Latest / Border Allein – Selbstführung für emotional intensive Menschen / Mein Film (meine Nachwirkungen)
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- 0:00So meine Lieben, herzlich willkommen mal wieder eine Folge
- 0:06ohne Gäste und mal wieder eine sehr persönliche Folge glaube
- 0:12ich wird das werden. Ihr habt vielleicht ich hoffe
- 0:16alle mitbekommen, dass ich Borderline den Film gemacht
- 0:19habe, den gibt es exklusiv auf meinem youtube Kanal so das per
- 0:26SE ist jetzt nicht unbedingt. Ja, wie soll ich sagen, eine
- 0:31Neuigkeit vielleicht für die ein oder anderen schon.
- 0:34Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn ihr ihn gucken
- 0:35würdet, aber ich bin für diesen Film tatsächlich auf eine
- 0:44Zeitreise gegangen, durch, also jedenfalls durch grobe Teile
- 0:50meines, meines Lebens, meiner Vergangenheit und.
- 0:57Das hat mich wahnsinnig viel, wahnsinnig viel Energie
- 1:01gekostet, wahnsinnig viel Kraft gekostet und wahnsinnig viel,
- 1:06ja, Schweiß, Tränen und tatsächlich auch ein paar nicht
- 1:13so coole Tage. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich
- 1:17hatte dieses Projekt ja schon länger im Kopf, so, und es waren
- 1:20insgesamt, ich glaube zweieinhalb oder 3 Drehtage
- 1:23insgesamt gerechnet. An Orten, die ich ja bis jetzt
- 1:29immer oder die ihr auch bis jetzt immer nur durch den
- 1:32Podcast kennt oder Kanntet und auch meine Partnerin ist nur aus
- 1:42Erzählungen kannte und plötzlich steht man am Ort des Geschehens
- 1:48nach teilweise 30 Jahren, die dazwischen lagen und länger und
- 1:54länger. Und ich habe ganz ehrlich
- 1:57gedacht, das macht nichts mit mir.
- 2:02Das ist einfach nur interviewsituation
- 2:05beziehungsweise Erzählsituation. Aber ich war auf einmal gefangen
- 2:11in meiner, in meinem eigenen ich, in meinem früheren ich, und
- 2:17es gab eine Situation, und damit meine ich noch nicht mal die
- 2:20Situation am Friedhof, die ist auch hart, oder die war hart,
- 2:24aber es gab eine Situation und. In der Straße, wo wir früher,
- 2:28ich sag mal, rumgelungert haben, wo plötzlich ein Familienstreit
- 2:32ausbrach und ich für mich festgestellt habe, Jo, das lässt
- 2:38mich mal so richtig kalt und ich fühlte mich quasi zurückversetzt
- 2:44in eine Zeit lange vor unserer Zeit, in eine Zeit, die längst
- 2:49vergessen war, in einer Zeit, wo ich sogar nichts, sogar keinen
- 2:54Bezug mehr. Zu hatte und in dem Moment auch
- 2:59diese Gefühlskälte. Die hat sich sofort bei mir
- 3:03breit gemacht, so hör von wegen lass sie sich da streiten und
- 3:07ich sag noch so ganz lapidar in dem Film ja und irgendwann fällt
- 3:10ein Schuss und keiner wundert sich oder keiner würde sich
- 3:12wundern, wenn ein Schuss fällt und damals war es so, aber
- 3:17urplötzlich da wieder rein getriggert zu werden, das war,
- 3:21das war hart und ich hatte keinen Kaffee.
- 3:26So, und das war echt so, mein mental breakdown, das war so der
- 3:32der der mein persönlicher Hijack, ja der präfrontale
- 3:37Cortex, der war Hijackiger ging es gar nicht mehr so ungefähr
- 3:45und ich habe jetzt echt Tage gebraucht um um ins hier und
- 3:53jetzt wieder zurückzufinden. Ich habe mir aber auch, was
- 3:58heißt, ich habe mir bewusst die Zeit genommen.
