Latest / Spirit Mind Energy – Dein Universum für moderne Spiritualität | Gespräche mit Petra Baum / 002 Tarot in derLiteratur (2) "Stolz und Vorurteil" | Tino Wiesinger & Petra Baum
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- Petra Baum: Hallo zusammen. Heute widmen Tino und ich uns in unserem Tarot in der Literatur Talk einem der berühmtesten Romane der Weltliteratur und zwar Stolz und Vorurteil von Jane Austen. Ein Werk, das seit über 200 Jahren gelesen, geliebt und immer wieder neu entdeckt wird und nicht zuletzt wegen einem gewissen Mr. Darcy. Jane Austen wurde 1775 in Steventon in Südengland geboren und verbrachte den Großteil ihres Lebens in ländlicher Umgebung. Sie veröffentlichte insgesamt sechs vollendete Romane. Stolz und Vorurteil war ihr zweiter Roman und größter Erfolg. Ein kurzer Blick auf den Menschen Jane Austen. Sie blieb unverheiratet, lebte großteils im engen Familienkreis und schrieb lange Zeit anonym. Jürgo Gommane lehnte sich stark an den Alltag der englischen Landgesellschaft an, den sie mit sehr feinem Humor, scharfem Blick und großer psychologischer Genauigkeit beobachtete. Stolz und Vorurteil druck ursprünglich den Titel First Impressions, ein Hinweis darauf, dass unter Umständen der erste Eindruck vollkommen falsch und der zweite sehr spannend sein kann. Jane Austen starb 1817 im Alter von nur 41 Jahren. Und erst nach ihrem Tod begann der weltweite Siegeszug der Romane, der bis heute anhält. Unzählige Verfilmungen gibt es von Stolz und Vorteilen. Und ich kann nur sagen, Colin Furze war mein persönlicher Mr. Darcy. Nach diesem kleinen Exkurs tauchen wir jetzt gemeinsam ein und gehen auf Entdeckungsreise, welche Tarot Architypen stehen für die Charaktere. Und heute kann ich schon sagen, wir starten mit Teil 1 und werden später noch erklären, warum es einen Teil 2 geben wird. Lieber Tino, up to you! Tino Wiesinger: Ja, liebe Hedra, ich freue mich total, heute über Jane Austen sprechen zu können. Ich meine, ich als großer England-Liebhaber, ist ja klar, dass ich mich dann irgendwann auch mal mit Jane Austen befasse und natürlich dann auch mit stolz und Vorurteil. Heute mit dem ersten Teil. Ich möchte euch alle so ein bisschen auch mitnehmen auf meiner Reise, auf meiner Jane Austen Reise, wie mir da auch Taro hilft auch Dinge noch ein bisschen klarer zu verstehen und auch zu interpretieren. ja, ich bin gespannt, wo es uns hinführt. Stolz und Vorurteil, da ist ja der Titel schon sehr bedeutsam. Die Begriffe Stolz und die Begriffe Vorurteil, die werden uns im Laufe dieses Postpodcasts hier jetzt noch ein bisschen begleiten. Ich würde sagen, wir steigen eigentlich direkt in den Roman ein. Figur ist Elisabeth Bennet im Prinzip. Das ist die Protagonistin, die im Prinzip auch die Hohe Priesterin ist. Und ich habe bei der Karte der Hoherpriesterin daran gedacht, dass Jane Austen ihre Romane zu Lebzeiten gar nicht unter ihrem Namen veröffentlicht hat, sondern die Romane wurden immer nur veröffentlicht unter dem, ja, Pseudonym ist vielleicht schon zu viel gesagt, einfach nur by a lady. hat also ihre Identität gar nicht preisgegeben und wenn man den Roman, Stolz und Vorurteil sich ⁓ genauer anschaut, dann wird man schnell merken, dass Elizabeth Bennet sehr viel von Jane Austen selbst hat. Von ihrer Lebensgeschichte, von