Latest / «Call the Boss» / Prisca Huguenin-dit-Lenoir, Leiterin der Medienstelle bei der Migros-Gruppe
Transcript
- 0:00Ich bin ganz ehrlich, immer ein Migros Kind gewesen, das heisst
- 0:03ich bin nämlich schon mit den Eltern immer in die Migros
- 0:06einkaufen gegangen und als kleines Mädchen bin ich nicht
- 0:09etwa einfach zu den Spielsachen gegangen.
- 0:11Via viele Kinder gehen, nein, ich bin immer zu den Joghurts
- 0:14gegangen. Call the Boss, Ein Format vom
- 0:19Wirtschaftsnewsetter Zahltag, unterstützt von GF und Radio
- 0:24Munot. Priska Hügene, Dilemoire
- 0:30Leiterin Medienstelle. Die Migros Medienstelle Priska.
- 0:37Hoi, Priska, Das ist die Nina vom Wirtschaftsnewsetter
- 0:40Zahltag. Hallo Nina.
- 0:42Priska, Wir haben uns kennengelernt.
- 0:44Vor etwa 15 Jahren auf den Malediven.
- 0:47Du bist Mediensprecherin von Hotelplan gewesen, ich
- 0:50Journalistin, bin der Schweizer Illustrierten, Ich habe eine
- 0:52Geschichte gemacht mit ihrem damaligen Chef im Hotelplan, CEO
- 0:56Thomas Stirnimann, und ich weiss noch genau, wir haben lange
- 0:59diskutiert, ob wir ihn auf den Bildern mit Schnochel und
- 1:03flossen. Dürfen oder nicht, erinnere ich
- 1:05dich. Klar hei ei ei, das sind jetzt
- 1:09schon 15. Jahre genau.
- 1:10Ich finde ja immer noch, er hat wahnsinnig gut ausgesehen mit
- 1:13Taucherbrillen und Schnocher. Ja, ja, genau, das hat gut
- 1:16gepasst zu ihm. Das ist eine von mehreren Reisen
- 1:19gewesen, die wir zusammen machen durften und auch eine von
- 1:22mehreren Diskussionen, die wir beruflich ausgetragen haben.
- 1:25Du bist dabei immer wahnsinnig professionell geblieben und ich
- 1:28glaube, das ist mit ein Grund, wieso du dreimal hintereinander
- 1:31als Mediensprecherin des Jahres gewählt worden bist.
- 1:34Als der Journalistinnen und Journalisten in der Schweiz
- 1:37Zweitausendundfünf. 2016 und 17 einen sog Headtrick wirst du
- 1:42eigentlich heute noch auf das angesprochen?
- 1:45Zwischendurch schon immer wieder von einzelnen Journalisten noch,
- 1:50die sich erinnern, dann zu hotelplanzeiten.
- 1:53Man muss natürlich auch sagen, dort gibt es auch einige
- 1:56Krisensituationen und dann ist man halt wirklich mehr im Fokus
- 2:01gewesen und hat entsprechend verschiedene Interviews auch
- 2:04machen müssen und vielleicht auch dadurch.
- 2:07Haben sich die Journalisten an mich erinnert und zum Teil halt
- 2:10immer noch. Du hast aber sicher auch einen
- 2:13guten Job gemacht. Deinen Job hast du jetzt gerade
- 2:15gewechselt, im Januar bist du nach 5 Jahren bei Skyguide quasi
- 2:20zurück zu deinen Migros Wurzeln und leitest jetzt die
- 2:23Medienstelle vom gesamten Migros Genossenschafts Bund hast Du
- 2:26dich gut eingelebt? Du ja, ich bin immer noch dran,
- 2:30verschiedene Sachen zu entdecken und VA kennenzulernen und
- 2:35Einführungen hier und dort. Aber ja, ich habe voll in Action
- 2:39gestartet am 6. Januar haben wir gerade am an
- 2:43meinem ersten Arbeitstag überraschungsbesuche gemacht bei
- 2:47Journalistinnen und Journalisten, um unser
- 2:50Jubiläumsjahr 100 Jahr Jubiläum der Migros mit.