- 4:01Ich wusste, der Punkt, wo es besser wird, der wird kommen und
- 4:06ich bin noch, ich bin noch weit weg von wieder wieder, alles ist
- 4:09in Ordnung von es ist alles wieder gut, aber bin einen
- 4:15ganzen Schritt weiter um zu verstehen, dass zwischen dem,
- 4:21was in dem Film. Rüberkam und zwischen den Orten
- 4:28und zwischen dieser Person, die das da auch erzählt hat, dass da
- 4:31einfach mittlerweile Welten zwischen liegen.
- 4:36Ich kann mir sogar vorstellen, dass ich vielleicht für mich
- 4:38jetzt auch irgendwann mal den Schlussstrich oder den den den
- 4:42den End oder die die Essenz rausziehen kann, dass man sich
- 4:47tatsächlich verändert hat zum Besseren, tatsächlich wirklich
- 4:53zum Besseren und. Und dass man das vielleicht sich
- 4:57selber einfach auch mal vom geistigen Auge so abspulen
- 5:01musste. Zurückholen musste sich das
- 5:04selber aufzeigen musste und einfach sich vielleicht auch
- 5:12eine Art Folter aussetzen wollte, um doch endlich mal zu
- 5:18begreifen, so verkehrt scheinst du gar nicht mehr zu sein.
- 5:24Und ich sag noch mal ganz klar, das waren das waren nur Fetzen,
- 5:30nur Fetzen meiner Vergangenheit und aber die haben schon
- 5:34ausgereicht. Das waren aber elementare
- 5:36Fetzen, muss ich dazu sagen, die mich wirklich persönlich auch in
- 5:41in Desaster Situationen gebracht haben.
- 5:43Ja, natürlich gab es noch viele viele viele andere Sachen die
- 5:49man gesehen, erlebt und getan hat, aber.
- 5:53Das alles in einen Film zu packen, das ist schier
- 5:56unmöglich. Und es würde auch noch einen
- 5:58zweiten Teil geben, da bin ich mir sicher.
- 6:00Allerdings wird der wirklich davon handeln, wie man heute
- 6:05lebt, wie man heute ist, was für prägende Erfahrungen heute
- 6:09vielleicht stattfinden, aber jetzt muss das eine erst mal
- 6:13sacken. Ich weiß auch nicht, ob ich das
- 6:14dieses Jahr noch in Angriff nehmen werde und was ich aber
- 6:20wirklich stark, stark, stark. Gespürt habe in der letzten
- 6:25Woche, seit die Dreharbeiten vorbei sind, ist dieses dieses
- 6:30Gefühl einerseits Alter, was verdammt noch mal, war das denn
- 6:37damals, wo hast du dich eigentlich rein begeben und was
- 6:44hättest du eigentlich machen können?
- 6:46Die Frage kam auch während der während der Aufnahmen.
- 6:50Was glaubst du, wo wärst du gelandet wenn und ich glaube
- 6:56tatsächlich, dass sich gar nicht so viel anders verhalten hätte,
- 7:02weil meine meine Lebensumstände, sprich also die Kombination ich
- 7:07und Mutter, ich und mein groß werden, die waren ja gleich nur
- 7:13die Statisten in meinem Leben, die hätten vielleicht andere
- 7:16sein können, aber unterm Strich ist wäre glaube ich alles
- 7:21irgendwie ähnlich passiert. Na klar lernt man dann andere
- 7:24Leute kennen, das Leben, wer anders verlaufen, da brauchen
- 7:27wir uns jetzt gar keine Platte drüber zu machen, das ist klar,
- 7:31aber die die die Eckpfeiler, die Grundpfeiler werden glaube ich
- 7:35identisch geblieben, also gehe ich mal stark von aus, gehe ich
- 7:39ganz stark von aus und jetzt sitze ich hier und ich habe auch
- 7:43jetzt tagelang gebraucht diesen Podcast einzusprechen, weil ich
- 7:48wollte den dann einsprechen, weil ihr hört den sowieso ganz
- 7:52ganz viel zeitversetzter, weil einfach noch andere folgen davor
- 7:58geschaltet sind. So und von daher ist mein aber
- 8:07mein Zeitempfängnis gerade eine Woche her und ich habe echt
- 8:12gestruggelt was ich wie verarbeite und.