ihrer ganzen Art, von ihrem Charakter. Denn ja, die Hohe Priesterin, gibt am Anfang noch nicht so viel von sich Preis. Sie entscheidet, was sie Preis gibt. Und das macht eben auch Elizabeth Bennet. Ich kann mich an eine Szene am Anfang des Romans erinnern, da geht Elizabeth Bennet in Begleitung spazieren, in Begleitung der Bingley-Schwestern sozusagen. Und irgendwann wird sie einfach stehen gelassen. Sie bleibt alleine da stehen, weil die Bingley-Schwestern dann sich den Männern anschließen. Und dann denkt sich Elizabeth, ach komm, dann bin ich halt allein. Ich komme auch alleine klar. ein unheimliches Selbstbewusstsein dahinter. Gerade am Anfang auch des Romans, wenn sie ihre eigene Position auch findet in dieser gesamten Gesellschaft, in der sie sich befindet. Denn man muss wissen, Elizabeth ist eine von fünf Töchtern. Petra Baum: Das war zu der damaligen Zeit und in der Gesellschaft für die Familie eine echte Herausforderung, auch wenn wir heute nicht auf alle Schwestern eingehen, normalerweise hat der Sohn geerbt und das ist natürlich schon ein Thema, wenn eine Familie fünf Tochter hat. ⁓ Tino Wiesinger: Ja, und eben keinen Sohn. Fünf Töchter und alle Töchter müssen irgendwie versorgt werden. Sie müssen verheiratet werden. Und die Ehe zur damaligen Zeit war eben keine Ehe, es nur ⁓ oder hauptsächlich ⁓ Liebe geht, sondern es ist eigentlich Glück, man, ja, wenn man hatte, den man auch geliebt hat. das ist wirklich eine Glückssache. Und wie hat man sich kennengelernt in der damaligen Zeit? Im sogenannten georgianischen Zeitalter. König Georg, ist gar nicht so weit, ist gar nicht so eine lange Zeit, sind glaube ich nur 20 oder 30 Jahre. Man ist auf Bälle gegangen. Man hat sich bei Tanzveranstaltungen kennengelernt und hat miteinander gesprochen und kommuniziert und hat so im besten Fall dann den Ehepartner kennengelernt, den man dann später heiratet. ⁓ Petra Baum: Die Töchter wurden in die Gesellschaft eingeführt. Tino Wiesinger: Ja und es ist wirklich so, dass Elisabeth zu Beginn erstmal, man hat das Gefühl sie bleibt im Hintergrund. Sie schaut und beobachtet und guckt sich die Gesellschaft an, schaut sie auch kritisch an, sagt was sie denkt und kann sich selber auch gar nicht so wirklich vorstellen, dass da irgendjemand kommt, der sie mag. sie gut findet und als potenzielle Kandidatin für eine Ehe in Betracht zieht. Und klar, natürlich, wären nicht hier in diesem Roman stolzen Vorteil, wenn es nicht doch irgendwann einen Mann gibt, der sie in Betracht zieht und auch ziemlich gut findet. Einen Menschen, der eigentlich überhaupt nicht beliebt ist am Anfang. ich am Anfang gelesen habe, dachte ich, was ist denn das für ein Idiot, sage ich mal. Ich habe wirklich gedacht, ihn kann ich überhaupt nicht leiden und Elisabeth mag ihn auch nicht. Und das ist dann schon Mr. Darcy. Er ist überheblich. Manchmal hatte ich das Gefühl, er glaubt, ist was Besseres und stellt sich über andere. Er ist fast die Schattenseite des Herrschers in meinen Augen. Daran habe ich gedacht. Er wirkt arrogant. Er wirkt auch so reserviert. Er lässt gar nicht die Leute so richtig an sich ran und zeigt auch keine Gefühle. Er hat unheimlich Kontrolle auch über sich selbst. Petra Baum: in seinem eigenen, sich selbst gesteckten Korsett und Anspruch vor allem. Tino