- 2:54Einem Danke beginnen zu können. Und das ist natürlich schon sehr
- 2:58schön gewesen. Heute hat wiederum geheissen,
- 3:01Ronby in diesem Sinne. Run Baby hat es in jeder
- 3:04Hinsicht geheissen. Du bist in einer sehr
- 3:06turbulenten Phase eingestiegen. Die Migros Gruppe wird radikal
- 3:10umstrukturiert, man will sich auf das Kerngeschäft
- 3:13konzentrieren und hat sich auch von Tochterfirmen wie Spottiges,
- 3:17do It oder Hotel geplant, in früheren Arbeitgebern getrennt.
- 3:20Weisst du das muss man als Sprecherin eigentlich immer zu
- 3:23100% hinter solche Veränderungen stehen.
- 3:27Sicher ist es hilfreich, würde ich jetzt mal sagen, wenn man
- 3:32nicht gleicher Meinung ist, dann kommt das natürlich auch bei
- 3:35Gesprächen oder Interviews entsprechend rüber und von dem
- 3:38her muss man schon verstehen, warum das ganze und deswegen ist
- 3:43sicher auch wichtig, dass man das selber auch hinterfragt oder
- 3:46auch vielleicht kritische Fragen im Vorfeld vorbereitet, dass man
- 3:50weiss, wie man antwortet, was man beantwortet.
- 3:53Aber in diesem Fall macht die Strategieanpassung aus deiner
- 3:57Sicht Sinn. Selbstverständlich, weil die
- 4:00Migros bündelt. Du hast es selber gesagt, das
- 4:02Kerngeschäft und kann so Produkte über eigentlich die
- 4:06gesamte Wertschöpfungskette nehmen, auch wirklich
- 4:08effizienter anbieten und diesen effizienten Gewinn investieren
- 4:13wir natürlich nachher auch für noch bessere Leistungen und vor
- 4:17allem tiefere Preise für unsere Kundschaft und das ist wiederum
- 4:21für die Kundinnen und Kunden. Bietet das einen Mehrwert durch
- 4:25die Tiefpreisstrategie als Beispiel?
- 4:28Man im gesamten Sortiment findet.
- 4:31Das Ziel ist, dass man über 1000 Artikel Alltagsprodukte zum
- 4:37Tiefpreis anbieten kann und entsprechend auch die Kundinnen
- 4:40und Kunden profitieren. Können also Preissenkungen.
- 4:43Das freut uns als Konsumentinnen und Konsumenten gibt es auch
- 4:47neue Filialen. Filialen werden auch im Laufe
- 4:50der kommenden Jahre ausgebaut werden und vor allem auch
- 4:55erneuert werden. Das ist auch der Sinn, der Fokus
- 4:58ist wirklich auf dem Kerngeschäft im Supermarkt.
- 5:02Priska, Jetzt gibt es ja Migros Kinder und Coop Kinder, je
- 5:05nachdem wie man sozialisiert worden ist, kauft man lieber
- 5:08beim einen oder beim anderen Detailhändler ein.
- 5:11Du, ich verrate jetzt das bist vermutlich ein Coop Kind, ich
- 5:15habe dich auf jeden Fall früher mal gesehen in Coop Front.
- 5:20Bist jetzt konvertiert. Essen.
- 5:23Du hast mich wahrscheinlich effektiv ab und zu Richtung Tor
- 5:28laufen sehen, aber das ist wirklich nur, weil wir direkt
- 5:32Vis Avis des Coop Wohnen und ich gebe zu, es ist natürlich schon
- 5:38hilfreich, wenn man plötzlich etwas vergessen hat und noch
- 5:40schnell Milch zum Beispiel kaufen will, dass man einfach
- 5:44wirklich in den Finken, es ist ja nicht einmal 2 Meter wie
- 5:47Sawini schnell in den Coop kann, aber selbstverständlich ist es
- 5:51natürlich auch hilfreich. Wenn man von den Mitbewerbern
- 5:55schauen kann, was dort alles, was die dort alles so treiben.
