Latest / Berlin Booth / Christian Reckmann vom Wurzelfestival über die Krise der Festivalszene und neue Perspektiven
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- 0:06Hallo. Herzlich Willkommen auf der
- 0:09Dunkelcouch erste Frage vielleicht ich wir, wir werden
- 0:16uns heute ausführlich über die die die Deine Festival
- 0:19Leidenschaft, deine Musik, Leidenschaft, aber auch über
- 0:22feste Festival, Struktur und Organisation unterhalten.
- 0:28Festival zurück zu den Wurzeln. Was verbindest denn du da
- 0:31emotional mit mit dem Titel? Emotional.
- 0:34Also wir haben das ja mal gegründet aus diesen beiden
- 0:38Kollektiven, was sich da zusammengetan hat, mal, und wir
- 0:43hatten halt, wir sind älter gewesen, schon in den den
- 0:46Zeitraum, wo wir das gemacht haben, reifer, und wir wussten
- 0:49halt, wie das im Vorfeld ist, so aus den Ah.
- 0:51Was war 213? War das ne?
- 0:5222 1111 OK 211 213 212, da haben wir ja so angefangen.
- 0:57Das professionell zu machen, das mit dem ganzen Kollektiv und im
- 1:02Vorfeld war ich ja schon ne Weile unterwegs und wusste halt,
- 1:06wie das ist von früher in 93 zu zu der Zeit, wo wir dann das
- 1:12später mal so gegründet haben, die Wurzel und hatten halt ne
- 1:16vernünftige Basis, wo wir sagen, OK, so haben wir gefeiert, so
- 1:20war das, da war die. So n bisschen wie wie Motte,
- 1:23meinte Friede, Feuer, Eierkuchen.
- 1:25Also es war schon was dran, ne es ist so, wir haben uns alle
- 1:28gemocht, wir waren ne ne Riesengruppe an Menschen, jeder
- 1:31kannte jeden, egal wo du hingegangen bist und wo sich die
- 1:34Mauer wo die Halt gefallen ist. Da war halt noch mehr Publikum
- 1:39da und und dieses neue Publikum, wir haben neue Menschen
- 1:42kennengelernt. Neue Horizonte von Menschen und
- 1:46da ist halt irgendwas entstanden n riesen Bubble und es war halt
- 1:50mega ne. Also das kann man jetzt nicht
- 1:51nachholen und wird man nicht mehr schaffen, aber wir haben es
- 1:55versucht zu transportieren, ja und das tun wir jetzt immer noch
- 1:59mit der Wurzel und in verschiedensten Stellschrauben
- 2:03die wir noch haben so n bisschen ja.
- 2:07Ändert sich dann trotzdem was also bei einem Festival
- 2:09beziehungsweise bei einem Club? Wenn es so also früher hat ja
- 2:12niemand an Langlebigkeit gedacht, also vielleicht an
- 2:14Nachhaltigkeit in Form von weil man Sachen erhalten möchte, aber
- 2:18so dieses, dass Rave und Clubkultur so
- 2:22institutionalisiert wird und dann auch über Jahrzehnte quasi
- 2:25gehen muss, hast du gemerkt, hat sich da also zum Beispiel bei
- 2:30bei so festivalbesucherinnen man erlebt ja mehrere Generationen.
- 2:34Und da so n Kerngedanken vielleicht zu erhalten, ist das
- 2:37schwierig. Schwierig.
- 2:41Also ich sag mal, es kommt drauf an was man für n Festival hat
- 2:45oder für ne Basis. Wir hatten zum Anfang n festes
- 2:49Publikum und das hat sich wiederum nach den Break mit den
- 2:54Corona sich auch wieder verändert alles nach draußen im
- 2:58Vorfeld hatten wir ne Basis wo sich Menschen immer wieder wohl
- 3:01gefühlt haben. Und jetzt sind wir eher so n
- 3:04Festival, die ankommen, die Tasten sich rein, die sind Recht
- 3:08jung, haben Bock aber auch drauf und wir müssen uns auch drauf
- 3:11einstellen. Wir müssen jedes Mal je nach
- 3:13jeder Produktion immer Nachbereitung machen.
- 3:16Wie hat sich was jetzt gerade geändert und stellen uns immer
- 3:18wieder neu drauf ein auf das ganze Publikum was uns dort
- 3:22besucht ist manchmal in manchen Ecken auch nicht einfach, wir
- 3:25versuchen halt das auch von Jahr zu Jahr zu verbessern und.
- 3:29Wir versuchen natürlich, jeden Gast so, so, so, so lange wie
- 3:32möglich bei uns zu halten und auch wohlfühl und wo, dass er
- 3:37sich auch wohlfühlt, kontinuierlich von Jahr zu Jahr,
- 3:40die wenn er uns besucht, und das ist nicht einfach, es ist sehr
- 3:45schwierig und weil auch das Angebot extremer groß war und
- 3:49was eventuell jetzt auch kleiner wird.
- 3:51Ja, das das, das liest man ja allerorten, wird noch kommen.
- 3:58Wann startet denn so ne Festivalproduktion so richtig?
- 4:02Also die Festivalproduktion startet da, wo es gerade endet.
- 4:05Also OK, also bei uns fängt es so an, wenn das Festival endet
- 4:10endet, dann haben wir das neue Plakat schon überall bei uns auf
- 4:15dem auf dem Gelände neuen Ticket Code die neuen Preise da und
- 4:20eventuell. Schon mal so 23 Namen?
- 4:23Das machen wir jetzt dieses Jahr wo was im nächsten Jahr schon
- 4:25spielt, also und danach nach dem Festival, wenn es vorbei ist,
- 4:32dann ist der Abbau, dann sind dann ist die Nachproduktion, wie
- 4:36wir das nennen, auch diese Nachproduktion heißt Rechnung
- 4:39bezahlen, DJS bezahlen, alle Anbieter alle Rechnung
- 4:44begleichen, steuern, alles einreichen, Cacheles abrechnen.
- 4:50Gucken, dass alle Container sauber ist, dass die Struktur
- 4:53steht wieder, weil danach das Gelände vermietet wird.
- 4:56Wir sind Pächter und danach sitzen wir im Büro und machen
- 5:00Nachbereitung, also das heißt, Wir müssen mit allen Teams, mit
- 5:03allen Kollektiven Sprechen, müssen Werbung machen, müssen
- 5:06sehen, dass wir die Tickets schon wieder fürs neue Jahr
- 5:09verkaufen, das ist unheimlich wichtig für jeden Kulturbetrieb,
- 5:13den es gibt, eigentlich. Das ist n ganz wichtiger Punkt,
- 5:16was manchmal die Gäste gar nicht so vielleicht verstehen.
- 5:18Ist es schwieriger geworden heutzutage, also dieses gerade
- 5:22in Anführungsstrichen? Also eben nee, ich will nicht
- 5:24Kunde sagen, sondern so, also Festivalgängerinnenbindung ist
- 5:27es schwieriger geworden, ist schwierig.
- 5:29Ja, ja, so, jetzt gerade besonders merken wir es ganz
- 5:32doll. Da komm ich drauf noch mal
- 5:36gleich zurück auf. Ich kann das dann noch mal
- 5:38weiter erweitern, weil wir auch gerade jetzt das Thema gerade
- 5:42bearbeiten auch und es ist sehr schwierig die Early Birds, die
- 5:46sind schnell weg, die sind auch klein gehalten von der von der
- 5:50Limitierung her, weil wir auch ne Kostensumme haben, die wir
- 5:54brauchen, also n Umsatz überhaupt das Ganze aufzubauen,
- 5:58das ganze Gelände von Jahr zu Jahr und weiterzuentwickeln und.
- 6:03Ja, es ist enorm schwierig. Wir merken es jetzt auch.
- 6:06Wir hatten jetzt von Jahr zu Jahr 500800 Gäste immer weniger
- 6:12und man merkt es jetzt gerade in dem Moment, in der Zeit, in der
- 6:17Produktion, jetzt gerade, wo wir uns befinden in 2026, ist es
- 6:20enorm schwierig. Kannst du sagen woran es liegt?
- 6:24Also liegt es daran, dass es n Überangebot ist.
- 6:27Was ich jetzt sozusagen was jetzt zu einer Gewissen.
- 6:30Auslese und einer gewissen Reduzierung unter unter liegt
- 6:34oder nee. Also das ist, das ist das
- 6:36normale, was jeder Mensch gerade spürt.