Wiesinger: Er wird im Roman als Stolz bezeichnet und das Wort Stolz hat in dem Sinne mehrere Bedeutungen. der Herrscher, natürlich muss ein Herrscher stolz sein. Er braucht eine gewisse Ausstrahlung und er muss auch wissen, wer er selbst ist, sonst kann er kein guter Herrscher sein. Er muss auch selbstbewusst sein. in sich tragen. Man denkt über Mr. Darcy und auch Elizabeth tut das zu Beginn, dass er aber eher so ein eigensinniger, arroganter, stolzer Typ ist, der gar nicht so sehr an andere denkt und andere klein macht. Es wird sich im Laufe des Romans dann noch herausstellen, dass es offensichtlich nicht so ist, denn auch Darcy zeigt zu Beginn schon auch Gefühle, ergibt sich nur nicht zu. Er lässt es auch nicht zu, dass er sich in Elizabeth verliebt, in diese selbstbewusste Frau, junge Frau, die Petra Baum: Ja, die gar nicht dem Gesellschaftsklischee entspricht und auch nicht entsprechen möchte. Tino Wiesinger: Ja, ihr ist es egal, was die anderen letztendlich denken. Sie sagt auch das, was sie denkt. Sie bleibt übrigens immer ruhig und regt sich nicht auf. Und wenn da viele Männer auftauchen und denkt gar nicht drüber nach, dass sie auch einen Ehepartner braucht, sie ist ... Heute würde man sagen, sie ist eben nicht so Pick-Me. Sie ist kein Pick-Me-Girl. So würden zumindest Berufsschüler das benennen. Und das findet Darcy toll. Das findet dieser Herrscher richtig gut. Und es kommt dann wirklich dazu, auch schon zu Beginn des Romans, dass man wirklich hier das Gefühl hat, da bandelt sich was an und auch Mr. Darcy merkt, ⁓ diese Elizabeth, die finde ich gut. Sie ist so ganz anders als die anderen. Aber Elizabeth lehnt ihn ab, weil sie noch am Anfang denkt, naja, dieser stolze Gockel da, mit dem will ich nichts. zu tun haben. bin selber jemand, der braucht keinen Mann an meiner Seite. So, das ist für mich eine Entscheidung, die Elisabeth am Anfang trifft, letztendlich eine Entscheidung, den Typen will ich nichts zu tun haben. Es ist aber keine Herzensentscheidung, weil die Herzensentscheidung, das Herz lässt sie erstmal noch außen vor. Da sind wir nämlich genau bei der Karte der Liebenden. Da ist das Stichwort Herzensentscheidung. Man entscheidet sich aus dem Herzen heraus, aber das tut am Anfang weder Elisabeth noch Darcy. Elizabeth lehnt ihn ab und Darcy ist beleidigt. Er sagt sich dann auch, ich darf gar nicht so viele Gefühle für Elizabeth entwickeln. Bricht dann mehr oder weniger den Kontakt ab, beachtet Elizabeth dann am Anfang auch gar nicht mehr. Und ja, das ist eigentlich fast die umgekehrten Liebenden, die sich noch nicht wirklich füreinander entscheiden können. Petra Baum: Aber wir wissen alle, die Karte hat Potenzial sich zu wechseln. Tino Wiesinger: Aber da sieht man eben, auch innerhalb eines Romans, dass erst eine Schattenseite geben kann, die dann wieder zur Lichtseite werden kann. Das finde ich eben so spannend, dass einen diese Tarotkarten während der Lektüre auch begleiten können. Das ist eben das Spannende. Und ja, also da haben wir schon mal die Grundgeschichte. Es geht natürlich ⁓ Elisabeth. und Mr. Darcy. Aber es gibt nicht nur diesen Mr. Darcy, der erstmal arrogant wirkt und dann stellt sich heraus, er ist vielleicht gar nicht so schlecht, ganz im Gegenteil, sondern es tauchte direkt zu Beginn des Romans für