Latest / KUS-Innovation-Friday / Zukunftskompetenzen im Landkreis Pfaffenhofen
Transcript
- Marion Kühn: Herzlich willkommen zu Innovation Friday, ein Podcast für Menschen, neue Ideen schaffen. Mein Name ist Marion Kühn und ich freue mich auf meine heutigen Gäste. Professor Dr. Jan-Oliver Schwarz, Vorsight-Experte, Professor an der Technischen Hochschule Ingolstadt, Autor und Speaker und Dr. Gerhard Schönhofer, Ethnologe und Zukunftsforscher. Heute spreche ich mit Jan und Gerhard über die Zukunftskompetenzen unseres Landkreises. Danke, dass ihr euch die Zeit genommen habt. Kristina: Heute zu Gast Professor Dr. Jan Oliver-Schwarz, Institutsleiter Bayerisches Vorscheidinstitut und Dr. Gerhard Schönhofer, wissenschaftlicher Projektkoordinator Transferraum Zukunft im Projekt Mensch in Bewegung. Jan: Sehr gerne, schön hier zu sein, Marion. Danke für die Einladung. Gerhard Schönhofer: Dankeschön, genau. Marion Kühn: Ihr beide seid ja Teil des Bayerischen Vorsight Instituts an der Technischen Hochschule in Ingolstadt und jetzt mal ganz vereinfacht ausgedrückt Zukunftsforscher. Das klingt nach einem sehr spannenden Beruf. Würdet ihr unseren Hörerinnen und Hörern kurz euren beruflichen Werdegang skizzieren und gerne erklären, welche besonderen Fähigkeiten es für diese Tätigkeit braucht, beziehungsweise wie man denn überhaupt Zukunftsforscher werden kann. Jan: Gerne. ich habe im Hintergrund als Wirtschaftswissenschaftler, habe aber auch dann früh ein Interesse gehabt an der Frage, wie Unternehmen vor allen Dingen mit der Zukunft umgehen. gewisserweise einem Ort, der wichtig ist. Wir planen ja ganz viel nach vorne, aber halt auch einem Ort in gewissen Weise, der immer unsicher bleibt, weil wir die Zukunft halt nicht ganz genau vorhersagen können. Und das ist ein Spannungsfeld, was mich immer fasziniert hat, schon sehr früh. noch Zukunftsforschung studiert in Südafrika an der Universität Stellenbosch, wo es seit vielen Jahrzehnten da ein Institut gibt und habe dann nach der Promotion erstmal bei der Allianzgruppe München in der Strategieabteilung gearbeitet, aber auch da mich schon mit Zukunft beschäftigt und bin jetzt nach Station in München und in Reutlingen an der Technischen Hochschule in Ingolstadt seit gut fünf Jahren. Gerhard Schönhofer: Ja, bei mir ist es vielleicht so ein bisschen umwegiger gelaufen, wie ich in der Zukunft gelandet bin, als bei dem Jan der Fall war. Ich bin ja, wie du schon gesagt hast, Ethnologe, Kulturwissenschaftler, habe in Heidelberg, München und dem niederländischen Leiden studiert und mich in meiner Masterarbeit so mit Medien und urbaner Mittelklasse in Indien beschäftigt, habe da auch filmisch dazu gearbeitet. bin dann in meiner Promotion bei dem Thema Film geblieben, habe dann aber so eher drauf geschaut, was passiert da so partizipativ in Workshop-Formaten, dem Zeitgeist geschuldet, habe ich mich da also der Flüchtlingswelle gewidmet und geguckt, wie da alternative Sichtbarkeiten generiert werden und bin dann ja so ein bisschen auch über Verbindungen, die seit der Promotion bestehen, den Bereich Wissenstransfer gelandet, habe dann an der KU in Mensch in Bewegung auch ein Themenjahr kuratiert, das Wir bewegen Zukunft geheißen hat und bin so dann auch in der zweiten Förderphase ein Stück weit am Forsyth Institute gelandet. Ich darf da ganz viel Wissenstransfer