- 6:38Draußen ne, also die Inflation, es kommt ja hier mehrmals glaub
- 6:41ich, du hast frohes Jahr mal. Glaub ich mit Max irgendwie hier
- 6:45gesessen und hast dich unterhalten von von ja ja die
- 6:48Clubs sterben und und es es hat wirklich die Inflation und du
- 6:53hast es ja alles schon präsentiert, ne Inflation, hohe
- 6:56Preise und jetzt wird es ja noch schlimmer mit diesem Krieg der
- 7:00jetzt gerade noch im Gange ist. Das ist ja noch mal n
- 7:02Sahnehäubchen oben rauf. Ja, das ist wahrscheinlich so ne
- 7:06so ne, das kann man wahrscheinlich überhaupt nicht
- 7:08berechnen was da passiert oder in irgendeiner Form.
- 7:10Ich kann es nicht berechnen, gerade auch vom vom.
- 7:13Weil wir haben Generatoren, leider.
- 7:15Wir sind immer noch abhängig von Generatoren, wir haben das das
- 7:18Netz versucht zu stabilisieren und Feststrom auch zu haben ne
- 7:22Menge und haben auch n feststrom Bereich den wir abdecken können
- 7:27aber nicht alles. Wir arbeiten mit Generatoren und
- 7:29die fahren halt mit Diesel ohne Heizöl und ich kann es jetzt
- 7:33noch nicht sagen was im Juni der Heizölpreis ist, wie teuer der
- 7:37wird, ob ich den überhaupt bezahlen kann ne also da.
- 7:42Müssen wir jetzt. Gucken und gibt es dann.
- 7:46Man wird ja dann auch in irgendeiner Form kreativ
- 7:48gefordert, weil man für bestehende Lösungen bestehende
- 7:52Probleme, Lösungen finden muss, wenn man etwas tun und machen
- 7:55möchte, ja. Ja, also ich kann es.
- 7:58Ich kann es jetzt mal kurz anschneiden und releasen, also
- 8:01wir sind denn an dem Punkt jetzt angekommen, wo wir Floors
- 8:06streichen müssen, wir nehmen Floors raus, wir haben mit den
- 8:09Kollektiven gesprochen, wir haben.
- 8:12Dass denen alles erklärt, und da sind auch Kollektive, bei die
- 8:17dann sagen, OK, wenn wir haben jetzt schon 3 absagen, ihr seid
- 8:22die vierte, wenn jetzt noch eine Absage kommt, dann müssen wir
- 8:24zum Arbeitsamt, also du merkst überall, dass es überall weh
- 8:29tut. Ja, ich wollt Grad sagen, also
- 8:31wenn ich mal die rote Linie bauen kann, es fängt jetzt
- 8:33sozusagen, es geht wirklich bis nach unten durch, also es trifft
- 8:36am Ende immer auch dann die kreativ und Kulturszene.
- 8:39Im kleinsten Punkt. Genau.
- 8:41Und das das, das ist halt das Schlimme, weil dieses Jahr und
- 8:45mit der Politik, die wir jetzt gerade am Start haben, kriegen
- 8:47wir keine Förderung mehr oder eine lohnende Förderung, wo wir
- 8:51sagen, super, wir gehen wieder ran an den Fördertopf, aber.
- 8:56Der Eigenanteil und diese Überlegung, was da uns
- 8:59präsentiert worden ist als Kulturschaffende, war jetzt
- 9:02nicht relevant für uns und auch nicht bis zu bewältigen und und
- 9:05zu risikoreich. Waren war also waren
- 9:07kulturförderungs Etats, die war waren die wichtig mal für euch
- 9:11und gab es die? Die waren wichtig für uns, die
- 9:13hatten wir regelmäßig bis voriges Jahr noch und dieses
- 9:15Jahr haben wir jetzt keinen genommen.
- 9:18Es gibt noch andere Kollektive, so wie die Nation, glaub ich,
- 9:21die hat sie auch wieder zurückgezogen, ihren Ihren an
- 9:24ihren Antrag glaub ich. Aber ja, und das ist noch nicht
- 9:29raus. Die Auslosung wer die bekommt,
- 9:30ne. Auf jeden Fall sind Förderung
- 9:32wichtig und und diese Förderung können auch keine Jugendclubs et
- 9:35cetera irgendwo sich halten, ne also wir werden irgendwo noch n
- 9:39viel mehr irgendwann in der Zukunft jetzt sehen was
- 9:41zusammenbricht, also da bin ich von überzeugt und ich hab auch
- 9:45gerade jetzt noch mal mit vor kurzem also vorhin mit Anja
- 9:49Schneider gequatscht und mit dem Booker von hier.
- 9:53Die sagten auch gerade ne, also ja Dubai, wir haben noch paar
- 9:56Gigs gerade drüben, weiß gar nicht ob wir die jetzt
- 9:58durchkriegen ne also das das ist egal ob du jetzt gerade hier
- 10:02bist oder irgendwo musikalisch Präsentation irgendwo und
- 10:06woanders was machen musst. Irgendwo in Dubai zum Beispiel,
- 10:09da wo die Raketen rüberfliegen. Ja, da darf er nicht aufgenommen
- 10:14werden und da darf er nicht gezeigt werden.
- 10:15Gibt es ja eigentlich nicht in Dubai, wie man das so in der
- 10:18Presse in irgendeiner Form mitbekommt.
- 10:21Was hält denn dich dann eigentlich?
- 10:23Findest du für dich n so n kreativen Ausgleich in
- 10:26irgendeiner Form? Also es klingt alles nach
- 10:28Anstrengung, aber darum geht es ja bei einem Festival eigentlich
- 10:30gar nicht. Nee, überhaupt nicht.
- 10:31Also so gehen wir ja auch immer raus an die Menschen, offen und
- 10:35ehrlich und wahr, ne, so wie es ist.
- 10:37Das das haben wir jetzt gelernt über die Jahre, wir werden
- 10:39nichts vertuschen, also wir sind immer vorne ganz straight
- 10:42geradeaus. Und dafür stehe ich und wir,
- 10:46wir, wir schaffen das oder das Festival wird erschaffen von den
- 10:50mit den Gästen und mit uns und auch mit den Ticketgeldern.
- 10:53Also wir bereichern daran uns nicht großartig, also wir haben
- 10:56unsere Strukturen, wir haben Lagerräume, wir haben
- 10:58Stromkosten, klar Internet, wir brauchen das ja alles zum
- 11:01Arbeiten und aber wir versuchen dort alles reinzustecken, was es
- 11:06geht, also wir versuchen jedes Mal irgendwo NI tüttchen an
- 11:09Deko, Lichteffekte. Oder sei es irgendwo n Kollektiv
- 11:13wieder reinzuholen oder Workshops oder wir, wir, wir,
- 11:17wir nehmen das Geld und von der Kalkulation was geht, es geht ne
- 11:21und jetzt geht aber leider gar nichts mehr.
- 11:22Also wir können nichts mehr zurückgeben und es fehlt Geld
- 11:26und jetzt müssen wir sehen, dass wir mit den Menschen da draußen
- 11:31mit unseren Gästen n Konsens finden und dass die sagen ja OK,
- 11:35gehen wir mit mit euch. Wir gehen in die schwere Zeit
- 11:38rein und dann müssen wir sehen, dass wir mit den Gästen also so
- 11:40ne Art Genossenschaftsgedanke, vielleicht n neues Festival
- 11:44schaffen, was kleiner ist. Das das wäre nämlich mal meine
- 11:47Anschlussfrage gewesen. Der Vorteil ist ja, dass wenn
- 11:50man langlebig ist, dass man ja auch schon n Kern an Community
- 11:53hat, die man in irgendeiner Form aktivieren kann oder die man
- 11:56auch ansprechen kann und die ja auch wissen, was sozusagen die
- 11:59Kernpunkte sind, auf die sie reagieren können.
- 12:01So ne also das ist sozusagen ne Idee.
- 12:04Wo ihr hingehen wollt in irgendeiner Frau, dass man sagt,
- 12:06OK, man versucht jetzt Personen, die einen kennen, die mit einem
- 12:09verbunden sind, auch einzubinden, stärker.
- 12:11Ja, wie auch? Immer das aus.
- 12:13Ja, auf. Jeden Fall nachhaltig.
- 12:14Wir müssen irgendwo da ja anfangen, wir merken das ja nun
- 12:17draußen, was gerade los ist und und wir haben keine Scheuklappen
- 12:20vor den Augen, das kommt überall an, ne, egal mit wem man redet
- 12:24und. Die Gäste haben ja auch n
- 12:26Mitspracherecht. Einerseits so n bisschen wir,
- 12:29wir nennen ja auch unser Festival Mitmachfestival ne, wir
- 12:32holen auch ganz viele Kollektive rein, die auch die Floors
- 12:34gestalten oder setzen Kollektive zusammen auf einen Floor, dass
- 12:38immer wieder was Neues entstehen kann und so wollen wir es jetzt
- 12:41auch mit den Gästen machen, dass wir sagen Summe X oder ne Idee
- 12:44haben wir wie findet ihr das, wollen wir das machen, wo wollen
- 12:47wir die Summe hinsetzen, wollen wir da mehr in die Toiletten
- 12:49reingehen, wollen wir mehr Schattenplätze schaffen.
