Latest / FOMtastisch - Daily Handball Podcast / SpielTalk: Tim Hornke über sein Karriereende, Bennet Wiegert als Mitspieler und den ewigen Magdeburger Hunger
Transcript
- 0:00Hier ist eine neue Folge von fantastisch, dem Deliantball.
- 0:02Podcast Es ist Samstag, der 8. November.
- 0:04Schön, dass ihr auch heute mit am Start seid, an diesem Tag, an
- 0:06dem wir nach Magdeburg schauen, denn heute ist Tim Hornke zu
- 0:09Gast. Der Rechtsaußen hat vor kurzem
- 0:11angekündigt, dass er seine Karriere beenden wird und wir
- 0:14sprechen drüber über diese Entscheidung und natürlich auch,
- 0:16wie es weitergeht und wir werfen vor allem den Blick zurück.
- 0:19Was hat ihn geprägt, wie ist Bennet Wigert eigentlich als
- 0:21Coach und als Mitspieler gewesen und wo kommt dieser Hunger her,
- 0:24den die Magdeburger einfach ausstrahlen und sie zu immer
- 0:28größeren? Höheren Leistungen und zielen
- 0:31natürlich auch trägt, wenn einer sagen kann, dann Tim Hornke,
- 0:34jetzt geht's los, viel Spaß. Vorm Task der Daily Handball
- 0:41Podcast. Bevor wir Tim gleich reinholen,
- 0:48eine ganz kurze Bitte in eigener Sache.
- 0:50Wenn ihr diesen Podcast noch nicht folgt oder noch nicht
- 0:52bewertet habt, lasst gerne mal ein Like da würde mich sehr
- 0:54freuen, dass Push den Podcast damit noch mehr Leute den hören
- 0:57und wir das ganze einfach noch ein Stück weit größer machen
- 1:00können. Für den Handball wird mich sehr
- 1:01sehr freuen, ein kleiner Klick für euch, eine große Bedeutung
- 1:04für mich und jetzt gehen wir rein.
- 1:05Jetzt begrüße ich den Mann vom SC Magdeburg, hier ist Tim
- 1:07Hornke Hallo Tim, ich grüße dich.
- 1:09Vielen Dank. Schön, dass du da bist und
- 1:12überhaupt in Eurem. Zeitplan überhaupt einen kleinen
- 1:16Timeslot finden konntest sozusagen.
- 1:18Wir sprechen natürlich über deine Entscheidung heute, das
- 1:20ist so ein Stück weit auch der Ausgangspunkt dieses dieses
- 1:24Podcasts. Wie fühlst du dich seitdem,
- 1:25jetzt ist es ja ein paar Tage schon draußen, ja.
- 1:28Ich muss sagen, dass ich jetzt gar nicht so einen großen
- 1:30Unterschied fühle, weil ich natürlich mit meinem engeren
- 1:33Freundeskreis und meiner meiner Familie da schon länger drüber
- 1:36gesprochen habe und für mich die Entscheidung natürlich auch
- 1:39schon länger getroffen habe. Natürlich hat man noch ein paar
- 1:42Nachrichten erhalten, nachdem es offiziell wurde, aber
- 1:46letztendlich ist ja mein persönliches Gefühl eigentlich
- 1:50gar nicht so viel anders. Trotzdem bin ich froh oder bin
- 1:53ich zufrieden damit, dass das jetzt, dass es jetzt raus ist,
- 1:57die Nachricht. Über wessen Nachricht hast du
- 1:59dich ganz besonders gefreut? Ja, da kann ich jetzt keine
- 2:04herausheben. Das waren natürlich schon ein
- 2:06paar Leute, die einem geschrieben haben, gerade hier
- 2:08aus Magdeburg, auch einige, die ich kenne.
- 2:11Den ich es vielleicht noch nicht vorher erzählt hatte, gibt es
- 2:15jetzt so alle meine engen Freunde oder meine Familie, auch
- 2:19die, die waren halt eingeweiht, für die war es jetzt keine große
- 2:22Überraschung. Ja, deswegen kann ich da jetzt
- 2:25keine keine einzelne Nachricht herausheben.
- 2:28Aber wenn du auch sagst, ist natürlich auch ein längerer
- 2:30Prozess. So stelle ich es mir auch vor,
- 2:31bis du zu dieser Entscheidung kommst, weil es ja schon eine
- 2:34sehr, sehr große, wie schwer ist sie dir gefallen?
- 2:38Es ist, es ist halt nicht eine Entscheidung, die man von heute
- 2:40auf morgen trifft, sondern es ist natürlich ein Prozess, der
- 2:43über längere Zeit geht und ja, letztendlich weiß ich nicht
- 2:47genau, wann der Punkt war, wo ich gesagt habe, jetzt, jetzt
- 2:52entscheide ich, dass ich meine Karriere beende.
- 2:53Es war einfach im Laufe der, ich sag mal, der letzten ein 2
- 2:57Jahre, dass ich so daran gedacht habe, letztendlich war es auch
- 3:01einfach eine Bauchentscheidung, also es gibt jetzt nicht den
- 3:04einen Grund irgendwie, warum ich so entschieden habe, ich habe in
- 3:06einer. Laufzeit meiner Karriere
- 3:09eigentlich immer nach Bauchgefühlen entschieden, wenn
- 3:12es mal darum ging, ob ich jetzt einen Vertrag für längere und
- 3:14einen Verein wechsle und habe da eigentlich immer gute
- 3:18Entscheidungen mit getroffen. Und ja, so ist es auch jetzt, es
- 3:20ist einfach letztendlich eine Bauchentscheidung.
