Latest / Bundestalk - Der Politik-Podcast der taz / Wagenknechts Niedergang, Aufstieg der Linkspartei
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- 0:00Speaker 1: Schicksal oder wer auch immer, das muss in der verabredeten Redezeit bleiben.
- 0:05Speaker 2: Ich möchte nicht antworten, ich muss antworten.
- 0:08Speaker 2: Man könnte fast
- 0:09Speaker 1: meinen, das wäre Absicht.
- 0:10Speaker 2: Die lassen sich an die Zwischenfrage zu, mit rechtsradikalen
- 0:13Speaker 0: Reden.
- 0:16Speaker 3: Guten Tag, hier ist der Bundestag der politische Podcast der TATS.
- 0:20Speaker 3: Wir beschäftigen uns heute mit den Wahlen, im Jahr und den Aussichten der Linkspartei und des BSW des Bündnis Sarah Wagenknecht.
- 0:31Speaker 3: Im März sind Wahlen erst im Westen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz und dann später im Herbst in Sachsen-Anhalt in Mecklenburg-Vorpommern und auch in Berlin.
- 0:40Speaker 3: Die Aussichten für die Linkspartei sind gut.
- 0:43Speaker 3: Wenn es sehr gut läuft, dann kann die Linkspartei sogar in Berlin den regierenden Bürgermeister oder die regierende Bürgermeisterin stellen.
- 0:51Speaker 3: Mit dem BSW geht es bergab.
- 0:54Speaker 3: In Brandenburg ist Fraktion und Partei eigentlich implodiert.
- 0:58Speaker 3: Und die Frage ist, bleibt das so?
- 1:00Speaker 3: Ist das PSW schon tot?
- 1:03Speaker 3: Geht der Aufstieg der Linkspartei weiter?
- 1:06Speaker 3: Und was gibt es für Konflikte in der Linkspartei, die diesen Erfolg gefährden könnten?
- 1:12Speaker 3: Ich bin Stefan Reinecke, ich arbeite im Parlamentsbüro der TATS.
- 1:16Speaker 3: Beschäftige mich dort mit der SPD und auch mit der Linkspartei und bei mir sind heute.
- 1:22Speaker 1: Pauline Jäckels, Meinungsredakteurin in der TATZ und ehemals Redakteurin für Parlamentarische Berichterstattung bei ND, wo ich mich natürlich ganz intensiv auseinandersetzen durfte mit der Linkspartei und auch dem BSW.
- 1:34Speaker 0: Mein Name ist Pascal Beuker, ich bin Mitglied des Parlamentsbüros der TATZ und dort für die Linkspartei zuständig.
- 1:40Speaker 2: Daniel Bax, Redakteur im Regieressort und auch Autor eines Buches über die Linkspartei, das gerade erschienen ist und ich durfte auch die Linke und das BSW... Dessen zwei Jahre begleiten.
- 1:52Speaker 3: Sehr schön, dass ihr hier seid.
- 1:54Speaker 3: Daniel, auf den Buch kommen wir noch zu sprechen.
- 1:56Speaker 3: Erste Frage, fangen wir mit DSW an.
- 1:59Speaker 3: Was glaubt ihr?
- 1:59Speaker 3: Ist das PSW jetzt mit Brandenburg, also den Austritten der Minister aus der Partei, tot?
- 2:06Speaker 3: Oder hat das PSW noch Chancen in diesem Wahljahr, sechsundzwanzig?
- 2:11Speaker 0: Na ja, tot ist es noch nicht, aber das ist natürlich ein schwerer Schlag.
- 2:15Speaker 0: Was dort passiert, ist in Brandenburg.
- 2:16Speaker 0: Das muss natürlich von dem Hintergrund sehen, dass es von Anfang an umstritten war.
- 2:20Speaker 0: Die Regierungsbeteiligung in Thüringen und in Brandenburg.
- 2:24Speaker 0: In der öffentliche Fokus hat sich der Falling auf Thüringen konzentriert.
- 2:28Speaker 0: Die Koalitionsvereinbarungen in Brandenburg waren ja nicht besser für das BSW.
- 2:33Speaker 0: Dieser Konflikt ist dann richtig hochgepoppt.
- 2:35Speaker 0: Das muss man, glaube ich, nochmal erklären.
- 2:37Speaker 0: An der Diskussion über diesen Familienstaatsverträge im vergangenen Herbst.
- 2:41Speaker 0: Und da hat sich gezeigt, dass das BSW nicht in der Lage ist, Eine Sachfrage tatsächlich, wenn man unterschiedliche Positionen hat, konstruktiv zu bearbeiten.
- 2:49Speaker 0: Es gab einen Unterschied in der Haltung des Finanzministers und stellvertretenden Ministerpräsidenten Robert Krumbach gegenüber der Fraktion.
- 2:56Speaker 0: Er war dafür.
- 2:57Speaker 0: Sie waren dagegen.
- 2:59Speaker 0: Und sofort ging dann die persönlichen Attacken los mit entsprechenden Austritten erst aus der Partei von Fraktionsmitgliedern gepaart mit wiederheftigen Vorwürfen, was dann letztendlich dann dazu geführt hat, dass Krumbach Dann ausgetreten das aus der Partei und der Fraktion und wollte, dass man das genommen hat, die Fraktion zu kippen.
- 3:18Speaker 0: Ich glaube, das muss man erklären.
- 3:20Speaker 0: Es sind inzwischen fünf Leute aus der vierzehnkopfigen Fraktion ausgetreten.
- 3:25Speaker 0: Alle drei Minister sind um die Partei verlassen.
- 3:28Speaker 0: Und das natürlich in Fiasco ohne Ende.
- 3:30Speaker 3: Daniel Koalini, wie seht ihr das?
- 3:32Speaker 3: Passiert das eben bei jungen Parteien, dass mal sowas so schiefläuft?
- 3:35Speaker 3: Oder haben wir es hier mit so einem... Wie Pascal das angedeutet hat, so mit einem strategischen Selbstwiderspruch zu tun.
- 3:42Speaker 3: Man regiert, man will aber gar nicht regieren.
- 3:44Speaker 3: Das
- 3:44Speaker 2: ist das Problem, dass die PSW so einem Erfolg gescheitert hat.
- 3:48Speaker 2: Die waren halt so erfolgreich bei den Landwuchswahlen, Thüringen und in Brandenburg, dass eine Regierungsbeteiligung nahelang, aber das war auch letztendlich der Anfang vom Ende.
- 3:57Speaker 2: Weil in dem Moment haben sie den Nimbus der Protestpartei, die eingetreten ist, alles zu verändern, grundsätzlich.
- 4:04Speaker 2: Natürlich selbst angekratzt und deswegen war das im Rückblick wahrscheinlich nicht so die beste Entscheidung, weil ab dem Moment haben die Zentrifugalkräfte zugenommen, nämlich die einen, die gesagt haben, wir müssen das pragmatische Politik für die Menschen machen.
- 4:18Speaker 2: Katja Wolf und Robert Grumbach sind ja nicht aus einem engen Zirkel um von Wagen nicht gewesen, sondern die waren eher pragmatisch und wollten auch tatsächlich aktiv Landespolitik machen, auch um die AfD zu verhindern, während Wagenknecht auf die AfD anders guckt, durchaus mit ihr Lieb eugelt und der Konflikt hat sich verschärft, in dem Moment, wo sie nicht im Bundestag eingezogen sind.
- 4:44Speaker 2: Und ich glaube, die Lehre aus dem Nichten im Bundestag einziehen für Wagenknecht war, wir müssten den Krawallkurs wieder verschärfen.
- 4:51Speaker 2: Das war ein Fehler in die Regierungs zu gehen und deswegen kann diese Regierung in Brandenburg ruhig implodieren.
- 4:56Speaker 2: Das ist die letzte Chance, die wir haben, indem wir jetzt noch wieder knallhart Opposition machen.
- 5:01Speaker 2: Das ist auch die einzige Chance, die sie haben, in Sachsen-Anhalt und in Mecklenburg-Vorfahrern nochmal über die fünf Prozent tot zu kommen.
- 5:08Speaker 2: Ich bin ein bisschen skeptisch, ob das klappt, weil eben diese inneren Widersprüche, die sich gerade an der Frage Regierungsbeteiligung versus Opposition entzündet haben, die gibt es ja auch in vielen Sachfragen und insofern ist das echt eine Hypothek.
- 5:23Speaker 2: für den Wahlkampf.
- 5:24Speaker 1: Ich glaube, um auch nochmal so ein kleines bisschen raus zu zoomen.
- 5:27Speaker 1: Wir haben hier zwei Dimensionen.
- 5:29Speaker 1: Natürlich, das eine ist die Frage, kann sich dieser Laden zusammenhalten?
- 5:33Speaker 1: Einfach personell.
- 5:34Speaker 1: Wir sehen, dass es nicht gelungen.
- 5:35Speaker 1: Und die andere Frage ist natürlich, kann BSW eine politische Lücke
- 5:40Speaker 0: füllen,
- 5:41Speaker 1: die so groß ist, dass sie eben Erfolg hat auf Dauer?
- 5:44Speaker 1: Und da hat sich einfach gezeigt, das kann sie nicht.
- 5:47Speaker 1: Also das BSW ist angetreten mit dem Anspruch, wir gehen aus der Linken raus und ist das Ganze zu woke.
- 5:55Speaker 1: Wir wollen so bestimmte Elemente der Linken ein Fokus auf Sozialthemen.
- 6:00Speaker 1: Zum Beispiel wollen wir behalten, aber uns bei diesen ganzen, sagen wir mal, Identitätspolitischen Fragen verabschieden vom Kurs der Linken.
- 6:09Speaker 1: und die Idee war damit, spricht man ein bestimmtes Klientel an.
- 6:13Speaker 1: Nur hat sich jetzt herausgestellt, dass dieses Klientel wahrscheinlich eher von anderen Parteien schon
- 6:20Speaker 3: angesprochen
- 6:21Speaker 1: wurde und angesprochen ist.
- 6:23Speaker 3: Und das war damals ja eine Idee, die gibt es ja schon länger, die Diskussion die sogar älter als das PSW, nämlich es gibt in dem politischen System der Bundesrepräsentationslücke, das Stichwort ist da immer dänische Sozialdemokraten, das heißt sozusagen Parteien, also sozial wie Pauline das gerade dargestellt hat, auftreten, aber das verbindet mit einem harten Antimigrationskurs.
- 6:45Speaker 3: Und kann man denn jetzt sagen, dass diese Idee mit dem BSW jetzt quasi gescheitert ist oder gerade scheitert?
- 6:53Speaker 2: Also ich war immer skeptisch, ob das so ist, dass dieser Kurs Erfolg hat, also sozialpolitisch links zu sein und in die Migrationsfragen und Klimafragen und Genderfragen Richtung Mitte bzw.
- 7:07Speaker 2: nach rechts zu gehen, ob es dafür so eine große Nachfrage gibt.
- 7:10Speaker 2: Und wie man sieht, hat das BSW ja vor allem ehemalige Linkenwähler angesprochen.
- 7:15Speaker 2: Sie haben ja keine AfD-Wähler.
- 7:17Speaker 2: zu sich geholt.
- 7:18Speaker 2: Sie haben enttäuschte SPD-Wähler und enttäuschte Linkenwähler zu sich geholt, gesagt haben, okay, Sozialpolitik, wenn wir da was durchsetzen wollen, dann müssen wir die anderen Themen vergessen so.
- 7:27Speaker 2: Es hat ein Weil lang funktioniert, aber offensichtlich nicht genug.
- 7:31Speaker 2: Und interessant ist ja, dass die Linke daraus die Lehre gezogen hat im Wahlkampf.
- 7:34Speaker 2: Wir gehen auch knallhart nur auf Sozialpolitik.
- 7:37Speaker 2: Aber vergessen nicht, dass wir immer noch eine menschenrechtsorientierte Partei sind, die in Migrationsfragen, aber auch bei Klimafragen, soziale Gerechtigkeit immer nach vorne stellen, aber das nicht vergessen, dass Gender eben auch was ist, was unsere Wählerschaft interessiert.
- 7:52Speaker 2: Und da machen wir keine Abstriche und das hat sich ausgezahlt.
- 7:55Speaker 2: Aber da haben wirklich zwei Modelle von, ich sag mal, Sozialpopulismus gegeneinander konkurriert.