- 12:52Weil es ist ja immer, man kann es irgendwo nicht mehr ganz
- 12:54genau händeln und wir holen einfach die Gäste jetzt mal ab
- 12:56und wir haben, ich schätze mal, es wird vielleicht sich irgendwo
- 12:59einpendeln bei 5000 Gästen oder viereinhalb oder 4 4000 Gäste
- 13:04was wir haben werden, da wird es irgendwo hingehen schätz ich
- 13:07mal. Also wenn das noch weiter so
- 13:08geht da draußen. Der gravierende Unterschied, ich
- 13:11glaube also. Auch manchmal, wenn ich nach von
- 13:13außen auf zur Festivalstruktur gucke.
- 13:16Es gibt ja auch wirklich muss man sagen nen nen harten Strich
- 13:18zwischen das was Mainstream ist und was einfach finanzorientiert
- 13:24arbeitet und dem was man Underground nennt und was nen
- 13:28Community Gedanken hat und ne andere da mit ne andere Struktur
- 13:31auch. Mhm, ja.
- 13:33Trägt. Ja, also wir, wir sind
- 13:35eigentlich n subkulturelles Festival und wir haben uns
- 13:38gegründet. Aus einer Idee ne.
- 13:40Also wir hatten mal n Gedanke und wir haben den ersten
- 13:44Gedanken umgesetzt im Club, das war früher in Berlin das MIKZ
- 13:49und dieses MIKZ, da hatten wir dann 3 Indoor Floors n Open Air
- 13:54Floor und hatten dann irgendwo n großen Main Act des des Side
- 13:58Trends gerade geholt und und der das war halt n Erfolg es war
- 14:03aber plus -0 was wir da gemacht haben ne wir haben viele Gäste
- 14:06gezogen und hatten n indoor. Festival gemacht.
- 14:10Über 3 Tage und Kulturschaffende links und rechts haben wir uns
- 14:13beschimpft, dass wir sowas machen und wie ihr wieso macht
- 14:16ihr sowas? Es ist kein Festival und wir
- 14:19haben es aber auch so artgerecht gemacht wie möglich, wir haben
- 14:22dann die ganzen Hotels benannt und haben dann Wege gezeigt,
- 14:26Wegführer und wie sie hinkommen und was wir also auf jeden Fall
- 14:29haben wir es geschafft und dadurch hat sich die Wurzel
- 14:31geschaffen und jetzt hab ich den Farm verpasst.
- 14:34Wo müssen wir noch mal hin? Ach so, es ist Subkultur
- 14:37Subkultur. Ja, also wir haben einmal in das
- 14:41Ding ist aus der Subkultur genau so, da war der Fahn, also das
- 14:44ist so entstanden, dass wir eigentlich aus der Idee und dann
- 14:46gemerkt haben, dass es halt n Riesending ist und das geil ist
- 14:50und dass wir größer werden wollen und halt, dann sind wir
- 14:52losgegangen, haben ne Fläche gesucht und diese Fläche war
- 14:57denn in Richtung Pütnitz hoch und dann war ne alte
- 15:01Raketenbasis, haben uns da zusammengetan mit so einem Opi.
- 15:04Und haben gesagt, EY ist cool, das Gelände können wir das
- 15:07kaufen oder können wir es pachten?
- 15:08Und dann hatten wir da so Ideen und dann haben wir gesagt, ja,
- 15:11macht mal, und dann sind wir da so halb Seiend ran gegangen, die
- 15:15haben diese ganze Geschichte und das hat uns beinah das Genick
- 15:17gebrochen, und das ist halt, weil die so.
- 15:21Also weil ich groß gedacht hab, sag.
- 15:23Ich, wir haben groß gedacht, wir haben uns da n Container
- 15:25eingestellt, haben das Werkzeug reingeschmissen, haben gesagt,
- 15:28OK, wir haben uns Kieferschwaden bestellt, paar Hübe und dann
- 15:31haben wir angefangen, komm wir bauen hier alles auf, das ist
- 15:34genauso mein Ding ne ich ich kann n Gelände sehen und ich
- 15:37kann die jetzt einfach umbauen und sage Pass auf das machen wir
- 15:39so da ist da da ist der Flor, da sind die Gänge, da ist die
- 15:42Toilette. So führen wir die Menschen, das
- 15:46kann ich sofort entwerfen und sich sofort umsetzen, ne, und
- 15:49dann haben wir da los gebaut und gemacht und getan und nebenbei
- 15:51haben wir parallel dann auch dann die Strukturen geschaffen
- 15:55und dann, wo es dann halt Richtung Vertrag Unterzeichnung
- 15:58oder Richtung Notar ging, da waren dann aber auch noch
- 16:01paintballer drauf, diese Paintballer.
- 16:04Die waren dann so n bisschen von der rechten Seite und und sind
- 16:08da auch manchmal auch mit getarnte Fahrzeuge rumgefahren,
- 16:11so von der WH früher und es war kurios, die haben wir dann halt
- 16:17des Platzes verwiesen und dann hat es angefangen, dann unter
- 16:20der Naturschutzbehörde und dann kamen alle alle Ämter die es gab
- 16:25sind auf uns geprasselt und zum Schluss um das auch mal schnell
- 16:29abzukürzen haben wir es gesehen, wenn man.
- 16:32Wir haben das Ding verloren. Wir sind vom Gelände verjagt
- 16:36worden. Ja, und zum Schluss ne Woche
- 16:38später, wo wir das Material geholt haben um weiter zu
- 16:42ziehen, wir sind dann 80 Kilometer hochgezogen zum pangea
- 16:45Gelände, da hatten wir dann noch n Konsens gefunden und die haben
- 16:49uns da rauf gelassen, da haben wir uns ein haben wir uns
- 16:52eingemietet und konnten dann unser Festival machen ja.
- 16:56Und danach haben wir gesehen, wo wir da hingefahren sind und
- 16:58haben uns am Material geholt, wer da wieder gesessen hat.
- 17:01Und dann standen die ganzen s Klassen da und wir haben wieder
- 17:03Paintball gespielt und die Mannschaftswagen sind da
- 17:07rumgefahren. So, das war so unsere Erfahrung
- 17:09und das hat uns beinahe das Genick gebrochen und parallel,
- 17:12das hab ich alles auf einer auf einem Kleinunternehmen gemacht,
- 17:16so währenddessen wo wir dann gemerkt haben, OK das das könnte
- 17:19eventuell nicht gut ausgehen, wir müssen schnell ne GMBH
- 17:22gründen. Und dann haben wir noch ne GMBH
- 17:24gegründet und dann haben wir die GMBH, das Festival da auf der
- 17:28Pitnitz oben auf diesem Pangier Festival.
- 17:31Was jetzt das About you is veranstaltet.
- 17:34Wann hast du für dich gemerkt, dass das dieses Organisieren,
- 17:39strukturieren, Ideen entwickeln? Wann war das in deinem Leben der
- 17:43Punkt, wo du gemerkt hast, das ist mein Ding, war das schon
- 17:46früh da oder von Anfang an da oder war das ist es ne
- 17:49Entwicklung gewesen? Weiß nicht, das ist irgendwie so
- 17:52ne Entwicklung. Eigentlich waren wir also oder
- 17:54ich war eigentlich immer so n so n Macher und so n
- 17:57Kulturschaffender. Ich liebe irgendwie Kunst.
- 18:00Ich hab den Hang, ich hab früher auch die ersten Floors selber
- 18:03kreiert mit dem Team immer und wir haben auch ne eigene
- 18:09Struktur immer gehabt früher für die ganzen Events und haben.
- 18:14Floor ist umgebaut in in in verschiedensten Szenarien.
- 18:18Ne, also auch mal so n 20er Bolesk Hinterzimmer haben wir
- 18:22gebaut mit Schiebetürchen und Passwort, das Passwort musstest
- 18:27du vorher noch irgendwo im anderen Floor erraten und dir
- 18:30erspielen und wir hatten noch so ne 8 bit Automaten konntest du
- 18:35noch Pacman spielen und alles Mögliche?
- 18:38Also da kommt meine Kreativität her und die die Strukturen und
- 18:42schaffen und machen, weil ich vom Bau komme.
- 18:44Und ich hatte vorher ne eigene Firma, war vorher Lehrling und
- 18:49hab dann halt mich dann weiterentwickelt und Vater
- 18:51meinte komm jetzt machst du hier ne Firma und Heizung Sanitär und
- 18:56Klima hab ich gesagt super OK und daher auch Struktur.