mich eine Person auf, wo ich wirklich von Anfang an gedacht habe, was ist denn das für ein blöder Schlösel? habe ich zwar über Mr. Darcy auch gedacht am Anfang, aber da wendet sich das Blatt bei diesem William Collins, dieser Neffe, der dann irgendwann auch zu dieser Familie Bennett kommt. Der ist furchtbar. Es ist offensichtlich ein Pastor, der dann eine Fahrstelle bekommt und sich bei den ⁓ Benets einlistet. Denn, Petra, du hast es eben schon gesagt, die Benets haben nur fünf Töchter. Das heißt, sie sind nicht berechtigt zu erben. Männliche Nachkommen, die dürfen erben. Petra Baum: Ja. Tino Wiesinger: Und da ist nämlich dieser Collins derjenige, am Ende, ja, Netherfield, ne nicht Netherfield, sondern Merriton erben wird. Und das ist wirklich ein ⁓ ein Problem. Und hier kommt dann dieser Collins und sagt, na ja, ich werde zwar erben, aber ich will das irgendwie wieder gut machen. Und man denkt, na ja, am Anfang, der kommt jetzt zu dieser Familie und was weiß ich, was will der eigentlich, stellt sich heraus, der geht zu dieser Familie Bennet, weil er sich da eine der Töchter schnappen will, die er dann heiraten kann. Und es wird ziemlich schnell klar, ja, es wird ziemlich schnell klar. dass er auch Elizabeth ins Auge fasst. er sieht aber gar nicht wirklich den Menschen. Er sieht nicht Elizabeth. Er sieht nur das, was diese Familie ausstrahlt. Der schleimt auch ohne Ende diese Familie voll am Anfang und sagt, ja, ihr habt es so schön hier und ganz toll gut aussehende Töchter. ⁓ Also das wird kein Problem sein, die sind leicht zu verheiraten. Und dann redet er die ganze Zeit von seiner Gönnerin, über die wir heute noch nicht sprechen werden. Die kommt dann im zweiten Teil. Das ist ja auch so toll und er erschleimt sich wirklich durch die Gegend. Und er ist für mich die Schattenseite des Hierophanten. Denn der Hierophant, man denkt ja sofort, einen Pfarrer, an einen Geistlichen. Das ist Mr. Collins, aber eben kein Geistlicher, der den Menschen sieht, der wirklich die Menschen für sich vereinnahmen kann, sondern er ist wirklich, also jeder der irgendwie mit ihm zu tun hat, merkt, der spielt irgendwie ein falsches Spiel und richtig. Und deswegen, ja. Petra Baum: Ja, nutzt er seinen Status auch aus. Tino Wiesinger: Also ein Unsympart und jetzt aktuell, so am Anfang des Romans geht es eben darum, wer bekommt denn Elisabeth? Wird jetzt Collins diese Elisabeth wirklich heiraten oder passiert da noch irgendwas mit Darcy? Wir wissen im Prinzip ja schon, wie es ausgehen wird. Glücklicherweise muss ich sagen. Aber auch da sind wir am Anfang noch nicht fertig, also mit diesen Figuren Collins und mit Elizabeth und mit Darcy. Es gibt eigentlich am Anfang diese Familie Bennet, die mich richtig gecatcht hat, direkt am Anfang. Die Eltern von Elizabeth und den anderen Tötern. Die Mutter, ich finde sie so witzig am Anfang, weil sie sehr laut und irgendwie total nervig wirkt. Aber sie ist nur deswegen so laut und nervig, weil sie ein Ziel hat. Sie hat das Ziel, ihre Töchter zu verheiraten, ⁓ für ihre Töchter eine gute Zukunft zu bekommen. In dem Sinne ist sie eigentlich die Herrscherin. Die Herrscherin, die sich ⁓ die Familie kümmert, die dafür sorgt, dass alle ein gutes Auskommen haben. Aber nicht die Herrscherin, die wirklich liebevoll sich ⁓ die Töchter