- 8:00Speaker 2: Die kommunizieren die Röhren und am Anfang hat die eine vorne gelegt und auf der anderen Seite dann am Ende die andere.
- 8:06Speaker 0: Naja, also das finde ich ein bisschen holschwitzartig.
- 8:09Speaker 0: Also das Interessante ist, Linker hat auch gar nichts anderes gemacht als immer den Schwerpunkt auf Sozialpolitik gemacht.
- 8:14Speaker 0: Das war immer eine Diffamierung zu sagen, die würden sich nur um Gender kümmern.
- 8:17Speaker 0: Das ist einfach unsinn.
- 8:19Speaker 0: Das war eine Diffamierung, gerade des Wagen-Nichts-Lagers, was leider auch viele unserer Kollegen dann einfach mal nachgeplappert haben.
- 8:25Speaker 0: Das hatte nichts mit der Realität zu tun.
- 8:28Speaker 0: Interessant ist ja trotzdem generell auf dieses Modell, was ihr skizziert habt, dass das tatsächlich gescheitert ist.
- 8:32Speaker 0: Es scheitert übrigens auch gerade in Dänemark.
- 8:34Speaker 3: Das ist interessant.
- 8:35Speaker 0: Also es ist nicht nur das BSW, das generell offenkundig eine Sackkasse.
- 8:40Speaker 0: Es lassen sich progressive Positionen in der Sozialpolitik nicht verbinden mit reaktionären Positionen in gesellschaftlichen Fragen.
- 8:47Speaker 0: Das passt nicht zusammen.
- 8:48Speaker 3: Um das kurz zu erklären, was Pascal gerade gesagt hat mit Dänemark, da ist es im Moment so, dass diese bis jetzt erfolgreichen dänischen Sozialdemokraten in Umfragen gerade nach unten rauschen.
- 8:59Speaker 0: Auch in konkreten Wahlen, wenn man sich Kopenhagen anguckt.
- 9:02Speaker 3: Sie haben Kopenhagen verloren.
- 9:05Speaker 3: und das Problem der dänischen sozialdemokratischen Moment, dass sie an beide Seiten verlieren.
- 9:09Speaker 3: Das heißt, sie verlieren an die rechten Migrationsskeptiker und sie verlieren aber an linksliberale Parteien.
- 9:14Speaker 3: die Leute, die sagen jetzt also nicht noch einen härteren Antimigrationskurs.
- 9:18Speaker 3: Auline, bitte.
- 9:19Speaker 1: Ich muss gestehen, mit Dänemark kenne ich mich gar nicht so gut aus, deshalb komme ich nochmal zurück zum deutschen Kontext, ich finde es total interessant eigentlich und da gebe ich dir so ein bisschen recht Pascal.
- 9:29Speaker 1: Die Linke wollte eigentlich in ihrem Wahlkampf sich nur fokussieren auf diese sozialen Themen, Wohnen und Lebensmittelpreise und so weiter und wollte eigentlich diese, sagen wir mal, woken Themen auf eine Art Ausklammern, aber genau wegen dieser Trägerthemen.
- 9:46Speaker 1: Haben Sie am Ende auch, also ich würde sagen, das ist einer der größten Gründe für Ihren Erfolg, weil Sie sich dadurch eben von dem Rechtskurs aller anderen Parteien, gerade über dieses Migrationsthema, wunderbar abgrenzen können, obwohl das gar nicht in Ihrem Wahlkampfmittelpunkt stehen sollte.
- 10:02Speaker 0: Weil Sie sich eben tatsächlich auch ganz hart wie keine andere Partei gegen die AfD und gegen den Faschismus positioniert haben.
- 10:09Speaker 0: Das war total entscheidend und das ist genau exakte Gegenteil, was das BSW macht.
- 10:14Speaker 0: Das BSW... öffnet die Flanke hin zur AfD und versucht sogar noch deren Themen zu bedienen.
- 10:20Speaker 0: Also ich habe jetzt auf dieser blöden L-Maske-Plattform plötzlich ein Kachel gesehen des Faktionsvorsitzenden des BSW in Lichtenberg, Berlin-Lichtenberg.
- 10:30Speaker 0: Und hat er sich empört, dass doch tatsächlich grüne SPD und Linke zusammen dagegen gestimmt haben, dass jetzt permanent dort die Deutschlandfahne hängt.
- 10:39Speaker 0: Wenn das das Problem ist, was das BSW hat, dann ist es kein Wunder, dass sie nicht mehr bei den Menschen ankommen.
- 10:44Speaker 3: Wir sind ja jetzt schon bei der Linkspartei und haben ja schon Gründe genannt, warum die Linkspartei diese Wunder, dass haben wir wieder Auferstehungen, hat feiern können und bei der Bundesherstellerin so gut abgeschnitten hat, aber er hat, wir haben es schon mal drüber gesprochen, hat bestimmt einen Erzmove, damit der AfD zusammen über Migrationsabzustimmen, hat den bestimmt noch einen Push gegeben.
- 11:06Speaker 3: Daniel, mich würde interessieren, es gab ja auch neben diesem für die Linkspartei erfreulichen Wahlergebnis.
- 11:12Speaker 3: Ja, vor allen Dingen einen Strom von jungen Menschen in diese Partei, also die Mitgliederzahlen sind verdoppelt, in kürzester Zeit mehr als verdoppelt.
- 11:21Speaker 3: Sechzigtausendhundertzwanzigtausend ist die letzte Zahl, die ich kenne.
- 11:24Speaker 3: Du hast dich ja in, das ist schon angesprochen, dein Buch, du hast dich mit dieser Partei, mit dieser neuen Partei, zum großen Teil ja neuen Partei, was Fraktionen und auch Partei angeht, beschäftigt.
- 11:35Speaker 3: Eine große Frage war, gelingt es denn diese ja jungen politisch auf unerfahrenen Leute in diese, ja, etwas verkastete Parteistruktur zu integrieren.
- 11:47Speaker 3: Oder sind die sofort wieder weg?
- 11:49Speaker 3: Was würdest du heute oder was würdest ihr heute, wie beurteilt ihr das?
- 11:53Speaker 3: Das
- 11:53Speaker 2: wird sich zeigen.
- 11:54Speaker 2: Also, das ist noch zu früh, das zu sagen.
- 11:56Speaker 2: Aber ich bin da relativ optimistisch, weil sich ja auch die Partei selbst verjüngt hat und verändert hat.
- 12:03Speaker 2: Also an der Spitze, halt die reiche Energien, Schwertner sind jung.
- 12:07Speaker 2: Und Jan van Aaken hat auch frischen Wind in die Partei gebracht, also wo er schon Sänger dabei ist.
- 12:13Speaker 2: Also das heißt, es gibt da schon insgesamt Veränderungen.
- 12:16Speaker 2: und klar, die Partei ist gewählt worden.
- 12:18Speaker 2: Das Paradox ist eben, sie hat sich auf Sozialpolitik fokussiert im Wahlkampf.
- 12:23Speaker 2: Sie hat dem Klischeebild, das Marc Necht von ihr gezeichnet hat, dass sie sich nur noch um andere Themen kümmern würde, erfolgreich widersprochen.
- 12:30Speaker 2: Aber gleichzeitig ist sie gewählt worden, weil sie eben Da ein klarer Kontrapunkt war zu den anderen Parteien, selbst die Grünen waren ja bereit, mit der CDU zu koalieren.
- 12:39Speaker 2: Das war ihr Problem.
- 12:40Speaker 2: Deswegen sind so viele Grünen Wählerinnen und Wähler zu den Linken abgewandert.
- 12:45Speaker 2: Ob sie da bleiben, hängt natürlich davon ab, wie die Partei sich jetzt zukünftig aufstellt.
- 12:50Speaker 2: Ich kenne Leute, die haben die Partei gewählt wegen ihrer Haltung zu Gaza.
- 12:55Speaker 2: Das war vielen wichtig.
- 12:56Speaker 2: Und die sind jetzt enttäuscht, dass es vielleicht nichts... Die erwarten sich da vielleicht ein bisschen mehr.
- 13:01Speaker 2: Ich kenne Leute, die haben die Partei gewählt.
- 13:03Speaker 2: Die sind jetzt enttäuscht, weil die immer noch gegen Waffenlieferung an die Ukraine sind.
- 13:07Speaker 2: Also das sind ganz unterschiedliche Gründe, warum Leute die Linke gewählt haben und das wird sicher in Zukunft auch weiter zu Konflikten führen.
- 13:14Speaker 2: Aber ich glaube, wenn man es schafft, wie im Wahlkampf, einen Konsens zu finden und sich bei allen unterschiedlichen Ansichten, wie es es ja auch in der Tat gibt, trotzdem an einem Strang zu ziehen, dann hat die Partei noch eine große Zukunft, würde ich sagen.
- 13:30Speaker 2: Also bei den nächsten Wahlen sehe ich sehr, also ich meine, dieses Jahr wird das Jahr sehr linken.
- 13:34Speaker 2: Die werden zum ersten Mal im Baden-Württemberg in den Landtag einziehen.
- 13:38Speaker 2: Die Partei ist jetzt in den Westdeutschland, also der Gesamtdeutsche Partei.
- 13:41Speaker 2: Man guckt die Grünen an, die Grünen sind an der Westdeutsche Partei geblieben, die sind im Osten.
- 13:45Speaker 2: immer noch irgendwie sozusagen zu einer anderen Waage im besten Fall.
- 13:49Speaker 2: Die Linke ist jetzt wirklich gesamtdeutsch, gerade in den Großstädten, in den urbanen Zentren bei jungen Leuten die Nummer eins Partei.
- 13:56Speaker 2: Das wird sie in Tübingen und in Freiburg, in Baden-Württemberg auch sein.
- 14:00Speaker 2: Prognostizierig und in Berlin war sie schon in der Bundestagswahl, die stärkste Partei, die hat gute Chancen jetzt, wie gesagt, die Konkurrenz zur CDU darzustellen.
- 14:10Speaker 2: und ja.
- 14:12Speaker 1: Ihr habt das ja jetzt beide schon angesprochen.
- 14:15Speaker 1: Ich glaube, eine der größten Herausforderungen sind im Prinzip zwei Herausforderungen.
- 14:19Speaker 1: Bis eine ist natürlich, du brauchst diese ganzen jungen Menschen, die jetzt beigetreten sind, um die Wahlkämpfe... der nächsten Monate erfolgreich auch zu gestalten.
- 14:30Speaker 1: Das ist ganz klar, weil die Linke lebt in dieser neuen Wahlkampfstrategie, die sie im Bundestag genutzt haben, natürlich von diesem Haustür-Wahlkampf und auch von einem Momentum, das dadurch entsteht, dass viele junge Linke sich mit dieser Partei assoziieren wollen.
- 14:45Speaker 1: Da gibt es zwei Probleme oder zwei Herausforderungen.
- 14:47Speaker 1: Das eine ist natürlich wirklich auch diese Leute dauerhaft in die Parteistrukturen zu integrieren.
- 14:52Speaker 1: Die, darüber hatten wir schon mal gesprochen hier, um es mal näher zu sagen, recht marode waren in vielen Orten zumindest.
- 15:00Speaker 1: Und da hatte ich den Eindruck, zumindest im vergangenen Jahr, Ende des vergangenen Jahres, als ich mich mal so in ein paar Kreisverbänden umgeschaut habe, dass das total gut gelungen ist, zumindest der Anfang, also dass da wirklich Strukturen aufgebaut werden.
- 15:13Speaker 1: Es werden irgendwie tausend AGs gegründet, um die Leute zu integrieren in der Partei.
- 15:18Speaker 1: Und die zweite Frage ist, findet man einen ideologischen gemeinsamen Nenner?
- 15:24Speaker 1: Und was ich beobachte, zumindest sagen wir mal im linkeren Lager der Linkspartei, Sympathisanten oder Mitglieder, dass da doch viel Frust aufgekommen ist.
- 15:33Speaker 1: Zum einen natürlich um solche Fragen wie, wie positioniert sich die Linkspartei zu Palästina?
- 15:38Speaker 1: Da würde ich aus meiner Beobachtung sagen, bestimmt nicht alle, aber sehr viele dieser neuen Mitglieder sind eher palästina-solidarisch geprägt.
- 15:47Speaker 1: Das ist auch einfach eine Generationenfrage natürlich.
- 15:50Speaker 1: Noch mal nicht alle.