- 3:24Ja ich fühle mich gut damit, ich glaube, dass das Richtige ist zu
- 3:26diesem Zeitpunkt das zu machen, deswegen habe ich, habe ich die
- 3:30Entscheidung so getroffen, aber natürlich nicht von heute auf
- 3:32morgen, sondern es war im Prozess natürlich über einen
- 3:35längeren Zeitraum. Hat dir die Entscheidung
- 3:37vielleicht auch ein Stück weit geholfen oder hat es die
- 3:40Entscheidung erleichtert, weil du dich auch in Magdeburg sowohl
- 3:43fühlst, dass du dort mit deiner Familie weiterleben wirst?
- 3:47Bestimmt ja. Ich weiß nicht.
- 3:49Natürlich ist es jetzt schwer zu sagen, wie es wäre, wenn ich
- 3:51jetzt doch irgendwo anders unterwegs gewesen wäre, weil es
- 3:54war immer unser Plan, irgendwann mal nach dem Handball nach
- 3:56Magdeburg zurückzukommen. Aber ja, klar ist das bestimmt
- 4:00auch. Irgendwo ein Fakt, einfach, dass
- 4:02man hier an dem Ort jetzt schon ist, wo man, wo man auch
- 4:05langfristig leben möchte. Was magst du an Magdeburg?
- 4:08Also warum magst du das Leben dort?
- 4:11Ach, da gibt es mehrere Sachen. Also ich bin irgendwann mal aus
- 4:15sehr jungen Jahren von Hannover nach Magdeburg gezogen, bin
- 4:18damals von Hannover Andersen zum SCM gewechselt und hatte
- 4:22überhaupt keinen Eindruck von Magdeburg, hatte überhaupt keine
- 4:24Ahnung, was mich da auch als Stadt erwarten wird und.
- 4:28Ich habe jetzt mittlerweile 11 Jahre hier verbracht und muss
- 4:32sagen, dass ich die Stadt einfach lieben gelernt habe,
- 4:35weil es einfach für mich genau die richtige Größe erstmal hat.
- 4:38Das ist jetzt nicht Berlin oder Hamburg, wo alles sehr sehr
- 4:41wuselig und unübersichtlich ist. Aber es ist halt auch kein Dorf
- 4:43dann so genau, genau die Mitte dazwischen und ja, das gefällt
- 4:47mir sehr sehr gut und noch dazu kommt natürlich auch, dass
- 4:50meine. Frau, gebürtige Magdeburgerin,
- 4:52ist ja die sich die auch natürlich auch ihre Eltern hier
- 4:56hat. Meine Eltern sind nicht weit
- 4:57entfernt, die Wohnen in Hannover, das spielt alle so
- 5:00zusammen, dass man sich hier einfach sehr, sehr wohl fühlt.
- 5:04Bennet Wiegert sagt, es sei ihm schwer gefallen, das ein Stück
- 5:07weit auch zu akzeptieren, weil er auch noch mit ihr zusammen
- 5:10gespielt hat. Also auch viele Erinnerungen aus
- 5:12der Zeit hat. Wie war das Gespräch mit ihm?
- 5:14Ja, das Gespräch muss man ehrlicherweise sagen, liegt
- 5:16schon ein bisschen zurück inzwischen.
- 5:20Ja, es war schwer. Es war für mich schwer das
- 5:22Gespräch, weil ich halt mir auch lange ja vorher Gedanken gemacht
- 5:26habe, wann ich es ihm sage, wie ich es ihm sage, wie er.
- 5:30Ich wusste nicht, wie seine Reaktion sein wird, deswegen war
- 5:35er auch der. Erste im Verein, dem du es.
- 5:36Gesagt hast ja, ja, natürlich, natürlich war er der erste im
- 5:39Verein, dem ich es gesagt habe. Ja, ich war erleichtert nach dem
- 5:44Gespräch, weil das war für mich mehr Erleichterung, es ihm zu
- 5:47sagen, als als jetzt. Als die Pressemitteilung
- 5:51rauskam. Und ja, ich glaube, er hat das
- 5:56Gespräch. Gespräch war sehr positiv, also
- 5:58es war wirklich ein sehr, sehr angenehmes, gutes Gespräch, was
- 6:01für mich aber trotzdem schon schon schwer war zu führen und
- 6:05wo ich auch dann froh war, als es, als es vorbei war, ja.
- 6:10Das hört man ja auch aus seiner Aussage einfach raus, die ja
- 6:14auch maximale Wertschätzung einfach auch für diese
- 6:16gemeinsame Zeit, die gemeinsame Erinnerungen durchblicken lässt.
- 6:20Wie war er damals eigentlich als Mitspieler, als du 2010 gekommen
- 6:23bist? Ja, komplett anders als jetzt
- 6:26als Trainer auf jeden Fall. Ich glaube ja, dass Benno sich
- 6:31schon einfach ein anderer Spieler war als jetzt ein
- 6:35Trainertyp als. Als Spieler würde ich sagen, war
- 6:38schon ein Spieler, der auch mal geguckt hat, wie man vielleicht
- 6:40mal beim Ausdauerlauf eine Runde abkürzen kann.