- 5:59Nein, im ernst, ich bin ganz ehrlich, immer ein Migros Kind
- 6:02gewesen, das heisst ich bin nämlich schon mit den Eltern
- 6:05immer in die Migros einkaufen gegangen und als kleines Mädchen
- 6:08bin ich nicht etwa einfach zu den Spielsachen gegangen, via
- 6:11viele Kinder gehen, nein, ich bin immer zu den Joghurts
- 6:14gegangen und habe dort alle Joghurt immer sortiert.
- 6:18Und was am schlimmsten war, wenn Zitronenjoghurt neben der
- 6:22natürlichen Joghurt gemischt worden sind.
- 6:24Dann habe ich alles wieder schön hergerichtet und so, dass es.
- 6:27Wirklich schön hergerichtet war und habe zum Teil sogar den
- 6:31Kundinnen Ones und Kunden ein Joghurt gegeben.
- 6:35Also noch heute sagen meine Eltern und auch meine Schwester
- 6:38ja, Hauptsache du kannst deine Joghurt sortieren, also ich bin
- 6:41eigentlich wirklich sozialisiert wie du gesagt hast als.
- 6:45Migros und sehr ordensliebend wie wir jetzt gerade gehört
- 6:50haben. Du hast gesagt
- 6:51Konkurrenzrecherchen, du bist ja auch an den Bilanzen
- 6:54Medienkonferenz von Coop gesichtet worden, das hat für
- 6:58Schlagzeilen. Sorgt in der sonntags Zeitung.
- 7:00Das ist aber absolut gebräuchlich.
- 7:02Sie besucht euch gegenseitig. Es ist effektiv so, wenn wir
- 7:07unsere Bilanzmedienkonferenz Ende März haben, wird auch mind
- 7:11eine Mediensprechende oder eine Mediensprecherin bei uns sicher
- 7:15dabei sein und so sind auch wir im Februar per Co
- 7:18bilanzmedienkonferenz, also das war ganz üblich und ich habe
- 7:21mich gar nicht eingeschlichen oder irgendwie spioniert, also
- 7:25von dem her ist das wirklich mit einem Augenzwinkern.
- 7:28Anzuschauen. Du leitest ein Team von
- 7:30Mediensprecherinnen und Mediensprechern und Content
- 7:33Verantwortlichen. Was bist du für eine Chefin, was
- 7:36ist dir wichtig? Für mich ist sicher wichtig,
- 7:39dass wir ein Team sind, dass wir zusammen arbeiten.
- 7:44Und ich schaue eigentlich auch, dass jeder ein spezielles
- 7:49Projekt hat und selber etwas machen kann.
- 7:52Ich bin, ich fühle mich eigentlich nicht als die, die
- 7:55immer schauen, gehen, kontrollieren, sicher muss ich
- 7:58ein. Guten Überblick haben, was
- 8:00läuft, aber ich habe das Gefühl, dass ich jemand bin mit einer
- 8:04langen Leine, wie man so schön sagt und generell vielleicht
- 8:08auch je älter werde, ist mir das Team extrem wichtig.
- 8:12Also man muss sich wirklich regelmässig austauschen können
- 8:16und vor allem in hektischen Situationen sieht man, was man
- 8:19an einem Team hat und ich ich kann sagen bis jetzt habe ich
- 8:22immer egal wo ich gewesen bin, jetzt nicht nur jetzt bei der
- 8:25Migros und vorher bei. Meinen Arbeitgebern immer.
- 8:30Tolles Team gehabt und das hilft natürlich auch, gerade in
- 8:33stressigen Situationen beispielsweise.
- 8:35Und man verbringt halt trotzdem einen langen Tag jeweils im
- 8:40Büro. Lange Tage, was sind denn so
- 8:43typische Aufgaben? Von einer Medienstellenleiterin
- 8:45musst du den ganzen Tag nervige Journalisten handeln oder gibt
- 8:49es auch noch erfreulicheres? Ja gut, ein typischer Tag ist
- 8:52eigentlich schwierig zu sagen, weil wirklich jeden Tag anders
- 8:56ist. Selbst wenn man sich vornimmt.