- 15:51Speaker 1: Und auf der anderen Seite Dann sind eben auch viele damit frustriert, dass die Linke sich im Bundestag doch sehr kooperativ gibt mit der Regierung, mit den Mitteparteien.
- 16:03Speaker 1: Das ist, glaube ich, die zweite Konfliktlinie.
- 16:05Speaker 3: Lass uns das diese Themen, die du gerade angesprochen hast, Paulin, lass uns sie kurz sortieren.
- 16:09Speaker 3: Also lass uns erst darüber sprechen, was du gesagt hast, wie verhält sich die Linkspartei, die Fraktion im Bundestag?
- 16:16Speaker 3: Und danach sprechen wir über diese Frage von Gasa-Palästina-Solidarität.
- 16:21Speaker 3: Also du hast, ich glaube, meinen Eindruck ist das auch.
- 16:23Speaker 3: Ich würde es unterstützen.
- 16:24Speaker 3: Sowohl bei der Wahl von Friedrich Merz zum Bundeskanzler, als auch bei der Wahl von Brosius Gerstoff, mit der Zweidrittelmehrheit zur Verfassungsrichterin, hat sich die Linkspartei kooperativ gezeigt.
- 16:37Speaker 3: Aber Brosius
- 16:37Speaker 0: Gerstoff ist ja nicht gewählt worden.
- 16:38Speaker 3: Nein, Brosius Gerstoff ist nicht gewählt worden.
- 16:40Speaker 3: Aber es ging darum, ob sie z.B.
- 16:43Speaker 3: die Billigungsstellen, was sie an Anfang Arken damals mal angekündigt hatte, dass die Union überhaupt mal mit der Linkspartei redet.
- 16:50Speaker 3: Die haben sich, glaube ich, sehr einmütig, die Fraktion sowohl bei der Merzsache als auch bei der Woosiers-Gersefsache, in gewisser Weise kann man sagen, staatstragend verhalten.
- 17:00Speaker 3: Und die Frage ist, ist das eine kluge Strategie, ist das eine kluge Taktik, ein Gedenk der Drohung durch die AfD?
- 17:09Speaker 3: Oder ist es etwas, was diesen Nimbus des radikalen, im Grunde genommen, gefährdet ankratzt?
- 17:16Speaker 3: Das ist die Frage.
- 17:17Speaker 3: Und was denkt ihr dazu?
- 17:18Speaker 0: Wir sind gleich mehrere Punkte.
- 17:20Speaker 0: Das erste, Bosius Gerstdorf war nie die Diskussion.
- 17:24Speaker 0: Nimbus auch nicht die andere SPD-Kandidatin.
- 17:26Speaker 0: Da hatten sie von Anfang an gesagt, dass sie zustimmen, weil die SPD auch von Anfang an mit ihnen geredet hat.
- 17:31Speaker 0: Das ging immer um die CDU-Kandidatin.
- 17:33Speaker 0: Das war die Außen-Einzündung.
- 17:36Speaker 0: Da hatte von Agen zuerst ein bisschen vollmundig gesagt, wir machen den Willen nur dann, wenn die vorher mit uns sprechen.
- 17:44Speaker 0: Und dann haben die Union nicht mit ihnen gesprochen und sie haben ihn trotzdem gewählt.
- 17:47Speaker 0: Das ist natürlich eine etwas schwierige Geschichte.
- 17:51Speaker 0: Die haben das damit begründet, dass sie gesagt haben, sie wollen dieses Einfallstour nicht der AfD geben.
- 17:56Speaker 0: Das war auch die Argumentation dafür, dass man die im zweiten Wahlgang beim Herz nicht verschiebt, sondern direkt macht.
- 18:03Speaker 0: Das finde ich übersauchschlüssig, weil das ja genau das, was die AfD gewollt hat, dieses Chaos anzurichten.
- 18:09Speaker 0: Da haben sie tatsächlich staatstragend, aber gegen die Verschisten agiert.
- 18:13Speaker 0: Ich finde, das kann man argumentieren.
- 18:15Speaker 0: Dass das natürlich Leute innerhalb der Linken auch anders sehen, ist vollkommen klar.
- 18:19Speaker 0: Die Frage ist aber dann, und das ist eigentlich das Spannende, nicht dass man eine Unterschiede hat, sondern wie die Konflikte dann darüber ausgetragen werden, wie darüber diskutiert wird.
- 18:28Speaker 0: Und das war für die früheren Zeiten halt absolut toxisch.
- 18:31Speaker 0: Ja, da wurde in einer, jemand der eine andere Position der Sachfrage vertreten hat, wurde dann zum Feind.
- 18:37Speaker 0: Und da habe ich den Eindruck, dass sie dort einiges gelernt haben.
- 18:41Speaker 0: Also, ihnen schwer hat das mit einem wunderbaren Begriff der revolutionären Freundlichkeit beschrieben.
- 18:47Speaker 0: Linke müssen generell, das ist ein generelles Problem der Linken, lernen.
- 18:51Speaker 0: Das ist nicht bedeutet, dass wenn jemand eine andere Meinung hat, ein anderer Linker, der sofort ein Arschloch oder ein Rechter ist.
- 18:58Speaker 0: Und mir scheint, dass die Linke dabei ist, diesen Lernprozess zu machen.
- 19:01Speaker 0: Und das wäre sehr wohltu.
- 19:02Speaker 0: Und ich hoffe, das gelingt.
- 19:04Speaker 3: Ich meine... Also, erst mal ganz kurz Danke für die Korrektur.
- 19:06Speaker 3: Das ist für die korrekte Darstellung bei der Verfassungsrechterwahl.
- 19:10Speaker 3: Es ging in der Tat um den CDU-Kandidaten als Recht.
- 19:13Speaker 1: Pauline.
- 19:13Speaker 1: Ich meine übrigens, dass der Begriff von Ihnen als Schwerter sozialistische Freundlichkeit war.
- 19:17Speaker 1: Ich glaube, auf Revolution würden Sie sich jetzt so noch nicht einigen.
- 19:22Speaker 1: Und eigentlich macht sich genau daran auch so ein bisschen die Frage oder dieser Konflikt fest.
- 19:27Speaker 1: Es geht um die Frage, was für eine Partei soll die Linkspartei sein und wie soll, also was, was für eine Rolle soll sie in diesem parlamentarischen Kosmos eigentlich einnehmen.
- 19:38Speaker 1: Und da gibt es eben Partei Linke oder, sagen wir, Außerpartei Linke, die sagen, das soll eine kämpferische Partei sein, die konsequent sich gegen die Politik der Regierenden und auch der Grünen in dem Fall stellt, das ist was wir erwarten von dieser Linkspartei und nicht eine Partei, die, sagen wir mal, kooperiert und damit die Politik der anderen stützt.
- 20:05Speaker 1: Und dann gibt es die anderen und ich glaube, dazu gehört eben auch einfach die Parteispitze zumindest teilweise, die sagt, wir wollen auf Dauer innerhalb dieses parlamentarischen Systems Macht aufbauen und das geht nur indem man kooperiert vor allem mit Blick auf eine Koalition, eine mögliche Koalition, die Rot-Rot-Grün heißt, auf die bestimmte Teile der Partei hinarbeiten wollen, als gegen Pol zu entweder einer Mitte, die ja immer schlechter funktioniert, wie wir sehen, oder eben einer wirklich rechten Regierung.
- 20:38Speaker 2: Den Zielkonflikt gibt es.
- 20:40Speaker 2: Und die Linke war ja auch deswegen so erfolgreich im Wahlkampf, weil sie glaubwürdig als Opposition auftreten konnte, weil sie ... kaum noch einem Parlament vertreten war zu dem Zeitpunkt.
- 20:51Speaker 2: Aber den Zielkonflikt gibt es und das Problem stellt sich mit der AfD.
- 20:55Speaker 2: Also und da ist aber, glaube ich, schon die Haltung grundsätzlich ganz klar.
- 20:59Speaker 2: Nicht nur war der Parteispitz, sondern bei einem großen Teil ihrer Wählerinnen.
- 21:02Speaker 2: Wenn es darum geht, die AfD zu verhindern, dass sie an die Hebel da macht, kommt, dann muss man auch das planere Übel wählen, nämlich auch eine Regierung unterstützen im Zweifelsfall, damit die AfD keinen Fuß breit in die Tür kriegt.
- 21:15Speaker 2: Und das macht sie ja auch schon in Thüringen, eine BSW-CDU, SPD-Regierung und in Sachsen, das sind beides Minderheitsregierungen, die sie jetzt schon ab und zu mal hilft, da über den Durst zu kommen, also im Haushalt zu verabschieden und so weiter, auch in der Vergangenheit schon.
- 21:31Speaker 2: Das ist dann sehr staatstragend, aber was ist die Alternative?
- 21:34Speaker 2: Also in Sachsen anhaltet sich die gleiche Frage stellen.
- 21:36Speaker 2: Das Problem wird nicht aus der Welt sein, in Berlin wird sich eine ganz andere Frage stellen.
- 21:41Speaker 1: Ich verstehe absolut diese Logik.
- 21:43Speaker 1: Ich will nun hinzufügen, was ist die Angst von Partei Linken bzw.
- 21:47Speaker 1: Außerpartei Linken, dass die Linke in ihrem Versuch quasi zusammenzuarbeiten oder sogar auf eine Koalition hinzuarbeiten, ihre eigentlichen Positionen so weit verwässern muss und so viele Kompromisse eingehen muss, dass sie Das, was links ist, aufgibt.
- 22:07Speaker 1: Wie wir es ja auch schon, zum Beispiel in Berlin, als die Linken in der Regierung waren, erlebt haben, dass bestimmte, nicht linke Politiker mitgetragen werden mussten.
- 22:17Speaker 1: Zum Beispiel Abschiebepolitik, zum Beispiel das Stärken von Polizei in Berlin und so weiter.
- 22:23Speaker 3: Pascal.
- 22:24Speaker 0: Na ja, ob generell das Stärken von Polizei und die Erstände von Individuersicherheit was Rechtes ist, das wage ich jetzt mal.
- 22:33Speaker 0: zu bezweifeln.
- 22:35Speaker 0: Und man kann sich natürlich konkrete Regierungspolitik angucken, das finde ich immer auch immer richtig.
- 22:40Speaker 0: Ansonsten, du hast das richtig benannt, die Konflikte, aber das ist natürlich der Grundkonflikt, der Link in unser Kleingeschrieben, seitdem es sie gibt.
- 22:47Speaker 0: Das gab es schon im neunzehnten Jahrhundert in der Sozialdemokratie.
- 22:50Speaker 0: Und das zieht sich bis heute natürlich durch.
- 22:53Speaker 0: Die Diskussion kann man auch immer, kann man gerne führen, ich glaube nur, sich führt zu wenig, weil dann musst du schnell bei Glauben setzen.
- 23:02Speaker 0: Ich finde es tauglicher zu sagen, was kann linke Politik durchsetzen, unter welchen Voraussetzungen.
- 23:08Speaker 0: Ich glaube so versucht von Akten das auch hinzukriegen.
- 23:11Speaker 0: Also das macht nicht die Grundsatzfrage Opposition oder Regierung, also wollen wir Macht oder wollen wir nur gegen die Macht, sondern was können wir konkret durchsetzen.
- 23:20Speaker 0: Und das kann in der einen Form sein.
- 23:22Speaker 0: wie anderen.
- 23:23Speaker 0: Und ich habe den Eindruck, dass das auch ein taugliches Mittel für den Erfolg der Linken ist.
- 23:27Speaker 0: Was war denn mit auch entscheidend, neben den Silberlocken und neben den reichenden Gräden?
- 23:34Speaker 0: Das war dieser Mietskostencheck und der Heizkostencheck.
- 23:37Speaker 0: Ja, plötzlich hat die Linke gezeigt, sie will das konkret das Leben der Menschen verbessern.
- 23:43Speaker 0: Sie will nicht nur einfach über Teiltagsresolutionen machen, sondern will es konkret ändern und besser machen.
- 23:50Speaker 0: Und ich glaube, das ist vielen Menschen wichtig und das darf bei dieser Grundsatzdiskussion nicht runterfallen.
- 23:55Speaker 0: Und dann stellt sich dann natürlich die Frage, wenn nur ein Volksbegehren unterstützt für die eigene von deutschen Wohnen und von Großkonzernen, Mietgroß- und Wohnungskonzernen, dann glaube ich entspricht, dass tatsächlich dieser Idee, die Situation für Menschen zu verbessern.