- 6:44Jetzt als Trainer, jetzt als Trainer ist er, ist er, ja, ich
- 6:49sag mal maximal will den maximal Erfolg, will alles dafür tun,
- 6:53spart sich keine Mühe, lebt eigentlich rund um die Uhr nur
- 6:58für den Handball, ich glaube das ist schon ich.
- 7:02Ja, schon ein kleiner Unterschied als Spieler, wo er
- 7:05vielleicht auch mal das, was er jetzt monieren würde, wenn wir
- 7:09das machen würden, was er damals vielleicht mal hat, er
- 7:14vielleicht mal hier da eine Runde abgekürzt eben zum
- 7:19Beispiel. Was würde passieren, wenn man
- 7:21jetzt heutzutage abkürzt? Es macht keiner mehr, deswegen
- 7:26weiß ich es nicht. Ich habe es nicht keiner
- 7:28ausgetestet, wenn wir jetzt das Ding ist auch früher, das war
- 7:31noch unter Frank Carstens und. Da hatten wir halt, hatten wir
- 7:35halt auslaufen noch nach den Spielen, da haben wir auch nur
- 7:38einmal die Woche gespielt und der nächste Tag war meist eben
- 7:40auslaufen im Stadtpark und da kann ich mich eben an ein 2
- 7:44Situationen erinnern, weil ich oft mit Benno losgelaufen bin,
- 7:47aber nicht mit ihm ins Ziel gekommen bin, weil er eben einen
- 7:50etwas kürzeren Weg gewählt hat. Und ja, das kann man mit jetzt
- 7:54nicht mehr vergleichen, weil wir jetzt einfach jeden ganz anderen
- 7:57Rhythmus haben. Wir spielen alle 3 Tage.
- 8:00Ja, da gibt es für uns keine Möglichkeiten, sowas zu tun.
- 8:05Ich. Habe mir die Mannschaft noch mal
- 8:06angeschaut, als du damals nach Magdeburg, also das erste Mal
- 8:09nach Magdeburg gekommen bist. Also du sagst schon, Frank
- 8:10Carstens, der Trainer du auf der einen Seite, Yves Gravenhorst
- 8:13auf der anderen Seite und du warst der Youngster hinter
- 8:16Robert Weber, wie, wie groß war der Schritt für dich damals aus
- 8:20Hannover, vom HSV, Hannover damals?
- 8:23Ja, sehr groß. Erstmal war es sportlich eben
- 8:26der Schritt von. Von der zweiten Liga in die
- 8:29erste Liga, auch wenn ich natürlich die ersten Jahre in
- 8:31Magdeburg auch noch bei den Youngstars gespielt habe, war
- 8:34das dadurch, dass ich halt voll eigentlich die also voll
- 8:38mittrainiert, dabei ersten Mannschaft und auch schon meine
- 8:40Einsätze dann gelegentlich hatte, war es natürlich ein
- 8:42Riesenschritt von 2. Liga auf erste Liga, aber auch
- 8:45es war halt auch erstmal ein Auszug von zu Hause, ich habe
- 8:48bis dahin natürlich bei meinen Eltern gelebt, solange ich noch
- 8:51zur Schule gegangen bin und. Und das war natürlich auch ein
- 8:53großer Schritt, weil es ein ganz neues Leben einfach begonnen
- 8:56hat, weil ich alleine gewohnt habe, dann ich natürlich erstmal
- 8:59auf mich alleine gestellt war und auch erstmal gucken musste,
- 9:02wie man sich im Leben so organisieren muss.
- 9:06Was war das Härteste für dich damals?
- 9:07Ich. Glaube das härteste war, dass
- 9:10ich anfangen musste, mich regelmäßig selbst mit Essen zu
- 9:14versorgen, weil ich das schon so.
- 9:17Ja, also wir schon eigentlich, wenn mein Bruder und ich von der
- 9:19Schule gekommen sind, wir eigentlich immer mit meiner
- 9:22Mutter zusammen Mittag gegessen haben, man sich da nie Gedanken
- 9:25drüber machen musste. Ja, was schon natürlich sehr
- 9:28angenehm war. Und sportlich.
- 9:31Wie hast du beispielsweise gerade ein Verhältnis zu Robert
- 9:34Weber? Hast du dir auch von ihm was
- 9:35abschauen können beispielsweise oder ich meine absolute Legende?
- 9:38Ja, Na klar. Also Na klar, war auch.
- 9:41War Robert schon der, ich sag mal der Star in Magdeburg, als
- 9:45ich gekommen bin. Und natürlich war das für mich
- 9:47auch schwierig, dadurch am Anfang mehr Spielanteile zu
- 9:50bekommen. Das war auch der Grund, warum
- 9:52ich dann irgendwann nach 4 Jahren gesagt habe, dass ich
- 9:54jetzt was Neues noch mal machen muss, weil ich einfach
- 9:56Spielzeiten brauchte, um mich weiterzuentwickeln.
- 10:01Aber Na klar hat man sich von Robert auch auf Sachen
- 10:04abgeguckt. Bis 2014 warst du da, sagst du
- 10:07schon, wie prägend war denn diese erste Zeit für?
- 10:11Dich persönlich, also deine persönliche handballerische
- 10:13Entwicklung, sage ich mal. Ja, sehr prägend, weil ich.
- 10:16Ich kam damals aus Hannover an, hatten die in der zweiten Liga
- 10:19gespielt haben. Natürlich war das auch schon,
- 10:22ja, hatte schon professionelle Strukturen, aber es waren halt
- 10:25noch, also es haben alle nebenher noch gearbeitet, es war
- 10:27jetzt nicht nur so, es war nicht nur der Handball Mittelpunkt,
- 10:31dann kam ich nach Magdeburg, wo natürlich alles komplett
- 10:33professionell war, wo, wo alle nur in Anführungsstrichen nur.