- 8:16Und hat mir auch ganz bewusst Zeit gelassen mit der Folge
- 8:18jetzt ohne, ohne genau zu wissen, was sag ich eigentlich
- 8:23und wie lang wird diese Folge und muss ich es thematisieren,
- 8:26aber ich für mich glaub ich muss es thematisieren.
- 8:30Es kam nämlich als es so nach den Dreharbeiten, als es dann so
- 8:34ganz schlimm war, eigentlich kam noch ein Ding on top ohne drauf
- 8:39oben drauf. Was mich noch weiter oder noch
- 8:42tiefer hat in meiner Vergangenheit schlittern lassen
- 8:45und zwar Querverbindungen, die so abstrus eigentlich sind, dass
- 8:51du so quer durch Deutschland gehen musst, um diese
- 8:55Querverbindung tatsächlich herzustellen.
- 8:59Das heißt also, man hat irgendwo in Deutschland jemanden sitzen,
- 9:04der kennt Leute, die Leute kennen und die mich kennen und
- 9:07mit denen ich damals halt auch gut war.
- 9:11Und diese Querverbindung ist eigentlich sogar nicht möglich.
- 9:14Eigentlich gar nicht möglich, aber die kam an diesem Tag on
- 9:17top auch noch oben drauf, als es mir sowieso schon richtig
- 9:20beschissen ging und danach ging es mir eigentlich.
- 9:26Wie soll ich das erklären, schlimmer geht nicht, dachte
- 9:29ich, schlimmer geht nicht und trotzdem, trotzdem hat man es
- 9:36angenommen. Und hat man es für sich als, ich
- 9:42sag mal als gegeben hingenommen, dass die Dinge halt so waren,
- 9:46wie sie waren und so sind, wie sie sind, und dass ich ja
- 9:49erstmal an der an der Tatsache nichts ändern kann, aber den
- 9:54Umgang damit, den kann ich beeinflussen, dann hat man mir
- 9:59die Frage gestellt, kommen da noch andere Dinge raus?
- 10:02Ja, ich sag immer, ich sag keine Ahnung was ich hab das alles gar
- 10:06nicht mehr so am Schirm, ich. Das war auch zu der Zeit, wo ich
- 10:09glaube ich am Verpeiltesten war, wo der Konsum auch derart in die
- 10:16Höhe geschossen war, dass da ganz, ganz, ganz, ganz viele
- 10:21Erinnerungslücken sind. Und auch darüber macht man sich
- 10:25da natürlich einen Kopf. Was hat das alles mit mir
- 10:32gemacht und wie hat sich das eventuell auf das heute
- 10:36ausgewirkt? Wie hat sich das
- 10:38niedergeschlagen? Und dann vergleicht man
- 10:40natürlich nicht nur die Sachen, der Film geht ja nur bis zu
- 10:43einem gewissen Punkt, sondern danach kam ja noch ganz viel
- 10:46leben so und auch ganz viele gute, wie wie schlechte Sachen.
- 10:52Ich will das jetzt alles mal gar nicht bewerten, es kam einfach
- 10:54noch sehr viel leben bis zum Tag heute wo ich den Podcast
- 10:58aufnehme und ich mir einfach auch die Frage gestellt habe für
- 11:01mich, wie weit hat dich das beeinflusst?
- 11:07Irgendwann so zu werden, wie man ist.
- 11:10Was haben die Menschen in meinem Umfeld dazu beigetragen und was
- 11:15habe ich dazu beigetragen? So und eigentlich komme ich
- 11:18hinzu, einem Schluss, ich habe was dazu beigetragen, sonst
- 11:21niemand, weil ich habe die Wahl der Menschen ja gehabt, ich habe
- 11:27mich bewusst für oder gegen Menschen entschieden, Punkt so,
- 11:32und ich glaube, dass jeder Mensch.