- 24:10Speaker 0: Wenn du aber städtische Wohnungen wie in der ersten Koalition massenhaft verkaufst, dann schadest du dieser Idee.
- 24:17Speaker 0: Aber in beides Regierungspolitik kannst du das ein oder das andere machen.
- 24:22Speaker 0: Nur in der Opposition schaffst du natürlich gar nichts von denen.
- 24:25Speaker 3: Es ist natürlich trotzdem ein erstaunliches, sagen wir mal, Image-Konstrukt, das auf der einen Seite, ich glaube Heidi Reichenegg verkörpert das wirklich sehr gut, auf der einen Seite dieses... Energische Junge auch mal auf die Kacke hauen und gleichzeitig aber sehr realo.
- 24:43Speaker 3: Und über
- 24:43Speaker 1: den Sozialismus reden.
- 24:45Speaker 1: Realpolitisch
- 24:45Speaker 3: und über den Sozialismus und gleichzeitig sehr realpolitisch aber agieren, wie die Bundestagsfraktion das hier tut bis hin.
- 24:52Speaker 3: Das letzte Beispiel ist mir gerade wieder eingefallen bei der Debatte um die Rentengesetze der großen Koalition, wo die Linkspartei, was ich einen klugen Move fand, ja gesagt hat.
- 25:01Speaker 3: Naja, wenn euch da Stimmen fehlen, wir sind dafür, dass die Rente stabilisiert wird.
- 25:07Speaker 3: Und das war ein interessanter Profit.
- 25:09Speaker 0: Das ist ja genau so ein Beispiel, was ich eben genannt habe.
- 25:12Speaker 0: Da ging es darum, dass die Renten nicht sinken.
- 25:14Speaker 3: Genau, ich möchte nur folgen, da würde mich interessieren, wie ihr das seht, wie stabil das nämlich ist.
- 25:20Speaker 3: Du hast auf der einen Seite, ihr habt es schon angesprochen.
- 25:23Speaker 3: Wenn ich zum Beispiel Michael Kretschmer, dem Ministerpräsident von Sachsenhöhe, der also ganz besonders die Linksfraktion im Sächsischen
- 25:29Speaker 0: Landtag lobt
- 25:31Speaker 3: für ihre konstruktive Unterstützung der Regierung in Thüringen so ähnlich und aus guten Gründen würde ich sagen.
- 25:38Speaker 3: Auf der anderen Seite aber, was Pauline angesprochen hat, es gibt ja sozusagen Teil von ja durchaus auch linksradikalen Leuten, die jetzt in der Partei sind.
- 25:46Speaker 3: Also von Kretschmer lobt bis zu linksradikal, das ist ja ein ziemlicher Spagat.
- 25:51Speaker 3: Und bis jetzt gelingt es nach meinem Eindruck der Linkspartei gut, das beides zu verbinden, wie gesagt, Reichineck ist eine Schüsselfigur.
- 25:59Speaker 3: Aber wie gestalten sich diese Spannungen in Zukunft?
- 26:03Speaker 3: Und ich glaube da, wenn wir das ein bisschen konkreter fassen wollen, können wir nach Berlin schauen, sondern eine Weile hin bis zum Herbst.
- 26:10Speaker 3: Aber da wird sich diese Spannung noch mal, glaube ich, darstellen.
- 26:14Speaker 3: auf der einen Seite Haben die Ash und treten auch an, glaube ich, mit dem Anspruch, wir wollen die regierende Bürgermeisterin stellen.
- 26:22Speaker 3: Auf der anderen Seite hat man einen Teil, insbesondere Neukölln, die sehr radikal sind, was Gaza-Israel angeht.
- 26:31Speaker 3: Und also da ist schon so ein Spannungsfeld.
- 26:34Speaker 3: Wie seht ihr diese Wahl?
- 26:37Speaker 1: Ich glaube, die Linke hat auf... Insofern ein Vorteil, als dass sie die linkeste Partei ist, die man so wählen kann.
- 26:43Speaker 1: Klar, man könnte irgendwelche später Parteien, DKP und was das ich noch irgendwie unterstützen.
- 26:48Speaker 1: Aber allen ist bewusst, es gibt keine linkere Partei mit Aussichten und ich glaube also mit Aussichten auf Erfolg.
- 26:56Speaker 1: Und ich glaube, dass Kalkül der Linkspartei ist, dann widmen wir uns eher den bürgerlichen Spektrum, wo wir Stimmen bekommen können, und nehmen in Kauf das linke bis linksradikale Spektrum so ein bisschen zu vergraulen.
- 27:10Speaker 1: Wir denken aber, sie werden uns schon wählen, weil sie haben ja gar keine Alternative.
- 27:14Speaker 1: Im bürgerlichen Spektrum kann man eben Grünen und SPD-Wählerstimmen wegnehmen.
- 27:18Speaker 1: Warum
- 27:19Speaker 0: machst du das komplett fest?
- 27:21Speaker 0: Wie machst du das praktisch fest?
- 27:23Speaker 0: Die Schwerpunkt ist Mietenwohnen.
- 27:25Speaker 0: Wo geht es da ins bürgerliche Spektrum und werden Linke vergrault?
- 27:29Speaker 2: Die Frage ist ja, ob Sie, wie Sie es im Wahlkampf, im Bundestagswahlkampf, versucht haben, sich nur auf dieses Thema zu fokussieren, alle anderen Themen unter den Tisch fallen zu lassen, weil man denkt, damit vergrault man eher Leute als, dass man Leute gewinnt.
- 27:40Speaker 2: Das war ja eine Entscheidung im Bundestagswahlkampf.
- 27:44Speaker 2: Und
- 27:45Speaker 0: die Frage... Sorry, das hat sich eben schon mal wiederholt.
- 27:49Speaker 0: Sie haben einen Fokus gesetzt, aber Sie haben die anderen Themen eben nicht weg.
- 27:53Speaker 0: Also in allen Reden.
- 27:54Speaker 2: Hab ich da gesagt.
- 27:55Speaker 2: Hab ich da gesagt.
- 27:56Speaker 2: Eben.
- 27:56Speaker 0: Genau.
- 27:56Speaker 0: Das heißt, Sie haben das andere.
- 27:58Speaker 0: Revolutionäre
- 27:58Speaker 3: Freundlichkeit.
- 27:59Speaker 0: Für Flüchtlinge, das hatten Sie immer mit drin.
- 28:02Speaker 0: Es
- 28:03Speaker 2: gab kein einziges Plakat.
- 28:05Speaker 1: Es gab eine Strategie vor dem Wahlkampf, die unter anderem von Ihnen Schwerten auch mit lanziert wurde.
- 28:11Speaker 1: Die ganz klar hieß, wir fokussieren uns auf diese Themen.
- 28:16Speaker 1: wie Wohnen und Lebensunterhaltskosten und so weiter.
- 28:20Speaker 1: Und wir versuchen, andere Themen kleinzuhalten.
- 28:23Speaker 0: Mit
- 28:24Speaker 1: einem Teil dieser Strategie war eine Analyse, die eine Wählerinnenanalyse, die irgendwie ein halbes Jahr vor der Wahl gemacht wurde durch die Rosa Luxemburg Stiftung, wo es um die Frage ging, wo liegt unser Wählerinnenpotenzial, bei welchen Themen können wir das noch ausschöpfen und bei welchen Themen nicht.
- 28:43Speaker 1: Und das Ergebnis der Analyse war, Bei sozialen Themen können wir das.
- 28:49Speaker 1: Bei anderen Themen liegen die potenziellen Wähler rechter als die jetzigen Positionen der Linkspartei.
- 28:56Speaker 1: Darauf basierend wurde eine Strategie gebaut, die wir dann am Ende gesehen haben.
- 29:01Speaker 0: Ja, aber diese Strategie ist komplizierter.
- 29:04Speaker 0: Weil die Funktion, wir haben das im Basiertel, dass ich auch oft an der Lüse, die schon vor der Europarei gemacht worden sind, da haben sie aber einen falschen Schluss gezogen, da haben sie das nämlich genauso gemacht, wie ihr es gerade darstellt.
- 29:15Speaker 0: Die haben nur über Soziales geredet und zum Beispiel über eine Ukraine kriegt gar nicht.
- 29:19Speaker 0: Da ist ein Spitzenkandidat, ich habe eine Analyse gemacht, der allerzeit zentral geredet, da gab es dieses Land noch nichtmals.
- 29:26Speaker 0: Und das haben sie dieses Mal anders gemacht.
- 29:28Speaker 0: Von Agen hat eine ganz klare empathische Haltung gegenüber der Akkukreine artikuliert.
- 29:32Speaker 0: Das gilt in der Flüchtlingsfrage von uns auch.
- 29:34Speaker 0: Sie haben sich etwas andere fokussiert?
- 29:35Speaker 0: Aber das funktioniert.
- 29:36Speaker 0: Aber das funktioniert.
- 29:36Speaker 0: Das funktioniert.
- 29:37Speaker 0: Das funktioniert.
- 29:37Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:37Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:38Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:38Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:38Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:39Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:39Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:39Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:40Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:40Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:40Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:41Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:41Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:41Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:42Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:42Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:43Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:43Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:43Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:44Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:44Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:44Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:45Speaker 0: Das funktioniert.
- 29:45Speaker 0: Das funktioniert.
- 29:45Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:46Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:46Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:46Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:47Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:47Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:47Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:48Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:48Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:49Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:49Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:49Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:50Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:50Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:50Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:51Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:51Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:52Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:52Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:52Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:53Speaker 0: Das funktioniert.
- 29:53Speaker 0: Das funktioniert.
- 29:53Speaker 0: Das funktioniert.
- 29:54Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:54Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:54Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:55Speaker 1: Das funktioniert.
- 29:55Speaker 0: Das funktioniert.
- 29:55Speaker 0: Das funktioniert.
- 29:56Speaker 0: Das funktioniert.
- 29:56Speaker 0: Das funktioniert Ja, das ist aber der Unterschied eben zuvor.
- 29:58Speaker 0: Das war nämlich genau der Unterschied zuvor her.
- 30:00Speaker 0: Da haben sie nämlich sich eben nicht zu Ukraine geäußert oder haben sich nicht zu Flüchtlingen geäußert oder zur Zeit von Wagenknächt mal so, mal so.
- 30:08Speaker 0: Das heißt, sie waren in diesen Fragen wie Flüchtlinge und Ukraine standen sie klar und dann haben sie sich fokussiert auf Mietenwohnen.
- 30:14Speaker 0: Und das andere hätte nämlich nicht funktioniert.
- 30:16Speaker 0: Dieser Zufluss für den ganzen jungen Leuten hätte nicht funktioniert, wenn die Haltung, hätte nicht die Haltung klar gehabt bei der Linken, wie sie zum Beispiel zur Flüchtlinge stehen.
- 30:25Speaker 0: Weil junge Leute nicht wollen, dass Menschen im Mittelmeer saufen, ganz einfach.
- 30:29Speaker 3: Gut, was bedeutet das jetzt?
- 30:31Speaker 3: Noch mal die Frage für Berlin.
- 30:33Speaker 3: Was ist eine kluge Strategie, wenn die Linkspartei die Möglichkeit behalten will oder erweitern will?
- 30:41Speaker 3: bei diesen Wahlen möglicherweise als Stärkste der eher linken Parteien abzuschneiden und potenziell die Möglichkeit zu haben, die regierende Bürgermeisterin mit Elef-Ereib zu stellen.
- 30:54Speaker 3: Also wie muss sie sich jetzt aufstellen?
- 30:56Speaker 3: Muss sie das den Bundestagswahlkampf im Runde dann wiederholen?
- 31:00Speaker 3: Wie ist diese Gaza-Frage, dieser interne Konflikt, den es ja wirklich gibt?
- 31:05Speaker 3: Da kommen wir gleich noch drauf.
- 31:07Speaker 3: Was haltet ihr da für eine Vorwärtsweise eine Strategie und kann die Linkspartei in Berlin das?
- 31:12Speaker 2: Es ist vor allem richtig, wie im Wahlkampf, im Bundesfaßwahlkampf, auf die Mietenfrage zu gehen.
- 31:17Speaker 2: Gerade in Berlin ist es ein drängendes Thema und da die Partei zu sein, gesagt, das ist unser Thema, wir haben da eine Lösung parat und wir wollen das Leben der Menschen ändern.
- 31:27Speaker 2: Weil das ist ja der Grund auch für den Frust und Verdruss vieler Wählerinnen und Wähler.