- 10:38Den Beruf ausüben, da habe ich schon erstmal auch lernen
- 10:42müssen, was es überhaupt bedeutet, Handballprofi zu sein.
- 10:45Ich glaube, dass da Frank Carstens auch wirklich uns sehr
- 10:49gut vermittelt hat und vorgelebt hat, was es heißt, Handballprofi
- 10:53zu sein, natürlich, worauf man auch verzichten muss, um
- 10:56erfolgreich zu sein, das war schon war schon erstmal eine
- 11:01Anpassung oder eine neue Erfahrung für mich.
- 11:07Hast du auch schon gesagt, der Schritt nach Lemgo dann
- 11:09zwangsläufig irgendwann, um auch noch mehr Spielanteile zu
- 11:11bekommen, bist du in Lemgo dann zu dem gestandenen Bundesliga
- 11:15Profi, den wir kennen? Sozusagen gereift.
- 11:18Ja, würde ich schon sagen. Also natürlich hatte ich in den
- 11:20Jahren zuvor in Magdeburg auch immer mal Phasen, wo ich auch
- 11:23mal ein bisschen mehr gespielt habe, dann waren es aber wieder
- 11:26zu lange Phasen, einfach, wo ich fast gar nicht gespielt habe und
- 11:29ja, in Lemgo habe ich dann eigentlich ab der ersten Saison
- 11:33ja fast regelmäßig. Meine 60 Minuten gespielt war
- 11:36der Stammspieler und ja genau, bin da.
- 11:39Bin da, denn zum wirklich zum richtigen Bundesliga Spieler
- 11:43geworden. Florian Kehrmann klar, dein
- 11:46Trainer auch damals schon. Du hast unter 2, wenn ich die
- 11:50beiden jetzt mal vergleiche, weil sie jetzt ja immer noch im
- 11:52Amt sind und die dienstältesten Trainer der Liga einfach sind
- 11:57unter Florian Kehrmann und Bennet Wiegert jetzt sehr lange
- 12:00gespielt und habe ich mich in der Vorbereitung gefragt, was
- 12:02haben die beiden? Gemein also.
- 12:04Was zeichnet sie aus, dass sie eben auch so lange an einem
- 12:07Standort bleiben und Erfolg haben?
- 12:10Da würde ich jetzt gar nicht auf irgendwelche inhaltlichen Dinge
- 12:12eingehen. Ich glaube einfach, dass beides,
- 12:15also Florian Kehrmann, sehr mit dem TBV Lemgo und der Region
- 12:20Lemgo einfach verbunden ist. Er war da als Spieler ewig, er
- 12:24hat da, ich weiß, gar nicht, wie lange, aber eigentlich hat er
- 12:26fast seine komplette Karriere als Spieler in Lemgo verbracht
- 12:29und. Und ist einfach die
- 12:30Identifikationsfigur schlechthin in Lemgo.
- 12:34Und das Gleiche ist Benno Halt in Magdeburg, Benno ist hier
- 12:37aufgewachsen, Benno hat hier die Jugend durchlaufen, Benno hat
- 12:40hier, hatte zwar auch zwischenzeitlich mal hat er auch
- 12:44in Gummersbach oder Wilhelmshaven gespielt, aber er
- 12:46hat auch eigentlich den Großteil seines Lebens und auch seine
- 12:49Handballkarriere in Magdeburg verbracht.
- 12:51Und deswegen sind das beides absolute Identifikationsfiguren
- 12:55in ihrer jeweiligen Region, das würde ich sagen, ist die ist die
- 12:58Gemeinsamkeit zwischen beiden, und das ist auch vielleicht oder
- 13:02wahrscheinlich oder vielleicht auch ein Grund, warum sie, warum
- 13:04das einfach so gut passt. Stimmt das, obwohl es ja auf der
- 13:08Hand liegt, auf Papier auch sofort zu sehen ist?
- 13:11Aber ist dann offensichtlich auch ein so entscheidender
- 13:13Faktor, was ja oft toll ist, wie ich finde, im Handball.
- 13:16Ja, finde ich auch. Also ich finde das auch gut,
- 13:19wenn wenn. Wenn das erfolgreich ist, was,
- 13:23was langfristig angelegt ist, wo man nicht sagt, wenn man jetzt
- 13:26mal 3 Spiele verloren hat, dass man gleich einen Trainer
- 13:28wechselt, sondern ich finde das gut, wenn gerade in der heutigen
- 13:31Zeit, wo auch immer mehr Druck, immer mehr auch Gelder
- 13:35vielleicht im Spiel sind, finde ich es gut, wenn da Vereine auch
- 13:38trotzdem die Ruhe bewahren können und eben nicht in Hektik
- 13:42verfallen, wenn es mal vielleicht eine schlechte Phase
- 13:45gibt, sondern da auf Konstanz setzen und das ergibt Lemgo und
- 13:48auch uns beim SCM einfach einfach recht, dass das auch
- 13:52richtig sein kann. Als du später dann nach
- 13:55Magdeburg zurückgekehrt bist, da war dann Bennet Wiegert
- 13:58plötzlich dein Trainer, vorher dein Mitspieler war es, war es
- 14:02ungewohnt. Ja, natürlich war es erstmal.