auch facilitieren in die Region im Rahmen des Wissenstransferprojektes Mensch in Bewegung. ja, beschäftige mich schon auch publizistisch mit Zukunften. Mittlerweile habe ich dem Jan zusammen auch jetzt schon Papers veröffentlicht und bin ja da doch sehr interessiert vor allem an diesem Bereich, wie man durch zukünftige Kompetenz vielleicht auch Regionen entwickeln kann und das verbindet sich dann doch auch wieder ganz gut mit meinem Hintergrund als Ethnologe und habe so das Gefühl, dass ich da eine ganz spannende Brücke für mich gefunden habe zwischen Wissenstransfer, Kulturwissenschaft und der Erforschung von Marion Kühn: Danke euch beiden. Ich finde, das klingt sehr spannend und auch nach zwei sehr unterschiedlichen Wegen. Also wir haben es gehört, man kann wirklich Zukunftswissenschaften studieren oder man kommt eben über letztendlich Umwege zu dem Thema. Und Jan, du hast gesagt, du hast noch in Südafrika studiert. Mittlerweile gibt es auch an der THI Studiengänge, die eben zum Beispiel einen ich glaube Vorzeit Spezialist oder sowas habt ihr. Also von daher, wer sich interessiert. Mittlerweile ist das Thema tatsächlich auch bei uns hier in Deutschland angekommen. grundsätzlich ist es ja so, dass dieses Thema Zukunft immer mehr Bedeutung Ich stelle auch in meinem Arbeitsalltag fest, dass es mir immer häufiger begegnet. höre von den Unternehmen, dass sie sich zukunftsfähig aufstellen wollen, Zukunftsthemen im Blick haben oder ihr Handeln zukunftsorientiert sein soll. Die einen machen Workshops dazu, die anderen richten interne Arbeitsgruppen ein und selbst wir am Kurs bieten ja ⁓ immer wieder jetzt auch in Kooperation mit euch Zukunftelabore an. Und ich finde, man bekommt dann schon den Eindruck, dass gerade in Zeiten, die wir jetzt auch als krisenhaft wahrnehmen, Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielt. Aber bevor wir da jetzt mal tiefer reinstarten, zuerst mal, finde die ganz wichtige Frage, was ist Zukunft denn überhaupt? Und könnt ihr mir auch erklären, wie ihr am Vorzeitinstitut Zukunft definiert? Jan: fange ja mal an, also ich meine im Grunde genommen muss man anfangen mit der Feststellung, dass der Begriff Zukunft eigentlich schon mal falsch ist. Weil wir kommen von der Position zu sagen, man kann die Zukunft nicht vorhersagen. Das heißt, wenn ich von dem Singular spreche, die Zukunft, würde ich ja eigentlich annehmen, dass ich genau weiß, was kommen wird. Und ehrlicherweise, selbst im alltäglichen, wir können, also selbst der sehr, sehr übersichtliche Situation nicht wirklich genau vorhersagen. Also ich finde immer noch dieses Bild schön zu sagen, ich stehe an der Ampel. und warte, weil es rot ist und in dem Moment, wo die Ampel auf grün springt, treffe ich eine ganze Reihe von Annahmen. Nämlich, dass sich die anderen Verkehrsteilnehmer an diese Regel halten, dass sie halten oder beim Abbiegen gucken, dass der Fahrradfahrer sich auch an die, an sozusagen diese Regel hält. Ich bin mir aber nicht hundertprozentig sicher. Das ist ja im Übrigen auch der Grund, warum Eltern ihren Kindern sagen würden, selbst wenn du grün hast, musst du gucken. Also wenn wir das erstmal hinter uns gebracht haben, dass wir die Zukunft nicht vorhersagen können, dann kommt man eigentlich zu dem Punkt, dass man sagen muss, wir müssen von Zukunften reden. Das ist im Deutschen