- 31:33Speaker 2: Auch der Grund, warum Leute auch die AfD wählen, ist nämlich, weil sie sagen, ändert sich ja eh nix, die da oben tun, was sie wollen und ich kann nix ändern.
- 31:41Speaker 2: und die Linke sagt doch, wir können was ändern und wir sagen euch, das Problem sind nicht die Migranten, über die reden wir jetzt mal nicht, sondern wir reden jetzt über Mieten, das ist nämlich auch eine Entscheidung zu sagen, das was ist eigentlich das Problem in diesem Land.
- 31:51Speaker 2: und insofern macht die Linke an Angebot, selbst die AfD redet mittlerweile über Mieten, weil sie sagt darüber müssen wir halt auch reden, das ist zu kurz gekommen bis jetzt, allein das ist schon mal positiv so.
- 32:03Speaker 2: Was die Linke aber auch natürlich beherzigen sollte ist, dass es sich nicht lohnt im vorauseilenden Schauen auf einen möglichen Koalitionspartner.
- 32:12Speaker 2: Ich würde für die SPD und Grüne eh schon schwierig genug sein,
- 32:15Speaker 0: sich
- 32:16Speaker 2: mit der Idee anzufreunden, dass möglicherweise eine linke Bürgermeisterin ihre Chefin zu sagen ist.
- 32:22Speaker 2: Also, da können Sie eben machen, was Sie wollen.
- 32:24Speaker 2: Da müssen Sie nicht vorauseilend sagen, da schleifen wir jetzt unsere Kanten ab, sondern Mamdani hat gezeigt, du kannst sogar für BDS sein in New York.
- 32:32Speaker 2: Und du wirst Bürgermeister.
- 32:34Speaker 2: Wozu musst du da jetzt irgendwie dafür entschuldigen?
- 32:36Speaker 2: Da kann die Linke auch sagen, wir können bei Gaza eine klare Haltung haben.
- 32:40Speaker 2: Das schadet uns nicht.
- 32:40Speaker 2: Das ist nicht unser Kernthema.
- 32:42Speaker 2: Unser Kernthema ist soziale Gerechtigkeit und so weiter.
- 32:45Speaker 2: Die werden nicht wegen der einen und anderen Sachen gewählt, aber sie müssen sich nicht irgendwie handsam geben.
- 32:50Speaker 2: Ist
- 32:51Speaker 3: also Mamdani seine Art Roll-Model für die Linkspartei in Berlin?
- 32:55Speaker 3: Pascal und dann Pauline?
- 32:56Speaker 0: Er hat einen sehr erfolgreichen Wahlkampf geführt.
- 32:58Speaker 0: Alle sind natürlich unter sehr speziellen Bedingungen.
- 33:02Speaker 0: kriminellen Amtsvorgänger, der dann von den Demokraten, der trotzdem wieder kandidieren wollte und das dann in letzter Sekunde zurückgezogen hat, der andere von den Demokraten war auch nicht besser, so konnte er die Vorweilen gewinnen.
- 33:14Speaker 0: und dann hatten sie einen sehr schrillen, sehr schrillen, er will keiner Gegner gab in einer sehr demokratischen Stadt.
- 33:20Speaker 0: Das war noch die Umstände, das darf man nicht vergessen.
- 33:23Speaker 0: Er hat dann einen sehr fulminanten Wahlkampf gemacht, er hat sich sehr breit aufgestellt, die Menschen tatsächlich erreicht.
- 33:30Speaker 0: mit einem übrigens ein sehr sozialdemokratischen Programm.
- 33:32Speaker 0: Also wenn die Elif Ereib mit so einem Programm hier antreten würdet, würde ich dir die aber kräftig über die herfallen, ja.
- 33:38Speaker 0: Irgendwie sozialdemokratisch, die dort wäre und wie wenig die denn will.
- 33:41Speaker 0: Weil vieles davon ist hier schon die Erb.
- 33:43Speaker 0: Sorry, eine Mietpreisbremse in New York.
- 33:45Speaker 0: Also bei einer Mietpreisbremse kann ich mir das immer noch nicht in New York leisten.
- 33:49Speaker 0: Ich meine, das sind halt US-Verhältnisse.
- 33:51Speaker 0: Er hat einen tollen Wahlkampf gemacht, nur wir was du gemeint hast mit BDS.
- 33:55Speaker 0: Ja, das hat da nichts mit abschleifen zu tun.
- 33:59Speaker 0: Da gibt es einfach unterschiedliche Positionen.
- 34:01Speaker 0: Ich finde das vollkommen unmöglich, wenn die für BDS aufrufen würden.
- 34:06Speaker 0: Aber gleichzeitig ist es immer so, der Gazakonflikt wird nicht in Berlin entschieden.
- 34:11Speaker 0: Und da gibt es andere Prioritäten.
- 34:13Speaker 0: Und da stimme ich dir dann vollkommen zu, Daniel.
- 34:16Speaker 1: Ich finde es interessant, dass die Linke überhaupt sich so sehr mit diesen Mandani-Wahlkampf vergleicht.
- 34:23Speaker 1: Eigentlich war es ihr eigener Wahlkampf.
- 34:26Speaker 1: Sie haben zumindest sehr viele Elemente dieses Mamdani-Wahlkampf selbst benutzt und waren damit erfolgreich.
- 34:32Speaker 1: Ich glaube, Sie müssen da gar nicht sagen, wie jetzt kommt unser Mamdani-Wahlkampf.
- 34:37Speaker 1: Warum macht man das?
- 34:38Speaker 1: Natürlich hat Mamdani auch unter deutschen Linken sehr viel Hoffnung ausgelöst und diesen Moment will man natürlich auch für sich jetzt benutzen als PR-Strategie.
- 34:50Speaker 1: Ich glaube, es ist aber auf eine Art und Weise auch unklug, weil
- 34:53Speaker 0: man,
- 34:54Speaker 1: so wie ich das jetzt sehe, dem gar nicht so gerecht werden kann.
- 34:57Speaker 1: Die sind vergleich.
- 34:59Speaker 1: Zum einen, was sind denn für mich die drei Elemente, warum man da nie gewonnen hat?
- 35:05Speaker 1: Das eine ist, man schafft Hoffnung auf ein besseres New York.
- 35:10Speaker 1: Indem man eben sagt, dieses New York kann anders sein, es könnte wieder bezahlbar sein und so weiter, wir haben hier ganz konkrete Dinge, die wir verbessern wollen und können.
- 35:19Speaker 1: Das kann die Linke auch, würde ich sagen.
- 35:22Speaker 1: Das zweite ist eine so geniale PR-Kampagne, muss man wirklich so sagen.
- 35:27Speaker 1: Also ich bin als junger Mensch selbst in Berlin nicht daran vorbeigekommen, egal welchen Influencer aus New York ich mir angeschaut habe, sie haben alle Werbung für Mamdani gemacht, mit Millionen Follower schafft.
- 35:40Speaker 1: Dieses Equivalent haben wir vielleicht in Berlin so genau nicht, aber durchaus hat das eine Rolle gespielt.
- 35:45Speaker 1: Jeder wollte sich, der irgendwie links ist, mit Mamdani assoziieren.
- 35:48Speaker 1: Das ist total wichtig.
- 35:50Speaker 1: An dieser Social Media Front, das haben Sie letztes Jahr auf jeden Fall besser als vorher gemacht, aber mit Mamdani ist das nicht zu vergleichen.
- 35:57Speaker 1: und gerade jetzt die Berliner Social Media Strategie, da ist auf jeden Fall noch Luft nach oben, würde ich sagen.
- 36:04Speaker 1: Und das Dritte ist, und das hängt sehr viel damit zusammen, warum sich Leute mit Mamdani assoziieren wollte, weil er als sehr authentischer Antagonist zu bestehenden Ordnungen auch zu den Demokraten wahrgenommen wurde und aufgetreten ist.
- 36:18Speaker 1: Das hat nicht nur mit seinen Positionen im Wahlkampf zu tun, hat auch damit zu tun, dass er seit jungen Jahren in bestimmten Bewegungen aktiv ist, sowohl der Palästina-Bewegung, aber auch zum Beispiel der Bewegung von Taxifahrerinnen in New York, die für bessere Bedingungen gekämpft haben.
- 36:35Speaker 1: Und ich glaube, hätte Mamdani nicht so eine offensive Position eben auch zu Gaza gehabt, wäre er nicht als ein authentischer Antagonist wahrgenommen worden, sondern als jemand, der sich der Mainstream-Debatte und dem Druck, der dort ist, in Bezug auf das Israel-Thema beugt.
- 36:54Speaker 3: Gut, Herr Skal und dann Daniel, eine Frage möchte ich trotzdem noch mitgeben.
- 36:59Speaker 3: Und zwar müssen wir, glaube ich, den Leuten das hören, erklären, wer Elef Eralt ist.
- 37:04Speaker 3: Ich glaube nicht, dass die so über Berlin hinaus bekannt ist, wenn das jemand tun würde, wäre ich dankbar.
- 37:10Speaker 0: Das ist jetzt die Spitzenkandidatin.
- 37:12Speaker 0: Der Linken bei den Abgeordnetenhauswahlen,
- 37:16Speaker 3: die
- 37:16Speaker 0: stammt aus einer politischen Flüchtlingsfamilie.
- 37:19Speaker 0: Ihre Eltern waren Sozialisten und Gewerkschafter in der Türkei, die in den Putsch in die Bundesrepublik gekommen sind.
- 37:28Speaker 0: Dieser Geschichte fühlte sich über uns bis heute auch verpflichtet.
- 37:31Speaker 0: Sie ist deswegen Anwältin geworden, versteht sich als Menschenrechtsanwältin.
- 37:36Speaker 0: Also dieses Authentische hat sie von daher eben auch ähnlich wie Mandani.
- 37:41Speaker 0: Und über seine ganze Beschreibung fand ich sehr präzise.
- 37:43Speaker 0: Also das ist, glaube ich, diesen Erfolg auch sehr, sehr gut erklärt.
- 37:49Speaker 0: Und was aber sehr interessant ist am Anfang gesagt, nämlich, das war ja eigentlich die Kampagne der Linken.
- 37:53Speaker 0: Und das war es ja tatsächlich.
- 37:55Speaker 0: Es sind ja Leute von der Mandani-Kampagne, die haben sich die linken Kampagnen in Deutschland angeguckt.
- 38:02Speaker 0: Total spannend.
- 38:03Speaker 0: Und ihnen schwerden es dann zum Mandani-Wahlkampf dahin gefahren.
- 38:07Speaker 0: Und er hat ja noch ein Interviewnattatz mit ihr darüber, wo sie das dann auch erzählt hat, wo sie auch total irritiert war.
- 38:13Speaker 0: Also, die gucken von USA nach Deutschland, wie wir Waldkampf machen.
- 38:17Speaker 0: Und dann sagt sie sehen, das ist genau das, was du gesagt hast.
- 38:20Speaker 0: Und das ist dann aber natürlich alles nochmal ein paar Dimensionen höher.
- 38:24Speaker 0: Also, ich war stolz, dass sie was, was sich eine Million Haustüren gemacht hat.
- 38:32Speaker 1: Ich glaube, eine Million waren es.
- 38:33Speaker 0: Es war noch ein bisschen weniger, aber unterschiedlich.
- 38:38Speaker 0: Ganz, glaube ich, egal.
- 38:40Speaker 0: Ganz, als viele Mandani hätte drei Millionen nur in New York gemacht.
- 38:45Speaker 0: Also wirklich eine ganz andere Dimension.
- 38:47Speaker 0: Und da war sie auch schwer beeindruckt.
- 38:49Speaker 0: Das kannst du natürlich hier nicht kopieren.
- 38:51Speaker 0: Aber die Verhältnisse sind natürlich auch andere.
- 38:53Speaker 2: Na klar, jedes Land ist anders.
- 38:55Speaker 2: Die Linke hat auch von der KPI in Österreich gelernt oder von der Arbeiterpartei in Belgien und trotzdem hat sie einen anderen Wahlkampf gemacht.
- 39:02Speaker 2: Hat ein anderes Spitzenpersonal, überhaupt ein anderes Personal.
- 39:06Speaker 2: Und diese personelle Bandbreite war auch ein Grund für den Erfolg.