- 14:06Ich meine, dass Benno dann als Trainer einen anderen.
- 14:11Und das ein anderes Verhältnis zueinander ist, als es noch als
- 14:14Spieler war, das ist, das ist logisch, das war mir vorher
- 14:16klar. Ich hatte natürlich, vorher
- 14:17kannte ich ihn als Spieler, habe ihn dann als Trainer jetzt die
- 14:21einfach kennengelernt, natürlich ist es einfach ein anderes, ein
- 14:26anderes Miteinander, als als Spieler noch, das ist.
- 14:28Aber ich glaube, dass Benno da einfach auch vom Typ so ist,
- 14:31dass er erstmal eine völlig natürliche Autorität auch als
- 14:35Trainer ausstrahlt, dass er da keine.
- 14:37Angst haben muss, dass er jetzt einen Spieler nicht haben
- 14:41musste, dass er einen Spieler trainiert, der mit dem er schon
- 14:43zusammen gespielt hat, ist ja bei Matze Musche beispielsweise
- 14:46auch auch genauso, er hat sogar noch länger trainiert, schon
- 14:49noch länger unter Ben und hat auch noch oder hat mindestens
- 14:52genauso lange wie ich mit ihm zusammen gespielt und das ja,
- 14:55das hat Benno einfach eine natürliche Autorität, so dass
- 15:00das kein Problem ist. Aber ja, natürlich ist es was
- 15:04anderes gewesen als ich dann. Als als sein Spieler
- 15:07zurückgekommen. Bin wenn wir als Kommentatoren
- 15:10draufschauen und Magdeburg kommentieren, dann sprechen wir
- 15:13immer über dieses, dieses Gefühl des Hungers.
- 15:16Also wir fragen uns immer von außen, wie geht das, dieses
- 15:18immer weiter, immer mehr Hunger haben das, was euch auszeichnet,
- 15:22also wenn ich an euch denke, dann seid ihr sportlich
- 15:24Maschinen, aber was mich so beeindruckt ist der Kopf, wie
- 15:27geht das? Ja, das ist eine gute Frage.
- 15:30Ich glaube, wir sind das jetzt gewohnt, über eine gewisse Zeit,
- 15:33das ist für uns ja fast Routine oder Alltag, dass wir alle 3
- 15:36Tage ein Spiel haben, ja, ich kann es nicht, weiß ich nicht,
- 15:43also es klappt bei uns, ich glaube, wir haben auch einen
- 15:47relativ breiten Kader, wir können schon in gewissen Phasen
- 15:51Belastung auch mal verteilen, ich glaube, dass das schon
- 15:54einfach eine Qualität von uns ist.
- 15:56Und wir haben halt die letzten Jahre auch einfach gezeigt, dass
- 15:59wir, wenn wir einen Titel gewonnen haben, uns damit jetzt
- 16:02nicht zurücklehnen, sondern eigentlich, dass es sogar mehr
- 16:05Hunger gegeben hat, noch mehr zu gewinnen.
- 16:07Ich glaube, dass das in der Mannschaft auch nach wie vor
- 16:10noch vorhanden ist. Und ich hoffe natürlich diese
- 16:13Saison sowieso, aber auch in Zukunft bin ich auch sehr
- 16:16optimistisch, dass das noch dieser Titel Hunger noch lange,
- 16:20lange anhalten wird beim SCM. Und das ist genau der Punkt,
- 16:23also dass du eben nicht am Ende der Reise bist.
- 16:25Sozusagen, wenn du den Titel hast, sondern ja, wie du sagst,
- 16:27das ein Gefühl noch stärker macht, weil dann ist der erste
- 16:30Spieltag und in dem Wissen was man letzten Saison gewonnen hat,
- 16:33heißt es aber nicht jetzt sehen wir uns so, unterbewusst kann
- 16:36man ja auch mal satt sein zurück dieses Sattgefühl
- 16:38Sättigkeitsgefühl habt ihr gar nicht.
- 16:40Genau. Und ich finde, das ist auch die
- 16:41Schwierigkeit, weil ich sag mal einmalig was zu erreichen das
- 16:45das kann auch mal mit ein bisschen Glück und mit ein
- 16:47bisschen Pech vielleicht zusammenhängen, aber wirklich
- 16:50über jetzt. 45 Jahre eine Konstanz da drin zu haben, in
- 16:54jeder Saison für Titel in Frage zu kommen, ja das, das macht
- 16:58mich schon schon stolz, dass das die letzten Jahre so war und
- 17:01auch auch diese Saison stand jetzt wieder so sein wird und
- 17:06ich glaube auch, dass der SCM einfach sehr, sehr gut
- 17:09aufgestellt ist und auch in den nächsten Jahren immer für Titel
- 17:13in Frage kommt. Weil jetzt vielleicht die Augen
- 17:16verdreht und sagt, dass er wieder eine Phrase und so weiter
- 17:17ist es nicht. Also vielleicht auch mal wie ich
- 17:20habe ein Interview von Boris Becker gerade im Kopf, der auch
- 17:22sagt, immer nach der Nummer 1 Streben, nach dem Grand Slam
- 17:26Titel Mal streben ist das eine, aber den dann bestätigen
- 17:29konstant und den zweiten Titel sei viel schwieriger als Nummer
- 17:321 zu werden, sozusagen Nummer 1 zu bleiben.
