel oben auf dem Kopf, trägt sie und der gehörte zu den sieben Weltwundern der Antike. Das war also ein unglaublich schöner Tempel und da gehört sie auch ganz klar dazu. Sie ist auch Allgöttin, also genau wie Isis, Panthea. Und das ergibt sich dadurch hier in diesem Fall zwar nicht, aber es gibt in Ephesus eine wunderschöne Statue mit. Da trägt sie den gesamten Tierkreis als Halskette. Alles, was lebt auf der Erde, eigentlich vom Tierkreis bestimmt. Und insofern ist sie damit auch zur Allgöttin, weil sie praktisch durch diese Halskette die ganze Welt an ihr Herz nimmt. Das ist auch sehr, schön. Da hat sie schon vieles. Dann hat sie natürlich die vielen Brüste. Die hat man ja zwischendrin mal als Stierhoden sehen wollen, in völliger Verblendung. Also es sind ganz klar närende Brüste und auch das ist auch etwas, die nährt die Welt mit ihrer Klugheit, mit ihrem wunderbaren Schein, mit ihrem strahlenden Wesen. Da ist sie. Und dann hat sie, was man, weiß ich nicht ob man es so sieht, hier in den Armbeugen hat sie Löwen. Da hat sie jeweils einen Löwen sitzen. Also die Arme würden dann so und da sitzt der Löwe bequem in der Armbeuge. Und zeigt sich die große Göttin, denn alle großen Göttinnen, die irgendetwas auf sich halten, haben einen Löwen zur Seite. Entweder oder die größte Wildkatze, die es in einer Kultur gibt, die wird immer mit den Göttinnen verbunden. Das sind fast überall, vom Ägypten bis nach Griechenland, dann vielleicht nicht mehr. Da sind aber die Löwen eigentlich die Entscheidenden. Der heimischen Mythologie ist der Lux. Das ist auch die größte Wildkatze, wir haben. Die gehört der Göttin Freya und Frigga und Holle. Also das heißt, und in Indien ist ja auch die große Göttin Madhidurga, die reitet ja auch auf den Löwen. In dem Moment, wo sie die Welt verteidigt, muss der Löwe her. Da muss sie den Löwen reiten. Das heißt, hier sehen wir auch Artemis ganz klar mit dem Löwen verbunden. Wer hält den auch ganz locker in der Hand? mit Händen und zeigt damit ihre Macht. Dann hat sie noch, manchmal hat sie oben auf dem Kopf noch einen Adler für den Weitblick, braucht sie ja auch als Mondgöttin. Und dann hat sie jede Menge Kühe auch auf dem Gewand und die Kuh ist natürlich das segensreiche Bild aller großen Göttinnen, von Ägypten über Mesopotamien bis hin noch nach Germanien, also auch zu uns, die Kuh. ist einfach, die ist nicht wegzudenken von den Göttinnen. Die werden zwar manchmal auch örtömmlich verstandhalten, weil Männer meistens Tiere da sehen, wo Kühe sind oder sich gar nicht vorstellen können, dass Kühe ebenso wesentlich sind. Und die Kühe haben ja auch wiederum dieses Horn. Die zwei Hörner, die wirken ja auch wie die Mondsichel. Das ist ja auch ganz interessant, auch die Hohe Priesterin im Tarot hat ja zum Beispiel auch die Mondsichel, die aber auch Das Kugehörn gehört zu den großen Göttinnen. heißt, Kugehörn verweist auch auf den Mond. Man kann also im Kugehörn den Vollmond tragen oder eben auch die Sonne. Isis trägt als Sonnengöttin die Sonne im Kugehörn. Aber die Kuh ist von den großen Göttinnen nicht wegzudenken. Das das große Bild. Wenn ich von der Astrologie her gehe, würde ich eigentlich lieber die Kuh mal sehen, die Kuh mit zum Stier dazutun. Denn die Kuh ist natürlich auch viel mehr, sie gibt Milch, gibt Leben, das ist einfach nochmal was ganz anderes. Und gleichzeitig stehen die Kühe auch für Aggressivität. Die Kühe sind einerseits närend, aber wehe, man kommt einer Kuh zu nah, dann kann sie mal fies ausschlagen. Also Kühe sind nicht nur einfach harmlose Wesen. Aber sie sind ganz stark mit dem Mond und mit der Mondenergie einfach durch ihre Hörner verbunden. Das heißt also Artemis hat auch hier jede Menge Kühe auf ihrem Mantel und die Biene ist ja auch noch heilig. Und dann kommt noch dazu das Kleeblatt, ist ja auch, die hat ja dann auch noch Hindinnen. Also sie ist in dem Sinn gut ausgerüstet und kann die Welt beherrschen. ohne aber aggressiv zu sein. Wie gesagt, sie ist eigentlich eine, die ganz stark diese