- 19:01Ne, dieses ganze Rechnung schreiben, Steuern, Akquise und
- 19:06strukturiert arbeiten. Ja wie machen wir was und die
- 19:11ganzen Bauabläufe ist das ist halt in in mein Blut ne das geht
- 19:14über und das das hab ich konnt ich halt mitbringen ne und
- 19:17später und wann hat mein Vater gesagt du junior, willst du
- 19:21jetzt die Baufirma übernehmen oder hab ich gesagt nee ich
- 19:25bleib bei der Kultur und dann hab ich halt Kultur
- 19:28weitergemacht und dann haben wir noch mal so ne.
- 19:32So ne so n so n Label gegründet wie man es nennt oder
- 19:35Veranstaltungsreihe ne. Und das war hier in Berlin.
- 19:38Das war hier in Berlin ne und das war die elektronische
- 19:41Zweisamkeit und und danach, darauf haben wir noch das Label
- 19:44gegründet, Zweisam Records, und das war auch wieder sehr
- 19:47professionell und dann haben wir Strukturen gehabt und viele
- 19:51Künstler und haben versucht, was zu schaffen, ja.
- 19:54Ja. Man trifft ja auch in der
- 19:56Kulturszene auf sehr unterschiedliche Charaktere.
- 19:59Da lernt man ja wahrscheinlich auch viel.
- 20:00Also diese zwischenmenschliche Ebene, da macht man ja
- 20:04wahrscheinlich auch N-Weg. Also das eine ist ja quasi
- 20:06deine, deine handwerkliche kreative Perspektive, aber n
- 20:11Festival besteht ja auch aus sehr viel unterschiedlichen
- 20:13Charakteren, die da aufeinandertreffen.
- 20:15Mhm ja, also das, das nimmt man so mit im Leben.
- 20:20Ich glaub das hat so das Geschäftliche bei mir auch schon
- 20:22ne irgendwie geschaffen wenn du. Du musst ja dann auch zu
- 20:27Sachbearbeitern gehen und du hast ja mit auch dort mit
- 20:30Hunderten von Menschen zu tun, in verschiedensten Ebenen am
- 20:33Telefon, oder sei es auf dem Bau oder oder mit Handwerkern.
- 20:37Du lernst, du musst Menschen einstellen, du musst Menschen
- 20:40entlassen und dadurch, das nimmst du halt so mit, dadurch
- 20:44hast du die. Sozusagen den Flow so n bisschen
- 20:48zu den Menschen hin. Ne, wie kannst du den
- 20:50einschätzen, wie gehst du mit denen um oder wie gehst du mit
- 20:52den Charakter um? Ne das hat man, dann nimmt man
- 20:54dann irgendwann mit glaub ich das sind dann so Erfahrungswerte
- 20:58ne. Für euch ist ja auch wichtig,
- 21:00also für für euch als Festival, dass ihr n inklusives Festival
- 21:04seid, ne, das sozusagen wirklich für Menschen, denen es
- 21:07schwerfällt wirklich unterschiedliche Bereiche zu
- 21:09begehen oder zu zu erreichen. Die mit dem war das von Anfang
- 21:14an n Gedanke der den der euch getragen hat oder hat sich das
- 21:17entwickelt? Ja, also wir hatten viele Free
- 21:21Open Airs gemacht im Vorfeld mit der mit der Wurzel auch und
- 21:25hatten dann manchmal halt auch Bereiche wo wo wir halt nicht
- 21:29inklusiv waren oder sprich wohnen halt n Rollifahrer oder
- 21:32Menschen mit Beeinträchtigung dort nicht gerade richtig
- 21:34rankommen und da waren so die ersten Punkte wo wir gesagt
- 21:37haben, OK da ist, da ist was und wir hatten auch durch unsere
- 21:41Clubgeschichten verschiedenste. Punkte ne wo wo ich dann immer
- 21:45als eigentlich wenn ich jetzt irgendwo im Club bin guck ich
- 21:47mal immer rein wie sieht denn das behinderten WC aus, was ist
- 21:50denn da los und daran siehst du dann halt wie inklusiv die Club
- 21:54Kulturlandschaft bei uns ist. Und meistens finde ich da n
- 21:57Besenkammer irgendwo ja das ist ne Abstellkammer und wir haben
- 22:01uns gesagt wir wollen nicht so sein, wir wollen Menschen alle
- 22:04abholen egal was man für ne Beeinträchtigung hat, wir wollen
- 22:07keinen ausschließen und haben dort halt.
- 22:11Ein Konzept erschlossen wir haben das erarbeitet mit den
- 22:14Menschen, die wir dann dort eingeladen haben, Menschen mit
- 22:17Beeinträchtigung. Die haben dann gesagt, Ey, wir
- 22:19brauchen hier keinen Zaun, nimm den Zaun weg, und dann haben wir
- 22:22irgendwas mit kleinen Tannen gemacht, dass wir gesagt haben,
- 22:24OK, hier ist euer Bereich, haben wir gesagt, nee, brauchst nicht
- 22:27absperren, wir wollen gar hin, wo die anderen Menschen sind,
- 22:29und dann haben wir sozusagen das Konzept gegründet, anstatt nur
- 22:33dabei mittendrin, das ist unser Spruch, so ein bisschen, wo wir,
- 22:36sagen wir. Wir können das Halt machen, wir
- 22:39machen es einfach und wir sind nicht halt so, wie wie es Wacken
- 22:43oder so, wo der Mensch halt hinten stehen muss, auf einer
- 22:45Rampe mit dem Rollstuhl. Oder wir sagen Ey, komm einfach
- 22:48rein ins Gewühle, Wir bauen die Wege auch bis dahinten rein,
- 22:51wenn wir wir haben unwegsames Gelände und wir bauen halt Wege
- 22:55rein, wo wir halt sagen, OK, da gibt es Probleme und dann bauen
- 22:59wir da halt industriematten Schwerlastmatten rein, die
- 23:02meistens irgendwo beim Bau oder beim Rohbau und wo rumliegen.
- 23:05Und dann führen die Halt den Weg bis nach vorne und das war so
- 23:09unser Beruhigungspunkt. Und dann haben wir das Halt
- 23:11ausgebaut, dieses Camp. Dann haben wir gesagt, OK, wir
- 23:15haben Zelte da, wir haben Betten da, wir haben Kühlschränke da
- 23:19für Medikamente, Medikamente und so weiter was die Halt brauchen
- 23:24oder für den Rollstuhl, für den E Rollstuhl braucht man ja auch
- 23:29mal über Nacht ne Ladung, da muss die Batterie wieder
- 23:31aufgeladen werden. Oder fürs Handy.
- 23:35Also, und dann haben wir in diesem Camp halt auch noch
- 23:37Betreuung drinnen, ne, also dass du dann sagst halt ich nehm mir
- 23:40n Buddy mit und der Buddy, manchmal haben wir halt wirklich
- 23:44n unwegsames Gelände wo du sagst du musst dann da fast so 30 Grad
- 23:48hoch, ja das das kriegen wir nicht anders gehandelt und da
- 23:53musst du halt n Buddy am Start haben, ne und auch da hatten wir
- 23:56dann verschiedenste Ideen mit Telefon ruf hast du denn
- 24:01jemanden angerufen? Über Netzwerk und dann hat es
- 24:04bei denen geklingelt. Dann ist der Buddy gekommen, hat
- 24:07auch alles nicht so funktioniert und wir haben dann die Buddies
- 24:11direkt drinne im Camp, da gibt es Menschen, die sich dort
- 24:15freiwillig hinstellen und es auch anbieten und es ist halt ne
- 24:20Symbiose von von Menschen die dort sind und die die das den
- 24:25den Menschen auch helfen wollen, einfach und Bock haben ne da
- 24:27sind. Ich hab mich mit jemand
- 24:29unterhalten von der S Bahn, der ist n dort n hohes Tier und dann
- 24:31meint so ich hab einfach Bock ich bin jedes bin jedes Jahr
- 24:34hier ich betreu das Camp, helf den Menschen und ich fühl mich
- 24:38gut dabei und so so ne Plattform sind wir halt ne und und wir
- 24:43haben da was geschaffen was wiederum in der Clublandschaft
- 24:47sich dann auch wieder ausgebreitet hat und die
- 24:50Clubkommission hat davon mitbekommen und die
- 24:52Clubkommission hat gesagt Ey was macht ihr da das ist cool wie
- 24:56geht denn das? Wie wollen wir das machen?