- 17:36Erlebst du eigentlich eine Saison wie im Flug, weil ihr
- 17:40eben alle 34 Tage spielt, oder? Gibt es auch mal einen Moment,
- 17:45wo du gerade drüber nachdenkst? Wo war ich eigentlich letzte
- 17:47Woche? Da waren wir in Polen, dann sind
- 17:48wir da, dann spielen wir hier. Es ist eigentlich gar nicht.
- 17:52Es ist ganz, ganz wenig Zeit, mal zurückzublicken eigentlich.
- 17:55Wir beenden ein Spiel und dann ist schon wieder der Blick auf
- 17:58nächstes Spiel. Jetzt war natürlich für die
- 18:00Nationalspieler gerade mal eine Woche nationalmannschaftspause,
- 18:02wollen wir mal so ein bisschen zumindest.
- 18:04Die paar Leute die da waren, ein bisschen durchatmen, konnten
- 18:08aber eigentlich, also es ist auch.
- 18:12Fast ausgeschlossen, dass wir in der Saison zum Beispiel mal ein
- 18:14Spiel angucken, also rückwirkend noch mal ein Video ins Spiel
- 18:18betrachten. Es ist eigentlich nur so, dass
- 18:20das Spiel beendet ist und wir gehen direkt am nächsten oder
- 18:22übernächsten Tag, spätestens ja mit dem Video ins nächste Spiel
- 18:26rein, von daher ist da eigentlich ja, also wir gucken
- 18:29nur nach vorne von Spiel zu Spiel, da ist keine Zeit
- 18:32irgendwie groß zurück zu gucken am Ende der Saison vielleicht.
- 18:37Würdest du trotzdem mit mir ganz kurz noch einen Rückblick auf
- 18:39deine Karriere wagen? Ja, ja, können wir machen.
- 18:43Wenn der junge Tim Hornke heute ins Team käme, zu dir, wie
- 18:47würde, wie würde der heutige Tim Hornke mit dem Jungen
- 18:50klarkommen? Oh Gott, da gibt es tatsächlich
- 18:54ein paar Sachen, wo der heutige Tim Hornke den jungen Tim Hornke
- 18:57ganz schön lachen müsste, weil man damals einfach noch andere,
- 19:01ja, ich sag mal Sachen oder Flusen im Kopf hatte, die ich
- 19:05heute nicht mehr habe. Ja, deswegen würde ich einfach
- 19:10mittlerweile vielleicht ein paar Sachen, die man so mit mit
- 19:14Anfang 20 ja noch gemacht hat, würde ich heutzutage
- 19:19wahrscheinlich nicht mehr machen, da würde ich mich sicher
- 19:21anders verhalten. Wer war derjenige, der dich so
- 19:24ein bisschen, ja, was heißt denn da seine Fittiche genommen hat,
- 19:27aber die vielleicht ein Stück weit auch in den Anfangsjahren
- 19:29an die Hand genommen hat? Ja, das war tatsächlich Benno
- 19:32relativ viel. Ich hatte zu Benno eigentlich.
- 19:35Als es auch damals natürlich ein paar deutsche Spieler, viele
- 19:37ausländische Spieler schon gab, hatte ich so zu Benno schon
- 19:41relativ viel Kontakt, wo ich neu auch nach Magdeburg kam.
- 19:45Saßen beispielsweise kann ich mich erinnern, oft als wir im
- 19:47Hotel vor dem Auswärtsspiel Mittag gegessen haben, saßen wir
- 19:50oft an einem Tisch und haben einfach ein bisschen erzählt,
- 19:53aber auch Matthias Musche damals, wir haben damals schon
- 19:56zusammen gespielt, zudem hatte ich natürlich auch einen sehr
- 20:01guten Draht. Ja, das waren so die beiden, die
- 20:05beiden Personen eigentlich, die ich, zu denen ich am Anfang
- 20:09tatsächlich am meisten Kontakte hatte.
- 20:11Das heißt, wenn man zurückblickt, was bleibt, dann
- 20:14sind es auch nicht nur Titel, sondern vor allem auch, wie es
- 20:16im Handball so schön ist, Freundschaften.
- 20:18Ja genau, also das jetzt jetzt nicht nur in Magdeburg, sondern
- 20:22auch. Auch in Lemgo komme ich
- 20:24mittlerweile gerne zurück, komme in die Halle rein und sehe da
- 20:28Gesichter, die ich kenne, die mich herzlich begrüßen.
- 20:31Selbst nach nur Veranderten damals noch habe ich auch mit
- 20:34ein paar Leuten noch Kontakt, natürlich, man lernt sehr, sehr
- 20:38viele Leute kennen im Laufe einer Karriere und ja, natürlich
- 20:42bleiben da auch ein paar Freundschaften am Ende bei
- 20:44hängen. Der junge Tim Hornke ist damals
- 20:47nicht nur zum SC Magdeburg gewechselt, was sicherlich schon
- 20:49ein großer Step war. Der junge Tim Hornke ist damals
- 20:51auch Weltmeister geworden mit der Juniorenationalmannschaft
- 20:532011, mit einem Hendrik Pekeler, Johannes Selin, Christian
- 20:57Dissinger, um noch mal ein Paar zu nennen, war das zu dem
- 20:59Zeitpunkt auch so, das das größte dieser Titel.
- 21:02Zu dem Zeitpunkt ja ja, das würde ich schon sagen, das war
- 21:06noch zum Zeitpunkt damals genau in Griechenland, also noch zum
- 21:09Zeitpunkt, wo ich jetzt in der Bundesliga noch nicht ganz so
- 21:12große Spielanteile hatte. Ja, also deswegen war das zu dem
- 21:17Zeitpunkt wirklich bis dahin der größte Erfolg.