- 39:08Speaker 2: Und ich denke, dass Elef Erard natürlich als einzige Frau als Spitzenkandidatin gegen lauter Männer und mit Migrationshintergrund natürlich auch ein Statement ist in der Stadt die Berlin.
- 39:19Speaker 2: Und wenn sie das mit Leben füllt, sie ist Mitbegründerin von Linkskandax, also den migrantischen Mitgliedern der Linkspartei.
- 39:27Speaker 2: Wenn sie das mit Leben füllt, glaubtwürdig und nicht glaubt, sich irgendwie jetzt schon freundlich der SPD und den Grünen an dienen zu müssen, dann hat sie dann eine gute Chance, glaube ich, einen Unterschied zu machen.
- 39:38Speaker 2: Allein schon durch ihre Herkunft, ihre Persönlichkeit.
- 39:42Speaker 2: Das denke ich schon.
- 39:43Speaker 3: Es gab ja doch einen gewissen personellen Adalas bei der Linkspartei, also Klaus Lederer, der eine sehr bestimmende Figur war in der Linkspartei oder Udo Woll, viele andere Fraktionsvorsitzende, die sind ausgetreten.
- 39:54Speaker 3: Wie seht ihr das?
- 39:55Speaker 3: Ist das für die Berliner Linkspartei jetzt ein großer Malus?
- 39:58Speaker 3: oder vielleicht ist es ja auch ganz gut, dass so Leute, die sehr dominant waren, dann mal
- 40:02Speaker 0: den Platz räumen?
- 40:04Speaker 2: Also damit geht Erfahrung natürlich verloren.
- 40:06Speaker 2: Das ist schon ein Nachteil, aber gleichzeitig ist natürlich, glaube ich, für den Konsens in der Partei die Konsensfindung war das gut, weil das war ja auch jemand, der zu sagen, im Wetter ich oder gar nicht aufgetreten ist und dieses, das ist ja Gift für die Partei, dieses also im Wetter ihr folgt meiner Linie.
- 40:23Speaker 2: Oder ihr seid alle doof.
- 40:25Speaker 2: Das hat ja Wagenknächt gemacht, aber das war eben nicht nur Wagenknächt.
- 40:27Speaker 2: Das ist ja leider in allen Teilen der Partei verbreitet gewesen.
- 40:31Speaker 2: Und dass diese Rückfälle sieht man gelegentlich heute noch so.
- 40:35Speaker 2: Aber das hat zum Glück stark nachgelassen.
- 40:37Speaker 2: Man
- 40:37Speaker 0: muss doch eher dazu sagen, die sind halt im Herbst vierzwanzig ausgetreten, also schon ein bisschen was her.
- 40:43Speaker 0: Und das war zu einem Zeitpunkt, wo sowieso keiner mal in Pfiffelinken auf die Linke gewettet hat.
- 40:49Speaker 0: Ich glaube, Heute enden sich anders entschieden.
- 40:54Speaker 0: Aber gut, man kann natürlich sehr schnell ein Singenstift verlassen.
- 40:58Speaker 0: bei einem, was ein hoher Fahrt ist, macht man das nicht so gerne.
- 41:01Speaker 0: Aber ist es, glaube ich, die haben tatsächlich Erfahrung verloren?
- 41:03Speaker 0: Das stimmt, es ist auch schade, was aber gut ist, dass es dort gelogen ist, dass die in der Fraktion geblieben sind.
- 41:10Speaker 0: Aber es war auch ein Generationenwechsel notwendig und der ist dadurch erreicht worden.
- 41:15Speaker 0: Sie standen tatsächlich noch für Ja, eine Zeit, die noch außer PDS stammte in ihren Vorstellungen, wie man Politik macht.
- 41:23Speaker 0: Und ich glaube, dass es eigentlich perspektivisch gar nicht so verkehrt war für die Linke, obwohl ich mir das persönlich schade finde.
- 41:30Speaker 1: Ich möchte noch mal zur Elef Ehrer zurückkommen und auf den Wahlkampf in Berlin.
- 41:36Speaker 1: Also es gab ja Kritik an ihr, auch von meiner Seite, deshalb, weil sie sich zum Thema Gaza nicht gar nicht, aber... spärlich geäußert hat in den letzten Jahren.
- 41:47Speaker 1: und da muss man natürlich sagen, die Gaserbewegung war eigentlich die größte und relevanteste Protestbewegung in Berlin der letzten Jahre und die sieht sich ihr gar nicht so nah.
- 42:01Speaker 1: Für mich öffnet das die Frage, kann sie eben wie ein Mandani diese authentische Antagonistin sein?
- 42:10Speaker 1: und Die andere Frage ist auch, ist das strategisch gut oder nicht?
- 42:13Speaker 1: Meine These wäre, dass um einen erfolgreichen Wahlkampf zu machen in Berlin braucht man... Diese Themen, die Leute dann am Ende einfach so sehr emotionalisieren, diese Leute braucht man hinter sich, um so einen Momentum zu kreieren.
- 42:27Speaker 1: Auf der anderen Seite, und da muss ich meine Kritik vielleicht auch wieder so ein bisschen revidieren, ist natürlich absehbar, dieses Thema im Laufe des Jahres nicht mehr so relevant, wie es war.
- 42:37Speaker 3: Ich meine, das Kalatz schon gesagt, ich glaube ja schon, bei einer Senats-Landtagswahl geht es natürlich um Berlinthemen.
- 42:46Speaker 3: Und es geht nicht um die Lösung des Auskonflikts bei solchen Themen.
- 42:49Speaker 1: Na ja, und bei New York geht es um New York-Themen.
- 42:51Speaker 1: Und trotzdem hat es eine Rolle gespielt.
- 42:53Speaker 0: Ja, aber ob es eine wichtige Rolle gespielt hat, ist auch noch ein Schreibpunkt.
- 42:56Speaker 1: Ich würde vielleicht mal eins.
- 42:58Speaker 1: Ich würde gar nicht sagen, es war die bestimmte Position, die Mamdani zu seinem Sieg geführt hat.
- 43:05Speaker 1: Ich glaube, aber trotzdem hätte er diese Position nicht eingenommen.
- 43:09Speaker 1: In einer Situation, wo Demokraten und Republikaner alle sich einig waren, wir fliegen zuerst nach Israel, wenn wir gewählt sind.
- 43:17Speaker 1: Da gab es ja so eine schöne Debatte im Fernsehen vor den Wahlen, wo alle gefragt wurden, was ihr erster Auslandstripf wäre nach der Wahl.
- 43:25Speaker 1: Und alle haben gesagt, ich fliege direkt nach Israel, ins heilige Land und so weiter.
- 43:29Speaker 1: Ich glaube, hätte er hier gesagt, ja, ich fliege auch nach Israel.
- 43:32Speaker 1: Ich glaube, ihm hätte das die Authentizität und Diese Position als Antagonist gekostet, die er brauchte, um so viel Inspiration und Hoffnung zu...
- 43:43Speaker 0: Über uns so begründet, finde ich es wieder sehr schlüssig.
- 43:45Speaker 0: Weil da ging es ja auch darum, solidarisiert man sich mit in dieser europaproblematischen Regierung.
- 43:51Speaker 0: Und dass er sich davon abgesetzt hat, das, glaube ich, dürfte Konsens auch hier sein.
- 43:57Speaker 0: Was bestimmte andere Sache anbetrifft, ist natürlich gar von dem Hintergrund der deutschen Geschichte, haben wir da möglicherweise Differenzen.
- 44:04Speaker 1: Die wir jetzt hier glaube ich nicht austragen können.
- 44:05Speaker 0: Ja und du kannst gerade in Berlin in der Reichshauptstadt tatsächlich bestimmte Sachen glaube ich nicht so machen wie Mamdani.
- 44:15Speaker 0: Das finde ich auch hochgradig problematisch.
- 44:18Speaker 2: Der Punkt ist doch Mamdani hat wie die Linke auf soziale Themen gesetzt zuerst und hat bei anderen Fragen Haltung gezeigt.
- 44:26Speaker 2: So, das hat der Linken im Wahlkampf genutzt und das in Berlin muss natürlich auch bei Gaza Haltung zeigen.
- 44:33Speaker 0: und auch bei den Angriffen auf Jüdinnen und Juden.
- 44:35Speaker 2: Bei all diesen Themen so, ne?
- 44:36Speaker 2: Und das heißt nicht, dass die Linke einen Wahlkampf führen sollte zu einem Gaza-Thema und glauben, damit sie die Wahl gewinnt.
- 44:44Speaker 2: Das hat ja Mamdani auch gemacht.
- 44:45Speaker 2: Aber der Punkt ist doch, sie muss Haltung zeigen, damit man die Hoffnung haben kann, dass wenn sie Bürgermeisterin wird, dass zum Beispiel die Polizeigewalt hier in Berlin gegen Demonstrantinnen und Demonstranten aufhört, die ja weltweit Schlagzeilen macht, Mamdani ist auch deswegen gewählt worden.
- 45:00Speaker 2: weil man von ihm erhofft hat, dass diese Polizeigewalt in New York, an der Uni dort zum Beispiel auch nicht weitergeht.
- 45:08Speaker 2: Also das sind Themen, die eben doch mit dem Stadtleben zu tun haben, abgesehen davon, dass Deutschland ein Land ist, das immer noch Waffen an Israel liefert und ein... Innoziz mit Unterstützung.
- 45:19Speaker 1: Und bis jetzt muss man sagen, diese Bewegung oder diese vielen Leute, die durch dieses Thema politisiert und emotionalisiert sind, hat sie noch nicht hinter sich.
- 45:27Speaker 0: Sie hat aber in ihrer Antrittsrede genau das gesagt, die Regierung hier in die Berliner, die Stadtregierung, der viel kritisiert im Umgang mit der, weil es nennt sich Community, mit der Kriminalisierung.
- 45:38Speaker 0: Und hat sich gleichzeitig aber natürlich solidarisch erklärt mit den Jüdinnen und Juden und den Angriffen vehement gegen die Angriffe auf jüdisches Leben hier, Position mit Zehnten.
- 45:46Speaker 0: Das fand ich eigentlich eine sehr akzeptable Position, die sie da vertreten hat.
- 45:49Speaker 0: Vielen
- 45:50Speaker 3: Dank.
- 45:50Speaker 3: Also man merkt schon, das ist ein effektiv besetztes Thema, nicht nur in der Linkspartei, aber auch in der Linkspartei.
- 45:57Speaker 3: Am Samstag wird es Demos geben in Leipzig.
- 46:01Speaker 3: Konnewitz, also diese Zähne und Stadtteil von Leipzig, wo wir noch hochbogen der Linken.
- 46:07Speaker 3: Und da wird es also eine palästina-solidarische Demo-Gebemut und eine Antisemitismus-Demo geben, und zwar mit Linken bei Dreiempelern auf beiden Seiten.
- 46:17Speaker 3: Es ist unklar, wie sehr diese Zähnen, das kann man jetzt noch nicht sagen, ob das sehr eskalieren wird.
- 46:23Speaker 3: Es gibt, glaube ich, noch eine dritte Demo, die irgendwie auf Versöhnung und Verständigung setzt.
- 46:27Speaker 3: Also es ist irgendwie ab und nackt.
- 46:29Speaker 3: Man sieht daran, wie kompliziert und wie streitbar das auch in der Linken dieses Thema ist, also wie explosiv es ist.
- 46:36Speaker 3: Man kann dazu noch nehmen, es gibt den Antisemitismusbeauftragung aus Brandenburg, ein Mitglied der Linkspartei Andreas Büttner aus Templin und auf dessen Haus wurde vor Kurzem ein militanter Anschlag, ein Brandanschlag verübt und dann gab es dann noch so eine Art Hamas-Zeichen, also das sind alles Symptome.
- 46:58Speaker 3: Also, die Ereignisse, die zeigen.
- 47:01Speaker 3: und er beschuldigt und sagt auch, ich werde auch von Linken genossen aus der Linkspartei, also mit so Hassbotschaften, er bekommt die von denen, er ist Teil, würde ich sagen, sehr israelnah, Bündner.
- 47:13Speaker 3: Also, man wollte einfach nur diese Ereignisse und erwähnen und zu zeigen, wie groß der Stress in dieser Partei ist.
- 47:20Speaker 3: Und bis jetzt ist mein Eindruck, ich weiß nicht, ob ihr das teilt, ist es von Arken vor allen Dingen, aber auch ihnen Schwertner einigermaßen gelungen.