kümmert. Also das kann ich hier nicht sagen, sondern sie hat wirklich diesen einen Zweck im Sinne, die Töchter zu verheiraten. Und dafür geht sie auch teilweise durchs Feuer, muss ich sagen. Also am Anfang schickt sie die eine Tochter dann nach Netherfield durch den Regen, damit sie auf jeden Fall krank wird und dann in Netherfield zu bleiben. ist dann auch ziemlich sauer, als sie dann wieder nach einer Woche zurückkommt. Und ja... ⁓ Dann sagt sie ja, du hättest ruhig auch noch bisschen länger bleiben können und so. Also da ist sie nicht sehr nett, ehrlich gesagt. Und Elisabeth, die wird von ihr gefühlt gar nicht gesehen. sie gar nicht so im Blick zunächst, weil sie denkt, naja, die wird sowieso nicht so schnell heiraten. Da hat sie erst mal die anderen Töchter im Blick. Als dann aber dieser Collins kommt, dieser furchtbare Hierophant, dieser nervige und schleimige Collins. Und als dann aber Mrs. Bennet merkt, ⁓ da könnte sich was anbahren zwischen Collins und Elizabeth. Da ist sie. begeistert und mag auch diesen Collins plötzlich, den mag sie am Anfang auch nicht, aber sie ist total hin und weg, ⁓ da könnte jemand meine Elizabeth heiraten. Aber ohne dass sie wirklich darüber nachdenkt, passt der denn zu meiner Tochter? Darum geht es nicht, es geht hier nicht ⁓ mögen oder ⁓ Liebe, sondern es ist ein reiner Zweck. Ja, da sind wir bei Mrs. Bandit. Aber meine absolute Lieblingsfigur ist eigentlich eine andere. Wobei ich möchte eigentlich dann so nochmal was anderes sagen, denn die Herrscherin, hatten vorhin diskutiert, Petra, ob wir da noch eine andere Karte mitnehmen, außer der Herrscherin, weil sie ist nicht diese fruchtbare, tolle, liebevolle Herrscherin, sondern sie ist sehr stur und Petra Baum: Ja. Ja. Sie hat Angst zu verlieren. Tino Wiesinger: Ja, sie ist sehr auf ihr Wohl und vor allem das Wohl der Töchter bedacht. Aber in einem sehr festen, fest verankerten Sinne, klaren Vorstellungen. Sie ist ja nicht so offen. Und da haben wir an die vier der Münzen gedacht. Wenn wir uns nämlich diesen Menschen auf der Karte anschauen, der hält die Münzen fest, ganz fest. Er steht auch mit den Beinen da. wirklich fest drauf. Und die Frage, wie es mit seinen Gefühlen und mit dem Herzen aussieht, die wird hier gar nicht gestellt. Es geht eigentlich ⁓ ein Korsett, was hier gebildet wird. Hauptsache man ist materiell abgesichert und alles, so von außen kommt und auch von innen kommt, das spielt erstmal gar keine Rolle. Gefühle oder andere Komplikationen. Es geht darum, diese Münzen festzuhalten. Petra Baum: Die Viererkarten sind ja ⁓ für Starre und in dem Moment auch Unbeweglichkeit und gerade bei den Münzen ja manchmal dann auch ein Hinweis, das kann auch schief gehen, denn wenn man sich zu sehr auf den Bestand konzentriert, können die Sachen sich auch sozusagen... hinter deinem Rücken erledigen und dann stehst du erstmal ohne alles da. dieses kann manchmal ein positives sein, Sachen nicht aufzugeben, aber ist meistens ein doch sehr starkes daran klammern, ⁓ nichts zu verlieren. Tino Wiesinger: Mrs. Bennet denkt, es ist Stabilität, aber es ist nicht Stabilität. Es ist wirklich, wie du sagst, ein Klammern, sich an Dingen festhalten, die gar nicht vielleicht festzuhalten sind. Und deswegen passt sie ganz gut zu dieser Mrs. Bennet. Jetzt aber tatsächlich