Qualitäten hat, die sie dann auch über die Hasel zum Beispiel ausbreitet. Also sie ist ja die Göttin des Hasels und die Göttin der Haselnuss und auch des Haselstrauches. Und insofern, zum Beispiel bei Aschenputtel, im Märchen Aschenputtel, Da kriegt ja das Mädchen einen Haselzweig vom Vater geschenkt. Und dann pflanzt sie den auf das Grab der verstorbenen Mutter. Und das ist eigentlich ein Zeichen, für mich ist das ein Zeichen, dass sie zum Artemis betet. Das konnte natürlich zu der Zeit niemand mehr so, durfte man nicht so ganz explizit sagen, aber es ist einfach klar, sie betet ja auch zu ihr wie zu einer Göttin. Und sie bekommt ja auch von ihr wie Sonne und Mond und Sterne geschenkt über die Gewänder, die sie anzieht. Das heißt also, können wir da einfach in den Märchen sieht man oft versteckte Hinweise auf Göttinnen. Und für mich ist eigentlich klar, da wird über die Hase, wird eigentlich die Göttin Diana Artemis angebetet und kommt ihr ja eben auch zu Hilfe. Das ist ja eigentlich ganz typisch, gerade Artemis, die... Er barmt sich ja derer, denen es schlecht geht. Das ist ja genau immer ihre Geschichte. Sie hat und in einem Eichenstamm und in Weide ist die Weide auch noch ihr gewidmet und die Silbertanne. Das passt natürlich zum silbernen Schein des Wohndes auch. Und man hat auch in Weiden dickig, denn in Sparta hat man Bilder der Göttin gefunden oder auch in der Hasel. Und natürlich kann man sagen, die Hasel ist ja auch flächendeckend. Die war ja in Europa einfach flächendeckend vorhanden. Mit wenigen Nüssen hat man schon eine gute Ernährung für den Tag. Also wenn man die Artemis darin sieht, kann man nur sagen, gute Kombination. Also sie ist die strahlende Lichtbringerin, aber sie ist auch diejenige, die für die Ernährung der Menschen sorgt. Und daher ist sie auch die Dattelpalme heilig, denn sie ist zwischen einer Dattelpalme und einem Olivenbaum gebogen worden. Das sind eben dann auch heilige Bäume. Und gleichzeitig ist sie aber eben auch mit Hasel und Weide verbunden. Und gerade auch unter den Weiden findet man ja Visionen. Also wenn man eine Weide am Bach oder am Fluss und dann noch bei Vollmond sieht. dann ist das eine Erscheinung der Artemis. also ich habe einen Ort auch gefunden, wo wirklich das Wasser ein bisschen rauscht und dann die Weide sich im Wind bewegt und dann der Vollmond da drüber, dann ist man im Elysium. Dann ist man auch nicht mehr von dieser Welt. Also insofern kommt uns die Artemis eben auch über die Natur und die Naturerscheinungen nahe. ist nicht irgendwo auf der einen Seite hat sie diese diesen großen Tempel in Ephesus und wird da auch sehr, sehr verehrt. Aber sie kommt uns eben auch in der Haselnuss. Drei Nüsse für Aschenbuttel oder so, da kommt sie uns auch nahe. Und das ist eben auch schön zu sehen, dass diese Göttinnen nicht diese Distanz brauchen, sondern im Grunde auch die Nähe zu uns suchen und dann eben auch, ja, damit auch von uns eigentlich gesucht und gefunden werden können. Und dann ist sie eben, wie gesagt, immer wieder dabei, wenn es irgendwie Unrecht geht. Und sie wird auf jeden Fall dafür sorgen für eine schmerzfreie Geburt. Also wer sie anruft, der kann also ganz sicher sein, dass sie erhört wird. Dann kommt noch dazu das Mondboot oder die Mondsichel. Die wird ja im Grunde wie ein Boot gesehen. Und dann kommt auch das Wort Arche. Wir haben ja das mit der Arche Noah. Das Wort Arche hat mit diesem Himmelsboot zu tun. Wenn wir aber Arche auf der anderen Seite betonen, dann ist es Arche. Und Arche ist der Anfang. Das ist eben ganz wichtig. Es ist eben im Grunde wichtig zu sehen, dass sie die Göttin des Anfangs ist, die immer wieder zum Anfang zurückkehrt, eben zur Mondsichel. Also in der Mondsichel sieht man nicht nur das Himmelsboot, sondern man sieht auch den Anfang der Schöpfung. Und dieser Anfang der Schöpfung wird uns alle vier Wochen neu geschenkt. Also en archel war der Logos, eigentlich im Anfang kann man sagen, war auch die Göttin Artemis, die uns immer wieder neue Anfänge schenkt