- 47:28Speaker 3: So eine Art in diesem wirklich komplizierten und hochaffektiv besetzten Themenfeld sozusagen irgendwie so einen mittleren Kurs zu fahren, so endlich wie Pascal das gerade von der Berliner Spitzenkandidatin gesagt hat.
- 47:42Speaker 3: und glaubt ihr, das ist jetzt meine Frage, dass das in Zukunft weiterhin gelingen wird?
- 47:47Speaker 3: oder glaubt ihr, dass dieses Thema so viel Stress machen kann, dass es der Partei wirklich schadet?
- 47:55Speaker 1: Ich glaube, dass die Israel-Solidarische Seite sage ich jetzt mal, doch sehr unter Druck ist gerade, aber eben in der Parteistruktur sehr gefestigt ist.
- 48:06Speaker 1: Also Leute, die sich seit vielen Jahren Positionen begleiten und da einfach ein Standing haben in der Partei, sei es Bodo Ramelow, können auch über Andreas Wittner reden, der jetzt eigentlich seine Randfigur ist, aber dann trotzdem irgendwie seine feste Rolle hat in der Partei.
- 48:24Speaker 1: Und auf der anderen Seite gibt es aber diese vielen neuen und da, wie gesagt, denke ich, dass es da eher palästinersolidarisch zugeht.
- 48:30Speaker 1: Und da, ich glaube, der Konflikt wird sich weiterhin austragen, also den jetzt zu deckeln.
- 48:35Speaker 1: Das ist ja so ein bisschen die Hoffnung aus Parteivorsitz.
- 48:39Speaker 1: Richtung, dass man den deckeln kann und irgendwie alle Seiten integrieren kann.
- 48:44Speaker 1: Ich kann es mir nicht ganz vorstellen.
- 48:45Speaker 1: Ich glaube, der wird heftig ausgetragen werden.
- 48:48Speaker 1: weiterhin, weil hier geht es natürlich auch wenn Pascal, du hast Recht, der in der Auskunft liegt, wird nicht hier in Deutschland, der wird nicht in Kornowitz gelöst, auch nicht in Berlin-Mitte.
- 48:56Speaker 1: Das stimmt und trotzdem hängen da einfach so viele Grundsatzfragen dran, dass man dem, wie wir sehen, einfach nicht entkommen kann.
- 49:05Speaker 0: Naja, ich glaube auch, dass das einen Sprengpotenzial bürgt.
- 49:09Speaker 0: Ich glaube nur, dass ich das mit den Grundsatzfragen bis dann wahrscheinlich etwas anders sehe.
- 49:13Speaker 0: Das ist zum Beispiel die Frage, wie das mit der deutschen Verantwortung ist von dem Holocaust, wie wichtig man das findet.
- 49:21Speaker 0: Wie wichtig findet man das, sich von Terrorbefürworten in den Gruppen abzugrenzen, wie in Grunde wird es in Leipzig Handala.
- 49:27Speaker 0: Das ist eine Gruppe, wo es nur einen Vereinbarkeitsbeschluss gibt, der Linken.
- 49:31Speaker 0: Die rufen zu der Demonstration auf.
- 49:32Speaker 0: Die rufen
- 49:32Speaker 3: zu der
- 49:33Speaker 0: Demonstration auf.
- 49:34Speaker 0: Und die haben das Massaka in ... ... in ... ... in ... ... in ... ... in ... ... in ... ... in ... ... ... in ... ... ... in ... ... ... in ... ... ... in ... ... ... in ... ... ... in ... ... ... in ... ... ... in ... ... ... in ... ... ... in ... ... ... in ... ... ... in ... ... ... in ... ... ... in ... ... ... in ... ... ... in ... ... ... in ... ... ... in ... ... ... in ... ... ... in ... ... ... in ... ... ... in ... ... ... in ... ... ... in ... ... ... in ... ... ... in ... ... ... in ... ... ... in ... ... ... in ... ... ... in ... ... ... in ... ... ... in ... ... ... in ... ... ... in ... ... ... ... in ... ... ... ... in ... ... ... ... in ... ... ... ... in ... ... ... ... in ... ... ... ... in ... ... ... ... in ... ... ... ... in ... ... ... Solidarität mit den Menschen in Palästina bekundet haben, das fand ich sehr, sehr richtig.
- 50:04Speaker 0: Und selbstverständlich finde ich sehr, sehr richtig, die Kriegsverbrechen dieser absolut rechten, missfaschistischen Regierung in Israel anzugreifen.
- 50:12Speaker 0: Was anderes ist, wenn man das Existenzrecht von Israel breitet.
- 50:16Speaker 0: Also dann, die Sache ist ein bisschen komplizierter.
- 50:20Speaker 2: Aber schau mal, auf das können wir doch uns alle einigen jetzt hier an.
- 50:23Speaker 2: diesen Tisch.
- 50:23Speaker 2: Und ich habe den Eindruck, dass in der Linken man auch schon soweit gekommen ist, dass man sich auf so ein paar Grundsatzsachen einigen kann.
- 50:30Speaker 2: Und ich meine im Vergleich zu anderen Parteien in Europa ist die Linke, die Deutsche Linke nichts wahnsinnig radikal, was Israel und nach Osten angeht so.
- 50:37Speaker 2: Das ist ja selbst Pedro Sánchez in Spanien ein bisschen schärfer im Ton und in der Sache.
- 50:43Speaker 2: Also insofern, ich finde es gut, dass man bei allen Konträren eine Auffassung in der Partei an einem Da versucht, anderen Konsens zu arbeiten und zu finden.
- 50:51Speaker 2: Und das ist, finde ich, auch gut gelungen bis jetzt, im Großen und Ganzen.
- 50:55Speaker 2: Es hat aber Sprengpotenzial.
- 50:56Speaker 2: Und natürlich, wenn Sie Linke mit Limken streiten, wie in Leipzig, das ist natürlich ein Rückfall in die alten Zeiten der Selbstbeschäftigung.
- 51:05Speaker 2: Das ist natürlich ein gefundenes Fressen für die Rechten auf beiden Seiten.
- 51:08Speaker 2: Und die einen freuen sich, dass die Israel-solidarischen eins aus Maul kriegen und die anderen freuen sich, dass die Paläzina-solidarischen eins aus Maul kriegen.
- 51:16Speaker 2: Und das muss man versuchen, einzuhägen.
- 51:19Speaker 2: Und das geht für beide Seiten natürlich auch.
- 51:21Speaker 2: Ich mein, jemand wie Andreas Bütner, natürlich ist Gewalt inakzeptabel, aber das ist auch ein Selbstverständner natürlich, der spielt die Rolle von Sarah Wagenknecht, der geht in die Talkshows und spricht in jedes Mikrofon, das an der Partei total antisemitisch ist, ich meine.
- 51:37Speaker 2: Und der widerspricht in jedem zweiten Tweet, der er macht, der Parteilinie.
- 51:42Speaker 2: Also was ist das denn für eine Haltung?
- 51:45Speaker 2: Das ist genau diese destruktive Haltung, die Partei schon früher.
- 51:49Speaker 2: Und was man gar nicht möchte, ist halt diese ganzen Papiere zu lesen, die jede Seite da irgendwie publiziert.
- 51:55Speaker 2: Die sollten ihre Konflikte intern lösen und nach außen hin an einem Strang ziehen.
- 52:00Speaker 1: Wie geht es jetzt auch, wenn ich über diese Themen spreche, gar nicht darum, was meine eigene Position hat.
- 52:05Speaker 1: Wir haben hier unterschiedliche Positionen.
- 52:07Speaker 1: Das ist klar, die werden wir jetzt hier auch nicht abschließend klären oder ausfechten.
- 52:10Speaker 1: Das wollen wir gar nicht.
- 52:12Speaker 1: Mir geht es nur so ein bisschen darum, einfach mal zu beschreiben, was für Konflikte es da gibt.
- 52:17Speaker 1: Und tatsächlich habe ich mich jetzt in der Vorbereitung auch nochmal damit beschäftigt, mit diesem Israel-Palestiner-Konflikt innerhalb der Linken, der gerade weiter schweilt, beziehungsweise hochkocht.
- 52:27Speaker 1: Und wichtig finde ich da auch, was die Linksjugend-Solid macht.
- 52:31Speaker 1: Da gab es ja auch einen Beschluss, der Linksjugend, der im Prinzip sagt, Israel ist ein Abhaartheitstaat, ein siderkunnilares Projekt, das wir ablehnen.
- 52:42Speaker 1: Und da geht es am Ende zumindest um einen bestimmten Teil der Existenzrechtsfrage.
- 52:47Speaker 1: Da haben dann natürlich die, also die Mutterpartei hat sich ihr davon distanziert.
- 52:52Speaker 1: Aber ich glaube, diese Existenzrechtsfrage oder die Frage sollte der Staat Israel so wie er jetzt ist existieren oder sollte es einen gesamt demokratischen Staat in Israel und Palästina geben oder sollte es eben eine zwei Staatenlösung geben.
- 53:07Speaker 1: Diese Frage Die wird uns in diesem Linkenspektrum weiter beschäftigen, gerade weil die Jugend der Linken da anders positioniert ist als die Mutterpartei, vor allem als
- 53:19Speaker 0: der Parteiforstand.
- 53:19Speaker 0: In der Mehrheit der Jugend, und ich kenne ja auch die Berichte von diesem Bundeskongress der Linksjugend, wo offenkundig auf Abweichner Psychothera ausgeübt wurde, es gab da ziemlich heftige Berichte über die Stimmung dort.
- 53:31Speaker 0: Also das war ziemlich gruselig, aber nur das Recht, dass es diese Konflikte gibt.
- 53:36Speaker 0: Es weicht über uns vom Grundsatzprogramm der Linken ab, die ist ja ganz, ganz klar für das Existenzrecht und für eine Zweistaatenlösung.
- 53:43Speaker 0: Und wie gesagt, fände ich jetzt auch für eine linke Partei in Deutschland vor der Verinheberung des Nationalsozialismus alles andere auch schwierig.
- 53:51Speaker 0: Trotzdem alles, was Daniel gesagt hat, ist in der Beschreibung glaube ich richtig.
- 53:56Speaker 0: Die Frage ist, wie kann man auch diesen Konflikt... in einer vernünftigen Form diskutieren?
- 54:01Speaker 0: und dabei kann man über uns auch die Frage der Staatlichkeit.
- 54:04Speaker 0: Also muss man natürlich auch dann diskutieren, weil ein Großplatzprogramm ist ja keine Bibel und sogar bei der Bibel wird immer ausgelegt und interpretiert.
- 54:12Speaker 0: Positionen können sich auch weiterentwickeln.
- 54:14Speaker 0: Also die Frage ist, was hat zum Beispiel eine Perspektive?
- 54:16Speaker 0: Wie schwierig wird das, wenn das ideologisch und so hoch emotionalisiert gemacht wird?
- 54:21Speaker 0: Ich teile nicht die Positionen, die Andreas Büttner in vielen Punkten vertritt.
- 54:26Speaker 0: einfällen und ich glaube auch, dass diese Rolle ihm als Kronzeuge oft gegen die Legende nicht gut tut.
- 54:31Speaker 0: Aber wir sollten es doch vollkommen einig sein.
- 54:33Speaker 0: Dass das erste ist, egal was der erzählt.
- 54:36Speaker 0: Das geht doch gar nicht.
- 54:37Speaker 0: Ein Brandanschlag.
- 54:39Speaker 0: Bei ihm, da waren sieben Familienmitglieder, die hätten da umkommen können.
- 54:43Speaker 0: Und da muss ein ganz klarer Bruch mit allen, die das auch nur irgendwie da Sympathien haben oder irgendwie da kommen, aber der hat doch, das geht nicht.
- 54:52Speaker 0: Dann müssen wir uns einig sein.
- 54:53Speaker 0: Und das würde uns natürlich auch für alle möglichen anderen Leute gern über das auch zu Geld zwar wagen nicht, welcher Mensch sich das schrieben gefunden.
- 55:00Speaker 0: Das ist ja
- 55:00Speaker 3: klar.
- 55:00Speaker 3: Also natürlich darf Gewalt überhaupt keiner Rolle spielen in dieser politischen Auslandersetze.
- 55:05Speaker 3: Und insbesondere in dieser politischen.
- 55:07Speaker 3: Das sind generell in keiner, glaube ich.