- 21:22Und dann kamen ja einige Titel dazu und jetzt kann man die
- 21:26natürlich vom von der Bedeutung vielleicht ranken, vom
- 21:29Stellenwert her. Was ist denn für dich persönlich
- 21:31der, der vielleicht mit der härtesten Arbeit, mit den
- 21:33größten Emotionen verbunden ist? Ja, mit der härtesten Arbeit
- 21:39denke ich. Die erste Deutsche
- 21:40Meisterschaft. Oder auch beides auch mit.
- 21:44Ich glaube, dass die Bundesliga am Ende der ehrlichste
- 21:47Wettbewerb ist, weil man wirklich über einen sehr, sehr
- 21:49langen Zeitraum sehr konstant gute Leistungen abrufen muss und
- 21:55emotional war es eben, weil es wirklich das erste Mal war,
- 21:582022, dass wir deutscher Meister geworden sind.
- 22:01Es ist eigentlich wie die ganze Saison Abstand zwar hatten zu
- 22:05Platz 2, aber. Dann irgendwann dieses Spiel
- 22:08gegen Balingen zu Hause hatten, wo wir das Spiel noch gewinnen
- 22:10mussten, um es klar zu machen und da ist einfach ein
- 22:12unglaublicher, fast eine Last in dem Moment abgefallen, dass es
- 22:17dann endlich wirklich geschafft war.
- 22:20Deswegen war das schon auch und weil es eben noch die erste
- 22:23deutsche Meisterschaft auch war, war das auch einfach sehr, sehr
- 22:26emotional. Wer kann am besten feiern beim
- 22:30SC Magdeburg? Na, du bist noch da.
- 22:32Na du kannst doch. Wir müssen das Podcast
- 22:34eigentlich nächsten Sommer machen, wenn du raus bist.
- 22:36Ja, ich sag mal, es gibt einige, die das ganz gut können in der
- 22:42Mannschaft. Und Tim Hornke?
- 22:45Ja, zu gegebenem Anlass feiert der auch mal ganz gerne.
- 22:51Das sind die schönen Momente natürlich des Handballerdaseins.
- 22:53Es gibt auch das Gegenteil und du hast auch davon ein Paar
- 22:55miterlebt. Was war das bitterste?
- 22:59Ja, muss ich eine Sache und. Kann ich da eigentlich nur
- 23:02nennen, das war die Verletzung bei den Olympischen Spielen.
- 23:07Ich muss trotzdem auch im selben Satz sagen, dass ich insgesamt
- 23:10froh bin, wie ich, wie ich verletzungsmäßig durch meine
- 23:14Karriere gekommen bin, aber der Moment war natürlich besonders,
- 23:18besonders bitter, mich da im ersten Spiel nach einer
- 23:21Vorbereitung darauf direkt verletze.
- 23:25Gleich zu Beginn Olympische Spiele in.
- 23:28In Paris konntest du sie danach eigentlich noch irgendwie weiter
- 23:30verfolgen. Oder wolltest du mit allem gar
- 23:31nichts mehr zu tun haben? Ich habe geguckt, habe ich.
- 23:33Also ich habe die Spiele natürlich weiter verfolgt, die
- 23:35habe ich alle. Alle haben im Fernsehen
- 23:38geschaut, aber ich bin halt nicht mehr vor Ort geblieben,
- 23:41ich bin den Tag später noch nach Hause geflogen, weil ich auch
- 23:45mein Knie ja schon länger, sage ich mal, ein paar Probleme
- 23:48gemacht hatte und ich auch im olympischen Dorf einfach so.
- 23:53Ich mich kaum fortbewegen konnte, weil es da sehr lange
- 23:56lange Wege vom Zimmer bis zur Kantine waren und ich damit
- 24:00Krücken einfach keinen Spaß hatte da weiter rumzulaufen und
- 24:05noch dazu ich mein Knie eben operieren lassen musste.
- 24:10Wie geht's weiter? Wenn ich das Fragen darf,
- 24:12bleibst du dem Verein erhalten oder möchtest du erstmal von
- 24:15Handball Abstand nehmen und. Ja, also ich habe natürlich
- 24:19schon einen Plan mittlerweile, was ich nach der Karriere machen
- 24:22möchte. Ja, ich möchte da jetzt noch
- 24:25nicht groß drüber sprechen, weil jetzt gilt es erstmal den
- 24:28maximalen Erfolg noch aus dieser Saison herauszuholen, aber was
- 24:32ich, was ich sagen kann und was ich verraten kann ist, dass mein
- 24:34Plan nichts mit dem Handball zu tun haben wird.
- 24:40Die letzte Saison läuft aber noch.
- 24:42Zum Glück ist es auch noch sehr weit hin, die nächsten
- 24:44Highlights stehen an. Heute ist Samstag, der 8.
- 24:47November, nächste Woche Samstag das ganz große Topspiel.
- 24:50Bis dahin habt ihr ja zwischendurch Champions League
- 24:52und so weiter aber ich freue mich schon so sehr auf das Spiel
- 24:55auswärts bei der SG Flensburg an der Welt.
- 24:57Flensburg gegen Magdeburg so ein absolutes Topspiel.