zu meiner liebsten Figur, zumindest zu Beginn des Romans, dieser Mr. Bennet, der seit Petra Baum: Ja. Tino Wiesinger: über 20 Jahren mit Mrs. Bennet verheiratet ist, seine Frau in- auswendig kennt. man muss sich Mrs. Bennet vorstellen, als jemand, die ständig darauf hinaus ist, ja, meine Nerven und, ⁓ Gott, mich nervt alles und ich bin völlig überfordert mit allem. Und Mr. Bennet ist der Ruhepol in der ganzen Situation. Der sitzt auf seinem Sessel und denkt sich nur seinen Teil. Und während Mrs. Bennet von Angst geplagt ist, dass sie ihre Töchter nicht unter die Haube bekommt, ⁓ diese Stabilität festzuhalten, Angst, mir diese Münzen aus den Händen fallen oder von den Füßen weggenommen werden, bleibt Mr. Bennet erstmal ganz ruhig und bringt öfter ironisch sarkastische Kommentare. macht sich indirekt über seine Frau lustig, auch über alle seine Töchter. Es gibt im Prinzip nur eine Tochter, wirklich, wo er denkt, okay, die ist mir ebenwürdig, das ist natürlich Elisabeth. Die anderen vier Töchter sind eigentlich irgendwie über die Macht der sich auch lustig und findet es auch immer ganz furchtbar, wenn dann Elisabeth gar nicht da ist und er dann mit den Petra Baum: Staffage. Tino Wiesinger: mit diesem Hühnerstall zu Hause irgendwie klarkommen muss. Für mich ist Mr. Bennet hier in dem Fall der Magier. Der Magier, der eigentlich alles so scheinbar im Griff hat, seine Familie auch im Griff hat, auch mit seinen ironisch-sarkastischen Kommentaren. Er muss eben glaube ich manchmal aufpassen, dass er dann nicht zu sarkastisch wird und ⁓ denn Konflikte mag er eigentlich auch nicht so sehr, aber dass er eben nicht zu ironisch, sarkastisch, vielleicht auch manchmal manipulativ wird am Anfang. Deswegen habe ich hier in dem Fall an den Magier gedacht, der eigentlich alles in Griff hat, aber manchmal auch von seinem Umfeld schon so bisschen genervt ist, wie so ein Zauberer, wie so ein Magier, der seinen Publikum total nervt und denkt, jetzt wieder so ein nerviges Publikum da, jetzt muss ich die irgendwie wieder hier unterhalten und muss dann ein gewisses Programm bieten. Dabei haben die an allem irgendwas rumzumeckern und tiefe Gedanken haben die gar nicht. Die wollen jetzt nur sehen, wie da irgendwie ein Kaninchen aus dem Hut gezaubert wird. Das ist das einzige, worauf es dem Publikum ankommt. Bei Mr. Bennet sind es die Männer, die interessant sind für die Töchter. Das ist dieses Kaninchen, was da aus dem Hut gezaubert werden muss. Hauptsache es wird irgendwann mal ein Mann aus dem Hut gezaubert auf diesen Wellen. Und Mr. Bennet kann das eigentlich überhaupt nicht leiden. Deswegen habe ich hier an den Magier gedacht. Aber du, liebe Petra, als wir gerade noch mal gesprochen haben, hast auch noch einen König ins Spiel gebracht. Petra Baum: Ja, wir hatten ja eigentlich zwischen zwei ein bisschen geschwanken, haben gesagt, also mit seiner Ironie und auch so Schlagfertigkeit haben wir definitiv an den König der Schwerter gedacht, wobei so ein bisschen Erde ist dahinter. Also so bisschen Stabilität hat er auch noch. Wir haben uns jetzt geeinigt und haben gesagt, wir nehmen es mal auf die mentale Kraft, die er hat und auch auf seinen Intellekt, den er einsetzt und ja, auch die ironische Wortwahl. Das gehört eigentlich alles in diesem Bereich. Tino