- 24:58Was was treibt ihr da und haben sich damit dann beschäftigt und
- 25:04haben sich dann so n bisschen inspirieren lassen von uns und
- 25:08haben Förderfonds geschaffen für wiederum für Clubs für die
- 25:11Inklusivität. OK, das das wäre meine
- 25:13Anschlussfrage gewesen, ob es da in irgendeiner Form
- 25:15Fördermöglichkeiten gibt, weil das Prinzip kennt man ja die
- 25:18die. Erststrukturen schaffen haben es
- 25:21meistens am schwierigsten, sind mitunter aber nicht die, die
- 25:24dann von den Folgesachen unbedingt immer gleich auch
- 25:26profitieren, die sie selbst mit geschaffen haben in irgendeiner
- 25:28Form. Ja, so, es gibt diesen.
- 25:31Es gibt direkt so n Fond wo du es mit rein kriegst.
- 25:34Ne es gibt so n so n so n kulturfond wo du sagst OK das
- 25:37kannst du anrechnen, das ist in Ordnung, aber nicht alles und
- 25:42alles was halt nur Miete ist. Wie es jetzt direkt im im Bau
- 25:45ist, weiß ich nicht. Ich glaub das gab irgendwie mal
- 25:48so n Fond so n Fördertopf, dann konntest du den Club umbauen,
- 25:52sei es Fahrstuhl, Rolltreppe, whatever ich weiß es nicht ganz
- 25:55genau, ich hab mich da jetzt nicht so genau beschäftigt was
- 25:57die für n für n für ne Umsetzung hatten auf jeden Fall ne
- 26:00behindertengerechte Toilette und so weiter dass die Wege inklusiv
- 26:03bis dort zum Floor wohl geschaffen werden können gab es.
- 26:07Wohl was oder ob es noch was gibt, weiß ich.
- 26:09Nicht ja, Vergleichbares gibt man, gibt es ja jetzt auch mit
- 26:12mit Lärmschutz dazu. Genau das ist der einzige der
- 26:16Förderfond, der dauernd immer im Internet überall rumschwebt.
- 26:18Aber das interessiert uns nicht und wir brauchen ihn nicht und
- 26:22jedes Mal muss ich nur lächelnd. Drüber.
- 26:24Wie bettet denn ihr bei euch das Umland ein?
- 26:28Gibt es da in irgendeiner Form ne?
- 26:30Ne Kooperation so ne. Also man ist ja oder mein mein
- 26:34naiver Gedanke ist so, da ist jetzt es rollt da ne
- 26:37Festivalkultur an, das ist so n bisschen auch Subkultur, die
- 26:39sind mitunter abgeschlossen, aber sie sind ja dann in einem
- 26:42existierenden Raum, wo es ne gesellschaftliche Strukturen
- 26:45gibt, wo es soziale Strukturen gibt, wo es mitunter auch
- 26:50Reibereien gibt, da interessiert mich dann immer wie, wie geht
- 26:52ihr denn mit den mit den Menschen um die die die um euch
- 26:54rum sind. So das ist, gibt es da.
- 26:57Austausch. Es gibt n Austausch, es gibt ne
- 26:59Symbiose, also wir verstehen uns sehr gut.
- 27:02Also das mit dem Amt, das ist ja immer das größte Problem eines
- 27:05Festivals, wir haben auch verschiedenste im Amt schon
- 27:10wechselnde Personen gehabt im im in dem obersten Bereich und wir
- 27:16wir, wir schaffen ja da was und wir wir setzen ja auch Geld um
- 27:19und wir, wir lassen ja da auch Geld, wir haben jetzt unser
- 27:23Unternehmen da auch rübergeholt also.
- 27:26Und haben jetzt den den unter den Unternehmenssitz dort
- 27:29angemeldet. Und wir beauftragen natürlich
- 27:34Handwerker, sei es der Bäcker um ne Ecke, sei es der Gärtner, der
- 27:39das Gemüse hat. Also wir haben dann auch für die
- 27:44Nachhaltigkeit so n bisschen ne nachhaltigkeitsberatung mal
- 27:46gehabt, der hat uns dann verschiedenste Sachen
- 27:48rausgesucht, an wen könnt ihr rangehen?
- 27:50Überlegt doch mal da und überleg mal hier.
- 27:53Und das haben wir dann halt Stück für Stück umgesetzt.
- 27:55Ne. Also das Umland ist wichtig und
- 28:00das einzige was gerade so n bisschen schwierig ist immer so
- 28:02mit mit Tickets extra für fürs Umland und so für die für die
- 28:06Gäste so n bisschen, da tun wir es gerade noch schwer.
- 28:08Wir hatten dann so 23 kleine Sachen und Vorfälle wo wir
- 28:12gesagt haben OK und das waren immer die Vorfälle leider aus
- 28:15dem Umland und direkt aus dem Umfeld wo wir dann gesagt haben
- 28:18OK wir müssen das überdenken, wir müssen selber nicht und
- 28:22damit. Haben wir immer n Problem.
- 28:25Schon seit 12 Jahren. Wie kriegt man die Gäste von
- 28:27draußen oder die die Gäste von von die direkt vor deiner Tür
- 28:31ist? Ja wie kriegst du die rein und
- 28:33wie wie werden die in der Bubble einfach mit abgeholt und jetzt
- 28:38haben wir paar mal die schlechte Erfahrung gemacht und uns tut es
- 28:41jedes mal leid und also wir wir machen das meistens so, dass wir
- 28:44es dann machen, die bewerben sich dann bei uns und dann
- 28:47gucken wir die uns kurz an oder so n kleiner Steckbrief und dann
- 28:50holen wir die halt rein einfach for free.
- 28:53So läuft es jetzt. Und aber das hat lange gedauert,
- 28:56bis wir das geschaffen haben und durch n Fuhrunternehmer, der
- 29:02jetzt auch n Freund geworden ist, auch der vorher war auch n
- 29:06Bauunternehmer auch immer bloß n Subunternehmer von uns, der ist
- 29:11jetzt auch n Freund geworden, also man wächst so langsam
- 29:13zusammen und der hat uns dann auch wiederum reingebracht in
- 29:16die Strukturen wer lebt da, du kommst mal zum Geburtstag rein.
- 29:21Zum 50. Oder zum 70.
- 29:23Und dann hast du da Tausende von von von von sozialen Kontakten
- 29:27aus allen Ebenen sitzen, wo du dann sagst und ihr Macht da
- 29:30unten den Krach und sagen ja, was macht ihr denn da bloß und
- 29:34und dann musst du das erklären und dann sagen die Ah OK und
- 29:37wenn die dich dann besucht haben die Menschen und waren dann mal
- 29:40am Tag oder am Abend da, die sagen dann grandios, die wollen
- 29:43dann immer wieder kommen und wir sollten.
- 29:47Wir müssen da noch mal wirklich ran und das muss ich in die in
- 29:50der Zukunft. Wenn es weitergeht, muss ich das
- 29:53überdenken und da, da muss das Team ran und wir müssen.
- 29:55Also die soziale Komponente ist nicht wegzudenken aus diesem.
- 29:58Überhaupt nicht. Nee, es es ärgert mich auch
- 30:00jedes Mal und und wie ich krieg es nicht gehandelt, immer haben
- 30:03wir da paar Einbrüche von außen, die wiederum dann auch Bösen dem
- 30:09Publikum auch weh tun und also. Ja, es sind immer paar schwarze
- 30:14Schafe und die machen das alles andere irgendwie kaputt.
- 30:16Ja, und da müssen wir dran arbeiten noch.
- 30:18Der Rattenschwanz an an der Stelle ist dann wahrscheinlich
- 30:20auch echt immer groß. So ne also weil sozusagen die
- 30:22Kleinen, eigentlich sind es die kleinen Punkte dann häufig, die
- 30:25aber ne große Wirkung haben oder ne große Wirkung erzielen.
- 30:27Ja leider ja, es ist auch in der Darstellung dann häufig meistens
- 30:30in irgendeiner Form so, was mich interessieren würde
- 30:33Generationenwechsel wenn man wenn man wenn man als einem.
- 30:40Gewisses Team startet als n Kollektiv startet mit einem
- 30:43Grundgedanken, startet es bewegen sich ja Sachen in den
- 30:45unterschiedlichsten Ebenen und soweit so mehr Menschen dazu
- 30:49kommen oder auch weggehen ändern sich ja vielleicht auch
- 30:51Einstellungen Ideale die sich nicht immer gleich so anpassen.
- 30:54So ne oder auch Altersgrenzen sag ich jetzt mal so ne also das
- 30:58ist so wie wie macht n sich das bei euch bemerkbar?
- 31:02Vielleicht auch im im Sinne von Qualitätsmanagement.
- 31:04Fällt mir da noch gerade so ein. So ne, also wie schafft man das
- 31:06denn Standards die man gelebt und gelernt hat, vielleicht auch
- 31:10weiter zu transportieren und weil sich das Team automatisch
- 31:13ändert oder wächst oder das Team wechselt?