- 25:01Was sind nach bei so einer langen Karriere nach so einer
- 25:05großen Karriere beim SC Magdeburg die Momente, bei denen
- 25:09es noch kribbelt oder kommst du jedes Mal noch in die Halle und
- 25:12sagst heute wieder angefangen? Ja, also in der Getik Arena
- 25:16einzulaufen wird glaube ich nie aufhören zu kribbeln.
- 25:20Das ist jedes Mal wieder Gänsehaut, wenn die Halle voll
- 25:24ist, das Licht ausgeht, die Musik losgeht, das wird sich
- 25:29wahrscheinlich auch, oder hoffe ich, nehme ich auch stark an,
- 25:31dass sich das bis bis zum letzten Spiel auch nicht mehr
- 25:34ändern wird. Wie schafft es ein so großer
- 25:37Club, ein ein so erfolgreicher Club und mittlerweile auch ein
- 25:42Weltclub wie der SC Magdeburg? Im Kern so familiär zu bleiben,
- 25:49weil, so wirkt es zumindest von aus.
- 25:52Ja, das ist, das ist eigentlich, das ist eine gute Frage, wie ich
- 25:57jetzt so direkt auch nicht beantworten kann, wie das, wie
- 25:59das möglich ist. Ich kann nur sagen auch
- 26:00bestätigen, dass es eben so ist. Ja, ich glaube, dass.
- 26:05Ja, wir haben halt einen großen Anteil an skandinavischen
- 26:08Spielern. Ja die alle untereinander, auch
- 26:10ihre ihre Sprache sprechen die auch sehr viel privat
- 26:16miteinander machen und immer eine deutsche Gruppe auch
- 26:19gehabt, die aber trotzdem, also es gibt halt trotzdem keine
- 26:22Gruppenbildung, sondern die Deutschen haben auch guten
- 26:24Kontakt zu den Skandinaviern, sind da einfach ja, sind einfach
- 26:29eine Gute, eine homogene Gruppe, die Spaß zusammen haben, die
- 26:33auch außerhalb des Handballs mal die.
- 26:36Ja, zusammen lachen können und das passt einfach.
- 26:40Also da kann ich auch einfach nur sagen, dass ich mich die
- 26:42letzten 7 Jahre, seitdem ich jetzt wieder hier bin, mich zu
- 26:46jeder Sekunde unfassbar wohl innerhalb des Teams, auch und
- 26:49innerhalb des Vereins als gesamtes, auch insgesamt auch
- 26:53gefühlt habe. Warum das genau so ist, ist
- 26:58schwer zu sagen, ich kann nur bestätigen, dass es so ist und.
- 27:02Vielleicht wird schon auch einfach darauf geachtet, dass
- 27:04ein gewisser Teil ja skandinavisch Deutsch, diese
- 27:08Mischung, so dass es eben ja jetzt einigermaßen, dass es
- 27:12passt. Aber wir haben auch, wir haben
- 27:14auch Kroaten in der Mannschaft, der ist auch super integriert,
- 27:17also mit der ist ich kann es nicht sagen, warum, es ist
- 27:19einfach eine angenehme, eine angenehme Gruppe, mit der man ja
- 27:25auch unabhängig von handballerischem Erfolg sehr
- 27:28viel Spaß haben kann. Wenn du so Zurückblickst, gibt
- 27:31es gibt es etwas, was Tim Horn in seiner Karriere vermisst hat,
- 27:35also was, was du gerne gemacht hättest, wenn du jetzt so
- 27:38zurückblickst, also Ausland, keine Ahnung, irgendwie sowas.
- 27:42Nein, glaube ich nicht. Also mit vermisse ich nichts
- 27:45oder weil ich. Nicht immer in den Orten, wo ich
- 27:48gespielt habe. Es waren nicht viele.
- 27:50Ich habe nur Lemgo in Magdeburg und Hannover, natürlich in
- 27:53meiner Karriere gesehen, aber ich habe mich an jedem Ort
- 27:56sowohl gefühlt, dass ich nie den Gedanken hatte, dass ich jetzt
- 27:58unbedingt mal nach Frankreich oder irgendwo anders ins Ausland
- 28:02gehen muss und das, dem trauere ich überhaupt nicht nach, weil
- 28:05ich dazu einfach in allen Vereinen, den ich gespielt
- 28:08hatte, habe eine viel zu gute Zeit hatte.
- 28:11Dir ganz herzlich danken, dass du heute Zeit.
- 28:13Hättest danke, danke für die Einladung.
- 28:16Und wünsche dir natürlich für den Rest der Saison alles Gute.
- 28:19Genießt es dann noch mal die letzten Male einzulaufen, nicht
- 28:21nur in der GT Arena, sondern in der anderen Hallen auch.
- 28:24Und sage dir alles Gute und vielen herzlichen Dank.
- 28:26Danke dir auch alles Gute. Und ich sage euch vielen Dank
- 28:29für Interesse. Das war es für heute.
- 28:30Morgen hören wir uns wieder, dann ist Saskia Lang zu Gast,
- 28:33die Marketing Managerin des Deutschen Handballbundes, und
- 28:35wir sprechen über die anstehende Frauenweltmeisterschaft in
- 28:38Deutschland und in den Niederlanden und über die
- 28:40Chancen und Ziele dieses Turniers, nicht nur aus
- 28:42sportlicher Sicht. Würde mich freuen, wenn ihr auch
- 28:44morgen mit dem Start sein sehr spannendes Gespräch zu.
- 28:46Worden, wie ich finde. Alles gute euch einen schönen
- 28:47Samstag und Tschüss.