nach wie vor sehr sperrig. Wir haben ja in Ingolstadt viele internationale Studierende. Mir ist noch keine Sprache begegnet, die außer dem Englischen, wo es den Begriff Futures gibt, Plural von Zukunft kennt. Das heißt, wir starten im Prinzip in diese ganze Diskussion eigentlich schon mal mit der falschen Vorstellung herein, nämlich dass es die Zukunft gibt, es gibt sie nicht, es gibt höchstens sozusagen multiple plausible Zukunft, die wir irgendwie methodisch erarbeiten können. das ist das, was wir am Forshaut-Institut tun. Dass wir sagen, wir haben sozusagen zwei Elemente. Es geht dann erstmal ⁓ die Frage, wie nehme ich eigentlich das wahr, was ⁓ mich herum passiert? Habe ich darauf eigentlich einen guten Blick oder ignoriere ich ganz viele Dinge, die ich nicht richtig wahrnehme? Man muss ja ehrlicherweise sagen, wir sprechen zwar ja immer davon, dass alles immer schneller wird. Aber viele der Entwicklungen, mit der sich Unternehmen momentan konfrontiert sehen, sei es Digitalisierung, Nachhaltigkeit, künstliche Intelligenz sind alles Themen, sich über viele Jahrzehnte entwickelt haben. Nichts von dem ist einfach vorgestern vom Himmel gefallen, sondern hat sich über einen sehr langen Zeitraum entwickelt. Also es fängt sozusagen immer an mit der Frage, wie nehme ich eigentlich wahr, was ⁓ mich herum passiert und wie hinterfrage ich vielleicht auch die Annahmen, ich habe, wo ich sage, ich kenne meine Industrie, das funktioniert immer so. Oder ich weiß doch, was meine Kunden wollen. All diese Annahmen. Das ist nur das eine Element. Das andere Element ist sozusagen basierend auf einer guten Wahrnehmung von dem, was ⁓ mich herum passiert, einen strukturierten Mechanismus zu finden, ⁓ multiple, plausible Zukunfts zu entwickeln. Szenarien. Und das sind im Prinzip die ganz wesentlichen Elemente, die wir haben, mit denen wir am Bayerischen Forswalt-Institut arbeiten. Und was wir vor allen Dingen versuchen, ist diese Ansätze auch so handhabbar zu machen, dass sie auch für kleine und Kleinstunternehmen handhabbar werden. Also dass das nicht nur etwas ist, was in großen Prozessen funktioniert für große Unternehmen, sondern auch etwas ist, was für kleine und Kleinstunternehmen handhabbar ist. Marion Kühn: Danke schön. Gerhard, jetzt würde ich gerne von dir ganz konkret wissen, wie funktionieren denn Zukunftelabore? Weil das ist ja tatsächlich eine konkrete Anwendung, die wir jetzt am Kurs auch letztes Jahr im Oktober mit euch schon gemacht haben, die jetzt im Juli dann beim Innovation Day nochmal kommt. Magst du mal erklären, was die Methodik dahinter ist und gerne auch, was quasi der Mehrwert für die Unternehmen auch ist, sich damit auseinanderzusetzen? Gerhard Schönhofer: gerne. Zukunftelabore, wie du ja schon gesagt hast, haben wir schon ein paar in der Region durchgeführt, auch mit euch als Partner. Finde ich total toll, dass wir da auch so gut zusammenarbeiten dürfen und da irgendwie auch so eine Zukunftekompetenz, das ist tatsächlich auch der Zweck von Zukunftelaboren, vielleicht in die Region tragen dürfen. Diese Zukunftekompetenz, also auch wieder im Plural formuliert. nennt sich Futures Literacy. Das ist ein Konzept, im Rahmen der UNESCO das Licht der Welt erblickt hat durch eine Person, die heißt Real Miller. Wird auch sehr viel dazu geforscht, viel publiziert. Es gibt ein Futures