- 11:37In der hat seine Berechtigung in einem Leben ja jeder Mensch, den
- 11:42man kennenlernt, hat eine Berechtigung und ich glaube, das
- 11:45war von Anfang an so, bis man vielleicht und hoffentlich
- 11:48irgendwann diesen Menschen trifft, der dann die endgültige
- 11:52Berechtigung hat, sag ich mal ja, wo man sagt, alles klar, ich
- 11:57hab da heute morgen noch drüber sinniert über dieses dieses ich
- 12:00will ankommen, ich glaube, man kommt im Leben nicht an, dafür
- 12:04sind diese diese Weltmeere. Im Vergleich zu einem kleinen
- 12:08Hafen, wo man ankommen kann, viel zu groß, aber man kann
- 12:12zusammen irgendwann diese, diese diese Weltmeere erkunden, man
- 12:18muss es nicht alleine tun, das meine ich damit so, aber welche
- 12:22Menschen hatten zu welcher Zeit eine Berechtigung und was haben,
- 12:26was haben sie respektive ich mir aus der Zeit mitgenommen und was
- 12:30haben Sie mir gegeben, was ich mitnehmen konnte und das ist ne
- 12:33ganze Menge negativ positiv. Völlig, völlig neutral, völlig
- 12:39objektiv, keine Ahnung, Menschen die sind, die sind noch nicht
- 12:42mal einen Gedanken wert, weil sie einfach nicht wirklich
- 12:45stattgefunden haben, aber jeder trägt irgendwo zur Entwicklung
- 12:50bei, man selber kann nur du kannst nur an anderen Menschen
- 12:56wachsen, wie willst du an dir selber wachsen?
- 13:00Ja das geht immer nur in der Reflexion so.
- 13:04Wenn du jetzt postum drüber nachdenkst, dann.
- 13:06Wer war ich und wer bin ich jetzt?
- 13:09Dann kannst du quasi zu einem Ergebnis kommen, dann hast du ne
- 13:13Analyse und kann dann für sich eruieren, Jo der hat mir gut
- 13:19getan, der hat mir nicht gut getan, aber aus dem der mir
- 13:22nicht gut getan hat ist das und das entstanden oder ich habe
- 13:25mich über diesen Menschen weiterentwickelt und.
- 13:28Oder der, der mir angeblich vielleicht sogar nur gut getan
- 13:31hat. Hat mir eigentlich gezeigt, dass
- 13:34das und das und das komplett falsch gelaufen ist und ich das
- 13:37komplett falsch bewertet habe. Aber ey, ihr müsst euch 1 mal
- 13:42vor Augen führen, Neuanfang, der fängt nicht bei 0 an, der fängt
- 13:49nicht bei 0 an. Jeder Tag den man sich
- 13:51weiterentwickelt, der fängt nicht bei 0 an, sondern man
- 13:54nimmt Erfahrungen aus seinem. Davor nimmt man ja mit und aus
- 14:00denen sollte man im besten Fall einfach gelernt haben.
- 14:03Positiv wie negativ. So, deswegen struggle ich ja
- 14:07auch so mit dem Begriff Glaubenssatz, warum soll ich mir
- 14:11eine Erfahrung im Leben nehmen und darauf mein ganzes Leben
- 14:17aufbauen, also gucke ich doch, was ich aus dieser Erfahrung
- 14:21schöpfe und wenn diese Erfahrung noch so krass und so beschissen
- 14:26war und. Gucke ich, dass ich immer noch
- 14:29das positive Raushole? Ja, jetzt kann man mich
- 14:32natürlich fragen, immer Sven, wie kann ich denn aus einem
- 14:36Missbrauch oder aus einem Gewaltexzess oder sonst
- 14:38irgendwas was Gutes holen? Ja, kann man ey grundsätzlich
- 14:42erstmal. Man kann sich die Frage stellen,
- 14:44was war mein schwerster Kampf, ja mein schwerster Kampf war,
- 14:49dass ich noch lebe, mein schwerster Kampf, was überleben.
