Latest / ntv Wirtschaft / Hammer-Niederlage für Trump: Oberster Gerichtshof erklärt Zölle für unrechtmäßig
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- Hammer-Niederlage für Trump. Der Supreme Court stoppt die globalen Zölle des US-Präsidenten und stuft sie als illegal ein. Bei Lidl geht's vor Gericht um den Vorwurf, Kundinnen und Kunden mit Preisen in die Irre geführt zu haben. Und zum Schluss schauen wir noch auf die Immobilienpreise und wie die sich aktuell entwickeln. Hallo und herzlich willkommen. In diesem Podcast verwandeln moderne KI-Systeme journalistische Inhalte, die auf unseren NTV-Plattformen publiziert wurden, in ein neues Hörformat. Text und Stimme der Sprecherin wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt. Vor der Veröffentlichung werden alle Folgen nach strengen journalistischen Standards geprüft. Viel Spaß beim Zuhören. Das ist eine deutliche Zurückweisung für das Weiße Haus. Der Supreme Court urteilt, die globalen Zölle von US-Präsident Donald Trump seien illegal. Und stoppt damit eine zentrale Initiative. Über das nächste Jahrzehnt hätten diese Zölle laut der Tax Foundation rund 1,5 Billionen US-Dollar einbringen sollen. Das entspräche 70 Prozent der Zölle in Trumps zweiter Amtszeit. Trump hatte sich dabei auf Notstandsbefugnisse berufen. Konkret. Im Februar 2025 verhängt Trump Zölle gegen Kanada, China und Mexiko. Mit der Begründung, diese Länder unternehmen nicht genug gegen den Schmuggel von Fentanyl und anderen illegalen Drogen über die Grenze in die USA. Und im April legt Trump am sogenannten Tag der Befreiung nach. Mit einem allgemeinen Zoll von 10 Prozent auf Importe aus praktisch allen Ländern. Plus höheren Abgaben auf Länder, die die Regierung als unfaire Akteure im Handel einstuft. Direkt nach der Urteilsverkündung eine Einschätzung von der Börse in Frankfurt. Sabrina Margraf, ein Paukenschlag ist das sicherlich. Ist er schon spürbar am Markt? Es ist vor allem eine riesige Niederlage für den US-Präsidenten Donald Trump, der mit seinem Liberation Day am 2. April 2025 die Märkte und auch viele Unternehmen in Aufruhr versetzt hat, indem er, wir erinnern uns alle an diese riesengroße Grafik, wo die Zölle für jedes einzelne Land darauf stand. Und jetzt kippt ein US-Gericht diese Zölle und die Entscheidung. Und man sah tatsächlich eine Reaktion am Markt. Der DAX zog deutlich an. Das sieht man selten, dass es so einen senkrechten Sprung nach oben geht. Und ja, mittlerweile hat sich der DAX wieder vielleicht etwas gesetzt, aber er ist im Plus mit 0,6 Prozent. Jetzt will man natürlich herausfinden, was das bedeutet. Was heißt das? müssen diese Zölle möglicherweise zurückbezahlt werden, die bisher gezahlt werden. Wie reagiert US-Präsident Donald Trump auf diese Entscheidung des Gerichtshofs? All das muss man erst einmal abwarten. Aber es ist eine Entscheidung, die mit sehr, sehr großer Spannung erwartet worden war und die offensichtlich im Sinne von vielen und vielen Unternehmen ausfallen wird. Denn gerade auch US-Unternehmen haben geklagt, dass sie letztendlich die Zölle zahlen, weil die Importe teurer werden und diese gestiegenen Kosten geben sie an die US-Kunden weiter, dass letztendlich das Ziel der Zölle hier eine mögliche Fairness zu schaffen, dass das nicht erreicht worden ist. Sabrina, diese Meldung ist erst wenige Sekunden alt, aber wir wissen ja, die Märkte sind sehr hellhörig und beobachten alles ganz genau. Es lohnt sich sicherlich schon ein Blick auf die DAX-Kurve und auf möglicherweise auch andere europäische Indizes, denn europäische Unternehmen sind ja ganz schön hart getroffen worden durch diese Strafzölle. Ganz genau. Also in jedem Geschäftsbericht hat man darüber gelesen, vor allem Automobilkonzerne, ganz oben mit auf der Liste, die die US-Zölle dafür verantwortlich gemacht haben, dass ihre Gewinne auch geschmälert sind, dass ihre Margen, ihre Profitabilität zurückgeht. Mercedes-Benz war das jüngste Beispiel, das