Literacy Framework. Es gibt in Deutschland auch ein Netzwerk Zukunftgebildung, wo man sich ausbilden lassen kann zu einem Futures Literacy Lab Facilitator, also Zukunftelabor. Ausrichter, vielleicht auf Deutsch übersetzt ein wenig sperrig, aber Englisch ist es genauso sperrig. In dem Sinne ist quasi Futures Literacy die Kompetenz, die wir über Futures Literacy Labs vermitteln. Die Labore sind quasi der Raum, in dem wir die Methode resilienter und anders mit Zukunften umzugehen vermitteln. Diese Labore sind normalerweise vierstufig aufgebaut. Es beginnt erst mal damit. dass man sozusagen die eigenen Vorannahmen aufdeckt. Was hab ich denn überhaupt so bisher mir gedacht über die Zukunft? Wie sieht die für mich aus? Was hab ich da für Präferenzen? Was hab ich vielleicht auch für Ängste, für Sorgen, dass man damit erst mal sehr reflexiv und sehr offen umgeht in der ersten Phase des Labs, ⁓ aufzudecken, wie man selbst eigentlich über die Zukunft nachdenkt und was für Vorannahmen einen vielleicht auch daran hindern, einen konstruktiven Blick auf das zu haben, was kommen könnte. In der zweiten Phase dieser Zukunft der Labore geht es dann darum, diesen Vorannahmen ein Stück weit zu spielen. Was ich dann auch immer ganz gerne mache, ist, diese Vorannahmen umzudrehen und dann die Menschen sich damit auseinandersetzen zu lassen. Wenn wir zum Beispiel jetzt mal von einer wünschenswerten Zukunft der Mobilität ausgehen, dass alle Menschen aufhören, ihren Autos durch die Gegend zu fahren mit Verbrennermotoren und sich einem ausgebauten und funktionablen öffentlichen Personennahverkehrnetz widmen, dann könnte man in der Experimentierphase davon ausgehen und sagen, wird so nicht stattfinden, öffentlicher Personennahverkehr wird in der Zukunft nicht mehr existieren. Was ein recht unwahrscheinliches Szenario ist, aber die Leute herausfordert mit den eigenen Annahmen ein bisschen zu spielen und kreative Ideen zu entwickeln, wie zum Beispiel das Mitfahrbankerl oder so ein bisschen weiter zu denken, das ja in Bayern recht geläufig ist in den Regionen. ländlichen Regionen. Und dann da einfach darum, Ideen zu spinnen, ⁓ dann in der dritten Phase wieder im Hier und Jetzt zu landen und quasi aus der Reise in die Zukunft sich Impulse und leitende Merksätze mitzunehmen, ⁓ dann in der vierten Phase auch direkt Handlungsoptionen abzuleiten, gucken, welche Akteure könnte man involvieren, ⁓ dann doch auch Zukunft vielleicht so ein Stück weit gestalten zu können. in denen es dann doch auch einen öffentlichen Personennahverkehr gibt. Vielleicht auf den VGI in Ingolstadt, MVG in München. Gibt es Möglichkeiten, zu kollaborieren, gemeinsam Forschungsgelder zu akquirieren. Das wären so ganz konkrete nächste Schritte, die dann aus diesen zukünfte Expeditionen, die man da in den Futures Literacy Labs unternimmt, den zukünfte Laboren dann vielleicht anzubereiten. Marion Kühn: Danke Gerhard. Ich kann nur sagen, ich freue mich schon total auf unser nächstes Zukunftelabor im Juli, weil ich denke, wir haben durchaus großes Potenzial hier in der Region und wahrscheinlich auch sehr, sehr viele Themen, die wir uns mal genauer anschauen müssen. Und genau in die Richtung zielt meine nächste Frage. Jan, würde gern von dir wissen, die Region 10 befindet sich ja, sagen wir mal, in einem Transformationsprozess. haben auch vorher