- 31:16Also ich, ich musste es selber erstmal lernen überhaupt.
- 31:20Ich hab dann angefangen irgendwie das erste Festival.
- 31:22Ich hab dann alle Fäden in der Hand gehabt und hab das alles zu
- 31:25versucht zu steuern, es hat auch funktioniert, aber.
- 31:30Nebenbei hast du noch die die Freundin, die dann noch mithilft
- 31:32und die Lebensgefährtin, die immer noch an meiner Seite ist
- 31:36und immer mir meine, mich immer noch berät ohne Ende und immer
- 31:41noch sehr viel in der Kulturgeschichte bei mir jetzt
- 31:43auch noch mal mitwirkt und so mein mein Fokus immer gerade
- 31:46rückt immer noch so n bisschen und ich musste selber erstmal
- 31:50lernen, dass man. Was abgibt ne, ich hab hab das
- 31:54vorher nie gemacht und ich hab auch keine kollektive Rangeholt
- 31:56und hab gesagt OK bin jetzt alles Freunde wir machen das
- 31:59jetzt alles hier und ich bezahl euch zum Teil hat es dann auch
- 32:02nicht richtig funktioniert und dann musste man wieder neu
- 32:06irgendwo ne Ebene suchen und das sind halt Erfahrungen die ich
- 32:09gesammelt habe und dadurch also man braucht Kollektive ohne
- 32:12Kollektive kommt man nicht weiter.
- 32:15Und bei den Strukturen, die wir haben, das ist keine Ahnung, es
- 32:18sind 12, Fußballfelder oder noch mehr.
- 32:21Und über 10 Flowers so n bisschen und alle versteckt auch
- 32:25n bisschen musst du Leute ranholen, du musst dich öffnen,
- 32:29du musst Verantwortung abgeben, das ist ganz wichtig, du musst
- 32:33Strukturen schaffen, dass du sagst, OK du machst das, du bist
- 32:37dafür verantwortlich, du kriegst das und das Geld dafür.
- 32:40Und das war nicht einfach der Weg dorthin, ich.
- 32:45Ich ist es Selbstkritik, die ich daraus höre.
- 32:46Ja, ist Selbstkritik klar, ich will es ja auch mitgeben für die
- 32:49nächsten, die es vielleicht sich anschauen und sagen, ey cool,
- 32:52ich lern da was, also man sollte auf jeden Fall Verantwortung
- 32:56abgeben, man muss n Team haben unter sich, unter den und wenn
- 33:00du es alleine machst schaffst es nicht ne.
- 33:02Und ich hatte da mal ganz viele Menschen, die haben gesagt, Ey,
- 33:04gib doch mal ab, es nee, es geht nicht ich, ich brauch das, ich
- 33:07muss es wissen, dass es funktioniert und dass es
- 33:09erledigt worden ist. Und ich muss es bei mir haben,
- 33:12ich geb es nicht weg so es geht nicht, funktioniert nicht, ist
- 33:16der ganz doofe Gedanke und da mal gehst du ran kaputt.
- 33:19Ja, und also erstens hast du nur 24 Stunden am Tag und zweitens
- 33:23hat man in vielen Bereichen auch einfach auch nur ne.
- 33:26Begrenzte Aktions und begrenzten Aktionsradius ja, den man
- 33:30leisten kann. Ja, und daraus hab ich halt
- 33:33gelernt, dass wir auf jeden Fall das alles aufteilen müssen und.
- 33:38Und diese Generationsgeschichte ist ja, ich war vor kurzem mal
- 33:43auf der FOF, da hab ich auch was gehört, Generationswechsel, da
- 33:47gab es sogar n Talk zu. Da war ich dabei da.
- 33:49Also ich hab es auch gesehen, ja und fand es auch spannend war.
- 33:52Interessant, ja, und ich hab klar denk ich da auch drüber
- 33:55nach und ich hab da auf jeden Fall schon vorgesorgt und du
- 33:59hast doch schon gesprochen mit ihnen, ja und?
- 34:02Er ist n ganz lieber, er ist genau richtig und der passt voll
- 34:05rein und ich versuch jetzt so so n bisschen ich bin ja einfach
- 34:09nur der Macher ich bin kein BV ler oder sonstiges so n bisschen
- 34:12ich hab das alles Audi Didakt gelernt also mein Vater hat
- 34:15gesagt hier mach mal da mach mal hier noch n bisschen noch mal da
- 34:18n Kurs und BVL und hier Excel Kurs und dann sehen wir zu und
- 34:25und er ist genau der richtige er ist hat es studiert er ist der
- 34:29Mann der Zahlen so n bisschen und ich bin wirklich dann eher
- 34:33so n Typ Hey lass mal hier noch was machen und da noch machen
- 34:35und lass mal das Kollektiv machen und hier noch also ich
- 34:38bin so wirklich eigentlich so n bisschen wie Pippi Langstrumpf
- 34:41ne komm lass uns mal die Welt so machen so wie ich es gerade Bock
- 34:45habe und lass mal hier noch was machen da machen und er sagt Nee
- 34:48geht nicht gibt noch ne Kalkulation und wir wir haben ne
- 34:52Kalkulation aber ab und zu mal will man trotzdem einfach noch
- 34:55ey wieder komm. Da muss noch was hin.
- 34:58Und ja, also Generation muss sein.
- 35:00Also ich merk selber, ich werd älter und ich bin ja auch nicht
- 35:04mehr am Zahn der Zeit so n bisschen ne, also die Hut
- 35:07entwickelt die Kunden, die Gäste entwickeln sich und die ganzen
- 35:11Crews entwickeln sich das das ganze Leben die ganze Szene ist
- 35:14in Bewegung, man kriegt es ja gar nicht mit also man muss als
- 35:18Veranstalter oder als Festivalveranstalter oder
- 35:21Clubveranstalter oder oder musst du in der Szene sein, du musst
- 35:25unterwegs sein, du musst immer die Hand irgendwo drinne haben,
- 35:28so n bisschen ne. Was mich, als ich mich
- 35:32angefangen hab, so mit mit Clubkultur und auch Ravekultur
- 35:35auseinanderzusetzen, auf einer beruflicheren Ebene und nicht
- 35:38immer nur so auszugehen, was für mich auch so n.
- 35:40So n starker Affekt war jetzt mal unabhängig vom Club, aber
- 35:43auch so Festival Organisationen. Das war für mich von außen gar
- 35:47nicht so sichtbar wie viele einzelne kleine Bestandteile
- 35:50unabhängig auch arbeiten, also dass zum Beispiel Festivals
- 35:53nicht von oben herab gedacht werden, so also die Struktur
- 35:56nicht von oben herab gedacht ist.
- 35:57Immer, gerade bei den im subkulturellen Bereich, sondern
- 36:01dass man eben kollektiver hat, die miteinander wirken, die so n
- 36:03bisschen unabhängig, extremst exterrestrisch arbeiten, aber
- 36:07trotzdem integrativ an diesem Gesamtkonzept Werke.
- 36:10Und so, das war ne Sache, die fällt mir, die ist mir von außen
- 36:14gar nicht damit gar nicht so aufgefallen und das macht ja
- 36:17auch was mit einem Festival. Ne, also wenn so ne
- 36:19Organisationsstruktur da ist. Klar, also wir, wir merken dann
- 36:23auch so was für ne Musik gerade angesagt ist und was gerade
- 36:26abgeht, ne. Also man wächst ja dann so mit
- 36:29den kollektiven ja so zusammen und manche gehen, manche kommen.
- 36:35Und man merkt ja dann immer wieder, was draußen gerade so
- 36:37läuft und und stehen dann halt da und sagen, wow, ich tanz
- 36:41frohes Mal da mit meiner Freundin, hab gesagt, was ist
- 36:43denn das für ne Musik, aber wir fand es geil wir die Musik hat
- 36:47Gefetzt ne die war total schnell und alle haben waren voll happy
- 36:50und es war so Happy Trance High Tech mäßig was und ich so wow OK
- 36:55kannte ich nicht und nebenbei haben sie alle gefeiert wie die
- 36:58Verrückten ne und? Ja, das ist unser unser
- 37:01Oasenflor und da ist so n so n Duschkollektiv drin.
- 37:04Sagen wir immer so so n bisschen und die haben da so was.
- 37:07Heißt das das ist so n Kollektiv ne Menschenwaschstraße haben die
- 37:12ja, die sind dann als Schwämme und als du hast dann auch so wie
- 37:15in einer Waschanlage so ne so ne Bürsten und dann kannst du da
- 37:19durch und hast dann noch so ne nippelstation und so weiter und
- 37:24ist halt mega ne super. Und ja, also da lernt man halt
- 37:29Kollektive kennen und man schätzt sie auch.