Wiesinger: Es sind so diese Spitzfindigkeiten, die er manchmal an den Tag legt. Und das ist eigentlich der König der Schwerter. Aber nie auf eine bösartige Art und Weise, sondern er hat das schon alles so im Griff. Und deswegen König und nicht etwa der Bube der Schwerter oder so, sondern der Page der Schwerter, sondern wirklich, er ist gereift, er weiß, er kann. Und er liest ja auch sehr viel, ist ja sehr belesen. ⁓ in seiner Bibliothek da, passt übrigens auch zu Jane Austen und ihrem Vater. Der Vater von Jane Austen hat nämlich seine Töchter auch immer in die Bibliothek gelassen, damit die Töchter sich bilden können, damit sie lesen können. Petra Baum: Und er ist ja selber auch der gebildete Gesprächspartner. ⁓ Tino Wiesinger: Während andere da immer nur auf Kartenspielen auch aus sind, ist er da schon bisschen tiefgründiger, finde ich. Das Erste ist für mich, die wichtigsten Personen am Anfang des Romans, finde ich. Und im Grunde geht es aber während des gesamten Romans nur darum, wann findet der nächste Ball statt. Wann kommt das nächste gesellschaftliche Ereignis? Wo kann ich mich als Frau präsentieren? Wo kann ich als Mann die Augen offen halten, ⁓ da jemanden zu finden, der als Ehefrau da in Frage kommt? Und alles dreht sich, dreht sich im Ende nur ⁓ diesen Beil. Und was dreht sich im Tarot natürlich? Das Rat des Schicksals. Petra Baum: Ja. Ja. Tino Wiesinger: auf dem Ball in Netherfield, in Mariton und diese ganzen anderen Orte dort in England, dort lernen sich die Paare ⁓ Dort lernen sich ja letztendlich auch Darcy und Elizabeth kennen. ja, als Leser sind wir gespannt, wie wird sich denn Scherate Schicksals drehen. ⁓ eigentlich ist keiner bereit dem Rat so wirklich in die Speichen zu greifen und zu sagen ja, lass das mal ein bisschen langsamer gehen und Sondern Ja, die gehen auf diesen Ball und nehmen was kommt. Bis auf einerseits natürlich Mrs. Bennet, die da manchmal schon manipulativ wirkt und versucht durch so manipulative Eingriffe dann ihre Töchter mit Männern Verbindung zu bringen. Man denke an den Spaziergang nach Letterfield im Regen. auch ist es letztendlich Elisabeth selbst, die in der Lage ist, dieses Rad des Schicksals dann so auch für sich zu beeinflussen, ein Stück weit oder zumindest dem Rad in die Speichen zu greifen, indem sie nämlich dann am Ende den Menschen, den Mann für sich auswählt, der auch wirklich passend Sie heiratet, das kann man schon mal verraten, heiratet, hier ist Mr. Collins. Also, denen wird sie nicht heiraten. Auch wenn der Mutter sagt, der wäre doch hier perfekt für dich und der will dich, wer will dich denn sonst? Nimm den Mr. Collins. Da stellt sich ja dann später raus, das wird wahrscheinlich nicht der Fall sein. Das Rat des Schicksals lässt sich in Petra Baum: ... Genau, das sind ja auch diese schicksalhaften Wendungen, die immer nochmal von Intrigen, von Lügen, von dem ganzen Glauben schenken, erst dann wieder einen Schritt weiter gucken. Also das heißt, es dreht sich ja jedes Mal auch nochmal die ganze Perspektive auf die Gesellschaft, auf die verschiedenen Protagonisten und was die wahren Hintergründe sind. Also das deswegen passt. Tino Wiesinger: Ja. Petra Baum: Das Rate-Sticks, das ist schon meine Karte, eigentlich wunderbar dazu. Ja, das war ein Spoiler. Tino Wiesinger: Was war ein