schon im Vorgespräch kurz darüber gesprochen. Gerade in Ingolstadt schaut es nicht so gut aus. Wir sind natürlich alle von den, ja, ich sage es mal den Auswirkungen der Automobilindustrie betroffen. Und letztendlich sind wir definitiv eine Region, die sich eben mit diesem zukünftigen Thema auseinandersetzen muss. Deswegen würde ich gern nochmal von dir wissen, warum Denkst du, sind Zukunftekompetenzen für die Unternehmen besonders in der Region 10 wichtig? Also wo siehst du den Mehrwert ganz konkret hier für unsere Region? Jan: Also zukünfte Kompetenzen sind ja verschiedene Dinge, die da zusammenkommen. das hat zum einen damit zu tun, dass immer mit der Frage, das habe ich gerade eben auch schon erwähnt, wie nehme ich eigentlich das wahr, was ⁓ mich herum passiert, wie aufmerksam bin ich, aber auch wie kann ich eigentlich hinterfragen, ob das, was ich tue, ob ich das nicht irgendwie anders tun könnte. Mit anderen Worten könnte ich mit dem, was ich vielleicht als Unternehmen besonders gut kann auch nicht auch was anderes machen. Habe ich nicht eine Kernkompetenz, die ich auch auf andere Themen erweitern kann? Und wenn wir über Transformation sprechen, sprechen wir ja auch immer ganz schnell über die Frage, wohin wollen wir uns denn eigentlich transformieren? Was ist denn eigentlich das Ziel davon? wir jetzt ja davon ausgehen, dass Transformation ja immer auch zu was führen soll, idealerweise zu was besserem. Und da ist ja auch dann immer die Frage, was ist denn dieses bessere? Also was ist denn dieses Zielbild? Wo kommt denn das her? Passt das ins Bild rein? Was entwickelt sich eigentlich ⁓ mich herum? da sind wir dann eigentlich ja ganz schnell bei der ganz zentralen Frage, also wie entwickeln wir eigentlich relevante Zukunftsbilder, die mir auch ermöglichen, dann als Unternehmer zu sagen, hier kann ich ein Ziel identifizieren, worauf es sich hin lohnt zu transformieren. Muss ich auch mal sagen, dass eine Transformationsphase auch immer eine schmerzhafte Phase für ein Unternehmen ist. Da ist nicht jeder happy drüber, nicht jeder transformiert gerne oder verändert sich gerne. ⁓ ganz wichtig, dass ich ein Zielbild habe, wo ich hin will. Auch eines, wo man sagt, dafür lohnt es sich auch vielleicht durch eine schwierige Phase durchzugehen, aber ich habe ein klares Bild, wo ich gemeinsam hin will. Das ist so eine, ich finde da wird irgendwie sehr deutlich, wie wichtig es ist, zukünfte Kompetenzen zu haben und was da mit rein gehört. Nämlich auf der einen Seite wirklich wahrzunehmen, was passiert, zu hinterfragen, aber sich auch vorstellen zu können, wo will ich in der Zukunft sein, was ist auch vielleicht das, was ich als Unternehmen erreichen will, aber was für ein Ziel kann ich auch meinen Mitarbeitern Mitarbeitern geben. Marion Kühn: danke Jan für deine Ausführung. Ich würde jetzt gerne nochmal konkret nachfragen. wir haben jetzt hier bei unseren Hörerinnen und Hörern ein Unternehmen, sagt ja, eigentlich wäre es genau das und wir sollten uns intensiver mit dem Thema auseinandersetzen und würden gerne zukünfte Kompetenzen erwerben. Wie kann denn die konkrete Zusammenarbeit mit dem Forsyth Institut aussehen? Jan: da gibt es sozusagen mehrere Möglichkeiten. Also zum einen kann man bei uns studieren, das ist vielleicht eher was für jüngere Hörer des Podcasts, die das langfristig