und die wir auch neue Anfänge immer wieder anbeten oder bitten können. Neue Anfänge wirksam und uns dann auch durch diese Anfänge hindurchzutragen. Sie hat ja auch die Mondsichel auf der Stirn oder eben oben über dem Kopf. Also diese Mondsichel, die ist ganz, ganz wichtig für sie als Göttin der steten Anfänge und des immerwährenden Neubeginns, was auch ganz wesentlich ist. Und das ist eben untrennbar mit dem Mond verbunden. Dann ist natürlich der Mond, kann man sagen, ist insofern auch mehrdeutiger, weil er uns immer Auskunft über die Sonne gibt. Wer sich damit auskennt, kann am Mondbild jeweils schon sehen, wie die Sonne steht. Das heißt, auch da ist sie vermittelnd. Sie ist also nicht eine, die sich immer aufdrückt, sondern die auch vermittelt. Und in Ägypten, noch mal dahin kurz zu gehen, weil Isis ja auch in Griechenland und bei uns ja auch verehrt wurde als Mondgöttin, wobei sie in Ägypten Sonnengöttin ist. Aber da ist eben ganz wichtig, in Ägypten ist Osiris der Mond. Und da geht es darum, dass Osiris zerstückelt wird und damit jeder Tag, den der Mond weniger wird, wird auch Osiris weniger. Aber er wird von Isis wieder ganz und gar zusammengesetzt. Und im Neumond feiern sie dann jeweils heilige Hochzeit. Und da sieht man wieder, wie der Neumond eben sich füllt. Genauso wie die Vulva. mit dem Neumond verglichen wird, die dann ja auch sich füllt und auch fruchtbar wird in dem Kind, das dann in dieser Mondschale heranwächst. Und wenn wir dann auch noch den Neumond als Liebesmond sehen, dann sehen wir also im Grunde auch, wie sich über diese Symbolik eigentlich die Fortpflanzung ganz wunderbar ergibt und wie sie eigentlich von göttlichen Kräften regelrecht befördert wird und die uns gar nicht mehr so bewusst sind. Und dann ist noch ganz interessant, gerade jetzt, jetzt sind wir genau in der Zeit, 13. bis 15. August, da ist ja, insofern passt jetzt dieses Datum auch wunderbar, da wird ja Abstieg der Göttin in die Unterwelt und Auferstehung nach drei Tagen am 15. August, da wird eben in dieser Zeit wurde sie eben ganz hoch gefeiert, also mit das Tod und Auferstehung nach drei Tagen. Das ist ganz, ganz wichtig. Und dann ist aber interessant, sie ist ja mit dem Sternbild der Jungfrau auch dann letztlich verbunden. Und in dieser Zeit, da geht Spica, das ist der hellste Stern im Sternbild der Jungfrau, der geht am 13. August ungefähr, verschwindet der hinter dem Horizont und kommt am 8. September wieder herauf. Und das ist also... Wieder die Kornäre. Spica ist die Kornäre. Da haben wir im Grunde wieder auch hier den Bezug zur Natur. Jetzt ist die Kornäre verschwinden, wie wir es bei Demeter und auch in dieser Geschichte hatten und bei SIF. Und hier wird das auch nochmal verbunden. Also Spica ist der hellste Stern im Sternbild Jungfrau. Der geht jetzt unter und kommt am 8. September zurück. Und das ist die Zeit des Frauen-Dreißigers, wo man die ganzen Sträuße gebunden hat und praktisch mit der Königskerze zusammen und den haben wir eigentlich auch ganz aus dem Blickfeld am 8. September feiert die Kirche dann Mariel Geburt. Also da kommt man auch wieder, man versucht im Grunde immer wieder, gerade die katholische Kirche, dass man die alten Traditionen irgendwie da noch mit einschleust. damit hat man in gewisser Weise dieser Göttin nochmal ein neues Denkmal gesetzt. Und so ist also die Kornäre auch noch mit ihr und mit dieser Zeit der von Abstieg und Aufstieg eben verbunden. Also insofern können wir sagen, das ist ein ganz hochheiliges Fest, immer schon gewesen in der Frauenkultur. Und nun hat die Kirche, wenn sie nun nicht mehr anders konnte, es für sich auch wenigstens etwas adaptiert und in Marier Himmelfahrt damit integriert. Aber es ist schön zu sehen, wie diese Geschichten doch immer noch leben. Und Jungfrau, ist eben das andere. Artin Miss ist Jungfrau und das ist bezeichnend. Wir haben sechs olympische Göttinnen und drei davon sind Jungfrauen und wollen mit Männern nichts zu tun haben. nicht mit der Liebe zu Männern. Und das zeigt