Spoiler? Wir können direkt eigentlich schon spoilern, denn wir haben natürlich wieder Karten gezogen, auch hier für den Beginn des Romans, stolzen Frau Urteil. Und ja, ich habe die exakt passende Karte für den Anfang des Romans gezogen. Ich habe nämlich Petra Baum: Weiter spoilern, genau. Tino Wiesinger: hier in dem Fall die Stäbe und zwar die Siebenstäbe gezogen, die letztendlich für eine Abwehrhaltung stehen. Die Siebenstäbe, einerseits ein Kampf, ein innerer Kampf, der hier geführt wird und sich schützen vor dem, was da die Gesellschaft einem aufdrücken will. Und das schafft Elisabeth zumindest, also schafft sie ziemlich gut, dass sie kämpft und sagt, was sie will und was sie auch nicht will, während viele andere im Roman ja gar nicht so diesen Widerstand spüren lassen, sondern sagen, ⁓ da ist ein Mann, den heirate ich, den müssen wir heiraten. Und Elisabeth, nein, sie sagt, ich, am Anfang, ich komme auch alleine klar, aber dann muss sie auch muss sie sich ziemlich durchsetzen gegenüber ihrer Mutter und gegenüber der Gesellschaft an sich. Und du hast Petra Baum: Ich habe tatsächlich, wir mussten lachen, weil wir gesagt haben, perfekter konnten die Karten gar nicht sein. Bei mir ist die Zehn der Kelch herausgeflogen beim Mischen. Und ich dachte, ja, genauso wie du eigentlich diese Anfangskarte hast, dieses Verteidigen, manchmal auch mit falschen Vorstellungen in eine falsche Verteidigungsrolle vor sich selbst zu gehen. Am Schluss, soviel können wir spoilern, es geht ja gut aus. Und dann haben sich wirklich zwei gefunden. einen langen Weg hatten zu sich hin und das dann auch wirklich genießen können. Also ich glaube da sind wir doch schon ganz gut dabei. Tino Wiesinger: Wir den Bogen gespannt, auch das, was jetzt im Laufe des Romans noch passiert. wenn wir uns angucken, wir haben jetzt hier schon eine halbe Stunde miteinander gesprochen. Wenn wir jetzt den Rest des Romans dann noch hätten mit einbringen wollen, also ist glaube ich, eine gute Entscheidung, dass wir daraus jetzt auch zwei Teile machen. Und ja, ich bin sehr gespannt, was dann noch folgen wird. Ob es da vielleicht noch gewisse Wendungen... Petra Baum: Ja. Tino Wiesinger: ob sich die Schattenseite der Karte sich dann noch wendet. Petra Baum: Ich glaube auch da können wir spoilern, es wird noch so einige Wendungen und weitere Protagonistinnen geben. ja, dann sage ich an dieser Stelle wieder mal, wir hoffen, dass euch unser heutiger Tarot in der Literatur Talk gefallen hat. Und erstmalig, es war der erste Teil. Wir machen weiter und zwar nicht nur mit dem zweiten Teil, sondern noch mit einem besonders tollen Add-on. Du, Tino, hast nämlich ein Jane Austen Deck. Heute haben wir es mit den klassischen Rider-Waite-Karten gemacht. Beim nächsten Mal werden wir auch dieses Deck vorstellen. Das wäre für heute absolut zu viel gewesen. Von daher, wir hoffen, wir haben euch inspiriert. Vielleicht habt ihr noch weitere Ansichten, andere Karten, weitere Themen, die euch beschäftigen. Schreibt es uns in die Kommentare, gebt uns ein Like, abonniert den Kanal, dann bekommt ihr auch immer wieder mit. wann wir uns mit diesem zweiten Teil und weiteren Themen beschäftigen. Und für heute vielen Dank, dass ihr dabei wart. Tino Wiesinger: Ich freue mich aufs nächste Mal. Bis dann. Petra Baum: Tschüss.