- 14:56So, diesen Kampf habe ich gewonnen.
- 14:59Dann geht's ans nächste Stück für Stück, für Stück.
- 15:03Okay wie bin ich überhaupt charakterlich aufgestellt, bin
- 15:06ich alleine, dann habe ich was falsch gemacht oder gibt es
- 15:10Menschen, die mich lieben, dann habe ich was richtig gemacht,
- 15:13irgendwas muss ich dann richtig gemacht haben, weil sonst wären
- 15:16die Menschen ja auch, die mich lieben, die müssten ja einen
- 15:19kompletten Knall haben so. Dann gibt es natürlich auch
- 15:23Menschen, die haben einen geliebt, oder die hat man selbst
- 15:25geliebt, auf irgendeine Art und Weise.
- 15:27Und das ist eben nicht mehr so. Und auch das hat einen Grund.
- 15:32Ja, und da ist es unterm Strich scheißegal werden.
- 15:36Schuld ist aber die Erfahrung dieser Beziehung, dieser
- 15:42Freundschaft, dieses Familienverbundes, das ist das,
- 15:47was unterm Strich steht. Die Erfahrung lehrt dich deine
- 15:52Zukunft. Die Erfahrung lehrt dich das,
- 15:59was du sein kannst, mache ich mir darüber aber keine Gedanken
- 16:05und spreche mir selber eine Entwicklung ab, dann werde ich
- 16:09mich auch immer in der Gegenwart so fühlen, wie ich in der
- 16:15Vergangenheit war. Das heißt, es wird sich nichts
- 16:18ändern. Und Fehler oder Fehltritte oder
- 16:26Erfahrungen, die wir gemacht haben, die Lehren uns ganz, ganz
- 16:32viel, wenn man drüber nachdenkt, wenn man bereit ist, darüber
- 16:37nachzudenken, was hat das damit zu tun, dass ich heute der bin,
- 16:43der ich bin und. Und was habe ich mir tatsächlich
- 16:46von meinen eigenen Fehltritten, von meinen eigenen Fehlern
- 16:49angenommen? Was habe ich daraus gelernt, was
- 16:52habe ich aus dem Verhalten anderer gelernt, ja, was
- 16:55verdammt noch mal, habe ich aus meiner Vergangenheit gelernt und
- 17:00meine Vergangenheit, die ist jetzt gerade schon wieder 17
- 17:04Minuten her und jetzt gerade eine Sekunde, ja, ich kann es
- 17:08doch so sehr beeinflussen, dass ich den Rest meines
- 17:12verbleibenden Lebens. Wovon keiner weiß, wie lange er
- 17:15hat draus mache und eigentlich jede Sekunde Vergangenheit
- 17:22wieder eine gute Sekunde Zukunft werden kann.
- 17:26Aber dafür seid ihr alleine verantwortlich, dafür ist nicht
- 17:30der verantwortlich, der euch etwas angetan hat.
- 17:36Dafür ist niemand verantwortlich, der euch
- 17:39eingesperrt hat, wie in meinem Fall oder der einen verurteilt
- 17:43hat oder der dies, der das der jenes, sondern ich bin für mein
- 17:50Leben, so wie es läuft verantwortlich und ich bin es
- 17:54auch, der bestimmt, ob ich anderen einen Platz in meinem
- 17:58Leben einräume, und zwar denjenigen einen Platz einräume,
- 18:03die schon lange auserzählt sind. Die es schon lange gar nicht
- 18:06mehr gibt in meinem Leben oder die besser gehen sollten, wenn
- 18:11es sie noch geben sollte. Es heißt doch unterm Strich
- 18:16nichts anderes und das hat mich mein Film gelehrt, ja, das war,
- 18:25ich will es gar nicht als dunkles Kapitel bezeichnen,
- 18:28sondern es war ein Werdegang, der hätte tausendmal besser
- 18:32laufen können, aber. Aber wo wäre ich denn heute,
- 18:37wenn ich einen anderen Lebensweg eingeschlagen hätte?