über ein schwieriges Marktumfeld gesprochen, das Unternehmen hat über ein schwieriges Marktumfeld gesprochen, aber eben auch die amerikanischen Zölle genannt. Und Zölle haben ja auch häufig bewirkt, dass es Gegenzölle gibt. Und in dieser Welt, in der Handel immer teurer wird, werden dann eben entweder die Produkte für die Endkunden teurer oder die Unternehmen verdienen weniger daran. Und beides ist nicht gut. Das eine macht die Produkte eben unerschwinglicher für viele und das andere führt dazu, dass möglicherweise Arbeitsplätze abgebaut werden müssen, weil die Konzerne eben nicht mehr die Umsätze generieren wie in der Vergangenheit. Kommen wir von den Zöllen im großen Welthandel zu den Preisen im Einzelhandel. Bei Lidl geht es um die Frage, ob Preise wirklich das sagen, was sie auf den ersten Blick versprechen. Lidl verliert vor Gericht. Und in Zentrum steht der Vorwurf, der Konzern hat Kundinnen und Kunden mit Preisen in die Irre geführt. Im Mai 2025 versprach Lidl die größte Preissenkung aller Zeiten. 500 Produkte sollten dauerhaft günstiger werden. Verbraucherschützer hatten Zweifel und klagten. Das Landgericht Heilbronn gab einer entsprechenden Klage statt. Dazu NTV-Finanzexpertin Frauke Holzmeier im Gespräch. Was heißt das jetzt für uns Kunden im Supermarkt an den Regalen? Welcher Werbung können wir noch trauen? Erstmal heißt das in diesem konkreten Fall, dass wir mehr Transparenz haben. Weil das Problem war, Diedl verkauft natürlich deutschlandweit überall Filialen und sagt erst mal 500 Produkte sofort im Preis gesenkt. Problem ist nur, ich weiß gar nicht, ob das bei meiner Filiale vor Ort tatsächlich der Fall ist. Also ob der Joghurt vielleicht eher in München ist, obwohl ich in Nürnberg bin. Da kommt man dann ja für den Joghurt nicht unbedingt hin. Das war halt das eine Problem. Und das andere, das eben auch nicht klar war, welche Produkte sind konkret betroffen. Heißt, wir brauchen eine Transparenz. Und wenn eine Werbung gemacht wird, muss sie eben auch halten, was sie verspricht. Und ist das ja nicht der einzige Werbetrick, mit denen Discounter und Supermärkte versuchen, uns in die Läden zu locken? Ja, absolut. Also wir bekommen ja immer wieder, ja, hier alle Preissenkungen und so weiter. Und das ist ja auch tatsächlich im Laden. Auch da muss man sehr genau aufpassen. Da sind dann beispielsweise Preisschilder, teilweise die aussehen wie ein Rabattschild. Aber es ist ein ganz normaler Preis. Man wird eben da hingelockt. Das ist das eine. Oder dass vielleicht Rabattschilder, die ein tatsächlicher Rabatt sind, vorher schon aufgestellt werden, obwohl der Preis noch gar nicht tatsächlich gesenkt wurde. Das sind halt viele kleine Tricks. Oder ein wichtiger noch, wenn man zum Beispiel sagt, ja, 30 Prozent im Preis gesenkt, ja, das dürfen Sie machen. Ein kleingedrucken muss aber inzwischen auch stehen, der 30-Tage-Vergleichspreis. Da gab es nämlich schon mal ein Urteil. Also da muss eben auch wieder die Transparenz da sein. Auf was sollten wir generell achten, wenn so Supermärkte und Discounter mit einem großen Werbehammer um die Ecke kommen? Ja, also wichtig ist immer, und das ist der ganz einfachste Trick, auf den Grundpreis schauen. Also wie viel kostet es denn eigentlich pro Kilo? Ich mache das auch. Also ich mache auch inzwischen, dass ich mich bücke, weil ganz unten sind ja meistens die ganz günstigen Sachen. Und dann merkt man oft, dass die größeren Packungen gar nicht so viel günstiger sind wie die kleineren. Ja, eben. Oder du merkst, oh, der Joghurt hat nur noch 450 Gramm statt 500 Gramm in der Packung. Und dann sieht man eben auch, der andere von der Marke ist vielleicht ja sogar genauso günstig oder eben teuer. Und natürlich immer, wenn ich auf Apps gehe, was ja auch gerne viele machen, darauf achten, meistens muss man sich anmelden, seine Daten preisgeben, damit man eben die Rabatte bekommt. Und Studien haben auch schon häufiger gezeigt, dass man nicht unbedingt