genau etwas. Da ist was schiefgelaufen. Das ist unnatürlich von 6 gleich 3, die alles ablehnen, was mit Beziehung zu Männern zu tun hat. Das zeigt wirklich, dass da große Übergänge waren, die den Frauen nicht so richtig guttaten. Aber Jungfrau ursprünglich, im ursprünglichen Sinne ist eine Frau, eigenständig entscheidet und in ihrer eigenen Kraft steht. Und da Artemis natürlich vorbildlich. Also das ist ganz klar. Sie steht in ihrer eigenen Kraft, sie hat ihre eigenen Entscheidungen. Nur in Mesopotamien war die Göttin der Liebe gleichzeitig eben auch die große Jungfrau. Und Isis ist auch die Jungfrau, aber die haben eben Liebesbeziehungen und zwar Zentrale. Das heißt, da ist in Griechenland irgendwie eine Ecke abgebrochen. Ich bin aber sicher, das hat eben auch mit geschichtlichen, ja, mit mit einfälligen aggressiven Völkern vielleicht zu tun, denn ansonsten, also das Jungfrauenideal ist eigentlich eins, das Sexualität, Liebe, Eigenständigkeit und Kampf miteinander verbindet. Und das heißt zum Beispiel, was mir gefällt mir einfach so gut, deshalb zitiere ich es gerne, eine Jungfrau so hoch wie der Himmel, so weit wie die Erde und so stark wie die Fundamente der Stadtmauern. Das ist Jungfrau. Das war mal ursprünglich Jungfrau bei Inanna oder auch bei Isis. Also so hoch wie der Himmel, so weit wie die Erde. Und das hat also nichts mit Sexwelle Abstinenz zu tun. Überhaupt nicht. Und lustigerweise ist die Jungfrau im Kölner Karneval nach dieser Geschichte tatsächlich gebildet. Das ist eben auch wieder eine ganz interessante Sache. Aber Jungfrau bei Artemis ist tatsächlich Ablehnung von Männern, Ablehnung von Sexualität. Da ist nur noch die Eigenständigkeit geblieben. Aber bei den anderen Göttinnen wie Isis oder Inanna, die können das mit der Liebe wunderbar koordinieren. kann man sagen, sie hat die Eigenständigkeit behalten. Dafür aber liebt sie die Natur, liebt sie die Tiere und es ist ganz klar, sie war sogar verehrter als Zeus. Das wurde auch dann mal irgendwann in einer Geschichte von Callisto, hat also eine Freundin, der Diana Artemis, hat dann klar gesagt, ja also eigentlich... Die Artemis oder Diana ist ja eigentlich viel bedeutender als Zeus. Das hat Zeus natürlich nicht gefreut, so etwas zu hören. es ist eben so, ich meine Artemis ist einfach eine strahlende, großartige Göttin. Also ich finde, sie hat alle Ehren verdient. Eine Allgöttin, wie sie bleibt und lebt. Und in dieser Hinsicht kann man eigentlich sagen, dass sie die Welt bereichert hat durch ihre wunderschönen Taten. Und ich finde es wirklich nicht zu verachten, dass sie auch für die schmerzfreie Geburt sorgt. Das ist etwas, was bei uns nicht selbstverständlich war. Und das finde ich sehr schön, dass sie sich wirklich auch des Lebens der Frauen angenommen hat. Und immer wieder auch, und nicht umsonst sind die ja mit ihr über die Welt geflogen. Und mit im Gepäck war dann oft noch Holle und Illith. Also Illith Göttin Holle und Artemis Diana, die flogen zu dritt über unsere Welt und haben der Welt Segen gebracht. Und das finde ich, das sollten wir uns, immer wenn wir an Artemis denken, an ihren wunderbaren Segen und wenn wir die Mondsichel sehen, dann können wir sagen, dann ist Artemis wieder und schenkt uns die neue Fülle. Petra Baum: Liebe Vera. Ihr Liebe alle, ich weiß nicht, wie es euch geht. Ich könnte noch stundenlang zuhören. Und die Zeit ist schon wieder wie im Fluge vergangen. Ich bedanke mich ganz, ganz herzlich für einen wunderbaren Montag zwischen den germanischen und griechischen Göttersagen und Müschen, die dahinterstecken. Und ja, ich freue mich auf den Dienstag, der dann auch bald hier online gehen wird und kann nur sagen, danke Vera, danke euch Vera Zingsem: Ja, ich freu mich auch. Petra Baum: allen. Wie immer gilt, wenn ihr mal Anmerkungen habt, schreibt Vera Zingsem: Danke dir, Peter. Petra Baum: in die Kommentare, gibt uns ein Like und wir freuen uns darüber. Vielen lieben Dank und bis bald. Tschüss, Werder! Vera Zingsem: Tschüss, bis demnächst wieder.