- 18:40Wäre ich dann heute Banker, wäre ich heute irgendein Manager in
- 18:45irgendeiner Firma, wäre ich ein Rädchen im System oder wäre ich
- 18:48dieser Freigeist, der ich heute bin, wer wäre ich denn wohl,
- 18:53hätte, hätte, Fahrradkette, wissen wir nicht.
- 18:59Aber ich bin sehr zufrieden mit dem, wie ich mittlerweile bin,
- 19:03wie ich lebe. Es gibt noch ganz viele, ganz
- 19:06viele Stellschrauben, ja, in meinem Wesen, in meinem
- 19:10Charakter, in meiner Persönlichkeit, die müssen noch
- 19:12feinjustiert werden, aber ich glaube, ich glaube, dass die
- 19:15grobe Richtung einfach, dass die okay ist.
- 19:20Wird manch anderer sagen. Ach, der hier Border allein Sven
- 19:24ist ein Arschloch, der hat das, das, das und das gemacht, das
- 19:28sind Leute, die Leben auch in der Vergangenheit, die das
- 19:30sagen, ja, da hast du scheinbar immer noch so einen Wert, dass
- 19:34die Menschen sich gar nicht gar nicht wagen würden, sich selbst
- 19:37zu hinterfragen, warum ist der eigentlich nicht mehr da, warum
- 19:41habe ich den verlassen, warum, warum, warum Selbstreflexion
- 19:47würde jedem Menschen. Einfach gut tun.
- 19:51Warum bin ich wie ich bin? Warum ist der nicht mehr da,
- 19:55warum hat der sich getrennt, warum wurde sich von mir
- 19:58getrennt und und und. Und die elementare Frage, Was
- 20:04ist in meinem Leben schief gelaufen, dass es so ist wie es
- 20:07ist? Was ist gut gelaufen, was hätte
- 20:09besser laufen können, aber unterm Strich sitze ich jetzt
- 20:14hier und habe das in der Hand, was ich in 10 Jahren selbst über
- 20:18mich sagen werde und. In den 10 Jahren werde ich
- 20:21hoffentlich sagen, bei EY die letzten 10 Jahre, die waren
- 20:24geil, die waren richtig geil. Ja, ich hatte weitaus weniger
- 20:30anspannungen, ich hatte weitaus weniger Anfälle, ich hatte
- 20:35weitaus weniger depressive Schübe, ich hatte weitaus
- 20:38weniger und ich fühle mich einfach gut, ich habe, glaube
- 20:41ich, alles so getan und gemacht, wie ich es wollte und.
- 20:46Und selbst wenn ich dann immer noch Fehler gemacht habe, habe
- 20:49ich vielleicht noch mal 10 Jahre Zeit, um sie zu korrigieren.
- 20:56Vielleicht habe ich aber nur noch einen Tag, vielleicht habe
- 21:00ich aber auch nur noch einen Tag oder 5 Stunden, aber dann möchte
- 21:06ich zumindest wenigstens mit mir selbst im Reinen sein und sagen.
- 21:12Ah Jo, Okay hattest vielleicht jetzt nicht mehr die Chance,
- 21:14dich selber richtig kennenzulernen, aber du warst
- 21:17auf jeden Fall auf dem besten Weg dazu.
- 21:19Und so wie ich jetzt denke, bin ich einverstanden mit mir.
- 21:22Ich bin einfach einverstanden mit mir, ich bin einvernehmlich
- 21:27mit mir und damit meine ich nicht, dass ich mich selbst
- 21:32liebe, aber ich respektiere mich so wie ich bin und.
- 21:41Gestehe mir aber auch meine Schwächen zu.