- 37:33Und wie können Sie es auch nicht wegdenken?
- 37:35Mehr ne. Ja, mal vielleicht noch mal so n
- 37:38ganz kleines bisschen zurück nach Berlin.
- 37:40Die erste Frage wäre bist du, bist du n wehmütiger Mensch oder
- 37:43bist du so jemand der die ganze Zeit vorangeht?
- 37:46Wehmütig. Nee ich, ich find es klar, ich
- 37:49war auch früher immer einer, der gesagt hat, die Zeit früher, die
- 37:52war so geil. Die Wahrheit?
- 37:54Geil ja, aber die? Die Zeit dreht sich, die Zeit
- 37:56bewegt sich und wir sollten auf jetzt gucken und die Kultur, die
- 38:00sich jetzt entwickelt, die geht ja schon wieder fast dahin, wo
- 38:03wir waren, irgendwo, also wenn ich so von den Klamotten sehe,
- 38:06ja, so bin ich früher auch rumgerannt, hab gesagt wieso hab
- 38:09ich das weggeworfen oder wieso hab ich es nicht mehr, ist da
- 38:12jetzt schon wieder in und ich glaub das ist immer alles n Rad
- 38:17was sich dreht und irgendwann wiederholt sich das.
- 38:20Und ich sag mal so soll ich der alten Zeit nachweinen, die kommt
- 38:23so und so wieder oder es kommt was Neues noch dazu.
- 38:26Ne ich glaube alleine die Produzenten die entwickeln sich
- 38:30auch gerade zum Zeit der Zahnen und wie du siehst hart schwere
- 38:35Zeit, so haben wir früher auch gewaved ne war ne harte Zeit
- 38:38haben wir. Harte, schnelle Musik gehört war
- 38:42so schön. Dann hatten wir das minimal.
- 38:44Dann hatten wir das Tech House irgendwo wo wir es halt gefeiert
- 38:46haben, weil wir ne leichtere Zeit hatten.
- 38:48So war die Musikindustrie anscheinend gerade unterwegs und
- 38:51so ist es gerade auch so wie ich das von außen sehe.
- 38:54Ich bin jetzt kein kein Professor der Musik, ich kann es
- 38:58auch nicht sagen, ich hab vor kurzem auch gesehen bei Lincoln,
- 39:01es gibt sogar n Professor für Festivals wo ich dann gesagt hab
- 39:05OK was gibt es sonst noch, man lernt nie aus.
- 39:08Hab ich geschmunzelt und hab es gefeiert.
- 39:11Und ja also nee, ich bin war in der Zeit nicht nach oder ich
- 39:15guck mal weit nach vorne so. Gab es trotzdem nen Club wo du
- 39:18sagst das war der war so da? Mit dem hast du dich stark
- 39:21verbunden gefühlt in der Stadt der den es nicht mehr gibt.
- 39:24E Werk ja, für mich war es e Werk, für viele andere war es
- 39:28der Tresor. Ich war im E Werk und wenn es e
- 39:30Werk zugemacht hat, war ich im Tresor.
- 39:32Ja aber. Den alten Tresor und wo ich dann
- 39:36gesagt hab OK so, so war mein mein Fokus früher wo ich gesagt
- 39:40hab, OK das waren halt Läden die die du jetzt nicht
- 39:44wiederfindest. Ne ja.
- 39:46Hast du, da hast du mit mit mit, mit eurem Festival noch viele
- 39:49Strukturen hin, sozusagen, die quasi zurückreichen in in diese
- 39:52Zeit, oder ist das auch einem starken Wandel unterzogen
- 39:55gewesen? Ja.
- 39:59Ja, na ja, eher nicht mehr so viele ne.
- 40:02Also man hat ja jetzt in den 30 Jahren, wo ich jetzt so in der
- 40:05Szene unterwegs bin. Also ich frag dich nur, weil
- 40:08also man relativ loftrade ist gegangen.
- 40:11Wave The Planet ist da, dann hat man da gibt es Strukturen, es
- 40:14gibt auch so, wenn man so drauf guckt denkt man so ah ja da hat
- 40:16man so so. Ich, ich war eigentlich so n
- 40:18Typ. Ich hab mich komplett immer
- 40:21rausgehalten aus dieser ganzen Szene, so aus der Bubble.
- 40:24Ne, ich hab immer dazu gesagt so die technobild ich hab mich da
- 40:28rausgehalten es man hat viel gehört und man hat viel als
- 40:32Kollektiv auch mit anderen Kollektiven seine Probleme
- 40:35gehabt, der war in den Club der hat n den Club wer zahlt wieviel
- 40:38für Virgin DJ und wer hat gerade den besseren Preis?
- 40:42Und so war das und ich hab mich da rausgehalten.
- 40:45Themen sind die heutzutage auch wieder sehr präsent sind.
- 40:50Und ich hab mich da einfach rausgehalten und ich ich alleine
- 40:52jetzt auch ne auf den großen Bühnen bei uns.
- 40:57Ich hatte früher mal meinen Booker da, der jetzt verstorben
- 41:00ist. Der hat mir dann mal die Leute
- 41:03vorgestellt und gesagt, hier ist der und der ich sag Hallo
- 41:07herzlich willkommen und haben halt n Pläuchen gehalten aber
- 41:09ich seh nicht viel, ich sitz eigentlich mehr hinterm
- 41:13Schreibtisch oder bin auf dem Bau.
- 41:15Und danach bin ich wieder da und bau das alles ab und mach die
- 41:18Abrechnung und halte die Strukturen zusammen.
- 41:22Da da wollte ich nur noch mal nachfragen, wenn ich wenn wenn
- 41:24es für dich in Ordnung ist, wie wichtig sind denn so Personen,
- 41:27gibt es so trotzdem im Team so Zentralpersonen die auch so n
- 41:31die Aura von so einem Festival mitprägen in irgendeiner Form.
- 41:35Ja, ich sag immer mal, ich musste vor ich mal so
- 41:38schmunzeln, ich hab und so n auf Instagram folge ich 3 so ne
- 41:41Jungs. Verschiedenste Ecken und aus dem
- 41:44verschiedensten Bereich, wo sie herkommen und die machen halt so
- 41:48n Podcast auf auf Spotify und die haben gesagt derjenige das
- 41:54Festival veranstaltet und wie er seine Aura Halt ist oder wie
- 41:59sein Mensch ist. Ne so so wird das Festival also
- 42:03und der irgendwie hat er gesagt der Fisch riecht immer vom Kopf
- 42:08aus und ich musste so schmunzeln weil ich gesagt habe ja OK.
- 42:12Bei mir ist es halt so. Ich bin halt ein offenherziger,
- 42:16warmer, ehrlicher Mensch und also mit mir kannst du Pferde
- 42:20stehen, ne und ich nehme halt wie gesagt wo ich schon gesagt
- 42:24habe, wir nehmen halt Blatt vom Mund, wir sagen die Wahrheit
- 42:26wenn was ist. Die Erfahrung haben wir gemacht
- 42:29und wir haben es einmal nicht gemacht und haben sofort die
- 42:32Revue dafür bekommen und haben dann uns auch gesagt es war halt
- 42:36wir müssen halt ehrlich sein und ich bin halt ein ehrlicher Typ
- 42:38und das. Das ist ja, das ist halt so ne
- 42:43ne zurück noch mal zu deiner frage, ich hab 2 Leute aus
- 42:46meinen alten, aus meinen alten Kollektiv, aus der ätherischen
- 42:49Zweisamkeit, die kommen noch regelmäßig bei mir feiern, die
- 42:52seh ich dann immer noch, also da sind noch 2 oder so 23 Personen
- 42:56sind noch am Start die ab und zu mal mich besuchen kommen ne.
- 42:59Gibt es nen Austausch über sozusagen die existenziellen
- 43:02Probleme, die so die die Festivalszene begleitet?
- 43:06Gibt es da n Austausch innerhalb der Festivals?
- 43:10Schwierig wir. Wir haben versucht, so ein so
- 43:12ein versucht, so eine Art Rad zu bauen, wo wir sagen, wir können
- 43:19uns gegenseitig helfen. Das einzige, was jetzt irgendwie
- 43:23mal passiert ist, und zusammen haben wir mit der Nation so ein
- 43:26Inklusionscontainer jetzt gewuppt, wir haben über eine
- 43:29Crowdfunding Kampagne. Ne Summe x bekommen glaube
- 43:33819000€ und den Rest hat die Nation dazu getan.