viel günstiger wegkommt, wenn man über die Apps geht. Gerichte entscheiden heute, was bei Preisen klar sein muss. Am Bau entscheidet dagegen vor allem Zeit. Und da geht es nicht um Tage, sondern um Jahre. Die Immobilienweisen erwarten eine Belebung am Bau. Aber erst 2027. Das ist ein klarer Ausblick. Wer auf schnelle Entspannung hofft, braucht Geduld. Und wenn sich beim Bauen erst später wieder mehr bewegt, hängt daran auch die Frage, wie sich das auf die Immobilienpreise auswirkt. Corinna Wohlfeil hat darüber an der Börse mit Birgit Haas, Redakteurin bei Capital, gesprochen. Ja, hallo, denn die Mieten steigen und steigen und deswegen denken vielleicht immer mehr über Wohneigentum nach. Aber kann ich mir das leisten? Wie kann ich das? Darüber wollen wir jetzt reden. Aber zunächst vielleicht mal die Frage, wie haben sich denn die Immobilienpreise überhaupt entwickelt in Deutschland? Sie steigen wieder, muss man sagen, moderat. Das war letztes Jahr so, das soll sich dieses Jahr laut Prognosen auch fortsetzen. Aber sie sind immer noch unter dem Höchststand von 2021. 2021, das war bevor die Zinsen gestiegen sind und die Immobilienpreise nachgegeben haben. Wie ist denn aktuell die Nachfrage nach Wohneigentum? Ja, es gibt leider mehrere Bremsen. Das eine sind eben diese gestiegenen Zinsen, die natürlich auf den Kaufpreis dann drauf wirken. Und auf der anderen Seite haben die Banken sehr hohe Anforderungen ans Eigenkapital der Immobilienkäufer. Das bremst die Entwicklung ein bisschen, aber sie hat sich im Vergleich zu den letzten zwei, drei Jahren wiederbelebt. Aufgrund dieser hohen Mieten wünschen sich natürlich viele Menschen Eigentum. Was müssen denn Privatpersonen mitbringen, um sich jetzt so eine Immobilie leisten zu können? Ja, das ist ganz interessant. Bisher hat die Faustformel immer gelautet 20 Prozent Eigenkapital, 80 Prozent fremdfinanziert. Aber in den letzten fünf Jahren hat sich diese Eigenkapitalanforderung im Schnitt auf 27 Prozent hochentwickelt. Das heißt, die Anforderungen da sind deutlich gestiegen. Menschen müssen viel mehr mitbringen. Es gibt Berechnungen, dass man mit zwei durchschnittlichem Einkommen 14 Jahre sparen muss, um an diese Summe zu kommen. Das macht es natürlich vielen schwer, die nicht auf eine Erbschaft oder eine größere Schenkung hoffen können. Ja, was ist denn da der Rat? Der gute Rat ist teuer. Der gute Rat ist teuer. Letztlich kann man natürlich mit niedrigem Eigenkapital das machen. Das erhöht natürlich die Zinslast. Das heißt, man braucht dann dennoch ein großes Nettoeinkommen. Oder man muss tatsächlich eben in Lagen schauen, wo die Immobilienpreise noch nicht so hoch sind wie in den Metropolen. Man muss sagen, in diesen ganzen Großräumen, auch Frankfurt, wo wir gerade stehen, Hamburg, Berlin, entwickelt sich wenig in diesem Preisbereich, weil die dort schon so hoch sind. Also muss man vielleicht wohin schauen, wo die Preise niedriger sind. Ein Aspekt sind natürlich die Hauspreise, die anderen Aspekte, Sie sprechen es ja an, sind die Zinsen. Ist es denn da jetzt im Augenblick ein guter Zeitpunkt? Es ist kein schlechterer oder besserer Zeitpunkt, weil es ist nicht zu erwarten, dass die Zinsen in nächster Zeit sinken werden. An sich ist eher auf der Kaufpreisseite gerade ein ganz guter Zeitpunkt, weil die Prognosen durchaus davon ausgehen, dass in den nächsten zehn Jahren die Kaufpreise wieder deutlich steigen. Und sich da auch, also im Moment, was im Moment zu sehen ist, ist, dass der Neubaupreis deutlich über den Bestandspreis liegt. Viele schauen sich deswegen nach Bestand um. Allerdings muss man da immer beachten, da kommen dann oft noch Sanierungskosten hinzu und da sind eben nochmal Preissteigerungen zu erwarten. Der Zins bleibt gleich, also sollte man da jetzt zugreifen. Das war unser Blick auf die aktuellen Nachrichten aus der Wirtschaft für den Moment. Wir hören und lesen uns wieder bei NTV. In der App, im TV oder hier im Podcast.