vorhaben. Wir haben ein Weiterbildungsangebot, den sogenannten Vorscheids-Spezialist für Berufstätige. ich würde immer sagen, das Niedrigschwelligste, ⁓ haben als Angebot, ist der sogenannte Zukunftsnavigator, den wir entwickelt haben in einem öffentlich geförderten Projekt, der im Prinzip sehr stark kuratiert ist, Unternehmerinnen und Unternehmern erlaubt, ⁓ eine grundsätzliche Frage zu stellen, wie was sind eigentlich relevante Trends für mich. ⁓ gibt es einen KI-Chatbot, den man nutzen kann und dann haben wir relativ wie wir hoffen, niedrigschwelliger Angebote entwickelt, wie man dann mit Trends weiterarbeiten kann. sich überlegen kann, was bedeutet das für mögliche Szenarien, aber was bedeutet das auch vielleicht für mein Geschäftsmodell, relativ leicht zu nutzen. ist ein Angebot, kostenlos ist und das ist, glaube ich, der ideale Einstieg, ⁓ in dieser Frage aktiv zu werden. Und dann sind wir natürlich als Hochschule in der Region auch immer Ansprechpartner, wenn es vielleicht darum geht, zu sagen, ich will da noch irgendwie etwas ausführlicher arbeiten, kann man natürlich jederzeit auf uns uns zugeben und dann können wir überlegen, ist das ein Projekt, was man gemeinsam macht, wo man vielleicht noch eine Förderung für kriegt. Da sind wir natürlich dann auch immer gerne keinen Ansprechpartner für. Marion Kühn: Okay, wunderbar. Den Zukunftsnavigator gibt's, wenn ich das richtig weiß, online, oder? Gerhard? Gerhard Schönhofer: gibt es seit einem Jahr, ca. mittlerweile online. Ich glaube, am 15. Juli haben wir unser einjähriges Jubiläum, seitdem wir ihn gelauncht haben. Mittlerweile auch knapp 250 registrierte Nutzer auf der Plattform. also online verfügbar unter zukunftsnavigator.info. Man hat erst mal die Möglichkeit, drei Prompts so abzusetzen in diesem KI-Chatbot, bevor wir dann eine Registrierung der Nutzer bitten würden, was einfach den Zweck hat, dass wir natürlich auch das so bisschen inhaltlich kuratieren wollen, aber auch jetzt nicht auch irgendwelche Bots unsere Coins verbrennen möchten. Somit ist diese Registrierungshürde für uns doch eine ganz essentielle. Bis zum Ende des kommenden Jahres wird es auch noch möglich sein, Beispiel jetzt mich oder auch vielleicht gemeinsam mit einer studentischen Hilfskraft oder auch mit dem Jan, wenn er die Zeit findet, vielleicht auch einzuladen ins Unternehmen oder bei uns an der Hochschule gegebenenfalls auch einen Workshop stattfinden zu lassen, wo wir gemeinsam das Tool anhand von einem Use Case dann auch gerne vorstellen würden und dann so zu der, wie Jan ja ⁓ schon auch gesagt hat, an sich aus unserer Wahrnehmung zumindest doch recht barrierearmen Zugangsmöglichkeit vielleicht dann noch mehr Möglichkeiten rausnehmen können, ⁓ da Use Cases und Nutzung im Unternehmen zu ermöglichen. Marion Kühn: wunderbar. Dann sollte das doch für jeden möglich sein, euch Kontakt aufzunehmen. Wir verlinken auf jeden Fall den Zukunftsnavigator auch noch in den Show Notes und natürlich auch die Website des Vorseidinstituts. wir sind leider fast am Ende unserer Folge angekommen, aber ich darf wie immer eine letzte Frage stellen. Wir nennen die letzte Frage eigentlich InnoTip und im Normalfall geht es auch immer darum, wie man Innovation weiterbringen soll. Aber da ich jetzt heute mit euch als Zukunftsforscher spreche, finde ich es ein bisschen unpassend