- 43:38Und jetzt haben wir, teilen wir uns den Container und fahren den
- 43:40Halt von Festival zu Festival zur Produktion, zur Produktion
- 43:45immer jeweils und jetzt sind wir noch mal im Austausch, ganz eng
- 43:49mit mit Dear Festival sind wir immer noch im Austausch und ist
- 43:53auch n kleines Festival in Brandenburg.
- 43:56Und da haben wir jetzt festgestellt, dass wir halt noch
- 44:00mehr enger zusammenarbeiten sollten und vielleicht auch mal
- 44:03Club Partys machen sollten deutschlandweit, weil die sind
- 44:06auch überall unterwegs und wir haben jetzt auch so ne
- 44:09Veranstaltungsreihe noch mal so n bisschen gemacht, auch für
- 44:13Gedenkfeier für Danny und um der Mutter halt noch mal Geld
- 44:16irgendwie einzusammeln. Das war der Booker.
- 44:18Das war der Booker genau bei uns.
- 44:20Der jetzt und 12 Jahre begleitet hat und das ganze Booking
- 44:23gemacht hat und auch viel mehr ne, das war also der hat im im
- 44:26Background so viel Weggewuppt, der war verrückt und war aber
- 44:31jetzt auch n Freund von mir, den ich schon längere Zeit kannte.
- 44:34Wir haben vorher schon Veranstaltung gemacht und der
- 44:37ist so mit in Niveau so mit Reingewachsen, der hat auch
- 44:40vorher Akustikstudios gebaut und hat gesagt OK weg damit steig
- 44:44jetzt bei dir mit ein und hat mir in allen Bereichen geholfen
- 44:48und den ganzen Kollektiv und den ganzen ganzen Infrastrukturen
- 44:52auch und ja ist halt n was fehlt uns ne n großer Baustein der
- 44:58weggebrochen ist. Ja und in der harten Zeit merkst
- 45:01du es noch schlimmer jetzt gerade ne ne ist.
- 45:05Brandenburg N guter Standort. Brandenburg guter Standort, ich
- 45:10sag mal für n Festival ja. Wir wir haben nur gute Erfahrung
- 45:16in in in Brandenburg gemacht. Ich, ich mag die Leute auch in
- 45:21Brandenburg, ich leb jetzt selber in Brandenburg Lern
- 45:23Brandenburg jetzt noch mal näher kennen und ja ich mag es und es
- 45:30ist es ist n guter Ort ne ich hab andere Orte gesehen und die
- 45:33waren nicht so gut die ich dir im Vorfeld erklärt habe.
- 45:36Ja, vielleicht so letztes Thema oder letzte Frage.
- 45:43Mal unabhängig jetzt von den wirtschaftlichen Nöten, die dich
- 45:47die das Festival sehr klar begleiten.
- 45:49Was ist denn so ne Sache wo du sagen würdest, da will ich noch
- 45:51hin, das interessiert mich, das ist n Feld, das hatten wir
- 45:54bisher noch nicht oder ich hab es nicht gesehen oder es ist an
- 45:57mich rangetragen wann gibt es was wo du sagst da da da da
- 46:00könnte es ne Entwicklung geben, dass das wär n spannender
- 46:02Bereich. Ja.
- 46:09Weiß nicht. Nee, hab ich jetzt keinen Fokus,
- 46:12gerade weil ich eigentlich müsste man sich dann später den
- 46:17den Publikum irgendwie öffnen für diese Frage oder für die
- 46:20Gäste, die dann uns besuchen und die wir dann halt mit reinholen
- 46:23wollen und uns mehr öffnen wollen, noch mehr öffnen wollen.
- 46:27Vielleicht müssen wir es dahin irgendwo vielleicht mal in
- 46:30Betracht ziehen, dass wir sagen, habt ihr noch andere Ideen,
- 46:34also. Ich wollte und wir hatten schon
- 46:37mehrmals n Kinderfestival für Jung und Alt gedacht, auch mit
- 46:41elektronischer Musik untermalt, auch mit Programm komplett mit
- 46:46der Region abholen, mit den Kindern inklusiv, auch für die
- 46:50älteren Gäste, die uns verlassen haben ne und man hat ja dann
- 46:55auch immer die Nachfragen was mit Kinder können wir die
- 46:57mitbringen, wie sieht es da aus und.
- 47:01Ist aber nicht machbar und nicht realisierbar, weil wir es nicht
- 47:03umgesetzt kriegen vom finanziellen her.
- 47:05Das das Konzept ist da, es war immer, wir würden es gerne
- 47:10machen, wir haben Mega Ideen, auch andere Festivals noch zu
- 47:13machen und Kultur Kulturpunkte zu erarbeiten und und zu
- 47:19schaffen und einfach zu veranstalten, weil wir das
- 47:20Gelände haben, das ist hat nicht jeder und.
- 47:25Wir nutzen das eigentlich auch zu wenig und aber wir sind auch
- 47:28so beschäftigt. Wir haben mehrmals auch
- 47:30Angestellte gehabt, wo wir gesagt haben, hier ist das
- 47:33Gelände, Versuch es mal zu verpachten oder zu zu vermieten
- 47:37und wo hinzukriegen und wir hatten mal so 23 Einmietungen,
- 47:40wo wir gesagt haben, es hat sich gelohnt, ja und der Arbeitsplatz
- 47:43wurde bezahlt, aber. Das hat dann auch schon wieder
- 47:47angefangen irgendwo zu zwuggeln ne, weil die Unternehmen dann
- 47:50wiederum kein Geld hatten. Dann hatten wir keine Einnahmen
- 47:53und und müssen jetzt immer mehr berappen an Geld, was wir
- 47:57wiederum für die Pacht auch haben und die Summe ist hoch und
- 48:01wir müssen die Fläche eigentlich viel mehr schaffen und mit Leben
- 48:04erschaffen und viel mehr Fläche freigeben.
- 48:06Für Kulturschaffende sei es keine Ahnung, für Graffiti Hip
- 48:10Hop. Ist egal, ne.
- 48:12Also wir sind alles Kultur, kreative schaffende Menschen,
- 48:15die Fläche brauchen, ja. Gibt es denn so n kulturellen
- 48:19Kosmos um euer Festival drumherum, also an eurem
- 48:21Standort, auf den ihr auch zurückgreifen könnt oder den ihr
- 48:25initialisiert habt in irgendeiner Form, ob jetzt
- 48:27wissentlich oder unwissentlich, also.
- 48:31Nee, wir. Also ich bin jetzt gerade
- 48:34wiederum bloß dabei, noch mal mit den Verband von von
- 48:38Brandenburg den den. Mit denen noch mal was zu
- 48:41erarbeiten und zu gucken, was wir machen könnten.
- 48:44Da hab ich den Kontakt mal jetzt gerade aufgenommen, aber wir
- 48:49haben 23 Sachen, die Kulturschaffende sind in der
- 48:52Ecke, aber nichts Großartiges wo man sagt man holt damit die
- 48:55Jugend ab ne und und und jüngere Menschen und ist auch das
- 49:01Problem und wir haben zu wenig Zeit uns um da zu kümmern drum
- 49:06ne es gibt. Gibt 23 Sachen, aber die kommen
- 49:09auf uns nicht zu. Wir kommen auf die nicht zu, wir
- 49:11haben auch die die Zeit gerade nicht dafür.
- 49:14Also ich sag es jetzt mal n bisschen überspitzt, weil komm
- 49:17selber aus Brandenburg, bin aufgewachsen, es gibt einfach
- 49:21super viele Bereiche und die sind konsequent.
- 49:27Nee, Kultur ist das falsche Wort, sondern zu wenig
- 49:30kulturelle Angebote für Jugendliche, das ist wirklich NN
- 49:34Punkt der Brandenburg seit. 30 Jahren begleitet.
- 49:40Ja, ja, weiß ich nicht. Man kann viel machen auf dem
- 49:42Gelände, wir haben, man kann dann Hochseilpark installieren
- 49:46und aber es kostet alles Geld, man braucht Verein, man braucht
- 49:51n Jugendclub der dann sagt EY wir haben was, wir haben ne
- 49:55Idee, ihr habt ne Fläche oder habt ihr ne Fläche oder müssen
- 49:59mit uns in Kontakt treten. Wären wir offen dafür, ne und
- 50:04dann müssen wir halt gucken, dann zieht sich das ja wieder
- 50:06bis ins letzte Detail. Versicherungstechnisch, Wer
- 50:09macht was und wie weit geht was? Dann nehmen wir das jetzt mal im
- 50:12im Jugendsprech als Shoutout, dass man gerne auf euch zukommen
- 50:17kann, mit Interessen, mit Ideen. Und ich sage danke, dass du da
- 50:21warst. Und ich wünsche euch alles Gute
- 50:23mit einem Festival. Ich danke dir Martin Dankeschön
- 50:26tschau tschau