- 21:44Ich gestehe Sie mir einfach zu. Ich kann mit manchen Dingen
- 21:46nicht gut umgehen und wenn das Dinge sind, die mich mein Leben
- 21:52lang schon begleiten, dann werde ich den Teufel tun, solange sie
- 21:56mich nicht in meinem Alltag einschränken, Sie Krampf oder
- 22:01auf Krampf ändern zu müssen, sondern dann akzeptiere ich auch
- 22:06die so. Wenn es natürlich eine Schwäche
- 22:10ist, so von wegen ich muss jeden Tag lügen, dann kann ich euch
- 22:13sagen, werdet ihr nicht mehr weit kommen, werdet ihr nicht
- 22:15weit mitkommen, aber ihr werdet das ändern an euch, was euch das
- 22:24Gefühl gibt, fein mit euch zu sein.
- 22:29Manchmal ändert man sich einfach auch durch andere Menschen und
- 22:34ich bin der Meinung, nur so funktioniert es und.
- 22:39Man sagt immer so schön, such dir Vorbilder oder ich habe ein
- 22:42Vorbild, ich habe kein Vorbild. Mein Vorbild ist grundsätzlich
- 22:47erstmal, dass ich lebe, dass ich, dass ich das alles hier
- 22:51erleben darf, so, aber ich ziehe mir Dinge raus, aus, aus, aus,
- 22:58Aussagen, aus aus anderen Menschen, aus den Erlebnissen,
- 23:03Erfahrungen anderer Menschen, da sauge ich meine Energie auf.
- 23:07So, und wenn ich der Meinung bin und so weit bin ich heutzutage,
- 23:10dass es allerdings negative Energie ist, dann sauge ich die
- 23:14nicht raus, dann spucke ich die aus, dann will ich die gar nicht
- 23:17haben, ich will die nicht haben, ich will nur das in meinem Leben
- 23:22mittlerweile, was mir gut tut, der Rest, der kann sich so derbe
- 23:28verpissen, so derbe verpissen, dass er noch nicht mal mehr
- 23:32Blaubeerkuchen sagen kann, er hat einfach zu gehen und ich
- 23:36finde, dass da ist die Basis dann auch geschaffen, dass man
- 23:41darauf aufbauen kann, dass man sagen kann, so, ja, jetzt lebe
- 23:46ich ein Leben, was ich selber auch gut ertrage, jetzt lebe ich
- 23:49ein Leben, was wirklich lebenswert ist.
- 23:52Und jetzt lebe ich ein Leben, womit ich einfach fein bin, und
- 23:58ich lebe nicht das Leben, das mir andere auferlegt haben, sei
- 24:02es durch ein Trauma. Auch das ist ein auferlegen
- 24:07eines Lebens. Ich verpasse dir ein Trauma und
- 24:10du musst den Rest des Lebens damit klarkommen.
- 24:12Welchen Scheiß muss ich, ich muss mit mir klarkommen, ich bin
- 24:17verantwortlich für das, was ich aus diesem Trauma mache, heute,
- 24:23morgen, nächste Woche, ich bin dafür verantwortlich, rückgängig
- 24:28machen in der Retrospektive kann ich es nicht ändern, es geht
- 24:32nicht. Ich hätte es gestern ändern
- 24:35können. Habe ich verpasst.
- 24:36Ich habe den Zeitpunkt verpasst, also muss ich es heute tun oder
- 24:42ich scheiß einen dicken Haufen drauf und sag mir doch egal, ich
- 24:46will dir aber die Schuld geben für das was du mir angetan hast.
- 24:50Ja, verbringt ihr euer Leben in einem in einem Käfig, wie er da,
- 24:56da lauft ihr wieso ein, wieso ein Tiger im Kreis rum, da bin
- 25:01ich aber lieber der Vogel der fliegt.
- 25:03Als der Tiger, der im Käfig rumläuft und von rechts nach
- 25:06links und wieder hin und her und hin und her.
- 25:08Und der muss aber noch dahin, pissen und kacken wo er
- 25:10herläuft. Ne das Scheiß den Leuten lieber
- 25:13von oben am Kopp, aber dafür ob ich die Flügel habe oder ob ich
- 25:19einen Käfig habe gibt's nur einen Verantwortlichen und das
- 25:25bin ich selber in diesem Sinne. Mein Name ist Sven aka border
- 25:28allein und ich bin raus.