nach einem Innotipp zu fragen. Deswegen würde ich es heute tatsächlich Zukunftstipp nennen und ich würde einfach gern von euch wissen, ob ihr besondere Hinweise, Ideen oder Gedanken habt, die ihr unseren Hörern mitgeben wollt, wo ihr sagt, die Punkte finden wir besonders wichtig, ⁓ tatsächlich die Zukunftsfähigkeit der Region erhalten zu können oder voran zu bringen. Jan: Ich finde immer eine Sache richtig gut, die vielen, vielen hilft, ist Science Fiction gucken oder lesen. auch immer, also nicht nur als reines Entertainment, sondern so ein bisschen drauf zu gucken, was passiert da gerade? Was wird da für ein Bild der Zukunft gezeichnet? Was für Technologien passieren da? Aber natürlich auch immer nicht nur Technologie, sondern was ist das für eine Gesellschaft? Was passiert da? Was funktioniert da? Was funktioniert da nicht? ⁓ Das eine super Übung, ⁓ aufzumachen, neue Perspektiven reinzukriegen. man gut abends mal machen. Das ist, glaube ich, ganz wesentlicher Tipp, den ich jedem nur ans Herz legen kann. Und wer das sowieso schon macht, der Science fiction Fan ist, das was da passiert, immer auch nochmal als eine ganz wesentliche Information ernst nehmen, die man da sieht und hört. Gerhard Schönhofer: Ja, aus meiner Perspektive glaube ich, ist es total sinnvoll, Zukunft, wenn man über sie nachdenkt, auch ein Stück weit inklusiv zu denken. Da tut man einfach sich selber einen Gefallen, wenn man auch schwer erreichbare Zielgruppen oder ländliche Regionen mit einbezieht und nicht nur auf die großen Impulsgeber in der Landeshauptstadt oder sonst wo schaut, sondern Zukunft möglichst offen und divers und vielfältig denkt. und sich auch nicht scheut, mit Menschen, Institutionen, Unternehmen in den Austausch zu gehen, die da vielleicht andere Haltungen oder Perspektiven haben. Also Karl Valentin hat ja mal gesagt, wo alle dasselbe denken, wird nicht viel gedacht. Und vor dem Hintergrund finde ich es doch dann auch gut, Zukunft eben möglichst divers und offen und vielfältig zu denken und sich nicht davor zu scheuen, mit Menschen in den Kontakt zu treten, mit denen man vielleicht nicht einer Meinung ist, weil die Art und Weise, wie die Zukunft dann gestaltbar ist, nur profitieren kann. Marion Kühn: herzlichen Dank euch beiden. Zuerst mal natürlich für diese Tipps jetzt, aber auch für das ganze Gespräch, das ich mit euch führen durfte. Ich finde, es war total spannend. Ich glaube, dass wir auch alle, also in dem Fall meine ich jetzt mich und die Hörerinnen und Hörer, relativ viel gelernt haben. Und ja, ich glaube, es ist tatsächlich so. Es ist wichtig, über Zukunft nachzudenken. einen weiterbringen total und das ist glaube ich eine Aufgabe, der wir uns alle stellen sollten, wenn wir unsere Region weiterbringen wollen. Da passt natürlich noch mal ganz wunderbar die Werbung für den Innovation Day rein, 16. Juli im Pfaffenhofen mit dem Forsythe Institut und einem tollen Zukunftelabor. Aber auch grundsätzlich würde ich sagen, scheuen Sie sich nicht auf die beiden Vorsight Institut zuzugehen, ihnen zusammen zu arbeiten und tatsächlich auch sehr gerne mal den Zukunftsnavigator auszuprobieren. In diesem Sinne, vielen herzlichen Dank, dass ihr meine Gäste wart und ich freue mich auf den nächsten letzten Freitag im Monat. Jan: Total gerne, Dankeschön. Gerhard Schönhofer: liebe Madion, auf bald!