- 55:08Speaker 0: Aber nicht gegen irgendjemand hier in der Runde gerichtet.
- 55:10Speaker 3: Nein, nein.
- 55:13Speaker 3: Insbesondere bei dieser Frage, glaube ich, halte ich Gewalt für das absolut kontraproduktive.
- 55:18Speaker 3: Deswegen muss man das.
- 55:20Speaker 3: Wie passt gerade das gerade gemacht?
- 55:21Speaker 3: Hast du aufs Schärfste verurteilen?
- 55:23Speaker 3: Das geht überhaupt nicht.
- 55:24Speaker 3: Jetzt Daniel noch mal und dann muss ich noch mal mit meiner Schlussrunde kommen.
- 55:28Speaker 2: Klar, nur zu suggerieren, dass jeder da inkritisiert, die Gewalt gegen ihn legitimiert.
- 55:33Speaker 2: Das ist natürlich auch zu kurz gegriffen so.
- 55:36Speaker 1: Genau, darüber müssen wir gar nicht reden.
- 55:38Speaker 1: Da sind wir uns einig, dass ein Brandanschlag auf ein politischer zu verurteilen ist und nicht der richtige Weg der politischen Auseinandersetzung.
- 55:46Speaker 1: Vollkommen klar.
- 55:47Speaker 1: Trotzdem möchte ich noch mal einbringen, dass die andere Seite, ganz abgesehen von diesem Anschlag, die andere Seite, also die palästina-solidarische Seite das Gefühl hat, dass sich die Partalspitze nicht gleichermaßen vor sie stellt, nicht gleichermaßen schützend vor sie stellt.
- 56:06Speaker 1: Das kann man jetzt natürlich nicht vergleichen, da geht es nicht um Anschläge auf diese Leute, aber eben die Vermierungen, Durchbild etc.
- 56:13Speaker 1: Und da hat die palästinersogliderische Seite einfach das Gefühl, hey, warum stellt ihr euch auf die Seite der einen?
- 56:19Speaker 1: Also jetzt nicht nur bei Brandanschlägen, sondern insgesamt, wenn es um Angriffe gegen sie geht, aber nicht auf unsere Seite.
- 56:24Speaker 3: Okay.
- 56:25Speaker 3: Schlussfrage.
- 56:26Speaker 3: Ich muss ein bisschen ausholen, weil ich so bei dem Thema bleiben will, weil ich das ein bisschen anders perspektivieren will.
- 56:31Speaker 3: Und zwar glaube ich, es gibt ja in der deutschen Politik von Grünen bis Union, AfD sozusagen so eine Staatsresonkonsens, also der sehr erst da ausgeprägt ist.
- 56:42Speaker 3: Und ich würde sagen, die für die Linkspartei gibt es ja auch eine große Chance.
- 56:47Speaker 3: Wenn sie so einen Kurs wie den zum Beispiel Jan van Aaken für mich verkörpert, Vertritt, nämlich zu sagen, also wir anerkennen sozusagen die Verpflichtung der deutschen Geschichte, aber wir sind gegen diese Art von Staatsreson-Politik, also Waffenlieferungen an Israel, etc.
- 57:07Speaker 3: bb, all das, was dazugehört und haben eine kritischere Position.
- 57:12Speaker 3: Und das ist ja auch Schien mir und scheint mir noch immer eine Chance zu sein, ein bestimmtes kritisches Publikum.
- 57:19Speaker 3: zu adressieren und denen als Linkspartei eine Alternative zu bieten.
- 57:24Speaker 3: Und ich glaube, dass das möglicherweise auch ein kleiner Teil des Wahlerfolges war.
- 57:27Speaker 3: Meine Frage ist jetzt, glaubt ihr, dass das die Zukunft ist, also dass die Linkspartei mit so einem Kurs, wie sie sie bis jetzt gefahren hat, weiterhin erfolgreich sein kann?
- 57:36Speaker 3: Oder nochmal vorhin die Frage, sind diese Gegensätze derartig vehement, derartig effektiv aufgeladen, dass das nicht gelingen wird?
- 57:44Speaker 3: Denn es kann ja auch Die Strecke können ja auch heißen.
- 57:50Speaker 3: Wie ist eure Perspektive, wenn wir uns überlegen, wir würden in einem Jahr zurückblicken?
- 57:55Speaker 2: In einem Jahr ist die Linke in mehreren Landtagen und spielt eine wichtige Rolle in Sachsen-Anhalt und in Mecklenburg-Vorpommern eine AfD-Regierung zu verhindern.
- 58:05Speaker 2: Sie stellt vielleicht sogar die Bürgermeisterin in Berlin, die Grünen und die SPD, das Schlucken.
- 58:10Speaker 2: Und insofern denke ich, dass sie da sehr gut dasteht.
- 58:12Speaker 2: Das wird natürlich ein zu anderen Konflikten führen, nämlich zwischen Regierungsverantwortung und dem Wunsch, eben einen Unterschied zu machen, dass sie gerecht werden müssen durch rebellisches Regieren oder wie man das nennen möchte.
- 58:26Speaker 2: Auf jeden Fall ist das der Konflikt.
- 58:28Speaker 2: Das könnte in dem schlimmsten Fall so gehen wie dem PSW, man regiert mit und dann zerlegt sich die Partei über diese Frage, ob das so klug war, mitzuregieren.
- 58:35Speaker 2: Ich glaube es nicht.
- 58:36Speaker 2: Ich glaube, dass die vernünftig genug sind.
- 58:39Speaker 2: und eine Strategie haben, wie sie in die Regierung gehen können oder wie sie gestalten können, ohne Abstriche zu machen bei ihren Kernpunkten.
- 58:50Speaker 0: Gute Frage, wie sie in einem Jahr da steht.
- 58:52Speaker 0: Ich glaube, das wird sich nicht an der Palästina Frage entscheiden.
- 58:55Speaker 0: Übrigens für mich persönlich finde ich die Ukraine Frage, wie viel wichtigere.
- 58:59Speaker 0: Da sind uns auch schon mehr Menschen bestorben, aber trotzdem generell wird es nicht der Außenpolitik sein.
- 59:05Speaker 0: Ich wünsche es ihr, sagen wir was mal so, weil ich glaube, es ist eine große Bereicherung für die Landtage, dass es so kommt, wie du burglesiziert hast.
- 59:13Speaker 0: Ich bin mir da noch nicht sicher, was Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg in mir trifft.
- 59:18Speaker 0: Das ist verdammt schwer.
- 59:19Speaker 0: und wenn du ein bisschen mal zurückkaukst, was die Linke entstanden ist, da hatten wir ja einen riesen Aufschwung, haben es in allen München Westparlamenten auch geschafft und der Bruchpunkt war Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, da haben sie es nicht geschafft und dann ging es bergab.
- 59:33Speaker 0: Das wird knapp.
- 59:34Speaker 0: Baden-Württmech ist ein unfassbar schweres Terrain.
- 59:37Speaker 0: Und in Rheinland-Pfalz ist die Linke immer noch nicht gut aufgestellt.
- 59:42Speaker 0: Ich hoffe, dass sie das auch dort schaffen, aber das ist kein Selbstläufer.
- 59:45Speaker 0: Und dann kann das natürlich auch generell auf die Stimmung beeinflussen.
- 59:49Speaker 0: Ich würde mir auch wünschen, wenn die Linke in Berlin schafft, stärkste Partei zu werden.
- 59:54Speaker 0: Sie hat gute Chancen, gerade wenn man sich hier das Krisenmanagement anguckt.
- 1:00:01Speaker 0: Das ist schon sehr interessant.
- 1:00:03Speaker 0: Schwerter und Elef Ehralb fahren dorthin, als der Stromausfall war und verteilen in der Kälte Tee.
- 1:00:09Speaker 0: Und der Bürgermeister sagt, er schließt sich im wahrsten Wortes zu Hause ein.
- 1:00:14Speaker 0: Und wenn er nicht eingeschlossen war, der Tennis gespielt.
- 1:00:17Speaker 0: Und die SPD-Ministerin sagt, Leute, ihr dürft für siebzig Euro ins Hotel.
- 1:00:23Speaker 0: Na ja, gut, dann hätte ich schon eine Idee, was ich wählen würde.
- 1:00:27Speaker 0: Ich bin mir aber dann nicht sicher, was dabei rauskommt, wenn sie stärkste Partei wären.
- 1:00:31Speaker 0: Kannst mir noch nicht vorstellen, dass Grüne, aber vor allen Dingen die SPD, sie akzeptieren würde als regierende Bürgermeisterin.
- 1:00:39Speaker 0: Es gab schon mal in den Fall mit Brodo Ramello das erste Mal, wo es die Mehrheit gab.
- 1:00:43Speaker 0: Da hat sich die SPD entschieden, bevor der Ministerpräsident wird, kollieren wir lieber mit der CDU.
- 1:00:49Speaker 0: Und da bin ich mir auch noch sehr unsicher.
- 1:00:51Speaker 0: Es wird ein spannendes Jahr.
- 1:00:53Speaker 1: Jedes Mal, wenn ich in diesem Podcast bin, werde ich am Ende gefragt, irgendwelche Zukunftsprognosen zu machen.
- 1:00:58Speaker 1: Das mache ich sehr ungern.
- 1:00:59Speaker 1: Ich bin damit in meiner kurzen Zeit als Journalistin schon öfter mal auf die Nase gefallen.
- 1:01:03Speaker 1: Das will ich jetzt gar nicht machen.
- 1:01:06Speaker 1: Um nochmal bei Berlin zu bleiben, ich glaube, die Linkspartei hat hier wirklich eine Chance.
- 1:01:13Speaker 1: Und wenn sie die wahrnehmen will, wenn sie die nicht vertun will, dann muss sie wirklich jetzt... bisschen anziehen, was ihre Wahlkampfstrategie angeht, was ihre Social Media Strategie angeht.
- 1:01:26Speaker 1: Das hängt natürlich auch an der Spitzenkandidatin selbst und an ihrem Auftritt.
- 1:01:31Speaker 1: Da ist total viel Potenzial da, da ist aber wie gesagt noch Luft nach oben und diesen Raum muss man wirklich
- 1:01:37Speaker 0: füllen.
- 1:01:38Speaker 1: Und zwar jetzt damit anfangen.
- 1:01:40Speaker 1: Du hast schon gesagt bei dieser Sache mit dem Stromausfall.
- 1:01:44Speaker 1: Haben Sie das eigentlich sehr gut hinbekommen?
- 1:01:45Speaker 1: Ich war am Anfang so ein bisschen, dachte ich ja, gut, jetzt ist das euer Moment, um euch so darzustellen als großer Helfer, ist aber natürlich der richtige Weg und hat erzielt auch einen Effekt.
- 1:01:56Speaker 1: Und wie Danik hat eben schon gesagt, sie sollten nicht davor zurückstrecken, sich wirklich als Antagonisten auch im Vergleich zu den Grünen und der SPD.
- 1:02:06Speaker 1: da zu stellen und zu geben.
- 1:02:08Speaker 1: Das ist ganz wichtig, um das linke Milieu in Berlin mitzunehmen, dass auch wirklich groß ist und auch ein bisschen radikaler als, sagen wir mal, bundesdeutsche Linke.
- 1:02:19Speaker 3: Es gibt ja bestimmt, es wird man wahrscheinlich bei diesen Landtagswahlen, die uns da bevorstehen, vor Better Overs, merken, so ein populistisches Moment im Moment in Deutschland.
- 1:02:29Speaker 3: Und das wird möglicherweise auch in Berlin, da allerdings eher der Linkspartei zur Wutekomm.
- 1:02:35Speaker 3: Das war der Bundestalk.
- 1:02:36Speaker 3: Wir bedanken uns bei Daniel Fromm für die Produktion und bei Eva Lotter an der Ehe für die Redaktion.
- 1:02:43Speaker 3: Und ich bedanke mich natürlich bei euch für diese lebhafte Debatte.
- 1:02:47Speaker 3: Fragen und Kritik, wie immer gerne an bundestalkertatz.de und teilt uns in sozialen Netzwerken, wenn ihr diesen Podcast mögt im Bundestalk.
- 1:02:58Speaker 3: Und wenn ihr Geld für uns überhaupt, das ist natürlich auch sehr gerne gesehen.
- 1:03:02Speaker 3: Und zwar über Tatsache.
- 1:03:04Speaker 3: Bleibt uns gewogen, bis dann und tschüss.