- 8:57Heute mache ich das, und da diese Pendenz habe ich noch vor
- 9:01mir. Es kommt irgendwas immer
- 9:03dazwischen und darum ist so ein normales Planing jeweils
- 9:07schwierig. Aber klar, es kommen sehr viele
- 9:10Medienanfragen rein, bei uns völlig verschiedene Themen, dann
- 9:15denkt man wieder, woher kommt jetzt das?
- 9:18Aber genau das ist auch das Spannende, es ist nicht immer
- 9:21dasselbe, es kommt eigentlich nie eine Routine auf und jetzt
- 9:26im Moment ja verständ. Lich sind natürlich durch die
- 9:30verschiedenen Veräusserungen natürlich auch.
- 9:33Schwierige Themen, unsympathische Themen, aber
- 9:38schöne Geschichten gibt es natürlich auch, beispielsweise
- 9:41jetzt gerade im Moment, wo die meisten Bullss durch die Schweiz
- 9:44fährt, an die verschiedenen Orte in der ganzen Schweiz.
- 9:48So ein bisschen das Nostalgische, das Emotionale, wo
- 9:52man sieht, das Macht einen auch wieder Freude.
- 9:55Du bist in Bern aufgewachsen, hast dann in Genf gewohnt und
- 9:59bist vor rund 17 Jahren nach Schaffhausen gezogen.
- 10:02Wegen deinem Partner, dem Matthias Witt von vielen in
- 10:05Schaffhausen kennen. Ihr wohnt in der Altstadt, du
- 10:07hast es gesagt, in der Finken schnell einen Coop sind da sehr
- 10:10engagiert, du zum Beispiel auch bei der Business und
- 10:13Professional Women, wie schwierig ist es für dich
- 10:16gewesen in Schaffhauser Fuss zu fassen?
- 10:18Also ich muss wirklich sagen, Dank dem Matthias meinem
- 10:22Lebenspartner ist. Der Einstieg und das Ankommen in
- 10:27Schaffhausen markant einfacher gewesen, erkennt natürlich viele
- 10:31Leute und hat mir auch immer wieder neue Leute vorgestellt.
- 10:35Und durch das habe ich auch mein persönliches Netzwerk, wie
- 10:39beispielsweise eben der BTW Business, Wenn Professional
- 10:42Womenc Club in Schaffhausen auch alles natürlich erleichtert
- 10:47inzwischen. Bin eigentlich auch ich die
- 10:49gewesen, die sagte, Ich möchte nicht mehr Weg von Schaffhausen.
- 10:52Mir gefällt es, in diesem Städtchen darf ich ja nicht
- 10:55sagen, in dieser Stadt in Schaffhausen und nein, ich, ich
- 10:59fühle mich wirklich wohl, aber wirklich dank Matthias Ovo der,
- 11:03der mich entsprechend eingeführt hat, weil sonst kann es
- 11:06wahrscheinlich schon schwierig sein, gerade wenn man als keine
- 11:09hiesige nach Schaffhausen kommt und erst recht, wenn man nicht
- 11:13den Dialekt redet, dann. Ist es noch einmal schwierig?
- 11:16Wobei, ich muss sagen. Ich habe gemerkt, wenn ich in
- 11:18die Läden komme und mit meinem Grüssen komme, dass zum Teil die
- 11:22Leute sogar freundlich ist. Sehr gut.
- 11:24Also du bleibst uns erhalten, das freut uns.
- 11:27Wir wünschen dir eine gute Zeit in Zürich beim MGB und hier in
- 11:31Schaffhausen und ich freue mich darauf, dich bald wieder zu
- 11:33sehen im Coop, im Migros oder wer weiss vielleicht auch mal
- 11:37wieder auf einer Reise. Merci Nina, danke vielmals,
- 11:41Tschüss Priska. Danke.
- 11:45Call the Boss, Ein Format vom Wirtschaftsnewsetter Zahltag,
- 11:50unterstützt von GF und Radio Munot.